TrACHT Prügel für Barça

Maurice Trenner 14.08.2020

Im ersten Spiel im Champions-League-Finalrundenort Lissabon, stand für den FC Bayern der vierfache Titelträger FC Barcelona im Weg. Gegen die Katalanen war man in drei K.-o.-Duellen bisher nur ein Mal in die nächste Runde eingezogen. Im Triple-Jahr 2013 besiegte man die damals favorisierten Spanier furios 7:0 in zwei Spielen. Besonders schmerzlich ist den Münchnern noch die 0:4-Klatsche im Frühjahr 2009 im Kopf, die das Ende des kurzen Intermezzos von Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer bedeutete. Auch Pep Guardiola musste sich 2015 seinem Ex-Club geschlagen geben. 

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellungen

Nur eine kleine Überraschung hatte Hansi Flick in der Aufstellung parat. Wie bereits zuletzt gegen den FC Chelsea durfte Ivan Perišić auf dem linken Flügel beginnen. Der Kroate, dessen Defensivarbeit Flick hoch schätzt, bekam den Vorzug vor Kingsley Coman, der zuletzt leicht angeschlagen war. Auch ansonsten setzte Flick auf die gleiche Elf, die in der Vorwoche Chelsea bezwang.

Damit lag das Hauptaugenmerk abermals auf den offensiven Außenverteidigern Joshua Kimmich und Alphonso Davies sowie deren Arbeit gegen den Ball. Im zentralen Mittelfeld bildeten Thiago, Goretzka und Müller das Dreieck. Im Sturm stand Robert Lewandowski, der den Torrekord von Cristiano Ronaldo aus der Saison 2014 jagte.

Bei den Spaniern stellte Trainer Quique Setién seine Mannschaft im 4-4-2 auf. Dies war zuvor schon von der spanischen Presse spekuliert worden. Der Plan war wohl, durch ein passsicheres Mittelfeld aus Busquets, Roberto, de Jong und Ex-Bayer Vidal das Münchner Gegenpressing zu umspielen. Davor bildeten Messi und Suárez den Doppelsturm. Für den französischen Weltmeister Griezmann blieb abermals nur die Bank. 

Die erste Halbzeit

Nachdem Barcelona den ersten kleinen Schocker setzte, traf Müller nach nicht einmal 180 Sekunden zum 1:0. Gnabry steckte gut auf Perišić durch, der in die Mitte flankte. Dort spielten Müller und Lewandowski einen Doppelpass, worauf der Rekord-Assistgeber der Bundesliga trocken verwandelte (4.). Einen besseren Start hätte sich keiner der Bayern erträumen können.

Doch nur wenige Minuten später lag der Ball im Tor der Münchner. Über links brachen die Blaugrana durch, nachdem Kimmich zu weit vorgerückt war. Die Flanke von Jordi Alba klärte ausgerechnet David Alaba über einen chancenlosen Manuel Neuer ins eigene Tor (7.). Hinter ihm wäre Luis Suárez frei gestanden. 

Immer wieder kam Barcelona durch direktes Passspiel über die Außen gefährlich vors Tor. Zuerst scheiterte Suárez frei vor Neuer (9.), danach klatschte eine Flanke von Messi an den Pfosten (10.). Drei Spanier standen dabei völlig frei vor dem Münchner Schlussmann.

In der Folge wurden die Münchner nun aktiver, ohne sich jedoch eindeutige Chancen zu erspielen. Das Gegenpressing wurde nun griffiger. In der 22. Minute holte sich Gnabry den Ball in einer Pressingfalle, steckte durch auf den hinterlaufenen Perišić, der in seiner unwiderstehlichen Art ins lange Eck vorbei an ter Stegen abschloss. Die erneute Führung für den deutschen Rekordmeister.

Und die Münchner legten direkt nach. Einen Pass von Thiago leitete Goretzka direkt in den Lauf von Gnabry weiter. Der Champions-League-Chefkoch blieb eiskalt und durfte einmal mehr rühren (28.). Nach einem weiteren schwachen Pass von ter Stegen hätte Lewandowski nur Sekunden später gar auf 4:1 erhöhen können, doch der Pole scheiterte am Deutschen (29.).

Besser machte es erneut Müller, der eine flache Hereingabe von Kimmich zum 4:1 vollendete (30.). Zuvor hatte Lewandowski einen verloren geglaubten Ball an der Grundlinie von Barcelona zurückgewonnen. Fast jeder Schuss war nun ein Treffer. Die Münchner spielten wie im Rausch. Mit dem gleichen Spielstand wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit

Nach der Pause brachte Setién mit Griezmann einen Stürmer für Sergio Roberto, um das kleine Fußball-Wunder zu erzwingen. Kurz nach Wiederanpfiff sah Davies Gelb für ein Foul an Suárez (51.). Ein Treffer von Lewandowski wurde wegen einer Abseitsstellung von Müller zurecht aberkannt (53.). 

Die Münchner verwalteten nun und auch Barcelona ließ die letzte Konsequenz vermissen. Doch mitten in dieser Phase zeigte Suárez seine ganze individuelle Klasse. Im Strafraum wackelte er den verwarnten Boateng aus und traf kraftvoll zum 2:4-Anschluss (57.). Mit einer halben Stunde auf der Uhr war die Aufholjagd gestartet.

Doch diese kam zu einem jähen Ende als Davies die gesamte spanische Abwehrkette zum Salsa einlud. Der Kanadier tanzte an Semedo vorbei zur Grundlinie, wo keiner seinen Antritt stoppen konnte. Am Fünfmeterraum traf er dann auch noch die richtige Entscheidung und legte in den Rückraum, wo Kimmich einschob (63.). Der Torschütze wusste bei wem er sich zu bedanken hatte.

Nach einem weiteren einfachen Ballverlust hatte der kurz zuvor eingewechselte Coman die Chance weiter zu erhöhen, doch Alba grätschte in den Schuss (68.). Perišić musste für den Franzosen weichen. Nach 75 Minuten wechselte Flick noch zwei weitere Male. Coutinho ersetzte Gnabry und Süle entlastete Boateng.

Zum Ende kam auch noch Lewandowski zu seinem Tor (82.). Eine starke Vorarbeit von Coutinho köpfte der Pole ein. Der VAR prüfte minutenlang auf Abseits, doch der Treffer hatte Bestand. Diese Pause nutzte Flick um mit Hernández (für Davies) und Tolisso (für Goretzka) zwei weitere neue Spieler zu bringen.

Coutinho hatte nun Blut geleckt. Eine starke Passstafette von Kimmich und Müller schloss der Brasilianer im Sechzehner ab (85.). 7:2! Doch noch war die Show des kleinen Magiers nicht beendet. Eine Vorlage von Hernández schob er aus kürzester Distanz ein (89.).

Ein denkwürdiger Europapokalabend ging damit zu Ende. Das nächste Spiel in Lissabon steht am Mittwoch an. Dann gegen den Sieger aus Olympique Lyon und Manchester City.

Vier Dinge, die auffielen

1. Vogelwilder Beginn

Hätte sich Hansi Flick ein Traumszenario wünschen dürfen, das frühe 1:0 von Müller hätte sicherlich ganz oben auf der Liste gestanden. Doch anstatt den Druck von den Spielern zu nehmen, konnten die Münchner das Spiel im Anschluss nicht beruhigen. 

Ein immer wiederkehrendes Muster im Angriff der Spanier, bekamen die Bayern nicht in den Griff. Bei direkten Pässen aus der prominent besetzten Mitte von Barça auf die Außen in den Rücken der Abwehr sahen sowohl Davies als auch Kimmich nicht gut aus. Gleich viermal tauchte Barcelona auf diese Weise gefährlich vor Neuer auf.


Vor allem Davies orientierte sich hier in seinem Stellungsspiel zu sehr an Alaba, anstatt sich breiter zu staffeln. Dadurch lud er den Gegner regelrecht zu öffnenden Pässen ein. Außerdem rückte er teilweise zu aggressiv ins Pressing heraus, weshalb danach die restliche Abwehr Eins-gegen-Eins spielen musste. Der Ausgleich fiel jedoch über Kimmichs Seite, der sich rauslocken und dann mit einem hohen Pass überspielen ließ. Beide Verhaltensmuster sollten die Bayern bis zum Mittwoch abstellen, da der nächste Gegner diese Schwäche schonungsloser ausnutzen könnte.

2. Ein Fingerzeig nach Europa

Was ist die Steigerung von Statement? An einem denkwürdigen Europapokalabend sendet der FC Bayern eine Warnung an die europäische Spitzenklasse. Ein gealtertes Barcelona war entfesselten Münchnern hoffnungslos ausgeliefert. Doch dies sollte nicht vorgeschoben werden, um die Leistung des deutschen Meisters klein zu reden.

Vier Tore in den ersten 30 Minuten hatten die Spanier noch nie in Europas höchster Spielklasse hinnehmen müssen. Die acht Tore waren die meisten, die Barcelona je kassierte. Bayern spielte besonders nach der wackeligen Frühphase groß auf, nahm nie den Fuß vom Gas und erdrückte die Spanier regelrecht.

Mit einer solch konzentrierten, beeindruckenden und effizienten Leistung sind die Münchner nun definitiv der Top-Favorit auf dem Titel. Allerdings gilt auch in der Champions League die alte Kreisliga-Weisheit: Das nächste Spiel geht wieder mit 0:0 los. Dann am Mittwoch vermutlich gegen ein von Pep Guardiola eingestelltes Manchester City, das besonders die ersten fünfzehn Minuten der Münchner analysieren wird.

3. Big Game Players

Müller, Perišić und Gnabry. Die Torschützen und Matchwinner der Münchner an diesem Sommerabend zeigten einmal mehr, warum sie für den Triple-Sieger von 2013 so wichtig sind. In großen Spielen sind sie immer wieder da.

Für Müller waren es die Treffer fünf und sechs im fünften Aufeinandertreffen mit den Katalanen. Für Gnabry war es das siebte Tor in der laufenden Champions-League-Saison, das erste nicht gegen eine Mannschaft aus London. Für Perišić war es der zweite Treffer nach dem Restart der Königsklasse.

Bei jeder noch so starken Teamleistung bedarf es – gerade in diesem Einzelspielmodus der CL-Endrunde – dennoch der Extraklasse einzelner Spieler, um eine Mannschaft zum Sieg zu schießen. Eine Stärke der Münchner ist, dass diese Rolle nicht auf einen bestimmten Spieler fällt, sondern mehrere Akteure im Kader zum Matchwinner avancieren können. Ein Sieg gegen Barcelona ohne ein entscheidendes Tor von Lewandowski, der bisher in jedem Spiel in der Königsklasse traf, hätten zuvor wohl die wenigsten für möglich gehalten.

4. Mit Gegenpressing ins Glück

Dass die Bayern nach dem 2:1-Treffer nicht genauso strauchelten wie nach der frühen 1:0-Führung, lag vor allem daran, dass die Elf von Flick nun deutlich besser ins Gegenpressing kam. Wie immer instruiert von dem unermüdlichen Müller, hatten die Münchner es vor allem auf den Spielaufbau von Barcelona über ter Stegen, Piqué und Lenglet abgesehen. Erst wenn die Spanier den Ball bis fast an die Mittellinie kombinierten, rückten die Münchner ab.

Besonders ter Stegen spielte einige Fehlpässe, die postwendend den Weg zurück in seinen Strafraum fanden. Bereits das 2:1 entstand nach einem starken Ballgewinn von Thiago, während Lewandowski nach einem zu kurzen Pass von ter Stegen direkt nach dem 3:1 noch hätte nachlegen können. 

Barcelona kam dadurch kaum noch zur Entlastung, auch weil sie es nicht mehr wie in der Anfangsphase schafften das Pressing zu überspielen. Die Lücken hinter der ersten Pressinglinie schafften die Münchner nun konsequenter zu besetzen.

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    1. …ich auch!! Und wie. Einfach unglaublich….

    2. Meeegggaaaaaaa starkes Spiel :):):)

    3. Ich auch so sehr!

  1. Wow Maurice
    So schnell so einen prägnanten auf dem Punkt guten Match Report ist auch eine Leistung.
    Hat Dir viel Spaß gemacht wie man sieht.
    Auch die wenigen kritischen Dinge gut herausgearbeitet.
    Nothing to add

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. In Hansi we trust…

      Zitat aus 11Freunde-Artikel bzw aus Interview mit Hansi Flick:

      „Nur wenn wir alles gegeben haben, fühlt sich ein Sieg wirk­lich gut an“, sagt er da. Und auf die Rück­frage, ob sich nicht jeder Sieg gut anfühlt, ant­wor­tete er: ​„Schon, aber es geht um die Art und Weise. Über­zeu­gend zu spielen und zu gewinnen, bewahrt das Urver­trauen in deine Stärke. Des­halb muss jeder Gegner unseren Willen und unsere Men­ta­lität spüren.“ Und das bis zur letzten Minute.

      1. @TMK
        Wunderbares Statement von Flick, da geht mir das Herz auf.

        Also anschauliches Gegenbeispiel dient hier Kovacs „man muss auch als Bayern München mal mauern“ ….. diese Aussage steht für sich selbst.

        Und da haben wir noch gar nicht über die „man kann keine 200km/h fahren, wenn man nur 100km/h Material hat“ Aussage gesprochen.

  2. kann jemand genau sagen ,was in der Abwehr sich nach den ersten 15 Minuten geändert hat. Plötzlich gabe es diesen Außendurchbrüche gegen uns nciht mehr. Blieben Davies und Kimmich mehr hinten, oder was war die Anpassung?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Meiner Meinung nach mehrere Dinge. Der wichtigste Faktor: Das Pressing war in der ersten Vierteilstunde noch etwas wild und unüberlegt, später setzten die Bayern es intelligenter ein und warteten auf bestimmte Pressingtrigger, wodurch sie gezielt Ballverluste ider unkontrollierte Pässe provozieren konnten. Dadurch kam Barce gar nicht dazu ihre Angriffe sauber auszuspielen. Kimmich un Davies haben nur ihr Feintuning angepasst um einerseits gegen die Außenspieler sicherer zu stehen und andererseits die Stabilität der gesamten Viererkette zu erhöhen.

    2. Ich fand, dass in der Anfangsphase noch zu wenig Druck im Mittelfeld und kurz vor der Abwehr ausgeübt wurde. Das ultra-intensive Pressing wurde vor allem in der Barcelona-Hälfte aufgezogen (mit einigem Erfolg). Aber näher am eigenem Tor hat man ihnen zu viel Zeit und Raum gelassen, um diese Schnittstellenpässe zu spielen. Das hat sich dann gebessert, und nach dem 3:1 war bei Barcelona auch einfach die Luft raus.

    3. Schade, dass es nicht noch mehr qualifizierte Antworten auf diese wichtige Frage gibt, denn das wird wohl auch gegen Manchester entscheidend sein.
      Ich hatte nicht das Gefühl, dass Bayern mit den extrem offensiven Außenverteidigern das Problem an Ort und Stelle beheben konnten, stattdessen hat man das Spielgeschehen weit in die Hälfte des Gegners verlagert und wurde glücklicherweise mit drei schnellen Toren nach der hektischen und gefährlichen Anfangsphase belohnt; anschließend war Barcelona ein wenig entmutigt.
      Wäre das Spiel länger ausgeglichen geblieben oder wäre Barcelona in Führung gegangen, würden wir wahrscheinlich jetzt viel intensiver über diese wichtige Frage diskutieren…

  3. Ein Traum dieser Mannschaft zuzuschauen. Die Bayern sind in der Lage binnen Sekunden durch Kombinationen und Laufwege solche Gefahr zu erzeugen, dass dies in dieser Frequenz auch gar nicht mehr zu verteidigen ist.

    Vor dem 2:5 kam vom Spielfeldrand der Ruf: Und nun macht den Sack zu. Ein paar Pässe später rappelts.

    Flick hat da echt ein Monster erschaffen. :-)

    8 Tore gegen Barca in 90 Minuten. Kann mal passieren.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Das Tor von Gnabry war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was du im ersten Abschnitt beschreibst. Andere Treffer, z.B. das von Kimmich durch die Vorbereitung von Davies, wirkten womöglich spektakulärer, aber diese superschnelle Passfolge: Thiago vertikal zu Goretzka, der lupft mit one touch über die Verteidiger in den freien Raum, wo hinein Gnabry startet, den Ball wie in einem Guß im Laufen aufnimmt, verarbeitet und in den Torwinkel schießt, das war schon große Klasse.

  4. Lob an die MSR-Redaktion: Eure Beträge haben die Begegnung im Vorfeld treffend analysiert. Am Ende traf die Extremvariante der Stärken-Schwächen Analyse ein aber es war goldrichtig.

    Eines möchte ich hervorheben: habt Ihr gehört, wie intensiv Thomas Müller Anweisungen auf dem Spielfeld gibt? Er ist der verbale Spielmacher, treibt den Aufbau mit seinen Zurufen an, hilft den jungen Spielern. Das macht ihn gleich doppelt so wertvoll.

    Und zuletzt – um es mit den Worten eines anderen Foristen zu sagen: es dürfte dem Letzten klar geworden sein, dass Thiago alleine (bzw. mit Goretzka) und Kimmich als AV die bessere Mannschaft ist. Kimmich nutzt den Platz abermals für ein Bomben-Spiel (die meisten Flanken, die meisten Key passes). Thiago wirkt befreit. Und: er harmoniert immer besser mit Goretzka, der eine mehr vorne, der andere hinten. Vielleicht kann man ihn mit dieser Perspektive doch noch zum Bleiben überreden.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vielleicht überredet ihn schon allein die Perspektive mit dieser Mannschaft und diesem Trainerteam.

      In Europa gibt es vielleicht wirklich nur Liverpool, die gerade in Frage kommen.
      Klar, andere Erfahrungen in anderen Ländern. Aber Sportlern geht es am Ende in erster Linie nur um den sportlichen Erfolg.

      Vielleicht überlegt er es sich ja nochma.

    2. Die von vielen als Unglücksfall bezeichnete Verletzung hat sich im Nachhinein als absoluter Glücksfall herausgestellt, Kimmich als RV und Thiago im Mittelfeld hebt die Mannschaft noch mal auf ein anderes Niveau. Leider war im Vorfeld zu hören, dass Kimmich nur für die Dauer des CL Turniers RV spielen möchte, er sieht sich wohl selbst eher im Mittelfeld. Mit ganz viel Pech. Pavard, hört man, sei möglicherweise bereits für das Halbfinale eine Option, wird dieses Mittelfeld bereits im nächsten Spiel gesprengt.

      1. Nein, ich glaube nicht dass Flick die Startformation ändern wird. Es besteht ja auch absolut keine Notwendigkeit dafür.

      2. Glaub ich auch nicht,
        “never change a.winning team ohne Not“, wie die Franzosen sagen.

      3. glaube eher an Süle für Boa

      4. @wohlfarth

        Kimmich hat sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Wenn der FC Bayern in dieser Formation auf höchstem Niveau erfolgreich ist, gibt es keinen Grund daran etwas zu ändern. Insbesondere wenn dadurch Thiago bleibt. Bei allem Respekt, das ist keine Bolzplatz Mannschaft, wo jeder auf der Position spielt auf die er gerade Lust hat.

    3. Spannend, ich fand das Spiel war viel eher ein ziemlicher Beweis, wie viel Pavard dieser Mannschaft gibt. Wie offen Bayern über Kimmichs Seite immer wieder war.

      1. Sehe ich genauso
        Pavard ist der viel bessere RAV
        Kimmich gehört ins ZM

        Aber Kimmich hat eben auch gezeigt wie gut er auch auf RAV ist

        Das wird sich auch dann wieder ändern wenn Pavard völlig fit ist

    4. Wenn Flick an dieser historischen Startelf etwas ändert, wäre er dumm. Und wir wissen, dass er alles andere als das ist. Insofern hat sich die Frage Pavard erübrigt.

  5. Die Mannschaft hat jetzt nachzulegen. Natürlich kamen schon die Assoziationen mit Brasilien 2014, aber genau so eine Situation ist jetzt auch eingetreten. Barca war genauso desolat wie Brasilien, aber ein Suarez kann halt mal einen auspacken. Dafür ist er schließlich einer der besten Stürmer der Welt (gewesen). Ändert aber nichts an der kompletten Demontage dieser Mannschaft.

    Wenn man sich jetzt nicht mindestens bis ins Finale spielt (und eigentlich ist auch der Sieg Pflicht) dann bleibt ein fader Beigeschmack.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wir haben gezeigt, dass wir zur Spitze Europas gehören. Wir haben einen Fußball gespielt, der die Herzen eines jeden Fans höher schlagen lässt.

      Das Halbfinale geht bei 0 los. Eine schwache Leistung, eine Fehlentscheidung, ein Fehler eines Spielers sind da immer möglich.

      Nach dieser Saison – egal was passiert – bleibt kein fader Beigeschmack. Sondern die Erkenntnis, dass dieser Kader, diese Mannschaft, dieser Verein 200 PS gehen kann – und die Vorfreude auf weitere tolle Spiele wie heute.

      Titel sind für jeden von uns hier wichtig, keine Frage. Am Ende geht es als Fan aber vor allem darum, unterhalten zu werden. Und das werden wir seit jetzt knapp 10 Monaten – und hoffentlich noch ganz viel länger.

      1. 1+ mit Sternchen!

      2. @nkls
        Genauso ist es.
        Einfach phantastisch wie Flick uns aus den dunklen Mittelalterzeiten des undergogtums herausgeholt haben.
        Trotz des Handicaps der vielen Corona Zeiten die unseren guten Rhythmus potentiell immer wieder gefährdet haben ist das Team immer volle pulle weiter gegangen .

        Flick und dem Team sei Dank

      3. @Nkls
        Naja, die Spieler und Verantwortlichen haben da schon etwas abgeklärter reagiert. Sie genießen den Augenblick und wissen genau, dass sie mit der nächsten Aufgabe prinzipiell wieder bei Null anfangen. Wenn wir ähnlich hoch gegen Manchester verlieren, dann bleibt sehr wohl ein fader Beigeschmack und die Diskussion über die hohe Verteidigungslinie mit zwei offensiv ausgerichteten Außenverteidigern wird wieder aufflammen.

        @818
        Die Corona-Unterbrechungen waren mMn kein handicap, sondern ein Segen; auf diese (möglicherweise nur auf diese) Weise war es möglich den kräftezehrenden Powerfußball über die ‘gesamte’ Saison hindurch zu spielen. Das Ergebnis ist zwar grandios, aber für nächste Saison sehe ich einigermaßen schwarz: kaum Vorbereitungszeit, extrem enger Spielkalender, sehr kleiner Kader, kein stabiler Vorsprung-Verwaltungsmodus. Wie soll das jemals gut gehen? Oder rechnet man intern damit, dass Corona wieder zu Hilfe kommt?

    2. Also, wenn City in ihren verbleibenden Spielen nicht ein sensationelles Spektakel liefert, das gestern noch einmal toppt, dann sind wir unabhängig vom Ausgang die klar beste Mannschaft in dieser CL-Saison. Die muss nicht immer mit dem Sieger identisch sein (ein sehr offensichtliches Beispiel möchte ich jetzt lieber nicht nennen). Resultate sind irgendwann nur noch eine Statistik in irgendwelchen Datenbanken, aber die ganzen emotionalen Erlebnisse bleiben im Gedächtnis. Davon gab es in dieser Saison schon mehr als genug, und mehr, als ich nach dem letztjährigen Spiel gegen Liverpool oder dem verkorksten Saisonstart zu hoffen gewagt hätte. Die Steigerung seither ist fast so dramatisch wie damals vor zehn Jahren und macht Lust auf die Zukunft, also ist absolut kein Raum für einen fahlen Beigeschmack.

      1. @Horst
        Wir werden uns es ja heute gemütlich ansehen können.
        Davon unabhängig MMn
        1. Aguero fehlt, der Spieler der und am meisten weh tun könnte
        2. Gündogan und Rodri werden gegen die Power und Dominanz unseres ZM Probleme haben
        3. Die IV ist so desolat wie die von Barça
        4. Sterling und Gabriel vergeben noch mehr Chancen als wir
        5. die größte Gefahr geht von Genie und den Läufen von KdB aus
        6. ManCity werden physisch nicht so stark sein wie wir

      2. Horst, du täuschst dich. Anfangs mag das so sein wie du es beschrieben hast, aber irgendwann bleiben nur noch die harten Fakten, die wiederum das Erlebnis-Gedächtnis manipulieren.
        Großartiges Spiel und handfeste Ergebnisse sind der einzig sichere Weg zum Legendenstatus.

        PS. Im Jahr 2355 wird man die drei Champions-League-Siege Real Madrids nur mehr als unzweifelhaften Ausdruck überlegener Spielkultur und höchster ästhetischer Würde betrachten.

  6. Wow, wow, wow!!
    Da fehlen einem einfach die Worte! Egal was jetzt noch passiert, an dieses Spiel werden wir noch in Jahrzehnten zurückdenken.
    Etwas schwierig die ersten 20 Minuten, als Barca tatsächlich sogar mehr Chancen hatte. In dieser Phase mussten eigentlich alle Spieler auch ihre eigenen Grenzen erkunden. In dieser Phase konnte man dann auch die individuelle Klasse der Barca-Akteure erkennen.
    Der entscheidende Moment war dann unser zweites Tor. Ab da war Barca regelrecht gebrochen und wir spielten uns mehr und mehr in einen regelrechten Rausch. Über 90 Minuten hatten wir zwar auch eine überragende Chancenverwertung, aber und das ist das unglaubliche, tendenziell ging dieses Ergebnis fast auch in Ordnung.
    Das erste Kompliment muss hier natürlich an Flick gehen. Unfassbar, wenn man bedenkt in welchem Zustand er diese Mannschaft im letzten Herbst übernommen hat.
    Müller, der beste Müller aller Zeiten. Offensiv, defensiv, als Pusher, als Leader, nach langen Jahren vielleicht sogar sein bestes Spiel in unseren Farben.
    Fast schon ein Wermutstropfen die überragende Vorstellung von Thiago. Wie er das Mittelfeld spätestens nach den ersten 20 Minuten dominierte? Ich will gar nicht daran denken, dass wir diesen Spieler verlieren könnten.
    Ansonsten von vielen schon kommentiert, klasse Vorstellung unserer Einwechselspieler. Eine besondere Ironie natürlich die Vorstellung von Coutinho. Hab ich ihm von Herzen gegönnt.
    Wenn auch heute kein Einwechselspieler, auch an dieser Stelle mal Perisic erwähnen. Ja, die Bezeichnung “Big game players” hat er sich heute und in der Vergangenheit redlich verdient. Würde mich freuen, wenn wir ihn weiter an uns binden könnten. Sicher nicht einer der besten Spieler der Welt, aber ein Spieler der in Playoffs, WM wie CL, immer für einen Scorer gut ist.
    Was man noch erwähnen könnte: Der Weg von ter Stegen zur Weltklasse scheint doch noch ein steiniger zu sein. Heute mit einer fast katastrophalen Vorstellung. Es mag natürlich sein, dass er regelmäßig gegen Alaves oder Betis brilliert. Zu seinem Unglück sehe ich diese Spiele aber leider nicht. Von dem her was ich von ihm seit einem Jahrzehnt sehe, kann ich über diese Vergleiche mit Neuer nur milde lächeln. Ehrlich gesagt, das ist nicht einmal dieselbe Kategorie.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Kleine Ergänzung
      Neuers Save gegen Suarez vor unserem zweiten Tor war auch wichtig

  7. Bis jetzt haben wir noch keinen echten Gegner gehabt. Die Bundesliga? Höchstens zweitklassige Gegener. Chelski? Fallobst. Barca in der Form. Eine Witztruppe. Gegen die Pep-Scheichs am Mittwoch zeigt sich, ob der Hansi ein Johannes ist :-))

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nein, das sehe ich nicht so. Barca hat die ersten zwanzig Minuten seine Klasse gezeigt, und wer weiß wie das Spiel läuft wenn sie in der Szene wo drei Spieler frei vor Neuer auftauchen das 2-1 machen.
      Wir hatten heute auch das nötige Glück und waren endlich mal wieder konsequent im Abschluß.

      Das war nichtsdestotrotz eine Bombenleistung von uns. Flick kann (dank Corona) im Gegensatz zu seinen Vorgängern endlich mal in der wichtigen Phase auf ein nahezu komplett fittes Team zurück greifen – da sieht man dann auch was wir leisten können. Wie ich vermutet habe, hat uns die Pause nach dem Pokalendspiel eher genutzt als geschadet.

      Einzige Wermutstropfen ist die Unsicherheit in der Abwehr, die wir in den ersten 20 Minuten gezeigt haben. Solange wir so treffsicher sind, können wir uns das zwar leisten – aber der Spruch “Der Angriff gewinnt Spiele, die Verteidigung Titel” kommt ja nicht von ungefähr.

      Auf jeden Fall gibt es jetzt – nach der ersten richtigen Hürde, die wir eindrucksvoll genommen haben – auch ein dickes Lob von mir für Flick.

    2. Lass doch den Klaus schreiben, Stiftl. Der möchte nur provozieren. Vermutlich hört ihm zuhause niemand mehr zu.

      1. @ Mehmet68: Er möchte so gerne einen Trainer, der mit Megaphon in die Kurve geht.

      2. Das müsste aber ein großes Megafon sein, wenn da jemand was hören soll.

        Aber mal im ernst, wieso sollte Klaus provozieren wollen (vielleicht kenne ich die anderen Beiträge von ihm nicht)? So falsch ist die Aussage nicht und spielt mMn eher auf die üblichen Sprüche an, dass nach jeder Glanztat der Bayern die Leistung kleingeredet wird und es immer erst der nächste große Gegner ist, der den Benchmark darstellt.

        Na klar ist Barca in unzumutbarer Verfassung, aber es ist Barca und es ist Messi. Der hat ein paar Tage vorher noch ein Tor des Jahres-Kandidaten rausgehauen und heute sah er nicht besser aus als ein Spieler von Mainz oder Augsburg.

      3. Klaus möchte nicht provozieren. Er freut sich über die tolle Leistung unserer Mannschaft. Manche Leute gehen zum Lachen in den Keller, Klaus nicht. Gegen den Scheich-Pepi gehts weiter. Immer vorwärts FCB :-))

      4. Klaus hat doch nur alle Kommentare zusammengefasst, die in den letzten Jahren nach Kantersiegen, gegen vorher hoch eingeschätzte Gegner, hier gepostet wurden.

    3. Hansi wird nie ein Johannes sein, höchstens ein Hans-Dieter.

  8. Werden die gelben Karten eigentlich gestrichen? Frage für Salihamidzic :D

  9. Ein fantastischer Abend, wobei die letzten 3 Tore faktisch ohne Gegenwehr erzielt wurden. Aber egal, auch ein 5:2 oder 6:2 wären großartig gewesen.

    Ich hoffe nur, dass keiner der Spieler nach so einem “Spiel der Karriere” abhebt. das würde Pep in die Karten spielen. In dieser Form muss man eigentlich den Titel holen.

    Glückwunsch und Kompliment an alle – auch an MSR für die wie immer schnelle und mustergültige Analyse!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Nach der Auswechslung von Busquets in der 70. hatte ich eigentlich tatsächlich noch mit 3 weiteren Dingern gerechnet :-)

      Sie standen eh schon schlecht und machen noch weiter auf.

  10. Haben hier manche vergessen, dass City noch ein Spiel gegen Lyon hat?

    Eine englische Mannschaft im Halbfinale macht Null Sinn. 2013 waren es zwei deutsche und zwei spanische Teams. Diesmal zwei deutsche und zwei französische. Logisch oder?

    Dann gegen die Dosen im Finale. Das waren diese Saison immerhin noch mit die spannendsten Spiele. Herausfordern können uns nur die Bundesligisten. Alles andere sind farmer leagues.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man darf nicht vergessen, dass Lyon schon in Hinspiel in der zweiten Halbzeit enorm unter Druck geraten ist und bei Juve im Rückspiel Dybala, der wichtigste Zielspieler in der Offensive, der am besten mit Ronaldo harmoniert, nur einen sehr kurzen Einsatz hatte. Higuain kann diesen einfach nicht ersetzen, das wäre als würden wir mit Zirkzee statt Lewy spielen müssen. Zum anderen wirkte dieses Juve in der zweiten Halbzeit ein bisschen wie wir z.B. bei der Niederlage gegen Hoffenheim letzte Saison. Viele Offensivaktionen, Flankenfokus und eher verzweifeltes als strukturiertes Anrennen, was es für den Gegner natürlich etwas einfacher macht, das in der Endzone zu verteidigen und dann noch den einen oder anderen Konter zu setzen. Das Ausscheiden Juves schreibe ich primär diesem Faktor zu. Auch darf nicht vergessen werden, dass Lyon in der abgelaufenen Saison nur 10. geworden ist. ManCity ist ein anderes Kaliber, sowohl von der individuellen Qualität der Spieler, als auch von der Variabilität in der Offensive. Ganz zu schweigen von der taktischen Ausrichtung. Das dürfte heute Abend ein ziemliches Mismatch sein, bei das Ergebnis rein davon abhängt, ob die Citizens 90 Minuten Vollgas geben, um ein ergebnistechnisches Signal nach München zu schicken oder eher im Kraftsparmodus agieren werden.

      1. Puuh. Hätte nicht gedacht, dass Pep sich so vercoacht. Schon ein wenig seltsam, wie er vor wichtigen Spielen immer wieder seine Mannschaft und eingespielte Abläufe mit ungewohnten taktischen Aufstellungen schwächt. Nachdem Maherez gekommen war, hat man sofort gesehen wie City gefährlicher wurde. So hätte er von Anfang an spielen müssen. Und dann natürlich noch Matchglück für Lyon. Dass Sterling den nicht macht, das passiert auch nur in einem von 1000 Mal.
        Lyon jetzt eigentlich schon im dritten CL Spiel hintereinander in der zweiten Halbzeit in einer eher Abwehrschlacht durchgesetzt. Die wären mal reif für einen Abschuss.

  11. Was jetzt wohl jemand in Monaco über den Notnagel denkt?
    Egal Flick ist extra Klasse u d das Team genauso.
    Rosarote Zeiten

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dafür, dass wir gestern auf der Autobahn unterwegs waren, war die Geschwindigkeit gar nicht so enttäuschend.

      1. Beim Stand von 6:2 hörst du gestern Müller schreien:

        Thiago, Mitte! Thiago, Mitte!

        Thiago wird angespielt, natürlich in der Mitte und 2, 3 Pässe später.. ihr wisst schon.

      2. @Systemrelevant
        Hat der das wirklich wörtlich so gesagt? Ich dachte immer, die Spieler reden sich nur mit einfachen Ein- oder Zweisilbern an; im Vergleich dazu ist ‘Thiago’ ziemlich lang und kompliziert – und dann gleich zwei Mal;)

  12. Unfassbarer Abend, kann es immer noch nicht glauben. Nach dem 1:1 sah es ein wenig so aus, als würde Barça die Oberhand gewinnen: wir wirkten kurz geschockt die Abwehr geriet durcheinander, dann kam der Pfostenschuss von Messi – und unser zweites Tor, zu dem Gnabry eine fantastische Vorarbeit lieferte. Das Spiel nahm dann eine ganze andere Wendung. Sogar Coutinho schoss zwei Tore!- Nebenbei: die Neuer/ter Stegen-Debatte scheint erstmal auch entschieden. Ter Stegen vereitelte zwar noch weitere Gegentreffer, hatte aber auch sehr viele katastrophale Abspiele, wo der Ball direkt bei uns landete. Nichts zu sehen vom “Messi mit Handschuhen”.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  13. 8:2. Gegen barca. Mia san mia. Sonst nix. Keine Kritik. Kein gar nichts. Schmeissts die Rassisten raus und alles ist gut. Nochmal: 8:2. Gegen Barcelona. Unglaublich.

  14. Gala! Machtdemonstration! Anders lässt sich dieses Spiel gegen ein am Ende desillusioniertes Barca nicht beschreiben!
    Ein Spiel wie aus einem Guss, in dem etwa ab der 20. Minute wirklich jedes einzelne Mosaikstein in der Mannschaft zusammen passte!
    Taktisch hervorragend eingestellt von Flick und nahezu perfekt umgesetzt auf dem Platz von der gesamten Mannschaft, in der ich niemanden zu nennen wüsste, der heraus sticht oder abfällt!
    Die Schwächeperiode vor der 20. Minute sehe ich mit nur geringen Sorgenfalten, denn trotz des Chelsea-Spiels sollten wir berücksichtigen, dass erst mit dem Anpfiff dieses geschichtsträchtigen Duells die K.O.-Runde begonnen hat. Und da gestehe ich den Spielern gern zu, dass noch etwas Nervosität und noch ein wenig fehlende Eingespieltheit zu dieser Unsicherheit geführt hatten. Je mehr die gewohnten Abläufe griffen, um so mehr Sicherheit gewannen unsere Jungs – die dann auf eine Weise brillierten, von der wir noch in Jahren reden werden.
    In dieser Form wird auch City zu schlagen sein, und weder PSG noch RB sollten im Finale ernsthafte Stolpersteine werden. Wenn die Jungs auf dem Boden bleiben….

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    1. Gut gebrüllt Osrig

    2. Nur gut, dass die Spieler und Betreuer das Geschehen und die Perspektiven etwas realistischer einschätzen.
      Der Rest läuft unter ‘Recht auf freie Meinungsäußerung’.

  15. Ist Kimmich nicht im Halbfinale gesperrt? Ich hab jetzt lange gesucht, aber hab das nirgendwo erwähnt gefunden. Aber er hat sich doch die dritte gelbe Karte abgeholt und gelöscht wird erst nach dem Viertelfinale. Damit ist er doch gesperrt, oder?

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Nein das wurde geändert, er ist unbelastet gewesen

  16. TheSpecialOne1991 Seite 15.08.2020 - 00:58

    Hoffentlich hat heute auch der letzte gesehen, dass ter Stegen nicht annähernd die technischen Fähigkeiten eines Neuers hat!

  17. Was für ein geiles Spiel :) Bin immer noch ganz berauscht. Davies ist gemeinsam mit Mbappé der junge Spieler schlechthin.

    Einziger Wehrmutstropfen war für mich die Gelbe von Kimmich…ist der damit nicht im nächsten Spiel gesperrt? Hab nichts in der Richtung gelesen aber er war schon gegen Chelsea gefährdet und ich dachte die Karten werden erst nach dem VF gelöscht? Oder bin ich da grad auf dem Holzweg,,,

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hab nachgeschaut.

      “Artikel 51.04 lautet nun in der neuen Fassung wie folgt: “Ausnahmsweise laufen alle Gelbe Karten und ausstehende Gelb-Sperren nach Abschluss der Playoffs ab. Sie werden nicht in die Gruppenphase übertragen. Darüber hinaus verfallen alle Gelben Karten mit Abschluss des Achtelfinals. Sie werden nicht auf das Viertelfinale übertragen.”””

    2. @Heisenberg und Olorin:
      Lebt ihr irgendwo in der Südsee?
      Das Thema außerordentliche Streichung der gelben Karten nach den Achtelfinals war doch zuletzt lang und breit Thema der Fußbalberichterstattung. Auch vor, während und nach dem Rückspiel gegen Chelsea wurde ständig darüber gesprochen, da Thiago und Kimmich gefährdet waren.

      1. Mir waren die aktuellen Regeln auch unbekannt.
        Nicht jeder verfolgt das mediale Fußballgeschehen pausenlos. Ich klinke mich auch nur sporadisch ein, wenn ich Zeit und Lust habe und ein interessantes Spiel ansteht. Ansonsten ziehe ich das Leben draußen vor mit richtigen Bällen. Dadurch gibt’s dann Informationslücken.

      2. Also dafür brauchst du nicht das mediale Fussballgeschehen pausenlos verfolgen, es reicht es den Vorbericht der Heimatzeitung zu lesen oder im Spiel dem Kommentator zu lauschen.

      3. Den Kommentar schalte ich grundsätzlich ab und in unserem Pfarrblättchen war nichts zu lesen…

      4. Den Kommentar schalte ich grundsätzlich ab und in unserem Pfarrblättchen war davon nichts zu lesen…

  18. Es wurde spekuliert, dass der ein-Spiel-Modus dieses Jahr zu Ergebnissen wie bei WM-Endrunden führen würde.

    Hat sich bewahrheitet.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hihihi.
      Aber im Ernst, diese hohen Ergebnisse zwischen großen Mannschaften verwundern mich schon extrem.
      Das Belgrad, Basel oder Pilsen in München mal unter die Räder kommen können, okay, normal.
      Aber wie sich Top-Mannschaften teilweise abschlachten lassen. Seltsam.

    2. Lieber HorstMohammed, falls du’s nicht schon gesehen hast, lies mal den Kommentar von unserem geschätzten Guardian-Mitforisten @blutgraetsche im dortigen Spielbericht. Einfach toll (ist auch einer der “Guardian picks”), und das von einen Werder-Fan. Herzliche Grüße, shroom!

      1. Ja ein wirklich guter Kommentar
        Am besten der Hinweis zu den pundits

      2. Versteh ich nicht. Kannst du das nicht einfach verlinken, statt so kryptisch zu formulieren?

      3. Hatte ich auch schon gesehen, Danke! Ein Wermutstropfen bei solchen Resultaten ist, dass sich die Story danach zu 90% um den Verlierer dreht. Dessen Fehler werden lang und breit analysiert; die Frage, wie der Sieger sie forcieren konnte, meistens weniger. Von daher ein sehr treffender Kommentar v.a. im Vergleich zu den ganzen anderen, die einfach auf Barcelona einprügeln.

      4. @Kurt: kann ich gern tun, nur als ich die letzten Male was verlinkt hatte, dauerte es über einen Tag, bis es dann erschien, daher war ich etwas vorsichtig. Der Guardian wählt eigentlich immer Kommentare aus und stellt sie als “Guardian picks” dem gesamten Kommentarbereich voran. Macht Sinn, denn die Zahl der Kommentare ist um ein Vielfaches höher, als das in deutschen Gazetten der Fall ist, gestern bei über 2000. Der (deutsche) Forist @blutgraetsche, ein Werder-Fan, postet dort seit vielen Jahren und beeindruckt (mich zumindest) durch seine sehr präzisen und ausgewogenen Analysen. https://www.theguardian.com/football/2020/aug/14/thomas-muller-leads-rout-as-bayern-munich-demolish-barcelona-8-2

  19. Mann weiß ja nicht wen man herausnehmen soll, klar Müller, für mich aber der Spieler des SPiels: Goretzka. Ich wollte nach dem Chelsea Spiel posten, dass ich Zweifel habe , ob er je mal wirklich dauerhaft hohes Niveau hat. Gestern das war unglaublich, was für ein Laufleistung, was für eine Präsenz, aber auch geile Pässe. Wie ein Terrier drauf auf die Gegner und sie im Wortsinne gepresst, die Luft abgeschnürt. Dazu ist mir gestern auch unsere Lufthoheit aufgefallen ,was auch viel mit Goretzka zu tun hat. Lewa nicht so auffällig aber trotzdem geil. Bei ihm habe ich manchmal das Gefühl: wenn andere geil Spielen, kann er sich auch mal zurücknehmen in die Vorbereiterrolle gehen, wenn es nicht läuft ist er aber da und macht gerne auch mit de m1:0 den Dosenöffner. Vielleicht gab es auch eine taktische Anweisung,er war auffällig oft links. So angenehm anders wie Messi oder Ronaldo. Egos die immer glänzen wollen, um die sich alles drehen soll. Aber wehe man nimmt sie aus dem Spiel, haben sie schnell keinen Bock mehr. Für mich echte WEltklasse der Lewy.
    Unsere Fitness ist unglaublich, die Pause war Gold wert.
    Für mich ist city trotzdem Favourit ,wenn sie ihren Angstgegner Lyon bezwingen. City ist taktisch reifer. Alle reden von den Gefahren der hohen Außenverteidiger und prompt passiert genau das gegen Barca. Wenn der Ball nicht gegen Pfosten geht. ..Aber Barca war einfach zu platt, wir hätten es noch gedreht . Weiß nicht in welcher VErfassung city ist. Sterling gegen einen hochstehenden Kimmich, daneben der langsame BOah . Puh, das wird kritisch. Würde mich mit einem fitten Süle wohler fühlen. Vielleicht sollte man ihn bringen?

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    1. Alle sollen die hoch stehenden Außen bemerkt haben, außer Flick?

      In Hansi we trust. Das ist unser Jahr.

    2. Super, ich stimme dir in allen 3 Punkten zu.
      Goretzka entwickelt sich grandios und ist noch längst nicht am Ende.
      City wird ein sehr schwerer Gegner. Ich schätze beide Mannschaften etwa gleich stark ein, da könnte Manchesters taktische Reife den Ausschlag geben. Allerdings haben sie auch oft genug unerklärlich lethargische Auftritte…
      Das Wunder schlechthin ist für mich Lewandowski: Es ist ja seit Ewigkeiten bekannt, dass er ein sehr guter und effizienter Spieler ist. Aber dass er sich vom klassischen egozentrischen Söldner zum altruistischen, sich bis zur Selbstverleugnung aufgebenden Mitspieler entwickelt, hätte ich so nie für möglich gehalten. Großartig. Selten. Unbezahlbar.

    3. Ob das “unser Jahr” werden wird, weiß ich nicht. Auch nicht, was “Hansi” bemerkt oder nicht. Gehe davon aus, dass sich ein ganzes Team an Analysten die Gegentore und deren Entstehung anschauen wird. Da ist bestimmt irgendeiner dabei, der hier die Kommentare mitliest :-)

      Es soll ja eine geringe Chance geben, dass Pavard einsatzbereit sein wird. Auch City spielt übrigens bisweilen mit einer hohen Pressinglinie, mit Davies, Gnabry und Coman haben wir auch schnelle Leute, die genau das Gleiche tun können wie Sterling oder Jesus. – City ist ein kombinationsicherer, kompakter Gegner, und da wird es darauf ankommen, deren Passwege zuzustellen, robuster in den Zweikämpfen zu sein, und auch de Bruyne und Gündogan auf den Füßen zu stehen.

  20. Szene des Spiels für mich: wie Lewandowski vor dem 4:1 den Ball im Zweikampf von der Außenlinie kratzt. Das sagt für mich eigentlich alles über den Zustand dieser Truppe: extrem fit, extrem gierig, konzentriert bis zum Anschlag, keinen Ball verloren geben und zusammen halten.
    Nach der Szene war mir klar dass wir nicht zu stoppen sind. Nicht gestern und hoffentlich auch nicht am Mittwoch. Wenngleich das natürlich das vorweggenomme Endspiel sein dürfte. Pep zu schlagen hätte noch eine zusätzliche Würze. Ich denke wir sind bereit für Großes!

    Hut ab Hansi, das hätte ich nie für möglich gehalten!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hut ab Hansi, das hätte ich nie für möglich gehalten!

      Die Steigerung der gesamten Mannschaft ist mir auch ein völliges – schönes – Rätsel! Natürlich haben Trainerwechsel schon öfters Wirkung entfaltet. Dass wir aber seit Hansi am Ruder ist fast pausenlos Schützenfeste veranstalten, kann ich mir rational kaum erklären.

      Genial!

      1. “Das sagt für mich eigentlich alles über den Zustand dieser Truppe: extrem fit, extrem gierig, konzentriert bis zum Anschlag, keinen Ball verloren geben und zusammen halten.”
        “Die Steigerung der gesamten Mannschaft ist mir auch ein völliges – schönes – Rätsel!”

        Beides, der Zustand der Truppe, wie auch das Rätsel der so deutlichen und stabilen Steigerung, haben für mich einiges mit der speziellen Situation in unserer Corona-Zeit zu tun.
        Ich hatte ja schon, etwas ironisch, geschrieben, egal wie die Saison zu Ende geht. Erfolg genauso wie Misserfolg wird man sich mit diesen Umständen zu erklären versuchen.

        Heute, kurz vor dem Ende der Saison, ist für mich offensichtlich, dass wir zu den großen sportlichen Profiteuren gehören. Wann ist eine Bayernmannschaft jemals in den letzten Jahren in einem so perfekten physischen Zustand zu den entscheidenden Spielen in der CL angetreten? Alle fit, ausgeruht, bestens auf das jeweilige Spiel vorbereitet?
        Und das war schon seit der Coronapause so. Kein EC, keine Länderspiele, voller Fokus auf der BL. Für eine Mannschaft wie unsere der pure Luxus und gerade für den Flick’schen Powerfußball ein wahrer Segen.

        Unter anderem daraus haben wir dann das nächsten entscheidenden Faktor generiert. Den Flow, in den sich die Mannschaft sukzessive immer mehr hineingespielt hat. Schon eine Mannschaft minderer Qualität, die den berühmten Lauf hat, ist bekanntlich schwer zu schlagen. Wenn das dann auch noch auf hoher, individueller Klasse basiert, ist das fast kaum mehr aufzuhalten. Im Augenblick hat man den Eindruck, die Mannschaft ist regelrecht berauscht von sich selbst, dem eigenen Spiel, dem Teamspirit. Da werden dann Rückschläge lächelnd weggesteckt, immer dann Tore geschossen wenn man sie braucht, Laufwege auch noch in der Nachspielzeit gemacht.

        Ich hoffe man belohnt sich in den nächsten Tagen dann auch noch dementsprechend und final. Ein günstigeres Momentum als aktuell, werden wir so schnell nicht wieder vorfinden.

      2. @Jo: Sehe ich auch so.
        Man muss das Eisen schmieden solange es heiß ist. Und dieses Jahr liegt das Eisen glühend auf dem Amboss für uns.

      3. Richtig, Jo. Wie ich schon angemerkt hatte, kommt der “Corona-Rhythmus” unserer aktuellen Spielweise entgegen.

      4. “Und das war schon seit der Coronapause so. ”
        Nein, nicht “seit”. Schon weit vor Corona begann der Flow. Man erinnere sich nur daran, wie berauscht man Anfang März Hoffenheim auseinander genommen hat (bis zum Fankurven-Eklat) und die Spiele davor war es genauso: Spielfreude pur! Und nicht mal der Ausfall von Lewandowski hat in der Zeit für einen von manchen befürchteten Einbruch bei den Ergebnissen gesorgt. Im Übrigen hatten ja alle Mannschaften (national und international) eine “Coronapause”.

      5. @Martin.
        Das ist richtig, der Flow hat begonnen sich seit der RR aufzubauen.

        Und im übrigen hatten national tatsächlich alle die gleichen Voraussetzungen. Aus naheliegenden Gründen konnten wir aber überproportional profitieren. Es war doch oft die einzige Chance der anderen Mannschaften auf ein durch den üppigen Spielplan ausgelaugte Bayern zu treffen, die sich kaum auf diese Spiele konzentrieren konnten. Dieser Vorteil der anderen fiel dieses Jahr weg.

        International waren schon einmal grundsätzlich nicht die gleichen Voraussetzungen. Lange Zeit konnte man daher auch kaum voraussagen, für wen dadurch günstigere Ausgangsbedingungen gegeben sein könnten.
        So wie es jetzt gelaufen ist, scheint es aber für uns eine optimale Konstellation zu sein. In Ruhe die BL und den Pokal zu Ende spielen. Dann eine Pause, lang genug zum Durchschnaufen, kurz genug um nicht Form und Rhythmus zu verlieren. Zeit genug um Verletzte wie Coutinho, Perisic, Tolisso und Süle wieder Anschluss finden zu lassen.
        Klar, muss man die Ernte erst mal in die Scheuer bringen, aber die Voraussetzungen waren eben gut.

  21. Es gibt nur ein Wort dafür :
    WELTKLASSE :)

  22. Die Fitness spielt für diesen Spielstil einer Riesenrolle. Was Goretzka gestern gemacht hat, geht nur komplett austrainiert. Scholl deutete an ,dass Flick im Fintessbereich an Stellschrauben gedreht an. Die Spieler äußerten, sie wurde nnoc hnie s o gequält. Laute ienem Bericht wurde jeder SPieler permament auch im HOme office überwacht, sobald er unter seinem Limit trainiert hatte, gab es entsprechende Rückmeldung.

    Natürlich war Corona da ein SEgen. Die Frage für mich nun: Wenn Hansi die ganze Saisonvorbereitung hat, kann er die Mannschaft dann so einstellen, das der Powerfußball auch ohne Corona bis zum Saisonende möglich ist?Ist auch auffällig wie wenig Verletzte wir hatten, trotz dieser SPielweise. _ic hhabe mir schon immer gedacht, dass es doc hmöglich sein muss Profis so zu trainieren, dass der Körper nciht die Spielidee begrenzt. In andere nSportarte ngeht das ja auch, wurde hier auch schon geäußert, dass der Fußball hier noch Luft nach oben hat. Anscheinend passiert gerad eine Leichtathletisierung des Fußbalsl wenn man schaut welche Rolle Geschwindigkeit mittlerweile spielt.

    Gegen meine These spricht, dass Flick permanent betont,dass er einen breiten Kader braucht. Spricht für mich dafür, dass er nächste Saison, wie auch jetzt in der letzten Zeit verstärkt, mehr rochieren würde und es diese Saison weniger gemacht hat um erstmal dem Kern seinen Stil rüberzubringen und die Mannschaft sich einspielen lassen wollte. Fällt aber auf, dass mittlerweile bei Einwechslungen der vorige Abfall weniger zu beobachten ist. So wie unter Guardiola. Bei einem guten System ist der Einzelne nicht mehr so entscheidend. Ribery oder Robben spielte nicht, ok macht Costa halt die Tore. So ein Gefühl hatte ich gestern wieder. LEwy ncoh kein Tor? Ok, anderer Treffen. Coutinho kommt rein, es klingelt. BOah raus, Süle gensauso solide etc etc

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    1. “Wenn Hansi die ganze Saisonvorbereitung hat,”
      Hat er sie denn? Von einer “normalen Saisonvorbereitung kann doch leider gar nicht die Rede sein.
      Sollte die Saison tatsächlich so durchgeführt werden können wie geplant, wird uns da erst die Rechnung für diese Saison präsentiert werden. Denn dann wird’s wirklich brutal.

      1. Flick will einen breiten Kader, weil unserer viel zu dünn besetzt ist bzw. war. :-)

        Schau dir mal das Leistungsprofil eines Fußballers an. Die laufen 12km in 105 min. Das sind durchschnittlich weniger als 7km/h.

        Der Anspruch wächst durch die hohe geforderte Kondition. Ein Fußballer legt halt 20 bis 40, 50 Sprints in dieser Zeit hin, wobei die allermeisten eine Distanz von bis 10 Meter, aber auch oft 10 bis 30 Meter haben. Seltenst länger.

        Klar, das ermüdet aber in einem absolut professionellen Umfeld sollte das nicht der begrenzende Faktor sein. Besonders wenn man mit einem breiten Kader in der Lage ist einem Spieler immer wieder volle Regneration zu geben, indem er für ein Spiel herausrotiert wird.

        Und mit sehr guten Positionspiel verkürzt man auch die Wege, die gelaufen werden müssen.

        Ob dieser Spielstil in dieser Intensität über eine gesamte Saison zu halten ist ist aber auch eine Frage der Konzentration. Intensität kann man nicht dauerhaft fahren, auch mental. Es braucht auch mal Phasen, in denen man nur 70 oder 80% fährt.

        Das alles unter einen Hut zu bekommen ist die Kunst.

  23. Dieser Erfolg und diese Spielweise haben nullkommanull mit Corona zu tun.

    Sie hat alles aber auch wirklich alles mit Flick und seiner einzigartigen Art und Weise zu tun ein Umfeld zu schaffen in dem Spieler perfekt als Team funktionieren, wie es Müller gestern zutreffend formuliert hat.

    Egal wie prophezeit sieht der Club mit diesem Management, Trainer und Spielern rosaroten Zeiten entgegen.

    Und das schönste ist die Kritiker Grass fressen zu hören.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Egal wie prophezeit sieht der Club mit diesem Management, Trainer und Spielern rosaroten Zeiten entgegen.
      Und das schönste ist die Kritiker Grass fressen zu hören.

      Bin gerade unsicher.
      Nachdem du einer der größten Kritiker des Managements und einzelner Spieler bist, redest du gerade von dir?

    2. @918: Wie schmeckt das Perisic-, Goretzka- und Daviesgras? :-)

      1. Der war gut ;-)

    3. Sie haben durchaus mit Corona zu tun – weil das Team dadurch sonst nicht vorhandene Pausen bekommen hat um sich zu regenerieren. Unsere Spielweise ist aktuell sehr kraftintensiv. Flick hin oder her – hätten wir eine reguläre Saison gehabt und das Viertelfinale Anfang/Mitte April stattgefunden, dann wäre eine derartige Demontage wie gestern nicht möglich gewesen.

      Durch Corona haben wir aktuell (wenn jetzt auch noch Pavard zur Verfügung steht) keinen einzigen Verletzten im Kader. Auch das hätte regulär anders ausgesehen.

      Diese Zeit ist besonders – ob die Zukunft rosarot wird, bleibt abzuwarten.

  24. Jede Performance wie diese ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen die krampfhaft versucht haben zu argumentieren warum man an diesem mittelmäßigen Trainer festgehalten sollte.
    Einfach phantastisch wie sich dieses Team unter diesem Trainer sofort sukzessive gesteigert haben. Vor allem der Notnagel.
    Rosarote Zeiten sind damals angebrochen und sie dauern hoffentlich bis 2023 an.
    Genuss pur!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Team, mit dem man, laut Kovac, nicht versuchen sollte, 200 Km/h zu fahren, wenn man nur 100 schafft, hat Barcelona 8 Tore eingeschenkt. Sollte allen beweisen, dass dieser Mann zu keiner Zeit das Format hatte, einen FC Bayern zu trainieren.

      1. @Roland Wohlfarth:
        Bei Kovaçs Aussage ging es nicht um einzelne Spiele, sondern um die Belastungssteuerung einer ganzen Saison.
        Flick stößt in das gleiche Horn:
        “Der Fokus sei, den Gegner unter Druck zu setzen und eine hohe Intensität zu haben. Aber: “Das kann man keine ganze Saison so spielen. Dafür braucht man eine gute Breite. Die ist im Moment aufgrund der Verletzungen nicht immer gegeben. Aber die Mannschaft macht das einfach klasse.””

        Deiner Argumentation folgend, fehlt dem Mann also auch das Format für unseren Club. Ist natürlich albern.
        Corona ist für uns ein Geschenk Gottes. Genießen wir die Zeit und hoffen, dass Flick nächstes Jahr ein Spielsystem findet, dass man über eine reguläre Saison durchziehen kann.

      2. @RW
        Denke Löw und Kovac haben Albträume ob ihrer Aussagen zu TM und Boa. Der wird im Fürstentum auch grandios scheitern- lässt sich ja schon gut an. Egal weit weit weg- ist nur schade um die verschenkten Jahre unter Anc und Kovac

      3. Tut mir leid, mich hier in dieses Geneuneinsachte einmischen zu müssen: Aber die Behauptung, diese Aussage sei auf die Belastungssteuerung einer ganzen Saison bezogen gewesen, ist schlichtweg falsch.

        Die Frage bezog sich auf den Spielstil Liverpools und die Antwort lautete, dass Bayern hierfür nicht die entsprechenden ‘Spielertypen’ hätte. Weder Frage noch Antwort beschäftigten sich mit der Frage, ob sowas eine ganze Saison durchzuhalten sei. Es ging um grundsätzliche Eignung der Spieler, zumindest was die Antwort betrifft. Dass nun das Gegenteil bewiesen ist, wird die Gescholtenen umso mehr freuen.

    2. Ich glaube Nico ist schon in Ordnung. Sein STil passte einfach nicht zu Bayern. Nico wollte Atletico und Bayern ist REal. Wir wollen und müssen dominieren und agieren.

  25. Blablabla was hat Teamgeist mit Physis zubringt.
    Einfach mal den Spielern zuhören- am besten Müller anstatt irgendwelche Szenarien an die Wand zu kreieren.
    Flick macht jeden Spieler besser
    Flick macht das Team besser
    Flick macht den ganzen Club besser

    Rosarote Zeiten verhindern auch Grass fressende Wiederkäuer nicht!

    Auch wenn man versucht ein 8:2 über Barça kleinzureden

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    1. Hui, da reagierst du aber dünnhäutig.
      So empfindlich, weil du so dilletantisch danebengelegen hast, was Management und Spieler angeht?

    2. Niemand versucht hier das Spiel gegen Barca kleinzureden. Wieso kannst Du eigentlich nicht mal auf der sachlichen Ebene bleiben und musst stattdessen dauernd ausfällig werden?

    3. Der beste Teamgeist nutzt Dir nix, wenn die Physis nicht stimmt.

      Das gestrige Spiel hat im Übrigen gezeigt, dass Du fachlich ziemlich schief lagst. Wäre es nach Dir gegangen, hätten Perisic, Goretzka und Davies nicht im Team sein dürfen. Und das Kimmich fürs Team als RAV wertvoller ist als im Mittelfeld neben Thiago hat sich gestern auch wieder mal gezeigt.

  26. Der zukünftige Kapitän des FCB und der NM hat sich natürlich in den Dienst des Teams gestellt und trotz einiger defensiven Schwächen wieder hervorragend dem Spiel seinen Stempel aufgerückt.

    Natürlich ist Kimmich im ZM besser aufgehoben- das hat Flick natürlich wie so vieles mehr- sofort erkannt.

    Dadurch das er quasi dank des Barça Trainers keinen Gegenspieler hatte konnte er ja fast wie ein weiterer ZM agieren und hat damit die theoretische zahlenmäßige Überlegenheit Barca’s im ZM egalisiert.

  27. Wie kann man so gut sein nachdem man so schlecht war? Grübel grübel grübel
    Nein es hat überhaupt nichts mit Flick zu tun- das darf und kann nicht sein.
    Corona wars
    Corona wars
    Na denn

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Um Dir mal eine Brücke zu schlagen: es sagt hier meines Wissens niemand, dass der Erfolg nichts mit Flick zu tun habe. Es geht nur im die Einordnung, und da spielt Corona durchaus eine Rolle, weil die dadurch bedingten Pausen und damit einhergehende “Entzerrung” der Wettbewerbe seinem intensiven Spielstil entgegen kommen und damit dessen Erfolg mit ermöglichen. Mal ganz abgesehen davon, dass sich unsere Verletzten alle dadurch auskurieren konnten und Flick wohl ab dem Halbfinale der komplette Kader zur Verfügung steht. Wann gab es das denn mal in den letzten Jahren? Ich kann mich nicht erinnern; selbst im Triple Jahr 2013 hatten wir ja Ausfälle.

  28. Was redest du für einen Blödsinn?
    Die Behauptung wurde hier nirgendwo aufgestellt.
    Aber da selbst Flick sagt, dass man seinen Stil nicht über eine ganze Saison durchziehen kann, ist die Erkenntnis, dass uns die Corona-Pause sehr geholfen hat, keine wirklich bahnbrechende Erkenntnis.

  29. Absolut unfassbar, was Flick aus dieser Truppe gemacht hat und wie schnell er den Scherbenhaufen aufgekehrt hat. Er hat ihn nicht nur aufgekehrt, er hat daraus eine alles auffressende Bestie geformt, die sich von nichts und niemanden aufhalten lässt, oder, noch viel schlimmer, sich selbst verleugnet und aufgibt, wie im Rückspiel gegen Liverpool zu sehen.

    Von einem Rummgewürge und irgendwie gewinnen selbst gegen Zweitligisten, zu einem Team, das alles und jeden dominieren möchte und auch kann!

    Vom Abgesang und dem drohenden Abrutschen in der internationalen Bedeutungslosigkeit, zum triumphalen Aufstieg des Phoenix aus der Asche. Danke, Hansi Flick. Und danke an diejenigen, die ihn installiert haben. Wäre natürlich besser gewesen, er hätte letzten Sommer direkt komplett übernommen, aber Flick bekommt es auch so hin.

  30. Beste fan reaction ever:

    https://youtu.be/BqIBWgmO0bw

    Hardcore-Barca-Fan, der vor dem Spiel 3-2 für Barca tippt, beim 0-1 schon leicht resigniert, beim 1-1 wieder 3-2 tippt und dann mit jedem Tor immer mehr zum Bayern-“Fan” wird :)

    Auch geil, wie er Davies und Coutinho, “seinen” Spieler lobt, er das verdient hätte und es Barcelona zeigen soll, was sie mit ihren Spielern machen…

    Seine Meinung bei Min. 5:20 und 8:42 auch sehr geil

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Wieso sagt der die ganze Zeit Gaudino? Für den hat es doch bisher noch nicht gereicht für dieses Level.

  31. Eines möchte ich doch noch ergänzen:

    Bei aller gerechtfertigten Euphorie, unsere IV macht mir gerade im Hinblick auf ManCity etwas Bauchschmerzen.
    Gerade wenn das Pressing mal nicht funktioniert oder ausgesetzt ist haben wir doch zum Teil große Probleme mit Geschwindigkeit und Stellungsspiel. Beispiele gestern bei Alaba und Boateng vor dem 2:1 einige. Gerade die gelöffelten Flanken von Messi, als wir mehr als einmal Probleme hatten. Das war auch schon gegen Chelsea offensichtlich (siehe Tor con Hudson-Odoi).

    Da sehe ich möglicherweise doch einige Probleme wenn die flinken City-Stürmer anlaufen. Leider fehlt bei Süle noch Spielpraxis sonst würde ich ihn Boateng vorziehen. Aber was spricht eigentlich gegen Hernandez? Hat zuletzt keinen schlechten Eindruck hinterlassen und hat Geschwindigkeitsvorteile. Da sollte man vielleicht nochmal drüber nachdenken.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja – bei unserer IV Alaba & Boateng, die von vielen ja zuletzt schon mehrfach als “Weltklasse” bezeichnet wurde (ohne dass sie das mal unter Beweis stellen konnten weil kaum gefordert), geht es mir ähnlich. Bin mal gespannt ob Flick ggf. die Außen weiter zurück nimmt als gegen Barca. Wie im Podcast erwähnt, wird Mastermind Pep sich das sonst wohl zu nutzen machen.

    2. Gegen City wird Flick anders spielen lassen!
      Was zeichnet im Normalfall Barcas Spiel aus – der Spielaufbau aus dem Mittelfeld auf Messi.
      Und genau das hat man gestern mit dem extrem hohen Pressing zu 99% eben verhindert.
      Und wenn ein Messi eben nicht zwischen den Linien seine Freiheiten bekommt und das Spiel machen kann, hat Barca – siehe gestern – ein Riesenproblem. So hat ein Klopp schon letztes Jahr im Rückspiel ihnen den Zahn gezogen.
      Das ist auch riskant, aber wenn es konsequent gemacht wird – und das wurde es in den ersten 10 Minuten noch nicht ganz, dann ist Messi mehr oder weniger raus. Und wenn Messi raus ist – und auch das ist nichts neues – ist Barca nicht einmal die Hälfte wert.

      ManCity spielt anders und man kann eigentlich davon ausgehen, dass ein Flick auch da sein Spiel entsprechend anpassen wird.

    3. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Flick personell oder taktisch wesentliches ändert. Ich hoffe es auch nicht.
      Wie oben schon erwähnt haben wir gerade mit das Kostbarste was du im Fußball haben kannst, den totalen Lauf. Den kannst du nicht mit Geld kaufen, oder mit guten Worten herbeireden. Aber wenn er da ist, tue alles um ihn zu erhalten und nichts um ihn zu unterbrechen.

      Wir haben uns diesen Lauf mit einem festen Stamm und einer klaren Taktik erarbeitet. Damit müssen wir nun auch den Rest des Weges gehen. Kurz vor dem Ziel anzufangen herumzuexperimentieren? Bitte bloß nicht, jetzt durchziehen, auf die eigene Stärke vertrauen, nicht anfangen sich nach dem Gegner zu richten.

      1. City gegen Lyon gesehen?
        Genau das hatte ich gemeint!

      2. @Jo
        Du hast natürlich vollkommen recht.
        Wir haben ja jetzt einen Trainer der unsere Spieler auf den Gegner immer hervorragend einstellt ohne unsere Spielphilosophie jemals zu verändern oder gar aufzugeben.

        Wir ziehen unser Ding durch egal gegen wen.

        Underdogtum ala Kovac ist Geschichte

        Darüberhinaus wird sich Garcia noch an seine letzte Begegnung mit uns erinnern 1:7

      3. Unglaublich wie Pep sein Team aufgestellt hat. Als würde er in der ersten DFB Pokal-Hauptrunde mit einem Viertligisten gegen eine Bundesligamannschaft antreten. Was er sich dabei wohl gedacht hat, weiß nur er. Das geht zu einem großen Teil auf seine Kappe.

  32. Hervorragende Zusammenfassung! Lese den Artikel erst am Sonntag vormittag und muss über die ganzen Kommentare zu City und Pep schmunzeln

  33. […] ist der FC Bayern eine Mannschaft, die spätestens seit dem 8:2-Erfolg über Barcelona in aller Munde ist. Unter der erdrückenden, nahezu zermalmenden Dominanz der Bayern zerfielen die […]

  34. […] die ihnen wegen zu viel Risiko im Passspiel viele hohe Ballgewinne ermöglicht, zeigte das 8:2 gegen Barcelona. Tuchels Mannschaft wird also gut abwägen müssen, wann es besser ist, den langen Ball nach vorn […]

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