Bayer Leverkusen – FC Bayern München 3:5 n.E. (0:0)

In der Hinrunde fehlten ja dem ein oder anderen Bayern-Fan angesichts der Siegesserien die emotionalen Höhepunkte. Aktuell kann sich darüber wohl niemand beschweren. Nach dem durchaus schon emotionalen Sieg gegen Dortmund am Wochenende setzte das Team von Pep Guardiola am Mittwoch-Abend im Pokalviertelfinale noch einen drauf. Es ging ins Elfmeterschießen. Die Analyse:

Falls ihr es verpasst habt:

Bereits vor dem Spiel war klar, dass der FC Bayern auf Co-Kapitän Schweinsteiger verzichten musste. Für ihn rückte wie erwartet Götze in die Startelf. So entstand im Vergleich zum 3-5-2 am Wochenende gegen Dortmund ein klares 3-4-1-2 mit einem etwas versetzten Götze hinter den beiden Angreifern Müller und Lewandowski. Bei Leverkusen begann erneut Castro auf der zentralen offensiven Mittelfeldposition. Neben ihm sollten, wie zuletzt beim 4:0-Erfolg gegen den HSV, Bellarabi und Brandt für Wirbel sorgen. Calhanoglu blieb dafür auf der Bank.

Zu Beginn entwickelte sich das erwartete Spiel. Leverkusen setzte auf ein konsequentes Mittelfeldpressing mit situativen Gegenpressing-Elementen und lauerte auf Umschaltsituationen, die vor allem über die Flügel vorgetragen wurden. Die Münchner versuchten sich spielerisch durchzusetzen und bauten auf Grund des im Vergleich zum Dortmund-Spiel etwas geringeren Drucks im Spielaufbau auf längere Ballzirkulationen. Leverkusen wirkte zu Beginn gefährlicher. Lahm hatte ein wenig Glück, dass ein Zweikampf mit viel Kontakt gegen Castro von Schiedsrichter Zwayer nicht als elfmeterwürdiges Foul gewertet (12.) wurde.

Das Spiel war zwar durchaus intensiv, blieb aber lange ohne jegliche Torszenen. Nach 33 Minuten musste zu allem Überfluss auch noch Benatia verletzt runter. Guardiola brachte Rode, der ins Mittelfeld rückte und stellte in der Folge auf eine Viererkette um. Die erste Riesenchance vergab Thomas Müller, der nach einer Bernat-Flanke sechs Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam, aber an Leno scheiterte.

Nach der Pause wurde Bayern insgesamt sicherer im Ballvortrag und übernahm ab der 50. Minute stärker das Kommando. Auch die Chancen mehrten sich nun. Götze vergab eine gute Kopfballgelegenheit (52.). Lewandowski schaltete nach einer Bernat-Hereingabe zu langsam (54.) und in der 59. Minute pfiff Schiedsrichter Zwayer einen Kopfballtreffer des Polen zurück, weil dieser Toprak leicht berührt hatte. Eine harte Entscheidung.

Auch Leverkusen setzte Nadelstiche. Neuer vereitelte jedoch unter anderem eine glänzend herausgespielte Schusschance von Bellarabi (64.). Im direkten Gegenzug regierte Leno herausragend gegen einen Flachschuss von Lewandowski. Spätestens jetzt war es zwar kein hochklassiger, aber doch ein ziemlich packender Pokalfight. Erneut war es in der 77. Minute Neuer, der einen Schrägschuss von Bellarabi abwehrte. Der eingewechselte Thiago hatte zuvor den Ball verloren. Kurz vor Schluss vereitelte Rafinha mit einer Grätsche den späten Siegtreffer von Brandt. (90+1). Kurz vor dem Beginn der Verlängerung hätte sich Thiago über einen Platzverweis nicht beschweren können, als er Kießling mit hohem Bein am Brustkorb traf. Zwayer legte hier offenbar zugunsten von Thiago aus, dass er Kießling beim Versuch der Ballannahme in der Luft im Rücken nicht gesehen hatte und so keine Absicht unterstellte.

In der Verlängerung vergab Götze in der 97. Minute eine hundertprozentige Chance, als er eine Flanke von Rafinha aus drei Metern volley am realativ leeren Tor vorbeischoss. In der Verlängerung war das Spiel im Prinzip ein offener Schlagabtausch. Bernat scheiterte in der 111. Minute an Leno. Brandt in der 118. an den Nerven, als er frei auf Neuer zu lief.

Am Ende ging es ins Elfmeterschießen. Neuer hielt gleich den ersten Schuss vom Leverkusener Drmic und die fünf Bayern (Müller, Lewandowski, Alonso, Götze und Thiago) gaben sich keine Blöße. Der Schlusspunkt unter einen spannungsgeladenen Fußball-Abend. Im Halbfinale Ende April wartet nun Borussia Dortmund.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Hut ab

Dieser Halbfinal-Einzug ist keine Selbstverständlichkeit und er sagt viel über den Charakter dieser Bayern-Mannschaft aus. Kein Schweinsteiger, kein Ribéry, kein Robben, kein Martínez, kein Alaba. Noch längst nicht wieder komplett spiel-fitte Rückkehrer wie Lahm, Thiago oder Badstuber. Ein verletzter Benatia nach nicht einmal 40 Minuten. Ein angeschlagener Boateng, der fast eine Stunde lang mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Platz blieb – und trotzdem kam dieses Team nach 120 kampfbetonten Minuten irgendwie durch. Natürlich erlebt der FC Bayern spielerisch nicht die beste Phase dieser Saison – eher im Gegenteil. Vor Guardiola liegt noch viel Arbeit wenn er die hochgesteckten Ziele in dieser Saison erreichen will.

Trotzdem muss der Mannschaft für die 120 Minuten und das fehlerfreie Elfmeterschießen am Mittwoch-Abend ein großes Kompliment gemacht werden. Die physische und mentale Müdigkeit ist den verbliebenen Spielern anzumerken. Viele von Ihnen haben zudem sicher in den vergangenen 2-3 Jahren weitaus wichtigere und emotionalere Spiele erlebt als dieses DFB-Pokalviertelfinale. Trotzdem gaben die Münchner gegen einen starken Gegner keinen Zentimeter Preis, nahmen das körperliche Auftreten der Leverkusener an und hatten – was Großchancen angeht – in den 120 Minuten vielleicht sogar ein leichtes Plus.

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Wie souverän und sicher Müller, Lewandowski, Alonso, Götze (mit Einschränkungen) und Thiago ihre Elfmeter zum Schluss verwandelten, war ebenfalls bemerkenswert. Bei aller Kritik im Detail, die hier jetzt und in den kommenden Wochen sicher nicht zu kurz kommen wird, bleibt nach diesem Spiel auch einfach mal folgendes zu sagen: Hut ab.

2. Alonso steigert sich

Xabi Alonso zeigte nach einigen schwachen Auftritten zuletzt gerade nach der Verletzung von Benatia und der damit einhergehenden Systemumstellung sein wohl stärkstes Spiel in der Rückrunde. Alonso gelang es zuletzt immer seltener, seine Defizite in Sachen Schnelligkeit, direkte Zweikampfführung und Entscheidungssicherheit unter Druck zu verstecken. Auch gegen Leverkusen begann die Partie zunächst eine Spur zu hektisch und schnell für Alonso. Erst nachdem Guardiola nach Benatias Verletzung auf eine Viererkette umstellte, bekam Alonso mehr Raum und auch mehr Zeit, um aus einer tieferen Position seine Stärken zur Geltung zu bringen.

Die Erklärung: Mit einer Dreierkette im Rücken spielt der Spanier weiter vorgezogen. Viele Pässe bekommt er bereits mit Blick auf seine Hintermannschaft und dem Rücken zum gegnerischen Tor. Er muss sich drehen, vielleicht sogar mal einen Gegner aussteigen lassen, um das Spiel vor sich zu haben. Mit der Viererkette im Rücken und zwei weit aufgerückten Flügelspielern kippte Alonso hingegen immer wieder zwischen die nun deutlich breiter stehenden zwei verbliebenen Innenverteidiger ab. So konnte er das Spiel mit dem Ball am Fuß und viel Raum vor sich von hinten heraus ordnen und anleiten. Auch im Defensivspiel agierte er nun viel zurückgezogener, rückte immer wieder in die Abwehrkette ein und rückte von dort aus bei Bedarf vor. Dies lag ihm deutlich mehr als die intensiven Zweikämpfe im Mittelfeldzentrum oder das punktgenaue Vorrücken im Gegenpressing häufig weit in der gegnerischen Hälfte. Auch Alonsos sehr passables Kopfballspiel kam in der tieferen Position viel mehr zur Geltung. Rode mit seinem sehr physischen und zweikampfintensiven Spiel entpuppte sich hier als passende Ergänzung. Dass es Leverkusen unterließ Bayerns Nummer 3 früh zu pressen und so seine Handlungsschnelligkeit immer wieder herauszufordern tat sein Übriges.

Alonso hatte mit Abstand die meisten Ballkontakte (154), die meisten erfolgreichen Pässe (104), gewann die meisten Zweikämpfe (20/29), die meisten Kopfballduelle (9), blockte drei Schüsse, fing vier Bälle ab und klärte fünf Mal den Ball. Dazu kamen drei Torschuss-Vorlagen und der verwandelte Elfmeter. Trotz insgesamt zu vieler Fehlpässe und der ein oder anderen Unsicherheit ein gutes Allround-Game des Routiniers.

So wie am Mittwoch-Abend kann Alonso durchaus eine wichtige Stütze in den anstehenden Spielen gegen Porto und darüber hinaus sein. Momentan muss er das auf Grund der Verletzung von Schweinsteiger und dem Fitnesszustand von Thiago und Lahm ohnehin.

3. Wenig Automatismen im Konter

Es wurde im Spiel gegen Leverkusen sehr auffällig, wie wenig eingespielt und einstudiert Bayerns Konterspiel mit dieser Spielerkonstellation ist. Mehrfach boten sich den Münchnern gute Möglichkeiten, wenn ein riskantes Gegenpressing der Hausherren ins Leere lief. Vor allem wenn Linksverteidiger Wendell weit aufgerückt war boten sich Räume. Was fehlte, war ein Plan, um diese Optionen zu nutzen. Bayerns Konter wirkten konfus. Mehrfach liefen Götze oder Müller weiten Bällen hinterher, die im Seitenaus landeten. Noch in der Verlängerung ergaben sich mehrere gute Möglichkeiten im Gegenstoß, die an falschen Laufwegen oder ungenauen Pässen scheiterten.

Auch wenn der logische Weg in Richtung Lewandowski gesucht wurde, der glänzend darin ist Bälle zu verarbeiten und weiterzuleiten, klappte es häufig nicht. Exemplarisch sei eine Szene in der 42. Minute zu nennen. Bayern eroberte den Ball, Alonso sollte den Konter einleiten, weil vorne eine 3:3-Situation entstand. Er drosch den Ball aber so scharf und halbhoch in Richtung des Angreifers, dass dieser nicht in der Lage war den schwierigen Ball kontrolliert zu verarbeiten. Chance dahin. Die Sicherheit und die Automatismen in den Abläufen nach Ballgewinn fehlten.

Die Frage ist ohnehin, ob die Münchner ohne Robben und Ribéry das passende Spielermaterial für eine solche Spielweise haben. Nur im Auswärtsspiel gegen sehr offene Bremer gelangen mehrere klassische Kontertore. Müller, Götze und Lewandowski sind sicher nicht langsam, aber eben auch keine Sprinter wie die zuvor genannten Kollegen oder Leverkusens Bellarabi. Trotzdem sollte Guardiola in den kommenden Wochen viel Wert darauf legen den ein oder anderen Spielzug einzustudieren. Es spricht viel dafür, dass der Rekordmeister auch in den kommenden Wochen auf Grund der vielen Verletzungen weniger dominant auftreten wird als zum Beispiel in der Hinrunde. Die ein oder andere Konterchance könnte hier eine wichtige Variante werden. Vor allem bei im Idealfall nun beginnenden fünf englischen Wochen in Folge.

Bayer Leverkusen – FC Bayern München 3:5 n.E. (0:0)
LeverkusenLeno – Hilbert, Toprak, Spahic (90. Papadopoulos), Wendell – Rolfes (99. Calhanoglu), Bender – Bellarabi, Castro, Brandt – Kießling (90+4 Drmic)
BankKresic – Donati, Jedvaj, Reinartz
FC BayernNeuer – Benatia (34. Rode), Boateng (118. Badstuber), Dante – Rafinha, Alonso, Lahm (68. Thiago), Bernat – Götze, Müller, Lewandowski
BankReina – Weiser, Gaudino, Pizarro
ToreElfmeterschießen: 0:1 Müller, Neuer hält gegen Drmic, 0:2 Lewandowski, 1:2 Bender, 1:3 Xabi Alonso, 2:3 Castro, 2:4 Götze, 3:4 Calhanoglu, 3:5 Thiago.
KartenGelb: Bender, Jedvaj, Toprak, Papadopoulos / Dante, Müller, Thiago
Zuschauer 30.210
SchiedsrichterFelix Zwayer (Berlin)
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Leserkommentare
  1. Pachinko

    Boah die nächsten Wochen werden lustig…naja am Samstag wird bestimmt durchrotiert. Gaudino darf bestimmt ran und hoffentlich bekommt der Kurt mal ne Chance.

  2. Thomas

    Welch eine Dramatik. Am Ende hat sich doch die individuelle Klasse und das Glück dorchgesetzt. Eigentlich hätte Bayern ja nach Lewandowskis Köpfer mit 1:0 weiterziehen müssen, aber da hätten wieder viele Neider in der Republik Zeter und Mordio geschrien …

    So haben wir es Neuer und etwas Glück zu verdanken, daß wir weiter sind :-)

    Bin noch ganz geschafft und mußte vorhin erstmal einen Feigling kippen :-D

    Gut Nacht,
    Thomas.

  3. DS

    Bayern würde gut daran tun am Samstag die Sache ruhig anzugehen, auch wenn das eventuell eine Niederlage nach sich ziehen könnte. Die Verletzungssituation ist mittlerweile eine Katastrophe. Sollten Boateng und Benatia mittelfristig ausfallen, gäbe es mit Dante und Badstuber gerade einmal zwei von sechs Innenverteidigern die einsatzfähig sind. Der genaue Fitnesszustand von Badstuber ist zudem nicht bekannt.
    Dass Dante gerade in diesen Zeiten solch solide Leistungen zeigt, ist ihm natürlich sehr hoch anzurechnen.

    Möglicherweise muss nun auch Lahm noch pausieren, der schön langsam wieder zur alten Stärke zurückzufinden scheint.
    Letztendlich trifft den Schiedsrichter hier auch eine gewisse Mitschuld. Leverkusen ist bekannt dafür, gegnerische Angriffsversuche durch taktische Fouls zu unterbinden. Gegen Bayern wurde das in der ersten Halbzeit aber nicht im geringsten unterbunden und schnell entwickelte sich ein druch Frustation getriebenes körperlich hartes Spiel (auf beiden Seiten) das in einigen Szenen zu entgleisen drohte. Eine frühe gelbe Karte hätte ein Zeichen setzen können und Lahm sowie Spahic, Wendell, Götze, Boateng und vielleicht auch Kießling wären möglicherweise kleinere und größere Blessuren erspart geblieben.

    Nichtsdestotrotz war dieses Spiel aber natürlich auch eine kämpferische Meisterleistung, was zumindest von der psychologischen Seite her als positiv zu bewerten ist.
    Dennoch: Der Erfolg dieser Saison wird maßgeblich davon abhängen wie schwer die Verletzungen bei Lahm, Benatia und Boateng sind.

  4. chicago_bastard

    Ab der Umstellung auf die Viererkette sah das endlich wieder nach Fußball aus, davor war es ähnlich mager wie schon in Dortmund. 3 Innenverteidiger plus Alonso funktioniert einfach nicht, wie im Artikel ja gut erläutert wird. Bernat war für mich neben Neuer bester Mann. Gut, dass er sein Zwischentief seit Beginn der Rückrunde offenbar überwunden hat, jetzt wo Alaba ausfällt ist er essentiell.

    Die Verletzungsseuche ist wirklich besorgniserregend. Ein bisschen erinnert es mich ja an 2001 als sich im Saisonendspurt auch wichtige Spieler wie Jeremies, Scholl und Elber verletzten und man zeitweise am Zahnfleisch ging. Hoffentlich zeigen die Spieler den gleichen Spirit wie damals und kompensieren es über den Willen. Gestern sah es schonmal danach aus.

  5. Neben den spielerischen Aspekten, die hier gewohnt “super, super, super” herausgearbeitet wurden, fand ich den Kampfgeist gestern bewundernswert. Dieses Element ist mir in letzter Zeit ein wenig abgegangen, ich wurde gestern Lügen gestraft.
    Wie Bernat sich da in jeden Ball reingeknallt hat, ein Rode gerannt ist wie Hölle, das war, für mich sehr befriedigend anzusehen.
    Bemerkenswert fande ich auch den Teamspirit beim Elfmeterschießen, da war ein gemeinsames Team auf dem Platz.
    Durch die absolute Vereinsbrille und mit viel Optimismus sage ich, dass das Triple bei so einem Einsatzwille nicht unmöglich ist.

    P.s Danke an Mia San Rot für die tolle Berichterstattung vor und nach dem Spiel, währenddessen auf Twitter. Ich wünschte, ich hätte tausend Mia San Rots.

  6. Hans

    Das war ein klasse Spiel! Die ersten 30 Minuten fand ich auch eher schwach, Sammer hat jedoch später im Interview auf ARD gesagt, dass der Plan darin bestand, die ersten 30 Minuten stabil zu stehen und kein Gegentor zu kassieren. Von daher kann man die Taktik also als gelungen betrachten.

    Die Verlängerung wird uns jedoch noch wehtun. Man sollte auch bedenken, dass wir 12 WM-Spieler im Kader haben bzw. hatten (Shaqiri ist ja mittlerweile weg). Es scheint wirklich so, dass wir auf dem Zahnfleisch gingen. In der aktuellen Verfassung sehe ich das Hinspiel gegen Porto auch als wesentlich enger, als es bei der Auslosung den Anschein hatte. Mit einem knappen Sieg (möglichst zu Null) wäre ich aktuell schon zufrieden. Klar sollte auch sein, dass wir mit dem aktuellen Kader und der derzeitigen Verfassung nicht zu den Favoriten auf den Champions League-Sieg zählen. Das schöne am Tagesgeschäft Fußball ist jedoch, dass es in drei Wochen schon wieder ganz anders aussehen kann. Das gestern war Spiel zwei von sieben in drei Wochen. Wenn wir die erfolgreich überstehen, ziehe ich den Hut vor der Mannschaft!

    Etwas irritiert war ich gestern über die Aussage Sammers in der ARD nach dem Spiel: Er sagte sinngemäß, dass die Meisterschaft der wichtigste Titel sei und man den Rest so mitnähme. Ein absoluter Wille, die Champions League zu gewinnen, hört sich meiner Ansicht nach anders an und ich denke, dass sie man nur gewinnen kann, wenn man es wirklich will! Meister werden wir im Schnitt sowieso jedes zweite Jahr. Ich würde etliche Meisterschaften für den Champions Leauge-Sieg opfern.

  7. chicago_bastard

    “Dass Julian Brandt irgendwann das FCB-Trikot trägt, ist für mich so sicher wie das Amen in der Kirche.” (von Twitter aufgeschnappt)

    Hm, ich sah mich gestern in meiner Meinung bestätigt, dass er ein Spieler ist, der Platz braucht und sich hauptsächlich in einem Kontersystem wohl fühlt. Ballbehandlung ist okay aber nicht so überragend, als dass er in einem auf Ballbesitz setzenden System zwingend funktionieren würde. Kann natürlich sein, dass er sich da noch entwickelt aber Stand heute kann ich mir andere Talente (Draxler, Meyer) eher bei den Bayern vorstellen als ihn.

    Aber durch die Personalie Reschke steht Brandt sicher auf dem Zettel der Bayern.

    1. Pachinko

      Bayern wollte ihn ja schon letzten Sommer holen.

  8. Bayernexpat

    Wow, ich bin fertig. So sehr ich Elfmeterschießen liebe, wenn es um Bayern geht ist das Tortur.

    Ich muss euch recht geben und sagen das ich diesen Right richtig genossen habe. So um die 75. Minute dachte ich zuerst ‘schei**e, das wäre eine Enttäuschung zu verlieren’ doch dann sagte ich mir gleich ‘ was soll der Quatsch, welcher idiot erwartet 90% Ball Besitz und 4:0 in jedem Spiel’. Wir sind verwöhnt!

    Zum Spiel selbst:

    – Lahm hatte meiner Meinung nach Glück, das hätte man gut pfeifen können.

    – Lewandowskis Tor nicht anzuerkennen war ein absoluter Witz. Glaube nicht das ich jemals sowas vorher gesehen habe. Eine extrem strenge Regel interpretation.

    – Götzes 100%ige und Müllers Schuss auf Leno. Das muss besser werden. In spiele wo man 3-5 Torchancen hat anstatt 10-15 muss die Chancenverwertung stimmen!

    – Lahms nicht gepfiffenes Elfer Foul und Thiagos gelbe. Beide hatten Glück, und bei beiden hatte es meiner Meinung nach viel mit mangelnder Spielpraxis zu tun.

    -Die Verletzungsseuche! Ich könnte heulen! Ich weiß ich bin Paranoid als Arsenal Fan, aber wie sah das bei Barca aus unter Pep? Hoffentlich nix ernstes bei Boateng, aber sah aus als hätte es Benatia im Oberschenkel gezwickt :(

    – erstaunlich viele Elfer durch die Mitte geschossen fand ich.

    PS: Bernat war eine Augenweide.

    Weiter geht’s!

    1. DS

      “Lahm hatte meiner Meinung nach Glück, das hätte man gut pfeifen können.”
      Sehe ich nicht so. Kontakt war da, dieser war aber meiner Meinung nach nicht deutlich genug. Castro ist über seinen eigenen Fuß gestolpert, auch wenn das natürlich durch den Kontakt mitverursacht wurde.
      Trotzdem wäre das eine extrem harte Entscheidung und in Anbetracht der lockeren Linie von Zwayer auch nicht vertretbar gewesen. Eine Szene mit ähnlich viel Kontakt gab es am Anfang der zweiten Hälfte dann auf der anderen Seite bei Rode.

      “Götzes 100%ige und Müllers Schuss auf Leno. Das muss besser werden. In spiele wo man 3-5 Torchancen hat anstatt 10-15 muss die Chancenverwertung stimmen!”
      Bei Götze sehe ich da keinen Handlungsbedarf. Dieser ist einer der abschlussstärksten Bayernspieler, auch wenn diese Aktion natürlich mehr als unglücklich war.

      Ansonsten stimme ich dir zu.

      PS: Wie kommt es eigentlich dass die Aktion von Thiago die man natürlich mit rot ahnden müsste in allen Berichterstattungen ein mehr oder weniger großes Thema ist, aber nirgendwo auch nur ein Wort über die Aktion von Spahic verloren wurde, was genauso deutlich rot war? Hier gab es wenn ich mich Recht erinnere nichtmal Freistoß und diese Foul sah (im Gegensatz zu Thiagos Tritt) danach aus als ob es Absicht war.

      PPS: Die Verletzungssorgen um Lahm und Boateng scheinen sich als gegenstandslos herausgestellt zu haben. Zumindest gibt es noch keine Medienerichte dahingehend. Bleibt nur zu hoffen, dass bei Benatia nichts schlimmeres ist und dass Ribery und Schweinsteiger zum CL Spiel vielleicht wieder fit sind ohne dass sich weitere Spieler verletzen.

  9. bsg

    hm… so sehe ich Götze eigentlich nicht. Denn sonst könnte er doch locker den Ribery geben. Götze nadelt viel besser als er 1v1-dribbelt. Denkt ihr nicht? im Zehner Raum am besten noch aus der Bewegung kombinieren. zumindest hab ich da am häufigsten den Mund nicht zu bekommen bei ihm. Die Sache mit dem Gegner aussteigen lassen, ist Thiago. Der mit einem kurzen Schwenk mit dem Elderstab einfach die Tür aufschwingen lässt – der Halbraum vor ihm.
    Ja also Götze nicht DIE 1v1 Maschine.

    Ach und ums mal einzuwerfen: ich habe Firminho das erste Mal bewusster gesehen vorgestern. 1v3 Maschine und kominationsstark. der wäre doch als Transfer nochmal interessanter als Brand, hm? Vermutlich auch Klassen teurer…

    1. Pachinko

      Ich find man darf sich Firmino für 20-25 Mio nicht durch die lappen gehen lassen. Ist überall in der Offensive Einsatzfähig und stark im 1 gegen 1. KdB ist vielleicht weiter aber finde Firmino hat nicht weniger Talent und könnte in München aufblühen.

    2. Jo

      Wie man hört hat er eine Klausel über ca. 20 Mio im Vertrag. Schon aus diesem Grund ist das interessant, weil in jeder Hinsicht machbar.

      Ist auch meine Prognose: Firmino kommt zur neuen Saison und besetzt erstmal die freie Planstelle von Shaqiri. (warum diese in der Rückrunde frei ist, würde ich auch gerne mal von unseren Verantwortlichen hören). Wenn’s super läuft kann er sich für die Robbery-Nachfolge empfehlen, wenn nicht bleibt uns vmtl. immer noch ein schöner Transferwert.

  10. Josef

    Was mir noch (bzw. auch) auffiel:
    – In 210 Minuten in Dortmund und in Leverkusen kein Gegentor. Sehr stark.
    – Lahm braucht länger als ich dachte um in Form zu kommen. Bei Thiago hingegen scheint es schneller zu gehen.
    – 2 Mal starker Auswärtssupport der FCB-Fans. Sehr cool!
    – Es scheint im Team zu stimmen. Mit ein Grund könnte es sein (ich spekuliere), dass Pep die ein oder andere Maßnahme in den jüngsten Wochen mannschaftspsychologisch klug gewählt hat, obwohl sportlich auf den ersten Blick nicht selbsterklärend. Hier denke ich natürlich an die nicht erfolgte Degradierung von Alonso oder Schweinsteiger.

    Das gestrige Spiel war darüberhinaus ein gutes Beispiel warum manch einer (Eichin, jeder Stammtischfan) glaubt, Bayern würde von Schiedrichterentscheidungen bevorteilt.
    Meine Hypothese ist ja: Es gibt genauso viele Schiedsrichterfehlentscheidungen zu unseren Gunsten wie zu unseren Ungunsten. Der Unterschied zu anderen Teams liegt einzig darin, dass wir in der Lage sind, Fehlentscheidungen zu unseren Ungunsten sportlich wett zu machen.
    Beispiel: Gestern das nicht gegebene Tor von Lewy. Man stelle sich vor, Kießling hätte dieses Tor erzielt und Bayern später gewonnen. Groß wäre das Gejammer von Völler und Co. gewesen.
    So aber: Der FCB gewinnt, und natürlich jammert niemand über das nicht gegebene Tor. Dadurch wird diese Fehlentscheidung medial nicht wahrgenommen.

    1. Jo

      @Josef: You made my day!
      Kann dem Statement in allen Punkten nur zustimmen.
      Schön dass mal jemand zum Thema “Schiedsrichterbonus” die simple, ja schon mathematische Größe des “Allesgewinnerphänomens” anspricht. Wer fast alle Spiele, mit oder ohne Fehlentscheidungen, gewinnt wird sich natürlich nicht groß beklagen können oder wollen. Sprich alle was negativ ist fällt der Vergessenheit anheim.
      Wie die Diskussionen der letzten Tage hier im Forum zeigen sind leider selbst die Bayernfans teilweise schon Opfer dieser Imagination.
      Haben wir diesen, wie gesagt eigentlich simplen, Zusammenhang jemals in unseren Qualitätsmedien gehört oder gelesen. Antwort natürlich überflüssig.

  11. mcmahon

    Also zunächst erst einmal Danke für die tollen Berichte, die immer sehr kurzfristig nach dem Spiel zu lesen sind. Hut ab auch für die wie ich finde gesunde Mischung aus Kritik und Realitätssinn. Gut, das ihr nicht nur durch die vereinsbrille schaut. Einige kurze Statements meiner sonst eher skeptischen und kritischen Sicht auf unseren Verein

    1. Fussball ist Tagesgeschäft und was nach der Hinrunde wie der sichere Triplesieger aussah, kann nun aufgrund der Verletzungen zu einer Meisterschaft und 2 Halbfinalen reichen. Vor 10 Jahren – 15 Jahren wäre das ein durchaus respektables Ergebnis einer Saison.
    2. Der BVB hatte schon während der Saison mit den WM Nachwehen zu kämpfen, bei uns kommen diese nun Stück für Stück zum Vorschein.
    3. Die dauerhafte Belastung in 3 Wettbewerben über mehrere Jahre bringt uns nun auch die Schattenseiten zum Vorschein, siehe Verletztenliste. Hinzu kommt, das etliche Stammkräfte nun ins Alter kommen… der Umbruch kommt.
    4. Lahm, Thiago, Badstuber, Robben, Ribéry sowie Martínez werden erst in der Saisonvorbereitung bei 100% sein, somit wird es außerhalb der Meisterschaft eng für uns bzw. DIE CHANCE für alle anderen, denn oh Glück, wir haben ja mehr als 11 Mann.
    5.Unser Trainer darf gerne mit einem Ballbesitz unter < 70 % agieren, solange er nicht das Spielermaterial für lange Ballstaffeten zur Verfügung hat.
    6. Wir müssen das Verlieren wieder erlernen, ein Großteil der Anhängerschaft weiß gar nicht, wie sich das anfühlt.
    7. Der große Angriff auf das Triple erfolgt in der nächsten Saison. Nicht ohne Grund hat Pep einen 3 Jahresvertrag vereinbart.
    8. Was kommt nach 2016?

    1. Hans

      @MCMAHON:

      2. Hört bitte endlich auf, zu behaupten, der BVB hätte Probleme aufgrund der Weltmeisterschaft! Welcher Dortmunder Spieler kam denn bitte bei der WM zum Einsatz? Mats Hummels und sonst niemand! Das ist doch ein Witz! Bei uns haben hingegen neben den deutschen Spielern auch noch Alonso, Martinez und Shaqiri bei der WM gespielt.

      4. Die Saison geht für uns hoffentlich bis Anfang Juni. Bis dahin können Lahm und Thiago wieder richtig fit sein. Lahm hat selber gesagt, dass er vier Spiele über 90 Minuten bräuchte.

      7. Ist es wirklich realistisch, nochmal das Triple gewinnen zu wollen? Wenn man sich anschaut, welche Mannschaften das Triple bisher gewonnen haben, fällt auf, dass selbst Jahrhundertmannschaften wie Real Madrid oder der AC Mailand das nicht geschafft haben. Außerdem hat keine Mannschaft das Triple zweimal gewonnen! Ich würde gerne nochmal die Champions League gewinnen, in der Deutschen Meisterschaft sehe ich uns in den nächsten Jahren aufgrund der Kaderbreite als Dauersieger. Wenn wir dann im Pokalfinale verlieren, aber dafür die CL gewinnen, wäre ich mehr als glücklich!

    2. Pachinko

      Pep sagte zum start des Winter-Trainingslagers das Alaba morgen spielen könnte, wenn es das CL Finale wäre. Klar ist es besser wenn die Jungs sich Zeit lassen aber gerade bei Robben und Ribery wird man beim möglichen HF/Finale ein Risiko eingehen und die Jungs einsätzen. Martinez soll nächste Woche vielleicht auch wieder einsteigen aber der wird auch seine 3-4 Wochen brauchen. Könnte zum Endspurt nochmal wichtig werden.

  12. mcmahon

    9.Unser Kader bestand und besteht immer aus einer qualitativ hochwertigen Zusammensetzung von Fußballprofis, die in allen anderen Vereinen als Einzelspieler DER STAR wären. Wir haben immer dann Erfolg, egal ob Vergangenheit oder Zukunft, wenn sich der Trainer einen Großteil seiner Zeit mit dem sensiblen Komponenten innerhalb des Kaders ausseinandersetzt und die psyochologischen Stellschrauben dreht….

  13. 10. Jeder Bayern Fan wird von Geburt an gebranntmarkt mit der These, unsere Mannschaft hat Dusel oder den Schiedsrichter bezahlt. Das muss man aushalten oder nur Champions League schauen

  14. Marco05

    Ich frag mich nur, warum man das mit Firmino nicht bereits vor 1,5 Jahren eingetütet hat, bevor er in Hoppelheim langfristig verlängert hat. Da war er doch auch schon auf dem heutigen Niveau, nur halt deutlich günstiger. Der einzige Vorteil ist, dass die entsprechenden Planstellen nicht mehr so ange besetzt sind…

    Zu gestern: Emotional absolut großartig. Super Mannschaftsleistung, Wille, Kampf, Nehmrqualitäten (Spahic grrr) und Coolness beim Shootout. Die eigentliche Leistung war nicht sooo prickelnd, aber besser als gegen den BVB. Vor allem die Hereinnahme von Rode und die damit einhergehenden Änderungen in der Formation haben uns gut getan. Ab da hatten wir das Spiel im Großen und Ganzen im Griff.

    Gut, dass Pep Dante wieder aufgebaut hat, aktuell wird er gebraucht und liefert. Bernat ein km-Monster und wieder in der alten Form, das Wort Pokalfight passt zu kaum einem Spieler mehr.
    Lahm braucht noch, der ist noch arg im Aufbau. Götze in HZ1 total unsichtbar, danach besser. Lewy hat auch gebissen, denke so Spiele sind nach seinem Geschmack.

    Rafinha sollte man vlt. auch mal erwähnen, der wird ja gern vergessen. Was ein Indiz dafür ist, dass er sehr solide spielt. Und das seit Monaten. Mittlerweile bringt er auch gute Flanken (Götze, Himmel…) und klärt in der 92. Minute mit dem großen Zeh. Respekt!

    Zum Schiri:
    Zwayer hatte das Ding überhaupt nicht im Griff. Den Elfer gg. Castro kann (muss) man aus meiner Sicht geben. Kontakt ist Kontakt. Das Tor von Lewy allerdings auch. Und was man zwingend (!!!) geben muss sind gelbe Karten. Spahic mindestens zwei. Wendell, etc. Eine Tretertruppe vor dem Herrn und Zwayer winkt alles durch, aber Hauptsache Dante bekommt Gelb für nix.

    Naja, egal, es wird halt wieder die berühmte “Bevorteilung” gewesen sein, gell Rudi? Und das von Thiago war nunmal nicht mehr als gelb, auch wenn es ungeschickt und das Bein hoch war. er geht zum Ball, trifft ihn und sieht den Kies nicht. Blöde Aktion, kein Ding, aber kein Rot. Schon gar nicht wenn Spahic weiter drauf ist.

    Es kommt jetzt knüppeldick: Porto, Dortmund, wieder Leverkusen ggf. CL HF… mit der Rumpftruppe wird das ein Gewaltakt sondergleichen. Bleibt die Hoffnung dass die Truppe noch enger zusammenwächst, alles rausholt und im entscheidenden Moment vlt. der ein oder andere zurückkommt. Jedenfalls ist es jetzt schonwieder ein geiles Jahr!

    1. Ibiza

      kein Wunder dass Deine Kommentare fast ausschließlich pessimistischer Natur (Du liegst da in einem Pessismus Ranking uneinholbar auf Platz 1 bei den Miasanrot Kommentarschreibern) sind, genau diese Art von übertriebener Erwartungshaltung sind die Grundlage dafür, denn auf dieser Basis kann man quasi nur noch entäuscht werden.

      Es gibt KEINEN europäischen Fußballverein der in seiner kompletten Historie mehr als ein Triple vorweisen kann – es sind auch nur 5 in ganz Europa die es überhaupt mal geschafft haben, Real hat es zb. noch nie geschafft. Für Dich ist aber ein wiederholtes Triple anscheinend Vorraussetzung zur Zufriedenheit wenn alles darunter als mittelmäßig beurteilt wird. Und das kann halt fast nur ins Verderben führen wie die Historie zeigt…

    2. Marco05

      Ganz ruhig, Kollege. was für mich “ein geiles Jahr” ist bestimmt zum Glück immer noch niemand außer mir. Und wenn die souveräne Meisterschaft ein “Katastrophenjahr” krönt, dann ist das eine Erwartungshaltung, mit der ich nichts anfangen kann (vorsichtig formuliert, normal würde ich sagen das ist totaler Bullshit…)

    3. Ibiza

      richtig, wobei “souverän” noch ne deutliche Untertreibung ist. Vor den letzten beiden Sensationsmeisterschaften (90+91 Punkte) lag der Punkterekord der BL-geschichte bei 81 Punkten, den werden wir auch diesmal wieder deutlich überbieten.

      Und bringen uns damit in Stellung nächstes Jahr die 4. Meisterschaft in Folge zu gewinnen, was selbst der FCB in seiner ruhmreichen Historie noch nie geschafft hat..

  15. Jo

    Ach und dann muss ich noch den “man of the match” küren.
    And the winner ist: Mario Götze!!
    Der Junge hat mich gestern wirklich beeindruckt. Unabhängig von seinen spielerischen Qualitäten sind sich ja Freund und Feind einig: Er hat’s nicht so mit Körpersprache, kommt immer so ein wenig schluffig rüber.

    Hab ich gestern ganz anders erlebt. Von der ersten Minute an merkte man, Mario hat Körperspannung!
    Nun ist es bei solchen Spielen ja so, dass die Offensivkräfte, jenseits von Toren, selten richtig glänzen können.
    Dazu kam: Er wurde von der ersten bis zur 120 Minute böse, teilweise brutal traktiert (Leverkusen halt), hatte mit Sehstörungen (?), Dauernasenbluten und was weiß ich zu kämpfen.
    Aber er hat sich 120 Minuten lang reingehauen, war nicht einzuschüchtern, hat jeden Ball genommen, war sich für keinen Weg, keinen Zweikampf zu schade, ob offensiv oder defensiv.
    Ich musste zeitweise an Schweinsteiger und das WM-Finale denken.

    Mein Fazit: Es gab schon Spiele da sah das eleganter aus, da gab’s mehr Tore, aber wenige haben mich so deutlich eine rosige Bayern-Zukunft für ihn erahnen lassen wie das gestrige.

    1. Pachinko

      Ach wie gern ich mal Robbery mit Thiago,Götze und Lewy in der Startelf sehen würde…Aber das Verletzungspech spielt da wohl nicht mit.

  16. DukNukem

    Auch wenns hier etwas deplaziert ist, muss ich noch etwas zu den Firmino Beiträgen sagen.
    Ich hab ja schon einige Spiele von ihm gesehen und seine besten Spiel macht er, wenn er zentraler Spielt. Ein ersatz für Robbery auf den ausen ist er meiner Meinung nach nicht. Ob er das werden kann, wage ich nicht zu behaupten.
    Seine Beste Saison war jedoch 13/14 und da war er hauptsächlich auf der 10 unterwegs. Ab und an auch mal als Stürmer.
    Roberto hat sich auch nicht ohne Grund erst letzte Runde in die Öffentlichkeit gespielt, da er vorher einfach nicht konstant genug war. Erst da hat er den durchbruch geschafft. Vorher sagte man ihm ja schon fast nach, dass er nur bei warmem Wetter spielen könnte und einige hätten ihn am liebsten für sehr wenig geld abgegeben. Meist war er zu der Zeit auch oft im Spiel abgetaucht oder zu eigensinnig in seinen Aktionen. Der durchbruch kam erst letzte Runde.
    Deshalb wird er wohl vor seiner VVL nix für Bayern gewesen sein und war bestimmt auch nicht auf dem Radar. Er muss ienfach Spielen um noch besser zu werden. Mit besseren Mitspielern wird das bestimmt auch noch besser.
    Ob München der richtige Schritt wäre, bei dem er weniger Spielt, auf den ausen ran muss und sich mit Thiago und Götze um eine Position in der Startelf streiten muss, ist die große Frage.
    Hoffen wir das Rogär ihn gut berät.

    1. Pachinko

      Naja wir brauchen einen weiteren Offensivspieler, wenn nicht sogar zwei und dafür wäre er perfekt. Besonders weil Pep auf den PK´s öfters erwähnt, dass man bis auf Robbery keine Spieler für 1zu1 Situationen hat. Und das mit den Positionen ist doch heutzutage nur noch auf dem Papier wichtig, da man besonders in München sehr oft während des Spiel die Positionen wechselt. Kommen wird aufjedenfall jemand und da bin ich echt gespannt.

      1. DukNukem

        Wenn er in Deutschland wechselt würde ich ihn auch deutlich lieber in München als zb in Dortmund sehen (es reicht mir schon, dass sich ein Volland wechsel dahin anbahnt :( ).
        Das neue Offensivspieler kommen müssen ist ja auch mir klar, vor allem da Rob und Rib auch schon ihr alter haben und die aktuelle Situation ohne Ausenstürmer schlecht ist und man sie in der Zukunft vermeiden sollte.
        Auch wenn die Positionen immer wieder getauscht werden empfinde ich es als ungut ihn als Ersatz für Robbery zu sehen und ihn somit zwangsläufig als Flügelstürmer zu sehen. Da wird dann zwangsläufig die gleiche Diskussion aufkommen, wie bei Götze, als er Ribery vertreten musste. Das ist einfach nicht das Optimum.
        Deshalb sollte man trotzdem noch nach einem richtigen Robbery Ersatz suchen. Sollte man aber weiterhin auch mal ohne richtigen Stürmer spielen wollen und Roberto somit mehr in der Zentrale einplanen, dann bin ich voll dafür ihn zu holen.
        Entweder München oder Ausland. Das wäre mir am liebsten.

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