5:4 – Kampf und Krampf gegen Liga Zwei

Tobi Trenner 03.04.2019

Falls ihr es verpasst habt:

Rotation?! Bayerntrainer Kovač änderte die Startaufstellung im Vergleich zum ernüchternden Remis in Freiburg dreifach: Süle statt Boateng, Gnabry statt Coman und Müller statt dem unfitten Lewandowski. Neuer und Alaba fehlten weiterhin. An der Formation änderte sich selbstverständlich nichts.

Die Gäste aus Heidenheim wechselten doppelt, für Feick und Thiel rückten Robert Andrich und Sebastian Griesbeck ins Mittelfeld. Taktisch entschied sich Trainer Frank Schmidt für ein durchaus fluides 4-3-1-2/4-3-2-1 mit dem in München bekannten Niklas Dorsch als Antreiber.

Das Spiel begann überraschend ausgeglichen. Heidenheim wollte Angriffe möglichst schnell und direkt ausführen, stellte sich aber defensiv nicht einfach tief rein. Die Bayern hatten dadurch sichtlich Probleme, den Ball produktiv laufen zu lassen und ins Angriffsdrittel einzudringen.

Nach acht Minuten köpfte Hummels nach Ecke übers Tor, die erste Halbchance der Partie. Kurz darauf zeigte sich Serge Gnabry wieder mal aktiv, zusammen mit Joshua Kimmich kombinierte er sich vertikal in den Strafraum, doch die Hereingabe wurde verpasst. Der FCB zog nun das Tempo an.

Ein paar Minuten Ernsthaftigkeit reichten dann auch. Thiagos Außenristpass auf Müller konnte noch zur Ecke geklärt werden. Ebendiese landete jedoch beim freistehenden Goretzka, der problemlos zur Führung köpfte (12.). Nahezu im Gegenzug wurde aus Ernsthaftigkeit wieder Fahrlässigkeit. Thiago, kurz zuvor noch brillant, spielte einen schlimmen Fehlpass vor den eigenen Strafraum. Niklas Süle räumte Andrich resolut ab und erhielt nach Videobeweis eine rote Karte wegen Notbremse – eher diskutabel, wenn man die Präsenz von Kimmich und auch Ulreich in Betracht zieht. Den folgenden Freistoß knallte Schnatterer an die Torlatte.

Nun gab es Chaos in Rot. Dovedan scheiterte von der Strafraumkante an Ulreich, Schnatterer durfte erneut aus weniger als 20 Metern einen Freistoß ausführen – diesmal in die Mauer. Der FC Bayern verlor bei eigener Führung im eigenen Stadion jegliche Kontrolle über einen Zweitligisten. Kovač brachte daraufhin Boateng für Ribéry.

Dies brachte auch nichts. Nach Flanke Schnatterer köpfte Robert Glatzel locker zum Ausgleich ein (27.). Es war ein offener Schlagabtausch zwischen zwei gleichwertigen Teams. Nach zehn Minuten hin und her schlug Heidenheim erneut zu. Ein Konter landete bei Schnatterer, der von rechts in die lange Ecke schob (39.). Die Bayern machten sich zu diesem Zeitpunkt nahezu lächerlich und waren mit der Unterzahl gnadenlos überfordert.

So ging man nach 45+4 Minuten mit einem 1:2-Rückstand in die Pause, welcher Fußballdeutschland an die Fragilität der kovac’schen Erfolgswelle und des Münchner Selbstbewusstseins erinnerte.

Zur zweiten Halbzeit brachte Kovač sofort Coman und Lewandowski, womit er bereits alle drei Wechsel vorgenommen hatte. Die Bayern waren aufgewühlt, jedoch zu ungenau und hektisch. Bis Lewandowski einen zweiten Ball per Kopf auf Müller steil passte, den der Kapitän verwerten konnte. Das nicht gerade logische 2:2 (53.).

Nun wurde es noch wilder. Heidenheim scheiterte noch am bereits liegenden Kimmich, der einen Schuss blocken konnte, direkt im Gegenzug revanchierte sich Müller bei Lewandowski. Der Pole musste nach guter Hereingabe nur noch einschieben, plötzlich führten die Bayern unerklärlicherweise (56.).

Heidenheim verlor in dieser Phase die Kontrolle über die Partie, die Gäste wurden immer weiter in die Abwehr gedrückt. Eine Ecke von Thiago wurde von Hummels verlängert, sodass Gnabry am langen Pfosten einschieben konnte. Nach Videobeweis wurde der fälschliche Abseitspfiff zurückgenommen, es stand 4:2 (66.). Zwei Minuten später scheiterten Gnabry und Coman knapp an Abwehr bzw. Torwart, es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen.

Als Kingsley Coman liegen blieb, stockte den Bayernfans der Atem. Der Franzose konnte zwar weiterspielen – ohne verbleibende Wechsel musste er das auch. Doch die dauerhafte Verletzungsgefahr des Flügelspielers scheint selbst die des Arjen Robben zu übertreffen.

Aus dem Nichts wurde das Spiel wieder heiß. Glatzel drückte den Ball von der Strafraumkante ins lange Eck (74.). Wie so viele Gegentore in diesem Jahr war auch dieses völlig grundlos und verblüffend in der Simplizität. Und es blieb lustig: Zwei Minuten später drückte Hummels den Gegner im Strafraum um, Glatzel lupfte souverän zum Ausgleich (77.).

Chaos war nichts gegen die Schlussphase. Heidenheim scheiterte mehrfach vor Ulreich und die Bayern erhielten in der 84. Minute einen Handelfmeter zugesprochen. Lewandowski traf zum 5:4. In der 89. Minute zimmerte Gnabry (nicht zum ersten Male) den Ball gegen die Torlatte, während sich Heidenheim noch nicht aufgegeben hatte.

Letztendlich blieb es beim 5:4. Die Bayern stehen im DFB-Pokal-Halbfinale. Tja.

3 Dinge, die uns auffielen:

1. Chaotisch

Bestimmt hatte Kovač der Mannschaft einen Matchplan mitgegeben. Zu sehen war wenig, ob vor oder nach dem Platzverweis. Ohne die Vertikaldribblings von Gnabry, die akkuraten Flanken von Kimmich und die Verzögerungen von Lewandowski, wäre gefühlt jeder Bayernangriff eine Sackgasse gewesen.

Ein Pokalviertelfinale ist fraglos kein Platz für taktische Experimente. Ein Heimspiel gegen Heidenheim ist jedoch auch kein Kampf, der über individuelle Überlegenheit gewonnen werden muss. Die Spurenelemente von spielerischer Entwicklung, die im Bayernspiel zu finden sind, findet man weiterhin nur im Kleingedruckten.

2. Panisch

Eine der wiederkehrenden Geschichten der Bayernsaison: jeglicher Rückschlag wird zur Naturgewalt. Der frühe Platzverweis gegen Niklas Süle war sicherlich nicht optimal, doch die tiefreichende Verunsicherung stand in keinem Verhältnis. Gegen einen Zweitligisten bewiesen die Bayern eine Defensivstabilität, die jedem Knäckebrot unterlegen wäre.

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison und es wird nicht das letzte Mal in dieser Saison gewesen sein. Gute Phasen und völliger Kontrollverlust sind im ständigen Wechsel. Man könnte fälschlicherweise von einer Kämpfermentalität sprechen oder den Bayern masochistische Veranlagungen unterstellen. Letztendlich ist es einfach eine mentale Instabilität, die sich als tief verankert erwiesen hat.

3. Fragwürdig

Vier Gegentore. Im Pflichtspiel. In der Allianz Arena. Gegen Heidenheim. Glückwunsch, die Bayern haben dennoch gewonnen. Glückwunsch, die Bayern sind im Halbfinale. Wer über einen Großteil der Partie so stümperhaft auftritt, sollte über diese positiven Fakten problemlos hinwegsehen können.

In Mönchengladbach hat sich der Sportdirektor trotz guter Ergebnisse für einen Umbruch entschieden, da er erkannt hat, dass die Potenziale nicht ausgeschöpft werden und der Erfolg nicht stabil ist. In der Zwischenzeit absolviert der FCB eine unfassbar verkrampfte und ergebnisorientierte Saison. Es gibt Vereine mit einer Vision. Der deutsche Rekordmeister gleicht dieser Tage eher einem Fiebertraum.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Dein Miasanrot Shop.

HandsofGod XMAX FC Bayern
  1. Oweia, was für ein trauriger Bericht. Schade eigentlich. Ich bin hier eigentlich eine ausgewogenere Berichterstattung gewohnt.

    Antwortsymbol12 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke, Tobi, für die klaren Worte. Schönreden hilft da nix mehr. Momentan stimmen nur die Ergebnisse, wobei, 4 Tore zuhause gegen Heidenheim, da stimmt nur der Sieg. Und Sieg hin oder her, das war ein teilweise blamable Vorstellung. Wer sich damit zufrieden gibt, dem ist nicht mehr zu helfen.

      1. Stimmt.
        Zufrieden kann man nicht sein.
        Man muss aber auch nicht alles schlecht reden.
        4 Tore in Unterzahl schießt auch nicht jede Mannschaft gegen einen Zweitligisten.
        Die Moral in der Truppe stimmt und irgendwelche “Der Bruch zwischen Trainer und Mannschaft ist unübersehbar”- Phantasien dürften endgültig vom Tisch sein.

        Andere Leute freuen sich auf einen neuen Trainer. Ich freue mich auf neue Innenverteidiger.

      2. Nicht der Trainer, die Innenverteidiger sind das Problem. Beide nicht mal zweitligatauglich.

      3. Vier Tore gegen einen Viertligisten in einem Heimspiel fängt auch nicht jeder. Manche träumen davon, dass die Mannschaft mit dem Trainer noch einmal die Kurve bekommt und hoffen darauf, dass neue Spieler die Wende bringen. Andere sehen sich die Spiele genauer an und stellen fest, dass die spielerische Entwicklung unter dem Trainer nach wie vor nicht erkennbar ist. Aber Hauptsache, Kampf und Leidenschaft sind da.

      4. Sorry, Zweitligisten sollte es heißen.

      5. @Frank
        Die IV sind aber erst seit Kovac so miserabel.
        Es ging nicht einen Spieler, der unter Kvac besser wurde..aber viele, die sich deutlich verschlechtert haben.

      6. Die IV stand schon letzte Saison in der Kritik. Warum wohl ist Süle Stammspieler?

      7. Ja die Innenverteidiger. Ich glaube nicht wirklich, dass sich mit neuen Spielern alles verbessert. So krass werden nicht fast alle Spieler zugleich schlechter. Wie man darauf kommen kann, ist mir ein Rätsel.

      8. Sorry, ich meinte das mit den Innenverteidigern und vor allem mit dem Trainer natürlich ironisch.
        Wahr missverständlich.
        Natürlich haben Sie abgebaut. Aber die regelmäßige Instabilität kann man meiner Meinung nicht nur an den einzelnen Personen festmachen.

    2. Gehe völlig einig mit der Spielanalyse. Ist ja schon lachhaft wie selbst so ein Katastrophenspiel von einigen hardcore fans schöngeredet wird inzwischen.

      Und immer wieder werden die Gegentore uf Boateng und Hummels geschoben. In Wahrheit ist das Abwehrverhalten der Gesmtmannschaft nicht gut.
      Es war so bezeichnend dass Kovac gestern sagte, dass er die Taktik der Mannschaft uberhaupt nicht geaendert habe (im Vergleich zu Pep). Tja, und warum spielt die Mannschaft dann gefuehlt 5 Klassen schlechter? Man hat nur noch das Gefühl da ist ein wuider Haufen auf dem Platz.

      1. Die Spieler tun halt einfach nicht was der Trainer von ihnen erwartet. Klar wer da Schuld hat. Sonst würde es natürlich genau so aussehen wie unter Pep.

      2. Er hat auch gesagt, dass er in Frankfurt als Taktik-Nerd galt und dass er das System ändern könnte, es aber nicht tut um die Mannschaft nicht zu verunsichern. Mit anderen Worten ist die Bayernmannschaft zu dumm um die taktischen Kniffe von Kovac zu verstehen (von denen man bei Frankfurt außer Bus parken, vielen Fouls und schnellem Umschaltspiel nicht so viel gesehen hat). Kovac gerät immer mehr in eine Situation in der er nur noch versucht sich selber gegenüber Kritik zu rechtfertigen, er übersieht dabei allerdings dass er durch seine ständige öffentlich geäusserte Kritik an seinen Spielern nach und nach die Mannschaft verlieren wird.

  2. “In Mönchengladbach hat sich der Sportdirektor trotz guter Ergebnisse für einen Umbruch entschieden, da er erkannt hat, dass die Potenziale nicht ausgeschöpft werden und der Erfolg nicht stabil ist.”

    Gladbach droht nach unten durchgereicht zu werden und die Euroleague zu verfehlen, und wo die guten Ergebnisse in der Rückrunde waren, weiß ich nicht. Hier den Vergleich zur Situation des FCB zu ziehen – unfassbar!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Bei Gladbach waren es nicht nur die Tabellenplätze, sondern es ist auch das Spiel als solches gewesen und der Trainer vermittelte nicht unbedingt den Eindruck, einen Umschwung einleiten zu können.
      Darum ist der Vergleich zum FCB absolut legitim.

      1. Das weiß man aber, wenn man Hecking verpflichtet. Kreativen Fußball hat er meiner Meinung nach noch nie spielen lassen.
        Aber gut, wenn sich ein Trainer gegen die vermeintliche Verwissenschaftlichung des Fußballs wehrt, kann man auch nicht sonderlich viel erwarten.

  3. danke tobi für die schöne und leider wahre analyse! von knäckebrot bis fiebertraum ist alles dabei.
    unter pep haben wir selbst erstligisten mit 10 mann an die wand gespielt, jetzt müssen wir schon mit guter unterhaltung und dem weiterkommen sehr zufrieden sein . außerdem war ja der schiedrichter schuld…

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Pep ist in England, die Mannschaft der Pep-Zeit ist nur noch eine schöne Erinnerung und heute hat der Videoassistent seine Daseinsberechtigung nachgewiesen.
      Willkommen in der Realität.

      1. wer will schon in der K.O.vac realität wirklich ankommen…?

    2. @pepismo: +1

  4. 1. Achtung, wir sind nicht ausgeschieden, man könnte es beim lesen dieses Beitrags fast meinen.
    2. Die Situation in gladbach ist mit unserer überhaupt nicht zu vergleichen.
    3. Wieso passiert sowas wie heute und nicht zum ersten Mal im Pokal? Weil Spieler der vermeintlich stärkeren Mannschaft unfassbar lässig und arrogant ins Spiel gehen. Bei uns Thiago und vor allem James.
    4. Wieso wir eine Menge Geld in die Verstärkung der Abwehr stecken müssen, hat sich heute wieder deutlich gezeigt. Himmels und vor allem Boateng sind nicht mehr auf dem Niveau, das wir brauchen. Und Süle muss noch einiges lernen. Außen braucht es auch vernünftige Konkurrenz und Backups.
    5. Gute Typen haben wir etliche in der Mannschaft. Weil normalerweise verlierst du so ein Spiel bei dem spielverlauf, aber sie haben nie aufgesteckt.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Meinetwegen ist auch Arroganz dabei. Die Frage ist doch: wieso gab es die unter Heynckes und Guardiola so viel seltener zu sehen? Wir tragen die im Pokal in dieser Saison ja eigentlich immer zur Schau. Irgend etwas müssen die dann ja anders gemacht haben in der Vorbereitung und Ansprache der Mannschaft. Aber vor allem hatte die Mannschaft klare Abläufe und Schemata, an denen sie sich in schwierigeren Phasen des Spiels orientieren konnte. Heute sind es eben mehrheitlich Einzelaktionen und individuelle Klasse, aber spielerisch ist da nicht mehr viel, was der Mannschaft Sicherheit gibt in schwierigen Phasen.

      1. Vielleicht weil der ein oder andere Spieler fünf Jahre später etwas satter ist und gerade WEIL man in der Vergangenheit diese “kleinen” Teams locker gepackt hat inzwischen einfach nicht mehr die 100% gibt, die es halt braucht?

        Mal abgesehen davon – wen willst Du denn aktuell zu Thiago bringen? Und diese schwankenden Leistungen hat Thiago fast durchgängig bei uns drauf – auch zu Peps und Jupps Zeiten.

        Wir brauchen dringend den Umbruch – das ist ein Fakt. Ob dann Kovac “unseren” Ansprüchen genügt, weiß ich nicht. Aber wie gesagt – dieses zweite Jahr würde ich ihm geben wollen.

        Und nochmal: gegen Ende der letzten Saison wurde bereits offen diskutiert dass die Mannschaft ihren Zenit lange überschritten hat und es wurden neue Spieler gefordert. Jetzt ist an allem der Trainer schuld, der eine Mannschaft deren Weg am Ende ist, spielerisch weiter entwickeln soll?

      2. Nein, es ist nicht alleine der Trainer schuld. Ich war einer derjenigen, der hier vor 1 Jahr fleißig argumentiert hat, dass wir den Umbruch angehen müssen und nicht noch länger warten sollten. Und einen Teil der Quittung für dieses schläfrige Verhalten bekommen wir eben jetzt. So wie uns die Trägheit bei der Trainerentscheidung jetzt auch auf die Füße fällt. Kovac ist natürlich nicht dafür verantwortlich, dass Ribery und Robben schwächer geworden sind, ebenso kann er nichts dafür, dass Hummels und Boateng schwächeln. Aber er kann sehr wohl etwas dafür, dass die Mannschaft immer wieder sehr langsam spielt, die Positionen nicht klar gehalten werden und dann viele Bälle nicht genau genug in den Fuss gespielt werden. Denn genau das gehört zur Trainingsarbeit. Wenn er das nicht trainiert, dann macht er etwas falsch. Wenn er das trainiert und die Mannschaft es dann nicht umsetzt, macht er wohl auch etwas falsch (entweder weil er es falsch trainiert oder die Mannschaft dann im Spiel nicht auf ihn hört). Die katastrophalen Ballverluste und die Zahl der individuellen Fehler liegt ja nicht nur daran, dass ein Spieler zu langsam geworden ist.

      3. Leon Goretzka (24) über die Pausenansprache von Kovac: „Erstmal hat der Trainer uns Zeit gegeben, uns zu beruhigen. Es war schon heiß in der Kabine! Und dann hat er uns taktisch eingestellt. Er hat taktische Dinge angesprochen. Dass die erste Halbzeit nicht gut war, wussten wir selbst. Die Umstellung haben dann sehr gut gefruchtet.“

      4. Durch seine Aufstellung vermittelt der Trainer wie stark er den Gegner einschätzt…..

  5. Vielen Dank vor allem für die obligatorischen 3 Dinge.
    Individuelle Klasse hat in diesem Spiel mal wieder den Unterschied ausgemacht.
    Das ein so planloses, vor Allem durch Kampf geprägtes Spiel doch noch zum Sieg geführt hat grenzt schon an ein Wunder.
    Was muss eigentlich noch passieren, dass man die Konsequenzen aus der fehlenden spielerischen Entwicklung zieht?
    An diesem Trainer weiter festzuhalten wäre ein riesiger Fehler.
    Man kann noch so viele Spieler kaufe, dass wird allerdings nicht viel an der Konzeptlosigkeit von Kovacs Spiel ändern.
    Die Bl wird man damit vlt. Noch dominieren können aber gegen die Mannschaften der Pl, PSG, Barca oder Juventus sehe ich kein Weiterkommen.
    Sollte man mit Kovac in die nächste Saison gehen und man wieder ein Debakel in der CL erlebt, wären die Optionen am Trainermarkt nicht mal mehr überschaubar.
    Ten Haag wäre wohl die beste Option für uns aber nur wenn man das Verhältnis mit Kovac im Sommer beendet.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. +1
      kovac würde auch eine “neue” mannschaft nach >200 mio. investitionen nächste saison nicht positiv entwickeln können, hoffentlich kommt es dazu nicht…

  6. Lächerlich ist nicht das richtige Wort, aber das erste was mir dazu einfällt.

    Gegen eine Mannschaft aus der 2. Liga, die irgendwo im Mittelfeld rumdümpelt im eigenen Stadion 4 Gegentore zu bekommen und dabei zu keiner Zeit nur den Hauch von Kontrolle über das Spiel zu haben.

    Vor ein paar Jahren spielte man gegen Man City 80 Minuten oder so in Unterzahl. Davon spielte man City fast 70 Minuten gegen die Wand, ließ ihnen keine Chance. Am Ende verlor man das Spiel zwar, aber auch nur weil in den letzten 5 Minuten die Luft ausging gegen eine CL-Mannschaft.

    An das Spiel erinnere ich mich heute noch. An das Spiel heute will ich mich jetzt shcon gar nicht mehr erinnern.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Und SOLCHE Spiele waren so geil, da war mir die Niederlage am Schluss egal. Man konnte mit erhobenem Kopf umd Stolz und Freude an geilem Fussball aus dem Stadion gehen. Heute wiedermal nicht.

      Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass gewisse Kommentatoren von der PR-Abteilung engagierte Claqeure sind.

      1. @Sendlinger:
        –“Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass gewisse Kommentatoren von der PR-Abteilung engagierte Claqeure sind.”

        Sowas ist dir echt nicht peinlich? :D

      2. Ich schmeiß mich weg :-)

        Du fandest das Spiel heute nicht geil? Ich schon. Vor Allem, weil ich mir durchgehend sicher war, dass wir das packen werden.

      3. @Stiftl
        Du findest ja auch Kovac gut..;-)

      4. Ganz ehrlich; Kovac war für mich nach dem 3-3 gegen Düsseldorf durch. Ich hätte zu dem Zeitpunkt auf einen neuen Trainer zur Winterpause gewettet und das auch begrüßt, wenn das Gegurke so weiter gegangen wäre.

        Ist es aber nicht. Und – wie offenbar unser Vorstand – bin ich der Meinung ihm die Chance auf das zweite Jahr zu geben. Ich brauche nicht den fünften Trainer in fünf Jahren ….

    2. @Systemrelevant: Genau an das CL-Spiel habe ich auch gedacht heute. Es muss ja nicht auf dem Niveau weitergehen, aber so weit weg davon zu sein, ist einer Mannschaft, die beim Umsatz zu den TOP5 in Europa gehört, einfach nicht angemessen.

    3. An das Spiel damals gegen ManCity erinnere ich mich auch noch. Dass damals der erste Gruppenplatz nicht verloren ging, lag nur an der einzigartigen Dummheit von City, die die Tabelle (und das Torverhältnis) nicht im Kopf hatten.

      Rückschauend muss ich sagen, dass das damalige Spiel schon ein wenig das dann folgende Halbfinale erahnen ließ – 0:1 und 0:4 gegen den späteren Champion. Von den vielen Tiefpunkten, die Bayern in der Champions League erlitten hat, vielleicht der allertiefste.

      Wie man dieses Spiel gegen ManCity im Nachhinein glorifizieren kann, übersteigt aber jetzt echt meine Phantasie. Vielleicht sprechen die, die das toll fanden, und ich, einfach von zwei unterschiedlichen Sportarten.

      1. Man muss das Spiel von damals nicht glorifizieren, aber wie man so ein Spiel wie heute glorifizieren will, verstehe ich noch viel weniger. Tolles Pokalspiel.

      2. @vipf

        Anscheinend erinnerst du dich aber nicht komplett richtig. Das Ausscheiden gegen Real mit 0:1 und 0:4 war in der ersten Saison. In der ersten Saison traf man erst in Manchester auf City. Das Spiel wurde 3:1 gewonnen. Das letzte Gruppenspiel wurde dann daheim mit 2:3 verloren. Da gab es glaub in beiden Spielen keinen Platzverweis.

        Das angesprochene Spiel dürfte im Jahr darauf gewesen sein.

      3. Das 10 Mann Spiel in City war tatsächlich danach im zweiten Pep Jahr. Da war die Mannschaft meiner Meinung nach aber auf ihrem höchsten Leistungsniveau – bis sie dann im HF gegen Barca einbrach und dort chancenlos(!) war.

        Jedenfalls ist es unseriös, das damalige Spiel als Gradmesser für die gestrige Leistung anzusetzen. Abgesehen davon, dass wir da zu zehnt (und nicht neunt) durchspielen konnten und nicht gewinnen mussten!

  7. Das wird mir hier langsam alles zu blöd hier.

    In den letzten Spielen wird Kovac vorgeworfen, keinen Plan zu haben, zu ängstlich zu spielen etc.

    Jetzt stellt er in der Halbzeit bei Rückstand, Unterzahl auf volle Offensive mit Dreierkette um. Die Mannschaft dreht das Spiel kurzerhand auf 4:2 – dafür war der Trainer verantwortlich. Das wird aber merkwürdigerweise totgeschwiegen.

    Stattdessen werden vergangene Spiele glorifiziert (toller Trainer hat in Unterzahl Man City an die Wand gespielt) und das heutige niedergemacht (klar, mieser Kovac) . Mit welchen zehn Mann haben wir damals City in Schach gehalten? Da hatte zB ein Boateng noch ein ganz anderes Niveau.

    Nach dem quasi Ausfall von Coman haben wir das zu Neunt zu Ende gespielt. Mit einer Mannschaft von der hier Einige konsequent behaupten, dass sie mit dem Trainer gebrochen hat.

    Kovac ist kein Pep – das hat auch nie jemand gesagt. Aber hier wird einfach nur noch unfair geurteilt.

    Antwortsymbol17 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Beruhige dich und lass sie doch. Ich kann darüber nur noch lachen. Ich bin wirklich kein Kovac-Fan und habe auch meine Zweifel, aber woher dieser abgrundtiefe Hass auf Kovac hier kommt, keine Ahnung.
      Ned mol ignorieren scheint mir das beste zu sein.

    2. Jupp konnte vor fast exakt einem Jahr Real Madrid auf Augenhöhe begegnen mit einer fast identischen Mannschaft.

      Ein paar Monate werden wir von Ajax im eigenen Stadion dominiert, schaffen gegen Liverpool nichts außer Befreiungsschläge und kassieren gegen eine Zweitligamannschaft im eigenen Stadion 4 Gegentore.

      Und machen wir die Mannschaft nicht schlechter als sie ist. Das Ding ist doch, dass Spielkontrolle entweder nicht erwünscht ist bzw. nicht umgesetzt werden kann. Dabei muss ich für Spielkontrolle nicht unbedingt dauerhaft den Ball in den eigenen Reihen haben. Spielkontrolle kann ich auch in der Defensive haben, aber das Spiel heute hat wieder wunderbar gezeigt, dass selbst ohne Ball keine Kontrolle hergestellt werden kann.. auch nicht daheim gegen einen Zweitligisten.

      1. Stimmt total. Und die individuelle Klasse der Spieler hat sich keinen Deut veraendert, auch bei den 3 ex-Nationalspielern nicht.

      2. @Systemrelevant:
        +1

      3. “Spielkontrolle kann ich auch in der Defensive haben, aber das Spiel heute hat wieder wunderbar gezeigt, dass selbst ohne Ball keine Kontrolle hergestellt werden kann.. auch nicht daheim gegen einen Zweitligisten.”

        So richtig wie es ist, so traurig ist es auch. Wir führen 4:2 zu Hause und das gibt nicht genügend Sicherheit. Und das nach den zahlreichen verspielten Führungen in dieser Saison. Eine Entwicklung ist da nicht zu erkennen. Und das ist ja das größe Manko.

      4. Schon mal drangedacht, dass die fehlende Spielkontrolle an der fehlenden Bereitschaft der Mannschaft, zu verteidigen, liegen könnte. Was die Defensive leisten kann, hat man in Liverpool gesehen. Das ist der Maßstab, den man an die Mannschaft anlegen muss. Umsetzen können sie es nicht, weil sich die meisten Spieler einfach zu Schade für Drecksarbeit sind und noch dazu, wenn es gegen einen kleineren Gegner geht. Dieses Problem gibt es übrigens nicht erst seit Kovac, sondern es war auch schon bei Ancelotti evident. Ich erinnere mich da z.B. an ein 2:2 in Frankfurt, als man eine 2malige Führung abgab und den Ausgleich sogar in Überzahl kassierte. Auch gegen Köln gab es da so ein Spiel, das nur 1:1 endete, weil man einfach hinten nicht konzentriert arbeitete.
        Ich hoffe wirklich, dass das mit neuen Abwehrspielern besser wird. Unsere Abwehrspieler sind halt vom Kopf her immer noch die verkappten Aufbauspieler oder zusätzlichen Außenstürmer und das wollen sie einfach nicht ablegen. Daran ist schon Ancelotti gescheitert, der es komischerweise schaffte, dass sogar Real gut verteidigen konnte und auch Kovac kommt keinen Deut weiter damit, die Defensive zu stabilisieren.

      5. Jupp konnte vor fast exakt einem Jahr Real Madrid auf Augenhöhe begegnen mit einer fast identischen Mannschaft.

        –“Ein paar Monate werden wir von Ajax im eigenen Stadion dominiert, schaffen gegen Liverpool nichts außer Befreiungsschläge und kassieren gegen eine Zweitligamannschaft im eigenen Stadion 4 Gegentore.”

        Es ist aber sehr unsachlich und sehr oberflächlich, so zu tun, als wenn nicht eine ganze Menge passiert wäre in diesen paar Monaten.
        Es ist Heynckes hoch anzurechnen, dass er es geschafft hat, dieser Mannschaft nochmal den 3.Frühling einzuhauchen.
        Es ist aber Blödsinn Kovač vorzuwerfen, dass er das nicht schafft.

      6. Yep. Gegen Real waren wir auf Augenhöhe, die dann vor kurzem zu Hause noch ein Tor mehr gegen Ajax kassiert hat und untergegangen ist.

        Ich würde mal die Höhe der Augen überprüfen ….

      7. @willythegreat

        “Ich hoffe wirklich, dass das mit neuen Abwehrspielern besser wird. Unsere Abwehrspieler sind halt vom Kopf her immer noch die verkappten Aufbauspieler oder zusätzlichen Außenstürmer und das wollen sie einfach nicht ablegen. Daran ist schon Ancelotti gescheitert, der es komischerweise schaffte, dass sogar Real gut verteidigen konnte und auch Kovac kommt keinen Deut weiter damit, die Defensive zu stabilisieren.”

        Mit diesen Abwehrspielern haben wir Defensivrekorde gebrochen, teilweise so wenig Gegentore pro Saison kassiert wie nie zuvor eine Mannschaft in der über fünfzigjährigen Geschichte der Bundesliga. Diese Hexenjagd auf die Spieler wird langsam unerträglich. Niemand hat von Kovac erwartet, dass er die Defensive stabilisiert, es hätte völlig gereicht, wenn er sie nicht destabilisiert hätte. Ancelotti (der, der angeblich an der Schwäche der Defensive gescheitert ist) hat mit diesen Spielern 2016/17 22 Gegentore kassiert…jetzt stehen wir bei 28, obwohl noch sieben Spiele zu absolvieren sind. Das kontrafaktische Bashing gegen unsere Spieler wird langsam unerträglich.

      8. @Olorin: Ich bin gerne bereit, ein bisschen zurückzurudern, denn die Anzahl der Gegentore hatte ich bei Ancelotti ein bisschen höher in Erinnerung. Nichtsdestotrotz waren da auch schon Spiele dabei, die nicht weit weg vom gestrigen waren. Kannst du dich noch an das CL-Spiel in Rostow erinnern? Damals ging es darum, sich mit einem Sieg die Möglichkeit auf ein Finale um den Gruppensieg gegen Atletico zu bewahren. Und was passiert? Man fängt sich 3 Tore gegen ein Team ein, dass sicherlich vom Niveau her höchstens unteres Bundesliganiveau aufweist. Dazu die schon von mir angesprochenen Spiele und es wird schon deutlich, dass die Abwehr damals schon Anzeichen zeigte, die auf das, was in der Zukunft noch kommen wird, schon hinwiesen. Damals waren einige Spieler aber noch jünger und schneller.
        Ich bleibe dabei: wir haben ein grundlegendes Problem im Kader und das heißt fehlendes Tempo. Glaubst du, dass ein schnellerer Abwehrspieler den Elfer zum 4:4 verursacht hätte? Natürlich lag der Fehler bei Boateng, der den Ball vertändelte, aber glaubst du allen Ernstes, dass sich ein Spieler wie van Dijk da so abkochen ließe wie Hummels. Eins zu eins die gleiche Situation hatten wir mit Boateng in Amsterdam vor dem Elfer zum 1:2. Das fehlende Tempo der beiden kann man nur noch kompensieren, wenn man ihnen Laufduelle erspart und das kann man wiederum nur, wenn man defensiv steht. Dazu fehlt aber vielen Spielern einfach die Bereitschaft. Wir haben mit Martinez genau einen Mittelfeldspieler, der nicht offensiv denkt und der muss sich bis auf wenige Ausnahmen fast ausnahmslos als technisch zu limitierter Bremsklotz titulieren lassen. Der Rest nimmt seine Defensivaufgaben einfach nicht ernst genug, vor allem wenn es auf dem Papier gegen leichte Gegner geht. Unter Pep kam das ganze noch nicht so zum Tragen, weil die Abwehrspieler (v.a. Boateng) noch viel schneller waren, oder wie Lahm vom Stellungsspiel her einfach weiter wie Kimmich. Dazu kam ein (zumindest gegen technisch schwächere Gegner) funktionierendes Gegenpressing, das dazu führte, dass der Gegner weniger Zeit hatte. Das waren die beiden Hauptgründe für die wenigen Gegentore. Schon unter Ancelotti ließ dieses Pressing nach und mittlerweile ist es eben oft ganz weg. Deshalb sind Hummels und Boateng natürlich oft arme Schweine (wie schon bei der WM gegen Mexiko). Das ändert aber nichts daran, dass Bayern mit dem gleichen System und schnelleren Abwehrspielern weniger Tore kriegen würde.

    3. Ja, Kovac hat gehandelt. Weil er mit dem Rücken an der Wand stand. Und die Maßnahmen haben gefruchtet. Bis es dann auf einmal doch wieder 4:4 stand. Und dann fällt (zum Glück) noch das 5:4 und wir ersparen und die Verlängerung (was mit Blick auf Samstag wirklich schlecht gewesen wäre). Immerhin hat er es geschafft, mit einer technisch und individuell überlegenen Truppe zu Hause einen Zweitligisten so dermaßen auszucoachen. Das macht ihn natürlich jetzt zu einem echt Großen.

      Wenn Dir jemand vor dem Spiel gesagt hätte, es fallen 9 Tore. Wie wahrscheinlich wäre ein Tipp von Dir auf ein 5:4 gewesen?

      1. Wieso ignorierst Du in Deinen spöttischen Kommentaren eigentlich konsequent unsere Unterzahl? Bei 11 gegen 11 gebe ich Dir mit dem 5:4 recht.

    4. @Stiftl

      +1 zu deinem Ausgangspost (3.4.2019, 21:16)

    5. Das Spiel wurde nicht gewonnen, weil Kovac so toll das System umstellte, sondern weil Heidenheim gleich nach Anpfiff der 2. Halbzeit mit Mauerfußball ihr Glück versuchten. Falsche Entscheidung des Trainers, denn wie anfällig die Bayernabwehr gewesen ist, dies zeigten doch die zwei Tore zum 4:4!

      1. Das Spiel wurde gewonnen weil Kovac mit Lewandowski und Coman zwei „wache“ Spieler gebracht hat die noch Müller und Gnabry mit aufgeweckt haben.

        Leider blieb die Abwehr im Tiefschlaf sodass vorne nochmal nachgelegt werden musste.

        @Stiftl danke!
        Teilweise absurdes Niveau mittlerweile im Kommentarbereich…

        Und ich kann auch jetzt schon sagen wie es Samstag Abend aussieht. Bei einer Niederlage platzt das hier vor Hater-Kommentaren und bei einem Sieg „naja passt scho, gewonnen trotz Kovac“.

        Das macht hier aktuell keinen Spaß mehr.

      2. @Marco05
        Man sollte die Welt auch so beschreiben wie sie ist und nicht in Schönfärberei verfallen. Selbst wenn der FCB am Samstag gegen den BVB gewinnt, dann verändert es nichts an der Wahrheit: Die Mannschaft ist nicht mehr so stark wie zuletzt unter Heynckes, obwohl sich der Kader sich nicht großartig veränderte. Die Bundesligaspitze ist auch nicht stärker geworden, was letztlich das Abschneiden in der CL und EL belegt, also darf gerne die Frage nach dem Trainer gestellt werden und die sollte sich jeder ehrlich und ohne Vereinsbrille beantworten.

      3. –“Man sollte die Welt auch so beschreiben wie sie ist und nicht in Schönfärberei verfallen. Selbst wenn der FCB am Samstag gegen den BVB gewinnt, dann verändert es nichts an der Wahrheit: Die Mannschaft ist nicht mehr so stark wie zuletzt unter Heynckes, obwohl sich der Kader sich nicht großartig veränderte.”

        Genau deshalb ist der Kader ja nicht mehr so stark. Spieler sind älter geworden, haben zum Teil böse Erfahrungen gemacht und eine dringend benötigte Blutauffrischung ist ausgeblieben.

        –“Die Bundesligaspitze ist auch nicht stärker geworden, was letztlich das Abschneiden in der CL und EL belegt, also darf gerne die Frage nach dem Trainer gestellt werden und die sollte sich jeder ehrlich und ohne Vereinsbrille beantworten.”

        Natürlich darf die Frage nach dem Trainer gestellt werden, aber da wird hier doch von vielen Leuten massiv übers Ziel hinausgeschossen.

  8. Heidenheim mit einer Herkulesleistung aber wie man sich von einem mäßigen Zweitligsten mehrfach überspielen lässt, da muss doch bei einem jeden die Alarmglocke läuten. Wieder ein Tor nach einer Halbfeldflanke, wieder mehrere Unterzahlspiele die quasi aus dem Nichts entstehen und und und

    Allerdings, und das muss man vielleicht auch Kovac zugute halten, in der 2. Halbzeit ist man dann über Intensität und Kampf ins Spiel gekommen. Da fielen in der Kabine sicherlich die richtigen Worte. Ist aber auch wenig verwunderlich, denn wenn Heidenheim die doppelte Großchance vor dem 5:4 reinmacht, dann wäre es das sicherlich gewesen für Kovac.

    1. Das eiserne Gesetz will es so. Immer wenn ich ihn am liebsten mit der eingerollten Stadionzeitung vom Platz klatschen möchte, liefert er kurz darauf spektakulär :)

  9. Ein Pokal Spiel als Gradmesser für irgendwas zu nehmen halte ich für gewagt. Dann würde Dortmund ja eine völlige Katastrophen Saison spielen. Die haben diese Saison nämlich nicht ein gutes Spiel in diesem Wettbewerb gemacht. Z.B. im Spiel gegen Fürth.

    Es war ein geniales Pokalspiel, dass nicht Kovac, sondern die Bayernspieler spannend gemacht haben.
    Was war z.B. heute mit Thiago los? Warum ist Süle so blöd und foult den Spieler? Dann steht es halt 1:1. Aber wir sind immer noch mit 11 Mann.
    Kovac hat in der Halbzeit gut reagiert. Dafür das Coman sich dann wieder verletzt (oder hoffentlich “nur” aus Angst nicht mehr am Spiel teilnahm) kann er auch nicht ahnen.

    Persönlich würde ich auch lieber einen anderen Trainer auf der Bank sehen im nächsten Jahr, aber dieses Spiel taugt IMO nicht um den Stab über ihn zu brechen.
    Auch Pep hat in diesem Wettbewerb kurioses erlebt (Elfern gegen Dortmund, Hummels “Tor”).

  10. Es wird ja von manchen immer so gern gesagt “nur das Ergebnis zählt”. 5:4 in der Allianzarena gegen einenn 2.Liga-Mittelfeldler….das Ergebnis spricht stark gegen Kovac würde ich sagen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Kein Wunder, wenn sogar klare 6-0-Siege gegen Wolfsburg und Mainz gegen den Trainer sprechen :-)
      Nicht mal ein 27-1 gegen Dortmund würde die Stimmungslage ändern. Weil wir ein Gegentor kassiert haben und Dortmund ja kein Maßstab ist.

  11. Man kann es drehen und wenden, wie man will, dieses Spiel gibt wieder jeder Fraktion genug Argumente:
    Für Kocav spricht, dass er endlich mal durch In-Game-Coaching was bewirkte. Einsatz und Leidenschaft waren in der 2. Halbzeit sehr stark ausgeprägt, was zudem auf eine gute Kabinenansprache hinweist. Außerdem hat man erneut deutlich gesehen, dass die Mannschaft nicht mehr auf dem Niveau der letzten Jahre ist. Das, was einige in der 1. Halbzeit abgeliefert haben, kann nicht nur das Werk bzw. die Untat eines Trainers sein, das ist schon auch ein Zeichen von fehlender Klasse.
    Auf der anderen Seite muss man die Verwundbarkeit auf jeden Fall auch dem Trainer anlasten, der es nicht geschafft hat, der Mannschaft so viel Sicherheit zu vermitteln, dass sie ein Spiel, bei dem eigentlich zwei mal alles richtig läuft (frühe Führung in der 1. Halbzeit, 4:2 statt 1:2 innerhalb von 10 Minuten) mehrfach herschenkt und kurz vor dem Abgrund steht.
    Die Wahrheit liegt wohl (wie immer) irgendwo dazwischen. Was man allerdings nicht vernachlässigen sollte, ist die besondere Geschichte dieses Spiels: Heimspiel gegen einen Zweitligisten unmittelbar vor dem wohl entscheidenden Kracher gegen den BVB; Trügerische Sicherheit nach früher Führung; dann plötzlich eine rote Karte, Unordnung und zwei Gegentore; schnelles Drehen des Rückstandes und dann mit gefühlt 2 Mann weniger aus heiterem Himmel wieder unter Druck. Angesichts solcher Umstände würde ich dem Spiel heute nicht zu viel Aussagekraft in Sachen Taktik beimessen und die Mannschaft auch mal für ihre Moral in der 2. Halbzeit loben.
    Übrigens: ähnliche Spiele passierten diese Saison auch schon unserem großen Rivalen aus Dortmund. Die haben (übrigens exakt eine Woche nachdem sie Atletico daheim mit 4:0 zerlegt hatten) in der 120. Minute das 3:2 gegen Union Berlin erzielt. Union und Heidenheim kann man als ungefähr gleich stark einschätzen, denke ich. Und was haben die Dortmunder gemacht: sich gefreut, am Wochenende in Wolfsburg gewonnen und in der Woche drauf uns mit 3:2 geschlagen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Beide Daumen hoch.

    2. Danke, für die gute Beschreibung, willy. Eine Sache würde ich aber dich anders einschätzen: Dortmund hat eine schlimme Saison hinter sich, und nun viele neue und viele junge Spieler – da ist eine solche Inkonstanz und fehlende Stabilität viel leichter nachvollziehbar. Wir haben Müller, Lewandowski, Thiago, Boateng, Hummels, James usw. Da sind solche Rückschläge wie in der Hinrunde oder auch das Verspielen von Führungen wie heute viel weniger zu verstehen.

      1. Richtig. Zu zehnt nach 15 min und dann gut 30 min am Ende mit einem nur noch in den letzten fünf Minuten einsatzfähigem Flügelstürmer hätte Dortmund zuhause gegen Union verloren. DAS ist die Quintessenz Deiner Aussage…

  12. Kein Wunder, wenn sogar klare 6-0-Siege gegen Wolfsburg und Mainz gegen den Trainer sprechen :-)
    Nicht mal ein 27-1 gegen Dortmund würde die Stimmungslage ändern. Weil wir ein Gegentor kassiert haben und Dortmund ja kein Maßstab ist.

  13. So die Herren Kritiker. Zum Thema “was hat der doofe Kovac nur aus dieser tollen Mannschaft gemacht” empfehle ich diesen Lesestoff:

    https://miasanrot.de/anrufe-auf-sylt/

    Nebenbei bemerkt: das der Kern der Mannschaft sechs Meisterschaften in Folge gefeiert hat, ist absolut bemerkenswert. Aber das ist auch mit ein Grund für Probleme die wir aktuell haben.

    In der Vergangenheit hatten die Spitzenmannschaften des FCB immer nur drei gute Jahre – das allerdings regelmäßig. Danach gab es den Umbruch. Wir konnten diese Zeitspanne sensationell verdoppeln. Aber irgendwann ist halt mal Schluß.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Stiftl
      Ja, damit hast Du recht.
      Ich hatte schon nach dem Triplle die Befürchtung, dass es ab sofort abwärts gehen würde.
      Pep hat es geschafft, dass es spielerisch sogar noch besser wurde.

      Abe damit musste die Führung rechnen, dass nach 6 Titeln eine gewisse Zufriedenheit einkehren würde.
      Gerade deswegen war es ja ein Fehler, einen Kovac zu holen.
      Was bringt er schon mit?
      Keine Erfahrung, kein Spielwitz.
      Jeder wusste, es ist ein Risiko und man wurde bestätigt.
      Kovac hätte dies aber auch sehen können/müssen.

      1. In dem Punkt bin ich bei Dir. An Kovac Stelle hätte ich mir auch zehnmal überlegt ob ich das Risiko mit diesem Kader eingehe. Andererseits wissen wir nicht wie die Gespräche mit Hoeneß/Rummenigge verlaufen sind.

  14. Und was die Glorifizierung des letzten verlorenen CL Halbfinales angeht: Vielleicht sollte man das mal in Bezug auf die Leistung von Real in dieser Saison betrachten. Relativiert das Ganze dann eventuell etwas auf Bodennähe …

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hä?

      Warum sollte die Leistung von Real 2019 die Leistung von Bayern 2018 relativieren? Real 2019 hat DEN Schlüsselspieler verloren und dazu noch den Trainer, der es geschafft hat die 100% perfekte Balance zu vermitteln.

      Wenn du einen Spieler mit 40 Toren + / Saison verlierst ist es nachvollziehbar wenn auch die Balance verloren geht. Um die gleiche Durchschlagskraft zu erzeugen muss wohl durchschnittlich mehr riskiert werden.

      Wir haben aber bisher weder an Durchschlagskraft gewonnen noch an der defensiven Stabilität in Duellen auf Augenhöhe verglichen mit der Vorsaison unter Jupp oder auch der Saison davor unter Carlo. Sind die 3 Saisons vergleichbar? Ich würde ja sagen, schließlich hatten alle dieser 3 Trainer nur eine Saison lang Zeit. (Jupp sogar ein bisschen weniger)

      Diese Saison war ein Rückschritt auf allen Ebenen und die Schuld allein bei den (satten?) Spielern zu suchen ist dann doch viel zu trivial. Letztes Jahr waren sie noch nicht satt, da wollten sie alle ins Finale der CL wie es mir schien. Die meisten spieler haben meines Wissens nach auch erst 1 Mal die CL gewonnen und das ist inzwischen ein halbes Jahrzehnt her. Satt als Begründung zieht da nur bedingt. Warum Ribery und Robben nicht mehr die Leistungen aus ihren besten Tagen zeigen können verstehe ich.

      Wie kommt es aber, dass bei uns Boa, Müller und Co. den Höhepunkt ihrer Leistungsfährigkeit schon Jahre lang hinter sich haben sollen während Real 3 Jahre hintereinander diesen Punkt hält, obwohl alle Schlüsselspieler zu jedem Zeitpunkt dieses Höhepunkts älter sind als unsere Schlüsselspieler heute? Ramos ist 33, Modric ebenso und Ronaldo dürfte jetzt sogar 34 sein.

      Hauen wir Real 2017 und 2018 aus dem Wettbewerb und gewinnen die CL wohlmöglich sogar dabei 2 Mal (und keine andere Mannschaft in Europa war in diesen beiden Jahren so nah dran wie wir) würden wir halt heute sagen, dass Real zu alt und satt war und unsere glorreiche Generation feiern.

      1. Ich frage mich ja warum wir dann bei der WM so mies abgeschnitten haben – war das schon der Kovac Effekt? Quasi sein negativer Schatten der sich ankündigte??

        Du argumentierst damit, dass sich “die individuelle Klasse der Spieler keinen Deut veraendert hat, auch bei den 3 ex-Nationalspielern nicht”.

        Ich sage: die hatten schon vor Kovac nicht mehr die individuelle Klasse von früher. Insbesondere Boateng. Müller hat in meinen Augen in der Rückrunde aus seinem Formtief heraus gefunden.

        Du suchst die Verantwortung für den Rückschritt nur beim Trainer – das ist zu trivial und faktisch falsch. Und Real hatte bereits im letzten HF nicht mehr das hohe Niveau der letzten Jahre. Dadurch relativiert sich die Augenhöhe.

      2. Ja, wir sind sang – und klanglos bei der WM ausgescheiden. Boa, Hummels und Müller sind schuld.
        Nach dem Rücktritt Schweinsteigers 2016 aus der Nationalelf ist ein Schlüsselspieler auf der Schlüsselposition weggefallen. Löw hat all die Jahre, bis zur WM, versucht Kroos auf die 6 zu stellen. Kroos auf die 6 zu stellen war aber schon bei Bayern keine super Idee, bei Real wird das auch nicht gemacht. Kroos ist ein super Mittelfeldspieler aber kein 6er.

        Nicht umsonst waren die besten Minuten bei der WM diese, als Rudy die 6 übernahm. Gleiche gilt übrigens schon für die Qualifikation.

        Der Trainer war nicht im Stande eine funktionierende Mannschaft auf das Feld zu stellen, hatte keinerlei Balance aber am Ende sind wir so unterirdisch ausgeschieden., weil Boa, Hummels und Müller über den Zenit sind. Ist klar.

  15. Bayern ist international meilenweit entfernt und einen Umbruch mit Uli Millionen sehe ich bei weitem nicht. Sind wir doch ehrlich, es wird kein Weltklassespieler nach Bayern wechseln. Was kommt ist Durchschnitt, so wird es nichts mit dem grossen Umbruch. Des Weiteren haben nur Trainer bei Bayern funktioniert, die sich von der Führung nichts sagen lassen haben. Da sehe ich ein ganz grosses Problem bei Kovac. Tuchel hätte der Mannschaft ein neues Gesicht gegeben, aber seine sturer Art hat den Bossen und einigen Spielern nicht gepasst. Aber für die BuLi wird es noch reichen.

  16. Bin vollkommen bei dir! Orientieren wir uns an Real und hauen den Trainer zum Teufel!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sorry, sollte Antwort auf Stiftl von 22:03 sein.

  17. Was für ein Spektakel für Fußballfans. Mein Beileid an die Kovac-Hater. Vielleicht gewinnt ja Dortmund und ihr werdet den Trainer los.
    Nochwas. Der Platzverweis war ein Witz, ebenso wie die schwachsinnige Überprüfung beim Gnabry Tor. VAR abschaffen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Noch was!
      Ohne die schwachsinnige Überprüfung des Gnabry-Tors hätte die Entscheidung des Linienrichters gezeählt – und der hatte Abseits angezeigt!
      Schei** VAR. Dann hätte allerdings ein Tor gefehlt..

  18. “Wichtig ist die Kompaktheit” (Kovac)

    In 10 Ligaspielen in der Rückrunde 10 Gegentore – lediglich 3x zu null. In den 4 KO-Spielen in 2019 1x zu null und 9 Gegentore.

    Finde den Fehler.

  19. Ich habe einen Vorschlag für die Moderation der Kommentarspalte, die – es wurde ja schon öfter angemerkt – ja sehr stark gespalten ist in zwei Lager, die sich gegenseitig als “Fanboys” und “Hater” bezeichnen. Moderate oder ausgewogene Stimmen kommen hier derzeit leider kaum zu Gehör, weil wie so häufig die lauten Vielschreiber alles übertönen. Ließe sich nicht ein Limit von einem oder zwei Kommentaren pro User pro Thread implementieren? Dann müsste man sich tatsächlich überlegen, ob man etwas beitragen kann oder nicht. Es würde natürlich Diskussionen zwischen Usern unmöglich machen, aber ehrlich gesagt habe ich hier schon lange keinen produktiven Austausch von Argumenten mehr gelesen, sondern hauptsächlich Anfeindungen, Unterstellungen und Gepöbel. Das finde ich sehr schade, weil ich die Seite auch wegen einiger kluger Kommentatoren (<3 Olorin) sehr schätze.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gute Idee, sollte man probieren.
      Oder einfach warten bis Kovac fliegt, dann sind alle glücklich und es wird wieder auf hohem Niveau kommentiert ;-)

    2. Bin dagegen. Wozu gibt es Meinungsfreiheit, wenn man dann jedes Wort abwägen sollte?
      Beleidigende oder rechtswidrige Beiträge ghörn gelöscht – logisch. Das is aber auch des Maximum.

    3. Wenn man Worte nicht abwägt, kommt der Qualitätsverlust in den Kommentaren bei raus, der sich hier in den letzten Wochen massiv ereignet hat. Ich würde mir wünschen, dass da irgendwie gegengesteuert wird. Der Meinungsfreiheit tut das ja keinen Abbruch – kann ja jeder seinen eigenen Blog aufmachen und von oben bis unten damit vollschreiben wie doof er/sie doch die Kovac-Befürworter/Kritiker findet.

      1. Dein Vorschlag ist per se sicher nicht verkehrt, wurde sogar für wissenschaftliche Publikationen schon diskutiert. Hier ist es sicher schwer umsetzbar. Im Zweifel wird mit einem anderen Namen weitergeschrieben, das ließe sich nicht verhindern.

        Was man stattdessen machen könnte, wäre einen einfachen MSR Forumsbereich einzurichten, der solche Diskussionen unabhängig vom Blog-Beitrag zu den einzelnen Spielen etc. zulässt. Dann könnten allgemeine Diskussionspunkte (Kovac in/out etc.) entkoppelt werden.

      2. @Liza: Im Umkehrschluss kann ich dir aber entgegnen, dass du dir, sofern dir dieser Blog nimmer zusagt, einfach selber einen eröffnen kannst, bei dem du entscheidest, was gepostet werden darf und was nicht.

      3. @Marlene:
        Ich denke es war ein sachlicher Vorschlag von Liza mit dem Ziel, die Diskussion zu verbessern. Dein Argument zur Meinungsfreiheit ist einfach unpassend gewesen, da dies in keiner Weise die ‘Meinungsfreiheit’ hier beschränken würde. Zudem gilt das Recht auf Meinungsfreiheit nicht als ein gegen einen Blog gerichtetes Recht, sondern gegen den Staat. Der Blog wird von den Bloggern betrieben und die können Regeln vorgeben (zum Beispiel auch, dass nur über das Spiel diskutiert wird oder dass nicht über Politik diskutiert wird) und Beiträge löschen, die nicht den Regeln entsprechen.
        Da braucht man auch nicht mit der Empfehlung gegenzuargumentieren, dass Sie doch gehen soll, wenn es sie stört. Es war ein Verbesserungsvorschlag, von dem du natürlich halten kannst was Du willst. Finde ich wenig konstruktiv so eine Diskussion.

      4. @Frank: Sehe ich ein und gehe mit dir d’accord, ich finde bloß Beschränkungen in einem Blog ned sonderlich sinnvoll, weil es immer unterschiedliche Auffassungen davon geben wird, was sinnvoll is und was ned. Damit haben auch alle Unternehmen und größeren Gruppen, die Kanäle auf sozialen Plattformen anbieten, ihre Probleme, gleichwohl sie Teams dafür bezahlen, Trollings und andere kontraproduktive Postings zu löschen.
        Ich persönlich denke, dass man einfach darüber hinweglesen sollte, auch wenn es zweifelsohne nervig is, manche Gedanken doppelt oder gar mehrfach zu lesen. Is meiner Meinung nach gscheiter als irgendwelche Beschränkungen einzuführen.

  20. Es ist doch alles ganz einfach, konnte man sich nach dem Spiel alles anhören.

    “Das ist eben Pokal, Liverpool ist auch gegen Wolverhampton ausgeschieden und wir sind weiter”
    Der 6. der PL, der am Wochenende noch ManU geschlagen hat, ist also vergleichbar mit dem Zweitligisten Heidenheim.

    ” Nach dem 4:2 hätten wir Beton anrühren müssen!”
    Bei einer 4:2 gegen einen Zweitligisten muss der FCB also Beton anrühren.
    Die gleiche Betonfußball-Ansage gab es im letzten Jahr vor dem Spiel Frankfurt gegen S04.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der FCB ist halt jetzt ein ganz normaler Bundesligaverein geworden, mit einem normalen Trainer, und einem normalen Sportdirektor und normalem Spiel und normalen Ergebnissen.

      1. Genauso wie wir es bis Mai 2012 waren und bis auf ein paar Ausnahmen seit Juli 2016 wieder sind? Wir erleben diese Saison Verhältnisse, die den Großteil unserer Vereinsheschichte über nicht viel anders waren.

      2. Yep. Das scheint der Ein odere Andere hier aber nicht zu verkraften. …

      3. @Stiftl
        Verkraften schon, aber es ärgert halt, dass man nach Pep wieder in dieses alte Muster verfallen ist.
        Man holte einen Trainer mit Namen und Titeln ohne zu bemerken, dass er von Pep s Fußball so weit entfernt ist,
        wie Götze von Messi.
        Und als das nicht funktionierte, holte man Jupp zur Schadensbegrenzung…
        Spätestens dann hätte man aber langfristig planen müssen und mit Tuchel den Mann holen, der auf dem Silbertablett lag.
        Deutschsprechend, jung, taktisch versiert, ohne Verein, Fan von Peps Fußball…es wäre eine glorreiche Zeit angebrochen.
        Stattdessen holte man die 1c-Lösung Kovac.
        DAS ärgert und war unnötig.

        Bereits 2009 hatte ein gewisser Lahm erkannt , dass Bayern ein großes Problem hat:
        Vereine wie Manchester United oder der FC Barcelona gäben ein Spielsystem vor und würden dann gezielt dafür Spieler einkaufen. “So etwas gibt es bei uns nicht: Dass der Verein etwas vorgibt und alles darauf aufgebaut wird”, sagte Lahm.
        Mit Trainer Louis van Gaal sei man aber “auf dem richtigen Weg”.

        50.000€ Strafe musste er zahlen..Kritik mag der Uli nicht…und schon gar keine berechtigte!

      4. Schon mal den Gedanken gehabt, dass Tuchel sich diese Mannschaft vielleicht gar nicht antun wollte? (ok, der war jetzt etwas fies)

        Und ob mit ihm glorreiche Zeiten angebrochen wären? Ins CL Viertelfinale hat er es auch nicht geschafft. Wieso wird er hier eigentlich so als Heilsbringer angepriesen? Mit ihm hatte der BVB im ersten 10, im zweiten Jahr 18 Punkte Rückstand auf uns. Waren das die glorreichen Zeiten beim BVB?

      5. @Stiftl
        Etwas unfair der Vergleich.
        Da hatte Bayern ja auch nicht Kovac als Trainer sondern Pep.
        TT wäre in seiner 1. Saison mit Sicherheit Meister geworden…hatte aber eben den Besten der Welt gegen sich.
        Im 2. Jahr hat er mit dem BVB den 1. Titel seit 2012 geholt.
        Und ja, er ist gegen ManU ausgeschieden…warum, weiß wohl selbst in Manchester Niemand?
        Es geht um die Art und Weise, wie er spielen lässt.
        Es hat ein System, welches dem von Pep ähnelt und was man bei Bayern relativ problemlos hätte spielen lassen können.

      6. Wieso ist das unfair?

        Du schreibst, dass unter Tuchel glorreiche Zeiten beim FC Bayern anbrechen würden. Darunter verstehe ich mehr als eine gute erste Saison. Und damals erreichte Tuchel zwar 78 Punkte, verlor aber nur eins der beiden Spiele gegen Bayern.

        Und in der Folgesaison (da war Pep dann weg) gab es einen Sieg und eine Niederlage – trotzdem holte der BVB damals nur 64 Punkte. Was daran glorreich ist, verstehe ich nicht. Und bevor jetzt die Vermutung kommt, die niedrige Punktzahl könne mit dem Attentat auf den Mannschaftsbus am 11. April 17 zusammenhängen – danach gab es noch 6 BL Spiele mit 4 Siegen und zwei Unentschieden. Zudem den Auswärtssieg bei uns im DFB Pokalhalbfinale.

        Und was ich jetzt gar nicht gelten lasse, ist dass ein DFB Pokalsieg als Beweis für glorreiche Zeiten dienen soll. Kovac wurde letztes Jahr auch Pokalsieger und die Titel Durststrecke der Eintracht war um Einiges länger als die des BVB. Aber bei ihm wird das klein geredet.

  21. Was mich nachdenklich stimmt: Die Kovac Gegner machen alles was schlecht ist, an ihm fest. Die Vergangenheit wird dazu glorifiziert (wie ein CL HF gegen ein Real auf Augenhöhe, das diese Saison noch mehr Probleme als wir hat). Andere Gründe gibt es nicht.
    Eine Mannschaft mit vielen Spielern die ihren Zenit überschritten hat, spielt schlechter als im Jahr zuvor? Klar, die hat der Trainer nicht nur nicht besser, sondern schlechter gemacht. Das ist so einseitig – nur weil Ihr Kovac nicht leiden könnt?

    Ich bin zugegebermaßen nicht der Taktik und Spielkultur Freak. Aber: kennt Ihr Beispiele, in denen ein neuer Trainer ein Spitzenteam, dass im Wesentlichen das siebte Jahr zusammen spielt und unseren Altersschnitt hat, noch spielerisch weiter entwickelt hat? Ist das gang und gäbe?

    Das Grundproblem hier ist, dass sich hier niemand mehr den Realitäten in der Fussballwelt stellen will. Hier wird gejammert, dass keine Weltklassespieler mehr zum FCB kommen würden. Welchen Weltklasse Spieler, der diese Bezeichnung konstant verdient, haben wir denn überhaupt außerhalb der BL in den letzten sechs Jahren geholt???

    Hier wird gejammert und gejammert. Wieso wir als Erfolgsfans verschrien sind? Weil Ihr hier den Beweis antretet.

    Antwortsymbol15 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Warum denn jammern? Der FCb hat doch schon ganz andere Krisen erlebt. Der FCB hat auch schon eine Saison mit dem 10.Platz beendet nach dem Gewinn des Europapokals, der FCB hat auch schon UEFA-Cup spielen dürfen, weil es für mehr nicht gereicht hat.
      Aber das ist doch auch nicht das Problem.
      Bleibe doch bei dem heutigen Abend – da gewinnen wir mit Glück gegen den Zweitligisten Heidenheim zuhause mit 5:4. Verrücktes Spiel.
      Kommentar: “So ist eben Pokal! Liverpool ist gegen Wolverhampton auch ausgeschieden, wir sind weiter!”
      Da wird allen Ernstes der 6. der PL mit Heidenheim verglichen? Doch wohl nicht wirklich.
      “nach dem 4:2 hätten wir Beton anrühren müssen!” Bitte? Nach einer 4:2 -Führung musst du einen Zweitligisten Heidenheim eigentlich aus dem Stadion schießen – auch mit den 10 Spielern, die da auf dem Platz stehen.
      Wir reden doch hir nicht von Liverpool, Real, Barca oder auch dem BVB – wir reden von einem Heimspiel in der Arena gegen Heidenheim!
      Da kann ich doch nicht allen Ernstes solche Vergleiche ziehen.
      Den Betonspruch hat man letzte Saison schon vor dem Spil Frankfurt gegen S04 im Pokqal gehört – da stand S04 mit ganz oben in der Tabelle – aber in der 1.Liga.
      Wir reden nicht von Europa oder von Spitzenmannschaftten in der CL – sondern vom Tagesgeschäft!
      Von Mannschaften im Pokal, wie Rödinghausen oder Heidenheim. von Mannschaften wie Augsburg, Freiburg und auch Düsseldorf, die auch etatmäßig ewig weit vom FCB entfernt sind – und welchen Anspruch ein FCB dort eigentlich als Selbstverständlichkeit haben muss.
      Und wenn man sich dann auch noch von eigentlich überzeugten FCB-Hassern und Frankfurt-Fans im täglichen Leben bemitleiden lassen muss, nach dem Motto: “das hat nicht einmal der FCB verdient? Schaut sich bei Euch eigentlich keiner die Leute an, die ihr verpflichtet? Das hätten wir euch vorher sagen könne, abr ihr habt uns ja nicht gefragt.” – dann ist das schon böse.
      Aber wir können es sowieso nicht ändern, die Vereinsführung verpflichtet, entläßt sowieso ohne uns zu fragen.

      1. Naja es sah in der zweiten HZ doch auch so aus, als würde man Heidenheim aus dem Stadion schießen und dann kam Hummels. Auch Ulreich darf mal nen Ball halten.

      2. Achtung!! Kritik an Spielern ist sehr gefährlich.

    2. Trainer, der eine seit 7 Jahren zusammenspielende Mannschaft besser gemacht hat:
      Zidane und Real. Viele der Spieler die in den letzten Jahren 3 Mal hintereinander die CL gewonnen haben waren schon in den Duellen 2012 dabei. Absolut mit uns vergleichbar, wobei wie von mir weiter oben schon erwähnt die absoluten Schlüsselspieler Reals (Ramos, Modric, Ronaldo) zu jedem Zeitpunkt dieser Ära älter waren als unsere Spieler, die heute schon seit Jahren ihren Höhepunkt hinter sich haben.

      1. Zugänge Real (nur die Wichtigsten)
        2012/13; Luca Modric
        2013/14: Bale, Isco, Casemiro, Morata, Nacho, Carvajal
        2014/15: Navas, Kroos, Danilo
        2015/16: Asensio

        Aufstellung CL Finale 2016
        Keylor Navas (2014) – Dani Carvajal (2014) (52. Danilo (2015)), Sergio Ramos , Pepe, Marcelo – Toni Kroos (2014) (72. Isco (2013)), Casemiro (2014), Luka Modrić (2012) – Gareth Bale (2013), Karim Benzema (77. Lucas Vázquez (2015)), Cristiano Ronaldo

        Macht für mich in der Startelf sechs neue Spieler gegenüber der Saison 2011/12 sowie drei neue Einwechselspieler.

        Hast Du ein besseres Beispiel?

    3. @Wohlfarth:
      “Achtung!! Kritik an Spielern ist sehr gefährlich.”

      Spox:
      “Jerome Boateng lädt nach Dortmund-Spiel ins Münchner P1
      Am Samstagabend will Boateng das Erscheinen der zweiten Ausgabe seines Magazins “BOA” feiern und sich zugleich bei Familie, Freunden und Bekannten für die stete Unterstützung bedanken. Unter anderem wird der umstrittene Rapper Capital Bra erwartet.”

      Vorm vielleicht wichtigsten Spiel der Saison spielt er noch den Partyplaner.

      In der Länderspielpause reist er dann mal eben nach Dubai.
      Das ist doch einfach nicht professionell.

      Aber wahrscheinlich auch Kovacs Schuld.

      1. Boateng dafür zu kritisieren ist einfach nur unter aller Kanone. Das ist nur Polemik.

        Da ist eine Mannschaft voller Weltklasse Leute, Weltmeister sogar, die unfassbar viel gewonnen haben. Dann kommt ein Trainer der praktisch noch nichts bewiesen hat. Dann eine Saison, die enorme taktische Defizite aufzeigt. Ich vermute dass weite Teile der Mannschaft den Trainer gar nicht ernst nehmen.

      2. @Sendlinger:
        –“Boateng dafür zu kritisieren ist einfach nur unter aller Kanone. Das ist nur Polemik.”

        Boateng dafür zu kritisieren, dass er keine professionelle Einstellung an den Tag legt ist unter aller Kanone? Warum?

        –“Da ist eine Mannschaft voller Weltklasse Leute, Weltmeister sogar, die unfassbar viel gewonnen haben.”

        Vor wie vielen Jahren sind die denn Weltmeister geworden?
        Mit der Argumentation lass uns doch Lizarazu und Beckenbauer nochmal aufstellen.
        Haben unfassbar viel gewonnen.

      3. Muhahahahahahahahahahahahaha.
        Sagt der, dessen zweiter Vorname Polemik lautet.
        Ich glaub ich krieg dieses Grinsen den ganzen Tag nicht mehr aus dem Gesicht :-)

    4. Lahm Dante Basti Kroos Mandz Xavi
      Dazu weder Neuer Alaba Javi Rob auf dem Platz, Rib 24 Min .
      Hungrig sollten Ulreich Kimmich Goretzka Coman Gnabry Suele Thiago sein….

      Rafinha Boa MH James haben sich doch schon geistig verabschiedet….

      Kovac erinnert an Moyes bei MUFC der aehnlich veranlagt war.
      Durch und durch defensiv denkender Trainer der mit Everton so gespielt hat wie Kovac mit SGE.
      Dann sollten Sie Champions trainieren und führen. Solche Spieler merken sehr schnell ob der Trainer der von ihnen steht ein Konzept hat oder nicht, ob er coachen kann oder nicht.
      MUFC hat den Fehler gemacht dem Moyes heute Spieler einzukaufen und ihm dem Umbruch anvertraut.
      Resultat bekannt.
      Letztlich kam LVG der trotz einigen Chaos doch Strukturen reingebracht hat von dem Solskjaer heute profitiert. Viele eigene junge Spieler eingebaut wie Rashford etc.
      Dazu hat er junge zugekaufte Spieler die unter Mourinho ueberhaupt nicht zum Zuge kamen spielen lassen.
      Der nobody Solskjaer die MUDC DNA wiederbelebt und konsequent die Spieler aussortiert die diesen Weg nicht gehen koennen oder wollen.

      Kovac wird mit den neuen Spielern genauso wenig umgehen koennen wie mit Kimmich Goretzka Sanches Suele Coman Gnabry Davies etc etc.

      Kann Kovac bewirken was ein LVG oder Solskjaer bewirken?(von Jupp oder Pep kann zu schweigrn).

      Was aber ein Solskjaer bei MUFC bewirkt hat auch ein tenHag bei Ajax bewirkt.

      Erfrischenden attraktiven Offensivfussball mit guten Ergebnissen.

      MUFC hat quasi 5 Jahre verschenkt
      Hoffentlich gehen wir nicht einen ähnlichen Weg.

    5. Mal grundsätzlich und weil das oben für Real benannt wurden ist: auch wir spielen nicht das siebte Jahr in Folge so zusammen.
      Aus dem Team von 2012/13 sind nur noch acht Spieler (38%) da,
      davon Stammspieler: Neuer, Alaba, Müller
      eingeschränkt: Ribery, Robben, Boateng, Martinez
      Ersatz: Rafinha

      Von den anderen kamen (also dem Zeitpunkt, an dem sie dann auch spielen konnten):
      2018/19: Goretzka, Davies, Gnabry
      2017/18: Süle, Tolisso, James
      2016/17: Hummels, Sanches
      2015/16: Ulreich, Kimmich, Coman
      2014/15: Lewandowski
      1013/14: Thiago
      Ebenfalls acht Spieler (38%) sind also maximal in ihrem dritten Jahr. Den strukturellen großen Unterschied zu Real kann ich da nicht so erkennen…

      1. Von den acht die nur noch da sind, spielten zuletzt bis auf Robben alle regelmäßig. Und wenn Du 2012/13 beginnst, dann spielen diese Acht mehr oder weniger als Stammspieler das achte Jahr miteinander.

        Und weder ein Ancelotti noch ein Heynckes haben das Team im sechsten bzw. siebten Jaht taktisch verbessert. Und nun soll Kovac das im achten Jahr wuppen? Arme Sau.

      2. “Und weder ein Ancelotti noch ein Heynckes haben das Team im sechsten bzw. siebten Jaht taktisch verbessert.”
        Den Wechsel von Ancelotti zu Heynckes verpasst? Wenn das kein Unterschied war, dann weiß ich auch nicht.

        “Von den acht die nur noch da sind, spielten zuletzt bis auf Robben alle regelmäßig. ”
        Definiere regelmäßig. Für mich sind das Stammspieler (=Top10 mit den meisten Spielminuten). Das waren
        2018/19 Neuer, Alaba, Müller und Boateng
        2017/18 Müller, Martinez, Alaba und Boateng
        2016/17 Alaba, Neuer, Müller und Martinez
        2015/16 Neuer, Alaba und Müller
        2014/15 Neuer, Boateng, Müller, Rafinha, Alaba

        Von den acht spielten maximal 4 gleichzeitig. Also klar haben wir eine gewissen Kontinuität, aber die ist bei weitem nicht so hoch wie Du behauptest.

      3. “Von den acht spielten maximal 4 gleichzeitig.”

        Das halte ich jetzt schon für ein Gerücht ;-)

        Die Spielminuten Top 10 halte ich jetzt für interessant, aber nicht der Weisheit letzter Schluß, weil wichtige Spieler auch mal geschont werden.

        Nimm das Rückspiel gegen Liverpool. Da standen mit Neuer, Rafinha, Alaba, Martinez und Ribery 5 CL Sieger in der Startformation. Wäre Müller nicht gesperrt gewesen -> Nummer 6.

        Dazu mit Thiago (der das sechste Jahr dabei ist) und Lewa (das fünfte Jahr) nochmal zwei dazu. Das erscheint mir doch schon sehr kontinuitiv :-)
        Und das hatten wir meines Wissens seit den 70gern nicht mehr, dass ein Kern solange eine wesentliche Rolle spielt. Und die 70ger haben am Ende unter hervorragenden Trainern im Übrigen in der Bundesliga abgeschenkt und konnten sich nur noch für den damaligen Landesmeister Cup begeistern.

        Für das, wie lange die Truppe bereits zusammen ist, liefert sie immer noch ordentliche Leistungen und manchmal Highlights ab. Aber es wird allerhöchste Zeit für eine Kaderauffrischung – insbesondere im Hinblick auf Geschwindigkeit.

      4. ok “vier gleichzeitig” war natürlich Käse – waren maximal 4 gleichzeitig Teil der Top10.

        Die “Top10-Idee” zeigt ja vor allem: in den einzelnen Jahren gab es eben jeweils 6 andere Spieler, die mittlerweile woanders spielen oder aufgehört haben. Ja, es gibt einen Kern, aber zugleich ist es eben nicht so, dass da seit 7 Jahren mehr oder weniger die gleiche Mannschaft auf dem Platz steht.

        Dass es die starke Kontinuität gibt, hat ja mit dem FCB-Weg zu tun (verdiente Spieler usw. – Ribery oder Robben wären bei anderen europäischen Spitzenklubs nie solange dabei gewesen), aber eben auch etwas mit der durchwachsenen Transferpolitik.
        Schaut man das sich mal so an:
        13/14 Thiago hat es geschafft vs. Götze, Kirchhoff + 3 Jugendspieler letztlich nicht
        14/15 Lewandowski vs. Benatia, Bernat, Reina, Kurt, Rode, +2 Jugendspieler [Alonso war ein Treffer, konnte aber altersbedingt nur eine gewisse Zeit helfen]
        15/16 Kimmich, Coman (Ulreich) vs. Vidal, Costa, Tasci
        16/17 Hummels vs. Sanches + 2 Jugendspieler
        17/18 über Tolisso, Süle und James kann man streiten (bzw. weiß es noch nicht) vs. Rudy
        18/19 Goretzka und Davies muss man noch abwarten

        Wenn sich über so viele Jahre nur 5-7 Spieler dauerhaft durchsetzen (und Hummels muss man vielleicht ja auch wieder streichen) dann ist die Kontinuität ziemlich aus der Not geboren – wie eben auch gegen Liverpool: Neuer, Alaba, Martinez ok, aber Rafinha und Ribery drüften unter normalen Umständen doch nicht mehr ersthaft Optionen sein. Und Martinez leider auch nur noch halb. Sind inkl. Müller 3-4.

        Wir können es jetzt aber auch gut sein lassen.

  22. Mir fällt zusehend auf, dass Kovac immer unverholener die Mannschaft kritisert.

    Floskeln wie “darf nicht passieren”, “ärgert mich”, “haben wir anders besprochen” sind kein gutes Zeichen. Zum einen erweckt das den Eindruck, die Mannschaft hört nicht auf den Trainer. Zum zweiten sind das oftmals die ersten Anzeichen, dass dem Trainer nichts mehr einfällt. Auch wenn er im Kern natürlich recht hat – Spitzentrainer machen solche Fundamentalkritik meist sehr dosiert. Artet das im Dauerzustand aus – und darauf läuft es gerade hinaus – geht das nicht lange gut.

    Ich sage das auch deswegen, weil ich Kovac bis vor Kurzem eigentlich stets für seine Neutralität und Sachlichkeit bewundert habe, auch wenn ihm der Gegenwind voll ins Gesicht blies. Inzwischen scheint es ihm auch völlig egal.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vielleicht liest er hier mit und ist wegen der Kritik genervt ;-)

      Im Ernst – ich denke das hängt mit dem Ausscheiden gegen Liverpool zusammen, seit dem die Kritiker sich mehr gemeldet haben. Siehe auch das Interview heute in der Sportbild, wo er versucht, sich gegen seiner Meinung nach unfaire Vorwürfe zu rechtfertigen. Spiele wie gegen Freiburg und das heute tragen dann auch nicht dazu bei, dass er weniger dünnhäutig reagiert.

    2. Das hat er im Prinzip schon die ganze Saison so gemacht aber er macht es immer häufiger, da hast du recht. Zu seiner nicht gerade brillianten Taktik wird er so Stück für Stück die Mannschaft verlieren, hoffentlich ist der Albtraum mit Kovac als Bayerntrainer bald vorbei.

      1. Ich hab schon seit vielen Monaten das Gefühl, dass er weite Teile der Mannschaft verloren hat. Der Instagram-post von Lisa Müller hat die Augen geöffnet total.

      2. Total subjektiv – und das basiert auf dem, was man als Anhänger im TV und auf dem Platz sieht – haben Teile der Mannschaft nicht so “Bock” auf Kovac.

        Jetzt könnte man einen Spekulatius draufsetzen und sagen: sind das nur die alten, die ohnehin aussortiert werden?
        Oder liegt das in der Tat daran, dass er vielleicht schlichtweg zu wenig professionell arbeitet.

        Fest steht: Mit dem von Hönigstein zitierten Frankfurter “Hero-Fußball” wird mit Sicherheit ein Großteil des Teams nicht abzuholen sein. Und auch ein Hernandez wird sich umschauen, wenn er in seiner ersten Spielbesprechung von Kovac hört: Die Abwehrreihe muss kämpfen, beißen und nach 90 Minuten die Null stehen.

        Gleichzeitig hat in der überwiegenden Anzahl der Spiele Einsatz und Wille gestimmt. Viele Partien konnten gedreht werden. Es war meist mangelnde Taktik, die oft klare Spiele unnötig knapp machte bzw. zu unnötigen Niederlagen führte.

        Es ist ein bisschen sonderbar.

    3. Das hat Kovac schon in Frankfurt gemacht, wenn es nicht lief. Und es hat mich damals schon gestört.

  23. Okay Leute jetzt mal unabhängig davon, dass wir gegen einen Zweitligisten gespielt habe, dem Taktikkram, den ganzen Analysen, den Trainerdiskussionem und der Frage nach der Zukunft dieser Mannschaft und dieses Vereins:

    War das nicht auch einfach, das geilste und krasseste Fußballspiel was ihr seit langer Zeit gesehen habt? :D

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nein. Solche Defensivleistungen gegen einen Zweitligisten machen mich derart nervös, das geht gar nicht. Wenn es Dortmund gewesen wäre…

    2. Es ist tatsaechlich ein geiles Spiel gewesen, aber aus FCB-Fan-Sicht sehr beängstigend/frustrierend zu sehen, wie weit unten der Club angekommen ist.

    3. @Peacemaker: Na!

  24. „Da müssen wir Beton anrühren und das Ding über die Zeit schaukeln …“
    Niko Kovac im Sky-Interview. Das ist also der Anspruch des Cheftrainers des FC Bayern München im April 2019.
    Es ist einfach nur noch peinlich.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Frage ist dann ja, warum wir nach dem 4:2 nicht wieder auf eine 4er-Kette umstellen? Gnabry oder Goretzka hätte man dann nach hinten ziehen können.

      1. Weil KOvac kein Ingame-Coaching kann.

  25. Ich möchte mal einen anderen Aspekt als den Trainer einbringen. Meiner Meinung nach stimmt die Teamhierarchie nicht mehr. Es fehlen einfach anerkannte Führungsspieler, die die Sache an sich reißen wenn es kritisch wird. Kein Xabi, kein Lahm, kein Vidal. Müller, Neuer und Hummels mehr mit sich selbst beschäftigt, kimmich noch zu grün. Von den Herren Thiago, James und Goretzka ist in dieser Hinsicht nichts zu erwarten. Wenn es eng wird in einem Spuel brauchst du einfach zwei drei Leute, an denen sich die anderen orientieren können und das fehlt mir momentan total bei uns. Das wäre mittelfristig Aufgabe des Trainers, eine solche Hierarchie zu etablieren. Wenn er es kann und man ihn lässt.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das wäre sehr hilfreich. Eine solche Hierarchie bildet sich m.E. auf zwei Wegen heraus: spielerische Leistung und Charakter. Nur wenn ein Spieler in wichtigen Spielen gute Leistung bringt, kann er eine solche Führungsrolle beanspruchen bzw. ausfüllen. Und er muss der Typ dafür sein, in wichtigen Spielen dann auch die anderen mitzunehmen. Bei Goretzka bin ich mir noch nicht sicher, ob er das nicht doch schafft. Kimmich ist sicherlich ein Typ dafür. Tolisso muss man mal sehen. Aber vielleicht wäre genau so eine Verpflichtung in Sommer dringend notwendig, damit sie jungen Spieler zwischen 21 und 24 das nicht schon jetzt ausfüllen müssen.

    2. Das bin ich ganz bei dir. Das scheint mir ein großes Problem zu sein.
      Obwohl ich sagen muss, dass gestern nach der Halbzeit einige das Heft in die Hand genommen haben. Müller, Goretzka, Gnabry und auch Kimmich haben zwar dann auch noch nicht richtig gut gespielt, haben aber zumindest den Eindriuck erweckt “wir haben zwar jetzt eine Halbzeit scheiße gespielt, liegen hinten, sind nur 10 Mann, aber so gehen wir hier nicht raus, das drehen wir noch, zumindest probieren wir alles”
      Wie schwer es ist, den Schalter von “das schaukeln wir heute locker nach Hause” zu “verdammt, wir müssen was machen” umzulegen, weiß jeder, der selbst mal gekickt hat. Manche Spieler können es, viele nicht. Beispielhaft dafür war gestern Thiago. Von Beginn an eben diese “wird ein lockeres Spiel, da probier ich mal ein paar Außenristbälle”-Einstellung, hat er sich in der zweiten Halbzeit zusammengerissen, richtig reingekommen ist er trotzdem nie. Hummels ist der Gleiche, wenn der nicht von Anfang an voll fokussiert ist, dann wird das auch nix mehr.
      Irgendwie weiß das zwar jeder, aber es passiert trotzdem immer wieder. Sonst würden ja immer die höherklassigen Mannschaften weiterkommen.

  26. Zu beurteilen, ob Kovac Spieler schlechter/besser gemacht hat, finde ich schwierig. Neben den Dingen, die ein Trainer bewirken kann, gibt es einfach viel zu viele Einflussfaktoren, die hierbei eine Rolle spielen können. Seien es Nebenschauplätze oder auch Vertrauensentzug des Nationaltrainers etc.
    Aber den Vorwurf des mangelhaften bis nicht-existenten Ingame-Coachings muss er sich imho schon gefallen lassen. Die vermeintlichen Umstellungen gestern waren doch nichts anderes als eine Umstellung zurück zu Standardformation/-personal. Das zitierte “Beton anrühren” kann man auch als Trainer anordnen, insbesondere wenn man den Eindruck hat die Spieler kommen nicht von selbst auf diese Idee!? Hier muss er sich deutlich steigern.

    Hätten wir verloren, hätte keiner über die positiven Dinge gesprochen, daher finde ich den sehr kritischen Ton des Artikels gut und wichtig.

    Dem Kommentar von wohlfarth kann ich mich nur anschließen. Gestern waren zum Teil Arroganz/Leichtfertigkeit, fehlendes Vermögen (was erlaube Hummels?!), aber auch ne Menge Mentalität im Spiel.

    > Müller <3
    Für mich nach wie vor gesetzt, insbesondere mit Lewy.

  27. Ich weiß gar nicht so wirklich, was ich zu diesem Spiel sagen soll! Was ich aber sich weiß: Ich bin gestern um Jahre gealtert. Beim Stand von 4-4 und der Riesenchance von Heidenheim auf 4-5 zu stellen, war mein Puls auf 180+, was sogar meine Freundin, die neben mir saß, bemerkte: “Ganz ruhig, du kollabierst ja gleich!”
    Zum Glück dufte/konnte Ulreich sich in der Situation wenigstens EINMAL auszeichnen. Denn sonst war es ja wie immer: Gefühlt jeder Torschuss des Gegners zappelt im Netz!! Beleg dafür:

    https://www.wahretabelle.de/statistik/chancen

    Kein Team der oberen Tabellenhälfte hat eine schlechtere Quote “zugelassen Torschüsse / Gegentore”.

    Unerklärlich auch, wie man nach dem Anschlusstreffer zum 3-4 wieder ins Schwimmen geriet und nur noch durch Unsouveräniät glänzte. So leid es mir tut, aber vielleicht sollte man neben Boateng auch Hummels abgeben, wenn die beiden es nicht mal mehr schaffen gegen einen Zweitligisten richtig zu stehen!!
    Wie soll das mit dieser Abwehr gegen Reus, Sancho und Co. zu einem Sieg reichen? Hoffen wir mal, dass die Jungs sich wieder zusammenreißen können und defensiv so agieren wie in Liverpool, aber gleichzeitig offensiv mehr kommt als an der Anfield Road!
    Einen Funken Hoffnung macht zumindest, dass der BVB die letzten Spiele auch nicht unbedingt zu überzeugen wusste und vielmehr mit dem früheren Bayern-Dusel die Punkte einstrich.

    Gestern stimmten IMO nur die Moral und der Wille, das Ding noch zu drehen sowie die Leistung von Gnabry! Der Junge macht wirklich Freude!

    Also Jungs, jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass Alaba bis Samstag wieder fit ist und sich keiner mehr verletzt (Comann, James…) …

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Als Fan, der (ähnlich wie Tom) gestern Abend von einer Bluthochdruckkrise in die nächste schlitterte, denkt man doch, dass nach solch einem Pokalspiel, wo man aufgrund von Abwehr-, Stellungs- und Konzentrationsfehlern selbst gegen einen Zweitligisten zuhause vier Tore kassiert hat, die Verantwortlichen eine knallharte Aufarbeitung und Analyse durchführen würden.

      Damit man aus diesen ja wahrlich nicht zum ersten Mal aufgetretenen Fehlern lernt und sie in Zukunft (gegen stärkere Gegner wie z.B. den BVB am Samstag) tunlichst vermeidet…

      Stattdessen lese ich im Internet-Auftritt der “Abendzeitung” soeben Folgendes:

      “Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte zur Partie nicht viel sagen:
      `Das Spiel möchte ich jetzt nicht analysieren, weil man so ein Spiel nicht analysieren kann und auch nicht sollte.
      Wir sind weiter gekommen, das ist das Positive, alles andere gilt es schnell zu vergessen und zu löschen…´”.

      ??????????????????????????????????????

      MONDRIAN

  28. Chaotisch Panisch Fragwuerdig
    Fiebertraum.

    Besser kann man es nicht kurz und knapp formulieren.
    Man spielt eben immer nur so gut wie es der Gegner erlaubt.

  29. Stefan Johannesberg Seite 04.04.2019 - 09:48

    Normales Spiel, wenn man sich die Saison anschaut. Oder warum sollten wir auf einmal mit zehn Mann die Stärken haben, die wir auch mit elf Mann gegen andere nicht hatten? Es wird nicht besser werden, wir können nur mit Glück das Double holen oder mit Pech nix. Trotzdem sollte man Kovac eine zweite Amtszeit gönnen (Edit: ich habe ihn auch ohne kritisiert und ich mag seine Art nicht). Es ist doch beschissen, einem jungen Coach nach einer WM in einem harten Umfeld eine solche Umbruchstruppe mit mehr Löchern als Jeans in den 80ern hinzustellen, bewusst tief zu stapeln und dann, wenn es eben nicht so läuft, den Coach zu entlassen. Stell Kovac ne neue und erweiterte Truppe hin, wo er Strukturen, Hierarchien und Systeme selbst bestimmen kann. Dann wird abgerechnet. Bommel oder Ten Haag kannste immer noch holen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dann haste aber ne Truppe, die Kovacmit geholt hat und die der Neue Evtl. gar nicht brauchen kann..und dann fängt man wieder bei Null an.
      Allein mit der Aussage, „ man hätte nach dem 4:2 Beton anämischen müssen“ hat sich Kovac dermaßen disqualifiziert.
      Es spielt der FC Bayern gegen einen 2.-Ligisten und kann es nicht spielerisch lösen?
      10 Mann hin oder her…lass den Gegner laufen, lass den Ball laufen ..Take the ball pass the ball…so einfach wäre das, wenn man nicht jeden Spieler schlechter gemacht hätte in den letzten Jahren und ein funktionierendes System abgeschafft hätte.
      Kovac ist das Opfer…die Täter sitzen auf der Tribüne.

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 04.04.2019 - 16:40

        Ich habe nicht das Gefühl, dass Kovac einen Einfluss auf die neuen Spieler hat. Bisher passen geholte wie auch diskutierte Spieler in viele Systeme. Du hast ja immernoch einen bzw. den festen Kern, nur halt besser, weil schneller und jünger. Ich freue mich auf eine Aufstellung wie Neuer – Pavard Süle Hernandez – Kimmich Tolisso Thiago Alaba – Müller Lewandowski Gnabry + Optionen von der Bank wie Goretzka, Coman etc. Gib Kovac neue Spieler und Zeit für eine 3er Kette, dann wird abgerechnet. Zumal er ja noch immer d as Double holen kann, was ziemlich krass wäre nach einer solchen Saison mit einer solchen instabilen, gesättigten Altherrentruppe ohne Sommervorbereitung.

  30. […] 5:4 – Kampf und Krampf gegen Liga Zwei | Tobi […]

  31. Der Heidenheimtrainer ist Frank Schmidt, von daher ist das Ergebnis kein Zufall, weil Schmidt genau das auszeichnet, was ein guter Trainer heute machen muss. Auch auf Zweitliga-Niveau hat dieser Mann einen Plan A, Plan B und ein Ingame-Coaching. Und er weiß mit Sicherheit um die eklatanten Schwächen im momentanen Bayernspiel. Und seine Mannschaften setzen auch genau das um, da weiß jeder, was er zu tun hat. So einen Trainer haben wir wiederum momentan nicht.

    Und zu Kovac:
    Warten wir mal ab: Vergeigt er Meisterschaft und Pokal, obwohl der FCB vor zwei Wochen noch auf der PolePosition stand, sollte man jemand anders suchen. Aber wie gesagt; warten wir die nächsten 3, 4 Wochen der Wahrheit, die entscheidenden in jeder Saison noch mal ab, bevor wir abschließend urteilen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ja, kann man mal erwähnen. Ich halte Frank Schmidt auch für einen Top-Trainer, der weithin unterschätzt wird.
      Ich kann immer noch kaum glauben, dass der noch in der BL gelandet ist.

  32. Kontra Kovac:
    – Mannschaft hat sich taktisch nicht weiterentwickelt, bzw. sogar verschlechtert
    – Hat keinen Spieler besser gemacht
    – Jugend nicht gefördert / Umbruch unterstützt
    – Außendarstellung ist nicht Bayern-like, redet den Verein und die Mannschaft aus Selbstschutz in Interviews und PKs klein
    – Sucht Fehler selten bei sich selbst, sondern immer bei Faktoren die er ja nicht kontrollieren könne (Gegner war sehr stark / haben Pech im Spiel gehabt / Spieler haben zu viele Fehler gemacht wie z.B. Ordnung und Disziplin nicht gehalten)
    – Reaktionszeit bzgl. In-Game Coaching deutlich zu langsam / Er stellt bei Umstellungen des Gegners entweder gar nicht um oder viel zu spät

    Pro Kovac
    – Ist ein junger Trainer und darf dementsprechend noch Fehler machen um zu lernen. Hat nämlich im Gegensatz zu Jupp, Guardiola, Ancelotti und Louis van Gaal noch nie die Champions League gewonnen bevor er zu uns kam.
    – Für den viel zu spät angegangenen Umbruch kann er nichts
    – Viele bisherige Leistungsträger haben ihren Leistungszenit überschritten, können aber dennoch nicht gleichwertig ersetzt werden
    – Die Mannschaft steht überzeugt hinter ihm und “kämpft für ihn”, auf und neben dem Platz
    – Verliert selbst unter größtem Druck nicht Kontrolle über sich oder die Mannschaft, manövrierte sich – als er schon von den Medien entlassen war und auch Hoeneß nicht weiterwusste – aus der Krise heraus

    Hab ich was vergessen? Wie auch immer, wenn ich diese Punkte zusammenrechne komme ich zu dem Schluss, dass wir von Kovac mehr erwarten als er aktuell leisten kann und dass die Mannschaft bei weitem nicht mehr so stark ist wie sie es sein sollte. Gibt man einem jungen Kovac nun Zeit wie einem jungen, talentierten Fußballer? Darf er überhaupt Fehler machen? Mir fällt jedenfalls, dass wenn wir Unentschieden spielen oder verlieren, fast immer Kovac Schuld ist, aber wenn wir gewinnen dann hat die individuelle Klasse gerade noch so seinen Job gerettet. Man ist mit Kovac bewusst ein großes Risiko eingegangen als man einen jungen Trainer mit Stallgeruch holte, wieso sollte man dieses Experiment nun auf halber Strecke abbrechen und ihn entlassen? Wäre es nicht konstruktiver wenn sich Uli, Kalle, Jupp und der Peter Hermann an einen Tisch setzen und Dinge kritisieren und besprechen was man in der nächsten Saison besser machen muss? Leider denke ich, dass vieles vom Spiel am Samstag und somit von der Meisterschaft abhängt. Verlieren wir am Samstag und schenken die Meisterschaft her, wird es für Kovac verdammt eng werden. Holen wir die Meisterschaft doch noch, sind wir zumindest nicht titellos, auch wenn die Probleme weiterhin bestehen bleiben.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @FR7: Guter und sachlicher Ansatzpunkt für eine Diskussion.

      Man muss die Liste m.E. etwas anders führen, da viele pro Kovac Punkte keine wirklichen Pros sind. Es spricht nicht für Kovac dass er jung ist. Sondern nur nicht gegen ihn, man muss daher die Kritik an ihm entsprechend relativieren. Quasi ein Kontra-Kontra oder neutral (kann man diskutieren).
      Ich habe daher mal etwas umgestellt und ein paar Anmerkungen gemacht (Natürlich nicht bei den Kontras, das darf die Pro-Kovac-Fraktion machen):

      Kontra Kovac:
      – Mannschaft hat sich taktisch nicht weiterentwickelt, bzw. sogar verschlechtert
      – Hat keinen Spieler besser gemacht
      – Jugend nicht gefördert / Umbruch unterstützt
      – Außendarstellung ist nicht Bayern-like, redet den Verein und die Mannschaft aus Selbstschutz in Interviews und PKs klein
      – Sucht Fehler selten bei sich selbst, sondern immer bei Faktoren die er ja nicht kontrollieren könne (Gegner war sehr stark / haben Pech im Spiel gehabt / Spieler haben zu viele Fehler gemacht wie z.B. Ordnung und Disziplin nicht gehalten)
      – Reaktionszeit bzgl. In-Game Coaching deutlich zu langsam / Er stellt bei Umstellungen des Gegners entweder gar nicht um oder viel zu spät

      Kontra-Kontra-Kovac / Neutral:
      – Ist ein junger Trainer und darf dementsprechend noch Fehler machen um zu lernen. Hat nämlich im Gegensatz zu Jupp, Guardiola, Ancelotti und Louis van Gaal noch nie die Champions League gewonnen bevor er zu uns kam.
      – Für den viel zu spät angegangenen Umbruch kann er nichts
      (Anmerkung: Vor der Saison hat er meine ich gesagt, dass Team ist gut, er braucht keinen. Wie sehr dass von der Vereinsführung vorgegeben war wissen wir natürlich nicht. Aber als Trainer hat er natürlich schon irgendwie ein Wort mitzureden. Es ist m.E. auch seine Pflicht, sich da einzubringen und klarzumachen, wie/ob er mit der Mannschaft erfolgreich sein kann. Jetzt zu sagen, das Team ist nicht gut genug ist schon sehr kritisch)
      – Viele bisherige Leistungsträger haben ihren Leistungszenit überschritten, können aber dennoch nicht gleichwertig ersetzt werden
      (Anmerkung: Um doch ein kleines Pro anzufügen: Man kann argumentieren, dass er es schafft mit dem Team dennoch noch um die Meisterschaft mitzuspielen. Aber ob das unseren Ansprüchen genügt, finde ich sehr diskutabel. Unter Jupp, wie oben diskutiert, hat man noch mit dem späteren ChampionsLeague Sieger (inkl. Ronaldo und Zidane als Trainer) mitgehalten. Da wäre vom gleichen Team eigentlich mehr zu erwarten als die momentanen Leistungen)

      Bleibt Pro Kovac:
      – Die Mannschaft steht überzeugt hinter ihm und “kämpft für ihn”, auf und neben dem Platz
      (Anmerkung: Wie überzeugt sie hinter ihm stehen ist doch sehr fraglich. Zumindest keine/weniger offene Kritik mehr als im Herbst)
      – Verliert selbst unter größtem Druck nicht Kontrolle über sich oder die Mannschaft, manövrierte sich – als er schon von den Medien entlassen war und auch Hoeneß nicht weiterwusste – aus der Krise heraus
      (Anmerkung: Ich finde die aktuelle Entwicklung mit der zunehmenden/fortwährenden Kritik an den Spielern und der Mannschaft schon ein Problem. Er steht erneut unter Druck und das führt zu sehr sehr kritischen Kommentaren)

      1. “– Hat keinen Spieler besser gemacht”

        Gnabry?

        “– Jugend nicht gefördert / Umbruch unterstützt”

        Ist sicherlich auch nicht die günstigste Ausgangslage um jetzt zum größten Förderer der Jugend zu werden, aber Alphonso Davies ist mit 18 Jahren der jüngste Torschütze des FCB seit 1999.

      2. Das Argument “keinen jungen Spieler besser gemacht” ist wirklich komplex.

        a) Wie soll man das messen/bewerten? Gnabrys Scorerwerte haben sich nicht groß verändert (im Vergleich zu Hoppenheim sogar leicht verschlechtert). Wo er sich nach wie vor verbessern muss, ist beim Spiel mit dem Rücken zum Tor, in engen Räumen, im unterstützenden/spielmachenden Passspiel. Hat er sich da verbessert? Kann schon sein – kann aber auch nicht sein. Wie will man das messen, ohne eine tiefgreifende Analyse? Das Einzige, was sich bei ihm definitiv verbessert hat, ist seine Haarfarbe.

        b) Wen/was soll er denn verbessern? Süles langes Passspiel? Also, ich stand noch nie auf einem Profi-Trainingsplatz. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Aufgabe eines Cheftrainers sein kann, stundenlang mit einem Einzelnen Diagonalbälle zu üben. Coman? Ist schon Weltklasse, wenn er mal gesund und im Rhytmus ist. Goretzka? Ist a) mittlerweile auch schon 24 und wird daher keine riesigen Sprünge mehr machen und pendelt b) zwischen Spielfeld und Reha. Wann soll man mit dem noch Qualitäts-Training betreiben? Kimmich ist ebenfalls bereits Weltklasse, da kann man nur Nuancen verbessern, die wir Außenstehenden gar nicht bemerken. Dass er durch die Spitzen-Kaderplanung und dank Jogis Jobrettung hoffnungslos überspielt ist, kommt ja noch dazu. Davies ist 18 und kommt frisch aus Kanada, im eigenen Nachwuchs drängt sich keiner auf.

        Was natürlich stimmt, ist, dass ein Trainer durch seine Trainingsformen das taktische Verständnis der Spieler verbessern kann, ihre Handlungsschnelligkeit, ihr Lösungsrepertoire, ihren ersten Kontakt, auch ohne dabei mit jedem spezifisch arbeiten zu müssen. Da ist tatsächlich verdammt wenig zu sehen. Aber da sind wir auch bei Henne und Ei – bei wenigen entwicklungsfähigen Spielern, gesundheitlichen Problemen, Ergebniszwang.

        Was Kovac aus meiner Sicht vorzuwerfen ist, ist die mangelnde mannschaftstaktische Umsetzung seiner Strategie. Zu viel Schema-F, zu viel Pragmatismus/zu viele Alibientscheidungen. Dass er nicht in der Lage ist, die Mannschaft stärker als die Summe ihrer Einzelteile zu machen. Und er nicht mal den Versuch unternimmt, in der Mannschaft steckende Potentiale in sein System einzubinden. Wir sind der einzige Verein auf der Welt, der dermaßen komplette Außenverteidiger auf beiden Seiten des Feldes aufbieten kann; die sowohl in der ersten Linie das Spiel aufbauen, als auch im Mittelfeld spielmachend wirken und Torgefahr erzeugen können – und er bindet sie fortwährend als simple symmetrische Linienläufer und Pärchenbilder ein (und sichert sie dann noch nicht mal vernünftig ab). Dafür fehlt mir das Verständnis.

        Aber ob nicht im Sommer oder Herbst 2019 (was ich für den realistisch spätesten Zeitpunkt seiner Entlassung halte) der ein oder andere Spieler sagt “also, mir persönlich hat die Zeit mit Niko Kovac einiges gebracht”, darüber möchte ich nicht mutmaßen. Gerade bei Süle und Gnabry könnte ich mir das sehr gut vorstellen. Immerhin hat er sie zu Stammspielern gemacht. Ob sie sich nun großartig verbessert haben oder lediglich die Konkurrenten schlechter geworden sind (oder verletzt waren), das wird wohl die Zukunft zeigen.

      3. Das Beispiel Davies ist besonders gut geeignet.
        Einsatzdaten – gegen Hoffenheim 4 min
        – gegen Leverkusen 13 min
        – gegen S04 1 min
        – gegen Mönchengladbach 7 min
        – gegen Mainz immerhin 31 min.
        Vor allem die ersten vier Einsätze haben ihn in Sachen Spielpraxis und Spielverständnis richtig weiter gebracht.
        Daran ändert auch das 1. Tor nichts.
        Aber du wirst mir sicher erläutern können, warum Einsätze von 4, 1, oder 7 min so eminent wichtig sind.
        30 min – i.O., da kann man sich schon mal reinfinden. 1 min ist albern.

      4. Zu den Kontra Punkten habe ich eine andere Ansicht:
        – Mannschaft hat sich taktisch nicht weiterentwickelt, bzw. sogar verschlechtert: Mir kommt das merkwürdig vor – alle hier, die halbwegs sachlich argumentieren, sehen dass die Mannschaft ihren Zenit überschritten hat. Aber von Kovac wird erwartet, dass er sie noch taktisch weiterentwickelt? Wie schon an anderer Stelle gefragt: Welcher andere Trainer hat eine Stamm-Mannschaft übernommen, die CL Sieger war, sechs Meisterschaften in Folge feierte und einen Altersschnitt wie unsere hatte – und die taktisch weiterentwickelt? Wo haben die Vorgänger Ancelotti und Heynckes in den letzten beiden Jahren das Team taktisch weiterentwickelt? Aber von Kovac wird erwartet und verlangt dass er das machen soll?

        – Hat keinen Spieler besser gemacht: siehe oben: Neuer, Boateng, Hummels, Alaba, Rafinha, Thiago, Müller, Lewandowski, Ribery, Robben, Martinez – haben Ancelotti und Heynckes diese Spieler in den letzten Jahren besser gemacht? Besser machen kann ich doch wohl nur Spieler die ihren Zenit noch nicht erreicht haben?
        Süle wurde unter Kovac zum Stammspieler. Gnabry startet diese Saison durch. Goretzka hatte ich zuwenig im Blick um dessen Status beurteilen zu können.

        – Jugend nicht gefördert / Umbruch unterstützt: Das finde ich auch schade, da hätte mich zB mehr Einsätze von Jeong erhofft. Der hat mir immer gut gefallen, wenn ich ihn habe spielen sehen.

        – Außendarstellung ist nicht Bayern-like, redet den Verein und die Mannschaft aus Selbstschutz in Interviews und PKs klein: Kovac hat immer klar geäußert dass er noch an die Meisterschaft glaubt. Was Ihr als Klein reden empfindet, empfinde ich als wohltuend. Weil wir damit etwas geerdeter werden und dem Klischee dass wir ein arroganter Haufen seien entgegen wirken.
        Ganz abgsehen davon, dass ich die Klappe nur dann aufreissen kann, wenn ich einen Grund (eine Top Truppe) in der Hinterhand habe. Und die haben wir nun mal diese Saison nicht (und nochmal: das zeichnete sich bereits in den letzten beiden Jahren ab).

        Bei den anderen Punkten stimme ich zu. Aber insgesamt wird hier von vielen zu sehr losgelöst von der Problematik des Kaders unfair auf Kovac eingeprügelt.

      5. @Anton:
        -“Das Beispiel Davies ist besonders gut geeignet.
        Einsatzdaten – gegen Hoffenheim 4 min
        – gegen Leverkusen 13 min
        – gegen S04 1 min
        – gegen Mönchengladbach 7 min
        – gegen Mainz immerhin 31 min.
        Vor allem die ersten vier Einsätze haben ihn in Sachen Spielpraxis und Spielverständnis richtig weiter gebracht.
        Daran ändert auch das 1. Tor nichts.
        Aber du wirst mir sicher erläutern können, warum Einsätze von 4, 1, oder 7 min so eminent wichtig sind.
        30 min – i.O., da kann man sich schon mal reinfinden. 1 min ist albern.”

        Wie gesagt. Nicht der günstigste Zeitpunkt für die Jugendförderung.
        Ändert nichts daran, dass es Kovac war, der für den jüngsten Torschützen in einem Bayerntrikot seit 20 Jahren gesorgt hat.
        Kein van Gaal, kein Guardiola, kein Heynckes.

        Warum Kurzeinsätze eminent wichtig sind, müsstest du Generationen von Trainern auf der ganzen Welt fragen, die immer mal junge Spieler für wenige Minuten aufs Feld geschickt haben.

      6. @Tobi13
        Gnabry war schon letzte Saison stark…von der Statistik her sogar noch stärker.
        Ich bleibe dabei..die deutsche Nr. 1 ist kein Ausbildungsverein..das gilt für Trainer und Sportdirektoren..
        es ist sicher kein Zufall, dass wir das 1. Mal seit 6 Jahren um Titel zittern müssen.

      7. –“Gnabry war schon letzte Saison stark…von der Statistik her sogar noch stärker.
        Ich bleibe dabei..die deutsche Nr. 1 ist kein Ausbildungsverein..das gilt für Trainer und Sportdirektoren..
        es ist sicher kein Zufall, dass wir das 1. Mal seit 6 Jahren um Titel zittern müssen.”

        Dann macht Kovač ihn ja zumindest nicht schlechter. ;)
        Wie sieht es aus mit Einsatzzeiten und Verletzungen?
        Auf mich wirkt er stabiler.

        Kein Ausbildungsverein?
        Dann fällt Ten Hag weg.
        Wen würdest du holen?

  33. “In Mönchengladbach hat sich der Sportdirektor trotz guter Ergebnisse für einen Umbruch entschieden, da er erkannt hat, dass die Potenziale nicht ausgeschöpft werden und der Erfolg nicht stabil ist.”

    Mönchengladbach hat halt einen Sportdirektor.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja.
      Einen, der dem Trainer erzählt, dass er in ein paar Wochen arbeitslos ist, aber trotzdem noch den CL-Platz erreichen soll.
      :D

      1. @Tobi13
        In Mainz gab es mal einen Trainer, der hat von sich aus den Vertrag gekündigt und die Mannschaft dennoch in die EL gebracht;-)

    2. @Tripple13:
      Dürfte motivationstechnisch aber ein fetter Unterschied sein, ob man von sich aus kündigt, oder ob man gefeuert wird. ;)

  34. Stefan Johannesberg Seite 04.04.2019 - 11:23

    By the way: Boateng ist mittlerweile nur noch Bundesliga-Mittelmaß., gewinnt fast keinen Zweikampf und steht seltsam im Raum. Den kannst du eigentlich nicht mehr einsetzen (bis auf ein paar Longballs). Lieber Martinez…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Von Boateng bin ich maßlos enttäuscht. Er konzentriert sich seit einiger Zeit nicht 100% auf seien Job, beklagt sich dann aber über fehlende Anerkennung? Da weichen Selbst- und Außenbild doch erheblich voneinander ab.

      Der hätte mal lieber zu Beginn der Saison seine außerfussballerischen Aktivitäten (für die er nach seiner Karriere noch genug Zeit hat) zurück fahren sollen und sich in seiner Einstellung zum Job am Teamkollegen Robben orientieren sollen. Dann würden wir hier mit Sicherheit deutlich weniger über seine oft zweifelhaften Leistungen in dieser Saison diskutieren.

  35. Bei aller (möglichen) Kritik – ich fand’s lustig gestern, ehrlich gesagt, könnte ich ruhig öfter solche Spiele sehen.

  36. Erschreckend einfach die Laufbereitschaft, das Tempo, Körpersprache und das Stellungsspiel von Boateng und Hummels.

    Abgesehen davon, dass sie auch vom Mittelfeld weitestgehend allein gelassen wurden ist das inzwischen sehr weit weg von dem, was beide mal geliefert haben.

    Das Foul von Hummels (und vor allem das vorherige ausspielen ohne jegliche Körpertäuschung) seh ich beim FC Memmingen auch regelmässig.. in der Regionalliga

  37. Wenn man sichmal den Spielverlauf genau ansieht.
    1:0 – alles gut.
    Dann die Rote Karte nach dem genialen Thiago-Pass. Ribery raus, neuer IV rein.
    Damit war die linke Angriffsseite erst mal eher suboptimal besetzt.
    Halbzeit -1:2
    Ind er Halbzeit der entscheidende Wechsel, der ja bei einem Rückstand auch kommen muss.
    Lewandowski, der sofort 2 Deckungsspieler am Hals hatte, Coman links Gnabry rechts und dagegen hatte Heidenheim erst mal kein Mittel.
    Aus 1:2 wird 4:2. Alles gut.
    Heidenheim wechselt aus – Stürmer raus, Mitteleldspieler rein – “nicht dass das noch schlimmer wird”.
    Dann verletzt sich Coman und quält sich auf der linken Seite rum.
    Und was passiert dann?
    Heidenheim reagiert sofort und wechselt wieder – Mittelfeldspieler raus, Stürmer rein -warum wohl?
    Damit sie gegen die Mannschaft, die sowieso schon einen Spieler weniger hat, jetzt über deren linke Seite angreifen können, wo ein Spieler ganz offensichtlich nur noch mit halber Kraft spielen kann.
    Ergebnis: 4:4

    Wenn ich wegen der Roten Karte und der notwendigen offensiven Umstellung mit einer 3-3-3- Formation oder einer 3-4-2- Formation spielen muss, ist das nachvollziehbar und nötig.
    Wenn aber dann auf der linken Seite plötzlich ein Spieler zumindest für einige Zeit nur noch bedingt einsatzfähig ist und der Gegner darauf mit der Einwechselung eines zusätzlichen Stürmers reagiert, sollte man sich vielleicht etwas einfallen lassen.
    Zum Glück hat Heidenheim die Chance auf das 5:4 vergeben und ein Coman war in den letzten Minuten offensichtlich wieder halbwegs fit.

  38. Was bleiben für Eindrücke nach dem Spiel? Da hat jeder so seine eigenen Schwerpunkte.
    Was mich gestern sehr beeindruckt hat und zwar negativ: Wie unglaublich langsam unsere Mannschaft teilweise ist. Gerade in einem Spiel mit 10 Mann, wo du noch mehr Platz zu bespielen hast, kommt das noch deutlicher zum Ausdruck.
    Von der gestrigen Startelf würde ich nur Süle (auf Strecke), Goretzka und Gnabry als mit ordentlichem Speed gesegnet bezeichnen. Und Süle war dann nach 10 Minuten raus. Alle anderen sind zwischen “geht so” oder “explizit langsam”. Wenn ich mal die linke Seite mit Hummels, Rafinha, Thiago und Ribery nehme, dürfte das konkurrenzlos das langsamste sein, was man im Profifußball zu sehen bekommen kann (Gut, vielleicht geringfügig übertrieben).
    Lange Zeit war ich der Meinung, dass Tempo generell eine eher überschätzte Komponente ist. Aber mittlerweile entwickeln sich die neuen Spielergenerationen in die Richtung, dass dies eher eine selbstverständliche Voraussetzung ist. Die Auswahl an Spielern ist durch die diversen Marktöffnungen, Globalisierung und Professionalisierung so explodiert, dass du dich nicht mehr entscheiden musst, ob du einen Athleten oder Techniker willst, du kannst das inzwischen oft im Paket bekommen.
    Ich hatte das Thema in Bezug auf unseren Nachwuchs und seine diesbezüglichen Schwächen schon einmal thematisiert, aber für die Profis gilt da natürlich genauso.
    Umso bitterer wenn unsere Speed-Spieler wie Alaba und Coman dann ausfallen, oder einfach Coman sind.
    Dies gilt übrigens natürlich auch für eine Mannschaft die Ballbesitzfußball spielen will. Justin führt z.B. in seiner empfehlenswerten neuen Kolumne im Patreon-Teil aus, dass auch Ballbesitzfußball heute (ich rede von gutem Ballbesitzfußball) nur in Verbindung mit Tempo im Spiel funktioniert. Die Zeiten in denen man sich nur stoisch die Bälle zugepasst hat sind vorbei. Muss man nur Pep anschauen, der sich ebenfalls in diese Richtung entwickelt. Vielleicht auch ein Grund warum ein van Gaal wie etwas aus der Zeit gefallen aussieht, da er diesen Trend offensichtlich nicht mehr nachvollziehen kann oder will.
    In dieser Hinsicht sehne ich jedenfalls die neue Saison herbei. Einige Spieler werden gehen, die hier ihre offensichtlichen Defizite haben. Kommen werden einige die hier mutmaßlich ihre Stärken haben werden.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Deswegen bemängele ich ja auch das fehlende Tempo und das genaue Passpiel. Zum Teil kann man das fehlende Tempo der Spiel durch schnelle Pass-Stafetten ausgleichen. Doch leider “tragen” wir den Ball meist zu lange. Wenn Kovac dort ansetzen würde, wäre er sicherlich schon viel weniger in der Kritik – sofern das dann auch auf dem Platz zu sehen wäre.

      1. Dann müsste man den Spielern aber auch etwas über Positionsspiel erzählen, was er entweder nicht kann oder will. Also, damit schnellere Pässe irgendwelche Effekte haben.

    2. Teile deine Ansicht vollkommen. Mit schnellen Spielern kann man auch anderen Fußball spielen. Habe ich in der Abwehr bzw. im defensiven Mittelfeld schnelle Spieler, dann kann man vorne auch mit höherem Risiko spielen bzw. vorne höher pressen, weil man davon ausgehen kann, dass nicht gleich jedes Laufduell gleichbedeutend mit einer Torchance für den Gegner ist. Habe ich im Angriff schnelle Spieler, dann kann ich die auch mal “alleine” lassen, weil sie auch mal zu dritt einen Gegner aufmischen können. Bei uns schaute (und das übrigens schon seit mindestens 3 Jahren) die Realität leider oft so aus, dass die Abwehr nur dann stand, wenn alle konsequent nach hinten arbeiteten und ihre Offensivbemühungen hinten anstellten (siehe Hinspiel Liverpool). Der Angriff hingegen wurde nur dann gefährlich, wenn neben Lewandowski, James/ Müller und den beiden Flügelspielern noch mindestens ein Außenverteidiger auf Höhe des Sechzehners stand und noch mindestens ein Mittelfeldspieler in den Strafaum einrückte (Vidal, Tolisso oder Goretzka). Das kann man unmöglich unter einen Hut bringen mit einem Kader der überdurchschnittlich viele Spieler hat, die zu langsam sind. Da würde sich selbst ein Pep Guardiola heute deutlich schwerer tun als während seiner Amtszeit in München.

  39. “Am Samstag, 18.30 Uhr, darf es keine Ausreden geben. Da muss geliefert werden”.
    Uli Hoeneß

    An welche Adresse das wohl ging?
    Egal ..Recht hat er!!

  40. Das aktuelle Salihamidzic-Zitat, das ich als Antwort auf Toms Beitrag vom 04.04. um 9.15 Uhr gepostet hatte (ich muss zugegeben, dass ich mit der Struktur der “Diskussionspfade” hier etwas durcheinander komme – manche Beiträge findet man unter den “Antworten auf eine Antwort” kaum wieder, so dass manchmal dasselbe Thema zeitgleich an 8 verschiedenen Orten erörtert wird, deswegen setze ich dies hier einfach ganz ans Ende des aktuellsten Blogs), ist echt die Härte.

    Demnach entspricht meine naive Annahme, die zu 4 Heim-Gegentoren gegen einen Zweitligisten führenden Abwehr-, Stellungs- und Konzentrationsfehler müssten von den Verantwortlichen noch VOR dem Knaller gegen Dortmund angesprochen, analysiert und abgestellt werden, anscheinend meiner völlig veralteten Vorstellung von moderner Trainingslehre. Aber ich lerne doch immer noch gerne dazu, dass (Zitat Salihamidzic) “man so ein Spiel nicht analysieren kann und auch nicht sollte”. Oder hat er das ironisch gemeint?

    Falls es unter den Usern auf MSR womöglich Liebhaber solcher Stilblüten geben sollte, dann weiter im Text…
    Da die Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern von Kovac hier zuletzt ja erschreckend schwerblütige (oder gar aggressive) Züge angenommen hat, sollte man nicht übersehen, dass bei der Hauptperson selbst auch die humoristischen Züge nicht zu kurz kommen.
    Offenbar haben jene Kritiker, die bei Kovac eine ganz leichte Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zu erkennen meinen und darüber hinaus auch noch glauben, der Typ sei zu bierernst und verstehe keinen Spaß, mal wieder völlig danebengegriffen. Im Interview der gestrigen “Sport Bild” entpuppt sich Kovac nämlich von seiner heiteren Seite und zeigt sich als bislang unterschätzter Meister der Persiflage und der SUBTILEN Selbstironie.
    So auf Seite 15:

    “Wir haben nicht nur eine große fußballerische Qualität, sondern sind auch im Kopf stark.
    Das trifft auf diesen Klub genauso wie auf mich selbst zu”.

    Damit aber nicht genug. Kovac, der ja WEISS, dass ihm überall der Ruf des tiefgründig-grüblerischen Fußballtheoretikers vorauseilt, der in geradezu philosophischer Tiefe auch noch die letzten Geheimnisse des Spiels enträtseln will, geht souverän-spielerisch mit diesem Klischee um, legt auf Seite 16 noch eine Schippe drauf und sagt (als Antwort auf die Frage, wie er damit umgehe, wenn der Druck größer wird):

    “Manchmal würde vielleicht mehr Abstand helfen, aber ich versuche dann, noch mehr aus Details rauszuholen, eine weitere Tür aufzumachen, hinter der vielleicht zwei weitere Türen sind, um wirklich alles zu sehen”.

    Es ist doch wirklich genial, wie Kovac den Interviewer (und höchstwahrscheinlich ohne, dass der das überhaupt merkt…) und die Leser mit diesen Meisterstücken ironischer Distanz zu sich selbst auf die Schippe nimmt und offenbar nicht nur sportliche Titel gewinnen will, sondern überdies anscheinend auch noch den “Orden wider den tierischen Ernst” anpeilt.
    Oder meint der (“auch im Kopf starke”) Typ das etwa ernst?

    Selbst in Justin Krafts exzellentem Buch “Generation Lahmsteiger”, das ich gerade mit großem Gewinn lese, findet sich ein hintersinniger Kalauer für stille Genießer schwarzen Humors. Auf Seite 137-138 schreibt Justin:

    “Wurde dem Rekordmeister in seiner langen Geschichte oft zu Recht Arroganz vorgeworfen, entstand in den Jahren nach dem Triple ein angenehm bescheidenes Auftreten. Es gab kaum noch verbale Angriffe auf andere Vereine; auch der Umgang in der Öffentlichkeit miteinander war immer voller Respekt. Das hing nicht zuletzt sicher auch damit zusammen, dass Uli Hoeneß in dieser Zeit im Gefängnis saß”.

    MONDRIAN

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vielleicht sollte man das wirklich so lesen. Besser für den Blutdruck.

    2. Stark Mondrian!
      Du deckst wirklich ganz neue Facetten an unserem Trainer auf, die man bei aller Schwarzmalerei beinahe übersehen würde! Als ich heute seine Pressekonferenz kommentiert habe, war mir nicht klar, wie vielschichtig das alles gemeint sein könnte:

      “Zuvor referiert der Fußball-Lehrer, Philosoph und Taktik-Nerd Niko Kovac und erklärt der Welt den Fußball:
      ‘Im Fußball gibt es zwei Elemente: Du verteidigst und Du greifst an.’ Frei zitiert nach LvG und wohl aufs Wesentliche runtergebrochen.”

      Ich hatte ihm ein taktik-philosophisches Referat unterstellen wollen bei dem er Umschaltspiel bei Ballverlust und bei Ballgewinn einfach nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Aber die Komplexität und Ironie, die sich hinter seinen Aussagen verbirgt, mit denen er Rasenschach im Pressesaal mit uns spielt, war mir tatsächlich nicht bewusst.

      Ich muss zudem auch gestehen, dass ich in Schnappatmung verfallen bin, als Brazzo erklärte, man müsse das Spiel einfach schnellstmöglich vergessen, da man so ein Spiel nicht analysieren kann und auch nicht sollte. Aber man lernt halt nie aus.

  41. Heiko Schuster II Seite 04.04.2019 - 16:42

    Tobi ist immer wieder herrlich zu lesen, danke!

  42. Also sorry, man kann doch nicht das, was ein Salihamidzic kurz nach dem Spiel zu den Witzfiguren von Sky sagt, für bare Münze nehmen. Denen erzählt man am besten irgend einen Stuss, sie schlucken das eh.

  43. Es wird immer skurriler.
    Jetzt vergleicht Kovac seine Spieler mit kleinen Kindern.
    Und er spricht die Bereitschaft zum Verteidigen ab.
    Super Vorrausserzung fuer das Spitzenspiel.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Zuvor referiert der Fußball-Lehrer, Philosoph und Taktik-Nerd Niko Kovac und erklärt der Welt den Fußball:
      “Im Fußball gibt es zwei Elemente: Du verteidigst und Du greifst an.” Frei zitiert nach LvG und wohl aufs Wesentliche runtergebrochen.

    2. Mit der Bereitschaft zum Verteidigen hat er absolut Recht und das zieht sich seit einigen Jahren wie ein roter Faden durch unsere Mannschaft. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung kann unsere Mannschaft sogar in Liverpool zu Null spielen, was in den letzten Jahren keine Mannschaft, auch nicht Spitzenteams wie ManCity oder individuell stärkere Teams wie PSG geschafft hat.
      Gegen viele andere Teams gelingt das nicht, weil entweder die Konzentration nicht stimmt, unter Druck falsche Entscheidungen getroffen werden oder man einfach nicht Verteidigen will. Wenn ich unseren Kader anschaue, komme ich genau auf drei Spieler, die wirklich Spaß am Verteidigen haben und sich gerne in Zweikämpfe werfen. Das sind Süle, Martinez und Rafinha. Hummels und Boateng sehen sich in erster Linie als verkappte Spielgestalter und wollen in ihrer Abwehrarbeit wenn dann Passwege zustellen (Hummels) oder Laufduelle gewinnen (Boateng). Das klappte mal gut, denn Boateng war vor ein paar Jahren deutlich schneller. Auch Hummels tut sich mit dem Zustellen leichter, wenn der Passgeber weniger Zeit hat. Da müsste er aber vom Mittelfeld gestört werden. Kimmich und Alaba sehen sich ja selbst eher als Mittelfeldspieler und akzeptieren ihre Rolle als Außenverteidiger auch nur deshalb, weil sie in einem Großteil der Spiele hoch stehen können oder sogar als verkappte Außenstürmer in der Offensive agieren können. Wenn der Gegner dann in diese Lücken spielt, ist gleich Platz da ohne Ende. Im Mittelfeld sieht es nicht viel besser aus. Thiago ist zwar stark im Defensivzweikampf, aber natürlich auch eher offensiv orientiert. Goretzka würde auch lieber (so wie Ballack früher) in Strafraumnähe agieren um immer wieder in Abschlusssituationen zu kommen. Tolisso ist vergleichbar in seinen Anlagen. Sanches liebt besonders das Dribbling und geht zwar auch gerne in Zweikämpfe ist aber einfach taktisch noch zu limitiert. Dann haben wir noch unsere Offensivspieler, die (was in der Natur der Sache liegt) natürlich lieber in der gegnerischen Hälfte agieren, als konsequent gegen den Ball arbeiten. Dieses Problem haben wir schon lange. Schau dir nur mal ein paar Gegentore an, die wir in den letzten Jahren z.B. gegen Real bekommen haben. Nimmt man mal die 2 Abseitstore von Ronaldo 2017 und die beiden Slapsticktore nach Rafinhas Fehler und dem Doppelbock von Tolisso/ Ulreich weg, bleiben immerhin noch 5 Gegentore, die immer nach dem gleichen Schema abliefen. Eigentlich hat Bayern Überzahl in der Abwehr, aber irgendwie ist nie ein Abwehrspieler konsequent am Angreifer. Das kann dazu führen, dass Ronaldo beim 1:1 in München (da war man übrigens noch nicht in Unterzahl) bei einer einfachen Flanke auf 5 Meter keinen Gegenspieler hat. Schau dir das 2:2 aus der Hinrunde in Dortmund an. Billige Halbfeldflanke und keiner beim Torschützen Reus. Identische Tore kriegten wir auch zwei Mal gegen Freiburg. Flanke Günther, Spieler in der Mitte komplett blank. So billige Tore schießen wir eher selten, was daran liegt, dass selbst durchschnittliche Verteidiger bei solchen Situationen nah am Mann stehen können. Auch wenn ich finde, dass einige Spieler an Qualität verloren haben und dies ein wesentlicher Faktor für die insgesamt nicht so starke Saison ist, so bin ich hier absolut einer Meinung mit Kovac, dass es einfach an mangelnder Bereitschaft liegt, das defensive Handwerkzeug anzuwenden.

      1. Verteidigen hat unter Jupp und Pep gut geklappt.

        Aber nach Alonsos Abgang fehlt uns ein adäquater Ersatz wie Busquets Casemiro.

        Pep hat sich mit Fernandino einen geschnitzt.

      2. @918
        Warum hat denn das Verteidigen im Triplejahr besser geklappt?
        Dafür gibt es eine Menge Gründe:
        1. Boateng war damals einer der schnellsten Innenverteidiger der Welt.
        2. Die Mannschaft war allgemeine defensiv stärker. Martinez war durchgehend in der Form vom Hinspiel in Liverpool. Schweinsteiger war ein Spieler, der zwar Thiago technisch deutlich unterlegen ist, aber die Balance zwischen Offensive und Defensive deutlich besser hinbekam. Lahm war im Vergleich zu Kimmich vom Stellungsspiel her deutlich besser. Ribery und Robben waren in den entscheidenden Momenten bereit, nach hinten zu arbeiten. Mandzukic ist im Vergleich zu Lewandowski was die Arbeit gegen den Ball betrifft eine Klasse stärker.
        Warum war die Abwehr unter Pep stärker?
        Weil sie als Abwehr kaum gefordert war. Durch ein zu 99% funktionierendes frühes Pressing war es im Mittelfeld so eng, dass die Gegner nur mit weiten Bällen agieren konnten, die dann von Boateng abgelaufen werden konnten. Durch das Einrücken der Außenverteidiger konnte man den Gegner so unter Druck setzen, dass gezielter Spielaufbau in der Bayernhälfte nicht möglich war. Das erleichterte der Abwehr die Arbeit ganz enorm. Wenn wirklich alle Schnürchen ineinander griffen, brauchte es schon beinahe perfekter Spielzüge, um das Pressing mal auszuhebeln. Dann brannte es allerdings auch damals schon lichterloh. Nur waren es halt sehr wenige Teams, die dazu überhaupt die Klasse hatten.
        Falls du jetzt mit dem Argument kommst, warum man dann heute nicht mehr spielt, möchte ich anführen, dass bereits Ancelotti und dann auch Heynckes davon Abstand genommen haben, wohl weil sie merkten, dass das Spielermaterial dafür nicht mehr reicht. Seitdem finde ich kommen die Probleme, die ich oben angesprochen habe, immer mehr zum Tragen, weil viele Spieler im Abwehrbereich sich nicht umstellen können oder wollen. Die wirklich billigen Gegentore kriegen wir auf jeden Fall erst in dieser Häufigkeit seit Pep weg ist.

      3. Ich bin voll bei Dir, willy. Super auf den Punkt gebracht.

      4. Willy, Deine Beiträge und Analysen zählen aktuell mit zum Besten und Konstruktivsten hier. Danke!

  44. Genauso wie wir es bis Mai 2012 waren und bis auf ein paar Ausnahmen seit Juli 2016 wieder sind? Wir erleben diese Saison Verhältnisse, die den Großteil unserer Vereinsheschichte über nicht viel anders waren.

  45. Mal ganz ohne Trainer-Bashing und Kommentar zu taktischen Dingen: Morgen wird, anders als im Heimspiel gegen Pool, eine Reaktion folgen!!

    Wir gewinnen das Ding 4-1 (!!)

    Wichtig wäre allerdings, dass Coman du Alaba fit werden und wir mit den beiden plus Süle und Gnabry unsere schnellsten Jungs auf dem Platz haben. Gerade Alaba wird gut mit Sancho zu tun haben!

    Auf Seiten des BVB würde ich mir Schmelzer wünschen ;-)

  46. Auch wenn er in Pokal ausgewechselt wurde und nicht zu den besten gehörte. Da wächst beim FCH eins unserer Ex-Talente an seinen Aufgaben. Ich wäre nicht unglücklich, wenn sich der FCB eine Rückkaufsklausel für Niklas Dorsch gesichert hätte. Glaube in 1-2 Jahren ist er gut genug für Liga 1.

Hinterlasse einen Kommentar zu pepismo Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.