Der FC Bayern und der BVB trennen sich 2:2
Bild: Alex Grimm/Getty Images

FC Bayern gegen BVB: Kane doch nicht wahr sein!

Florian • 31.10.2026 •


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Die Münchner haben, auf dem Papier, gegen Borussia Dortmund ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Spiel gemacht. 4,18 zu 0,63 Expected Goals, 23:12 Abschlüsse, 56 Prozent Ballbesitz, 5:2 Ecken im Vergleich zum BVB (alle Daten Opta), dennoch hat es für den Rekordmeister nicht zum Sieg gereicht. Woran lag das?

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FC Bayern lässt gegen Dortmund zu viel liegen

Zum einen, ganz offensichtlich, an der schlechten Chancenverwertung: Alleine Harry Kane hätte zwei Tore schießen können, wenn nicht sogar müssen. Der frisch gekrönte Weltfußballer traf aus dem Spiel den Pfosten und verschoss zudem einen Handelfmeter, der zweite Fehlschuss des Briten in der Bundesliga bei bisher 25 erfolgreichen Versuchen, insgesamt die vierte Fahrtkarte der Nummer 9 im rot-weißen Trikot.

Doch es lag nicht alleine an Kane, der mit einem klugen Kopfball ja das zwischenzeitliche 2:1 von Upamecano vorbereitete. Auch Olise und Karl trafen früh bzw. spät im Spiel nur das Torgehäuse, doch den Finger muss man nach diesem Spiel eher in die defensive, bajuwarische Wunde legen.

Erneut hatte der FCB große Problem mit dem Pressing. Insbesondere in der ersten Halbzeit konnte der BVB im eigenen Ballbesitz relativ ungestört schalten und walten. Ein Phänomen, das man in dieser Saison desöfteren beobachten musste. Das klassische Kompany-Pressing, die DNA des Münchner Fußballs, ist zuletzt deutlich angestaubt.

Dass das 1:1 aus dem eigenen Ballbesitz fällt, ist umso tragischer für die Münchner. Kane spielt einen zu kurzen Ball zu Olise, der Franzose kommt dem Spielgerät nicht entgegen, Schlotterbeck antizipiert den Ballverlust und passt zu Guirassy, der clever zum Ausgleich abschließt.

Und auch der zweite Gegentreffer ist aus Münchner Sicht etwas zu einfach: Karl verpasst den Zeitpunkt zum aggressiven Anlaufen, Pavlovic verliert den entscheidenden Zweikampf gegen Karetsas im Strafraum. Gerade Pavlovic erlebte gegen die Dortmunder einen durchwachsenen Abend. Der Nationalspieler sah nicht nur beim 2:2 unglücklich aus, im vollbesetzten Mittelfeld tat sich der gebürtige Münchner durchaus schwer.

Konrad Laimer brilliert gegen den BVB

Ein Lichtblick in der Defensive war am Samstagabend Konrad Laimer, der nicht nur wegen seines Treffers ein super Spiel machte. Fünf eigene Abschlüsse hatte der Österreicher, dazu konnte er eine Großchance kreieren und sechs Balleroberungen für sich verzeichnen (alle Daten sofascore).

Durch geschickte Laufwege in die Halbräume schaffte der Rechtsverteidiger viel Raum für seine Nebenleute. Ein taktisches Mittel, das Gnabry auf der linken Seite im Zusammenspiel mit Davies besonders in der ersten Anfangsviertelstunde besonders gut umsetzte, Da der BVB im Zentrum das Spiel eng machte, hatten die Münchner, bei geschickter und schneller Verlagerung, einige Räume auf der Außenbahn. Eine solche Verlagerung brachte den FC Bayern früh in der Partie durch Michael Olise den ersten Pfostenschuss.

In der FCB-Offensive wird es langsam eng

Apropos Michael Olise: Der Franzose reihte sich am Samstagabend in die Verletztenliste des FC Bayern ein. Mit einer muskulären Verletzung musste Olise in der Schlussphase die Partie verlassen. Doch damit nicht genug: Auch Serge Gnabry und Ismael Saibari mussten, beide noch innerhalb der ersten 45 Minuten, verletzt vom Platz geführt werden.

Besonders schlimm erwischte es offenbar Saibari, der nach einer vergebenen Torchance mit BVB-Keeper Kobel zusammenprallte und sich ersten Berichten zufolge eine Knöchelverletzung zuzog, Nationalstürmer Gnabry soll sich eine Muskelverletzung zugezogen haben. Für den FCB birgt das ein gewisses Problem: Schließlich fallen Jamal Musiala und Luis Diaz weiterhin aus.

Gegen den BVB standen mit Davies, Brown, Stanisic und Laimer daher vier Außenverteidiger auf dem Platz, Brown übernahm die Position hinter Sturmspitze Kane, Davies stürmte auf der linken Außenbahn. Klar ist: Trotz der vielen Verletzten kriegen die Münchner noch eine gute Startelf zusammen, allerdings gehen mittlerweile die hochkarätigen Wechseloptionen aus. Die gute Nachricht ist aus Münchner Sicht daher, dass sich Lennart Karl etwas aus seinem Tief herauszuspielen scheint. Der Youngster war nicht nur gegen Magdeburg einer der auffälligsten Spieler, gegen den BVB hätte er beinahe mit einem Schlenzer in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt, der Ball streifte hingegen die Latte.

So geht es für den FC Bayern nun weiter

Für den FCB stehen im November fünf Pflichtspiele an, dazu noch zwei Länderspiele Mitte November, wo die DFB-Elf auf Serbien und die Niederlande trifft. Bevor Jürgen Klopp ruft, stehen für Kimmich und Co. die Reise zu Atletico Madrid (Dienstag, 21 Uhr) und die Reise nach Mainz (7. November) an. Das Heimspiel gegen die Kölner (20. November), und die Duelle bei OSC Lille (25. November) und beim HSV (28. November) bilden den Abschluss für diesen intensiven Monat.

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