Pernille Harder und Glodis Perla Viggosdottir (FC Bayern Frauen)
Bild: Reinaldo Coddou H./Getty Images

FC Bayern mit Sieg bei Benfica: Drei Dinge, die auffielen

Justin • 30.09.2026 •
FC Bayern, FCB, Bundesliga, DFB-Team, Champions League, Alt Text vergessen

Lange sah es nicht gut aus für die FC Bayern Frauen. Benfica hat ihnen das Leben sehr schwer gemacht.

Doch spät kam die Erlösung: Klara Bühl traf sehenswert und spektakulär. Zwei weitere Tore ließen den Knoten dann endgültig platzen.

Für den FCB eine Erlösung. Nach dem 2:2 gegen Manchester City war es wichtig, den ersten Sieg in der Ligaphase einzufahren. Genau das ist ihnen jetzt gelungen. Die Analyse ist dennoch komplex. Hier kommen drei Dinge, die auffielen.

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Die zu erwartenden Probleme

Wer ein Feuerwerk der Bayern als Reaktion auf die zuletzt schwächeren Auftritte erwartet hatte, fand sich schnell in der Realität wieder. Lange war das von den Münchnerinnen sehr ideenlos, zäh und letztlich auch zu wenig, um Benfica ernsthaft zu gefährden.

Konkret lassen sich die aktuellen Probleme auf folgenden Ebenen festhalten:

  • Unpräziser Spielaufbau: Die Bayern spielen qua ihrer Philosophie oft in den Pressingdruck, verlieren dort aber etwas zu oft den Ball.
  • Zu wenig Anschlussoptionen bei Verlagerungen: Gegen Benfica verlagerten sie das Spiel hin und wieder gut, fanden dann aber nicht mit Qualität in den Strafraum. Stattdessen gab es viele planlose Flanken.

Generell entsteht dadurch zu viel Lethargie im Offensivbereich. Harder hatte ein paar Szenen, aber derzeit nicht die Form, um daraus früher die Tore zu machen.

Die Hoffnungsschimmer

Aber: Es war nicht alles durch die Bank schlecht. Die Bayern arbeiteten hart für ihren Sieg und gegen eine derart tief verteidigende Elf ist und bleibt es schwer. Benfica stellte teilweise eine Sechserkette. Das ist naturgemäß nicht einfach zu bespielen und oft braucht es den ersten Treffer, um den Knoten platzen zu lassen.

Bayern blieb, wenn man es positiv formulieren möchte, ruhig und verlor den Kopf nicht. Das war wichtig. Am Ende waren es Einzelaktionen, die die Partie entschieden haben. Dass ausgerechnet Bühl und Harder entscheidend waren in der Schlussphase, macht ebenfalls Hoffnung. Beide sind trotz teils beachtlicher Scorer noch nicht hundertprozentig drin in der Saison.

Gerade Bühl ist aktuell wieder in einer Phase, in der sie zwar ihre starken Momente hat, über weite Strecken des Spiels aber zu wenig Einfluss auf die Partie nimmt. Da war sie schon mal weiter. Vielleicht hilft die Partie bei beiden, dass sie wieder zu ihrer Form finden.

Und es gab auch ganz grundsätzlich so einige Kombinationen, die andeuten, was Bayern kann. In der 70. Minute hat Harder einen gefährlichen Abschluss, der nach einer Kombination durchs Zentrum entstanden ist. Tanikawa auf Dallmann, die per Hacke auf Harder und dann ein etwas zu schwacher Abschluss. Trotzdem eine Szene, die zeigt, dass sie es nicht verlernt haben.

Der Ausblick: Was bedeutet das 3:0 für den FC Bayern?

Insofern darf das Fazit trotz aller Probleme auch mal positiv ausfallen. Das, was am Mittwoch am wichtigsten war, ist den Bayern gelungen: Gewinnen. Es ist banal, aber im Fußball und im Sport allgemein psychologisch so ungemein wichtig.

Dass man intern weiter tief in die Analyse muss, um die taktischen und individuellen Schwierigkeiten ehrlich und offen zu adressieren, ist unabdingbar. Gleichzeitig zeichnen sich erfolgreiche Teams dadurch aus, dass sie ihre komplizierten Saisonphasen mit guten Ergebnissen überstehen.

Leistungssport ist kein kontinuierlicher Anstieg, sondern ein Auf und Ab. Form lässt sich rein physiologisch begründbar nicht dauerhaft aufrechterhalten. Das gilt für Einzelsportler*innen besonders, aber auch für den Teamsport. Aktuell geht es darum, die Ergebnisse zu holen und sich an den Ergebnissen dann auch fußballerisch wieder hochzuziehen.

Am Wochenende gibt es mit dem Auswärtsspiel in Frankfurt die nächste große Herausforderung. Und die Chance, einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Im Moment ist der FC Bayern deutlich fragiler als in der Vergangenheit. Vorhersehbar ist es nicht, was am Wochenende passiert. Und doch macht die Schlussphase in Lissabon zumindest etwas Hoffnung.

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