Michael Olise
Bild: Dan Mullan/Getty Images

WM 2026: Tag 6 im Blog – Olise-Show und Angriff der Superstars

Daniel 17.06.2026

Der erste Spieltag der Gruppenphase läuft bei der WM 2026 in Nordamerika. In den kommenden Tagen und Wochen spielen erstmals 48 Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei: 17 Spieler des FC Bayern München.

Das Turnier hat auch eine große politische Brisanz, die in der Berichterstattung nicht zu kurz kommen sollte. Anstoßzeiten und die Vielzahl an Berichten können einen schnell den Überblick verlieren lassen.

Miasanrot begleitet die WM 2026 deshalb nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich dabei helfen soll, alles Wichtige im Blick zu behalten. Das Format schaut vor allem auf den vergangenen Tag und blickt zudem auf die wichtigsten Ereignisse des bevorstehenden Tages.

Ziel ist es, dass der Artikel am Vormittag erscheint. Da wir dieses Projekt nur nebenberuflich stemmen können, ist unklar, ob das immer gelingt. Um dieses und ähnliche Formate in Zukunft dauerhaft ermöglichen zu können, kannst du in Erwägung ziehen, Miasanrot finanziell zu unterstützen.

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WM 2026: Was ist passiert?

Frankreich 3:1 Senegal

  • 1:0 Mbappé (66.)
  • 2:0 Barcola (82.)
  • 2:1 Mbaye (90.+5)
  • 3:1 Mbappé (90.+6)

Das Spiel in aller Kürze: 45 Minuten zum Schnarchen bietet uns die Eröffnungshalbzeit der „Todesgruppe“, Senegal kann nach Chancen von Jackson und Sarr (nicht Bouna) sogar führen. Nach einem Positionstausch Olises mit Dembélé explodiert die Partie. Olise durchbricht Senegals Mauer mit einem atemberaubenden Schnittstellenpass, Senegal gibt sich nie auf, bekommt aber schlichtweg die Grenzen aufgezeigt. Frankreichs zweites und drittes Tor zeigen einmal mehr: Ihre liebste Rolle liegt im tiefen verteidigen und kontern. Der Titel geht nur über sie.

Miasanrot-Note: 2,5

Irak 1:4 Norwegen

  • 0:1 Haaland (29.)
  • 1:1 Hussein (39.)
  • 1:2 Haaland (43.)
  • 1:3 Østigård (76.)
  • 1:4 Hussein (ET, 90.+6)

Das Spiel in aller Kürze: Fünf Tore mögen vielleicht von überaus hohem Unterhaltungswert sprechen, aber wirklich gut ist das Premerienspiel des ungeheimsten Geheimfavoriten nicht. Der Irak versteckt sich nicht und bereitet Norwegen einiges an Kopfzerbrechen, defensiv sattelfest wirken die „Wikinger“ nicht. Ihr Gegner allerdings noch viel weniger, vor allem das zweite Tor servieren sie auf dem Silbertablett. Der Sieg Norwegens ist vollkommen verdient, wenn auch eher ein Tor zu hoch, bis zum Schluss gibt sich der Irak nicht auf.

Miasanrot-Note: 4,0

Argentinien 3:0 Algerien

  • Messi (17.)
  • Messi (60.)
  • Messi (76.)

Das Spiel in aller Kürze: Das Spiel beginnt mit einem flotten Schlagabtausch mit Abseitstoren auf beiden Seiten. Gerade das knappe der Algerier dürfte für viele Konjunktiv-Gedanken bei den Nordafrikanern im Nachgang sorgen, denn anschließend beginnt die Zidane-Show. Warte, Zidane? Ja, richtig, zwischen den algerischen Pfosten steht ein buschig behaarter, maskierter Zidane Junior und der hält leider nicht, was sein Name verspricht. Die ersten beiden Tore des Größten aller Zeiten sind beides Torwartfehler. Die algerische Mannschaft zeigt anschließend leider gar keine gute mentale Reaktion. Ihr Mut, Spielwitz und die Ballsicherheit der guten ersten Minuten evaporiert. Mit Messis drittem Treffer brechen sie völlig ein. Dass ihr Torverhältnis nicht völlig zerschossen wird, ist noch das Positivste an diesem Abend.

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Miasanrot-Note: 2,5

Österreich 3:1 Jordanien

  • 1:0 Schmid (20.)
  • 1:1 Olwan (50.)
  • 2:1 Al-Arab (ET, 76.)
  • 3:1 Arnautović (FE, 90.+12)

Das Spiel in aller Kürze: Ein Spiel der Marke: Tapferer Außenseiter, der aber auch wirklich nicht viel mehr als Herz hat gegen einen mittelprächtigen Favoriten, der eigentlich gar nicht wie ein Favorit spielen kann. Ehe Österreich in den letzten zehn Minuten zu Kontern kommt, sind sie 80 Minuten lang nur durch Weitschüsse und Standards gefährlich. Dass Schmid dann ausgerechnet einen großartig trifft, ist des einen Freud, des anderen Leid. Ihre anderen Tore fallen ebenfalls nicht aus dem Spiel heraus.

Miasanrot-Note: 4,0

Dinge, die auffielen

Frankreich macht Frankreich-Dinge und bleibt Top-Favorit

Wenn man Deschamps Frankreich die letzten Jahre beobachtet hat, dürfte die müde erste Hälfte nicht überraschen. Frankreich ist wie die ekelhafteste Version von Real Madrid: Selten wirklich besser, sondern immer mit der Aura bestückt: „Ach, wird schon irgendwie.“ Laissez-faire stammt nicht zufällig aus dem Französischen.

Ja, dann ist halt 45 Minuten lang der Underdog besser, aber ein Tor werden die wohl kaum schießen, hinten hat man ja Upamecano. Man konnte ihnen das „hmm, Sarr hatte eine 100%ige? Okay, dann schalten wir halt doch um, meine Güte…“ fast ablesen. Ein passiv-aggressiv-genervter Ton schwingt mit jedem Sprint mit, den sie anziehen müssen.

Aber dann schalteten sie auch so stark mit einem zentral aufdrehendem Olise und schwimmendem Mbappé um, dass dem armen, tapferen Senegal Hören und Sehen verging. Individuell ist es mit Ausnahme des heute starken Rabiots eine der stärksten Nationalmannschaften der Geschichte des Fußballs. Der bei Manchester City überragende Rayan Cherki bekommt da nur ein paar Sekunden als alles schon vorbei ist.

Die Hoffnung der Konkurrenz muss darin liegen, dass sie ihre enorme Qualität nur selten über die volle Distanz zeigen. Aber wenn Olise und Mbappé so ins Spielen kommen wie in den zweiten 45 Minuten, dann kann man die Zeit auch getrost mit anderen Dingen verbringen, als mit Hoffnung.

Genieß die letzten Tage, Miro!

Miroslav Klose sollte die letzten Tage auskosten, den Titel WM-Rekordtorschütze zu tragen. Vor dem Turnier rechnete er bereits mit dem Fallen seines Rekordes, schließlich gibt es nun bei 48 Teilnehmern mehr schwächere Mannschaften und ein weiteres Spiel mit dem Sechzehntelfinale kommt auch noch dazu. Die Einstellung seines Rekords schon am ersten Spieltag hatte damit allerdings nichts zu tun. Mbappé und Messi schossen ihre Tore ja gegen zwei der stärksten afrikanischen Nationen des Kontinents.

Mbappé hat nach seinem Doppelpack gegen den Senegal zu Gerd Müllers 14 Toren aufgeschlossen und ist jetzt Rekordtorschütze seines Landes. Werden es seine letzten in den USA bleiben? Sicher nicht. Wird es seine letzte Weltmeisterschaft? Auch eher unwahrscheinlich.

Messi ist Mbappé nun zwei Tore voraus, er hat den ersten Müller und Ronaldo gleich mit einem Schlag überholt, gemeinsam mit Klose thront er nun für einige Tage auf dem geteilten Thron. Wird es seine letzte WM? Ziemlich sicher. Ist es sein letztes Tor? Unwahrscheinlich.

Über kurz oder lange (eher kurz, sind wir ehrlich) wird Mbappé alle abhängen und für viele Jahre sich an die Spitze setzen, ehe ein junges Talent einer großen Nation den vollen Genuss der acht Runden auskostend, sich auf Rekordjagd begibt. Vielleicht dann mit einem noch breiteren Teilnehmerfeld aus 64 Mannschaften.

Für beide aktuellen Torjäger spricht auch ihr Status als Elfmeterschütze, etwas, was Miroslav Klose seine ganze Karriere über ablehnte. Ein wenig wirkt Kloses Rekord daher größer, dafür waren die Tore der anderen beiden, so ehrlich sollten wir sein, meist einen Tacken wichtiger. Mbappé ist WM-Final-Rekordtorschütze mit vier Toren, Messi durfte jetzt zwar kräftiges Statspadding betreiben, wie es die Amerikaner nennen, aber zu den vielen Elfmetern gehören ebenfalls zwei Treffer in einem WM-Finale.

Elf von Kloses 16 WM-Toren stammen aus der WM-Gruppenphase, die allermeisten nicht von der Wichtigkeit so hoch wie das 2:2 gegen Ghana 2014. Man könnte es nun noch weiter herunterbrechen, aber das artet aus. Miroslav Klose war ein herausragender WM-Torjäger, jedoch, wenn wir die Schland-Brille einmal absetzen, ist es schon ganz richtig so, wie es kommt. Er war ein guter Spieler, aber auch eben nur ein guter Spieler. Die anderen vier hier Genannten gehören zu einem anderen Schlag.

Gerd Müller ist der größte Torjäger des 20. Jahrhunderts, der echte Ronaldo trägt zu Recht den Beinamen Fenômeno. Lionel Messi ist, nun, Lionel Messi und Kylian Mbappé ist gerade einmal 27 Jahre alt und es gibt bereits jetzt berechtigte Argumente dafür, dass er der beste WM-Spieler der Geschichte ist. So enttäuschend seine letzten Jahre auch waren (wieso vergeudet er auch seine Zeit bei einem furchtbaren PSG?), seine Geschichte wird noch geschrieben.

Schaut man sich seine Anlagen, seine Fähigkeiten und insbesondere seine WM-Ausbeute schon jetzt an, so scheint es doch richtig zu sein, wie es unvermeidbar kommen wird: Kylian Mbappé, WM-Rekordtorschütze.

WM-Podcast: Unsere Analyse zum Deutschland-Auftakt

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Weitere Informationen

Schwarzer Tag für Torhüter

Es war bis zur heutigen Nacht kein Turnier der Torwartfehler. Nein, es waren sogar viele richtig gute Keeper-Leistungen dabei von Spielern, die man gar nicht kennt. Sei es Kap Verdes Vozinha oder Japans Suzuki.

Heute allerdings nivellierte sich das starke Torwart-Turnier kräftig. Senegals Mendy parierte beim Stand von 1:1 zweimal stark, ließ dann aber Mbappés Flatterball passieren. Frankreichs Maignan erinnerte nicht nur beim Gegentor an den englischen 2010er Keeper James, der irakische Tormann Jalal beschenkte Haaland sogar komplett. Der Ball des Verteidigers beim 1:2 war zwar mies, aber wieso bitte ging er dann noch zwei Trippelschritte zurück? Und dann folgte in der Nacht noch der zu bemitleidende Auftritt Luca Zidanes.

Das erste Tor flattert durch seine Arme, beim zweiten lässt er ausgerechnet zu Lionel Messi zentral prallen. Seine spätere tolle Parade gegen den Größten werden die Leute da vergessen. Die Memes mit dem Blick seines Vaters, als die Kameras ihn hinter dickem Glas dann doch fanden, schreiben sich von selbst.

Auch beim letzten Spiel war Jordaniens Torhüter Yazeed Abulaila ständig unsicher, nur der VAR-Eingriff verhinderte, dass das zählende Eckballtor auf seine Kappe ging (Minuten später machte Österreich einen anderen Eckball rein).

Keine Überraschung: Österreich und Norwegen können keinen Favoriten-Fußball

Österreich und Norwegen werden ja mehr und minder gute Chancen für die K.-o.-Phase eingeräumt, ihre torreichen, aber eher dürftigen Leistungen bei den jeweiligen Auftaktsiegen zeigt aber auch wenig überraschend: Favoriten-Fußball können sie nicht.

Österreich ist RB und RB ist Konterfußball. Jordanien ließ sie aber nur die letzten Minuten kontern, bis dahin gurkte sich Rangnicks Best-of-Bundesliga-Elf durch die Partie. Grund für Alarm? Nicht unbedingt, der Pflichtsieg ist eingefahren, die technisch starken Algerier und Argentinien werden ihnen viel eher Räume geben als das kleine Jordanien.

Ähnliches gilt für Norwegen: Haaland, Sørloth, Nusa, auch hier trieft alles nach RB, beziehungsweise dessen Vergangenheit. Gegen mitspielende Mannschaften umschalten, das wird dieser Mannschaft liegen. Einen Underdog bespielen ist nicht so ihres. Auch hier gilt: Die Pflichtaufgabe ist erledigt, von nun an werden die Gegner besser.

Fragt sich nur, ob die Defensivprobleme gegen den Irak aus diesem Hintergrund stammen oder ob das einfach ihre Achillesferse ist. Gegen den Underdog jedenfalls hat man hinten ganz große Schwächen offenbart. Da konnten Stürmer köpfen, obwohl sie umringt von Abwehrspielern waren und es wurden schlichtweg Laufwege nicht mitgegangen. Ehrlicherweise muss man allerdings auch sagen: Ihre Talente tümmeln sich weiter vorne, nicht im Abwehrbereich. Vielleicht ist es somit auch einfach mangelnde Qualität in der Defensive.

WM 2026: Die wichtigsten News im Überblick

  • Elfmeter oder nicht, das ist die Frage. Beim Stand von 0:0 wurde Mbappé zu Fall gebracht, anschließend, entbrannte eine wilde Diskussion ob dies ein Elfmeter sei oder nicht. Wobei, wirklich viel diskutiert wurde nicht. Wenn man alle Antipathien für Frankreich und dessen Fußball einmal klar ausklammert, waren sich eigentlich alle einig: Klarer Strafstoß. Der iranisch-australische Schiedsrichter Alireza Faghani attestierte Mbappé trotz Videostudiums, den Kontakt initiiert zu haben. Ein echtes Einhaken gibt es aber eigentlich gar nicht.
  • Apropos Faghani, in der ersten Trinkpause fiel ich in ein regelrechtes rabbit hole über seine Person. Im Iran zum Spitzenschiedsrichter gereift, floh er nach Australien und repräsentiert nun dieses Land. Sein Hab und Gut in der Heimat hat das Regime mindestens versucht zu beschlagnahmen. Seine Ansetzung zum Finale der Klub-WM und nun dieses Spitzenspiels zeugt von hoher Anerkennung der FIFA. Spötter würden hingegen erwidern, es wäre ein Beschwichtigungsversuch, nachdem man dem Regime am Tag zuvor noch die große Bühne gewährt hätte.
  • Vor dem Auftakt des vermeintlichen Titelkandidaten England plauderte der Verbandschef aus, es gäbe Klauseln, um aus dem Vertrag mit Thomas Tuchel vor der Heim-EM 2028 herauszukommen. Schaut man sich an, wie unbeliebt der knorrige Deutsche ist, braucht es wenig Fantasie, dass diese auch nötig sein werden. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe spricht Bände.
  • Hitler auf den Rängen, Pornostars auf der Ehrentribüne, Esther Sedlaczek mit riesigem Vorbau, die viralgehenden KI-Fakes in diesem Turnier sind nicht gering. Fast könnte einem der Gedanke kommen, künstliche Intelligenz sei ein Schundwerkzeug und hätte überhaupt keinen positiven Anwendungsbereich…
  • Vor der EM ergab sich in einer repräsentativen Umfrage des ORF, dass 32% der Österreicher an den Weltmeistertitel ihrer Nationalmannschaft glauben. Ein faszinierendes Völkchen, unsere Nachbarn im Süden.
  • Vor dem Duell zwischen Argentinien und Algerien kam es in New York zu einer Massenschlägerei. Am Times Square sollen beide Fanlager daran beteiligt gewesen sein. Es gibt Videos, in denen Fäuste und Gegenstände fliegen. Eine offizielle Mitteilung der Polizei gibt es noch nicht.
  • Südkorea boykottiert seine eigenen Medien. Grund dafür ist laut The Athletic, dass medial darüber gespottet wurde, dass Son sich vom Militärdienst hat befreien lassen.
  • Kurz vor dem Auftakt Portugals gegen den Kongo ist durchgesickert, dass Roberto Martinez die Seleção nach dem Turnier verlassen wird.
  • Adidas ist das „V“ ausgegangen! Der DFB kann derzeit keine Trikots von Havertz, Pavlović oder Undav liefern, weil der Buchstabe bei den Flocks nicht mehr vorhanden ist.
  • Neymar stand wieder auf dem Platz, allerdings ohne Ball. Ein Einsatz im zweiten Gruppenspiel ist unwahrscheinlich.

Spieler des FC Bayern in der Einzelkritik

Dayot Upamecano

Kocht in Senegals guter erster Halbzeit seine Gegenspieler unnachahmlich ab, gewährt Jackson aber auch einen halben Meter zu viel, sodass sein Schuss zu zielsicher kommt, dazu in Hälfte zwei einmal eine schlechte Spieleröffnung ins Aus. Musste er selbst lachen. Miasanrot-Note: 2,5

Michael Olise

Müde erste Hälfte. Wie von allen Franzosen. Riss dann zentral das Spiel an sich. Für den Bayern-Fan faszinierend ihn als Zehner zu sehen, schließlich scheut sich Kompany seltsamerweise davor, selbst wenn Lennart Karl spielt. Trug komplett das Offensivspiel in einer Mischung aus Franck Ribéry und Kevin De Bruyne. Die Vorlage zum 1:0 war die bisher schönste des Turniers. Auch offiziell von der FIFA zum Man of the Match ernannt. Sammelte alleine 1,35 Expected Goals und Assists, die bisher höchste Zahl eines Einzelspielers bei dieser WM. Miasanrot-Note: 2,0

Nicolas Jackson

Verlässt den FC Bayern, wird aber trotzdem heute bewertet, weil er es sich auch schlicht verdient. Bedenkt man die Größe der Bühne, war es wahrscheinlich sein bestes Spiel der Saison. Traf zwar gegen Saliba und Upamecano nicht, aber ständiger Unruheherd und Zielspieler von Senegals Kontern. Wenn der Schuss nur drin wäre… Miasanrot-Note: 2,5

Bara Sapoko Ndiaye

Technisch gesehen ist der junge Senegalese aktuell ja noch Bayern-Spieler und wahrscheinlich wird er es demnächst auch weiterhin sein. Dass er bei der WM überhaupt dabei ist, ist ja bereits bemerkenswert, eigentlich wollte Pape Thiaw ihn ja bei der Vorbereitung nur reinschnuppern lassen. Nun hat er so sehr beeindruckt, dass er direkt seinen ersten WM-Einsatz bekommt. Als Kreativspieler werden seine Dienste möglicherweise am letzten Gruppenspieltag gegen den Irak gefragt sein. Kam zu spät für eine Benotung.

Konrad Laimer

Spielte in der ersten Hälfte tatsächlich sowas wie Zehner, in der letzten halben Stunde dann Linksverteidiger. Manchmal fiel auf, dass er der eigentlich beste Spieler auf dem Feld sein müsste, oft wurde er aber auch komplett verschenkt. Man fragt sich zwangsläufig, ob nicht auch eine logische Mittelfeldrolle für ihn und Sabitzer möglich wäre. Miasanrot-Note: 4,0

Wie geht es heute weiter bei der WM?

Weitere Mitfavoriten aus Europa starten heute ins Turnier. Um 19 Uhr muss Portugal eine Pflichtaufgabe gegen die Demokratische Republik Kongo bewältigen. England und Kroatien liefern sich ein spannendes Duell um 22 Uhr. Um 1 Uhr geht es weiter mit Ghana gegen Panama, ehe Usbekistan und Kolumbien den Block und damit auch den ersten Spieltag schließen. Zum Einsatz kommen könnten vom FC Bayern: Josip Stanišić, Harry Kane und Luis Díaz.

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