Max Eberl vom FC Bayern München hat ein breites Lächeln im Gesicht. Vielleicht wegen der Einnahmen aus der Champions League?
Bild: Adam Pretty/Getty Images

Fast 300 Millionen Euro mehr in zehn Jahren! Wie der FC Bayern der nationalen Konkurrenz enteilt

Justin 14.01.2026

Die UEFA hat die Zahlungen an die Klubs ihrer internationalen Wettbewerbe öffentlich gemacht. Ein Finanzbericht hat dabei die Preisgelder der vergangenen Saison gezeigt. Der FC Bayern München kassierte demnach 105.865.000 Euro in der Champions League.

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Im Viertelfinale war für die Münchner gegen Inter Mailand Schluss. Borussia Dortmund kam ebenfalls bis ins Viertelfinale und kassierte 102.162.000 Euro. Damit stehen die beiden deutschen Klubs auf den Rängen fünf und sechs des Rankings.

Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain steht mit 144.415.000 Euro an der Spitze des Rankings. Interessant: Die Saison war die erste im neuen Modus mit einer Ligaphase. Insgesamt wurden für die Spielzeit 2024/25 knapp 400 Millionen Euro mehr ausgeschüttet als in der Vorsaison. Noch spannender ist aber der Blick auf die Zehnjahresbilanz.

Champions League: FC Bayern kassiert deutlich mehr als die nationale Konkurrenz

Dort zeigt sich nämlich ein gewaltiger Unterschied zwischen den deutschen Vertretern. Die Bayern kassierten in diesem Zeitraum 939.413.000 Euro und damit fast 300 Millionen Euro mehr als der BVB (668.394.654 Euro). Die Schwarzgelben wiederum liegen rund 260 Millionen Euro vor RB Leipzig und mehr als 300 Millionen Euro vor Bayer 04 Leverkusen.

Seit der Saison 2015/16 standen die Bayern einmal im Finale und gewannen dieses auch (2020). Hinzu kamen Halbfinalteilnahmen in den Jahren 2016, 2018 und 2024. Im Viertelfinale war 2017, 2021, 2022, 2023 und 2025 Schluss. 2019 schieden die Münchner im Achtelfinale aus.

Der BVB erreichte im selben Zeitraum ebenfalls einmal das Finale und verlor es (2024). Ansonsten war immer vor dem Halbfinale Schluss. 2017, 2021 und 2025 wurde das Viertelfinale erreicht. 2019, 2020 und 2023 schied man im Achtelfinale aus. 2018 und 2022 überstand Borussia Dortmund nicht mal die Gruppenphase und in der Saison 2015/16 war das Team gar nicht für die Champions League qualifiziert, sondern kam in der Europa League bis ins Viertelfinale.

Der nationale Wettbewerb leidet unter den UEFA-Geldern

Einerseits zeigen die unterschiedlichen sportlichen Erfolge, warum die Bayern mit ihren konstanten Erfolgen so viel mehr Geld eingenommen haben. Andererseits bleibt die Frage, wie der nationale Wettbewerb in Zukunft nicht noch mehr beschädigt werden soll. Je größer der Unterschied zum Rest der Bundesliga, desto eindeutiger wird es im Kampf um die Meisterschaft.

Saisons wie die von Bayer Leverkusen werden wohl weiterhin die Ausnahme bleiben. Während die Münchner auch in schwächeren Jahren die Bundesliga meistens gewinnen konnten, brauchen andere mindestens ein Jahr nah an der Perfektion, um überhaupt eine kleine Chance zu haben. Das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern.

Die Gelder aus den internationalen Wettbewerben machen dabei den größten Unterschied aus. Bei den nationalen TV-Gelder liegt der FC Bayern „nur“ knapp zehn Millionen Euro vor dem BVB. In den letzten 13 Spielzeiten wurde der FCB zwölfmal Meister.

Und auch zwischen den europäischen Wettbewerben gibt es riesige Lücken. Conference-League-Sieger Chelsea erhielt 2024/25 21.822.000 Euro, Tottenham für den Gewinn der Europa League 41.357.000 Euro. Zum Vergleich: Slovan Bratislava war der Klub, der in der vergangenen Saison am wenigsten Champions-League-Geld bekam und lag damit fast genau auf dem Niveau von Chelsea: 21.872.000 Euro.

Der VfB Stuttgart kassierte auf Platz 26 des Königsklassenrankings ungefähr so viel wie Tottenham: 42.981.000 Euro.

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