Vorschau: Lazio Rom – FC Bayern München

Justin Trenner 22.02.2021

Es gibt im Moment ganz sicher deutlich mehr Dinge auf der Welt, die eine größere Überraschung darstellen, als eine Niederlage des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt in der aktuellen Situation. An dieser Stelle soll auch die abermalige Wiederholung der vielfältigen Gründe dafür ausbleiben. Diese könnt ihr beispielsweise hier oder hier nochmal nachlesen.

Vor Kritik an den ersten 25 Minuten der Partie in Frankfurt schützen aber selbst die besten Gründe nicht. Bayern begann abermals schläfrig in der Defensive und viel zu hektisch mit dem Ball. Als wäre nicht bekannt gewesen, wie stark Frankfurt im Pressing agiert und wie sehr es ihnen in die Karten spielt, wenn sie sich in der gegnerischen Hälfte festsetzen können.

In der Anfangsphase gab es kaum Szenen, in denen die Bayern auch nur Ansatzweise mit dem Ball länger als eine Minute für Entlastung sorgen konnten. Stattdessen flogen die Pässe nur so übers Spielfeld und schon waren die Münchner wieder im Defensivmodus.

Rückblick: Bayerns Niederlage in Frankfurt

Frankfurt hatte das erste Drittel der Partie mehr oder weniger im Griff, weil die Bayern in allen drei von uns in der Vorschau angesprochenen Punkten keinen Zugriff bekamen: Erstens ließen sie sich im Zentrum den Schneid abkaufen. Das lag sicherlich auch daran, dass mit Marc Roca und Eric-Maxim Choupo-Moting zwei Spieler aufliefen, denen es spürbar an für das Team wichtigen Abläufen mangelt. Die größte Verantwortung hatte aber das Aufbaudreieck bestehend aus Jérôme Boateng, David Alaba und Joshua Kimmich. Drei erfahrene Spieler, die sich untereinander und die Abläufe kennen, dem Pressing des Gegners aber zunächst nichts entgegensetzen konnten, was nur annähernd für Ruhe gesorgt hätte. Stattdessen erfolgten viele lange und unkontrollierte Bälle in die Füße der Frankfurter oder vorhersehbare Pässe in die Pressingfallen auf den Außenbahnen. Frankfurt isolierte Bayerns Außenverteidiger mit vielen Mannorientierungen vom Rest der Mannschaft und erzwang damit recht simple Ballgewinne.

Zweitens schafften es die Münchner lange Zeit nicht, ihre horizontale Kompaktheit in längeren Verteidigungsphasen stabil zu halten. Immer wieder ließen sich Spieler aus ihren Positionen ziehen, verloren dabei den Blick auf andere Gegenspieler. Bayern zeigte erneut, dass sie in längeren Verteidigungsphasen entweder zu passiv oder zu aktiv sind, während sich Frankfurt über Filip Kostić und Amin Younes zu Chancen kombinierte, als hätten sie keinen echten Gegnerdruck.

Der wichtigste Punkt ist aber vielleicht drittens, dass die Bayern in der ersten Halbzeit insgesamt keinen Druck auf Frankfurt ausüben konnten. Sie kamen schlicht nicht ins Pressing. Einerseits, weil der Ball nur ganz selten in Frankfurts Hälfte war, um mal das hohe Gegenpressing aufzuziehen. Die Wege waren schlicht zu weit nach langen Bällen, weil die Eintracht mit den Bayern das machte, was die Bayern eigentlich mit der Eintracht hätten machen sollen: Den Gegner hinten reindrücken. Andererseits schien man großen Respekt vor den langen Bällen der Eintracht zu haben. An diesem Abend entpuppte sich die tiefe und passive Herangehensweise jedenfalls als Eigentor.

Was war dann besser?

In der zweiten Halbzeit kam dann Leon Goretzka und mit ihm einige kleinere Anpassungen im Bayern-Spiel. Vor allem setzte Flick dann auf ein engeres Positionsspiel, um die in der Breite gut ausbalancierte Grundformation der Eintracht ein bisschen zusammenzuziehen. Goretzka war dafür neben Kimmich im Zentrum deutlich präsenter als Roca zuvor, andererseits kam Süle eine wichtige Rolle zu. Der Aushilfs-Rechtsverteidiger positionierte sich sehr konsequent im tiefen Halbraum, statt in Aufbauphasen breit und leicht höher als die Abwehrkollegen zu stehen.

Damit bezweckte Süle, dass Kostić einen längeren Anlaufweg hatte – sowohl auf Süle als auch bei Pässen in seinen Rücken, wo Leroy Sané dann mehr Raum bekam. Über das Dreieck Süle-Sané-Goretzka fanden die Bayern zu mehr Ruhe und Kontrolle im Spiel nach vorn. Frankfurt gab das ganz hohe Pressing irgendwann auf und konzentrierte sich auf die Verteidigungsarbeit – weil sie die Führung im Rücken hatten, aber auch, weil Bayern jetzt ohnehin deutlich besser in der Partie war und man ihnen mit höherem Anlaufen unnötig Räume geöffnet hätte.

Am Ende der Partie wäre ein Unentschieden durchaus verdient gewesen. Bayern reagierte klug und gelassen auf die schwache Anfangsphase, verpasste es aber, die Chancen zu nutzen. Nach Expected Goals (StatsBomb) hätten die Bayern dieses Spiel sogar mit 1,1 zu 2,0 gewonnen. In der Realität ist es genau umgekehrt.

Gegen im Moment sehr formstarke Frankfurter war es relativ klar, dass die Bayern es schwer haben würden. Umso höher ist die Reaktion auf die erste Halbzeit einzuschätzen. Umso ärgerlicher ist jedoch auch der komplett unnötige Punktverlust gegen Bielefeld. Es ist ein Stück weit bezeichnend, dass den Münchnern neben allen anderen Sorgen auch das Spielglück ein Stück weit abgeht. Gerade die zweite Halbzeit in Frankfurt machte aber Mut für die kommenden Wochen – und ganz besonders für das Champions-League-Achtelfinale gegen Lazio Rom.

Lazio Rom: Himmelblaue Hölle für die Bayern?

Am Dienstagabend spielen die Bayern das Hinspiel in Italien. Lazio steht in der Serie A aktuell auf einem guten fünften Platz mit 43 Punkten und zehn Punkten Rückstand auf Tabellenführer Inter Mailand. Wie der Journalist und Experte Marius Soyke uns im Podcast-Gespräch mitteilte, ist das in etwa die Tabellenregion, in der Lazio zuhause ist.

Zwar zählen die Weiß-Himmelblauen zu den namhaften Teams in Italien, aber mit den ganz großen können sie traditionell nicht mithalten. Das liegt maßgeblich daran, dass sie regelmäßig dann Punkte lassen, wenn sie das Spiel selbst in die Hand nehmen müssen.

Gegen den FC Bayern wird es dazu nicht kommen. Lazio kann seine Stärken also voll einbringen und die sind denen der Frankfurter verdächtig ähnlich. Im athletischen, physischen und taktischen Bereich bringen sie alles mit, was es gegen die Münchner braucht. Umso mehr taugt die Niederlage der Bayern in Frankfurt als Blaupause für Lazio.

Kompaktes Zentrum, Druck auf die Flügel

Bis auf kleine Unterschiede ist das Defensivverhalten beider Mannschaften recht ähnlich. In tieferen Verteidigungsphasen sichert hinten eine Fünferkette die Breite ab, deren Flügelverteidiger allerdings in vielen Situationen des Spiels ballnah herausschieben, um Druck auf den Außen zu erzeugen. Dann pendeln die restlichen vier Verteidiger zur Absicherung nach.

Vor der Fünferkette ist Lazio wie die Eintracht darauf bedacht, das Mittelfeld sehr kompakt und eng zu halten. Dafür nutzen sie jedoch eine andere Staffelung. Statt zwei Sechsern und zwei Zehnern hinter einer Spitze setzt Simone Inzaghi auf drei zentrale Mittelfeldspieler hinter zwei Angreifern.

Die beiden Angreifer stehen meist sehr eng, um den Spielaufbau des Gegners auf die Flügelpositionen zu lenken. Dahinter schieben die drei Mittelfeldspieler schnell in die jeweilige Eröffnungsrichtung. Der ballnahe Flügelverteidiger unterstüzt, sobald eine Situation erkannt wird, in der ein Ballgewinn wahrscheinlich wird.

Bayerns Lösungsmöglichkeiten gegen Lazios Pressing

Diese taktischen Abläufe funktionieren bei Lazio meist sehr präzise und druckvoll. Eröffnen die Bayern wie in der ersten Halbzeit gegen Frankfurt zu vorhersehbar auf breit positionierte Außenverteidiger, drohen ähnlich schnelle Ballverluste auch gegen Rom.

Mit dem enger und tiefer positionierten Süle hatten die Bayern bereits einen guten Ansatz, der auch am Dienstagabend funktionieren könnte. Ein großer Vorteil ist, dass es nicht zu 2-gegen-2-Situationen im Spielaufbau zwischen den Innenverteidigern und den gegnerischen Angreifern kommen würde. Außerdem könnten Kimmich und sein Partner im Mittelfeld die Positionen im Sechserraum besser halten, weil durch Süles tiefe Position kein Abkippen erforderlich wäre.

Diese leicht verschobene 3-2-Staffelung könnte ausreichen, um zunächst mal die Kontrolle zu erlangen und Lazio zu signalisieren, dass sie mit höherem Pressing nicht zum Erfolg kommen werden. Gerade in der Anfangsphase wird das ein wichtiger Baustein sein. Danach wird es darum gehen, den Block der Italiener zu knacken. Ohne Thomas Müller fehlte im Zentrum hier zuletzt jemand, der die Ketten des Gegners in den richtigen Momenten auseinanderzieht. Choupo-Moting machte das nicht schlecht, aber auch nicht ausreichend gut. Musiala kam in den letzten Partien wenig zum Einsatz, bringt aber nach wie vor mehr Qualitäten in engen Räumen mit, die gerade ohne Müller wichtig werden könnten.

Flick wird hier einen von vielen Kompromissen eingehen müssen. Choupo-Moting ist eine recht leistungsstabile Option, die solide Leistungen verspricht, wenn alles um ihn herum funktioniert. Dafür liefert er von sich aus kaum Momente, in denen er die Offensive anschieben kann. Bei Musiala liegt das Problem eher in der Arbeit gegen den Ball, dafür hat er aber schon mehrfach bewiesen, dass er eine Offensive beleben kann. Gerade gegen physisch starke Mannschaften hatte er aber immer wieder Probleme.

Lazio ist nicht nur Immobile

Und genau das ist Lazio. Ein Team, das den Bayern in vielen Bereichen des Spielfelds ständig auf den Füßen stehen wird. Doch die Weiß-Himmelblauen bestehen nicht nur aus gut organisierter Defensivarbeit. Die Italiener wissen genau, wie sie nach Ballgewinnen mit wenigen Kontakten hinter die Abwehr des Gegners kommen. Im Zentrum helfen spielstarke Spieler wie Luis Alberto oder der stark unter dem Radar laufende Sergej Milinkovic-Savic. Beide sind technisch sehr begabte Fußballer, die sich auch aus hohem Druck zu befreien wissen. Kommen die Bayern hier wie im ersten Durchgang gegen Frankfurt nicht in ihr Pressing, haben sie die Qualität, das zu bestrafen.

Zumal auf den Flügeln viel Tempo vorhanden ist, das Milinkovic-Savic und Alberto zu bespielen wissen. Vorn stehen Inzaghi dann verschiedene Spielertypen zur Verfügung, die sich sehr gut ergänzen. Allen voran ist hier natürlich Ciro Immobile zu nennen, der in der vergangenen Saison mit 36 Treffern Torschützenkönig in der Serie A wurde und auch in dieser Spielzeit bereits in 26 Pflichtspielen 19-mal netzte. Der 31-Jährige ist womöglich in der Form seines Lebens und braucht nicht viele Kontakte, um ein Tor zu erzielen.

Dabei hilft ihm meist ein sehr wendiger und temporeicher Sturmpartner, der die Räume für den Torjäger öffnet. Meist war das in den letzten Wochen Joaquin Correa, der zwischen der bayrischen Defensive und dem Mittelfeld der Flick-Elf für Furore sorgen könnte. Ähnlich wie Amin Younes, der für Frankfurt einer der Matchwinner war, könnte Correa zum Schlüssel für die Italiener werden.

Wird Lazio zur Eintracht?

Doch wie schon gegen Frankfurt sind die Bayern gut beraten, sich nicht auf einen Spieler zu fokussieren. Lazio hat eine Elf der vielen Qualitäten. Milinkovic-Savic mag beispielsweise ein sehr guter Spielgestalter sein, aber zugleich bringt er gegen den Ball große Robustheit mit und weiß bei seinen Vorstößen als Passempfänger zwischen den gegnerischen Linien zu überzeugen. Er kann Bälle halten, abschirmen und verteilen. Auch wenn er in den letzten Jahren aufgrund der Spielweise seiner Mannschaft ein wenig stagnierte, zählt der 25-Jährige nach wie vor zu den interessantesten Mittelfeldspielern.

Bayern sollte deshalb als Team dafür sorgen, dass möglichst wenige der Qualitäten, die Lazio hat, zum Vorschein kommen. Borussia Dortmund kann aus der Champions-League-Gruppenphase berichten, wie unangenehm die Italiener sein können.

Für Flick und seine Mannschaft ist diese Partie nicht nur für das Weiterkommen in der Champions League wichtig. Auch psychologisch ist sie von hoher Bedeutung. Nach dem 3:3 gegen Bielefeld und der Niederlage in Frankfurt braucht es ein Erfolgserlebnis, um in der Liga ebenfalls schnellstmöglich zurück in die Spur zu finden. Neben der zweiten Halbzeit in Frankfurt ist auch die bald anstehende Rückkehr von Thomas Müller ein Lichtblick. Der Angreifer fehlt den Bayern in allen Phasen des Spiels.

Gegen Lazio wird er erneut nur aus der Quarantäne zuschauen können. Für die Bayern ist es die große Möglichkeit, sich ein Stück weit zu rehabilitieren. Andererseits besteht das Risiko, in eine “Krise” zu rutschen – zumindest wäre das dann wohl der allgemeine Tenor. Historisch gesehen sind solche Momente stets jene, in denen der FC Bayern das Blatt wenden kann. Doch in dieser Saison scheint alles möglich zu sein. Ein Selbstläufer dürfte es jedenfalls nicht werden. Dafür präsentierte sich Lazio in den vergangenen Wochen nicht nur zu stabil, sondern insgesamt auch zu ähnlich zu Eintracht Frankfurt. Eine Mannschaft, die mit ihrer Spielweise perfekt zu den aktuellen Problemen des Rekordmeisters passt.



♥ Artikel teilen

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

Du willst Miasanrot Supporter werden?

Anzeige
Munich Legend
  1. Das wird nichts, Bayern wird verlieren.

  2. no, glaub ich nicht: die mannschaft rehabilitiert sich mit einer engagierten und zupackenden Leistung – hoffe er bringt Musiala.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, bitte. Auch wenn es schiefgehen sollte, ist das die bessere Entscheidung. Choupo-Moting hat höchstens noch ein weiteres Jahr als Reservist vor sich, Musiala ist ein Talent mit Stammelf-Potential, das man entsprechend fördern sollte. Eine Bewährungschance auf diesem Niveau kann da genau der richtige Katalysator sein, siehe Hargreaves, Alaba und zuletzt Davies.

      1. @HorstMohammed: Ich denke, dass Flick – for better or for worse – hauptsächlich auf Kontinuität bedacht ist, soweit es es in diesen wechselvollen Zeiten möglich ist, und wir wohl eine ähnliche Anfangself sehen werden wie sie gegen Frankfurt zur zweiten Hälfte auflief. Daher erwarte ich auch eher Choupo-Moting als Musiala. Hätten wir fürs Mittelfeld mehr Optionen, dann würde ich Kimmich auf RAV präferieren. Jetzt ist er im Mittelfeld natürlich unabkömmlich – aber ob er der große Mittelfeld-Stratege sein kann, den alle in ihm sehen wollen, bezweifle ich mittlerweile doch etwas – und würde mich freuen, wenn ich da falsch liege. Diese Saison bleibt es wohl leider beim Provisorischen, und der Abhängigkeit von individuellen Leistungen mehr als von geschlossenen Teamvorträgen.

      2. Wenn Flick sagt, dass Musiala derzeit nicht so performt, dann ist das einfach so. Das ist auch Bestandteil der Förderung. Wenn die Leistung nicht ausreicht, ist man nicht in der Startelf, oder vielleicht sogar mal nicht im Kader.

      3. @severalseasons
        Schön, dass es Kommentatoren gibt, die auch einmal hiner den Horizont des Erfolges und die Ikonen des Selbstverständlichen blicken.

  3. Es wird ein klarer Auswärtssieg
    Nehme an das Alaba im ZM spielen wird.
    Neuer
    Pavard Boa Lucas Davies
    Kimmich Alaba
    Goretzka/Musiala
    Sane Lewa Coman

    Antwortsymbol18 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gibts bezüglich Pavards Covid 19 – Infektion Entwarnung? Ich hab noch nichts davon mitbekommen.

      1. Nein natürlich nicht- meinte Süle!

      2. Gegen Rom werden uns die gleichen Spieler wie gegen Frankfurt zur Verfügung stehen.
        Die einzige positive Änderung dürfte sein, dass Goretzka vsl. in die Startelf rücken wird.

    2. Ich rechne eher mit dem nächsten Rückschlag. Woher soll der klare Auswärtssieg kommen? Die Leistungskurve der Mannschaft gibt das absolut nicht her.

    3. Ich würde so aufstellen:
      Neuer
      Davies Boateng Süle Hernandez
      Kimmich Alaba
      Coman Goretzka Sane
      Lewandowski
      Lieber einen Außenverteidiger mit dem falschen Fuß als Süle als RV, mit einem Seitentausch von Coman und Sane hätte man dann auch wieder einen Rechts- und einen Linksfuß auf der rechten Seite. Dann auch noch lieber Alaba im Mittelfeld als einen aus dem Trio Roca, Musiala oder Choupo-Moting. Das sind mMn die einzigen 10 verbliebenen Feldspieler, die CL-Niveau haben.

      1. Coman spielt aber lieber links und Sane rechts und ich denke, dass sie da jeweils auch stärker sind. Natürlich hat insbesondere Coman auch schon rechts klasse Spiele abgeliefert, trotzdem ist er links, insbesondere zusammen mit Davies eine echte Waffe.

        Was mich gleich zum nächsten bringt, nicht zu Unrecht wird hier häufiger darauf hingewiesen, dass Davies gerne mal den einen oder anderen – auch heftigen – Stellungsfehler in seinem Spiel hat. Ich will mir gerade garnicht vorstellen, wie das aussieht, wenn man ihn auf die rechte Seite packt. Sprich, Davies ist links echt stark und da sollte er auch bleiben. Dann wirklich lieber Sarr oder Süle auf rechts.

        In der Innenverteidigung hätte ich gerne Hernandez und Boateng. Mittelfeld wie Du mit Kimmich, Alaba und Goretzka.

      2. @Pe Wi: Mir fällt bei Sane auf, dass er derzeit auf rechts Probleme hat, weil er kaum einen Zweikmapf so wirklich mit voller Geschwindigkeit einleiten kann. Er kriegt einen Pass (sehr oft hoch), den er dann erst mit dem Rücken zum Tor oder höchstens seitlich positioniert annehmen muss, bevor er dann quasi aus dem Stand versucht, Tempo aufzunehmen. Bei diesem ersten Dribbling scheitert er sehr oft. Hat er einmal den ersten Gegner überspielt und hat den Ball mit Tempo am Fuß, ist er nur sehr schwer zu stoppen. Deshalb denke ich als Laie, dass es ihm doch helfen könnte, wenn er die linke Linie entlang laufen könnte, weil er den Ball schon am richtigen Fuß hat. Zudem ist es bei ihm klar, dass er sicher nach innen ziehen wird, weil er den Weg zur Grundlinie schon deshalb nicht sucht, weil er dann mit seinem schwächeren rechten Fuß flanken müsste. Bei Robben war es zwar ähnlich, aber der hatte mit Lahm und später Kimmich zwei extrem offensivstarke AV hinter sich. Somit wussten die Gegenspieler meistens nicht, ob der Robben-Move nach innen kommt oder ob er auf den nachrückenden AV durchsteckt. Sane hat diese Option nicht, weil Pavard, Süle und Sarr nicht so offensivstark sind und auch selten so kompromisslos nach vorne gehen, wie das vor allem Kimmich tat. Von daher würde ich den Seitentausch von Sane und Coman unabhängig von der Besetzung der Außenverteidiger mal ausprobieren. Bei Pep hat Sane auch öfters mal von der linken Seite aus agiert und auch in der Nationalelf kam er immer wieder mal von dort. Ich denke, es würde ihm helfen, vor allem weil die Linksverteidiger ihm auch mehr Unterstützung in der Offensive geben würden, als die potentiellen Rechtsverteidiger (wenn nicht gerade Kimmich hinten aushilft). Davies ist ein Spieler, der offensiv Lücken reißen kann und auch Hernandez wird im Spiel nach vorne immer besser.
        Coman kann auf beiden Seiten wirklich starke Spiele machen. Ich bin mir nicht sicher, ob seine Zuspiele mit dem rechten Fuß nicht sogar noch besser wären und er mehr Präzision reinbringen würde. Im Dribbling dürfte er ähnlich stark sein, egal ob auf rechts oder links.
        Das mit Davies sollte nur eine Ausnahme sein, vor allem dann, wenn der Gegner über eher kleinere, wendige Außenspieler verfügt. Süle gegen Kostic bzw. Younes, der ja auch bewusst häufig von Hütter über Bayerns rechte Seite geschickt wurde, war ein klassischer Fall eines Mismatches, denn auf den ersten Metern ist Süle sicherlich kein wirklicher Sprinter. Er kann in längeren Laufduellen punkten, wird aber im Antritt gegen Spieler mit kurzer Übersetzung immer seine Probleme haben. Davies ist hingegen sowohl auf den ersten Meteren als auch in der Endgeschwindigkeit eine Rakete.
        Kurzum: Einem Duo Davies und Coman traue ich auf der rechten Seite mehr zu als dem Duo Süle und Sane. Das Duo Hernandez und Sane auf links wäre natürlich eine Schwächung gegenüber dem Duo Davies und Coman, aber immer noch eine akzeptable Variante, vor allem wenn es darum geht, Durchbrüche bis zur Grundlinie zu schaffen, die dann von Lewandowski, Goretzka und dem einrückenden Coman verwertet werden.

      3. @Willy: Ich seh Deine Punkte durchaus und kann Deine Argumente auch gut nachvollziehen. Gerade bei Sane. Trotzdem frage ich mich ob es aktuell so klug wäre, bei einem eh schon labilen, wackelnden Gebäude, dies alles zu probieren. M.E. ist es aktuell sinnvoller so viel wie nur möglich Sicherheit in das System zu bekommen.

        Du beschreibst es gut selbst. Durch Davies nach rechts und Coman nach rechts, machst Du die Seite (vermutlich) offensiv stärker. Hat aber in meinen Augen das Problem, dass Davies noch nie in seinem Leben rechter Verteidiger gespielt hat. Und taktisch halte ich ihn noch nicht für soweit, dass er das ohne Probleme hinbekommt. Sprich ich sehe dadurch defensiv eher Nachteile. Zudem ist die Frage, ob es tatsächlich offensiv mehr bringt. Zumindest Davies hat den Ball lieber auf dem linken Fuß und würde beim Hinterlaufen dann aber mit rechts Flanken müssen.

        Auf der anderen Seite bringt Hernandez natürlich viel mehr Stablität in die Defensive. Ob Sane aber links wirklich stärker ist bezweifle ich. Klar haben Löw und Pep ihn links eingesetzt, wie auch Robben durchaus mal links spielte. Aber die Aussage von Sane (wie auch von Robben) ist deutlich, er will nach rechts. Deine Argumente sehe ich hier, eventuell würde es ihm in der aktuellen Situation tatsächlich gut tun, links zu spielen.

        Zitat von Dir: “Er kriegt einen Pass (sehr oft hoch), den er dann erst mit dem Rücken zum Tor oder höchstens seitlich positioniert annehmen muss, bevor er dann quasi aus dem Stand versucht, Tempo aufzunehmen.”
        Man könnte nun allerdings, anstatt ihn nach links zu ziehen, versuchen ihn besser anzuspielen UND er sich besser zu positionieren. Häufig steht er den berühmten Tick zu hoch, muss dann warten = stehen und dann passiert genau das, was Du absolut korrekt beschreibst.

        Von daher gehe ich hier mit Dir mit, mal versuchen ihn nach links zu ziehen. Könnte ihm tatsächlich ein wenig mehr Sicherheit geben. Zudem wäre es kein Problem, wenn es nicht klappt im Spiel zurück zu wechseln.
        In meinen Augen wäre es eh nicht schlecht, wenn Sane/Coman öfter mal im Spiel tauschen würden oder auch mal bewußt für 5 – 10 Minuten eine Seite überladen, dann insbesondere links mit Davies zusammen.

        Ich stimme Dir also zu 50% zu :-)

      4. @Pe Wi: 50% Zustimmung ist ja schon mal besser als 100% Ablehnung. :-)
        Davies bräuchte in meinem Konzept gar nicht so häufig hinterlaufen, weil er in diesem Fall eher derjenige wäre, der in die Mitte zieht und dann mit seinem starken linken Fuß eine Aktion durchführen kann. Das Durchlaufen bis zur Grundlinie inklusive Flanke mit dem starken Fuß wäre in dem Fall eher die Aufgabe von Coman.
        Meiner persönlichen Meinung nach ist der Seitentausch für einen Außenverteidiger nicht schwerer umzusetzen als die Verschiebung eines gelernten Innenverteidigers auf die Außenbahn. Es wird in beiden Fällen zwangsläufig immer zu Qualitätsverlusten kommen. Ich denke allerdings, dass diese Verluste beim Außenverteidiger eher geringer sind. Nicht nur Ausnahmespieler wie Lahm konnten beide Seiten abdecken. Auch Rafinha hat seine Sache als Aushilfs-LV nicht unbedingt schlecht gemacht, obwohl er eigentlich ein gelernter RV war. Das traue ich Davies auch zu. Ideal ist es natürlich nicht, aber wir sind momentan in einer Phase, in der wir Gefahr laufen, alle Saisonziele zu gefährden und aus einem gewissen Trott nicht mehr rauskommen, weil die Mannschaft einfach überspielt ist. Flick hat die völlig vertretbare Meinung, dass man gerade in solchen Phasen möglichst wenig ändern sollte. Ich bin da eher der radikalen Schule eines Pep Guardiola zugetan, der meint, dass neue Impulse Spieler, die leichte Motivationsprobleme offenbaren, zu neuen Höchstleistungen anstacheln können, weil neue Aufgaben in der Regel mit höherer Konzentration angegangen werden. Wir reden hier zudem nicht von Extrem-Veränderungen, z.B. mit Lewandowski als Innenverteidiger und Boateng als 10er, sondern nur von Seitenspiegelungen der offensive Flügelspieler und Außenverteidiger.

      5. @willy
        Ist überlegenswert. Süle ist sicherlich stärker in der IV.
        Auf der anderen Seite spielt Lazio auf der linken Seite nicht so wie Frankfurt mit Kostic.

      6. @Willy: Deine Ansichten sind viel zu fundiert und zu gut argumentiert, um ihnen zu mehr als 50% zu widersprechen .-)

        Im Prinzip stimme ich dir hier zu, mit der Einschränkung, dass ich es, anders als Du, Davies auf rechts nicht zutraue. Macht er auf links 2 – 4 heftige taktische Fehler, wird das auf rechts eher mehr, und nicht immer kann er die dan mit seinem Tempo wieder reparieren.

        Andererseits stimmt mich das, was Du über Pep schreibst nachdenklich. Womöglich stimmt dessen Theorie, dass eine andere Position ggf. bei dem einen oder anderen die Konzentration erhöht und so auf ungewohnten Positionen gute Leistungen gezeigt werden. Vermutlich hätte bei Pep Davies schon alles außer Torwart mal gespielt, um zu verstehen was die Anforderungen auf den verschiedenen Positionen sind :-) Daher kann ja auch Josh alles spielen, Pep sei Dank.

        Schaun mer mal was morgen passiert …

      7. Ich würde das Thema der Füßigkeit bei einem inversen AV nicht unterschätzen. Gerade bei einem so jungen und unerfahrenen Spieler wie Davies.
        Als Rafinha bei uns auf ab und zu auf LV zum Einsatz kam, war er schon ein mit allen Wassern gewaschener alter Hase. Trotzdem hat man immer noch einen deutlichen Leistungsunterschied bemerkt.

      8. Was würdet ihr alle den von Hernandez als RV halten? Er ist insgesamt erfahrener, hat als IV auch schon „weiter rechts“ als Davies gespielt und macht allgemein einen cleveren Eindruck auf mich. Außerdem kommt er viel über Kampf und Mentalität, was durch einen Seitenwechsel weniger beeinflusst ist verglichen mit Davies‘ Technik.

    4. HmHmHm, klar?

      So schlecht ist Lazio nicht , bei einem präferierten 352 der Italiener ,
      wäre es vielleicht ratsam zu spiegeln und auf die individuelle Klasse der Bayern – Spieler zu setzen.
      We will see.

      1. Sowas wie das?

        Boateng(Süle) – Alaba – Hernandez
        Kimmich – Rocca – Davies
        Sane – Goretzka – Coman
        Lewandowski

        Wäre m.E. eine Variante, wenn anstelle von Rocca da Goretzka und anstelle von Goretzka da Müller stände …

        Vielleicht so?

        Süle – Boateng – Hernandez
        Kimmich – Alaba – Davies
        Sane – Goretzka – Coman
        Lewandowski

      2. @Pe Wi: Letztere Option gefiele mir ganz gut. Kimmich wäre dann defensiv nicht so sehr gebunden und könnte in etwa das spielen, was Kostic bei Frankfurt auf der linken Seite spielt, nämlich einen verkappten Spielmacher vom Flügel aus.

      3. @Willy: Das genau war der Gedanke dabei :-)

      4. @pe wi
        Letztere Aufstellung gefällt mir sehr gut!

  4. In der aktuellen Rasenfunk Schlusskonferenz spricht Günter Klein – Chefreporter beim Münchener Merkur – etwas ausführlicher über Hansi Flick. Da seine Biographie über Flick nächsten Monat erscheint, sicher interessant für die meisten.

  5. Übrigens eine schöne, üppige Spielvorschau. Wobei ich den Podcast an der Stelle hier der Einfachheit halber mal gleich mit zähle und würdige.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  6. @Jo und Herrispezial:

    Zum Thema Amas:

    Ich stimme Jo zu, dass nun der Blick wieder nach unten geht. Meiner Meinung nach selbstverschuldet. Auch ich bin der Meinung, dass Herrispezials Argumente nicht richtig sind.

    Spieler: Arp wurde für die Profis verpflichtet und möchte, auch von sich aus bei den Amas spielen. Finde die Entscheidung gut, aber er kommt derzeit überhaupt nicht zur Entfaltung.

    Singh wurde als Talent für wenig Geld verpflichtet. Ihn schon mit gescheitert abzustempeln halte ich für falsch. Er hätte meiner Meinung nach gegen die Kölner Antifußballer bestimmt helfen können. Leider war er krank. Auch das die Leihe ein flop wurde in Nbg kann man mehr den Verantwortlichen dort anleisten, als dem Spieler.

    Vita ist auch ein Talent und der Preis in Ordnung.

    Was für mich derzeit keine guten Transfers bisher waren, sind der von Dantas und Nübel, sowie mit Abstrichen der von EMCM. Jetzt fehlt uns ein Zirkzee ;)

    Auch interessant ist, dass die Verpflichtung von Dantas und Rocca eine Art Signal für Stiller waren. Quelle kicker, einfach googeln :D

    Was ich mich frage ist, warum wir oft so plump in die Zweikämpfe gehen. Das fällt uns oft auf die Füße. Verstehe ich nicht, genauso wenig, warum der hohe Ball hinter die Kette für den Gegner fast immer klappt und die dann oft durch sind.

    Anschließend meine letzte Anmerkung und eine Frage.

    Rocca hat am Anfang bei den Amas in einem Testspiel mitgewirkt. Warum hat man ihn, statt ohne Spielpraxis, nicht bei den Amas eingesetzt, um ihn zu verbessern und ihm Spielpraxis zu geben?

    Ps: Dantas pendelt zwischen Profis und Amas hin und her ohne Perspektive.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich habe Deine Ausführungen leider noch nicht richtig einordnen können. Mir ging es ja darum, dass wir im Vergleich zu anderen Drittligisten relativ viel Geld ausgeben – natürlich immer mit Blick auf die 1. Mannschaft, weil wir eben hoffen, dass wir dann einen Treffer landen, der uns viel Geld spart. Mir ist schon klar, dass wir üblicherweise kaum Spieler für 100.000 Euro finden, die das Potenzial für die 1. Mannschaft haben. Solche Talente sind dann doch eher “kostspielig”. Das macht dann den Kader im Vergleich der 3. Liga recht teuer. Und gemessen am Wert des Kaders und an der Entwicklung der Spieler kommt halt im Gesamtergebnis relativ wenig rum. Sicherlich sind einige Spieler dabei, die noch den Schritt machen können (z.B. Richards, Singh), aber bisher ist das noch nicht sonderlich erfolgreich gewesen. In der Sache finde ich die Strategie schon sinnvoll, weil es bei punktuellen Treffern eben ordentlich Geld sparen kann. Da bringt eine Investition von 1 Mio dann einen Gegenwert von 20, 30 oder 40 Mios. Insofern begrüße ich diese Strategieänderung, die auch mit Brazzos Wirken einhergeht – auch wenn da noch mehr Erfolge bei rumkommen müssen, damit es auf Dauer nicht auch zu teuer wird (wobei wir da auch eher nochmal Erträge generieren können, weil wir ggf. Nachwuchsspieler dann doch für 2, 3 oder 5 Mios an einen Bundesligisten abgeben).

      Diese stark mit Hoffnungen behaftete Strategie der Investitionen in (relativ) hochpreisige Spieler ist also im Bereich der Talente vertretbar (weil wir es uns leisten können). Im Bereich der Profis darf man so natürlich nicht vorgehen. Wenn wir da teure Spieler kaufen, dann bindet das enorm viel Geld und dementsprechend muss die Investion meistens auch sitzen. Vor einzelnen Fehlkäufen bist Du natürlich nie gefeit, aber gerade wenn ich mir unsere teuren Spieler (Transfersumme) ansehe, dann überkommt mich das Gefühl, dass da häufig mit viel Hoffnung gekauft wurde. Martinez kannten wir ja vorher hier nicht großartig. Bei ihm hat es voll geklappt, denn er war der Schlüsselspieler für die CL2013. Aber bei Tolisso und Hernandez sehe ich nicht, dass diese vorher eher unbekannten Spieler den Ertrag bringen, der in einer sinnvollen Relation zum Kaufpreis steht – man meinte halt, dass diese Spieler sich zur absoluten Weltklasse entwickeln könnten und war deshalb bereit, recht hohe Preise zu bezahlen. Bei Hernandez ist vielleicht noch eine weitere Saison abzuwarten, aber nach 1,5 Jahren ist er nicht der große Stabilisator. Ein abschließendes Urteil zu Sané ist auch noch zu früh, aber bisher ist seine Performance auch nicht so toll, dass sich die 50 Mios ausgezahlt hätten. Mal sehen, wie es dann mit Upamecano wird. Mit diesen Transferausgaben geht halt viel Geld weg, das wir an anderer Stelle im Kader nicht mehr einsetzen können. Deswegen muss es halt schon recht häufig klappen. Aber Spieler, die zwischen Startelf und Ersatzbank pendeln, kriegen wir auch für deutlich weniger Geld – dafür sind 40 Mios und mehr einfach zu viel. Leider haben wir derzeit kaum Investitionen in Spieler im mittelpreisigen Bereich, wobei wir damit oft am Besten gefahren sind. Aktuell wäre Rashica vermutlich ein Spieler, der in diese Kategorie fällt. Er wäre für vermutlich für 15-25 Mios zu haben, würde uns vermutlich verstärken bzw. wäre ein Spieler, der zwischen Bank und Startelf pendelt, der aber auch das Potenzial zu mehr hat. Und wenn wir ihn nach 2 Jahren wieder verkaufen sollten, weil es doch nicht so geklappt hat, dann wäre der Wertverlust nicht so dramatisch, weil er eben vom FCB kommt. Spieler dieser Kategorie wären dann ein vergleichsweise sicheres Investment, weil sie den Kader verbreitern, ggf. sogar spürbar verstärken und ansonsten keine erheblichen Wertverluste bedeuten. Das ist bei hochpreisigen Spielern anders, da da schnell mal 20 oder 30 Mios an Wert verloren gehen (Hernandez würden wir jetzt vermutlich kaum für 60, 70 oder 80 Mios verkaufen können).

      1. Die Zeit der wirklich hochpreisigen Transfers dürfte wohl bald vorbei sein. Es ist für solch astronomische Ablösesummen einfach nicht mehr das nötige Geld im Umlauf. Zudem sind eigentlich fast alle Topteams in Sachen hochpreisiger Transfers ziemlich gebrannte Kinder. Hier die Liste der teuersten Transfers der Fußballgeschichte in absteigender Reihenfolge:
        Neymar (zu PSG), Mbappe (zu PSG), Coutinho (zu Barca), Dembele (zu Barca), Joao Felix (zu Atletico), Griezmann (zu Barca), CR7 (zu Juve), Hazard (zu Real), Pogba (zu ManU), Bale (zu Real), CR 7 (zu Real), Higuain (zu Juve), Neymar (zu Barca), Maguire (zu ManU), de Jong (zu Barca), de Ligt (zu Juve), Lukaku (zu ManU), van Dijk (zu Liverpool), Suarez (zu Barca), Hernandez (zu Bayern), Kepa (zu Chelsea), Pepe (zu Arsenal), Havertz (zu Chelsea). Jeder dieser Transfers kostete 80 Millionen oder mehr.
        Uneingeschränkte Volltreffer waren mMn nur Neymar (zu Barca), Mbappe, CR7 (in beiden Fällen) und van Dijk. Ein paar Spieler hatten gute Phasen aber auch Schwankungen bei ihren Klubs (Bale, Suarez, Pogba, Maguire, Higuain), einige sind auf dem Sprung zu uneingeschränkten Leistungsträgern und haben das schon im neuen Trikot gezeigt (Felix, de Ligt, de Jong). Bei ein paar Spielern ist noch möglich, dass sie zu Volltreffern für ihre Klubs werden, ohne dass ihre bisherigen Leistungen das garantieren würden (Hernandez, Havertz, Pepe). Ein paar Spieler werden wohl als Fehleinkäufe in die Geschichte ihrer Klubs eingehen, weil sie entweder schon mehrere Jahre beim jeweiligen Klub sind oder dem Talentalter längst entwachsen sind (Dembele, Coutinho, Griezmann, Hazard, Kepa, Lukaku). Wie du siehst, geht es in Sachen hochpreisiger Transfers unserer gesamten internationalen Konkurrenz nicht unbedingt besser als uns. Das soll keine Entschuldigung sein, aber zumindest ein Beweis dafür, dass nicht nur unsere sportliche Leitung hier Probleme hat.

      2. Ja, Du hast vollkommen Recht, dass andere das auch nicht besser hinbekommen. Doch gerade das sollte ja eher Mahnung denn Ansporn sein, es ebenso zu machen. Was dabei rauskommt, wenn man zuviel Geld in wenige Transfers steckt, sieht man ja bei Barcelona. Und im Kleineren auch bei Schalke oder dem HSV, die zwar nicht diese Summen ausgegeben haben, aber eine zeitlang auch auf Teufel-komm-raus viel Geld in (vermeintlich) große Namen investiert haben – mit dem Ende, dass schließlich Teile der Mannschaft sich hinter den teuren Spielern versteckt haben (was das mit der internen Stimmung macht, vermag ich nicht zu sagen, aber auf dem Platz war gerade beim HSV zu erkennen, dass keiner da war, der Verantwortung übernehmen wollte, als die teuren Spieler es nicht konnten). Nun muss das bei uns nicht so kommen und wir sind auch noch ein ganzes Stück von solchen Entwicklungen entfernt, aber sauteure Transfers sind halt nicht nur finanziell ein Risiko, das man sehr gut kalkulieren muss. Insofern hoffe ich, dass Du Recht behältst und die Zeit der immensen Transfersummen vorbei ist. M.E. ist der (zusätzliche) Ertrag bei extrem hohen Transfersummen meist nicht so gut wie das zusätzliche Investment – schon alleine, weil ich das Risiko streue, wenn ich mehrere Spieler für die gleiche Summe verpflichtet. Leider haben wir aber zuletzt wenige Spieler für viel Geld geholt und dafür dann an anderer Stelle sparen müssen. Was dann passiert, sieht man dann in der Abwehr, wo wir 88 Mio für zwei Spieler ausgegeben haben, die kaum spielen und nicht sonderlich toll sind (Sarr) oder grob die Hälfte der Spiele in der Startelf stehen, aber eben auch oft auf der Bank sitzen (Hernandez), weil sie auch nicht vollends überzeugen. Bei drei Spielern zu 20 bis 30 Mios wäre vermutlich mehr dabei rumgekommen.

  7. Davies-Boa-Alaba-Hernandez
    Kimmich-Goretzka
    Coman-Musiala-Sane
    Lewa

    Ich sehe gg. Lazio auch Davies auf rechts, glaube aber eher dass Flick so eine gravierende Änderung nicht machen wird und wieder Süle bringt.

    Entgegen der sehr verbreiteten Meinung hier Alaba ins MF zu stellen, präferiere ich hier eher die sehr stabile Doppel 6 mit Josh und Leon.

    Musiala bekommt bei mir den Vorzug gg. Choupo, da er zu mehr Kreativität fähig ist. Ein Punkt, wo es zuletzt allgemein gehakt hat bei uns. Ich denke aber, dass Hansi auch hier eher auf den erfahreneren Eric setzen wird.

  8. Wie wäre es, einmal Sane auf der 10 zu probieren? Mit entsprechender Absicherung nach hinten.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich mag Sané wirklich und bin sehr froh, dass er bei »uns« spielt, aber für eine 10 hat er zu wenig Spielintelligenz, glaube ich.
      Selbstverständlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Man weiß ja nie.

    2. Ich fand in den letzten Monaten schon immer überraschend, wie sehr die Diskussionen der Kaderdefizite in Richtung “hinten rechts” und “defensives Mittelfeld” gingen. Ich dachte mir schon immer: Naja, da kann ich ja den und den und zur Not den aufstellen. Aber auf der 10er Position haben wir keinen. Müller interpretiert die … naja, wie eben Müller. Aber dahinter haben wir gar keinen, der annähernd ein Spielmacher (10er) Profil hat. Nein 918, die Lücke gab es auch schon, als die Thiagointelligenz noch nicht zum “Konkurrenten” “verschenkt” wurde. Denn der ist ein 6er, evtl. 8er.

      James und Coutinho sind hier aus diversen Gründen nie richtig angekommen – aber genau so einen Spieltertyp fehlt uns meines Erachtens. Ob Sane das könnte? Einerseits; Ja, die schnellen Drehungen, das Überraschende, die Fähigkeit “Steckpässe” zu spielen. Andererseits: Nein, zu oft mit dem Kopf durch die Wand, zu oft die vielzitierte “falsche” Entscheidung – wann dribbeln, abspielen, abbrechen, schießen. Das würde auf der 10 glaube ich auch nicht funktionieren. ABER: er wäre da aktuell glaube ich trotzdem wirkungsvoller als ECM und Musiala (so sehr ich den mag und daran glaube, dass der sich dahin entwickelt)

      1. @jop
        Goretzka ist der prädestinierte OM Spieler.
        Wenn Thiago jetzt hier wäre würden wir ohne Müller heute wie folgt spielen

        Neuer
        Pavard/Süle Boa Alaba Davies
        Kimmich Thiago
        Goretzka
        Sane Lewa Coman

        Ein ambitionierter Club wie der FCB kann nicht dauerhaft mit Kimmich Goretzka Müller planen. Roca und Tolisso sind ein Witz.

      2. Da ist sie wieder, die 10er-Diskussion :-)
        Und immer wieder stellt sich dabei die Frage “wann hätte der FC Bayern zuletzt einen richtigen 10er, bzw hatte er überhaupt je einen?”

      3. naja, wir hatten zumindest mal Spieler, die das spielen konnten, z.b. die beiden von mir genannten (James; Coutinho), wenn Müller mal nicht da ist. Selbst Götze wäre da zu nennen. Gar keinen solchen Spieler im Kader zu haben, ist schon krass. Zumindest würde es mir gut gefallen, wenn wir einen Spielmacher, offensiv, hätten. Ob das dann ein Kevin de Bruyne oder ein deutlich offensiverer Messi ist. Mir schon klar, dass es nicht dieses oberste “Regal” sein kann (wieder so ein Begriff, der erst in den letzten Jahren Einzug in Fußballdeutschland gehalten hat) – aber vom Typ her.

        Goretzka ist für mich kein 10er, der ist die Inkarnation des “Box to Box” Spielers (weiß gar nicht, was früher da war: Der Begriff oder Leon :-))

      4. Ja, Loddar hat in seiner zweiten Zeit beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft die 10 getragen.
        Wenn du ihn allerdings ernsthaft als 10er bezeichnest, dann ……. ja dann ist wirklich jede weitere Diskussion überflüssig.

        Lothar war ein Box-to-Box-Spieler, da haben sich Goretzkas Eltern noch gar nicht gekannt :-)

  9. Hat jemand Inter vs. AC Mailand gesehen? Das Spiel hat mir ein bisschen die Sorge vor Lazio genommen ;)

    Ich hatte mir viel erhofft vom Spiel und beiden Mannschaften und wurde doch schwer enttäuscht. Das war aus meiner Sicht völlig aus der Zeit gerissen, taktisch und vom Spieltempo her anno 2005.

    Wenig Pressing auf beiden Seiten. Falls doch, wurde das mit 1-2 einfachen vertikalen Pässen überspielt. Zu Beginn hat man generell ohne Mittelfeld gespielt…da haben vorne viele Spieler drauf geschoben, dann kam in der Regel ein hoher Ball und die Spieler waren überspielt.
    Später hat sich AC Mailand dann im Spielaufbau versucht und den Ball mit 12 kmh von Rechts nach Links bewegt im Handballstil. Das hat teilweise aber gereicht, um sich die eine oder andere Torchance zu erspielen.

    De facto kann das Niveau der Spitzenteams in der italienischen Liga nicht so viel schlechter sein, wenn man sich Marktwerte, Spieler und Trainer ansieht. Kam mir allerdings schon so vor, als wäre das ein anderes Level.

  10. Die letzten beiden Spiele waren natürlich sehr dürftig aus Sicht der Bayern. Mir bleibt also für heute die Hoffnung, dass die Bayern unter Flick wie gewohnt zu den wichtigen Spielen auf den Punkt genau konzentriert sind und alles raushauen was sie haben. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht waren wir Fans vor dem 1/8 letztes Jahr gegen Chelsea ähnlich verunsichert, weil wir zahlreiche Tore kassierten und auch nicht wirklich überragend unterwegs waren.

    Bis halt zum Chelsea-Spiel. ;-)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ein kleines bisschen täuscht dich deine Erinnerung schon. Unmittelbar vor dem Chelsea-Spiel hatten wir ein einziges richtiges Wackelspiel gegen Paderborn drin, das wir mit Glück in der Schlussphase noch mit 3:2 gewannen. Ansonsten gab es viele klare Siege. Das einzige Haar in der Suppe war damals, dass die Mannschaft es nicht schaffte, nach einem klaren Vorsprung den Fuß etwas vom Gas zu nehmen und das Spiel trotzdem zu kontrollieren. So musste man beispielsweise in Mainz bzw. in Köln nach einer jeweils fulminanten 1. Halbzeit und einer Führung mit jeweils 3 Toren Unterschied klare Chancen der Gegner in Halbzeit 2 gefühlt im 5-Minutentakt hinnehmen und geriet nur aufgrund mangelnder Chancenverwertung der Gegner nicht noch ernsthaft in Bedrängnis. Gegen Hoffenheim im Pokal hätte man beinahe noch ein 4:1 verspielt. Ansonsten hatte die Mannschaft im Kalenderjahr 2020 vor dem Chelsea-Spiel in der Liga eine Bilanz von 5 Siegen und 1 Unentschieden bei einer Tordifferenz von 19:4. Leichte Skepsis über den tatsächlichen Leistungsstand war wie immer vor einem Spiel gegen einen namhaften Gegner natürlich angesagt, zumal man das bisher schwerste Spiel im Vorlauf des Chelsea-Spiels “nur” 0:0 spielte (gegen RB) und ansonsten mit Hertha, Schalke, Mainz, Köln und Paderborn eher Teams aus der unteren Tabellenhälfte als Gegner hatte. Trotz der mittlerweile errungenen Tabellenführung war die Erinnerung an Niederlagen gegen Teams wie Gladbach und Leverkusen noch nicht ganz verblasst und man war deshalb natürlich neugierig, wie man sich gegen eine stärkere Mannschaft aus der Affäre ziehen würde.
      Heute sind unsere Bedenken wohl ein bisschen größer, weil wir es zuletzt nicht einmal gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte geschafft haben, einigermaßen souverän zu gewinnen. Es wäre in jedem Fall ein guter Zeitpunkt dafür, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass es gegen Bielefeld und in Frankfurt hauptsächlich an einem leichten Defizit in Sachen Einstellung gelegen hat und nicht an mangelnder Qualität.

  11. Puh….ich bin ganz schön nervös;-))
    Ich würde die RV Schwachstelle mit Kimmich besetzen. Alaba und Goretzka auf die 6. Boateng und Hernandez in die IV
    der Rest stellt sich von selbst auf. (Einzig Choupo oder Musiala wäre noch interessant) Hauptsache nicht verlieren und dann mit
    voller Kapelle Zuhause die Runde überstehen.

  12. Musiala startet :)
    Alles nur Geplänkel vorher.
    Drücke ihm die Daumen, dass er an der Chance wächst. Traue es ihm zu.
    Auf geht’s!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  13. So hätte ich auch aufgestellt, von daher verbiete ich mir persönlich schonmal die Kritik daran, falls es schiefgehen sollte.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kein Hernández, da wird die Kritik wohl nicht ausbleiben….

    2. Wenn man auf die Bank schaut, bleiben ja auch kaum Alternativen. Davies als LA, Hernandez als LV und Sané auf die 10 wäre halt noch eine Option gewesen. Aber ECM hat ja nun zuletzt auf der 10 nicht überzeugt, da ist es schon sinnvoll Musiala einzusetzen. Kimmich als RV wäre natürlich auch ein Option gewesen, aber dann hätte Alaba ins MF gehen müssen. Und dann wäre das MF wiederum ziemlich durcheinandergewürfelt gewesen. So ist ggf. die rechte Seite wieder unsere Achillesferse. Aber ich hoffe mal, dass die CL ausreichend Motivation bietet, um voll konzentriert und engagiert zur Sache zu gehen.

    3. Sachzwänge, klar, aber ich finde auch die Logik dahinter nachvollziehbar. Die Paarung im Mittelfeld ist die einzige, die erwiesenermassen funktioniert, und in der Abwehr eine Balance zwischen einem defensiven und offensiven AV.

    4. Spielt Musiala, wird nach Hernandez geschrien. Spielen Musiala und Hernandez wird das Fehlen von Roca beklagt.
      Spielen alle drei, wird das Fehlen der Spieler beklagt, die deswegen draußen bleiben.
      Da nur eines sicher ist, nämlich dass geklagt wird kann das dem Trainer auch schon egal sein.

    5. Wobei Süle bislang sogar noch höher steht als Davies. Egal, funktioniert.

      1. Finde Süle dreht bis jetzt ziemlich auf, und hatte z.T. bessere Dribblings als Sané. Auf jeden Fall eine stark verbesserte Mannschaftsleistung, sieht wieder mehr nach Fußball aus. Freut mich für Süle, für Musiala, für Flick. Knock on wood für die zweite Hälfte.

      2. Ich glaube, da spielt gerade jemand um seinen neuen Vertrag…von mir aus gern.

  14. Die Aufstellung ist m.M.n. o.k. sie gibt zudem die Möglichkeit der Umstellung Kimmich-Alaba-Süle im Falle einer Überlastung Süles auf RV her. Das passt.

  15. Jessas, was macht der denn…aber Danke.

  16. Sehr wacher Auftakt – irgendwie ist die CL dann doch was Anderes. Und vielleicht hilft Sané ja mal die größere Anzahl an Spielen in Folge, damit er in Tritt kommt und sein Potenzial voll entfaltet. Wäre ihm und uns ja zu wünschen.

  17. Musiala macht das Ding! Gutes Händchen von Flick.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sehr geil. Auch wenn mir Boa wieder paar graue Haare mehr beschert.

  18. MUSIALAAAA! Na bitte!

  19. This is why we love this game. :)
    Freut mich sehr für den Bub.

  20. Neue Taktik. Lionel Süle den Ball geben und sein Ding machen lassen. Dann am Ende aber so stehen, dass man den grottigen letzten Pass in ein Tor umwandeln kann.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Es entspannt die Kadersituation auch sehr, wenn Süle gleichzeitig AV, Zehner und Rechtsaussen spielt.

      1. Hihi. YMMD

  21. Was geht mit Süle aaaab? :)
    Geil.

  22. Lukas Heinzel Seite 22.02.2021 – 11:05

    Das wird nichts, Bayern wird verlieren.

    Stiftl 22.02.2021 – 12:44

    Ich rechne eher mit dem nächsten Rückschlag. Woher soll der klare Auswärtssieg kommen? Die Leistungskurve der Mannschaft gibt das absolut nicht her.

    ;)

  23. Süle, Süle, Süle!
    Jamal, Jamal, Jamal!
    Und unser Leroy natürlich!
    Perfekter Auftritt!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Richtig gut von Sané und Coman hat mit seinem Sprint auch nen großen Anteil. Bis dahin eher unscheinbar.

  24. Insgesamt ein guter Eindruck zur Pause. Lazio ist sicher nicht das Maß der Dinge, aber dennoch muss man das erstmal so hinbekommen in unserer Situation. Defensiv waren gerade über die Außen doch wieder ein paar (wenige) Momente, wo es noch nicht richtig rund läuft. Und wenn wir mal etwas tiefer bei Ballbesitz Lazio stehen, dann ist da nicht immer eine zweite Viererkette zu erkennen, weil die Außen (Sané und Coman) da entweder höher stehen oder merkwürdig einrücken.

    Aber Musiala macht das sehr ordentlich im Vergleich zu ECM und Goretzka räumt da im MF auch immer wieder gut auf. Leider gefällt mir Sané noch nicht richtig gut. Von der Einstellung fällt er ein wenig gegenüber dem Rest der Mannschaft ab (alleine das Reklamieren eines Fouls und das Stehenbleiben anstatt nachzusetzen) und irgendwie wirkt er auch etwas verkrampft – dabei hat er heute doch keine Konkurrenz im Nacken sitzen. Seine Leistung ist nicht wirklich schlecht, aber irgendwie ist die Erwartungshaltung doch immer etwas höher.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Also bis jetzt gibt es bei Sane aber wirklich gar nichts zu kritisieren.
      Man muss sich vielleicht auch von der Erwartungshaltung etwas lösen und einfach beurteilen was man sieht.

      1. Naja, wir hätten 2019 beinahe 100 Mios für ihn hingelegt und jetzt waren es immer noch 50. Und das ist dann halt der Maßstab. Aber er legt ja schon mal gut los in HZ2. :-)

    2. Vielleicht ist das auch nur der Fokus auf ihm. Ich sehe das auch wie du, diese oftmals kurzen “lustlosen” Aussetzer nach einem Ballverlust oder dem erwarteten Pfiff der nicht kommt (war einmal für mich klares Foul als er gehalten wurde). Man konzentriert sich halt genau auf ihn und dann fällt es einem erst recht auf.

      Ich glaube (und hoffe) er kann das noch abstellen. Dann wäre er der Spieler der er sein könnte.

      Auch Robben hatte ab und zu mal diese Arme in die Lufte werf-Momente ;)

      1. Stimmt (das mit Robben). Aber er hatte von ersten Tag an einen erheblichen Impact auf unser Spiel und fehlte uns doch sehr, wenn er verletzt war. Sein Fehlen wurde eigentlich immer als Verlust eines Schlüsselspielers eingestuft. Da fehlt Sané dann doch noch einiges bis man das über ihn sagt.

  25. Der ganze Bohei um CHO und im Stillen hat man sich den Jamal eingesackt. Will gar nicht wissen, was Tuchel mit dem anstellen hätte können.

  26. Süle spielt sich auf der RAV-Position fest. :-)

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Und der Jogi kriegt ein feuchtes Höschen.

  27. Ok.. kann mir jemand erklären warum wir in Frankfurt so einen Stuss gespielt haben?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. U.a. weil Frankfurt ne Klasse besser war als Lazio (heute). Aber das Spiel läuft ja noch…

      1. Jo, wir können noch dafür sorgen, dass Frankfurt zwei Klassen besser war.

    2. Die expected goals nach Frankfurt waren auch für uns, wenn ich es richtig erinnere. Da war halt der Sonntagsschuss dabei, der bei 5 von 100 Versuchen überhaupt reingeht. Und wir haben dort die ersten 20-30 Minuten gepennt (u.a. weil wir das körperliche und robuste Spiel der Eintracht nicht angenommen haben). Wenn ich alleine sehe, wie sehr Musiala sich im Vergleich zu ECM reinhängt, dann erklärt das Vieles. Und Goretzka ist halt auch wieder da. Warum es ansonsten heute noch anders ist als Samstag? Vermutlich sind die Spieler im Kopf dann doch etwas durch und sich bei Festtagen noch stark genug reinhängen können. Zum Glück haben wir bald auch mal ein paar (wenige) normale Wochen ohne Spiel unter der Woche.

      1. Einstellung, Laufbereitschaft, anlaufen und Verschieben heute in der Tat von Anfang an viel besser.

  28. Rom auswärts. Gerne öfters. :D

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Oh Mist. Mein Stream hängt hinterher. Jetzt also noch 3 für uns.

  29. Lazarri von Lazio gefällt mir bei Lazio ziemlich gut. Enorm schnell und ziemlich sicher am Ball. Den könnte man möglicherweise auch zum rechten Verteidiger umschulen?

  30. Das wäre jetzt so ein Zeitpunkt vor man einen EMCM bringt. Nicht als 10er von Anfang an gegen Frankfurt.

  31. Schade, heute haben uns die Optionen gefehlt. Sané hätte ab der 60. Minute raus gemusst. Da kam nix mehr und man hat auch den Frust bei ihm gesehen. Geile 1. HZ Tor und gute Dribblings. Da wär es besser gewesen, man hätte Costa bringen können um ihm sein Erfolgserlebnis zu lassen.

    Jetzt muss man schon wieder kritisieren.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Genau das haben wir am WE auch diskutiert. Was bringt es, wenn er von 10 Aktionen gerade mal eine sehr gute dabei hat? Wobei heute die erste Halbzeit umgedreht war 9 von 10 Aktionen waren sehr ansehlich und genau das, was er immer zeigen darf. Die Konstanz fehlt schon extrem. Und das nicht von Spiel zu Spiel sondern in einem Spiel. Ich habe mich gefragt, ob er einen Zwillingsbruder hat, der in der HZ “eingewechselt” wurde…

  32. Gratulation an die Mannschaft, hätte ich nicht so erwartet.
    Für die Champions League scheint die Motivation ein ganz andere zu sein.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Naja inzwischen weißt Du doch immer auf 918 hören meen Jung

  33. Du schreibst vor jedem Spiel: “klarer Sieg”
    Irgendwann musst ja mal recht haben Johnboy.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich einverstanden, unsere Community Guidelines zu beachten.