Vorschau: Borussia Mönchengladbach – FC Bayern München

Justin Trenner 07.01.2021

Eigentlich sind es also nur drei Auswärtssiege nach 90 Minuten aus den letzten 14 Anläufen. Borussia Mönchengladbach ist dementsprechend seit mehreren Jahren das, was der Volksmund unter “Angstgegner” versteht. Doch warum ist das so?

Zumindest korreliert mit diesem Zeitraum ziemlich genau die Ära von Max Eberl, der seit 2005 als Nachwuchskoordinator in Gladbach tätig war und 2008 die Teilverantwortung für die Suche nach einem neuen Trainer übernahm. Fortan wuchs seine Bedeutung für den Klub stetig an und mit ihm tat es auch der sportliche Stellenwert der Borussia, die heute wieder zu den besten Klubs des Landes zählt.

Zugegeben: Linear verlief der Aufstieg nicht, aber wer würde dieser Tage noch in Frage stellen, dass Eberl Großes erreicht hat? Ein wichtiges Erfolgsrezept ist es, dass er ein gutes Händchen für Neuzugänge hat – in jeglicher Hinsicht. Einerseits betrifft das die Spieler, andererseits aber auch die Trainer. Eberl hat eine Vorstellung von Fußball in Gladbach etabliert, die sich im Laufe der Jahre mit ihm und dem Klub mitentwickelt hat.

Gladbach gegen Bayern: Offensivspektakel?

Dabei geht er oft innovative und mutige Wege – weil er es muss. Gladbach ist immer noch dabei, sich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen und zu etablieren. Seit 2012 wurden sie immer mindestens Neunter, fünfmal schafften sie es sogar in die Top 5.

Ein durchaus mutiger Weg war es auch, mit Marco Rose, René Marić und Alexander Zickler ein Trainerteam zu engagieren, das in Salzburg zwar sehr erfolgreich war, das aber keinesfalls eine Erfolgsgarantie mitbrachte. Zumal Hecking zuvor nach zwei neunten Plätzen einen guten fünften Platz liefern konnte. Bisher geben dem Sportdirektor aber nicht nur die Ergebnisse recht.

Rose, Marić und Zickler haben den Gladbacher Fußball wiederbelebt und modernisiert. Sie stehen für Vertikalität, Tempo und eine starke Offensive. Wie Hansi Flick es treffend auf der Pressekonferenz sagte:

Die Erfolge gegen Hochkaräter in der Champions-League-Gruppenphase waren beeindruckend. Das ist ihr Spiel, sie spielen mutig nach vorn und haben im letzten Drittel Tempo und gute Automatismen. Sie machen dem Gegner die Räume sehr eng. Von daher sehe ich eine gute Entwicklung. Die Art und Weise, wie sie Fußball spielen, sagt mir sehr zu.Hansi Flick auf der Pressekonferenz vor dem Gladbach-Spiel

Gladbach bringt alles mit

Enge Räume, Mut nach vorn, Tempo und gute Automatismen im letzten Drittel – all das war es, was den Bayern zuletzt zusetzen konnte und Gladbach bringt das auf hohem Niveau mit. Es wird für die Münchner deshalb ein echter Härtetest. Wie wirkungsvoll war die kurze Weihnachtspause wirklich?

Doch auch Gladbach hatte vor dem Jahreswechsel einige Probleme. Im Dezember gab es aus sieben Pflichtspielen nur einen Sieg – im Pokal gegen den SV Elversberg. Zu den Niederlagen gegen Inter Mailand (2:3), Real Madrid (0:2) und Hoffenheim (1:2) gesellten sich aus Gladbacher Perspektive unweihnachtliche Unentschieden gegen Freiburg (2:2), Hertha (1:1) und Frankfurt (3:3).

Dass die Borussia also schlagbar ist, ist ein offenes Geheimnis. Und doch verkörpert sie in ihren Anlagen all das, was den Bayern im Moment Sorge bereiten sollte. Schon 2019 bekam Hansi Flick das zu spüren, als sein Team in letzter Minute mit 1:2 verlor.

Erinnerungen an 2019

Damals begannen die Gladbacher mit einer Mittelfeldraute. Eine Ausrichtung, die nach den Angaben von Marić von den Bewegungen von Thomas Müller, Thiago und vor allem vom Rechtsverteidiger Joshua Kimmich auseinandergespielt wurde. Bayern war das spielbestimmende Team, ging kurz nach der Pause sogar in Führung.

Doch dann kam Gladbach ins Spiel. Sie wechselten von der Raute auf ein breiter ausgerichtetes 4-2-3-1 und bekamen die Bayern so in den Griff. Ob das 2:1 letztendlich verdient war, ist eine philosophische Frage, aber der Ausgleich war es allemal.

Warum nun die Erinnerung an diesen für die Bayern so unschönen Abend? Weil sie für die kommende Partie aus zweierlei Gründen relevant werden könnte.

Holt Gladbach die Raute nochmal heraus?

Zunächst ist da die auf Gladbacher Seite gescheiterte Raute, die aufgrund einer gut vorbereiteten Bayern-Mannschaft nicht funktionierte. Gerade Kimmich war damals der Schlüssel. Gegen Mainz zeigte er am vergangenen Wochenende erneut, dass er als Rechtsverteidiger der perfekte Anti-Rauten-Spieler sein kann, weil er die natürlichen Lücken des Systems gut bespielen kann.

Wird Gladbach die Raute also diesmal in der Schublade lassen? Vielleicht. Vielleicht haben Rose, Marić und Zickler sich aber auch auf der Pressekonferenz der Bayern Hoffnungen gemacht, als Flick in aller Deutlichkeit davon sprach, dass Kimmich im Zentrum starten würde – gewissermaßen eine unkluge Transparenz seitens des Triple-Trainers.

Das Trainerteam der Borussia wird die erste Halbzeit gegen Mainz zur Kenntnis genommen haben. Darüber hinaus taten sich die Bayern auch gegen andere Gegner wie Union Berlin, Werder Bremen oder RaBa Leipzig sehr schwer. Sie alle hatten gemein, dass sie das Mittelfeldzentrum extrem kompakt gemacht haben. Räume gab es dadurch zwar hin und wieder für die Außenverteidiger, doch die konnten damit wenig anfangen und so blieben die Offensivwaffen der Bayern zu oft stumpf.

Eine Partie der vielen Phasen

Also doch wieder Raute der Gladbacher? Zumindest können sie damit auf den höchstwahrscheinlich auf der Sechs startenden Kimmich Druck ausüben. Dass dessen Unterstützung gegen Mainz eher nicht existent war, lag an einem schwachen Corentin Tolisso. Mit Leon Goretzka hätten die Bayern aber durchaus Möglichkeiten, sich aus dem Pressing der Gladbacher zu befreien – egal, ob die nun mit einer Raute, einem 4-3-3 oder einer 4-4-2-Abwandlung anlaufen.

Ein zweiter relevanter Aspekt ist aber noch offen, der sich aus dem Rückblick auf die 1:2-Niederlage im Jahr 2019 ergibt: Gladbach ist auch innerhalb eines Spiels wandlungsfähig. Die Bayern brauchen mehr als das eine Gegenmittel, weil das gegnerische Trainerteam ständig in der Lage ist, durch kluge Anpassungen in den Spielverlauf einzugreifen.

Wenn man hart mit Flick ins Gericht geht, könnte man ihm das als eine seiner Schwachstellen ankreiden. Damals fand sein Team keine Antworten auf die Umstellungen und auch im sehr erfolgreichen Jahr 2020 gab es immer mal wieder Spielphasen, in denen sein Einfluss von der Seitenlinie aus- oder gering blieb.

Das Außenverteidiger-Dilemma kann die Partie entscheiden

Immerhin: Gegen Mainz stellte der Trainer zur Pause taktisch klug um und brachte so die Wende auf den Weg. Die Partie gegen Gladbach wird eine mit vielen verschiedenen Phasen sein. Dementsprechend werden die Bayern auch verschiedene Lösungsansätze brauchen – und einen guten Tag der Außenverteidiger.

Gerade auf der rechten Seite sucht Flick immer noch nach einer Lösung. Pavard? Außer Form. Süle? Defensiv stabil, im Spiel nach vorn unsichtbar. Sarr? Immer noch nicht richtig in München angekommen und höchst umstritten bei nahezu allen – außer Flick. Dennoch dürfte er keine Option sein.

Kimmich wäre die optimale Lösung, um das enge Gladbacher Zentrum auseinanderzuziehen und von außen diagonal in die Zwischenzonen zu kommen. Gerade mit seinem stark einrückenden Positionsspiel könnte er der Borussia erneut wehtun. Allerdings fehlt dann jemand im Zentrum, der dort für Entlastung sorgt. Zwei Kimmichs hat Flick noch nicht im Kader. Und so wird es mal wieder auf einen Kompromiss hinauslaufen. Einer, der den Ausgang des Spiels mitbestimmen wird.



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  1. Gut analysiert.
    Was hilft Kimmich auf RAV wenn BMG 4-2-3-1 spielt?
    Flick legt Wert darauf das wir unsere Philosophie haben und durchziehen und uns nicht an dem Gegner orientieren.
    Man hat entschieden Thiago zu verkaufen weil man überzeugt ist das Kimmich Goretzka es können. Beide sind fit und können jetzt allen zeigen was sie drauf haben. Sicher ist ein formschwacher Pavard nicht hilfreich. Mal sehen wer dort aufgestellt wird.
    BMG hat aber auch einige erhebliche Probleme das darf man nicht vergessen. Wird wohl ein knappes Spiel.

  2. Unser Alex Zickler ist Co-Trainer bei Gladbach? Hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Für mich der ewige Held im vorletzten Spiel der Saison 2000/2001.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ah ja, der Alexander Zickler! Da kommen viele Erinnerungen hoch! Hier noch ein rezentes Interview mit ihm:

      https://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/2010/Artikel/gladbach-co-trainer-alexander-zickler-im-interview-rb-salzburg-fc-bayerm-itw.html

    2. Hach, der Zico! Das werde ich auch nie vergessen. Wird eingewechselt, ballert das Ding (gegen Kaiserslautern, oder?) volley in die Maschen, während quasi zeitgleich Balakov gegen Schalke trifft. In der Rückbetrachtung geht das leider oft unter im Vergleich dazu, was dann eine Woche später in Hamburg los war.

      1. Ja, das war damals der absolute Wahnsinn und hat Hamburg erst möglich gemacht :-)

  3. Wie immer klasse Analyse!
    Gladbach hat eine starke Mannschaft und ist eigentlich in der Tabelle aktuell in einer zu schlechten Position.
    Manchmal haben sie kollektive Ausetzer wie in Madrid und auch im ersten Spiel gegen Dortmund. Hoffen wir, dass das auch morgen so ist.
    Zum Thema RAV: was haltet ihr von Hernandez auf links und Davis auf rechts?
    Mit Coman auf rechts und Sane über links müsste das doch eigentlich einigermaßen harmonieren. Zudem könnte Kimmich in der Mitte bleiben.

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    1. Von den atletischen Voraussetzungen wahrscheinlich die optimale LAV und RAV Besetzung. Allerdings ist Davies halt ein Linksfuß der quasi sein gesamtes Spiel über diesen Fuß abwickelt. Sehe ich daher problematisch.
      Gerade für das derzeit of so flankenlastische Bayern Spiel (siehe Kimmich gegen Mainz).

  4. Im Idealfall gibt Flick Roca eine Chance und Kimmich startet außen. Stimme völlig überein, dass Flick’s Aussage etwas voreilig war und für ihn auch etwas untypisch ist. Klar ist Kimmich die zukünftige Nummer 6. Das heißt nicht, dass es über manche Strecken Sinn macht, seine Variabilität auszunutzen. Damit sprang immerhin ein CL-Sieg heraus.

    Apropos Gladbach: wie man in besagten Foren lesen kann, stehen Brandt und Schulz angeblich zum Verkauf. Die Gladbacher Anhänger würden sich Brandt wünschen. Das wäre eine tolle Sache. Es war absolut vorauszusehen, dass Brandt beim BVB keinen Schritt nach vorne macht, das er planlos “weggekauft” wurde. Ein stärkeres Gladbach wäre für die ganze Bundesliga auch gut.

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    1. Hauptsache weggekauft. Klare Strategie der Dortmunder, die Konkurrenz zu schwächen. (-;

  5. Zakaria spielt ja heute vor.
    Mal sehen wie er unter Druck performed.
    Matthäus redet zwar auch immer wieder von Neuhaus vergisst aber das wir für diese Position Goretzka haben und den alles überragenden Tolisso! Und auch das Mega Talent Musiala das auch die defensive 8 spielen kann.

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    1. Mal schauen, ob er überhaupt spielt. Und wenn er spielt, sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Der war jetzt ein Dreivierteljahr verletzt und muss vermutlich erstmal wieder in Schwung kommen.

  6. Den Spielverlauf der ersten Halbzeit habe ich diese Nacht wie folgt geträumt:

    Nach Traumpass von Stefan Effenberg erzielt Arjen Robben, der als linker Flügelstürmer aufläuft, das frühe 0:1. Leider wird das vom VAR zurückgepfiffen, weil Effenberg vorher in einem Luftzweikampf ganz leicht den Gegenspieler berührt hat. Die TV-Kommentatoren bezeichnen den VAR-Eingriff als “völlig ungerechtfertigt”. Die Mannschaft lässt aber nicht nach: Joshua Kimmich jagt das Leder aus 20 Metern zentraler Position an den Querbalken, Giovane Elber köpft wenig später an den Außenpfosten. Wir sind drückend überlegen. Kurz vor dem Pausenpfiff kommt Arjen Robben nach flacher Hereingabe von Willy Sagnol unbedrängt fünf Meter vor dem Tor zum Abschluss – und setzt die Kugel per Direktabnahme drei Meter über das Tor. Mit 0:0 geht es in die Pause. Ich rege mich so sehr auf, dass ich aufwache. HZ2 habe ich leider nicht mehr geträumt…

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich habe mich heute Nacht mit Serge Gnabry unterhalten. Er war gut drauf. Ich nehme das als Hinweis, dass er in der zweiten Halbzeit das Spiel entscheidet.

    2. In HZ 2 ist Kimmich auf RAV gewechselt, weil Sagnol nicht die vollen 90 Minuten gehen konnte. Er hat dann mit 3 Traumschlenzern von der Strafraumecke aus für ein verdientes 3:2 gesorgt, nachdem sich Boateng 2x hatte auskontern lassen…

      Im Interview nach dem Spiel deutete er an, sich durchaus eine Zukunft als RAV vorstellen zu können.
      Zitat: “Ich habe mich dort eigentlich immer recht wohl gefühlt, muss das aber noch von einem Blogger absegnen lassen, der mich als kommenden Kapitän und Weltfußballer auf der 6 sieht, nachdem wir Thiagointelligenz verschenkt haben.”

      1. Der Brüller……made my day:))))))

  7. In HZ2 schießt Tolisso ein Eigentor nach Vorlage von Oddo

  8. Beim Blick auf die heutige Aufstellung mit Pavard und Douglas Costa in der Startelf stelle ich mir gerade die Frage, was im Kopf eines Lucas Hernandez vorgehen muss. Er hat anders als Spieler wie Pavard, Tolisso oder auch Douglas Costa eine mehr als passable Hinrunde gespielt und ist jetzt schon im 2. Spiel nicht in der Startelf. Im letzten Spiel vor der Winterpause durfte er erstmals seit langem in der Innenverteidigung ran und hatte gemeinsam mit seinen Kollegen großen Anteil dran, dass der Gegner (obwohl dieser Leverkusen hieß) nicht wie in fast allen Spielen davor mehr als eine Handvoll glasklare Chancen hatte.
    Heute hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, z.B. Davies auf die Position von Costa vorziehen oder Alaba neben Goretzka ins Mittelfeld stellen und dafür Kimmich auf rechts stellen und eben Hernandez auf den Flügel stellen. Nachwievor könnte man ihm auch einmal statt Alaba die Chance in der IV geben. Wenn das so weitergeht, vergrault man diesen Spieler, den man im nächsten Jahr so dringend brauchen würde. Schön langsam habe ich das Gefühl, dass Flick irgendetwas gegen ihn hat.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das Gefühl habe ich schon seit Längerem. Absolut unverständlich …

    2. Letztes Jahr konnte man mit “never change a winning team” argumentieren, aber momentan hat keiner der damaligen Stammspieler in der Abwehr Normalform. Da hätte ich mir auch mehr Chancen für ihn erwartet.

  9. Tolisso und Hernandez draußen. Da wird es Ingame-Kommentar-mäßig heute ruhig bleiben hier. Zumindest am Anfang :-)

    Bis das nächste Opfer gefunden ist. Wenn ich raten müsste, hmmmmmm Costa?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dürfte ein Kopf an Kopf-Rennen mit Sane werden.

      1. Ich setze auf Costa.

    2. Tja, kaum steht keiner der beiden in der Startelf…

      1. …sind wir schon wieder anfällig.
        Da bin ich bei dir.

  10. Wie gewonnen so zerronnen. Ärgerlich.

  11. Das sind Löcher in der Zentrale. Und das gegen Gladbach.
    Mir schwant Böses.

  12. ….Costa sollte m.M.n. durch Musiala oder Coman ersetzt werden. Das ist einfach zu wenig. Pavard ist besser als zuletzt.

  13. Warum stehen wir so hoch und spielen so hohes Risiko, wenn wir das wegen Zeitmangel nicht richtig trainieren können? Aus meiner Sicht sollten wir etwas tiefer stehen. Das geht zu einfach für BMG

  14. Immer wieder unglaublich, was Süle da für Tempoläufe hinlegt …

    Scherz. Einfach nur unfassbar, wie langsam die Bayern-Abwehr im Kopf und auf dem Platz agiert.

    Aber generell sind die letzten 20 Minuten ein Spiegelbild der ersten 20 Minuten. Die Tore hatten sich die Gladbacher da auch selber eingeschenkt (bzw. der Schir bei Tor 1). Insgesamt bisher kein Spiel zum Zungeschnalzen.

  15. Alle Chancen Gladbachs entstehen durch Ballverluste. Einmal dieser, man kann es nicht anders sagen, dumme Pass Pavards und dann der unnötige Ballverluste Kimmichs. Wobei ich da ein klares Foul an ihn sehe!
    Da ist Süle der geringste Vorwurf zu machen. Ballverluste in der Vorwärtsbewegung sind halt kaum zu verteidigen… Und mit unserem Spiel, dass wir hoch stehen haben die Gegentore auch nichts zu tun.

    Einfach ärgerlich: nach einem 2:0 muss das Spiel entschieden sein, stattdessen holen wir den Gegner wieder einmal durch eigene Fehler ins Spiel.

    Ansonsten muss man sagen, dass die ersten 35 Minuten mit die beste Anfangsphase seit langer Zeit war.

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    1. Süle am besten gar nicht mehr in Schutz nehmen…

    2. “Alle Chancen Gladbachs entstehen durch Ballverluste.”

      Das ist die Weisheit der Binse. Wie sollen sonst Tore entstehen?

      1. Tut mir leid für die Undeutlichkeit: Gemeint sind Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Es macht einen Unterschied, wo ich einen Ball verliere. Dort, wo wir ihn heute oft verloren haben, kann es oft schnell gehen – heute durch Gladbach eindrucksvoll bewiesen.

        Ansonsten können Tore auch nach Standards, Einwürfen oder sogar normalen Spielsituationen, in denen sich eine Mannschaft durchkombiniert entstehen, ohne dass es einen Ballverluste im offenen Spiel gab und vielen weiteren Möglichkeiten.

  16. OK. Also das war das jämmerlichste Gegentor in dieser Saison…bis jetzt.

  17. Oh Mann geht das einfach.
    So leicht hat Gladbach schon lange keine Tore mehr geschossen.
    Scheint wohl doch nicht nur an Tolisso zu liegen.

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    1. Was denkst du, wo es hakt?

  18. Da fällt einem echt langsam nichts mehr ein.

  19. Der Schirm ist wie üblich eine Katastrophe. Kimmich wird gefoult ohne Ende, aber es wird nie angepfiffen. Lewa würde vergleichbare Situationen IMMER als Foul angekreidet bekommen.

    Aber was Süle da vor dem 3:2 macht, ist unerklärbar. Wird Zeit für Coman.

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    1. Der Schiri ist eine Katastrophe? Das war er für Gladbach. Der Witz-Elfer war doch nicht wirklich zu rechtfertigen. Sorry. Bedank dich bei Süle, der einfach kein Tempo hat und Tor 3 auch noch mustergültig vorlegt. Das war doch absolut lächerlich, was da hinten abgeliefert wurde.

      1. Oh. Der Elfmeter war klar. Der Spieler macht eine deutliche Bewegung mit der Hand zum Ball und berührt ihn. Viel klarer geht es nicht, auch wenn er damit nicht groß was anrichtet. Da ist die Regel – und damit jedwede Handregel, die es im Fußball bereits gab – eindeutig.

  20. Es liegt nicht an Süle, es liegt an unserem Nicht-Abwehrchef Alaba, der nix, aber auch gar nix organisiert bekommt. Weil er mit dem Kopf in Madrid ist.

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    1. Naja, Alaba wird ihm bestimmt nicht gesagt haben, “spiel einen Fehlpass und sieh dir die weiteren Ereignisse aus sicherer Distanz an”. Momentan sind hinten einige ausser Form, und kollektiv gönnt man sich öfters mal eine geistige Auszeit. Ich sehe allerdings auch nicht, dass Alaba seinen persönlichen Stammplatz momentan rechtfertigt.

  21. Au weia, bis zum 2:2 war ich dafür das das in Gladbach ist echt zufrieden aber seit dem sehen wir aus wie letzte Woche Mainz…
    Egal wie gut unsere Offensive auch ist und wie sehr sich die Jungs reinhängen vom Einsatz her, mit dieser Defensive wird man keinen ernstzunehmenden Titel gewinnen. Ich habe keine Erklärung woran es liegt aber in jedem Spiel der jüngeren Vergangenheit mit Ausnahme Leverkusen hat hinten mindestens einer einen rabenschwarzen Tag, heute ist eben Süle dran. Irgendwann geht das dann eben auch Mal nach hinten los, selbst wenn Dank Lewa oder wem auch immer da vorne nicht heute Abend, dann demnächst, die Einschläge kommen näher und auch wenn immer Glück können sein mag ist diese Gegentorflut, insbesondere die Art und Weise der Entstehung gruselig und muss schnellstens angestellt werden, wenngleich ich auch nicht sehe wie das bewerkstelligt werden soll, da eine defensivere Herangehensweise daran null kommae null ändert und zu dem Führt was wir unter Kocac gesehen haben. Flick ist echt nicht zu beneiden, was kein pauschaler Freispruch sein soll denn letztendlich ist es seine Aufgabe sich etwas diesbezüglich einfallen zu lassen.

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    1. Entschuldigt die zahlreichen Rechtschreib-und Zeichensetzungsfehler sind dem nervösen Tippen auf dem Handy parallel zum Spiel geschuldet, unser ehemaliger Trainer heißt natürlich Kovac um den schlimmsten Fauxpas wenigstens nachträglich zu korrigieren.

  22. Wir bekommen die Tore immer durch die Mitte…wo ist da das Mittelfeld? An Kimmich kann’s nicht liegen, der ist ja immer Weltklasse…Als wir letzte Woche die Gegentore bekommen haben war er auch aufm Platz…

  23. Hat hier eigentlich jemand schon mal ein Spiel von Sane gesehen, in dem er gezeigt hat, dass er der zweitteuerste Spieler des FCB ist? Da wären die 15-20 Mio für Perisic eher gerechtfertigt gewesen. Unverständlich, dass Brazzo sogar beinahe 100 Mio für ihn hingeblättert hätte. Ist ja schön, wenn er gegen Mainz und Co. Tore macht, aber für ein höheres Niveau reicht es bei ihm anscheinend nicht.

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    1. Oh Herri. Die ganze Mannschaft steht neben sich aber Du prügelst natürlich wieder auf Sane ein.

      1. Nochmal die Frage: Hast du schon ein Spiel von Sane gesehen, in dem er die Ablöse gerechtfertigt hat?

    2. Ich habe Sane sogar noch am stärksten gefunden, hat viel versucht offensiv und man sieht dass es bei Ihm bergauf geht, leistungstechnisch.

      1. Aber war er ein Faktor in unserem Offensivspiel? Hat er Chancen kreiert? Vorlagen gegeben? Tore gemacht? Ich sehe da nicht viel für einen 50 Mio Spieler.

      2. Er war definitiv ein Faktor im Offensivspiel. Also wie geschrieben habe ich Ihn heute noch am stärksten gesehen. Denn Costa, Müller und Coman hatten heute auch keine Vorlagen, etc..

      3. Yep. Ich sehe das so wie make.

  24. Was für ein Treppenwitz. Wir gehen achtmal in Rückstand und verlieren nicht. Und jetzt setzt es ausgerechnet nach einer 2-0 Führung eine (verdiente) Pleite.

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    1. AntwortsymbolNordish Bayern Nature Seite 08.01.2021 - 22:30

      Wir sollten im nächsten Spiel tunlichst wieder gleich in Rückstand geraten. Dann können wir alle endlich wieder entspannt eine Aufholjagd genießen…

    2. Ja. Leider. Das ist bitter, weil die Ballverluste vorne immer wieder teuer sind. Wir sind einfach zu nett. Keine taktischen Fouls. Kein langes Liegenbleiben nach Fouls. Das haben uns andere Teams einfach voraus. Wären wir da ekliger und unsportlich, dann könnten wir uns besser sortieren.

      1. Ja das wäre schön, wenn wir eklig und unsportlich wären, sehr schade wirklich.

  25. Verdiente Niederlage, aber ich hab nur eine Frage;

    Warum hat er nicht ab der 65. noch Frische Leute gebracht ?

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    1. Gute Frage. Sollten wir dem Trainer stellen.

  26. Borussia Leidenschaft gegen FC Planlos. Völlig verdienter Sieg für Gladbach. Bei uns nur noch Flickwerk.

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  27. Ab Minute 35 gibt es nur ein Wort, dass das beschreiben kann: Frechheit!

  28. Die erbärmlichste Leistung seit langem. Die Mannschaft Saft-, Kraft- und Willenlos. Der Trainer hilflos.
    Gute Nacht, jetzt geht’s nur noch bergab.

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  29. Zwei Fragen: warum durfte unser Trainer heute nur einmal wechseln und warum sind Schiedsrichter und Kommentatoren (DAZN) Fanboys der Fohlen?

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    1. Wo sind denn die Kommentatoren keine Fanboys unserer Gegner?

    2. Also Sandro Wagner würde ich nicht als Fohlen Fanboy sehen. Gladbach hat halt deutlich besser als wir gespielt.

  30. Das war heute auch spielerisch ein ziemlicher Tiefpunkt. Viel ungefährliches Quergeschiebe, ganz schwache Flanken und Standards, kein Tempo oder Spielwitz. Wenn die Mannschaft keine hohen Ballgewinne realisieren kann, fehlen uns die Automatismen für einen kontrollierten Spielaufbau. Und die (Nicht-)Wechsel von Flick sind schwer nachvollziehbar. Wenn die Spieler so kaputt sind, warum wechselt er ein einziges (!!!) Mal in dem Spiel?

  31. Puuuuuh… Schwere Kost und brutal enttäuschend.
    Warum wir nach 2-0-Führung nicht mal den Spielstil ändern, ist für mich völlig unverständlich.
    Hat Flick wirllich nur nen Plan A???

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Es hat doch nichts mit dem Spielstil zu tun. Das Spiel verlieren wir aus ganz anderen Gründen. Die Alternative, um alle heutigen Tore zu verhindern, wäre gewesen, alles lang zu Bolzen. Aber dann ist es auch nicht unwahrscheinlich, ein Spiel aus der Hand zu geben, weil man dann ebenfalls komplett die Kontrolle über ein Spiel verliert. Und das macht noch weniger Spaß als Fan, zuzuschauen als heute.

  32. Phonzy traut sich leider kein Dribbling mehr zu und Pavards Offensivaktionen führen auch zu keinen Chancen mehr :(
    Ein AV wie Angeliño würde unserem Spiel gut tun. Bei dem Typ hat RedBull (leider) mal wieder gut gescoutet…

    Heute einzelne Spieler zu kritisieren, macht allerdings auch keinen Sinn. Wirklich gut war nämlich keiner!

  33. Hansi bricht alle Rekorde. 6 Titel, 110 Tore und 50 Gegentore, wenn nicht mehr. Wir schreiben Geschichte.

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