Vorschau: FC Bayern München – 1. FC Union Berlin

Justin Trenner 10.04.2021

Viel Zeit ist nicht mehr bis Anpfiff. Deshalb gibt es heute eine nicht ganz so detaillierte Vorschau auf den Gegner wie sonst. Doch was erwartet den FC Bayern heute?

Union zählt zu den laufstärksten Mannschaften der Liga. An sich ist das eine Aussage, die wenig zu bedeuten hat. Mannschaften, die viel laufen, tendieren gern auch mal dazu, viel falsch zu laufen. Mannschaften wie Union oder Freiburg sind aber nicht nur laufstark, sondern gruppentaktisch sehr clever. Sie laufen nicht nur richtig viel, sondern auch viel richtig.

Das macht es Gegnern so schwer, Union zu bespielen. Erst 33 Gegentore haben die Köpenicker hinnehmen müssen – viertbester Wert nach Leverkusen (32), Leipzig und Wolfsburg (je 22). Vor allem aber kein Zufall, wie die Statistiken belegen. 29,0 expected Goals against – also die anhand der Qualität der zugelassenen Chancen errechnete Anzahl an wahrscheinlichen Gegentoren – sind sogar Platz 2 hinter Leipzig (22,5). Pro Partie lässt Union auch nur zehn Abschlüsse des Gegners zu, was der drittbeste Wert in der Bundesliga ist.

Offensiv sind die Unioner durchschnittlich unterwegs. Aber 41 erzielte Tore (Platz 9) und 38,2 expected Goals (ebenfalls Platz 9) sind ausreichend, um die eigenen Saisonziele locker zu übertreffen. Allein der Abgleich mit den Statistiken zeigt, dass Union nicht zufällig auf dem siebten Tabellenplatz steht. Die Zusammenarbeit aus Trainerteam und Kaderplaner funktioniert auf ihrem Niveau überdurchschnittlich gut. Urs Fischer hat seine Spielidee implementiert und erfolgreich umgesetzt – auch weil er dafür den passenden Kader an die Hand bekam.

Union Berlin: Keinesfalls eindimensional

Union hat sich in den letzten Jahren clever verstärkt und zeigt der Liga damit, wie es möglich ist, die eigenen Erwartungen mal eben vermeintlich locker zu übertreffen. Vermeintlich, weil das Wort “locker” selbstverständlich nicht den Eindruck erwecken soll, dass Union mal eben so durchspaziert. Wie viel harte Arbeit dahinter steckt, zeigt sich vor allem in den Momenten, in denen nicht alles optimal zusammenläuft. Beispielsweise beim 1:1 gegen Stadtrivale Hertha BSC letzte Woche oder beim 1:1 gegen Hoffenheim vor einigen Wochen.

Meist setzt Fischer auf eine Fünferkette, aber festgelegt ist er darauf nicht. Beispielsweise ließ er im Hinspiel gegen die Bayern eine Viererkette auflaufen. In den letzten 14 Pflichtspielen startete er aber 13-mal mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette – nur gegen Bielefeld nicht. Wie Hansi Flick auf der Pressekonferenz mit einem leichten Lächeln im Gesicht bereits richtig feststellte: Union wird sich keinesfalls nur hinten reinstellen.

Ja, die Mannschaft ist gut darin, die Ketten kompakt aufzustellen und den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Ja, dafür stehen sie gelegentlich auch mal tief. Aber oft genug schieben sie clever heraus, setzen den Gegner im Mittelfeld, teilweise sogar im Spielaufbau stark unter Druck. Im Schnitt spielen die Bayern in der Bundesliga 57,3 lange Bälle pro 90 Minuten. Union erzwang ganze 68. Auch die Passquote von 85 % war zwar okay, aber nicht optimal. In vielen Spielphasen schafften die Köpenicker es, Bayerns Spielfluss mit aggressivem, gleichzeitig aber gut organisiertem Pressing zu zerstören.

Selbiges ist auch im Rückspiel zu erwarten. Union wird aus der kompakten Formation heraus immer wieder attackieren und insbesondere bei Pässen auf die Außenverteidiger, auf die zentralen Mittelfeldspieler oder bei technisch unsauberen Aktionen der Münchner darauf lauern, Bälle erobern zu können. Zumal Fischer darum weiß, dass die Bayern auf dem Zahnfleisch gehen, wahrscheinlich sogar rotieren müssen. Dazu aber an späterer Stelle mehr.

Union am Ball

Denn auch mit dem Ball ist Union keinesfalls eindimensional unterwegs. In ihrer Debütsaison setzten sie noch vermehrt auf lange Bälle, die dann abgelegt oder direkt über Gegenpressingaktionen zurückerobert werden sollten. In dieser Saison trägt vor allem Max Kruse viel zu einer anderen Spielkultur bei. Aber nicht nur. Denn auch als er verletzt war, wusste Union mitunter durchaus ansehnlichen Fußball zu spielen.

Vor allem das Freilaufverhalten im Mittelfeld ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Union baut meist mit einer breit gefächerten Dreierkette auf, was es den Außenverteidigern ermöglicht nach vorn zu schieben und Breite zu geben. Zwar sind die Spieler im zentralen Mittelfeld viel unterwegs, um den Gegner aus seinen Positionen zu ziehen, doch meist sind es eben jene Außenverteidiger, auf die dann eröffnet wird.

Von dort suchen sie dann diagonal Wege in den Zwischenlinienraum. Entweder durch kurze Dribblings oder Kombinationsspiel. Viele der Bewegungen im Mittelfeld sind also nicht darauf ausgelegt, sich selbst im Zentrum als erste Aufbaustation anzubieten, sondern den Gegner zu locken und vertikal auseinanderzuziehen sowie sich selbst in Position für Anschlussaktionen zu bringen. Die Dreiecksbildung am Flügel erfolgt selten ohne Kruse, der die Fäden insbesondere im Angriffsdrittel zieht.

Über wenige Kontakte geht es dann aus dem Halbraum oder Zentrum entweder direkt in die Tiefe, oder nochmal zurück auf die Außen, wo insbesondere Trimmel ein sehr guter Flankengeber ist. Für Fischer wird auch gegen die Bayern abermals Teil des Matchplans sein, sich den Raum auf den Flügeln hinter den Außenverteidigern der Bayern zu Nutze zu machen und notfalls Standards zu ziehen. Im Hinspiel waren diese ein zentrales Mittel zum 1:1.

Wer soll bei den Bayern eigentlich noch spielen?

Bayern selbst wiederum hat nur begrenzte Gegenmittel. Flick kann natürlich seine aktuell bestmögliche Elf auf den Rasen schicken, würde damit aber großes Risiko fürs Rückspiel in Paris gehen. Joshua Kimmich braucht zwingend eine Pause und auch die offensiven Flügelspieler wirken nicht mehr frisch genug. Die Ausfallliste ist aber lang: Alphonso Davies (Rotsperre), Douglas Costa (immer noch im Lauftraining nach Haarriss im Mittelfuß), Serge Gnabry (COVID-19), Leon Goretzka (muskuläre Probleme), Lucas Hernández (Rippenprellung), Robert Lewandowski (Bänderverletzung im Knie), Marc Roca (angeschlagen), Niklas Süle (muskuläre Probleme) und Corentin Tolisso (Sehnenriss) fehlen. Puh. Erstmal durchatmen.

Zur Verfügung stehen: Manuel Neuer, Bouna Sarr, Benjamin Pavard, Jérôme Boateng, David Alaba, Javi Martínez, Tiago Dantas, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Thomas Müller, Eric Maxim Choupo-Moting, Kingsley Coman und Leroy Sané. Von den Amateuren sind mit dabei: Josip Stanisic, Dimitri Oberlin, Christopher Scott und Remy Vita. Fraglich ist, wie fit Tanguy Nianzou schon ist.

Unter der Prämisse, möglichst viel Kraft für Paris zu sparen, könnte Flick folgende Elf auf den Rasen schicken:

Neuer – Sarr, Pavard, Nianzou (wenn fit), Vita – Martínez, Tiago Dantas – Musiala, Müller, Scott – Choupo-Moting

Das käme aber einem Abschenken der heutigen Partie gleich und ist somit unwahrscheinlich. Wenn Flick seine bestmögliche Elf auf den Rasen schicken möchte, sieht diese wohl so aus:

Neuer – Pavard, Boateng, Nianzou (wenn fit), Alaba – Martínez, Kimmich – Musiala, Müller, Coman (oder Sané)- Choupo-Moting

Ein Kompromiss aus beiden Extremen könnte sein:

Neuer – Pavard, Boateng, Alaba, Sarr – Martínez, Musiala – Coman (oder Sané), Müller, Scott – Choupo-Moting

Fakt ist, dass jede Aufstellung ihre Tücken hat. Sei es aus Sicht der Belastungssteuerung oder aus Sicht der Leistungsfähigkeit. Gerade bei Kimmich würde man heute mit einem Einsatz großes Risiko für einen Ausfall gegen Paris gehen, was ein Ausscheiden wahrscheinlich machen würde. Flick aber hat von der Bank so gut wie keine ernsthafte Option.

Einen Vorwurf sollte er dafür nicht allein in Richtung Kaderplanung adressieren. Wie er die Spielzeit mitunter verteilt hat, war sicher auch nicht optimal. Und jetzt zahlt er womöglich dafür die Rechnung, dass er einigen Spielern nicht mehr Vertrauen geschenkt halt, als diese gerade begannen, erste Schritte in die richtige Richtung zu machen. Der große Profiteur könnte heute Union Berlin sein. Mal sehen, ob Fischer der Zahnarzt ist, der den Bayern am heutigen Nachmittag die letzten paar Zähne ziehen kann, die noch verhindern, dass die Mannschaft komplett auf dem Zahnfleisch geht.

Update: Die tatsächliche Aufstellung lautet:

Neuer – Kimmich, Boateng, Stanisic, Sarr – Martínez, Dantas, Musiala – Coman, Choupo-Moting, Müller

Gut möglich, dass Flick auch auf eine Dreierkette setzt. Stanisic kann auch Außenverteidiger spielen, dann rückt Kimmich ins Mittelfeld. Seltsam nur, dass Flick trotz starker Rotation tatsächlich großes Risiko bei Kimmich eingeht.



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  1. Die Aufstellung kam gerade:

    Neuer – Borna Sarr – Stanisic – Tiago Dantas
    Kimmich – Javi Martinez
    Musiala – Müller – Coman
    ECM

    6 Ergänzungs- oder Nachwuchsspieler. Das Fähnlein der Aufrechten, so fühlt es sich jedenfalls an. Alaba wird offenbar geschont, weil er in letzter Zeit jedes Spiel spielen mußte und bei Benjamin Pavard scheint es ähnlich zu sein: auch er auf der Bank.

    Wenn wir mit dieser Truppe einen Punkt holen, ist das das Optimum, denke ich. Das Aufgebot wirkt auf mich wie ein erigierter Mittelfinger.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. 2 Tippfehler: Bouna Sarr
      Boateng (vergessen)

      Tut mir leid.

  2. In Anbetracht der Lage ist diese Mannschaft für mich grundsätzlich ok.

    Bei Dantas kann ich mir endlich ein Bild machen, ob es für die BL körperlich reicht. Hier habe ich doch starke Bedenken.

    Ich erwarte uns so:
    Neuer; Sarr, Boateng, Javi, Stanisic; Kimmich, Dantas; Musiala, Müller, Coman, ECM

    Möglich, dass meine 2 Außenverteidiger umgekehrt spielen.

  3. Bei aller Liebe passt diese Aufstellung zu dem vorangegangenen Artikel, in dem Flick als “trotzig” beschrieben wurde. Ich bin einen Schritt weiter gegangen und habe mich zum Adjektiv “zickig” hinreißen lassen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das ist auf so viele Arten respektlos – unglaublich.

    2. @Iveco:
      Ich hoffe mal nicht ,dass Flick wirklich so tickt, aber wenn er heute zeigen wollte, wie wenig Möglichkeiten er für eine vernünftige Rotation hat, dann hat er sich ein Eigentor geschossen.

      1. @tobi Ich mag Flick und wünsche mir, dass er bleibt. Natürlich hast du recht, was die Personal Situation angeht. Trotzdem schimmert bei ihm immer wieder diese “komische” Eigenart durch: seine Lieblinge lässt er spielen: Tolisso, Boa, andere lässt er geradezu links liegen: Hernandez, Süle.
        Bei der letzten öffentlichen Kaderdiskussion spielte er gefühlt keine zwei Spiele mit der gleichen Aufstellung und prangert auch öffentlich, mit Seitenhieb auf Brazzo, die Kadersituation an.
        Ich könnte ihm vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit Salihamidzic noch nicht einmal verübeln, sich stimmungsmäßig zum DFB zu wenden.
        Wäre ich Flick, würde ich gehen: bei Bayern alles gewonnen. Mehr geht nicht. Sauberer Abschied beim FCB hält die Tür offen für spätere Aufgaben bei Bayern.

  4. Oha, es spielen doch nicht die elf besten der Fitten von Anfang an.
    Woher der Sinneswandel?
    Macht sich Flick noch Hoffnungen für Dienstag?
    Ok, no risk, no fun.

  5. Eine interessante Aufstellung, bei der man gespannt sein darf, wie sie funktioniert.

    Die Mittelachse mit Neuer – Boateng -Kimmich – Müller steht. Für Erfahrung und Stabilität ist also gesorgt. Sie sollte die jungen Spieler tragen.

    Vorne ist mit Musiala, Coman und ECM auch Offensivpower vorhanden.
    Thiago Dantas und Stanisic sind die großen Unbekannten, kann man zu diesem Zeitpunkt ( 7 Punkte Vorsprung, Paris am Dienstag) aber durchaus bringen.

    Für mich eine insgesamt nachvollziehbare Aufstellung, mit der ein knapper Sieg durchaus im Bereich des möglichen liegt.

    Klar sollte sich keiner mehr verletzen, aber das Risiko hat man in jedem Spiel.

  6. Bin wirklich gespannt wie sich die Spieler real sortieren.
    Flick setzt offenbar alles auf Paris. Heute muss man anscheinend mit einem Punkt zufrieden sein.

  7. Zu Kimmich, es wird beim FCB eine medizinische Abteilung geben nehme ich an. Ich gehe nicht davon aus, dass Flick hier ohne Rücksprache etwas riskiert. Ich denke zudem, dass sich Alaba und Kimmich das Spiel teilen. Und wenn es schief geht, hast Du es gejinxt :-)

    Nianzou hatte Flick doch schon gestern klar gemacht, dass er keinesfalls von Anfang an spielt, finde ich auch vernünftiger, als ihn gleich in die nächste Verletzung zu schicken. Ansonsten bin ich gespannt, Dantas wollte ich schon immer mal in der BL sehen. Nun werden wir alle sehen, was von diesem “Einkauf von Flick” zu halten ist.

  8. Danke, Alexander, für den Artikel, dessen Argumentation und Schlüsse für mich sehr plausibel klingen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sorry, ich bitte in aller Form um Entschuldigung, Justin, das sollte eigentlich unter Alexanders Beitrag…hatte jetzt leider noch keine Zeit, obiges zu lesen…

  9. Kann die diese Aufstellung nullkommanull nachvollziehen. Klar, die Intention ist Kräfte für das Rückspiel in Parid zu sparen. Trotzdem würde ich immer mit dem bestmöglichen Team beginnen und versuchen in Führung zu gehen, um dann im Laufe der Partie wichtige Spieler auswechseln und schonen zu können. Es ist doch immer schwerer, einen Rückstand aufzuholen als ein Führung zu verteidigen!!

    Dazu spielen wir heute gegen die körperlich vielleicht giftigste Mannschaft und Flick lässt mit Dantas und Musiala zwei Jungs ran die dieser Physis nichts entgegensetzen können. Und in der Defensive starten mit Stanisic und Sarr zwei Verteidiger die noch nie bzw. nur wenige Minuten Bundesliga gespielt haben…
    Komischer Mix!

    Dabei wäre ein Sieg gegen Union Pflicht. Gerade weil wir nächsten Samstag schon wiedergegen (ausgeruhte) Wolfsburger spielen, also nur 4 Tage nach dem kräfteraubenden Fight in Paris.
    Da kann der 7 Pkt.-Vorsprung ganz schnell auf einen oder 2 Pkt. schrumpfen, da RedBull sicher gegen Bremen und Hoffenheim gewinnen wird…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. @Tom Das mit dem erst eine Führung herausspielen und dann die Spieler schonen hat genau wie oft funktioniert in dieser Saison? In diesem Jahr sind wir doch sehr häufig Rückständen hinterhergelaufen…

  10. Flick gerade auf Sky: “Nächste Frage” (3x).

    Ich glaube der Kessel steht gewaltig unter Druck.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hatte er schon bei seiner PK angekündigt.
      Wie sagte Rehhagel immer so schön: Meine Herren ich beantworte nur Fragen zum Spiel.
      Die Formulierung sollte sich Hansi ausleihen.

      1. Trotzdem war sein Interview “scheisse”. Ich habe bewusst dieses harte Wort gewählt, da er hier wenig Souveränität ausgestrahlt hat.

      2. @Roland:

        Was hat er denn Unsouveränes gesagt?
        Hab die Interviews leider verpasst.

      3. @Pedro:

        Das Unsouveräne m.M.n. ist einfach Hansis doch mittlerweile leicht zickige Art zum Thema Vertrag, Salihamidzic und Kadersituation. Das Sky Interview vor dem Spiel ist für mich Kategorie “beleidigtes Kind”. Für mich sagt er dann auch bewusst Dinge (nicht jetzt nur im heutigen Sky Interview), welche einfach Spitzen und Breitseiten sind. Er sagt diese Dinge oft aber nicht direkt, sondern so dass trotzdem jeder weiß wie es gemeint ist.

        Ich bin jetzt auch nicht der große Salihamidzic Befürworter, aber Flick leistet sich medial seinem Vorgesetzten Dinge, welche Flick nicht zustehen.

  11. Bislang ist es doch durchaus in Ordnung von den Spielern die bislang nur den Kader auffüllen durften.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, Bouna Sarr spielt durchschnittlich; traut sich sogar Dribblings und wird von den Mitspielern oft angespielt. Tiago Dantas hat nach 30 Minuten die Nervosität abgelegt. Nur einer fällt in meiner Perspektive ab: Stanisic spielt fast ausschließlich Rückpässe und läuft nur selten über die Mittellinie, er will nicht offensiv werden und unterstützt Angriffe kaum. Sieht für mich zu ängstlich aus …
      Aber er kann sich ja noch steigern. Sarr dagegen hat Spaß und freut sich, dabei sein zu dürfen.

      1. Stanisic spielte beim Debut auf der für ihn ungewohnten Seite. Fand es daher ganz ok, er wollte halt möglichst wenige Fehler machen.

        In Summe war es sicher besser so, Sarr auf seiner Stammseite beginnen zu lassen. Wäre es heute links wieder schief gegangen, wäre er als back-up Option für die Restsaison wohl verbrannt gewesen.

  12. Schlägt sich gar nicht so schlecht dieses zusammengewürfelte Häuflein der letzten Aufrechten.

  13. Niandzou lässt sich aber richtig schön abkochen beim Gegentor.

  14. Unnötig hergeschenkte Punkte!!!

    Mit 7 Pkt. Vorsprung wäre die Meisterschaft durch gewesen. Aber so…?

  15. Dem Ausgleich ging ein falscher Einwurf voraus.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ist mir auch aufgefallen. Wäre was für den VAR, oder? Ist schließlich die vorletzte Aktion vor dem Tor gewesen und sollte deshalb schon mit in die Betrachtung einfließen. Der rechte Fuß des Berliners war eben nicht auf dem Boden und wenn man bei Abseits auf Millimeter geht, sollte das auch hier der Fall sein. Trotzdem ist es auffällig, dass es nicht das erste Mal ist, dass wir durch Einwürfe quasi ausgerottet werden.

      1. ausgekontert soll es heißen. So schlimm, dass wir ausgerottet werden, ist es dann doch nicht. :-)

      2. Das ist ja mal eine krasse Fehlerkorrektur, die ist ja echt böse : – )

      3. War mir in dem Moment nicht sicher ob der Ball überhaupt Aus gewesen ist.

      4. @Tripler:
        Nee, der war wohl relativ deutlich nicht im Aus.

    2. ja, das habe ich auch so wahrgenommen! Ärgerlich, dass das nicht zurückgepfiffen wird.

      1. @Tobi13 der Unioner hatte den so flott hochgehoben, da sah es für mich so aus. Bilder gab’s zu der Szene leider danach nicht mehr.

  16. Niandzou würde ich trotzdem keine großen Vorwürfe machen. Hat halt 0 Spielpraxis nach seinen Verletzungen. Wer mich heute viel mehr genervt hat war unser Mentalitätsmonster Kimmich. Warum muss der die letzten 20 Minuten zwischen 10 und falscher 9 pendeln? Hat speziell zum Schluss extrem schlampig gespielt, einen sehr aussichtsreichen Konter verdaddelt und auch nach hinten einige billige Ballverluste gehabt. Das Gegentor hat sich abgezeichnet. Extrem ärgerlich! Wobei wir die 5 Punkte Vorsprung schon halten können sollten, wenn ab Mittwoch die Doppelbelastung weg ist (sic!).

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Naja, hoffentlich sind es nach dem Spiel in Wolfsburg noch 5 Punkte. Die sind leider ausgeruht, während unsere Jungs Reisstress und müde Beine wegstecken müssen…

      Was ich auch nicht verstehe: Hoffenheim spielt Montag abend gegen Leverkusen und Freitag in Leipzig, die wiederum heute mittag spielten. RedBull hat also 2 Tage und ein paar Stunden mehr zur Regeneration. *Kopf schüttel*
      Warum man diese Partie dann nicht wenigstens samstags oder sonntags austrägt, weiß nur die DFL.

      1. Wichtig wird es sein, aus den nächsten drei Spielen in Wolfsburg, gegen Leverkusen und in Mainz mindestens 4 Punkte zu holen und somit die Spitze in jedem Fall zu behalten. Bei 3 Leipziger Siegen wäre man dann immer noch wegen der Tordifferenz vorne. Man muss leider davon ausgehen, dass wir das Spiel am Dienstag in Paris nicht mehr drehen. Das hätte für die Liga aber die angenehme Folge, dass wir zwischen dem Spiel in Mainz am 24.04. und dem Spiel gegen Gladbach am 08.05. ganze 2 Wochen ohne ein einziges Spiel hätten. Die Spiele in Freiburg am 33. und gegen Augsburg am 34. Spieltag werden unabhängig von der CL ohnehin jeweils mit einer ganzen Woche Vorbereitung gespielt. Für die letzten 3 Spiele sollte man dann eigentlich schon mit 9 Punkten rechnen dürfen. 13 Punkte bräuchten wir übrigens dann zum Titel, wenn RB noch alles gewinnt, was nicht unwahrscheinlich erscheint, aber auch kein Selbstläufer ist. Sie müssen z.B. noch zum BVB und gegen Wolfsburg ran.

  17. Trotzig oder zickig ist bestimmt etwas respektlos.

    Aber was sich Flick schon zweifach ankreiden lassen muss, dass es überhaupt aufstellungsmäßig soweit kommt:
    1) Er rotiert wenig, so dass heute zwischen 4-7 Spieler auf dem Platz standen, die praktische keine Spielpraxis haben. Nicht bei allen seine “Schuld” (wegen Verletzungen oder weil sie der 2. Mannschaft angehören), aber Sarr, Martinez, Musiala und Dantas, vielleicht auch Choupo hätte er ja öfter bringen können
    2) und wenn er das in den vergangenen Monaten getan hätte, wären uns eventuell auch Verletzungen wie die von Goretzka erspart geblieben.

    Ich finde die obengenannten Spieler haben heute für die wenige Einsatzzeit noch ganz gut funktioniert. Aber dass er dann weiter und weiter wechselt bis auch noch Scott, Nianzou. Mittelfeld total durchrotiert – dann in einem Spiel, was er schon eine Saison mal hätte antesten können.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Zu 1)
      – Sarr: .. ist ein in den letzten Jahren mittelmäßiger Ligue A Spieler gewesen, der ohne ordentliche Saisolvorbereitung antritt und in seinem Alter nicht mehr DAS Entwicklungspotential hat. Er macht meiner Meinung nach seine Sache erwartungsgemäß.
      – Dantas: ..hätte ich nach seinen Leistungen bei den Amateuren nicht zugetraut überhaupt mittelfristig bei den Profis zu spielen. Siehst du das wirklich anders?
      – Martinez: .. hat sich intensiv im Sommer mit seinem Abschied beschäftigt. Schlussendlich wurde es nichts. Aktuell liefert er solide Spiele wenn er gebraucht wird. Sehe da keinen Niveauabfall im Vgl zu den letzten Jahren.
      – Musiala: .. bekommt doch in Anbetracht seines Entwicklungsstands seine Spielzeit, oder?
      – Choupo: .. ist genauso ohne Saisonvorbereitung herangeführt worden und zeigt seit er gebraucht wird mEn gute Leistungen.

      ->mein Fazit: gerade die älteren Spieler kommen mMn zur Zeit an ihr Leistungsvermögen sehe da kaum Steigerungspotential, die jüngeren kommen auf keine atemberaubende aber vergleichsweise ordentliche Spielzeit.

      Zu 2)
      Das die Verletzungen der Deutschen Nationalspieler im Anschluss an eine Länderspielreise geschehen sind sollte nicht vernachlässigt werden.
      Auch die fehlende Rotationsmöglichkeit bei Wunsch nach gleichem Spielertyp (Tolisso) ist mMn relevant.

      Unabhängig davon respektier ich deine unterschiedliche Meinung natürlich trotzdem.

      1. Ich sage ja nicht, dass es bei Sarr, Choupo oder Martinez massives, grundsätzliches Steigerungspotenzial gäbe, sondern dass es gesünder wäre, solche “mittelmäßigen” Spieler gestaffelt in verschiedenen Spielen zu bringen und nicht geballt in einem, in dem dann schon durchaus die Spielpraxis fehlt.

        Dantas: Das wussten wir alle nicht, weil er ja noch nie gespielt hat. Das ist doch genau mein Punkt!

      2. D.h. es geht dir weniger um höhere Leistung der Ergänzungsspieler (durch Spielpraxis) als um Belastungssteuerung?

        Mein Argument bzgl Dantas ist, dass ich ihm nach seinen Auftritten bei den Amateuren – im Gegensatz zu Flick – keine solche Leistung zugetraut hätte.
        Ich hätte Stiller mitgenommen.

  18. Finde es war heute genau die richtige Entscheidung, evtl. hätte ich sogar Nübel gebracht. Jetzt gilt es für Dienstag alle Kräfte sammeln und Nebenkriegsschauplätze beenden….

  19. Ärgerlich auch, dass Gnabry noch zwei weitere Buli-Partien wegen Corona verpasst. Das nächste Buli-Spiel nach Wburg ist nämlich schon dienstags gegen Kusen

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