Vorschau: FC Bayern München – Hannover 96

Justin Trenner 03.05.2019

Hannover spielt eine bemerkenswert schlechte Saison. All die Schlachtfelder, die sich der Klub in den letzten Jahren selbst neben dem Fußballplatz geöffnet hat, scheinen jetzt endgültig zu wirken. 4 Siege, 6 Unentschieden, 21 Niederlagen, 66 Gegentore bei nur 26 Treffern – damit sind sie weiterhin im Rennen um eine Top-Ten-Platzierung. Unter den schlechtesten Absteigern der Bundesliga-Geschichte.

18 Punkte und weniger hatten bisher nur der SC Freiburg (2004/2005; 18 Punkte), Hertha BSC (1990/1991; 17 Punkte), der Wuppertaler SV (1974/1975; 14 Punkte) und – na klar – Tasmania Berlin (1965/1966; 10 Punkte). Immerhin hat Hannover noch Zeit, eine solche Schmach und damit auch den vereinsinternen Negativrekord noch abzuwenden: Denn 23 Punkte holten sie jeweils in den Spielzeiten 1985/86 und 1988/89.

Um das zu verhindern, müssten sie aus den letzten 3 Partien in München, gegen Freiburg und in Düsseldorf mindestens 6 Punkte holen. Wie das gehen soll, ist kaum zu erklären. Zumal auch Thomas Doll nicht unbedingt den Eindruck macht, als würde er das wissen.

Hannover 96 im Tiefschlaf

Woche für Woche hangelt sich der Trainer von Situationsbeschreibung zu Situationsbeschreibung, doch er lässt nicht durchblicken, welche Ansätze er für einen positiven Saisonausgang hat. Denn so aussichtslos die Lage auch zu sein scheint, mit 6 Punkten Rückstand auf den VfB Stuttgart (Relegationsplatz) ist zumindest theoretisch noch alles drin.

Der VfB spielt jetzt in Berlin, gegen Wolfsburg und auf Schalke. Es ist nicht völlig abwegig, dass sie den Endspurt mit 0 Punkten beenden. In der aktuellen Situation fällt es aber schwer zu glauben, dass Hannover mindestens die beiden Pflichtsiege gegen Düsseldorf und Freiburg holt. Von der Überraschung in München mal ganz zu schweigen.

Selbst in Hannover scheint der Glaube daran zu fehlen. Zumal der ganze Klub eine Art Baustelle ist. Eine Baustelle, deren Fertigstellung lange nicht in Sicht ist. Seit Monaten, eigentlich schon seit Jahren zerreißen interne Grabenkämpfe den Klub. Gerade Martin Kind hat einen großen Anteil daran, dass das noch lange so bleiben wird.

Doll-Fußball ist nicht doll

Hannover 96 ist durch dieses Chaos lahm geworden. Sie sind träge in ihren Entscheidungen und scheinen überfordert mit der Fülle an kleinen, immer wieder neu aufbrechenden Baustellen, denen sie sich an keiner Stelle zu 100% widmen können. Wenn der Klub ein Haus wäre, so hätte dies einen gewaltigen Dachschaden.

Immer wieder tun sich neue Löcher auf, die das Wasser vom Regen ins Haus lassen. Doch die handelnden Personen haben einerseits nur Eimer, um die Katastrophe zu verzögern und andererseits fehlt ihnen die Zeit, um über langfristige Lösungen nachzudenken. Schließlich bricht gerade in diesem Moment schon wieder das nächste Loch auf.

So kam es auch zu der von Anfang an fragwürdigen Entscheidung, Thomas Doll zu verpflichten. Doll hat bereits vor seiner Zeit in Hannover als Experte oder Trainer schon mehrfach bewiesen, dass er die Entwicklungen des modernen Fußballs nicht mitgehen kann. Taktisch ist er mehr als limitiert und auch seine vermeintlichen Fähigkeiten, die Mannschaft kämpferisch und mental auf den Abstiegskampf vorzubereiten, hat er in Hannover nicht wirklich unter Beweis stellen können. Doll-Fußball ist eben alles, aber nicht doll.

Abstieg mit Ansage

Hinten will Hannover kompakt und aggressiv verteidigen, um dann umzuschalten. Das ist die Strategie. Selbst mit viel Wohlwollen lassen sich aber keine taktischen Automatismen erkennen, die diese Strategie unterstützen. Hannover ist abhängig von eigenen Geistesblitzen und Glück. Der 1:0-Sieg gegen Mainz ist dafür exemplarisch: 8:23 Abschlüsse für die Gäste, 0,88:2,94 Expected Goals (Quelle: understat.com) – Mainz war das klar bessere Team. Das 1:0 setzte in seiner Entstehung dem Ganzen noch die Krone auf.

Doch auch im größeren Kontext lässt sich die Unterlegenheit Hannovers nachweisen: Die Plattform understat listet sie mit 22,1 Expected Points (eine Metrik, die durch die Wertigkeit von Torchancen versucht, sich einer objektiven Aussage darüber zu nähern, wie stark eine Mannschaft über- oder unterperformt). Damit sind sie auch dort deutlich auf dem letzten Platz hinter Stuttgart (28,34 xP) und Freiburg (32,04 xP).

Es bedarf keiner weiteren Argumente, um zu unterstreichen, dass der Abstieg des Chaos-Klubs aus Hannover mit Ansage kommt. Ähnlich wie beim anderen HSV war es nur eine Frage der Zeit, bis das Dach der 96er zusammenbricht. Die Frage wird nun sein, wie schnell sie es wieder aufbauen können.

Pflichtsieg für den FC Bayern

Die Probleme auf der anderen Seite sind dagegen natürlich Meckern auf sehr hohem Niveau: Am vergangenen Wochenende verpasste der FC Bayern die große Chance, auf 4 Punkte in der Tabelle wegzuziehen. Alternativ könnte man auch sagen, dass die Münchner ihren Vorsprung auf 2 Punkte ausbauten und der Ausrutscher in Nürnberg noch für was gut sein könnte.

Das wäre faktisch sogar korrekt, würde aber aufgrund der Positivität fast schon verklären, was da in Nürnberg wirklich passierte. Es war womöglich der letzte Warnschuss für den FC Bayern. Obwohl die Münchner historisch gesehen eine herausragende Rückrunde spielen, kann die Bezeichnung “eine der besten Rückrunden” nur hinsichtlich der gewonnen Punkte gelten.

Sportlich gab es mit einigen Kantersiegen zwar Höhepunkte, doch letztendlich bleibt es ein Elefantenrennen an der Spitze. Bayern wirkte selbst dann nicht unantastbar, als sie ihre Gegner mit 4, 5 oder 6 Toren nach Hause schickten. Sie sind verwundbar und haben das große Glück (oder Pech; wieder eine Frage der Perspektive), in der Bundesliga dafür nicht allzu sehr bestraft zu werden.

Flankensteins Monster

Genau das macht es auch so schwer, den Höhenflug nach der Krise im Herbst zu bewerten. Einerseits ist das große Lob unausweichlich, dass die Mannschaft nicht zusammenbrach. Kovač und sein Trainerteam haben es geschafft, den Kader wieder hinter den Saisonzielen zu vereinen.

Ohne diese Leistung wäre es unmöglich gewesen, 9 Punkte auf Borussia Dortmund aufzuholen und ins Pokalfinale einzuziehen. Andererseits bleibt die spielerische Tristesse, die der FC Bayern nicht nur deshalb an den Tag legt, weil der Kader zu alt, zu schlecht oder das Wetter zu wechselhaft ist, sondern weil es an einer klaren Idee in Ballbesitz fehlt, die über das Hineinschaufeln des Balls in den Strafraum hinausgeht.

In der gesamten Saison 2013/14 schlugen die Bayern 633 Flanken aus dem Spiel heraus – also ohne Standards (33,8% kamen an), 2014/15 kamen dann 25,31% von 557 Flanken an und ein Jahr später 28% von 570. Danach ging der absolute Wert der Hereingaben stark nach oben: 2016/17 waren es schon 665 Flanken aus dem Spiel (29,77% kamen an), 2017/18 kam dann der vorläufige Höhepunkt mit 893 Hereingaben (26,65%). Aktuell stehen die Münchner schon bei 712 Flanken (26,12% davon fanden einen Abnehmer).

Die Aussagekraft der Statistik

Ganz nüchtern betrachtet, zeigt diese Statistik, dass die Bayern ihre Flanken aus dem Spiel heraus stark erhöht haben. Doch mit welchem Ertrag? Ganz genau lässt sich das statistisch leider nicht überprüfen, weil zu Flanken eben auch flache Hereingaben von außen zählen. Allerdings kann man sich in einem ersten Schritt anschauen, wie viele Abschlüsse die Bayern haben und wie viele davon mit dem Kopf erfolgen, um eine Annäherung zu ermöglichen.

In den drei Guardiola-Jahren lag der Wert konstant bei rund 15% (2013-2016 in dieser Reihenfolge: 101 von 635; 87 von 585; 97 von 627). Seitdem hat er sich um rund 5% erhöht. In der Saison 2016/17 waren es 21% (131 von 622), im Jahr darauf sogar 22,22% (134 von 603). Aktuell liegt er bei 20,31% (117 von 576). Man könnte jetzt argumentieren, dass die Anzahl der Tore in der Liga trotzdem konstant hoch war. Schwankungen lassen sich schließlich auch mit Verletzungen, Chancenverwertung und anderen Faktoren erklären und die Anzahl der Abschlüsse insgesamt war tatsächlich immer auf einem ähnlichen Niveau.

In einem weiteren Schritt lohnt ein Blick auf die Torschussvorlagen. Auch hier werden die Anzahl an direkten Torschussvorlagen per Flanke aus dem Spiel heraus mit der Gesamtanzahl an Torschussvorlagen ins Verhältnis gesetzt. Erneut ist eine klare Tendenz zu erkennen. In den Spielzeiten 2013/14 (21,1% Flanken), 2016/17 (22,43% Flanken), 2017/18 (26,94% Flanken) und 2018/19 (23,61% Flanken) erspielten sich die Bayern teilweise zu fast einem Viertel ihre Möglichkeiten aus Flanken (ohne Standards). 2014/15 (15,5% Flanken) und 2015/16 (17,98% Flanken) war der Wert geringer. Vielleicht wäre er das auch im ersten Guardiola-Jahr gewesen, wenn Mandzukic nicht gewesen wäre – Spekulation.

Weniger gute Abschlüsse mit dem Fuß?

Leider lässt whoscored hier aber nur bedingt eine gegenteilige Analyse zu. Aufgrund der Tatsache, dass meist über 300 Torschussvorlagen nicht kategorisiert werden können, weil nicht klar definierbar ist, wozu sie zählen (außer, dass es keine Standards sind), kann keine genaue Aussage dazu getroffen werden, wie viele Chancen wirklich mit Kurzpassspiel herausgespielt wurden. Diese Bewertung bleibt also teilweise subjektiv. Man kann jedoch die Aussage treffen, dass die Bayern 2013/14 (66,29% – Faktor Mandzukic), 2014/15 (75,45%) und 2015/16 (70,64%) einen höheren Anteil an herausgespielten Chancen ohne Flanken und Standards hatten als 2016/17 (64,17%), 2017/18 (59,67%) und 2018/19 (61,60%).

Eine völlig subjektive und zugegeben etwas überspitzte Interpretation der Statistiken ist, dass die Bayern verlernt haben, sich in den Strafraum zu kombinieren. Eine höhere Anzahl an Kopfballtoren ist zwar die logische Konsequenz aus den oben genannten Statistiken, doch dafür ging eben die eigene Spielkultur zurück.

Ist der Anteil an Kopfbällen bei ungefähr gleichbleibender Anzahl an Abschlüssen höher, bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Abschlüsse mit dem Fuß aus guten Positionen automatisch geringer werden. Zumal Kopfbälle schwieriger zu steuern und zu kontrollieren sind als Schüsse mit dem Fuß.

Objektivität gibt es nicht

Eine weitere Interpretation könnte sein, dass die Bayern ja trotzdem viele Tore erzielen und sogar jetzt schon mehr als Guardiolas Mannschaft in zwei von drei Jahren. Es lässt sich an dieser Stelle nicht nachweisen, dass die Liga in irgendeiner Form schlechter verteidigt als vor einigen Jahren oder andere Faktoren diese Werte irgendwie verzerren.

Dementsprechend gibt es auch keine objektive Meinung. Alles führt immer irgendwo darauf hinaus, dass es ein Pro und Contra gibt. Das große Contra der fehlenden Spielkultur in Ballbesitz zeigte sich jedenfalls in den Spielen gegen Ajax, Liverpool, Leverkusen und selbst jetzt gegen Nürnberg. Das Pro der Flanken zeigt sich wiederum in der erhöhten Gefährlichkeit nach Standards (siehe auch das Rückspiel gegen Dortmund) und den bereits jetzt 16 Kopfballtoren in der Liga.

Ein fairer Kompromiss beider Perspektiven könnte sein, dass Kovač einerseits einen Fortschritt erzielen konnte, was die Gefahr nach Flanken betrifft, er andererseits aber eine bessere Balance finden muss. Denn statistisch bleiben Flanken auch bei der besten Strafraumbesetzung ein Mittel, das nicht den größten Erfolg verspricht. Hier muss der Trainer Alternativen finden.

Endspurt und dann?

Es ist aber nicht zu erwarten, dass die Bayern in ihren letzten vier Saisonspielen irgendetwas Grundsätzliches verändern werden. Die taktischen Baustellen werden ebenso bleiben wie die Verwundbarkeit bei Kontern und die vielen Flanken. Umso wichtiger ist jetzt aber der Zusammenhalt. Die Forderung nach der Bündelung aller Kräfte für die letzten Aufgaben der Saison mag etwas mythisch und wenig greifbar wirken. Tatsächlich wird es für den Rekordmeister aber genau das Zünglein an der Waage sein, das über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Es gibt offensichtliche und weniger offensichtliche Gründe dafür, dass die Münchner ihren Fußball in dieser Saison nicht mehr auf ein neues Level heben können. Umso wichtiger ist es, dass die 12-13 Spieler, für die sich Kovač jetzt entschieden hat, vom restlichen Kader Unterstützung erfahren. Gerade die Spiele in Leipzig und gegen Frankfurt werden aus bayerischer Sicht über Willenskraft, Laufbereitschaft und das Quäntchen Glück entschieden.

Das ist der Geist, den Niko Kovač mit seiner Arbeit im ersten Jahr beschworen hat. Er fordert Mentalität, Willen und Kampf – man könnte auch den Begriff der Tugenden stellvertretend dafür nutzen. Das gefällt zurecht nicht jedem und muss spätestens im Sommer kontrovers diskutiert werden. Aber dieser Weg muss nun zumindest noch 4 Spiele gegangen werden, will der FC Bayern alle verbliebenen Titel mitnehmen. Ein Zurück gibt es an dieser Stelle nicht mehr. Erst am Ziel wird entschieden, wie es weitergeht. Und dann sollte das Für und Wider des aktuellen FC-Bayern-Fußballs mit aller Sorgfalt überprüft werden.

Das Thesen-Duell

Die Regeln findet ihr hier.

Ergebnisse der letzten Vorschau: Justin 3,6 – 3,8 Fatbardh

Zwischenstand insgesamt: Justin 117,6 – 108,4 Fatbardh

Justins Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Hannover trifft nicht.
  3. Über/Unter 4,5: Über!
  4. Aufstellung: Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Thiago, Goretzka – Müller – Gnabry, Lewandowski, Coman

Fatbardhs Tipps

  1. Torschütze: Robert Lewandowski
  2. Freie These: Ein Torschütze trifft doppelt.
  3. Über/Unter 4,5: Unter
  4. Aufstellung: Ulreich, Kimmich, Süle, Hummels, Alaba, Thiago, Martínez, Müller, Gnabry, Lewandowski, Coman



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Als einzigen Knackpunkt auf dem Weg zum siebten Titel in Folge sehe ich das Spiel in Leipzig. Dort müssen wir einen Punkt holen. Gegen Hannover erwarte ich morgen einen klaren Sieg mit drei oder vier Toren und bei allem Respekt vor Frankfurt: die werden am letzten Spieltag auf dem Zahnfleisch daher kommen und uns vor keine größeren Probleme stellen.

    Immer voraus gesetzt natürlich, dass sich keine Schlüsselspieler mehr verletzen. Der Titel ist in meinen Augen bei der Ausgangslage Pflicht – den dürfen wir uns nicht mehr nehmen lassen.

  2. Schöne Analyse. Bei der globalen Statistik stechen mir vor allem 3 Eigenschaften ins Auge. Der FC Bayern ist:

    – die Mannschaft mit dem 2. höchsten Ballbesitz in Europa (nach Peps Man City und vor Teams wie Barcelona und PSG)
    – die Mannschaft mit den meisten Toren per Kopf (0,5 pro Spiel) und nach Standards (0,5 pro Spiel; zusammen mit 4 anderen Clubs)
    – hat eklatantes Defizit zwischen zugelassenen Torchancen (25 in dieser Saison) und erhaltenen Gegentreffern (30 Gegentore), das bei allen Spitzenmannschaften in Europa einmalig ist.

    Soll heißen: der Verein dominiert Spiele über Ballbesitz, schießt die Tore aber über Standards und lädt hinten Gegner zu mehr Toren ein, als sie eigentlich Chancen bekommen. Leicht verrückt, dieses Kovac’e System.

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    1. Ich bin immer vorsichtig mit dem Mythos, dass Gegner nur Traumtore erzielen. Ja, Bayerns Gegentore sind klar über den xGA, aber was Bayern an Kontern in der Liga zulässt ist mMn eklatant und viele davon werden noch nicht mal richtig ausgespielt. Auch ein Resultat des fehlenden Positionsspiels und der offenen Mitte. Man könnte dort zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Konterabsicherung und weniger Flanken. Nur gibt es den Willen dazu nicht. Was mich sehr wundert.

      1. Im Prinzip sehnlich der Zeit unter LVG.

        Man will ueber aussen spielen, dort wird man gedoppelt, dann spielt man zurueck und quer im U oder V, bis man ueber Fehlpaesse oder angefangene harmlose Flanken den Konter bekommt.

        Das oft grosse Loch im Zentrum ist wirklich einzigartig unter Spitzenmannschaften.

        Und merkwürdig ist auch das es immer wieder Spiele wie gegen LFC und Nuernberg gibt wo es den Anschein hat das es anfangs einfach vor sich hinplaetschert…..

        So ein Spiel wie in Nuernberg sollte man doch versuchen in den ersten 30 Minuten zu entscheiden.

    2. Dass der Ballbesitz ziemlich hoch ist war klar. Der zweithöchste in Europa überrascht ein wenig.

      Zu den Gegentoren erinnere ich noch mal an die Diskussion bezüglich der Torwartposition. Das sind eben leider keine Traumtore (nicht nur), sondern viele Durchschnittsbälle dabei.
      Neuer ist in Bezug auf gehaltene Bälle allgemein und auf Großchancenvereitlung im speziellen jeweils auf Platz 19 in der Liga. Letztes Jahr war Ulreich da die Nummer 6 und die Nummer 1.
      Da hat uns das Wunderjahr des Sven Ulreich gerettet. Dieses Jahr spielt Neuer seine schlechteste Saison und Ulreich ist wieder dort angekommen wo er immer schon war. Und das ist nicht gerade überragend.

      Im Grunde erklärt das für mich schon vieles in Bezug auf die Gegentorstatistik.

      1. schön dass es einer mal sagt,ist ja auf einer Bayernfanseite fast ein Tabu. Die Statistiken von Neuer sind ja regelrecht erschreckend,bin vor paar Wochen mal darüber gestolpert und konnte es einfach fast nicht glauben. Wundert mich dass die Nationaltorwart Diskussionen nicht schon viel viel stärker geführt wurde bei den schwachen Leistungen,wenn du dann mit ter Stegen eine Nummer zwei hast die beim stärksten Verein der Welt spielt und gerade der stärkste Torwart der Welt ist. Für uns heißt das aber auch: wir brauchen einen neuen Torwart,natürlich hat das bestimmt wahnsinnig im seiner Fitness zu tun aber er scheint ja das Problem auch nicht wirklich los zu kriegen.

      2. Zum Thema Torwart wird es sicher vor Kahn keine Entscheidung geben.
        Und der hat sich ja zum Thema Nuebel klar geaeussert.

        Denke da werden alle auf Kahn hoeren der dich ja schon während der Hinrunde auch zu Neuer ziemlich eindeutig geaeussert hat.
        Naemlich abwarten wie er die schweren Verletzungen verarbeitet.
        Vor allem im Kopf.

  3. Gibt es eigentlich eine Statistik, welche die Ballbesitzquote danach unterteilt, in welcher der drei Zonen des Spielfeldes der Ballbesitz stattfand? Unter Guardiola hat die Mannschaft als Ganzes deutlich höher gestanden als heute, sodass der Ballbesitz im letzten Drittel höher gewesen sein dürfte. Ich habe den Eindruck, unter Kovac liegt der größte Anteil des Ballbesitzes in der neutralen Zone und somit im weniger gefährlichen Bereich des Spielfeldes. Was auch unterstreichen würde, dass die Abläufe ins offensive Drittel eben nicht gut passen, da das Zonenspiel unzureichend ist.

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    1. 2018/19
      21, 46, 33 (in %)
      2013/14
      23, 43, 35 (leicht ungenaue Rundung nach dem Komma)
      2014/15
      21, 46, 32
      2015/16
      21, 46, 33

      Halte ich für wenig aussagekräftig. Grund: das letzte Drittel beginnt halt spät. Hier geht die Post dann immer schon ab. Vielleicht stand Peps Bayern manchmal höher und hat dort mehr in der gegnerischen Hälfte aufgebaut, aber der Unterschied von 5-10 Metern ist da so marginal (für die Statistik), dass es das zweite Drittel bleibt.

      1. Da sind über viele Jahre die Werte fast identisch? Wirklich schwer zu glauben.
        Aber wahrscheinlich ist die Einteilung in Drittel tatsächlich einfach zu unscharf. Ein Drittel eines Fußballfeldes ist jetzt auch nicht wenig.
        Da kannst du 30 Meter weiter hinten stehen und bist immer noch im gleichen Drittel.

      2. Erstaunliche Statistik.

        Aber das zeigt eben das ohne qualitative Analyse reine Prozente manchmal wenig bis garnicht aussagekräftig sind.

        Zeigt eben das lahme, im U herumspielen fuehrt eben zu aehnlichen Prozenten wie schnelles Kombinationsspiel im letzten D.

        Gefuehlsmaessig ist der Ball eigentlich schon seit Anc wieder zu viel in der Luft statt am Boden was das Spiel idR immer verlangsamt.

    2. Ich bin gefühlsmäßig auf der Seite von @Osrig. Wobei natürlich einzelne Partien prägen und die Durchschnitte über die Saison, incl. Bundesliga, ganz anders aussehen können.

      Z.B. gegen Liverpool kam Bayern doch fast nicht mehr mit dem Ball aus dem eigenen Abwehrdrittel raus.

      Nur jetzt bitte nicht wieder die Diskussion anfangen, ob das am neuen Trainer oder an den älter gewordenen Spielern liegt.

    3. Eine Vermutung noch von mir: Ich glaube auch, dass die Drittel zu wenig aussagekräftig sind. Allerdings kann es auch sein, dass die Art des Ballbesitzes anders ist. Beispiel letztes Drittel: Während wir früher (gefühlt) mehr kontrollierten Ballbesitz hatten (inkl. Rückpässen ins zweite Drittel), mit der Suche nach der Lücke, gibt es jetzt folgendes Bild: Steilpass, dann Flanke und dann flippert der Ball herum und manchmal hat man den zweiten Ball und manchmal nicht. Kann es ein, dass das einem das dann einfach weniger vorkommt?

      1. In dem Kontext würde mich vor allem interessieren, wie lange der Ball bei einem einzelnen Spieler bleibt, bis er weitergespielt wird. Entscheidend ist ja auch das Tempo des Balles, das wesentlich dadurch bestimmt wird, wie lange es braucht, bis er bei zur nächsten Station gespielt wird. Gibt es dazu Infos?

      2. Genau die Infos habe ich auch schon gesucht. Bei understat oder whoscored gibt es das nicht (sofern ich es nicht übersehen habe). Auch die “Sequences and possessions” (als Teil der “Advanced metrics”) gehen in die Richtung, treffen es aber nicht ganz (https://www.optasports.com/services/analytics/advanced-metrics/). Ich vermute, dass das Daten sind, die – wenn überhaupt – nur von Spezialdienstleistern erhältlich sind.

      3. Schade, das ist nämlich m.E. der wichtigste Wert. Erst das Tempo sorgt für die Qualität, die wir brauchen.

  4. Es ist so wie im Kommentar gesagt.
    4 Spiele gewinnen egal wie.
    Aber dazu gehoert mindestens totaler Einsatz und kein weiterer blutleerer Auftritt wie in Nuernberg.
    Alles andere macht keinen Sinn.

    Was dann passiert werden wir sehen.
    Aber warum sollte Uli mit Kovac Fussball zufrieden sein wenn er sieht wie Klopp mit dem LFC, tenHag mit Ajax oder Pochettino mit Spurs spielen lassen.

  5. Off topic
    Adidas mit Rekordzahlen.
    Deren Marktwert ist jetzt Euro 50Mrd bei ca.2Mrd Gewinn p.a.

    Da koennten die mal grosszuegig sein und unseren Sponsorendeal auf 120 mio p.a.anheben oder?

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das macht man nur bei Real. Wir haben halt gute Beziehungen – also statt des Geldes ;)

    2. Nachdem man soeben einen adidas-Topstar vergrault hat? Wohl eher nicht …

      1. Wie wahr!! Im Grunde müsste Adidas zum Ausgleich dieses geschäftsschädigenden Verhaltens unserer Vereinsführung gleich mal 20 Mio streichen! Es ist eigentlich nicht zu fassen….

      2. @Osrig:
        –“Wie wahr!! Im Grunde müsste Adidas zum Ausgleich dieses geschäftsschädigenden Verhaltens unserer Vereinsführung gleich mal 20 Mio streichen! Es ist eigentlich nicht zu fassen….”

        Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint.

  6. Roland Wohlfarth Seite 04.05.2019 - 13:42

    Heute mal entspannt 4-6:0 gewinnen und Dortmund weiter unter Druck setzen. Vielleicht stolpern sie ja abends in Bremen. Wie wir im DFB Pokal gesehen haben, können die sehr unangenehm sein.

  7. Der wohl sichere Wechsel von James dürfte aus Bayernsicht richtig sein.

    1. Natürlich wird Bayern finanziell dabei nicht zu kurz kommen. Ich kann es mir nur so vorstellen, dass sich Bayern die Nicht-ausübung der Kaufoption bezahlen lässt. D.h. de facto fließt die Ablöse zu 40 Mio. an Real und im Übrigen an Bayern.

    2. Natürlich ist James ein toller Fußballer, der zu recht auch seine “Fans” hat (bis hinein in unsere sportliche Leitung). Aber es kann aus Vereinssicht auch mal sinnvoll sein, einen guten Spieler zu verkaufen. Müller gibt erkennbar die richtigen Antworten auf sein DFB-Aus. Bayern setzt weiter auf die Flügel. Da wird man einen zweiten Linksfuß brauchen, man kann unmöglich mit einem 18jährigen (Phonzy) in die nächste Saison gehen.

    Ich habe ja immer die Bayerntransfers kritisiert. Tatsächlich könnte es sein, dass James der einzige Transfer in der “40-Mio.-Region” der letzten Jahre ist, der seinen Marktwert bei Bayern steigern konnte und mit Gewinn weitertransferiert wird (eben unter der VSS, dass sich Bayern die Nichtausübung der Option bezahlen lässt).

  8. Ich meine auch, heute geht nichts schief und wir sehen gleich einen klaren Sieg ohne Wackelei in der Abwehr. Zweimal hintereinander Punkte gegen Abstiegskandidaten zu verschenken, geht nicht, selbst nicht unter der Vorstellung, dass 96 alles in die Waagschale werfen wird, weil die Partie gegen uns ihre letzte Chance wäre. Ich kann mir vorstellen, wir erzielen zur Abwechslung mal wieder ein schnelles Tor, dann ist die Messe eh gleich gelesen^^

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dachte ich auch….

    2. …und ich auch. Das war einfach schwach. Also liegt das spielerische Defizit nicht an Martinez, sondern am System, Raumaufteilung etc. Puh, einfach Augen zu und durch.

  9. Das war früher nie und nimmer Handspiel. Mir ist unbegreiflich, wie man da einen Elfmeter geben kann.

  10. Absolut lächerliche Entscheidung!

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    1. Und dann ist das zweite Ding ein viel klareres Handspiel!

  11. Das ist genauso lächerlich wie der Elfer gegen die Bienen. Und zahlreiche andere “Elfmeter” in dieser Saison. Macht das Spiel kaputt und macht keinen Spaß mehr. Was Kimmich allerdings aus dieser Gelben Karte macht, ist allerdings auch eine Sauerei. Hat doch mit Fairplay alles nichts mehr zu tun.

  12. Meine Güte ist das schwach….und jetzt die Geheimwaffe…

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Spielerisch ist das heute der Offenbarungseid. Da kann es zum Saisonende nur noch eine Konsequenz geben.

  13. Das hatte den Charakter eines Saisonfinales, in dem es um nichts mehr gehen würde. Sehr seltsames Spiel. Mit den Leistungen der letzten beiden Wochen braucht man jedenfalls in den restlichen drei Spielen gar nicht erst antreten.

  14. Ich bin seit 46 Jahren Bayernfan und ja, ich bin kein großer Kovacs Fan. Aber ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die hier ein großes Bashing gegen Kovacs betreiben. ABER: So wie heute kann das einfach nicht sein. Das ist dem FCB unwürdig! Spielerischer Offenbarungseid im eigenen Stadion und das hat jetzt nichts mit Umbruch oder irgend etwas anderem zu tun! Das war einfach schlecht! Die Elfmeter, gegebene oder nicht gegebene (gegen Müller) sind mir jetzt mal total egal. Wenn man so Meister werden kann, dann ist die BuLi nur noch grottenschlecht!

    Ich will unseren FCB so nicht mehr sehen. Schon gegen Nürnberg, ja auswärts, aber in der Allianzarena so ein unmotiviertes Standgekicke wie in den größten Teilen von HZ2 ist eine Schande. Ich war kurz davor zu denken, jetzt soll Hannover den Ausgleich machen, damit endlich jeder sieht, dass das so nicht gehen kann. Wenn man so gegen Hannover in Unterzahl spielt, dann ist es auch kein Wunder, dass man international mit Angstahasenfußball untergeht. Kovacs muss nach der Saison gehen! Punkt! (Ich weiß, wird wahrscheinlich nicht so sein. Dann müssen wir uns das noch häufiger antun.)

    Sorry, das war jetzt natürlich der Frust-von-der-Seele-Beitrag.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Absolut richtig.
      Es ist einfach nur noch erbaermlich.
      In der AA gegen 10 Tabellenletzten verteidigen wir tief.

  15. Was regen wir uns auf? Die Spieler jedenfalls wollen doch OFFENSICHTLICH nicht Meister werden bzw. es ist ihnen Wurscht. Kann man aber auch wieder Verständnis haben, denn das würde ja schon wieder einen lästigen Zusatztermin auf dem Marienplatz bedeuten, wo man vor den Fans so tun müsste als wäre man euphorisch.

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