Bayern mausert sich zum 4:1 über Stuttgart

Justin Trenner 27.01.2019

Doch bereits vor der Partie gab es viel Diskussionsstoff. Würde Kovač erneut nicht rotieren? Was ist da mit James los? Und kommt Hudson-Odoi nun doch noch nach München? All diese Themen hätten ihren eigenen Artikel verdient. Schlussendlich müssen diese Themen hinten angestellt werden. Denn Schiedsrichter Frank Willenborg nahm darauf keine Rücksicht und pfiff um punkt 15:30 Uhr das Spiel gegen den VfB Stuttgart an.

Falls Ihr es verpasst habt:

Kovač schickte tatsächlich dieselbe Mannschaft auf den Rasen wie schon in Hoffenheim.

FC Bayern München vs. VfB StuttgartGrundformationen: Bayern – Stuttgart, 27.01.2019

VfB-Trainer Markus Weinzierl rotierte aufgrund der enttäuschenden Leistung gegen Mainz gleich auf fünf Positionen, blieb seinem 4-2-3-1 auf dem Papier allerdings treu. In der Viererkette rückten mit Beck, Insúa und Kabak drei neue Spieler in die Startelf. Gentner rückte eine Position zurück und González spielte dafür auf der Zehn. Außerdem tauschte der Trainer Gómez gegen Donis.

Die Bayern ließen die Partie ruhig angehen und beobachteten erstmal, wie der Ansatz des VfB aussehen würde. Mit der ersten kleineren Druckphase gelang ihnen dann aber der Traumstart. Nach nur fünf Minuten tauchte Coman im Strafraum auf, scheiterte jedoch am Torwart. Im zweiten Anlauf brachte Müller den Ball nach einer eleganten Bewegung zu Lewandowski, der wiederum auf den Torschützen Thiago ablegte.

Mit dem Treffer im Rücken zeigten die Münchner dann eine souveräne Anfangsphase. Vor allem das Trio um Lewandowski, Müller und Goretzka schien wieder sehr gut zu funktionieren. Immer wieder kam die Mannschaft gefährlich in den Strafraum.

Nach knapp 20 Minuten verflachte die Partie aber. Stuttgart bekam mehr Ballbesitzphasen und erste kleinere Möglichkeiten. Bayern hingegen fehlte die Durchschlagskraft nach vorn. Die entsprechende Bestrafung gab es dann, wie so oft in dieser Saison, durch ein Traumtor der Stuttgarter. Donis traf sehenswert aus rund 20 Metern in den Winkel (27.).

Zwar bemühten die Bayern sich bis zur Pause nochmal, doch ein Treffer sprang dabei nicht heraus. Wieder ging eine Halbzeit mit Licht und Schatten zu Ende, die der Rekordmeister nicht für sich entscheiden konnte.

Zur zweiten Halbzeit brachte Kovač dann Gnabry für Martínez und reagierte somit auf eines der Hauptprobleme im ersten Durchgang. Denn der Spanier war kaum präsent in Ballbesitz.

Allein schon wegen der 55. Minute kann diese Entscheidung des Trainers als absolut richtig bewertet werden. Denn da kamen die Münchner endlich mal wieder druckvoll vor das Tor der Gäste. Abgeschlossen wurde der Angriff mit einem wuchtigen Schuss Serge Gnabrys, der durch ein Eigentor Gentners den Weg ins Tor fand.
Doch Bayerns Spiel blieb extrem instabil. In der 64. Minute traf Stuttgart aus einer kuriosen Situation heraus nur den Pfosten. Es hätte der neuerliche Ausgleich sein können. Im direkten Gegenzug wurde Lewandowski dann jedoch im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter setzte der Pole ebenfalls an den Pfosten.

In der 71. Minute gelang der Treffer zum 3:1 allerdings. Nach einer Ecke traf Goretzka per Kopf. Nun schien die Partie entschieden zu sein. Stuttgart wollte zwar merklich noch was versuchen, konnte dem Spielverlauf aber nichts mehr entgegensetzen.

Es kam für die Schwaben sogar noch schlimmer. Obwohl sie die Partie lange offen gestalten konnten, gerieten sie dann unter die Räder. Lewandowski machte seinen verschossenen Elfmeter wieder gut und erzielte in der 85. Minute das 4:1. Kovač nutzte die Situation und ließ Davies debütieren.

Schiedsrichter Willenborg pfiff die Partie dann jedoch genauso pünktlich ab, wie er sie begonnen hatte. So holten die Bayern insgesamt einen wichtigen 4:1-Sieg. Das ist es, was schlussendlich zählt. Und doch muss analysiert werden, warum dieses Spiel über weite Strecken nicht souverän bestreitet werden konnte.

5 Dinge, die auffielen:

1. Martínez ist oft ein Problem

Die Bayern haben nicht erst seit dieser Saison ein Strukturproblem im Mittelfeld, wenn es gegen tiefstehende Mannschaften geht. Auch gegen Stuttgart offenbarte sich das 4-2-3-1 der Münchner in dieser Konstellation als nicht vorteilhaft. Das hängt auch mit der Personalie Javi Martínez zusammen.

Die Stärken des Spaniers liegen vor allem im Spiel gegen den Ball. Er kann gut absichern, Zweikämpfe führen und offensive Partner im Mittelfeld entlasten. All diese Stärken spielen aber weniger eine Rolle, wenn der FC Bayern sich in den meisten Phasen des Spiels nach vorn kombinieren muss. Denn seine Schwächen liegen im Aufbauspiel und im Stellungsspiel in Ballbesitz.

Gegen Stuttgart äußerte sich das Problem darin, dass Martínez oft im bedeutungslosen Raum verschwand. Er war keine Anspieloption und er verlangsamte das Spiel. Viel schlimmer ist jedoch, dass Thiago dadurch tiefer agieren musste. Er übernahm die Rolle des tiefen Spielmachers. Vorne verpassten es Goretzka und Müller wiederum zu oft, die große Lücke zu den beiden Sechsern zu verkleinern. Und so hatten die Bayern keine Ideen, wie sie sich schrittweise in das Angriffsdrittel kombinieren können.

Ein weiteres Problem hatte dadurch Kingsley Coman. Müller besetzte eher den halbrechten Raum und Goretzka war als Zehner eben gefordert, im Zentrum irgendwie den Zwischenlinienraum zu besetzen. Coman fehlte deshalb die Unterstützung im Halbraum. Gerade weil das Martínez-Problem gegen tiefe Stuttgarter vorhersehbar war und mit Gnabry und James zwei Alternativen bereitstanden, muss sich Kovač die bisweilen biedere Leistung im ersten Durchgang mit ankreiden lassen.

2. Eine Führung ist nicht mehr komfortabel

Eine bemerkenswerte Baustelle ist in dieser Saison, dass die Bayern relativ häufig Führungen herschenken. Gründe dafür könnten ebenfalls in der fehlenden Mittelfeldstruktur gefunden werden. Oft wandert der Ball durch die Viererkette, bis ein langer Ball vom Gegner erzwungen wird. Ein souveränes Ballbesitzspiel gibt es dann nicht.

Ein weiterer Grund ist, dass die Münchner immer Phasen im Spiel haben, in denen sie dem Gegner den Ball überlassen, selbst jedoch nicht kompakt und sicher verteidigen. Gerade gegen Stuttgart ging den Bayern stellenweise jegliche Aggressivität ab. Der VfB konnte kombinieren, ohne wirklich gestört zu werden. Früher war eine bayrische Führung beinahe gleichbedeutend mit einem Sieg. Aktuell reichen kleine Schwingungen, um eine Partie zum Kippen zu bringen. Das ist vor allem in Hinblick auf das große Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen, problematisch.

3. Kovač passt an

In den vergangenen Wochen und Monaten war es ein großes Problem, dass Niko Kovač auf Fehlentwicklungen im Laufe einer Partie zu spät oder gar nicht reagierte. Gegen Stuttgart korrigierte er seinen Fehler, Martínez aufzustellen, bereits in der Halbzeitpause. Mit Gnabry und einem etwas tieferen Goretzka sollten die Räume besser besetzt werden.

Doch wirklich viel war davon nicht zu sehen. Die Partie blieb aus Sicht des FC Bayern zäh und unsicher. Vielmehr war der ausbleibende Umschwung durch einen richtigen Wechsel ein erneutes Indiz dafür, dass Kovač nicht in der Lage zu sein scheint, taktische Probleme als solche wahrzunehmen. Statt Martínez war es nun eben Goretzka, der im Spielaufbau gemeinsam mit Thiago viel zu tief stand. Statt Goretzka war nun eben Müller nicht in der Lage, die Lücke nach hinten zu schließen, weil er vorne den Zwischenlinienraum besetzen wollte und musste.

Es gab im Prinzip in den meisten Phasen zwei Sechser und einen Zehner. Dem Spiel fehlte ein Zwischenspieler. Und das, obwohl mit Goretzka ein guter Mann dafür auf dem Platz stand. Immerhin in der Schlussphase des Spiels wurde es etwas besser. Dann kam mit James nicht nur ein spielstarker Zehner, sondern auch Goretzka positionierte sich, vermutlich durch den geweckten Torhunger, etwas höher. Eine weitere Begründung für das dann etwas bessere Ballbesitzspiel der Bayern waren ermüdende Stuttgarter, die nach dem 3:1 nicht mehr an sich zu glauben schienen.

Gerade in der Offensive hat Kovač jetzt durch das meist starke Zusammenspiel zwischen Müller, Goretzka und Lewandowski eine schlagkräftige Option, die er durch Spieler wie James, Gnabry und Coman jeweils noch ergänzen kann. Es fehlt aber an einer Verbindung zwischen Aufbauspiel und Offensive, wenn es gegen kompakte und teils tiefstehende Gegner geht. Nach dieser Verbindung sucht der Trainer seit Saisonbeginn vergebens.

4. Kovač vs. James?

Das vermeintliche Missverständnis zwischen Niko Kovač und James Rodríguez wird zunehmend zur öffentlichen Debatte, die auch das Fanlager des FC Bayern in zwei Teile zu spalten scheint. Erneut bekam der Kolumbianer keinen Einsatz von Anfang an, obwohl er in nur kurzer Zeit in Hoffenheim zu überzeugen wusste.

Aus pragmatischer Sicht gibt es dafür gute Argumente. Einerseits funktionierten Goretzka, Müller und Lewandowski vorne sehr gut. Es gibt also keinen Grund, daran etwas zu ändern. Andererseits ist Kovač derzeit vor allem an Stabilität interessiert. Unabhängig davon, wie man diesem Ansatz gegenüber steht, muss man konstatieren, dass Goretzka und Müller hier passender sind. Stand jetzt.

Und doch wird die Causa langsam zum echten Problem. Auf der Pressekonferenz äußerte Kovač, dass südamerikanische Spieler emotionaler wären und deutete damit disziplinarische Schwächen beim Kolumbianer an. Unter den Bayern-Fans scheinen sich nun zwei Standpunkte aufzutun. Der Groll gegen James wird auf der einen Seite zum Vorwurf gegen Niko Kovač. Auf der anderen Seite werden dem Spieler Disziplinlosigkeit und fehlender Teamgeist unterstellt.

Dabei ist eine endgültige Positionierung derzeit unmöglich. Ist ein Trainer mit der Disziplin eines Spielers nicht einverstanden, ist es seine Pflicht, Konsequenzen folgen zu lassen. Der Vergleich mit Franck Ribéry hinkt dabei gewaltig. Ribérys Vergehen beschränken sich auf einen privaten Bereich oder auf Verhalten gegen Spieler anderer Vereine. Sie stören das Mannschaftsgefüge also nicht. Bei James rumort es seit Wochen, dass er sich über die Mannschaft stellen würde. Das ist dann für einen Trainer ein Problem, das anders gewichtet werden muss.

Auch für den Kolumbianer gilt aber, dass ihm nichts vorgeworfen werden kann, was nicht eindeutig belegt werden kann. Und so ist die Schuldfrage nicht endgültig zu klären. Zumal zu einem Missverständnis oder Disput immer mindestens zwei Parteien zählen. Fakt ist jedoch, dass die Probleme, insofern sie in dieser Schärfe überhaupt existieren, schnellstens ausgeräumt werden sollten. Denn diese Art Unruhe tut dem Klub nicht gut. Heute hätte ein James dem Spiel der Bayern gut getan.

5. #niewieder

Doch Fußball war an diesem Tag nur zweitrangig. Der 27. Januar ist der Tag der Erinnerung an die Opfer des Holocausts. Max Mannheimer, Überlebender dieser schrecklichen Zeit, sagte einst: “Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.” Rund um die Partien des 19. Spieltags gab es deshalb verschiedene Aktionen, um an die Verbrechen der Nazis und die unzähligen Opfer zu erinnern. In München fanden Passanten und Fans mehrere Erinnerungsinseln. Der Klub hat nicht nur aufgrund seines ehemaligen Präsidenten Kurt Landauer eine besondere Verantwortung zur Erinnerungskultur. Hier wurde er dieser gerecht. Auch wir aus der Miasanrot-Redaktion wollen an die gesellschaftliche Verantwortung erinnern, die wir alle haben. Gegen Fremdenfeindlichkeit! Gegen Rassismus! Gegen Nazis!

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Vielen Dank für Punkt 5! Respekt!

  2. Phonzie!

    Ich muss sagen, ich war positiv überrascht von der Umstellung zur Halbzeit. Auch wenn da nicht viel dazu gehört hat, Kovac war ja schon öfters nicht in der Lage im Spiel zu reagieren.

    Aber dass ein James schon wieder so lange auf der Bank sitzt, geht nicht klar.Ich war lange überzeugt, dass man ihn halten wird, schon alleine wegen der günstigen Kaufoption, aber womöglich gab es intern schon die Ansage, dass er nicht verpflichtet wird. Anders kann ich mir es nicht erklären.

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    1. Der kann nach seinen Disziplinlosigkeiten froh sein, dass er überhaupt noch spielen darf.

  3. Roland Wohlfarth Seite 27.01.2019 - 17:42

    Ein Sieg der viel zu hoch ausgefallen ist wie schon gegen die Eintracht z.B. und der wie in der Analyse gut herausgearbeitet überdeckt, dass es immer noch eklatante strukturelle Probleme im Bayern gibt, die nicht neu sind und die Kovac nicht lösen kann. Im Hinblick darauf dass es immer noch Titel zu gewinnen gibt und sei es nur der DFB Pokal zeigt dies einmal mehr, dass Kovac nicht der richtige Trainer für Bayern ist.

  4. Letztlich ein verdienter Sieg gegen einen Abstiegskandidaten, der durch ein Eigentor und einen Torwartfehler zu hoch ausgefallen ist. Für mich bleibt offensichtlich, dass uns mit einem Mittelfeld aus Martinez und Goretzka einiges an Ballsicherheit abgeht, bei aller Qualität, die diese Spieler ansonsten haben mögen…

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    1. Es sind nicht die Spieler.

      Gib uns Pep für ein halbes Jahr zurück und Goretzka klebt der Ball am Fuß wie Sané. Damit müssen wir uns zumindest bis Saisonende einfach abfinden.

      1. Es liegt an beidem. Hat schon seine Gründe, dass Guardiola Martinez nie im Mittelfeld gesehen hat.

      2. Witzigerweise hat Martinez bei Guardiola einige Spiele auf der, vorwiegend rechten, 8er Position im 4-1-4-1 gespielt, ich glaube im ersten Jahr. Dabei war Martinez in der Lage die Bälle offensiv abtropfen zu lassen, ich kann mich auch an dynamische Ballmitnahmen erinnern, viele erstaunlich spielfreudige Aktionen. Wenn ich auch an VFB Ersatzspieler Gonzalo Castro denke und was der unter Tuchel für Spiele rausgehauen hat (er war auch oft sehr durchschnittlich) muss ich Kurt schon ein bisschen zustimmen: Wenn ein Trainer dir sagen kann, was genau du machen sollst und zwar so, dass du es wirklich verstehst und das vertrauen dafür bekommst, dann sieht das einfach essentiell anders aus, als das, was Martinez seit 3 Jahren im Mittelfeld spielt.

  5. Wie man so einen schwachen Gegner so gut dastehen lassen kann ist mir ein Rätsel.

  6. “Gegen tiefer stehende Mannschaften…”
    Der VfB war es nicht. Du hast gut die fehlende Kompaktheit angesprochen- aber Goretzka mit der 10 in Verbindung zu bringen, wie von vielen, nicht zuletzt vom Trainer, ist doch sehr weltfremd. Für mich muss der 10er “Spielgestalter” sein. Goretzka sieht sich mehr als “hinter der ersten Reihe”. Für mich ist er auf der 10 ein “Stehgeiger” der auf ein Torabschluss wartet. Er soll doch auf der “8” bleiben – wie zum Ende des Spiels.
    Und jetzt noch zum Eingreifen von Kovac. Richtig finde ich deine Aussagen zu Martinez, aber… der Trainer ist ja wie in der PK von ihm gesagt, davon ausgegangen, dass der VfB die trumpsche Mauer aufbaut. Deshalb Martinez in der Startelf. Wo war sein eingreifen als der VfB die dominante Mannschaft war und Bayern fast an die Wand spielte? Nichts – Gnabry? Nee, da war nichts. Und demzufolge keine taktische Änderung. Wenn der VfB mit vier Spielern auf Höhe des 16er und mit einem Mittelfeld auf der Mittellinie stand, wurde sehr langsam “hinten rum” gespielt. Selbst Thiago reihte sich dabei ein. So konnten sich die Stuttgarter immer neu organisieren.
    Immer wenn ich dachte, dass ist nicht zum ansehen, schoss Bayern durch eine Einzellleistung ein Tor. So kann man auch nicht zum Angriff auf den BVB blasen. Ich werde mich mit dem Trainer nicht anfreunden können. Eine ganze Woche trainiert und dann kommt solche Mannschaftsleistung raus!

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    1. +1 +1. +1. Genauso sehe ich Goretzka auch!

    2. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 27.01.2019 - 19:10

      @Bernhard B.
      Trumps Mauer ist inexistent. Hätten die Stuttgartner eine solche Mauer aufgezogen, müsste der FC B höher als 4:1 gewinnen. ;)

  7. Also Kovac ist definitv kein Klinsmann. ER hat eine gewisse Austrahlung , kann motivieren und scheinbar eine Mannschaft führen. Das große Fragezeichen ist sein taktisches Problem. Ich hätte keine Probleme damit, wenn ich das Gefühl hätte, er will da lernen. Mein Problem ist, er scheint dies nicht als Schwachstelle seinerseits zu erkennen. Dabei wirkt er ja nicht
    t gerade antiintelektuell deswegen verstehe ich nicht ganz was da das Problem ist, ist ja kein Effenberg oder Neururer. Und da kommt James ins SPiel, die wiederholte Aussage von James, dass Kovac nciht mehr in Frankfurt ist, könnte genau so gemeint sein. Nur schnell und aggressiv reicht halt nicht für eine SPitzenmannschaft. Auffällig auch: weder Ancelotti noch Heynckes hatten meines wissens vergleichbare Probleme mit James. Auf dem Platz kam er mir auch immer motiviert vor. Insofern scheint Kovac schon auch seinen Teil zu dem Problem beizutragen. Kovac kann scheinbar Klopp, zu Guardiola fehlen aber noch Lichtjahre, alles kein Problem bei einem jungen Trainer mit naja, für einen SPitzenclub lausiger Vita, aber wenn er sich nicht entwicklen will…sein momentanes Level reicht jedenfalls auf keinen Fall auf Dauer für einen Spitzenclub

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    1. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 27.01.2019 - 19:08

      Klopp ist ein exzellenter Taktiker weswegen ich den Vergleich unpassend finde.

      1. Ich meine die Fähigkeit von Klopp extrem motivieren zu können und eine Mannschaft eine extreme körperliche Präsenz zu verleihen.Das Klopp auch Taktik kann, habe ich selbst live in den spielen gegen Manchester City sehen können.trotzdem verbinde ich ihn in erster Linie nicht mit taktischer Brillianz im Gegensatz zu Guardiola. Vielleicht ist dies aber auch einfach ein Vorurteil.Genauso wie Guardiolas Mannschaften auch unglaublich kämpfen können, wie gerade im letzten Spiel gegen Liverpool beeindrucken zu sehen war. Insofern ja, ist der Vergleich vielleicht wirklich nicht so wirklich passend

      2. Klopp ein “exzellenter Taktiker”???
        Er läßt seine Mannschaften seit Jahren nach einem bestimmten Schema spielen: “Alle Mann druff, und wenn der Ball gewonnen ist, mit Hurra Richtung Gegnertor! Da ist er nicht anders als Kovac, auch wenn unser “Trainerlehrling” meines Erachtens insgesamt etwas defensiver Aufstellung beziehen lässt.
        Klopp bekommt, durchaus vergleichbar zu Guardiola, Unsummen zur Verfügung gestellt, um sich die Mannschaft so zusammenzustellen, wie er es haben will. Ein exzellenter Taktiker ist Klopp sicher nicht!

        Er ist ein Motivator, einer, der die Jungs pushen kann bis zu Äußersten. Da hat er Kovac etwas voraus!

      3. Klopp hat einen Spielstil und gewisse Attribute, die ihm sehr wichtig sind und nicht verändert werden. Von diesen ausgehend jedoch ist er durchaus flexibel und anpassungswillig. Das hat er übrigens auch mit den meisten Trainern der Branche (auch einem Guardiola z.B.). Ich bin auch nicht unbedingt Fan seiner Spielweise, aber man muss ihm schon zugestehen, dass er diese Spielweise bisher bei jeder seiner Mannschaften (nach einer gewissen Einfindungsphase) auf sehr sehr hohem Niveau auf den Rasen gebracht hat.
        Den Vergleich mit Kovac find ich auch daher recht unpassend, auch wenn bezüglich der Spielweise kleinere Gemeinsamkeiten bestehen mögen. Kovac kann erstens nicht annähernd die Erfolge vorweisen, die Klopp im gleichen Alter hatte, und ist zweitens viel konventioneller und normaler in der Spielanlage.

    2. Wo kann Kovac denn Klopp? Meinst du das ernst?

      1. Das sehe ich ausnahmsweise anders, Osrig. Die Anpassungen, die Klopp seinem System in Liverpool gegönnt hat, sind schon gewaltig im Vergleich zu seiner Dortmunder Zeit. Es ist kein Zufall, dass Liverpool inzwischen auch die vielen Spiele gegen die kleineren Team weitestgehend souverän zu gewinnen vermag – das war zu seiner Dortmunder Zeit ja gelegentlich noch ein Problem.
        Richtig ist, dass Klopps Taktik in den meisten Fällen sehr hohe kollektive Laufbereitschaft erfordert. Da kommt dann die Motivation hinzu: Ohne diese Fähigkeit würde sein System nicht funktionieren, weil es eben die kollektive und koordinierte Balljagd erfordert. Liverpool passt dies aber immer mit Phasen ab, in denen sie sich zurückfallen lassen, in defensiver Stabilität erholen und dennoch (dank individueller Klasse) über Konter weiterhin erfolgreich sein können. Daraus können sie dann aber wieder sehr dominante Ballbesitzphasen anschließen, in denen sie die Gegner an die Wand drücken. Das ist schon sehr, sehr beeindruckend mitanzusehen und wie gesagt nochmal deutlich avancierter vom System her als das Klopp-Dortmund – sicherlich auch dank der gestiegenen individuellen Möglichkeiten der Spieler.

      2. “…weil es eben die kollektive und koordinierte Balljagd erfordert.”

        Genau das ist das System Klopp: “alle Mann druff, und dann ab die Post!” Da hat sich, wenn auch von mir überzeichnet dargestellt, im Grunde nicht viel geändert. Das Klopp mit diesem enorm kraftraubenden Stil auch Phasen benötigt, in denen er es ruhiger angehen lassen muss und etwas zurückhaltender agieren lassen muss, dass ist klar. Auch dem Klopp, denn der ist wahrlich kein Dummkopf! Er wird auch gewisse Weiterentwicklungen auf den Weg gebracht und sicherlich nicht DO 1:1 kopiert haben.
        Aber Klopp und dominante Ballbesitzphasen? Schnelles Pass- und Positionsspiel in bester Pep-Manier? Ich verfolge Liverpool nicht so im Einzelnen, aber das halte ich dann doch für etwas übertrieben. Gerade dafür steht “Kloppo” ja nun gerade nicht!
        Vielleicht mal aus Versehen, weil der Gegner partout nicht nach vorn spielen will…aber als klare Systemkomponente bei Klopp?? Kaum vorstellbar!

      3. Von dem was ich gesehen habe (auch nicht viel, aber doch ein paar Spiele diese Saison), ist das aber durchaus so. Vielleicht nicht auf formaler Grundlage des Positionsspiels, aber es ist schon so, dass sich Liverpool auch mit Ball sehr wohl fühlt und nicht die berühmt-berüchtigten 10-Sekunden-Angriffe andauernd abzieht, die gegen schwächere Teams unweigerlich zu Problemen führen, weil das Spiel dadurch zerfasert wird (was schwächeren Team ja zugute kommt, die auf ein Unentschieden aus sind). Sicherlich glänzt auch Liverpool immer noch besonders, wenn sie Außenseiter sind, aber sie haben eben eine andere Komponente ihrem Spiel hinzugefügt und das Resultat sieht man in den konstanten Ergebnissen gegen Gegner aus sämtlichen Tabellenregionen. Kurz: Klopp-Fußball ist weiter Klopp-Fußball, aber angereichert, variationsreicher, erfolgsstabiler.

      4. Osrig, ich denke auch, dass man Klopp nicht gerecht wird, wenn man ihn auf diese Art Balljagd reduziert.
        Wenn es so einfach wäre, dann hätte er nicht ManCity so einfach aus der CL geworfen. Man City hat es jetzt im Januar nach vier Spielen zu ersten Mal wieder geschafft gegen Liverpool zu gewinnen (2:1). Und das ist die einzige Niederlage in der bisherigen Saison in der PL .

      5. Hmm…wäre hier in diesem Diskussions-Thema Off-Topic, aber ich wäre dann an einem Systemvergleich interessiert zwischen Pep’s Man City, die auch ein brutales “Forechecking” betreiben können, dem neuen Klopp-System und der sich ja immer mehr abzeichnenden Herangehensweise von Kovac mit unserem FCB.
        Vielleicht wäre das ja mal einen Artikel im Patreon oder hier wert^^

      6. Kloppo taktisches Verständnis abzusprechen ist aus meiner Sicht völliger Quatsch. Nicht nur Football Total Tiki Taka Guardiola Positionsspiel mit 1300 Pässen pro Spiel ist Taktik. Auch eine stabile Verteidigung im letzten Drittel, Pressing und Gegenpressing, Räume überladen, bestimmte Bereiche speziell im Konter attackieren oder einstudierte Spielzüge erfolgreich auf den Rasen ist Taktik. Und diese verschiedenen Dinge perfekt auf den Gegner abzustimmen und damit seit über 5 Jahren erfolgreich zu sein, macht Klopp zu einem Taktikfuchs. Im Übrigen auch Diego Simeone, der eine ähnliche Philosophie vertritt.

  8. Marlene Dietrich Seite 27.01.2019 - 18:58

    Danke für Punkt 5.!

  9. Zitat: “Die Bayern ließen die Partie ruhig angehen und beobachteten erstmal, wie der Ansatz des VfB aussehen würde.”

    Das ist sehr interssant formuliert. Ich war absolut erschrocken, wie passiv die Mannschaft das Spiel startete: im ersten Heimspiel des Jahres gegen einen Abstiegkandidaten, im Süd-Derby: da muss die Bude brennen und bei dem Qualitätsunterschied beider Mannschaften sollte das Spiel in 20 Minuten entschieden sein. Und wenn nicht, sollte der Wille zu erkennen sein, es so schnell wie möglich zu entscheiden.

    Stattdessen planloses herumgeschiebe von einem Flügel zum anderen. Die 10er Position war ein riesiges Niemandsland. Und hätte Coman nicht unermüdlich zu seinen Sprints angesetzt, ich weiß nicht, ob man überhaupt einen Weg in den Strafraum gefunden hätte. Bester Ancelotti-Verwaltungsfußball und am Ende ein um 2 Tore zu hohes Ergebnis. Natürlich freue ich mich unter dem Strich über den Sieg. Aber der Gedanke, so gegen Liverpool aufzutreten, lässt einem Angst und Bange werden.

  10. Danke,
    dass Ihr an den Gedenktag erinnert habt. Gerade dem FC Bayern steht es gut an, trotz des Tagesgeschäfts die Geschichte nicht aus dem Blick zu lassen.

  11. Irgendwie ein seltsames Spiel.
    Einerseits die Siegeserie fortgesetzt, mit einem letztlich deutlichen Sieg. Andererseits sicher keiner dieser Statementsiege wie sie zuletzt auch Kimmich eingefordert hatte.
    Einerseits 4 Tore und zahlreiche weitere Chancen gehabt. Andererseits wieder mal eine Führung verspielt und den Gegner ins Spiel geholt.
    Einerseits gab es in den letzten 5 Jahren schon einige bessere Phasen. Andererseits gab es in den letzten 50 Jahren schon einige schlechtere Phasen.
    Wo liegt die Wahrheit der Bayern im Jahre 2019? Finde ich sehr schwer zu sagen. Da scheint momentan zwischen “wir räumen alles ab” und “wir vergeigen total” fast alles drin zu sein.
    Na, auf jeden Fall dürfte es noch einige Zeit spannend sein.

    Zuerst mal wieder von der Aufstellung überrascht. Ich hätte da doch eher James für Martinez erwartet. Was da aus der Geschichte James und Bayern wird kann man wirklich gespannt sein. Jammerschade wenn man so einen genialen Fußballer nicht irgendwie nutzbringend integrieren könnte.

    Zumindest für die Freunde der Dreierkette dürfte es eine erfreuliche erste HZ gewesen sein. Im Aufbau erinnerte doch vieles an diese ominöse Wunderformation.

    Individuell gesehen bin ich einfach nur froh, dass Coman mal wieder einige Spiele am Stück machen kann. So allmählich kommt er wieder ins Rollen.
    Hummels nach Hoffenheim auch heute stark.

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    1. Hallo!

      Ja mir fiel auch auf, dass wir in der ersten HZ oft mit einem nach hinten gerückten Thiago versucht haben aufzubauen.
      War eher schwierig, weil man irgendwie Martinez überspielen musste, der da auch einfach etwas zu sehr behäbig ist.

      Um mal noch ein Argument für die wenige Rotation zu finden:
      In den letzten Jahren war der FCB immer Spitzenreiter und man hatte auch ein ganz anderes Selbstverständnis im Spiel.
      Selbst wenn man da mit 0:1 zurücklag war immer klar wie das Spiel ausgehen würde. Da konnte man auch sicher sein, dass wenn man mal links außen Bernat einsetzt und in der Mitte ohne Alonso und Thiago spielte, dass es schon irgendwie reichen wird. Diese Sicherheit sieht man seit ca. 1-2 Jahren nicht mehr.
      Dazu kommt, dass es Niko Kovac auch um seine eigene Haut gehen wird und er erstmal Punkte benötigt. Da verstehe ich irgendwie, dass er kein Risiko eingeht und z.B. Müller oder Goretzka gegen James tauscht. Martinez wird man in den nächsten Spielen denke ich zwingend brauchen. Glaube für die Defensive gegen Mannschaften wie Leverkusen und auch Liverpool ist er immens wichtig für das Gesamtkonstrukt.
      Mir ist in dem Spiel auch aufgefallen, dass Martinez ein Problem für die offensive war. Wäre es aber nicht in solchen Spielen auch eine Alternative statt Süle mal wieder Boateng und Hummels zu bringen? Im Spielaufbau finde ich beide noch wesentlich stärker als Süle.

      1. In der ersten Hälfte der 1.HZ war es Thiago, in der zweiten Hälfte dann Martinez der meist zwischen den IV stand.
        Ich dachte erst, das wäre eine abgesprochene Variante. Man soll die Dreier- oder Fünferkette ja auch im Trainingslager einstudiert haben.
        Obwohl das gerade gegen den VfB nicht unbedingt Sinn gemacht hätte.
        Aber genau dieses Verhalten hat Kovac dann im Nachgang des Spieles kritisiert. Sollte also wohl nicht der Plan sein.

        Das Vorgehen im Bezug auf die Rotation ist psychologisch sicher verständlich und teilweise auch sicher vernünftig.
        Ich hoffe nur dies kippt nicht so in Richtung Ancelotti, der weitgehend nur auf seinen festen Stamm setzte. So “verlierst” du früher oder später deine Bank. Und ein Spieler der nur auf selbiger sitzt wird dir dann, wenn es denn mal darauf ankommt, sicher nicht den Hals retten.

      2. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Kovac in der aktuellen Situation darauf setzt, die Spieler, die die Punkte eingefahren haben, wieder spielen zu lassen. Aber er reagiert damit nicht auf die Stärken und Schwächen der Gegner, um diese zu bespielen – sondern vertraut (blind) darauf, dass es wieder gut geht, weil es ja beim letzten Mal auch gut gegangen ist. Damit betreibt er dann aber kein gutes Kadermanagement. Und letztlich hat er dieses Problem sich selbst zuzuschreiben. Wäre er in der Lage, der Mannschaft ein funktionierendes Spielsystem beizubringen, in dem alle wissen, was sie zu tun haben, dann könnte er mehr durchwechseln und darauf vertrauen, dass die anderen Spieler es auch hinbekommen. So ist er aber auf die individuelle Qualität und Tagesform angewiesen. Und mit einem richtigen System (das Heynckes und Guardiola ja hinbekommen haben) wären vermutlich auch schon mehr Punkte auf dem Konto.

  12. Was soll man sagen. Nach einer schnellen Führung wird man lethargisch und verpennt die erste Halbzeit total. Das Hintenrumspielen und die Fehlpässe waren erschreckend und haben auch nichts mit dem Trainer zu tun, sondern mit der Einstellung und Konzentration. Die zweite Halbzeit war besser. Mein Fazit lautet, dass Martinez (leider) nicht mehr auf die 6er Position gehört, da er nach hinten zu langsam und im Aufbau nicht gut genug ist. Müller ist auch kein Rechtsaußen, sondern gehört in die Mitte neben/hinter Lewandowski. Der Phonsi hat gute Ansätze. Bitte weiter einsetzen.

    PS: Danke für den letzten Absatz. Nazis raus.

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    1. Ah ja! Und Einstellung und Konzentration werden von wem noch mal vermittelt? Vom Zeugwart???

      1. Vermittelt werden sie vom Trainer. Aber umgesetzt von der Mannschaft. Oder meinst du der Trainer gibt als Plan aus das 1-0 zu machen und dann eine 30 Minuten Pause einzulegen?

      2. Ist wie im richtigen Leben.
        Mangelt es dem Mitarbeiter an Einstellung und Konzentration wird natürlich der Vorgesetzte gefeuert. Der ist schließlich dafür verantwortlich.

  13. Der Rumpelfussball lässt einen einfach ratlos zurück. Fast wie ein Backlash in alte Zeiten.

    Aucu von mir Danke. Kein Fussbreit den Faschisten!

  14. Dr. Stefan Müschenich Seite 28.01.2019 - 09:57

    Hallo liebe Bayern-Fans,

    da ich seit der WM 1974 (das erste Fußball-Event, das ich als kleiner Junge verfolgte) leidenschaftlicher Bayern-Fan bin, würde ich mich gerne ab und zu an den Diskussionen hier in diesem Blog beteiligen. Allerdings nicht unter meinem Klarnamen, sondern unter einem “Handle”, wie es die anderen Diskussionsteilnehmer hier ja auch tun. Allerdings finde ich leider nirgendwo eine email-Adresse des Website-Betreibers, an die man schreiben könnte.
    Und in dem Kontakformular muss man seinen vollen Klarnamen und seine email-Adresse eintragen; ich sehe also nicht, wo man sich ein “Handle” zulegen könnte. Kann mir da wohl jemand auf die Sprünge helfen?

    Vielen Dank und herzliche Grüße,

    Stefan

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Hallo Stefan, du kannst im Feld “Name” beim Erstellen eines Kommentars gern einen beliebigen Namen wählen. Eine korrekte E-Mail-Adresse muss natürlich ebenfalls hinterlegt sein. Grüße & Willkommen!

  15. Immerhin wurde das Spiel hinterher (auch von Kovac) nicht schön geredet. Im Moment ist mir das dann so sogar lieber als ein Zauberfussball Spiel gegen einen Abstiegskandidaten von dem sich die Spieler blenden lassen.

    Yep, es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber im Gegensatz zur Hinrunde kommen bei mir momentan nicht bei jedem gegnerischen Angriff Panikattacken auf. Defensiv ist das Ganze eine ganze Ecke stabiler geworden.

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    1. Ist es das wirklich? Ich erinnere mich daran, dass Neuer einmal das 2:1 verhindert und dann an den Pfostentreffer der Gäste unmittelbar vor dem 11Meter. Zusammen mit dem Tor waren das drei formidable Chancen. Der Unterschied zur Hinrunde Ist, dass Neuer mal wieder Großchancen vereitelt und der Gegner auch mal etwas mehr selbst verhühnert. Auch 1899 hätte fast noch das 2:2 gemacht, wenn Neuer den nicht so stark gehalten hätte. Wirklich stabiler ist das für mich nicht.

      1. Kann man so sehen, die Stabilität liegt an Neuer, der eben mittlerweile auch mal wieder den ein oder anderen eigentlich nicht haltbaren hält. Hoffen wir mal, dass es hilft!

    2. Um dazu einen Tweet von Maurice zu zitieren:
      “Seit dem 13. Spieltag und der Systemumstellung von Kovac hat Bayern die beste Offensive (20 Tore) und Defensive (3 Gegentore) der Liga. Wirkt auf dem Platz anders, ist aber so…”

      In diesen 7 Spielen gab es 7 Siege. Klar, da kann man es für den Moment schon etwas entspannter betrachten.

      1. Fairerweise sollte man dann aber auch dazu sagen, dass unter den Gegnern in der Zeit die drei Tabellenschlusslichter waren. Schon die nächsten Spiele werden zeigen, ob es wirklich ein Trend ist oder nur mehr Glück. Mit Leverkusen, Schalke, Hertha, Liverpool, Augsburg und Gladbach kommen nun etliche Gegner, die uns zeigen werden, ob diese Statistik trügt.

    1. War aber auch meine erste Reaktion: wieso das denn? Was hat er denn angestellt und warum Spanien?? :D

      1. Reus Deportiu ist der Name eines Vereins aus der 2. spanischen Liga – macht sich aber ohne Erläuterung gut als Schlagzeile.

      2. Ja das habe ich dann auch festgestellt :D :D

  16. *offtopic*
    Parvard ist unser Winter Transfer!!!
    Madrid, Madrid, wie fahren nach Madrid!
    James hatte Unrecht. Wir sind doch in Ffm.

  17. […] hat es geschafft, den Bayern in ihrem Stadion trotz Rückstand Punkte abzunehmen. Die Kollegen von Miasanrot halten […]

  18. Wenn der Wechsel von CHO nun tatsächlich geplatzt ist, dann muss man Brazzo schon gratulieren. Erst ankündigen, dass man großes Interesse hat, dann am Sonntag für Montag etwas ankündigen und nun wird es anscheinend doch nichts. Respekt, das nenne ich mal professionell. Seitdem er da ist, geistern viele Namen durch die Presse, die dann auch mehr oder weniger bestätigt werden – aber dann klappt es doch nicht.

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    1. Ich finde es auch nicht so gut, dass seit Salihamdizic die Transfers öffentlich diskutiert werden. Das ist ja fast Real Madrid.

      Der strategische Ansatz ist aber doch nicht so falsch. Chelskov verpflichtet Pulisic. Das war die Ansage an CHO, sich hinten anzustellen. Da als Bayern München den Hut in den Ring zu werfen ist doch o.k.

      Nach allem, was man lesen kann, hat sich der Spieler bereits für uns entschieden. Es ist also nur noch eine Frage, bis wann sein Verein mitzieht. Dass das nicht im Winter passiert, nachdem die eigene Verstärkung Pulisic erst im Sommer kommen wird, ist jetzt nicht die große Überraschung.

      Mir gibt eher folgendes zu denken: Man verpflichtet 18jährige für eine Riesenablöse. 22jährige kommen ablösefrei und funktionieren sofort. Die Mischung macht’s. Hoffentlich bekommt Brazzo das hin.

      1. Wenn er denn im Sommer kommt. Muss nur an Brazzos Interview denken, in dem er sagte, er hätte schon mehr erreicht als seine Vorgänger. Für meinen Geschmack liefert er viel zu wenig und redet zu viel darüber, wie toll er doch sein. Wäre besser gewesen, er hätte ein paar mehr Interviews im Herbst vor und nach den Spielen gegeben – und dafür jetzt weniger über seine Transferideen geredet. Irgendwie wirkt er noch immer sehr wie ein Lehrling, der versucht den Meister zu geben.

  19. Wagner Huawei! Bzw. Adieu…

  20. Gerade lese ich mit Schrecken auf der Abendzeitung-Website: “Wagner verlässt den FC Bayern Richtung China”…
    Wenn dies wirklich stimmt, halte ich das für einen großen “strategischen” Fehler. Die Saison ist noch lang, und man kann doch nicht alles darauf setzen, dass Lewandowski immer “funktioniert” wie eine Maschine.
    Wenn er sich eine schwere Verletzung zuzieht oder z.B. wegen einer Rot-Sperre mehrere Spiele ausfällt, steht der FC Bayern plötzlich ohne kopfballstarken Stoßstürmer da.
    Natürlich könnte ein Müller, Ribery (sofern gesund), Gnabry udgl. dann aushelfen, doch haben sie meines Erachtens nicht die Mittelstürmer-Qualitäten eines Lewandowski oder eben Wagner. Nicht auszudenken, wenn daran das Weiterkommen in der Champions League oder der Enspurt in der Meisterschaft scheitern sollte. Zumal doch weder finanziell noch sonst irgendeine Notwendigkeit besteht, Wagner mitten in der Saison abzugeben.
    Dass Wagner frustriert ist, weil er unter Kovac fast keine Spielpraxis erhält, ist natürlich verständlich, aber das ist ein Problem, was eben Kovac zu verantworten hat. Dasselbe gilt auch für andere Spieler wie z.B. Sanches, den man einerseits partout nicht abgeben will, andererseits aber auch nicht durch Einsatzzeiten “aufbaut”, damit er mal ein wichtiger Spieler werden kann.
    Mir ist es sowieso schleierhaft, warum Wagner schon seit Monaten dermaßen systematisch “ausgegrenzt” wird. Objektiv mag er einen Tacken schlechter sein als Lewandowski, aber SO groß wäre der qualitative Unterschied nun auch wieder nicht – vorausgesetzt natürlich, DASS er Spielpraxis sammelt und dadurch auch selbstbewusster wird…
    ALLE großen europäischen Spitzenmannschaften schonen ihre Stars ab und zu. Auch ein Messi oder Neymar sitzt gegen nicht ganz so starke Gegner in der nationalen Liga mal auf der Bank: einerseits um ihn für die Endphase der Saison mal zu schonen, und andererseits um den Ersatzstürmer aufzubauen und ihm Spielpraxis zu geben, falls der Megastar einmal verletzt oder gesperrt ist. Von daher hätte Kovac meiner Meinung nach z.B. gegen Stuttgart ruhig einmal Wagner von Beginn an spielen lassen oder ihn zumindest zur zweiten Halbzeit einwechseln können.
    Dasselbe gilt, wie gesagt, tendenziell auch für Sanches. Das Einzige, wodurch ein solch talentierter junger Spieler besser, sicherer und selbstbewusster werden kann, ist eben Spielpraxis. Deswegen birgt Kavacs starres Festhalten an einer Stammformation (selbst gegen schwächere Gegner) die große Gefahr, potentiell wertvolle Spieler wie Sanches oder eben Wagner “wegzuekeln”, und dann auch noch mitten in der Saison und nach China…
    Und, wie gesagt, ein Sanches statt eines Martinez wäre z.B. gegen Stuttgart wahrscheinlich keine Verschlechterung gewesen.
    Hoffentlich rächt sich das nicht im weiteren Saisonverlauf. Zumal ja objektiv gar keine “Not” bestand, einen Wagner abzugeben. Man hätte ihm nur mehr Einsatzzeiten geben müssen, dann hätte er als Scorer (z.B. als Einwechselspieler in einer Partie, die unbedingt gewonnen werden muss, ggf. auch als zweiter “Brecher” zusätzlich zu Lewandowski) noch sehr wichtig werden können.
    Wie seht Ihr das?

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    1. So ist das eben, wenn man so einen Trainer hat, der das offensichtlich alles ganz anders spielt. Ich habe schon vor Wochen geschrieben, wir werden uns noch wundern, wer außer Ribery und Robben alles den Verein verlassen wird.
      Mittlerweile sind wir geschätzt schon bei 6 Spielern – Ribery, Robben, Rafinha, James, Wagner, Sanches. Als Ersatz haben wir bisher mit Davies und ab Sommer Pavard zwei. Mal sehen, wo das noch hinführt.

      1. Naja – Ribery, Robben und Rafinha gehen jetzt ja nicht wegen Kovac… Und Sanchez wurde von Kovac ein Wechsel zu PSG im Winter gerade untersagt.

        Auf der einen Seite wird ein Umbruch gefordert und dann gehen plötzlich zu viele Spieler weg?

      2. Das hat meines Erachtens 2 Gründe (die eng miteinander verzahnt sind):
        1. Wir gewinnen Spiele derzeit nicht über eine ordentliche Spielanlage, sondern im Wesentlichen über die individuelle Qualität.
        2. Wir sind – siehe die beiden letzten Spiele – einfach nicht gefestigt. Trotz Führung, bekommen wir immer wieder Probleme.
        Beides führt dazu, dass Kovac der 2. Reihe keine Chance gibt.
        Ich finde es absolut verständlich, dass Wagner den Verein verlassen will. Und klar, Sanchez – der sein Potential zumindest angedeutet hat – will auch weg.
        Ich kann diese Nicht-Rotation nicht im geringsten verstehen. Das muss doch jeden Ersatzspieler vollkommen demotivieren, wenn er weiß, dass er sowieso keine Spielzeit bekommt. Im übrigen kommt jetzt die heiße Phase der Saison, in der man Spielern auch mal Pausen geben muss. Wobei, nach Liverpool ist die 3fach-Belastung eh vorbei.

      3. Das Problem ist ja nicht, dass ein paar Spieler gehen. Bezüglich des Umbruchs müssen ja einige gehen, vor allem unsere “Altstars”. Aber zuviele Abgänge auf einmal sind zum einen schwer zu verkraften und zum anderen nicht aufzufangen, wenn nicht adäquater Ersatz kommt. Und der will erstmal gefunden werden. Dass man nicht jeden Spieler bekommt, den man will, sieht man gerade auch bei CHO. Mal schauen, ob Chelsea sich im Sommer erweichen lässt.

    2. Martinez saß im Herbst auch lange auf der Bank. Jetzt spielt er zweimal, schon heißt es, man könnte doch mal Sanches für ihn spielen lassen. Rotierst du, passt es nicht, weil sich die Mannschaft nicht einspielen kann, rotierst du nicht, passt es nicht, weil Spieler unzufrieden sind.
      Sanches muss spielen. Gnabry auch. Davies wollen alle sehen. Warum spielt James nicht? Coman muss gesetzt sein. Thiago raus, nein den brauchen wir auf der Sechs und der Zehn. Goretzka, naja, eigentlich raus, aber er schießt halt Tore. Müller, halt der ist ja auch noch da, der muss auch spielen, aber nicht rechts, sondern in der Mitte, da ist er am stärksten. Robben und Ribery sind wieder fit, könnten auch mal wieder spielen. Wagner braucht auch Spielpraxis. Was ist eigentlich mit den Nachwuchsspielern, warum bekommen die eigentlich keine Chance? Usw. usw.
      Wir dürfen halt auch nur mit elf Mann beginnen und nur dreimal wechseln.
      Und jedem unzufriedenem Spieler kann ich nur sagen: Spiel besser als die anderen, dann wirst du immer spielen.

      1. Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Natürlich müssen die Spieler ihre Leistung bringen, damit sie erneut spielen dürfen. Aber komischerweise haben die Vorgänger von Kovac es hinbekommen, die Rotation viel besser zu bedienen. Und der Grund dafür ist m.E. klar: Sie haben der Mannschaft ein System beigebracht, in dem jeder wusste, was zu tun ist. Deswegen konnte dann auch relativ einfach gewechselt werden. Kovac hat das ganz offensichtlich bis jetzt nicht geschafft und muss deswegen darauf setzen, dass die individuelle Qualität viel des Spiels trägt und prägt. Seitdem er da ist, sind wir viel mehr darauf angewiesen, wie die aktuelle Form der Spieler ist und wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass die Mannnschaft Formschwankungen einzelner durch das Kollektiv auffangen kann. Und so muss Kovac dann viel häufiger auf die Spieler setzen, die zuletzt gut gespielt haben und hoffen, dass sie es wieder tun. Damit hat er sich den Vorwurf, er würde zu wenig Spieler zum Zug kommen lassen, selbst eingebrockt. Mit einer Spielidee, die für alle Spieler immer klar ist, könnte er mehr rotieren. Nicht umsonst haben Kimmich oder Alaba unter Guardiola auch als IV funktioniert. Sicherlich sind diese Spieler intelligent, aber sie wussten auch dank des Trainers gut, was auf den jeweiligen Positionen zu tun ist.

        Außerdem: Wenn Kovac es mal schaffen würde, dass wir in einem Spiel deutlich führen, dann könnte er auch nach 60 Minuten mal Auswechslungen betreiben, die eher Kadermanagement sind. Davies ist ja am Sonntag auch eingesetzt worden – eben weil es die letzten 5 Minuten kein Risiko mehr war. Nur leider gelingt es unter Kovac ja nicht mehr, mal eine sichere Führung rauszuspielen (zumal 2 Tore Vorsprung unter ihm ja auch keine sichere Führung sind). Wenn er der Mannschaft eine Spielanlage beibringen könnte, mit der das wenigstens ab und zu gelänge, dann könnten Sanches, Davies etc. auch entsprechend Spielzeit bekommen. Auch das haben seine Vorgänger besser gemacht. Insofern muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, denn es besser geht, auch aus diesem Grund gefallen lassen.

  21. Auch wenn’s den einen oder anderen nervt – ich ziehe immer die Vergleiche zum Basketball.

    Da hat Bayern aktuell auch große Verletzungssorgen (und seit Saisonbeginn eine kleine Unwucht im Kader, nicht alle Positionen sind optimal besetzt). Obwohl man im Basketball viel freier darin ist, unter der Saison nachzuverpflichten, macht Bayern das nicht. Gründe:

    1. Man will den Kader zusammenschweißen. Wenn Leistungsträger verletzt sind, gibt man jungen (einheimischen) Talenten mehr Minuten. Auch wenn diese – objektiv betrachtet – noch lange nicht das gleiche Niveau haben. Und man zeigt den Etablierten, dass man sie jetzt noch mehr braucht als sonst. Bisher funktioniert das prächtig, und man kann endlich beurteilen, was der “zweite Anzug” kann und was er nicht kann.

    2. Ein guter Sportdirektor plant länger als bis Saisonende. Bevor man für einige wenige, jetzt anstehende Spiele jemanden holt, spart man sich das Geld vielleicht besser, wartet, bis der Wunschspieler wirklich realistisch wird und macht dann den deal.

    Ich habe es begrüßt, dass Bayern neben Lewandowski endlich einen zweiten Stürmer geholt hatte. Allerdings war das unter erschwerten Verhältnissen – letztes Jahr im Winter war es de facto unmöglich, von CL-Clubs jemanden zu holen. Da war die Auswahl klein, und Wagner war naheliegend. Wagner mag viele positive Eigenschaften haben, gerade auch in Bezug auf Teambuilding. Aber er ist nicht der Typ Stürmer, den ich mir vorstelle. Auch da wiederhole ich mich. Einen zähen Wühler, einen Ballschlepper, der auch mal auf die Flügel oder ins Mittelfeld geht (Olic, Mandzukic) kann man immer brauchen.

    Wagner ist ja noch da. Wenn er gehen und kein Ersatz im Winter kommen sollte, denken die Verantwortlichen hoffentlich weiter als bis Saisonende.

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    1. ich wollte eigentlich auf Mondrian antworten – Beitrag bitte geistig um einen Tab nach rechts einrücken.

  22. Wir haben zur Not noch Wriedt. Wenn Lewy ausfällt wären wir so oder so am Arsch. Ich weiß nicht, ob wir uns solange er bei uns spielt je einen etwa gleichwertigen 2. Stürmer werden leisten können, denn er ist schlichtweg nie verletzt und hat den Anspruch immer zu spielen.

    Ganz ehrlich, Wagner ist ein dufter Typ, aber nach der Ohrfeige von Löw war er nicht mehr der gleiche. Dafür kann er sich jetzt nochmal ordentlich das Konto füllen. Gönn ich ihm.

  23. Mag alles richtig sein was du sagst. Wir sollten uns aber davon lösen, auch wenn es schwerfällt, immer alles mit unseren Überjahren zu vergleichen und zu erwarten, dass es ganz einfach wieder so werden kann. Die Mannschaft 2019 ist halt nicht mehr die Mannschaft von 2013 oder 2014. Da fehlt einfach Qualität. Ein Sanches z.B. hätte 2014 überhaupt kein Land gesehen. Und ein Boateng 2019 ist halt nicht mehr der Boateng von 2013.
    Und einen Trainer wie Guardiola bekommst du halt auch so schnell nicht wieder. Die Kombination Mannschaft auf dem Zenit und Weltklassetrainer, wie wir sie 2013 hatten, bekommst du nicht alle paar Jahre.
    Dass die Nummer für Kovac ein Nummer zu groß ist, glaube ich auch, er ist aber auch die ärmste Sau (Mitleid hab ich bei dem Gehalt trotzdem nicht :-) ).
    Egal wer diese Saison Trainer geworden wäre, da kannst du nur verlieren. Alles wird mit Peps Traumjahren verglichen, dem konnte Ancelotti schon nicht standhalten, Heynckes hat der Mannschaft nur kurz nochmal Leben eingehaucht. Aber weil der Umbruch nicht richtig eingeläutet wurde, ist er jetzt plötzlich von alleine da.
    Dass es bestimmt Trainer geben würde, die die momentane Situation besser managen könnten ist klar, ob diejenigen aber auch kommen würden, weiß man nicht. Die sehen auch alle die Mannschaft, die Situation und vor allem die Ansprüche, da überlegst du vielleicht zweimal.

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    1. Und ich wollte eigentlich auf herrispezial antworten :-)

    2. Stimme Dir zu, wenn es um die Frage de Topniveaus bei einigen Akteuren geht. Und dass es dann für einen Trainer schwieriger wird, ist klar. Doch entweder brauche ich dann einen Trainer, der das besser kompensieren kann (durch eine entsprechende Spielanlage), oder es muss halt entsprechend viel hohe Qualität eingekauft werden. Und es ist weder das eine noch das andere geschehen. Sicherlich konnte Kovac nicht damit rechnen, dass Boateng und Hummels in der Hinrunde so einbrechen, aber alle hier wussten, dass die Qualität im Kader nachlässt. Und dennoch hat er sich damit zufrieden gezeigt.

      Ganz unabhängig davon ist ja sowieso klar, dass wir ganz andere Trainer hätten kriegen können, wenn wir denn etwas klüger agiert hätten.

  24. @ WOHLFARTH: Stimme voll zu, finde es aber ganz schön bedenklich, dass der Verein innerhalb von drei Jahren vom absoluten Traumverein vieler Spieler, Trainer und auch Funktionäre zum bekannten Problemfall geworden ist.

    Da sind in der Vereinsspitze schon viele Fehler zusammen gekommen: Kaderplanung, öffentliches Auftreten, Personalentscheidungen im Management, Flirts mit Katar, etc.

  25. Also das ist Quatsch. Welcher Trainer würde bitte dem FC Bayern absagen? Doch nur einer, der gleichzeitig Angebote von PSG, Real, Barca, den großen englischen Clubs oder von Juve hat. Eventuell bevorzugen bestimmte Trainer andere Ligen, aus sprachlichen Gründen vielleicht, oder sie wollen ihre Entourage mitbringen. Aber wenn Bayern einen Trainer, der frei ist, wirklich haben will, sollten sie ihn bekommen.Jedenfalls dann, wenn es sich dieser Trainer vorstellen kann, die Bayern zu trainieren.

    Ein Pep Guardiola wurde verpflichtet, als Bayern gerade drei Wettbewerbe als zweiter Sieger abgeschlossen hatte, nicht als CL und Triple gewonnen waren. Es hat da halt beiderseits gepasst.

    Guardiola hat übrigens auch bei Barcelona als Trainer am Schluss so seine Probleme gehabt. Gegen Barcelona, den Club, mit dem er als Spieler und als Trainer die CL gewonnen hat, hat er in Interviews auch heftiger nachgetreten als gegen Bayern. Vielleicht sollte man als Bayern-Anhänger nicht immer nur gegen die eigene Vereinsführung schießen (“Hoeeeenesss uund Rummmmeniggggggääää).

    Bayern-Trainerentscheidungen zeichnen sich allerdings durch eine “Eigenart” aus. Der Neue ist immer irgendwie das Gegenteil vom Vorgänger. Klinsmann war das Gegenstück zu Hitzfeld, van Gaal das Gegenstück zu Klinsmann usw. .. und der “Aufsteiger /Newcomer” Kovac ist das Gegenteil von Ancelotti / Heynckes. Immerhin gibt es seit einiger Zeit so etwas wie bestimmte Konstanten. Das Spiel über die Flügel, seit Ancelotti auch die graduelle Abkehr vom Dominanzsystem. Kovac ist seit Klinsmann der erste, der weder zuvor mal Deutscher Meister war noch CL-Sieger. Solche Trainer haben es bei Bayern traditionell schwer (wer erinnert sich noch an Heynckes 1987 – 1991?). Dieses Mal kommt eine satte Mannschaft mit Ex-Weltmeistern und Ex-CL-Siegern dazu.

    Wer von uns verfolgt denn andere Vereine mit der gleichen Intensität wie unseren eigenen? Ich denke, auch in anderen Vereinen werden Spieler, Fans und das Management sich an ihrem Trainer ebenso reiben und aufarbeiten wie bei uns der eine oder andere an Kovac.

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    1. Du schreibst es ja schon selbst… damals haben wir mit Pep den heißesten Sch… der Fußballwelt bekommen. Heute wäre ich mir bei Tuchel und Klopp nicht sicher, dass sie kommen würden, dito Mourinho (wobei ich den sicher nicht will) und Zidane.

      Auf Funktionärsebene haben Lahm und Eberl sicherlich auch starke Bedenken gehabt. Warum ist bekannt.

  26. Der Wechsel macht überhaupt keinen Sinn. Wagner ist doch nicht der Typ, der München einfach so verlässt, weil er woanders minimal etwas Besseres sieht. Der geht nur, wenn es wirkliche Gründe gibt. Sportlich hat er zuletzt nichtmal mehr eine Chance bekommen.

    Vielmehr kristallisiert sich doch heraus, dass Kovac mit bestimmten Charakteren schlichtweg nicht arbeiten will. James, Hummels, Wagner. Kommt noch wer, oder war’s das dann?

    Bleibt festzuhalten: neben einigen taktischen Defiziten kommt jetzt hinzu, dass unser Trainer bestimmte Spieler recht rigoros aussortiert, wenn ihm ihr Dickschädel nicht passt. Das klingt verdächtig nach dem Verhalten von Übungsleitern in Amateurvereinen oder in bekannten Chaos-Clubs. Echte Champions League Aura sieht anders aus.

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    1. 15 Millionen für 2 Jahre wirklicher Grund genug?

      1. @Tobi
        Halte nicht viel von dem Totschlag-Argument. Die hätte er (und vermutlich viele andere Spieler) früher auch schon haben können.

    2. “Wagner ist doch nicht der Typ, der München einfach so verlässt, weil er woanders minimal etwas Besseres sieht.”

      Nein, aber Sandro Wagner ist ein Typ, der maximal auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Und wenn er zum Abschluss der Karriere nochmal richtig absahnen kann – so viel, dass er danach vom Kapitalertrag bestens leben kann – ist es doch nur logisch, den Schritt zu machen. Ich würde das an seiner Stelle auch tun.

      Was Hummels betrifft: der hat bekanntlich die beiden letzten Spiele komplett bestritten …

      James: vom Potenzial ein genialer Spieler, ohne Zweifel. Aber wenn ich nur mal die letzten beiden Spiele nehme: gegen Hoffenheim kommt er rein, belebt sofort das Spiel, hat zwei, drei geniale Aktionen, darunter die Vorbereitung zum 3:1. Gegen Stuttgart wird er eingewechselt, fällt im wesentlicher durch Ballverluste und Fehlpässe auf. Sind halt keine überzeugenden Argumente, um mal von Anfang an zu spielen – und einen “Arrivierten” zu verdrängen.

      Ich will Kovac bestimmt nicht in Schutz nehmen, aber: als er im Herbst stärker rotiert hat, kamen schlechte Ergebnisse und Turbulenzen, er stand kurz vor dem Rauswurf. Jetzt, da er eine Stammelf bevorzugt, stimmen die Ergebnisse. Menschlich verständlich, dass er die vermeintlich sicherere Variante wählt.
      Nachdem er auch vor seiner Bayern-Zeit nicht als Visionär oder Taktikfuchs aufgefallen ist, zählen für ihn halt vor allem die Ergebnisse. Ist bei dem Umfeld ja auch zwingend nötig, und mit Ausnahme von van Gaal und Guardiola, haben ja auch die früheren Bayern-Trainer ganz ähnlich gehandelt: stabile Abwehr, vorne auf die individuelle Klasse der Spieler setzen und – Ergebnis gut, alles gut.

      Für spielerische Leckerbissen müssen wir mutmaßlich auf den nächsten Trainer warten. Oder auf eine Weiterbildung / Sinneswandel von Niko Kovac, falls er diese Saison erfolgreich sein sollte und dann als arrivierter Trainer mehr Handlungsfreiheit gegenüber der Vereinsführung hat …

      1. Gerade weil du das Beispiel James anführst – von den ersten 11 Spielen hat er genau 1! Spiel über 90 min gemacht. Er saß öfter ohne Einsatz 90 min draußen. Seit Januar hat er genau 27 min gespielt. Viel deutlicher kann man doch als Trainer kaum signalisieren, dass er ihn eigentlich nicht braucht. Und wenn du schon das letzte Spiel anführst, dann kannst du dir fast jedes Spiel von jeder Mannschaft nehmen. Was soll er denn in den letzten 15 min umreißen? Okay, wenn sein Freistoß reingeht, spricht man wieder anders.
        Aber letztlich ist es so – er spielt bei Kovac nur dann eine Rolle, wenn ein Müller nicht spielen kann. Mal sehen, was dann in Liverpool passiert.
        Und was die Ergebnisse angeht – nach der teilweise desaströsen Hinrunde bleibt Kovac auch nichts anderes übrig. Mal sehen, wie lange das gutgeht.
        Im Moment ist man noch in allen Wettbewerben mit dabei – das kann sich aber sehr schnell ändern!
        Liverpool ist nicht gerade Laufkundschaft; in Berlin hat man in den letzten drei Duellen auch nicht gewonnen (letzter Sieg war im April 2016) und Leverkusen und S04 spielt man auch nicht mal so eben her.
        Im schlimmsten Fall ist dann Mitte März die Messe in allen drei Wettbewerben gelesen.

  27. Für 13 Mio. Ablöse gekommen .. ein Jahr später für 5 Mio. verramscht – wenn die Zahlen stimmen ist das an der Grenze zur Geldvernichtung.

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    1. Auf der Bank würde das Geld noch mehr vernichtet. Also auf der Spielerbank. Bzw. Tribüne. Die Gehaltseinsparung könnte man auch gegenrechnen (unter der Prämisse dass er eh nicht mehr gespielt hätte).

      Fragen könnte man sich, warum man ihn vor einem Jahr unbedingt kaufen musste. Aber gut, da war ja Kovac noch nicht im Amt…

      1. Trotzdem dürfte dieser Deal (,wenn die Zahlen zutreffen,) wohl einer der wenigen sein, bei dem ein Spieler mit Verlust nach China wechselt.
        China bekommt zwar nun ein eigen auferlegtes Financial Fairplay. Diese Sümmchen dürfte in der Bilanz aber nicht auffallen.
        Von außen und am Stammtisch ist die Kritik natürlich immer einfach. Trotzdem ist imho zu erkennen, wie schnell es gehen kann, dass die Strahlkraft eines Vereins durch äußerst unglückliche Außendarstellung des Dreigestirns abnimmt. Cave!

    2. Er war im Moment nicht mehr als totes Humankapital. Buchhalterisch eigentlich ein Fall für eine außerplanmäßige Abschreibung. Die jetzige Ablösesumme ist ja durchaus positiv. 5 Millionen für einen ausgemusterten Ergänzungsspieler über 30 ohne nennenswerte Vita, der auch noch knackige Gehaltsvorstellungen hat. In Gelsenkirchen nennt man sowas Di Santo und bezahlt zwei Jahre Geld für die Katz. Wahnsinn ist ja eher, was man letztes Jahr für den bezahlt hat. Aber hey: Wir haben’s ja ;)

      D’accord gehe ich ja, dass wir bei einer Verletzung Lewandowskis eh am Arsch sind, mit oder ohne Wagner. Weil er eben einfach nicht das entsprechende Niveau hat. Nette Rotationsoption, mehr nicht. Da geb ich Kovac schon recht. Was es umso sinnloser macht, für ihn Geld zum Fenster rausgeschmissen zu haben. Und wenn die Vereinsführung tatsächlich genau das wollte – eine nette Rotationsoption – dann macht es herzlich wenig Sinn, den Trainer für Rotation öffentlich an die Wand zu stellen. (Was ein wesentlich sinnvollerer Zeitpunkt für Brazzo gewesen wäre, sich mal öffentlich zu profilieren, anstatt sich jetzt öffentlich beim Werben um einen Teenager lächerlich zu machen).

    3. natürlich würde er noch mehr kosten, wenn er weiter auf der Tribüne geblieben wäre. Der Fehler ist darum auch nicht, dass man ihn jetzt verkauft, sondern dass man ihn geholt hat (jaja, ich weiß, Nottransfer im Winter, muss sofort funktionieren, so dass es gut ist wenn er den Verein schon kennt, CL-spielberechtigt musste er auch noch sein). De einzigen die uns da Spieler verkaufen sind die Hoppenheimer. Aber auch die machen das nur, wenn wir auf die objektiv gerechtfertigte Ablöse nochmal 25 – 50% oben drauf legen.

      Hinterher ist man immer klüger. Darum weiß man jetzt, dass es für einen Ergänzungsspieler gut ist wenn er mehrere Positionen spielen kann.

      Ich bleibe bei meiner “Basketballerlinie” und meine, der Verein sollte auf die setzen die schon da sind. Kann eigentlich James (falsche) 9 spielen?

      1. James könnte das evtl., aber ob Kovac sich das traut? Von “einbauen” will ich gar nicht reden.

  28. Das Transfermanagement des FCB ist und war sowohl sportlich als auch finanziell immer eher unterdurchschnittlich. Vorsichtig formuliert. Wundert mich alles nicht mehr.

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    1. Da werde ich immer und immer wieder vehement widersprechen.
      Wir haben seit Jahrzehnten einen Kader mit Weltklassespielern. Die sind nicht von selbst mit dem Spielerpass in der Hand an der Säbener Straße aufgetaucht, die wurden geholt und/oder entwickelt. Wenn ich solche Aussagen lese, frage ich mich echt woher die ganzen Titel kommen. Alles nur Glück? Mannmannmann.

  29. Natürlich ist das kein Glück. Die Titel kommen durch die finanzielle Unausgewogenheit der Bundesliga fast von ganz alleine.
    Es sei denn, man hat einen unfähigen Trainer und dieser andere Verein da macht vieles richtig(er).

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    1. Heynckes (2012) war also ein “unfähiger” Trainer?

      1. Nein stimmt. 2012 war nur Pech.

    2. @Kurt2:
      Und woher kommt die finanzielle Unausgewogenheit der Bundesliga?

      Hat der FCB im Lotto gewonnen, oder über Jahrzehnte einfach besser gewirtschaftet?

  30. https://www.sport.de/news/ne3514290/fc-bayern-abgang-von-james-rodriguez-aus-muenchen-angeblich-fix/

    https://www.sport.de/news/ne3514038/bvb-geruecht-ajax-star-hakim-ziyech-im-visier-von-borussia-dortmund/

    Brazzo und Kovac machen alles falsch!!!
    Wagner weg, James weg…

    Und der BVB holt wahrscheinlich Ziyech, der gegen uns 2x bärenstark war

    “Toll” !!!

    Der Ziywech wäre auch einer für uns gewesen!!!

  31. Brazzo und Kovac machen alles falsch!!!

    Wagner weg, mit großer Wahrscheinlichkeit James weg…

    Und der BVB holt Ziyech, der gegen uns 2x bärenstark!!!

    “Toll” !!!

    Der Ziyech wäre auch einer für uns gewesen!!!

    Für die nächste Saison sehe ich den BVB (schon wieder) besser aufgestellt als uns!!!!!!

  32. Nachtrag:

    Ziyech: 180 Spiel, gut 150 Scorerpunkte!!

    Wir schwächen uns ohne Not, indem wir James wegekeln und der BVB wird immer stärker!! Nächste Saison wird Dortmund wieder den besseren Kader (in der Breite) haben. Die gewinnen Spiele mit ihrer Reservebank. Wir nicht!

    Gefühlt haben wir wirklich nur noch Dilettanten in den Führungspoitionen und der BVB die Fachmänner!

    Da kann es mal ganz schnell zu einem Machtwechsel kommen. Unser Festgeldkonto ist auch kein Pfund mehr, zumal auch gar nicht mehr “jeder” Spieler zu uns will! Stars zieht es lieber auf die Insel oder zu Real 7 Barca / Juve und Talente in den Pott!

    Ich sehe unsere unmittelbare Zukunft leider alles andere als positiv und das sage ich als Optimist!

    James’ Abgang würde mir persönlich richtig weh tun. Wollte den Kerl schon nach der WM 2014. Als er dann tatsächlich von Real zu uns wechselte, habe ich das abgefeiert ohne Ende!!! Und jetzt diese Scheiße!!! Sorry… Warum sehen Kalle / Uli nicht, dass James’ uns Spiele gewinnen kann, wenn er sich gebraucht fühlt?!! Achso, Dilttanten und so… ;-)

    Kahn, Lahm und Tuchel… bitte übernehmen!!

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    1. Ich seh das ja genauso wie du. Das darf man hier aber nicht ohne Schelte sagen! -wegduck-

  33. “Kahn, Lahm und Tuchel… bitte übernehmen!!”

    Kahn/Lahm genau Null Erfahrung als Funktionär im Profifussball und mit Tuchel gab es noch bei jedem Verein Theater.
    Spitzenidee.

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    1. Weniger Erfahrung als Brazzo kan man fast gar nicht haben!!

      Und Uli/Kalle scheinen ihr Gespür auch komplett verloren zu haben…

      Mal im Ernst: so viele Fehler wie anno 2018/19 wurden schon lange nicht mehr gemacht!!

      1. @Tom:
        Und deswegen legen wir das Schicksal unseres Vereins in die Hände von drei kompletten Anfängern?

  34. @TOBI13:
    Ja, ich weiß, dass das auch nicht die bestmögliche Lösung wäre… Im Moment finde ich das Meiste, was unsere Personalplanungen betrifft einfach unterirdisch. Und ich verstehe nicht, warum Uli/Kalle im Fall von James nicht intervenieren!!
    Ist James’ Charakter wirklich so übel? Ist er so ein Stinkstiefel, der das Mannschaftsgefüge nachhaltig schädigt? Mir scheint er im Team eher beliebt zu sein und seine Kollegen wissen seine Qualitäten zu schätzen…

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    1. @Tom:
      Welchen Einblick hast du denn in die Personalplanungen?

      Was sollen Kalle/Uli denn machen? Die Autorität des Trainers massiv untergraben, indem sie ihm “befehlen” James aufzustellen? Miese Lösung.
      Oder sie könnten ein Signal setzen, indem sie Kovac die Pistole auf die Brust setzen und einfach die Option für James ziehen. Passiert auch nicht. Warum wohl?
      Könnte es sein, dass Uli/Kalle Einblicke haben, die wir als Außenstehende nicht haben und dementsprechend gar nicht beurteilen können?

  35. @ Tobi:
    “Könnte es sein, dass Uli/Kalle Einblicke haben, die wir als Außenstehende nicht haben und dementsprechend gar nicht beurteilen können?” Natürlich hast du in diesem Punkt Recht! Trotzdem kann ich das Verhalten in der Cause James nicht nachvollziehen. Unter Heynckes hat er doch auch funktioniert… Ist Kovac etwa so nachtragend (Zitat James: “Wir sind hier nicht in Frankfurt”), dass er James nicht mehr für die Zukunft einplant?

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    1. @Tom:
      Brazzo hatte ja angekündigt, dass der Maulwurf , ( so er denn gefunden wird) nichts zu lachen haben wird. Vielleicht ist gar nicht Kovac der Nachtragende.
      Aber das ist alles Spekulation.
      Unsere Führung zu kritisieren, weil die Kaufoption noch nicht gezogen wurde, ist aber totaler Schwachsinn.
      Solche Optionen zieht man, aus steuerlichen Gründen, doch immer erst so spät wie möglich.

  36. +++ 08:06 Uhr: FC Bayern hat Wagner-Nachfolger an der Angel +++

    Erst am Mittwoch verkündete der FC Bayern den Abschied von Sandro Wagner nach China, die Suche nach einem Ersatz läuft in München aber angeblich bereits auf Hochtouren. Der französische TV-Sender “RMC Sport” will erfahren haben, dass die Münchner bereits Verhandlungen mit einem französischen Stürmer aus der Bundesliga aufgenommen haben. Dieser soll im kommenden Sommer verpflichtet werden.

    Um welchen Angreifer es sich handelt, wird nicht enthüllt, realistische Varianten wären aber wohl Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt), Alassane Pléa (Borussia Mönchengladbach), Jean-Philippe Mateta (1. FSV Mainz) oder Jean-Kévin Augustin (RB Leipzig). +++

    Haller und Plea wären natürlich mehr als nur ein Wagner-Ersatz. Ob die sich aber auf die Bank setzen würden?? Wohl kaum. Augustin, wenn auch ebenfalls eher ein schwieriger Charakter, fände ich aber auch top!!

    Auch interessant:

    https://www.sport.de/news/ne3515208/fc-bayern-callum-hudson-odoi-steht-beim-fcb-im-wort—ex-chelsea-star-warnt/

  37. Ich kann HERRISPEZIAL (29.01.2019, 17.49 Uhr) nur beipflichten: die Spielweise der Mannschaft lässt kein System erkennen, in dem jede Position mit (von Spiel zu Spiel auch mal personell austauschbaren) Funktionsträgern besetzt wird, die durch im Training eingeübte Spielzüge Automatismen verinnerlicht haben, so dass sie in fast jeder Spielsituation “wissen”, was zu tun ist, ohne vorher groß nachdenken zu müssen. Dies ging unter Guardiola einher mit einer ganz anderen Spielfreude, Leichtigkeit und Konzentration, und das Team war nicht so abhängig von punktuellen Geniestreichen einzelner Akteure.

    Ein FCB-Trainer sollte doch bestrebt sein, ein Wir-Gefühl zu erzeugen und im Sinne des gemeinschaftlichen Erfolgs aus jedem Spieler das Maximale herauszuholen. Dass das angesichts so vieler „Primadonnen“ nicht einfach und auch früher nicht immer gelungen ist, ist klar. Doch dass die Spannungen im Mannschaftsgefüge größer geworden sind als noch vor einem halben Jahr, halte ich schon für bedenklich: die einzige klassische Mittelstürmer-Alternative Wagner haut mitten in der Saison ab, und Spieler wie James, Sanches und Boateng unterscheiden sich höchstens noch im Ausmaß ihres „Beleidigtseins“.
    Und wenn erst Ribery und/oder Robben wieder einmal nicht aufgestellt (oder ausgewechselt) werden, obwohl sie gesund sind, dürfte diese Liste noch länger werden… So lange diese Spannungen noch von positiven Ergebnissen überdeckt werden, kann man sie einigermaßen unter dem Deckel halten. Aber wenn Bayern in der Bundesliga verliert oder gegen Liverpool aus der Champions League rausfliegt, werden alle übereinander herfallen.

    Einen wichtigen Punkt spricht TOBI (31.01.2019, 09.27 Uhr) an: als Außensteher kennt man natürlich nie die „gruppendynamischen“ Probleme in solch einem Fußball- und Betreuerteam mit lauter Alpha-Tieren – und deshalb auch nicht die wahren Gründe vieler Entscheidungen des Managements. Also z.B., dass A nicht mehr tragbar war, weil er B beleidigt oder sich diese oder jene Verfehlungen geleistet hat, die nicht öffentlich kommuniziert wurden. Oder dass C und D nicht gemeinsam im Mittelfeld spielen können, weil sie menschlich überhaupt nicht miteinander klarkommen. Keine Ahnung…

    Klar hätte es uns „schlechter treffen können“ als mit Kovac, und die reinen Ergebnisse der letzten Wochen sprechen ja durchaus für ihn. Außerdem muss man ihm auf dem für ihn neuen Niveau eine „Lehrzeit“ zugestehen, und keiner hat in der gegenwärtigen Umbruchsituation erwartet, dass der FCB zum 7. Mal in Folge in der Liga durchmarschiert und nebenbei die Champions League beherrscht.

    Etwas enttäuscht bin ich trotzdem, denn anders als bei einem saturierten Ancelotti hätte man sich von einem neuen, relativ jungen und noch nicht so trophäenbehängten Trainer dafür doch gewünscht, dass er zumindest einen „frischen Wind“ einbringt und die Spieler mit innovativen Ideen inspiriert (wie z.B. ein Nagelsmann, der zur perfekten Umsetzung nur leider nicht über so teure Spieler wie der FCB verfügt). Er muss nicht das „Ei des Kolumbus“ neu erfinden, aber man sollte doch erwarten, dass ein neuer, junger Coach die Spielkultur des FCB um diesen oder jenen neuen Aspekt bereichert.

    Um es mal auf den Punkt zu bringen:

    1) Fällt Euch spontan ein Spieler ein, der unter Kovac „aufgeblüht“ wäre bzw. den er spürbar „besser gemacht“ hätte?
    Oder der, auf einer neuen Position eingesetzt, auf einmal ein ungeahntes Potential zeigt?

    2) Könnt Ihr mir ein Spiel des letzten halben Jahres nennen, wo man sinngemäß sagen würde:
    “Wow, also mit dieser überraschenden Aufstellung (oder Einwechslung) und der taktischen Umstellung auf ein XYZ-System hat Kovac die gegnerische Aufstellung ausgehebelt, so dass der Gegner sich erst durch eigene Umgruppierungen ab der Halbzeitpause einigermaßen darauf einstellen konnte”?

    3) Oder einen Bayern-Sieg aus diesem Zeitraum, über den es sinngemäß heißt:
    “Also, wie Bayern gestern Abend die gegnerische Abwehrreihe ein ums andere Mal (mit z.B. plötzlichen Tempowechseln, blitzartigem Vorstoßen zweier Mittelfeldspieler in die Außen-Vorwärts-Richtung und im Training einstudierten Doppelpässen) auskombiniert hat, da war echt schon die Handschrift von Kovac zu erkennen, da die Mannschaft das in der Vergangenheit SO noch nie auf den Platz gebracht hat“?

    4) Oder einfallsreiche Neuerungen bei Standardsituationen?

    Okay, das war jetzt vielleicht ein bisschen arg “akademisch” gedacht, denn Fußball ist ja kein Rasenschach, aber von der Tendenz her wisst Ihr sicher, was ich meine…

    Obwohl ich meinem Herzensclub FCB jeden Erfolg wünsche, blicke ich mit Sorge auf die kommenden Monate.

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    1. Ich finde, Deine 4 Fragen bringen es schön auf den Punkt. Irgendwo hätte man mal ein bisschen erwarten können, ist aber immer enttäuscht worden.

    2. @Mondrian..“die Spielweise der Mannschaft lässt kein System erkennen, in dem jede Position mit (von Spiel zu Spiel auch mal personell austauschbaren) Funktionsträgern besetzt wird, die durch im Training eingeübte Spielzüge Automatismen verinnerlicht haben, so dass sie in fast jeder Spielsituation “wissen”, was zu tun ist, ohne vorher groß nachdenken zu müssen.“ genau richtig. Aber diese Automatismen müssen einstudiert und von einem Fussballehrer gezeigt werden. Und genau das traue ich Kovac nicht zu. Wir gewinnen unsere Spiele durch höhere individuelle Klasse unserer Spieler bzw. dadurch, das die gegnerische Manschaft auch nicht auf hohem Niveau trainiert wird. Sobald der gegnerische Trainer in der Lage ist durch taktische Umstellungen neue Spielsituationen zu kreieren, beginnt unsere Elf zu schwimmen. Es kommt zu wilden Schlagabtauschen, die ich für absolut unnötig halte. Kovac gelingt es in diesen Situationen nicht darauf zu reagieren.
      @Osrig…“Oder einen Bayern-Sieg aus diesem Zeitraum, über den es sinngemäß heißt:
      “Also, wie Bayern gestern Abend die gegnerische Abwehrreihe ein ums andere Mal (mit z.B. plötzlichen Tempowechseln, blitzartigem Vorstoßen zweier Mittelfeldspieler in die Außen-Vorwärts-Richtung und im Training einstudierten Doppelpässen) auskombiniert hat, da war echt schon die Handschrift von Kovac zu erkennen“…nein. Etwas in dieser Art habe ich definitiv noch nicht gelesen. Und ich befürchte auch, das das so bleibt. Unsere Mannschaft verlernt es nach und nach schnelle, direkte Passfolgen mit einem Kontakt zu spielen, und das erleichtert es dem Gegner sich gut zu positionieren. Natürlich haben wir aufgrund der Klasse der Spieler weiter unsere „Momente“(Geistesblitze), die durchschnittliche Spieler eben nicht haben. Eine Topmannschaft funktioniert ähnlich wie ein Formel 1 Motor, in dem jedes Zahnrad im Getriebe ins andere greift. Und nur so wird die volle Leistung auf die Piste(aufs Feld) gebracht. Und das offensiv und defensiv. Wir haben zwar weiterhin das richtige Material (Spieler) aber nicht den Fahrer, (Trainer), der präzise steuert bzw. in Kurven (Spielsituationen) den richtigen Gang einlegt.
      Und natürlich ist es für die Mannschaft eine Erleichterung, wenn schnelle, dribbelstarke Aussenspieler, die gedoppelt werden müssen aud dem Platz stehen. Das schafft gg. schwache bis mittelstarke Gegner Räume, die Müller bzw. Lewa nutzen können. Gegen absolute Topgegner werden wir allerdings an Grenzen stoßen, wenn wir den Ball nicht schnell passen und ein gutes Positionsspiel umsetzten.

      1. “Gegen absolute Topgegner werden wir allerdings an Grenzen stoßen, wenn wir den Ball nicht schnell passen und ein gutes Positionsspiel umsetzten.”

        Mein Reden!!!
        Und noch schlimmer! Gegen Mannschaften mit “Wellenbrecher-Mentalität”, also erfahrene Abwehrspezialisten, die auch noch in der 90. Minute den x-ten Schlag oder Lauf in den Gegner-Strafraum wieder aus demselben herausbefördern, sind aufgrund der fehlenden Kreativität und Abläufe ebenfalls Punktverluste vorprogrammiert. Wir werden auf Mannschaften treffen, die defensiv deutlich disziplinierter und furchtloser spielen werden. Dann wird möglicher Weise sogar der Geistesblitz oder Geniestreich einer unserer Heroen nicht reichen, erst recht nicht, wenn – wieder mal – unsere Abwehr selbst einen Konter zuläßt.

      2. Nachtrag: Das von Dir, @Rainer, mir zugeschriebene Zitat kommt, glaube ich, gar nicht von mir.
        Hätte es aber auch sein können, denn es passt. Wünschen sich doch sicherlich die meisten von uns hier ein besseres Kombinationsspiel unserer Jungs! Und das geht sinnvoller Weise am besten im Rahmen eines funtkionierenden “Juego de Posicion”

  38. “Nachdem er auch vor seiner Bayern-Zeit nicht als Visionär oder Taktikfuchs aufgefallen ist, zählen für ihn halt vor allem die Ergebnisse”

    Kovac hat seine Vorstellung davon, wie ein Spiel aufzuziehen ist! Das war in Frankfurt so, das zeigt sich auch jetzt wieder.
    Er lässt in einer Art und Weise Fussball spielen, die in erster Linie eine gute Defensivstruktur fordert und sich an alten Spielideen orientiert, bei der wie vor Jahrzehnten durch weite Schläge nach vorn oder “Box-to-Box”-Läufe der Weg in den gegnerischen Strafraum gesucht wird. Letztlich ist es fussballerisch mindestens ein Stillstand, es sei denn, man nimmt die Kombination des Kovac’en Hauruck-Stils und des frühen Pressings mit Druck auf den zweiten Ball als Weiterentwicklung an.
    Da frühes Pressing und die Idee, auf den zweiten Ball zu gehen, mittlerweile zum Repertoire so ziemlich jeder Ligamannschaft gehört, sehe ich das Thema “Weiterentwicklung” unter Kovac sehr zurückhaltend.
    Eine wahrhaft revolutionäre Herangehensweise oder Neuerungen, die Lösungen im Offensivspiel gegen immer komplexer werdende Defensivordnungen der Gegner bieten, kann Kovac nicht aufzeigen, somit bleibt er ein Verwalter, kein Erneuerer.

    Nun haben wir noch immer hochklassige und vielfach erfahrene Spieler, die mit ihrer Klasse Spiele entscheiden können – in jedem System, und somit natürlich auch in dem System Kovac: Wenn der Ball 20, 30 mal wieder in den Gegnerstrafraum gespielt wird, dann fällt “die Pille” eben auch mal bei einem verunglückten Abwehrversuch einem Goretzka oder Thiago vor die Füße…und die Jungs wissen eben was mit dem Ball anzufangen.
    Einfach und überschaubar bleibt die Spielidee trotzdem, auch wenn auf diese Weise gegen Gegner auf den hinteren Plätzen der Liga gewonnen werden kann.
    Und manchmal ist “einfach und überschaubar” auch das, was effektiv ist! Kovac macht es ja gerade vor!

    Wie wird aber die Perspektive, die weitere Entwicklung sein?
    Kovac wird mit seiner Spielidee bei den Mannschaften an seine Grenzen stoßen, die entweder “Wellenbrecher-Mentalität” haben und durch eine herausragende Defensivstruktur mit einem guten Organisator die “Massenangriffe” unserer Jungs auch noch bis zur 90. Minute abweisen können; oder die aufgrund ihrer spielerischen Klasse unser frühes Pressing ausmanövrieren können und die dann aufgrund der weiten Abstände entstehenden Lücken nutzen, um Kombinationen zu spielen, mit denen unsere Abwehr ausgespielt werden kann. Es wäre ja nicht das erste mal, dass wir auf diese Weise Tore kassieren.
    Somit sind vor allem Mannschaften, die sich aus einer starken Defensive heraus nach vorn KOMBINIEREN können, besonders gefährliche Gegner, gegen die Punktverluste und Niederlagen wahrscheinlich werden. Die Spiele, in denen der Gegner die berüchtigten Nadelstiche setzen wird, sind da noch nicht einmal mit einbezogen.

    Während Kovac nun kein Entwickler und auch kein Verbesserer schon guter Spieler ist, wird andernorts die Entwicklung vorangetrieben, sind Fussballlehrer am Werk, die es verstehen, Spieler in ihren Fähigkeiten noch zu verbessern.
    Während Kovac weiter auf Abnutzung des Gegners und individuelle Glanzmomente setzt, wird andernorts daran gearbeitet, Abläufe zu verbessern und taktische Varianten einzubauen, womit der Abstand zu uns vergrößert wird.

    Darin sehe ich das größte Problem: Ein gegen schwache und mittelstarke Gegner absehbar erfolgbringendes System, welches hingegen gegen starke Gegner scheitert, führt dazu, dass der Abstand zur europäischen Spitze immer größer wird. Insbesondere, wenn es nicht weiter entwickelt wird.

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