Vorschau: Borussia Dortmund – FC Bayern München

Am Wochenende treffen die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinander. Die Bayern verloren am Mittwochabend erstmals in dieser Saison ein Spiel zu Hause, während Dortmund in Darmstadt gewinnen konnte und so den Abstand auf fünf Punkte verkürzte. Sollte der Rekordmeister in Dortmund verlieren, wäre der BVB endgültig zurück im Rennen um die Meisterschaft.

Im Vorfeld haben wir wieder die wichtigsten Statistiken gesammelt, den Gegner analysiert und fünf Thesen zum Spiel aufgestellt. Starten wollen wir mit einem Interview. Unser Gast ist Luca (@luc_bvb) vom Yellowwallpod.

Hallo Luca, erzähl uns zu Beginn etwas über dich und deinen Verein. Wie wurdest du Fan von Borussia Dortmund und was fasziniert dich bis heute am BVB?

Fan von Borussia Dortmund zu werden, war mehr oder weniger eine bewusste Entscheidung. So bewusst sie denn mit acht Jahren sein kann. Zu dieser Zeit (2001) fing ich an mich mehr und mehr für den Fußball zu interessieren und ein gewisser Tomáš Rosický spielte für die Borussia. Seinem Zauber konnte ich mich nicht lange entziehen und wenig später übertrug sich dieses Gefühl auf die gesamte Mannschaft.

Am BVB fasziniert mich seit Jürgen Klopp und nun auch unter Thomas Tuchel hauptsächlich der vorgetragene Fußball. Was mich in den fußballerisch eher weniger ansprechenden Jahren beim BVB gehalten hat? Hauptsächlich das beeindruckende Stadion samt der Fans und wohl auch eine gewisse Sturheit bei der ursprünglichen Entscheidung bleiben zu wollen.

Heutzutage ist die Bewunderung für das Westfalenstadion nicht weniger groß, allerdings trat die Bewunderung für die Fans etwas in den Hintergrund, da ich meine, dort eine gewisse Sattheit wahrnehmen zu können. Im Vordergrund steht für mich nun eindeutig der Fußball.

Die Saison könnte ja für euch kaum besser laufen. Hast du vor der Saison mit einer derartigen Leistung gerechnet? Frustriert es dich, dass der FC Bayern noch einen Tick besser ist, oder bist du einfach zufrieden?

Nein, für mich war eine Leistungssteigerung in diesem Ausmaß, und besonders im Spiel mit dem Ball, nicht zu erwarten. Ich hielt viel von Tuchels Arbeit in Mainz und teilte auch nicht die Bedenken, dass Tuchel womöglich charakterlich nicht zu Dortmund passen würde. Hatte man allerdings gesehen, wie hilflos der BVB 2014/15 im Spiel mit dem Ball war, dann war diese Entwicklung so nicht zu erwarten. Die Freude über die Dortmunder Leistung steht definitiv im Vordergrund. Ich hatte vor der Saison auch nicht ansatzweise erwartet, dass man der erste „Verfolger“ der Bayern sein wird, geschweige denn einen „Zweikampf“ mit Bayern führen würde. Natürlich ist es so, dass die Dortmunder Saison in vielen Jahren zu mehr als nur dem zweiten Platz gereicht hätte. Es ist ärgerlich, dass dem nicht so ist, aber man hat dennoch seinen Anteil daran. Gegen Bayern hoch verloren und ein bis zwei unnötige Unentschieden und Niederlagen – das reicht gegen diesen FC Bayern schon.

Frustrierend ist die Übermacht der Bayern zwar durchaus, auch für die Lage der Liga, aber ich bin mir wohl bewusst, wie viele gute Entscheidungen dafür getroffen werden mussten. Für mich macht es das leichter zu akzeptieren und zu respektieren, trotz aller finanziellen Übermacht.

Thomas Tuchel steht für Ballbesitzfußball. Unter Jürgen Klopp hat der BVB nicht nur das Umschaltspiel praktiziert, sondern auch Maßstäbe in Deutschland gesetzt. Welcher Stil gefällt dir persönlich besser und warum?

Ich würde da gar nicht so eine strikte Trennung vornehmen. Es ist wahr, dass Tuchel den Dortmundern einen klaren Plan im Ballbesitz vermittelt hat, allerdings ist er bei Bedarf auch sehr pragmatisch und willens die Mehrheit der Ballkontrolle dem Gegner zu überlassen. Der Weg zu kontrollierterem Ballbesitzspiel und weg von Klopp’schem „Vollgasfußball“ ist natürlich trotzdem klar ersichtlich.

Ich finde es schwer, einen der beiden Stile zu wählen. Ich mag sowohl guten Umschaltfußball, als auch guten Ballbesitzfußball. Nur gut sollte er sein. Ich versuche trotzdem mal die Frage bestmöglich zu beantworten. Die absoluten Höhen gab es unter Klopp und seiner Idee von Fußball. Beispielsweise das 5-2 gegen Bayern, 4-1 gegen Madrid oder das 2-0 gegen Madrid mit Manuel Friedrich, Milos Jojic und Oliver Kirch. Diese Spiele sind von Tuchel (noch?) unerreicht, dafür ist seine Spielidee allerdings passender für die jetzige Bundesliga. In dieser so von Pressing und Umschaltspiel besessenen Liga hilft es einen klaren Plan im Ballbesitz zu haben. Man könnte zusammenfassend sagen, dass mir der Fußball unter Tuchel durchschnittlich besser gefällt, aber die Klopp’schen Spitzen noch unerreicht sind.

Tuchels Spielstil ist dem von Guardiola sehr ähnlich. Wo siehst du Unterschiede zwischen den beiden Philosophien?

Schwierig. Vielleicht ist Tuchel pragmatischer und eher bereit die Kontrolle über Ballbesitz abzugeben, allerdings hat auch Guardiola selbiges schon praktiziert – sogar gegen Dortmund. Außerdem wirkt es durchaus so, als hätte sich Guardiola teilweise den „deutschen Tugenden“ angepasst. Der Unterschied ist hier womöglich kleiner als man denkt. Es ist durchaus naheliegend, dass Tuchel sich in einigen Aspekten von Guardiola hat inspirieren lassen. Die Unterschiede scheinen marginal und auch vom Spielermaterial abhängig. So präferiert Tuchel Außenverteidiger die dem Spiel Breite geben und inverse Flügelspieler und bei Guardiolas Bayern sieht es eher andersherum aus. Guardiolas größten Vorsprung gegenüber Tuchel sehe ich in den Anpassungen während des Spiels. Allerdings dürfte das keine Frage der Philosophie sondern schlicht Qualität und womöglich auch Erfahrung sein.

Wahrscheinlich ist die Defensive die größte Schwachstelle des BVB. Tuchel hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie Guardiola in seinen ersten beiden Jahren bei den Bayern. Liegt die manchmal mangelhafte Konterabsicherung an der individuellen Qualität, oder siehst du Mannschaftstaktische Probleme?

Für die Hinrunde war das eindeutig zutreffend, in der Rückrunde sieht es allerdings etwas anders aus. In sieben von zehn Spielen blieb man gar ohne Gegentor. Dafür hakt es neuerdings etwas in der Offensive. Der Grund für diese Entwicklung ist gleichzeitig ein Teil der Antwort auf deine Frage: Tuchel hat etwas am System gebastelt. Das größte Problem in der Hinrunde war, dass beide Außenverteidiger außerordentlich hoch und breit aufrückten und bei Ballverlust so enorm große Räume auf den Flügeln entstanden. Schon im Laufe der Hinrunde positionierten sich beide Außenverteidiger immer tiefer, aber nun gibt es immer wieder eine neue Lösung zu sehen. In Ballbesitz bleibt der Rechtsverteidiger (Piszczek) recht tief stehen und formiert mit den Innenverteidigern eine Dreierkette. Der linke Innenverteidiger (meist Hummels) schiebt hierbei weit auf die linke Seite heraus. Durch diese Maßnahme hat die Konteranfälligkeit über die Flügel abgenommen, allerdings sind die Abstände im Offensivspiel nicht mehr so sauber und die Flügelspieler leichter zu isolieren. Besonders der nicht übermäßig pressingresistente Piszczek hat darunter zu leiden und wurde speziell von Hoffenheim stark „bloßgestellt“.

Es dürfte also so sein, dass die Hauptgründe für die defensive Anfälligkeit taktisch begründet waren. Wobei natürlich auch die schlechte Form von Hummels keine Hilfe war. Diese Probleme scheinen nun der Vergangenheit anzugehören, leider auf Kosten der offensiven Feuerkraft, die insbesondere auch über die Außenverteidiger ausgespielt wurde.

Das Hinspiel ging ziemlich deutlich an den FC Bayern. Wie groß und vor allem in welchen Bereichen siehst du den Abstand beider Teams auf rein sportlicher Ebene und bist du guter Dinge, dass man diesen in naher Zukunft weiter verkürzen kann?

Ausgehend von beiden Mannschaften in Topform und einem unverletzten Kader, sehe ich die Bayern mit der ersten Elf knapp vorne und was die Kaderbreite angeht etwas deutlicher. Die fünf Punkte Abstand entsprechen da in etwa meiner Einschätzung. Ein Problem bei dem „Kampf“ gegen die Bayern ist, dass dort nicht nur der beste Kader versammelt ist, sondern dass sie auch noch mit dem besten Trainer arbeiten. Somit ist es schwierig, da in irgendeiner Kategorie etwas rauszuholen. Es bleibt die Hoffnung, dass sich unter Ancelotti vielleicht ein kleines Fenster öffnet, allerdings wirkt der Qualitätsverlust von Guardiola zu Ancelotti so gering wie möglich. Viel hängt in Dortmund von der Zukunft einiger Spieler ab.

Pierre-Emerick Aubameyang beim Spiel gegen Hertha BSC. (Bild: ODD ANDERSEN / AFP / Getty Images)

Du sprichst es selbst schon an. Aubameyang, Hummels, Mkhitaryan und Gündogan sind derzeit die vier wichtigsten Spieler beim BVB. Würdest du mir da zustimmen? Beschreib doch bitte kurz was diese vier Spieler jeweils so besonders macht und wie zuversichtlich bist du, dass sie auch nächste Saison beim BVB spielen?

Ich würde da wohl zustimmen, wobei ich die Rangfolge genau umdrehen würde. Auf eine ähnliche Stufe würde ich außerdem auch Schmelzer stellen, der im Hinspiel leider verletzt fehlte.

Aubameyang zeichnen eine unglaubliche Athletik und kluge Laufwege aus und seit er den Lupfer für sich entdeckt hat, steigt auch seine Effizienz vor dem Tor. Er ist kein so kompletter Stürmer wie es ein Lewandowski für Dortmund war, aber seine großen Stärken machen ihn sehr schwer zu verteidigen. Er hat einen Vertrag bis 2020 und wird mit großer Sicherheit weiter für Dortmund spielen.

Hummels ist zur Rückrunde endlich wieder in Form und gibt der Mannschaft sehr viel Stabilität. Offensiv wie defensiv. Defensiv zeichnet ihn ein sehr risikoreiches Spiel aus, was durchaus auch mal auf ihn zurückfällt, wenn er nicht in Form ist. Momentan ist es allerdings ein Vergnügen ihm dabei zuzusehen wie er Ball für Ball früh abfängt und sofort die Folgeaktion nach vorn sucht. Er ist Dortmunds erster Aufbauspieler und einer der kreativsten Innenverteidiger überhaupt. Hummels’ Vertrag läuft 2017 aus. Sollte er nicht verlängern, steht wohl ein Verkauf ins Haus. Hummels steht vor einer Grundsatzentscheidung: Karriereende in Dortmund oder noch eine Auslandserfahrung. Er würde gerne noch acht Jahre in Dortmund spielen, aber auch noch vier Jahre im Ausland, sagte er kürzlich. Eine Entscheidung sollte bald fallen und ich habe ein gutes Gefühl bezüglich einer Vertragsverlängerung.

Meiner Meinung nach der zweitwichtigste Spieler der Mannschaft ist Mkhitaryan. Der Armene verbindet Athletik, Spielverständnis und Technik wie nur sehr wenige Spieler. Er versteht es immer wieder Verbindungen auf dem Platz zu schaffen und seine diagonalen Läufe mit Ball sind kaum zu stoppen. Mkhitaryan äußerte sich zuletzt recht offensiv zum Thema Vertragsverlängerung. Er hoffe Tuchel könne ihn von einem Verbleib überzeugen und man sei in vertrauensvollen Gesprächen. Hier deutet vieles auf eine Vertragsverlängerung und langfristigen Verbleib hin.

Zu guter Letzt Gündogan, der wohl wichtigste Spieler im Dortmunder Kader. Gündogan verbindet grandiose Qualität auf engen Räumen, mit guten defensiven Instinkten und herausragenden strategischen Fähigkeiten. Spieler wie ihn kann man wohl an einer Hand abzählen und das halte ich für eine großzügige Schätzung. Bei Gündogan stehen die Chancen für eine Vertragsverlängerung wohl am schlechtesten. Da der Vertrag in 2017 ausläuft, wird man ihn wohl oder übel im Sommer ziehen lassen müssen. Eine Vertragsverlängerung wäre eine Überraschung.

Gerade Mkhitaryan hat einen großen Sprung unter Tuchel gemacht. Liegt ihm das Ballbesitzspiel einfach mehr, als das Umschaltspiel von Klopp? Wo siehst du die Gründe?

Ich sehe Mkhitaryans Sprung hauptsächlich in den Scorerwerten. Spielerisch war er auch schon unter Klopp ähnlich stark, bis auf eine Schwächeperiode in der letzten Saison. Zum Ende der letzten Saison (ab dem DFB-Pokal Halbfinale) wurde Mkhitaryan schon unter Klopp immer stärker und stärker. Unter Tuchel muss er nun nicht mehr so viele Aufgaben erledigen und kann sich mehr auf seine Stärken im letzten Drittel konzentrieren, während er, als es unter Klopp nicht lief, teilweise versuchte Abwehr und Mittelfeld, sowie Mittelfeld und Sturm zu verbinden und abschließend noch das Tor selbst zu erzielen. Damit und mit dem nun höheren Selbstvertrauen ist diese Entwicklung wohl hauptsächlich zu erklären.

Wie geht das Spiel aus und wo siehst du die großen Chancen für den BVB? Können die Dortmunder am Ende der Saison einen, oder sogar mehrere Titel feiern? Wo siehst du deine Mannschaft am Ende der Saison in den einzelnen Wettbewerben?

Der BVB hat nach der überraschenden Niederlage der Münchner gegen Mainz und dem eigenen Sieg in Darmstadt nun natürlich Rückenwind und es wird vermutlich seit langem mal wieder eine elektrisierende Stimmung im Westfalenstadion herrschen. Ein Spitzenspiel bei dem es wirklich um etwas geht. Unglaublich!

Im Hinspiel brachten Guardiolas Umstellungen und eine enorme Effektivität den Sieg für Bayern und sollte Bayern eine Leistung abrufen wie in den ersten 60 Minuten gegen Juventus, dann wird es für Dortmund sehr schwer. Ich sehe eine Chance darin, dass pünktlich zu dem Spiel wohl alle Leistungsträger zur Verfügung stehen werden und man mit Sahin einen weiteren ballsicheren Aufbauspieler dazu gewonnen hat. Sollte Dortmund es schaffen sich beständig aus dem Münchner Pressing zu befreien und Mkhitaryan und Co. in gefährlichen Räumen ins Spiel zu bringen, dann wird es selbst für Bayern schwierig. Allerdings fehlt mir für dieses Szenario ein wenig die Phantasie, deswegen tippe ich auf ein 2-1 für Bayern.

Die größte Titelchance besteht wohl in der Europa League, wo man nun gegen Mitfavorit Tottenham antritt. Sollte man diese Paarung gewinnen und bis dahin komplett klar sein, dass Bayern die Meisterschaft gewinnt, sehe ich dort gute Chancen auf den Titel. Ein wenig pessimistischer bin ich bezüglich eines Pokalsieges. Erstens tat man sich in den letzten Jahren in Berlin und gegen die Hertha enorm schwer und zweitens müsste man wohl auf dem Weg zum Pokal die Bayern schlagen. Ich prophezeie also höchstens einen Titel und der ist am ehesten die Europa League zu holen.

Auf der zweiten Seite folgen eine Vorschau, die wichtigsten Statistiken und fünf Thesen zum Spiel.

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Leserkommentare
  1. Fänger

    Zu den Funfacts: Laut Kicker hat Costa 14 Assists. Wie kommt die Differenz zustande? Andere Zählweise bzw. kein Assists bei Foulelfmeter etc?

    1. Möglicherweise. Es gibt zwei große Anbieter von Fußballdaten: Opta und Impire. Wir verwenden für unsere Artikel und Analysen immer Statistiken, die auf Opta-Daten basieren. Beim Kicker weiß ich gerade nicht, ob die bei jemand anderem sind. Da Opta und Impire zwar sehr nahe, aber nicht die gleichen Bewertungsmaßstäbe anlegen, können Unterschiede entstehen.

      1. Das liegt daran, dass beim Kicker rausgeholte Elfer zum Beispiel als Elfmeter gewertet werden und weitere als “Vorlagen” strittige Szenen. So wurde mir das mal von jemandem auf Twitter erklärt. (Das pusht die Vorlagen vieler Spieler)

  2. Beim Interview mit dem BVB-Fan, welcher sehr wohltuend sachlich geantwortet und argumentiert hat, hätte ich mir die Frage gewünscht, wie der “sachliche BVB-Fan” aktuell die Situation “Schiedsrichterentscheidungen – BVB-Bonus / Bayern-Malus” sieht.
    (Vlt. liest er hier mit und antwortet direkt ;-) )

    Große Teile der Sportboulevardpresse lassen dieses Thema überraschenderweise (wirklich??) auch komplett außen vor – jedoch blicken die Bayern und ihre Fans wohl mit großer Sorge auf die Schiedsrichteransetzung für Samstagabend. Herr Gagelmann wird es glücklicherweise nie wieder sein.
    Ein wirklich neutrales Schiedsrichtergespann wäre in Anbetracht der z.T. dubiosen Schiedsrichterleistungen der jüngeren Vergangenheit aus Bayernsicht schon als positiv zu sehen!

    1. zzooppoo

      Als Schiedsrichter wurde lt. DFL (Bundesliga.de) Tobias Stieler angesetzt.
      In dieser Saison hat er gepfiffen:
      FCB in Hoffenheim , FCB daheim vs. Wolfsburg und FCB auf Schalke.
      BVB vs. Gladbach, BVB in Mainz und BVB in Wolfsburg.
      Jeweils Siege für FCB und BVB – das wird sich ändern!

      1. Axel

        Bevor wir so viel über Schiris schimpfen, sollten wir über unsere desaströsen Eckbälle ärgern. Oder die ineffektiven Flanken. Alles verschenkte Möglichkeiten, die jede Fehlentscheidung eines Schiris in den Schatten stellen.

      2. @ Axel:

        Bist du wieder bei uns, wenn die Bayernflanken mit Martinez, Benatia und irgendwann auch einmal wieder Boateng geeignete Abnehmer finden werden … etwaige Tore aus Standards aber aufgrund von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter aberkannt werden?? … ;-) ;-)

      3. Marco05

        Sehe es genau wie @Axel. Zunächst mal – geeignete Abnehmer hin oder her – müssen sie einfach besser getreten werden. Zur Zeit kommt ungefähr jede 10. Flanke zum Mitspieler. Ein mehr als unterirdischer Wert und für das Niveau auf dem wir uns bewegen untragbar. Allerdings zieht sich das schon eine ganze Zeit durch und ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass wir unter Pep da noch besser werden. Ecken sind nicht sein Ding und auch sonst liegt sein Fokus auf der Mitte des Spielfeldes. Unabhängig von dem was tagtäglich trainiert wird erwarte ich allerdings von jedem Bundesligaprofi, dass er auf 10 Meter den Ball zum Mann bringt, egal ob flach oder hoch.

      4. Done

        @Marco: Die mangelnde Eckenverwertung ist aber nichts neues und erst seit Pep. Ich erinnere da ans Finale dahoam.

      5. Jo

        Eckbälle oder Schiris? Also ich kann mich über beides gleichzeitig ärgern. Blödes Multitasking!

      6. Marco05

        Stimmt das Eckenproblem ist nicht neu aber auch unserer Spielweise und der entsprechenden Kaderzusammensetzung geschuldet. Wir hab in der Regel um die 8 Spieler auf dem Platz, die ungefähr das Gegenteil von Kopfballungeheuern sind.

        Das ist für mich noch erklärbar. Was nicht erklärbar ist, ist dass 9/10 flachen Hereingaben nicht ankommen oder Flanken in der Vorwärtsbewegung wenn sich die Stürmer entsprechend in Position bringen können (anders als bei Eckbällen, wo die Möglichkeiten beengt und begrenzt sind)

        Wenn ich mir zB Lahm anschaue, ein überragender Kicker am Ball, so gut wie keine Fehlpässe etc., er aber am 16er Eck zum Flanken kommt dann wäre es nicht viel ineffizienter wenn er den Ball direkt uns Toraus schießen würde (da droht wenigstens kein Konter).

      7. @ Marco

        “Unabhängig von dem was tagtäglich trainiert wird erwarte ich allerdings von jedem Bundesligaprofi, dass er auf 10 Meter den Ball zum Mann bringt, egal ob flach oder hoch…”

        Du kannst davon ausgehen, dass jeder Bayernspieler dies “ziemlich millimetergenau” kann …

        Aber dann gibt es eben manchmal die “kleinen Hindernisse”, die Gegenspieler genannt werden … und wenn die durchschnittlich etwas größer sind, dann wird es schon schwieriger …
        Deswegen spielen Peps Bayern auch lieber um den Strafraum herum als einfach Flanken – gegen größere Gegenspieler – in den Strafraum zu schlagen … Immer noch besser als “Stefan Effenberg Gedächtnis Flanken” …. = in den Strafraum gechipte Flanken, komplett ohne Druck und Gefahr .. ich kann euch sagen, diesbzgl. gab es schon viel schlimmere Bayernphasen als jetzt!! ;-)

      8. Marco05

        @Peter
        es gab genug Szenen allein in der Rückrunde, in denen Lahm, Rafinha sowie auch Coman oder Costa usw. mutterseelenallein in der Nähe des 16er standen und Müller/Lewandowski in der Mitte nicht mal die Option hatten die entsprechende Flanke zu erkämpfen, weil der Ball ganz woanders hinkam. Das braucht man auch nicht schönreden, die Statistik spricht eine klare Sprache. 3/23 Flanken gegen Darmstadt und gegen Mainz ähnlich, wenn auch nicht ganz so unterirdisch. Wie ft spielt auch ein Ribéry den Ball, wenn er sich außen durchgekämpft hat, so in die Mitte, dass er nicht erreichbar ist? Wobei er mit Abstand noch die besten Hereingaben bringt. Das ganze Thema ist jedenfalls unendlich nervig.

    2. Ich denke nicht, dass Schiedsrichterentscheidungen uns den Titel kosten werden oder würden. Man muss da den Ball auch mal flach halten. Natürlich gab es offensichtliche Fehlentscheidungen gegen Bayern und zugunsten des BVB, aber das macht niemand mit Absicht. Absicht zu unterstellen fände ich auch nicht richtig.

      Der Anspruch des FC Bayern sollte doch sein jeden Gegner schlagen zu können und sich dabei von äußeren Einflüssen so weit wie möglich zu befreien, oder? Gegen Mainz hätte man durch bessere Entscheidugen im letzten Drittel ebenso mit diesen Fehlentscheidungen gewinnen können wie man letzte Saison gegen den BVB im Halbfinale durch eine bessere Chancenverwertung hätte gewinnen müssen.

      Fehlentscheidungen gehören (noch) dazu und deshalb sollte man sich bewusst sein, dass man acht Punkte nicht wegen Schiedsrichtern verspielt. (Falls es überhaupt so kommt, wovon wir alle mal nicht ausgehen.)

      1. Jo

        “Ich denke nicht, dass Schiedsrichterentscheidungen uns den Titel kosten werden oder würden. Man muss da den Ball auch mal flach halten. ”

        Warum muss man diesen Ball flachhalten?? Um uns als brave Verlierer den Kopf tätscheln zu lassen?
        Tut mir leid, absolute Loosermentalität. Mit einer solchen Einstellung wäre die Bayerngeschichte der letzten Jahrzehnte kaum denkbar.

        “Natürlich gab es offensichtliche Fehlentscheidungen gegen Bayern und zugunsten des BVB, aber das macht niemand mit Absicht. Absicht zu unterstellen fände ich auch nicht richtig.”

        Ob das Absicht war oder nicht ist erst mal gar nicht die Frage. Oder dürfen nur absichtliche Fehlentscheidungen in Frage gestellt werden? Warum die Schiedsrichter so reagieren ist doch schon mit etwas Küchenpsychologie, ohne überhaupt das Wort Absicht in den Mund zu nehmen, hinreichend zu beschreiben. Strittige, ggf. spielentscheidende, Entscheidungen pro Bayern machen Aua, das Gegenteil nicht.

        “Der Anspruch des FC Bayern sollte doch sein jeden Gegner schlagen zu können und sich dabei von äußeren Einflüssen so weit wie möglich zu befreien, oder?”

        Jetzt im Ernst? Und was noch? Übers Wasser wandeln? Tut mir leid, aber das ist entweder völlig gedankenlos oder schon extrem elitär abgehoben.

      2. Denke eher, dass über schlechten Rasen, suboptimales Wetter, Schirientscheidungen, Verletzungspech oder Ansetzungszeiten zu schwadronieren, ein gutes Zeichen für eine “Losermentalität” ist. Das sind externe Faktoren, mit denen man sich nicht befassen, sondern wie Naturkatastrophen hinnehmen und sich stattdessen auf die Dinge konzentrieren sollte, die man beeinflussen kann. Daher finde ich es alles andere als “abgehoben”, als beste Mannschaft Deutschlands den Anspruch zu haben, alle gestellten Aufgaben auf dem Platz aus eigener Kraft zu lösen. Dass ist das Ideal und wird natürlich nicht immer erreicht (Stichwort Mainz), aber das ist das Ziel. In einem wichtigen Spiel auch noch gegen Fehlentscheidungen ankämpfen zu müssen, das will natürlich niemand, aber wenn es so kommt, don’t waste your time and breath. Create chances. Score. Ich will mir echte Erfolge nicht durch Schiriglück abwerten lassen.

      3. @ Jolle

        Ja, das ist es, das “Mia san mia” – aber allerdings in der Form, die die Gegner als “Arroganz” bezeichnen! ;-)

        Und auch bei den Bayernfans scheiden sich ja die Geister, ob das gut oder weniger gut ist …. ;-)

        Ich denke, dass all die von dir genannten zu akzeptierenden “Naturkatastrophen” schon so lange an den Fußballstammtischen (heutzutage eher im Netz) diskutiert werden, wie es diesen wunderbaren Sport gibt. Und es ausschließlich den Bayernfans zu untersagen, ist nicht ganz fair… ;-)

        Für mich persönlich haben eher solche “Fans” eine “Losermentalität”, die der eigenen Mannschaft Niederlagen (sogar in Dortmund) wünschen, damit der eigene Trainer frühzeitig vom Hof gejagt wird … Und fast schon perverserweise gibt es diese Loser gar nicht so selten!

        Habe fertig! ;-) ;-)

      4. @ Jolle:

        Vielleicht noch eine kleine Zusatzbemerkung: Wir sollten schon auch unterscheiden, über was die Fans diskutieren (dürfen) und wie sich die Mannschaft selbst zu verhalten hat. Wenn die zuviel hadert, dann hat sie schon so gut wie verloren … Aber mal ganz im Ernst: auch Fußballprofis hadern …. ;-)

  3. pitvonbonn

    Die Medien publizieren und reklamieren pausenlos die scheinbare Langeweile um den Meistertitel.
    Schuld soll die Übermacht des FC Bayern sein und das Volk glaubt das nur zu gerne.

    Die Schiedsrichter haben nun aber in kürzester Zeit für diese „künstlich erzeugte neue Spannung“ gesorgt.
    In den letzten Spielen wurden Dortmund 5 Punkte „geschenkt“
    und Bayern 3 Punkte gen Mainz „aberkannt“.
    1:0 = Abseits und gibt der Schiedsrichter den berechtigten Elfer gegen Ribery dann hätte es 2:0 gestanden und die Bayern hätten dann eher auf 3:0 erhöht als ein Gegentor zu kassieren.

    Was ich damit sagen will ist, dass der Vorsprung der Bayern dann Heute 13 statt 5 Punkte wäre.
    Dann wäre das morgige „Spitzenspiel“ nur ein normales Spiel: Zweiter der BL gegen den uneinholbaren Ersten der BL.

    Um diese ungerechte, künstliche Spannung zu erzeugen ist das doch eine zu hohe – natürlich ungewollte – Schiedsrichterfehlerquote.

    Morgen muss um dieser „künstlich erzeugten“ Gleichheit die Klasse der Bayern triumphieren
    Sollen sich die Medien ruhig schwarz/gelb ärgern.

  4. Wir gewinnen in Dortmund!

  5. Viele Beiträge hier lese ich mit einem Kopfschütteln, aber durchaus auch Schmunzeln durch.

    Bilanzierend sehe ich das so:
    Ein Großteil ist der Meinung, dass der FC Bayern in der BL derart überlegen ist, dass eigentlich die maximalen 102 Punkte das Ziel sein müssten und durchaus realistisch sind – über die dadurch entstehende Langweile unterhalten wir uns ein anderes Mal ;-)

    Diese 102 Punkte werden aber nicht erreicht, weil die Mannschaft eine Vielzahl an Schwachpunkten hat, allen voran die mangelhafte Chancenverwertung und die schwachen Flanken …

    Für sehr viele ist es auch keine Ausrede (oder Erklärung), wenn Bayern einzelne Spiele aufgrund von Schiedsrichterbenachteilungen nicht gewinnt. Schuld ist vielmehr, dass man eben nicht fünf anstelle von drei Toren geschossen hat – mit 2 zu Unrecht anerkannten Toren und einem nicht gegebenen Elfmeter muss man ja immer rechnen ….

    Zukünftiges Ziel der Mannschaft muss es sein, in jedem Spiel mind. fünf reguläre Tore zu erzielen, damit auch mind. drei Tore anerkannt werden … ;-)

    Das Miterleben der BL-Saisons 1974/75; 1977/78; 1991/92 hätte manche von solchen Wahnvorstellungen befreit!!! hahahaha

    PS: Und wer jahrzehntelang selbst Fußball gespielt hat, weiß auch, dass es durchaus – ws. in allen Klassen in allen Ländern – “Unparteiische” gibt, die diese Bezeichnung nicht verdienen, sondern definitiv eine der beiden Mannschaften verpfeifen wollen !!!

    1. Jo

      102 Punkte? Sind doch nur das absolute Minimum!
      Selbstverständlich muss ebenfalls jedes Jahr die CL gewonnen werden. Wenn es gut läuft, wovon ich ausgehe, natürlich ohne Gegentor.
      Den Pokal holen wir sowieso. Sollten wir faire Sportsleute sein, machen wir das mit der B-Elf. Das sollte locker ausreichen.

      Sollte nur eines dieser Minimalziele verfehlt werden, sehe ich nicht wie der jeweilige Trainer und die Führungsmannschaft noch zu halten sein sollten. Weil die paar Titel, die würde ja schließlich jeder Fan der schon einmal ein Spiel gesehen hat, auch noch auf Halbtagsbasis holen.

      1. Ich sehe, zumindest wir beide sind uns absolut einig, Jo ;-)

  6. Osrig

    Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe kein gutes Gefühl für das Spiel heute abend! Die Dortmunder wissen, dass dieses Spiel für sie DIE Chance ist, im Meisterschaftsrennen entscheidend Boden gut zu machen, und deswegen werden sie rennen und unsere Spieler wie verrückt unter Druck setzen. Bei uns ist die Unsicherheit in der Abwehr fast mit Händen zu greifen, und gegen die “Leichtathleten” in der Dortmunder Offensive werden Benatia und Kimmich oder Alaba Schwierigkeiten haben. Ein Kontertor ist ja fast vorprogrammiert, da wir sicherlich hoch stehen werden, die Jungs hinten aber noch immer nicht zu hundert Prozent mit einander eingespielt sind. Wenn ich dann an die schlechte Chancenverwertung unserer eigenen Offensive denke, bin ich schon zufrieden, wenn wir überhaupt ein Tor erzielen. Denn viele Chancen werden die Schwatz-Gelben nicht zulassen. Von den mies gespielten Ecken und Freistößen will ich gar nicht erst anfangen.
    Meine Hoffnung ruht auf der Dynamik, die der FCB in der ersten Stunde gegen Turin entfalten konnte! Das wird zumindest für einige Zeit auch den BvB beeindrucken, und wenn es gelingt, in dieser Phase auch zu treffen, wird für unsere Jungs etwas drinnen sein, vielleicht sogar ein Sieg. Das aber wiederum setzt neutrale und faire Schiedsrichter voraus, die fragliche Situationen korrekt einschätzen und keine Seite bevorzugen.
    Da mir im Verlauf dieser Saison der Glaube an solche Schiedsrichter verloren gegangen ist, wird das Schiedrichtergespann das Ihrige dazu beitragen, dass wir weiter Vorsprung einbüßen. @Justin: Nein, es gibt sicher keine Anordnung von oben, und auch keine absichtlichen Fehlentscheidungen, aber die zumindest unbewusste, wenn nicht sogar halbbewußte Entscheidung, Situationen gegen den FCB bzw. pro DO zu pfeifen, die wird über die Saison hinweg mehr als deutlich! Klar, welcher Schiedsrichter hat denn auch Lust, sich an den medialen Pranger gestellt zu sehen, und wie eine Sau zur Schlachtbank durch den Zorn sämtlicher Sportberichte im TV geführt zu werden, weil er eine Fehlentscheidung ZUGUNSTEN des FCB getroffen hat. GEGEN uns kümmert es aus der Medienmeute niemanden.
    Zusammenfassend rechne ich heute abend mit einer Niederlage und hoffe inständig, dass wir die verbleibenden 2 Punkte dann mit aller Kraft verteidigen können, zumal auch die Dortmunder nicht jedes verbleibende Spiel gewinnen werden. Immerhin sind die auch noch in allen 3 Wettbewerben vertreten und die Aussicht auf das Finale in der Euro-Ligue könnte gegen vermeintlich schwächere Gegner zu Unkonzentriertheiten und Punktverluste führen. Dann müssen wir da sein, und den Vorsprung ausbauen. Das wird eh schwer genug, es kommen ja noch Gegner in der BL, gegen die wir auch unter Pep schon Punkte haben liegen lassen.
    Aber, durchaus entscheidend, unsere Mannschaft war zuletzt immer in der Lage, unter Druck hohe Leistungen zu bringen und wenn es drauf ankommt, auch Erfolge zu erzielen. Deswegen bin ich zumindest für die Spiele ab nächster Woche wieder optimistischer! Na ja, und vielleicht haben wir ja heute abend doch das bessere Ende für uns, es wäre nicht das erste mal, dass mich mein Bauchgefühl für eine Spiel dann doch getrogen hat ;-)

    1. kurt

      Wer sagt, dass wir hoch stehen werden?

      Tuchel hat keine Chance gegen Pep. Hat man doch im Hinspiel gesehen. Der wird wieder Lehrgeld zahlen.

      Gegen Mainz waren unsere Spieler einfach viel zu lässig und sind zu sorglos mit dem Rückstand umgegangen. Sowas wird es gegen Dotmund nicht geben.

      Wenn es ein Spiel in der Bundesliga gibt, bei dem man davon ausgehen kann, dass alle unsere Spieler 110% geben, dann ist das Dortmund.

      1. Osrig

        Pep wird – richtigerweise – nicht von seiner Philosophie abweichen, und die bedeutet, dass wir den Gegner schon an dessen Strafraum einschnüren, und dabei die Räume eng machen, um Konterzüge früh zu unterbinden. Dafür müssen unsere Spieler hoch stehen, und ich denke ähnlich wie gegen Juve werden die Jungs sogar sehr hoch stehen. Dafür muss die ganze Mannschaft in die Abwehrarbeit mit einbezogen werden, um unsere – vermutlich vierer- Abwehrkette zu entlasten. Die ist ja leider noch immer ein Schwachpunkt. Aber mal sehen, was Pep sich so ausgedacht hat. Laut PK ist ja nichts Neues zu erwarten. Aber Guardiola ist ja immer für eine Überraschung gut^^

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