FK Rostov – FC Bayern München 3:2 (1:1)

Der FC Bayern verspielt eine Führung gegen Rostov und zeigte erneut Probleme, die dem Verein seit Wochen anhängen.

Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund und dem Verlust der Tabellenführung in der Liga ging es für den FC Bayern zum FK Rostov, um die Chance auf den Champions-League-Gruppensieg zu wahren und Selbstvertrauen zu tanken.

So war zu erwarten, dass der russische Vizemeister trotz respektabler Ergebnisse gegen Eindhoven und Atletico keine allzu große Hürde darstellen würde.

Falls Ihr es verpasst habt:

Carlo Ancelotti nutzte die Gelegenheit, um munter zu rotieren und der vermeintlich zweiten Garde eine Chance zu geben. So durfte Sven Ulreich den angeschlagenen Manuel Neuer ersetzen, während sich davor eine eher ungewohnte Viererkette formierte, welche aus Bernat, Badstuber, Boateng und Rafinha bestand.

Philipp Lahm wurde unerwartet ins defensiv-zentrale Mittelfeld versetzt, wo er vom formstarken Thiago und dem Fragezeichen Renato Sanches unterstützt wurde. Im Dreiersturm ersetzte Douglas Costa den aktuell eher unglücklichen Thomas Müller auf rechts.

Anfangsformation FK Rostov und FC Bayern MünchenAnfangsformationen: FK Rostov und FC Bayern München

Beim Gegner aus Rostov gab es im Vergleich zum Hinspiel im September nur eine Änderung: Fedor Kudryashov ersetzte Außenverteidiger Denis Terentyev. Dieselbe Startelf erreichte noch am Wochenende ein 0:0 bei Rubin Kazan.

Nun sollte die Fünferkette gegen die Münchner ein ähnliches Resultat ermauern.

Die ersten Minuten deuteten bereits an, in welche Richtung es hier hauptsächlich gehen würde. Ein überhaupt nicht eingespieltes Bayern suchte Wege durch das gerne tiefstehende 5-3-2 der Gastgeber, welche eher sporadisch und teils wild pressten.

Den ersten Schreckmoment gab es in der 9. Minute. Ein langer Ball in die Spitze führte zu beinahe fatalen Abstimmungsproblemen zwischen Ulreich und Badstuber. Erokhin nutzte die Gelegenheit für einen Kopfball auf das verwaiste Tor. Der zurück eilende Juan Bernat konnte den Ball jedoch noch von der Torlinie kratzen.

Mit dem wilden, unvorhersehbaren Angriffsspiel der Heimmannschaft hatte das Team von Carlo Ancelotti einige Probleme. Zumal eigene Angriffe nur in Flanken oder Fernschüssen endeten.

Hier lief fast alles über rechts. Insbesondere Douglas Costa zeigte sich um einen Hauch Kreativität und Durchschlagskraft bemüht. Robert Lewandowski hingegen war komplett vom Spiel abgeschnitten: Rostov konnte sich bei ihm eine Dreifachbewachung erlauben.

Die erste nennenswerte Torchance ergab sich überraschenderweise aus einer Standardsituation. Doch Holger Badstubers Kopfball in der 22. Minute war nicht kraftvoll genug, um Torhüter Dzhanaev zu überwinden. Dieser konnte wenige Minuten später auch einen Distanzschuss von Renato Sanches parieren.

Jeglicher Druck des FCB resultierte bestenfalls in halbgaren Chancen – meist jedoch nur Verlegenheitsflanken.

In Minute 32 verfehlte Douglas Costa, bis hierhin der einzige überzeugende Münchner, mit einem Fernschuss das Tor nur knapp, nachdem er in Robben-Manier in die Mitte zog. Eine Torchance für Rostov kurz darauf bewies erneut die Instabilität der Abwehr, die durch einen langen Ball ins Schwimmen geriet und trotz numerischer Überlegenheit keinerlei Kontrolle über die Situation hatte.

Mitten in diese offene, verwirrende Phase fiel der Führungstreffer der Bayern. Ein ebenso überraschendes wie effektives Dribbling von Sanches über links verursachte ein Chaos im Strafraum der Gastgeber, welches der überzeugende Costa letztendlich nutzen konnte. Auch wenn der Führungstreffer vom Spielverlauf wohl in Ordnung ging, er war weniger eine Belohnung als viel mehr eine Erleichterung.

Thiago, Costa und Badstuber nach dem 1:0 Treffer durch den Brasilianer.(Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP / Getty Images)
Thiago, Costa und Badstuber nach dem 1:0 Treffer durch den Brasilianer.
(Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP / Getty Images)

Diese Erleichterung sollte keine zehn Minuten Bestand haben. Ein unsauberer Rückpass von – ausgerechnet – Douglas Costa gab Rostov die Möglichkeit zum Umschaltspiel. Dass dies zu einer guten Torchance führen würde, hatte die defensive Instabilität bereits angedeutet.

Poloz spielte den gewonnenen Ball nach links zu Sardar Azmoun. Das 21-jährige Offensivtalent düpierte zunächst Jerome Boateng mit einem Haken, bevor er Sven Ulreich mühelos bezwang.

Mit diesem 1:1 ging es in die Pause. Bayern verband in den ersten 45 Minuten offensive Kreativlosigkeit mit defensivem Chaos, während Rostov bequem zwischen tiefstehender Abwehr und aggressivem Umschaltspiel wechselte. Eine Halbzeit zum Vergessen.

Die zweite Hälfte begann mit einer frühen Chance für die Bayern. Ribery flankte mit links (!) in die Mitte und Philipp Lahm (!!) köpfte (!!!) nur knapp am Tor vorbei. Ein Zeichen wiedererstarkter Münchner war dies jedoch nicht. Im Gegenteil…

In der 48. Minute kam Rostov erneut viel zu leicht in den gegnerischen Strafraum und Jerome Boateng ging erneut viel zu blauäugig in den Zweikampf. Noboa nahm den ungeschickten Ausfallschritt gerne an, Poloz verwandelte den anschließenden Strafstoß sicher. Eine unnötig schwere Aufgabe wurde für den FC Bayern noch größer, man hatte nun 40 Minuten Zeit, um eine mittelgroße Blamage zu vermeiden und letzte Hoffnungen auf den Gruppensieg am Leben zu erhalten.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Keine vier Minuten nach dem Elfmeter meldeten sich die Bayern zurück.

Wie schon beim ersten Tor taucht Renato Sanches positiv als Linksaußen auf und setzt Ribery in Szene. Der Franzose spielt im Strafraum in den Lauf von Juan Bernat. Der Linksverteidiger verwandelt aus fünf Metern eiskalt und mit Wucht. Auf der Anzeigetafel nun ein 2:2, auf dem Feld war mehr und mehr ein wildes und kontrollarmes Spiel zu sehen.

Nach einer Stunde musste ein ebenso niedergeschlagener wie unrund laufender Boateng den Platz verlassen. Mats Hummels nahm seine Position im Zentrum ein. Am Spiel änderte dies nichts, Bayern zeigte sich weiterhin verwundbar. Reaktionen oder gar Anpassungen im Vergleich zur ersten Hälfte waren nicht zu erkennen.

So überraschte in der 66. Minute auch nur die Art des nächsten Gegentores. Dies erzielte Christian Noboa mit einem Freistoß aus zentraler Position, nachdem Bayern leichtfertig einen Konter zuließ und nur mit einem Foul in Strafraumnähe unterbinden konnte.

Es folgten wieder wütende, unüberlegte Angriffe der Bayern, welche einen schnellen Ausgleich erzwingen wollten, an dieser Aufgabe jedoch scheiterten – nicht zuletzt, da mit Costa die treibende Offensivkraft der ersten Halbzeit völlig abtauchte. Renato Sanches, der sich im Laufe des Spiels immer mehr steigerte, wurde schließlich ausgewechselt, um für Thomas Müller Platz zu machen. Die letzten 20 Minuten sollte der FCB mit einer Doppelspitze verbringen.

Um sich kurz zu fassen: Es änderte nichts. Rostov verteidigte die Führung mit allen Mitteln, Bayerns Brechstange erwies sich als zu schwach. Eine völlig unerwartete Niederlage, die nicht nur den Gruppensieg kostet, sondern auch den Münchner Haussegen endgültig in Schieflage befördert haben dürfte.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Douglas Costa

Diese 90 Minuten dienten als Paradebeispiel für Licht und Schatten bei Douglas Costa. So riss er in der ersten Halbzeit das Offensivspiel der Münchner an sich, besetzte Räume instinktiv besser als Ribery auf der anderen Seite und sorgte mit explosiven Dribblings für einige Probleme.

Er bietet derzeit einen angenehmen Mix aus individuellen Aktionen, klugen Bewegungen und scheint einer von wenigen Spielern zu sein, welche vom freien Ancelotti-System zu profitieren wissen. Sein Treffer zum 1:0 war zu jenem Zeitpunkt die passende Belohnung für die eigene Leistung.

Leider ging es von da an stark bergab. Vom unglücklichen Einleiten des ersten Gegentreffers mal abgesehen, gelang es dem Brasilianer nicht, ein Spiel über 90 Minuten zu leiten.

Costa bleibt die Wundertüte auf dem Flügel, die stets eine entscheidende Situation aus dem Nichts erzeugen, den bayerischen Motor jedoch nicht dauerhaft antreiben kann.

Ob er je dieser Rolle als Flügelspieler Nummer Drei entwachsen wird, darf bezweifelt werden.

Sanches im Duell mit Noboa.(Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP / Getty Images)
Sanches im Duell mit Noboa.
(Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP / Getty Images)

2. Renato Sanches

Der portugiesische Mittelfeldmann ist und bleibt ein Fragezeichen in seinem ersten Jahr in Deutschland. In dieser Partie gegen Rostov gehörte Sanches aber noch zur exklusiven Gruppe der Einäugigen unter den Blinden.

Erstmals deutete er an, welche Rolle er denn beim FCB bekleiden konnte. So leitete er beide Tore über den linken Flügel entscheidend ein.

Vielleicht war dies ein erstes Anzeichen dafür, dass man mit Sanches keinen vidalesken Box-to-Box-Spieler verpflichtet hat, sondern einen ausweichenden Mittelfeldspieler, der dem Zentrum eine gewisse Breite und Weiträumigkeit verleihen kann.

Es könnte in Zukunft ein Lösungsansatz sein, dass mit Sanches ein Flügel überladen wird und die starre Formation im positiven Sinne aus der Balance gerät.

Der Spieler muss sich noch an den Verein gewöhnen und der Verein noch an den Spieler. So langsam wird es aber was. Renato Sanches kommt in schlurfendem Tempo in München an.

3. No alarms and no surprises

Man sollte eine solch seltsame Niederlage bei starker Rotation natürlich nicht überbewerten und nie isoliert betrachten. Aber…

Es entwickelt sich stetig das Gefühl, dass Carlo Ancelotti seine Mannschaft überschätzt und unterfordert. Der FC Bayern hat in den letzten Monaten eindrucksvoll bewiesen, dass er trotz Starspielern kein autodidaktisches Monster ist.

Der insbesondere taktisch zurückhaltende Ansatz des italienischen Coaches hat die Mannschaft schon in einige unangenehme Situationen geführt. Variabilität, Selbstverständnis und Kreativität sind beim FCB aktuell Fremdwörter.

Nun wäre es unfair, die enttäuschende Spielweise und die schwankenden Ergebnisse nur dem Trainer anzukreiden. So trägt er maximal eine Teilschuld für die Torkrise des Thomas Müller, die grauenvolle Zonenbesetzung des Franck Ribery oder das stümperhafte Zweikampfverhalten von Xabi Alonso. Dennoch bleibt der Eindruck, dass diese Mannschaft selbst in Krisenzeiten nicht so konstant mittelmäßig auftreten sollte.

Während Ancelotti das erste taktische Problem durch das Einschieben der Flügelspieler noch löste, ist bis heute kein Lösungsansatz zur Unterbesetzung des offensiven Mittelfelds zu sehen gewesen.

Man kann nicht einmal von gescheiterten Versuchen sprechen, es waren schlicht noch keine zu erkennen.

Nicht nur das Kollektiv hat mit unnötigen Problemen zu kämpfen. Auch individuelle Leistungen leiden unter dem in Stein gemeißelten System. Nach den Spielen in Dortmund und Rostov sind hier insbesondere die Namen Boateng und Lewandowski zu nennen.

Ersterer kann seine exzellenten Passqualitäten überhaupt nicht mehr ins Bayernspiel einbringen. Gab es in den letzten Jahren noch einstudierte Läufe, um Lücken entstehen zu lassen, die Boateng mit einem Laserpass bedient, so sind seine aktuellen Spielmacherversuche nur alternativlose Bälle ohne großen Plan, da sich überhaupt keine besseren Möglichkeiten bieten.

Robert Lewandowski ist ein Leidtragender dieser Entwicklung. Immer wieder muss er verzweifelt langen Bällen hinterher rennen, um dann festzustellen, dass es keine Anspielstation gibt. Wenn der Pole im Moment nicht komplett im Spiel der Bayern integriert scheint, dann liegt es nicht an ihm. Lewandowski verhungert im Sturmzentrum, während der Zehnerraum hinter ihm völlig verwaist.

Die Niederlage in Rostov war kein Ausrutscher, sie war das Ergebnis eines dauerhaften Negativtrends. An der Säbener Straße dürften nun die Alarmglocken klingeln und Carlo Ancelotti sich endlich zu größeren Anpassungen gezwungen fühlen.

FK Rostov – FC Bayern 3:2 (1:1)
FK RostovDzhanaev – Kalachev (87. Terentyev) , Mevlja, Navas, Granat, Kudryashov – Erokhin, Gatskan, Noboa – Azmoun (82. Grigoryev), Poloz (90+1 Ezatolahi)
BankMedvedev – Doumbia, Bayramyan, Prepelita
FC Bayern MünchenUlreich – Rafinha, Boateng (58. Hummels), Badstuber, Bernat – Lahm, Thiago, Sanches (73. Müller) – Costa, Lewandowski, Ribéry
BankStarke – Alonso, Alaba, Kimmich, Green
Tore0:1 Costa (36.), 1:1 Azmoun (44.), 2:1 Poloz (49./Foulelfmeter), 2.2 Bernat (52.), 3:2 Noboa (68.)
KartenGelb: Granat, Gatskan / Boateng
SchiedsrichterArtur Dias (Portugal)
Zuschauer15.211

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Leserkommentare
  1. Kurt

    Das Spiel kotzt richtig an.

    Nicht einmal weil es eine Niederlage ist, oder man wirklich schlecht war, sondern weil man sich ernsthaft 3! Tore selbst eingeschenkt hat und jetzt alle von einer Blamage reden.

    Hands down, Rostov war nicht besser. Fehlpass Costa, Aussetzer Boateng, Stellungsfehler Ulreich. Da langts dann eben auch nicht gegen Rostov die sich mit 11 Mann hinten rein stellen.

    Ich hoffe man analysiert das jetzt und finden Lösungen. Carlo muss endlich zeigen, dass er einen Plan auf den Platz bringen kann.

  2. BayernExpat

    Ich halte dann schon mal das Popcorn bereit :)

    Wusste mehrmals während der Partie nicht ob ich lachen oder weinen sollte.

    War schön Badstuber mal wieder zu sehen.

    Scheint mir als ob Boateng schon seit bald nem Jahr nicht mehr als 5 spiele am Stück gemacht hat. Der war doch früher nicht verletzungsanfallig?

    Lahm hatte paar erstaunlich gute Szenen, das Kopfball Tor wäre herrlich gewesen.

    1. Kurt

      Ich hoffe ja einfach, man macht hier nicht den Fehler und diskutiert jetzt wie bei Sky, Sport1 oder wie die alle heißen. Da wird jetzt mit Sicherheit gerade eine Krise konstruiert.

      Es gibt genug zu kritisieren, wie zb die Planlosigkeit teilweise vor dem Tor und im Angriff allgemein, aber im Endeffekt war das kein schlechtes Spiel. Leider ein Spiel, welches zur momentane Form passt, aber durchaus ansehnlich.

      Dass man sich aber 3 Tore selber reinhaut, passiert auch nicht alle Tage.

      1. Vobius

        Das schlimme an der aktuellen Situation ist ja, das man trotzdem die Gruppenphase als 2. beenden wird (ganz ehrlich an einen Sieg gegen Atletico hätte ich nach dem aktuellen Trend nicht gedacht). Das Spiel und das Ergebnis sind zwar unheimlich hässlich, aber es ist jetzt auch nichts weiter passiert.

        Bleibt klar zu stellen: Spielerisch ists ne absolute Krise, weil weiter schlimmstes zu befürchten ist. Sind wir mal auf Leverkusen gespannt…

        …unterm Strich kann man aber mit dem Ergebnis leben. Ist nicht optimal, aber die Gruppen ersten auf die man treffen wird, muss man früher oder später eh schlagen. Außerdem sind die Gruppen zweiten dieses Jahr auch nicht schlechter.

  3. Kobdik

    Schau ma mal am Samstag. Die Austellung wird schon was verraten.

  4. GestrandedInBerlin

    Besonders geärgert hat mich die Auswechslung Sanches’. Die offensiven Dreiecksvarianten von Ribery, Sanches und Bernat waren noch eine der wenigen Dingen, die einigermaßen funktioniert haben.
    Sehe Costa etwas negativer als ihr, da warne einfach viel zu viele Fehlpässe bei und allgemein war der Flankenfokus mal wieder sehr anstrengend.
    Ist schon echt schwer zu ertragen, wie wenig Chancen man sich generell so rauspielt.

  5. LeDDerhose

    Danke für dies gute Analyse und v.a. abschließenden Worte. Ich kann wirklich nur hoffen, das der “Trainer” mal hier liest und nun endlich mal zeigt, das er u.a. auch zu taktischen Anpassungen und Abkehr von seinem Spielsystem in der Lage ist.
    Motivation, individuelle spielerische Entwicklung, Taktik, Passspiel, Gegenpressung – in allen Punkten bisher ein katastrophaler Rückschritt der letzten Wochen. Das habe ich seit vielen vielen Jahren beim FCB nicht erlebt!
    Dafür ist Carlo aber nett zu seinen Spielern…Ich bin sprachlos und enttäuscht, zugleich geschockt, das ein Trainer einen so radikalen Einfluss auf seine Spieler haben kann. Positiv auf der einen Seite Heynckes und Pep, negativ auf der anderen Seite unser jetzige Spezialist.

    Ich brauche jetzt ein Antidepressivem :-)

    1. Kurt

      Deshalb brauchen wir halt noch 2 Weltklassespieler. Mit denen versteht Carlo sich doch so gut.

  6. rookie

    vielleciht den Tiger probieren lassen, der müsste bei Pep doch einiges gelernt haben. Viel schlechter wird es ja wohl nicht mehr werden. Ein super Satz in der Analyse: Bayerns Mannschaft wurde überschätzt, genau, nämlich auch Heynckes Glück in einer Sasion in der alles passte und dann der beste Trainer der WElt, dann dachte man man hat ne BOmben-Mannschaft ne, man hatte nur einen Bombentrainer

    1. Mehmet68

      “dann dachte man man hat ne BOmben-Mannschaft ne, man hatte nur einen Bombentrainer”

      Genau so ists!

      1. Kramnik

        die Spieler sind Weltklasse. Leute wieNeuer, Boateng, Müller, Lewandowski, Vidal, Hummels und Alaba als etwas anderes zu bezeichnen ist quatsch. Die Ursachen für die Probleme liegen zu 97% bei einer Person und das ist Ancelotti. Nach zwei Monaten sieht man noch immer keine Spielidee. Ich weiß bisher nicht was Ancelotti eigentlich will. Ich hoff, dass jetzt klare Worte gesprochen werden, damit man sich der Lage bewusst wird. Ich fand es ja schon erschreckend, als man nach dem Dortmund Spiel von einer guten Vorstellung gesprochen hat bei der am Ende nur das Glück gefehlt hat.

      2. Vobius

        Auch Weltklasse Spieler können unter ihrem Niveau spielen. Wenn die Konzentration fehlt, man überspielt und nicht absolut fit ist, glücklos ist weil nicht wirklich ambitioniert, wird aus Welt-, Kreisklasse. Dafür kann Ancelotti nichts. Das hat er sich sicher so auch nicht vorgestellt.

    2. Pat

      Ich höre noch jetzt die Stimmen, die sagten, mit Bayern gewinnt jeder Trainer :-)

    3. Kurt

      Der Gedanke liegt nahe, aber seien wir mal ehrlich, für mich hat Bayern immer noch den besten Kader der Welt.

      Die Spiele gegen Augsburg waren auch ganz anders. Da hat viel geklappt. Es fehlt zur Zeit irgendwie einfach die Leidenschaft und ein gewisser Spielwitz. Aber gerade in der Hinsicht sollten wir mal ein Spiel unter der Woche im russischen Vorkaukasus nicht überbewerten.

      1. rookie

        im offensiven Mittelfeld fehlt einfach ein Hochkaräter, ist ja kein Zufall das es immer am Zehner raum hapert, Özil das wär einer …

      2. Vobius

        Oh! Echt? Deswegen müssen wir ja auch die ganze Zeit zittern, weil die restliche Welt die ganze Zeit unsere Spieler wegkaufen möchte…

        Bitte entschuldige den Sarkasmus, aber das seh ich anders, deutlich. Der einzige im Kader bei dem mir aktuell kein ‘aber’ einfällt ist Neuer.

  7. Mehmet68

    Eure ungewohnt drastische Analyse sagt alles: Der schlechteste FCB seit 2012.

    Keine einstudierten Laufwege, keine gegenseitige Unterstützung – vom Verschieben will ich gar nicht sprechen.

    Einfache Gegentore durch mäßiges Stellungsspiel bzw. Raumaufteilung, offensive Impulse durch die individuelle Klasse / Einzelaktionen, aber nicht durch ein stimmiges Konzept oder gar einstudierte Varianten.

    Ich muss mich selbst auch korrigieren: An diesen Problemen ist nicht der überalterte Kader schuld – sollte gegen Rostov allemal reichen. “Überschätzen und unterfordern” würde ich uminterpretieren in “Überschätzen und keine unterstützende Struktur für Positionen, Laufwege und Offensivvorstöße geben” – sonst passt das alles.

    Man muss sich jetzt wohl irgendwie in die Winterpause retten und dann als Fan auf Grundlagenarbeit hoffen.

    1. Kurt

      3 Jahre Pep verlernt man aber auch nicht einfach mal so. Also alles auf Carlo abwälzen ist auch ein bisschen zu einfach.

      1. Mehmet68

        Bist Du sicher? Wenn Dir keiner mehr täglich sagt, wo du zu stehen und was du zu tun hast, dann lässt du es vielleicht einfach?!

        “Gehts raus und spielts Fuassboi” klappt heute nicht mehr.

        Offensiv hatte ich mir eh keine Wunder erwartet, aber der zustand der Defensive schockiert mich.

      2. Tanja

        Genau das macht mich so stützig. Flanken kommen nicht mehr an, Pässe ebenfalls kaum, Bälle verspringen. Riesen Lücken. Die muss man doch auch als Spieler sehen. Man geht auch nicht mehr richtig auf den Mann. Wirkt hektisch. Liegt es an der Aufstellung, liegt es am mentalen Einbruch der Spieler?! Woran liegt das?

  8. kita

    wieso redet eigentlich keiner über die vielen Verletzten?
    das ist doch der Hauptgrund! mir fallen genau 3 Stammspieler ein die nie verletzt sind. lahm, lewa, Müller. alle anderen sind doch nach jedem 5. spiel verletzt. wieso soll da einer jemals in Topform kommen. und das seit nun gut 2 jahren. martinez? t spiele am Stück, verletzt, boa genauso. alle 4 flugelspieler. schaut euch den costa an. in 5 jahren donetzk eine Verletzung, ich schätze mal noch ein Spiel dann ist er wieder weg. wie soll da was entstehen?

    1. Marco05

      das ist ein Aspekt, ja. Zwar bleiben die Langzeitverletzten aus, aber immer müssen Rekonvaleszenten eingebaut werden, dann sind wieder andere weg. Thiago ist im übrigen noch konstant fit und *räusper* Alonso, sowie Alaba (die beiden letzteren aber wahlweise über dem Zenit oder übelst außer Form).

      Dennoch sicher ein Thema. Und den paar Dauerfitten kann kaum eine Pause gegönnt werden. Und wenn, dann wird es nicht getan. Warum lässt man Müller nicht mal in München? Nein, der muss auch bis zum Nordpol mitgeschleift werden usw. Es läuft eben einiges grade nicht gut…

      1. Pat

        Ja, verstehe ich auch nicht. Der soll mal Pause machen….

    2. Beobachter

      Ist jetzt aber auch nicht neu. Das erschwert natürlich die Arbeit, aber wir haben ja schon gesehen, dass es geht.

    3. Jo

      Wieso man nicht über die Verletzten redet?
      Vielleicht weil niemand mehr Lust dazu hat. Das ist doch nichts neues und seit Jahren dasselbe. Das ist keine aktuelle Frage, sondern eine nach der langfristigen Kaderplanung. Und Kaderplanung deshalb, weil ein Gutteil bei diesem Thema mittlerweile zu berechnen ist.

    4. Vobius

      Weils ein gutes Stück Ausrede ist. Heutzutage muss jede Top Mannschaft auf Grund der immensen Belastung der Spieler, mehrfach gleichwertig besetzt sein. Verletzungen im Leistungssport wird es immer geben, da diese nicht kalkulierbar sind, ists einfach Pech oder eben eine Frage der Belastung.

    5. Pat

      Unter Guardiola waren weitaus mehr verletzt und gewonnen wurde trotzdem. Und zum Teil sogar sehr souverän, vor allem weil hinten die Null stand.

  9. Tschemp

    Es kommt mir so vor, als wenn bei allen im Hinterkopf steckt, dass die Spiele jetzt im Herbst/Winter sowieso egal sind. Niemand erinnert sich noch an die Hinrunden der vergangenen Saisons. Die Saison steht und fällt im April und Mai, und bis dahin wird man schon irgendwie durchkommen.
    Man sieht den Spielern ja an, dass sie wollen. Unterbewusst geht aber niemand an die Leistungsgrenze, dazu kommt dann scheibchenweise Frust, weil die Pässe nicht gewohnt ankommen und man sich gegen jeden Gegner schwerer tut, als gewohnt. Ein Teufelskreis entsteht, Unsicherheit und Planlosigkeit machen sich breit.
    Verbunden mit der Altherrentaktik von Ancelotti (gehts raus und spielts Fussball), mangelnder Forderung des Geistes, schläfern sich alle gegenseitig ein. Konsequenz sind lächerliche Halbfeldflanken vorne und Sekundenschlaf hinten.

    Auf dem Platz fehlen frische Gesichter, die Gier und Vitalität reinbringen. Abseits des Platzes fehlt ein Trainer, der Anforderungen stellt. Und Sammer fehlt.

    1. Vobius

      Na dann sollte ja der Teufelskreis am Samstag zerbrochen werden. Jetzt ist ja wieder Spannung erzeugt durch den Verlust der Tabellenführung. Der richtige Nervenkitzel kommt dann im Achtelfinale. Wollmas hoffen.

  10. Marco05

    Ich hatte schon zu Anfang der Saison befürchtet, das Dortmund – Rostov – Leverkusen die kritischste Phase wird. Und siehe da…

    Heute war mit das Gruseligste, was ich seit langem (Borrissov 2012?) gesehen habe. Allein dass eine Mannschaft nicht von selbst merkt, dass auch die 30. und 31. Flanke nichts bringt, vor allem wenn sie so uninspiriert getreten wird und einfach mal was anderes versucht bringt mich an den Rand der Verzweiflung.

    Anfangs erinnerte mich das an übelste van Gaal-Zeiten als man um den 16er herumspielte und dann immer, IMMER in die Mitte flankt, wo Lewy allein gegen 4 Latten steht. Wie einfallslos ist denn das bitte?

    Ich halte trotzdem aktuell daran fest, dass es für eine Fundamentalkritik am Trainer zu früh ist aber das heute war offensiv ein Offenbarungseid und defensiv fast Arbeitsverweigerung. Was bitte macht den Boateng vor dem 1:1? Mit der Herangehensweise hätte ein Jugendspieler in der Situation getroffen. Keine Power, kein Druck auf den Ball, 2-3 falsche Entscheidungen in Reihe. Unfassbar abwesend. Beim 2:1 ähnlich, erst Schrittfehler, dann noch 1-2 Fehler, der Elfer kann gegeben werden. Beim 3:2 wusste ich schon vorher was blüht. Die Mauer stand seltsam weit weg, springt auch noch falsch hoch, dann kollert der Ball fast ins Netz, was für ein Slapsticktor.

    Warten wir mal mit der Weltuntergangsstimmung vielleicht noch bis Samstag ab, aber die Hoffnung – auch wenn sie zuletzt stirbt – ist nicht allzu groß.

    1. wipf1953

      Einer der wenig lesenswerten Kommentare hier, Marco.

      Ich habe nur die Zusammenfassung auf ZDF gesehen, die aber bei einem solchen Fehlerfestival vielleicht aussagekräftig genug war.

      – auch wenn es nach “Stammtisch” klingt – gestern hat jeder gesehen was Neuer für ein Top-Torwart ist.
      – es gehört doch auch zu den Aufgaben des Torwarts, die Abwehr zu organisieren. Gestern war die Abwehr jedenfalls unorganisiert.

      Die Mannschaft nimmt sich “eine geistige Pause”. Ein Spiel und damit den möglichen Gruppensieg so derart zu vergeigen, das hat schon fast was von “Schutzreflexen” (verliert man gegen Rostov ist das Spiel gegen Atletico unwichtig – auch für den Gegner unwichtig – und man kann sich nicht mehr so blamieren und feiert einiger Maßen ruhig Weihnachten ….).

      Ich lese ja grad das neue Pep-Buch – nicht mit dem Fokus, wie “toll” das alles war, sondern ausschließlich aus der Perspektive, was er uns hinterlassen hat. Aktuell (nach dem ersten Drittel des Buchs ) komme ich zu folgendem Ergebnis:

      – es braucht sich keiner zu wundern dass der Akku jetzt leer ist. Die letzten drei Jahre waren durchaus eine Art “Raubbau”. Mental, und, wenn man sich die Verletztensituation anschaut – auch körperlich (ich denke, dass da eventuell auch zu einseitig trainiert wurde ..). Warum ein Pep Guardiola spätestens im vierten Jahr scheitert kommt zwischen den Zeilen dieses Buchs sehr gut zur Geltung.
      – Peps großes Vermächtnis könnte sein, dass er die Spieler individuell viel besser gemacht hat. Hoffentlich kommt bald der Tag, an dem sich das auszahlt.

      CA ist sicher nicht der Trottel, als der er hier dargestellt wird. Ich denke, er wird den Fokus darauf legen, die Spieler aus diesem Tief rauszuholen. Wer jetzt “System- bzw. Laptoptrainer” wie Tuchel oder Nagelsmann fordert, hat IMHO garnix kapiert. Jetzt ist ein Mann wie Heynckes gefragt – dem CA IMHO sehr nahekommt.

      Für die CL sehe ich mehr als Schwarz. Mit erheblicher Wahrscheinlichkeit könnte der Gegner Real / Barcelona heißen, was bei Gruppenplatz 1 ausgeschlossen gewesen wäre. Vielleicht ist das aber gar nicht das Schlechteste, so können wir uns auf die beiden nationalen Wettbewerbe konzentrieren.

      1. Lukas

        Ich bin mir nicht sicher, ich denke nicht das Real gegen Dortmund gewinnt. Und dann ist es außer Barcelona im Moment egal gegen wen man gewinnt. Ich denke CA hat nun die Chance gegen Atletico ohne Druck gegen einen starken Gegner etwas system reinzubringen. Ich finde diese Niederlage irgendwie ganz gut. Sie alarmiert, sie weckt auf und nichts ist passiert

      2. Lukas

        *Außer Barcelona egal gegen wen man spielt. Damit meine ich ob man erster oder zweiter wird, die starken Teams teilen sich auf.

      3. Beobachter

        “– es braucht sich keiner zu wundern dass der Akku jetzt leer ist. Die letzten drei Jahre waren durchaus eine Art “Raubbau”. Mental, und, wenn man sich die Verletztensituation anschaut – auch körperlich (ich denke, dass da eventuell auch zu einseitig trainiert wurde ..).”

        Klar. Die jetzigen Verletzten sind Guardiola zuzuschreiben – vielleicht auch die, bevor er da war? #Ribery#Robben
        Weshalb gab es das in Barcelona nicht? Warum ist die Verletztenzahl in Man City aktuell niedriger als im Vergleichszeitraum in der Vorsaison? Wenig sinnvoller Vorwurf.

        “Warum ein Pep Guardiola spätestens im vierten Jahr scheitert kommt zwischen den Zeilen dieses Buchs sehr gut zur Geltung.”

        Er ist einmal “gescheitert” – wenn man Platz 2 in der Liga, CL-HF und Pokalsieg so bezeichnen möchte – inwiefern kann man da Prognosen abgeben?

        “– Peps großes Vermächtnis könnte sein, dass er die Spieler individuell viel besser gemacht hat. Hoffentlich kommt bald der Tag, an dem sich das auszahlt.”

        Glaube ich kaum. Und falls doch, wie will man das denn zurechnen? Wenn das alles wäre, dann wäre das Vermächtnis nahe Null. Auszahlen wird sich jedenfalls nichts, zumal die Auszahlung wirklich bald kommen müsst, da die Spieler nicht jünger werden. Außerdem: Aus der Pep-Zeit muss sich nix auszahlen, dafür ist nun ein anderer zuständig.

        “CA ist sicher nicht der Trottel, als der er hier dargestellt wird. Ich denke, er wird den Fokus darauf legen, die Spieler aus diesem Tief rauszuholen. Wer jetzt “System- bzw. Laptoptrainer” wie Tuchel oder Nagelsmann fordert, hat IMHO garnix kapiert. Jetzt ist ein Mann wie Heynckes gefragt – dem CA IMHO sehr nahekommt.”
        Ein Trottel ist er sicher nicht. Nur was soll die Polemik? Was hat man denn nicht verstanden, wenn man einen “System- bzw. Laptoptrainer” möchte und inwiefern kommt CA Heynckes nahe?

        “Für die CL sehe ich mehr als Schwarz. Mit erheblicher Wahrscheinlichkeit könnte der Gegner Real / Barcelona heißen, was bei Gruppenplatz 1 ausgeschlossen gewesen wäre. Vielleicht ist das aber gar nicht das Schlechteste, so können wir uns auf die beiden nationalen Wettbewerbe konzentrieren.”

        Vielleicht bessert das CAs Bilanz in selbigen auf – neben den drei großartigen CL-Titeln, liegt er in den Wettbewerben Liga und Pokal nämlich auf dem gleichen Level wie in der CL: je drei Erfolge.

      4. Marco05

        zum Thema “mentaler Raubbau” sollte man sich eher die Zeit _nach_ Guardiola ansehen.

        In der CL wurstelte sich Barca im VF mit 2 Unentschieden gegen PSG durch ehe dann jene scheinbar legendären 2 HF-Spiele gegen den FC Bayern stattfanden und ein Barca in nie gekannter Art und Weise auseinandergenommen wurde. Damals war doch ziemlich klar, dass die Jungs am Ende ihrer Kräfte waren.

        Zum möglichen AF-Gegner: Real droht genauso der zweite Platz. Es bleibt evtl. lediglich Barca, die egal in welcher Runde das größte Hindernis sind. Paris/Arsenal, Neapel/Lissabon, Monaco und Leicester sollten ja machbar sein. Turin/Sevilla wäre dann womöglich noch das zweitschwerste Los, aber auch unabhängig davon wer Erster oder Zweiter wird. Also bräuchte es viel Pech, Barca zu bekommen, aber evtl. im Feb/Mrz noch besser als im April/Mai. Allerdings ist das ja immer mehr oder weniger alles müßig ;)

      5. Jo

        “Damals war doch ziemlich klar, dass die Jungs am Ende ihrer Kräfte waren.”
        Hat sie aber nicht daran gehindert mit 15 Punkten Vorsprung auf Real und einem spanischen Punkterekord Meister zu werden.
        Tatsächlich hatten sie in dieser Saison eine kleine Schwächephase die zeitlich mit der Krebserkrankung Vilanovas, seinem zeitweiligem Ausscheiden und einem vielleicht etwas überforderten Vertreter zusammenhing.

      6. Vobius

        @Marco znd Messi war angeschlagen. Ohne den ist Barca auch nur einer der sterblichen.

  11. Osrig

    Ich muss…ruhig…, nein, ich darf nicht…, arrgh! Nein, es muss einfach gesagt werden: Ancelotti muss weg!!!

    Ok, das war jetzt nicht besonders humorvoll von mir, aber zum Lachen ist mir hinsichtlich der Situation bei unserem FCB mittlerweile auch nicht mehr. Ich habe in den letzten Spielen immer wieder versucht, Positives zu sehen, möchte ja auch dem Italiener auf unserer Trainerbank Zeit geben und will nicht glauben, dass er nicht in der Lage ist, die Mannschaft voranzubringen.
    Aber mehr und mehr bekomme ich das Gefühl, Ancelotti erreicht mit seiner Idee vom Fussball die Mannschaft nicht! Nein, es liegt nicht an der Fitness, wenn Räume nicht besetzt werden, und es liegt auch nicht an der Fitness, wenn schon nach wenigen Minuten Fehlpässe produziert werden und Bälle ins Nirvana geschlagen werden.
    Auch die Tatsache, dass mehrere Spieler im Vergleich zum Dortmund-Spiel neu in der Startelf standen und eine eisige Kälte geherrscht hat, darf diese Leistung nicht entschuldigen. Nein, das Bemühen kann man unseren Jungs nicht absprechen, es wurde Vieles versucht und ein hoher Ballbesitzwert erzielt. Der Effekt nach vorn war…überschaubar, die zwei Tore gegen eine Mannschaft, die in der BL m.E. in der unteren Hälfte anzusiedeln wäre, sogar gut gemacht, aber entschlossenes und durchdachtes Spiel nach vorn in den gegnerischen Sechszehner sieht anders aus. Und über die Defensive müssen wir kein Wort verlieren, die haarsträubenden Abspiel- und Abwehrfehler sprechen für sich. Wie viele Pflichtspiel-Gegentore sind es jetzt? Und das, wo italienische Trainer doch vor allem die Abwehr erstmal dicht machen, wofür eine der weltbesten Abwehrformationen doch in besonderer Weise geeignet sein sollte. Ich habe keine Erklärung, warum das schnelle Pass- und Positionsspiel nicht funktioniert, die Mannschaft große Lücken offenbart und nur langsam nachrückt, offensiv wie defensiv.
    Die einzige Erklärung ist wie gesagt die Möglichkeit, dass es Carlo nicht gelingt, die Spieler zu erreichen, sie für sich zu gewinnen und für sein Spielsystem zu begeistern. Denn obwohl das Team ja durchaus weiter nach defensiv aufgestellt zu sehen war, blieben schnelle Gegenstöße Mangelware, konnten Lücken nicht ausgenutzt werden. Ich möchte nicht so weit gehen und behaupten, die Spieler spielen gegen ihren Trainer, aber FÜR ihn spielen sie auch (noch) nicht! Wie lange soll man sich das noch anschauen? An eine Besserung in den nächsten Spielen ist doch nicht zu denken, gegen Leverkusen können wir nur hoffen, dass die “Pillen” genauso verunsichert sind wie unsere Mannen und sich in der AA noch weniger zu trauen als sonst. Die große Wende nach der Winterpause? Daran können doch nur noch unverbesserliche Optimisten glauben.
    Oh, ich bin sicher, wir werden eine bessere FCB-Mannschaft sehen, aber die Leistungssteigerung, die nötig ist, um den Gegner wieder in Grund und Boden zu spielen und selbst stärkste Mannschaften zu schlagen, die wird unter Ancelotti nicht kommen, dafür ist mittlerweile zu viel verloren gegangen. Dafür ist Zuviel Ratlosigkeit und Unsicherheit zu spüren, dafür geht auch zuviel Boden mittlerweile verloren, wenn wir die nächsten Spiele weiter so uninspiriert und wenig strukturiert spielen. Einzig eine deutliche Steigerung, ja gerade zu eine Leistungsexplosion kann das Selbstvertrauen wieder zurückbringen und es schaffen, dass Ancelotti verstanden und umgesetzt wird. Da aber auch Carlo irgendwie passiv wirkt, wie resignierend, sehe ich diese Verbesserung nicht, schon gar nicht in den verbleibenden Spielen der Hinrunde!
    Das heisst, es muss über einen Trainerwechsel nachgedacht werden, wenn das Spiel gegen Lev auch nicht gewonnen wird…und dann vor der Winterpause gehandelt werden.

    1. Kramnik

      aber wer soll ihn in der Winterpause sinnvoll ersetzen, ein Heynckes gibt es nicht?

    2. Marco05

      Gar keiner, weil das Quark ist. Wenn überhaupt, dann MUSS man ihm noch die Wintervorbereitung geben, damit er eine faire Chance hat und die Spieler keine Ausreden mehr. Vorher wird auch nichts passieren, da glaubt ihr doch selbst nicht dran. die 1/8-Final-Quali ist sicher. Einzig wenn wir in der Bundesliga auf Rang 4 oder 5 mit hohem Punkterückstand auf …. wen auch immer zurückfallen würden, könnte ich mir vorstellen, dass unsere Granden nervös werden. Aber im Grunde wird da im ersten Jahr gar nix passieren. Ich tippe er drauf, dass wir um die Zeit in einem Jahr nochmal reden.

      1. Mehmet68

        100% Zustimmung. Mindestens die Winterpause muss man ihm geben.

    3. Jo

      Über einen Trainerwechsel brauchen wir momentan nicht zu reden.
      Die einzige Konstellation die dazu führen könnte wäre wenn, irgendwann im Frühjahr, die CL-Quali in Gefahr geraten sollte.
      Auch sonst mag mir das Thema nicht so recht gefallen. Bei aller (aus meiner Sicht gerechtfertigten) Kritik an Ancelotti, noch sind wir nicht der HSV oder Schalke.

      1. Tschemp

        Vor allem brauchen wir nicht darüber zu diskutieren, weil die Alternativen fehlen.

        Leider hatte der BVB das Glück, dass Tuchel genau dann frei war, als es mit Klopp zu Ende ging.

    4. wipf1953

      OS$RIG, wenn unser Verein das tun würde was Du verlangst, wären wir auf einem Level mit 60-München ..

      Ist es wirklich die Schuld des Trainers wenn Spieler völlig von der Rolle sind? Ich hab mich in meinem Leben einige Male mit Stress und Stressbewältigung befassen müssen. Dass es mal zu Situationen wie jetzt kommt war doch irgendwie klar. Positiv ist, dass das jetzt ist und noch Zeit bleibt, aus dem Loch wieder rauszukriechen,

    5. Vobius

      Natürlich wäre diese Reaktion jetzt übertrieben, allerdings zeichnet sich ein Trainerwechsel ab, würde die Leistung und vor allem die Ergebnisse so bleiben. Ich finds gut das mal einer einen raushaut. Ich sag mal Nagelsmann zur nächsten Saison für den anstehenden komplett Umbau der Manschaft. Wäre mal ein Experiment, wenns schief geht, sollte man aber einen Plan B haben. Aber wieso hab ich das Gefühl, dass Uli diesen schon hat?

      1. Marco05

        Nagelsmann nach einem Jahr Hoffenheim? Ich frag mich echt, was man sich dabei denken kann? Warum nicht Breitenreiter? Oder Hecking? Der würde den Jungs wenigstens mal Dampf machen…

      2. Beobachter

        Für Nagelsmann wäre es zu früh. Der soll noch mindestens 5 Jahre weiterarbeiten, am Besten auch noch außerhalb Hoffenheims. Spielt er 5-10 Jahre immer noch “oben” mit, dann scheint er mir durchaus nachdenkenswert.

        Aktuell fällt mir auch kein Trainer ein, der zu uns passen würde (sofort gar nicht, aber auch nicht zum Saisonende)

    6. Tipic

      Also ich finde schon auch, dass man Ancelotti noch ein bisschen Zeit geben sollte. Aber dass es keine Alternativen gäbe, ist auch nicht richtig. Marcelo Bielsa fällt mir zum Beispiel ein.
      Unabhängig davon, wann einer neuer Trainer kommt, ist nach meiner Auffassung seitens der sportlichen Leitung darauf zu achten, dass es jemand wird, der auf die in den letzten Jahren verinnerlichte Spielidee aufbaut und diese weiterführt. Ancelotti war diesbezüglich offensichtlich keine gute Entscheidung, da er vom Ballbesitzfußball nichts hält (“die Ballbesitzfußball-Blase wird platzen”). Deshalb ist er auch nicht imstande, klugen und effektiven Ballbesitzfußball zu vermitteln.

      1. Pat

        Du hast vollkommen recht, das habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Ich hatte gedacht, dass wir eine Philosophie des Ballbesitz Fussballs verfolgen wollten. Und dann das…

      2. Ju

        Ihr habe recht, dass jetzt eine Veränderung, ein neuer Reiz her muss. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte das aber kein Trainerwechsel sein, sondern eine formative Umstellung verknüpft mit strategischen und taktischen Anpassungen. Wie diese aussehen könnten, ist in einem älteren Artikel von Justin nachzulesen. Richtig ist aus meiner Sicht, dass Ancelotti weg muss, wenn er das unterlässt.

        Wenn das nicht fruchtet steht man vor der schwierigen Frage, ob man dem Trainer noch die Winterpause gibt, oder das Vertrauen nicht mehr hat und die Vorbereitung einem neuen Trainer überlässt.

        Und bitte bitte in der Winterpause ein neuer Innemverteidiger, sodass sich Boateng und Martinez endlich mal richtig auskurieren können.

      3. BSG

        ja absolut. konsistente Alternativen, die irgendeine Stringenz aufweisen, wären das allerwichtigste. Wenn ich dann Namen wie Klopp o.ä. höre, weine ich und will mir gar nicht vorstellen wie das aussähe würde man das auf diesen Kader anwenden.

        und weil die nächsten Jahre kein Artikel ohne diesen Bezug auskommen darf:

        Ich bin so eifersüchtig auf City. Ich gönne niemandem Pep und Pep sollte am liebsten direkt Rentner werden, wenn er nicht bei uns spielt. Es fühlt sich so komisch an ihn dort bei City an der Linie stehen zu sehen… Ouch!

  12. Revolet

    Was mir an dieser Partie sofort auffiel und durch die Großchancen der Russen offensichtlich wurde, war dieser überdimensionale, mysteriös anhauchende Loch in unserer Innenverteidigung. Wir müssen nicht darüber reden, dass sich Boateng seinen insg. zweiten Horrorauftritt in dieser Saison erlaubte und Badstauber ebenfalls mal wieder grottig kickte. Er hat mir seinem Gesundheitsstatus nicht in einem Spitzenteam verloren. Rostov konnte immer wieder durch Chipbälle, oder aber eingeladen durch Fehlpässe unsererseits, in diesen Raum kommen und stand damit quasi schon vor Ulreich.

    Mittlerweile kotzt einen dieses System einfach nur noch an. Ab der Mitte der ersten Halbzeit konnte meine Kopie zum Dortmundspiel erkennen. Immer wieder U-förmiger Aufbau. Erinnert, und das fällt mir nun wirklich schwer zu sagen, an den Schlafwagen-Fußball von van Gaal, einen Trainer, den ich über alles in der Welt verachte. Der Raum, rund um Lewandowski in der Spitze, war praktisch gar nicht existent. Viel zu selten konnte man sich mal von der Straumkante über kurzpässe in den Strafraum hineinkombinieren. Wie das gehen kann, zeigt das 2:2 von Bernat. So stelle ich mir das vor und so kann es funktionieren. In einem 4-2-3-1 System mit einer hängenden Spitze wie Müller (in hoffentlich besserer Form), könnte die mangelnde Kreativität vielleicht ad acter gelegt werden. Ich könnte mir durchaus auch einen polyvalenten Mann wie Kimmich auf dieser, im modernen Fußball ja anscheinend wieder ausgestorbenen, 10er Position vorstellen.

    Generell muss man Ancelotti, auch wenn ich ihn wirklich sehr mag, die Systemfrage stellen. Und wehe er lässt Alonso am Samstag gegen Leverkusen auflaufen. Ich verliere noch nicht den Glauben daran, dass so ein Trainer diese Dinge nicht auch erkennt und endlich einmal HANDELT! Im nächsten Sommer heißt es dann wirklich den Kader um 2-3 Spieler, besonders Sturm-Backup, aufzustocken und Außen von Weltklasseformat zu verpflichten. Mitunter auch einen richtigen Zehner und das alte Eisen doch so langsam in den Wind zu schießen und sich von, tut mir Leid, dass ich das so sagen muss, nutzlosen Ikonen wie Badstuber zu verabschieden.

    Harte Worte, aber so ist meine Sicht auf die aktuellen Dinge.

    1. Tschemp

      Rummenigge hat Boateng und seinen Lebenswandel hin zum GQ-JayZ-Lagerfeld für Arme bei Sky hart kritisiert.

      Der Baum brennt!

      1. Revolet

        Haha, ja habe iwie den Eindruck seitdem unser Jerome seine Brillenkollektion auf den Markt geworfen hat, scheint sein Business wo anders abzulaufen.

      2. BayernExpat

        Da wuerde ich gerne wissen was Rummenigge genau gesagt hat.

      3. Pat

        Ja, das fand ich auch erstaunlich, aber sehr gut. Die Art wie er es sagte war ganz ruhig aber sehr bestimmt. Es brodelt…

      4. Marco05

        “Es wäre…im Sinne von ihm und dem ganzen Club, wenn er bisschen mal wieder ‘back to earth’ runterkommt”.

        War überfällig. Spieler, die sich viel mit Dingen außerhalb des Platzes beschäftigen bringen selten entsprechend gute Leistungen auf dem Platz…

      5. Pat

        Wie Alaba mit seinem Instagram-Fimmel….der soll auch mal weniger Fotos schießen

    2. Ju

      Ich finde es ehrlich gesagt sehr schwach, dass von Rummenigge ein solcher Nebenschauplatz bezüglich eines Spielers aufgemacht wird, der verletzt ausgewechselt wurde. Das ist die gleiche Kerbe wie nach dem Köln Spiel, nur persönlich noch schwächer.

      Ich habe keine Ahnung, was der Boateng in seiner Freizeit so anstellt. Falls es tatsächlich eine unternehmerische Tätigkeit ist, finde ich es sogar gut, wenn sich Profi Sportler noch mit etwas anderem für den Kopf beschäftigen. Jedenfalls ist das Hauptproblem von Boateng die verfehlte Personalpolitik in der Innenverteidigung, da brauch der Rummenigge nicht von sich ablenken.

      1. Naja – ich habe KHR im letzten halben Jahr nur sehr selten recht gegeben, aber hier in Bezug auf Boateng sehrwohl!

        Boateng ist nach einer – verletzungsbedingt – allenfalls durchwachsenen Saison Deutschlands Fußballer des Jahres geworden – und diese Wahl war (fand ich absolut ok!) viel eher politisch als sportlich motiviert!

        Dadurch hat er sich in seinen “Führungsansprüchen” und einigen Dingen außerhalb des Sports immer mehr bemüßigt gesehen, überall seine Meinung kund zu tun. Den Fokus auf seinen eigentlichen Job, nämlich das Fußballspielen, hat er dabei immer mehr verloren … Konsequenz: mäßige bis katastrophale (Hoffenheim, Rostov, auch schon Pokal gegen FCA) Leistungen auf dem Fußballplatz.
        Erstaunlicherweise hat er aber weiter das Kollektiv kritisiert, anstelle dass er sich selbst einmal an die Nase gefasst hätte. Er wirkte zuletzt langsam, pomadig, lustlos.
        Kann durchaus sein, dass er unfit ist – dann muss er das aber auch kund tun. Kann doch nicht sein, dass Lahm, Kimmich, Alaba dauernd durchrotieren und Boateng so häufig spielt / spielen muss.
        Für mich war er gestern auch an den ersten beiden Gegentoren haupt- bzw. alleinschuldig – im Beitrag ist er mir zu gut weggekommen, denn nicht Costa, sondern Boateng hat das 1:1 mit seiner Schlafmützigkeit vor allem verursacht.
        Alle sprechen aktuell von der schlimmen (mentalen) Krise von Thomas Müller – die von Boateng ist mindestens – trotz D´s Fußballer des Jahres – genauso gravierend.

        Und: Ich mag und schätze beide sehr – und hoffe, dass beide baldmöglichst wieder zu alter Stärke zurück finden. Einer wie Boateng braucht auch mal einen Tritt in den Hintern. Er erinnert mich sehr an Sammy Kuffour – zwischen Kreis- und Weltklasse liegt manchmal nur ein bisschen mehr Konzentration!

      2. Jo

        Das sind doch die üblichen Mechanismen, dass in einer solchen Situation Fragen wie Moral und Einstellung hochgekocht werden. Du kannst 5 Jahre mehr oder weniger lustige Bildchen machen, jedes Spiel gewinnen und kein Schwein stört sich daran. Solltest du dummerweise dann mal verlieren weiß jeder dass es nur daran gelegen haben kann.

        Ich finde es viel interessanter warum Boateng überhaupt gespielt hat. Ich glaube der hat in 2016 an noch keinem einzigen Tag einen hinreichenden Fitnesszustand gehabt. Dass bei ihm irgendwas nicht stimmt hat man ja schon vor seiner Auswechslung gesehen.

        Dieses Bewegungsmuster kenne ich zu gut, wenn ich mal “Rücken” habe. Du kontrollierst bewusst/unbewusst jede einzelne Bewegung, reduzierst immer 10%, meidest die große Belastung, weil du das Gefühl hast, dass da sonst was reißt o.ä.
        Ein fitter Boateng hätte z.B. den Pass von Costa der zum 1:1 führte vermutlich weggegrätscht. So sah das nach typischem Meideverhalten aus.

        Und warum spielt er jetzt? Weil tatsächlich die IV wegen des körperlichen Zustands fast aller Protagonisten vielleicht unsere größte Baustelle ist. Vor allem Martinez und Boateng zahlen dafür derzeit den Preis und im weiteren natürlich die ganze Mannschaft.

        Einen neuen IV zur Winterpause? Herzlich gerne. Aber die alte Regel, dass es im Winter nichts Gescheites gibt, wird schwer zu durchbrechen sein.

      3. Marco05

        Kann Peter da nur zustimmen. Man muss auch nur mal seinen Twitter/Instagram-Account verfolgen, was da alles für Nebenkriegsschauplätze existieren.

        Nur ein Beispiel: Am Dienstag Abend, 21 Stunden vor Anpfiff in Rostov postet er irgendwas wegen der neuen Klamotten-Kollektion von Dennis Schröder. Nicht schlimm, klar. Aber für mich (womöglich nicht für jeden), ein Indikator, wo er überall mit seinen Gedanken ist. Vom 14.11. gibts einen Post von irgendeiner Modegala in Berlin, Boa mit Fliege, einen Link zum GQ-Magazin mit Boa auf dem Cover. Dann wieder Tweets zum Sponsor JBL, Basketballschuhe undundund. Für mich alles irgendein – sorry – Scheißdreck, der mich als FCB-Fan erstmal weniger als null tangiert.

        Von daher ist bei KHR jetzt auch mal die Ader geplatzt. Er hatte wohl schon ordentlich Druck drauf und es musste mal raus. Ich kanns verstehen. Der FC Bayern ist nunmal der Arbeitgeber und auch wenn das alles legitimiert und genehmigt ist, trägt es wirklich zur Leistung bei? Ich meine nein.

      4. Ju

        @Peter, Marco

        Ihr mögt schon recht haben, darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. Es ist mir wie gesagt auch egal was der so treibt.
        Mich stört das Vorgehen, weil:
        1. Der kritisierte Spieler verletzt und es durchaus im Bereich des Möglichen war, dass er über Wochen oder Monate auf diese Kritik nicht durch sportliche Leistung hätte reagieren können.
        2. Boateng (und Martinez und Badstuber) unter der Personalpolitik in Verantwortung von Herrn Rummenigge leiden und sich deshalb körperlich nicht in die Lage versetzen können, bestmögliche Leistungen abzurufen. Was nützt es denn, wenn Boateng seinen Twitteraccount löscht und Sponsorenverträge kündigt, aber trotzdem mangels gesunder Alternativen keine Zeit für das nötige Aufbautraining bleibt?
        3. Kann man sowas mit einem wichtigen Angestellten, der in der Öffentlichkeit steht, persönlich klären.

        Boateng müsste doch, wenn wir ganz ehrlich sind, mal ein halbes Jahr im Naherholungsgebiet ausgewildert werden. Martinez geht es ähnlich und Badstuber sowieso. Aber Hauptsache, Rummenigge beschäftigt sich öffentlich mit sowas.

      5. Beobachter

        Wenn er in der Weltgeschichte rumfährt, dann ist das sicher ab einem gewissen Punkt diskutabel. Allerdings wäre ich vorsichtig, von den Posts auf xy auf seine Gedankenwelt zu schließen: viele Prominente haben auch Angestellte für so etwas – somit kann es durchaus sein, dass er das gar nicht selbst posted. Und selbst wenn doch, muss das nicht heißen, dass es vom Wesentlichen ablenkt. Unfit/angeschlagen ins Spiel zu gehen, halte ich da für wesentlich problematischer.

      6. Marco05

        Ist ja auch nur meine Meinung, mag sein, dass ich kmplett danebenliege. Aber auffällig ist es schon, dass er im Grunde das ganze Jahr noch nicht leistungsfähig war (aus verschiedenen Gründen) aber seine SM und PR-Aktivitäten exponentiell ansteigen (gefühlsmäßig).

        Und ich bin der Meinung, dass er das selbst postet, da seine Posts nicht “glatt” genug sind als dass ich sie in seiner PR-Abteilung verorten würde (wenn er sie hat). Es sind auch gerne Selfies dabei, oft auch mit Kollege Alaba (dessen Entwicklung nochmal ein eigenes Thema ist…).

        Aber wie gesagt, alles schön und gut, nur in dem Moment in dem die Leistung nicht (mehr) stimmt, macht man sich damit halt angreifbar, in meinen Augen zurecht.

        Mit der Personalpolitik kann man das so sehen. Ich hätte allerdings den Kauf eines fünften IVs (inkl. Martinez) nicht begrüßen können es sei denn man hätte Badstuber direkt als Standby-Profi deklariert. Aber so ist man – ob sinnig oder nicht – von einer vollständigen Einsetzbarkeit ausgegangen. Dass er allerdings Ende November immernoch nicht auf Stand ist, war wohl nicht absehbar, wenngleich es zu befürchten stand. Je nach Entwicklung in dieser Serie wird man im Sommer wohl auch was tun (Süle, Tah…)

      7. Beobachter

        Von einer VV für Badstuber war bislang auch nichts zu hören oder? Gut, das wird oft Ende des Jahres oder in der Winterpause geregelt. Wenn die VV nicht kommt, muss auf jeden Fall ein neuer IV her

      8. @ JU

        Bei der ungenügenden Personalpolitik des FCB (allen voran KHR) in der Sommertransferperiode sind wir wieder absolut beisammen.

        Ich persönlich hätte Götze und Benatia nicht “vom Hof gejagt” – das passierte auf eine üble Art und Weise. Ich sage mal, dass dies mit Matthias Sammer nicht passiert wäre, den ich auch von der ersten Sekunde an vermisst habe. Der hat einen super Job gemacht, auch wenn das viele lange nicht sehen wollten. Wie früher Uli H. hat Sammer antizyklisch reagiert: Mahnend, wenn alle zu sehr gepudert worden sind, beruhigend, wenn es turbulent wurde …

        In den Medien hat man nur gelesen, dass zuletzt ausschließlich Reschke für die Transfers zuständig war – glaube ich zum einen nicht. Und zum anderen: dann hat Reschke im Sommer 2016 einen schlechten Job gemacht. Die Abgänge von Götze und Benatia hätten kompensiert werden müssen – und zwar in Anbetracht der Ereignisse der letzten Jahre und der Gewissheit, dass man einige sehr verletzungsanfällige Spieler hat und zudem Spieler, die schon über ihren Zenit hinaus sind … zieht man die alle ab, dann ist es ein winziger Kader, wahrscheinlich der mit Abstand kleinste in der BL….

        Müller bräuchte eine mentale Pause, Boateng ebenso. Alonso sollte wesentlich weniger spielen müssen, dann wäre er wohl auch wertvoller … Dagegen würde ich Kimmich, Alaba und selbst Lahm mehr Einsatzzeiten geben … ok, jetzt sind wir wieder beim Trainer …

        Es stimmt aktuell vieles nicht im Vereinsgefüge – wie konnte dies derart schnell passieren?
        Für mich schon auch aus Überheblichkeit – und jetzt meine ich wieder den Kalle!!!

        Abschließend zu Boa: Nach seiner Wahl zum Fußballer des Jahres hat er sich schon ein bisschen wie ein “Fußballgott” gefühlt – und damit ist er für mich auch mental überfordert. Der gute Jerome ist für mich – mit seiner lethargischen Art – kein prädestinierter Führungsspieler – da überschätzt er sich selbst und da ist er den Medien während der EM auch auf den Leim gegangen.

      9. BSG

        oh man, auf jeden Fall ist immer noch Badstuber zu nennen. Das tat mir alles sehr leid und sehr weh. Er ist soooo weit weg von irgendeiner Wettkampfreife. Er ist SUPER langsam, er ist noch unwendiger als je zuvor. Das ist leider nicht mal BL-Niveau #nohate

        also ja, die IV ist tatsächlich wieder mal ein Planungsposten

  13. Jo

    Puh, so langsam wird’s ja peinlich. Diese Saison riecht so verdammt nach 2010/2011.
    Da gibt man gegen diese Mannschaft doch glatt die Führung weg. Und womit? Mit Recht. Wenn ich mir Chancen und aussichtsreiche Situationen betrachte ist der Sieg von Rostow absolut verdient. Lustigerweise hatten wir heute sogar ne richtig gute Chancenverwertung. Weil viel mehr war da nicht. Im Hinblick auf die Spiele bis zur Winterpause überfällt mich da leichtes Grausen.
    Da mich die gefühlte Konteranfälligkeit in den letzten Jahren wahlweise amüsiert oder geärgert hat, noch mal zum Exempel: DAS ist Konteranfälligkeit.
    Und noch ein “Funfact”: Ist jetzt Alonso der große Gewinner? Auf dem wurde in den letzten Wochen ja alles Elend der Welt abgeladen. Und spielt er nicht, wow, dann sieht es gleich noch mal viel schlimmer aus.

    1. Ju

      Zum Funfact: mangels russischem Pressing hätte gestern auch Alonso spielen können, eventuell nicht mal schlecht.
      Weiss der Himmel warum der gegen hoffenheim und Dortmund spielt, aber gegen Rostow nicht. Aber was mache ich schon wieder. Hatte mir eigentlich vorgenommen, da nichts mehr zu zu sagen, denn es nervt nur noch. Naja, ab jetzt.

  14. Beobachter

    Ich sage es mal so: wenn die These stimmt, dass wir diesmal nicht eine Bomben Hinrunde spielen und dann abbauen, dann dürfte die Rückrunde ziemlich bombastisch werden. Aber so was von…

  15. Osrig

    So schauts aus! Die Krise wächst sich immer mehr aus! Und bis zur Winterpause abwarten? Wenn Anc die Spieler nicht überzeugen kann? Wenn die nächsten Spiele auch nicht gewonnen werden? Dann muss gehandelt werden. Und wenn sich Heiko Vogel vorübergehend auf die Trainerbank setzt, oder – mir noch lieber – Hermann Gerland zeigt, dass er bei Pep gut aufgepasst hat. Weitermachen wie bisher und auf das Wunder der Rückrunde hoffen, oder gar schon auf die nächste Saison bauen, weil dann alles besser wird unter Carlo? Nein, dann ist Zuviel kaputt gegangen, zu viel vom Nimbus der Unbezwingbarkeit verloren gegangen. Soweit darf es nicht kommen. Carlo muss JETZT liefern!

    1. JerseyBayer

      Mal ehrlich, hast du das auch alles über Jupp Heynckes ende Mai 2102 behauptet? Damals wurde man ja von Dortmund sowohl in der Liga wie im Pokal gedemütigt, und brachte danach das Kunststück fertig das Championsleague Endspiel im eigenen Stadion zu vergeigen. Was in der Saison danach passiert ist dürfte uns allen noch in bester Erinnerung sein. Gibt dem Carlo Zeit.

  16. Steven Comtesse

    Servus.
    Also ich bin der Meinung, dass Sie garnicht wissen , was der Trainer überhaupt will. Vielleicht weiss er das selbst nicht so genau.
    Die Mannschaft müsste so langsam aber mal funktionieren.
    Ich weiss nicht, bei Amtsantritt spricht Ancelotti von 2 Sturmspitzen. Wer solls denn spielen?
    Ein zweiter Stürmer auf Topniveau muss her.
    Mir persönlich würde ja Lukaku gefallen.
    Er darf auch nachnominiert werden für die CL.

  17. Daniel

    Abwarten und demnächst nen Glühwein trinken.
    Haken wir mal die Hinrunde ab. Neuer Trainer, für einige Spieler eine EM in den Beinen und im Kopf… Ganz ehrlich? Einen ähnlich dominanter Auftritt wie die letzten Jahre wäre sich wünschenswert, derzeit aber eher Träumerei.
    Ich hoffe Trainer und Mannschaft schaffen es, bis zum Start der Rückrunde sich zu einem homogenen Gefüge zusammenzufinden. Die Qualität ist doch da.
    Es war mir aber auch bewusst, dass wir zumindest zu Beginn das ein oder andere Mal Pep vermissen würden…

  18. Stefan

    Tja man muss sich nicht wundern, in dem Friede Freue Eierkuchen Paradies Fc. Bayern. Es fehlt einfach an ehrlicher Meinung untereinander und an Kritik wenn sie angebracht ist (Hätte sofort nach Ingolstadt passieren müssen und zwar MASSIV)

    Aber gegen Ingolstadt um die Niederlage betteln, dann doch 2 : 0 Gewinnen und alle klopfen sich auf die Schulter, das ist halt Gift wenn du einen Kumpel als Trainer hast und niemand da ist der mal den Nagel auf den Kopf trifft, auch wenns weh tut. Dann 2 Wochen später schenkt der Zoller in der Nachspielzeit uns auch noch einen Punkt und wieder ist keiner da der das moniert. Na gut unentschieden gegen Köln, die haben einen Lauf bla bla bla.

    Diese Leute die man dafür bräuchte wurden ja aussortiert auch wenn Sie freiwillig gegangen sind . Diesem Verein fehlt Mathias Sammer an allen Ecken und Enden, auch wenn die Ultras das nicht gerne hören (Ossi Vorwurf) ist mir das völlig wurscht, ich WILL ERFOLG. Aber wenn man mit unserem zukünftigen Präsidenten darüber “streitet” ob man über das Triple intern diskutiert oder nicht, muss man halt seinen Hut nehmen. Wobei ich da aber auf Sammer´s Seite stehe weil der ist nun mal näher dran gewesen an der Mannschaft mit einem Büro an der Säbener, Straße während der anderein Landsberg gesiebte Luft atmetet!!!!

    Und Hr. Boateng kann gerne mit der Kanzlerin frühstücken überhaupt kein Problem ist ne nette Frau, alles gut, nur vielleicht sollten sie das Frühstück auf Samstag Nachmittag 15:30 zum Brunch umfunktionieren, dann bräuchte ich mir so ne Scheiße von Ihm jedenfalls nicht mehr anschauen!!!!

    Noch was wo der Trainer nicht eingreift, weil wir sind ja alles Kumpel treffen uns zum Pizza Pasta Tag Dienstags beim Italiener und in MÜnchen sind alle so lieb zu mir.?????

    Und Hr. Hummels geht vor dem Spiel ja auch lieber zu seinen alten Kollegen um mal Hallo zu sagen???? Warum zum Geier nicht nach dem Spiel? Da gebe ich Lothar vollkommen recht, wie willst du da noch Agressivität aufbauen?

    Und jedem der das anders sieht sei mal Boris Becker an Herz gelegt, der in seinem Buch beschreibt warum er gegen Stich damals verloren hat. Er spricht davon das er in der Kabine saß sich puschte etc. und dann kam Stich rein locker flockig, umarmte Ihn, gratulierte Ihm zum HF SIeg und die ganze Anspannung war raus, Becker sah kein Land mehr … Das zum Thema

  19. Jonez

    Die Trainerdiskussion ist doch albern! Gegen die Bienen kann man auch mal verlieren und in der CL waren wir eh schon weiter. Grottenspiele wenn es um nichts mehr geht, hatten wir auch unter Pep. Glaubt ihr CA hatte in seiner Karriere bisher nur Glück und kann eigentlich garnichts?
    Das einige Spieler ihr Niveau aktuell nicht erreichen würd’ ich nicht zuerst dem Trainer vorwerfen, da hat KHR schon Recht. Wenn er Zeit und Rückendeckung bekommt bringt Carlo das Team in der Liga unter die ersten 3, im Pokal nach Berlin und in der Cl braucht man ob als Gruppensieger bzw. -zweiter einfach auch eine Portion Glück. Vielleicht haben wir das ja im Frühjahr. Who knows.

    1. Die Trainerdiskussion ist doch albern!

      Das ist sie wirklich. Osrig dreht fast durch in seinen Zeilen oben. Bitte kurz durchatmen und ruhig bleiben und Team und Trainer an der Fehleranalyse und -behebung arbeiten lassen.

      Carlo Ancelotti braucht eine Winterpause, in der er langfristig arbeiten und seine Spielidee jedem vermitteln kann.

      Es ist hysterisch, nach 2 Niederlagen sofort den Trainer in Frage zu stellen.

      1. Tipic

        Die Winterpause sollte man auch nicht überschätzen. Die besteht im Wesentlichen aus einer Woche Trainingslager in Dubai, dem Telekom-Cup in Düseeldorf sowie einem Testspiel in Freiburg. Also mehr Reisestress als in Ruhe Grundlagentraining in München.
        Und was die Spielidee betrifft: Da nach fast fünf Monaten Ancelotti noch keine zu erkennen ist, zweifle ich langsam daran, ob es überhaupt eine gibt.

      2. Beobachter

        Sehe ich auch so. Wunderdinge wird es in der WP nicht geben.

      3. Osrig

        So, eine Trainerdiskussion ist also albern? Wenn nicht jetzt, wann dann?? Wir haben jetzt wettbewerbsübergreifend 3 Spiele unentschieden gespielt und 3 Spiele verloren, bei insgesamt 18 Pflichtspielen. In der BL haben wir unter dem Strich bereits 9 Punkte liegen lassen. Wann hat es das zuletzt gegeben?
        Die Anzahl der Spiele, in denen wir überzeugend aufgetreten sind, kann man an einer Hand abzählen, und kommt dabei sicher nicht auf 5! Schlimmer noch, die kaum erkennbare Entwicklung, das starre Festhalten am System und die wenig bis gar nicht erfolgende Einflussnahme von Außen auf das Spielgeschehen lässt doch nicht erwarten, dass sich in absehbarer Zeit etwas ändert!

        Nun kann man sagen, wir haben eben auch 12 von 18 Spielen gewonnen, alles gut! In der Rückrunde läuft es besser, dann reißen wir alles raus! Wie denn, frage ich mich, wenn die Grundlage dafür nicht gegeben ist. Spieler, die in den Jahren zuvor noch auf höchstem Niveau agiert haben, können sicherlich schwächeln, aber nicht plötzlich alles verlernen. Zu diesem Zeitpunkt der Saison Verletzungen und fehlende Fitness als Ursache darf auch nicht sein!
        Ich möchte Ancelotti – zu seiner Zeit einer der weltbesten Mittelfeldspieler, und später als Trainer bekannter Maßen in allen Wettbewerben erfolgreich – nicht absprechen, über eine hohe fußballerische Kompetenz zu verfügen. Aber wie ich es auch drehe und wende, es fällt alles auf Ancelotti zurück, der ganz offensichtlich die Spieler nicht mit seiner Idee vom Fußballspielen erreicht. Hier liegt m.E. sein Fehler: Sich zu sehr auf seine doch deutlich andere Philosophie zu verlassen, und damit Bewährtes und Erfolgreiches viel zu schnell über Bord zu werfen, anstatt in kleinen Schritten Änderungen in seinem Sinne vorzunehmen. Mit dieser Hauruck-Methode kann er die Spieler nicht begeistern, nicht mitnehmen, vielleich auch nicht vermitteln, worauf es ihm ankommt. Das Ergebnis sehen wir jetzt, und wenn Spieler und Trainer nicht gemeinsam in eine Richtung arbeiten, wird sich auch nichts bessern.
        Verantwortlich dafür ist der Trainer – und dann muss es Diskussionen geben! Alles andere ist in meinen Augen Schönfärberei und Wegsehen! Das hilft erst recht nicht weiter!
        Wenn das Spiel gegen Leverkusen – ein Heimspiel – wieder nicht gewonnen wird, vielleicht sogar verloren geht, hat Carlo seinen Kredit verspielt. Zumal man dann gegen alle bisher bespielten Topteams nicht gewonnen hat.
        Wer dann kommt, ist eine andere Frage – Ein Konzepttrainer, ein Laptop-Trainer, kann es gern sein, auf jeden Fall einer, der den unter Van Gaal, Jupp und Pep eingeschlagenen Weg wieder aufnimmt und nicht gegen eine etablierte Vereinsphilosophie gegenanarbeitet.

  20. We are not amused, Mr. Ancelotti!

    Ganz ehrlich hatte ich nach der bitteren BL-Niederlage in Dortmund auf eine positive Trotzreaktion gehofft.

    Die Vorzeichen in Rostov waren nach den Ausfällen von Neuer, Martinez, Robben, Vidal und Coman natürlich von vorneherein nicht die allerbesten.

    Dass dann aber Carlo Ancelotti auch noch auf Kimmich, Hummels und Alaba verzichtet – und stattdessen mit einer Abwehr mit Ulreich, Rafinha, Badstuber (Startelfdebüt seit gefühlten Ewigkeiten!), einem sichtlich indisponierten und unfitten Boateng und einem defensiv schwachen Bernat beginnt, ist aus meiner Sicht fahrlässig und unverständlich.

    Eine erstaunlicherweise komplett verunsicherte Mannschaft (bislang gab es dafür noch keine wirklichen Gründe), bei der aktuell kein einziger(!) Spieler Bestform hat, sollte durch Erfolgserlebnisse wieder zurück in die richtige – mentale – Spur gebracht werden.

    Ancelottis abenteuerliche Aufstellung hat aber mit dazu beigetragen, dass genau das Gegenteil eingetreten ist. Nun brennt der (Vor-)Weihnachtsbaum, eine Krise kann nicht mehr geleugnet werden und auch in mir kommen erhebliche Zweifel am italienischen Coach auf – das hätte ich mir vor einem Monat nicht in Ansätzen vorstellen können.

    Weitere negative Folge dieser größten Bayern-Blamage nach Bate Borissow 2012 – ok danach holte man den Henkelpott, aber auch dennoch noch den Vorrunden-Gruppensieg vor Valencia: Das letzte Gruppenspiel gegen Atletico am 6.12. geht nur noch um die Goldene Ananas – der Gruppensieg wurde bereits gestern gegen biederste Südrussen fahrlässig verschenkt.

    1. Marco05

      Ja die Aufstellung darf man in Frage stellen, das sehe ich auch so. Vor allem das Rätsel um Boateng gilt es schleunigst zu lösen bzw. ihn halt einfach fit werden zu lassen. Wie schon geschrieben verstehe ich auch nicht, wenn man vor hat Müller zB draußen zu lassen, dann lass ich ihn halt mal ganz daheim. Alonso wurde auch schon angesprochen – hätte gestern nicht schlechter ausgesehen. Alles Fragen, die man stellen darf.

      Ich sehe es aber nicht so, dass die Mannschaft nicht wollte. Wenn dann höchstens unterbewusst. Der Wille war da und wenn Lahm die Führung köpft… (wenn, wenn, wenn…schon klar). Dazu kommt halt dass die Russen wieder mal 3 Geschenke von uns annehmen. Auch das Foul vorm 3:2 war vollkommen unnötig. Wie die Mauer sich da verhält ist aber eine andere Frage.

      Dennoch, – Gebetsmühle at its best – Ancelotti konnte jetzt seit 3 Wochen am Stück fast nicht mit der Mannschaft arbeiten. In einer Zeit in der das Selbstverständnis und die Automatismen fehlen ist das halt tödlich. In so einer Phase dann 2 Auswärtsspiele, noch dazu eines in Russland, alles suboptimal zur Zeit.

      Ich für meinen Teil hoffe einfach, dass die Kiste am Samstag irgendwie gewonnen wird, dass wenigstens ein bisschen Ruhe einkehrt. Am besten trifft auch noch Müller (und Lewy) und dann kann man das Ding gegen Atleti ohne Druck sauber über die Bühne spielen. Allerdings müssen wir dann schonwieder Freitag Abend nach Mainz…herrje. Das bedeutet nach der NM-Pause 3/4 Spiele auswärts, alles Flutlicht, Wellness am Samstag Nachmittag im heimischen AA-Wohnzimmer sieht anders aus.

      1. Selbst bei absoluten Weltklassemannschaften können 2 Niederlagen in Folge passieren, zumal auswärts in unterschiedlichen Wettbewerben.

        Die gestrige Niederlage war aber von Anfang (Aufstellung) bis Ende (massenhafte Konzentrationsfehler vor allem hinten, aber auch vorne) auf fahrlässigste Art und Weise selbstverschuldet.

        Und Trainer wie Spieler sind in dieser Saison absolute “Wiederholungstäter”:

        2:2 in Frankfurt: Da hatte man das Spiel nach dem 2:1 absolut im Sack, spielt dann sogar in Überzahl und kassiert den Ausgleich (wenn auch aus Abseitsposition).

        Heimspiel gegen Hoffenheim: Das letzte Spiel vor einer 2-wöchigen Länderspielpause. Hoffenheim aktuell eine deutsche Spitzenmannschaft. Was macht Carlo? “Brutalo-Rotation”!! Ohne Not! Die ganze Kurve in der AA hat kollektiv darüber den Kopf geschüttelt … So war es auch nicht verwunderlich, dass es am Anfang im Bayernspiel eine Masse an Missverständnissen gab.

        Und gestern: Ulreich – Rafinha – Badstuber – Boateng – Bernat …. diese Zusammensetzung geht aktuell einfach gar nicht! Ich bin mir sicher, dass Neuer – Lahm – Badstuber/Boateng – Hummels – Alaba maximal ein Gegentor bekommen hätten!

        Zu deiner Beruhigung: bis zur Winterpause sind es noch 4 Heimspiele und nur noch 2 Auswärtsspiele ;-)

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