Niko Kovac wird neuer Bayern-Trainer

Die monatelange Ungewissheit hat ein Ende: Niko Kovac wird zur neuen Saison Trainer des FC Bayern München und erhält einen Vertrag über drei Jahre. Eine kurze Einordnung einer jetzt schon vieldiskutierten Trainerentscheidung.

Hasan Salihamidzic und Niko Kovac lagen sich in den Armen und streckten die Hände zum Himmel. Soeben hatten sie mit dem FC Bayern Real Madrid im Viertelfinale der Champions League mit 2:1 besiegt, beide waren im Lauf der zweiten Halbzeit aufs Feld gekommen. Oben in den Rängen des Olympiastadions erhoben sich Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge von ihren grünen Schalensitzen und spendeten, mit ihrem typischen zufriedenen und manchmal fast schon schelmischen Lächeln im Gesicht, verdienten Applaus.

Es ist durchaus möglich, dass sich diese Szene vom 02. April 2002 in einem guten Jahr wiederholt – mit dem Unterschied, dass die Sitze in der Allianz Arena grau sind. Der FC Bayern hat es wieder einmal geschafft, einen Superlativ zu kreieren und der vielleicht familiärste Verein der Welt zu werden.

Mit der Verpflichtung von Niko Kovac als neuem Trainer, als Nachfolger von Jupp Heynckes, haben es die Vereinsbosse innerhalb von nicht ganz zwei Saisons geschafft, externes Know-How durch FCB-Blutsverwandte zu ersetzen. Statt Sammer und Reschke führt heute Brazzo das Day-to-day-Business – macht das aber, wie man aus dem Vereins-Umfeld erfährt, mit viel Herzblut und erstaunlichem Geschick.

Mutigste Entscheidung seit Klinsmann

Auf der Bank wird bald Niko Kovac statt Pep Guardiola oder Carlo Ancelotti Platz nehmen. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist Kovac fast schon die kleinstmöglichste Lösung der Trainerfrage. Es braucht keine zwei Blicke, um zu sehen, was Hoeneß und Rummenigge an dem Kroaten gefällt: Er ist jung, er spricht deutsch, er kennt die Bundesliga, er kommt aus der Familie – und, so hart das klingen mag, er ist zu einhundert Prozent kontrollierbar.

Dennoch macht man einen großen Fehler, wenn man die Kovac-Verpflichtung als Grund für einen Pauschal-Angriff auf die Familienpolitik des FCB hernimmt. Das Führungstrio hat offensichtlich den Mut, einen anderen Weg zu gehen als die Mehrheit der großen europäischen Vereine, bei denen kleine Namen meistens von vorneherein ausgeschlossen werden.

Niko Kovac als Trainer beim FC Bayern ist in vielerlei Hinsicht ein Experiment, möglicherweise das spannendste seit Jürgen Klinsmann im Jahr 2008/09. Damals wie heute hatte man Vertrauen in einen jungen Trainer, der noch nie zuvor unter Dreifachbelastung gearbeitet hatte, der nicht einmal in den Ansätzen den Druck, der auf einen Bayern-Trainer herrscht, kannte. Die Frage ist: wird man damit erneut scheitern?

Keine toxische Stimmung

Vermutlich nicht. Erstaunlich vieles spricht für Kovac, dem die wenigsten den großen Wurf wirklich zutrauen und dessen Arbeit in Frankfurt dennoch die meisten schätzen. Die Eintracht konnte Kovac in das internationale Geschäft führen, er konnte eine Mannschaft mit einem klaren Konzept und viel Potential formen.

Beim FC Bayern wird er qualitativ höheres, aber auch anspruchsvolleres Spielermaterial vorfinden – mit dem er allerdings zurechtkommen wird. Warum? Es ist schwer vorstellbar, dass der langjährige Kapitän und Chef einer wilden kroatischen Nationalmannschaft nicht verstanden hat, wie man ein Team leitet. Die Mannschaft ist durchaus in guten Händen, erst recht, wenn Peter Herrmann tatsächlich weiter als Co-Trainer an Bord bleiben sollte.

Niko Kovac ist allerdings kein Nerd und erst recht kein Laptop-Trainer. Der Wunsch vieler Anhänger – die Rückkehr zu einem überragenden taktischen Konzept a la Guardiola – wird somit nicht in Erfüllung gehen. Wer die Situation beim FC Bayern jedoch genau analysiert, wird wohl oder übel einsehen müssen, dass ein Taktiker in der Konstellation mit Hoeneß an der Spitze nicht gut aufgehoben wäre. Bevor sich in dem Verein von innen heraus eine toxische Stimmung mit weiteren Konflikten entwickelt, ist vielleicht eine „kleine“ Lösung besser.

Der FC Bayern hat in Niko Kovac eine familienorientierte, risikoreiche und in gewisser Weise unpopuläre Wahl getroffen. Ob die Entscheidung von Erfolg gekrönt sein wird ist nicht vorhersagbar. Fest steht: Der FC Bayern der Saison 2018/19 wird ein so starkes Mia-san-Mia-Selbstvertrauen ausstrahlen wie selten zuvor und geht gleichzeitig ein enormes Risiko ein. Der Platz an der Sonne in der Bundesliga ist weiterhin höchstwahrscheinlich, daher ist das Abschneiden in der Champions League umso wichtiger.

Man wird also sehen, ob sich Geschichte wiederholt und Hoeneß-Rummenigge im April 2019 stolz lächelnd auf den Rasen herunterblicken können, wo sich Hasan Salihamidzic und Niko Kovac in den Armen liegen.

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Leserkommentare
  1. Kurt

    Herzlich Willkommen.

    Das passt.

    1. Auch von mir herzlich willkommen.

      Ja, hoffentlich

  2. Jo

    Schön mal keine schrillen Weltuntergangsphantasien zu diesem Thema zu lesen.

    Wenn ich die Kovac-Entscheidung auch weniger in der Tradition von Klinsmann sehe, sondern dabei eher an Namen wie Lattek (1.Periode), Heynckes (1. Periode) und Magath denke.

  3. Bernhard B.

    Ich möchte dass eure Wünsche in Erfüllung gehen.
    Er soll also unsere Mannschaft besser machen! Das ist kaum zu glauben.
    Mein Pessimismus soll bitte scheitern.

  4. Stern des Südens

    Ich schließe mich der herzlichen Begrüßung an.

    P.S.: … jetzt könnten wir ja mal wieder Real im HF putzen

  5. Beobachter

    Willkommen zurück in München.
    Ich wünsche ihm den allerbesten Erfolg.

  6. Thomas

    Gebt Niko Kovac den Kredit, den er verdient! Laßt ihn in Ruhe arbeiten und unkt nicht bereits vorher! Kovac verdient dieselbe Hochachtung wie Van Gaal, Tuchel und Guardiola und es ist unfair, schon vorher abzuwinken und ihm die fachlichen Kenntnisse abzusprechen. Er verdient schon deshalb höchsten Respekt, weil er sich den FC Bayern München zutraut.

    Der Aufschrei im Sevilla-Artikel hat mir überhaupt nicht gefallen. Diese Vorverurteilung steht unseren Anhängern nicht gut an und sie bedeutet auch Hochmut: Leute wie du und ich haben von Fußball zuwenig Ahnung, um uns ein Urteil über einen Übungsleiter anzumaßen! Seine (kommende) Arbeit können wir eh’ nicht einschätzen, also sollte das Nörgeln unterbleiben.

    Kovac verdient dieselben Vorschußlorbeeren wie Guardiola und Tuchel!

    1. Bayernmöger

      Womit genau verdient er dieselben Vorschußlorbeeren?

      1. Kurt

        Welchen Teil von “lasst uns ihn herzlich willkommen heißen” hast du nicht verstanden Bayern”möger”.

      2. Liza

        Es gibt imho einen ziemlich signifikanten Unterschied zwischen “willkommen heißen” und “Vorschußlorbeeren”.

      3. Thomas

        Wenn ich jemanden in neuer Funktion willkommen heiße und ihm für die neue Aufgabe viel Glück und viel Geschick wünsche, dann sind das immer dieselben Vorschußlorbeeren. Und wenn ich dennoch düstere Zukunftsaussichten äußere, dann negiere ich ausdrücklich die Expertise der Vereinslenker.
        Warum es hier besonders Schlaue geben muß, die von vornherein alles in Frage stellen müssen, zweifle ich an.

        Niko Kovac verdient eine herzliche Begrüßung.

      4. MG

        Die verdient einfach jeder, der ein Amt antritt. Er hat sich ja nicht da reingemogelt.

      5. Bayernmöger

        Deine Manieren lassen arg zu wünschen übrig “Kurt”. Schade.

  7. Bayernmöger

    Da ist sie nun: die kleinstmögliche Lösung. Es bahnte sich irgendwie an und doch habe ich bis zuletzt auf eine größere Lösung gehofft. Ich weiß nicht, seit wann Kenntnisse der Bayern-DNA Voraussetzung für gute Arbeit beim Verein sind. Aber gut. Den Verweis auf Klinsmann finde ich nicht ganz treffend – der war immerhin erfolgreicher Nationaltrainer. Mich erinnert das (wie die anderen Älteren unter uns vielleicht auch) eher an ein anderes völlig gescheitertes Modell: Sören Lerby. Das war m.W. das letzte Mal, dass man einen Trainer ohne große Titel/Erfolge aber mit Bayern-DNA engagiert hat. Ich bin natürlich bereit ihm eine Chance zu geben. Für ihn spricht, dass seine Vereine immer überperformt haben. Das zeigt schon eine gewisse Qualität. Aber sind das auch die richtigen für Bayern? Zweifeln sollte man dürfen. Und was mich ganz persönlich stört: ich bin seit 38 Jahren Bayern-Fan. Ja, sorry, auch weil ich den Glamour liebe – weil ich es liebe, dass dort die besten deutschen Spieler und Trainer sind. Und in den letzten Jahren sogar der Welt. Und jetzt der Trainer des vielleicht Bundesliga-Sechsten oder so? Tut mir leid – das muss ich erst einmal verarbeitetn – als schlechte Nachricht.

    1. Fänger

      Lerby passt aus meiner Sicht nicht, da dieser 0 (Null) Trainererfahrung hatte. Kovac hat zumindest mehrere Jahre in diesem Job gearbeitet.
      Was ich sehr positiv sehe, ist sein Auftreten: sehr kontrolliert, sehr fair (man erinnere sich an das Relegationsspiel gegen den Club). Man wird sich überraschen lasen müssen. Hätte sehr gerne Tuchel gesehen, aber jetzt gebe ich dem Niko erst einmal alles Gute auf dem Weg.

    2. Stiftl

      Klinsmann war erfolgreicher Trainer? Das ist ein Witz, oder? Der Trainer war damals schon Löw, Klinsmann hat nur den Vorturner in der Öffentlichkeit gegeben.

  8. Systemrelevant

    Ich bin gespannt auf die Zeit mit ihm als Trainer. In den Kommentaren zum Sevilla-Spiel wurde es die pragmatische Lösung genannt. Finde ich nicht unbedingt verkehrt, so lange er eben auch in der Lage ist der Mannschaft spielerische Lösungen und Abläufe zu geben. Einen Trainer alleine auf seine taktischen Fähigkeiten zu definieren ist mMn auch nicht der richtige Weg. Dass als Anführer der Mannschaft auch andere Fähigkeiten mehr als wichtig sind haben wir diese Saison eindrucksvoll sehen können. CA der Spielerflüsterer wird von der Mannschaft abgesägt und Jupp gibt mit seiner Art der Mannschaft plötzlich ein ganz anderes Level, Stichwort Ulreich, Coman und Co.
    Dass Jupp Co-Trainer im Verein bleibt ist auch eine schöne Sache, der den doch jungen, aufstrebenden Kovac auch noch viele wichtige Dinge beibringen bzw. ergänzen kann.

    1. Kurt74

      Peter Hermann wird Co-Trainer, nicht Jupp.

      1. Fänger

        Das wär geil, Don Jupp als Co-Trainer zusammen mit Peter und dem Tiger – zusammen knapp 200 Jahre alt…
        :-)

  9. FR7

    Lasst uns Kovac herzlich willkommen heißen. Dass er nun die C-Lösung ist, dafür kann er nichts. Dafür kann allein unsere peinlich auftretende Führung etwas, nicht aber er. Kovac verdient eine faire Chance. Bayerns größte Trainer waren gut darin eine Mannschaft zu einer Einheit zusammenzuschweißen, siehe Hitzfeld und Heynckes. Gerade das ist eine der größten Stärken von Kovac. Gehen wir erst einmal in uns genießen die das Halbfinale gegen Real Madrid, dass bei der gefixten Auslosung gezogen wurde.

    Im Gegensatz zu den meisten anderen hier erkenne ich ganz eindeutig eine Strategie beim FC Bayern. Uli Hoeneß kündigte bereits bei seiner Rückkehr an, dass man diesen Weg gehen wird um ein Gegenpol zu den PSGs und ManCitys dieser Welt darzustellen, so seinen eigenen Weg zu gehen. Nach Brazzo, Müller-Wohlfahrt und Jupp reiht sich nun Kovac in diese Familie ein. Man baut auf Vertrauen, auf die gleichen Gene, die einen zum Erfolg führen soll. Das ist eine klare Strategie. Ob sie die richtige ist oder erfolgsversprechend steht auf einem anderen Papier, dazu lässt sich keine Wertung abgeben. Das wird im Laufe der nächsten drei Jahre sehen.

    1. Pat

      Dann sollten ja in der Konsequenz des “eigenen Weges” junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Mannschaft aufrücken, da bin ich mal gespannt, ob die Führungsetage ihren Prinzipen treu bleibt.
      Versteh mich nicht falsch: natürlich heiße ich ihn herzlich Willkommen und würde mich freuen, wenn es funktioniert. Aber zweifeln darf man doch, oder?

      1. Jo

        Klar darf man zweifeln.
        Aber bei wem hättest du denn nicht gezweifelt und warum?
        Die Trainerposition ist nun mal die am schwierigsten zu besetzende. Da gibt es nie und für niemanden eine Garantie.

      2. Beobachter

        Garantien gibt es selbstverständlich nie, aber es gibt Wahrscheinlichkeiten. Dass Guardiola krachend scheitert war ziemlich unwahrscheinlich, bei Jupp das Gleiche. Ancelotti war aus verschiedenen Gründen schon riskanter und Kovac erst recht. Das hat nix mit Antpathie zu tun oder Fixierung auf großen Namen. Es ist nur manchmal offensichtlich, dass das Risiko des Scheiterns sehr hoch ist. Moyes in Manchester war so ein Beispiel. Zidane auch, ist aber gut gegangen. Kovac ist allemal ein größeres Risiko als alle Trainer der letzten Jahre, m.E. auch ein größeres als Tuchel, aber selbstverständlich kann es auch klappen.

  10. mysputnik

    Vielleicht wird er ja unser Zinedin Zidane und wir gewinnen jetzt die CL 3mal hintereinander ;)

    1. Vobius

      Jawoll – hatte auch schon diesen Gedanken – bei dem ganzen Pessimismus hier muss das doch mal gesagt werden. In erster Linie sind wir doch alle Fans und wünschen dem FCB nur das Beste.

  11. Marco05

    Wenn er Alaba das Flanken beibringt hat er alles erreicht…

    Welcome Back. Vom Feeling her hab ich ein gutes Gefühl. Die Außendarstellung ist jedenfalls sehr angenehm. Er steht für absolute Professionalität wie Heynckes. Ob es wirklich DEN Taktikguru braucht und wer das da hätte sein sollen lasse ich dahingestellt. Das Gerüst der Mannschaft steht, die Philosophie auch, es geht im Wesentlichen um Moderation und Trainingssteuerung. Sehe da keinesfalls so schwarz wie andere. Auf geht’s Niko!

  12. Mogician

    Was hätten die Bayern auch schon machen sollen? sie haben es halt schon vor Wochen oder Monaten verbockt.
    Dafür kann ja Kovac nichts. Im Moment ist er wahrscheinlich das Beste, was uns passieren kann.

  13. Liza

    Laut Frankfurt Rundschau sollen wir uns übrigens noch um Klopp bemüht haben, was den armen Kovac (alles Glück ihm) dann wohl zur D-Lösung (Heynckes, Tuchel, Klopp) machen würde. Ein guter Start für einen starken Trainer, der ggf. mutige Entscheidungen gegen einzelne Spieler und ggf. auch gegen die Vereinsführung durchbringen möchte, sieht wohl anders aus.

  14. Kurt74

    “Mutigste Entscheidung seit Klinsmann”
    Genau dieser Satz macht mir Angst und ich denke speziell die Fans welche Kovac kritisch gegenüberstehen geht es ebenso.
    Es mag auch daran liegen das man bis jetzt bei jedem Bayerntrainer (abgesehen von Grinsi-Klinsi) abschätzen konnte wie gut er mit der Mannschaften arbeiten wird und sich die Erfolge einstellen werden. Bei Kovac fehlt das so ähnlich wie bei Klinsmann den ich immer noch für den größten Fehler halte den der Verein jemals gemacht hat.

    Herzlich Willkommen Kovac und mögen meine Zweifel und Pessimissmus sich als lächerlich und unbegründet herrausstellen.

    1. Kurt

      Und weiter? Was hat uns Klinsmann geschadet? Wären wir in der CL sowas wie in der Bundesliga, hätte man jemand anderen geholt? Man man man, wenn es nicht klappt, kommt halt ein neuer Trainer. Fehler passieren immer mal. Unsere Vereinsführung beweist seit Jahrzehnten, dass sie weniger Fehler macht als andere. Deshalb sind wir dort, wo wir sind. Ein Kovac kann das positiv bestätigen, oder eben nicht. Auch das Gegenteil wird am Gesamtbild nicht rütteln.

      Barca ist bereits am Abschmieren. City und PSG werden über das Träumen nicht hinauskommen. Was man da alles lesen darf…Neymar und Mbappe und bald gehts los uiiii. Wenn Ronaldo weg ist, ist auch Real dran

      Bei Bayern braucht man sich in der Richtung keine Sorgen machen, da steht das Gerüst. Ulreich hat ja gezeigt, dass man am Ende sogar ohne Neuer kann. Das ist die einzige Personalie, bei der ich befürchtet hatte, das Wegbrechen wird uns richtig abfallen lassen.

      1. Kurt74

        Unter Klinsmann sind die Spieler auf dem Platz rumgelaufen wie aufgescheuchte Hühner. Lahm und Co. haben sich vor dem Spiel ohne den Trainer getroffen um überhaupt sowas wie einen Spieltaktik zu einigen.
        Und du fragst ernsthaft wie uns Klinsmann geschadet hat? Man man man..

      2. Kurt

        LANGFRISTIG. Laufen die immer noch rum wie aufgescheuchte Hühner? Ne. Haben wir immer noch ein beschissenes Teamklima wie unter Ancelotti? Ne.

        Wenn Kovac nichts wird, dann machts halt ein anderer. Dann wird zwar diesmal kein Heynckes als Feuerwehrmann in die Bresche springen, aber ein anderer schon.

        Das Rad dreht sich weiter.

    2. Fänger

      Bei Klinsi konnte man sehen, wie wichtig die Wahl des Co-Trainers ist. Nicht umsonst hat Jupp auf Peter Herrmann bestanden. Glaube, der Co von damals kannte die Liga so gut wie gar nicht. Pep hat mal gesagt, wie wichtig der Tiger war, weil der ihm die Besonderheiten und Geschichten der einzelnen Clubs vermitteln konnte. Klinsmann hätte ein Mastermind wie Löw im Rücken gebraucht, dann – vielleicht – hätte es was werden können.

      1. Kurt74

        Klinsmann mag ein Supermotivator sein aber von Taktik hat er wenig Ahnung. Konnte man doch bei den Auftritten des FCB sehen. Das war unglaublich bis peinlich wie die Spieler planlos über den Platz gerannt sind. Besser wäre es gewesen den wahren Mastermind der Nationalmannschaft, nämlich Löw zu holen.

      2. Beobachter

        Aber Taktik wird ja bekanntlich überschätzt.

  15. Kai

    @FR7: Dann hoffe ich, dass Philipp Lahm der nächste (Baustein in der Strategie) sein wird!

    1. FR7

      Darauf kannst du Gift nehmen, ist nur eine Frage der Zeit. Könnte mir vorstellen, dass er direkt neben Rummenigge arbeitet und als eine Art Azubi ein paar Jahre zuschaut und lernt und dann fließend übernimmt wenn Rummenigge in Rente geht. Ist so sicher wie das Amen in der Kirche meiner Meinung nach.

    2. Usedomspotter

      Solange UH im Verein rumwurstelt, wird Lahm nicht kommen. Dafür ist er zu klug.

      1. Marlene Dietrich

        Amen.

  16. derdolfe

    Sehr guter Kommentar, und Zustimmung. Einziges Fragezeichen für mich: Dreijahresvertrag ist recht gewagt, denk ich.

    1. Vobius

      Ist auf der anderen Seite aber auch ein Zeichen des Vertrauens an ihn. Er hat jetzt sicher auch nicht das Gehalt eines Guardiola oder Ancelotti. Sollte es gut laufen die nächsten 2 Jahre wird sicher was drauf gepackt.

  17. Kurt

    Sehr geil. Bobic hat von nix gewusst und war richtig angepisst auf der PK.

    Wenigstens ist man jetzt wieder mal der Buhmann für die Liga, auch wenn der Trainer selbst (in den Augen der meisten hier) keine A-Lösung ist.

    Darauf kommt es doch am Ende auch an. Mia san mia und alle hassen uns <3

    1. Andi

      Toller Kommentar, echt armselig!!!!

    2. Olorin

      “Sehr geil. Bobic hat von nix gewusst und war richtig angepisst auf der PK.”

      Ok. Was daran so geil ist versteh ich auch nicht. Jeder ist sich selbst am nächsten und natürlich kann Bayern keine Rücksicht auf Eintracht Frankfurt nehmen, wenn es darum geht den (ihrer Meinung nach) besten Trainer zu finden. Warum man dann aber auch noch Häme ausgießen muss versteh ich nicht, die Eintracht hat uns doch nie was getan. Wenn es hier um 1860 gehen würde, ok. Aber was ist so geil daran, jetzt Frankfurt einen ausgewischt zu haben? Die sind ein Traditionsverein, der mit seinen Mitteln darum kämpft, gegen reichere Mitbewerber zu bestehen. Könnte uns aus der CL bekannt vorkommen. Frag dich mal, ob du das auch “sehr geil” fändest, wenn Real Madrid heute bekannt gegeben hätte, dass sie eine Ausstiegsklausel bei Lewandowski ziehen. Ohne bei uns jemanden zu informieren.

      Mir tut es leid für Frankfurt. Und das sag ich ohne irgendwelche Beziehungen zum Verein oder zur Stadt zu haben. Nächste Saison Dreifachbelastung und (mindestens) das Trainerteam und Hradecky sind weg. Da wird wohl schon der Klassenerhalt ein Erfolg sein. Das ist auch ein Grund, dass der Fußball so vorhersehbar geworden ist. Kaum steckt mal einer leicht den Kopf aus dem Durchschnittsbreit kommen die großen Fische und beißen den Kopf ab. Ob nun in Monaco, Hoffenheim oder Frankfurt. Eine Geschichte wie die unseres eigenen Vereins, der von Eigengewächsen aus der zweiten Liga zum Europapokalsieger gemacht wurde, wird da natürlich undenkbar. Wir stehen zum Glück auf der richtigen Seite, trotzdem kann ich diese Entwicklung nicht gut finden.

      1. Kurt

        Natürlich tut es einem für Frankfurt leid. Wenn man sich dann aber anhört, wie auch dort über den FC Bayern gesprochen wird, stellt sich das auch schnell wieder ein.

  18. Katsche

    Dass es offenkundig mehr braucht, als taktisches Verständnis, um als Trainer in der europäischen Spitze Erfolg zu haben, konnten wir diese Woche ja gerade wieder einmal sehen, zumindest die meisten.
    Inwiefern diese Erkenntnis nun Rückschlüsse auf die Entscheidungsfindung der Vereinsführung zulässt, mag jeder für sich selbst sehen, hier nun aber Niko Kovac sofort als “C” oder ” D” Lösung zu propagieren, setzt mal wieder immenses Insiderwissen voraus, was ja nur als gleichberechtigter Gesprächspartner von UH und KHR möglich ist.

    Die Annahme, dass einzig tatktisches Verständnis oder taktische Innovation einen Trainer definiert, ist sicher stark einschränkend und verzerrend. Denn trotz all der Meckerei in Richtung der sportlichen Leitung über falsche Entscheidungen (ob Trainer oder Personal), Unverständnis über JH´s Aufstellungen hier in den letzten Wochen: es scheint offenkundig als Trainer einer solchen Mannschaft wie dem FCB weitaus mehr Fähigkeiten zu benötigen, als taktisches Verständnis und polyvalente Spieler.

    Bevor nun also die Welt hier wieder untergeht, wir nach Jahren der Durststrecke ohne Titel und Erfolge, mit unglaublich schlechten Entscheidungen, und in Niko Kovac nun die schlechtestmögliche aller Trainerlösungen kommt: vielleicht warten wir einfach mal ab.

    Sollte es tatsächlich so laufen, wie Einige hier befürchten, wird es sicher auch dann Möglichkeiten der Kurskorrektur geben. Bis dahin werde ich aber optimistisch sein.

    1. chicago_bastard

      Man braucht kein Insiderwissen um Kovac als C-Lösung zu deklarieren, das haben unsere schlauen Bosse mit ihren öffentlichen Aussagen schon selbst getan. Nachdem sie monatelang einen 73jährigen beinahe täglich öffentlich angebettelt haben, obwohl er da schon längst klar gemacht hatte, dass er nicht weitermachen will, mussten sie dann auch noch öffentlich zugeben, dass man Tuchel angerufen und von diesem eine Absage kassiert habe. Na, welcher Buchstabe bleibt da jetzt für Kovac?

      1. Katsche

        Vielen Dank für die Bestätigung: Es scheint ja oberhalb von UH und KHR bei deren geballter und öffentlich zur Schau gestellter Inkompetenz dann eine Instanz zu geben, die uns von alleine immer wieder Meister werden lässt, obwohl die beiden alles tun, um gerade das nicht zu erreichen…

        Ach ja, wer hat noch behauptet, Tuchel hat uns wegen ARSENAL abgesagt?
        Und der beinahe 73-jährige hat uns gerade ins Halbfinale der CL gebracht. Und ist Meister. Schlechte Bilanz…

      2. chicago_bastard

        Der beinahe 73jährige ist ein großartiger Trainer. Nur hat er halt klar gemacht, dass für ihn am Saisonende Schluss ist, laut eigener Aussage hat er den Bossen das ganz unmissverständlich bereits im Dezember mitgeteilt. Was für einen Sinn es dann macht noch im Februar und März immer noch öffentlich rumzuposaunen, dass man versuchen wolle Heynckes doch noch zu überreden, müsstest Du mir mal erklären. Für welchen Verein uns Tuchel abgesagt hat, ist komplett egal, Fakt ist, dass er es getan hat und Rummenigge das vor einer TV-Kamera zugeben musste.

        Somit weiß jeder Mensch, der die Medien halbwegs aufmerksam verfolgt hat, dass Kovac dritte Wahl, ergo die C-Lösung ist.

      3. Katsche

        Jetzt sehe ich es: Ihr seid zu dritt, Du, Uli und Kalle. Aber auf Dich hört ja niemand… Denn sonst hättest Du die unfassbare Blamage der Absage eines – zumindest schwierigen – Trainers verhindert.

        Und natürlich wusstest Du zu jedem Zeitpunkt, dass sich niemand – außer Dir – mit der Trainerfrage auseinandersetzt. Das war ja zwangsläufig so, da KHR ja sonst JH nicht umworben hätte.

      4. Katsche

        Ach ja, zur C-Lösung:

        “Somit weiß jeder Mensch, der die Medien halbwegs aufmerksam verfolgt hat, dass Kovac dritte Wahl, ergo die C-Lösung ist.”

        Finde den Fehler im Relativsatz…

      5. Ju

        Katsche, was genau ist hier eigentlich dein Punkt?

        Dass Nico Kovac weder ein schlechter Trainer ist und auch keiner weiß, an welcher Stelle auf der imaginären Kandidatenliste er stand? Ja, das ist Konsens. Genauso wie die Tatsache, dass sich Kovac auch als Glücksgriff entpuppen kann.

        Wenn du uns hier aber ernsthaft verklickern willst, dass die bayerische Führung nicht zuerst einmal andere Kandidaten abgeklopft hätte und die Lösung Kovac nun Ergebnis langfristiger zielgerichteter Handlungen ist, dann grenzt das an Realitätsverweigerung. Wäre schon ein erheblicher Zufall, wenn die BLÖD ausgerechnet in diesem Punkt falsch gelegen hätte. Die HAT nämlich offensichtlich das von dir geforderte Insiderwissen, auch wenn mir dieser Fakt wahnsinnig auf den Keks geht.

      6. Katsche

        JU, der Punkt ist: wir sehen immer nur einen Ausschnitt des Gesamtbildes, nie das Ganze. Man kann natürlich über Vieles spekulieren, aber zu denken, dass UH und KHR sich einfach mal so zu Deppen machen, ist sicher auch zu kurz gedacht. Dass sie es besser können, haben sie ja schon mal gezeigt.

        Es gehörte sicher nicht zum Plan, schon in 2018 einen neuen Trainer zu verpflichten, nun aber von kompletter Taumelei auzugehen, ist genauso falsch, wie einen großen Masterplan hinter der ganzen Aktion zu sehen. Und natürlich hoffe ich, dass bei der Trainersuche andere Lösungen untersucht wurden, bewertet, diskutiert und verworfenwurden. Denn das wäre zumindest Ausdruck von “Suche” und “Diskussion” , und nicht davon, dass man sich vom mainstream hat beeinflussen lassen. Wurde dafür nicht JH geholt: um sich Zeit und Ruhe für die Verpflichtung des neuen Trainers zu “erkaufen”?

        Unter den – leider derzeitig ungünstigen Bedingungen – halte ich also Kovac für eine sinnvolle Lösung.

        Und zur BLÖD: Von denen hat keiner Jupp kommen sehen (wie auch die Verpflichtung von Pep, Sammer, Carlo, etc.). Also so viel Insiderwissen ist da auch nicht. Die Zeiten sind sicher vorbei.

  19. Katsche

    @Felix: Saß Uli 2002 nicht immer mit auf der Trainerbank ;-)

  20. wipf1953

    1. Auch wenn es einigen nicht passen wird, IMHO verfolgt der FC Bayern sehr wohl einen ganz klaren Plan (anders als im Sommer 2017, als “Hoeness und Rummenigge” gewisse Krämerseelen und Marketingfuzzis unter dem schlafenden Ancelotti schalten und walten ließ und für ein paar Silberlinge unsere Kondition geopfert wurde. Der klare Plan basiert auf mehreren, und zwar völlig richtigen, Erkenntnissen:

    1.1. Auf Europäischer Ebene ist der FC Bayern finanziell nur “zweite Reihe”. Wenn in Zukunft Barcelona, ManCity und PSG um die besten Ballbesitzspieler kämpfen werden, müssen die Bayern nach anderen Verstärkungen Ausschau halten. Juventus Turin macht es auch anders als Barcelona, und sie hatten die letzten Jahre mehr CL-Finalteilnahmen als die Katalanen. Wenn Kovac den FC Bayern auf das Niveau von Juventus bringt bin ich persönlich mehr als zufrieden.

    1.2. Das allerwichtigste, was ein Bayerntrainer drauf haben muss, ist Medienkompetenz. Selbst der Nationalheros Jürgen Klinsmann wurde durch den Kakao gezogen, beinahe auch Guardiola. Die dummdreiste Gehässigkeit des deutschen Sportjournalistenmainstreams (damit meine ich Sky, ZDF und spox/sport1) ist ohne Beispiel. Kovac ist eloquent genug, diese Aufgabe zu meistern, und von allen gehandelten Namen ist er in dieser Disziplin wohl der beste (und er wird uns vor den Brazzo-Interviews erlösen).

    1.3. Die Schwächen des Gegners auszunutzen und hinten sicher zu stehen kann einen national, aber vor allem auch international, ganz weit bringen. Kovac ist dafür der richtige Mann.

    2. Es können ja mal Wetten plaziert werden – wer bleibt als Trainer länger im Sattel, Tuchel bei PSG oder Kovac bei Bayern?

    3. Wo ist eigentlich GP11?

    4. Herzlich willkommen, Robert Kovac!

    1. Beobachter

      Ancelotti deutete es an, einige Transfers auch und Kovac bestätigt es: ja, es wird wohl einen Strategiewechsel geben. Weg von LvG/Pep-Fußball. Wahrscheinlich eher Richtung Real. Pragmatisch, praktisch, gut. Ich persönlich bedauere das, aber wahrscheinlich spricht einiges dafür.

    2. Kurt

      Ich glaube ich habe dir mit meiner aufbrausenden Art auch schonmal das ein oder andere vor den Latz gehauen, aber hier muss ich Dir ich in so gut wie allen Punkten Recht geben.

      Deine Spitze zu Juve teile ich nicht, wir sind klar über ihnen anzusiedeln, aber ansonsten eine faire Beurteilung von Kovac, gerade auch im Hinblick auf den Gedanken der Vereinsführung.

      Van Gaal > Heynckes > Pep > Carlo > Heynckes > Tuchel? Das hätte doch schon wieder einen Bruch gegeben. (Den ich zwar auch herbeigeredet habe, aber Uli und Kalle sahen es eben anders.) So finde ich ist der Übergang sanfter. Trotzdem werden wir natürlich weiterhin für Ballbesitz und dominantes Spiel stehen. Das liegt ja auch an den Gegnern. Wieso soll das Kovac nicht können?

      1. Ibiza

        wir sind klar über Juve anzusiedeln völlig richtig, aber ebenso richtig hat Wipf darauf hingewiesen dass Juve eben in den letzten Jahren mehrere Finalteilnahmen vorzuweisen hat und bei uns steht da seit 2013 leider eine fett 0

      2. wipf1953

        nö, Du warst die letzen Monate sehr manierlich, KURT .. ;-)

    3. Jo

      Interessante Gedanken.

      Vor allem den Punkt 1.2 muss man unterstreichen. Ich hatte ihn mir deshalb auch schon als Sportdirektor gewünscht. Kovac ist in der Tat eloquent und versteht sich und seine Themen gut zu verkaufen.

      Man mag das nicht als Kernkompetenz eines Trainers ansehen. Aber wenn man das tut, negiert man die Entwicklung die der Fußball in den letzten Jahren genommen hat.

      Gerade in der Linie Guardiola-Ancelotti-Heynckes wird doch überdeutlich welches Gewicht das mittlerweile bekommen hat.
      Insofern halte ich auch die Entscheidung sich auf einen deutschsprachigen Trainer zu kaprizieren weniger für lächerlich, oder provinziell wie das hin und wieder angedeutet wird, sondern für wohlüberlegt und stimmig.

      Btw. wer es gut versteht nach außen zu kommunizieren, dem würde ich es auch problemlos intern zutrauen (und vice versa).

      Das ist übrigens z.B. ein Punkt der mich an dem noch sehr jungen Julian Nagelsmann für die Gegenwart etwas zweifeln ließ. Als da der Druck in der Vorrunde auch im sonst so beschaulichen Hoffenheim etwas zunahm, merkte man schon wie er etwas ins kommunikative Irrlichtern geriet.

    4. Tipic

      Kovac mit Taktikfüchsen wie Conte und Allegri zu vergleichen finde ich zumindest gewagt. Juves Konzept besteht u.a. darin, die besten italienischen Spieler in ihren Reihen zu haben, auch mal richtig Geld für einen Wunschspieler in die Hand zu nehmen (Higuain) und gegenüber der spanischen (und jetzt auch englischen) Übermacht auf starke Taktiker auf der Trainerbank zu setzen (wofür Conte und Allegri stehen). Kovac kann letzteren Anspruch – fürchte ich – nicht erfüllen, zumindest nicht so, dass uns das in einem CL-Viertelfinale oder -Halbfinale hilft.

  21. chicago_bastard

    Ganz abgesehen davon, dass ich von der Entscheidung an sich nicht begeistert bin, ist es einfach nur peinlich wie das Ganze dann noch ablief. Wir haben die Eintracht nicht mal informiert, aber Hauptsache man hat der Bild gleich sämtliche Details gesteckt. Ganz schlechter Stil. Rundet das ganze Trainer-Chaos der letzten Monate passend ab.

    1. Kurt

      Is gut Freddie.

      1. Brian Laudrup

        Völlig unverständlich wie GP11 hier immer als miasanrot-Troll #1 dargestellt werden konnte wo es doch Dich gibt.

      2. Kurt

        Feuer mit Feuer bekämpfen.

        Ansonsten: Selbst was beitragen, oder es ist nur Getrolle.

  22. Ibiza

    Danke Felix, für diese extrem detaillierte und clevere Einordnung!

    Hatte vor dem Lesen leichte Befürchtungen, ob ihr eure zuletzt bei den miasanrot Autoren doch ziemlich führungskritische (ich erinnere mich da auch an euren TV-Beitrag bei Blickpunkt Sport glaub ich wars) Haltung auch bzgl. dieser Trainerauswahl Niko Kovac aufrecht erhalten werdet. Als Brazzo verplichtet wurde konnte ich diese Haltung (auch wenn sie eher nicht meiner persönlichen Meinung entsprach, die näher an dem jetzt von euch geschriebenen zu Kovac schon lag bzgl. der optimischen Einschätzung) noch gut nachvollziehen, zum jetzigen Stand der Dinge und beim Thema Niko Kovac wäre mir das aber schon noch viel schwerer gefallen!

    Umso beruhigender (man weiß ja nie was im Endeffekt daraus wird, auch wenn man noch so starke Meinung hat – iambackagain läßt grüßen für diejenige die diesen Mega “brüller” seines Kommentars zur Heynkes Verpflichtung im Forum verfolgt haben) dass wir dieses Mal voll auf einer Linie sind in der positiven Einschätzung dieser für mich zu 100% richtigen und besten, wenn auch natürlich ganz offensichtlich mutigen Entscheidung.

    Aber zu Zeiten, wo andere mit dem Geldscheisser zu Werke gehen, denke ich ist dieses mutige und damit, zumindest für FCBverhältnisse, durchaus mutiges/innovatives Vorgehen absolut die richtige Strategie. Eben auch zb. mal dass man Leute ohne Mega Vorgeschichte als Trainer (je gute 2 Jahre als kroatischer Nationaltrainer inkl. WM Vorrunde sowie Mega-Overperformer als Trainer bei der Eintracht ist aber schon alles andere als gar nix…) holt hat ja nun doch in den letzten 10 Jahren so einige Titel bei spanischen Vereinen zu Weg gebracht. Messi+Ronaldo waren dafür natürlcih noch klar wichtiger, aber dass man Guardiola + Zidane (passenderweise wie Kovac mit vorher Spielerkarriere im zentralen Mittelfeld) ohne jede externe Trainerkarriere Weltklasseteams anvertraut hat und damit die beiden erfolgreichsten Trainer der letzten 10 Jahre, mit je 2 CL-titeln, hervorgebracht hat, sollte man nicht ganz aus den Augen verlieren, liebe dt. Meckerpresse…

  23. Hittmer Otzfeld

    Als Typ mag ich Kovac sehr gut leiden und wünsche ihm [und uns] großen Erfolg. Viele Fragen, die ich mir aber im Grunde selber beantworten kann, sind evident:

    – was sollten die Bobic/Hübner Aussagen von vor ein paar Monaten?
    – wieviel Ribery will Kovac? wieviel Einfluß hatte er darauf?
    – wieso bekommt er mit Peter Hermann direkt ein Aufpasser vorgesetzt?
    – wer soll es denn dann machen, falls er krachend scheitert?
    – wie setzt er neue Anreize wenn er ein Team von Triple Siegern und/oder Weltmeistern erbt

    Das ist schon eine ordentlicher Bürde mit der er startet, dann noch -Gott behüte- ein paar maue Resultate und der Nährboden für eine ganz ganz ekelige Dynamim ist da.

    Ich bin allerdings auch hoffnungslos pessismistisch veranlagt. Als cleverer und ambitionierter Kerl wird er seinen Weg schon gehen.

  24. Brian Laudrup

    Ich denke, man muss die Sache differenziert betrachten.

    Ja, es gibt tatsächlich gute Gründe, die für Kovac sprechen. Das wurde hier und im Sevilla-Thread schön herausgearbeitet.
    Und ja, natürlich heißen wir ihn willkommen und wünschen ihm viel Erfolg! Der Mann ist unser neuer Trainer.

    Trotzdem sind Zweifel (keine CL-Erfahrung, Spielweise?) angebracht.
    Außerdem sind somit sämtliche Vermutungen zur Trainersuche – zu langes Festhalten an der fixen Idee Jupp Heynckes, daher kein konkretes Angebot an und daraus resultierende Absage von Tuchel, Abgrasen des durch die Festlegung auf einen deutschsprachigen Trainer winzigen Kandidatenkreis, am Ende kleine aber (gezwungenermaßen?) mutige Lösung – mehr oder weniger bestätigt. Das ist von außen nur als planlos zu bezeichnen, vom einhergehenden PR-Desaster ganz zu schweigen.

    Disclaimer, der zum Standard werden sollte: die großartigen Leistungen von UH und KHR rund um den Verein in der Vergangenheit werden damit nicht in Frage gestellt.

    1. Ibiza

      ich denke man kann es auch völlig anders sehen.

      Auch ich fand das Heynkes Umwerben immer peinlicher und peinlicher. Aber wer weiß, vielleicht gab es doch zumindest eine 10% Chance dass es geklappt hätte wie es Hößness ja auch nur beziffert hat. Dass es recht wahrscheinlcih die beste Lösung gewesen wäre denke ich sind sich fast alle einig: Weil eben 2019 dann einfach viel mehr Trainer zur Auswahl gewesen wäre, potentiell eben zb. Löw, Nagelsmann, Hasenhüttel und auch ohne Ausstiegsklauseltheater und stattdessen wahrscheinlcih mit bisschen Erfahrung in EL oder gar CL eben auch Kovac. So hat man sich bisschen blamiert, siehe ich auch so, aber spielt das wirklcih großartig ne Rolle oder war diese 10% Chance nicht vielmehr es wert auch bisschen Medientheater in Kauf zu nehmen?

      Dann die Sache mit Tuchel. Ich persöhnlich war auch lange überzeugt dass er klar die beste Lösung wäre/sein müßte. Aber ich muß zugeben dass davon zuletzt immer mehr abgerückt bin:

      1. dass Höneß kein einfacher Typ ist, mit dem ein offensichtlich durchaus schwieriger Typ wie Tuchel durchaus gravierende Probleme haben könnte. Was natürlich eigentlcih nach Binsenweisheit klingt – aber was zb. van Gaal zuletzt verlautbart hat, dass er eben massiv gescholten wurde dafür dass Lahm von links nach rechts beordert hat, wo er aber später sich erneut voll etabliert hat und ja dann dort sogar zum Weltmeister wurde. Ebenso dass er anscheindend (und das glaube ich auch sofort, er ist zwar wahrscheinlcih noch schwierigerer Typ als Tuchel, aber im Entdecken von Jungtalente allemal talentiert und als Lügner schätze ich ihn auch absolut nicht ein) sich massiv dafür eingesetzt hat, dass Hummels sofort wieder zurückgeholt wird, was aber anscheinds auch wegen Höneß nicht umgesetzt wurde, seine totale Überzeugung von Breno war damals ja durchaus bekannt: Beides ist sehr wahrscheinlich wirklich so passiert und beides waren gravierende Fehleinschätzungen (vorallem das mit Hummels war ev. deutlich “teurer” als die 30mios oder was die man später zusätzlcih für ihn hingeblättert hat, ev. wäre es genau das Zünglein an der Waage gewesen die WMsieger Innenverteidigung auch schon im Finale dahoam mit den erfolglosen Ecken ohne Ende mangels brauchbarer Kopfballspieler oder in den diversen Halbfinals unter Guardiola auf dem Platz stehen zu haben anstatt Leute a la Benatia) von Höneß, bei der er sich aber ganz offensichtlich selberjenige herausgestellt hat der schwierig war, und sich ev. auch gerade in der Auflehnung gegen den natürlich noch schwierigeren Typen van Gaal dann bei solchen Themen in eine unnötige Oppositionshaltung begegebn hat.

      2. Tuchels Streit mit BVB und jetzt Arsenal Chefscout Sven Mislintat. Kann mir durchaus vorstellen dass Tuchels Version der Wahrheit entspricht, dass Mislintat mal kurz ausfällig wurde. Dass man dann aber daraus einen unüberbrückbaren Dauermegafedestreit machen muß mit offensichtlich vereinsschädigender Verbannung aus Vereinsgelände was Mislintat wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen immer noch als negatives Schlüßelerlebnis das ihm zum Wechsel zu Arsenal mitbewogen hat (natürlcih wird fett aufgestocktes Gehalt aber noch wichtiger gewesen sein) nennt, das ist durchaus ne andere Frage. Und wenn man sich Sven Mislintat in Interviews anschaut – ich würde jetzt erst mal sagen, der klingt mir nicht nach nem total unsympatischen Meganervtypen wo solche Art von totalen Verfeindungen jetzt an der Tagesordnung wären. Natürlich kann jeder mal ausfällig werden wenn die Nerven mal durchgehen, aber dass daraus unüberbrückbare Differenzen werden, da gehören dann meistens schon Zwei dazu…..
      3. Wenn man sich Tuchelvideos beim Training so anschaut und mehrere Videos mit “Ausfälligkeiten” (zwar natürlich keine drastischen Beleidigungen, aber schon etwas über Normalmaß hinausgehend für meinen Geschmack) und Schreikrämpfen so anschaut denke ich kann man schon durchaus die Einschätzung diverser Medien nachvollziehen, dass es ein großes Aufatmen in der Bayernkabine gab, also Tuchel von der Liste der potentiellen Trainerkandidaten gestrichen werden “mußte”

      Vielmehr kann ich mir vorstellen dass auch bei Höneß dieses Aufatmen in Wirklichkeit extrem laut war, dass er nämlich durch sein endloses Heynkes Umgarntheater im Endeffekt genau das erreicht hatte was ihm wohl am wichtigsten war. Eben sich diesen doch sehr wahrscheinlcih extrem schwierigen Tuchel typ vom Hals zu halten. Weil sich durch dessen Absage das Thema dann halt ganz einfach von selber “erledigt” hatte…..

  25. LM

    Die jetzt schon spielerisch öde Bundesliga wird durch den offensichtlichen Paradigmenwechsel des FC Bayern mit Sicherheit nicht attraktiver, nicht besser vermarktbar und international wird man eventuell sogar noch weiter zurückfallen. Gewinnen und Meister werden kann man in der BL auch preiswerter. Die Quali für die CL ist eh immer da, und dieser Status Quo wird jetzt verwaltet. Mit ehemaligen Durchschnittskickern in Schlüsselpositionen. Wow. Ich freu mich schon.

    Pragmatisch nennt man das, ok, aber unser Offensivspiel beispielsweise ist schon seit Ancelotti konstant schlechter geworden, ohne Coman geht momentan Offensiv nicht viel und die einzigen, die mit dem Kreieren von Halbchancen noch für ein wenig Gefahr sorgen, sind unsere Frührenter Rib und Rob – Lewa hängt seit geraumer Zeit in der Luft da vorne.

    Und wenn das professionell sein soll, Donnerstag da anzurufen, ihm den Vertrag vor die Nase gehalten zu haben, ohne mit Bobic und Konsorten im Vorfeld mal über die Möglichkeit gesprochen zu haben, dann weiß ich auch nicht mehr.

    Selbstverständlich bekommt Kovac seine Chance, aber irgendetwas läuft beim FC Bayern, was die zukünftige Weichenstellung für einen modernen, zeitgemäßen Weltfußballclub angeht, gewaltig schief. Siehe Heynckes-Bettelei, siehe das Sportdirektor-Theater, siehe Mulls Ausweinen gegenüber Pep, siehe die Konzeptlosigkeit des BayernCampus, siehe unsere Öffentlichkeitsarbeit (wer steckt denn die Infos ständig vorher an die BILD durch?), siehe Katar.

    Ich hoffe inständig, dass wir nächstes Jahr mal nicht Meister werden und die anderen Clubs diesen Hoeness-Irrweg ausnutzen und eigene Ausrufezeichen setzen. Sonst ändert sich nämlich nichts und man wurschtelt (und anders kann ich diese Trainerfarce nicht mehr nenenn) weiter herum.

    1. Ibiza

      heissa, ist da jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden oder immer dermaßen negativ bzgl. der aktuellen Entwicklungen beim FCB zuletzt?

      also zu den konkren Punkten – während ich dir bzgl. dem konkreten Vorgehen gegenüber Bobic und dem Heyhnkes-Betteilei theater durchaus zumindest teilweise recht geben muß.

      Für die Vermarktung der BL, die du anfangs ansprichst, denke ich dass dein letzter Punkt durchaus viel hilfreicher wäre und viel entscheidender wäre als ob der FCB die Gegner nun mit Ballbesitz total oder anderswie niederringt ohne dass mal ein anderer Verein mal ernste Chance auf die Meisterschaft hat. Und ich persöhnlich hätte damit, wenn wir nach 6 Jahren in Folge mal nicht Meister werden ähnlich wie Du nicht das geringste Problem.

      Schade fände ich es nur, weil das natürlich wohl auch das Ende des “Experiments” Kovac und ev. auch dieses kompletten “miasanmia” Bayern-total Weges wäre, was ich dagegen alles andere als begrüßen würde. Wie der Fall Nerlinger gezeigt hat – natürlich kann man mit diesem riskanteren Vorgehen statt auf bewährte externe Führungskräfte a la Sammer zu setzen verdiente Ex-Spieler ins kalte Wasser zu werfen, auch mal auf die Nase fliegen. Es muß aber nix großartig heissen, siehe den extrem erfolgreichen Fällen mit Guardiola und Zidane, in meinem eigenen Beitrag weiter oben erwähnt. Sondern das heisst dann eben nur genau das – man hat auch mal ins Klo gegriffen, heißt aber noch relativ wenig darüber wie der nächste Versuch ausgehen wird…

    2. Kurt

      Und dann? Was passiert denn, wenn man aufhört zu wurschteln? Mehr als Meister und Pokalsieger geht in Deutschland nicht. Das schafft man auch jetzt schon trotz angeblich dilettantischer Vereinsführung.

      So, du schielst also auf die CL, okay. Du meinst wenn endlich Uli und alle die verkrusteten Strukturen weg sind, läuft es wie am Schnürchen. Was kommt dann? 5x CL in Folge? Immer im Finale? Ein Messi aus dem NLZ nach dem anderen?

      Man wurschtelt sich gerade durch die erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte und ist eine globale Marke geworden. Was soll denn noch besser werden? Und wenn es besser wird, soll dann die Langeweile verschwinden? Weil? Dortmund und Schalke oder Hamburg und Bremen auf einmal lernen wie man erfolgreich arbeitet?

      Dein Post kann doch wirklich nur von Antipathie zu bestimmten Personen getrieben sein. Genau deshalb, bin ich in dem anderen Thread auch so “ausgerastet”. Hier gibts lauter Nostradamuse (Nostradamen?, Nostradami?), die entgegen aller derzeitigen Realitäten einen Untergang herbeischreiben, der mich fragen lässt, worin die Intention besteht.

      Denn ich als Fan, will einfach, dass man so weiterwurschtelt wie bisher, wenn das heißt man wird jedes Jahr Meister und kommt in der CL ins Halbfinale.

      1. Ibiza

        völlig richtig, und selbst wenn ich theoretisch gut mal mit nem Jahr ohne Meisterschaft leben könnte und es mir selber gut als Gewinn für die Attraktivität und damit auch für den FCB wertvolle Vermarktungsfähigkeit der BL “vekaufen” könnnte, ich glaube kaum dass es Kovac schafft das so zu verbocken. Dafür bräuchte es dann schon ein plötzlich wieder wirklich starken Konkurrenten. Statt einer Liga, wo der Vorsprung der Bayern dieses Mal ja die meiste Zeit gerade deswegen so groß war, weil es der 2. dann sage und schreibe so 17 von 18 (oder wie auch immer genau die Statisik war) Malen in Serie geschafft hat, dann nicht zu gewinnen…

        Und ja, es gibt hier im Forum halt viele die es anscheinds gar nicht erwarten können, dass Uli+Kalle so richtig auf die Fresse fliegen. Und da das trotz des offensichlichen Griffes in Klo mit Ancelotti (aber eben nur ex post, ex ante hat sich das wohl so gut wie niemand wohl vorstellen können, wie mies das werden konnte mit dem in vielerlei Hinsicht) so gar nicht danach ausschaut, dass das endlich mal kommt, schieben sie halt miese Laune. Und nölen weiter und weiter hier rum mit ihren negativen Voraussagen, obwohl es doch eben kaum geiler laufen hätte können die letzten 6 jahre mit Dauermeisterschaft, einem CL sieg nach unglücklich verlorenem Finale im Vorjahr und dann 4 von 5 Mal im Halfinale…

      2. Kurt

        Wer soll das denn aber sonst übernehmen hier?

        Eberl, Lahm und Nagelsmann/Tuchel mit Alonso als Co-Trainer? Ich frag mich echt, was für Vorstellungen manche haben. Angeblich alle 30+ Jahre Bayernfan und dann will man hier die Seele des Vereins entkernen.

        Ich jedenfalls bin seit 22 Jahen Bayernfan und fühle mich durch sowas extrem irritert.

        Sowas wie uns, gibts kein zweites Mal auf der Welt. Hier wird ohne Scheich, ohne Oligarch, ohne Rückendeckung von Regierung und Politikern seit Jahrzehnten eine erfolgreicher Verein geführt. Man wird von allen Seiten beneidet und gehasst.

        Selbst wenn die ganzen “Peinlichkeiten” um diesen Trainerwechsel stimmen sollten, who fucking cares? Adidas? Audi? Telekom? Nichts schadet diesem Verein. All publicity is good publicity.

        Die Spieler ziehen sowieso ihr Ding durch. Die sind gierig wie immer und man hat nicht das Gefühl, das wird sich so schnell ändern.

        Also warum das Gemecker? Für die Lage der Liga können wir nix. Für die Kohle der Engländer und Schiechkliubs können wir nix. Aber wir könnten etwas dafür, hier das Gesicht und die Kultur des Vereins zu verlieren. Und dann ginge es in der Tat bergab.

      3. Ibiza

        Erst mal: Schön Kurt, dass man auch mal ne Antwort bekommt ohne totalen Scheissdreck zu fabulieren a la der Höneß hasser. “Feed the troll” ist leider schon sehr gängig geworden hier im Forum und teilweise kommt es mir so vor als ob sich die Diskussion schon fast darauf beschränkt…

        Ganz genau, who fucking cares, genau meine Meinung. Auch Brazzo, klar klingen seine Interviews wie ne kaputte Schallplatte. Aber auch da, ist das wirklich wichtig, spielt das wirklich ne Rolle. Er vermeidet damit ganz einfach das Risiko irgendwelche “Dummheiten” zu sagen, wo die Medien dann ev. noch viel mehr am Rad drehen würden und dann erst Recht große Faß aufmachen gegen ihn.

        Und bzgl. der Zukunft. Klar wäre Lahm gut wenn ihn auch noch integrieren schafft langfristig gesehen. Mit ihm und Brazzo könnte ich mir das gut vorstellen. Aber akut ist das kein bisschen, weil noch (vom Alter her könnte man da ja schon Befürchtungen haben dass es nachlassen könnte mit der Zeit auch wenn dan massenhaft Gegenbeispiele gibt in noch viel höherem Alter als die beiden sind) funktionierts bei Uli+Kalle schon noch im Oberstübchen, zumindest nicht schlechter als früher (was so schlecht nicht gewesen sein kann), von daher sehe ich da keine Probleme ;-)

      4. FR7

        Die Optimallösung wäre aus meiner Sicht im Laufe der nächsten zwei Jahre Lahm als eine Art “Azubi” Rummenigge an die Seite zu stelle, er könnte sich alles ohne Druck anschauen und eine Menge lernen in einem für ihn bestens bekannten Umfeld. Rummenigge wird bald seinen eigenen Vertrag verlängert bekommen, nach dieser Laufzeit könnte Rummenigge ohne Bauchschmerzen sorgenfrei in die Rente und Lahm würde in einem fließenden Übergang seine Position übernehmen. Wie in besten, traditionellen Familienbetrieben. ;-) Aber ich seh dann schon hier die ersten die dann von Vetternwirtschaft faseln und fordern, dass wir uns stattdessen einen renommierten Englänger da oben hinstellen sollen, weil er ja so super innovativ ist. Wir haben mitunter die beste Vereinsführung in ganz Europa. Natürlich gibt es berechtigte Kritikpunkte, niemand macht alles richtig. Schaut man aber bei anderen Vereinen näher hin, fallen wir weiß Gott nicht negativ auf. Ich erkenne so langsam die Strategie von der Hoeneß nach seiner Rückkehr gesprochen hat, das beruhigt mich jedenfalls. Wir können fürs erste nur abwarten und Tee trinken. Ich bin ganz bei euch, dass hier ständig Weltuntergangsszenarien gezeichnet werden, weil Klubs X und Y das aber so und so machen würden und das wäre dann demnach richtig. Wir sind als Verein, als Firma und als Marke einzigartig, alleine das erfordert auch einen einzigartigen Weg zu gehen. Der Nebel lichtet sich, ich sehe das große und Ganze immer mehr.

      5. Ibiza

        und ich würde viel wetten: wenn man Kovac etwas Zeit gibt, ihm auch wenn nicht souverän Meister wird sondern vielleicht nur mit Ach und Krach – dann würde es im 2. Jahr bestimt nicht so bergab noch weiter gehen, wie das mit Ancelotti der Fall war. Das war ja zum Fürchten, hätte sich kaum jemand vorstellen können!

        Sondern dann lernt ein Typ wie Kovac aus seinen Fehlern und macht es Schritt für Schritt besser und besser statt es in einer selbstgefälligen und erfolgsverwöhnten Art wie Ancelotti immer weiter in den Graben zu fahren…

  26. Stiftl

    Ich verstehe dieses Herum Gemäkele einfach nicht.

    Das nächste Gebashe geht vermutlich los, wenn Rib & Rob die ihnen vorliegenden Jahresverträge annehmen. Ich finde es gut, dass mit beiden verlängert werden soll.
    Wir haben mit Coman und Gnabry zwei junge Talente und dazu dann zwei erfahrene Spieler, die uns ein Jahrzehnt lang die Treue gehalten und uns viel Freude bereitet haben.
    So geht man meiner Meinung nach mit verdienten Spielern um und das ist es was ich an meinem Verein so schätze.

    1. Kurt

      Ich schätze das auch, wobei der Qualitätsverlust schon sichtbar ist. Solange man die beiden als Backups betrachtet, ist das aber vollkommen in Ordnung.

      Allerdings sollte es dann auch einen ordentlichen Cut geben. Lahm wusste, wann Schluss war. Bei Ribery befürchte ich ein wenig, dass die Awareness dazu fehlt und Robben will es sich eventuell nicht eingestehen.

      Gerade diese Eigenschaften, machen sie ja zu dem, wer sie sind, aber der Verein geht vor.

  27. Pedro

    Viel lustiger finde ich nun, dass Bobic doch in einem Intervew Anfang des Jahres öffentlich Preis gegeben hat, wer neuer Bayerntrainer wird..

    Warum regt er sich denn jetzt so auf der Fredi?

    Lasst doch den Nico einfach mal arbeiten!

  28. Usedomspotter

    Man mag an Kovacs vieles auszusetzen finden, aber ihm die Spielweise der Eintracht vorzuwerfen, finde ich völlig überzogen. Man muss ihm zugestehen, dass er aus dem Kader der Eintracht das bestmögliche gemacht hat. Ob und was er mit dem Kader des FCB anfangen kann, werden wir sehen. Ich hoffe für die Frankfurter, dass die ganze Unruhe ihnen jetzt nicht die bisher gute Saison ruiniert. Diese Durchstecherei zur Blödzeitung zu diesem Zeitpunkt und der Umgang mit der Eintracht ist einfach nur erbärmlich.

  29. Marlene Dietrich

    Schade. Ich habe gehofft, dass man, nachdem mit Tuchel meine Ideallösung abgesagt hat, entweder Bielsa oder Favre holt.

    1. FR7

      Bielsa? Habe mich mal mit dem Kollegen beschäftigt, das wäre für Bayern München völliger Harakiri. Favre hätte ich einem Kovac nie vorgezogen. Tuchel konnte seine charakterlichen “Schwierigkeiten” durch seinen Erfolg und seine Taktik ausmerzen, Favre könnte das nicht, so gut ist er einfach nicht. Wir sind kein Mittelklasse Ausbildungsverein ohne Ambitionen. Ein Kovac wirkt auf mich ambitioniert, hungrig und entwicklungsfähig.

      1. Ibiza

        genau. Hoch intelligent, empathisch und geistig flexibel möchte ich noch hinzufügen für Kovac. Auch dass es hier nicht nur um einen, sondern beide Kovacbrüder geht sollte man noch erwöhnen, die als extrem eingespieltes Team (sie wohnen auch zusammen und besprechen dort sicher fast rund um die Uhr wie man alles noch optimieren kann; während Nicos Frau ja noch in Salzburg leben soll, auch viel praktischer für ihn mit München als Frankfurt, als netter Nebeneffekt) das Ganze angehen klingt für mich sehr aussergewöhnlich und erfolgsversprechend.

      2. Ibiza

        zudem solls ja auch mit dem, an Ablöse fast ebenso teuren wie Kovac, Co Trainer Hermann weitergehen. Der kann den beiden Kovac Brüdern sicherlich auch noch vieles beibringen, was man von Leuten vom Kaliber und Erfahrungsbreite wie Heyknes, über die Jahre lernen konnte und dafür sorgen, dass der Übergang so reibungslos wie möglich vonstatten gehen kann…

      3. Marlene Dietrich

        Kein Mittelklasseverein und dann kummt Kovac?
        Schau da außerdem bitte Favres Punkteschnitt bei seinen Mannschaften an, welchen Fußball er mit bescheidenen Mitteln spielen ließ/lässt und wie viele Spieler er weiterentwickelt hat.
        Hertha hat er nach oben geführt, Gladbach wurde vom tabellarischen Ende in die Champions League geführt und Nizza landete dank ihm auch im europäischen Wettbewerb.
        Schwierig is Favre, ja. Aber sein Abgang vo Gladbach schreckt mi jetzt ned so ab.
        Bielsa wäre mir als Entscheidungsträger a Experiment wert. Der ließ immer tollen Fußball spielen, was scheren mich da Titel, wenn die Mannschaft so spielt, wie Bielsa es ihnen vorgibt.

      4. Ibiza

        du nennst kein einziges Argument gegen Kovac….

        schon mal gehört, was für Trainererfahrung ein gewisser Herr Guardiola und ein Herr Zidane hatten bevor sie mit ihren Vereinen, bei denen sie wie Kovac mal selber als Strippenzieher im zentralen Mittelfeld aktiv waren, dann je 2 mal die CL geholt haben? Sie haben kurz mal die B-Mannschaft des Vereins trainiert, in der x-ten Liga!

        Im Vergleich dazu wäre Kovac wenn dann total überqualifiziert mit je 2 Jahren kroatische Nationalmannschaft und Eintracht Frankfurt…

      5. Tipic

        Dass Mittelfeldspieler oft recht gute Trainer werden, ist ein Fakt. Dass jetzt hier aber (wenn ich das richtig überblicke schon zum zweiten Mal) der Mittelfeldspieler Kovac mit den Mittelfeldspielern Zidane und Guardiola verglichen wird, finde ich ziemlich gewagt. Kovac war mittelmäßig und hat nicht viel gewonnen, Zidane und Guardiola waren Weltklassespieler und haben die Champions League und vieles mehr gewonnen …

      6. Ibiza

        keine 2 Situationen sind je zu 100% vergleichbar. Es ging darum dass es bei Guardiola und Zidane VÖLLIG ohne externe Erfahrung optimal funktioniert hat. Genau das, zu WENIG externe Trainererfahrung/erfolg wirft man aber wenn dann jemand wie Kovac in Deutschland vor.

        Und genauso wie, dass ein Topstar später automatisch ein toller Trainer wird isses natürlich so dass ein meinetwegen ein mittelmäßiger Spieler automatisch nur ein mittelmäßig Trainer wird.

        Alles spielt ne Rolle, nichts ist alleine entscheidend. Was man aber allemal sagen kann – Kovac bringt von allem was nötig ist ein bisschen (mehr oder weniger) was mit. Er hat keine total offenen Flanken wie es eben zb. die beiden genannten spanischen Erfolgtrainer vorher hatten bzgl. der externen Erfahrung.

        Obs klappt oder nicht weiß man genausowenig als man es vorher bei anderen Trainern wußte. Im Gegenteil, bei Ancelotti wo quasi jedermann am überzeugtesten war, dass das eignetlich nur klappen kann gings am übelsten in die Grütze für die Bayern…

      7. Ibiza

        genauso”wenig” fehlt vor der Sache mit Topstars..

  30. iMirco

    *hüstel* 25.000 der Sitze sind in der kommenden Saison nicht mehr grau… ;-)

  31. GestrandetInBerlin

    Ich muss sagen, ich find die Diskussion hier etwas anstrengend. Als ob man kein Fan auf seine eigene Art sein und Sachen gut oder schlecht und eben anders als andere sehen kann. Aber noch mehr schade finde ich, dass man die Gelegenheit ja wirklich Mal zu diskutieren was Kovac Stärken und Schwächen sind. Man könnte ja über taktisches Verständnis während der Spielerzeit sprechen, außer Hitzfeld waren ja alle Bayern Trainer auch Topspieler, oder die meines Wissens sehr mäßig erfolgreiche Zeit in Kroatien. Oder zB auf die Artikel von Spielverlagerung zur Eintracht Zeit eingehen….es gäbe unzählige Möglichkeiten, die Diskussion doch etwas sachlicher zu gestalten.
    Für mich spricht Stand jetzt einfach viel gegen Kovac, aber ich lass mich da gerne eines besseren belehren, würde mich sogar freuen. Aber alle Frankfurt Spiele die ich bisher gesehen hab, waren bestenfalls zäh und darauf habe ich einfach nicht viel Lust und mit Kroatien ist er zur Erinnerung in ner Gruppenphase ausgeschieden und dann in der Quali rausgeworfen worden. Das Mal nur so zwei Ansätze.

    1. Ibiza

      wie wärs dann wenn Du dich selber mal an der Diskussion beteiligst mit Leuten (inkl. meiner Wenigkeit), die die Sache positiver sehen als Du und die im Verlauf hier ganze Massen von positiven Argumente pro Kovac geliefert haben. Diskutiert/geantwortet wird hier nach meinem Eindruck aber komischerweise immer nur den Leuten die alles Schwarzmalen! Warum nicht einfach mal selber auf Sachen antworten, die du anders siehst?

    2. Ibiza

      aber um dich nicht Ganz im Regen stehen zu lassen: Weißte oder haste schon mal gekuckt wieviel Einwohner Kroatien hat? Ich verrate es Dir: Es sind ganz knapp über 4 Mios. Brasilien, einer der Gruppengegner – über 100 mios, quasi alle Fußballverrückt. Ich glaub ich muß mir nicht die Mühe machen die weiteren Gruppengegner zu checken um zu zeigen, dass es Kovac nicht wirklich vorgeworfen werden kann, dass er mit so einem Miniland (das ist nicht mal halbes Österreich oder Schweiz) es nicht in die KO-phase geschafft hat. Und selbst wenn doch? Vielleicht hat er ja was daraus gelernt auf der höchstmöglichen Bühne im Landesfußball, einer WM, Trainer gewesen zu sein??????

      Dass Eintracht Frankfurt vom Budget her eher um den Abstieg als die CL kämpfen sollte muß ich glaub ich auch nicht erwähnen? Da isses mir dann recht wurscht, ob er das mit einer traumhaft schönen Spielweise geschafft hat (er wird wohl kaum so doof sein diese Spielweise 1:1 dann auf die Bayern übertragen zu wollen). Es ist sehr klar dass kein Trainer auf der Welt das gleichzeitig auch noch leisten könnte neben dieser eh schon bombastischen Overperformance!

      Nur Mal so zwei Ansätze

      1. Marlene Dietrich

        Kroatien is vom ehemaligen Jugoslawien fußballerisch des am besten entwickelte Land.
        Modric, Rakitic, Mandzu, Kovacic, Badelj und bspw. Perisic waren damals dabei – des san Spieler der höchsten Qualität. Neben Brasilien war die Gruppe ned sooo unpackbar.
        Die Einwohnerzahl eines Landes herzunehmen und daraus die Qualität der Nationalelf herzuleiten, halt ich für ungschickt. Schau da Island an und Russland als ähnlich gestricktes Gegenbeispiel.

      2. Ibiza

        Natürlich isses nur einer von vielen Ansätzen. Aber ist es wirklcih Zufall, dass die WM in den letzten Jahrzehnten soweit ich jetzt (auch da wieder keine Lust das nochmal zu checken) im Kopf habe quasi IMMER von Ländern der Größe von Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien & Brasilien gewonnen wurde? Im Schnitt etwa 10 Mal so groß/viele Einwohner als Kroatien. I don’t think so!

      3. Ibiza

        Natürlich gibts auch mal Aussenseiter Überaschungen von kleineren Ländern (ja, Island wirklcih schönes Bsp), vorallem bei EMs zuletzt, a la Portugal & Griechenland. Zu ersterem, naja, mit dem besten Spieler aller Zeiten in den eigenen Reihen, ja das hilft dann doch ein bisschen. Griechenland, ja wohl die größte Überaschung aller Zeiten bei W/EMs, kommt schon mal vor, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel…

        PS: Russland als Bsp????? für wenig Einwohner????? Für Erfolg bei WMs, dein Ernst????

      4. Ibiza

        ok, sorry, das Gegenbeispiel übersehen

        und na klar, drum meinte ich auch “fußballbegeistert” bei Brasilien, das sie in der Pampa und in Sibirien jetzt auf einmal alle Fußball spielen glaub ich hätte man mitbekommen.

        Natürlich kann man nur Länder vergleichen in denen Fußball ne wichtige Rolle spielt, da hätte dann USA, Indien und China noch als viel bessere Gegenbeispiele getaugt, die alle noch nie ernsthaft was gerissen haben bei ner WM, aber wenn Fußball dort keine Sau interessiert (in China scheint sich das ja immerhin gerade zu ändern) ist das natürlich kein Wunder…

      5. Olorin

        Dass der Erfolg einer Nationalmannschaft mit der Einwohnerzahl überhaupt nichts zu tun hat ist denk ich jedem klar. Sonst wär auch Deutschland unter ferner liefen und China und Indien wären Rekordweltmeister. Entscheidend ist die Qualität der Spieler-wenn San Marino mal zufällig 20 Weltklassefußballer haben sollte werden die auch weit kommen. Und die Qualität der Spieler war alles andere als schlecht, wie Marlene Dietrich ja schon geschrieben hat. Brasilien war schwer, keine Frage…aber Mexiko hätte man mit dem Kader schon packen können. Unabhängig davon folgte Kovacs Entlassung auch nicht nach der WM, sondern als in der darauffolgenden Quali Kroatien 0:0 gegen Aserbaidschan spielte und Norwegen mit 2:0 unterlag und nach 8 Spieltagen in der Tabelle zwei Punkte hinter Norwegen lag.

      6. Ibiza

        oh mann, kannst du LESEN?

        Habe ich nicht gerade vor 20minuten nochmal ausführlich dargelegt warum man natürlich nicht NUR nach Einwohnerzahl gehen kann und eben genau China und Indien erwähnt wo sie bis vor kurzem wenig bis gar nicht für Fußball interessiert wurde.

        Und nochmal, wenn in den letzten was weiß ich wie viel Dekaden immer nur Länder um die 60 Millionen oder mehr Einwohnern gewonnen haben, obwohl es ein sehr hohes Vielfaches an Ländern mit viel weniger Einwohnern gibt. Kann man dann wie du es gerade sagst behaupten dass es ÜBERHAUPT keinen Zusammenhang zwischen Einwohnerzahl und WM titeln gibt??????

      7. Olorin

        @Ibiza

        Das ist kein Grund, aggressiv zu werden. Als ich begann, den Kommentar zu schreiben, war deiner schlicht noch nicht zu sehen.

      8. Ibiza

        ok, dann sorry, fands nur verwunderlich dasste genau meine Argumentation nochmal komplett ins Gegenteil verkehrst, aber wenn noch nicht gesehen, dann nix für ungut…

      9. Ibiza

        bei dem fetten ÜBERHAUPT im letzten Abschnitt bleibe ich aber und dass diese Aussage extrem fragwürdig ist und bleibt:

        “Dass der Erfolg einer Nationalmannschaft mit der Einwohnerzahl überhaupt nichts zu tun hat ist denk ich jedem klar.”

      10. Ibiza

        selbst die Niederlande, an die man dann gerne denkt bei erfolgreicheren (auch wenn den Titel noch nie gewonnen haben waren sie immerhin schon mehrfach im Finale), aber im Vergleich zu den Titelträgern eher kleineren WM Teilnehmerländern, haben aber immer noch mehr als das 4 fache an Einwohnern als Kroatien, hätte ich jetzt aus dem Steigreif auch nicht genau sagen können wie drastisch der Unterschied der Einwohnerzahl da nochmal ist, aber er ist es sehr wohl…

        Und klar KÖNNTE San Marino die WM gewinnen wenn sie denn mal auf einen Schlag 20 Weltklassespieler zustande brächten. Aber die Wahrscheinlcihkeit dafür ist halt ganz einfach viele tausende Mal kleiner, dass das geschieht als bei einem Land wie Deutschland oder gar Brasilien…

      11. Olorin

        Ich glaub wir meinen fast das gleiche: Natürlich steigt die Wahrscheinlichkeit, 20 Weltklassefußballer zu haben, mit der Einwohnerzahl. Aber das ist das, was ich unter Qualität des Kaders gefasst habe. Ich meine: wenn San Marino den deutschen Kader hätte wären sie Mitfavorit auf die WM, unabhängig von der Einwohnerzahl. Also sollte man eher die Kaderqualität heranziehen, und die ist und war bei Kroatien deutlich höher als es die Einwohnerzahl des Landes vermuten lässt.

      12. Ibiza

        ok, so wird ein Schuh draus in der Tat.

        Mein Punkt war dann halt ganz einfach dass es im Durchschnitt einen Zusammenhang zwischen Kaderqualität und Einwohnerzahl gibt. Und selbst wenn es in der Tat einige doch recht bekannte Namen in der kroatischen Nationalmannschaft gibt. Das mit den doch eher 20 (jedenfalls klar mehr als den glaub ich genannten etwa 4-5 und auch klar mehr als 11…) nötigen Weltklassespielern bringt es zumindest sehr gut auf den Punkt. Selbst wenn bei so einer kleinen Nation mal paar echte Weltklassespieler in kurzer Zeit auftauchen wie gerade in Kroatien, von einem ausreichend breiten und starken Kader sind solche Länder meistens immer noch meilenweit entfernt. Was natürlich nicht heissen muß dass man sich dann mal in einem Tunier in einen Rausch spielen kann wie ja dann Island in der Tat das beste Beispiel für ist…

      13. Ibiza

        “nicht” spielen kann hat da noch gefehlt. Aber davon das Tunier dann zu gewinnen, ist man natürlcih immer noch weit entfernt dann, das klappt dann halt eher nur mal alle 20/30 Jahre a la Griechenland.

        Oder wenn man eben einen gewissen Christiano Ronaldo in seinen Reihen hat. Off topic, aber noch jemand da der bezweifelt, dass er der beste Fußballer aller Zeiten ist?

        Natürlcih kann man sich streiten, ob geschossene Tore dafür einziges Kriterium sein kann, aber ich kann mir aktuell kaum vorstellen dass es jemand von uns erleben wird, dass der von ihm der dann in einigen Jahren bei seinem Karriereende (und ich denke er macht aus eben diesem Grunde auch so lange weiter wies nur geht, weil auch er das nicht erleben will dass seine Rekorde gebrochen werden, erfolgsbessen genug dafür ist er ja allemal) dann erst mal fixierte Torrekord in der Championsleague gebrochen wird…

  32. Hubert

    Die beiden Kroaten sollens jetzt also richten. Bravo. Viel mehr Naivität geht fast nicht mehr.
    Kovac kam schon damals mit Modric und Konsorten nicht klar.

    Gottseidank hatte Uli die EMali von Steffi Jones nicht.

    1. Ibiza

      don’t feed the troll, don’t feed the troll.

      Ja, es heißt hart bleiben Jungs!

  33. Olorin

    “Niko Kovac als Trainer beim FC Bayern ist in vielerlei Hinsicht ein Experiment, möglicherweise das spannendste seit Jürgen Klinsmann im Jahr 2008/09. ”

    Den Punkt seh ich leider ein bissl anders. Ich denke Kovac ist kein Experiment sondern, wie die meisten Trainer vor ihm, der größte verfügbare Name. Das scheint nur nicht so, weil er kein besonders großer Name ist, aber tatsächlich war wohl mittlerweile kaum noch jemand “renommierteres” ohne Ansehensverlust zu haben. KHR hatte ja schon früh verkündet (wohl in der Überzeugung, dass es entweder Heynckes oder Tuchel machen werden), dass der neue Trainer deutschsprachig sein würde. Damit war die Auswahl von vornherein eingeschränkt und wenn man sie so durchgeht waren alle “größeren Namen” nicht zu haben. Heynckes wollte nicht mehr, Tuchel hat man zu lang sitzen lassen, Löw hat keine Zeit für die Vorbereitung und Kaderplanung, Klopp wird sein Projekt in Liverpool nicht jetzt verlassen wollen, da es gerade beginnt, Früchte abzuwerfen, Nagelsmann und Hasenhüttl sind bis 2019 gebunden. Da war die Ausstiegsklausel bei Kovac dann das rettende Ufer.

    Wie auch immer schließ ich mich mal den meisten anderen Kommentatoren an und sage: Herzlich willkommen Niko Kovac. Dass er nicht meine Ideallösung ist hab ich und andere jetzt ausreichend begründet, aber dafür kann er ja nichts. Menschlich find ich ihn sympathisch und hoffe, dass meine Befürchtungen nicht wahr werden.

    1. Ibiza

      Dass mega renommierte Erfolgstrainer wie Guardiola und Ancelotti einfach mal so frei verfügbar auf dem Markt sind, wie es da gerade passend vor/nach der Guardiola Ära dann mal in Serie zustande kam, war natürlich ein seltener Ausnahmefall.

      Selbst ein jetzt auf den ersten Blick mal renommierterer Name, zumindest im Vergleich zu Kovac, wie Tuchel, der jetzt als einziger einigermaßen attraktiver Trainer frei auf dem Markt war, hätte zumindest ex ante (siehe Ancelotti, wie wenig das wert sein kann am Ende) total nach einem Abstieg geklungen im Vergleich zu den Bayerntrainern vor/nach Heynkes…

      1. Hittmer Otzfeld

        Ehm nein, Tuchel hat international sehr sehr viel Renommee und stand auch bei Real und Chelsea auf dem Zettel. Anfang März empfahl Heynckes auch öffentlichkeitswirksam den lieben Thomas. Bitte all das nicht vergessen.

        Tuchel wäre die 1a Lösung gewesen, man hat ihn schlichtweg nicht bekommen.

        Was aufstößt -zm. mich- dass man, ähnlich wie bspw. bei Sane oder De Bruyne, ja im Rennen war aber sich wohl letztlich nicht richtig getraut wurde.

        Andere Foristen haben es ja bereits festgestellt und dafür Prügel bezogen: Kovac ist die dritte Wahl! Das ist ein Fakt und keine Meinung.

        Sehr schade, dass Kalle und Uli so unsouverän bei der Trainersuche gehandelt haben und Kovac mit so einem Rucksack starten muss.

      2. Ibiza

        Fakt? Woher willste das wissen?

        Wenn man Tuchel unbedingt haben hätte wollen von Anfang an- kein Mensch weiß ob man ihn dann bekommen hätte oder nicht. Nach allem was man gehört hat war das aber eben gerade nicht der Fall, dass alle bei Bayern (und dass sowas bei Bayern nur einstimmig beschloßen wird ist nun wirklcih total klar und bekannt) Tuchel haben wollten.

        Nach dem was Tuchel selbst verlautbart hat (inwieweit er da die Wahrheit sagt weiß man natürlich ebensowenig) hätte er jedenfalls allemal grundsätzlich Interesse an einem Engagement bei Bayern gehabt. Nur haben die sich bei ihm erst gemeldet als es zu spät war und er schon andersweitig zugesagt hatte. Nur das ist doch wirklcih Fakt, alles andere ist Spekulation…

      3. Ibiza

        und apropos Rucksack – also wenn Kovac das so empfindet wäre er in der Tat zu bemitleiden, aber das kann ich mir im Leben nicht vorstellen.

        Für ihn ist das die geilste Chance, die er je hatte und die er sich nur erträumen konnte vor paar Jahren.

        Und wie schon erwähnt von anderen weiter oben – mal schauen wer sich länger bei seiner neuen Station halten wird – Tuchel bei PSG oder Kovac bei Bayern.

        My money is on Nico!

      4. Hittmer Otzfeld

        – Man versucht Heynckes für eine weitere Saison zu überreden
        – Tuchel informiert Bayern, dass er nicht verfügbar ist
        – Daraufhin versucht das Triumvirat dann DOCH Tuchel von einem Engagement zu überzeugen (angeblich bis tief in die Nacht)

        Also wenn das nicht verpokert ist, dann weiß ich auch nicht.

      5. Ibiza

        du sagst es, man hat ihn nicht bekommen weil man nicht zu 100% und von Anfang an wollte. Sondern man hatte sich erst langwierig dazu durchringen müssen.

        Ob das dann im Endeffekt ein Verlust war, oder man mit seinen Zweifeln recht behalten hätte, das weiß kein Mensch…

        Was wir aber sehen werden ist wie Kovac sich bei Bayern und Tuchel bei PSG schlagen wird. Das sagt uns natürlich trotzdem noch nicht wie es mit Tuchel bei Bayern gewesen wäre. Aber beides ist auch mega spannend zu beobachten…

        Und wer weiß, wenn Tuchel sich bei PSG nicht blamiert – vielleicht sehen wir ihn dann ja in 5 oder 10 Jahren doch nochmal bei Bayern. Dann aber als einen Trainer mit internationaler Erfahrung und sicherlich charakterlich auch nochmal ein Stück weit gereifter. Auch dann weiß man nicht wie das aktuell ausgegangen wäre, aber auch das wird dann wieder total spannend…

      6. Olorin

        Nein, man wollte ihn nicht zu 100 %. Man wollte zu 100 % Heynckes. Erst als man den nicht kriegen konnte wollte man Tuchel. Und erst als man den auch nicht haben konnte Kovac. Ob da noch was dazwischen war ist Spekulation, aber die Kette zwischen diesen dreien ist durch Aussagen der Entscheider eindeutig bewiesen.

      7. Osrig

        @”Balearenfreund” ;-):
        “Und wer weiß, wenn Tuchel sich bei PSG nicht blamiert – vielleicht sehen wir ihn dann ja in 5 oder 10 Jahren doch nochmal bei Bayern. Dann aber als einen Trainer mit internationaler Erfahrung und sicherlich charakterlich auch nochmal ein Stück weit gereifter. ”

        Das kann ich mir auch gut vorstellen!

        Und wenn ich jetzt doch mal meine Glaskugel auspacke, dann ahne ich, dass der Scheich in Paris mit Tuchel nicht die Geduld haben wird, die ein Trainer aber benötigt, wenn er auf seiner ersten Station im Ausland etwas aufbauen und dazu noch mit einer völlig neuen Liga und Vereinskultur zurecht kommen muss. Tuchel und PSG könnte also schon nach einer Saison Geschichte sein! Und wenn Kovac bei uns einen Rumpelstart hinlegt, wir plötzlich in allen Wettbewerben hinterher hecheln, dann würde es mich nicht wundern, wenn Kovac auch gleich wieder an die Luft gesetzt wird. Vermutlich wird dann auch gleich Salihamidzic “gegangen”.

        Das alles ist natürlich Spekulation – und etwas Wunschdenken! Die Entscheidung pro Kovac ist gefallen, was auch immer die Beweggründe bei unserer Führung dafür waren, Nico wird sicherlich alles ihm mögliche dafür tun, erfolgreich zu sein. Wenn es ihm gelingt, bin ich beruhigt und gebe dann gern zu, mich in ihm geirrt zu haben.

      8. Ibiza

        ich kann mir sehr gut vorstellen dass beide Seiten – Tuchel und Bayern im Endeffekt sehr froh sind so wie es gelaufen ist.

        Tuchel geht den Guardiola Weg, Geldscheisserverein ohne echte Fußballkompetenz vor Ort. Da kann er schalten und walten wie er will und muß sich von niemand groß reinreden lassen. Zudem hatte er Glück dass es jetzt gar so mies lief für PSG diese Saison mit dem Hammerlos im Achtelfinale und dann auch noch total blamablem Ausscheiden mit 2 Niederlagen. Wenn er wenigstens ins Halbfinale mal schaffen würde könnten sie ihm wohl weiteres Jahr nicht verweigern, und dafür stehen die Chancen wohl nicht schlecht für ihn nächstes Jahr.

        Bayern hat sich den komplizierten Typ Tuchel erst mal erspart, man kann sich ankucken ob er sich international bewährt und ihn dann eben in Zukunft vielleicht doch irgendwann holen. Ähnlich wie bei Kloppo, nach seiner Dortmunder Zeit wäre er in München unvermittelbar gewesen. Wenn jetzt schöne internationale Erfolge aufbaut wird das dann mit der Zeit anders ausschaun. Beide sind noch recht jung und sind aller Wahrscheinlichkeit noch Minimum 15-20 Jahre unterwegs trainermäßig wenn der Weg nicht irgendwann wegen erfolglosigkeit zu Ende geht, dann hätte man sich aber auch was erspart. Ansonsten wird der Weg eines deutschen Erfolgstrainers früher oder später zu Bayern München führen…

    2. Stern des Südens

      Meinst Du, der größte verfügbare Name spielt die entscheidende Rolle (bei den Entscheidern)?

      1. Olorin

        So würde ich unsere Entscheider schon einschätzen, ja. Und ein gewisser Zusammenhang zwischen dem Namen und der Qualität ist ja auch nicht von der Hand zu weisen, siehe Guardiola.
        Trapattoni -> Rehhagel -> Beckenbauer -> Trapattoni -> Hitzfeld -> Magath -> Hitzfeld -> Klinsmann -> van Gaal -> Heynckes -> Guardiola -> Ancelotti
        Was sagt uns das? Zum einen holt Bayern gern Trainer zurück, wenn sie sich halbwegs bewährt haben oder woanders wieder überzeugen. Heynckes ist das Extrembeispiel, aber auch Trap, Hitzfeld und Beckenbauer durften zweimal ran. Aber das war auch quasi immer das renommierteste, was gerade zu bekommen war. Nicht immer war dieser Ruf gerechtfertigt (siehe Klinsmann), aber es ist Fakt, dass auch Grinsi-Klinsi zum Zeitpunkt seiner Einstellung als ziemlich heißer Scheiss galt. Erneuerer des deutschen Fußballs und so.

    3. Hittmer Otzfeld

      Ach und bei Pochettino ist man ja auch noch abgeblitzt lieber Ibiza. Keine Chance das man bei Kovac vom Wunschkanditaten sprechen kann, was auch absolut okay weil er, wie du schon richtig sagst, letztlich an seiner eigenen Leistung gemessenen werden mit.

      Was bleibt ist mein Empfinden: mehr Notnagel als Coup.

      1. Ibiza

        ja, “ganz sicher” ist man bei Pochettino abgeblitzt. Wo man, wie ganz offizell bestätigt wurde, gemäß Vorstandsbeschluss ausländische Trainer überhaupt nicht ins Kalkül ziehen wollte…

  34. Osrig

    Zunächst einmal:
    Ich heisse Nico Kovac als neuen FCB-Trainer ab Juli bei uns willkommen, und bin neugierig darauf, zu erleben, was für Ideen er mitbringt und wie er den Umgang mit unseren Spielern pflegen wird!

    Niemand von uns kann in die Zukunft schauen – obwohl einige hier scheinbar ihre Glaskugel dabei haben ;-) – und somit läßt sich vorab nicht ersehen, ob Kovac mit unserem FCB Erfolg haben wird, oder jämmerlich versagt und schnell abgelöst wird!
    Aber es gibt doch Tendenzen und Rückschlüsse auf mögliche Entwicklungen, die aus dem bisherigen Handeln von Kovac gezogen werden können:

    Ich bin überzeugt, dass Kovac ein Trainer ist, der klare Vorstellungen davon hat, wie eine Mannschaft zu führen ist, wie ein Training zu gestalten ist, und wie er einen Matchplan entwickeln muss. Mehr noch, ich denke, er ist ein Trainer, der in der Lage ist, auf ein Spiel von außen Einfluss zu nehmen, und der es schaffen kann, in seiner ruhigen Art Spieler und “Staff” für sich zu gewinnen. Dies hat er in seinen bisherigen Trainerstationen gezeigt. Aus dieser Perspektive heraus halte ich Kovac für eine Wahl, die durchaus erfolgversprechend sein kann.

    Aber:
    Seine internationale Erfahrung bleibt gering, als Vereinstrainer ist sie im Grunde nicht existent! Und die Arbeit eines Nationaltrainers ist in vielen Bereichen einfach gänzlich anders, insbesondere hinsichtlich des Umgangs mit Stars bzw. schwierigen Spielertypen! Kroatien zur WM 2014 geführt zu haben, verdient sicherlich Respekt, es bleibt die Tatsache, mit ihnen nach der Vorrunde ausgeschieden zu sein, und das knappe Ergebnis gegen Gastgeber Brasilien sollte nicht überbewertet werden, da Brasilien nur noch ein Schatten seiner früheren Jahre war!

    Spieler besser machen zu können, die mehrfache Deutsche Meister sind, Weltmeister und Pokalsieger, die “CL-Schlachten” geschlagen haben und fussballerisch im Grunde schon mit allen Wassern gewaschen sind, das hat Kovac bisher noch nicht unter Beweis stellen können – wie denn auch? Eine Mannschaft aus den Abstiegsrängen einer schwächelnden Liga in die Nähe der CL-Ränge geführt zu haben, ist für mich in dieser Hinsicht allerdings keine Empfehlung!
    Trotzdem könnte Kovac sich als entwicklungsfähig erweisen und an Format gewinnen!

    Das größte Fragezeichen sehe ich im Hinblick auf das von ihm bevorzugte System, welches er mit unserem FCB spielen lassen wird!
    Seine Mannschaften kommen über den Kampf ins Spiel, “rustikale Gangart” ist sicher keine Untertreibung! Schnelles Spiel in die Spitze bei eigenem Ballbesitz und phasenweise frühes Pressing stellen – soweit ich es überblicke – Aspekte seiner Taktik dar!
    Und damit sind wir bei der System-Diskussion:

    Wer darauf hofft, durch sichere Defensivleistungen und schnellem Spiel nach vorn einen dominanz-orientierten Gegner auskontern und auf diese Weise die CL gewinnen zu können, wird sicherlich mit der Wahl von Kovac als neuen Trainer zufrieden sein!
    Ich bin es nicht! Denn ich halte diese Spielweise für ein Verlierer-System, mit dem eine schwächere Mannschaft versucht, sich gegen stärkere Gegner zu behaupten. Mit diesem System wird man in der Liga gegen andere, ähnlich kompakt und reaktiv eingestellte Mannschaften Punkte lassen; und in den Pokalwettbewerben hat man trotzdem viele Unwägbarkeiten, die einen Erfolg weniger wahrscheinlich machen, als im Dominanzsystem. Denn bei dem geringen Ballbesitz, den man haben wird, müssen die wenigen Konterzüge sitzen, um Erfolg zu haben – und da braucht es vor allem Glück.
    Wenn Kovac nun tatsächlich als Trainer installiert wurde, um ein solches Reaktiv-System zu installieren, dann ist es in meinen Augen ein gewaltiger Rückschritt, der uns aus der europäischen Spitze herausfallen läßt.
    Und das letztlich nur, weil man meint, mit diesen Mannschaften finanziell nicht mehr mithalten zu können!

    Wie es auch in einem der zahlreichen Medienartikel stand: Die Linie VanGaal, Guardiola und durchaus auch Heynckes standen für Weiterentwicklungen gerade in taktischer Hinsicht. Diese Linie wird jetzt wahrscheinlich durchkreuzt!
    Natürlich ist Taktik nicht alles, aber nach “Gehts raus und spuits Fussball” zu verfahren, geht nun mal völlig an der Sache vorbei!
    Ich hoffe sehr, dass mich Kovac in taktischer Hinsicht überrascht und den FCB doch dominanzorientiert weiterentwickeln kann- wozu ich ihm gern die grundsätzliche Fähigkeit zubillige – aber wenn er es nicht kann, hoffe ich auf Auflösung des Mißverständnisses und schnellen Wechsel zur nächsten Saison.

    1. Ibiza

      sehr schöne Analyse.

      Aber was sagst du zu dem Argument wie die erfolgreichsten beiden Vereine der letzten 10 Jahre vorzugehen. Nämlich Barca und Real. Wieso können diese Megavereine es sich leisten Ex-spielern (und wie schon erwähnt auch welchen die Strippenzieher im Mittelfeld waren) völlig ohne externe Trainererfahrung ihre Mannschaft anzuvertrauen? Eben siehe Guardiola und Zidane die jeweils nur kurze Erfahrung mit der B-mannschaft gesammelt.

      Warum sollen wir beim FC Bayern dann hingegen in Angst verfallen, wenn ein Exspieler geholt wird der nicht nur ne B-Mannschaft in unterklassiger Liga, sondern bereits eine Nationalmannschaft bei der WM und drauf und dran ist jetzt eine Bundesligamannschaft die normal Abstiegskandidat wäre stattdessen ev. in die CL aber zumindest recht wahrscheinclih in die EL zu führen.

      Klar, wir sind verwöhnt, unsere letzten 4 Trainer nach Klinsmann waren alle CL-titelträger. Aber wenn das für die erfolgreichsten Vereine der Welt ein akzeptables Risiko zu sein scheint extern völlig unbewiesenen Leuten bzgl. des Trainergeschäft ihre Mannschaften anzuvertrauen und das auch noch in Serie dann die erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre wurden, warum sollten wir das nicht mal versuchen????

      1. Osrig

        Fraglos war es für Barca und Real ein Wagnis, ihre Mannschaften jungen und unerfahrenen Trainern anzuvertrauen. War das Risiko für die spanischen Top-Teams überschaubar?
        Ich denke schon! Die Voraussetzungen für Guardiola bei Barca waren sicherlich anders, dort hatte Pep lange (!) gespielt, ist dort groß geworden und war mit den Anforderungen und Vorgaben durch den Verein vertraut, kannte die Philosophie, die ja schon durch seine Vorgänger vorgegeben war!
        Ähnliches gilt auch für Zidane!

        Kovac mit Guardiola und Zidane auf eine Stufe stellen zu wollen, halte ich für sehr wohlwollend!
        Zwei ganze Spielzeiten FC Bayern prädestinieren ihn wahrlich nicht dafür, die taktische Philosophie unseres Lieblingsvereins verinnerlicht zu haben, tatsächlich zweifele ich im Moment gerade daran, ob es diese durchgehende Strategie überhaupt gegeben hat. Mindestens seit dem Weggang Sammers wohl nicht mehr! Dabei kommt es doch gerade darauf an, auf die klare Ausrichtung der Profimannschaft und aller Nachwuchsteams einschliesslich der zuarbeitenden Leute auf eine definierte Spielphilosophie!
        Die Spanier haben das geschafft, und darin sehe ich deren große Stärke!

        Kovac hat fraglos Potential, das aber haben auch Kohfeldt, Nagelsmann und andere aus dem Amateurbereich hochgezogene Trainer ebenfalls!
        Hat Kovac aber ein System, mit dem er uns an der europäischen Spitze halten kann?
        Daran habe ich große Zweifel!
        Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren, und halte es wiederum durchaus für möglich, dass es ihm auch gelingt! Allein die Wahrscheinlichkeit halte ich nicht für hoch, eben weil er keiner wie Guardiola oder Zidane mit deren Voraussetzungen ist!

      2. Ibiza

        tja, taktische Philosophie, großes Wort. Bei Barca/Guardiola kann man das natürlcih nicht von der Hand weisen. Wieweit man da auch bei Real/Zidane davon sprechen kann, dass es da durchgängig eine so klare und besondere Linie (also irgendwie vergleichbar eben mit Barca, das dahingehend natürlcih international total heraussticht) gibt/gab muß ich zugeben kann ich null beurteilen, es war aber auch fast 10 Jahre her und auch “nur” 5 Jahre bei Zidane und Real. Aber ja, das mit den 2 Jahren nur bei Kovac/Bayern läßt sich nicht von der Hand weisen.

        Vor Guardiola wars bei Barca aber wiederum Frank Rijkard, auch mit CL-titel gekrönt. Der hat nie bei Barca gespielt und bei dem war die einzige Vereinsstation kurz davor bei Sparta Rotterdam mit dem ersten Abstieg deren Vereinsgeschichte “gekrönt”. Dagegen klingt das bei Kovac zuletzt ziemlich fantastisch…

    2. Stern des Südens

      Zitat @osrig: Die Linie VanGaal, Guardiola und durchaus auch Heynckes standen für Weiterentwicklungen gerade in taktischer Hinsicht. Diese Linie wird jetzt wahrscheinlich durchkreuzt!

      Also, ich liebe Jupp und glaube sogar, dass wir gerade auf dem Weg zum zweiten Triple mit ihm sind, aber wenn Eines bei ihm nicht passiert, dann ist es taktische Weiterentwicklung. Er nimmt, was er hat und macht das Beste draus. Wie einige Beiträge vorher angemerkt, ist die Moderation der ganzen Geschichte eine der Kernkompetenzen eines zeitgemässen Trainers.

      Ich hoffe, Kovac fängt jetzt sofort an, spanisch zu lernen.

      1. Ju

        Also, diese Vorstellung von Heynckes ist zwar hemdsärmelig-zünftig, aber auch schlicht unrichtig. “Er nimmt, was er hat und macht das Beste draus. ” Was ist denn taktische Entwicklung, wenn nicht genau das? Es stimmt, dass er nicht für diesen einen prägenden Stil steht. Aber genauso wie er im Verbund mit Herrmann van Gaal’s Stil taktisch entwickelt hat – und zwar stärker, als es die gemeine Meinung ist – hat er nun Ancelottis Mannschaft taktisch auf ein wesentlich höheres Niveau gebracht.

        Dass eine seiner Stärken die Moderation ist, ist zwar richtig, für sich allein gesehen jedoch recht wenig werd.

  35. Ibiza

    also es ist ein Argument, das ich weder in der Presse noch in den diversen Expertenrunden zum Thema Fußball, wo die FCB Trainerfrage natürlich rauf und runter diskutiert wurde seit Ancelotti gefeuert vor halben Jahr, auch nur ein einziges Mal erwähnt gehört/gelesen hätte und bisher wurde im Forum darauf auch null eingegangen, zumindest bei meinen Erwähnungen weiter oben.

    Dabei wäre doch eigentlich nichts naheliegender als mal etwas über den deutschen/bayrischen Tellerrand hinaus zu kucken wie die erfolgreisten Vereine der letzten Jahre das handhaben. Und das sind halt nun mal sowas von klar die beiden spanischen Clubs nachdem seit dem FCB niemand anderer mehr die CL gewonnen hat.

    Wie auch schon erwähnt haben natürlich die beiden Herren Messi+Ronaldo das ihrige getan diese Erfolge herbeizuführen. Aber dass mal auch so gar niemand mal drauf kommt (natürlcih vorallem von den Herren Experten und den Schreiberlingen die genau dafür bezahlt werden sich über sowas Gedanken zu machen anders als wir) was diese Vereine bzgl. ihrer Trainerposition so treiben und was davon die erfolgreichsten Picks waren? Und das sind halt nun mal ganz klar Guardiola und Zidane gewesen. Niemand sonst hat in den letzten Jahren mehr als einmal den Titel geholt.

    Was also soll daran denn bitte falsch sein wenn es der FCB mit jemand versucht der eben schon viel mehr Erfahrung und auch Erfolge als Trainer vorzuweisen hat als diese beiden Ex-Vereinsspieler, die extern nun absolut gar keine Trainererfahrung hatten?

    Natürlich ist jeder Trainerpick in gewisser Weise ein Gang ins Ungewisse, aber ich persöhnlich bin mittlerweile (ursprünglich hielt ich auch Tuchel für die beste Wahl, was sich aber wie weiter oben ausführlich dargelegt dann im Laufe der letzten Monate doch deutlcih gewandelt hat) voll überzeugt, dass Kovac ex ante die beste Wahl für den FCB zu diesem Zeitpunkt war…

    1. Tipic

      Was mir bei der Bestellung von Kovac als Trainer Sorgen macht: Er wird, fürchte ich, für einen Weltklassespieler oder auch nur für ein internationales Toptalent keinen Pluspunkt für eine Entscheidung pro FCB darstellen … Neben den begrenzten finanziellen Möglichkeiten und der zweifelhaften Attraktivität der BuLi ein weiterer Faktor, der es uns erschweren wird, an Topspieler zu kommen.

      1. Ibiza

        nach allem was man so über Tuchel gehört hat und seinem Verhältnis zu den Spielern, sowie der (natürlich nur angeblichen) Reaktion der Bayernspieler auf seine Nichtverplichtung – ich kann mir gut vorstellen dass das mit der Lösung nur noch schwieriger gewesen wäre neue Spieler zu überzeugen…

        und auch alle anderen potentiellen aktuellen Trainerkandidaten (Löw denke ich kann man hier aktuell einfach nicht nennen, 2019 schaut das ev. anders aus fall es doch nicht klappt mit Kovac) kann ich mir kaum vorstellen, dass Begeisterungsstürme bei potentiellen Neuverpflichtungen ausgelöst hätten.

        Und leider sind wir halt nicht bei Wünsch dir was wo man bei jeder Gelegenheit Trainer wie Guardiola aus dem Hut zaubern kann…

    2. GestrandetInBerlin

      Der Vergleich hinkt halt extrem. Barca und Real haben extrem gute Jugendmannschaften, hatte Mal irgendwann gehört, dass Real quasi die halbe Liga mit Spielern beliefert und in der eigenen Mannschaft spielen auch nicht zu wenig. Gerade bei Barca wiederum wird meines Wissens in der ganzen Jugend eine Spielphilosophie durchgezogen. Letzteres dürfte ja nicht unwesentlich sein, wenn man als Trainer aufsteigt.
      Den offensichtlichen Punkt, dass Kovac bei Bayern nur Spieler war, Mal beiseite gelassen.

      1. Olorin

        Ich denk auch. Der Vergleich Kovacs mit Guardiola oder Zidane hinkt sehr. Beide waren davor Trainer der zweiten Mannschaft, insofern wäre-wenn man das im Hinterkopf gehabt hätte-dann eher Tim Walter die vergleichbare Option gewesen.

  36. Stern des Südens

    Da greife ich doch mal genau diesen “Wie machen es andere”-Aspekt auf.
    Häufig wenig beachtet bleiben die “Soft Skills”, die wahrscheinlich den entscheidenden Unterschied machen. Beispiele:

    Irgendwann hat sich herumgesprochen, das der ehemalige Mou alle Kritik auf sich gezogen hat, um sein Team zu schützen.
    Ancelotti war in Spielerkreisen über Jahre superbeliebt und hat recht viel gewonnen. Dann wars vorbei.
    Zidane ist Franzose und spricht perfekt englisch und spanisch. Bale und die spanischen Nationalspieler verstehen ihn.
    Jupp hat auch wegen seines Werdegangs einen James “eingefangen”, der zuerst fürchterlich unglücklich in München war

    Kovac hat nicht die riesige Erfahrung, aber eine totale Multikultitruppe in Frankfurt zu einem Team geformt. Viele spanischsprachige Leute aus allen möglichen lateinamerikanischen Ländern dabei. Könnte ihm demnächst helfen, auch mit James, Thiago, Martinez und was weiß ich wem gut auszukommen.

    Mit Geld lässt sich viel kaufen, aber das Sprachverständnis nur schwer. So weit ich mitbekommen habe, haben alle Spieler die Bundesliga schnell wieder verlassen, die einen Dolmetscher beschäftigt haben. James lernt jetzt deutsch. Tuchel ist wohl auch bei PSG untergekommen, weil er gut französich spricht.

    In Madrid hat Kroos das erste Jahr einen sehr schweren Stand gehabt, weil er nicht nur zurückhaltend ist, sondern kein spanisch konnte. Mittlerweile ist er immer noch zurückhaltend, aber eine der wichtigsten Stimmen, wenn er mal was sagt: auf spanisch.

    Eine Spitzenmannschaft wie unsere braucht neben sportlicher Qualität auch Assimilation und Integration. Kovac hat mir das in seinen nur zwei Jahren bewiesen. Aus einer leidlich begabten “Kloppertruppe” hat er ein ansehnliches Fußballteam geformt. Jetzt wirds richtig spannend. Was macht der Kerl, wenn er ein “ansehnliches” Team weiterentwickeln soll? Ich bin so gespannt …

    1. wipf1953

      Sehr richtig, was Du sagst!

  37. Hubert

    Der Unterschied zwischen Tuchel und Kovac ist der, das Tuchel sich vorher mit den Entscheidern des FCB getroffen hat und Perspektiven ausgelotet hat. Das lief wohl nicht so zur Zufriedenheit von Hoeness. Nach langem Hin- und Her wollte man dann ihn doch nur kurz anrufen und sagen, dass man es sich überlegt habe. Leider zu spät. Wie bei so vielen Entscheidungen in den letzten beiden Jahren.
    Kovac muss innerhalb von Stunden zugesgt haben, ohne vorher weder mit seinem bisherigen Arbeitgeber, noch mit seinem zukünftigen Arbeitgeber gesprochen zu haben. Klar, so eine Chance bekommt er nicht wieder, aber seids mir nicht böse – das ist alles andere als ein Plan. Den es, und das wird mittlerweile immer klarer, beim FC Bayern auch nicht gibt. Außer, dass man in seinem eingen Saft weiter schmoren möchte. Nur gewinnt man so keine CL mehr. Und gegen Leverkusen dann bald auch ncht mehr.

    1. Ibiza

      und warum konnte das so durchgezogen werden mit Kovac? Und warum mußte er nicht mal mehr nachfragen beim Arbeitgeber sondern denen dann nur noch Bescheid sagen?

      Weil er eben von Bayern offensichtlich schon vor 2 Jahren darauf angesprochen wurde, sich in einer Vertragsverlängerung ganz genau diese Ausstiegsklausel für Bayern einbauen zu lassen….

      Kein Plan????

      1. Hubert

        Teil 2 des Plans:
        Can aus Liverpool zurückholen.

      2. Olorin

        Spielertypen wie Can haben wir ja nun wirklich genug im Kader. Da hat Liverpool deutlich interessantere Spieler…leider laufen deren Verträge nicht im Sommer aus

  38. Roland Wohlfahrt

    Ich verweise auf seine “Erfolge” mit der kroatischen Nationalmannschaft, die trotz absurder Qualität unter seiner Regie deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Statt eines Taktikers/Konzepttrainers vertraut man lieber einem mit Stallgeruch. Unfassbar wie amateurhaft und irrational Bayern grad geführt wird.

    1. Ibiza

      genau, so absurde Qualität dass bei den beiden EMs vor/nach der Kovac WM nie weiter als Achtelfinale kamen und zur aktuellen WM auch nur mit ach und krach über playoffs geschafft haben. Total beieindruckend, ja, geradezu absurde Qualität, lol

    2. Ibiza

      und selbst zu der 14er WM kamen sie nur über die Playoffs, zu denen Kovac dann übernommen hatte.

      Es hat hier glaub ich keiner behauptet, dass seine Nationalmannschaftskarriere ein Ruhmesblatt war. Aber gerissen hat die kroatische Nationalmannschaft offensichtlich bei den Tunieren/Qualifkationen weder vor noch nach ihm sonderlich etwas.

      Overperformt hat er aber eben in der täglichen Arbeit mit einer Vereinsmannschaft, eben Eintracht Frankfurt, wo er gerade völlig überaschend um einen CL Platz kämpft.

      Was übrigens auch als Heynkes übernommen hat im Herbst noch null absehbar war. Ist es da so überaschend, dass man jetzt erst kurzfristig auf Kovac kam als beste Lösung, auch wenn man eben passend vor 2 Jahren immerhin schon vorgebaut hatte mit dem Hinweis für die Ausstiegsklausel…

  39. wipf1953

    Nochmal kurz zu Juventus Turin:

    1. Seit dem Zwangsab- und Wiederaufstieg war es sicher nicht ganz einfach, den Verein wieder in die Erfolgsspur zu setzen. Das ist ja wohl eindrucksvoll gelungen, und zwar in einer “Looserliga”, in der “grauenhaft gekickt wurde” und die, in Anbetracht der früheren Strahlkraft, nur als “verblasster Mythos” bezeichnet werden konnte (Ähnlichkeiten mit dem heutigen Zustand der Fußball-Organisation zwischen Rhein und Oder sind gegeben).

    2. Was hat Juve gemacht? Zunächst wurden sehr aktiv Spieler ge- und verkauft (so trennte man sich z.B. von einem Coman, für den man nicht das passende System hatte, und setzte auf einen gewissen Paulo Dybala). Gern wurden Spieler genommen, die bei den absoluten Branchengrößen nicht mehr geduldet waren (Costa, Benatia, Manzukic, Higuain etc. etc.). Das Spielermaterial war so gut dass es richtige Kracherverkäufe gab (Pogba, Vidal). Man setzte bei Einkäufen stark auf die heimische Liga (Dybala kam aus Palermo, Bonucci von Milan), daneben auf Frankreich und Argentinien (was kulturell sicher passt). Und man hatte immer nur italienischsprachige Trainer, z.B. einen Antonio Conte, der zuvor Kaffs wie Siena und Palermo und danach die Squadra Azurra und den FC Chelsea trainiert hatte. Die Mannschaft spielt attraktiven Offensivfußball (schon unter dem “Antitrainer” Conte, der ja zuvor nur seinen catenaccio praktizieren konnte). Ballbesitz ist nicht das zentrale Element, dafür passende Spieler hat man nicht. Turin ist aktuell Tabellenführer und war sechsmal hintereinander Meister.

    3. Juve hat ohne ihren besten Offensivmann, Paulo Dybala, Real Madrid einen großen Kampf geliefert. Wir haben jetzt den direkten Vergleich und werden sehen, wie gut sich unser Club schlagen wird.

    4. Ich weiß nicht, ob Bayern sportlich aktuell besser ist als Juventus. Ich bin mir allerdings sicher, dass Bayern finanziell die besseren Karten hat. Und ich bin der Meinung, dass bei Bayern derzeit “Luft nach oben” besteht.

    1. Kurt

      Bonucci kam von Bari. War aber mehr oder weniger von Inter. Jetzt ist er zu Milan gewechselt.

  40. Jo

    Mal was zur kroatischen Nationalmannschaft und Kovac. Das liest sich im Grunde nicht so toll. Von wegen Erfolge und so.
    Wenn ich das mal im Rückblick betrachte:

    Start mit den erfolgreichen Ausscheidungsspielen zur WM gegen Island. Sah man damals als keine große Sache an. Heute im Rückblick, vor allem auch auf Island, vielleicht nicht so schlecht.

    Die WM in Brasilien. Erinnern sich vielleicht die meisten noch an das Auftaktspiel und wie sie sich ggf. geärgert haben. Weniger über Kovac, als über den unfassbaren Elfmeter der das Spiel gegen gute Kroaten entschied. Dann ein klarer Sieg gegen Kamerun.
    Gegen Mexiko das schlechteste Spiel des Turniers mit einer verdienten Niederlage. Gut, war aber aus meiner Sicht auch die beste mexikanische Nationalmannschaft die ich je gesehen habe.

    Folgte ein guter Start in die EM-Quali als Tabellenführer. Dann wegen Fanausschreitungen zu einem Geisterspiel verurteilt kam es bei diesem zu dem bekannten”Hakenkreuzvorfall” so dass Kroatien in der Folge der sportlich redlich verdiente Punkt gegen Italien abgezogen wurde (plus weiterer Geisterspiele).
    Ob die ganzen Querelen dann sportlichen Einfluss hatten, muss dahin gestellt bleiben. Letztlich verlor dann Kroatien in der Folge das erste Spiel in dieser Quali und Kovac wurde entlassen.

    Wie man diese Bilanz sportlich beurteilen kann, mag jeder für sich entscheiden. Ich sehe darin weder ein strahlendes Triumphieren noch ein krachendes Scheitern.

    Was in diesem Zusammenhang, neben dem sportlichen, ebenfalls noch interessant sein könnte ist der Zustand des kroatischen Fußballs im allgemeinen.
    Dass da manches im Argen liegt dürfte auch Nicht-Insidern bekannt sein. Oder man verfügt natürlich über die Gnade des schlechten Gedächtnisses, auf die ein Herr Modric unlängst in einem anhängigen Gerichtsverfahren plädierte.
    Wie auch immer scheint dort ein ziemlich zähes Geflecht zwischen Funktionären, Beratern, Agenturen und Spielern zu existieren, dass es zu berücksichtigen gilt. Wer da in die diversen Nationalmannschaften berufen wird, wer dann dort spielt, auf welcher Position, scheinen Entscheidungen zu sein, die man ungern in die Hände eines einzelnen Trainers gibt. Die Geschäfte müssen schließlich weitergehen.

    Gerade mit diesem Geflecht scheint Kovac von Anfang an so seine Schwierigkeiten gehabt zu haben. Von vorne herein, als nicht dort Aufgewachsener und nie dort spielender, schon mit dem Malus des Außenseiters behaftet. Ironie der Geschichte, fehlender Stallgeruch?

    Auch scheint Kovac dann in der Folge auf alle Versuche ihn in die gewünschten Bahnen zu lenken ziemlich ablehnend reagiert zu haben. Was dann wiederum fast zwangsläufig zu einem gewissen “Liebesentzug” seitens mancher Funktionäre und Spieler geführt haben soll. Was vielleicht auch die zu diesem Zeitpunkt für manche durchaus überraschende Entlassung erklären mag.

    In diesem Zusammenhang geben vielleicht auch manche Kovac-Zitate einen anderen Sinn, die ihm heute um die Ohren gehauen werden. So von wegen “vergesst Taktik, nur das Herz zählt”.
    Zumindest zu einem Teil sind diese Aussagen wohl der Frustration eines Trainers geschuldet, der sich in Teilen von seiner Mannschaft (und anderen Offiziellen) im Stich gelassen fühlt und vielleicht eher in dem Sinne interpretiert werden sollten
    ” Was müssen wir hier über Taktik reden, wenn die Spieler nicht einmal mit ihrem Herzen und ihrem Kopf dabei sind.”

    Nochmal zur Einordnung. Die Aussagen über den kroatischen Fußball im Allgemeinen dürften hinreichend belegt zu sein. Alles was dann Kovac und seine Rolle betrifft sind Gerüchte und Geraune, wobei jeder selber entscheiden mag für wie glaubwürdig er das hält.

    1. Ju

      Zumal man ja auch ohne gleich zu Anfang in den Verdacht zu geraten, ein “Kovac-Jünger” zu sein, festhalten kann, dass zwischen der Arbeit im Verein und der mit einer Nationalmannschaft doch erhebliche Unterschiede bestehen. Ganz abgesehen davon, dass es nicht nur auf das Gesicht, sondern auch auf den Rest des Stabs ankommt. An dieser Stelle beste Grüße an Ancelotti Junior…

    2. Ibiza

      Danke für die ausführliche Einordnung seiner Nationalmannschaftszeit. So sehe ich das auch – nix tolles, aber auch keine Blamage.

      Seltsam ist wie weiter oben von mir auch erwähnt eher wie die kroatische Nationalmannschaft anscheinds bei quasi allen Tunieren und Qualifkation weit hinter den eigentlich schon sehr positiven Vorraussetzungen zu bleiben scheint. Und auch da hast du interessante Ansätze geliefert…

  41. cj

    Lange Diskussion hier im Forum. Mein kurzes Fazit: in Bezug auf Mannschaftsführung scheint Kovac sehr gut zu passen, in Bezug auf Taktik ist es schwer Vorhersagen zu treffen. Eine grundsätzliche Abkehr von Ballbesitzspiel wird es aber sicherlich nicht geben. Kovac wird sich jetzt als Trainer einer Spitzenmannschaft definieren müssen, mal sehen ob ihm dies gelingt. In dem Zusammenhang ist die Personalie Herrmann sicherlich von Bedeutung, aber so weit ich gelesen haben, ist dessen Verbleib zwar angedacht, aber nicht bestätigt, oder?

    1. Ibiza

      doch, auch das wurde gestern bestätigt.

      Und richtig, für mich ist auch genau das ein wichtiger Punkt warum ich mir in Punkto Taktik keine Sorgen mache, dass wir plötzlich spielen wie Eintracht Frankfurt, lol.

    2. Ibiza

      also lol, weil sich viele hier diesbzgl. anscheinds ernsthafte Sorgen machen.

      Aber Nico Kovac mag vieles sein, aber sicher kein Volldepp, der er dazu sein müßte.

      Doch ja, der Verbleib von Hermann wird es noch weiter erleichtern die bisherige Spielphilophie zu bewahren.

      1. Olorin

        Etwas weniger schwarz-weiß bitte. Es gibt eine große Grauzone zwischen “bestmögliche Traineroption für Bayern München” und “Volldepp”. Und nein, Bayern wird sicher nicht plötzlich spielen wie Eintracht Frankfurt. Die Frage ist, ob er einen anderen Spielstil gut (!) eintrainieren kann und da sind die Fragezeichen bei ihm größer als bei z.B. Tuchel, der schonmal eine Mannschaft Positionsspiel auf hohem Niveau hat spielen lassen. Wenn er das nämlich nicht kann und es dennoch versucht ist das nämlich fast noch schlimmer. Du musst das nicht so sehen, aber dennoch solltest du es nicht so ins Lächerliche ziehen.

        Davon abgesehen finde ich und viele hier die Umstände, unter denen Kovac ins Amt kam, schlimmer als die Entscheidung pro Kovac an sich. Aber auch das ist jetzt denk ich langsam ausdiskutiert und wir beginnen uns im Kreis zu drehen.

      2. Ibiza

        klar war es kein Ruhmesblatt, aber es ist halt einer der unvermeidlichen Nebeneffekte wenn man diese Art der einstimmigen Führung praktiziert, die halt den großen Vorteil hat, dass wenn man dann eine Lösung hat es eine ist mit der alle gut leben könnnen. Der Nachteil halt wie gesehen, dass bei Patt Situation es eine “nervige” Zwischenphase gibt, wie man sie zuletzt hatte, wo es dann dann auch mal Reibungsverluste geben kann.

        Ob es aber wirklich ein Verlust war (und nur das zählt am Ende, das Medientheater ist sehr schnell Schnee von gestern) mit Tuchel oder ob sich durch das abwarten viel mehr erst die Kovac Chance sich ergeben hat, die wie schon erwähnt beim Heynkes Antritt (wo sich noch kaum jemand vorstellen hätte können dass Kovac mit der Eintracht halbes Jahr später um die CL spielt) so sich noch nicht abzeichnen konnte – man weiß es einfach nicht was besser gewesen wäre. Weil wir eben nicht beim Pokern sind, wo die Karten sofort auf den Tisch kommen, sondern das wird sich erst irgendwann in der nächsten Saison zeigen…

      3. Ibiza

        also zumindest in der Vereinsführung können halt jetzt alle mit der Lösung gut leben. Das ist für den zukünfigten Erfolg aber erst mal wichtiger als wie das beim durchschnittlichen Bayernfan ausschaut, weil anders als wir müssen sie mit dem zukünftigen Trainer dann auch zusammenarbeiten.

        Und natürlich wären die Fragezeichen bzgl. der Spielweise bei Tuchel kleiner gewesen. Dafür aber halt die Fragezeichen bgzl. des optimalen Umgangs miteinander, sowohl mit der Führung als auch mit den Spielern umso größer.

        Mich persönlich hat da das ausführliche Müller-Wohlfahrt Interview bei Lanz (bei youtube verfügbar, sehr sehenswert) bzgl. der Umgangsformen von Guardiola doch ziemlich schockiert. Und wenn man Wohlfahrt so reden hört (so in der Breite weiß ich gar nicht ob das überhaupt schon mal gab mit ihm) kann man sich auch null vorstellen dass der da irgendwas übertreibt, sondern es klingt alles sehr nachvollziehbar. Und vom Typ her schätze ich einen Tuchel da leider halt als sehr ähnlich ein wie Guardiola und könnte mir dann doch sehr gut vorstellen dass es da zu ähnlichen Reiberein auch gekommen wäre im Verein…

  42. Marco05

    Diese abstruse Story von wegen “Bayern hat Donnerstag Kontakt aufgenommen und direkt ein Vertragsangebot geschickt” ist aber auch ein Medienmärchen. Die Ausstiegsklausel kommt ja auch nicht von ungefähr. Und wenn der FCB tatsächlich die letzten Wochen untätig war in der Angelegenheit, dann weiß ichs nicht. Und wenn sie Kovac ohne “Vorstellungsgespräch” einen Vertrag zuschicken erst recht nicht.

    Mich wundert ja fast nur, dass nicht es nicht mehr ausgeschlachtet wird. so nach dem Motto: erst sagt Tuchel ab, dann Nagelsmann, dann Hasenhüttl, dann Kovac nur scheinbar, also Lösung Nummer E (inkl. Heynckes).

    Ich glaube vielmehr, man war da schon ein paar Wochen klar und musste den Zeitpunkt jetzt vor den ganzen Halbfinals nutzen, um die Kuh vom Eis zu bringen. Und Bobic hätte gerne weiter Ruhe gehabt. Tja, hätten wir auch gerne, Fredi. Nimms sportlich und jammer nicht.

    1. Ibiza

      ja, selten ist was wirklich klar. Aber dass das am Donnerstag bei der Vertragsunterschrift nicht der Erstkontakt gewesen sein kann. Also viel klarer kann kaum was sein.

      Und wie Brazza das vor dem Spiel schön erzählt hat auf Sky wie das Ganze mit Kovac lief, dass er vor paar Monaten ein großes Konzept den anderen beiden vorgestellt hat, dass medizinsche Abteilung, Scounting abteilung bis hin zu neuer “Innovationsabteilung” er alles neu aufzustellen vorschlug. Und dass dann im selben Zug klar war, dass der neue Trainer jemand sein muß der dann das auch mitträgt von seiner Seite (bei Tuchel wäre das bestimmt schon wieder total schwierig geworden weil der da sicher seine eigenen Vorstellungen hat und möglichst auch alles durchdrücken will genau so), weshalb er eben dann Kovac vorgeschlagen hat als idealen Kandidaten…

      Das klingt für mich viel eher so, dass man dann zwar sicherlich schon Tuchel nochmal kontaktiert hat vor paar Wochen und sich dann ne Generalabsage sofort abgeholt hat. Aber dass das viel wahrscheinlicher keineswegs dann so war wie es in der Presse dargestellt wurde, dass man sich plötzlich komplett auf Tuchel geeinigt hatte.

      Sondern ich denke man wollte halt professionell sein und sich nicht nur mit einem Kandidaten (Brazzos Wunschkandidat Kovac) näher auseinandersetzen sondern aus Respekt für Kalle war dann eben auch fällig seinem ursprünglichen Wunschkandidaten Tuchel nochmal auf den Zahn zu fühlen als Alternativlösung.

      Was sich dann aber schnell erübrigt hatte, weshalb man jetzt dann auch doch schneller als erwartet mit Kovac zu Potte kam und das Ganze in trockenen Tücher schon gebracht hat inkl. detaillierter Vertragsgestaltung wo es sicherlich schon länger Kontakt zwischen Brazzo und Kovac vorher gab….

    2. Tipic

      Rummenigge hat soeben im ZDF-Sportstudio erklärt, dass die Entscheidung für Kovac ganz kurzfristig zustande gekommen sei. Brazzo habe eine Analyse gemacht und am Ende des Tages (sic) habe man entschieden, dass Kovac der neue Trainer werden solle …

    3. Ibiza

      ja, klar viel die entgültige Entscheidung pro Kovac erst kurzfristig, das hat nie jemand bezweifelt.

      Die offene Frage ist vielmehr, ob man sich zwischenzeitlich wirklich (so wie es von den Medien dargestellt wurde) für Tuchel entschieden hatte als es dann schon zu spät war, oder ob man ihn da erst mal kontaktiert hat um das Ganze näher zu besprechen, was im Falle von Tuchel meines Erachtens allemal nötig gewesen wäre, weil bei ihm eben kein bisschen klar sein konnte, ob er ähnlich, wie das jetzt bei Kovac der Fall zu sein scheint, alles so mitmacht wie die Bayern sich das vorstellen. Ein professionelles Vorgehen wäre meines Erachtens allemal mit mehreren Kandidaten mal ausführlich zu sprechen bevor man eine entgültige Entscheidung trifft welcher Kandidat im Auge aller Entscheider die beste Alternative darstellt…

      Ebenso ist die Frage ob Kovac schon länger ne Rolle gespielt hat in den Gedanken der Bayernführung oder ob das erst aufkam, nachdem Tuchel abgesagt hatte.

      Ich denke zu beiden Fragen kann man aktuell keine wirklcih klare Antwort geben und wird es vielleicht auch in Zukunft nicht können, weil sich die Verantwortlichen wohl dafür nicht zu genau in die Karten schauen lassen werden….

  43. Olorin

    Etwas weniger schwarz-weiß bitte. Es gibt eine große Grauzone zwischen “bestmögliche Traineroption für Bayern München” und “Volldepp”. Und nein, Bayern wird sicher nicht plötzlich spielen wie Eintracht Frankfurt. Die Frage ist, ob er einen anderen Spielstil gut (!) eintrainieren kann und da sind die Fragezeichen bei ihm größer als bei z.B. Tuchel, der schonmal eine Mannschaft Positionsspiel auf hohem Niveau hat spielen lassen. Wenn er das nämlich nicht kann und es dennoch versucht ist das nämlich fast noch schlimmer. Du musst das nicht so sehen, aber dennoch solltest du es nicht so ins Lächerliche ziehen.

    Davon abgesehen finde ich und viele hier die Umstände, unter denen Kovac ins Amt kam, schlimmer als die Entscheidung pro Kovac an sich. Aber auch das ist jetzt denk ich langsam ausdiskutiert und wir beginnen uns im Kreis zu drehen.

    1. Olorin

      Sorry für Doppelpost

  44. millennium

    # Nico Kovac Ich habe das heute Nacht bei SWR Luna (Radio) gehört und empfand es noch nicht so mit- teilenswert, weil es auch als sehr vage verkauft” wurde, aber es war schon eine nachhaltige und hartnäckige, sich wieder- holende Nachricht! ABER ob sich Nico Kovac damit einen Gefallen tut und der FCB sich selbst, insbesondere wenn Jupp Heynkes aktuell noch mehr Erfolge einfahren sollte, als ER momentan schon verbucht da habe ich meine großen Zweifel Die Vergleiche mit Heynkes hingen selbst Pep Guardiola lange nach! Ich denke Kovac hätte sich als Neuling” und noch Lernender” ein wenig Zeit für Größeres” nehmen sollen!? Man kann schnell fallen!! Aber bitte

  45. Torpedo9

    mann mann mann .
    Gut Nico Kovac soll´s sein , mal schauen was er da mal so fabrizieren wird.
    Es verspricht zumindest spannend zu werden , wobei wenn ich lese wer
    so bleibt , nicht mit großer Veränderungen zu rechnen ist.

    Aber kann es seitens der Vereinsoberen mal kein zusammengeklöppeltes
    Geschichtenkonstrukt geben , damit es irgendwie passt .
    Das wirkt echt manchmal lächerlich und passt so gar nicht zu uns.

    Wer erinnert sich noch an die Geschichte , dass der UH den Manuel Neuer ,
    damals noch S04 in einem Bierzelt in der Nähe von Rosenheim getroffen hat ,
    rein zufällig der UH mal so Lust auf deftige Brotzeit und da schaugst der Manu
    sitzt da mit seiner Freundin und es werd richtig lustig , aber unter Ehrenleuten
    unterhält man sich natürlich nicht über Vereinswechsel oder so.

    Hey kommt , wir sind der FCB .Solche Kalauer haben wir echt nicht nötig.

  46. Marco05

    Ich gehe davon aus, dass das ganze Geeiere dem geschuldet ist, dass Kovac selbst vor Kurzem noch halbgare Treueschwüre abgegeben hat. Das ist das einzige was ich ihm vorwerfe. Natürlich kann man in der Situation nicht viel anderes sagen, jedes Wort wird zerrupft und interpretiert, eigentlich egal was er sagt. So war sein Statement “es gibt keinen Grund…” erstmal so eindeutig wie möglich und sollte natürlich für Ruhe sorgen.

    Dumm war im gesamtem Ablauf, dass die BILD mal wieder Wind bekommen hat davon und man das alles viel schneller veröffentlichen musste als man wollte (“Ende April”). So sehen jetzt alle etwas dumm aus, am dümmsten Kovac selbst. Ich behaupte als Brazzo vor ein paar Wochen “Ende April” als Termin genannt hat stand das schon. Jetzt hat man aus Rücksicht auf Frankfurt noch nix publik gemacht und dann kommt das Ganze als Boomerang zurück. Wobei Bobic auch reichlich dämlich aussah, hatte er doch die Bedingungen und dass er nicht informiert werden musste so ausgehandelt.

    Wie dem auch sei. In ein paar Tagen ist das kein Thema mehr und das ist auch gut so. Dass Kovac jetzt angeblich noch fliegen soll wenn das gegen Schalke schief geht halte ich für ebenfalls hanebüchen. Aber es braucht halt jetzt neue Aufmacher. Nix ist so alt wie die Headline von gestern. Aber da kann er sich schonmal eingrooven auf das was ihm dann in München bevorsteht. Das ist genau Heynckes’ größter Verdienst in den letzten Monaten aus meiner Sicht. Jeden Hauch von FC Hollywood hat er konsequent weggelächelt, Vertragslaufzeit, neuer Trainer, Lewandowski, Robbery, alles weggewischt….

  47. Ibiza

    Danke für den Hinweis mit der tollen Bierzelt Anekdote!

    Für alle wie ich dies damals verpasst haben, hier der Link zur “news” von 2009:

    https://www.tz.de/sport/fc-bayern/tz-hoeness-neuer-zufall-jahres-441231.html

    Es war übrigens nur extrem grob in der Nähe von Rosenheim. Das Fest fand etwa 1km entfernt vom Tegernsee statt. Wo bekannterweise der Wohnort von Uli auch liegt. Und wo später auch der Neuer auch hingezogen ist. Wie fernliegend ist es da dass er sich schon mal in der Gegend rumgetrieben hat. Und wie fernliegend ist dass Uli da bei der Heimfahrt vom Golfspielen vorbeikam und Hunger hatte?

    Wenn du mich frägst klingen beide stories (den kroatischen Fahrer vom Uli dessen 60ter gefeiert wurde, kannten auch andere ex-FCB Spieler bei sky gut, wie fernliegend isses da bei den kroatischen Kovac Brüdern) extrem glaubwürdig.

    Und wie es Uli in beiden Fällen ja auch schön selber sagt: Wie blöde müßte er sein wenn er zukünftigen FCB Angestellten gerade in so ner Menschenmasse trifft um Vertragsverhandlungen zu führen? Dafür gibts doch kaum nen unpassenderen Ort…

    1. Torpedo9

      aus interessierten Kreisen im Dortmunder Raum , soll die Eile der Bayern Entscheidung erheblich beschleunigt worden sein , ab dem Zeitpunkt als sich die Schwarz Gelben entschieden hatten , nicht mehr mit Stöger weiter zu machen …und sich Witzke und Zorc aufmachten deutschsprachige Trainer zu casten….

      Aber können wir froh und glücklich sein , dass die Bayern Oberen , einen gefunden haben ,
      mit BAYERN GEN , Juhu.
      Kurze Nachfrage hierbei : Ali Daei ,deutsch sprechender Ex Bayern Spieler , und Iranischer Ex Nationaltrainer , selbstverständlich mit BAYERN GEN , hat den eigentlich jemand gefragt ., ob der Lust hätte haben wollen ?

      Weiss jemand , ob die Bayern Genetiker Rizzitelli und Adolfo Valencia auch nen Fussballlehrerschein haben ?.

      Ich jedenfalls freu mich schon darauf , wenn UH bei der nächsten Trainervorstellung erklärt :
      ” Hören Sie mir mal zu !
      Also ich war zufällig auf der Marienkäferaufführung im Kindergarten des angeheiraten Neffen meines kolumbianischen Gärtners eingeladen und da sagt doch meine Frau zu mir : ”
      Schau mal ! rechts von Dir sitzt Adolfo Valencia aktueller Trainer bei Hirschgweih Urugway mit Ausstiegsklausel !
      Ich selber war in die eurythmische Aufführung so vertieft , dass ich den Adolfo gar nicht wahr genommen habe,
      und mit dem ich gar kein Wort gesprochen habe , und wenn dann schon gar nicht über Vertragsverhandlungen.
      So ..und nun möchte ich Ihnen als neuen Trainer des FC Bayern vorstellen möchte,
      ” Adolfo Valencia ”
      Er war stets immer unsere erste Wahl , er spricht Deutsch und hat das Bayern GEN , er weiss wie der Verein tickt und lebt ihn wie wir .
      Wir freuen uns , dass er freiwillig nichts dagegen hat , dass sein neuer Trainerstab aus Gerland , Coordes ,und Henke besteht .
      Im Zuge dessen bauen wir auf sein innovatives Spielsystem welches zufälligerweise haargenau dem von EhrenStandByTrainer Don SanktoJupp Heynckes entspricht.

      Adolfo Valencia geniesst bei Bayern alle Freiheiten , er darf jederzeit die Mannschaftsaufstellung vor dem Spielbeginn beim KHR oder bei mir direkt zum Gegenzeichnen abgeben.
      und ja nochwas ,,,,,, als Zeichen des Wandelns verlängern wir die Verträge unserer Spieler Robben und Ribbery bis 2021.””.

      1. Ibiza

        nette Phantasterein, gerne gelesen!

        Wenn der Herr Valencia, oder wie auch immer er dann heissen wird, dann auch schon mal ne Nationalelf bei ner WM und ne Vereinsmannschaft in der BL oder ähnlicher Topliga trainiert hat und diese dann ebenso weit über ihren finanziellen Möglichkeiten dort performt hat, nebenbei noch 2 Jahre in Folge ins Finale/Halbfinale des lokalen Pokalwettbewerbs eingezogen ist…

        Dann sag ich auch schon mal vorauseilend: Herzlich Willkommen auch an Mr X…

  48. […] Denn nach der Verpflichtung von Niko Kovac als neuer Trainer des Rekord- Dauer-Meisters schreiben die Kollegen von Mia san rot folgendes: “Der FC Bayern hat es wieder einmal geschafft, einen […]

  49. […] war natürlich, dass der Fast-Bayerntrainer Thomas Tuchel auf den neuen Bayern-Trainer Niko Kovac […]

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