FC Bayern München – FC Sevilla 0:0 (0:0)

Seit der Saison 2009/10 stand der FC Bayern sechs Mal in einem Champions-League-Halbfinale. Nur Inter Mailand (2011) und Real Madrid (2017) gelang es seitdem, den fünfmaligen Henkelpott-Gewinner davon abzuhalten. Nach dem Hinspiel in Sevilla (2:1) hatten die Münchner gute Karten, auf Sieben zu erhöhen.

Doch nach den Rückspielen am Dienstagabend waren sie gewarnt. Das vermeintliche Freilos AS Rom drehte eine 4:1-Hinspiel-Niederlage gegen den FC Barcelona und zog hochverdient in die Runde der letzten Vier ein.

Dass auch der FC Sevilla nicht zu unterschätzen ist, war den Bayern klar. Und so bot Heynckes die derzeit bestmögliche Elf auf.

Falls Ihr es verpasst habt:

Vor Ulreich liefen Kimmich, Boateng, Hummels und Rafinha auf. Alaba stand nach seiner Rückenverletzung noch nicht im Kader. Im Mittelfeld entschied sich Heynckes diesmal für Martínez, James und Müller.

FC Bayern vs. Sevilla, GrundformationenFC Bayern vs. FC Sevilla, Grundformationen

Obwohl Vidal verletzt fehlte, und das Tandem Thiago-James im Hinspiel gut funktionierte, entschied sich der Trainer erneut dagegen. Ribéry, Robben und Lewandowski komplettierten das Jupp’sche 4-1-4-1.

Gleich sechs Spieler waren vor der Partie mit Gelb vorbelastet: Kimmich, Lewandowski, Boateng, Ribéry, Tolisso und Rudy.

Sevilla hingegen musste auf Kjaer verzichten, der von Mercado ersetzt wurde. Dafür kehrte der dynamische Banega zurück in die Startelf. Vorne war Correa zunächst fraglich, doch der Argentinier konnte spielen. Somit konnte auch Vincenzo Montella seine fast beste Mannschaft aufstellen. Erwartet wurde das flexible 4-4-2 aus dem Hinspiel.

Und so war es auch. Sevilla begann mit hohem Pressing, um die Bayern möglichst früh unter Druck zu setzen. Doch die ließen sich zunächst nicht beeindrucken, und umspielten die erste Pressinglinie bereits in der dritten Minute zum ersten Mal gefährlich. James schickte Lewandowski, der von Mercado nur per Foul gestoppt werden konnte.

Trotz konzentrierter Anfangsphase war aber auch Platz für Konter der Gäste vorhanden. In der 12. Minute kamen diese in ihre erste gefährliche Abschlussposition, der Ball flog jedoch fast aus dem Stadion.

Nach einigen Fouls verloren die Bayern ein Stück weit ihren Rhythmus. Sevilla nutzte aber auch die zweite gute Möglichkeit nicht, die sich daraus ergab (16.). Es war nun für kurze Zeit ein offener Schlagabtausch zweier Mannschaften, die sich sofort gegenseitig störten. Doch zwangsläufig führte dies dazu, dass sie sich auf Dauer neutralisierten.

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So hatten die Bayern nach etwas mehr als 30 Minuten nur sechs Abschlüsse, wovon nur einer aus gefährlicher Position im Strafraum resultierte. Darüber hinaus gab es nur einen Hauch von Gefahr, wenn jemand aus der Distanz abzog. Sevilla hatte ebenfalls einen guten Abschluss, und zwei, drei Halbchancen. Gerade Mitte der ersten Halbzeit passierte jedoch nicht viel.

Erst kurz vor der Pause sollte sich das Tempo wieder erhöhen. Robben (40.) und Müller (42.) schafften es jeweils nicht, nach vielversprechenden Kontern die letzte Aktion zu bringen.

Auch nach der Pause ging das Spiel sehr lebhaft weiter. Lewandowski (49.) und Ribéry (51.) verpassten die Führung ebenso wie Correa auf der anderen Seite, der nach einem Kopfball nur die Latte traf (59.).

Wieder und wieder schafften es die Bayern nicht, die sich bietenden Möglichkeiten zum Konter zu nutzen. Speziell die fehlende Abstimmung zwischen Robben und Lewandowski war ein wiederkehrender Grund für schlechte Abschlusspositionen. Nach rund 70 Minuten schoss Robben aus spitzem Winkel aufs Tor, statt den Polen im Zentrum zu suchen. Lewandowski zeigte seinem Mitspieler deutlich, was er davon hielt.

Jupp Heynckes wechselte in der 77. Minute Sandro Wagner für den Stürmer ein. Damit löste er diese Streitigkeit auf – ob bewusst oder unbewusst. Die Schlussphase der Partie war ein bisschen von Unsicherheit geprägt. Obwohl die Bayern das Geschehen oft genug im Griff hatten, so war eine Führung Sevillas nicht komplett unwahrscheinlich.

Und doch schafften sie es nicht rechtzeitig, die Münchner für ihre unkonzentrierten Phasen zu bestrafen. Die wiederum zogen sich etwas zurück, um aus einer nun kompakteren Haltung zu kontern. Den hässlichen Schlusspunkt setzte Correa mit einem unfassbar harten Foul an Javi Martínez. Rot war da fast noch zu wenig.

3 Dinge, die auffielen:

1. Gutes Zweikampfverhalten reicht nicht aus

Nach Ballverlusten haben die Bayern sofort nachgesetzt. Oft konnten Hummels, Boateng und Martínez in letzter Sekunde dazwischen grätschen. Auch das Gegenpressing griff in entscheidenden Momenten immer wieder. Gegen den Ball hat sich größtenteils eine Mannschaft entwickelt, die es dem Gegner schwer macht, Tore zu erzielen.

Und doch gibt es diese Phasen, in denen das alles kurzzeitig im Chaos versinkt. Dann irrt Martínez alleine zwischen Mittelfeld und Abwehr herum, und versucht zu retten, was zu retten ist. Dann muss Hummels herausrücken, und spektakulär retten. Dann packt Boateng ausnahmsweise mal die Grätsche aus, die bei ihm sonst so verhasst ist. Immerhin haben die Bayern diese Klasse. Und zur Not konnten sie sich zuletzt auch noch auf einen starken Ulreich verlassen.

Trotzdem sind es diese Phasen, die eine sonst souveräne Leistung ein Stück weit kaputt machen. Sevilla hatte allein in der ersten Halbzeit mindestens vier Mal genug Raum, um eine Großchance herauszuspielen. Dass es ihnen nicht ein einziges Mal so richtig gelang, war pures Glück.

Solche Situationen dürfen den Bayern im Halbfinale nicht mehr passieren. Dann ist die Qualität des Gegners erneut eine andere. Mannschaften wie Liverpool warten nur auf solche Phasen, um dann aus zwei Chancen drei Tore zu machen. Heynckes und das Trainerteam sind gut beraten, in den nächsten Wochen an den Umschaltmomenten in die Defensive zu arbeiten.

Genau dann stimmen die Abstände häufig nicht. Präventiv könnte man aber auch daran arbeiten, die Ballverluste zu minimieren. Da diese aber nicht ausbleiben, werden beide Baustellen demnächst wohl im Fokus stehen.

2. Ein Stratege und ein Franzose fehlen

Was wäre, wenn? Diese Frage stellt man sich in München wahrscheinlich häufiger, als viele bei diesen Ergebnissen annehmen. Es läuft ja, aber irgendwie fehlt doch der letzte Schritt. Auch gegen Sevilla war die Leistung der Mannschaft gut, aber nicht sehr gut. Das lag vor allem an zwei bis drei Positionen, die derzeit nicht optimal besetzt sind, und so zu den benannten Baustellen führen.

Zwar werden viele Bayern-Fans das ungern lesen, doch Martínez ist kein Maestro. Der Spanier gewinnt Zweikämpfe, stopft Löcher und spielt speziell gegen den Ball so gut in Heynckes’ System wie vermutlich kein anderer Sechser auf der ganzen Welt. Gegen Sevilla gewann er mal wieder fast alle seiner Zweikämpfe in der Luft und am Boden. Im Gegenpressing eroberte Martínez sogar vier Bälle. Das macht ihn so wertvoll für Heynckes, und wahrscheinlich wird dieser Mehrwert auch wieder deutlicher, wenn der Gegner im Halbfinale beispielsweise Real Madrid heißt.

Doch der Gegner könnte auch Liverpool oder AS Rom heißen. Dann müssen die Bayern – wie gegen Sevilla – größtenteils selbst das Spiel machen. Dann ist Javi Martínez auf der Sechs nicht die allerbeste Option, die der FC Bayern haben könnte. Vermutlich ist er dann immer noch die beste Option des Kaders, aber eine mit vielen Nachteilen. So schaffte der Spanier es mehrfach nicht, den Aufbau der Münchner zu gestalten.

Martínez spielt häufig Querpässe, und lässt sich gerne unter Druck setzen. Er ist kein so großer Antikörper in Ballbesitz, wie es Arturo Vidal manchmal ist, aber er ist eben auch zu wenig gewinnbringend. Insgesamt kam Martínez als zentraler Spieler nur auf 37 Pässe (31 erfolgreich). Gerade gegen vermeintliche Außenseiter brauchen die Bayern dort einen Strategen, einen Ballverteiler – jemanden, der wie Xabi Alonso oder früher Bastian Schweinsteiger das Tempo diktieren kann. Einen solchen Spieler vermissen die Bayern derzeit schmerzlich. Auch James Rodríguez ist nicht in der Lage, Martínez bei dieser Aufgabe entscheidend zu unterstützen. Heynckes verpasste es nun schon mehrfach, Thiago und James gemeinsam vor Martínez auszuprobieren. Im Mittelfeld fehlt es der Mannschaft zu häufig an Kontrolle.

Und so geht es häufig im Spielaufbau direkt auf die Außenbahn, wo die nächste kleine Problemzone liegt. Ja, gerade Franck Ribéry war auch gegen Sevilla wieder sehr aktiv. Er ist immer noch für den einen Moment gut. Das zeigte sich mehrfach. Doch auch seine Fehler und Unkonzentriertheiten kriegt der Franzose einfach nicht in den Griff.

Auf der anderen Seite spielt mit Arjen Robben jemand, der zunehmend an Dominanz verliert. Auch der Niederländer war aktiver als zuletzt, doch viel Produktives kam dabei nicht heraus. Gerade mit Lewandowski hatte Robben ständige Abstimmungsprobleme. Ein Problem, das längst geklärt schien, in den letzten Wochen aber mehrfach zurückkehrte.
Um Missverständnisse zu vermeiden: das soll nicht als harsche Kritik an “Robbery” verstanden werden. Beide bemühten sich, hatten hin und wieder gute Aktionen, und belebten in einigen Phasen das Spiel. Und doch reicht es am Ende eben nur, um ein gutes Spiel gemacht zu haben. Kein sehr gutes. Dafür war der Einfluss zu unkonstant und fehleranfällig.

Ein anderer Franzose wird in München schmerzlich vermisst. Coman war auf dem besten Weg, diese kleinen Problemchen zu beheben. Mit ihm waren auch Robben beziehungsweise Ribéry stärker. Doch seine Verletzung traf die Bayern hart. Im Angriffsdrittel fehlt der Mannschaft der letzte, entscheidende Schritt. Es bleibt auch deshalb zunächst dabei, dass man sich in München folgende Frage stellen muss: Was wäre, wenn?

3. Das siebte Halbfinale in neun Jahren

Bei aller Kritik muss auch gesagt werden: es ist Meckern auf hohem Niveau. Wenngleich diese Baustellen geschlossen werden müssen, wenn es gegen die ganz Großen geht, so darf man das Positive nicht unter den Tisch kehren.

Auch wenn nicht immer alles perfekt funktioniert, so stimmen Mentalität und Einstellung. Dieser Mannschaft ist ein entscheidender Sprung in der nächsten Runde durchaus zuzutrauen. Vielleicht ist es auch ein großer Pluspunkt für den FC Bayern, dass sie bisher nie an ihr Limit gegangen sind beziehungsweise gehen mussten.

Eine Steigerung war im Laufe der Rückrunde immerhin zu erkennen. Das Offensivspiel wird beispielsweise immer fluider und flexibler. Auch die Rhythmuswechsel sind unter Heynckes zur Waffe geworden. Sicherlich spielte den Bayern in die Karten, dass das ganz große Los in der Champions League bisher ausblieb, doch geschenkt wurde ihnen auch gegen Besiktas und Sevilla nichts.

Gerade die vermeintlichen Underdogs haben im diesjährigen Viertelfinale bewiesen, dass sie die großen Mannschaften ärgern können. Allein deshalb kann die größtenteils konzentrierte Leistung der Bayern nicht klein geredet werden. Sie haben zum siebten Mal seit der Saison 2009/2010 ein Champions-League-Halbfinale erreicht, und halten sich somit erneut in Europas Spitze. Darauf können der Klub und seine Fans stolz sein. Wie viel ab da noch möglich ist, hängt auch davon ab, wie schnell sie ihre kleinen Baustellen schließen können. Aber es sind nur noch drei Spiele zum ganz großen Traum. Und wenn ihr mich fragt, ob die Bayern das Ding gewinnen können, dann sage ich: “Jupp!”

ToreFehlanzeige

FC Bayern – FC Sevilla 0:0 (0:0)
FC BayernUlreich – Kimmich, J. Boateng, Hummels, Rafinha (87. Süle) – Javi Martinez – James – Robben, T. Müller, F. Ribery (71. Thiago) – Lewandowski (77. Wagner)
BankStarke – Juan Bernat, Rudy, Tolisso
FC SevillaSoria – Jesus Navas, Mercado, Lenglet, Escudero – N’Zonzi, Banega – Sarabia (70. Sandro Ramirez), Vazquez (81. Nolito), Correa – Ben Yedder (68. Muriel)
BankSergio Rico – Arana, Daniel Carrico, Pizarro
Gelbe KartenMercado, N’Zonzi, Banega
Rote KartenCorrea
Schiedsrichter­William Collum (Schottland)
Zuschauer70.000
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Leserkommentare
  1. Olorin

    Punkt Nr.2 bringt es wirklich perfekt auf den Punkt. Besser kann man das nicht sagen.

    1. Pat

      Sehe ich zu 100% genauso. Martinez ist stark gegen den Ball und für die Luftduelle, aber für den Spielaufbau unbrauchbar. Spielt nur quer oder zurück, damit kommt man an der ersten Pressinglinie nicht vorbei. Meines Erachtens positioniert er sich nicht gut und kann nicht gut antiziperen, ob er attackiert wird oder nicht. Thiago gelingt das viel besser. James hat Martinez ja sogar einmal zeigen müssen, in welche Richtung das andere Tor steht, als er völlig frei stehend wieder zurück spielte…und wie er einmal mit einer Balletteinlage den Ball verliert war wirklich richtig lächerlich :-)
      Ribery und Robben hatten teilweise viel Platz und nutzen ihn nicht gut. Und dass Robben konsequent Lewandowski ignoriert, kann keiner mehr von der Hand weisen. Der Umbruch muss kommen und zwar direkt nach der Saison.
      Was mir noch auffiel: Rafinha ganz stark, der brennt immer. Mehr als ein Ergänzugsspieler, wie es in Sky gesagt wurde. Und Süle hat in den letzten Minuten einen ausgezeichneten linken Außenverteidiger abgegeben!

      1. McHanson

        Eigentlich eigenartig, dass Martinez 2013,speziell im Finale, unpressbar war, aber diese Fähigkeit heute zumindest teilweise verloren hat.

  2. Tipic

    Nun ja, ein 0:0 zu Hause gegen Sevilla ist natürlich nicht unbedingt eine Empfehlung für höhere Weihen. Dazu kommt, dass unsere beiden Tore im Hinspiel eher glücklich gefallen sind …
    Aber nach diesen CL-Viertelfinal-Partien gibt‘s eh kaum noch Gewissheiten! Insofern ist alles drin, bin sehr gespannt aufs Halbfinale!

  3. Osrig

    Ich bin zufrieden, dass wir das Halbfinale erreicht haben, das Spiel heute hat mich allerdings nicht wirklich beeindruckt.
    Mir scheint es sehr auf Taktik ausgelegt worden zu sein, da sich Jupp vermutlich gedacht haben wird: “Ok, Sevilla, Ihr müsst kommen! Hier habt ihr den Ball, dann macht mal!” Und die Mannschaft weniger auf Dominanz, sondern auf schnelle Gegenstöße ausgerichtet. Eine Spielweise, die wir aber nicht wirklich beherrschen, und da sich Sevilla wiederum schwer damit getan hat, selbst das Spiel zu machen, war das Unentschieden im Grunde die logische Folge.
    Grundsätzlich finde ich es gut, taktisch variantenreich zu sein, gerade, wenn es gegen Real gehen sollte.
    Aber solch ein Spiel, in dem unsere Jungs irgendwie mit gebremster Dynamik zu Werke gingen, lässt für mich mehr Fragezeichen offen, als geklärt wurden.
    Immerhin, wir sind weiter, und können mit gestärktem Selbstbewußtsein in die nächsten wichtigen Spiele gehen. Und dann werden wir sicher auch wieder Tore unserer Jungs sehen können.

  4. Michael

    Robben links wie rechts in eurer Taktik :-)
    Danke für den schnellen Bericht!

    War leider wieder ein ziemliches Geruppe von Sevilla. Die Außenverteidiger super, aber Hummels wie letztens hier einer schrieb zwischen Kreis- und Weltklasse.

    Egal, Halbfinale! Ein riesiger Erfolg. Denkt bloß an den Tiefpunkt gegen Paris.

    1. Stiepel-Arne

      Paris? Was war denn in Paris?
      ;-)

    2. Vobius

      Hab die Statistik jetzt nicht im Kopf, aber Himmels hat gute und wichtige Zweikämpfe stark gewonnen. Mein Eindruck…

  5. wipf1953

    1. Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss.
    2. Ein Halbfinale gegen Real bleibt möglich. Danke, UEFA. :p

  6. Kurt

    Joar. Weiter!

    Zu Sevilla ist alles gesagt. Hoffe Correa bekommt nen juckenden Ausschlag im Schritt. Was für eine erbärmliche Kreatur.

  7. Bernhard B.

    Eine sehr gute Zusammenfassung. Allerdings sehe ich die Mängel im Mittelfeld entscheidend dass der Traum vom Finale mehr Wunsch als Hoffnung ist.
    Bei Robbery sehe ich die Fehlerquote deutlich höher als du. Robben ist teilweise in alte Muster eines Alleinikovs gefallen.
    Wenn du ansprichst dass Thiago und James leider wieder nicht zusammen spielen, dann liegt es daran, Robben spielt rechts und nicht Müller.
    Also: meckern auf hohem Niveau.
    HALBFINALE!
    PS: der Schiri war der schlechteste Mann aif dem Platz.

  8. Schwarzenbeck

    Puh. Erstmal durchatmen. Ist halt immer so eine Sache. Haut uns Sevilla in der zweiten Hälfte irgend so eine Gurke rein, haben sie plötzlich die Chance auf den Lucky Punch und wir bekommen total die Flatter. Gut, dass rum ist.

    Das Positive: Wieder im Halbfinale. Den “Spanien-Fluch” latent besiegt. Darf halt jetzt nicht gleich der nächste Spanier kommen, gell.

    Ansonsten hoffe ich einfach mal darauf, dass:

    …uns Real erspart bleibt. Das ist doch nicht mehr feierlich bei denen. Welcher Schiri pfeift so einen Elfer in der letzten Minute der Nachspielzeit. Grotesk! Und gleich wieder ein Rückfall vom Ölprinz in alte Zeiten. Muss ich im HF nicht haben. Die Freunde darf gern der Kloppo entsorgen.

    …Coman irgendeine Blitzheilung erfährt. Ribery hat mir heute ganz gut gefallen. War mannschaftsdienlich, hatte seine Torchancen und relativ wenig Fehler eingestreut. Dass er nach 60 Minuten keine Luft mehr hat, ist halt so. Dafür muss er zur Zeit zu oft ran. Robben fiel da IMO deutlich ab. Traf haufenweise falsche Entscheidungen.

    …Istanbul-Sevilla-Rom-Kiev? Why not?! Denke die Freunde würden uns von ihrer Spielweise noch am ehesten entgegen kommen. Ist für einen FCB sicher kein Freilos, aber halt denn doch eher machbar als die anderen beiden. Und mal wieder CL-Finale nach jetzt 4x Halbfinale wäre schon schick!

    1. FR7

      Coman hat heute gepostet, dass er die Krücken endlich abgelegt hat, mit Glück und optimalem Verlauf könnte er im Rückspiel des Halbfinals startklar sein, zwar ohne wirkliche Spielpraxis aber hey, der Junge überholt auch dann noch Robben und Ribéry rückwärts. Neuer ist auch bald da, steigt wohl Ende der Woche ins Mannschaftstraining ein, diese beiden zurückzuhaben wäre alleine schon für den Teamspirit Gold wert.

      Nichts gegen Robben und Ribéry, sie geben ihr absolut bestes hängen sich voll rein. Robbens Egoismus heute kann man auch positiv sehen, dieser unbändige Hunger ist bei ihm spürbar. Robben will! Wir sollten es zu schätzen wissen und dankbar sein, dass beide fit sind und in guter Form, zum absolut perfekten Zeitpunkt.

      1. Michael

        Zu Robben +1 Ein Stürmer muss egoistisch sein, ein Spieler muss es sein, sonst wird er nicht einer der weltbesten. Und Robben kann es ja immer noch, wenn alles passt. Also, wir brauchen einen schnellen Ersatz für ihn, ja. Er spielr viel schlechter als früher, ja. Aber das Egoismus-Ding ist die ewige Diskussion nicht wert.
        Er ist für mich ein bisschen wie Matthäus und Sammer und zeigt, das man trotz Verletzungen durch hartes Training immer wieder topfit werden kann. Ich meine, was hat er für eine Kondition, obwohl er gefühlt alle vier Wochen nicht trainieren kann.
        Gegen Sevilla hat er übrigens auch gur verteidigt, ist sofort nach hinten, wenn Kimmich vorne den Ball verloren hat. Auch so viel zu Egoismus.

  9. Zero

    Schön, dass hier mit Kritik nicht übertrieben wurde. Man sollte im Blick behalten, dass Sevilla hier 2 Tore brauchte und sie außer einem Lattenkopfball nach einem Freistoß nicht gefährlich waren. Es zeugte auch von Bayerns Klasse, dass das Spiel bis zuletzt vornehmlich im Mittelfeld und Sevillas Hälfte gespielt wurde, obwohl Montella alles Offensive einwechselte, was er im Kader hatte.

  10. Josef

    Du legst den Finger wieder in die richtigen Wunden.
    Hier als Kommentator kann ich mir das Leben einfacher machen: Woohoo! Halbfinale!

    Es gibt genau ein Team, das das Halbfinale ohne Drama und ohne diskutierbare Schiedsrichterentscheidungen erreicht hat: #nurderFCB!
    Es gibt ein Team aus den Top-5-Ligen, dass Meister wird UND noch im CL-Halbfinale vertreten ist: #nurderFCB!

  11. FR7

    Hauptsache ins Halbfinale! Schade, dass keine Vorschau kam, ich hätte vier Thesen richtig gehabt. :P Schade, dass im Artikel mit keinem Wort erwähnt wurde wie unfassbar ekelig Sevilla gespielt hat, Lewandowski wurde allein in den ersten 15 Minuten vier mal heftig zu Boden getreten, auch wie mit Martinez und James umgegangen wurde war mehr als unsportlich. Jedoch zeigte es aber auch ein Gesicht der Bayern, dass wir so seit langem nicht mehr gesehen haben. Biss, Härte und Durchhaltevermögen. So gewinnt man große Spiele, die Mentalität ist unfassbar stark. Wenn mich jemand fragt, was wäre wenn? Coman hätte heute mindestens zwei Scorerpunkte gesammelt, hätte er anstelle von Ribéry gespielt wären die Konter deutlich schneller zuende gespielt worden. Das Spiel war heute für ihn wie gemacht. So einen Flitzer vermissen wir aktuell schmerzlich, Robben und Ribéry sind beide so langsam geworden, wirklich traurig. Aber hey! Keine Gelbsperre im Halbfinale! Alaba wird wieder da sein und Jupp hat bis Ende des Monats Zeit an den im Artikel beschriebenen Baustellen zu schrauben. Wer sich hier über das 0:0 beschwert muss bedenken, dass Barca gestern gegen AS Rom rausflog und Real heute unfassbaren Dusel hatte. Wir haben bereits jetzt mehr erreicht als letzte Saison.

    Jupps Taktik war sehr leicht zu erkennen, tiefes Pressing und alle paar Minuten mal hoch anlaufen. Den Gegner kommen lassen und kontern, eigentlich simpel. Nur haben wir dafür aktuell nicht die richtigen Spieler, heute hätte es einen Coman und Costa auf den Flügeln gebraucht. Sevilla wäre völlig überfordert mit dem Tempo gewesen und hätte sich zur Halbzeit plattgelaufen. Thiago hat uns heute sehr gut getan, seine Ballbehandlung ist immer wieder ein Genuss. Sein einziges Problem sind die formstarken Müller und James, an denen wird er nur sehr schwer vorbeikommen. Martinez ist unter Jupp gesetzt, egal gegen welchen Gegner. So wie heute gewinnt man jedenfalls Titel, kontrolliert und mit Köpfchen spielen. Don Jupp regelt.

    Ich warte gespannt auf die Auslosung am Freitag, außer Real Madrid darf es jeder sein. Die Madrilenen sind in zwei Spielen einfach zu abgezockt, eine Mannschaft wie geboren für diesen Wettbewerb. In einem Finale wäre gegen sie jedoch alles drin. Coman hat die Krücken heute abgelegt und Neuer wird in wenigen Tagen zum ersten Mal seit acht Monaten am Mannschaftstraining teilnehmen! Über diese zwei Neuigkeiten freue ich mich fast mehr als über den Halbfinaleinzug. In knapp drei Wochen wird die Welt wieder anders aussehen.

  12. Vobius

    Also gut, wir sind weiter, dass ist aber auch das einzig positive an diesem furchtbar anzusehenden Spiel. Natürlich sind noch unser ewig bemühter Ribery, der wirklich überagemde Kimmich und der auf seine alten Tage zu Topform wachsende Rafinha zu loben. Mit dem Lewi-Robben Thema schwächen wir unsere einzigen Trümpfe. Nicht gut!

    Ansonsten ist vielleicht noch herauszuheben, dass wir uns, im Gegensatz zu den anderen Favoriten, keine Blöße gegeben haben. Unspektakulär routiniert und im Hinspiel Glücklich ins HF eingezogen. Aber nach den zuletzt gezeigten Leistungen, macht sich nicht mal die Roma ins Hemd, Pool und Real ohnehin nicht. Da können wir nur hoffen, dass die sich gegenseitig ausschalten.

    1. Kurt

      Und wir brauchen uns nach den gezeigten Leistungen der anderen auch nichts ins Hemd machen.

      Diese ständige Meckerei nervt. Bayern ist besser als alle CL-Teilnehmer, mit Ausnahme von Real und man hat gesehen, eine leidenschaftliche Teamperformance und die brauchen den Schiri um es zu schaffen.

      Das ist unser Jahr.

  13. Brian Laudrup

    Halbfinale in einer absolut verrückten KO-Runde! Ein großer Erfolg!

    Kritisch sehe ich nur, dass es Jupp in den letzten Wochen versäumt hat, ein System zu finden und zu erproben, bei dem Javi, James, Thiago und Müller auf dem Platz stehen und Müller nicht an der rechten Seite seiner Stärken beraubt wird. Also wohl ein Ansatz ohne zwei reine Winger. Von denen haben wir nämlich nur zwei und die sind zusammen 70 Jahre alt. Ribéry verliert zu viele (einfache) Bälle und Robben konnte mit dem ganzen Platz auf seiner Seite wiederholt überhaupt gar nix anfangen. Er wirkt auf mich gehemmt, da er deutlich an Tempo verloren hat und offenbar auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Heraus kommen halbgare Abschlüsse und Dribblings von der rechten an die linke Strafraumecke mit anschließendem Rückpass. Bitte bitte belehrt mich eines besseren aber mit den beiden wird es sehr sehr schwer die CL zu gewinnen.

    Trotzdem: HALBFINALE!

  14. Jo

    Meisterschaft? Check!
    HF CL? Check!

    Und nur mal so: Über 180 Minuten der souveränste Auftritt aller Mannschaften im VF. Und auch heute, sicher nicht brillant, aber im Grunde nie wirklich in Gefahr auszuscheiden.
    Ein Erfolg von der Art der eine Mannschaft vermutlich weiter bringt, als ein 5:0 gegen Besiktas. Da musst du beißen, musst einiges einstecken, immer wieder in die Laufwege gehen. An so was kann man wachsen.

    Zu Robbery: Respekt. Das sind nicht mehr die unantastbaren Giganten des Weltfußballs, aber jetzt in der entscheidenden Phase der Saison bringen sie mit Herz das auf den Platz was sie bringen können.
    Diesmal für mich besonders beeindruckend die offensichtliche Topfitness eines Arjen Robben, der da vor allem in der 2.HZ 20-mal bei irgendwelchen Konterversuchen über den ganzen Platz sprintet und dann als Zugabe gleich noch mal. Da gibt es wesentlich jüngere die sich nach zwei Antritten erst mal das eine oder andere kleine Päuschen genehmigen müssen.

    Rafinha hat mir, wie meistens, Spaß gemacht. Das ist genau der Typ Spieler von dem du weißt, dass du ihn hassen würdest wenn er gegen dich antritt. Diese Attitüde “für euch gibt’s heute hier gar nix zu holen”, immer wieder gerne.

    Ansonsten keine Verletzten, keine Sperren, kein Barca. So kann es weiter gehen.

  15. Leute? Hallo? HALBFINALE! Wer hätte das im Herbst gedacht?

    Nein, das war keine Glanzleistung heute, aber was soll’s. Es hat gereicht; das war wohl ein klassisches Jupp-Spiel. Lieber glanzlos weiter als mit einer Meisterleistung rausfliegen wie vor zwei Jahren gegen Atletico.
    Der Fokus sollte mMn jetzt auf all den positiven Aspekten liegen:
    -keine Gelbsperren im HF
    -keine neuen Verletzten (und das trotz echt widerlicher Zweikampfführung Sevillas)
    -trotz schlechter Schiri-Leistung weiter
    -in einzelnen Aktionen blitzt das Genie von Ribéry auf. Da waren in HF1 einige sehr feine Pässe dabei
    -Martinez ist Kämpfer – er tut was er soll. Den Spielaufbau soll er ja auch nicht übernehmen, dafür haben wir mit Hummels, Boateng, Kimmich (und eigentlich auch Thiago) genügend Spieler
    -was für eine unfassbare Ballbehandlung und Pressingresistenz Thiago mit sich bringt
    -wie zweikampfstark James heute war
    -was für ein tolles Spiel Rafinha gezeigt hat
    -mit City und Barca sind zwei der Topfavoriten raus. Das gibt Anlass zum Täumen
    -und zu guter Letzt: auch ohne den weltbesten Torhüter sind wir im Halbfinale der CL

    1. Kurt

      Ich. Scheine ich doch der einzige zu sein, der die nötige Arroganz mitbringt. ^^

      Manche hier haben sich wohl von der grottigen Bundesliga einlullen lassen.

  16. Ronald

    Eine kuriose Partie – Hin- und Rückspiel. Bayern steht im Halbfinale obwohl sie kein einwandfreies Tor erzielt haben. Das Eigentor und der abgefälschte Ball von Thiago im Hinspiel genügten. Halbfinale ist Halbfinale.

  17. Systemrelevant

    Halbfinale :-)

    Sevilla war 2 Tore vom Weiterkommen entfernt und ich hatte kaum bis gar nicht das Gefühl, dass sie in der Lage sind nur eines zu schießen. Selbst wenn sie es geschossen hätten denke ich wäre man in der Lage gewesen noch einen Gang hochzuschalten, aber dann wäre es ein noch wilderes Spiel geworden was man versucht hat zu verhindern. War ein Spiel mit angezogener Handbremse wie man es auch oft unter Pep in der CL gesehen hat.

    Ich sehe es wie Kurt. Der Fußballgott ist diese Saison, spätestens mit Jupp, wieder auf unsere Seite gekommen. Im Halbfinale stehen die Chancen 50/50. Uns muss man erstmal schlagen und ich gehe fest davon aus, dass Jupp seine Serie weiterführen will und wird bei jeder Teilnahme das Finale zu erreichen.

    Jupp meinte bzgl. Coman übrigens, dass er erst nach dem Saisonende am 12. Mai mit ihm rechnet. Für die möglichen Finale könnte er also zur Verfügung stehen. Fußballgott und so. ;-)

  18. Marco05

    Zum einen gibt es den positiven Ansatz, der wie oben bereits erwähnt, aussagt, dass von allen Viertelfinalisten über Hin- und Rückspiel die Bayern (ich nenns mal) am wenigsten enttäuscht haben. Dennoch waren die beidne Kicks gegen Sevilla auch in Summe kein Augenschmaus. Der negative Ansatz – wie auch schon erwähnt – kein eigenes Tor geschossen zu haben und in gewissen Teilen der Abschlußsschwäche Sevillas zu verdankende Einzug ins HF ist dann doch einen Tick schmeichelhaft.

    Ich weiß nicht so recht, wie man das Ganze jetzt einsortieren soll. Es stand die vermeintliche 1a-Formation auf dem Platz und wir spielen uns so gut wie keine Chance heraus. Die Abstimmung vorne geht gegen null. Hinten hauen wir zum Teil unerklärliche Böcke raus (gestern mal Martinez). Wenn der Lattentreffer sitzt, will ich gar nicht wissen, wie wir das Flattern bekommen.

    Dass die anderen sich da auch nicht besser verkauft haben und zum Teil blamabel ausgeschieden sind ist da nur ein schwacher Trost. Ich hoffe in Jupp reift die Erkenntnis, dass es mit dieser Aufstellung nicht funzt. Ich gebe zu ich habe ich mich auf Robben etwas eingeschossen aber das Spiel gestern bestätigt mich leider. Kann mich an keine gewinnbringende Aktion erinnern. Hält wie immer die Bälle vieeeel zu lang, spielt dann (zu spät) und unsauber ab, kann kein 1:1 mehr und wenn dann auch die Schußversuche in die Hose gehen bleibt halt leider gar nix mehr übrig.

    Da kann man noch so viel Ehrgeiz und “Hunger” haben, wenn die Leistung einfach nicht mehr stimmt. Wenn er selbstkritisch genug wäre – ähhh Moment – einen Hauch Selbstkritik empfinden würde, dann müsste er einsehen, warum er demnächst vielleicht wieder auf der Bank sitzt. Es kommt einfach keine vernünftige Aktion mehr und nach hinten auch nicht. Man spielt quasi – und ja ich sehe das so – mit einem Mann weniger. Punkt.

    Bei Ribéry empfinde ich das nicht so krass, weil er zum einen noch deutlich mehr mit nach hinten arbeitet, zum anderen zumindest die Hoffnung hergibt, dass mal ein 1:1 funktioniert. Dann muss nur noch der Ball richtig in die Mitte kommen. Außerdem bildet er gerade mit Alaba ein starkes Duo, das immernoch den Unterschied machen kann. Er darf nur bitte nicht so viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verlieren.

    Wie dem auch sei, man wird ohnehin nicht beide rauslassen können, deswegen tippe (und hoffe) ich dass Müller – gestern übrigens ebenfalls desolat mit ganz vielen komischen “Befreiungsschlägen” vorn – wieder die Position von Robben übernimmt, dafür das MF spielerisch / oder kämpferisch – ja nach Bedarf – aufgewertet wird.

    Bitte Rom im HF!

    1. Kurt

      War für mich das schlechteste Spiel in Robbens Bayernkarriere. So leid es mir tut, aber so darf er keinen neuen Vertrag bekommen. Der Wille war zwar da, aber auch der Egoismus es ganz alleine zu schaffen und die Beine haben da nicht mitgespielt.

      Immerhin engagierte Sprints waren dabei, aber danach brotlose Cut ins oder Rückpässe.

      Naja, soll er im Finale zur Stelle sein und sich gebührend verabschieden. ;)

      1. FR7

        “War für mich das schlechteste Spiel in Robbens Bayernkarriere”

        Das hast du jetzt nicht wirklich gesagt…

  19. Ju

    Man of the Match: Rafinha.

    Ebenfalls geil: Kimmich. Schade, dass er selten Optionen für flache oder zumindest scharfe Hereingaben hatte. Zeigt erneut, dass es ihm besser liegt, wenn von links auf ihn verlagert wird und er nicht nur für Robbens “Abfall” zuständig ist. Rafinha ist ein kleines Teufelchen, Kimmich ein Geschenk des Himmels.

    Nicht ganz so schlecht fand ich den Schiri. Sevilla war ekelig, aber kaum kartenwürdig. Dass er ihn in der ersten Minute nicht vom Platz schickt und auch N’Zonzi ein letztes mal ermahnt, sehe ich ein. Wäre es so für uns gelaufen, hätte ich was von wegen “Fingerspitzengefühl” erzählt.

    Real nervt. Die sind gut, die sind abgezockt; und entweder übt irgendwer Druck zu deren Bevorzugung aus, oder die setzen sich gerade gegen alle Regeln des Zufalls durch. Wann entschied ein Schiedsrichter in einer entscheidenden Szene letztmals gegen Real? 2010? Natürlich haben die mittlerweile das Standing des dreifachen CL-Siegers. Das ist auch gut und richtig. Es war allerdings bereits so, als die (mittelfristig gesehen) noch nichts gewonnen hatten.

    1. Olorin

      Letztes Jahr beim Elfer für uns im Hinspiel. Das war echt kein Handspiel, der Madrilene versucht sogar noch den Arm wegzuziehen. Und im Rückspiel war Vidals gelb-rote zwar unberechtigt, allerdings hätte er eigentlich schon zu Beginn der zweiten Hälfte fliegen müssen. Irgendwie gibt es momentan in meinen Augen fast keine guten Schiedsrichter in der CL, da wird so ein unfassbarer Bullshit zusammengepfiffen, dass ich da gar keine Bevorzugung oder Benachteiligung für irgendwen erkennen kann, es ist einfach prinzipiell erbärmlich. Und im entscheidenden Moment ist es dann doch zu Gunsten von Real. Gruslig.

    2. Jo

      Kimmich war diesmal vor allem defensiv richtig stark. Im Hinspiel hat ihm Correa noch ziemlich zugesetzt. Gestern hat man fast nichts von ihm gesehen.
      Allerdings hat ihn im Hinspiel Müller auf der Seite auch ziemlich alleingelassen, wähend er sie diesmal in Zusammenarbeit mit Robben völlig dicht bekommen hat.

  20. wipf1953

    Als der Schiri in der 3ten Minute keinen Platzverweis gegen Sevilla ausgesprochen hatte, fand ich das gut. Die Gefahr von Konzessionsentscheidungen, die wir dann in einem möglichen Halbfinale gespürt hätten, war so gebannt. In der Folgezeit hätte ich mir allerdings ein konsequenteres Durchgreifen gewünscht, gerade weil sich die Sevilla-Fouls auf zwei, drei Spieler konzentriert hatten (Lewandowski hat 2/3 der Sevilla-Fouls gezogen). Hier hat Bayern m.E. den Fehler gemacht, sich nach ausnahmslos jedem Sevilla-Foul zu sehr auf dem Boden zu wälzen. Dieses Quasi-Flopping gehört IHMO zum Wrestling und zum Wrestling-Clone “Bundesligafußball”, aber nicht in die CL. Hoffentlich lernt die Mannschaft daraus.

    Was anderes: Bei der glatt roten Karte gegen Correa in der 90ten faselte ZDF-Mann Rethy was von Rudelbildung und “Faustschlägen” von der Bayernbank. Leider hat dieser Sender, der sich doch so “vorbildlich” den ganzen Fußballabend-Hinspielabend noch der angeblichen Tätlichkeit Riberys gegen Ben Yedder gewidmet hatte, später nichts zur Aufklärung beigetragen (ich habe wie üblich schnell abgedreht, nämlich nachdem der Real-Elfer gezeigt worden war). War da was, und vor allem, droht da was?

  21. BayernExpat

    Jetzt gehen wir auf jeden Fall nicht als haushoher Favorit ins HF, das ist doch wunderbar.

  22. Mehmet68

    Vor dem Spiel war ich schon etwas über die ganzen Optimisten verwundert, die was von 3-4:0 geschrieben hatten… ein wie befürchtet enges und nickliges Spiel, nichts für Feinschmecker. Zum Glück hat sich niemand ernstlich verletzt, vor allem Javi nicht: Die Aktion von Correa gehört eigentlich vors Strafgericht.

    Gesehen hat man einmal wieder, dass wir offensiv heuer nicht gerade glänzen und defensiv solide, aber nicht unverwundbar sind. Das wird im HF ziemlich eng. Aus dem Bauch heraus würde ich gerne endlich mal wieder gegen die Reds spielen, allerdings könnte das auch wirklich unangenehm werden.

    Vielleicht wäre die Roma wirklich das einfachere Los, wie schon einige von Euch geschrieben haben. Allerdings wird auch das ein dickes Ding ohne Coman.
    Hauptsache ist für mich, dass Jupp so oder so mit hoch erhobenem Haupt abtreten darf – alles gut!

    1. FR7

      Du lässt dich vom Ergebnis täuschen, das Spiel war kein bisschen eng. Bayern hat maximal effizient gespielt, es war jederzeit zu sehen, dass sie hätten wenn nötig zwei Gänge höher schalten können. Sie standen recht tief und konzentrierten sich aufs Verteidigen, so wie Jupp es vorgegeben hat. Das mag vor allem zuhause nnicht gut aussehen aber so gewinnt man Titel und kommt weiter. Ein Vidal hätte gestern garantiert gespielt wenn er fit gewesen wäre, dann hätten wir auch mal zurücktreten können. ;-) Ich darf an die Dortmunder erinnern die im Viertelfinale mit mehr Glück als Verstand mit einem 2:3 gegen Malaga weitergekommen sind…im Halbfinale demütigten sie dann Real Madrid mit 1:4. Was ich sagen will, in drei Wochen sieht die Welt ganz anders aus, dieses Spiel wird zum Zeitpunkt des Hinspiel des Halbfinals keine Aussagekraft mehr haben.

      1. Marco05

        Jein. Dass wir nicht Vollgas gespielt haben sehe ich auch so. Das Gefühl jeder Zeit zwei Gänge höher schalten zu können hatte ich aber nicht. Es ist ja auch nicht so, dass wir offensiv nichts versucht hätten, aber es ging halt nicht.

        Von daher sehe ich auch nicht dieses Spiel als Maßstab sondern die Tendenz: uns fehlt in der Offensive die Abstimmung um hier öfter und größere Möglichkeiten herauszuspielen. Erkennbar schon seit vielen Monaten, mit dem Dortmund-Spiel als Ausrutscher nach oben. Wenns den im HF nochmal gibt, soll es mir recht sein aber der Glaube daran ist nicht sehr groß.

        Um wieder bei Robben zu sein: die gefühlten 20 Mal, die er in HZ 2 die Außenlinie mit dem Ball am Fuß Richtung gegnerisches Tor marschiert ist, da hat er bestimmt nicht an die Vorgabe gedacht, sich aufs Verteidigen zu konzentrieren. Aber es kam nicht eine vernünftige Aktion dabei rum. Also das kann man nicht mit der Marschroute für das ganze Spiel argumentieren.

      2. FR7

        Hast du nicht gesehen wie tief Robben stand? Er ist praktisch mit Kimmich im Gleichschritt nach hinten gelaufen bis zur eigenen Eckfahne und dann wieder nach vorne gesprintet, ein dutzend Male. Dass er dafür die Kondition hatte war schon ein Wunder, das bestätigt wie professionell und hart er trainiert. Man sagt bereits seit drei Jahren über Robben “aber letzte Saison war er stärker”. Das sagt man genauso in dieser Saison und wird man auch nächste Saison sagen, der Mann wird nämlich nicht jünger. Sevilla stand besonders in den Zonen 14 und 17 bei unseren Angriffen extrem kompakt, teilweise mit sieben Mann vor dem Tor. Robben fand keine Lücke, auch James, Müller und Ribéry fanden keine. Lewandowski wurde konsequent in Manndeckung genommen und bei kleinster Ballberührung direkt umgetreten. Jupp hätte wenn nötig die gesamte Taktik umgestellt auf volle Offensive, dann hätte Sevilla eh nur noch gemauert. Musste das sein? Hatte man das nötig? Nein. Sevilla war in der Bringschuld zwei Tore zu schießen, sie hatten praktisch keinen einzigen echten Schuss auf Ulreichs Tor landen können. Warum dann 100% geben? Wieso? Man ließ sie bewusst den Ball haben damit sich Räume bei ihnen ergeben. Man spielte es konzentriert und ruhig herunter. Es war ein starkes Spiel, nicht schön und wahrlich kein Feuerwerk, jedoch effektiv und zielführend. Natürlich kommt man so gegen Real Madrid und Liverpool nicht weiter, das werden die Spieler und Heynckes auch selbst wissen, sie sind ja nicht blöd. Da wird man dann auch wieder – wie gegen Sevilla – dem Gegner entsprechend mit der benötigten Taktik und Spielart auftreten. In Jupp we trust. Die anderen haben einen Messi oder Ronaldo, unser größter Trumpf ist jedoch der Trainer, der alles schon gesehen und erlebt hat.

      3. Marco05

        Mit nach hinten laufen ist das eine. Allerdings ist er da ja noch um ein Vielfaches Wirkungsloser als nach vorn, soll heißen was er da tut ist maximal den Raum eng machen. Defensiv-Zeikampf ist nicht in seinem Repertoire. Überhaupt nicht.
        Ich kritisiere auch nicht seine Fitness (im Gegneteil, ich glaube der ist austrainiert wie wenige) und seine Einstellung. Aber all das zählt für mich nur, wenn es effizient eingesetzt wird und das ist eben nicht mehr der Fall und das tatsächlich Jahr für Jahr weniger. Ich kann mich wie gesagt an keine gelungene Aktion erinnern und er hatte viel Ballaktionen in HZ2. Da muss mehr kommen. Vor allem für den Anspruch, den er selbst hat.

      4. Osrig

        Es war sicherlich “effektiv und zielführend”, wie wir gespielt haben. Aus einer defensiven Ordnung schnell nach vorn, ob nun über Robben – den ich vor dem gegnerischen Tor zwar als unglücklich agierend erlebt habe, insgesamt aber durchaus als stark – oder über James und Ribery , so dürfte der “Matchplan” gewesen sein. Nachvollziehbar aufgrund des Auswärtserfolges unseres FCB.

        Warum ist es bei der Nullnummer geblieben?
        Ich meine, schlicht und einfach deswegen, weil wir etwas Abschlusspech hatten, UND wir auch berücksichtigen müssen, dass diese defensiv ausgerichtete Taktik nicht wirklich zum FCB passt, die Jungs auf diese Spielweise schlichtweg nicht eingespielt sind! Zwar ergeben sich auch dann, wenn Abläufe und eingeübte Bewegungen nicht passen, Torchancen, aber ein überzeugendes Spiel mit gut herausgespielten Torgelegenheiten ist eben nicht zu erwarten.

        Allerdings dürfte gegen die verbliebenen Teams im Wettbewerb auf diese Weise gerade auswärts etwas zu holen sein, weshalb ich diesem 0:0 aus taktischer Sicht viel Positives abgewinnen kann.
        Eine Garantie auf den Titel ist diese Taktik sicher nicht!

  23. MUC_LIM

    Sehe das Spiel eher positiv, da man sehr souverän aufgetreten ist und ich zu keinem Zeitpunkt des Spiels das Gefühl hatte, das Sevilla zwei Tore schießen kann. Das war einfach abgezockt runtergespielt und ist mir lieber als mit einem Traumspiel auf blöd auszuscheiden – im Viertelfinale kann man sich so ein Spiel schon leisten, vor allem wenn man sieht, wie wild es auf den anderen Plätzen zuging.
    Mein großes ABER war die Aufstellung. Das mit James und Martinez im Zentrum hat mir gar nicht gefallen und ich finde man merkte auch, dass James nicht so ganz glücklich damit war, etwas zurückgezogen zu spielen. Müller hat mir dann auf “James Stammposition” überhaupt nicht gefallen, ich denke da hätte der Kolumbianer dank individueller Klasse mehr Akzente setzen können und mehr Torgefahr ausgestrahlt. Doch Müller und James spielten nur da wo sie spielten, weil Ribery UND Robben spielten. Ribery war ok, Robben gefiel mir gar nicht, vor allem wegen seiner vielen Abspielfehler. Für mich ist es unvorstellbar, dass im HF RibRob gemeinsam auf dem Paltz stehen und man dafür James bzw. dessen Lieblingsposition opfert. Er ist (gemeinsam mit Thiago) der einzige in der Mannschaft, der einen tödlichen Pass in die Schnittstelle spielen kann. Zudem sorgt er aus zentraler Position am 16er immer für Torgefahr durch Distanzschüsse und zieht immer 1 bis 2 Verteidiger auf sich, sobald er den Ball hat. Ich hoffe ehrlich, dass wir mit dieser Formation nicht nochmal spielen, sonst wird es schwer im HF – gegen jeden …

    1. Mehmet68

      Sehe ich genau so wie Du. Robben müsste auf die Bank, Müller nach rechts (nicht ideal), dann James und Vidal auswärts im ZF, zuhause James und Thiago.

  24. Thomas

    Rafinha bekommt viel zu wenig Anerkennung!

    Mehrere Kommentatoren haben bereits auf sein großartiges Spiel hingewiesen, aber dieses Lob ist eher beiläufig. Ist schon komisch, daß es immer so ist. Offenbar sieht die Anhängerschaft dort zu wenig “Glanz”, um ihn zu feiern wie einen James.

    Die Schlagzeile dieses Ruckspiels muß lauten: “Kleiner Mann ganz groß!”

    1. rotweiss

      korrektur aus der Südkurve: rafinha wurde mit standing ovations und “rafinha”-rufen verabschiedet…

  25. cj

    Drei Dinge bringt alles auf den Punkt. Für mich die zentrale Frage ist: Thiago. Er könnte im Verbund mit James der entscheidende Schmierstoff für Offensive und Defensive sein. Leider war er in der entscheidenden CL-Spielen bisher nie der grosse Faktor. Da es nur zwei Wochen bis zum Halbfinale sind, dazu noch Pokal nächsten Dienstag, wird die Zeit sehr knapp, um am magischen Mittelfeld zu arbeiten.

    1. Olorin

      “Leider war er in der entscheidenden CL-Spielen bisher nie der grosse Faktor.”

      Kannst du dich noch an die Spiele gegen Porto erinnern? Oder an das 3:2 gegen Juve? Oder letztes Jahr das Hinspiel gegen Arsenal? Und wer hat nochmal in Sevilla das Tor erzielt, das letztlich den Unterschied ausgemacht hat…

      1. cj

        Natürlich hat er gute Spiele gemacht, aber er war in den entscheidenden Spiele gegen Real, Atletico und Barcelona einfach nicht die prägende Figur im Spiel, die er sein könnte. Ich bin ein Riesenfan von ihm, aber es hat schon sein Gründe warum er gerade international noch nicht zu den ganz Grossen gezählt wird.

      2. Olorin

        Naja, wenn man entscheidendes Spiel so definiert, dass Bayern rausfliegt hast du Recht. Wenn Bayern aber rausfliegt haben sie ja verloren, sprich die Leistung der gesamten Mannschaft war eher schwach und die “prägenden Figuren” des Spiels waren wohl eher auf der anderen Seite zu finden.
        Wenn Thiago Bayern mit einer Weltklasseleistung zum Sieg gegen Barca getragen, dann aber das Finale verloren hätte, wäre deine Aussage noch immer unverändert richtig. Denn dann wäre das Spiel gegen Barca ja nicht entscheidend gewesen. Umgekehrt wenn Bayern gegen Porto oder Juve ohne Thiagos rettende Tore rausgeflogen wäre wären plötzlich das die entscheidenden Spiele gewesen, weil es danach ja keine Spiele mehr gegen Real oder Atletico gegeben hätte. Das ist die Schwäche dieser Argumentation.

        Ich weiß nicht, wie gut du dich noch an die Situation kurz nach dem verlorenen Finale dahoam erinnern kannst. Aber ganz ähnliches, was du jetzt über Thiago sagst, wurde damals über so Leute wie Robben und Schweinsteiger erzählt. Dann kam doch mal eine Saison, wo sie tatsächlich alles abräumten und plötzlich sind die gleichen Spieler Lichtgestalten. Aber hat diese eine Saison sie wirklich zu anderen Spielern gemacht? Wären Robben und Schweinsteiger in irgendeiner Form schwächer, wenn Ribéry in Wembley vom Platz geflogen und der BVB dann wohl gewonnen hätte? Oder wären Schweinsteigers und Robbens Leistungen im Finale dahoam nennenswert größer gewesen, wenn Drogbas Kopfball das Tor verfehlt und wir nach 90 Minuten der verdiente Sieger gewesen wären?

  26. Holdor

    Bin gespannt, ob sie Ramos folgerichtig fürs Halbfinale sperren. Der durfte als gesperrter Spieler nämlich gar nicht später unten an der Trainerbank sein. Und wenn Ramos gesperrt ist, steigen die Chancen für jede andere Mannschaft, die im Halbfinale auf Real treffen sollte. Das jedenfalls sollte eine Erkenntnis des Spiels zwischen Real und Juventus gewesen sein: ohne Ramos hat Real in der Abwehr mehr Probleme als ohne.

  27. Holdor

    Sollte natürlich heißen: “ohne Ramos hat Real in der Abwehr mehr Probleme als MIT.” ;)

  28. Pat

    Kovac….unfassbar….

    1. GestrandetInBerlin

      Ohje…na ja, klar, dass man sich nicht auf Tuchel einigen konnte, wenn man Kovac haben kann.

      1. Brian Laudrup

        Das ist eindeutig der hier schon lange propagierte geheime Masterplan!
        Für mich ein Armutszeugnis.

    2. kuku

      genau..unfassbar….

  29. FR7

    Kovac wird wohl der neuer Trainer. Ich empfinde keine Freude, aber dafür Spannung und Neugier. Mourinho startete damals auch als No-Name in Portugal, Pep kam aus der zweiten Mannschaft bei Barca zur ersten und Klopp kam aus Mainz zu Dortmund. Wer sagt, dass Kovac nicht voll einschlagen kann? Und falls es schiefgeht, Nagelsmann ist 2019 startklar und verfügbar…….oder Tuchel wird in der nächsten Saison bei Psg vom Scheich gefeuert, weil er im Achtelfinale an einem Mitfavoriten gescheitert ist. :D

    1. GestrandetInBerlin

      Klingt irgendwie danach, dass man die Frage der eigenen Spielphilosophie mit Pragmatik beantwortet hat. Passt auch irgendwie zum FCB aber irgendwie deprimiert es mich, denn es hätte auch eine andere Ausfahrt gegeben. Sehen bestimmt einige anders aber gut.

      1. FR7

        Nein, ich sehe das genauso wie du und viele hier sehen es auch so. Kovac ist die schlechteste Option. Aber Tuchel hat abgesagt, Nagelsmann und Hasenhüttl kamen nicht aus ihren Verträgen bis 2019. Man muss es nehmen wie es kommt, zur Not kommt nächsten Sommer eben Nagelsmann. Die gesamte Trainersuche war ein einziges Desaster und an Peinlichkeit nicht zu überbieten, alles was man sich erzählt hat stimmt wohl. Miserabel unprofessionell. Ich hoffe sehr, dass unser Klub nicht in alte Zeiten zurückfällt.

    2. Tobi

      @FR7:
      + 1

      Ich hab mich nach der Ancelottiverpflichtung mächtig über die Rückkehr von Heynckes aufgeregt. Mittlerweile muss ich in bestimmten Kreisen ganz kleine Brötchen backen. :D
      Manchmal haben unsere Granden einfach ein glückliches Händchen.

      1. FR7

        Wir sollten es positiv sehen und glücklich sein, dass es nicht Favre wurde. :’D Ganz ehrlich? Er hat eine Chance verdient. Schlechter als Ancelotti wird er es sicher nicht machen. So können doch gerade wir hier in diesem Blog gespannt auf die Spiele sein. Wie wird Bayern auftreten? Auf wen wird er setzen? Wie gesagt, falls es schiefgeht stehen 2019 eine Menge Alternativen bereit. Kovac ist eine sehr experimentelle Wahl auf die ich sehr gespannt bin.

      2. Tipic

        Eine experimentelle -und viel bessere – Wahl wäre Marco Rose gewesen. Der hätte – im Gegensatz zu Kovac – auch mal ein Halbfinale in einem europäischen Bewerb bestritten.

      3. Olorin

        “Der hätte – im Gegensatz zu Kovac – auch mal ein Halbfinale in einem europäischen Bewerb bestritten.”

        Oder überhaupt irgendwas im europäischen Wettbewerb bestritten ;)

      4. Olorin

        Seh ich auch so. Wirklich experimentell ist Kovac nicht, er ist ja jetzt schon einige Zeit Trainer auf der großen Bühne. Bolzen, pressen, Kampf und Leidenschaft sind seine Lieblingsworte. Jürgen Klopp und Ralph Hasenhüttl für Arme sozusagen. Unter einer experimentellen Lösung hätte ich Marco Rose oder Tim Walter einsortiert. Kovac ist eher der größte Name, der sich das unter diesen Umständen noch antun will und aus seinem Vertrag rauskommt.

  30. Schwarzenbeck

    Weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.

    Es ist also jetzt die Nummer “Stallgeruch” geworden. Ein Trainer, der schon mal eine Nationalmannschaft hatte, jetzt die Frankfurter Eintracht. Waren die letzten Spiele nickelig und unangenehm zu spielen für uns. Aber für welche Spielidee er steht, erschließt sich mir nicht wirklich.

    Es bleibt in jedem Fall ein schaler Beigeschmack: Weil man sich nicht einig wurde. Weil man fahrlässig an etwas glaubte, was nie wirklich zu erwarten war. Weil man nicht weiß, wohin man will. Weil man es schlicht verbockt hat, was zu riskieren und einen Trainer (frühzeitig) zu holen, der unsere Spielphilosophie weiter hätte entwickeln können. Und das hängt in erster Linie mit dem Padron zusammen. Auch wenn der in New York bei Pep auf dem Sofa saß und uns damit vor gar nicht allzu langer Zeit 3 Jahre wunderschönen Fußballs beschert hat (Jaja, Pep kann nur CL-Halbfinale, hat keinen Plan B und so – mir wurscht!).

    Hätte mir 2013/2014/2015 jemand prognostiziert, dass wir mit dem Tandem Salihamidzic/Kovac in die Saison 18/19 gehen werden, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

    Aber sei’s drum, geben wir ihm eine Chance. Wird schon nicht so werden, wie weiland bei Sören und Sir Erich. Oder?

    1. Schwarzenbeck

      Aber viel wichtiger: Luis Gustavo mit Afro? Oder ist das der Dante?

    2. Pat

      Ein schlimmer Abend. Und das lag nicht an Leipzigs Niederlage….

  31. Schwarzenbeck

    Laufband bei Sport1?

    Was kommt noch?

    ARD-Brennpunkt?
    “Was nun, Herr Hoeness” im ZDF?
    Sonderausgabe der Fussball BILD?
    Kicker mit Kovac-Stecktabelle?

  32. BayernExpat

    Na da koennen wir uns ja auf ein paar lustige Monate gefasst machen.

  33. Olorin

    Es ist also die schlimmste denkbare Option geworden. Bin grad unfassbar deprimiert und weiß gar nicht was ich dazu sagen soll…

    1. rookie

      Lieber Olorin,

      so geht es vielen, aber hättest du gedacht, dass so was wie die letzten JAhre je möglcih sein wird. Das wirunter Pep als Europas beste Mannschaft galten, einen Traumfußball spielen wie nie zuvor. Dann gurken wir jetzt halt wieder ein paar Jahre rum wie unter Magath und Co. und schauen zur ERholung ab und zu Man city SPiele und erinnern uns, dass wir so auch mal gespielt haben nur noch mit geiler Abwehr. Und dann ja gibt es einen Glückstransfer ähnlich wie Ribery, wir holen ein Genie wie Pep, dass dann vielleicht Nagelsmann oder Tuchel heißt und es geht wieder nach oben

  34. Beobachter

    Unglaublich! Hoffentlich ist das eine Ente. Man fragt sich, ob den Granden mittlerweile alles egal ist.

  35. Kurt

    Ihr seid alles die letzten Drecksfans.

    ich verachte euch.

    Willkommen Kovac! :)

    1. Kurt

      Das geht auch raus ans Transfermarktforum.

      Gott, wie Ihr mich alle ankotzt.

      Peinlich hoch 10, die ganzen Plastikfanbrigade. SCHÄMT EUCH VERDAMMT NOCHMAL!

      1. Kurt

        Ich geh mit Kovac lieber in die Euro League als weiterhin Euer dummes, weinerliches und absolut despektierliches Gemecker anzuhören.

        Sucht euch nen neuen Verein.

      2. Olorin

        Danke für diese astreine und beleidigungsfreie Argumentation. Jetzt bin ich auch überzeugt, dass Kovac die bestmögliche Option war und das mediale Theater der letzten Wochen einen Sinn hatte. Dankeschön ;)

      3. Der Groninger

        Hast recht: Warum schönen Fußball fordern, wenn man auch Holzhacken in der Allianz-Arena haben kann, warum Champions-League-Ambitionen hegen, wenns auch Europa League sein kann, warum von anderen beneidet werden wollen für elegante Dominanz, wenn man auch verlacht werden kann. Habe fertig!

      4. Pat

        Was ist denn mit dir los?

      5. Holdor

        Was erlauben KURT???!

    2. Beobachter

      Bei Pep war absehbar, dass es funktioniert, bei Jupp auch, bei Ancelotti war klar, dass es nicht funktioniert, bei Kovac noch viel mehr. “Funktioniert” = “Schönen Fußball spielen” meint aber nicht unbedingt Erfolg im Sinne von Titeln. Ivh weiß ja nicht ob Fan bei Dir gleich Jubelperser ist, der alles uneingeschränkt superduper findet, aber jemanden, der sich mit seinen Verein identifiziert, als “Drecksfan” zu titulieren, ist Wahnsinn. Das verachte ich. Ende.

      Viel Spaß beim Jubeln auf der JHV.

      1. Kurt

        Mit dem Verein identifizieren. Da lach ich ja.

        Redet euch nur weiter sowas ein, ich glaub euch jedenfalls kein einziges Wort. Mit dem Verein identifizieren, würde bedeuten Spaß zu haben. Egal ob mit Jupp, Pep, Carlo oder Kovac, Sammer, Lahm oder Brazzo.

        Und vor allen Dingen heißt mit dem Verein identifizieren zu Uli Hoeneß zu stehen.

        “bei Ancelotti war klar, dass es nicht funktioniert”

        Das ist eine so unfassbare Lüge, die diskreditiert dich komplett.

      2. Olorin

        “Und vor allen Dingen heißt mit dem Verein identifizieren zu Uli Hoeneß zu stehen.”

        Ganz schön absolutistische Einstellung. Hats aber leider oft gegeben in der Geschichte, du bist also nicht allein. Wer sich mit dem Vaterland identifiziert muss zum Kaiser/König/Führer stehen. Der Verein ist NICHT Uli Hoeneß, trotz all seiner Verdienste. Das sieht man schon daran, dass der Verein lange vor seiner Geburt bereits existierte.

      3. Absehbar? Nichts davon war absehbar. Genauso wenig ist “absehbar”, dass Kovac nicht funktioniert. Ne Glaskugel haben wir (hoffentlich) alle nicht.

        Kurt hingegen hat aber auch nicht recht. Sich mit etwas zu identifizieren heißt nicht, blind wie ein Lemming hinter allem herzurennen, was der Verein macht. Kritisch zu hinterfragen muss möglich und erlaubt sein, ohne beleidigt zu werden. Man kann drüber diskutieren, ob Schwarzmalerei nötig ist, ob man DInge vielleicht zu kritisch sieht. Aber zu allem einfach Ja und Amen zu sagen kann nicht wirklich dein Ernst sein.

      4. Kurt

        @Sirius

        Solange der Erfolg da ist, sage ich natürlich zu (fast) allem Ja und Amen. Bitte zeigt mir auf, inwieweit die getroffenen Entscheidungen dem FC Bayern geschadet haben.

        Und damit meine ich nicht “hätte hätte Fahrradkette Rekordchampionsleaguesieger mit Lahm, Reschke, Sammer und der ganzen lustigen Schar”, sondern in etwa “Bayern ist 5. in der Liga und in der Gruppenphase der CL gescheitert”.

        Stand jetzt ist man trotz aller Entscheidungen genauso erfolgreich wie eh und je.

        Und sorry, das hat auch einfach nichts mit Lemming zu tun.

        Deinen Verweis auf die Beleidigung akzeptiere ich und entschuldige mich für die Wortwahl bei Pat, Olorin und anderen, aber meine ablehnende Haltung gegenüber euren Aussagen bleibt bestehen.

      5. Entschuldigung angenommen. ;)

        Du hast halt eine andere Bemessungsgrundlage. Du entscheidest nur nach dem Ergebnis, ob du etwas für gut befindest, nicht nach dem “wie”. Da ticken hier viele (auch ich) anders. Mir ist deine Haltung auch oftmals zu krass, aber ist ja dein Ding wie du Spiele, Personalentscheidungen etc. bewertest.

        “Stand jetzt ist man trotz aller Entscheidungen genauso erfolgreich wie eh und je.”

        “Trotz” ist genau das Stichwort. Beim Fußball ist ja auch immer eine Portion Glück dabei. Ganz ohne den Glücksfaktor kommt man in KO-Wettbewerben nicht weit. Die Liga ist derzeit ja kein vernünftiger Vergleich, da ist man so früh Meister, weil der Rest halt einfach Scheiße spielt.

        Es geht bei der Kritik hier ja meist auch um den Faktor Zukunft. Manche Entscheidung mag für den Moment gut sein, aber kann langfristig eben schaden. Ich denke mir halt, dass man auch im Erfolg darüber sprechen sollte, wo noch Luft nach oben ist (“die Spannung hochhalten”). Da du ja, ebenso wie ich, selbsterklärter Pep-Jünger bist, solltest du dem ja eigentlich zustimmen, denn das ist ja auch die Maxime, nach der Pep handelt. Er will nicht den Erfolg um jeden Preis, sondern er will perfekt spielen, weil dann der der Erfolg automatisch kommt. Ähnlich ist es bei den Bayern: Ich freu mich total, dass wir im HF sind und dass wir Meister sind, und ich werde mich auch über den zehnten Meistertitel in Folge noch freuen. Ich will also meine Kritik nicht so verstanden wissen, dass ich undankbar bin oder alles Scheiße finde. Aber es spricht doch nichts dagegen, trotzdem weiter zu optimieren? In der Liga kommt langfristig wohl keiner mehr an uns ran. Das “Schlimmste”, was uns passieren kann, ist also, dass wir den Anschluss an die europäische Spitze verlieren. Da braucht es halt nicht nur gute Leute, sondern die besten Leute. Insofern würde ich Kritik an der Personalpolitik nicht reflexartig verteufeln, sondern einfach mal schauen, was so möglich ist, was man optimieren kann und sich auch mal eingestehen, wenn mal was nicht so gut läuft wie es könnte. Zumal ich so ein klein wenig Spekulation auch für interessant halte, solange es im Rahmen bleibt. So ein Medienspektakel mit wilden Spekulationen über die Nachfolge von Heynckes, der jeden Tag danach gefragt wird, braucht kein Mensch, klar. Aber ich mag sehr gern, wie hier darüber diskutiert wird, Vorschläge und Ideen vorgebracht werden und dann halt mal der eine, mal der andere mit seiner Einschätzung näher an der Wirklichkeit liegt. Einfach nur Spiel gucken, jubeln und dann Kopf aus, hauptsache weiter? Das wäre mir zu langweilig und würde meiner Meinung nach dem Sport auch nicht gerecht, dafür ist der Fußball doch zu komplex.

      6. Beobachter

        “Mit dem Verein identifizieren. Da lach ich ja.

        Redet euch nur weiter sowas ein, ich glaub euch jedenfalls kein einziges Wort. Mit dem Verein identifizieren, würde bedeuten Spaß zu haben. Egal ob mit Jupp, Pep, Carlo oder Kovac, Sammer, Lahm oder Brazzo.”

        Offenbar haben wir zwei völlig verschiedene Ansichten darüber, was es heißt sich zu identifizieren. Ich finde Deine Ansicht – mit Verlaub – völlig absurd. Wenn Du das zuende denkst haben alle “richtigen” Fans Spaß, Spaß und nichts als Spaß, weil alles was passiert ist super. Meisterschaft=Spaß, zwei Abstiege in Folge=Spaß, Trainer x=Spaß, was doch Trainer y, egal=Spaß. Schon klar. Das ist doch völlig beliebig. Ich meine, mir ist es ja wurscht was Dir Spaß macht, aber diese völlig krude Ansicht auch noch allgemeinverbindlich zuz erklären ist doch die Höhe. Identifizieren heißt für mitfreuen, mitfiebern, mitleiden, sich aufregen, die ganze Bandbreite.

        “Und vor allen Dingen heißt mit dem Verein identifizieren zu Uli Hoeneß zu stehen.”

        Niemand ist größer als der Verein. Diese Aussage ist Humbug. Wir alle sind Hoeneß ewig dankbar, was aber eben nicht heißt, dass sein Handeln in jedem Fall unhinterfragt bleibt.

        ““bei Ancelotti war klar, dass es nicht funktioniert”

        Das ist eine so unfassbare Lüge, die diskreditiert dich komplett.”

        Was heißt Lüge. “War klar” ist vielleicht zu viel gesagt, aber ich (und nicht allein ich, sondern einige andere auch) habe bei seiner Verpflichtung (ich meine auch hier) einige Gründe aufgeführt, weshalb ich das nicht für eine gute Idee halte und das Scheitern prognostiziert. Das hat nix damit zu tun, dass ich mich mit dem Verein nicht identifiziere oder an UH zweifle oder Ancelotti nicht mochte. Überhaupt nicht. Das ist eine Frage der Logik und der Wahrscheinlichkeit (was hat ein Trainer in der Vergangenheit gemacht, wofür steht er, was war die Orientierung des eigenen Vereins, welche Spieler sind da). Inwiefern diskreditiert mich das jetzt?

        Wenn man vor lauter Identifikation nur Hurra schreit, dann ist das mit Argumenten so eine Sache. Aber für Dich ist ja eh nur das “richtig” was Du so denkst und alles andere zählt nicht, daher können wir die Diskussion auch getrost beenden.

      7. Beobachter

        @Sirius: +1!

  36. Leedaiger

    Es geht gar nicht mal so sehr darum, dass es Kovac wird, sondern vielmehr um das wie. Natürlich muss man ihm eine Chance geben, aber auf zwei so wichtigen Positionen nach mitunter selbst verschuldetem medialem Theater C-Lösungen zu präsentieren, ist eines sogenannten Weltvereins unwürdig. Und das darf man auch mal sagen, ohne als Drecksfans tituliert zu werden.

    1. Kurt

      “Selbst verschuldetes mediales Theater” ist halt einfach eure Interpretation. Nichts lässt darauf schließen, dass das der Wirklichkeit entspricht.

      Und ja, ich bin sauer wenn ich sowas lese und dann nehme ich mir das auch heraus. Hier wird Pep gedisst, Ancelotti gedisst. Tuchel wäre auch gedisst worden. Klopp genauso. Pochettino auch. Sarri auch. Ich frag mich sowieso, was hier manche für Vorstellungen haben, welchen Trainer man hätte holen sollen, der auch verfügbar wäre.

      Man kann es einigen gar nicht recht machen und das scheint eine neue Mode zu sein.

      1. Olorin

        “Man kann es einigen gar nicht recht machen und das scheint eine neue Mode zu sein.”

        Vielleicht-nur vielleicht-sind das ja andere Leute. Schonmal daran gedacht, dass die Leute, die hier gegen Kovac reden vielleicht nicht Pep, Tuchel oder Pochettino gedisst hätten? Nur mal als Denkanstoß…

      2. Kurt

        Natürlich hätten die Leute die auch gedisst.

        Pep ist hier auf MSR doch extrem umstritten. Es gibt die Jünger wie mich und absolute Pep-Hater, die von Ancelotti geschwärmt haben, weil endlich die Ketten reißen. Das Ende ist bekannt.

        Ancelotti der KO-King wurde hier wärmstens empfangen, auch von mir, da er ja Pragmatiker sei. Jetzt kommen die “BEOBACHTER” und meinen sein Scheitern war vorprogrammiert. Geht’s noch?

        Ich wollte auch Tuchel, aber offensichtlich hat man da Bedenken gehabt. So what? Die Pro-Kontra-Liste war jedenfalls nicht einseitig und man kann sich immer alles schlecht oder schön reden. Ein Unternehmen funktioniert aber nicht nach Wunschdenken. Bisher bleibt der Beweis der totalen Inkompetenz der Vereinsführung aus, was die Zukunftsaussichten vom FCB anbelangt.

        Es ist total lächerlich zu denken, Bayern würde in magere 2000er-Sphären zurückfallen.

        Am besten werden noch Milan- oder Unitedvergleiche gebracht.

      3. “Es ist total lächerlich zu denken, Bayern würde in magere 2000er-Sphären zurückfallen.

        Am besten werden noch Milan- oder Unitedvergleiche gebracht.”

        kurz zuvor:

        “man kann sich immer alles schlecht oder schön reden.”

        Irgendwie musste ich lachen :D

      4. Olorin

        Tja, ich bin auch ein Pep-“Jünger”, wie das scheinbar neumodisch genannt wird. Verrückt, denn deiner Meinung nach bin ich ja ein Dauernörgler, der gegen jeden Bayerntrainer nur hetzt…

  37. Kurt

    Gern geschene Olorin. Immerhin hat sich einer angesprochen gefühlt, der auch gemeint war.

    Groninger genauso. Der Kovac Niko wird den Thiagos und James’ natürlich das Fußballspielen austreiben, wenn die nicht sowieso die Flucht ergreifen.

    Pro tip: Bei PSG wird demnächst total toller Fußball gespielt. Viel Spaß.

    1. jjs

      Den Thiagos und James’ wird er das Fussballspielen wahrscheinlich nicht austreiben, aber ob er sie besser machen wird, glaube ich auch nicht.
      Und, NATÜRLICH ist dieses Theater selbstverschuldet, Heynckes hat ja selbst gesagt, dass ER, Uli Hoeness, ihn mehr als einmal zu überzeugen versucht hat. Diese ganz Bettlerei war doch das, was peinlich war.
      Ja, Kurt, und auch die Euroleague ist doch so ein neumodernes Zeugs, gehen wir doch zurück in die Regionalliga, zu den “60ern”, wie Ihr ECHTEN Fans zu sagen beliebt, dann können wir auch endlich wieder in der Grünwalder Straße echten Männerfußball spielen.
      Und da Du scheinbar auch Mitglied des Uli-Hauptversammlungs-Chores bist: übt ihr eigentlich vorher oder ist das reines Talent bei Euch?

  38. Tipic

    „Taktik ist für mich nicht nötig. Die braucht man erst, wenn etwas fehlt. Wenn man Herz hat, benötigt man keine Taktik. Dann ist es egal, ob man mit einem oder zwei oder drei Stürmern spielt.“
    Niko Kovac in der Pressekonferenz nach dem 0:2 der von ihm betreuten kroatischen Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen am 06.09.2015

  39. Stern des Südens

    Ich bin höchst froh, dass der Kelch Tuchel an uns vorbeiging. Von allen anderen Optionen halte ich Kovac im Moment für die Beste.
    Was mich bei den teilweise wirklich krassen Kritiken und Kommentaren über die Vereinsführung und -politik immer wieder wundert, ist die Tatsache, das es jedes Jahr so ist und unser Team mal wieder unbeeindruckt davon im HF stehen (7x in den letzten 9 Veranstaltungen oder sowas)
    Ich würde sagen: Kovac wenigstens neutral begrüßen, ein bisschen zuschauen und erst in Sack in Asche hauen, wenn er Schei.. baut.

  40. Marco05

    Also ich fühle mich ja ein klein wenig bestätigt, hatte ich doch (vermutlich) als allererster bereits 2016 Kovac angesprochen. Dass der Verein dann so lange braucht ist ja nicht meine Schuld :P

    Im Ernst: sounds like letzte verbliebene Option, nachdem die Tuchels und Nagelsmänner nicht verfügbar waren.

    Aber: unterschätzt den Kovac nicht. Ich bin überzeugt, dass sich da noch einige wundern werden. Man tut ja gerade so, als würde der gerade Anfangen. Außerdem sollte man ihm lernfähigkeit zugestehen, was einige bereits jetzt nicht tun. Und man sollte mal ein paar Spiele der Eintracht anschauen, die sind nämlich mittlerweile weit entfernt von der Holzhackerei, die noch im Abstiegskampf “von Nöten” war.

    Wer weiß für was es gut war, dass Tuchel anderswo unterschreibt. Das in Paris wird sowieso ein Rohrkreppierer, dort wird er jetzt auch schon gedisst bevor was offiziell klar ist. Zurecht auch. Wenn ich das meiste Geld habe und mir einen Trainer hole, der nicht erreicht hat (von dem von unsgeschenkten DFB-Pokal) mal abgesehen, dann läuft auch irgendwas schief. Aber all das wird sicher spannend werden zu beobachten. Ich hoffe nur eins: dass er den Prince nicht mitbringt ;)

  41. Usedomspotter

    Wenn es nicht klappt, kommt halt Mitte der Vorrunde wieder der Jupp und alles wird gut. ;-)

    Man wird sehen, was Kovac zu leisten in der Lage ist. Das Bild, das die Vereinsführung abgibt, finde ich allerdings bedenklich. Die vorzeitige, unnötige Festlegung auf einen deutschsprachigen Trainer, die gehandelten Namen, die jetzt den Eindruck vermitteln, Kovac sei eine Notlösung. Das wirkt alles nicht besonders professionell.

    1. Tobi

      Wobei sich Kovac schon 2016 eine Ausstiegsklausel für den FCB in den Vertrag hat setzen lassen.
      Entweder Spekulation, oder man hat ihm frühzeitig signalisiert ihn als Option zu sehen.

      1. Usedomspotter

        Kann mir nicht vorstellen, dass 2016 beim FCB irgendjemand an Kovac als Trainer gedacht hat.

  42. Kurt

    Was mit mir los ist Pat? Ich schäme mich für euch.

    1. Pat

      Nach dem ersten Kaffee immer noch nicht erholt? :-)

  43. Ju

    Ok, Kovac. Bin ja hier vor einigen Tagen schon meine Meinung über ihn losgeworden. Ich erspare euch die Wiederholung; jedenfalls halte ich Kovac für nicht unspannend.

    Aber wie passt das nun zu den heuer festgezurrten Verlängerungen mit unseren Legenden? Zu dem Trainer, der seit jeher auf tempofeste einfache Flügelbesetzung steht? Kann mir das nun wieder irgendwer erklären?

    1. Jester

      GP11 hätte da bestimmt eine passende Antwort parat ;-)

    2. Ju

      Die Mär von den Granden und ihren Leichathleten? Gibt ja möglicherweise auch noch andere Aspekte.

    3. Jo

      Die Frage nach dem Zusammenhang kann man sich stellen, habe ich auch.

      Meine Spekulation (zumindest den Teil der Kovac betrifft): Kovac als Trainer ist vielleicht kein Experiment, aber ein gewisses Risiko. Ein Risiko, dass zwar auch Namen wie Nagelsmann, Hasenhüttl usw. beinhalten, aber trotzdem ein Risiko.
      Vielleicht ist der Gedanke dahinter, dass man dieses Risiko nur auf die Trainerposition beschränken will. D.h. man übergibt dem Neuling (auf diesem Niveau) eine eingespielte Mannschaft, mit intakter Hierachie etc. Also Umbruch auf dem Trainerposten, nicht bei der Mannschaft.
      Zudem könnte Kovac zugute kommen, dass Robbery definitiv keine WM-Teilnehmer sein werden. Leider steht Kovac ja gleich die größte Herausforderung für einen FCB-Trainer schlechthin bevor, eine Nach-WM-Saison.

      1. Stern des Südens

        … und Nach-Triple-Saison :-)

  44. Plus ultra

    Also schon vor Dienstantritt Kovac als “C-Lösung” abzufertigen, ist doch wirklich daneben. Jetzt lasst ihn doch mal machen. Tuchel ist international übrigens auch nicht über die Maßen bekannt, wie man jetzt den Reaktionen auf die PSG-Verpflichtung entnehmen kann. Ancelotti als unbestritten großer Trainer hat bedauerlicherweise nicht funktioniert, also warum nicht mal jemand Jüngerem eine Chance geben, der gut Puzzleteile zusammensetzen kann und mit schwierigen Charakteren wie KPB gut zurecht kommt. Mit den Titeln kann er dann ja bei uns anfangen … Auch wenn das in der gegenwärtigen Trainerlandschaft der Bundesliga niemand glauben will: Unser Verein braucht keinen Konzept- und Entwicklungstrainer, sondern einen, der Spiele gewinnt, denn wir sind nicht Barca oder die frühere niederländische Nationalmannschaft. Beim FCB gehts ums Gewinnen und um nichts Anderes, das ist die DNA des Vereins und nicht etwa Ballbesitzfussball. Wir sind in dieser Hinsicht Real viel näher als Barca. Die drei Jahre Pep waren schön (und ja auch erfolgreich), aber sie sind vorbei. War vorgestern im Stadion und wir hatten in HZ1 negative Ballbesitzwerte (am Ende dann gerade mal 51%), stehen aber trotzdem im HF. Im Fussball führen viele Wege nach Rom (oder eben nach Kiew).

  45. LM

    Ich kann in den Entscheidungen der letzten 2 Jahre keine halbwegs durchgängige und erfolgsversprechende Strategie bezüglich unserer Vereins- und Spielphilosophie mehr erkennen.
    Vieles wird nur situativ entschieden und anschließend emotional aufgeladen (Mia san mia, Stallgeruch etc.)
    und mit Hoeness-Sippschaft bzw. Freuden des Vereins besezt. Welcher ausländischer Topstar lässt sich denn von diesem Trainergespann irgendetwas erzählen? Kovac hatte ja noch nicht mal ein taktisches Konzept, als er die kroatische NM trainierte.

    Und dieser BayernCampus ist auch so eine Totgeburt – ebenfalls fehlt hier ein Konzept, den Spielern kann keine Perspektive aufgezeigt werden und laufen ob der da auf sie zukommenden Hoeness-Ja-Sager Horde zusammen mit den Trainern kopfschüttelnd woanders hin.

    Und was macht eigentlich unsere Kommunikationsabteilung?

    Ich wünsche dem neuen Trainerteam natürlich trotzdem viel Erfolg.

    1. FR7

      Ich sehe das ähnlich. Uli hätte nach seiner Rückkehr eine repräsentative Position bekleiden sollen und sich aus dem operativen Geschäft zurückhalten müssen, vielleicht wie Beckenbauer. Dennoch kann auch jeder andere Kandidat scheitern, nicht nur Kovac. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir Jupp nicht mehr haben werden. Er ist die personifizierte Blaupause eines Bayerntrainers mit Weltklasse. Tuchel wäre vielleicht spielerisch stärker gewesen, aber hätte sich vielleicht genauso wie Guardiola mit Müller-Wohlfahrt, Rummenigge, Brazzo oder sonst wen in die Haare bekommen, wer weiß das schon. Nagelsmann reißt aktuell mit Hoffenheim auch keine Bäume aus finde ich.

      Wieso sollen sich Topstars nichts von Kovac sagen lassen sollen? Wie wäre das denn dann unter dem noch viel jüngeren Nagelsmann? Viele Topklubs gehen auf Risiko und holen einen eher unbekannten Trainer und oft funktioniert das, siehe Barca. Luis Enrique kam aus dem Nichts und holte das Triple. Pep Guardiola kam aus der zweiten Mannschaft und wurde der erfolgreichste Trainer der Klubgeschichte. Die Spieler haben gefälligst jeden Trainer zu respektieren, egal wie bekannt oder unbekannt er ist. Das hat was mit Professionalität zu tun. Das ist gerade rein zufällig eine der größten Stärken von Kovac, eine Mannschaft zusammschweißen und mit Charisma die Spieler auf seine Seite ziehen. Jupp z.B. ist der Großmeister in dieser Disziplin. Wo war Jupp eigentlich als er so alt war wie Kovac? Geben wir ihm eine Chance.

      Ich stimme dir in dem Punkt mit der Strategie nicht zu. Uli Hoeneß hat nach seiner Rückkehr auf der JHV eine deutliche Rede gehalten und den Weg vorgegeben. Man will eine neue Ära einleiten, eine Familie sein. Die Strategie ist durch Vertrauen und eine Familie dieser finanziell erdrückenden, lieblosen Branche den Kampf anzusagen. Genau dieser Strategie folgt man doch seit seiner Rückkehr. Brazzo installiert, Müller-Wohlfahrt zurückgeholt, Jupp zurückgeholt, Kovac kommt jetzt. Der FC Bayern wird europaweit seit jeher darum beneidet, dass der gesamte Verein wie eine Familie ist. Fragen internationale Medien bei Thiago, James, Martinez, Coman und Tolisso danach was den FC Bayern für sie besonders macht, kommt genau so eine Antwort. Alles ist hier so familiär, eine einzigartige Atmosphäre. So etwas bietet kein Real Madrid, kein PSG, kein ManCity, nur der FC Barcelona kommt da dem etwas nahe. Die Strategie ist sich auf diese Stärke zu berufen. Warum versuchen wie PSG, Real Madrid und ManCity zu sein, wenn man es nicht sein kann.Im Laufe der nächsten Jahre wird Lahm folgen als eine Art Assistent oder Azubi für Rummenigge, auch das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Klar, wird vieles bei uns emotional aufgeladen, aber das ist das Wesen unseres Vereins, das hat uns schon immer ausgezeichnet. Davon leben wir.

      Auch am NLZ ist nicht alles Gold was glänzt, jedoch wurden diese schweren Vorwürfe allem Anschein nach von Beratern oder Elternteilen der jeweiligen unzufriedenen Jugendspielern in die Welt gesetzt. Da tritt jemand ordentlich nach, weil sein Schützling beim FC Bayern nicht weiterkommt. Sicher ist die Hälfte davon wahr, die andere aber wiederum nicht. Diese sogenannte “Vetternwirtschaft” gab es beim FC Barcelona jahrzehntelang, dennoch funktionierte La Masia prächtig und brachte Messi, Xavi, Puyol, Iniesta und co. hervor. Vielleicht ja auch gerade deshalb(?). Wir sollten nicht alles niederreden. Ein Konzept muss natürlich weiter ausgearbeitet werden, das NLZ ist noch sehr jung und man hat mit so einer riesigen Talentefabrik noch keinerlei Erfahrung, man sollte das nötige Know-How dafür schleunigst verpflichten. Alles braucht seine Zeit.

  46. Puh, ich bin fast schon schockiert, wie hier über Kovac geschrieben wird. Ich finde Kurts Ausraster da oben auch höchst unangebracht und unter der Gürtellinie. Aber ganz falsch liegt er zumindest inhaltlich nicht, wenn man die ganze Aggression und Polemik mal rausfiltert. Sicher: Kovac ist nicht erste Wahl, und dass das so ist, dafür hat das Hickhack um die zu keinem Zeitpunkt realistische Verlängerung mit Heynckes gesorgt.
    Mir hätte die Lösung Tuchel am besten zugesagt und ich war sehr enttäuscht, als es hieß, dass er es nicht wird. Aber ich bin bei Weitem nicht so negativ eingestellt wie offensichtlich die meisten hier, was Kovac angeht. Reine Holzhacker sind das bei der Eintracht schon länger nicht mehr, und man sollte nicht vergessen, dass er auch einen mit begrenzten Mitteln zusammengestellten Kader hingestellt bekommt, mit dem er arbeiten muss. Positionsspiel ist ihm ein Begriff und ich denke, dass er sich sicher auch an die neuen Gegebenheiten anpassen kann. Zumindest wäre es nur fair, wenn ihr im zumindest mal eine Chance geben würdet und ihn nicht schon ein halbes Jahr vor Amtsantritt in Grund und Boden redet. Mit Ancelotti habt ihr ja quasi den genauen Gegenentwurf: Ein international äußerst erfahrener Trainer mit besten Empfehlungsschreiben aus mehreren europäischen Topligen, der dann bei den Bayern alles völlig verkackt (sorry für die Wortwahl, aber ist doch so). Erfahrung ist nicht alles.
    Es ist halt auch wie auf dem “normalen” Arbeitsmarkt. Einen 30jährigen mit 20 Jahren Berufserfahrung gibt es halt nicht. Kovac ist keine perfekte Lösung, aber sicher nicht die schlechteste. Wenn er “versagt”, könnt ihr ihn ja immer noch durchs Dorf treiben.

    1. Olorin

      “und man sollte nicht vergessen, dass er auch einen mit begrenzten Mitteln zusammengestellten Kader hingestellt bekommt, mit dem er arbeiten muss.”

      Das hat Nagelsmann auch. Aber seine Spielweise ist deutlich mehr auf Positionsspiel ausgerichtet.

      1. Marco05

        Witzigerweise gingen beide Spiele 1:1 aus und auch in der Tabelle gibt es keinen signifikanten Unterschied. Außer dass Nagelsmann Hoffenheim schon eher vorm Abstieg bewahren musste als Kovac und dementsprechend länger Zeit hatte.

        Diese Quervergleiche sind für mich wenig zielführend. Und das hier ständig Aussagen von Kovac als er noch NM-Trainer war von vor 2,5 Jahren zitiert werden grenzt ja auch an selektive Wahrnehmung.

        Ich freu mich schon, wenn Tuchel noch vor Weihnachten wieder sein nächstes Sabbatical antritt :)

      2. Olorin

        Es gibt einen Unterschied in der Spielweise. Ich denke das bestreitet niemand, der die beiden Mannschaft öfter gesehen hat.
        Dass es tabellarisch diese Saison keinen signifikanten Unterschied gibt stimmt, allerdings spielen sowohl Hoffenheim als auch Nagelsmann ihre erste Europapokalsaison, da schneidet eigentlich jedes Team immer unter Wert ab. Letzte Saison wurde Hoffenheim Vierter und Frankfurt Elfter mit 20 Punkten mehr und einem um 34 Tore besseren Torverhältnis. Der tabellarische Unterschied der letzten Saison zwischen Frankfurt und Hoffenheim ist ebenso groß wie der zwischen Hoffenheim und Bayern.

      3. Marco05

        Na das ist doch das was ich gesagt habe, was das letzte Jahr anbelangt. Im Vorletzten Jahr hat Kovac die SGE vor dem Abstieg gerettet. Danach ist ein (souveräner) Platz 11 aller Ehren Wert. Dazu noch ins Pokalfinale. Jetzt schonwieder Halbfinale und Platz 5.
        Das kann man alles einordnen wie man will, aus meiner Sicht auch im Vergleich zu Nagelsmann (Kaderwert und Transfers sind ähnlich), aber die Darstellung, dass das Nagelsmann (entschieden) besser hinbekommt sehe ich nicht. Das einzige Argument ist das internationale Geschäft – da gehe ich mit. Allerdings hing Frankfurt dagegen deutlich länger im Sumpf als Hoffenheim. Dass die sich wieder so stabilisiert haben ist schon eine enorme Leistung.

        Dazu das Thema mit den Nationen (16 sind es glaube ich) was er anscheinend perfekt hinbekommt und dass er auch so Enfant Terribles wie KPB so hinbekommt, dass der quasi nie in den Schlagzeilen auftaucht. Ich denke, das wird er auch bei uns hinbekommen.

    2. Und was bringt es uns jetzt, über Nagelsmann zu diskutieren? Zum einen ist er für uns aktuell nicht verfügbar, zum anderen spricht die Tabelle im Vergleich zu Kovac weder für noch gegen Nagelsmann. Gib Kovac Zeit und die Möglichkeit, zu zeigen, ob er was Sinnvolles mit unserem Kader anstellen kann. Das wäre nur fair.

    3. Jo

      Schönes, abgewogenes Statement.
      Der Vergleich mit Ancelotti hat sich mir auch aufgedrängt. Kovac ist ein Risiko, Ancelotti war die sichere Nummer.
      Und das sagt uns jetzt was?

      Dein letzter Satz fasst es ganz treffend zusammen. Jetzt lassen wir ihn erst einmal in Ruhe “versagen” und entscheiden dann wo wir ihn hintreiben.

      1. Na, so hab ich das aber nicht gesagt, du Schlingel :P Das “wenn” war ein “falls” und nicht ein “sobald” ;)

  47. Erstmal die Bestätigung seitens des Vereins abwarten, ABER:
    Diesen kompletten Unmut einiger kann ich verstehen, aber erstmal nicht teilen. Mein Unmut richtet sich primär gegen gegen UH und nicht gegen Kovac. Letzterem sollten wir eine faire Chance geben, da wir noch zu wenig über ihn wissen. Das Spielermaterial in Frankfurt gibt nicht viel her und dafür haben er und sein Team da erstaunlich viel herausgeholt. Wer weiß, was er taktisch aus unserer Mannschaft rausholen kann. Vielleicht brauchen wir keinen großen Namen oder jemanden, der den Ruf hat, taktisch hochwertigen Fussball zu spielen. Vielleicht entwickelt sich das bei uns noch, immerhin bleibt Herrmann ja anscheinend da um dem neuen rainerteam zu assistieren. Und wenn das alles nicht klappen sollte, holen wir 2019 halt Nagelsmann, Löw, Hasenhüttl oder den evtl dann ja schon wieder suspendierten Tuchel – Peps drei Jahre bei ManCity sind dann ja auch wieder vorbei *_*.
    Aber lasst uns lieber erstmal unsere Hoffnungen in Kovac setzen. Er ist ein Risiko und ein Experiment – kann gut gehen, kann sehr gut gehen, kann aber auch vollkommen scheitern. Dafür weiß man zu wenig.
    Dass es allerdings soweit kommen konnte, dass man jetzt auf einen Kovac zurückgreifen muss, ist mehr als bedenklich. Keiner kann mir erzählen dass er die erste Wahl gewesen ist. Zum Debakel mit Tuchel ist ja schon genug gesagt worden.
    Aber wer weiß, vielleicht hat das alles ja sein Gutes. Vielleicht ist Kovac ein so dermaßener Fehlgriff, dass Uli einsieht seine Zelte abzureißen und gemeinsam mit Brazzo Platz für zwei neue, innovative Köpfe zu machen. Das täte mir dann zwar Leid für den sehr sympathischen Kovac, aber naja. Vielleicht wendet sich ja alles zum Guten. Vielleicht ist Kovac ja der Stein, der den Fortschritt des Vereins, ob absichtlich oder nicht, ins Rollen bringt.

    1. FR7

      “Peps drei Jahre bei ManCity sind dann ja auch wieder vorbei *_*”

      Sag niemals nie, aber Pep wird auf gar keinen Fall zurückkehren. Jedenfalls nicht solange wir uns noch an ihn erinnern können. Genauso wie er nirgendwo länger als drei Jahre bleiben will.

      Über Brazzo habe gerade ich mir das Maul zerrissen und ihn niedergemacht, er hat mich eines besseren belehrt und macht wohl anscheinend einen prima Job. Auch seine Interviews und Außendarstellung wirken zunehmend souveräner und sicherer. Ansonsten hast du im Grunde mein Kommentar etwas weiter oben kopiert, bin in den anderen Punkten nämlich exakt deiner Meinung.

      1. “Sag niemals nie”. Genau ;-)

        Brazzos Arbeit finde ich zum Teil schwer zu beurteilen. Einen Vollprofi dran zu lassen fände ich aber trotzdem sinnvoller.

        Da die Kommentarliste hier seit gestern Abend 22:00 Uhr ausflippt, habe ich nur stichprobenartig die Kommentare gelesen. Dann freut es mich dass wir einer Meinung sind

    2. Marco05

      Bei ManC wird für Pep das vierte Jahr auch folgen, da bin ich mir ziemlich sicher. Da werden dann wieder andere Argumente verwendet als bei den 3 Jahren FCB. Mission noch nicht beendet etc. Auch da wird das Geschwätz von gestern nicht interessieren und die Entlohnung mehr als fürstlich sein. Eine Rückkehr ist ohnehin für alle Zeiten ausgeschlossen, hat er bei Barca auch getan. Mal sehen, ob er sich dadran hält.

      1. Tipic

        Dass eine Rückkehr von Pep zum FCB völlig ausgeschlossen ist, würde ich nicht sagen. Sollte Lahm tatsächlich irgendwann Rummenigge als Vorstandsvorsitzenden beerben, kann ich mir vorstellen, dass Pep nochmal kommt, weil er weiß, wie gut die Zusammenarbeit mit Lahm funktionieren würde.

  48. Olorin

    Ich würde halt mal gern ein Argument lesen, das für Kovac spricht. Im Grunde ist das einzige, was bisher für ihn gesagt wird, dass man ihm eine Chance geben müsse und dass er ja vielleicht überraschen kann. Das ist zwar richtig und das werde ich und ich denke die meisten hier auch tun, wenn es soweit ist. Aber es würde auf jeden, wirklich jeden anderen auch zutreffen. Das könnte man über Tayfun Korkut oder Michael Frontzeck ganz genauso sagen.

    Ansonsten spricht quasi alles gegen ihn. Er hat noch nie eine im internationalen Wettbewerb stehende Mannschaft trainiert, seine Spielweise unterscheidet sich radikalstmöglich von der unsrigen, er ist als kroatischer Nationaltrainer gescheitert, seine erste Saison mit Frankfurt mündete auf einem keineswegs überragenden 11. Platz (vier Punkte vor dem Abstiegsplatz). Kovac spielt diese Saison seine erste wirklich überzeugende Saison in immerhin ein paar Jahren als Trainer. Egal welches Argument ich heranziehe: das der Taktik, des größten Erfolgs, des Namens oder der Erfahrung: nichts spricht für Kovac. Die einzigen Argumente, die für ihn sprechen, sind extrem weiche Kriterien, die man eigentlich kaum Argument nennen kann. Er spricht deutsch und er hat mal bei Bayern gespielt. Und das wird man ja wohl noch kritisieren dürfen, ohne beleidigt zu werden.

    1. Darf man, keine Sorge. Aber wir drehen uns im Kreis. Du hast sicher mit den meisten Punkten recht. Aber dass der Kandidatenkreis stark eingeschränkt war, ist dir doch auch bekannt. Tuchel ist durch, die anderen interessanten Kandidaten mit “interessanterer” Vita sind nicht verfügbar. Wir sind uns ja einig, dass es der kleinste gemeinsame Nenner ist. Aber was bringt uns das Lamentieren, wenn wir keine (vermeintlich!) bessere Lösung zur Verfügung haben?

    2. Ein Argument, was für ihn spricht, ist dass er mit einem Kader mit Gesamtmarktwert von 114,15 Mio. € auf einem Euro-League Platz steht. Ein anderes, dass er zum zweiten Mal hintereinander im DFB-Pokalhalbfinale steht. Noch eins, dass seine Menschenführung anscheinend sehr gut ist – aus einer Gruppe von Individualisten hat er ein Team geformt. Noch eins: er lässtgerne Dreierkette spielen – passt doch perfekt zu einem Kader mit Alaba, Süle, Boateng, Hummels und Kimmich. Noch eins, sene Defensive scheint “gut” zu arbeiten. 33 Gegentore sind keine Hausnummer, aber immerhin der drittbeste Wert der Liga.

      Begeistert bin ich ja auch nicht. Ihn jetzt schon als gescheitert anzusehen bringt aber auch nichts

      1. Beobachter

        Seine Leistung in Frankfurt is sicher hoch zu bewerten – etwas relativieren würde ich das Argument “Euro-League Platz” das ist in der derzeitigen Bundesliga nur bedingt ein Qualitätsmerkmal. Er hat zumindest weniger falsch bzw. mehr richtig gemacht, als vergleichbar starke Teams ;-)

    3. Liza

      Ich muss sagen, ich mag @Olorin nicht. Denn er schreibt fast immer, was ich denke, so dass für mich nichts mehr zu sagen übrig bleibt.

      1. Olorin

        Sorry. Hab heute wahrscheinlich keine Zeit mehr zum Schreiben, jetzt darfst du mal ran ;-)

    4. Jo

      “Als ich den Gegner angeschaut habe, fiel mir auf, dass es sehr schwer ist, gegen sie zu spielen. Vor allen Dingen, wenn sie den Ball haben. Sie machen viele Dinge, die ich auch bei meinem Team sehen möchte und häufig sehe. Deshalb brauchen wir gute Lösungen in der Defensive, da muss man gehörig aufpassen, zudem sind sie körperlich sehr gut.
      Was Niko aus dieser Mannschaft gemacht hat, wie er es geschafft hat so viele Spieler unterschiedlicher Nationalitäten zu integrieren, mit den Mitteln, die sie einsetzen, unter den ersten sechs in der Liga zu sein – Chapeau, Niko! Seine Arbeit ist sensationell, dafür gibt es kein anderes Wort.”

      Sagt Nagelsmann.
      Über Kovac.
      Aber was weiß der schon.

  49. Aliar

    Noch zum Sevilla-Spiel: Mourinho wurde (zumindest von der englischen Presse) dafür gekreuzigt, dass Manchester sich im Rückspiel weit zurückgezogen und Sevilla nicht gepresst hat. Bayern hatte doch die exakt gleiche Taktik, oder? Zumindest in der Anfangsphase gab es quasi kein Mittelfeldpressing. Banega unglaublich viel Zeit am Ball. Ich finde es nur interessant, dass Heynckes anscheinend die gleichen Schlüsse gezogen hatte wie Mourinho (außer es war nicht geplant, so tief zu stehen).

  50. Stiftl

    Ich sehe Kovac nicht als “Offenbarungseid” wie das viele hier empfinden. Bin zudem entsetzt, wie hier unsere Führungscrew runter gemacht wird. Haben die in den letzten 20 Jahren nur Mist gebaut? Etwas mehr Vertrauen in die handelnden Personen würde ich begrüßen.

    Gebt ihm doch erst mal eine Chance. Wann war denn Frankfurt zuletzt so stabil wie aktuell? Er ist in meinen Augen eine sinnvolle Wahl. Fussball ist heutzutage viel Psychologie. Gerade in einem mit Stars gespicktem Kader. Nagelsmann wäre für mich zum jetzigen Zeitpunkt ein zu radikales Experiment gewesen.

    1. “Haben die in den letzten 20 Jahren nur Mist gebaut?”

      Nein. Es geht aber vor allem um den Zeitraum sei Hoeneß’ Rückkehr. Da kann und muss man mMn viele Entscheidungen kritisch hinterfragen

      1. Stiftl

        Tja.. welche?

        Heynckes?
        Brazzo?

      2. Stiftl

        Wir haben 20 Punkte Vorsprung in der Liga, stehen in beiden Pokal Wettbewerben im Halbfinale.

        City, PSG, Barca sind draußen. Topfavoriten auf den CL Sieg sind Real und wir – zwei Vereine die zuletzt mehr auf Kontinuität denn spektakuläre Spielerwechsel gesetzt haben

      3. Es geht weder um die aktuelle sportliche Situation noch darum, wie andere Vereine abschneiden. Es geht um die langfristige Ausrichtung des Vereins. Darum, wie man der finanziellen Übermacht der Engländer Paroli bieten will. Darum, was aus dem Nachwuchsleistungszentrum gemacht wird. Darum, wie man sich der Öffentlichkeit präsentiert (Trainersuche) und so weiter und so fort.

        Dass wir aktuell da stehen, wo wir gerade sind, verdanken wir mMn der Zeit von Saison 2012/2013 bis Peps Abschied. Danach wurde nur noch versucht, den Ist-Zustand zu erhalten und nicht weiter zu entwickeln – siehe Ancelotti. Heynckes resultiert ja nur aus dem Scheitern seines Vorgängers.

  51. FR7

    Kovac wurde soeben bei fcb.tv als fix vermeldet, Dreijahresvertrag ab Ende dieser Saison.

  52. Bayern – Real. Mit denen haben wir eh noch mehr als eine Rechnung offen

  53. FR7

    Der Zettel des Spielplans von AS Rom der seit gestern rumgeht ist wohl echt. Auf dem stand, dass die Roma gegen Liverpool spielen werden. Ich will hier keine unsachliche Diskussion über die korrupte UEFA starten, aber das ist schon heftig. Egal, man muss jeden schlagen, uns kann nur der Schiri besiegen. ;-) Pack mas Freunde!

    1. Kurt

      Das Hinspiel zu Hause bereitet mir etwas Zahnschmerzen.

      Wenn man sich den direkten Vergleich anschaut, dann fällt auf, dass Bayern in München zwar eine Macht ist, Real trotzdem so gut wie immer ihr Tor machen.

      http://www.weltfussball.de/teams/bayern-muenchen/real-madrid/11/

      Den Bayern fällt es sichtlich schwerer in Madrid ein Tor zu schießen.

      1. Stiftl

        Der Vorteil ist: so rum wissen wir wieviel Auswärtstore wir brauchen.

  54. Dinzinger

    Also wie negativ hier einige unterwegs sind, wow. Reißt euch zusammen.

    Dieses Schwarz-Weiß-Denken “Kovac kann nur Gebolze, mit Tuchel wär’s so schön geworden” ist doch Unsinn.
    Ich denke man unterschätzt Kovac sehr, wenn man einfach davon ausgeht, dass er bei uns mit einem komplett anderen Kader denselben Fußball spielen lässt wie aktuell Frankfurt. Das ist doch lächerlich, der Mann ist doch nicht bescheuert.

    Es gibt auch nicht weltweit nur zwei Ansätze, Fußball spielen zu lassen – Super-Taktik-Offensiv-Spektakel oder Defensiv-Buhh-Busparken-Bolz-Mist – sondern unendlich viel dazwischen. Wenn wir eine gute Strategie und Mischung finden und klug einkaufen, kann das genau der richtige Trainer sein, um weiter in Europas Elite mitzuspielen, ohne Extremtransfers mitzumachen.
    Ein pragmatischer Ansatz (den Jupp ja wohl auch fährt) ist nicht verkehrt, heißt ja nicht, dass Bayern alles an Philosophie über den Haufen wirft, wir werden weiter dominant und offensiv sein, natürlich werden wir das.
    Wir brauchen aber in der CL ab dem Viertelfinale auch ein aggressives, selbstbewusstes, flexibles Auftreten, um was zu erreichen.

    Kovac ist intelligent (genug, um sich auch weiterzuentwickeln!) und vor allem gnadenlos ehrlich (außer was den Wechsel zu uns anging ;-)), der sagt wie es ist und ist selbstbewusst und autoritär genug, sich durchzusetzen. Meine erste Wahl wäre er auch nicht gewesen (hätte Nagelsmann jetzt schon rangelassen, Megatalent und super-flexibel), aber da von “Katastrophe” etc. zu reden wegen Kovac, ist doch komplett übertrieben. Wie hätte er denn in Frankfurt spielen lassen sollen? Mit einem technisch besseren Kader lässt er natürlich auch ganz anders spielen.
    Der Mann hat in Frankfurt aus ganz ganz wenig ziemlich viel gemacht, warum soll er nicht bei uns aus viel mehr etwas Gutes machen können?
    Wissen tun wir es alle nicht, aber wir wissen auch nicht, ob nicht Tuchel nach einem halben Jahr einen zerstrittenen Kader in Richtung England verlassen hätte, ob Nagelsmann mit Hummels oder Ribery klargekommen wäre, ob Hasenhüttl eingeschlagen hätte…

    Also mal nicht immer gleich den schwarzen Hut aufsetzen, a bisserl Vertrauen und Optimismus wärn scho schee.

    1. FR7

      +1
      Ich unterschreibe alles.

    2. Prinzipiell das, was ich weiter oben auch schon geschrieben habe. Volle Zustimmung.

    3. Kurt

      Danke! Du hast es höflicher und gewählter ausgedrückt als ich.

      War halt im Effe-Modus.

  55. Holdor

    “Jupp … ist die personifizierte Blaupause eines Bayerntrainers mit Weltklasse.”

    Ich weiß gar nicht, wieso ihr euch immer so an Jupp hochzieht. Natürlich ist er ein erstklassiger Trainer von Weltklasseformat (und zudem auch ein Spieler von Weltklasseformat gewesen, habe ihm oft genug zugejubelt).

    Aber der beste Trainer, den Bayern je hatte, ist und bleibt für mich Udo Lattek. Aber den scheinen die Jüngeren im Forum nur noch vom Hörensagen zu kennen. Ich kenne keinen, der besser motivieren konnte – und dabei noch die entsprechenden Ergebnisse einfuhr. (Schade nur, dass er privat vom Schicksal gebeutelt wurde.)

    Ansonsten gilt es nun gegen Real – der erste echte Gegner in dieser CL-Saison. Und ich befürchte: auch der letzte.

    Aber wenn es schon so sein soll, dann bitte mit soviel Aderlass, dass Real gegen Liverpool im Finale bei einem attraktiven 3:5 den Kürzeren zieht. Mein Tipp in diversen Wettbuden.

    Mögen die Spiele beginnen!

  56. […] geht es Schlag auf Schlag. Gerade noch in der Champions League souverän den FC Sevilla besiegt, schon steht Real Madrid vor der Tür. Irgendwie war da noch ein Bundesliga-Spiel gegen Gladbach […]

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