Den Übergang umarmen

Die Fans des FC Bayern müssen sich daran gewöhnen, dass diese Saison anders wird als die vorherigen. Es ist für den Verein ein Übergangsjahr. Erfolgreich kann es trotzdem werden, wenn die Weichen richtig gestellt werden.

Der Sieg gegen Leverkusen tat gut. Nach dem Schlusspfiff war den Spielern die Erleichterung anzumerken. Die Niederlagen gegen Dortmund und Rostow hatten am Selbstbewusstsein der Mannschaft genagt. Das war am Samstag-Abend vor allem rund um den Leverkusener Ausgleich zu spüren. Als die Gäste zum Jubeln abdrehten schauten die meisten Bayern zu Boden. Kaum Aufmunterung. Kaum Kommunikation. Kein gutes Zeichen. Und doch stand am Ende der Sieg und die Gewissheit, dass auch eine nicht optimale Leistung gegen ein Top5-Team der Bundesliga zu drei Punkten reichen kann. Diese Erkenntnis ist wichtig für den weiteren Saisonverlauf.

Alles was wir in den letzten Wochen vom Rekordmeister gesehen haben schreit nach Übergangssaison. Philipp Lahm (33) und Xabi Alonso (35), die Ancelotti gegen Leverkusen etwas überraschend zusammen ins Mittelfeld beorderte, hatten sichtbar Schwierigkeiten Tempo und Physis von Kampl und Aranguiz zu kontern. Ein Wunder ist das nicht. Mit dem Ball sind beide meistens immer noch überdurchschnittlich. Ohne wird es im Moment und wohl auch in der Zukunft grenzwertig. “Ich muss mich im Moment jeden Monat, jede Woche hinterfragen, ob es noch reicht. Ob ich auf dem Niveau noch mithalten kann. Das ist keine Frage von Jahren sondern von Wochen”, sagte Lahm vor kurzem auf die Frage, ob er seinen Vertrag bis 2018 erfüllen will. Eine Aussage, die zeigt wie realistisch er sein momentanes Leistungsvermögen einschätzt.

Trio auf der letzten Schleife

Auch Robben (32) und Ribéry (33) (der seinen Vertrag am Sonntag noch einmal bis 2018 verlängert hat) sind in einem Alter, indem dribbelstarke Flügelspieler auf diesem Niveau zunehmend eher Jokerrollen einnehmen, als das Spiel ihrer Mannschaft dauerhaft zu prägen. Die vielen Verletzungen mal gar nicht erwähnt. Der Kader des FC Bayern ist immer noch sehr gut, aber auf Schlüsselpositionen eben älter und damit volatiler als in den Vorjahren. Kommt die ein oder andere Verletzung und Formschwankung hinzu wie bei Boateng oder Müller zuletzt, verliert man schnell mit 2:3 gegen Rostow.

Finanzchef Jan Christian Dreesen hat am Freitag-Abend überragende Zahlen präsentiert. Rund um die Hoeneß-Messe wurde auch angedeutet, dass Gewinne des Vorjahrs vor allem in die Mannschaft investiert werden sollen. Es ist absolut realistisch, dass der FC Bayern im kommenden Sommer 100 Millionen und mehr in neue Spieler investieren wird (so wie der BVB in dieser Saison). Ein Star, zwei bis drei hochveranlagte Talente, plus ein Rollenspieler. In der Offensive, im zentralen Mittelfeld und auf der Außenverteidiger-Position. Das ist ungefähr das Beuteschema für die kommenden zwei Jahre. Im Hintergrund wird daran bereits heftig gearbeitet. Das ist die Zukunft ab dem nächsten Sommer.

Die Gegenwart sieht anders aus. Der FC Bayern und vor allem das Umfeld müssen sich daran gewöhnen, dass die Zeit zwischen 2012 und 2016, als der Verein zum ersten Mal seit Jahrzehnten den wohl modernsten und taktisch hochklassigsten Fußball der Welt spielte vorbei ist. Kann der FC Bayern auch unter Ancelotti besser spielen als in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen? An richtig guten Tagen bestimmt. Wird er unter Ancelotti in der Lage sein die Top-Mannschaften der Liga spielerisch so zu dominieren wie regelmäßig in den Jahren zuvor? Nein. Von dem Top-Mannschaften der Champions League ganz zu schweigen. Das ist eine bittere Erkenntnis, aber das ist die Realität. Es bringt nichts darauf zu hoffen, dass sich die Mannschaft nur einspielen müsse. Die Vorgaben und auch Ancelottis Résumé als Trainer sind nicht geeignet eine solch dominante Maschine zu kreieren wie wir sie den Vorjahren erlebt haben. Isch over. Punkt. Time to move on.

Und das ist das entscheidende. Wer in der vergangenen Woche mit Bayern-Fans gesprochen hat, merkt wie schwer es vielen fällt den ständigen Vergleich mit der spielerischen Qualität der Vorjahre hinter sich zu lassen. Auch hier im Blog ist das manchmal zu spüren. Dabei ist es Zeit den Schalter umzulegen. Der Sieg gegen Leverkusen ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Die Mannschaft muss Wege finden Spiele zu gewinnen. Das ist das entscheidende. Darauf kommt es jetzt, da die taktische Überlegenheit weg ist, umso mehr an.

Das kann gegen schwächere Gegner mal ein Sturmlauf von der ersten Minute sein. Das kann aber eben auch ein Kopfball nach eine Ecke sein. Oder Javi Martinez, der sich in jeden Ball schmeißt, der sich dem eigenen Tor nähert. Oder die obligatorische Robbery-Gala alle drei, vier Wochen. Oder ein Fernschuss von Douglas Costa. Egal. Es geht für eine Mannschaft, die zum überwiegenden Teil aus gestandenen, fertigen Spielern besteht, darum Wege zu finden, um Spiele zu gewinnen.

Manchester 2011 als Beispiel?

Klar ist: Ancelotti muss der Mannschaft mehr helfen. Durch eine bessere Balance im Pressing, durch eine Umstellung auf das natürlichere 4-2-3-1, durch passendere Spielerkombinationen im zentralen Mittelfeld oder das Vertrauen in eine Dreierkette. Aber Mannschaft und vor allem auch die Fans des FC Bayern müssen anfangen diese Phase des Übergangs anzunehmen. Es ist die wohl letzte Saison eines der besten Bayern-Spielers aller Zeiten. Es ist die absolute Zielgerade für Robben und Ribéry, die die größte Saison der Vereinsgeschichte so maßgeblich geprägt haben. Aus solchen Konstellationen kann auch großes entstehen, wenn man es richtig anpackt. Manchester United hat 2011 mit einer Mischung aus alten Haudegen wie van der Sar, Giggs, Scholes oder Ferdinand, jungen Wilden wie Chicharito und Spielern im Zenit ihrer Leistungsfähigkeit wie Rooney, Evra oder Carrick die Meisterschaft gewonnen und das Champions League-Finale erreicht. Schön war dieser Fußball nicht immer. Aber schlau, wuchtig und abgezockt.

Vielleicht wird der FC Bayern der Saison 2016/2017 wieder der FC Bayern, der erfahrener und schlauer ist als die anderen. Der Leipzig, Dortmund oder Atlético durch kluge, aber weniger riskante Passstafetten laufen lässt, kompromisslos aus dem Strafraum fernhält, einen guten Torwart hat und am Ende eine Flanke zum 2:1 einnickt. Also so wie meistens zwischen 1997 und 2009. Nur mit besserem Kader. Wer weiß. Möglichkeiten gibt es mit dieser facettenreichen Mannschaft immer noch viele.

Entscheidend aber ist, dass nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld und vor allem die Fans diesen Moment leben und etwas daraus machen. Nichts wäre schlimmer als einfach weiter so Fußball spielen zu wollen wie in den letzten Jahren, obwohl die taktische Basis dafür fehlt. Das produziert Frustration und am Ende wohl auch Niederlagen. Den Übergang umarmen. Mit aller Konsequenz. Das wäre auf jeden Fall ein Anfang.

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Leserkommentare
  1. cj

    Dem stimme ich voll zu. Die Zeit lässt sich nie zurückdrehen. Die grossen Spieler haben gerade jetzt noch mal volle Unterstützung verdient. Es sollte einem auch klar sein, dass der Transfermarkt für Bayern schwieriger geworden ist. Trotz der Verletzungsanfälligkeit des Kaders bin ich auch kein Freund von halbgaren Verpflichtungen. Lieber eine Übergangsphase in Kauf nehmen, um dann wirkliche Wunschspieler zu Verpflichten. Treffer wie Ribery und Robben sind trotzdem die Ausnahme und nicht die Regel sind.

    1. Toby

      Also für mich hört es sich so an, das der Schreiber des Artikels es noch nicht verkraftet hat das die Dominanz der letzten Jahre abhanden gekommen ist. Nach den letzten Spielen muss man aber sagen, das die Bayern wieder gut im Geachäfft sind. Gegen Wolfsburg war es jetzt nicht so undominant!

  2. Kramnik

    Ansich finde ich es gut, dass mit Ribery und wahrscheinlich auch Robben verlängert wurde bzw. wird. Beide sind verdiente Spiele und können (wenn sie denn mal fit sind) dem Bayern Spiel immer noch einen Hauch Weltklasse geben. Wenn Ancelotti weiterhin am 4-3-3 festhält und mit Coman verlängert wird (was ich mir sehr wünsche), dann hat man 5 Spieler für die Außen, ich kann mir anhand dieser Konstellation schwer vorstellen, dass junge Talente wie u.a. Gnabry sich diesem Konkurrenzkampf stellen wollen. Deswegen bei einer Robben Verlängerung auch sehr zwiegespalten und hoffe (auch wenn es sich falsch anfühlt) auf keine weitere Verlängerung mit ihm. Generell bin ich auch mal gespannt was im Sommer alles eingekauft wird, viel wird damit zusammenhängen welches System gespielt wird und welche Position Kimmich perspektivisch begleiten soll.

    1. wipf1953

      ääh, wer ist denn dein fünfter Aussenspieler? Müller?

      1. Kramnik

        ja, unter Ancelotti wird er ja dort leider eingesetzt

      2. wipf1953

        aber doch eher als Notlösung, oder?

      3. Kramnik

        optimal ist die Besetzung nicht. Aber wenn das 4-3-3 bleibt gibt es nun mal drei offensiv Positionen zu vergeben. Die eine ist von Lewandowski fest besetzt und um die anderen zwei kämpfen Müller, Costa, Coman, Robben und Ribery. Wenn man jetzt jemanden wie Gnabry überzeugen will zu Bayern zu kommen, müsste sich dieser einem enormen Konkurrenzkampf stellen. So mein ich das

    2. Toby

      Nicht mit Robben verlängern? Sie merken aber schon das bei einer sehr guten Bayern Mannschaft gerade Robben der ist, der nochmal den Unterschied aus macht. Wenn ein Spiel angepfiffen wird sieht man SOFORT ob Robben spielt oder nicht. Trotz seiner 32 Jahren ist er der Spieler mit der meisten Dynamik..!!!

  3. Jo

    Der Übergang. Das Thema das die nächsten Jahre dominieren wird. Und der wird, um mal eines dieser Unworte der Zeit zu zitieren, “alternativlos” sein. Die Biologie lässt sich eben noch nicht überlisten.
    Was es so schwierig und wohl auch schmerzhaft machen wird ist, dass der Umbruch sich nicht nur auf die Mannschaft beschränkt sondern auch Trainerteam und Management betrifft. Das ist eine Herausforderung der sich normalerweise nur Absteiger stellen müssen.
    Das ist auch der Unterschied z.B. zu dem zitierten Manchester, als Sir Alex mit seiner alten Garde ins letzte Gefecht ritt. Der Fast-Kollaps kam auch dort erst nach dem Trainerwechsel.
    Insofern, wie doppelt unrealistisch sich dies herausgestellt hat, wäre es mir lieber gewesen, die Crew um Pep und Sammer wäre noch zwei Jahre am Ruder geblieben und hätte sich dieser Aufgabe gewidmet.

    Es hilft dabei auch nicht wirklich den Übergang zu umarmen, wenn der Trainer offensichtlich schwer davon abzubringen ist größere Teile der Mannschaft gegen ihr Profil aufzustellen und die Mannschaft dementsprechend einzustellen.
    Man hat den Eindruck man macht es sich künstlich noch ein wenig schwerer. Betrifft auch und gerade die beiden angesprochenen Lahm und Alonso.
    Natürlich sind deren natürliche Grenzen absehbar und eher kurz- als langfristig erreicht. Aber beide könnten der Mannschaft immer noch gute Dienste erweisen, an was bis vor wenigen Wochen und Monaten noch kaum einer gezweifelt hätte. Dazu muss ich sie allerdings (wie jeden anderen Spieler natürlich auch) stützen und schützen und entsprechend ihrer Möglichkeiten einsetzen.

    Etwas zynisch formuliert, wenn wir vor drei Jahren Alonso als Mittelstürmer und Lahm als IV hätten spielen lassen? Wären wir dann ebenfalls der Meinung gewesen, dies wäre der Beweis dass die beiden drüber sind?
    So sehe ich auch die Kombi aus Alonso und Lahm im MF auch gar nicht so negativ wie hier dargestellt, sondern als Versuch das Beste aus der Situation zu machen. Und es würde mich gar nicht wundern, wenn der Spieler Lahm mit seinem Noch-Trainer Carlo und zukünftigen Untergebenen (was für eine Konstellation!) diesbezüglich ein Gespräch hatte.

    Diese neue Position von Lahm schiebt natürlich den Umbruch noch etwas mehr an. Irgendwie auch schade, da Lahm einer der Kandidaten ist der im Grunde immer zur Verfügung stand (da gibt’s ja ganz andere) und der sich auch in seinem letzten Jahr im Sinne eines gleitenden Übergangs vsl. eher geräuschlos auf die Bank setzen würde. Auch da gibt’s ganz andere.

    Ansonsten laufen die Verträge von Robben, Alonso, Rafinha, Badstuber, Coman, Green und Starke aus. Ribery wurde ja gerade geklärt. Lahm wird mutmaßlich Sportdirektor. D.h. es steht mehr als ein Drittel des Kaders zur Disposition. Die Zukunft der Leihspieler Benatia und Gaudino muss geklärt werden. Vom vertraglich gebundenen Kader dürfte sich wohl nur die Frage nach Bernat stellen. Es könnte gut möglich sein, dass er sich nach drei Jahren verändern möchte, wenn sich seine Einsätze nicht steigern lassen. Und da war es immer bayernlike solchen Spielern keine großen Steine in den Weg zu legen.
    Also alles in allem eine gewaltige Herausforderung.

    Ich würde auch von einem Investitionsvolumen in der Größenordnung von um die 100 Mio € ausgehen.
    Hört sich auf den ersten Blick beeindruckend an. Wenn man näher hinschaut?
    Nach den Äußerungen von Vorstand und Trainer wird die Option bei Coman wohl gezogen. Können wir also wieder 20 Mio abziehen.
    Wenn wir uns dann vorstellen wir holen uns eine große Nummer wie z.B. die andiskutierten Özil, Sanchez oder Brandt (wobei der eine große Nummer erst noch werden soll) können wir locker von 50 Mio plus X ausgehen.
    Wenn wir dann noch festhalten, dass wir für einen Zweitligaspieler schon fast 10 Mio, für internationale Toptalente zwischen 20 und 30 Mio ausgegeben haben, sehen wir unser stolzes Budget wie Butter in der Sonne schmelzen.

    Heißt für mich einen größeren Umbruch in der nächsten Transferphase könnten wir unmöglich stemmen. Wir können keine sieben Verträge auslaufen lassen, Lahm zum Sportdirektor machen und ggf. noch Bernat verkaufen. Und dabei noch mal kurz bedenken, dass der Kader von dem wir hier sprechen eh schon auf Kante genäht ist. D.h jeder der geht muss zwingend ersetzt werden.
    Also werden wir wahrscheinlich noch die eine oder andere Vertragsverlängerung erleben, so dass wir hoffentlich mit 3 bis 5 Neuzugängen über die Runde kommen. Wobei davon nicht jeder ein Topstar wird sein können. Da sollten wir froh sein, wenn wir einen klarmachen können.
    Dazu brauchen wir sicher noch den einen oder anderen cleveren Transfer in der Hoffnung, dass das funktionieren möge.
    Das können dann, je nachdem wer letztendlich geht, Spieler wie Gnabry (ich hoffe es gibt diese ominöse Vereinbarung), AK-Spieler wie Dahoud oder Malli (wenn die AK’s denn stimmen), ablösefreie Schnäppchen wie Ibisevic, Kalou und Rudy, oder jemand aus der englischen Resterampe wie z.B. Mchitarjan sein.
    Spaß machen würde es auch Brandt 2018 für 12,5 Mio € zu verpflichten. Dann wenn vielleicht zufällig ein gewisser Franzose einen Kaderplatz freimacht.

    Insgesamt jedenfalls eine gewaltige Aufgabe. Bei der es mir in den letzten Tagen wieder bewusst geworden ist, dass es vielleicht gerade die richtigen Jahre für das Comeback eines Uli Hoeneß sind. Für diese Herausforderungen ist es vielleicht gar nicht verkehrt jemanden mit diesem Standing und dieser Erfahrung zu haben und nicht nur auf einen Novizen wie Lahm setzen zu müssen.

    1. Ju

      Da hast du ja schon alles was zu dem Beitrag noch zu sagen war aufgeschrieben. Würde ich so unterschreiben.

      Nicht ganz so pessimistisch würde ich die Optionen auf dem Transfermarkt sehen. Wie du schon richtig sagst, gilt es, clevere Transfers zu machen. Einen Mondpreis (“Hummelspreis”) für einen 2017 günstigen Brandt kann man sich gerne sparen. Den ablösefreien Ibisevic würde ich dagegen sehr sehr gerne sehen… Wenn wir nun einmal Kaffeesatz lesen wollen: Lahm hört auf. Badstuber sollte verliehen werden. (?) Mit Rafinha sollte man verlängern; mit Robben und Alonso wird man es wahrscheinlich auch. Mit Green denke ich eher nicht. (?)
      Man benötigt also auf jeden Fall einen Rechtsverteidiger und einen Stürmer. Den Rechtsverteidiger hat man schon im Kader und ich sehe nichts, was der Markt stattdessen hergibt. Im Sturm plädiere ich wie gesagt für Ibisevic, von dem ich ein großer Fan bin. Habe natürlich keine Ahnung, ob man das realisieren kann. Diese beiden Positionen könnte man dann mit einem Aufwand von 0 € (+Handgeld) besetzen, hätte allerdings eine Vakanz im defensiven Mittelfeld geschaffen. Der von dir genannte Dahoud drängt sich auf. Wenn er tatsächlich 12 Mio. kostet…
      Wie ersetzt man Badstuber? Mit Blick auf die Altersstruktur wäre ein entwicklungsfähiger Spieler zwar wünschenswert, ich sehe die nötigen Einsatzzeiten aber nicht unbedingt. Auf dieser Position braucht man viele Minuten. Die Personalie Hummels hat für mich auch gezeigt, dass man da mittelfristig keine großen Investitionen plant. Also müsste es ein etwas älteres Semester werden. Super schwierig, da ist Reschke gefordert. Die Welt würde dieser potentielle Spieler aber sicher nicht kosten. Sagen wir mal 10 mio, nur um eine Zahl zu haben.

      Bleiben 60 Millionen, um ein oder zwei optionale Plätze im zentralen Mittelfeld und auf dem Flügel zu besetzen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass Robben bleibt und man sich dafür entscheidet, das Zentrale Mittelfeld um einen Platz aufzustocken. Das ist dann der von dir angesprochene Hochkaräter. Scheint für mich genug Geld, um den Umbruch voranzutreiben. In einem Sommer kann man es sowieso nicht abhandeln.

      Im Sommer 2018 sind dann 2 Flügelspieler und ein Sechser zu holen. Unter Umständen plant man langfristig mit Niklas Dorsch und holt Brandt – es wären also wieder keine ausufernden Investitionen notwendig.

      1. Jo

        Stand heute würde ich in die selbe Richtung planen.
        Lahm wird Sportdirektor, Badstuber nicht verlängert (macht irgendwann keinen Sinn mehr), Green ebenso.
        Verlängert wird mit Robben, Rafinha und Alonso.
        Den RV können sich dann Rafinha und Kimmich teilen. So hat man mit dem immer zuverlässigen Rafinha ein Sicherheitsnetz für Kimmich. Und ich wüsste nicht wen wir da für wie viel Geld holen müssten, damit einer das zuverlässig besser spielt als die beiden.

        Green sollte, wenn möglich durch einen Typen aus der Ibisevic-Fraktion ersetzt werden. Wäre für schmales Geld ein deutliches Upgrade.

        Für Badstuber muss ein neuer IV her. Da es sich hier nur um die Nummer 4 handeln kann, sollte/darf/muss das kein großer Name sein. Im Hinterkopf habe ich z.B. immer den Stuttgarter Baumgartl. Ein junger, entwicklungsfähiger, deutscher IV (jetzt auch U 21), wohl mit einer AK von 10 Mio. Problem würde sein, wie du schon schreibst, was können wir ihm für Spielzeiten anbieten. Wenn ich mir die Situation um unsere drei IV so anschaue könnten es allerdings auch mehr Minuten werden als man so denkt. Evtl. versucht es so jemand mal für ein, zwei Jahre und geht das Risiko ein. Danach könnte er immer noch nach Dortmund wechseln ((-;

        Im Mittelfeld hätten wir so originär mit Alonso, Thiago, Vidal und Sanches nur noch vier Mannen. Würde ich dann ggf. noch zwei dazu holen. Wenn einer davon Dahoud für 12 Mio sein sollte? Wäre schon mal ein guter Ausgangspunkt. Wenn man den gegen City gesehen hat…
        Und dann der noch fragliche Topkandidat?

        Könnte für nächstes Jahr alles ganz gut zusammenpassen. Ist aber halt fraglich, ob mal alle Wunschvorstellungen immer so umgesetzt kriegt. Deshalb finde ich es schon spannend.

      2. Ju

        Angeblich möchte man Draxler ja im Winter verkaufen… Nur wegen einrückender Außenstürmer und so. ;)

  4. wipf1953

    Interessant, dass jetzt überall die große “Umbruchdiskussion” stattfindet. Liegt wahrscheinlich an den wenig erbaulichen Spielen im Moment .. ich denke da ist gar nicht so viel dran.

    Dass Lahm bereits dieses Jahr seine Karriere beenden wird ist jetzt nicht soooo ungewöhnlich. Mit 33 haben schon einige aufgehört (Frank Rijkaard und Marco Bode fallen mir grad ein, beide damals noch in Topform) – und bei ihm muss man berücksichtigen, dass er seit 2003 regelmäßig Bundesliga spielt (2004 dann sofort die EM ..). Es irritiert vielleicht deshalb, weil er an sich noch eineinhalb Jahre Vertrag hat. Aber sei’s drum, ein Karriereende von Fipsi ist ebenso wenig ein “Umbruch” wie es der Verkauf von Schweinsteiger war. Mit Kimmich steht sein Nachfolger auch schon fest.

    Ich denke, dass Bayern dem grundsätzlichen Stil treu bleiben wird, mit starken Wingern über Außen zu kommen. Sonst hätte man letztes Jahr nicht in Costa und Coman investiert. Darum sind für mich Brandt und Gnabry zwei logische Transfers. Es ist geradezu ein Glücksfall, dass aus dem als zu eindimensional kritisierten DfB-Nachwuchs zwei so vielversprechende Außenstürmer nachrücken. Ich denke, sie werden beide kommen, wenn Ribery und Robben den Verein verlassen. Also nicht 2017, sondern 2018. Wahrscheinlich gibt es momentan Vorverträge – weil, wenn es die nicht gäbe, würden drei spanische Clubs und die komplette englische Liga an Leverkusener und Bremer Türen kratzen. Einen echten “Umbruch” wird es also auch auf allerdings dann auch auf den Außenpositionen nicht geben. Bayern wird nicht drei, vier “Ü-30-Spielern” hohe Millionengehälter bezahlen, damit sie das dann auf Bank oder Tribüne absitzen.

    Wo sich in der Tat ein Loch auftut ist die Sechserposition. CA ist ja allem “4:3:3-Gerede” zum Trotz ein Freund von “4:4:2” (so stehts jedenfalls in seinem Buch), d.h. er braucht Mittelfeldspieler. Mit Martinez/Vidal/Sanches, dazu Kimmich und evtl. Thiago wird er die Secherposition nicht dauerhaft besetzen können, weil er diese Spieler anderswo benötigt. Ein Nachwuchskicker ist nicht in Sicht. Denke, das wird ein wichtiger Transfer im Sommer werden, und ich habe offen gestanden auch nicht in Ansätzen eine Idee, wer das werden könnte.

    Die Özilgerüchte halte ich für eine komplette Ente. Der will bei Arsenal nochmal richtig kassieren, darum machen seine Agenten Budenzauber und streuen irgendwelche Meldungen und Vermutungen ..

    @JO, Du brauchst Dir wahrscheinlich keine Sorgen machen, das nötige Kleingeld für den oder die weiteren Mittelfeldspieler wird schon da sein. Nimm einfach mal die Zeit nach 2014 – da hat Bayern zwar nur wenige spektakuläre Transfers gemacht. Aber es wurde mit allen Leistungsträgern verlängert. Und das ist keineswegs “billiger” als ein Transfer. Die so “ersparte” Ablöse fließt dann eben an den Spieler, als “Handgeld” (= “signing bonus”) oder in Form von Gehalt.

  5. FR7

    Ich stimme vielen Teilen des Artikels bedingungslos zu. Wie z.B., dass es naiv wäre zu glauben wir bekämen die gleiche taktische Überlegenheit der letzten drei Jahre zurück wenn wir denn nur endlich ein eingespieltes Team hätten. Spielerfreund Ancelotti tickt anders als Taktikfuchs Guardiola, das wissen wir ja bereits. Was mich allerdings sehr am Artikel stört ist die düstere Aussicht die verkündet wird. Das Festlegen darauf, dass wir uns nun ab sofort ja damit abzufinden haben nie mehr so gut wie in den Jahren 2012 bis 2016 zu sein. Das stört mich, sehr sogar. Ich verfolge diesen Blog super gerne und das seit knapp zwei Jahren. Wie politische Parteien haben oft auch Sportblogs wie Miasanrot eine gewisse Tendenz in die ein oder andere Richtung, eine gewisse Grundhaltung dazu wie Fußball gespielt werden sollte zum Beispiel.

    Guardiola > Ancelotti
    Taktik > Indivuelle Klasse
    Ballbesitz > Konter

    Was sich zuerst liest wie Topkommentare auf der Facebookseite von Troll Football sind in diesem Blog fast wie in Stein gemeißelte Tatsachen die so und nicht anders zu sein haben. Als hätte immer nur die Manschaft mit mehr Ballbesitz ein Finale gewonnen, als wäre jeder Trainer mit einer anderen Spielphilosophie als der von Guardiola, niemals erfolgreich gewesen. Das ist es was mich stört. Man stelle sich vor Ancelotti nutzt die Winterpause im warmen Katar um der Mannschaft die Pep-Doktrin aus dem Kopf zu schlagen und ihnen seine Philosophie noch stärker einzuimpfen. Im Optimalfall erleben wir dann ein Bayern München, dass vielleicht nur 55% statt 70% Ballbesitz hat aber so dermaßen gewaltig das gegnerische Tor attackiert und mit Raketen wie Coman und Costa tödlicher Konter startet die dann präzise und erfolgreich zuende gespielt werden. Denn eines steht fest, unser Kader ist brutal gut und immer noch unter top vier in Europa mit Barca, Real Madrid und mittlerweile City.

    Man stelle sich vor Bayern spielt in der Saison 17/18 das Champions-League Finale gegen Manchester City, dass dank Pep vielleicht so spielt Bayern München die letzten drei Jahre. Und dann, dann stellt euch vor wir gewinnen dieses Finale 3:0. Mit weniger Ballbesitz, mit weniger Spieldominanz. Was nämlich oft außer Acht gelassen wird ist, dass wir genau das die letzten Jahre taten. Dominiert, dominiert und nochmal dominiert. Dann verloren. Oft, sehr oft sogar ist individuelle Klasse viel stärker als die taktische Grundausrichtung der Mannschaft. Im alltäglichen Ligabetrieb gewinnt durch blind eingespielte Spielzüge, Angriffs- und Verteidigungsvarianten die Spiele. Eilt dem zweiten mit einem zweistelligen Punktevorsprung weg und ist eher früher als später deutscher Meister. In einem Finale aber, da geht es darum wie die Spieler im Kopf eingestellt sind. Um Mentalität. Darum, dass die Spieler sich auf dem Platz stumm verständigen und sich ganz von selbst als Kollektiv auf den aktuellen Spielverlauf anpassen und so dieses Spiel dann gewinnen. Das soll nicht bedeuten, dass Taktik nicht wichtig ist aber soll heißen, dass Taktik alleine oft nicht reicht um Spiele zu entscheiden. Ich habe das Gefühl, dass die Artikel in diesem einem genau dieses verkaufen wollen. Nun gut, lustig so etwas über einen Taktikblog zu sagen. Dennoch ist Ancelotti meiner Meinung nach ein mindestens genauso guter Trainer wie Guardiola, Taktik hin oder her. Bei Spielen in dem es nur um Nuancen geht und darum wer die letzten 0,2% mehr aus der eigenen Leistung herauskitzelt, in diesen Spielen, haben wir so gut wie immer verloren. Trotz des wohl modernsten und dominantesten Fußballs der letzten Jahrzehnte, wie hier geschrieben.

    Na jedenfalls bin ich der Meinung, dass wenn Bayern sich mehr auf die indivuelle Klasse statt auf Taktik einstellt, wir deutlich erfolgreicher werden. Bayern sollte tatsächlich ernsthaft darüber nachdenken für (geschätzte) 80-90 Millionen einen Alexis Sanchez zu verpflichten. für 100€ vielleicht einen Antoine Griezmann oder für eine nicht geringere Summe einen Eden Hazard. So brillant und absolut spitzenklasse unser Management auch ist, manchmal muss absolute Weltklasse verpflichten um absolut Weltklasse zu sein. Wie damals mit Ribery, Luca Toni und co. Nur kosten solche Kaliber heutzutage eben mehr als das doppelte. Gebracht hat es uns damals viel oder? Oder glaubt jemand Barcelona hätte das Triple auch erneut gewonnen ohne einen 80 Millionen Mann Suarez oder einen genauso teuren Neymar. So einen Sanchez, Griezmann oder Hazard im Bayerntrikot…hätte doch was.

    1. fridolin

      top kommentar. danke

    2. Tipic

      Was die individuelle Klasse der Spieler betrifft, sind wir Barca und Real deutlich unterlegen. Gegenüber diesen beiden Teams sowie einigen englischen Mannschaften wird sich das in nächster Zeit aufgrund der finanziellen Möglichkeiten nicht ändern.
      80-90 Millionen für Alexis Sánchez auszugeben, hielte ich für schweren Unfug. Der Mann wird nächstes Jahr 29! Und wenn der so gut wäre, wie du schreibst, und deine Annahme, dass individuelle Klasse wichtiger als Taktik ist, zutreffen würde, dann müsste der doch schon viel mit Arsenal gewonnen haben …

    3. Steffen

      Klarer Widerspruch: Ich beschreibe ja oben explizit, dass es darum geht etwas herauszuholen. Unabhängig von der Spielweise. Egal ob mit 70% Ballbesitz oder 20%. Und dass es auch möglich ist. Was aber nicht erfolgreich sein wird ist Guardiola-Fußball zu spielen ohne das Rüstzeug dafür zu haben. Der Punkt ist: Die Zeit der taktischen und spielerischen Avantgarde ist vorbei. Ancelotti muss seinen eigenen Weg finden erfolgreich zu sein.

  6. Brian Laudrup

    Guter und sachlicher Artikel und wie meist hochwertige Diskussionsbeiträge, danke!

    Da es meines Wissens hier noch nirgends thematisiert wurde:

    Der Abwehrchef der Münchner wehrte sich mit deutlichen Worten gegen die Kritik des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge an seinem Lebensstil. “Über die Aussagen kann ich nur lachen. Das nächste Mal kann er es mir persönlich ins Gesicht sagen und dann ist das gut”, sagte der “Fußballer des Jahres” bei einem Fanklubbesuch.

    http://m.spiegel.de/sport/fussball/a-1123308.html

    Wenn die Aussage tatsächlich so gefallen ist, haben wir noch ganz andere Probleme als einen zu extremen Flankenfokus und das Loch im 10er-Raum: Disziplin und Loyalität.

    1. Ju

      Haben unter dem Rostow Artikel schonmal über die Sache diskutiert. Was jetzt in den gefahren ist, öffentlich kundzutun, er würde über den Vorstandsvorsitzenden seines Arbeitgebers lachen, weiss ich aber auch nicht.

      1. Brian Laudrup

        Sorry, nicht gesehen. Grade in den Verästelungen eines Threads geht schon mal was unter. Schade eigentlich.
        Macht die Aussage von Boateng – egal wie sinnvoll die Aussage von KHR war – aber nicht besser.
        Und ich vermisse nicht Diszplin und Loyalität sondern wohl eher Disziplin und Respekt. Das war das Wort das ich gesucht hatte.

    2. Marco05

      Total unsinnige Reaktion von Boateng. Zumal wenn man das Interview von KHR in voller Länge hört, ist das wirklich moderat. Zu Beginn sagt er ja er wünscht sich, das Jerome “zur Ruhe kommt”. Das geht ja schon eher an Dritte. Das “back to earth” ist ja erst später gefallen. Wenn Boateng die Aussage komplett gehört hat und nun so reagiert ist das mehr als grenzwertig. Zumal man so – egal warum – nicht über den Chef seines Arbeitgebers spricht. Zeigt aber in welchen “Sphären” der gute Jerome aktuell unterwegs ist. Das wäre alles egal, wenn die Leistung noch so wäre wie vor 1-2 Jahren. Ist sie aber – auch verletzungsbedingt – bei weitem nicht. Insofern täte etwas Demut sicher gut.

      Aber wieder mal ein Beweis, dass Sammer fehlt, der wäre vorher schon dazwischengekeilt.

    3. Pat

      Diese Reaktion zeigt doch, dass KHR recht hat….

      1. Die Reaktion von Jerome zeigt vor allem, dass er nur einen Facebook-Schnipsel wahrgenommen hat! Er sollte von sich aus KHR ansprechen und das Missverständnis beseitigen.

  7. Zero

    Interessant Manchester als Positivbeispiel zu nennen, für mich ist es eher ein negatives. Denn nach der besagten 2011er Saison kam was? Erst ein qualitativer Rückschritt, der ersteinmal noch zur 2013er Meisterschaft reichte aber dann zum totalen internationalen Absturz führte. Ein Grund hierfür ist mMn auch, dass man zu lange an Vereinslegenden wie Giggs, Scholes, Ferdinand festhielt, der Trainerwechsel tat dann sein übriges.
    Der FC Bayern muss aufpassen nicht zu lange verdiente Spieler mitzuschleppen. Ich halte es schon in dieser Saison für einen Fehler den Fußballgott anzuflehen, dass er Ribéry und Robben verschont. Es bleibt zu hoffen, dass die Vereinsführung klug genug ist den sportlichen Wert vorallem der beiden auch an ihr Gehalt anzugleichen, der 2016er Ribéry läuft nicht mehr Gefahr Europas Fußballer des Jahres zu werden.

    Bei Lahm glaube ich unterdessen, dass wir uns schon bald sehr wünschen werden, dass er seinen Vertrag erfüllt.

    1. Steffen

      Die Saison 2011 war das Positivbeispiel. Dass United den Umbruch verpasst hat und das eine Warnung sein sollte habe ich hier schonmal länger ausgeführt: http://miasanrot.de/manu-als-mahnendes-beispiel/ (Interessant auch die Kommentare drunter zu lesen)

      1. Mehmet68

        Sehr amüsant, den 2014er Artikel samt Kommentaren jetzt zu lesen… Sammer bleibt ewig, Pep auch, lauter Top Youngsters wie Götze, Hojberg, Kroos, Badstuber… da ist dann doch viel passiert. ;-)

        Ich verstehe nicht, dass man an Ikonen festhalten muss, bis sie 33-35 sind. Vom Torwart mal abgesehen spielt man da einfach nicht mehr am Zenit. Dass de Bruyne nicht geholt wurde ist in Anbetracht der horrenden Ablöse ok. Dennoch hätte man Rib und Rob nach 2014(15?) langsam auslaufen lassen – und planvoll ersetzen müssen. Alonso war ein Schnäppchen, hätte aber nach 2 Jahren auch wieder gehen dürfen. Lahm sicherlich bis vor Kurzem noch sehr wertvoll.

        Insgesamt fragt man sich da schon, was die ganzen “Experten” im Funktionärsstuhl denn so machen, wenn nicht Kaderplanung?

  8. Johannes

    Dieser Artikel spricht mir in fast allen Punkten aus der Seele! Der FC Bayern befindet sich eindeutig in einer Umbruchphase und kann die Liga einfach nicht mehr so dominieren, wie es in den letzten Jahren der Fall gewesen ist. Das liegt vor allem an dem Alterndem Kader, aber meines achtens auch, dass dieses Jahr einige Konkurrenten deutlich stärker sind als in den letzten Jahren. Aber ein Umbruch muss ja nicht immer etwas schlechtes bedeuten, es liegt jetzt an Mannschaft, Trainer, Vorstand und auch an uns Fans diese Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen! Die Mannschaft ist immer noch stark genug, um Meisterschaft und Pokal zu gewinnen. Auch in der Champions League hat man genug Qualität, um änlich weit zu kommen, wie in den letzten Jahren, auch wenn man eindeutig nicht zu den Titelfavoriten gehört und ein Halbfinale sicherlich schon ein starkes Ergebnis wäre! Auf dem Transfermarkt müssen die Bayern meines Erachtens spätestens im Sommer aktiv werden! Wo es hakt wurde ja schon ausreichend diskutiert, das muss ich jetzt ja nicht mehr alles aufzählen. Hinzufügen möchte ich nur noch, dass ich mir neben einigen hochkarätigen Transfers auch mal wieder jemanden aus der eigenen Jugend wünschen würde, der langsam an die Mannschaft herangeführt wird und eine neue Führungsfigur werden kann. Seit Müller und Badstuber kam aus der Richtung leider nichts mehr. Allerdings vermute ich eher, dass Spieler wie Brand geholt werden, was ich auch für ratsam halte!

    1. Johannes

      Ergänzen möchte ich noch, dass ich mir ein solches Geständnis auch mal von der Führungsetage wünschen würde! Ein Rummenigge oder jetzt auch ein Hoeneß könnten dies durchaus auch mal in der Öffentlichkeit kommunizieren, dass auch der FC Bayern mal schwierige Zeiten hat, und dass man auch in München derzeit mit einer Umbruchsituation zu kämpfen hat. Wahrscheinlich käme das in der Medienlandschaft und auch bei unseren Fans überhaupt nicht gut an, aber es wäre ehrlich und mir lieber wie das ganze Gerede von wir müssen über all die Titel holen!

  9. Tipic

    Frage an Steffen: Wie siehst du Ancelotti als Trainer für die von dir treffend beschriebene Phase des Übergangs? Glaubst du, dass er den Übergang (wie vertraglich vorgesehen) bis 2019 begleitet?

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