MUNICH, GERMANY - OCTOBER 18: Patrick Roberts of Celtic and Kingsley Coman of Bayern Muenchen battle for possession during the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Celtic FC at Allianz Arena on October 18, 2017 in Munich, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern – Celtic Glasgow 3:0 (2:0)

Der FC Bayern gewinnt das Champions-League-Heimspiel gegen Celtic Glasgow mit 3:0. Die Münchner bleiben unter Jupp Heynckes somit in der Erfolgsspur.

Mit dem Anpfiff wurde Jupp Heynckes zum ältesten Trainer, der jemals ein Team an der Seitenlinie der Champions League betreut hat. Ganze 72 Jahre und 162 Tage zählt das Leben des Bayern-Coaches.

Falls Ihr es verpasst habt:

FC Bayern München vs. Celtic Glasgow, GrundformationenFC Bayern München vs. Celtic Glasgow, Grundformationen

Jupp Heynckes setzte zunächst auf Kontinuität. Nur eine Änderung gab es in der Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen den SC Freiburg. Für den an der Schulter verletzten Javi Martínez durfte Sebastian Rudy beginnen.

Brendan Rodgers entschied sich für eine 4-2-3-1-Grundformation. Auffällig war die offensive Grundausrichtung mit der Dreierreihe Amstrong zentral, flankiert von Sinclair links und Roberts auf der rechten Seite. Im Sturm startete Griffiths.

Die Münchner entfalteten schon von Beginn an viel Druck. In der 6. Minute erzielte Thiago nach feiner Vorarbeit von Lewandowski das 1:0. Während bereits die Tor-Musik ertönte, entschied sich das Schiedsrichtergespann allerdings, dem Treffer die Anerkennung zu verweigern. Der Ball soll vor dem Pass von Lewandowski auf Thiago die Torauslinie bereits überschritten haben. Nur eine Minute später wurde erneut Lewandowski steil geschickt. Lustig zog und zerrte am Polen, der daraufhin zu Boden ging. Hier entschied Karasev auf Weiterspielen. In beiden Szenen leiteten die Münchner die Angriffe mit vertikalen Pässen auf Lewandowski ein, hatten aber Pech bei den Entscheidungen der Unparteiischen.

Nachdem Alaba eine weitere große Chance vergeben hatte, war der Bann in der 17. Spielminute gebrochen. Die erste Flanke der Bayern konnte noch geklärt werden, doch der zweite Versuch von Kimmich fand den völlig freien Lewandowski. Dessen Kopfball in die lange Ecke wurde von Gordon noch pariert, doch Müller schaltete am schnellsten und verwandelte den Abstauber zum 1:0. Bemerkenswert war bei der ersten Flanke die Strafraumbesetzung der Bayern. Ganze fünf Spieler rückten in den Strafraum nach und hoben so die Überzahl von Celtic auf. So konnte sich Lewandowski bei der zweiten Flanke von seinem Gegenspieler ohne Probleme lösen.

Die Strafraumbesetzung half den Bayern auch beim 2:0. Kingsley Coman gewann das Eins-gegen-Eins-Duell gegen Gamboa und flankte butterweich in den Rückraum. Dort stand unter anderem Kimmich völlig frei. Sein Kopfball segelte ins lange Eck (29.). Celtics Keeper Gordon war erneut chancenlos.

Nach dem 2:0 beruhigte sich die Partie etwas. Die Münchner verwalteten das Ergebnis geschickt in die Pause, ohne aber Celtic ins Spiel kommen zu lassen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schlugen die Bayern abermals zu. Nach einem frühen Ballgewinn verdaddelten sie zunächst die Chance. Die anschließende Ecke von Robben fand den Kopf von Mats Hummels, der auf 3:0 erhöhte (51.).

Gute zehn Minuten später hatten die Münchner erneut nach einer Ecke eine vielversprechende Möglichkeit. Doch Robbens Kopfball wurde noch auf der Linie geklärt. Sonst wäre es beinahe der dritte Kopfballtreffer an diesem Abend geworden.

Die Partie verlor ab der 60. Minute deutlich an Zug. Der FC Bayern nahm mindestens zwei Gänge raus und verwaltete die Partie angesichts der anstehenden Aufgaben.

In der Nachspielzeit köpfte Müller Gordon noch aus kurzer Distanz nach einer Rafinha Flanke an. Die Chance, das Ergebnis noch klarer zu gestalten, verpassten die Bayern in Person von Robben, Vidal und Lewandowski gleich mehrfach.

Die Münchner lösten letztlich souverän die Aufgabe Celtic Glasgow. Da Paris das Parallelspiel innerhalb der Gruppe gewann, kommt es in zwei Wochen wohl zum ‘Endspiel’ um Platz zwei in der Gruppe zwischen Celtic und Bayern. Dank des hohen Sieges dürfte dem FC Bayern der direkte Vergleich aber nur noch schwer zu nehmen sein.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Flankenfokus

So gut das Spiel des FC Bayern es auch phasenweise war, auffällig bleibt der starke Flankenfokus der Münchner. Vor allem die linke Seite mit Coman und Alaba erzwang immer wieder Eins-gegen-Eins-Duelle, von denen viele zugunsten der Münchner ausgingen. Aus diesen Szenen resultieren in logischer Konsequenz auch Tore. Die ersten beiden Treffer wurden auf der Außenbahn initiiert.

Allerdings artete der Fokus eine Spur zu extrem aus. Aus dem Zentrum heraus kreierten die Münchner in der ersten Halbzeit keine Chancen. Bereits sehr früh ging es im Mittelfeld dank der offensiven Außenverteidiger immer wieder auf die Außenbahn. Am Ende der Partie standen 43 Flanken zu Buche. Ein erneut hoher Wert. Hier müsste Jupp Heynckes in naher Zukunft ansetzen, um das Spiel der Bayern variabler und weniger berechenbarer zu machen.

2. Das Pressing

Das 4-1-4-1-Pressing des FC Bayern funktionierte. Die Münchner hatten etliche frühe Ballgewinne bereits im Angriffsdrittel zu verzeichnen und das, obwohl die Mannschaft von Brendan Rodgers in der Regel sehr passsicher ist. Eine zentrale Rolle spielten dabei Robert Lewandowski und Thomas Müller, die immer wieder geschickt die Wege der Gegner antizipierten und sie zu ungünstigen Passwinkeln zwangen. Interessant zu verfolgen war dabei, wie sie ihre Kollegen per Gesten dirigierten.

Das Pressing gestalteten die Münchner in den beiden Spielen unter Jupp Heynckes deutlich höher und zudem wesentlich griffiger als unter Carlo Ancelotti. Viele eigene Ballgewinne und nur wenige Konterchancen für Celtic waren die Belohnung für das konsequente Anlaufen im Kollektiv. Was auch daran lag, dass die Innenverteidiger, zumeist Boateng, immer wieder rausrückten. Hier ist ein Quervergleich mit der Partie gegen Anderlecht durchaus angebracht. Damals standen die Bayern in Überzahl wesentlich passiver im Raum und ermöglichten den Belgiern so, größere Räume schnell zu überbrücken.

3. Der Kimmich-Hype-Train

Kann überhaupt noch von Hype im Zusammenhang mit dem Namen Joshua Kimmich gesprochen werden? Wahrscheinlich nicht. Dafür ist die Anerkennung für dessen Leistung viel zu gerechtfertigt. Es ist dennoch bemerkenswert, wie konstant Kimmich in den letzten Wochen bzw. Monaten geworden ist. Nicht nur als Vorlagengeber wie beim 1:0, sondern auch als Torschütze wie beim 2:0. Seine Offensiv-Aktionen erzeugten fast immer Gefahr. Mit 13 Flanken hatte er mit Abstand die meisten im Team des FC Bayern. Unermüdlich trieb er die Offensive der Münchner mit an und paarte diesen Wert mit einer Passquote von über 90%.

MUNICH, GERMANY - OCTOBER 18: Joshua Kimmich of Bayern Muenchen celebrates scoring his sides second goal during the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Celtic FC at Allianz Arena on October 18, 2017 in Munich, Germany. (Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts / Getty Images)
Kimmich bejubelt seinen 2:0-Treffer gegen Celtic
Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts / Getty Images

Defensiv war Kimmich an diesem Abend wenig gefordert. Wenn es Szenen gab, dann konnte er schnelle Ballgewinne im Mittelfeld vorweisen, weil Celtic zu Befreiungsschlägen gezwungen werden konnte.

Die Belohnung für Kimmich erfolgte in der 80. Minute. Jupp Heynckes gönnte dem Jung-Profi die Standing Ovations des Münchner Publikums. Zugleich waren es die ersten Pflichtspielminuten, die Kimmich in dieser Saison nicht auf dem Feld stand.

FC Bayern München – Celtic Glasgow
BayernUlreich – Alaba, Hummels, Boateng, Kimmich (80. Rafinha) – Rudy – Coman (78. James), Thiago (67. Vidal), Müller, Robben – Lewandowski
BankStarke, Süle, Tolisso, Friedl
CelticGordon – Thierney, Boyata, Lustig, Gamboa – Brown, Ntcham – Sinclair, Armstrong (65. Rogic), Roberts (78. McGregor) – Griffiths (65. Dembélé)
BankDe Vries, Bitton, Ajer, Forrest
Tore1:0 Müller (17.), 2:0 Kimmich (29.), 3:0 Hummels (51.)
KartenGelb: – / Roberts (38.)
SchiedsrichterSergej Karassew (Russland), Anton Awerianow (Russland), Tichon Kalugin (Russland)
Zuschauer72.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. förb

    Mir gefällt Lewandowskis Leistung zZt überhaupt nicht. Schlechte Entscheidungen, furchtbare Pässe, Hasenfuß-Abschlüsse. Was ist mit ihm los?

    1. Kurt

      Könne man genauso über Robben sagen. Dafür sieht man bei beiden keine abfälligen Gesten oder sonstige miese Laune.

      Solange halt die anderen die Tore machen, ist doch alles okay.

      Müller langsam wieder der Alte. Trifft zum wichten 1:0. Ansonsten auch sehr engagiert. Man merkt, der will raus aus dem Tief. Die Hater kann man mittlerweile nur noch bemitleiden. Von Fußball haben die jedenfalls keine Ahnung.

      1. förb

        Nee kann man nicht. Der hat sich defensiv reingehauen, offensiv extrem Druck gemacht, war voll ins Kombinationsspiel involviert und ihm fehlte halt einfach etwas Glück.

        Aber wer vorne drin steht wie Lewandowski und halbwegs Ballkontakte hat, der muss gegen so einen Gegner auch mal ne Bude machen. Das kommt mir in der Sturmspitze gerade etwas zahnlos vor.

      2. chicago_bastard

        Hier wird was von Müller-Hatern erzählt und im gleichen Atemzug Lewandowski für eine absolut gute Leistung kritisiert, aberwitzig. Lewy hat (einen kompetenteren Schiri vorausgesetzt) das 1:0 von Thiago stark vorbereitet, einen Elfmeter rausgeholt, hat die beste Kombination im ganzen Spiel mit einer tollen Hackenablage im Strafraum auf Robben veredelt, die der dann leider verstolpert hat, eine Vidal-Chance sowie einen weiteren Abschluss von Robben vorbereitet und war allgemein gut ins Kombinationsspiel eingebunden und ballsicher. Vor allem, dass er Robben häufig angespielt hat sehe ich positiv. Ihn für die gestrige Leistung zu kritisieren ist lachhaft.

      3. Jo

        Ja, Lewy war klasse.
        Er scheint mit einer der Spieler zu sein, der von dem Jupp-Effekt (was auch immer das für ihn auch sein mag) am meisten profitiert.
        Schon gegen Freiburg wie ausgewechselt, mit einer ganz andern Körpersprache und Ausstrahlung und einer für einen MS unfassbaren Präsenz.
        Na vielleicht war für ihn der Jupp-Effekt auch nur ein Wriedt auf der Ersatzbank ((-;

    2. BayernExpat

      Jap, sehe ich genauso. So ca 55. Minute dachte ich wie schoen es waere wenn man ihn auswechseln koennte.

  2. GP11

    Endlich mal die einzig (!) akzeptable Besetzung im zentralen Mittelfeld. Das sind Welten Unterschied wenn da zwei Fußballer spielen oder mindestens einer der beim Rugby besser aufgehoben wäre. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, die Kombination Thiago Rudy zu sehen.

    Sehr gefreut habe ich mich auch über Coman, war fast der beste Spieler. Besonders nach der Thiago-Auswechslung ist er sogar ein bisschen in die Ribéry-Rolle geschlüpft und sich im Spielaufbau nach hinten fallen lassen.

    Ansonsten eine engagierte Leistung, auf die sich aufbauen lässt.

    Jedoch existiert nach wie vor die Müller-Problematik, da dieser so unterirdisch spielt, dass es jeder Beschreibung spottet. Der kann keinen Ball annehmen, ohne dass dieser ihm fünf Meter verspringt und ebensowenig kann einen vernünftigen Pass spielen.
    Dass James für diesen Totalausfall draußen sitzt, ist skandalös und wird nur noch dadurch übertroffen, dass dann auch noch der starke Coman statt Müller rausmuss und James auf die Flügel muss. Damit man auf gar keinen Fall im direkten Vergleich sehen kann, wieviel besser James in der Zentrale ist. Nichtsdestotrotz hat er beim Pass auf Vidal direkt gezeigt, was Sache ist.

    1. förb

      Also…auch wenn ich bei der Vehemenz deiner Müller-Kritik nicht mitgehe (und irgendwie auch davon ausgehe, dass sie wahrscheinlich mehrschichtig zu verstehen ist, einerseits als real-Kritik, und andererseits als Mem-Gaudi)… aber von der Tendenz her seh ich das auch so.

    2. Done

      @gp11: schau einfach zu und lerne, soweit dir das möglich ist. Wenn nicht, geh in dein Kinderzimmer und spiel playsi-fifa.

      Fähige Trainer setzen auf Müller, und das aus guten Gründen.

    3. kita

      Ohne ein Zweikampfmonster im Mittelfeld gewinnt man gar nichts. Gehen schwache Gegner ist es schön und gut einen kreativen mehr zu haben, aber gegen starke muss Javi oder Vidal spielen. Das ist alternativlos.

      1. GP11

        Gegen starke Gegner benötigt man zwei spielstarke Spielmacher im Mittelfeld. DAS ist alternativlos.
        Wozu braucht man ein “Zweikampfmonster”, wenn vorne kein Müller alle Bälle verliert?

        Die ganzen Konter, die ein solcher Spieler unterbinden könnte, entstehen ja zum großen Teil erst, weil ebenjene Abräumer und Box-to-Box-Spieler den Spielfluss massiv stören und aufgrund technischer Mängel direkt für Ballverluste sorgen oder die Mitspieler zu riskanteren Pässen zwingen, da es weniger brauchbare Anspielstationen gibt und die kreative Last auf weniger Schultern verteilt wird.
        Und auch für die Straufraumverteidigung benötigt man sie nicht, da man bei entsprechendem Spielermaterial aufgrund der resultierenden Ballbesitzwerte erst gar nicht in diese Situationen kommt.

      2. förb

        Für mich ist Thiago das Zweikampfmonster. Wie er Bälle zurückgewinnen kann ist schon saustark…und das meistens fair und auf eine “konstruktive” Art, also so dass direkt wieder offensiv aufgebaut werden kann.. und im Zweifel kann er auch durchaus dreckig spielen und körperlich dagegen halten. Bei Rudy sehe ich ein ähnliches Potential. Es braucht also mitnichten immer eine Kampfsau.

      3. Kieler

        Bin da ganz bei GP11. Bayern ist mit zwei spielstarken Mittelfeldspielern in der Zentrale besser aufgestellt. Ist ja nicht so, dass diese keine Zweikämpfe gewinnen können (siehe Thiago, aber auch Rudy). Verstehe daher auch den Tolisso-Transfer nicht. Tolisso mag ein starker Spieler mit Potential sein, wurde aber am Bedarf vorbei gekauft.

    4. Marco05

      Ich sags nicht gern aber ich sehe es was Müller betrifft genauso. Außer dem Abpraller zum 1:0 kann ich mich nicht wirklich an eine entscheidende gelungene Aktion erinnern, aber an viele viele Ballverluste und “Fast-Aktionen” bei denen mangels Technik der Ball eben immer nicht ganz so ankommt wie er sollte.

      Klar er ackert und kämpt und macht und tut. Aber bitte, das kann und muss ich von jedem verlangen können. Zusätzlich zu der unten angesprochenen Problematik mit Robben, braucht man sich dann nicht wundern, wenn Lewandowski einigermaßen durchhängt. Immerhin hat er von seiner Seite wenigtstens das Zusammenspiel mit Robben gesucht (was ich andersrum nicht gesehen habe) und auch mit Müller. Er bekam den Ball nur nie mehr zurück.

      Mit der Staffelung von Thiago und Rudy fehlte zudem ein offensiver Kreativspieler. Im Grunde müsste der auf der Müller-Position sein. Und dann sitzt ein James draußen. 70-80 Minuten. Das beginnt mich jetzt schon/mittlerweile auch zu nerven. Dass man Vidal in so einem Spiel nicht braucht sehe ich auch so, aber die Kombi gestern ist für mich nicht der Weisheit letzter Schluss, zumal im Zusammenspiel mit Müller.

      Ich hoffe Heynckes wird da die nächsten Spiele etwas flexibler.

    5. Ju

      Die Entwicklung ist wirklich sehr, sehr auffällig und schade: Möchtest du etwas, was dich interessiert, sachlich und in Ruhe besprechen, bekommst du kaum Resonanz. Stell eine steile, bestenfalls diffamierende, These in den Raum – schon überschlägt sich die Kommentarspalte. Dieser GP11 gibt seit Monaten monoton drei Dinge von sich, die allesamt zu kurz gegriffene Allgemeinplätzchen sind: Müller ist Scheiße, Hoenigge hat null Plan, körperlich starke Mittelfeldspieler sind alle primitive Dauerläufer und Vidal, Sanches, Tolisso, Goretzka und Kimmich (!) der gleiche Spieltyp, bei dem nicht differenziert werden muss. Dass es euch nicht langsam zu blöd ist, darauf immer wieder einzugehen ?!

      1. Mika

        100%. Deswegen kommentiere ich auch nur noch selten, weil die Kommentarspalte nach dem für mich falschen Beißreflex funktioniert.

        Dennoch: Müller gehört auf die Bank, er stört den Spielfluss total. Den Kopfball am Ende kann er auch mal machen.

      2. GP11

        “Müller ist Scheiße”
        Was soll man zu Müller noch erklären, was nicht jedem beim Anschauen der Spieler offensichtlich sein sollte? Vielleicht solltet ihr mal auf die Twitter-Seite von “11tegen11” gehen und euch die Passmaps von gestern Abend ansehen. Die gähnende Leere in der Mitte der Bayern-Map – und zwar sowohl von der Position als auch der Größe des Müller’schen Kreises – spricht Bände. Falls das aber noch nicht genug ist, könnt ihr euch ja zum Vergleich eventuell auch mal die Kreise von den Herren Isco, De Bruyne und Messi anschauen.

        Zu den ganzen Dauerläufern.
        Dass die von dir genannten Spieler ihre Rolle alle identisch interpretieren, habe ich nie behauptet. Was jedoch der Fall ist, ist dass alle jene Spieler keine Aufbauspieler sind und nicht verlässlich unter Druck Bälle perfekt verarbeiten können und ihre Spieler korrekt anspielen können.

        Zu Hoeneß und Rummenigge:
        Was soll man zu diesen beiden noch sagen?
        Die Kadersituation gestern Abend sagt doch schon alles. Man spielt mit Flügelfokus, hat aber für zwei Positionen nur drei Spieler insgesamt, von denen nur zwei einsatzbereit sind.
        Im Mittelfeld hat man dagegen nur zwei Positionen für inzwischen fünf Spieler (Thiago, Rudy, Vidal, Tolisso und inzwischen Martínez). Und das obwohl man ja schon Sanches ausgeliehen hat und Kimmich als RV bringt. Wie oben schon angemerkt, muss aber immer mindestens einer aus Thiago und Rudy spielen, weshalb man hier de facto drei Spieler (Vidal, Tolisso und Martínez) für nur eine Position gibt, welche wie gestern zum Beispiel aber nicht einmal immer existiert.
        Oder um es kurz zu machen:
        – Auf den Flügeln hat man drei (zwei einsatzbereite) Spieler für zwei Positionen, von denen Robbéry auch noch bekanntermaßen dauerverletzt sind.
        – Im Mittelfeld hat man drei (zwei einsatzbereite) Spieler für nicht einmal eine ganze Position.
        Und das ist nur ein einziges der vielen absolut unentschuldbaren Vergehen der Kaderplanung, selbst bei diesem Unterpunkt bin ich ja nicht einmal auf den finanziellen Relationen eingegangen.

      3. Ju

        Ich habe ehrlich gesagt nicht viel Lust, jetzt der zehnte zu sein, der dir erklärt, dass es im Verein erhebliche Defizite gibt, die handelnden Personen deshalb aber weder bescheuert noch allein an allem Schuld sind (für die Kaderbreite soll sich ja auch unser ehemaliger Trainer verantwortlich zeichnen). Es lassen sich genau genommen in jedem Verein der Welt Baustellen finden – und wir sind nach wie vor der einzige Spitzenklub, wo das auf betriebswirtschaftlich vernünftigem Niveau stattfindet.

        Zum Thema der Mittelfeldspieler habe ich mich vor Monaten schonmal zu einer längeren Diskussion mit dir hinreißen lassen, mit dem Ergebnis, dass es nicht lohnt. Letztendlich hast du dich beispielsweise in die Meinung geflüchtet, dass Kimmich erhebliche Schwächen bei der Ballverarbeitung habe – eine Ansicht, die du vollkommen exklusiv hast. Auch die Meinung, man bräuchte zwei Spielmacher im Mittelfeld, hast du exklusiv – immerhin haben wir mit dem exakten Gegenbeispiel die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Zumal wir mittlerweile die spielstärkste Innenverteidigung dieser Welt haben.

        Auch beim Thema Müller habe ich nicht viel Lust, mir die Finger wund zu tippen, da es schon zwanzig Leute vor mir getan haben: Er spielt im Moment nicht gut, ist außer Form. Und trotzdem halten ihn Löw, Heynckes, van Gaal, Löw und diverse andere Fachleute für einen Weltklassespieler. Aber wahrscheinlich musst du denen einfach mal verklickern, dass der Müller eigentlich keinen Ball annehmen kann.

      4. Jo

        Schon eine seltsame Diskussion zu diesem Spiel.
        Hätte ich nicht für möglich gehalten, dass heute die großen Themen sind, ob jetzt Müller oder Alaba einen größeren Mist zusammengespielt haben.

      5. kita

        @JU -> danke!
        Ab jetzt gehe ich an diese Stelle, kopiere mir den Text und werde ihn unter jeden Post zum Müller/PepwarderBesteIchliebeMittelfeldspieler – Kommentar einfügen.

      6. GP11

        Zum ersten Punkt:
        Schon allein der Verweis auf die Kaderbreite ist so nicht korrekt. Wenn man die obigen Positionen und Spieler zusammenaddiert kommt man auf acht Spieler für vier Positionen – was ja wohl kein Problem wäre. Problem ist, dass Hoeneß und Rummenigge vollkommen unfähig – ja, unfähig – sind, ein stringentes Kaderkonzept zu entwicklen und so enorme Schieflagen in der Kaderzusammenstellung zu Gunsten der Innenverteidigung und der Mittelfelddynamiker und zu Ungunsten schneller, kreativer und abschlussstarker Spieler entstehen.

        Inwiefern beispielsweise bei Real Madrid aktuell wirtschaftlich nicht vernünftig gearbeitet wird, dürfte auch interessant zu hören sein.

        Abgesehen davon ist der Fußball wohl ohne den Hauch eines Zweifels ein enormer Wachstumsmarkt.
        Wo lernt man denn bitte, dass man in einem solchen Marktumfeld konservativ und deutlich weniger als die Konkurrenz investieren sollte? Wenig zu investieren und zu “sparen” ist beileibe kein grundsätzliches Zeichen wirtschaftlicher Vernunft.

        Und das berücksichtigt ja nur, dass wir zu wenig investieren und nicht, dass wir das Geld, was wir investieren, oft verbrennen. Schau dir mal an, wieviel Geld in den letzten fünf Jahren für Spieler ausgegeben wurden, die kreativ und spielstark und/oder abschlussstark sind und vergleich das mit den verpflichteten Defensiv- und Konterspielern.
        Man hat völlig planlos mindestens 35 Millionen für einen Sanches ausgegeben, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, wie man den einsetzen könnte. Das einzige Ziel war es, international ein vermeintliches Zeichen an die Konkurrenz zu setzen. Und dann verpflichtet man ein Jahr später exakt denselben Spielertypen nochmals als neuen Rekordtransfer. Das muss man sich außerdem mal auf der Zunge zergehen lassen. Der aktuelle Rekordtransfer des FC Bayern München ist der Mittelfeldspieler Nummer fünf für zwei Positionen. Wenn das wirtschaftliche Vernunft ist, dann weiß ich auch nicht weiter.

        Zum zweiten Absatz:
        Auf Kimmich-Diskussionen habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr. Wenn man nicht erkennt, dass Kimmichs Ballbehandlung zwar besser als bei Vidal und Co. aber auf einem niedrigeren Level als bei der Mittelfeld-Benchmark ist, dann werden wir uns da niemals einigen.

        Was ich aber nicht so stehen lassen will, ist der Verweis auf die Triple-Saison.
        Erstens kann man diese nicht aus dem Gesamtkontext der Vorsaison und der dadurch beispiellosen Willensleistung der Mannschaft reißen.
        Zweitens ist das mehr als vier Jahre her und die Gegner werden sowohl im Allgemeinen gegen irgendeinen Gegner als auch im Speziellen gegen den FC Bayern nicht mehr so naiv und offen auftreten.
        Drittens haben wir für den Großteil der Saison mit Kroos und Schweinsteiger im Mittelfeld gespielt. Ersterer ist ja wohl ein spielstarker Mittelfeldspieler und Letzterer ist ja wohl ein besserer Aufbauspieler als Vidal und Co. Ohne Kroos und die damit verlorene Mittelfeldkontrolle haben wir nur gegen Juve, welches einem Rückstand hinterherrennen musste, Barca, dessen Trainer während dieser Saison zur Hälfte in Krebsbehandlung war und gegen die wirklich alles in diesen Spielen für uns lief und den BVB gespielt. Schau dir mal die erste Hälfte des Finales an und erklär mir dann, wir hatten keine Problem mit dem Spielaufbau unter dem starken Dortmunder Pressing.
        Viertens hatten wir da Ribéry und Lahm in der jeweiligen Form ihres Lebens, welche den Spielaufbau jeweils von außen mitübernommen haben. Beide haben hier permanent für zwei Spieler gleichzeitig gespielt. Ribéry war LA und 10er gleichzeitig, Lahm RV und 8er.

        Was bringt dir die erwähnte Innenverteidigung, wenn sie keine Anspielstationen haben, weil die Müller, Vidal, Tolisso, Martínez etc. die Bälle nicht annehmen und verarbeiten können. Abgesehen davon verstehe ich nicht so ganz, wie ein Innenverteidiger Torchancen im Strafraum kreieren und initiieren soll. Das einzige was einigermaßen geht, sind lange Bälle auf die Außen wie teilweise unter Guardiola. Dummerweise haben wir aber nicht genügend schnelle Außenspieler, um das umzusetzen – Grüße an Punkt eins und die Kaderplanung.

        Zu Absatz drei:
        Müller hatte schon immer enorme spielerische Defizite, hat diese jedoch aufgrund seiner hohen Scorerwerte augleichen können. Nichtsdestotrotz war Müller schon immer das erste Verbesserungspotential dieser Mannschaft. Nun liefert Müller aber seit fast zwei Jahren – seit der Rückrunde 2015/16 – diese Scorerpunkte nicht mehr verlässlich. Wie man bei diesem Zeitraum von “momentan außer Form” sprechen kann, ist mir schleierhaft.
        Abgesehen davon bleiben eben die spielerischen Defizite. Schau dir wie gesagt die Passmaps an. Selbst wenn Müller wieder verlässlicher scoren sollte, wird man mit so einem “U” im Spielaufbau, für welches Müller alleinverantwortlich ist, gegen stärkere Gegner keine Chance haben. Die Mitte ist tot und auf Außen fehlen die entsprechenden Flügelspieler, um das zu kompensieren – nochmal der Gruß an die Kaderplanung.

      7. kita

        Ich habe ehrlich gesagt nicht viel Lust, jetzt der zehnte zu sein, der dir erklärt, dass es im Verein erhebliche Defizite gibt, die handelnden Personen deshalb aber weder bescheuert noch allein an allem Schuld sind (für die Kaderbreite soll sich ja auch unser ehemaliger Trainer verantwortlich zeichnen). Es lassen sich genau genommen in jedem Verein der Welt Baustellen finden – und wir sind nach wie vor der einzige Spitzenklub, wo das auf betriebswirtschaftlich vernünftigem Niveau stattfindet.

        Zum Thema der Mittelfeldspieler habe ich mich vor Monaten schonmal zu einer längeren Diskussion mit dir hinreißen lassen, mit dem Ergebnis, dass es nicht lohnt. Letztendlich hast du dich beispielsweise in die Meinung geflüchtet, dass Kimmich erhebliche Schwächen bei der Ballverarbeitung habe – eine Ansicht, die du vollkommen exklusiv hast. Auch die Meinung, man bräuchte zwei Spielmacher im Mittelfeld, hast du exklusiv – immerhin haben wir mit dem exakten Gegenbeispiel die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Zumal wir mittlerweile die spielstärkste Innenverteidigung dieser Welt haben.

        Auch beim Thema Müller habe ich nicht viel Lust, mir die Finger wund zu tippen, da es schon zwanzig Leute vor mir getan haben: Er spielt im Moment nicht gut, ist außer Form. Und trotzdem halten ihn Löw, Heynckes, van Gaal, Löw und diverse andere Fachleute für einen Weltklassespieler. Aber wahrscheinlich musst du denen einfach mal verklickern, dass der Müller eigentlich keinen Ball annehmen kann.

      8. Kieler

        Ich verstehe nicht so ganz, warum GP11 vorgeworfen wird, ohne Substanz zu schreiben und nur zu meckern. Ich finde seine Kritik durchaus nachvollziehbar und begründet. Vielleicht nicht in jedem Kommentar, aber im Großen und Ganzen schon. Diese Kritik ist doch auch per se nichts “Schlimmes”. Der FC Bayern hat sicher die Möglichkeiten an einigen Stellschrauben zu drehen, die unter anderem von GP11 angesprochen werden. Es ist ja nicht so, dass GP11 hier unmögliches oder unmenschliches vom FC Bayern fordert.

      9. Olorin

        @Kieler
        Bei der Kritik an GP11 gehts in meinen Augen vor allem um den Ton, weniger um den Inhalt. Er nutzt halt sehr krasses Vokabular, insbesondere gegenüber unserem Vorstand und einigen Spielern (“Verbrecher”, “unfähig” und ähnliches). Insgesamt hat er in meinen Augen zu deutliche Feindbilder, die alleinverantwortlich für die Probleme sind. So meine ich mich zu erinnern, dass Ancelotti ein Befürworter des Sanches-Transfers war. GP11 hat hier stur die Schuld bei Hoeneß/Rummenigge gesucht und Ancelotti von jeder Kritik ausgenommen.

        Inhaltlich ist das aber zumindest eine nachvollziehbare Meinung, auch wenn ich nicht alles davon teile. Insbesondere die Meinung, dass wir in den letzten Jahren viel zu viel für robuste, technisch nicht höchstem Level entsprechende Mittelfeldspieler ausgegeben haben, teile ich 1:1. Man muss sich nur mal vor Augen halten, dass Vidal, Sanches und Tolisso uns in den letzten drei Jahren mehr als 100 Mio Euro allein an Ablöse gekostet haben…

      10. Ju

        @Kieler
        Da missverstehst du etwas: Die Kritik richtet sich nicht gegen Substanzlosigkeit. Die Substanz ist sogar meist richtig, nur durch Schwarzweiß-Malerei und Polemik übertrieben. Es kommt dazu, dass du hier dreimal antworten kannst, dass Ancelotti die Transfers von Sanches und Tolisso befürwortet hat, unter dem nächsten Artikel wird dann trotzdem wieder der Veteinsführung vorgeworfen, die dem Trainer aufgedrückt zu haben. Zumal die Welt ohnehin nicht geteilt ist in (O-Ton GP11) “Spielmacher’ und ‘stumpfe Dauerläufer/Leichtathleten/Kampfsportler.

    6. M1900

      Also,

      eines verstehe ich bei vielen nicht, wieso vergleicht ihr Müller mit Messi, De Bryne usw. ?

      Müller ist Müller und es hat, bzw. es erwartet keiner Wunderdinge von ihm. Er ist technisch nicht der stärkste, das ist aber meines Erachtens egal. Es wird von ihm erwartet, dass er Tore macht und die Dinger reinstochert. Gegebenenfalls hilft er Lewandowski, aber er ist:

      a) kein Techniker
      b) kein Wunderkind aller Messi usw.

      Also würde ich vorschlagen, lasst doch erstmal Jupp eine gewisse Zeit, bevor das wieder losgeht, mit der Trainger mag James nicht oder ähnliches.

      Es wird gesagt, Ancelotti hatte keine eingespielte Mannschaft, die Rotation wurde übermäßig übertrieben, mag sein, weiß ich ned, aber Jupp hat Probleme erkannt und bearbeitet diese.

      Einerseits bei Ancelotti kritisieren und bei Jupp das Gleiche, es sind auch nur Menschen. Der eine hat aber eine andere Art als der jeweils andere Trainer und davon sollten wir uns einfach mal überraschen lassen.

      In dem Sinne, nicht gleich den Weltuntergang ausrufen ;)

  3. Jo

    3:0 gegen Anderlecht, 3:0 gegen Celtic, beides mal fühlte sich das Ergebnis wie ein Witz an. Dieses mal war das Gefühl allerdings eindeutig besser.

    Ich erspare mir mal die Frage, ob jetzt Freiburg oder Celtic besser waren. Für mich ist auf jeden Fall ein Aufwärtstrend ersichtlich.

    Defensiv standen wir in beiden Spielen gut (vergessen wir mal die letzten 20 etwas wilden Minuten, war egal). Der Unterschied und wesentliche Fortschritt war, dass wir uns diesmal fast nach Belieben Torchancen erspielen konnten.
    Taktisch für mich, in beiden Spielen, wesentlich und so sehr beruhigend, dass wir endlich wieder verstehen kompakt aufzutreten. Mag man als simples Basic bezeichnen, aber eben für jede Mannschaft unverzichtbar.

    Ebenso wie ein kollektiv abgestimmtes Pressing. Auch das war dann da wenn man es brauchte und es wollte.

    Personell interessant für mich vor allem einige Spieler, die in den letzten Wochen in der Kritik waren. Boateng, Lewy, Alaba, alle scheinen auf einem guten Weg zu sein.

    Bei Alaba noch mal der Hinweis: Ja, auch bei Alaba macht es einen Unterschied, ob er 50 Spiele am Stück macht, oder auch mal die eine oder eine Woche durchschnaufen kann, wie in diesen Wochen.

    Überhaupt macht die linke Seite mit diesen beiden wieselflinken Jungs absolut Spaß. Unabhängig von der Effektivität, über die man natürlich diskutieren kann, ist Coman ein Spieler gegen den sicher die wenigsten BL-Verteidiger gerne spielen. Der Junge kann schon mal alleine eine ganze Abwehr terrorisieren.

    Ansonsten Rudy spielerisch natürlich natürlich ein deutliches Upgrade gegenüber Javi.

    Und wenn sich die Tätigkeit von Reschke in seinen Jahren bei uns nur darauf beschränkt haben sollte, uns Kimmich zu empfehlen würde ich ihn trotzdem für ein Denkmal vorschlagen.

    1. Ju

      Coman ist tatsächlich beeindruckend. Wie stark der auch im Zwischenlinienraum ist, hatte ich lange Zeit gar nicht auf dem Schirm. Was wäre das für ein Spieler, wenn er schießen könnte?

      1. Usedomspotter

        Wenn er schießen könnte, wäre er für 100 Fantastillionen zu Barcelona gegangen. ;-)

      2. kita

        Der Sky-Kommentator vom Samstag meinte, dass der Jupp nun viel mehr Torschusstraining einbaut. Ich habe also noch Hoffnung ;-)

      3. Jo

        Interessant dazu die Aussagen von Heynckes, dass mit Coman die Flankenläufe und die entsprechenden Abschlüsse explizit trainiert wurden.
        So stelle ich mir das vor, auch und gerade in Bezug auf seinen Torabschluss. Es kann doch nicht sein, dass es so ein junger, durchaus athletischer, Typ nicht schafft Druck hinter seinen Schuss zu bekommen. Wenn man keinen Footbonauten hat, soll Gerland ihn halt fürs Erste 100mal am Tag gegen die Mauer ballern lassen.
        Ich muss bei ihm immer an den jungen Cruyff denken. Bei dem stand seine Karriere gewissermaßen auch auf dem Spiel, weil er den Ball kaum bis zum Torwart bekam. Dann hat man bei Ajax mit ihm gezielt daran gearbeitet. Ende bekannt.

  4. Carsten Jancker

    Was Müller angeht, bin ich auch bei GP11 und Förb, nicht bei Kurt (dessen Ton — ‚Hater‘, ‚bemitleiden‘ — immer unsachlicher wird). Aber zum großen Ganzen: Drei Dinge unterscheiden sich jetzt von der unsäglichen Ancelotti—Zeit: Aufstellung, Balance und Einstellung:

    — Aufstellung: Nun steht die Aufstellung, die alle außer Carlo auch in Paris sehen wollten. Insbesonde kein Tolisso, sondern Rudy — und eine Innenverteidigung mit Aufbauqualität.

    — Balance: Für mich das Wichtigste: Doppelungen in der Defensive und hinreichend Spieler vor dem Ball bei Offensivaktionen (besonders gut zu sehen beim zweiten Tor).

    — Einstellung: Der unbedingt Siegeswille war wieder da, die Souveränität und die Bereitschaft, immer weiter nach vorne zu gehen. KHR würde sagen: Das war wieder der FCB.

    Ich lass mir die Leistungen gegen Freiburg und Celtic auch nicht mit Blick auf den Gegner schlecht reden — gerade wenn ich an die gefühlte Niederlage gegen Anderlecht denke.

    Kleiner Wermutstropfen: Alaba. nicht spritzig, viele falsche Entscheidungen. Wer erinnert sich noch an sein letztes gutes Spiel….? Wenn ich meine Brille nicht aufhabe, hoffe ich immer, es ist Coman, der den Ball bekommt, und bin dann enttäuscht. Was meint die Gruppe — noch Verletzungsnachwirkungen, Formkrise oder strukturelles Problem?

    1. kita

      Ich fand heute Alaba stark verbessert.
      War im Stadion und seine Präsenz hat mir gut gefallen. Auch sein nach hinten sprinten nach Ballverlusten der Mannschaft war bemerkenswert.

    2. GP11

      Findest du Alaba wirklich im Großen und Ganzen schlecht?
      Besonders heute war ich eher sogar angetan von ihm.
      Natürlich ist seine Gesamtentwicklung leider eher etwas enttäuschend, da er definitiv kein unumstrittener Leistungsträger ist wie erhofft und erwartet, sondern unauffälliger Mitläufer. Dass in Abetracht der Gesamtsituation aber regelmäßig so intensiv über Alaba diskutiert wird, es gab ja vor ein paar Tagen sogar einen extra Artikel dazu, kann ich nicht nachvollziehen.

      Alaba spielt okay. Leider nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
      Das ist sicherlich gewissermaßen auch ein Problem, dass er seine Erwartungen nicht erfüllen kann, jedoch ist es zumindest für mich im Gesamtkontext ein untergeordnetes Problem.

      1. Carsten Jancker

        Stimme Dir zu. Es geht mehr um seine Rückwärtsentwicklung — schlecht war er nicht, nur (genau wie Du sagst) eben auch nicht gut. Und er war mal einer der weltbesten LAVs.

    3. Done

      “— Balance: Für mich das Wichtigste: Doppelungen in der Defensive und hinreichend Spieler vor dem Ball bei Offensivaktionen (besonders gut zu sehen beim zweiten Tor).”

      Du meinst aber schon das 2:0 bei dem Coman zur Grundlinie durchdribbelt und dann zurückflankt, wo Kimmich aus ca. 15 Meter Torentfernung einköpft? Ich glaube, den Fehler findest du selbst ;-)

      1. Carsten Jancker

        Point taken :—). Inhaltlich ist die Aussage aber dennoch richtig, nur das Beispiel war schlecht. Was ich dort meinte: Es waren fünf Spieler im Strafraum und nicht nur im Handballbogen drumherum. Aber mit „vor dem Ball“ hat just dieses Tor natürlich nichts zu tun.

    4. Kurt

      Hab auch keinen sachlichen Ton mehr für euch übrig. Sorry.

      Auch wenn ihr noch nicht ganz Transfermarktniveau erreicht habt, ich könnte mir vorstellen, dass hier auch der ein oder andere crosspostet.

      Für mich gibt es keinen FC Bayern ohne Müller. Punkt. Aus. Ende. Das könnt ihr gerne anders sehen, aber aus dem Grund habe ich ja auch niemanden konkret angesprochen. Wenn du dich dann gemeint fühlst, deine Sache.

      1. förb

        Dir ist schon klar, dass Thomas Müller 28 ist? Was machst du in 5 Jahren, wenn es für dich keinen FC Bayern mehr gibt?

    5. Max

      Ist zwar im Grunde Off-Topic, aber ich finde es schon merkwürdig, dass du Kurt einen unsachlichen Ton unterstellst, die “Tonalität” von GP11 völlig unkommentiert lässt. GP11’s Kommentare sind zwar manchmal doch recht interessant, aber die Ausdrucksweise ist oft einfach nur grenzwertig.

      1. wipf1953

        GP11 bellt nur gegen “Hoeness & Rummenigge” (dabei ist es doch ein “Hoeness ODER Rummenigge”). KURT ballert gegen Mitforisten und hält sich für was besseres. Ich lese seine posts nur noch weil ich neugierig bin ob er wieder ausrastet.

    6. Alaba war doch gestern seit langem endlich mal wieder gut? Vielleicht noch nicht auf dem Höchststand, den er mal hatte (Stichwort “weltbester LV”), aber Wunder wollen wir doch jetzt nicht erwarten, oder? Ich spüre einen Aufwärtstrend der kompletten Mannschaft, der auch Langzeitproblemkinder wie Alaba und Müller sichtlich mitreißt. Wenn der Mannschaft ein bisschen Zeit gegeben wird, sie noch intensiver zusammenwächst, im Rahmen einer von Heynckes & Team taktischen Planung, dann sehe ich eigentlich keinen Grund, da jetzt großartig den Teufel an die Wand zu malen.

      Müller kann keinen Ball sauber annehmen. Stimmt, aber spielt das eine Rolle? Ich meine, ich habe auch zu denen gehört, die bei Xabi Alonso die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, weil er für Pressing so extrem anfällig war. Aber es war im Nachhinein doch die beste Entscheidung, ihn aufzustellen, sein Defizit aber durch einen Mitspieler auszugleichen, um in den Genuss seiner Vorzüge zu kommen. Warum soll das mit Müller nicht gehen? Wir alle kennen seine Stärken und Schwächen. Wenn er seine Stärke wieder einbringen kann, sehe ich keinen Grund, auf seinen Schwächen rumzuhacken.

      Und nur um mal über Kimmichs Ballbehandlung zu sprechen… Wie der den missglückten Abschlag von Ulreich direkt an der Auslinie im Sprung mit dem Fuß angenommen hat, war eine reine Augenweide. Also bitte, beim besten Willen kann ich da kein Defizit erkennen. Man kann über eine zuweilen noch vorhandene Naivität im Defensivverhalten sprechen, aber ansonsten ist Kimmich ein großartiger Spieler, auch auf der RV-Position. Hut ab!

  5. Tschemp

    Wieder keine besonders gute Leistung, aber ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um den zweiten Platz. Als Gruppenzweiter droht uns im Achtelfinale einer der Gruppensieger, wahrscheinlich: United/City/Liverpool/Chelsea/Besiktas/Barcelona/Real bzw. Tottenham. Die Auslosung wird es also richtig in sich haben. Spätestens dann wird so eine Leistung wie heute nicht mehr genügen. Es zeigt sich zwar jeder Spieler formverbessert, aber kollektiv ist das alles noch zu wenig abgestimmt. Vorne kreieren wir viel zu wenig außer Flanken. Und gegen Topteams gehen wir heute wieder mit mehreren Gegentoren aus dem Spiel.

    Des Weiteren war das ein toller Sieg in der Youth League heute, 6:2! Celtics LA Michael Johnston sollten wir im Auge behalten.

  6. pitvonbonn

    Celtic war auch kein starker Gegner.
    Bayern hatte das Glück nicht gegen Nikosia spielen zu müssen!!!!!!

    1. pitvonbonn

      Ein bischen Schadenfreude muss sein.

  7. Rainer

    Die Wertigkeit von Müller sehe ich im Augenblick allein durch seine Vorbildrolle als sehr hoch an. Er reißt die Manschaft mit, läuft m.M nach viel und gibt viele Kommandos. Zudem scheint er seine Torgefahr zurück zu bekommen. Trotzdem würde ich James gerne mal 1-2 Spiele auf der Zehn sehen, um überhaupt mal einen Vergleich zu haben. Allerdings müsste dann die anderen Offensiv Positionen identisch (Coman,Robben), sein. Man sieht bei Coman wie wichtig schnelle, dribbelstarke Aussenspieler für unser Spiel sind.

    1. förb

      Etwas kompliziert zu beschreiben, aber vom Gefühl her finde ich ist ein technisch starker Kombinationsspieler wie James der bessere Partner für Coman als ein Raumöffner wie Müller. Leider ist es bei Lewandowski genau umgekehrt. Diese Zwickmühle aufstellungstechnisch in den Griff zu bekommen wird mMn einer der Schlüssel in der nächsten Zeit sein.

      1. Kieler

        So wie Rainer denke ich auch, dass James mal 2-3 Spiele auf der 10 von Beginn an machen sollte um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob er im Vergleich zu Müller dem Bayernspiel einen Mehrwert geben kann. Und wenn das so sein sollte, dann muss Müller leider auf die Bank. Leider, weil mir auch mit Blick auf die WM ein Müller in Top-Form sehr lieb wäre und ich ihn von seiner Art her sympathisch finde. Und warum sollte nicht auch Lewandowski von einem James mehr profitieren als von Müller? Genau um solche Fragen klären zu können, braucht James Spielzeit auf der 10.

      2. ichfcb

        Warum nicht (gegen Normale oder schwächere Gegner) mal im 4-4-2 mit Müller UND James?

        Ulreich
        Jos-Boa-Mats-David
        Arjen-James-Thiago-King
        Thomas(freier radikale)-Lewy

        Mit den aufrükenden Jos und David kriegt der Gegner kaum Luft zum Atmen!..Nur so eine Idee..

      3. Ju

        Mal unabhängig von den Zahlenspielen (ein 4-4-2 mit dieser Besetzung hätte wohl stets eher was von einem 4-2-3-1/4-1-4-1) und würde mit der Frage stehen und fallen, ob James gegen den Ball stark genug ist.

        In der Bundesliga (oder einfach immer, wenn man die Spielkontrolle – nicht nur Ballkontrolle! – hat) könnte man auch einfach mit ‘echter’ Dreierkette spielen, um die aufgezählten Spieler in ein System zu bringen. Also einer Dreierkette, bei der die Flügelspieler auch gegen den Ball nicht ans Kettenspiel der Abwehr angebunden sind. Man hätte damit noch mehr Gegenpressingpotential und bessere Konterabsicherung, sollte sich aber eher nicht hinten rein drücken lassen. Falls doch, könnte man den Ancelotti Kniff noch verstärken und den rechten zentralen Mittelfeldspieler (idealerweise Kimmich oder Tolisso, die sowieso regelmäßig aus der Zentrale Robben absichern und bei Bedarf hinterlaufen müssten) kurzzeitig die Abwehr zur Viererkette auffüllen lassen und dann im Bewährten 4-1-4-1 den Strafraum verteidigen.

        Also etwa so: http://lineupbuilder.com/?sk=fx5q31

      4. Carsten Jancker

        Hinsichtlich James bin ich mal bei Kurt :-)

  8. Marco05

    “Aus dem Zentrum heraus kreierten die Münchner in der ersten Halbzeit keine Chancen”

    Mal abgesehen von den zwei Szenen von Lewandowski in den ersten 6 Minuten, die leider beide vom Schiri falsch entschieden wurden. Da dachte ich einen Moment, dass wir ein schnelles vertikales Spiel mit vielen Pässen in die Tiefe sehen würden aber leider wars das dann weitestgehend.

    Nunja, immerhin besser als gegen Anderlecht und ja, das Pressing ist spürbar besser und effizienter.

    Dennoch kann ich weiterhin nicht sehr viel mehr Positives finden. Beim Schuß von Alaba aus 5 Metern 20 Meter übers Tor habe ich kurz übelregt ob ich vor Wut ausschalte…
    Aber der Gegner war (wieder) viel zu schwach um aus unseren verpassten Chancen Kapital zu schlagen.
    Alaba flankt immernoch unterirdisch (gleichwohl ist sein Passsspiel etwas sicherer geworden, dafür “begleitet” er bei gegnerischen Angriffen den Stürmer in einem Sicherheitsabstand von 2 Metern bis fast in den eigenen Fünfmeterraum im Rückwärtslaufen…).
    Von Robben habe ich im Grunde 99% missglückte Aktionen gesehen, bis mal auf einen vernünftigen Pass in die Mitte. Er führt wenn er nicht schießen kann die Kugel vom einen 16er-Eck bis zum anderen, hält nach wie vor den Ball fast immer viel zu lange, spielt total schlampig ab und mittlerweile sind auch die Schüsse zunehmend von schlechter Qualität und wenn der Keeper dann nicht in die Mitte prallen lässt ist die Chance auch wieder dahin.

    Auch dieses Spiel ist kein Gratmesser, wie gesagt, Celtic zu schwach, und hätte im Grunde noch deutlich höher ausgehen können. Ein kleiner Aufwärtstrend ok, aber noch viel viel Arbeit.

    1. Jester

      nailed it.

      Im Grunde möchte ich selbst nicht immer und immer wieder damit anfangen. Aber das trifft es ziemlich gut. Wenn mir hier noch einer etwas davon erzählt, das Alaba einen Ball “erobern” kann, dann bekomm ich die Krise.

      Es ist bezeichnend gewesen, das Hummels von Innen nach Außen gelaufen kommt um endlich an den “Mann” zu gehen um die Offensivaktion zu stopen. Alaba begleitet nur nach hinten und wartet und wartet und wartet. Das lernt man mal in der D-Jugend. Bloß mit dem Unterschied, dass man irgendwann den Vorwärtsschritt macht und den Gegner stellt.

      Gestern hab ich mich mind. 3x darüber geärgert.

      Vorwärts verbessert. Zumindest im Passspiel über 6 Meter. Alles was dann passiert, wie Torabschluß, Flanke oder Anspiel im 16er entbehrt sich mir jeglicher Grundlage für einen positiven Hype.

      1. Done

        Dieser Zidane scheint auch keine Ahnung zu haben. Da hat er schon den besten LV und will trotzdem einen Alaba, obwohl der nichts kann.

        Als Beleg pickst du dann auch noch eine der besten Szenen in der Defensive heraus, ein hervorragendes Beispiel, wie als Mannschaft verteidigt wird

        Der ballführende Spieler muss nämlich nicht immer risikoreich abgegrätscht werden, wenn er wie du so schön erkannt hast, auch nur begleitet werden muss, bis ein Mannschaftskollege übernehmen kann. Hier geht es um Zuordnungen und Deckungsschatten. Hat in dem Moment super funktioniert, ganz im Gegensatz zum Beispiel bei Thiago gg Neymar vor drei Wochen. Hätte Thiago statt ins Leere zu grätschen den Neymar die Linie entlang “begleitet” bis Verstärkung da gewesen wäre, hätte es dieses 1:0 nie gegeben.

      2. Jester

        ach du meine Güte. Langsam hoffe ich, dass Zidane ernst macht.

        Wenn du dir das so schön redest – bittesehr. Dann ging das halt jetzt einmal gut. Bravo Jupp!

        Warum fallen dann die meisten Tore nun über Alabas Seite? Bzw. ist er oft das entscheidende Rädchen, der es vorher hätte verhindern können?

        Und bei einer Begleitung bis in den 5 Meter Raum auf den Mitspieler zu hoffen? Alter, gehts noch? Defensiv ist Alaba für mich mit der schwächste Spieler überhaupt. Offensiv hab ich dagegen schon mehrmals argumentiert.

      3. Jester

        Und zu dem PSG-Beispiel. – Der Fehler entsteht vorher. Keine Frage. Warum braucht es drei Spieler in der Mitte gegen einen?

        Warum kann die linke Seite komplett frei angespielt werden? Da wären wir wieder beim Stellungsspiel.

      4. Done

        Du gibst also tatsächlich Alaba die Schuld/eine Mitschuld am 0:1 gg PSG?

        Schaus dir einfach nochmal an, bevor du weiter argumentierst. Bitte.

      5. Jester

        Für mich ist es ein “greifbares” Beispiel aus jüngerer Vergangenheit um den Begriff “vogelwild” bei ihm zu verwenden. Weder strategisch noch im Stellungsspiel kann man Alaba als Leuchte bezeichnen.

        Wir könnten zig andere Spiele diskutieren – nur ist es eben so – das es den meisten einfach nicht mehr in Erinnerung ist.

      6. GP11

        Weder Alaba noch Thiago tragen eine Schuld am 1:0 gegen PSG.
        Die teilen Müller, Tolisso und James unter sich auf.

      7. Kieler

        Auch beim Thema Alaba gilt: Sobald Bernat wieder fit ist, sollte der auch 2-3 Spiele als LV bekommen um nen Vergleich zu haben. Bernat ist für mich unterschätzt und wenn Alaba weiterhin so unter Form spielt eine echte Alternative.

      8. Marco05

        Beim 1:0 gegen Paris muss man ihm zu Gute halten, dass er glaub Cavani gedeckt hat. Dennoch ist für mich bedenkenswert, dass er seinen Rückraum überhaupt nicht im Blick hat. Wenn er Alves gesehen hätte, hätte er zumindest etwas mehr Abstand halten können um dann schneller einzugreifen. Er wäre dann immernoch allein gegen zwei Gegner gewesen, aber hätte sich zumindest beide Optionen offen halten müssen statt sich zu 100% auf eine zu konzentrieren und – was für mich das Entscheidende ist – die ander Option (Alves) nicht mal kommen sehen hat.

        Das ist wie Jester sagt aber nur ein Beispiel von vielen. Die Szene von gestern, die ich angesprochen habe als “funktionierende Teamverteidigung” zu interpretieren erfordert viel Phantasie. Allein der “Schwäche” des Celtic Spielers ist es zu verdanken, dass Hummels überhaupt eingreifen konnte. Ein besserer Spieler hätte deutlich mehr draus gemacht und möglicherweise dank lange Zeit freier Schußbahn einfahc mal aufgezogen.

        Es war auch nicht erkennbar, dass Alaba da überhaupt (irgendwann) eingreifen wollte, bis es Hummels halt einfach zu riskant wurde den Gegner weiter einfach laufen zu lassen.

        Und von mir aus (ich spreche nach wie vor nur für mich) kann er gerne nach Madrid wechseln. Bei der 10. Flanke, die nicht auf den Geölten kommt brennt eh die Hütte.

        Ich frage mich allmählich, warum man Alaba lange Zeit als wirklich gut eingeschätzt und ihm teilweise sogar das Attribut “bester LV der Welt” verpasst hat. Wirklich gut, war er nur im Kurzpassspiel mit Ribery. Da musste er auch weniger Flanken schlagen, die nie ankommen. Zu der Zeit hat Ribéry auch mehr nach hinten gearbeitet, sodass er selten allein war. Ich bin fast der Meinung, dass er die Defizite damals schon hatte, sie nur nicht so zu Tage getreten sind.

      9. Jester

        Ich gebe ihm doch auch nicht die Schuld. “Der Fehler entsteht vorher” – sage ich ja ganz klar. Dennoch ist sei Stellungsspiel ein Witz. Und das kannst du so häufig beobachten.

    2. Kurt

      Eben! Robben war ein Offenbarungseid. Auch wenn er mal ein paar gute Momente in der Defensive hatte. Ich hab am Bildschirm gesessen und förmlich gebettelt, dass er doch mal bitte nach innen zieht und einen ins Eck ballert.

      Ich war regelrecht schockiert, denn so absolut wirkungslos hab ich ihn echt noch fast nie gesehen. Dass sich die Leute stattdessen wieder auf Müller einschießen, find ich einfach nur albern. Coman James Müller würde bei mir die Startaufstellung heißen. Das hab ich schon unter Carlo gesagt.

      Dass Heynckes jetzt aber erstmal Struktur haben will, ist schon okay. Und ich glaube auch nicht, dass jetzt jedes Spiel von Robben so aussehen wird, aber das war schon krass.

  9. Sascha

    Nailed it…….crossover posten…………..off-topic……..Point taken !!!!
    Na Klasse
    Mittlerweile kann man nur den Kopf schütteln,was hier teilweise geschrieben wird.
    Die Sprache hier sollte deutsch bleiben.
    Zum Spiel :
    Im Grossen und Ganzen habe ich eine gute Leistung der Mannschaft gesehen.Ja,es wurde wieder Fussball gespielt.
    Darauf kann Jupp aufbauen und es ist eine Steigerung zu erkennen.
    Weiter so !
    Gruss

    1. dante

      Haha, “die Sprache hier sollte deutsch bleiben“, wo ist der denn stecken geblieben?

      1. Kurt

        In der Kabine von Bayern vielleicht :D

    2. Lukas

      hahahahaha jawoll!!!! und diese Spanier erst!

    3. Das sind aber auch komplizierte Formulierungen. Soll ich dir bei der Übersetzung helfen? ;)

      1. Sascha

        Ich sage es mal so,damit manche das nicht falsch verstehen :

        Ich finde diese “New Age Sprache” einfach Scheisse !
        Ich bin Deutscher (Meine Eltern kommen aus Jugoslawien) und rede und schreibe gerne in Deutsch.Wo ist das Problem ?
        Gruss :)

      2. Wo das Problem ist, kann ich dir nicht sagen, da du es bist, der eines hat ;) Ich bin ebenfalls ein großer Fan der deutschen Sprache und nutze sie sehr gern. Darum gefällt mir auch nicht, dass du immer ss statt ß schreibst (“Scheisse”, “Gruss”). Aber das ist nicht Grund genug für mich, da ein Fass aufzumachen. Zumal Ausdrücke wie “nailed it” halt mittlerweile durchaus gängiger Internetjargon sind. Das kann man scheiße (als Adjektiv verwendet klein geschrieben!) finden. Aber ich denke nicht, dass es einen Aufreger wert ist :) Zumal: Wo zieht man die Grenze? Das Wort “Fan” ist ja sicher erlaubt, oder? :)

      3. Sascha

        OK,
        aber nur weil etwas “gängig” ist,muss ich das nicht gut finden.
        In der Tat ist es schwierig eine Grenze zu setzen,da ich Einer von Vielen bin,und es steht mir nicht zu solche Fragen zu bewerten.
        Wir leben Alle hier auf einer Welt,wo das Wort “Geschenk” noch untertrieben ist !
        Trotzdem mag ich einfach solche Begriffe nicht.
        Jeder kann schreiben und vor allen Dingen denken,was Er oder Sie will.
        Nur akzeptiere bitte,das ich solche gängigen New Age Begriffe einfach nicht mag.
        Gruss ! ;)

      4. Lukas

        Akzeptieren doch auch alle? Du darfst deine Meinungen und Kommentare frei abgeben aber musst es dann halt aushalten wenn du dafür kritisiert wirst, wenn sie dumm sind ;-)

      5. Sascha

        @Lukas
        Dumm ist schon eine Beleidigung an sich.
        Es gibt keine Kommentare von mir,die “dumm” sind.Vielleicht solltest Du darüber mal nachdenken und Dir einen anderen Ton angewöhnen.
        Wenn Du erwachsen wirst,oder zumindestens Deine Ausdrucksweise änderst,unterhalte ich mich gerne mit Dir.
        Gruss

  10. cj

    Die Diskussionen sind ein bisschen aus dem Kontext gerissen. Heynckes hat mitten in der Saison übernommen und sein Ziel ist es, diese Saison möglichst erfolgreich zu Ende zu spielen. Schon wegen der Kürze der Zeit muss er auf Altbewährtes bei Taktik und Hierarchie zurückgreifen. Welche Rolle ein James einnehmen kann und wie die Offensive zukünftig fantasievoller gestaltet werden kann, das sind vielleicht Themen für die Winterpause, wohl eher aber für den neuen Trainer. Für “einfache” Tore durch starke Offensivpräsenz, Balleroberungen, Standards, ist Müller durchaus der Richtige. Damit gewinnst du nicht die CL, aber das Thema ist aus meiner Sicht ohnehin durch. Die Kaderzusammenstellung war darauf ausgerichtet asymetrischer nur noch mit einem echten Flügeldribbler zu agieren. Man muss sich für nächste Saison offensiv aber sicherlich was einfallen lassen.

  11. GS

    Sehr interessant, wie sich hier Einige an ihren Negativ-Kommentaren über einzelne Spieler und/oder den Kader als Ganzes festgefressen haben und ihre Kritik völlig unabhängig vom jeweiligen Spielverlauf hier wiederholen.

    Tatsache ist, dass das gestrige Spiel durchaus erfreulich war und auch höher hätte ausgehen können (müssen), aber selbstverständlich auch erkennbar war, dass noch einige Wochen nötig sein werden, um das Vor-Ancelotti-Niveau wieder zu erreichen. Wenn es so war wie es kolportiert wird, dass im Training unter Ancelotti weder auf die optimale körperliche Fitness der Spieler geachtet, noch die nötigen Automatismen im Pass- und Positionsspiel eingeübt wurden, dann ist es ja nur allzu logisch, dass die dadurch entstandenen Defizite nicht in wenigen Trainingseinheiten aufgeholt werden können.

    Man hat gestern deutliche Steigerungen bei allen zuletzt kritisierten Spielern gesehen, aber wie zu erwarten sind die noch (lange) nicht bei 100%. Dazu müssen sie neben einer Fitness, die reicht um 90 Min. mit vollem Tempo zu gehen, auch wieder das „blinde Verständnis“ entwickeln, das man nur durch echte Spiele in einer weitgehend stabilen Formation bekommt. Und natürlich müssen die Jungs das Vertrauen in die eigene Stärke zurückgewinnen.

    Ich bin sicher, dass das gelingen wird und die Meinung, der Kader sei überaltert oder im europäischen Vergleich nicht mehr gut genug, dann recht schnell wieder aus der öffentlichen Einschätzung verschwindet. Das einzig echte Problem für Bayern wäre es, wenn Neuer länger als bis zur Winterpause ausfällt. Sein Fehlen wäre in der CL-K.O.-Phase dann tatsächlich ein Problem – denn auch wenn Ulreich sich zu steigern scheint, kann ich mir nicht vorstellen, dass er – wie Manuel Neuer – in Spielen gegen z.B. PSG oder Real einfach mal einen knappen Sieg durch die Entschärfung einiger „Unhaltbarer“ festhalten kann.

    1. Ich unterschreibe deinen Kommentar zu 100%. Geduld ist eine Tugend, die nicht jedermann hat. Es wurde ein wichtiger und richtiger Schritt getan, aber man muss dem Ganzen auch die Zeit geben, die es raucht und auch verdient.

    2. cj

      Jein. Ich stimme zu, dass Bayern in den nächsten Wochen noch stärker wird. Doch in der CL passiert doch jedes Jahr das selbe: die Hoffnungen wachsen durch Siege gegen schwächere Mannschaften um dann spätestens im Halbfinale festzustellen, dass unsere Offensive zu limitiert ist. Wir haben zwar viele Halbchancen, aber kaum richtig klare Torchancen. Der Flügelfokus funktionierte mit Robben und Ribery in Weltklasseform, also vor fünf Jahren. Wir sind weit von der internationalen Spitze entfernt, das sieht auch Heynckes so.

    3. IMBACKAGAIN

      Hast in allem recht.

      Mir geht diese rechthaberische Negativfieslerei auch auf den Wecker. Gebe zu, dass ich zu Jupp auch erst sehr skeptisch war, aber halte ihn derzeit für die optimale Lösung. Tuchel, Nagelsmann & Co. haben jetzt Zeit ihre Bewerbungen detailliert zu untermauern. Im Januar sollte dann ein neues Konzept präsentiert werden – war doch bei Pepi genau so.

      Und die Vereinsführung darf auch mal Fehler machen, langfristig gesehen ist die Leistung als gut zu beurteilen.

  12. Rainer

    Sobald die Automatismen wieder greifen und die Mannschaft topfit ist, brauchen wir uns nur vor ein paar Gegnern fürchten. Sollte Neuer im Frühjahr fit sein, spielt bis auf Alaba fast die gesamte Abwehr der Nationalmannschaft für uns. Davor Thiago und Martínez (oder Rudy) je nach Gegner. Auf der 10 James oder Müller. Über Lewandowski brauchen wir nicht reden. Coman (Ribery) und Robben sind auch internationale Klasse.(ausgeruht und fit). Es dürfen nur keine Verletzungen in der Offensive passieren,
    denn dafür fehlt dann die Qualität der Ersatzspieler für die großen Spiele. (Verlängerung könnte auch in der CL tödlich sein). Trotzdem freue ich mich schon auf Samstag die Mannschaft live zu sehen.(hatte bis letzte Woche teilweise keine Lust mehr die Spiele zu gucken)

  13. Osrig

    Ich finde es wichtig, dass wir wieder einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht haben.Wie Jupp es ganz richtig betont hat: Im Spiel hat die Balance gestimmt, weswegen die Null stand, und nach vorn wurden sich Chancen kreiert, die dann auch zu Toren geführt haben. Aber er weist auch zurecht darauf hin, dass noch viel Arbeit vor ihm und den Jungs liegt.

    Also, anstatt uns über “Zensuren” für unsere Spieler zu streiten – ich empfehle da als Alternative die “Süddeutsche Zeitung” mit ihrer Möglichkeit, selbst festzulegen, wie gut man einen Spieler fand – sollten wir uns lieber freuen, dass tatsächlich eine sichtbare Verbesserung da ist, die Hoffnung darauf macht, am Ende doch ganz oben zu stehen.

    Ich hoffe, dass diese Entwicklung weiter anhält. Dafür muss Jupp aber vom Flügelfokus etwas abweichen, und den Zehnerraum stärker betonen. Von mir aus mit Müller und James, aber meines Erachtens kommen wir nicht darum herum, einen passsicheren und kreativen OM hinter Lewa einzusetzen. Der Flügelfokus wird nämlich schnell zum Problem, wenn die Gegner wieder den Strafraum verrammeln. Gegen die Stellinger wird es dann möglicher Weise schon zäh. Da nützt dann auch ein Sprinter a la Coman nicht viel. Da braucht es solche Leute wie Thiago und James, die für überraschende Spielzüge gut sind und ganze Abwehrreihen mit einem Pass aushebeln können. Der Pass von James auf Vidal war genial, und genauso geniale Pässe kann auch Thiago bringen. Das ist essentiell, wenn der Gegner Beton anrührt.
    Ich denke aber, dass sich Jupp dieser Problematik bewusst ist, und in kleinen Schritten die nötige Entwicklung vorantreibt.

  14. Rainer

    Das sehe ich genauso. Die Aufstellung muss manchmal dem Gegner angepasst werden. Aber das gibt das Potential der Mannschaft her. Ich bin mir nicht sicher, ob wir unser Ballbesitzspiel immer durchbringen können. Der erste Test in dieser Richtung wird nächste Woche in Leipzig stattfinden.

  15. pitvonbonn

    Die drei in Dortmund meist”gehassten” Clubs: Bayern, Hoffenheim und Leipzig holen für Deutschland optimale 9 Punke.
    Die drei Traditionsclubs: Dortmund, Köln und Berlin holen nur einen Punkt.
    Eine verrückt, verdrehte Ansichten-Welt beherrscht die Dortmunder Fans.

    1. Carsten Jancker

      :-))

  16. […] zum Erfolg. Vor allem in der aktiven Balleroberung konnte man große Fortschritte feststellen. Unter Heynckes agieren die Bayern zumeist mit einem 4-1-4-1 Pressing. Der Stürmer läuft dabei die Innenverteidiger an und versucht sie auf die Seite zu lenken. […]

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