SV Werder Bremen – FC Bayern München 0:4 (0:2)

Viel wurde diskutiert vor der Auswärtspartie des FC Bayern gegen Werder Bremen. Dabei ging es zwar mehr um sportartfremde Spielgeräte als um Fußball, doch das Bohei auch, dass sich die Truppe von Viktor Skripnik neun Jahre nach dem letzten Heimsieg gegen den Rekordmeister mit einer bisher starken Rückrunde ein wenig Relevanz zurückerarbeitet hat. Im Spiel zeigte Werder, warum sie in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Für den FC Bayern reichte es trotzdem für einen deutlichen Sieg. Die Analyse:

Falls Ihr es verpasst habt:

Schon am Freitagabend war klar, dass Manuel Neuer die Reise nach Bremen nicht mit antreten würde. Der Nationalkeeper bekam so seine lang erwartete Pause und Pepe Reina seine erste Bewährungsprobe. Ebenfalls klar war, dass Alonso (gesperrt) sowie Robben und Ribéry (leichte Verletzungen aus dem Donezk-Spiel) ausfallen würden. Guardiola verzichtete auf Grund der Verletztensituation auf größere Experimente und brachte lediglich Rode und Bernat sowie Benatia für Badstuber von Anfang an.

Werder begann forsch und überraschte die Bayern damit offensichtlich. Zwei Halbchancen durch Öztunali blieben aber ohne Folgen. Guardiola schien mit einer Dreierkette beginnen zu wollen – stellte aber nach fünf Minuten auf eine klare Viererkette um. Er schob Alaba vor, der zunächst als linker Halbverteidiger begann und glich so die personelle Unterzahl im zentralen Mittelfeld wieder aus. Bayern befreite sich nach etwa zehn Minuten und kam selbst zu ersten gefährlichen Angriffen. Ein glänzender Wolf parierte einen Kopfball-Aufsetzer von Lewandowski (13.).

Bremen probierte es mit vielen hohen Bällen und versuchte vor allem mit Selke (1.92m) gegen Rafinha, Größenvorteile auszuspielen. Bayern trat zunächst insgesamt weniger balldominant auf als zuletzt. Fast folgerichtig war es ein Konter, der in der 24. Minute zum 1:0 führte. Nachdem Müller zunächst am erneut stark reagierenden Keeper Wolf scheiterte, schlenzte er den zweiten Versuch sehenswert mit dem linken Fuß in den Winkel. Die Führung kam zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschend – war aber auch nicht unverdient. Noch vor der Pause stellte der Tabellenführer die Vorzeichen klar auf Sieg und erzielte durch einen direkt verwandelten Freistoß von Alaba das 2:0 (45.).

Nach der Pause sah zunächst alles nach einem lockeren Auslaufen aus. Allerdings brachten mehrere harte Fouls (Prödl, Junuzovic) und anschließende hitzige Diskussionen das Spiel ziemlich aus dem Rhythmus. Kinhöfer, der insgesamt eine umsichtige Partie zeigte, verpasste es, Prödl für ein Nachtreten die rote Karte zu geben. Auf der Gegenseite hatten die Münchner Glück, dass der Unparteiische in einem heftigeren Zweikampf mit Trikotziehen zwischen Boateng und Prödl nicht auf den Punkt zeigte (68.). Pepe Reina präsentierte sich in dieser Phase als sicherer Rückhalt und pflückte einige vielversprechende Flanken aus der Luft. Als Bremen immer stärker aufkam, war es Robert Lewandowski, der nach toller Vorarbeit von Boateng und Müller für die endgültige Entscheidung sorgte (76.). In der ersten Minute der Nachspielzeit machte der Pole dann nach Querpass von Müller den Deckel drauf. Am Ende feierte Lahm noch sein Comeback. Ein Sonderlob verdiente sich derweil Sebastian Rode, der zwei Tore mit einleitete und mit 16 gewonnen Zweikämpfen (67%) den absoluten Bestwert auf Seiten der Bayern erreichte.

4:0 in Bremen. Etwas höher als es der Spielverlauf hergab – aber insgesamt ein wichtiger Schritt in Richtung dritter Meisterschaft in Folge.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Effektiv ohne Ribéry und Robben

Zwei Mal in dieser Saison war der FC Bayern komplett ohne Franck Ribéry und Arjen Robben angetreten. Beim 1:1 gegen Schalke und beim 0:0 gegen den HSV in der Hinrunde. Ohne Robben gab es zudem zähe Auftritte gegen Stuttgart (2:0) und Mönchengladbach (0:0). Eine gewisse Anspannung war auch deshalb vor dem Spiel zu spüren. Angesprochen auf die Unterschiede im Bayern-Spiel ohne Robbery sagte Guardiola: “Wir haben keine anderen Spieler mit dieser Qualität im Eins gegen Eins.” Der Bayern-Coach, der gerne tiefstapelt hat damit durchaus recht. Zwar gibt es mit Bernat und mit Abstrichen auch Götze und Alaba dribbelstarke Spieler, allerdings kommen sie in der Qualität der Tempodribblings der gewohnten Flügelzange nicht heran. Bayern führt die Liga laut whoscored.com mit 27,8 Dribblings und 16,8 erfolgreichen Dribblings pro Partie deutlich an. Individuell liegen Robben (7,1 Dribblings pro Partie) und Ribéry (6,7) auf den Rängen drei und vier in der Liga. Gegen Bremen notierte die Statistik 23 Dribblings. Nur Götze stach hier mit fünfen hervor. Ansonsten kam niemand über zwei.

Gegen Bremen war nicht nur deshalb klar, dass die Ausrichtung eine etwas andere sein würde. Insgesamt wirkte das Spiel der Bayern deutlich ausgewogener als zuletzt. Vor allem die linke Seite, auf der Ribéry in den vorangegangenen Spielen extrem dominant agierte, war vergleichsweise verwaist, weil nur Bernat dort aktiv war. Rode und Alaba agierten sehr zentral. Bayerns Spiel wurde insgesamt ein wenig direkter, weil der “Umweg” über die Flügel meist ausblieb. 36 Prozent der Angriffe liefen so über rechts, 30 Prozent durch die Mitte und 34 Prozent über links.

Drei Kontertore standen am Ende zu Buche. In der gesamten bisherigen Saison waren es gerade einmal vier. Vor allem Thomas Müller genoß die zusätzlichen Räume ohne die beiden dominanten Flügelspieler. Ein Tore und zwei Torvorlagen standen für ihn am Ende zu Buche. Jeder 6. Ballkontakt des Nationalspielers war eine Torschussbeteiligung, jeder 13. eine Torbeteiligung. Müller machte eins seiner besten Saisonspiele.

Der FC Bayern hat gegen Bremen einen Weg gefunden, ohne Ribéry und Robben torgefährlich und effektiv zu sein. Das ist ein wichtiger Beleg für die gute Form und sicher auch ein Schub für das Selbstvertrauen der Münchner, die mit 25,9 Jahren übrigens die viertjüngste Mannschaft der Saison aufs Feld brachte. So war der Auftritt am Samstag vielleicht auch ein kleiner Vorgeschmack auf die Zeit nach Robben und Ribéry. Dass die beiden Topspieler bei den hohen Zielen der Bayern in dieser Saison weiter eine Schlüsselrolle innehaben, erklärt sich trotz des positiven Erlebnisses in Bremen von selbst.

2. Standards

Es ist in der gesamten Kommunikation rund um den FC Bayern ein Randthema. Und doch ist Bayerns neu entdeckte Stärke bei Standardsituationen eine zusätzliche Qualität, die Bayerns Spiel insgesamt gut tut. Vorbei die Zeiten als teilweise ein ganzes Jahr auf ein direktes Freistoßtor gewartet werden musste oder Negativrekrode in Sachen Ecken ohne Wirkung aufgestellt wurden. Auffällig ist, dass viele der Münchner Standardsituationen einstudiert wirken. Gerade bei Ecken und Freistößen am Strafraum gibt es wie zuletzt auch gegen Donezk immer wieder sehenswerte Varianten, die nicht immer zu Toren führen, aber den Gegner vor eine Aufgabe stellen. Aktuell kommt die enorme individuelle Klasse von David Alaba bei direkten Freistößen dazu. Der Österreicher erzielte sein drittes Freistoßtor in sechs Wochen. Insgesamt erzielte er fünf in den vergangenen beiden beiden Jahren. Mit knapp zwölf Toren nach Standardsituationen liegen die Münchner aktuell auf Rang drei der Bundesliga (hinter Bremen und Wolfsburg). Bei direkten Freistößen am Strafraum hat sich aktuell folgende Hackordnung herausgestellt. Alaba von halbrechts. Schweinsteiger oder Alonso von halb links. Alle drei waren in dieser Saison schon mit einem ruhenden Ball erfolgreich.

Im Zuge der taktikgeprägten Debatten der vergangenen Jahre galten Standardsituationen fast als verpönt. Kaum ein Trainer setzte hier einen echten Schwerpunkt. Das scheint sich geändert zu haben. Der FC Bayern spielt zum Beispiel anders als zu Beginn unter Guardiola kaum noch kurze Ecken, sondern probiert es lieber mit den erwähnten einstudierten Laufwegen und Varianten. Auch die Nationalmannschaft hatte bei der WM enorm von der Gefahr bei Standards profitiert. Ein Spiel sollte niemals von diesen Qualitäten abhängig sein, dennoch können Standardsituationen als willkommene Gelegenheiten für vergleichsweise leicht herauszuarbeitende Torchancen gesehen werden. Der FC Bayern hat diesen Vorteil offenbar erkannt.

3. Rudelbildungen

Es ist seit ein paar Wochen ein Dauerthema bei den Münchnern. Zwar führt der FCB wie so häufig die Fairnesstabelle der Bundesliga an, doch gegen Bremen brachten sich die Mannen von Kapitän Schweinsteiger nicht zum ersten Mal durch unnötige Diskussionen und Wortgefechte mit Schiedsrichter und Gegner ein wenig selbst aus dem Rhythmus. Auch in den beiden Spielen gegen Donezk war das zuletzt zu beobachten. Klar ist: Werder leistete sich mindestens zwei grenzwertige Fouls. Benatia und Schweinsteiger waren hier die Leidtragenden. Ein Grund, Gegner und Publikum so beim Stand von 2:0 eine Möglichkeit zu geben, emotional ins Spiel zurück zu kehren, war all das nicht. Vor allem Alaba und Boateng waren hier als auffällige Unruhestifter zu nennen. Auch Müller und Schweinsteiger leisteten sich längere Diskussionen und kleinere Handgreiflichkeiten mit den Bremern. Zuletzt war Ribéry mit grenzwertigen Aktionen aufgefallen.

Im Prinzip ist es ein gutes Zeichen, dass die Mannschaft nach harten Fouls gegen einen Mitspieler Präsenz zeigt. Es gab Zeiten beim FC Bayern in der Post-Kahn/Effenberg-Ära, wo allein Mark van Bommel und vielleicht noch Daniel van Buyten dem Gegner verdeutlichten, dass es so auf Dauer nicht gehe und sich auch mal schützend vor den eigenen Mann stellten. Von daher ist es durchaus zu begrüßen, dass die Mannschaft für jeden sichtbar eine Einheit bildet. Es geht wie immer um die richtige Balance. Gegen Bremen stand die Partie zwischen 60. und 75. Minute unnötigerweise ein wenig auf der Kippe. Eine rote Karte hätte das Spiel vielleicht nochmal richtig spannend machen können. Für die kommenden Wochen sollte auch Guardiola das Thema durchaus einmal adressieren. Aktive Körpersprache – ja. Unnötige Gelbe oder gar rote Karten – nein. Vor allem wenn es in die entscheidenden Spiele im Frühjahr geht.

SV Werder Bremen – FC Bayern 0:4 (0:2)
SV WerderWolf – Gebre Selassie, Prödl, Vestergaard, Garcia (83. Sternberg) – Bargfrede – Fritz, Junuzovic – Öztunali (63. Hajrovic) – Bartels (90. Kroos), Selke
BankCasteels, Caldirola, Aycicek, Makiadi
FC BayernReina – Rafinha (85. Weiser), Benatia, Boateng (83. Dante), Bernat – Schweinsteiger, Rode, Alaba, Götze (82. Lahm), Müller, Lewandowski
BankStarke, Gaudino, Kurt, Badstuber
Tore 0:1 (24.) Müller, 0:2 (45.) Alaba, 0:3 (76.) Lewandowski, 0:4 (90+1) Lewandowski
KartenGelb: Prödl, Junuzovic, Garcia / Rafinha, Benatia, Boateng
Zuschauer42.100 (ausverkauft)
SchiedsrichterThorsten Kinhöfer (Herne)
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Leserkommentare
  1. chicago_bastard

    Also die Rode-Liebe hier auf der Seite… ;-)

    Fand den ja eher nicht so toll, seine Passquote war für einen Mittelfeldspieler ziemlich schwach. Dazu wieder einige technische Unzulänglichkeiten. Aber gut, jetzt wo Lahm und eventuell Thiago langsam zurückkommen wird sich seine Einsatzzeit ohnehin stark reduzieren. Ist ein guter Kerl aber wenn alle fit sind wirds schwer für ihn es überhaupt in den Kader zu schaffen.

    Ansonsten sind die drei Punkte sehr gut gewählt und ausgeführt. Erwähnen könnte man noch Lewandowski, der gefällt mir immer besser. Es war zu erwarten, dass er ne Zeit lang brauchen würde um sich an das komplett andere System der Bayern zu gewöhnen aber in der Hinsicht zeigt die Entwicklung rechtzeitig zur heißen Saisonphase in die richtige Richtung. Und wenn er gut eingebunden ist kommen auch die Tore von allein, wobei ich denen eh nicht so viel Bedeutung beimesse solange das Team insgesamt genug schießt.

    1. The real Hans

      Rode war doch super heute, was erwartest du von dem Jungen? Er hat ja kaum Spielpraxis.

      Hat viele Pässe nach vorne gespielt, da geht halt der ein oder andere verloren (siehe Müller und Götze mit ähnlicher Passquote), dafür viele viele Bälle gewonnen weit in der gegnerischen Hälfe – immer sofort nah am Mann wenn der Ball verloren wurde,fand ich richtig gut. Sicherlich nicht Spieler des Spiels aber doch eine dunkelgrüne Leistung.

      Die 2 Tore von Lewandowski taten gut aber insgesamt muss er noch ruhiger werden, finde ich zumindest. Er geht für meinen Geschmack zu oft in den Raum und will den Risikopass und fehlt dann als Anspielstation. Man merkt deutlich, dass er doch noch an eine andere ‘Pace’ aus Dortmund gewöhnt ist, kann man ihm aber auch nicht wirklich zum Vorwurf machen.

  2. Oliver

    Dieses Spiel als Beleg für die Zeit ohne bzw. nach Robben/Ribery zu nehmen finde ich sehr unpassend. Werden hat völlig untypisch für die Liga gespielt und selbst versucht mitzuspielen wodurch die Bayern eigentlich über das gesamte Spiel viel Raum hatten was sich auch durch die Kontertore zeigte.

    In solch einem Spiel brauchst du keine Spieler die eins gegen eins auf engstem Raum gehen und sich durchsetzen. Erst dann wird man sehen wie die Bayern ohne Rob/Rib dann damit umgehen und wie sie diese Abwehrreihen dann ‘knacken’.

    Vor dem Hintergrund das eben gerade diese beiden Spieler gefehlt haben fand ich es nicht wirklich klug von Skripnik an seiner grundsätzlichen Ausrichtung des Bremer Spiels so festzuhalten und den Bayern so viel Raum zu gewähren

    1. Steffen

      Damit hast du natürlich recht. Deshalb steht im Text auch “(…) vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf die Zeit nach Robben und Ribéry.” Mehr kann es auch nicht sein.

  3. Thomas

    Ich fand es nett von Guardiola, daß er Lahm und Dante aufs Spielfeld geholt hat. Eine “Streicheleinheit”, die beide Spieler bestimmt zu schätzen wissen.

  4. Mal zu den Standards: Man merkt doch, dass es dank Freistoßsspray einen deutlichen Unterschied macht, ob die Mauer 5-6m oder eben 9,15m vom Ball entfernt steht, zumindest ist das mein Eindruck. Soll die Leistung der Schützen nicht schmälern, aber ist m.E. durchaus in das Lob einzubeziehen.

  5. Marco05

    Sehr guter Bericht, vielen Dank!
    Rode war unauffällig aber effektiv und laufstark. Insofern wird er zurecht gelobt.

    Was mir auffällt ist, dass insbesondere Konter _ohne_ Robbery besser funktionieren. Gestern vor allem weil im Grunde nur Lewa und Müller mitgelaufen sind (wo ist Götze?), ergo: (nur) ein Anspielpartner, kein Problem. Nicht umsonst kamen 3 Kontertore zu stande. Jeweils aber auch sehr gut von hinten vorbereitet.

    Die Rudelbildung fällt auf, ist aber auch meines Erachtens nachvollziehbar. Die Szene gegen Benatia sieht erst in der Zeitlupe nur noch nach dunkelgelb aus. Und Schweinsteiger hat nach der Attacke von Junusovic eigentlich (betont) gelassen reagiert. Wenn aber jeder Balljunge meint, ein Zeichen setzen zu wollen, dann kann ich den Ärger schon nachvollziehen. Das sich da insbesondere Jerome Boateng hervortut, ist nicht neu und erzielt allein durch seine Erscheinung schon einen gewissen Effekt. Wer selbst mal Fußball gespielt hat, weiß wie schwierig es ist, sich zusammenzureißen, vor allem wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, also für mich kein Drama, aber auffällig in der Tat.

    Die Szene mit dem Ziehen an Prödl war etwas glücklich – Kinhöfer gestand zu, es aus frontaler Sicht nicht gesehen zu haben und dem Assi stand ein Mann im Blickfeld. Allerdings gabs ähnliche Aktionen gegen Lewandowski, die nichtmal erwähnt wurden.

    Alles in allem souveräner Auftritt beim Ex-Angstgegner in einer englischen Woche und durchwachsenem Bremer Wetter. Bleibt die Spannung, wie Pep die nächsten Wochen mit der womöglichen Überbesetzung im Mittelfeld gestaltet.

    1. Thomas

      Rode war unauffällig aber effektiv und laufstark. Insofern wird er zurecht gelobt.

      Unauffällig war er keineswegs. Von Rode kamen etliche öffnende Pässe. Rode setzte z.B. Müller vor dem 4:0 ein. Der Pass vor dem Doppelpaß Müller-Lewandowski-Müller und Lewandowskis zweitem Tor (zum 4:0) kam von Rode.
      Wenn man was aussetzen will an Rode, dann wäre es höchstens die Chance in der 90. Minute: Allein vorm Torwart, halbrechts, zieht er ab. Dieser Ball muß wenigstens aufs Tor gehen. Leider verzieht er.

  6. kurt

    Richtig gutes Spiel von Lewandowski, der jetzt endlich auch das nötige Glück hat und ein paar Tore “poachen” kann. Auch wenn er noch nicht sein komplettes Potenzial ausschöpft, soviel sollte klar sein.

    Seine Ballan- und mitnahme ist wirklich großartig und sie rücken auch wieder stärker in den Fokus, wenn er letztendlich das tut, was ein Stürmer ja “tun soll” – Tore schießen. (Wobei die Kritik an ihm sowieso überzogen war.)

    Ansonsten bin ich froh, dass Herr Eichin es mit seiner Schiedsrichterbeeinflussung nicht geschafft hat, die Niederlage zu verhindern. Allerdings konnte er Kienhöfer zumindest so sehr verunsichern, dass Bremen mit 11 Mann das Spiel beenden konnte. (Rote Karte für Prödls Einsteigen an Benatia zwingend!) Die beiden nichtgegebenen Elfmeter (wobei Prödl zu dem Zeitpunkt ja normalerweise nicht mehr auf dem Platz gewesen wäre) gleichen sich zumindest gegenseitig aus, auch wenn Fehlentscheidungen natürlich Fehlentscheidungen bleiben.

    Das ist alles nicht schön, aber zeigt zumindest, dass die Mannschaft auf einem Level ist, auf dem schon lange keine Psychospielchen der Gegner mehr langen, um sie auf deren Level runterzuziehen.

    Respekt an das Team und den Trainer.

  7. Jo

    Zusammengefasst: Nach einem CL-Spiel, ohne neun Spieler, bei der mit besten Rückrundenmannschaft anzutreten und dann ein glattes 4:0 einzuspielen. Ja, das kann man voll abliefern nennen.

    Zu der Rudelbildung: Das würde ich in einem größeren Kontext sehen. Seit Beginn der der Rückrunde ist es auffällig, dass die Mannschaft physisch in jeder Beziehung aggressiver auftritt. Das kann man an den Karten, der Anzahl der Fouls (zumindest gefühlt) und auch an den diversen Rudeln erkennen.

    Warum das so ist kann man erstmal nur spekulieren. Ich würde es mal mit dem Schock gegen Wolfsburg und den folgenden etwas mühsamen Spielen zu erklären versuchen.
    Offensichtlich wurde dadurch der Klassiker “durch den Kampf ins Spiel finden” aktiviert. Und vorweg geschickt ich finde das fast uneingeschränkt positiv.

    Gerade Mannschaften die im Prinzip schon alles erreicht haben, die normalerweise über das spielerische Element kommen tun sich in solchen Situationen oft schwer dieses körperliche Element wiederzufinden. Ich finde es höchst bemerkenswert wie unsere Mannschaft sich in die Rückrunde auch wieder “zurückgebissen” hat. Auf mich macht das den Eindruck einer Mannschaft die noch einiges vor hat und bereit ist einiges dafür zu investieren.

    Klar, kann das im Einzelfall auch mal kippen. Bei einigen Spielern (z.B. Ribery, Boateng) ist sicher die sportliche Leitung auch eher gefordert mal deeskalierend als motivierend zu wirken. Ich habe aber auch den Eindruck, dass das der Mannschaft durchaus bewusst ist. Man sieht dass einzelne Heißsporne immer wieder durch ihre Mannschaftkameraden abgefangen und abgekühlt werden.

    Zu Müller: Ja, ein tolles Spiel von ihm. Es ist ein ewiger Wermutstropfen, dass Robben und Müller zusammen nur bedingt zum Funktionieren zu bringen sind. Meist ist Müller der Leidtragende.

  8. […] SV Werder Bremen – FC Bayern München 0:4 (0:2) […]

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