VfL Bochum – FC Bayern München 0:3 (0:1)

Im DFB-Pokal-Viertelfinale traf der FC Bayern auf einen alten Bekannten: Den VfL Bochum. Die mehr oder weniger bestehende Fanfreundschaft musste für diesen Abend ruhen. Für beide Vereine ging es um zu viel.

Der aktuell Tabllenfünfte der zweiten Liga war zu Beginn der Rückrunde gut aus den Startlöchern gekommen: Die Mannschaft von Gertjan Verbeek besiegte den Aufstiegskonkurrenten SC Freiburg mit 2:0. Medial wurden die Bochumer mitunter sogar als Dominatoren der zweiten Bundesliga angekündigt – in den 90 Minuten gegen den FC Bayern sollte sich zeigen, warum das nicht ganz falsch ist.

Falls Ihr es verpasst habt:

Für den FC Bayern war die Partie in Bochum das zweite von drei Auswärtsspielen in Folge. Pep Guardiola kündigte vor dem Spiel schon indirekt an, die gegenwärtige Stammelf auf den Platz zu schicken. Schließlich betitelte er die Partie als ‘Endspiel’. Nicht gänzlich verkehrt, denn für den Verlierer ist der Wettbewerb in dieser Saison beendet.

Demzufolge gab es nur zwei Änderungen auf Seiten der Bayern. Thiago und Müller, die gegen Leverkusen in der Endphase der Partie nochmal viel Schwung in die Begegnung brachten, durften gegen Bochum von Beginn an starten. Für beide Spieler rotierten Vidal und Coman zunächst auf die Bank. Taktisch änderte sich im Vergleich zu den Vorwochen dadurch nicht viel.

Bochum vs. BayernGrundformationen VfL Bochum und FC Bayern München

Pep Guardiola setzte auf eine Mischung aus Dreier-/Vierkette mit Alaba, Badstuber, Kimmich und Lahm. Allerdings gab es zunächst eine experimentelle Änderung. Während in den Vorwochen meistens Lahm bei eigenem Ballbesitz ins Mittelfeld abkippte, gestaltete sich die Spielweise dieses Mal wesentlich variabler. Alaba, Kimmich und Lahm rückten immer wieder situativ ins Mittelfeld vor. Dardurch gestaltete sich die Überlagerung einer Angriffsseite wesentlich dynamischer – zumindest in der Theorie. Denn auch Verbeek hatte sich etwas für seine Bochumer ausgedacht.

Der Zweitligist setze auf ein 5-3-2, das sich sehr anpassungsfähig zeigte. So pressten bis zu drei Bochumer die Dreieraufbaukette, wenn sich diese schon klar formiert hatte. Im Mittelfeld wurden Müller und Lahm immer wieder in Manndeckung genommen, so dass sich der Spielaufbau der Münchner schleppend gestaltete. Dies lag zum Teil auch an der Zentrumsfokussierung von Costa und Alaba, die die linke Außenbahn zunächst nicht wie in gewohnter Manier bearbeiteten. Verbeek stellte seine Mannschaft geschickt auf schnelles Umschaltspiel ein. In der Anfangsphase wurde meist mit nur einem langen Ball das Mittelfeld überwunden. Hier erwies sich die variable Dreierkette der Münchner zunächst als äußerst fragiles Gebilde, da die Bayern viele einfache Ballverluste im Mittelfeld hatten. So ergab sich auch die erste Chance für Bochum nach einer Kontersituation. Eine Halbfeldflanke konnte auf der rechten Abwehrseite nicht unterbunden werden und Terodde spielt Alaba aus, doch sein Schlenzer verfehlt knapp das lange Eck. Nur wenig später klärte Badstuber einen ähnlich herausgespielten Konter in gefährlicher Situation. Fortan zeigten die Münchner sich ballsicherer und Bochum kam nur noch selten zu gefährlichen Umschaltbewegungen ohne aber sich große eigene Chancen erspielen zu können.

Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe sich die Münchner selbst eine nennenswerte Torchance erspielen konnten. Thiago eroberte im Mittelfeld in einer 50:50 Situation den Ball mit einer guten Grätsche. Da sich einige Bochumer bereits im Vorwärtsgang befanden, ergab sich etwas Raum. Müller und Lewandowski spielten den Angriff mustergültig aus. Schlussendlich war es der Pole, der mit einem platzierten Schuss den Innenpfosten traf und die Münchner Führung besorgte (39.). Bochum verlor in dieser Phase etwas den Kopf und agierte zu offensiv. In einer weiteren Szene kombinierten sich die Münchner durch die Zentrale, wo Robben von Simunek gefoult wurde. Der Tscheche stand erst 14 Minuten für den verletzten Perthel auf dem Platz. Den Strafstoß vergab Müller jedoch relativ leichtfertig gegen Riemann.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich aufgrund der numerischen Unterlegenheit von Bochum eine äußerst einseitige Partie, in der es die Münchner zunächst verpassten, das Spiel vorzeitig zu entschieden. Unter anderem vergaben Robben und Müller gute Gelegenheiten. In der 61. Minute half eine Standardsituation. Nach einem Einwurf chippte Robben wunderbar den Ball zu Müller, dieser flankte scharf nach innen und fand den eingelaufenen Thiago. Dessen Schuss wurde unhaltbar von Bulut ins Tor abgefälscht. Thiago ist damit erst der zweite Torschütze auf Seiten der Münchner im Jahr 2016. Alle fünf vorherigen Rückrunden-Treffer hatte Robert Lewandowski erzielt. Dieser markierte auch wenige Minuten vor Abpfiff den 3:0 Endstand. Vidal eroberte im Angriffsdrittel den Ball und brachte ihn zu Arjen Robben. Dieser legte quer auf Lewandowski, der alleinstehend vor Riemann überlegt ins rechte Toreck einschob.

In der Summe sichert sich der FC Bayern in einer zunächst umkämpften Partie die erneute Halbfinalteilnahme im DFB-Pokal. Bochum verpasste durch die frühe Möglichkeit von Terodde der Partie eine andere Farbnote zu verpassen. Der FC Bayern wiederum steigerte sich im Laufe der Partie und hatte in der zweiten Halbzeit nur wenig Mühe gegen den personell geschwächten Zweitligisten.

3 Dinge, die auffielen

1. Gute Chancenverwertung

In der 34. Minute gelang dem FC Bayern durch Arjen Robben der erste Torschuss in der Partie. Die Bayern taten sich wie in Leverkusen zunächst schwer Chancen zu erspielen. Bochum stand gut und hat mit der Fünferkette zunächst das Flügelspiel der Münchner gut unterbunden. Auch durch die Manndeckung von einzelnen Bayern-Akteuren im Mittelfeld wurde der Aufbau immer wieder gut gestört. Durch die guten Gegenstöße zu Beginn der Partie erarbeiteten sich die Bochumer viel Respekt. So spielte Alaba zunächst äußerst verhalten auf der linken Außenbahn und verzichtete auf raum-öffnende Vorstöße.

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Da die Platzverhältnisse ebenfalls dem Spiel der Münchner nicht gerade entgegenkamen, war es umso wichtiger durch die erste Torchance in Führung zu gehen. Einmal mehr bewiesen Thomas Müller und Robert Lewandowski ihr gutes Verständnis untereinander. Zwar handelte es sich um eine leichte Kontersituation, dennoch agierten beide in nummerischer Unterzahl im Strafraum. Es reichte zum 1:0 der Münchner. Die Führung brachte Bochum im Anschluss etwas aus dem Konzept und resultierte schlussendlich im Platzverweis und im fälligen Strafstoß. Obwohl dieser nicht verwandelt werden konnte, litt das Spiel der Bochumer merklich durch die Unterzahl und bescherte dem FC Bayern den Einzug ins Halbfinale.

2. Kimmich – stets souverän

Etwas mehr als 300 Minuten sind gespielt, seitdem Jerome Boateng sich schwer gegen den Hamburger SV verletzte. In diesen 300 Minuten kamen die Gegner auf drei sehr gute Torchancen (2 Mal Hoffenheim und 1 Mal Bochum). Im Schnitt also eine hochkarätige Chance alle 100 Minuten – eine traumhafte Quote. Maßgeblichen Anteil daran hat Joshua Kimmich. Dieser füllt die Rolle als Innenverteidiger/Halbverteidiger mit einer ungeahnten Souveränität aus. Auch gegen Bochum gewann Kimmich 69% seiner Zweikämpfe. Lediglich ein Foul, kurz vor Ende der Partie, gab der Jungprofi der Münchner ab. Ansonsten zeigte er sich stets aufmerksam in der Defensive. Lediglich seine leichte Tendenz zu früh zu Grätschen, verhindert das Sternchen an der Note 1.

Ganz nebenbei übernahm Kimmich gegen Bochum auch die Hauptlast im Spielaufbau. Am Ende kam Kimmich auf 129 Ballaktionen bei einer Passquote von 95%. Nur sechs Zuspiele fanden keinen Abnehmer. Kimmich hatte fast 20 Aktionen mehr als der ebenfalls sehr präsente Thiago und ein vielfaches mehr an Aktionen als Alaba, Alonso und Badstuber. Kimmich wird durch sein souveränes Spiel nicht nur bei gegnerischem, sondern auch bei eigenem Ballbesitz immer mehr zum Stabilitätsfaktor.

3. Glück der frühen Entscheidung

Durch die relativ frühe Entscheidung in der 61. Miunte (2:0 durch Thiago) konnte Pep Guardiola einige Spieler schonen. Alonso durfte in der 64. Minute den Rasen verlassen, Lahm und Badstuber gute zehn Minuten später. Mit Bernat und Rafinha kamen zwei Spieler auf den Platz, die zuletzt aufgrund von Verletzungen nur wenig bis gar keine Einsatzzeit hatten. In Anbetracht der vielen englischen Wochen tut Pep Guardiola gut daran, die Kräfte vor allem von Badstuber, aber auch die der Altstars Alonso, Lahm und Robben gezielt zu dosieren.

Alonso wird am kommenden Wochenende gegen den FC Augsburg aufgrund seiner Gelb-Roten Karte zwangsweise pausieren. Aber auch bei Holger Badstuber muss die medizinische Abteilung die gegenwärtige Belastungssituation genauestens analysieren. Einen weiteren Ausfall kann sich der FC Bayern im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in der Abwehr nicht erlauben – trotz der kurzfristigen Verpflichtung von Serdar Tasci.

VFL BOCHUM – FC BAYERN 0:3 (0:1)
VfL BochumRiemann – Celozzi, Fabian, Bastians, Perthel (29. Simunek) – Losilla, Hoogland – Bulut, Eisfeld (46. Cacutalua), Haberer – Terodde (64. Mlapa)
BankDornebusch, Terrazzino, Novikovas, Weis
FC BayernNeuer – Lahm (75. Bernat), Kimmich, Badstuber (80. Vidal), Alaba – Xabi Alonso (64. Rafinha) – Robben, Müller, Thiago, Costa – Lewandowski
BankStarke, Coman, Rode
Tore0:1 Lewandowski (38.), 0:2 Thiago (61.), 0:3 Lewandowski (90.)
KartenGelb: Fabian / – Rot: Simunek (43., Notbremse)
SchiedsrichterBastian Dankert (Rostock)
Zuschauer 28.000
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Leserkommentare
  1. Done

    Ab “Verpflichtung von Serdar Tasci” gehts bei euch noch ums Leverkusen-Spiel. ;-)

    Zum Spiel: Pflichtaufgabe souverän erledigt, ohne Hermanns Heimverein zu zerstören. Bochum hat sich lange Zeit sehr erfolgreich gewehrt und damit besser angestellt als so mancher Bundesligist. Letztlich hat sich halt die Qualität durchgesetzt.

    1. Christopher

      Danke,

      da hat das gute CMS meine Änderungen nicht mehr gespeichert. Habe es jetzt angepasst ,-)

  2. Mehmet68

    Interessant fand ich die – nicht ganz neutralen – Kommentare, die Scholling in der Halbzeit abgeliefert haben: Bochum hat tatsächlich mit deutlich mehr Einsatz gegen unsere Roten gespielt, als viele Bundesligisten.

    Bin schon sehr gespannt, ob es gegen Juve ähnlich ablaufen wird, wenn auch die nicht von Beginn an auf Schadensbegrenzung spielen. Ansonsten ein cleverer, minimalistisch herausgespielter Sieg mit Hilfe vom Schiri (Platzverweis; 11er war ok).

    Bin ich der Einzige, der das dominante Spiel der Hinrunde vermisst? Eh klar, viele Verletzte und Rekonvaleszenten, aber es fällt schon auf, dass wir gerade offensiv seit der Winterpause nicht viele Chancen generieren, oder?

  3. Maurice

    Die gute Chancenverwertung gilt allerdings nur für die erste Halbzeit. In der zweiten Hälfte haben wir ja Dinger versämmelt, da stellen sich sogar bei einem Mario Gomez die Nackenhaare auf. Zwei Mal aus weniger als fünf Meter übers Tor, Müller einmal komplett frei gegen den – zugegeben sehr guten – Keeper der Bochumer. Diese Bälle müssen gegen Juve sitzen, ansonsten wird das ein sehr langer Weg ins Viertelfinale.

    1. Ja, die “gute Chancenverwertung” gilt eigentlich nur für das 1:0, welches mit der ersten wirklichen Torchance erzielt wurde …. ;-)
      Danach Müller (schwacher Elfmeter) – Robben – Costa – nochmal Müller …. vier absolut Hundertprozentige versemmelt!

      Die Bochumer haben es im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirklich gut gemacht – dazu zählte auch, dass man (absichtlich?) auf einem wahren Krautacker gespielt hat, welcher dem Bayernspiel sicherlich nicht dienlich ist. Dass es auch in der 2. BL gut bespielbare Rasen(!)plätze gibt, hat man bei der Partie Heidenheim gegen Hertha gesehen.

      Ich finde aber langsam die Märchenbildung, dass die meisten Bundesligisten gegen Bayern nicht ihr Maximum bzw. Optimum ausschöpfen (gestern Scholli), ermüdend. Jeder versucht es auf seine Weise. Der Einsatz stimmt bei allen gegnerischen Mannschaften, zumindest so lange bis sie in Rückstand geraten sind oder “weich gespielt” worden sind. Und wie oft wurde zuletzt von der “besten Saisonleistung” der gegnerischen Mannschaft nach dem Spiel gegen Bayern gesprochen? Typisch ist dann auch, dass die “Helden gegen Bayern” zumindest im Spiel danach ihre Nachwirkungen haben.

      Bayern hat sich in der laufenden Saison übrigens bei fast jedem Auswärtsspiel schwer getan, während bis Ende November jeder Gast in der AA (Ausnahme Augsburg) überrollt worden ist – diese Unterscheidung muss man (auch Mehmet) machen ;-)

      1. Ich seh das mit Scholls Halbzeitkommentar wie du: Die Adjektive, die er für das Auftreten von Bochum verwendet hat, waren doch allesamt nichtssagend und/oder treffen auf alle Gegner zu. Es gibt doch keinen Gegner, der nicht kämpft wenn er gegen Bayern spielt.
        [Ausnahme vielleicht die B-Jugend, die Armin Veh einmal auf den Platz schickte.]

  4. Jo

    Für mich eines der schlechtesten Spiele der letzten Jahre. Bis zum Tor 40 Minuten gegen einen Zweitligisten offensiv hilflos und ohne Optionen und defensiv jederzeit anfällig. Dann gegen 10 Bochumer mal grade so das Spiel kontrolliert.
    Hat mich streckenweise an das Vorbereitungsspiel gegen Karlsruhe erinnert.
    Das positivste an dem Abend war noch die optimale Auslosung. Ach ja und mal keine Verletzten, ein paar Aufbau-Minuten für Rafinha und Bernat und ein Schiedsrichter der einfach seinen Job gemacht hat.

  5. Spiel und Bericht: Alles gesagt. Für mich klarer Elfmeter und dann eben zwingend rote Karte. War sehr enttäuscht über die krasse Stimmungsmache von Gottlob (ARD) in dieser Hinsicht. Das war schon fast Hetze gegen Robben.

    Positiv aufgefallen: Philipp Lahm. Jetzt gar nicht so sehr nur in dem Spiel gestern, aber die Konstanz, mit der er im Jahr 2016 wieder auf einem sehr ordentlichen Level spielt, das gefällt mir.

    Auslosung: Top. Man sollte nicht so arrogant sein und ein DFB-Pokal-Halbfinale nicht ernst nehmnen, aber gegen zu Hause gegen Werder sind wir natürlich haushoher Favorit. Genauso schön an der Auslosung: Ein absolutes Traumfinale stünde bevor. Egal gegen wen. Vom Gegner her wäre ein Endspiel FCB-BVB und Pep vs. Tuchel natürlich ein Hollywood-liker Abschied für Pep. Aber auch ein Finale gegen Hertha in Berlin wäre sensationell. Stadion ick hör dir rufen!

    1. @ Josef

      Absolute Zustimmung!

      “Was erlaube Gottlob”!! bzw. “Gottlob, dass ich den Gert nicht zu häufig ertragen muss! ;-)
      Wenn er in der Bochumer Fankurve gestanden wäre oder nur zuhause mit einem Bier vor dem eigenen TV, dann hätte ich all seine (hetzerischen) Kommentare verstehen können (und nicht ertragen müssen) … Aber als Reporter der Öffentlich-Rechtlichen ein absolutes No-Go!

      Kleiner Einwand: ” Vom Gegner her wäre ein Endspiel FCB-BVB und Pep vs. Tuchel natürlich ein Hollywood-liker Abschied für Pep…”
      => würde gerne auf “Ouverture für seinen Hoolywood-liken Abschied” umschreiben …. den soll er doch eine Woche später in Mailand bekommen!! ;-)

      1. Haha, verflucht! D’accord, schreiben wir um. Ich hatte noch die Reihenfolge vom Triple-Jahr im Kopf, damals war erst Wembley, dann Berlin.

  6. Robert

    Immer diese dummen Schiedsrichter-Anfeindungen nerven einfach. Wir haben extrem gute Schiedsrichter in Deutschland: Trotzdem machen sie mal einen Fehler, so wie Robben mal das leere Tor nicht trifft.

    Lustigerweise weisen aber die meisten Aufreger über vermeindliche Fehlentscheidungen eher auf mangelnde Regelkenntnis des Kritikers als auf ein Fehler des Schiedsrichters hin (was nicht konkret auf das Leverkusen-Spiel bezogen ist, sondern auf diese ständige absolut unnötige Schiedsrichter-Kritik).

    1. Robert

      Ohohoh ein Autoritätsargument gefolgt von einem persönlichen Angriff (ahnungslos).

      Na dann musst du wohl recht haben ;-). Kleiner Tipp, wenn du mal weiter im Studium bist, wirst du merken, dass du mit beindem im wissenschaftlichen Kontext nicht weiter kommst.

      Solange du nur Jura studierst und nicht etwa ausgebildeter Schiedsrichter bist, empfehle ich dir zum Beispiel den Podcast Colinas Erben, der führt dich sicher besser ins Thema ein als dein Jurastudium ;-).

      P. S. Manch Ahnungsloser studiert nicht mehr, sondern ist schon Akademiker ;-). Aber das gehört zum erwachsen werden dazu: Keine doofen Angriffe mehr auf andere Personen und nicht sofort auf 180 sein. Schöne Grüße vom PC einer Kanzlei aus.

    2. Robert

      Sei mir nicht sauer, aber wer mit einer persönlichen Beleidigung antwortet, der kann wohl kaum etwas “Konkretes” erwarten. Wie soll man konkreter auf eine persönliche Beileidigung plus Autoritätsargument antworten, außer diese aufzuzeigen?

      Und die selbsterklärte Sachkenntnis müsste dir eigentlich qua Studium als bullshit klar sein. Du hast selber gesagt, du beschäftigst dich nur mit dem Quelltext, müsstest aber seit dem ersten Semester wissen, dass Rechtsanwendung auf mehr als nur dem reinen Text beruht, also etwa Kommentare, weitere Texte und Schulungen (vergleichbar mit Richterrecht (z. B. beim Arbeitsrecht ;-)).

      Warum bin ich arrogant, wenn ich sage eine dritte Person kann sich qualifiziert äußern? Glaube da musst du nochmal den Begriff nachschlagen ;-).

      Sag bescheid, wenn du andere nicht mehr als Dumm beschimpfst, dann reden wir mal über das Erwidern etwas geistreiches ;-).

      P. S. sich selber als intellektuell überlegen zu sehen ist schon süß, in anbetracht der Tatsache, dass man sein eigenen
      Studium noch so wenig erfasst hat, dass jeder Jurist laut lacht wenn er das ließt, dass ein Jura-Studentchen nicht weiß was Kommentare, Richterrecht oder Experten sind :-D.

      Also wenn du eine konkrete Antwort auf etwas willst, dann schreib doch einfach ohne persönliche Angriffe etwas hin, auf das man auch antworten kann.

    3. Robert

      Nein ist mir nicht bewusst und zeigt wie weit vorne du noch in deinem Jurastudium bist.

      Zeig mich an, los beweis mir das Gegenteil! Bin gespannt ob das jetzt auch nur leeres Bla war oder ob du dir die Absage erst vom Staatsanwalt abholen willst.

      Sorry, du hast noch viel zu lernen in deinem Studium junger Padawan. Kannst dir gern deine nächste Lektion mit der Anzeige gegen mich abholen.

  7. Detlef

    was der Gottlob an Kommentaren gegen die Bayern von sich gegeben hat, war als Bayern Fan kaum zu
    ertragen. Die ARD als Öffentlich-Rechtlicher Sender sollte sich mal gedanken machen, welchen Reporter
    sie für Fußballspiele einteilt. Gottlob ist ja schon des öfteren in Fettnäpfchen getreten. Ich habe nichts
    gegen Reporter, aber eine faire Berichterstattung kann man doch verlangen. Übrigens hat Bochum eine
    sehr gute Leistung geboten, waren aber leider durch den Platzverweis im Nachteil.
    Mir geht es hier auch nur um den Reporter Gottlob, der in diesem Spiel kein neutraler Berichterstatter
    war.

    1. Lukas

      Das Wort Notbremse kommt in keinem Regelwerk vor, das ist ein Stammtischerbe :-D :-D
      es gibt nur die Verhinderung einer klaren Torchance ;-)

  8. Berti

    Schonung durch die frühe Entscheidung ist und war ja gut. Aber wieso Alonso? An sich gut, aber doch nicht, wenn er am Wochenende eh gesperrt fehlt. Zudem dann 5 Minuten Lahm auf deiner Position, dann ausgewechselt; dann Alaba auch wieder 5 Minuten um ihn dann 5 Minuten später auf die Badstuber-Position zu stellen. Positionswechsel schön und gut, aber in der Form wie hier praktizier, ist es eigentlich nur noch peinlich.
    Ja, man darf auch mal Positionsgetreu wechseln!
    Pep ist super, bin auch traurig das er geht, aber bei sowas fehlen mir oft echt die Worte.
    Da freut sich Alaba mal 20 Minuten zentral im Mittelfeld zu spielen, dann ändert er es 5 Minuten später wieder! Schwachsinn!
    Hätte mich zudem gestern gefreut, wenn Rode gekommen wäre und nicht wieder Vidal. Einfach Spielpraxis für Rode und nicht gegen Vidal.
    Verstehe sowieso nicht, weshalb Vidal nicht mal wieder rechts im Mittelfeld spiel, sondern links wie in Leverkusen. Auf Links fallen seine technischen Probleme meiner Meinung nach noch mehr auf. Zudem wäre er wegen seiner defensiven Fähigkeiten neben Robben ganz gut aufgehoben. Links sind Costa/Thiago deutlich besser.

  9. ucmy

    Ich stimme vielen hier voll umfänglich zu. Ich sehe das Spiel allerdings nicht so negativ, als dass ich es mit Karlsruhe vergleichen würde. Bochum hat gut gekämpft und unsere durchaus unter Druck gesetzt. Im DFB Pokal würde ich den Klassenunterschied nicht zu hoch hängen. Ich empfand es als eher positiv, dass sich die Bayern trotz des Drucks gut behauptet haben und sich ins Spiel gekämpft haben. Das schien mir in vorangegangenen Spielen nicht immer so zu sein.
    Die Verhältnisse sind sicherlich immer für beide Mannschaften gleich schlecht. Für unsere Spielweise war aber der tiefe Platz, der schwere, langsame Ball beim Passspiel von größerem Nachteil, was den Bochumern beim ‘Dazwischengehen’ deutlich zu Gute kam.
    Kimmich war mir trotz des Lobs der letzten Spiele phasenweise zu fahrig und wurde von Badstuber dafür auch anscheinend “ins Achtung gestellt”. Gegen größere Gegner dürfte das schwierig werden.
    Das Foul an Robben ist denke ich unstrittig. Der geballte Fussballsachverstand der ARD scheint aber der Überzeugung zu sein, dass nur ein hartes Foul zum Elfer führt. In der Praxis ist dies ja auch teilweise der Fall, da Schiedrichter sich eher scheuen im Strafraum als außerhalb des Strafraums zu pfeifen. Der Shitstorm um Robben soll wohl eher den Zweck erfüllen, die Schiris zu verunsichern und -wie m.E. zuletzt in der Liga geschehen- strittige Entscheidungen eher gegen Bayern auszulegen. Es wundert mich, dass Watzke sich zu diesem Thema noch nicht tränenreich geäußert hat. Offensichtlich sind seine Leichen im Keller zu zahlreich, wie die letzten Spiele zeigen.
    P.S. Auch ich würde Rode gerne mal wieder Spielpraxis gönnen.

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