Sieben auf einen Streich!

Daniel Trenner 01.10.2019

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung

Niko Kovač überraschte indem er außerhalb der Rotation zum ersten Mal freiwillig auf Thiago verzichtete. Für den Spanier kam Tolisso zurück in die Mannschaft und bildete mit Kimmich das defensive Mittelfeld. Auf der linken Verteidigerposition übergab ein Verletzter den Stab an den anderen: Alaba rückte für den angeschlagenen Hernández in die Kette, Jérôme Boateng blieb so in der Mannschaft.

Ohne Christian Eriksen schickte Mauricio Pocchetino seine Spurs in einem 4-Raute-2 auf das Feld.

1. Halbzeit

Das Spiel begann sofort mit einem offenen hin und her, nachdem Gnabry einen ersten guten Schuss auf Lloris’ Tor absetzte, zog Son in einem direkten Eins-gegen-Eins mit Neuer den Kürzeren.

Die Spurs übernahmen nun immer mehr die Kontrolle und erzielten in der 12. Minute den Führungstreffer. Tolisso spielte auf Höhe des eigenen Strafraums einen katastrophalen Fehlpass, durch den Rebound war Son völlig frei und traf mit einem kraftvollen Schuss.

Überraschenderweise gelang Bayern in dieser Phase der postwendende Ausgleich, als Kimmich nach einer missglückten Klärung mit einem satten Weitschuss aus gut 20 Metern traf.

In der Folgezeit dominierte Tottenham die Partie weiter und gelang unter anderem durch Kane (18.) und Ndombélé (25.) zu weiteren Chancen.

Ab der 30. Minute gelang es Bayern das Spiel ein wenig zu beruhigen und mehr konstruktiven Ballbesitz zu sammeln. Sie waren zwar noch immer die unterlegene Mannschaft, doch die Spurs kamen nicht mehr so gefährlich oft vor Manuel Neuers Tor.

Als es bereits schien, dass sich beide Mannschaften auf ein 1:1 zur Halbzeit geeinigt hatten, schlug Lewandowski aus dem Nichts zu: Nach einer Flanke stocherten die Bayern Lewandowski den Ball zu, der mit dem Rücken zum Tor von der Strafraumgrenze aus der Drehung Lloris mit einem No-Look-Schuss überraschte.

2. Halbzeit

Kovač brachte nun endlich Thiago für den offenbar angeschlagenen Alaba. Kimmich rückte zurück in die Abwehrkette, Pavard wich auf die ungewohnte Linksverteidigerposition.

Gnabry kanalisierte in der 53. Minute seinen inneren Arjen Robben und dribbelte sich von der linken Außenseite in den Strafraum wo er in die lange Ecke einnetzte.

Keine zwei Minuten später presste Tolisso vor Tottenhams Strafraum Winks, wiederum Gnabry fand sich frei vor Lores, wo er zum 1:4 traf.

Tottenham kam noch einmal mit einem Elfmeter zurück: Nachdem Danny Rose in einem fragwürdigen Zweikampf mit Coman zu Boden ging, verkürzte Kane in der 60. Minute sicher zum 2:4.

In 66. Minute hielt Neuer Eriksens Weitschuss mit einer klasse Parade. Nachdem der Schiedsrichter Coman keinen Elfmeter zusprach, kam Ivan Perišić für den Franzosen und Javi Martínez für Jérôme Boateng. In der Folge überließ Bayern den Spurs etwas mehr vom Ball, ruhte sich auf dem Vorsprung aus und lies den Gegner kommen. Zur Offensive gezwungen rächte sich dies für Tottenham als Thiago mit einem weiten hohen Ball über das halbe Feld Tottenhams komplette Mannschaft überspielte und der schnelle Gnabry im direkten Duell mit Lloris zu seinem Hattrick traf (83.).

In der Folge wurde es ganz bitter für die Londoner: Nach einem simplen Abspielfehler im Aufbau kam der Ball über Thiago, Perisic und Coutinho zu Lewandowski, der eiskalt blieb (87.). Eine (!) Minute später machte Gnabry mit einem Schuss außerhalb des Strafraums aus seinem Dreier- einen Viererpack. Bayern zeigte nun endlich Mitleid mit den Spurs und es blieb beim erstaunlichen Ergebnis von 7:2.

Dinge, die auffielen

1. Thiago oder nix!

Kovačs Aufstellung mutete bizarr an. Gerade gegen die hoch pressenden Dauerläufer und Konterspieler der Tottenham Hotspurs verzichtete er auf seinen mit Abstand pressingresistentesten Spieler.

Oft versteht man die Ideen eines Trainers vor dem Spiel nicht und erst mit Abpfiff offenbart sich der ganze Gedankengang. Viele Spiele wurden bereits mit einem überraschenden Aufstellungskniff gewonnen. Doch manchmal ist eine schlechte Idee auch einfach nur das: Eine schlechte Idee mit schlimmen Konsequenzen.

In der 1. Halbzeit schnitt Tottenham durch den überforderten Tolisso und dem bayerischen Mittelfeld wie durch heiße Butter. Ständig war der Sechserraum unbesetzt. Ständig das Mittelfeld überspielt. Ständig Abspielfehler im Aufbau. Zwischen der Minute 15 und 30 kam Tottenham fast im minutentakt zu gefährlichen Situationen, die nur ganz zum Schluss, durch Glück oder einem starken Manuel Neuer gerettet werden konnten.

Schon oft wurde Niko Kovač für mangelnde Anpassungen kritisiert. Selten hatte seine Mannschaft so sehr um sie gebettelt wie in der 1. Halbzeit gegen Tottenham. Die Überforderung Tolissos war für jeden offensichtlich. Es ist mehr Glück als Verstand oder erst recht Können, dass Bayern nur ein Gegentor in der 1. Halbzeit kassierte.

Nach dem Spiel in Leipzig meinte Kovač, es sei mitunter schwer einem ganzen Team eine taktische Veränderung im laufenden Spiel zu übermitteln. Das mag stimmen, doch selbst wenn man unsicher ist, wie sattelfest das eigene Team sei, muss man manchmal in den sauren Apfel beißen und etwas probieren.

Am Ende gewinnt Bayern 7:2 und keiner redet mehr über Tottenhams Angriffsphase, doch man muss kein Prophet sein, dass Bayerns 2. Hälfte anders verlaufen wäre, wenn Tottenham Kapital aus seinen Chancen gezogen hätte. 

Doch auch wenn taktische Anpassungen nach dieser Anfangsphase nötig waren, so hätten auch simple individuelle Impulse Wirkung gezeigt. Frei von Taktik befreit sich Thiago schlichtweg besserer aus Pressingsituationen als Tolisso. Frei von Taktik ist Martínez ein stärkerer Wellenbrecher als wahrscheinlich alle anderen im Kader.

Spielerwechsel vor der Pause gelten im Fußball oft als “Höchststrafe” für die ausgewechselten Spieler, doch am Ende geht es um Sieg oder Niederlage und nicht um emotionale Befinden oder Reportersprüche. Manchmal muss man diese “Höchststrafe” nun einmal aussprechen.

Kovač tat es nicht und entschied sich für das russische Roulette: Er entschied sich nichts zu tun und spielte mit dem Feuer eines nicht mehr aufzuholenden Rückstandes. Das Ergebnis gibt ihm recht. Sogar das am Ende der 1. Halbzeit. Ja, die Bayern führten zwar 2:1, aber dies nur sehr, sehr glücklich.

Lewandwoski dreht die Partie mit einem No-Look-Dreh-Schuss.
(Quelle: Catherine Ivill/Getty Images)

2. Individuelle Brillanz

Bayerns Sieg ist brutaler Abgebrühtheit im Abschluss und bestechenden individuellen Leistungsspitzen vor den Toren zu Verdanken. Auch wenn sieben Tore erzielt wurden und der Expected-Goals-Wert nur 2,1 beträgt, schoss Bayern kein einziges der oftmals in solchen Schützenfesten fallenden sogenannten “Glückstore”.

Vielmehr war an diesem Abend sehr viel Können dabei. Kimmich wollte seinen Weitschuss genau dort platziert haben, wo er zum 1:0 einschlug.

Lewandowski wusste ganz genau, was er tat, als er sich aus dem wortwörtlichen Nichts zum 2:1 Schuss drehte.

Zwar waren Tore nach Slalomläufen in München bislang eher für quirlige Franzosen und an Haarausfall leidenden Holländer reserviert, war Gnabrys Dribbling zum 3:1 dennoch genau so gewollt. Ebenso das Tackling des nach Thiagos Einwechslung befreit aufspielenden Tolissos vor dem 4:1. Oder des präzisen weiten Schlages des Spaniers und Gnabrys Abgekochtheit beim 5:2.

Und auch wenn die niedrige Gegentorzahl aus dem Spiel auch andere Faktoren hatte, zeigte auch Manuel Neuer mit einer individuellen Glanzleistung wieder einmal, dass auf ihn Verlass ist.

Es ist wichtig zu begreifen, dass solche Spiele nicht die Normalität sind. Gerade so ein Spiel wird gerne als sogenanntes “Freak-Spiel” abgetan.

Fußball mag ein Teamsport sein, doch Bayerns Sieg war am Ende eher ein Sieg brutalster individueller Klasse.

Nach den vielen Unkenrufen über den Kader und seine Spieler, gibt es sicherlich schlechtere Lehren zu ziehen.

3. Statement

7:2. Sieben zu Zwei. Nicht in Prag. Nicht in Belgrad. Nicht im Ural. Nein, in London. Sieben zu Zwei gegen Tottenham. Sieben zu Zwei gegen den Finalisten der abgelaufenen Champions-League-Saison. Ein waschechtes Statement.

Ja, die Tore mögen in anderen Spielen nicht mehr so fallen. Ja, die Expected-Goals-Statistik hat man komplett geschreddert. Ja, ist Tottenham auch nur ansatzweise so gnadenlos wie es heute Bayern war, verliert man das Spiel vielleicht. Doch das alles verblasst in Anbetracht der nackten Zahlen auf der Anzeigetafel. Sieben zu Zwei. Wen interessiert nächste Woche noch Tottenhams Drangphase? Alles was man in Manchester, Liverpool, Madrid, Barcelona und Turin hören wird ist, dass man Tottenham auswärts komplett aus dem Stadion geschossen hat.

Vielerorts wurde ein Lewandowski bereits zum Mann für die kleinen Spiele deklariert. Jemand, auf den man im Viertelfinale nicht achten braucht. Der seine Tore gegen Belgrad und nicht gegen Madrid holt. In Madrid hat er diese Saison noch nicht getroffen und das Viertelfinale noch nicht im Alleingang entschieden, doch ein Statement hat er abgegeben: Er hat noch Rechnungen offen.

Serge Gnabry, ein junger Spieler, bei Arsenal und West Brom gescheitert. Jetzt ist er der 4-Tore-gegen-Tottenham-Mann. Jemand, den man Ernst nehmen muss.

Und schließlich ist da vor allem natürlich der FC Bayern selbst. Ribéry und Robben sind weg, Schweinsteiger und Lahm schon länger, dem einen oder anderen internationalen Beobachter kann da schon in den Sinn kommen: War es das jetzt mit dem FC Bayern für’s Erste? Die mächtigste Sprache im Fußball sind Ergebnisse. Ein Sieben zu Zwei wird gehört werden.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Kann es sein, dass dieses Spiel irgendwie komplett ohne Mittelfeld gespielt wurde? Oder habe ich von diesem Sport gar keine Ahnung?

    Zu Tottenham: Wenn man bei einem Marathon die ersten 10 Kilometer in 3:30 pro Kilometer läuft, ist man halt ab Kilometer hell- und ab Kilometer 20 dunkelblau.

    Dieses Spiel werde ich so schnell nicht vergessen.

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    1. Ich glaube nicht, dass die körperlich Probleme hatten – eher mental. Wenn du selbst viele Chancen hast, aber nicht trifft – und dein Gegner quasi mit Kleinchancen die Tore auch noch zu den ungünstigsten Zeiten macht, dann ist das eben auch so. Lewys 2:1 und dann die 2 Tore gleich nach der Pause waren dann der entscheidende Schlag in den Nacken.

      1. Sehe das anders: Tottenham ging die Luft schon nach 30 Minuten aus. Die sind ein Wahnsinnstempo gegangen, und das hat dann seinen Tribut gefordert.

    2. das war nicht nur das tempo die bayern 6er haben die londoner eingeladen.es musss!!!! jetzt deutlich sein dass kimmich nicht fuer grosse spiele auf die 6 kann…schon gar nicht mit tolisseau

  2. “Kilometer 10”

  3. Roland Wohlfarth Seite 02.10.2019 - 00:55

    Wie schon erwähnt. Das Spiel hätte zur Halbzeit durchaus anders stehen können. Kompletter Fehlgriff von Kovac das Mittelfeld ohne Thiago aufzustellen. Nur die Verletzung von Alaba (in der Defensive ist jetzt Boateng angeschlagen, Alaba verletzt und Hernandez zumindest angeschlagen, soviel zum Thema Kadergröße…) scheint das zum Glück korrigiert zu haben. Das sollte man bitte nicht außer acht lassen bei der Bewertung des Spiels-
    Aber was für ein Spiel von Gnabry! Und endlich endlich mal im Gegensatz zu den vorherigen Spielen die Chancen eiskalt genutzt.

  4. Kovac’s Entscheidung war absolut nachvollziehbar. Wer Thiago in den vergangenen Wochen gesehen hat, weiß, dass es eben nicht der glorreiche Mittelfeldstratege, sondern eher eine Art schlampiges Genie war, der seiner Form hinterherläuft.
    In der zweiten Halbzeit haben wir praktisch jede Chance genutzt, haben schnell gekontert und Thiago war hier nicht der Schlüssel, auch wenn sein Ball auf Gnabry schön war, dessen Verarbeitung aber brilliant.

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    1. …das finde ich auch.

      Mag Kovac auch ein taktischer Notme sein – das kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls kann er mit dem Kader wohl sehr gut umgehen, ihn gut moderieren. Womöglich trägt dazu auch bei, dass er Spieler eben nicht vor Ende der HZ auswechselt.

      Kritik an ihm mag berechtigt sein (an welchem Trainer ist sie das nicht), tlw finde ich sie hier tendenziös. Beispiel: “In der 1. Halbzeit schnitt Tottenham durch den überforderten Tolisso und dem bayerischen Mittelfeld wie durch heiße Butter. Ständig war der Sechserraum unbesetzt. Ständig das Mittelfeld überspielt. Ständig Abspielfehler im Aufbau. Zwischen der Minute 15 und 30 kam Tottenham fast im minutentakt zu gefährlichen Situationen, die nur ganz zum Schluss, durch Glück oder einem starken Manuel Neuer gerettet werden konnten.” Meines Erachtens nicht angemessen, wie der Autor hier sprachlich Stimmung zu erzeugen sucht.

      Cheers.

    2. Was für ein vernünftiger Kommentar – es geht also auch sachlich, intelligent und respektvoll. Das habe ich aufgrund der meisten anderen Kommentare hier gar nicht mehr erwartet.

    3. tolisso und kimmich auf der 6 waren eine fehlbesetzung, die kovac zum glück in der halbzeit korrigiert hat. einer von beiden sollten nur zusammen mit thiago auf der 6 spielen…

      1. Tolisso spielte laut Kovac auf der 8, Kimmich auf der Sechs.

  5. Episch!
    Normalerweise sind Gruppenspiele selten was für die Ewigkeit. Aber ich denke dieses Spiel werden wir nicht so schnell vergessen.
    Bei allem Respekt für den Spielbericht, hat er die unzähligen Facetten dieses Spiels natürlich auch nicht ansatzweise widerspiegeln können. Da könnte man stundenlang rauf und runter analysieren. Vielleicht ergibt sich ja noch mal die Gelegenheit einzelne Aspekte davon im Nachgang zu beleuchten.
    Ansonsten ist es mal wieder an der Zeit Alec Ferguson zu zitieren: “Football, bloody hell!”

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    1. Richtig!
      Das 2:1 vor der Pause war überhaupt nicht unerwartet, hat sich vielmehr abgezeichnet, als sich die Waagschale ab der 30. Minute immer mehr zugunsten der Bayern geneigt hat!
      Die 2. Halbzeit natürlich grandios!!!
      P. S. : Hatte mal wieder Streaming-Schwierigkeiten mir der DAZN-App… :-(

      1. Bei mir funktionierte die TV DAZN App auch nicht. Aber unter Sky Q lief die App einwandfrei.

    2. Übersetzt von 11 Freunde seinerzeit auf dem Titel mit “Fußball, verdammte Hölle“. :))
      UMMPF

  6. Der Satz mit den Unkenrufen trifft es super. Der Kader IST sehr stark besetzt, man hat sich im Nachhinein auch gut verstärkt. Wenn nun auch noch ein Spielsysten mit der individuellen Klasse einhergeht, wäre Bayern wohl CL-Titelanwärter.

    Auf der anderen Seite ist es vermutlich genau dieser Hero-Fußball, an den wir uns gewöhnen müssen, sollte Kovac dauerhaft erfolgreich sein. Der Anti-KloppPep. So, und jetzt erstmal genießen für ein paar Tage.

  7. Habe mich schon zu Spielende, als ich mit offenem Mund auf der Couch saß, gefragt, wie wohl die expG sein mögen. 1,4 + Elfmeter zu 2,1 ist aber schon DIE HÄRTE. Zumal die ersten 4 Tore nicht mal ein dickes Pünktchen sind.

    Erinnere mich an einen Dialog hier vor etwa 15 Monaten. Frage FR7:” was glaubst du, wie sich Gnabry hier durchsetzen soll? ” Antwort ich:” Überhaupt nicht” …. so ein Trottel.

    Ja, es war vorher klar, dass Tottenham nicht zu Bayern passst. Dass das in einem solchen Schützenfest endet, hätte ich nicht gedacht. Was sagt man sonst zu einem Spiel ohne Mittelfeld, wie ich es auf diesem Niveau gesehen habe? Ich halte es mit Sir Alex: Lads, it’s Tottenham.

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    1. Ja. Ich gebe zu:
      – als Gnabry kam, dachte ich, den brauchen wir nicht.
      – ich hätte Kovac jederzeit gern durch Pochettino ersetzt.

      Wer wie ich allerdings vorher etwas die britische Presse verfolgt hat, der wusste, dass Tottenham aktuell wirklich die “Kacke am Dampfen” ist.

  8. Hallo Daniel, ich konnte das Spiel nur am Radio verfolgen aber das was du hier unmittelbar nach dem Spiel geschrieben hast, ist wie ein 7:2 in Tottenham. Ein hervorragender Kommentar. Davon kann sich die Jornalie 7:2 Scheiben abschneiden.

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    1. Vielen Dank für’s Lob!
      Hoffentlich konntest du das denkwürdige Spiel trotzdem noch nachschauen, legendär ;)

    1. Eigentlich müsste man ja solche Liebeserklärungen an Bayernspieler eher hier lesen und nicht in englischen Zeitungen …
      schön zu sehen, wie andernorts das wahrgenommen wird, was hier in Deutschland gerne als “Bayern hat nur aufgrund der induviduellen Qualität gewonnen” abwertend dargestellt wird.

  9. Sehr gute Zusammenfassung des Spiels nach den ersten Eindrücken. Das kann man alles so unterschreiben ohne es wiederholen zu müssen.
    Dieses Spiel zu analysieren und ein Fazit zu ziehen das überwiegend geteilt wird, wird unmöglich sein.
    Bin sehr gespannt auf die Detailanalyse.
    Eine Aussage des Vorberichts steht aber mMn wie ein Fels in der Brandung.

    Thiago muss auf die offensive 6 oder defensive 8 je nachdem wie man es sehen will.
    Nur er kann mit Coutinho nach vorn ein spielerisches Übergewicht schaffen bzw das Spiel beruhigen.
    Und Kimmich muss mMn auf der 6 bleiben.
    Alle drei zusammen funktionieren auf top Niveau besser als alles andere. Sicher ist da noch viel Luft nach oben aber für Tolisso und Goretzka wird es schwer.
    Pavard ist ein multitask Genie was wir seit langer Zeit so nicht hatten.
    Für mich bleibt es dabei
    Die erste11 lautet wenn alle fit und in Form sind:

    Neuer
    Pavard Suele Lucas Alaba
    Kimmich
    Thiago Coutinho
    Gnabry Lewa Coman

    Eine Frage bleibt
    Hätte der Trainer Thiago für Tolisso in der HZ eingewechselt wenn Alaba sich nicht verletzt hätte?

  10. Anscheinend trainiert Kovac lieber Torschüsse, als Passspiel.

    Wenn jedes Ergebnis dann am Ende so ausfällt, halte ich mich in Zukunft mit dem Gemotze über das schaurige Zusammenspiel zurück, aber genau da sehe ich gegen echte Gegner eben ein Problem.

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    1. Da kann man trainieren was man will, ob es im Spiel klappt steht auf einem ganz anderen Blatt. Oder glaubt jemand ernsthaft dass nach Paderborn jetzt in den verbleibenden Trainingseinheiten nur Torschüsse geübt wurden?
      Und wenn ja, warum haben dann Tolisso und Coutinho drüber geschossen? (Und warum trainiert mit Alaba nicht endlich mal jemand Flanken…?)

      Was genau dazu geführt hat, dass die Bälle in der zweiten Halbzeit auf einmal alle drin waren statt am Pfosten oder vorbei – und dazu noch immer so unhaltbar genau im Eck – wird immer ein Rätsel dieses Sports bleiben…

    2. Gestern hat mich ein Kollege gefragt was ich denke wie das Spiel ausgeht. Meine Antwort war “keine Ahnung, das kann voll in die eine oder in die andere Richtung ausschlagen”.

      Genauso war es in der Tat. Wenn Neuer nicht am Anfang ein paar mal überragend hält bekommen wir unter Umständen die Hucke voll. So hat sich Tottenham ausgepowert und wir mit 2 Nadelstichen (wann haben wir das letzte Mal so dermaßen platziert aufs Tor geschossen?) den Untergang der Engländer eingeläutet.

      Irgendwann hat dann auch (fast) alles geklappt. Was für ein Sensationspass von Thiago auf Gnabry. Bei der Fußhaltung war mir eigentlich klar, dass der im Seitenaus landet. Dann noch die perfekte Ballannahme, es war phasenweise ein Gedicht gegen zugegeben aufsteckende Gegner.

      Die Reaktion von Gnabry danach hat mir gut gefallen: “nicht größer machen als es ist”. Für gestern Abend war es episch. Ab heute ist wieder Brot und Butter Geschäft angesagt. Bin gespannt wie Kovac am Samstag rotiert.

      Ach ja: Pavard! Nicht alles was er macht passt, aber vieles. Ein sehr, sehr solider, variabler und dazu offenbar bescheidener Teamplayer. Gefällt mir.

      1. Pavard finde ich auch sehr unterschätzt – solche Spieler schweißen eine Mannschaft zusammen, während sie sich persönlich eher im Hintergrund halten.
        Wenn er seine Fehlerquote noch ein wenig verbessern kann und etwas souveräner auftritt, wird er wohl irgendwann ein Martinez-Ersatz im defensiven Mittelfeld (wenn er nicht gerade an irgendeiner anderen Stelle in der Defensive benötigt wird.)
        Toller Typ; unbezahlbar!

    3. “aber genau da sehe ich gegen echte Gegner eben ein Problem.”

      Endlich hat es jemand geschrieben.

      7-2 in Tottenham gewonnen, schön und gut, aber wenn wir mal auf einen richtigen Gegner treffen…………

      Ich lach mich tot :-)

      1. Ich schrieb schon vorher: Tottenham ist offensiv gefährlich (ja, siehe die ersten 30 Minuten), aber defensiv diese Saison eine Vollkatastrophe. In nunmehr 10 Pflichtspielen haben die ein Torverhältnis von 21:22. Ja meinetwegen ist der Sieg uneingeschränkt Kovac’ Trainergenie zuzuschreiben, aber Tottenham ist diese Saison bislang einfach neben der Spur.

      2. Kovac ist kein Trainergenie, hab ich nie behauptet und werde ich auch nie.
        Aber wir haben es aber schon schwer diese Saison.
        Auf Schalke 3-0 gewonnen: Kein Maßstab, wartet bis erst mal der erste richtige Prüfstein kommt. Zum Beispiel Leipzig.
        In Leipzig 1-1: Kein Maßstab, wartet bis erst mal der erste richtige Prüfstein kommt. Zum Beispiel Tottenham.
        In Tottenham 7-2: Kein Maßstab, wartet bis erst mal der erste richtige Prüfstein kommt. Zum Beispiel ……
        Die ganzen Spiele gegen gefühlte Fünftligisten zwischendurch will ich nicht mal erwähnen.

        Aber gut, wenn ich nach dem gewonnenen Triple immer noch lese: Kein Maßstab, wartet bis erst mal der erste richtige Prüfstein kommt, solls mir recht sein :-)

      3. Schalke ist für mich tatsächlich kein Maßstab :) , Leipzig war es schon. Tottenham war auf jeden Fall für unsere Defensive auch ein Maßstab, für die Offensive weiß ich es aktuell nicht. Man kann die massiven Probleme dort natürlich auch einfach ignorerien und sich einfach mal nur auf die Schultern klopfen und freuen. Das mit Kovac zielte weniger auf Dich, sondern auf andere, für die Kovac immer nur gescholten wird ;)

  11. Wie unbeeindruckt die Mannschaft sich von den ersten 30 Minuten zeigte und im Gegenteil: Mit einer eiskalten Dusche schickt man Tottenham in die Kabine.

    Egal wie man das Spiel einordnen will. Ich glaube für Gnabry, Lewa und die komplette Mannschaft war das ein sehr wichtiges Spiel.

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    1. Wichtig vor allen Dingen auch bezüglich Coutinhos Einstellung Bayern gegenüber und seiner Motivation, für uns zu spielen. Jetzt hat er womöglich ein besseres Gefühl für das Potential seiner neuen Mannschaft. Von daher war der hohe Sieg gegen Tottenham für uns im Hinblick auf das Teambuilding bedeutend.

  12. Tjo, da meckert, motzt und mosert man an Kovac und der Mannschaft rum und dann kommt Bayern mit einem 2:7 Auswärts gegen Tottenham ums Eck. Chapeau!
    Das Spiel gestern hat mir gezeigt, geht Kovac´s Taktik auf, dann wirds für den Gegner brutal. Hätte nicht gedacht das es möglich ist ohne Mittelfeld den Gegner so aus dem Stadion zu schießen.
    Aber was mich gestern in manchen Szenen komischerweise am meisten beindruckt hat waren die perfekte Ballbehandlung einiger Spieler. Vielleicht interpretiere ich da was unnsiniges rein aber seit Coutinho bei Bayern ist kommt es mir vor das sich die Ballbehandlung der Mitspieler gebessert hat. Zum Beispiel im vollen Sprint den Ball, der von hinten in hohen Bogen daherkommt, annehmen und perfekt vorlegen und dann aufs Tor schießen ist technisch schon Weltklasse. Auch ansonsten keine Stopfehler oder Bälle die unkontrolliert verspringen.
    Die letzten 20Minuten waren dann nur noch Spielfreude pur. Das hab ich schon lange vermisst :)

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    1. bei der interpretation von kovacs taktik wäre ich vorsichtig. mit kimmich und tolisso auf der 6 haben wir in hz 1 niemanden aus dem stadion geschossen, eher wurde tottenham 30min eingeladen, uns abzuschiessen. das wunderbare resultat hat erst der thiago-wechsel zur pause und ein entfesselter gnabry in hz 2 bewirkt…

      1. Tottenham hat aber auch überperformt. Das hälts du nicht lange durch. In der zweiten Hälfte hab ich ein aufbäumen erwaretet oder zumindent in den letzten 15min nochmals Vollgas geben. Aber die waren platt.
        Wenn der Trainer schon Schuld ist wenns Kacke läuft, sollte er auch dran Schuld sein wenns perfekt läuft :)

      2. @Pepismo: +1

      3. Ne das ist einfach falsch. Der turn kam ab min. 31 und nicht zur Halbzeit. Und da hat man Kovac und Flick ziemlich aktiv erlebt. Thiago war natürlich genial in hz2 aber insbesondere hat sich Tolisso im Laufe der 1hz beruhigt und dann auch ein sehr starkes Spiel gemacht!

      4. SZ: In der ersten Halbzeit habe man “kein gutes Positionsspiel” gehabt, sagte Neuer, “dann haben wir ein bisschen was verändert auch glaube ich von der Positionierung in der Halbzeit, dass wir das angesprochen haben.” Dies sei “Gold wert” gewesen, so habe man Ruhe erzeugt…

      5. Also wenn ich nicht in der Lage wäre, mir das Spiel im re-live anzusehen und genau diesen von mir beschriebenen Turn in der 31 min. erneut festzustellen, würde ich nach dem Neuer Zitat in der Tat davon ausgehen, dass das Spiel erst in der 2hz zu unseren Gunsten gedreht ist.
        Ich will aber natürlich keineswegs widersprechen, dass Thiago unverzichtbar ist und diese Dominanz in der 2hz hauptsächlich durch ihn möglich war. Das ist klar. Es ist nur so, dass bei dieser Interpretation vieles verloren geht, was sich schon in der ersten Halbzeit verändert hat

  13. Da muss ich als Kovac-Kritiker auch mal sagen: Chapeau! Klar waren die ersten 30 Minuten schwierig, da hatte man dem hohen Pressing wenig entgegenzusetzen. Aber wenn man trotz allem Glück Tottenham 7:2 aus dem eigenen Stadion schießt, darf sich der Trainer von diesem Erfolg auch eine Scheibe abschneiden.

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    1. Und Thiago die ersten Halbzeit nicht einsetzen:

      Bei Pep: Der Meister wird sich schon was dabei gedacht haben, wir haben bloß seinen Plan nicht verstanden! Er probiert halt gerne mal was, geht neue Wege, will den Gegner überraschen!

      Bei Kovac: Der ist halt zu blöd für Taktik und Aufstellung.

      1. kovac muss man immerhin zugute halten, dass er seinen aufstellungs-fehler auf der 6 zur halbzeit korrigiert hat…

      2. Naja , er wurde ja auch zur Umstellung ein wenig gezwungen durch Alabas Verletzung.

  14. “Kovačs Aufstellung mutete bizarr an. Gerade gegen die hoch pressenden Dauerläufer und Konterspieler der Tottenham Hotspurs verzichtete er auf seinen mit Abstand pressingresistentesten Spieler.

    Oft versteht man die Ideen eines Trainers vor dem Spiel nicht und erst mit Abpfiff offenbart sich der ganze Gedankengang. Viele Spiele wurden bereits mit einem überraschenden Aufstellungskniff gewonnen. Doch manchmal ist eine schlechte Idee auch einfach nur das: Eine schlechte Idee mit schlimmen Konsequenzen.

    In der 1. Halbzeit schnitt Tottenham durch den überforderten Tolisso und dem bayerischen Mittelfeld wie durch heiße Butter. Ständig war der Sechserraum unbesetzt. Ständig das Mittelfeld überspielt. Ständig Abspielfehler im Aufbau. Zwischen der Minute 15 und 30 kam Tottenham fast im minutentakt zu gefährlichen Situationen, die nur ganz zum Schluss, durch Glück oder einem starken Manuel Neuer gerettet werden konnten.”

    …zugegeben. Ich habe von Taktik keinen Plan. Aber die sprachlichen Stilmittel, die hier angewandt werden, um Kovac in einem schlechten Licht – am Ende als glücklichen Taugenichts – dastehen zu lassen, die sehe ich.

    Womöglich war es nicht nur Dummheit oder Zaudern, nicht vor der Pause umzustellen. Sondern die Beobachtung, dass es ab der 30. Minute sicherer wurde. Womöglich hat es auch Tolisso geholfen, die erste HZ durchzuspielen und auch im Spiel zu bleiben. Womöglich hat Kovac in der Kabine den richtigen Ton getroffen. Womöglich kann er gut mit den Spielern umgehen und kann den Kader gut moderieren. (Ups, selbes Stilmittel! :))

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    1. Ab der 30. Min nicht gewechselt zu haben, verstehe und sehe ich, aber, dass er zwischen Minute 20-30 sehenden Auges beobachtete, wie die Mannschaft ein ums andere Mal überspielt, ja fast überrollt wurde, das kritisiere ich hier.
      Denn zwischen Minute 15 und 30 ist Tottenham immer und immer wieder auf die selbe Art und Weise durchgekommen. Da musst du ab ~Minute 22 als Trainer irgendwann irgendwie reagieren. Taktisch alles umstellen oder Thiago oder Martínez einwechseln.

      Am Ende geht es gut und ich kritisiere hypothetisch und biete mit meiner Kritik viel Angriffsfläche, aber schießt Tottenham ein Tor oder mehr sogar -was möglich war!- dann verliert man das Spiel hier womöglich eben weil man sehenden Auges nicht wechselt.

  15. vielen dank für die zutreffende analyse daniel! besonders der thiago oder nix teil sollte kovac zu denken geben. wenn er ihn wieder mal abstrafen oder pausieren möchte, sollte er es lieber nicht in so einer pressing-intensiven anfangsphase bei tottenham machen, sondern lieber im heimspiel gegen hoffenheim…

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    1. Gewinner des Spiels ist also jetzt Thiago. Kann man so sehen. Aber wie hier ja oft und zurecht gesagt wird, man soll nicht nur auf das Ergebnis schauen, sondern auch etwas tiefer.
      Man könnte auch sagen, wenn Thiago gegen Tottenham von Beginn an spielen will, sollte er in den Bundesligaspielen vorher etwas mehr Engagement an den Tag legen. Oder gleich zu Saisonbeginn mitteilen, das er nur bei den “großen” Spielen Lust und Laune hat. Weil so heble ich das Leistungsprinzip komplett aus und schaufele mir als Trainer gleich mein eigenes Grab.
      Außerdem, wer sagt, dass wir mit Thiago in der Startelf mehr Kontrolle gehabt hätten. Schwer bis gar nicht zu beweisen. Genau so gut kann ich behaupten, mit Thiago auf der 6 wären wir zur Halbzeit 0-4 hinten gelegen.
      Als Thiago in der Halbzeit kam, stand es 2-1 für Bayern und keine 5 Ballkontakte von ihm später 4-1. Das Spiel in der zweiten Halbzeit war ein ganz anderes. Ob trotz oder wegen Thiago. Keiner weiß das.
      Ich mag Thiago und will das er noch lange bei uns spielt. Aber auch er hat keinen Freibrief für alle Zeiten.
      Hoffentlich hat in die Halbzeit auf der Bank wieder ‘back to earth’ gebracht und wir haben in dieser Saison noch sehr viel Freude an ihm.

      1. Sehe ich genauso. Meiner Meinung nach wären die ersten 30 min auch mit Thiago statt Tolisso ähnlich verlaufen. Da hatte Tottenham einfach volle Wucht. Und wir haben das Spiel auch mit Tolisso dann in den letzten 15 Minuten vor der Halbzeit in den Griff bekommen.

        Zum Thema Fehler korrigiert: Thiago wurde zwar für Alaba eingewechselt, löste aber de facto Kimmich ab. Wir hatten also in der zweiten Hälfte Thiago auf der 6, Tolisso auf der 8 und Kimmich als RAV – DAS ist meiner Meinung nach die beste Aufstellung. Thiago orientierte sich auf der 6 defensiver als Kimmich und das kam meiner Ansicht nach dann Tolisso zugute.

        Hier noch Kovac Begründung vor dem Spiel für die gewählte Aufstellungsvariante: “Es ist die offensivere Variante, Thiago ist schon die klassische Sechs und da haben wir auch Kimmich, deswegen haben wir Tolisso gebracht, der mehr die Achterposition verkörpert. Wir kommen hierher, um das Spiel zu gewinnen, deswegen ist die Aufstellung durchaus offensiv gewählt.”

      2. ich kann eure kommentare gut nachvollziehen, v.a. die aufstellung von stiftl mit thiago/tolisso auf der doppel-6 und kimmich als RAV würde ich immer präferieren. leider blieb das zusammenspiel zwischen kimmich und tolisso in den ersten 30min nur stückwerk, was nicht nur an tottenhams powerpressing lag. zusammen mit thiago auf der 6 hätten hätten beide besser dagegen halten können…

  16. Es sah anfangs eigentlich furchtbar aus. Tottenham hatte vor dem 1:0 bereits viele gute Chancen. Dann spielt Kimmich Coman frei der die Überzahlsituation im Strafraum unnötig verkompliziert. Ich fluchend auf der Couch. Der Ball kommt aber wieder zu Kimmich und der hält einfach drauf. Das 1:2 war wiederum auch Weltklasse. Die amerikanischen “Experten” sind auch der Meinung, dass Lewa derzeit die beste 9 der Welt ist.

    Kimmich und Lewa haben sowas von geliefert. Auch die Energie und Mentalität die sie ausgestrahlt haben, lassen einen schwärmen. In der Kapitänsfrage bei uns und in der N11 geht eigentlich kein Weg an Kimmich vorbei.

    Der Rest war dann Champions League – und irre dazu. Unglaublich Räume im Mittelfeld auf beiden Seiten, lächerliche Schiedsrichterentscheidungen, der Megapass von Thiago auf Gnabry und die noch bessere Mitnahme und Verwertung. Was für ein Abend!

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Finde die Leistungen von Kimmich eigentlich nicht so berauschend in letzter Zeit. Der dümpelt auf der 6. konstant bei 40% Zweikampfquote…

  17. Mir kommt bei der Berichterstattung ein Umstand zu kurz: beide Mannschaften haben – vor allem in der 1. Halbzeit – teilweise Harakiri gespielt. Mittelfeld war jeweils inexistent und wurde vom Gegner mit 50-60 m Pässen überspielt. Dadurch sind beide Mannschaften in Konteranfälligkeiten geraten, die bereits in der ersten Hälfte zu mindestens 2 – 3 Toren mehr hätten führen können. Wenn also das unterhaltsame und begeisternde Spiel eine taktische Aussage hat, dann die, dass man (und damit meine ich beide Mannschaften) gern 2 – 3 Tore bekommen kann, wenn man mind. 4 selbst schiesst…
    Nur bezweifle ich, dass diese Taktik bei Gegner wie Juve und Liverpool aufgehen wird.
    Zu Thiago: sehe ich auch kritisch, dass er draussen war, aber legitim bei Betrachtung seiner Leistungen in den letzten Bundesligaspielen. Hoffe mal, er hat es begrifffen, dass von ihm mehr erwartert wird…

    Ansonsten, Dank an Mannschaft und Trainer für eine “gnabrysche” Fussballnacht..

  18. Serge Gnabry… Was ist da los?
    Ich fand es genau richtig Thiago heute rauszulassen. Ich bin mir 100% sicher, dass das nichts mit Taktik zu tun hatte, sondern ein reiner Denkzettel war. Hat sich mmn ausgezahlt…
    Boateng übrigens mit einer Bärenstarken Vorstellung, für mich der einzige, der auch die ersten 30 min ziemlich fehlerfrei blieb. Ansonsten hat das Spiel einfach nur unglaublich Spaß gemacht. Dieser Melodramatische Turn von absolut unterlegen, ich meine Halbe schon fast an die Wand klatschen seh und ich Kovac-Raus vom Balkon brüllen will – und dann gestikuliert er, spricht hier und da, das Spielt kippt, Kimmich zeigt, warum er ein Weltklassespieler ist, Lewa denkt sich moment, ich bin hier der Boss und Gnabry lässt mich dann komplett an meinem Fußballsachverstand zweifeln, weil ich ihm nie zugetraut hätte, Weltklasse zu werden. Und da brauchen wir uns nichts vormachen – wie er den Ball im Vollsprint mitnimmt ohne auch nur minimal Geschwindigkeit zu verlieren, das können sonst noch Hazard, Messi und co.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gnabry habe ich ehrlich gesagt auch nicht zugetraut, dass er sich so reinspielt. Um so besser, wenn es klappt. Wenn er das verstetigt, haben wir viel Freude an ihm und er wird unser nächster “Unterschiedsspieler”. Wer mir ein wenig Sorgen macht, ist Coman. Da sehe ich leider zu wenig Bewegung in der Entwickung, auch wenn der Output für diese Saison sehr ok ist.

      1. Sehe ich bei Coman leider ähnlich. Da fehlt es an Effektivität. Sollte Sane kommen, wird es schwer für ihn.

      2. Gerade auf den Positionen ist es ja irgendwann auch eine Frage des Outputs (Scorer/Einsatz). Coman liegt bei 57 Scorern in 128 Einsätzen in BL, Pokal und CL (0,45 Scorer/Einsatz), wobei er in der CL stark (0,71) ist und der BL abfällt (0,38).

        Gnabry liegt insgesamt bei 0,62, wobei er in der BL 0,57 und in der CL nun starke 0,78 verzeichnet.

        Mal von der Entwicklung als Spieler (Mentalität, taktisches Verständnis/Entscheidungsfindung usw.) abgesehen, bringt Coman seine fraglos vorhandenen Qualitäten leider zu wenig auf den Platz. Auf seiner Position sollten es irgendwann schon 0,5 Scorer/Einsatz sein, sehr gut wird es ab 0,7; ab 0,9 sind wir bei Gerd Müller/Ronaldo/Messi/Lewandoswki ;)

      3. Bei der Art und Weise, wie Kovac spielen lässt, ist einer wie Coman aufgrund seiner Schnelligkeit relativ wichtig, auch wenn sich das nicht immer mathematisch objektivieren lässt. Er bindet mehrere Spieler, zwingt die gegnerische Abwehr durch seine schnellen Läufe und die Dribbelstärke, wobei er meistens mindestens gedoppelt wird, zu einem sehr hohen Kraftverschleiß. Hat gestern mehrfach die Spurs-Abwehr noch durch enorme Beschleunigung im Strafraum überlaufen. Was danach kommt, muss einfach besser abgestimmt werden durch bessere Staffelung/Positionierung der Mitspieler. Tut er das für ca 70 Minuten oder so, dann bringt es etwas, auch ohne dass er direkt an einem Torerfolg beteiligt sein sollte. Das darf man nicht vergessen, und ich denke, Kovac weiß das auch. – Perisic und auch Müller haben jeweils andere Qualitäten, auch das ist unbestritten.

      4. @several

        Was Coman imho braucht, ist ein Counterpart (oder Buddy), der seine Aktionen zu Ende führt und mit dem er sich versteht. Ähnlich wie es Lahm und Robben jahrelang getan haben und je nach Bedarf sich Müller dazu schaltete (und damit ein Dreieck bildete das schwer zu stoppen war).

        Aktuell zieht Coman wie du sagst Gegner auf sich, ist dadurch extrem wichtig und schafft Räume. Leider eben als Einzelshow, die immer wieder in nicht abgeschlossenen Aktionen enden.

        Wäre ich Kovac, wäre das einer meiner größten Prioritäten: jemanden Coman an die Seite zu stellen und das ungeheure Potenzial im 1:1 zu nutzen, um daraus spielerische Lösungen zu finden.

        Die Gefahr, die von dem jetzigen System ausgeht ist nämlich auch, dass Coman langfristig verschlissen wird. Trägt er doch teilweise die gesamte Offensivleistung (wenn dem Team gerade nichts einfällt) und das ist auch in Hinblick auf seine Verletzungshistorie kritisch. Vielleicht ist Coutinho ja die Antwort.

      5. @severalseasons
        denken>rechnen. danke!

      6. @several: völlig richtige Überlegung. Das reicht auf die Dauer aber nicht. Zumindest nicht in München, aber genau genommen kann sich das auf der Position kein Verein dauerhaft leisten.
        @Turbo: richtig! Andererseits wird das meinem EIndruck nach teils schon versucht, aber Coman nimmt dann doch manchmal den Kopf eben nicht hoch

      7. @Turbo: Stimme zu. Leider hat Alaba jetzt länger pausiert, aber er könnte links einer der Partner sein und kennt das ja auch schon von Ribéry her. Wechselt Coman nach rechts, sieht die Sache etwas anders aus, denn Pavard geht selten bis an die Grundlinie durch, daher – und ich meine mich zu erinnern, du siehst das ähnlich – wäre Kimmich auf RAV meiner Meinung nach besser geeignet.

        @Beobachter: Richtig beobachtet, auch Coman muss natürlich seinen Teil noch dazu beitragen und sich verbessern. Ich bin allerdings wirklich froh, welches Potential insgesamt in der Mannschaft steckt, und auch das “innerbetriebliche Klima” stimmt.

  19. Das Übergewicht der Spurs anfangs kam aber nicht nur durch überzogene Laufleistung zustande, sondern eben auch durch ein wundervoll anzuschauendes, flüssiges offensives Kombinationsspiel, bei dem Son mehrfach genial in Position gebracht wurde. Neuer sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert. Ich denke nicht, dass wir (schon) in der Lage wären, so etwas aufzuziehen. Und das ergibt sich nunmal nicht durch die Spontaneität der Spieler einfach aus dem Spiel heraus, sondern diese Abläufe sind einstudiert.
    Thiago rauszulassen – aus “pädagogischen” oder taktischen Gründen – halte ich bei so einem Spiel für falsch. Hätte in der ersten Halbzeit auch daneben gehen können. Thiago ist ehrgeizig genug, der weiß, welche Fehler er gemacht hat, und er hätte wohl auch von Angang an eine ähnliche Leistung gezeigt. Und der Spielverlauf zeigte auch m.E., dass Kimmich eher auf die rechte Abwehrseite gehört. Sein wunderschöner Ausgleichstreffer war allerdings Gold wert. Da sag noch jemand, von ihm ginge keine Torgefahr aus! Nicht zu vergessen dabei aber auch Lewys geniale Ballmitnahme per Hacke in der Vorbereitung, Weltklasse! Wenn eine Mannschaft so auseinanderfällt, wie die Spurs in der 2. Hälfte, dann lässt das zumeist tiefer blicken und weist auf Probleme, die wohl nicht nur auf dem Rasen zu suchen sind. Gegen ein PL-Team auswärts so hoch zu gewinnen, tut wirklich gut. Und für Gnabry freut es mich ungemein, dass der Knoten im richtigen Moment geplatzt ist. Der gibt immer alles, hatte nur in der letzten Zeit etwas Pech…

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Da sag noch jemand, von ihm ginge keine Torgefahr aus!” Wer sagt denn sowas? Das ist ja gerade etwas, was man ihm nun wirklich nicht vorwerfen kann. :)

      1. Hab ich hier in den Kommentaren so vor ein paar Tagen gelesen, als es um die Frage ging, ob Kimmich auch auf der 8 spielen könnte.

  20. Das war ein typisches CL-Auswärtsspiel gegen einen starken Gegner mit gutem Ende für den FCB. Es ist doch völlig klar, dass Tottenham am Anfang Druck macht. Da braucht man ein Team, das dagegenhält und einen guten Torwart. Beides hatten wir. Tolisso war mMn nicht überfordert, sondern hat bis auf den Fehler vorm 0-1 ein gutes Spiel gezeigt. Pavard überrascht mich immer mehr. Und zwar positiv.
    Thiago oder nix? Gerne. Er ist ein genialer Spieler. Hoffentlich hat ihm die Denkpause gutgetan und er reduziert seine Arroganzanfälle, die er zuletzt gezeigt hat.

    PS: Unsere U19 hat Tottenham auch an die Wand gespielt. Insgesamt 11-3 ist sogar noch besser als “nur” 7-2 :-)

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. kicker-noten: tolisso 3,5 (schlechtester bayern-spieler), thiago 1,5

      1. Kicker-Durchschnittsnote von Thiago in der bisherigen Saison: 4,33. Die Pause war berechtigt.

      2. Thiago pendelt ohnehin zwischen den Kickernoten 2,7 und 3,3. Überschätzt.

        Thiago hat bislang nicht gut gespielt, aber ohne ihn ist unser MF regelmäßig eine Katastrophe. BTW sind Kickernoten ziemlicher Unfug.

    2. Spannend, was hier so zensiert wird.
      Ich formuliere aber gern etwas zurückhaltender:
      Schön, wie sich die U19 entwickelt unter dem neuen Trainer. ;)

      1. Spannend und sicher nicht objektiv.

  21. Stefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 13:38

    Ich habe den heiligen Gral gefunden, warum Kovac gerade wegen der komplett falschen Startelf ein Genie ist. Folgt mir zur Erleuchtung, Brüder und Schwestern. ;-)

    https://www.stern.de/sport/fussball/fc-bayern–warum-niko-kovac-allen-kritikern-ueberlegen-ist-8935940.html

    Antwortsymbol31 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Wenn du gewinnst, machst du etwas richtig, und wenn du verlierst, machst du nicht alles falsch”.
      Amen :)

    2. Schreibt recht interessant, dieser Johannesberg. ;)

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 13:53

        :-)

    3. “Warum beginnt er gegen Tottenham mit einem Mittelfeld, das offensichtlich ins offene Messer der Spurs laufen musste? Antwort: Weil er es wollte und zu Gunsten anderer Dynamiken und Entwicklungsschüben in Kauf genommen hat.”

      Hahahaha ist das fett, also ich folge dir Pater Johannes!

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 13:52

        Friede sei mit dir. Komm mit ins Brazzo Land :-)

    4. kann man den stern nach den hitlertagebüchern eigentlich überhaupt noch ernst nehmen…?;-)

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 14:02

        Nein. :-)

    5. Erstmal bemerkenswert, wie du dich an uns aufhängst (nicht erstmals). Unabhängig davon: Man kann Kovač derzeit für so viele Dinge loben. Mache ich ja auch. Aber ihm jetzt offensichtliche Fehler als Kalkül auslegen? Come on. Wenn man überspielte Spieler schonen will, macht man das nicht beim wichtigsten CL-Auswärtsspiel in London gegen die Spurs. Und wenn man den Gegner locken will, macht man das nicht, indem man den Spurs voll in die Karten spielt. Nach 45 Minuten muss(!) es eigentlich bereits zwei, drei Gegentore hageln. Mindestens. Glück und Neuer haben es verhindert. Alles schön, danach kam ja eine positive Reaktion. Aber die ersten 30 Minuten waren doch kein Plan. Das war verzockt. Und die 7 Tore waren mindestens 4 zu hoch insgesamt. Nimmt man alles gern mit und man kann Kovac wie gesagt für viel loben, mMn aber nicht für eine schlechte Einstellung aufs Spiel.

      1. +1 justin! man sollte kovac dafür loben, seinen aufstellungsfehler in der pause korrigiert zu haben. so konnte es dann auch noch zu “anderen Dynamiken und Entwicklungsschüben” kommen in hz 2…

      2. Hmm jetzt gibts du mir gerade das Gefühl, der Artikel von Pater Johannes war ernst gemeint? Der Stern ist doch ein Satiremagazin?

      3. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 14:40

        Er hat eine Niederlage einkalkuliert. Das meinte ich, natürlich ist es ernst gemeint. Zumindest als Gedankengang und Diskussionsbeitrag nicht als Wahrheit. Mein Punkt ist: Er geht komplett anders an die Sache heran und nimmt Dinge in kauf, die uns ja alle zur Weißglut treiben. Ich habe daher versucht, ihn mit meinen Methoden und Erfahrungen auch in Sachen “Führung von Mitarbeitern” nahe zu kommen. Weil: Ansonsten müsste man ja sagen: Er ist blind, taub, stumm, das er all das nicht sieht. was ihr/wir sehen. Und das glaube ich einfach nicht.

        Und ich arbeite mich nicht ab, ich nutze eure Expertise und Sicht in Sachen Taktik, um meine Gedanken zu formulieren und das Thema voranzubringen. Es ist also rein aus Respekt.

      4. Danke
        Realitätssinn hat noch nie geschadet

      5. Ich denke nicht, dass Kovac eine Niederlage einkalkuliert hat. Schon allein aus dem Grund, weil er weiß dass dann sofort wieder heftigster Gegenwind wehen und seine Fähigkeiten angezweifelt würden.

        Thiago hatte zuletzt einfach zu viel geschlampert, und wenn er der Meinung war, es mit Kimmich und Tolisso offensiver gestalten zu können, dann sollte man ihm das zugestehen. Keiner weiß, ob Thiago in der Sturm- und Drangphase der Spurs evtl auch wieder einen Bock geschossen hätte.

        Und wieso “muss” es nach 45 Minuten zwei bis drei Gegentore hageln? Spielen wir ohne Torhüter? Und wo war da Glück? Im Gegenteil – mit Glück lenkt Neuer auch den Schuss von Son zum 1-0 um den Pfosten.
        Auf der Gegenseite muss Gnabry nach 2 Minuten eigentlich das 0-1 machen. Dass Alaba schon nach 10 Minuten gehandicapt war, wird bei dem Ganzen geflissentlich übersehen.

        Yep, Tottenham hat aufgezeigt, dass die Kombi Kimmich auf der 6 und Tolisso auf der 8 wohl momentan keine gute Idee ist.

        Alles in allem finde ich Deine Gedanken zu Kovac tatsächlich interessant, Stefan – ob Du da allerdings den Heiligen Gral gefunden hast, sei mal dahin gestellt ;-)

      6. @Stiftl

        Dass Alaba nach seiner Verletzung bzw. mit der neuen nicht auf der Höhe war kommt mir sowieso viel zu kurz. Viele Angriffe von Tottenham liefen über Alabas Seite und er konnte da nicht viel entgegensetzen, was absolut kein Vorwurf an ihn sein soll. Die Spurs haben eben auch einiges an Qualität und Speed in ihren Reihen.

        Am Ende isses eh Wurst, weil sie nichts aus ihren Chancen gemacht haben.

    6. Auch wenn ich nicht genau weiß, wie ernsthaft der Text gemeint ist, tauchen bei mir Fragen auf:
      – „lässt Kovac dem Team bewusst […] größtmögliche Freiheit und Verantwortung, selbst wenn deren agile Findungsprozesse auf dem Platz phasenweise chaotisch und amateurhaft wirken“ – also einfach mal laufen lassen. Ein gewisser Carlo A. hat damit ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.
      – „Selbstheilungskräfte“: das unterschlägt natürlich gegenläufige Entwicklungen völlig – derartige Leistungsschwankungen wie unter Kovac habe ich lange nicht gesehen (außer Lewandowski aktuell). Dass paradigmatisch an einer (statistisch gesehen) Ausnahmepartie festzumachen ist mutig.
      – „Es gibt jedoch noch weitere, eher offensichtliche Gründe für die stabileren Bayern:“ stabiler in welcher Hinsicht? Im Vergleich zu den ersten 9 Spielen der Vorsaison sind wir noch unbesiegt (sehr schön)(7-2-0 statt 6-2-1), haben wir doppelt so viele Tore geschossen (32 statt 16; super), aber auch dreimal soviele Gegentore bekommen (9 statt 3; naja).
      – „die Mannschaft kennt mittlerweile die Philosophie und den Charakter des Trainers“: sie kennt ihn besser, das hoffe ich doch sehr nach über einem Jahr. Bei der Phiolosophie bon ch nicht so sicher (es sei denn, Punkt 1 zählt als Philosophie)

      Lustige Thesen, gleichwohl werde ich zukünftig doch lieber wieder den Blog hier lesen. :D

      1. AntwortsymbolStefan Johannesberg Seite 02.10.2019 - 15:04

        Vollkommen okay, aber abgerechnet wird zum Schluss… Darauf spekuliert Kovac ja imho. Ich schreibe seit April 2018 (Artikel zu Hoeneß und Co) nur etwas, wenn ich denke, es eröffnet einen anderen Blick. Ich richte mein Blick immer nach vorne und lehne mich aus dem Fenster und versuche das mit Argumenten zu belegen. Das klappt mal mehr, mal weniger. Da muss dann in die Bütt gehen und Farbe bekennen oder kann groß frohlocken, wenn man Recht hatte. Risiko, Mut und so :-)

    7. Hallo Stefan,
      ich habe zum ersten Mal etwas von dir gelesen und finde es sehr interessant und diskussionswürdig.
      Vor allem aber gefällt mit Deine Einstellung und Herangehensweise: die Entwicklungen und Phänomene rund um die Mannschaft des FC Bayern in ihrer eigenen inneren Logik zu verstehen – und nicht wie so viele Kommentatoren hier sich hinter pseudo-wissenschaftlicher Objektivität zu verstecken und ihre Gehässigkeiten noch als wohlgemeinte Kritik verkaufen zu wollen. Letztlich wollen wir doch qua FC Bayern das Leben ein bisschen besser verstehen – und dabei helfen Empathie und Wagemut doch sicherlich mehr als Statistiken und Funktionspläne.
      PS. Ich mag diesen Blog, weil es viele interessante Informationen und einige aufschlussreichen Diskussionen gibt; allerdings wird all das oft ein wenig von dem häufig lauten Geplärre übertönt. Und speziell auf menschlicher Ebene frage ich mich, woher einige diese Arroganz nehmen ständig alles und jeden zu verurteilen.
      Liebe Grüße!

    8. Ob heilig oder nicht
      Deine krude Selbstdarstellung verdient eine krude Antwort.
      Deine Krisen Thesen passen in den Stern optimal.
      In 12 Monaten wird von der von Dir heiliggesprochen sportlichen Führung kein Papst palavern.
      Thiago für den total hilflosen und überforderten Tolisso rauszulassen ist Desperado Luke und hat weder mit Intelligenz noch irgendeiner anderen Form von Fussballlogik zu tun.
      Also mein Vorschlag nimm die jetzige sportliche Führung mit in Dein Himmelskuckucksnest und suche den Gral den es nicht gibt.

      1. @918:
        Fussball muss nicht immer logisch sein. ;)

      2. Tolisso hatte Probleme, aber ihn als “total hilflos und überfordert” darzustellen, ist Unfug. Letzten Endes hat er mit seinem Gestochere im Strafraum verhindert, dass Tottenham den Ball aus der Gefahrenzone beförderte und so Lewa das 2-1 mit ermöglicht.

      3. Ich würde dieses “Gestochere” gar nicht mal so gering bewerten. Klassischer Gerd Müller-Style, ohne dieses Gestochere wäre dieses so eminent wichtige Tor nun mal sehr wahrscheinlich nicht gefallen.
        Und sonst? Die zweitbeste Passquote im Team (knapp hinter Kimmich), die beste Zweikampfquote im Team (aller Durchspieler), beim vierten Tor erst den Ball erobert, dann den Assist gegeben.
        Und sein “Fehler”? Habe ich auch erst bei Sky gesehen, DAZN hat das leider nicht auflösen können oder wollen: In dem Moment in dem er abspielen will, tritt ihm Alli von unten gegen die Sohle und hebelt ihn dadurch aus. Also kein Fehler, sondern Foul und Freistoß.
        Da gab’s schon schlechtere Arbeitsnachweise.

      4. Der Fehler lag beim Gegentor schon vor: er hatte genug Zeit den Ball weiterzuspielen, und sich erst durch das “Vertändeln” überhaupt in diese Situation gebracht. Aber wie Du richtig bemerkst, hat er sich im Verlauf des Spiels gesteigert.

      5. Na, das ist mal ein harscher Maßstab.
        Der Gefoulte ist also selbst schuld, wenn er gefoult wird und verantwortlich wenn es nicht gepfiffen wird (-;

        Aber mit einer gewissen Ironie: Dieses 1:0 gehört natürlich nun elementar zur Geschichte dieses Spiels und in der alternativen Realität in der es nicht gefallen wäre, hätten wir wohl kaum mit 7:2 gewonnen.
        Also sollte das wohl so sein. (-;

    9. Es gibt sie noch, die Stimme der Vernunft.
      Was in allen Taktikanalysen vollkommen zu kurz kommt ist, dass noch nie eine Mannschaft irgendwas Großes gewonnen hat, die nicht an den Trainer glaubte, die nicht als Team zusammenstand, bei der nicht jeder für jeden läuft, jeder sich über den Erfolg des anderen freute.
      Allein schon der ironische Begriff des Hero Fußballs:
      Das geilste Tor überhaupt war die Ecke von Ribery auf Robben gegen ManUtd 2010, blanke individuelle Klasse, Wahnsinn, unbedingter Wille und Glaube.
      Der Sieg gegen Valencia nach dem Desaster gegen ManUtd, das gleiche 2013. Wille, Glaube, Überzeugung.
      Das geilste Spiel der Neuzeit: 3:0 in Barcelona mit dem Hinspiel.

      Seit Frau Müller sich wieder vorrangig um ihre Gäuler kümmert, Frooonk und Arjen in Rente gegangen sind, und ein gewisser Kolumbianer, komme nicht auf den Namen, wieder in Spanien auf der Bank sitzt, sehe ich eine Mannschaft auf dem Platz.
      Danke Nico Kovac, wenn er dem Team wieder das beibringt was Fußball tatsächlich ausmacht.

      1. Das was du als fehlend aufzählst kommt nicht vor, weil man es schlicht nicht beobachten kann.

      2. Es ist quasi nur am Ergebnis “beobachtbar”. Gewinnt das Team, hat die Chemie gestimmt, sonst nicht. Letztlich kann man es dann auf eine Trivialaussage eindampfen: noch nie hat eine Mannschaft einen Titel gewonnen, die das Endspiel verloren hat ;).
        Der Erfolg am Fußball hängt sicher nicht nur an der Taktik. So gut wie jedes Spiel kann durch Zufälle in die eine oder andere Richtung kippen. Die Psychologie im Team kann dann einen Unterschied machen, wie mit Rückschlägen umgegangen wird – aber die “Mentalität” ist oft auch ganz einfach das Resultat der Tatsache, daß die Mannschaft taktische Konzepte bekommen hat, die es ihr ermöglichen, diesen Rückschlag zu verdauen und zu korrigieren.
        Daß wir bspw gegen Atletico ausgeschieden sind, hatte doch nichts damit zu tun, daß die Spieler nicht für den anderen gelaufen sind. Ein verschossener Elfmeter, vielleicht nicht die optimale Herangehensweise auswärts und ein wenig Spielglück für Atletico, und c’est ca. Barca 2015 ebenso: ein Mentalitätsproblem gab es da nicht. Stattdessen hatten wir zuviel Verletzte und Barca war einfach besser. Kommt vor.
        Mentalität wird als Ursache ziemlich überschätzt. In wichtigen KO-Spielen wollen immer beide Teams zu 100% gewinnen. Den Unterschied machen dann individuelle Qualität und: eine gute, strukturierte, anpassungsfähige Mannschaftstaktik.

      3. Ich spreche nicht von Mentalität und negiere auch nicht die Bedeutung von Taktik und behaupte auch nicht, dass das Ausscheiden der vergangenen Jahre ein Problem der Einstellung war.

        Was alle Spieler der Siegerteams aus 2001 und 2013 bestätigt haben (insoweit also auch validierbar auch wenn nicht in eine Excelliste übertragen werden kann), ist die Wichtigkeit der mannschaftlichen Geschlossenheit, das Erlebnis der vorherigen bitteren Niederlagen und die Kraft die man daraus gezogen hat. Dieses wunderschöne Portrait über Sammy Kuffour, wie er den Geist beschreibt, den die Mannschaft entwickelt hat, die Rolle die Effe als Leader für das Team hatte, das gleiche Liza etc.

        Wenn ich als Trainer bewusst diesen Geist fördere, Stinker wie Hummels, Boa, Müller und James degradiere, hungrigen Spielern, die meinem Weg folgen Verantwortung übertrage, einen Tollisso, der natürlich grottig spielt derzeit, als zentralen Spieler aufbauen will, weil ich an ihn glaube (unbestritten im MF beim Weltmeister immerhin), dann zahlen die Spieler mir das hoffentlich im Laufe der Saison zurück.

        Ich denke das ist es was der Stern Artikel rüberbringen will. Das ist mehr als “gehts raus uns spielt Fußball”. Kovac Fußball ist kein Pep Fußball und wenn ich Barca sehe bin ich froh dass wir nicht so ein langweiliges sinnloses Ballgeschiebe praktizieren.

        Und einem Trainer, der mit Frankfurt damals überperformt hat und Bayern im DFB Pokal geschlagen hat, dann das Double geholt hat, nach 7 Toren auswärts beim letztjährigen CL Finalisten (der den Heiligen Pep damals überrollt hat) immer wieder mangelnde oder falsche Taktik vorzuwerfen, ist einfach nur ermüdend zu lesen.

      4. Drei Anmerkungen:
        Erstens gilt der “Stinker” Müller als einer, der 2013 diesen Spirit entscheidend geprägt hat. Wenn Müller nicht spielt, dann nicht deswegen, weil ihm Teamgeist fehlt, sondern weil Coutinho der bessere/im Moment passendere Fußballer ist. Obwohl er als Neuling noch nicht so integriert sein kann.
        Zweitens hat Tottenham Peps City natürlich nicht “überrollt”. Das war genau das, was ich oben schrieb: die Unwägbarkeiten von KO-Spielen. Natürlich ist City das bessere Team, aber die Wahrscheinlichkeit für City, gegen Tottenham weiterzukommen, beträgt halt nur sowas wie 80% und nicht 100%. Was ist denn, wenn Aguero den Elfmeter nicht verschießt, oder wenn der VAR die Situation in der Nachspielzeit des Rückspiels anders bewertet? Hat City dann Tottenham überrollt?
        Drittens haben andere Teams diesen Spirit auch, der BVB 2013 z. B. ganz sicher. Haben sie deswegen gewonnen? Nö. Siegeswille ist normal in der KO-Phase der CL. Ein Trainer sollte die Spieler nach Qualität und wie sie ins System passen auswählen. Dann kommt der Erfolg, und mit dem Erfolg auch der Spirit, der Glaube, auch das nächste Spiel gewinnen zu können.

      5. JP, Du verstehst mich (bewusst) falsch. Ich sage nirgends dass ein spielerisch / taktisch limitiertes Team allein mit “Wille” Spiele gewinnt.

        Ich zweifle auch nicht TMs Lebensleistung an, im Gegenteil.
        Wenn er aber nicht spielt, weil er damals für mich seit Jahren zu oft zu schwach war, sich dann aber via Ehefrau gegen den eigenen Trainer echauffiert, der neu beim Verein ist und sein Standing zu verbessern sucht, ist das einfach ein Ding, das nicht geht. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Ehefrau das getan hätte, wenn nicht TM im täglichen Dialog (auch mit den Mitspielern) eben jene Respektlosigkeit gegen Trainer und Team geäußert hätte.

        Der Artikel im Stern beschäftigt sich mit Aspekten, die sich eben nicht in Schaudiagrammen abbilden lassen und von außen nicht erkennbar sind, dennoch – und da teile ich die Meinung des Autors – unabdingbar sind für den Teamerfolg und auch DA sind, belegt gerade durch die Aussagen der Siegerteams der Neuzeit.

        Verstehe ehrlich gesagt nicht, was es da zu diskutieren gibt. Wenn Ihr das alle nicht sehen und erkennen wollt, spricht das mE nicht dafür, dass Ihr sonderlich viel Erfahrung als Fußballer auf einem etwas höheren Niveau sammeln durftet.

        BTW: Für mich hat Tottenham natürlich nicht 2 mal 5:0 gegen eine teurere und spielerisch bessere Mannschaft gewonnen, aber gegen diese genau deren wunden Punkte aufgedeckt und am Ende gesiegt.

    10. AntwortsymbolRoland Wohlfarth Seite 03.10.2019 - 13:42

      Bestimmt war die erste Hälfte der zweiten Halbzeit, nachdem Nagelsmann mit einer simplen Umstellung uns komplett aus der Bahn geworfen hatte worauf Kovac nicht reagiert hatte, auch nur therapeutisch, damit Mannschaft dran wachsen konnte.

  22. Mit einigem Abstand:

    – Das Thema mangelhaftes Offensivkonzept könnte man jetzt so langsam ad acta legen. Natürlich nicht nur wegen dieses einen Spiels. Wir sind in diesem Kalenderjahr umgerechnet auf einem Tore-Kurs der dem Alltime-Tor-Rekord der BL, unser Wunderjahr 1972, entspricht. Wir waren im Pokal damit erfolgreich, wir haben jetzt 10 Tore in 2 CL-Spielen. Wir hatten letztes Jahr nach xG, wenn ich mich recht erinnere, sogar die Pep-Jahre geschlagen. Wenn man davon ausgeht, dass der Sinn der Offensive darin besteht Tore zu erzielen, erscheint es mir teilweise schon rätselhaft da permanent herumzukritteln, oder irgendwelche festgelegten Laufwege anzumahnen (wenn es so einfach wäre, würde das Spiel Football und nicht Fußball heißen). Da mag einem die Konzeption nicht gefallen, oder man sie vielleicht auch nur nicht erkennen, aber zumindest die Fakten sollte man zur Kenntnis nehmen.
    Was dazu vor allem in diesem Jahr bemerkenswert ist, wie sehr das Spiel durch die Mitte, oder die Halbräume als zusätzliche Option genutzt wird. Hat vor allem in den letzten Spielen sicher auch mit der Person Coutinho zu tun.

    – Was im Gegensatz dazu viel mehr Beachtung finden sollte, ist das Gegenteil (wenn man das so nennen will), das Defensivkonzept. Hier sehe ich viel eher unsere aktuellen Probleme verortet. Wir bekommen schlicht und einfach zu viele Tore für unsere Ansprüche. Das war letzte Saison schon so und die Tendenz geht auch in dieser Saison in die Richtung. Und die ersten 25 Minuten in London waren dafür durchaus signifikant.

    Nun ist es viel weniger spaßig, gerade bei einem Klub wie dem FCB, das Defensivkonzept zu analysieren. Für die Offensive werden in jedem Spiel dutzende mehr oder weniger taugliche Beispiele geliefert. In der Defensive sieht das , selbst in unseren schwächeren Spielen, ganz anders aus. Klar, in Spielen wie gegen Hertha oder Paderborn, hat der Gegner kaum mal eine Chance und trotzdem stehen am Ende 4 Gegentore zu Buche. Da neigt man dazu, die Einzelfälle auseinanderzunehmen, aber die Struktur zu vernachlässigen.
    Ich würde hier eine sehr schöne Aufgabe für das Analystenteam von MSR sehen, dieses Thema einmal in der Tiefe zu durchleuchten. Wie bekommen wir die Gegentore? Wann? Durch wen? In welcher taktischen und personellen Aufstellung?

    – Kovac hat offensichtlich sein irgendwann im letzten Herbst verlorenes Mojo wiedergefunden. Ich hatte das schon zu den letzten Spielen erwähnt, aber es wird nun immer deutlicher. Der Mann traut sich wieder was!
    Wobei nicht alles was er sich traut, jetzt gerade meine Billigung findet. Aber immerhin, grundsätzlich ist mir ein Trainer der etwas tut und bewegt lieber, als jemand der in Paralyse verharrt. Das ist gerade jetzt so wie auch schon bei Pep und Jupp. Auch da fand ich z.B. in Bezug auf Aufstellungen, Einwechslungen usw. vorab nicht alles prickelnd., musste dann aber eben meistens im Nachhinein einräumen das es doch ganz o.k. war. Gestern z.B. hätte ich nie im Leben Thiago auf die Bank gesetzt. Heute muss ich dann eben, wie in der Vergangenheit, sagen, wer gewinnt hat recht. Wer so gewinnt, gleich doppelt.
    Wenn nach Napoleon ein erfolgreicher General zuerst einmal Fortune benötigt, ist Kovac aktuell ein erfolgreicher General/Trainer. Es ist für mich gar nicht einmal so viel was uns vom letzten Jahr trennt, außer der Tatsache, dass wir nun die Spiele gewinnen. These: Die letzten drei Spiele hätten wir im Herbst vor einem Jahr allesamt nicht gewonnen.
    Vielleicht erklärt sich dieses Quentchen mehr, diese Fortune, mit der simplen Formel, dass Erfolge fast zwangsläufig neue Erfolge hervorbringen. Kovac hat selber erwähnt, wie sehr ihm die Erfolge des letzten Jahres in puncto Glaubwürdigkeit geholfen haben. Die Mannschaft hätte nun, dokumentiert durch einige Silberware, realisiert und akzeptiert, dass man auf diesem Wege (seinem Wege) Erfolge feiern und Titel gewinnen könne. Vielleicht ist es dieser Glaube und die damit einher gehende Selbstverständlichkeit die nun den entscheidenden Mehrwert bringen mag.
    Man wird sehen.

    – Aus meiner Sicht das Spiel ein einziges Plädoyer für Thiago auf der Sechs und Kimmich als RV. Zu der grandiosen 2.HZ hat sicher vieles viel beigetragen. Aber ein für mich ganz wesentlicher Punkt war, wie sehr sich unser Spiel mit Thiago schlagartig verändert hat. Diese Kombination gibt der Mannschaft offensiv und defensiv eine ganz andere Balance, eine ganz andere Ausstrahlung.
    Wobei das ausdrücklich nichts gegen Pavard sagen soll, der mir bisher außerordentlich gut gefällt und auch durch absolute Polyvalenz überzeugt.

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    1. “Aus meiner Sicht das Spiel ein einziges Plädoyer für Thiago auf der Sechs und Kimmich als RV.”

      +++1 ;-)

    2. Und nochmal ganz viele +1 für den gesamten Kommentar :-)

      1. Ein wunderbarer Kommentar, inhaltlich und stilistisch! Für alles +++1!

  23. Kovac muss sofort entlassen werden!
    Schon wieder 2 Gegentore kassiert! Wie sollen wir das Herrispezial überzeugend erklären?

    Fazit des Spiels: Wer einen Gnabry hat, braucht keinen Werner.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Danke für die Aufmerksamkeit, aber bitte unterlasse doch diese unnötigen und unfreudlichen Kommentare, Holdor.

  24. Hoffentlich erweist sich dieser Sieg nicht als Pyrrhussieg!
    Es bleibt die Frage, ob Tottenham so schwach war oder die Bayern so stark? Die Antwort werden wir eh erst in einigen Monaten bekommen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Bei dem Gedanken habe ich mich auch ertappt, bis ich ihn dann auf “typisch deutsche Madigmacherei” geschoben und mich einfach gefreut habe.
      Aber die Saison in der man sich nur am Ende über einen Titel freut und zwischendrin jeden Sieg skeptisch beäugt brauche ich auch nicht.

      Deswegen wie oben schon erwähnt: Nicht größer machen als es ist, das Bankett und die Nacht genießen und ab heute wieder ‘seriös’ auf das nächste Spiel vorbereiten, auch wenns mental sicher nicht ganz einfach ist – allein wenn ich sehe das Gnabry beim Bankett wie ein Rockstar abgefeiert wurde…

  25. Ist immer ne leidige Diskussion: Die einen sagen wir waren so schlecht, die anderen sagen der Gegner war so gut. Meistens liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

    Gestern nicht. Was Tottenham in der ersten Halbzeit für ein Feuerwerk abgebrannt hat, war absolute Weltklasse! Bayern kann da phasenweise cleverer agieren und die Kompaktheit besser halten. Trotzdem: Die spielen sich den Ball auf engstem Raum mit einem Kontakt, und gerade als wer mal in der Zweikampf kommt, spielt Kane unter Bedrängnis einen perfekten 40 Meter Seitenwechsel. Da kommt jede Mannschaft der Welt ins Schwimmen. Real wurde, 2011 glaube ich, auch mal 5:0 von Barca aus dem Stadion geschossen. Nicht weil sie so schlecht waren, sondern weil Barcelona perfekten Fußball gespielt hat.

    Perfekter Fußball war es von Tottenham nur phasenweise, aber es waren durchgehend 100 Prozent. Dass da die Chancenverwertumg leidet ist auch normal. Und 90 Minuten durchziehen kann man das sowieso nicht.

    Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass hier alle denken, die Top 10 Mannschaften in Europa gewinnen jedes Spiel souverän mit 7:0 und 80 Prozent Ballbesitz. Da schaut mal nach Spanien oder England…

  26. Bei dem, was Tottehnham in den ersten 20 bis 30 Minuten abgezogen hat, ist mir wirklich Angst und Bange geworden. Das war schon eindrucksvoll! Wie bei vielen hoch anlaufenden Mannschaften fehlt es aber irgendwann an der Puste. Die Bayern hätten aber anfangs auch 3-4 Hütten einfangen können, Dank dem Torwart No.1 war das aber nicht so. Danach gab es ein richtig richtig geiles Fußballspiel rauf und runer! Mir als ausdrücklichem Kovac Befürworter hat das natürlich noch besser gefallen, als man es einordnen sollte.

  27. Mein Eindruck ist, dass wir es mittlerweile auch hier mit postfaktischen Argumentationsweisen zu tun haben.

    Es werden Behauptungen aufgestellt, die objektiv nicht oder nur sehr schwer belegbar sind, dagegen zeigen die Erklärungsmodelle vornehmlich emotionale Nähe.

    Als Beispiele sehe ich: den Arroganz-Vorwurf gegenüber Thiago, die Kimmich-Positionsdiskussion, Wünsche der Betonung von psychologischen Elementen (Glaube an Trainer, Wille usw).

    Antwortsymbol18 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Mittlerweile?
      Hier wird doch, gerade in Bezug auf Kimmich, seit Monaten postfaktisch argumentiert.
      Wie oft musste man lesen, dass der ganz bestimmt zu Barca geht, wenn er seinen Willen nicht kriegt?

      Psychologische Elemente würde ich nicht unterschätzen. Sammer und Kahn können da ein Lied von singen. ;)
      Nach Lewandowski und Tolisso ist Coutinho jetzt schon der dritte Spieler, der sich sehr positiv über Kovač geäußert hat.
      Gibt mit Sicherheit Schlimmeres, als eine Mannschaft, die hinter dem Trainer steht und von seiner Arbeit überzeugt ist.

      1. x bzgl Kimmich-Barca: Von wem außer 918 hast du das gehört?

        x bzgl Kimmich: Bist du nicht unter denjenigen, die nach fast allen Kimmich auf der 6 spielen Kritik üben?
        Bspsws der Mythos des schlechten Passes der zwar ankommt, aber den Mitspieler in Bedrängnis bringt, um die Passquote von >90% zu erklären (understat)?

        x liest du bei PT, dass er denkt Psychologie würde keine Rolle spielen?
        Es geht lediglich darum, dass ich Leistungen nicht so einfach durch Beobachtung psychologisch begründen kann. Das ist reine Spekulation.

      2. Nochmal: Die vergangenen Diskussionen haben gezeigt, dass wir uns besser ignorieren.
        Spar dir, den Moderatoren und mir die Zeit.

      3. @Isa:

        x bzgl Kimmich-Barca: Von wem außer 918 hast du das gehört?

        Von niemand sonst. Sorry. Das war unsauber formuliert. Ich korrigiere: 918 argumentiert seit längerem postfaktisch.

        x bzgl Kimmich: Bist du nicht unter denjenigen, die nach fast allen Kimmich auf der 6 spielen Kritik üben?
        Bspsws der Mythos des schlechten Passes der zwar ankommt, aber den Mitspieler in Bedrängnis bringt, um die Passquote von >90% zu erklären (understat)?

        Ja, bin ich. Worauf zielt die Frage?

        x liest du bei PT, dass er denkt Psychologie würde keine Rolle spielen?
        Es geht lediglich darum, dass ich Leistungen nicht so einfach durch Beobachtung psychologisch begründen kann. Das ist reine Spekulation.

        Ich weiß nicht, was PT denkt.

      4. @Tobi:

        x Bzgl Kimmich-Pass-Mythos:
        Kannst du das irgendwie mit Fakten oder auch nur Hinweisen belegen, dass es so wäre?

      5. @Tobi:

        “Ich weiss nicht, was PT denkt”

        Das war auch nicht meine Frage, sondern, ob du irgendwo bei ihm liest, dass Psychologie keine Rolle spielen würde.

    2. @Isa:

      Sehr nett!
      Bzgl der psychologischen Elemente hast du völlig Recht – nicht umsonst gibt es schließlich Sportpsychologen.

      Es geht mir um die Validierungsfähigkeit meiner Behauptungen (siehe Habermas), also kann meine These überprüft werden, oder argumentiere ich mit nicht-Überprüfbarem.

      1. @Isa:

        x Bzgl Kimmich-Pass-Mythos:
        Kannst du das irgendwie mit Fakten oder auch nur Hinweisen belegen, dass es so wäre?

        Nein, lediglich meine Beobachtung.
        Einfach mal selbst drauf achten.

      2. Habe ich, sehe ich nicht.
        Wer hat jetzt Recht?

      3. @Isa:

        Habe ich, sehe ich nicht.
        Wer hat jetzt Recht?

        Da haben wir wohl unterschiedliche Meinungen.
        Soll vorkommen. ;)
        Ich denke, sobald Goretzka wieder fit ist, hat sich das Experiment mit Kimmich auf der 6 eh erledigt.
        Aber wenn er die Position nochmal spielt, können wir das ja an konkreten Beispielen nochmal diskutieren.

      4. Genau das ist der Punkt bzgl der Überprüfbarkeit, die PT meinte.

        Du kannst es behaupten – ich kann das Gegenteil behaupten und wir können es beide nicht widerlegen.

        Aber darüberhinausgehend würde mich interessieren:
        Warum lassen Löw und Kovac Kimmich aktuell regelmäßig auf der 6 spielen, wenn er für dich in fast jedem Spiel klar zu kritisieren ist?
        Warum hat er fast durchgehend gute Bewertungen (habe mich gerade durch Kicker, Focus, Süddeutsche geklickt)?

      5. @Isa:

        Genau das ist der Punkt bzgl der Überprüfbarkeit, die PT meinte.

        Du kannst es behaupten – ich kann das Gegenteil behaupten und wir können es beide nicht widerlegen.

        Das stimmt so nicht.
        Ob Kimmich oftmals, trotz mehrerer freistehender Spieler, den Passempfänger wählt, der am schnellsten unter Druck gesetzt werden kann, ist total leicht zu überprüfen.
        Dafür müssten wir uns nur die Spiele mit Kimmich auf der 6 nochmal anschauen und dann wäre einer von uns beiden widerlegt.

        Aber darüberhinausgehend würde mich interessieren:
        Warum lassen Löw und Kovac Kimmich aktuell regelmäßig auf der 6 spielen, wenn er für dich in fast jedem Spiel klar zu kritisieren ist?
        Warum hat er fast durchgehend gute Bewertungen (habe mich gerade durch Kicker, Focus, Süddeutsche geklickt)?

        Das müsstest du Löw oder Kovač fragen.

        “Fast durchgehend gute Bewertungen” wird er wohl haben, weil er ein durchaus “guter” 6er ist.
        Mein Problem ist, dass er ein Weltklasse-RAV ist und sich mir nicht erschließt, warum Kovač die Mannschaft auf der Position so unnötig schwächt.

      6. @Tobi:

        Einfach?
        Wie viel Urlaub soll ich mir nehmen um die rund tausend Pässe Kimmichs anzusehen und mit dir zu diskutieren, ob es ein “schlechter Pass bzgl Druck” war?

      7. @Isa:
        Auf Haarspalterei hab ich keine Lust.
        Streich von mir aus das Wort “leicht”.
        Überprüfbar ist die Behauptung auf jeden Fall.

      8. Tur mir leid, wenn ich mich hier einmische, und bitte, was ich sagen möchte, ist freundlich und respektvoll gemeint, damit keine Missverständnisse aufkommen. Der Begriff “postfaktisch” bezieht sich ja darauf, dass nachweisbare, verifizierbare Tatsachen bei bestimmten Argumentationsmustern einfach ausgeblendet werden, weil eben eine gewisse Agenda verfolgt wird. Das ist aber hier in unserem Kontext aus mehreren Gründen ein sehr schweres Geschütz, zum Einen, mit Verlaub, reden wir über Fußball, nicht über Klimawandel usw. Außerdem: bei der als Beispiel aufgeführten Kimmich-Diskussion geht es ja nicht unbedingt darum, dass er seine Sache auf der einen Position schlecht macht, sondern ob er nicht auf einer anderen effektiver wäre. Das zu “validieren” im Hinblick auf die Richtigkeit der einen oder anderen Aussage, erscheint mir doch enorm schwer, denn zunächst müsste man sich dabei auf Kategorein einigen, wonach denn zu bemessen wäre, wie eine solche Entscheidung der Frage überhaupt zustande kommen soll, d.h. welche Kritieren zur Beurteilung legt man fest, wie misst man die Leistung und vergleicht sie objektiv usw? Scheint relativ komplex. Mein Eindruck, und ich betone die Subjektivität dieser Aussage, ist, dass er als RAV für unser Spiel wertvoller wäre ist als in der Mitte. Validieren oder beweisen in einem absolut wissenschaftlich-wasserdichten Sinn (falls es das überhaupt gibt) kann ich das natürlich nicht, und ebenso gilt das wohl für das Gegenargument. Und wir dürfen auch nicht vergesen, dass wir es sowieso immer mit Momentaufnahmen zu tun haben. Im Spezialfall der (problematischen) Zuspiele Kimmichs, der oben angesprochen wird: Aussagen über Passgenauigkeit, Bewertungen in den Medien usf. helfen da nicht, denn diese Kategorie wird überhaupt nicht erfasst. Ich hatte diesen Eindruck bei mehreren Spielen von ihm, sowohl in der NT als auch bei uns. Vielleicht verallgemeinere ich zu stark, liege ich falsch und tue ihm unrecht. Die meisten von uns haben ja auch nicht die Zeit, sich die Spiele 10x anzuschauen. Als “Mythos” (im Sinne von falscher Annahme) ließe sich das aber nur bezeichnen, wenn man denn Evidenzen hätte, die dagegen sprechen. Man müsste also alle Spiele sich anschauen, wo Kimmich auf der 6 spielte, die Situationen abwägen und nach vorher festgelegten Maßstäben bewerten, wie problematisch oder nicht für den Mitspieler Kimmichs Zuspiel war. Das mit der “Validierung” ist also nicht ganz so einfach, wie es klingt, und schon gar keine sinnvolle Prämisse für die Diskussion hier, weil eben kaum einlösbar. Und auch bei den xG-Werten werden doch längst nicht alle beitragenden Faktoren berücksichtigt, weil es einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ich bin überhaupt nicht gegen das Einbeziehen von statistischen Aussagen, wo sie Sachverhalte sinnvoll erhellen, tragen sie ihr Scherflein zur Spielanalyse und zu Verbesserung von Training, Taktik, Aufstellung etc bei und sind sehr nützlich. Wohl aber sollten sie auf der anderen Seite auch nicht verabsolutiert werden, denn es gibt im Fussball einfach, ich wiederhole mich, zu viele Faktoren, die auf einmal einwirken, sich ständig ändern und Vergleichbarkeit erschweren.

    3. *rund tausend Pässe bzgl Spiele dieser Saison auf der 6

      1. @Severalseasons:
        Schöner Beitrag.
        Vor allem freut mich natürlich, dass ich mit meiner Meinung bezüglich Kimmichs “Problempässen” nicht alleine bin.

    4. Haha Tobi on fire, absolut faktastisch.

      @PT: ja, du hast damit absolut recht. Ich lese das Forum seit es noch Bayernblog hieß und gefetzt wurde schon immer, aber diese Art, auf emotionale Weise nicht validierbare Behauptungen zu stellen, war früher kaum zu sehen. Auch das, was im gesellschaftlichen Diskurs passiert, wenn Identitätspolitik auf psychologischen Relativismus trifft, kann man hier sehen. So passiert es schnell, dass es halt jemandes Meinung ist, das Kimmich bei Einwürfen zu in den Kopfstand geht – ob wohl es halt einfach nicht so ist.

  28. Fakten sprechen für sich

    Kimmich spielt in den wichtigen Spielen die 6/DM.
    Kimmich forderte die Position öfters auch öffentlich als seine bevorzugte ein, und nachdem er dort spielt das er auch weiterhin dort spielt.
    Trainer und Sportdirektor loben seine Leistung auf dieser Position.
    Der oft angezweifelte Pavard spielt hervorragend auf RAV aber auch in der IV und jetzt sogar LAV.

    Alle Mitspieler profitieren von einem guten konzentriert spielenden Thiago im ZM der auf der 6/DM seine strategische Intelligenz nicht so zum Ausdruck bringen kann. Es gibt mMn derzeit keinen besseren ZM.

    Und mit Coutinho hat er eben jetzt einen noch kongenialeren Partner als mit James. Coutinho kann eben im letzten Drittel den tödlichen Pass spielen oder die AS so in Szene setzen diesen zu spielen. Dazu kann er auch selbst sehr gut abschließen oder geht in die Tiefe was dann Räume für andere schafft.

    Mmn gibt es keine bessere Mittelfeldzusammensetzung auf top Niveau.
    Für Müller und Goretzka wird es schwer wenn alle fit und in Form sind. Und für Tolisso wird es fast unmöglich wenn Goretzka zurück ist.

    Schon erstaunlich wie man Thiago und Kimmich (teilweise zurecht) für gewisse Unkonzentriertheiten kritisiert aber dann die Riesenböcke von Tolisso herunterspielt.

    Der Trainer hat sich mit der Aufstellung Tolisso‘s verzockt. Ob er Tolisso für Thiago heruntergenommen hätte ohne die Alaba Verletzung wurde er nicht gefragt und bleibt offen.
    Aber erst mit Thiago ist auf dem Platz sind Balance Ruhe und Struktur eingekehrt.

    Mmn kann man sogar soweit gehen das wir froh sein können das Poch Eriksen nicht aufgestellt hatte von dessen tödlichen Pässen Kane Son und Alli enorm profitieren. Und das Spurs trotz dessen Abwesenheit einige sehr gute Chancen hatten lag eben an der Abwesenheit Thiagos oder der Anwesenheit Tolissos je nachdem wie man es sehen will.

    Bin mal auf Justin’s Detailanalyse gespannt die uns sicher mehr aufzeigen wird als der Sterntyp.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Der Sterntyp”
      Respektvoller Umgang sieht anders aus.
      Wo bleibt die Forumspolizei?

      1. Die reagiert nicht auf alle User. ;)

    2. Mit dem was der derzeitige Kader hergibt, magst du vielleicht bzgl. der Mittelfeldkonstellation richtig liegen. In Sachen spielerischer Stärke macht diesem Trio keiner was vor. Ich befürchte jedoch, dass die körperliche Robustheit fehlt und dieses Mittelfeld sich wenn es hart auf hart geht zu leicht abkocken und mit Wucht überrennen lässt. Mit einem Trainer wie Pep, der viel mehr Wert auf Ballkontrolle im Mittelfeld legt, könnte das vielleicht noch eher funktionieren, weil es weniger Ballverluste und Gegenstöße gibt, aber beim Spielsystem, das Kovac pflegt, fehlt mir einfach ein Wellenbrecher im Mittelfeld. Idealerweise kann dieser Wellenbrecher auch noch Fußball spielen, aber seine Hauptaufgabe ist defensive Absicherung und Zweikampfstärke und -härte. So sehr ich Kimmichs spielerische Fähigkeiten schätze, so wenig denke ich, dass er diese Attribute auf internationalem Toplevel verkörpern kann. Bei ihm kommt (genau wie Thiago) noch ein weiteres Problem dazu: beide sind nicht “glücklich” damit, wenn sie in einem Spiel in erster Linie den Zerstörer geben müssen. Van Bommel, Martinez, Kante, Casemiro etc. genießen es, wenn sie nach einem Spiel mit dreckigem Trikot stolz darauf sein können, dass sie ihre Gegenspieler im Mittelfeld durch Lauf- und Zweikampfstärke entnervt haben und somit ihrer Mannschaft geholfen haben. Kimmich und Thiago geben sich nicht damit zufrieden, weil sie sich in erster Linie als offensive Spieler sehen. Somit sind beide für mich nicht unbedingt für die Sechs geeignet. Wenn sowohl der amtierende Weltmeister Frankreich als auch der amtierende CL-Sieger Liverpool und Seriensieger Real Madrid, also die Teams, die zuletzt alles abgeräumt haben, im Mittelfeld auf der Sechs auf einen Abräumer setzen und selbst Pep bei ManCity einen körperlich starken Sechser bevorzugt, dann wundert es mich geradezu, dass ein Trainer wie Kovac einem (nicht abwertend gemeint) “Zwergenmittelfeld” vertraut, bei dem noch dazu alle Spieler ihre Präferenzen klar im Offensivspiel haben.
      Auch wenn unsere Viererkette deutlich an Tempo zugenommen hat, so werden sie es mMn nicht schaffen, die Sturmreihen der Topgegner aufhalten zu können, falls das Mittelfeld defensiv nicht mehr Vorarbeit leistet.
      Angesichts des derzeitigen Kaders kann man das Trio Kimmich, Thiago und Coutinho schon spielen lassen. Für die Zukunft (und das Grobziel dürfte wohl sein, 2022 zur Neuauflage des Finale dahoam wieder absolut konkurrenzfähig zu sein) braucht man aber wohl einen Spieler, der die Sechs anders interpretiert als Kimmich.
      Übrigens: Ich denke nicht, dass Kimmich bei Barcelona eine ernsthafte Chance auf die Sechserposition hätte. Da würde er wohl auch rechts hinten eingeplant.

      1. Da hast Du in vielen Punkten recht.
        Wenn Kimmich den Anspruch erhebt auf der 6 zu spielen dann muss er sich auch damit begnügen und nicht auf der 8 herumtanzen. Denn der Sinn ihn auf der 6 spielen zu lassen ist ja Thiago auf der 8 spielen zu lassen wo er dann noch mehr Wirkung für unser Spiel entfachen kann.
        Thiago kann beides die 6 und die 8.
        MMn ist das Problem auf der 6 das vor ihm die Spieler Tolisso Müller Goretzka überfordert waren, besonders als Coutinho noch nicht da war, und Thiago gezwungenermaßen teilweise 6 und 8 spielen musste was natürlich zu defensiver Anfälligkeit nach Ballverlust führte.
        Du hast recht, wenn die drei Zwerge spielen müssen sie sich 100% auf ihre Aufgaben konzentrieren und sich notfalls absichern. Und ja wenn Kimmich das nicht akzeptiert und umsetzt dann ist die gesamte Idee ihn auf die 6 zu ziehen ad absurdum und er müsste dann konsequenterweise wieder RAV spielen.
        Denke aber das Kimmich das klar ist, wir werden es sehen.
        Und ja du hast recht falls Kimmich jemals für Barca spielen sollte was wir doch wohl alle nicht wollen dann sicher nicht auf der 6 wo man deJong geholt hat sondern RAV.

        Ein anderer Aspekt zum Wellenbrechen.
        Mmn haben wir die Wellenbrecher in Form von Suele und Lucas.
        Es ist sehr sehr schade das entweder Alaba oder Lucas jetzt verletzt waren.
        Mmn geben Suele und Lucas (und ein cleverer Pavard) den Zwergen die Sicherheit ihr Spiel aufziehen zu können.
        Auch ManCity hat diese Bombenverteidiger nicht, ausser Laporte der aber in der franz.NM hinter Lucas steht.
        Also unterm Strich kann ich Dir nicht widersprechen wenn Kimmich und die Zwerge nicht abliefern, so lets see okay?

      2. P.s.@willy
        I love it
        Zwergenmittelfeld!!!
        I absolutely love it……..
        Findet ab jetzt Eingang

      3. @918:
        Die Zwergenabwehr mit Kimmich und Alaba hatten wir ja schon mal (remember 2015/16), warum jetzt nicht auch das Zwergenmittelfeld?
        Wo ich dir widersprechen muss ist deine Einschätzung zu Süle und Lucas als Wellenbrecher. Ich finde, dass man sie überfordert, wenn sie die gegnerischen Stürmer im Auge behalten müssen und auch gleichzeitig “Wellenbrecher” sein sollen. Um die besten Sturmreihen der Welt aufzuhalten, muss man den Angreifern im letzten Drittel auf den Füßen stehen. Das geht aber nur, wenn das gegnerische Mittelfeld nicht ungestört in Richtung unseres Strafraums marschieren kann und die Mittelfeldspieler des Gegners sich quasi in Ruhe überlegen können, wo sie die Pässe hinspielen wollen. Diesen Vorteil nutzen Topteams im Normalfall aus.
        Man kann sich natürlich auf ein offenes Spiel einlassen und hoffen, dass es so ein Ende nimmt wie am Dienstag, aber das dürfte normalerweise irgendwann ins Auge gehen. Gerade in solchen Spielen wird Kimmich auf der Sechs mMn an seine Grenzen stoßen, weil er die Löcher einfach nicht so stopfen kann, wie ein defensiv denkender Spieler, der er nun eben mal nicht ist. In 90% der Fälle ist er auf der Sechs gut aufgehoben, weil er das Zeug dazu hat, diese Rolle ähnlich strategisch wie ein Xabi Alonso, von dem er sich ja noch 2 Jahre einiges abschauen konnte, auszufüllen. Alonso konnte aber defensiv noch einiges durch geschicktes Stellungsspiel ausgleichen, selbst als er altersbedingt schon eher zu den Trabern im Mittelfeld gehörte. Kimmichs Offensivdrang führt allerdings dazu, dass sein defensives Stellungsspiel oft nicht passt, um im entscheidenden Moment hinter dem Ball zu sein und somit die Abwehr zu entlasten.
        Es würde mich ungemein freuen, wenn er mich widerlegen könnte, da es wünschenswert wäre, dass er als zukünftiger Kapitän auf dieser Position vorangeht, weil er dort auch mehr Einfluss nehmen kann als auf der RV-Position.

      4. @Willy
        Lucas kann in einem auf Dominanz ausgerichteten System mit hoch stehendem Team einen Hybrid IV/DM spielen wenn er total fit ist.
        Dann können wir uns den Rodri Casemiro Busquets type 6er sparen.

        Wie man es spielen kann demonstriert gerade VVD der dann auch mal an der Mittellinie die Welle bricht aber eben auch entsprechend aufbauen kann.
        Das bedingt natürlich einen total aufmerksamen gehorsamen schnellen Matip und notfalls schnell nach hinten arbeitende AV.

        Denke das man abwarten muss bis eine 4er Reihe Pavard Suele Lucas Alaba mal 10 Spiele gemacht hat mit den drei Zwergen davor.
        Für mich ist das jetzt die erste11 wenn alle fit und in Form sind.

        Auch ist es ja völlig offen was dann im Sommer passiert.
        Nicht nur Coutinho/Havertz mässig, sondern auch was Alaba Thiago Müller betrifft deren Verträge 2021 auslaufen.
        Sollte man mit Thiago nicht verlängern dann ist natürlich alles offen.
        Goretzka Tolisso sogar Fein???oder kommt ein ablöefreier Eriksen mit Poch?

        Der Umbruch ist noch längst nicht abgeschlossen. Wie KHR sagte die 3.Welle kommt noch

    3. @918
      Es entbehrt nicht jeglicher Ironie, wenn du mit Fakten beginnst und dann auf unsaubere Art Fakten verdrehst. Kimmich hat beim FCB noch nie eine Position im Mittelfeld “eingefordert”. Er hat lediglich häufig betont, dass er die Position lieber spiele. Das ist ein essentieller Unterschied. Deine Beiträge haben ja oft Hand und Fuß, aber du tust niemandem einen Gefallen, wenn du so aggressiv schreibst und argumentierst

  29. […] 7:2 gegen einen Vorjahresfinalisten der UEFA Champions League. Das allein ist ein großes Statement. Doch der FC Bayern wird gegen Hoffenheim wieder in den Alltagsmodus umschalten müssen. Auch weil das Ergebnis nüchtern betrachtet eine absolute Ausnahmeerscheinung war. Justin 03.10.2019 + […]

  30. 7:2 – ein wunderbarer Sieg und eine Sternstunde in der Historie der CL! Mit unserem FCB auf der Siegerseite! Ein gelungener Abend!

    Aber letztlich doch alles wie gehabt! Nur eben wie unter einem Brennglas fokussiert und vergrößert!
    Schnelles, riskantes Spiel in die Spitze, das auf die individuelle Klasse unsere Einzelspieler ausgerichtet ist. Nicht abgesicherte Räume, die einen spielstarken Gegner geradezu einladen, sie zu nutzen und zu eigenen Chancen zu kommen.
    Und einen Bayern-Erfolg, der viel weniger durch Kombinationsspiel, sondern vielmehr durch Unermüdlichkeit und glückliche Momente gegen einen sich aufgebenden Gegner errungen wurde.

    Wie schon mehrfach erwähnt: In den ersten 30 Minuten hat Tottenham uns hergespielt, war spielerisch und läuferisch meilenweit überlegen. Geradezu erschreckend, wie eine Mannschaft, die klare spielerische Abläufe auf den Rasen bringen kann, uns auseinander spielt!
    Der Ausgleich von Kimmich nur drei Minuten nach der Spurs-Führung – ein gelungener Schuss von der Strafraumkante. Nicht herausgespielt, sondern glücklich abgeschlossen, denn nur allzuoft landen solche Versuche im Fangnetz!
    Unser Führungstor durch Lewa kurz vor Ende der 1. Halbzeit aus einem Gewühl im Strafraum heraus, auch nicht herausgespielt, sondern glücklich abgeschlossen nach einer allerdings Weltklasseaktion von unserer Nr. 9 – ändert nichts daran, dass solche Schüsse unter Druck der Gegnerabwehr normaler Weise abgefälscht oder zu ungenau geschossen werden.
    Und diese beiden glücklichen Treffer haben bei Tottenham Wirkung gezeigt, denen dann mit dem wiederum aus einer Einzelaktion herrührenden 1:3 das Genick gebrochen wurde. Dann zeigte sich, dass die Engländer im Moment keine Team sind, dass Mentalität aufbringen und sich aufbäumen, sich in ein Spiel hineinkämpfen kann, sondern das dann endgültig auseinander fällt, und unsere Spieler zu einer Gala einlud, bei der am Ende “jeder Schuss ein Treffer” war.

    Gut, das Spiel gegen die Spurs war ein magischer Moment…und es zeigt, dass die Spielanlage der Bayern unter Kovac funktioniert, wenn bestimmte Bedingungen gegeben sind und alles passt! Unsere künftigen Gegner werden gewarnt sein.
    Nur, gerade ab der Knockout-Runde werden sie vergleichbare Mentaltität und individuelle Klasse auf den Rasen bringen können, manche Gegner sogar noch mehr!
    Da wird es dann eben doch in besonderem Maße auf Kombinationsspiel und gute Raumaufteilung ankommen, also auf Taktik und die richtigen Prinzipien.

    Denn wehe, wenn die Steilpässe nicht ankommen und unsere Offensive mal keine Weltklasse-Momente abrufen kann! Wenn der Gegner kompakt stehen, und sich spielerisch aus dem Gegenpressing unserer Spieler befreien kann. Dann werden die Schwächen der Kovac’en Spielidee offenbar, und wir können nur hoffen, dass der Gegner dann ähnlich fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, wie Tottenham am letzten Dienstag.
    Die nächste Krise kommt bestimmt….doch wird die Nacht von Tottenham eine Euphorie und Energie freisetzen, die weit tragen kann!
    Wie weit, werden wir sehen. Chelsea weiss vermutlich heute noch nicht, wieso sie 2012 CL-Sieger geworden sind.

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    1. AntwortsymbolRoland Wohlfarth Seite 03.10.2019 - 13:47

      Chelsea hat damals die ganze KO Runde so gespielt wie wir gegen Pool im Hinspiel. Mauern, beten und auf Drogba bzw Konter hoffen. Zudem unglaubliches Spielglück. So kommt hoffentlich nie mehr ein Team zu einem CL Titel.

      1. was macht eigentlich roberto die matteo heute…?

    2. Grüße an die Forumspolizei. Macht echt Spaß mit euch.

      1. Halte deine wirren Kommentare und unnötigen Anspielungen im Zaum, dann wirst du ihr selten begegnen. Suizid impliziert man nicht.

      2. Ich lese hier viel wirre Kommentare, die euch scheinbar nicht interessieren.
        Muss man nicht verstehen, ist aber echt unterhaltsam.

      3. War die Löschung meines Kommentars “Kollateralschaden” oder hat Euch der inhaltlich auch nicht gepasst?

  31. Kovać hat es nochmal in der Pressekonferenz zu Hoffenheim gesagt! Er hat Thiago nicht spielen lassen weil er mit seiner Leistung in den letzten Spielen nicht zufrieden war. Und das nicht, um Thiago eins auszuwischen, sondern weil das Leistungsprinzip gilt und Tolisso eine Chance verdient hat. Jeder Spieler bekommt seine Chancen nicht nur durch eigene starke Leistungen sondern auch durch Schwächen der Konkurrenten. Meiner Meinung nach ein gutes Mittel um den Kader mental zu stärken.

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    1. Leistungsprinzip ist schön und gut. Nur wenn es nach dem Leistungsprinzip ginge, hätte ein Tolisso (der ebenfalls in den letzten Wochen nicht zu überzeugen wusste) ebenfalls nicht spielen dürfen… so what…?

      1. Das ist genau was ich an der Argumentation nicht verstehe.
        Tolisso hat wirklich über Wochen underperformed, aber vllt is es hier mehr ein Anstrengungs als Leistungsprinzip.

      2. Eigentlich total simpel.
        Tolisso hatte eine böse Langzeitverletzung und soll über Spielpraxis wieder an sein altes Leistungsniveau herangeführt werden.
        Da wird man halt mal nicht so kritisch betrachtet wie “gesunde” Spieler.

      3. @Tobi13
        Ich versteh deine Argumentation und bin auch der Meinung, dass man Tolisso einen gewissen “Spielraum” aufgrund seiner langem Ausfallzeit gewähren sollte. Dennoch darf man nicht das Leistungsprinzip bei gewissen Spielern (z.B. Thiago) anwenden, bei anderen (z.B. Tolisso) wiederum nicht und dann öffentlich kundgeben, dass beim FC Bayern das Leistungsprinzip herrsche, wenn es nicht bei allen Spielern gleichermaßen angewendet wird.

    2. Danach hätte Tolisso schon längst nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen.

      Bei Kimmich und Thiago schaut man sehr genau hin (und kritisiert zurecht einige Fehler) und Tolisso unter Artenschutz gestellt.

      1. Dabei habe ich wirklich versucht es verständlich zu formulieren. Naja!
        Tolisso muss nicht besser sein als Thiago. Dass kann er meiner Meinung nach gar nicht. Er hat von der schlechten Leistung Thiagos profitiert. Dadurch bekommt Thiago einen kleinen Denkzettel und Tolisso spürt das Vertrauen des Trainers und geht nicht verloren. Er wird sicher noch wichtig in der Saison. Das nennt man Menschenführung.

      2. Genau das, was Andreas schreibt. Ich finde, Thiago in diesem Spiel raus zu nehmen und Tolisso drauf zu lassen, war der mutigste und nachhaltigste Move den Kovac eigentlich gemacht hat, seit er hier ist. Ich bin überzeugt, dass beide Spieler enorm davon profitieren. Thiago, weil er weiß, dass er gas geben muss und Tolisso, weil er mal wieder ein echtes Erfolgserlebnis hatte. Der Turn des Spiels ab min. 31 sollte sich jeder, der ein DAZN abo hat noch einmal anschauen. Es waren 3 Zweikämpfe hintereinander, die Tolisso gewinnt, die dazu führen, dass wir Tottenham das erste mal richtig hinten eingedrückt haben. Ich habe immer noch Hoffnung in den Kerl – zwar nicht als 6er aber als sehr sehr guten offensiven 8er. Ich finde sogar, Kovac hätte durchaus eine Niederlage in Kauf nehmen dürfen, wenn es dazu führt, dass die Mannschaft zusammenrückt und Thiago sich seiner Verantwortung bewusst wird

      3. Naja Menschenführung geht auch anders.
        Da gibt es sicherlich cleverere Wege.
        Und einen Denkzettel in so einem Spiel….
        Den hat er ja schon durch die Auswechslung in Paderborn bekommen.

        Bleibe dabei es war unnötiges va banque gezocke was er dann korrigieren musste.

        Letztlich haben wir gewonnen und wer gewinnt hat recht bis zum nächsten Mal….

        Und es bleibt die Gewissheit das unser Zwergen trio Mittelfeld wird noch einiges trocken.

        Wenn Kimmich Thiago Coutinho erstmal richtig eingespielt sind und dahinter unsere Felsen Suele und Lucas alles abräumen wird es für Goretzka und Tolisso diese Saison sehr sehr schwer genau wie für Boa und Javi.

      4. Das ist aber sehr kurzfristig und engstirnig gedacht. Wir haben noch jede Menge Spiele diese Saison, da werden alle Spieler ihre Einsätze bekommen. Verletzungsfrei werden wir auch nicht durch die Saison kommen. Sonst würde ja ein 13 Mann Kader reichen. Ein Trainer muss alle bei Laune halten und da sind wir wieder beim Thema Menschenführung und denken über den nächsten Spieltag hinaus. Und nicht nur die vermeintliche Topelf pushen und den Rest vergraulen.

  32. Kovac hat eben in der PK zum Hoffenheim Spiel bestätigt, dass ihm Thiagos Leistung gegen Paderborn nicht gefallen hat. Und um zu zeigen, dass so etwas Konsequenzen hat, hat er ihn dann erst mal gegen Tottenham auf die Bank gesetzt. Und als er ihn dann in der zweiten Halbzeit gebracht hat, habe Thiago die gewünschte Reaktion gezeigt und ein tolles Spiel gemacht.

    Hut ab! Auch wenn ich Thiago lieber von Anfang an in London gesehen hätte, zolle ich Kovac Respekt für diese Konsequenz. So wird das Leistungsprinzip gefördert und das kann dem Team nur zuträglich sein.

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    1. Nur stelle ich dann nicht Tolisso auf, der hat diese Saison kaum ein einziges gutes Spiel gehabt.

  33. Sehr guter Artikel im Focus…..

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  34. “Als er gegen Tottenham zur Pause eingewechselt wurde, war das Spiel seiner Mannschaft sofort kontrollierter und dominanter.”

    Das verklärt mir Thiagos Einwechslung zu sehr. Fakt ist, dass die Bayern das Spiel schon in den letzten 15 Minuten vor Thiagos Einwechslung besser im Griff hatten, und das 1-2 vor der Pause sowie Gnabrys schnelle Treffer nach dem Wechsel Tottenham den Zahn gezogen haben. Das 5-1 in der zweiten Halbzeit vor allem Thiago zuschreiben zu wollen, greift mir daher zu kurz.

  35. Sensationell!
    Allerdings ist Tottenham meilenweit von der Form des letzten Jahres entfernt.
    Schon gegen City hätten sie bei normalem Verlauf 6-8 Tore bekommen müssen.
    Dennoch hätten sie gegen Bayern mindestens 3:1 führen können.
    Erinnerte an das Finale 13…Neuer hielt uns im Spiel.

    Dennoch starkes Statement für Europa!

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    1. Richtig aber bei uns gefühlt jeder Schuss ein Treffer

      Aber wie oft haben wir Spiele gesehen wo wir einiges hätten versenken müssen und dann mit leeren Händen da standen und der Gegner gnadenlos eingekocht hatte.

      Jetzt war es mal anders herum und damit hochverdient

      Spürst hatten letzte Saison gegen mancity und Ajax sehr viel Glück und gefühlt alles getroffen

  36. […] schreibt der sehr gute, ehrenwerte “miasanrot.de-Blog”: “Kovačs Aufstellung mutete bizarr an. Gerade gegen die hoch pressenden Dauerläufer und […]

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