Souveränes 4:1 gegen Chelsea: Die Tickets nach Lissabon sind gebucht!

Daniel Trenner 09.08.2020

Knapp fünfeinhalb Monate ist es her seit der FC Bayern sich mit einem 3:0 auswärts bereits de facto für das Champions-League-Viertelfinale qualifiziert hatte, doch dann kam die globale Pandemie und die Unterbrechung dieses Wettbewerbs. Nach dem Abschluss aller Ligen wurden aber schlussendlich auch die europäischen Wettbewerbe aufgetaut. Bevor es nach Lissabon gehen sollte, musste der FC Bayern jedoch seinen Drei-Tore-Vorsprung auch zu Hause noch verteidigen. Wahrscheinlich war man in München sogar ganz froh dieses Spiel noch zu haben, bevor es in den K.O.-Modus geht, konnte man sich so immerhin nochmal den Rost von den Knochen schütteln.

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung 

Hansi Flick verzichtete auf Überraschungen oder Experimente. Die Rolle der verletzten Franzosen Pavard und Coman übernahmen Joshua Kimmich und Ivan Perišić. Zusammen mit Thiago blieb es somit bei der eingespielten Corona-Elf des Rekordmeisters. Jérôme Boateng, David Alaba und Alphonso Davies komplettierten die Viererkette, Leon Goretzka rückte auf die halblinke Position des Sechsers, Thiago übernahm die rechte, Müller blieb auf der Zehn in seinem 112. Champions-League-Spiel. Serge Gnabry stürmte über rechts, Lewandowski wie gehabt durch die Mitte. Kimmich und Thiago waren eine gelbe Karte davon entfernt das Viertelfinale zu verpassen.

Für den FC Chelsea kam das Spiel zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, den Vierten Englands plagten immense Personalprobleme. Azpilicueta und Pedro waren ohnehin schon verletzt, als sich im FA-Cup-Finale auch noch der Ex-Dortmunder Christian Pulišić dazu gesellte. Der vor dem Abgang stehende Willian reiste gar nicht erst nach München, vom nicht spielberechtigten Timo Werner ganz zu schweigen. Ebenfalls musste Lampard auf die wegen gelben, respektive roten Karten gesperrten Jorginho und Marcos Alonso verzichten.

Er stellte also eine absolute Rumpfelf auf, immerhin mit dem gerade erst genesenen N’Golo Kanté. Umringt wurde der amtierende Weltmeister von Mateo Kovačić und Barkley, in der Verteidigung spielte etwas überraschend Antonio Rüdiger nicht, dafür begannen in einer Viererkette Zouma und Christensen mit Emerson und James auf den Außenbahnen. Vorne stürmten Mount, Abraham und Salihamidžićs Lieblingsspieler Callum Hudson-Odoi.

1. Halbzeit

Nach einer Gedenkminute an die Opfer von COVID-19 begann die Partie etwas plätschernd. Die Bayern griffen sofort an, ließen es zunächst jedoch an der Genauigkeit vermissen. Nach sechs Minuten änderte sich dies jedoch schlagartig. Thiago öffnete stark auf Gnabry, der zu Lewandowski durchsteckte. Caballero fällte den Polen mit der Hand und der Schiedsrichter zeigte direkt auf den Punkt. Darauf folgte dann eine Abseits-Fahne, eine kurze VAR-Unterbrechung und schlussendlich gab Schiedsrichter Hațegan dochnoch Elfmeter für Bayern und die gelbe Karte für Caballero. Lewandowski verwandelte gewohnt kaltschnäuzig.

Chelsea brauchte nun schon vier Tore und machte keinerlei Anstalten einen Offensivlauf zu beginnen, stattdessen wurde das Spiel zunehmend verwaltigender. Mit jeder Minute wurde Bayern seriöser und besser im Passspiel. Auf dem Spielstand spiegelte sich dies ab der 25. Minute auch wider. Müller presste exzellent Chelsea in einen Ballverlust, Lewandowski verzögerte und zog den Fokus der Innenverteidiger auf ihn bis der Weg für Ivan Perišić frei war. Mit dem rechten (!) Fuß schoss der Kroate überlegt das zweite Bayern-Tor.

Lange durften die Bayern nicht jubeln, denn Hudson-Odoi schlenzte den Ball umringt von Bayern-Spielern wunderschön in die lange Ecke. Zur Überraschung fast aller wurde das Tor jedoch wegen der Abseitsstellung Abrahams direkt davor wieder aberkannt. Sportvorstand Salihamidžić durfte also gleich doppelt jubeln.

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff kam Chelsea jedoch doch noch bis an vier Tore heran: Emerson brachte den Ball flach in die Mitte, Neuer war mit den Gedanken wohl noch in Kroatien, ließ fallen und Tammy Abraham staubte denkbar simpel ab. Das 2:1 (5:1) war gleichzeitig der Halbzeitstand.

2. Halbzeit 

Ohne Wechsel ging es aus der Kabine. Am Spiel änderte sich indes wenig, nur dass nun die Abstände zwischen Defensive und Offensive manchmal etwas zu groß wurden. So musste Thiago per Grätsche im Strafraum in letzter Sekunde retten. In der 58. Minute verloren die Bayern doch noch etwas, nicht das Spiel, aber Jérôme Boateng. Nach einer Verletzungsunterbrechung kam er zwar wieder auf das Spielfeld, doch wechselte Flick den Stammverteidiger dann doch noch aus. Es kam etwas überraschend Niklas Süle, nicht Lucas Hernández. Ob der Weltmeister in Lissabon noch mithelfen kann, erscheint etwas fraglich, doch Flick gab nach dem Spiel leicht Entwarnung. Mit Süle kam auch Coutinho für Perišić auf das Feld.

Das Spiel dümpelte weiter vor sich hin, Chelsea versuchte es mittlerweile fast nur noch über hilflose Distanzschüsse. Einmal noch blieben die Herzen der Bayern-Fans allerdings noch stehen. Thiago foulte kurz vor der Strafraumgrenze, schlich sich schnell weg und der Schiedsrichter ließ Gnade vor Recht walten. Flick reagierte und nahm (endlich) die gelbgefährdeten Thiago und Kimmich runter. Es kamen Odriozola und erstmals in der Coronazeit auch Corentin Tolisso.

Dieser konnte sich gleich über ein doppelt gelungenes Comeback freuen, er traf nämlich fast direkt im Anschluss. Coutinho spielte einen mühelosen Außenristpass auf Teilzeitlinksaußen (!) Lewandowski, der aus der Drehung zu seinem französischen Teilzeitmittelstürmer flankte. Völlig frei gelassen konnte Tolisso aus der Luft den Ball per Volley ins Netz befördern (76.).

In der 80. Minute durfte noch Javi Martínez für Serge Gnabry kommen und Arena-Luft schnuppern. Manche dürften meinen, mit zwei Drei-Tore-Siegen würde der FC Bayern die Trikotwerbung Chelseas ehren, einer hatte jedoch ganz andere Pläne. Der beste Spieler auf dem Platz (und womöglich der ganzen Welt) wollte noch. Nach einer Ecke stemmte sich Chelsea mit aller Kraft gegen Bayerns Belagerung bis schlussendlich niemand geringeres als Odriozola die rechte Außenbahn hinunter sprintete und mit einer perfekten Flanke das Bollwerk niederriss. Lewandowski schlich sich weit vom Zentrum weg und konnte mit Anlauf meterhoch in die Luft steigen. Caballero hatte gar keine Chance (84.). 

Dabei blieb es dann auch, die Passierscheine waren bereits gebucht, nun hatte Bayern das Ticket nach Portugal auch eingelöst. Nachdem Barcelona Napoli mit 3:1 bezwang, kommt es nächsten Freitag in Lissabon nun zum Duell der großen internationalen FCBs.

Dinge, die auffielen

1. Souverän

Egal ob Real Madrid, Paris St. Germain oder der nächste Gegner des FC Bayerns Barcelona: Sie alle hatten in den vergangenen Jahren nach einem hohen Hinspielsieg im Rückspiel (fast) ihr blaues Wunder erlebt. Das sollte dem FC Bayern nicht passieren, das Aufgabenprofil war somit denkbar einfach: Souverän die Partie nach Hause bringen und am besten sich für höhere Aufgaben frei spielen. Beides gelang exzellent. Mit den frühen Toren war die Resthoffnung Chelseas fast völlig erloschen, während man sich sukzessive gleichzeitig immer mehr Selbstbewusstsein im Pass- und Positionsspiel holte. Ab Mitte der ersten Halbzeit konnte man kaum mehr einen Unterschied zu den erfolgreichen Wochen nach der ersten Coronapause erkennen. Ob Staffelung, Passschärfe oder Passqualität, alles stimmte. In der zweiten Halbzeit nahm dies etwas ab, bei einer so klaren Führung war das aber auch nur menschlich.

Zudem kamen unverhofft während des Spiels zwei Spieler zu ihren Comebacks in der Champions League und konnten beide Werbung für sich machen. Nach seiner Rückkehr gegen Marseille dachte man für Süle wäre der Weg zum Champions-League-Rasen noch weit weg, gegen Chelsea erwies er sich jedoch als echte Alternative, sollte Boateng in Portugal Probleme bekommen.

Noch mehr zur Alternative kann Corentin Tolisso werden. Gegen ein bereits geschlagenes Chelsea zeigte er sich sehr präsent. Vielleicht wird er parallel zu seiner Rolle für Frankreich bei der WM auch in der Endrunde in Portugal so etwas wie der 12. oder 13. Mann seiner Mannschaft. Bei aller Euphorie gehört zur Wahrheit jedoch natürlich, dass Chelsea heute und speziell in der zweiten Halbzeit absolut kein Gradmesser war.

2. Die Rollen von Kimmich und Thiago 

Joshua Kimmich musste wie erwartet zurück auf seine ungeliebte Rechtsverteidigerposition. Diese interpretierte er gegen Chelsea nicht ganz so offensiv wie zu seinen Hochzeiten als Flankenmaschine, aber trotzdem deutlich anders als Pavard. Dieser rückt oft ins Zentrum, Kimmich jedoch blieb die meiste Zeit auf dem Außenbereich, ins Zentrum ließ sich dann Thiago zurückfallen. Oft wurde so aus der Viererkette eine recht klare Dreierreihe. Abseits des taktischen, brillierte der Spanier auch sportlich, brachte 98% seiner Pässe an den Mann und überzeugte auch defensiv. Gerade sein großartiges Tackling kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit bleibt im Gedächtnis.

Bei allem Gerede rund um seinen möglichen Abgang, blieb vielleicht etwas in Vergessenheit, dass es tatsächlich auch ein sportliches Fragezeichen bei Thiago gab. Er konnte erst im DFB-Pokalfinale Minuten sammeln, vor dem Spiel war es also durchaus fraglich, ob er an seine typische Weltklasseform anknüpfen könnte. Chelsea vermochte kein Gradmesser zu sein, doch es scheint als könne man diese Frage ruhigen Gewissens bejahen.

3. Lewandowskis astronomisches Achtelfinale

Sieben Tore schoss der FC Bayern gegen Chelsea. An allen sieben war Robert Lewandowski beteiligt. Drei Tore schoss er selbst, vier weitere legte er seinen Mitspielern auf. Er ist damit der erste Spieler seit Luis Figo 2004/05, der gegen eine einzige Mannschaft in einer Champions-League-Saison gleich an sieben Toren beteiligt war.

Weit, ganz weit ist die Diskussion des letzten Jahres, Robert Lewandowski wäre ja gar nicht so wichtig für den FC Bayern, mittlerweile entfernt. Dass mehrfach an diesem Abend Cristiano Ronaldos unfassbarer Torrekord von 17 Toren in einer Champions-League-Saison als realistisches Ziel genannt wurde, obwohl die Rückspiele in den nächsten beiden Runden ausfallen, zeigt wie astronomisch gut Robert Lewandowski in diesem Achtelfinale und der ganzen Saison schon war.

Doch nicht nur in der Statistik brilliert er, auch wenn man seine einzelnen Scorer aufbröselt, zeigt sich wie gut er eigentlich war. Im Hinspiel bereitete er das erste Tor von Serge Gnabry mit einem grandiosen Doppelpass in den Rückraum der Abwehr vor, heute verzögert er genau so lange für Perišić, bis der Verteidiger den Schritt vom Kroaten weg geht (2:0). Dazu seine heute neuentdeckte Qualität beim Flanken (3:1) und eine so noch nie dagewesene Wucht beim Kopfball (4:1). Lewandowski erzielte schon einige tolle Tore mit dem Kopf, doch so hinterlistig von den Verteidigern weggeschlichen, um dann den Ball mit einer solchen Stärke zu Köpfen, hat er selten. Das gesamte Achtelfinale ist Zeugnis davon, wie Robert Lewandowski nie besser war als jetzt in diesem Moment.

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  1. @Lewi

    Hast noch 3 Spiele Zeit um mindestens 4 Tore zu erzielen. Können von mir aus auch 10 werden, denn dann stehen die Chancen gut, dass nicht nur der Rekord gebrochen wird sondern der Titel auch nach München geht. Unfassbar gut.

    @Boa

    Bitte schnellstmöglich fit sein, also am besten schon in 6 Tagen.

    Ist schon krass wie viele Tore unter flick erzielt werden. Von der Durchschlagskraft erinnert es mich am meisten an die Triple-Saison. Damals hatte man jetzt auch nicht unbedingt Chancen am Fließband, aber man war immer in der Lage das Tempo anzuziehen und sich eine Chance herauszuspielen, an deren Ende ein Torerfolg stand. So in etwa schaut es für mich derzeit auch aus. Hoffentlich am Ende mit dem selben Ertrag.

  2. Sauberes Ausrufezeichen nach Barcelona geschickt. Die, das darf man nicht vergessen, sind gegen Neapel in der zweiten Halbzeit ordentlich unter Druck geraten, Neapel hatte mehr Ballbesitz im Camp Nou und insbesondere in der zweiten Halbzeit die ordentlich in die eigene Hälfte gedrückt. Das 3:1 war keineswegs so souverän wie es auf dem Papier aussah. Barcelona sah noch nie so schlagbar aus. Ich würde übrigens im Viertelfinale Cou den Vorzug von Perisic geben, der wird heiß sein wie Frittenfett es seinen alten Kameraden zu zeigen.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Erwägung mit Coutinho ist grundsätzlich ein naheliegender Gedanke, und ich würde es dem Jungen ja auch wünschen, allein fehlt mir mittlerweile doch der Glaube, dass bei ihm der Knoten noch platzt. Er wirkt auf mich einfach wie ein Fremdkörper im Team, das Spiel läuft immer so ein wenig an ihm vorbei, wenn er mal auf dem Platz. Da kommen kaum verwertbare Impulse. Wie stehen denn die Chancen, dass Coman verfügbar sein wird?

    2. Puh, Coutinho würde ich absolut nicht bringen wollen, weil er gegen Barca wahrscheinlich mehr als sonst es allen zeigen will. Das heißt noch mehr ungefährliche Distanzschüsse.

      1. Exakt meine Gedanken.
        Da braucht man nen kühlen Kopf und muss die Situationen sauber ausspielen.
        Sorry für den Kleinen, aber lieber nicht.

      2. Heynckes hat im DFB Pokalfinale 2013 Gomez, obwohl der damals hinter Mandzukic zweiter Stürmer war, aufgestellt, mit der Begründung, gegen seinen Ex-Club sei er besonders motiviert, gleiches hat er beim CL Vorrundenspiel gegen PSG 2017 gemacht (wir erinnern uns, das erste Spiel hat Carlo nach der 3:0 Niederlage den Job gekostet), als er alle Franzosen des Kaders brachte gegen ein französisches Team. Gomez hat damals zweimal getroffen, auch beim Bayern Sieg über PSG hat Tolisso einen Doppelpack geschnürt.

      3. @Roland Wohlfarth

        Mag sein, aber Gomez und Tolisso hatten/haben eben nicht die Spielweise und vor allem die Tendenzen eines Coutinho. Wir alle wissen, wie gerne er aus der Distanz schießt, auch wenn er vorher schon etliche Schüsse vorbei gezimmert hat. Ist er zusätzlich noch motiviert, wird das ein Distanzschuss-Fest. Ich stelle ja nicht infrage, dass das mit der Motivation stimmt. Mir geht’s eher darum, wie sich diese Motivation bei einem Coutinho auswirkt.

      4. Gomez hat aber gegen Stuttgart immer sehr gerne getroffen – die waren schon vorher in seiner Zeit bei uns sein Lieblingsgegner, gegen die er auch auswärts gut getroffen hat. Und Gomez war auch insgesamt in einer guten Phase – der hat ja, auch wenn man Mandzukic aufgrund seiner Spielweise vorzog, in der Rückrunde 12/13 sehr gut getroffen.

        Bei Coutinho gibt es dazu ja auch eine Blaupause – die Spiele von Barcelona gegen Liverpool im letzten Jahr. Und wenn man danach geht, dann spricht nichts für den Einsatz.

  3. Es war ja wieder ein restart nach wochenlanger Pause und da braucht es eben ein bisschen bis man die Passschärfe und Genauigkeit auf Top Level bekommt. Hoffentlich hat dieses Spiel ausgereicht um dahin zu kommen denn da muss man gegen Barça sein.
    Dazu gab es fast bei allen, mehr oder weniger, einige Wackler und Schlampigkeiten die zu unnötigen Ballverlusten geführt haben. Zum Glück war dann letztlich wieder genug Seriösität da um das Spiel so zu gestalten.
    Nicht umsonst hat man Flick in diesem Spiel öfter mal lautstark gehört.
    Auch wenn Neuer hier offensichtlich einen Fehler gemacht hat lag der Ursprung eindeutig vorher weil erst Kimmich gepennt und dann Thiago nicht konsequent attackiert hat.
    Nach Anpfiff zur 2.HZ erst Boa dann Perisic dann Davies wohl noch minutenlang im Tiefschlaf waren. Darf gegen Messi / Suarez nicht passieren. Will nicht überkritisch sein aber es fällt schon auf das Davies Stellungs und Passspiel nicht mehr auf dem zwischenzeitlich stark verbesserten Niveau war. Müller bei Annahme zuviele Bälle verliert. Und das bei Kimmich auf RAV Boa in zu viele Laufduelle kommt was bei Pavard quasi garnicht mehr der Fall war- darf gegen Barça nicht passieren. Von Perisic kann man nicht mehr erwarten als dieses Tor zu machen. Würde auch gegen Barça Coutinho spielen lassen. Insbesondere weil MMn Barca seine Fernschüsse nicht zeitig verteidigt und einer reingeht.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Sowohl bei Kimmich als auch bei Thiago konnte man in manchen Szenen sehen, dass sie wegbleiben, weil sie keine weitere Gelbe und damit eine Sperre im nächsten Spiel riskieren wollten. Das ist weitaus wichtiger, als in der Situation ein Gegentor zu kassieren. Thiago hat trotzdem oft genug noch recht robust geklärt, wenn es nötig war.

  4. Kleine Korrektur: Beim ersten Tor spielt Thiago den Ball auf Müller, der den an Gnabry weiterleitet. Gnabry steckt dann durch auf Lewy.

  5. Absolut positiv gestern: 5mal gewechselt, 5 namhafte Spieler gebracht und alle 5 Spieler fügten sich gut ein. Dazu hatten wir noch Hernandez und Cuisance auf der Bank. Da fielen die Ausfälle von Coman und Pavard nicht so ins Gewicht und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Bayern nicht nur mit einer qualititativ hochwertigen Topelf nach Portugal reist, sondern seit langem in der Hochphase der CL auch mal wieder genug Alternativen von der Bank hat. Das war zuletzt leider nicht immer der Fall. Ich hoffe, dass die Kaderplanung so gelingt, dass wir auch kommende Saison diese Auswahlmöglichkeiten haben werden und sich die Mannschaft nicht über weite Strecken wieder von selbst aufstellt, weil der Trainer gar keine anderen Möglichkeiten hat. Ein Turnier mit 3 Spielen könnte man zur Not auch mit 14-15 Spielern über die Bühne bringen (so wie momentan ist es natürlich trotzdem besser), eine Saison wie die, die ab September auf die Mannschaft wartet erfordert einen deutlich breiteren Kader.

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    1. Zu den Wechseln: Kimmich und Thiago wurden für mein Empfinden zu spät runter genommen. Gerade bei Thiago hatten wir 1,2 -mal Glück, dass es nicht zu einer Karte gereicht hat.

      “Dazu hatten wir noch Hernandez und Cuisance auf der Bank.”
      Wie sich Hernandez gestern Abend wohl gefühlt haben mag?
      5 Wechsel, das Spiel entschieden, zwei Abwehrspieler gehen raus und trotzdem reicht es für ihn für keine Minute. Vielleicht sein persönlicher Tiefpunkt bisher hier.

      1. @Jo: Hab ich bei Thiago ganz genauso empfunden.
        @Willythegreat: Es spielte bei den Wechseln außerr dem Karten-Verletzungsrisiko vielleicht auch eine Rolle, dass Flick noch einige Spieler in den Genuss von Prämien kommen lassen wollte. Schön, dass sowohl Tolisso und auch Odriozola es ihm gedankt haben.

      2. Ob Trainer wirklich auf’s Bankkonto ihrer Spieler achten?

        Flick hat ja sicher die Aufgabe, Spieler zu entwickeln. Coutinho und Odri braucht er dazu aber nicht mehr zu bringen. So gesehen war es geradezu vereinsschädigend, die zwei, die bleiben, draußen zu lassen (Hernandez und Cuisance).

        Flick hat doch ohnehin früh und mutig gewechselt. Boateng ist in der 64ten Minute runter, es kam Süle. Das war schon ein kleines Wagnis. Auch Tolisso und Odriozola kamen für Kimmich und Thiago bereits in der 71ten Minute, und zwar als es noch 2:1 stand.

        ich denke, Süle, Tolisso und Odriozola sind die drei Alternativen für Boateng, Thiago und Kimmich. Wie soll er jetzt auch mit wilden Aufstellungen experimentieren? Klar kann man fragen, ob nicht Martinez oder gar Cuisance die Sechs spielen könnten. Aber Flick hat wohl schon anders entschieden.

  6. Souverän, das kann man nur unterstreichen.
    Über 180 Minuten Chelsea auch nicht den Hauch einer Chance gelassen. Muss man auch erstmal so hinkriegen.
    Nun haben wir zumindest noch ein großes Fußballfest vor uns.

    Was mich dabei etwas besorgt, ist die Haltung gegenüber Barca, die viele Medien und Fans vermitteln. So in dem Sinne, die kommen uns aktuell gerade recht, werden keine Chance gegen uns haben.
    Da erinnert mich vieles an Real 2014. Auch da hatten wir vorher eine Megasaison gespielt, Real war ziemlich durchwachsen unterwegs. Da wurde der Sieg ja quasi schon vorab gefeiert und man war fast schon verdutzt, dass Real dann doch noch überraschend mitspielen wollte.
    Ich hoffe die Mannschaft bleibt solchen Anwandlungen gegenüber völlig unbeeindruckt.

  7. Fand gestern die Balance zwischen Ballbesitz und schnellem Spiel mit Vertikalpass, Heber etc. insgesamt recht gelungen. Vorne fehlte manchmal noch ein wenig die Abstimmung, als Pässe in Räume gespielt wurden, wo keiner war, oder einfach so steil, dass der Mitspieler unmöglich noch rankommen konnte. War mehrfach zu beobachten. Müller agierte emsig wie gewohnt, aber ein wenig glücklos, Phonzie wieder bärenstark auf seiner Seite, auch wenn seine Pässe von der Grundlinie in den Strafraum oft in der Abwehr hängenblieben. – Bayern bekommt viel Lob für den Auftritt, der Guardian-Kommentator schrieb im “Live-Ticker” bei Abpfiff: “Peep peep! Bayern Munich will play Barcelona or Napoli in the quarter-final on Friday after another hugely impressive performance. Robert Lewandowski scored two and made two, and I pity the fools who have to face this lot in Portugal over the next fortnight. They are quite magnificent.” (Auch die Kommetarsektion zum Spielbericht lohnt einen Blick.) – Dennoch sollte man auf dem Boden bleiben, denn in einigen Passagen stockte unser Spiel doch merklich. Man kann jetzt zwar sagen, dass bei dem Spielstand nicht mehr nötig war, doch konnte man dieses phasenweise Nachlassen auch in der BL immer wieder bemerken, und gestern lag es bestimmt auch nicht am Kräfteverschleiß. Hoffentlich hat sich Boateng nicht ernstlich verletzt. Auch Coman wäre zu wünschen, dass er gegen Barcelona bereitsteht.

  8. Eine kleine Euphoriebremse incl. Zeitsprung in die letzte Saison. Nach den einseitigen BL-Spielen gegen total unterlegene Gegner und dem Spiel gegen das Fallobst aus London zeigt sich jetzt endlich, ob der FCB wirklich so gut ist wie er gemacht wird. Jetzt zeigt sich ob der Hansi auch gegen gleichwertige Gegner liefern kann. Alles bisherige kann man vergessen :-))

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sehe ich genauso. Man muss sehen das der Respekt für Barca hoch gehalten wird und man sich nicht schon im Halbfinale wähnt.

      1. ich glaube das erledigt schon der Name Messi ;-). wie oft darfst du gegen den in deinem Fußballerleben spielen? Wenn es gelingt Chelsea nach dem Hinspiel ERgebnis ernst zu nehmen, werden sie das bei Barca auch schaffen

      2. Das wir Barca nicht ernst nehmen oder zu wenig Respekt haben, also sorry, dieses Gerede nehme ich nicht ernst.
        Die Frage ist: “Wie gut sind wir wirklich?”
        Ich bin echt gespannt wo wir im Vergleich zu Barca stehen und ob wir international einen Schritt weiter sind als letzte Saison.

  9. Die Werte von Thiago sind schon ein kleines Ausrufezeichen. Kopfbälle, Zweikämpfe, lange Bälle, Ballkontakte. Alle deutlich über seinen Werten in der Bundesliga mit Kimmich. Und das, obwohl er nur 70 Minuten gespielt hat und mir vom Kopf immer noch nicht 100% bei der Sache zu sein scheint.

    So hart es klingt: Nach dem Ausfall von Pavard (der für mich nach Davies der Aufsteiger der Saison ist), wird der FCB wohl mit der stärkeren Startelf in die CL-KO-Runde gehen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Thiago kann scheinbar neben Kimmich nicht seine volle Leistung bringen. Ich kenne das aus meiner Tätigkeit an einer Schule. Wir haben immer team teaching. Am besten laufen die Teams, in denen einer die alpha Rolle hat, die Kreise führt und einer eher der Zuarbeiter ist. Schwierig wird es wenn beide diese Rolle wollen. Dannwird sich ständig ins Wort gefallen etc…. Um im Bild zu bleiben, Goretzka ist der ideale Zuarbeiter. Kimmich und Thiago wollen beide immer den Ball und gestalten. Für mich stellt sich die Frage, ob Thiago wirklich was neues machen wollen würde, wenn Kimmich ihm nicht in seinen Raum reingrätschen würde. Ist es das wirklich wert, dass der weltbeste 6er geht, damit Kimmich im MF spielen darf, wo er auf rechts auch gut ist und noch so jung ist, dass er noch genug Zeit hätte später diese Rolle, mit mehr Ruhe, auszufüllen? Sind nur so Gedanken, die mir gestern kamen

      1. Den Weggang von Thiago werden wir sehr deutlich zu spüren bekommen, großer sportlicher Substanzverlust. Sollte Alaba nicht verlängern, so schade das wäre, dann hätten wir im aktuellen Kader durchaus Kompensationsmöglichkeiten, für Thiago jedoch nicht. Er ist einfach ein sehr kompletter Spieler, konnte man auch gestern wieder sehen, strukturiert das Spiel mit klugen Pässen, beruhigt es, wenn nötig, klärt aber auch rustikal, wenn es sein muss. Und immer vorbildlicher Teamplayer.

      2. Sehe ich ähnlich, außer dass ich Thiago für einen sehr guten 6er halte und nicht für den weltbesten. Berücksichtigen muss man halt immer auch die Verletzungsanfälligkeit eines Spielers und das Gehaltsgefüge.
        Prinzipiell wäre mir auch am liebsten, Thiago würde bleiben und Kimmich würde auf rechts spielen, aber wie gesagt, da gibt es (zu) viele Faktoren zu berücksichtigen.

      3. Erinnert etwas an die Schweinsteiger-/Alonsoproblematik unter Pep. Bei den beiden hatte man auch immer das Gefühl, die würden sich gegenseitig behindern bzw. den Platz wegnehmen.

      4. Sorry, aber finde da bin ich absolut gegensätzlicher Meinung. Nicht nur ist diese ganze “Alpha”-Theorie an sich völliger Schwachsinn, sondern bezogen auf den Fußball sieht man einfach komplett das Gegenteil. Das dominante Mittelfeld-Trio der letzten Jahre, nämlich Casemiro-Kroos-Modric, besteht mit Kroos und Modric aus zwei absoluten Staubsaugern, die selber ständig den Ball haben wollen. Wenn man sogar noch weiter zurück geht in die dominante Phase von Barca und Spanien, dann hat man mit dem Trio Busquets-Xavi-Iniesta sogar ganze 3 Spieler, die ständig den Ball haben wollen. Und wie wir ja wissen, hat auch dieses Trio den Weltfußball dominiert.

  10. Ein paar Fragen:
    Wie schafft Flick das eigentlich kaum zu rotieren und alle bei Laune zu halten? Das es bei Odri und Hernandez nicht knallt wundert mich schon. Hernandez könnte nach gestern nun kommen.

    Was sagt es eigentlich über das Verhältnis Trainer -Sportdirektor aus, wenn der einen einen RV fordert, seinen Wunschspieler (laut Presse: Henrichs) nicht bekommt, dafür einen anderen: Odri und denn schon fast demonstrativ nie bringt?

    Wieso meine die Bayern- Verantwortlichen eigentlich immer, nur weil sie selber mal gekickt haben, sie wüssten besser welcher Spieler für den Trainer der Richtige ist? Ein Ex-Fußballer hat nicht unbedingt Ahnung von Taktik. Habe gerade bei Hoeneß nie das Gefühl gehabt ,da wären bestimmte Kompetenzen. Der Trainer hat hier eine Ausbildung und entsprechend Erfahrung. Verstehe nicht warum der Trainer nicht sich seinen Kader zusammenstellen darf, natürlich in dem wirtschaftlichen Rahmen, den der Verein vorgibt. natürlich muss ich von dem Trainer überzeugt sein und er muss zur Philosophie des Vereins passen. Insofern war es richtig Kovac Transfers zu verweigern, da er noch nicht nachgewiesen hat ,dass er ein solches Vertrauern rechtfertigt und sein Stil nicht zum Verein gepasst hat . Aber bei Guardiola und bei Flick sieht es da doch schon anders aus.

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    1. Odriozola war jetzt nicht die schlechteste Wahl auf dem Papier, der war schon mal spanischer Nationalspieler und hatte nur eine unterirdische Saison bei Real gespielt, nachdem er in einem Spiel den Siegtreffer des Gegners verschuldet hatte und von der spanischen Sportpresse dafür zerissen wurde. Auf jeden Fall war der einen Versuch wert. Einem spielerzugewandten Trainer wie Flick wäre es zumindest zuzutrauen gewesen, ihn zu alter Leistungsstärke zurückzuführen. Bei seinen wenigen Einsätzen hat er leider ziemlich enttäuscht aber man weiß nicht wie der im Training spielt. Dass er aber Potential hat, hat er gestern gezeigt. Und dass er kein Spieler ist, der sich beschwert oder einen Stammplatz fordert, hat man in der Saison auch gesehen. Ich denke, das wird ein weiterer Grund gewesen sein, den zu holen, der ist kein Lautsprecher, sondern einer, der sich in seine Rolle fügt. Wenn man gestern überdies noch gesehen hat, wie der sich mit Lewy gefreut hat, nach dessen 4:1, merkt man, dass der bestens in die Mannschaft integriert zu sein scheint.
      Warum Hansi Phonzie, der in der Schlussphase mit einem Krampf behandelt werden musste, nicht auch rausnimmt und Lucas bringt, weiß keiner. Lucas wurde als Stammspieler für die linke Verteidigungsseite (mit der Option als IV zu spielen) geholt, perspektivisch hat er, sofern Alaba bleibt, eigentlich keine Chance auf einen Stammplatz, da links hinten Phonzie gesetzt ist und in der IV Alaba und Boateng/Süle, das heißt er müsste sich mit der Rolle als Backup zufrieden geben. Ob er das will oder ob man nicht noch versucht, mit ihm noch etwas Geld zu verdienen, wird man sehen müssen.

      1. Als Phonzie den Krampf hatte, waren die 5 Auswechslungen schon durch.

    2. Spaßfakt: Henrichs wäre wohl im Winter tatsächlich zu haben gewesen, aber damals konnte noch keiner ahnen, dass Corona die Spielerpreise so in den Keller sinken lassen würde. Der hätte aus seinem laufenden Vertrag bei Monaco (bis 2023) rausgekauft werden müssen und die haben wohl 30+ Millionen verlangt. (Leipzig hat damals auch Interesse gehabt aber bei dem Betrag abgewunken) Für einen Spieler der als Backup verpflichtet werden sollte und in Anbetracht der Tatsache, dass man zum damaligen Zeitpunkt noch davon ausgehen musste, dass der Sane Deal mit einer Summe knapp unterhalb eines dreistelligen Millionenbetrages über die Bühne gehen würde, war das als Gesamtpaket wohl deutlich zu teuer.
      Dass man den ein halbes Jahr später für einen deutlich geringeren Betrag ausleihen hätte können, wie es Leipzig gemacht hat, war zu einem Zeitpunkt, als noch Mondpreise für Spieler aufgerufen wurden, noch nicht abzusehen.

  11. Mir kommt Perisic hier viel zu schlecht weg. Einen so beidfüßigen Spieler haben wir nicht nochmal im Kader. Der kann dann halt auch mal dort stehen, wo normaler Weise Gnabry steht, und macht den Ball dann eben mit Rechts rein. Lewandowski hat bei seinem Abspiel ganz genau gewusst, dass es für Perisic keinen Unterschied macht, mit welchem Bein er abschließt.

    Ich denke nicht, dass es gegen Barcelona ein “Klein-Klein-Gefummel” geben wird, bei dem Coutinho seine Vorteile ausspielen könnte. Technisch können wir die nicht auseinandernehmen. Da wird es darauf ankommen, dass im richtigen Moment “Indianer” wie Müller oder Perisic goldrichtig stehen und in Torchancen reinkommen.

    Interessant fand ich Ordiozola (ich, der “große Superexperte”, hatte ja mal gemeint der würde keine Minute Spielzeit mehr sehen). Flick will offenbar eine Alternative auf Rechts und hat einfach mal getestet, was sein Kader so hergibt.

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    1. Daumen hoch bei Perisic.
      Zu Odriozola: Kimmich war Gelbsperren gefährdet, wenn man bei dem Spielstand nicht den Back-up bringt, dann kannst ihn gleich zu Hause lassen. Flick weiß schon was Odri kann, das war eine reine Vorsichtsmaßnahme.

      1. ich hatte bisher immer das Gefühl, Flick probiert lieber alles andere, bevor er Odri bringt, fand ich schon krass, freue mich, dass er mal spielen durfte. Deswegen ja die Frage, wie es sein kann , dass ein soclher Spieler geholt wird, von dem der Trainer offensichtlich nichts hält

  12. Perisic würde ich weiter halten, er liefert in den entscheidenden SPielen. Vermute er hat eine sehr hohe Chancenverwertungsquote, eine von der Coman nur träumen kann. Er wirkt einfach sau cool, so ein wenig ala Ramos. Einer für die ganz großen Schlachten

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich stimme dir zu, aber ist es wirklich klug, einem 4. Flügelspieler 10 Millionen pro Jahr zu geben?

      1. Vor allem mit den Vertragsverlängerungen von Neuer, Müller und Alaba, die alle noch mehr verdienen werden.

      2. nee, auf Gehalt muss er verzichten, gerne um die Hälfte,es ist doch klar dass ein Backup nicht so viel verdienen kann. Aber bevor ich wieder für inter spiele, bin ich doch bestimmt bereit auf Gehalt zu verzichten. Man könnte das Gehalt ja an die einsatzminuten koppeln.Habe jetzt nicht das Gefühl dass Perisic sich gerade die guten Vereine aussuchen kann,die Spieler müssen einfach umdenken, ihre fetten Jahre sind vorbei,gehaltsverzicht ist angesagt.insofern finde ich es super,dass brazzo anscheinend in den Verhandlungen mit diesem abgefahrenen Berater der Kragen geplatzt ist, als der tatsächlich über 20 Mio für Alaba gefordert hat,was wirklich absolut absurd ist.das verdient bei uns im Moment wirklich nur Levy,der spielt gerade auf einem anderen Stern und von mir aus Messi und Ronaldo, aber der Rest muss es einfach mal kürzer treten.seitdem ich das weiß kann auch verkraften,wenn Alaba geht,wenn ein Spieler wirklich geht, weil er nicht 20 Millionen verdient,dann gehört er nichts zum FC Bayern.und im Gegensatz dazu hat Alaba diese Saison alle wertschätzung bekommen, er ist unbestrittener stammspieler, wenn er dann trotzdem geht,okay dann ist es so,mit Hernandez ist er auch ersetzbar.ich finde es bei Thiago da schon was ganz anderes,bei ihm könnte ich es verstehen,wer hat schon Bock mit so einer Klasse,nicht sicher stammspieler zu sein.insofern wäre ein Abgang von Alaba nicht den Verein zuzuschreiben bei einem von Thiago vielleicht schon eher. Stichwort muss Kimmich unbedingt in der Mitte sein?

  13. wie ein anderer Forist erwähnt hat, mit Kimmich als Rv, musste Boa unangenehm oft ins Laufduell. die rechte Seite ist die Schneckenseite im vergleich zu links, Davies kann schlecht da noch schnell rübersprinten. Das könnte eine Schwachstelle sein, die der Gegner gezielt nutzt. Wäre dann Süle nicht besser, auch wenn Boa fit wäre? Er hat mir sehr gut gefallen, und er ist , obwohl er nicht so aussieht, relativ schnell, auf jeden Fall schneller als Boa. Habs gerade gegoogelt, er leigt beim Tops Speed auf Platz 8 in der mannschaft noch vor ALaba! Wie das mit der Körpermasse geht weiß ich allerdings nicht ;-)

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    1. ok meine ARgumentation bricht in sich zusammen, die selbe Quelle, die Süle auf Platz 8 sieht, sieht Boa auf Paltz 4 ;-). Dann ist der Top-SPeed nciht entscheiden, sondern auch die Fähigkeit wie lange ich ihn halten kann bzw. Beschleunigung? Oder ist Boa gar nciht so langsam wie es immer wirkt? Kann mir da jemand helfen?

      1. Laut der Quelle ist Süle der drittschnellste Bayern Spieler seit Beginn der Datenerfassung 2013/14 noch vor Costa, Robben oder Gnabry.

        https://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/2003/diashows/fc-bayern-muenchen-schnellste-spieler-seit-datenerfassung/davies-robben-ribery-costa-coman.html

        Nur Davies und Coman sind schneller.

        Bei Boa denke ich immer an Düsseldorf vor zwei Saisons, Rashica in der Vorrunde und das 1:5 gegen die Eintracht, in denen er sehr schlecht im Sprintduell aussah. Grundsätzlich wenn man ihn mit dem Boa vor 6-7 Jahren vergleicht, in denen er mit eleganten langen Schritten fast die gesamte eigene Hälfte zu beackern vermochte, scheint vom optischen Eindruck seine Sprintfähigkeit abgenommen zu haben. Der späte Boa hat immer noch seine Stärken im Stellungsspiel und der Endverteidigung aber gegen Barca ihn in Laufduelle verwickelt zu sehen, scheint mir, wie bereits erwähnt, eine Schwachstelle, die ausgebessert werden sollte.

      2. Zum Thema Körpermasse muss ich dann doch noch was schreiben, auch um

        @Justin zu kritisieren für seine Bemerkung im Artiekl gestern auf n-tv.de ;-)

        https://www.n-tv.de/sport/fussball/Die-Goretzka-Transformation-des-FC-Bayern-article21959580.html

        Bitte hört auf damit wachsende Körpermasse, besonders wenn es nur Muskeln sind, in Verbindung mit fehlender Spritzigkeit, Antritt oder Endgeschwindigkeit zu bringen.

        Je höher die Maximalkraft, desto schneller der Antritt und in der Regel geht eine höhere Maximalkraft mit größerer Muskelmasse einher.

        Schaut euch allein die besten Sprinter der Welt an und vergleicht sie mit den besten Marathonläufern. Ein Bolt besteht quasi nur aus riesigen Muskeln an den Beinen.

        Und wisst ihr wer auf 10 Meter die besten “Sprint”werte haben? Olympische Gewichtheber. Die haben quasi so viele Muskeln an den Beinen, dass sie diese 10 Meter mit einem einzigen Sprung zurücklegen können.

        Und noch ein Fakt: Je höher die Maximalkraft, desto geringer das Verletzungsrisiko. Ist auch nur logisch. Ein Muskelfaserrriss tritt bei einer Überlastung auf. Ein stärkerer Muskel kann also auch mehr Überlastung vertragen.

        Fragt euch mal warum die Spieler in der NBA knapp 100 Spiele in wenigen Monaten abreißen und trotzdem kaum verletzt sind und dann schaut euch ihr Trainingsprogramm an. Die knallen dir halt Kniebeugen mit 150 Kilo hin.

        Der Fußball hat in Sachen Trainingsgestaltung noch riesigen Nachholbedarf.

      3. @system:

        Ich sags wie Rainhard Fendrich ..

        Ich war ein Zniachtl einst mit 62 Kilo,
        a räudigs Stammerl, eine traurige Gestalt,
        und alle sagten, ich schau aus wie ein Mordillo,
        dem was das Essen aus’m Gsicht grad aussefallt.

        Ich muss gestehen, ich war bei Gott nicht apollonisch.
        Was meinem Körper dringend fehlte, war Figur.
        Was bei den Andern männlich war, war bei mir komisch.
        Ich sagte mir: Es muass wos geschegn. Jetzt hob i gnua.

        Das Schicksal brachte sich mir dar in einer Spalte,
        wo fett gedruckt unübersehbar stand:
        Auf dass ein zarter Körper sich ganz rasch entfalte,
        muss man dafür Einiges tun. Das ist bekannt.

        ….

        I hob a Kroft im Bauch wie 100 wüde N****.
        Der Tarzan is a nockerts Hascherl gegen mi.
        Nur so vü Muskeln mochn an a bisserl träger.
        Zu schnö bewegen oder laufen derf i nie.

        Der Punkt mit den Laufduellen ist bekannt. Wenn die eigene Verteidigung nicht, wie zu Zeiten des erfolglosen Guardiola, an der Mittellinie steht, lässt sich das Problem elegant lösen ..

  14. Ich habe das Gefühl der nette Hansi kann ganz schön knallhart sein. Hernandez gestern gar nicht zu bringen, das ist schon mutig. Flick hat eine klare erste Elf und zieht sie bisher ziemlich durch. Bin gespannt ob sich das nächste Sorgen ändert oder auch dem geschuldet ist seine erste Saison ist

  15. Ich denke, @rookie hat in seiner Antwort oben auf @Turbo Batzi (10:50 Uhr) einen sehr wichtigen Gedanken betont. Es ist eben nicht nur die Qualität von Spielern entscheidend, sondern wie sie harmonieren (an sich ist das ja in Deutschland bekannt seit Netzer & Overath). Thiago und Kimmich im Mittelfeld ist nicht optimal. Das wurde vereinsseitig offenbar schon vor einiger Zeit klar erkannt, so dass man um Thiago auch nicht bis zum letzten kämpft. Und ich könnte mir vorstellen, dass sich der eine oder andere im Management noch daran erinnert, dass wir die letzten drei CL-Finals mit Spielern namens Olic und Mandzukic erreicht haben. Spieler, die einfach gepasst haben. Dort, genau dorthin, müssen wir wieder zurückfinden.

    Lothar Matthäus und der 100% Mejier haben schon darauf hingewiesen – in den 90 (+ evtl. 30) Minuten gegen Barca et al wird es nicht so sehr auf Taktik ankommen (die Frage, wie das “wichtige” Auswärtstor erzielt werden kann, entfällt). Sondern auf Fitness und Willen. Je länger ich darüber nachdenke, um so überzeugter bin ich, dass wir mit der gestrigen Startaufstellung auch Freitag ins Rennen gehen werden. Egal, ob der King bis dahin wieder fit ist, und erst recht egal ob ein Coutinho innerlich brennt. Die Jungs von gestern harmonieren, sie sind in der Lage das Tempo zu dosieren und es bei Bedarf anzuziehen, und sie sind eingespielt. Und – last but not least – ist der gesamte gestrige “Frontcourt” (Sturm + OM “plus Goretzka”) enorm torgefährlich (man stelle sich einen Coman oder einen Coutinho in der Szene von Persic’ 2:0 vor – es wäre wohl beim 1:0 geblieben ..).

    Ich wäre inzwischen durchaus enttäuscht, wenn die “Reise” gegen Barca ihr Ende fände. Und man darf m.E. schon jetzt darauf schielen, wie unsere Chancen gegen den Sieger aus ManCity vs. Lyon wohl so sein würden.

    Mein Tipp ist, dass Atleti im Finale stehen wird, gegen ManCity oder gegen Bayern. Und wie das ausgeht kann keiner vorhersehen. M.E. wäre Atleti mit 51% leichter Favorit (und das aus den oben genannten Gründe, weil – wahrscheinlich – bei denen mal wieder die Mischung passt).

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    1. Wie hat es Jupp immer wieder betont, “Die homogenste Mannschaft gewinnt die Champions League”.
      Ich glaube dass bringt es auf den Punkt.

  16. […] Souveränes 4:1 gegen Chelsea: Die Tickets nach Lissabon sind gebucht! | Daniel […]

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