Round-Up: Michael Rensing

Felix Trenner 13.05.2016

Michael Rensing begann in der Jugendmannschaft des TuS Lingen in Niedersachsen, bevor er 2000 im Alter von 16 Jahren an die Säbener Straße wechselte und fortan in der Regionalliga für den FC Bayern auflief. Es folgten Jugend-Meisterschaften und ab der Saison 2003/04 der Sprung in den Profi-Kader, für die er im Anschluss Einsätze sammeln konnte. Er hütete den Kasten in der Bundesliga, dem DFB- und Ligapokal sowie in der Champions League. Mit Oliver Kahns Abschied wurde die Tür zum Platz des Stammtorhüters aufgestoßen – zwischenzeitlich stellte er mit 27 Partien ohne Niederlage sogar einen Debütantenrekord in der Bundesliga ein. Die ohnehin schon schwierige Phase des FC Bayern unter Jürgen Klinsmann traf Michael Rensing besonders hart. Hans-Jörg Butt ersetzte den jungen Torhüter und erst Louis van Gaal gab ihm in der Saison 2009/10 wieder eine Chance. Rensing absolvierte die ersten drei Saisonspiele unter dem holländischen Trainer. Es folgten deutliche Unsicherheiten und Probleme, die van Gaal dazu veranlassten einen Torhütertausch durchzuführen und Butt erneut zwischen die Pfosten zu stellen. Es folgte das mittlerweile legendäre 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Es blieb aber vielen Fans nicht wegen des Torhüterwechsels in Erinnerung, sondern weil es das erste Spiel von Arjen Robben im Bayern-Trikot war. Rensings Zeit beim FC Bayern war damit beendet und er erhielt 2010 keinen weiteren Vertrag.

Als »vereinsloser« Spieler hielt er sich in der Münchner Umgebung fit und unterschrieb erst im Winter 2010 beim 1. FC Köln. Sein Vertrag beim Effzeh wurde verlängert, aber der Verein musste sich restrukturieren, um den Abstieg in Liga 2 zu verkraften, wodurch auch Michael Rensing wieder gehen musste. Er wechselte als zweiter Mann nach Leverkusen und zur Spielzeit 2013/14 zu Fortuna Düsseldorf. In der aktuellen Saison bestritt der vierfache Deutsche Meister, vierfache DFB-Pokal-Sieger und Champions-League-Finalist 2010 insgesamt 33 Partien und trug zum nun fast sicheren Klassenerhalt bei.

Wir gratulieren Michael Rensing zum 32. Geburtstag!

Presseschau

Renato Sanches kommt nach München

Eine überraschende Transfermeldung, die der FC Bayern da am Dienstag verbreitete: Mit Renato Sanches hatte niemand so wirklich gerettet. Unser Autor Steffen war bei MeinSportradio zu Gast und hat sich dort zur Verpflichtung geäußert. Wer sich noch einmal einen Überblick über den jungen Mittelfeldspieler machen möchte, sollte sich dieses Video ansehen. Diskutiert wurden im Anschluss vor allem die hohen möglichen Zusatzzahlungen – die von Raphael Honigstein jedoch hervorragend verteidigt werden.

Zeitonline über die Meisterschaft

Oli Fritsch von der Zeit schwankte unter der Woche zwischen Genie und Wahnsinn. Seine Beurteilung der Meisterschaft, die “nicht jeder Hausmeister” geholt hätte, trifft es auf den Punkt – fraglich allerdings sind seine Ausführungen zu den Neuverpflichtungen. Dass Renato Sanches nicht verpflichtet wurde, weil er gegen Bayern ein gutes Spiel machte, dürfte selbst Fritsch klar sein.

Talk zu Guardiola

Man kann Wolfram Eilenberger mögen oder nicht – seine Texte und Gespräche sind stets interessant zu hören. Beim Deutschlandfunk kamen er und Sportjournalist Ronald Reng zusammen und diskutierten über die Zeit von Pep Guardiola.

Neues Badge für den FC Bayern

Mit der 25. Meisterschaft seit Bundesligagründung hat sich der FC Bayern zwar noch keinen fünften Stern auf dem Trikot erarbeitet (hierzu gibt es seitens der DFL noch keine Regelung), aber immerhin ein besonderes Ärmel-Logo, das der Kicker kurz vorstellt.

To-do-List für Mario

Der Abgang von Mario Götze scheint immer wahrscheinlicher zu werden. Damit er bei seinem möglichen Umzug auch nichts vergisst, hat Jetzt, das junge Magazin der Süddeutschen Zeitung für Götze einen kleinen Erinnerungszettel geschrieben.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Zu Renato Sanches hat Rene Maric auf abseits.at eine wie immer sehr fundierte Einschätzung abgegeben, die auch auf die Schwächen des jungen Portugiesen eingeht:
    http://abseits.at/fusball-international/deutschland/transfers-erklaert-darum-kaufte-bayern-muenchen-renato-sanches/
    Auch ein Text zum Hummels-Transfer ist dort zu finden.

  2. Danke für den Link zum Deutschlandfunk, war sehr interessant und informativ.

  3. Kann ja über die To-do-Liste nicht wirklich lachen. Ich finds schade, dass wir Mario eventuell verlieren. Vor allem weil er im neuen Verein garantiert explodieren wird. Etwas das ich ihm immer noch bei uns zutraue.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wobei, die drapierte Kinder-Schokolade ist schon ganz witzig.

      Ich hoffe, dass er bei uns noch eine letzte Chance unter Ancelotti bekommt. Wenn er dann nicht “einschlägt”, in welcher Rolle auch immer, hat es wirklich nicht sollen sein.

    2. Ich schon. Allerdings wars bedingt witzig. Denke den Humor sollte man dennoch nicht verlieren. Sehe aber auch nicht, dass er irgendwo per se explodieren wird. Denke eher, dass er sich von dem Knick nicht mehr (so schnell) erholt. Immerhin scheint sich das Interesse anderer Clubs auch in Grenzen zu halten.

  4. Der Fritsch-Artikel ist wirklich zusammengeschusterter Quatsch. Beispiel:

    “Und Coman dribbelt meist dann, wenn er schießen soll, beziehungsweise umgekehrt. In den schwierigen Spielen der K.-o.-Phase der Champions League waren sie [Coman und Costa] keine große Hilfe.”

    Äh, Juventus? Gott sei Dank hat Mia san Rot es nicht nötig, auf Teufel-komm-raus irgendwelche knackigen Überschriften rauszuhauen und die Fakten beliebig danach auszurichten, wie offenbar selbst Zeit Online.

  5. Manchmal versteh ich es einfach nicht… hat ein ZEIT-Sportredakteur es nötig so einen reißerisch-schlechten Artikel zu veröffentlichen… auch wenn es Klicks & Comments ohne Ende gibt, aber das War einfach: “Setzen…6!”

    Sah mich auch genötigt, einen entsprechenden Kommentar zu schreiben:
    “”””
    Da ist er wieder, so ein inhaltsloser und schlecht recherchierter Artikel des Hr. Fritsch, der schwankt in seiner Artikelqualität zwischen Genie und Wahnsinn… teilweise der ZEIT nicht würdig!
    Den Hummels-teil will ich gar nicht mehr kommentieren, das Thema ist von allen “Experten” 3x durchgekaut worden.

    Was den Transfer von Renato Sanches angeht: Hr. Fritsch… glauben sie wirklich, dass ein 35plusX Mio-Transfer beim Branchenführer im Jahr 2016 aufgrund 2er vom Vorstand gesehener Spiele im CL-Halbfinale getätigt wird???
    Da liefen wahrscheinlich die abschließenden Verhandlungen aber doch kein Scouting mehr… Mann Mann!!

    Spieler dieser Kategorie fallen spätestens bei einer U16/17 Turnier auf und IN DER TAT, allen großen Vereinen und deren Scouts fallen solche Spieler auf. Im Falle von Sanches kann man sich sicher sein, dass er mehrere Jahre beobachtet wurde (bestätigt Hr. Rummenigge ja auch im Interview).

    Und zum Thema “schwache Scoutingergebnisse”: Eine Coman ist 19 und hat ganz normale Leistungsschwankungen in diesem Alter.
    Sie legen das als schlechtes Scouting aus… tut mir leid, da erwarte ich mehr vom Sportjournalisten der ZEIT als nur dieses DUMME KLISCHEE zur bedienen, dass in einem 5xx-Mio Umsatz-Fußballunternehmen im Jahr 2016 Spieler nach 2 mal hinschauen gekauft werden!
    “””

  6. Ich hab eine “Marotte”, die echt hilfreich ist.

    Bevor ich einen Artikel lese, schau ich erst mal, von wem der stammt. So nach dem Motto: “Wer schreibt mir da eigentlich ..?”

    Artikel in der Zeit, etwa von diesem Oli Fritsch, gebe ich schon gar nicht mehr. Das ist einer dieser typischen “Lohnschreiber”, die vom Chefredakteur die klare Ansage erhalten haben, “kritisch” über die Bayern zu schreiben. Um Missverständnisse auszuräumen: Ich habe nichts gegen kritische Kommentare. Aber wenn einer, egal was passiert ist, einfach automatisch kritisch schreibt, muss ich mich nicht mit ihm auseinandersetzen.

    Bei “Wolfram Eilenberger” schaue ich dagegen genauer hin. Der Mann ist ausgewiesener Bayernfan, hat einen Trainerschein und ist Chefredakteuer des Philosophie-Magazins. Letztes Jahr hat er eine 100% treffende Beschreibung des BVB unter Jürgen Klopp geliefert (wie eine Sekte). Die Dortmunder haben sich zwar aufgeregt., aber ihm in der Sache recht gegeben (Klopp weg, Tuchel da). Obwohl er Bayernfan ist, kommt von Eilenberger auch mal Kritik. Die kann man richtig oder falsch finden (so hat er z.B. eine umstrittene Bewertung des deutschen Handballtriumphs geliefert), jedenfalls lohnt es sich, sie zu lesen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Gute Info, danke für den Tipp!!

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