MSR117 Beine hoch am Tegernsee?

Justin Trenner 20.11.2019

Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern fand am Wochenende statt. Das große Thema war natürlich der Abschied von Uli Hoeneß. Wobei natürlich fraglich ist, inwiefern das ein Abschied war. Hoeneß bleibt im Aufsichtsrat. Wie sehr zieht er sich also zurück? Außerdem diskutieren wir die wichtigsten Zahlen des Rekordjahres und die Beförderung des Sportdirektors.

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— Oliver Kahn

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  1. Zur Jahresbilanz:
    Der Umsatz ist stark an den Erfolg auf dem Platz gekoppelt. So gesehen sind Steigerungen nur solange möglich wie auch die Mannschaft Erfolge einfährt. Über den Einkauf von “Superstars” könnte man noch nachdenken. Ob sich das dann wirklich rechnet kann man diskutieren. Ich weiß es nicht.
    Bei den Gewinnen wünsche ich mir keine Steigerung. Sie sollten sukzessive in die Mannschaft gesteckt werden und nicht aufs Bankkonto.

    Zu Hoeneß ist alles gesagt.

    Transparenz würde ich mir mehr wünschen bezogen auf die Strategie die der Verein verfolgt, denn da kann ich nicht wirklich einen roten Faden sehen. (Lahm ja anscheinend auch nicht, deswegen lassen die Äusserungen von Kahn hoffen). Verpflichtete Trainer und Spieler sollten auch unter diesem Aspekt erläutert werden.

    Von euch wünsche ich mir noch einen Artikel oder Podcast über die aktuelle Trainersuche. Pochettino oder ETH, wen würdet ihr bevorzugen?

    Euer Blog ist inzwischen zu meiner Lieblingsseite über den FCB geworden. Danke dafür.

  2. Das Problem mit Salihamidzic ist nicht die Außendarstellung, nicht die Kommunikation, nicht fehlende Transparenz. Das Problem ist seine konzeptuelle Kompetenz, die zu gering ist. Und die lässt sich darin u.a. beobachten, dass er nicht zu Äußerungen fähig ist, die eine eigenständige, konzeptuell geleitete Perspektive auf Spielgeschehen, Vereinsentwicklung, Transfers, usw. erkennen lassen. Ich bin noch nie schlauer geworden, dadurch dass ich ein Salihamidzic-Interview gehört habe. Das war bei Sammer, auch bei Hoeneß anders. (Auch wenn ich bei Hoeneß nicht immer zugestimmt habe.) Er ist, kurz gesagt, zu sehr Macher, zu wenig Denker. Das bestätigen ja auch alle Reden zu seiner Verteidigung, die allesamt das Machen stark hervorheben (Fleiß, Einsatz, persönliche Nähe). Alle diese Lobpreisungen haben aber – meiner Kenntnis nach – noch nie erwähnt, dass Salihamidzic eine große konzeptuelle Kompetenz besäße. In seiner Position muss man aber Konzepte als Leitlinien für kollektives Handeln entwerfen, beurteilen, verändern. Deshalb ist er dort keine ideale Besetzung. An anderen Stellen im Verein hingegen wäre er durchaus ein Gewinn.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hallo Liza, ich stimme dir absolut zu, daß man von Salihamidzic Auftreten in der Öffentlichkeit mit Sicherheit auf sein internes Handeln schließen kann. Da bin ich ganz bei deinen Ausführungen, und stimme dem zu.

      Idee:
      Wenn Salihamidzic so gut intern ist, und so schlecht in der Außendarstellung, dann ist es doch eine einfache für Alle gute Lösung, daß er ab sofort im Hintergrund arbeitet. Das würde Salihamidzic vermutlich selbst sehr helfen und gut tun.
      Und es wird sich doch wohl leicht jemand finden, der die Außendarstellung übernimmt. Jobsharing.

      Und schon sollten alle zufrieden sein. Salihamidzic als interner Fleißiger. Ein/e nette/r Sprecher/in nach außen.
      Und für die Konzeption der Zukunft: Rummenigge, Kahn und der neue Präsident (wie heißt der nochmal ?).

      Frage: Würde so ne einfache Regelung nicht Allen helfen ? und vieles imo beruhigen ?

      1. Ich glaube nicht, dass man ihm das abnehmen kann, ohne dabei seine Position anders zu untergraben. Der FC Bayern steht nunmal in der Öffentlichkeit wie kein anderer Klub in Deutschland. Da muss die Leitung sich ständig zu allen möglichen Themen äussern, und wenn sich jemand gezielt daraus zurückzieht, schränkt er selber klar seinen Einfluss ein. Kritische Impulse (im guten wie im schlechten) wurden bei Bayern schon seit Ewigkeiten über die Medien lanciert, rein intern kann man sich da nicht immer Gehör verschaffen. Wenn jetzt sagen wir mal ein neuer Sportdirektor kommt und das öffentliche Sprachrohr gibt, würden sich doch gleich wieder alle fragen, was Brazzo dann überhaupt noch zu sagen hat. Auch deswegen war es ja so verfehlt, ihm noch zu befördern, wenn es ihm an mehreren Stellen halt klar mangelt und er das Profil des Jobs halt nicht ausfüllen kann.

    2. @Liza: Volle Zustimmung.

      @ Neben dem Platz: Es geht eben nicht nur um die Außendarstellung. Diese lässt darauf schließen, dass ihm die strategische und konzeptuelle Kompetenz fehlt. Das ändert sich nicht, indem er keine Interviews gibt. Und sein Job als Vorstand erfordert eben genau das. Sonst muss ihm in Zukunft der Oli immer genau sagen, was zu tun ist, wie momentan der Uli und der Kalle.

      Und nochmal falls das jemandem nicht klar geworden ist: Das Problem ist nicht, wie er etwas sagt, sondern was er sagt. Es geht nicht um die Sprache. Die ist definitiv gut genug um zu sagen was er zu sagen hätte, wenn er was zu sagen hätte. Aber nicht nur nach dem Bochum Spiel ist er meist nur da, um da zu sein und ohne etwas sagen zu können oder zu wollen. Wie oben schön formuliert, man wird einfach nicht schlauer wenn man ihm zuhört. Weder wenn es um (strategische) Entscheidungen des Vereins geht, noch wenn es ums Spiel geht.
      (Letzteres war für mich übrigens bei Kovac dasselbe Problem. Ich hatte nie das Gefühl, dass er benennen kann, was das Problem ist oder was anders gelaufen ist als geplant – außer natürlich, dass die Mannschaft nicht die richtige Einstellung hatte oder nicht genug gekämpft hat. Wie es dazu kam, dass die vielen Fehler in der Verteidigung entstanden sind, konnte er nie erklären.)
      Ich will Brazzo auch gar nicht seinen Beitrag und seine Leistungen absprechen. Aber ich glaube einfach nicht daran, dass er der Richtige ist. Weil er nicht der konzeptionell denkende Stratege ist, der den Verein in die Zukunft entwickeln kann. Und das ist etwas, was ein SportVorstand m.E. bereits mitbringen sollte, wenn man ihn beruft.

      1. Ist es eigentlich die Aufgabe des Sportdirektors, die konzeptionelle Strategie der Öffentlichkeit zu erläutern oder ist das nicht eher eine Sache, die intern ablaufen sollte.
        Und machen wir uns doch nichts vor – was innerhalb des FCB intern konzeptionell entwickelt, gedacht oder gemacht wird, wissen sowieso nicht.

      2. @Anton: Natürlich ist es nicht zwingend die Aufgabe des Sportdirektors diese zu erläutern. Das ist auch nicht der Punkt.
        Ich (und auch viele andere) zweifle halt nur an seiner Fähigkeit diese zu entwickeln. Und das ist einfach nur meine persönliche Meinung, die sich aus den inhaltlichen Äußerungen seiner Interviews ergibt.

      3. Meine Denke ist ja, dass ich, wenn ich eine Strategie austüfteln kann, sie für mich klar habe und diese intern zu kommunizieren vermag, es dann auch relativ einfach ist, diese (mit ein paar weniger Details) nach außen zu kommunizieren.

      4. Wenn man das will!
        An einer konzeptionellen Strategie hängen doch vom Trainerteam bis zu Spielern auch Personalentscheidungen.
        Muss bzw soll man das denn unbedinget nach außen kommunizieren? Muss man denn die berühmten “schlafenden Hunde ” wecken.
        Aktuelles Beispiel – Trainer.
        “Wir sind uns einig, dass Hansi Flick bie Weihnachten und gegebenenfalls darüber hinaus Trainer bleibt.”
        Und was heißt das? Bleibt er über Weihnachten, kommt einer im Winter, kommt einer im Sommer, wovon ist es abhängig?
        Und in der Verlosung/im Wunschkonzert sind – Flick, Potechino, ten Haag, Allegri, vielleicht Tuchel, Guardiola.
        Und jeder von denen hat eigene Vorstellungen und ggf eigene Spielerwünsche.
        Und wenn man die entsprechenden “Wünsche” kommuniziert, steigen die Preise.
        Und auch ein Brazzo ist lernfähig, den Odoi-Fehler macht er nicht nochmal.

        Am besten ist der FCB in der Vergangenheit immer dann gefahren, wenn er nach außen hin möglichst wenig verlauten lies. Das ist zwar mittlerweile schwieriger geworden, aber immer noch machbar.
        Und weder einen Hainer noch einen Kahn schätze ich so ein, dass er mit “Wenn sie wüssten…., etc.” hausieren geht, was die Sache auch nicht einfacher macht.

      5. Mich amüsiert das Thema Salihamidzic ein wenig.
        Vieles erinnert einfach stark an Sammer.

        https://www.zeit.de/sport/2013-05/matthias-sammer-bayern-hoeness/komplettansicht

    3. Absolut richtig was du sagst

      Beispielsweise Kroeschke RBL

      Der kommt aus Paderborn!!!!! und setzt sich mit Nagelsmann ohne Minzlaff und Rangnick in die erste PK und beide umreissen extremst kompetent eloquent die sportlichen Ziele etc als wenn sie jahrelang nichts anderes gemacht hätten.

      Beide haben ein Selbstverständnis und ein Selbstvertrauen die einer hohen Kompetenz zu Grunde liegen, etwas was Salihamiczik vollkommen abgeht.

  3. Nein, Oliver Mintzlaff ist bzw. war nie Sportdirektor bei RB Leipzig! Das ist gegenwärtig Markus Krösche; zuvor Sportdirektor in Paderborn.

    Mintzlaff ist Geschäftsführer.

  4. @Liza, Frank, Neben dem Platz et al. Re. Salihamidžić, konzeptionelle Kompetenz und Außendarstellung:

    Wir haben uns ja in der Sendung berühmt, analytisch zwischen Salihamidžićs Arbeit hinter geschlossenen Türen und seinem Auftreten in der Öffentlichkeit zu differenzieren. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass Salihamidžićs Außendarstellung unglücklich oder ausbaufähig oder wie immer man das auch nennen möchte ist.

    Ich glaube aber auch, dass es daher doppelt schwierig (wenn nicht unmöglich) ist, von seinen Äußerungen in der Öffentlichkeit auf die Qualität seiner internen Arbeit zu schließen. Eine Frage der Logik. Wenn jemand grundsätzlich Probleme damit hat oder nicht Willens ist, dass, was er tut, kohärent und nachvollziehbar in der Öffentlichkeit darzulegen, dann darf bzw. sogar kann man daraus nicht unmittelbar auf die tatsächliche Qualität seiner Arbeit schließen. Als Analogie denke man z. B. an einen genialen Atomphysiker, der gerade dabei ist, die Kernfusionsenergie zu revolutionieren, kommunikativ aber keine zwei geraden Sätze hervorzubringen in der Lage ist – und das vielleicht auch gar nicht möchte, weil er Angst hat, Geheimnisse auszuplaudern oder sich auf irgendetwas festzulegen, was ihm hinterher zum Nachteil ausgelegt wird.

    Wenn ich versuchen würde, Salihamidžićs strategische und konzeptionelle Kompetenz näherungsweise zu bestimmen, würde ich mich in Ermangelung unmittelbaren Zugangs auf von außen empirisch beobachtbare Tatsachen stützen und nicht auf das, was er sagt oder nicht sagt.

    Und da haben Justin, der die Situation deutlich besser einschätzen kann als ich, und ich in der Sendung ja versucht, die Dinge, die empirisch für ihn sprechen, hervorzuheben: Die Transfers unter seiner (offiziellen) Federführung waren jetzt nicht soo schlecht, der Bayern-Nachwuchs scheint momentan zu florieren, der wirtschaftliche Erfolg der Bayern ist auch nicht gerade eingebrochen seit Salihamidžić dort arbeitet, und er ist enorm fleißig und rackert sich für den Club ab – und zwar auf eine Weise, die offenkundig von seinen Kollegen und Vorgesetzten goutiert wird und nicht, indem er nur den ganzen Tag Sand von links nach rechts schüppt.

    Insofern, scheint mir, kann er hinter verschlossenen Türen konzeptionell und operativ gar nicht so viel falsch machen wie man glauben mag, wenn er sich mal wieder innerhalb von zwei Tagen dreimal widerspricht oder totale Null-Aussagen in die Welt setzt.

    Natürlich habt ihr schon recht, wenn ihr sagt, klar, die Außendarstellung ist unabhängig von dem, was intern passiert, eine zentrale Kernkompetenz eines Sportdirektors, die er in unserer heutigen Medienwelt einfach draufhaben muss. Da stimme ich zu. Aber ich glaube auch, dass er grundsätzlich Defizite im kommunikativen Bereich viel einfacher und schneller aufholen kann als im operativen und strategischen Bereich. Und unter der Prämisse, dass es da einigermaßen okay läuft, würde ich ihm, wie ich im Podcast schon sagte, einfach noch ein bisschen Zeit geben wollen.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich stimme zu, dass man seine Leistung in diesen internen Bereichen nicht seriös bewerten kann, da ist ausser dem Transfergeschäft nichts für Aussenstehende transparent. Aber ich störe mich an den Argumenten, die dann immer für eine positive Bewertung herangezogen werden.

      Zum einen, dass Brazzo lernfähig sei – wäre natürlich gut für ihn, aber das hört sich immer noch nach Trainee an. Von jemandem, der jetzt die dritt- oder vierteinflussreichste Position im Klub bekommt, erwarte ich doch, dass er ausgelernt hat und das gesamte Aufgabengebiet kompetent wahrnehmen kann. Zweitens, wenn er so schnell lernt, warum hat sich die Kommunikation dann nicht schon längst verbessert? Er ist jetzt über zwei Jahre hier und liefert immer noch bizarre Auftritte in kritischen Situationen ab (“Riesenspiel!”).

      Und drittens, und am schwerwiegendsten: wenn man Dein Beispiel mit dem Wissenschaftler nimmt, dann werden rhetorische Defizite in Kauf genommen, weil er im Fachbereich halt nicht nur okay, sondern eben genial ist. Dafür gibt es bei Brazzo wirklich absolut keine Anhaltspunkte. Die konkreten Beispiele für seine Arbeit, und dann sind wir wieder bei den Transfers, fallen gemischt aus. Mit Davies war eine wirkliche Granate dabei, dann mit Hernandez und Pavard zwei der Kategorie “gut, aber für Bayern kein Kunststück”, und mit dem geplatzten CHO-Transfer ein wirklich selten peinlicher Flop. Das sieht für mich echt nicht nach danach aus, dass wir den nächsten Monchi oder Begiristain im Haus hätten, und er nur noch kleinere Kommunikationsdefizite aufholen muss.

    2. Ich denke ich weiß, was Du meinst aber der Vergleich hinkt leider.

      Ein Atomphysiker wird niemals zum Professor berufen, wenn er keine zwei Sätze formulieren kann. Klar ist das bei der Berufung vielleicht wichtiger als beim Sportvorstand, weil es auch für die Vorlesungen erforderlich ist, dass man ihn auf die Studierenden (analog die Reporter) loslassen kann. Aber man würde einem Wissenschaftler, der überhaupt nicht in der Lage ist, seine Ideen zu erläutern, auch nicht zutrauen, dass er in der Lage ist, die Ideen zu entwickeln. Für den Job gibt es analog zum Vorstellungsgespräch einen Berufungsvortrag und Gespräche mit den Kollegen, da kommt man definitiv nicht durch, wenn man das Gefühl vermittelt, da steckt nichts dahinter als heiße Luft. Und dann ist Endstation.

      Der Unterschied ist wohl, dass Uli auf das Vorstellungsgespräch verzichtet hat und einen Geistesblitz im Taxi hatte und dann gesagt hat, Kalle den nehmen wir. Und das ist ja auch ein Teil des Problems.

    3. @Alex
      Du hast recht man kann seine interne Arbeit nicht seriös von aussen bewerten weder in die eine NOCH in die andere Richtung.

      Was wir aber wissen das er als Novize ohne jegliche Erfahrung und Qualifikation quasi als Lehrling in diese Position gehievt wurde*(was sicherlich auch den Abschied von Reschke zur Folge hatte).
      Learning by doing ist ja ok aber doch nicht gleich als SPORTDIREKTOR in leitender Funktion.
      Dein Vergleich mit dem Prof. hinkt da gewaltig.

      Salihamiczik kannst du doch nicht ernsthaft Transfers zurechnen wie Lucas Pavard und Coutinho ( oder die die vor seiner Zeit eingetütet waren wie Goretzka). KHR ist zuständig im Vorstand für den Bereich Sport und trägt damit die Verantwortung, Salihamiczik reportiert an ihn, transferentscheidungen si d auch beim FCB immer teamentscheidungen bzw letztlich die der Alphas.
      Laderplanung macht auch eher Neppe den Reschke als rechte Hand installiert hatte und damit das Netzwerk.

      Wie soll Salihamiczik ohne Netzwerk ohne berufserfahrung ernsthaft irgendetwas substantielles beigetragen haben.

      Know how fällt doch nicht vom Himmel.

      Nein er hat jetzt 2,5 Jahre gelernt und wird vom AR zum SportVS bestellt, Uli KHR und Hainer bzw die anderen AR werden sich schon etwas dabei gedacht haben.
      Aber als VS wird er transparent und dann gibt es keine Ausreden mehr.
      Mmn ist er nach wie vor nicht die ideale Besetzung

      1. Aber alle haben rumgeheult, als der böse Uli den Lahm vergrault hat, der nach seiner Spielerkarriere eigentlich sofort Sportvorstand werden wollte. Der wollte dann ja nicht mal mehr Sportdirektor werden!
        Und was hatte der für eine Top-Ausbildung als Sportdirektor oder Sportvorstand – Verdienter Spieler des FCB – und was sonst?
        Da habe ich aber nirgendwo gelesen – wie kann man nur einen Novizen zum Sportdirektor oder Vorstand machen wollen. Know how fällt doch nicht vom Himmel!
        Den hätten komischerweise alle auch ohne jede Ausbildung mit Kusshand akzeptiert.

      2. Wichtig ist heutzutage, dass Du Dich so smart ausdrücken kannst, dass sich andere blenden lassen.

    4. Ich gebe euch allen schon Recht. Ich bin jetzt von Hasan Salihamidžić auch nicht so wahnsinnig überzeugt. Im modernen Medienfußball ist die Fähigkeit zu einer ordentlichen Außendarstellung eine conditio sind qua non für einen Sportdirektor, eine echte Kernkompetenz.

      Vielleicht schwingt in meiner wohlwollenden Haltung ihm gegenüber auch nur die Hoffnung mit, der Glaube, dass er in Wirklichkeit gar nicht so schlecht arbeiten kann vor dem Hintergrund, dass er von allen Seiten so gelobt wird und zumindest rein faktisch die Bayern in den letzten Jahren weder ökonomisch noch sportlich noch sonst irgendwie komplett vor die Wand gefahren sind.

      Ich glaube, was den Bayern (und auch anderen Fußballvereinen mit ähnlich zum Kopfschütteln verleitenden Verantwortlichen) wirklich entgegenkommt, ist die Tatsache, dass der Fussball meines Erachtens generell ein relativ vormodernes Unterfangen ist. Auf welche Weise da manchmal auf höchster Ebene Entscheidungen zustandezukommen scheinen, wie es um die Governancestrukturen in den Vereinen bestellt ist, wer was wie sagt und sich nach außen präsentiert, erinnert mich oft eher an absolutistische Königshäuser des 18. Jh. als an moderne Unternehmen. Dazu passt auch, dass der ganze Fußball großenteils von Netzwerken und Beziehungen und persönlichen Kontakten zu leben scheint, genau wie es die Königshäuser und Fürstentümer damals auch taten. Nepotismus, kurze Dienstwege, persönliche Bande, individuelle Vorlieben statt Aktenförmigkeit, Rationalität, Unpersönlichkeit, intersubjektive Nachvollziehbarkeit usw.

      Will sagen, im modernen Fußball kann selbst ein unfähiger Sportdirektor (und ich meine damit nicht Salihamidžić, sondern ganz allgemein) einen Club nicht dafür sorgen, dass man signifikant hinter seine Konkurrenten zurückfällt – bei denen sieht es nämlich oft auch nicht besser aus.

    5. @Alex
      Wenn wir im Kontext EBITDA EBIT EBT reden und Abschreibungen bzw Zinsen oder Liquidität dann reden wir von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und nicht von Verbindlichkeiten bzw Forderungen aus dem normalen operativen Geschäft. Deshalb ist ein Blick auf das UV auch nicht besonders aussagefähig sondern die Nettoliquidität die uns aber immer nur per JA zur Kenntnis gelangt. Diese war per 30.6.18 211 Mio!

      Davon abgesehen bleibe ich dabei das man schon früher in den Kader investieren könnte.
      MCFC hat sehr viele Spieler um die 40- 60 Mio gekauft die jetzt 80-100 wert sind.
      KdB und Sane waren doch no brainer die wir auch nachweislich verpflichten wollten aber die an 10-20 Mio gescheitert sind. Man hat den Markt falsch eingeschätzt denn jetzt gibt man eben für Sane 100 Mio aus-zurecht! Ich sage ja nicht das man auf Teufel komm raus kaufen soll aber wenn quality da ist sollte man zugreifen.
      Man macht es ja so nur eben nicht kontinuierlich. Und die Vidal Sanches Tolisso Transfers sind mMn zweifelhaft.

      Wenn du den JA liest steht als oberste Zielsetzung der AG eine kontinuierliche Investmenttätigkeit in Spieler um den immer maximal besten Kader zur Verfügung zu haben.
      Das heißt nicht wild einkaufen und alles auf den Kopf hauen aber das man kontinuierlich investiert. MMn ist die Entscheidung 2018 nichts zu machen und alles auf 2019/20 zu konzentrieren falsch bzw suboptimal. Do bewegt man sich nicht clever im Markt.

      In einem steigenden Markt kauft man eher früher wenn man weiß das man kaufen muss und eben nicht wenn der Markt weiter gestiegen ist. Da hat das Management mMn daneben gelegen.
      Juve hat zb sehr viele Spieler ablösefrei gekauft und mit Ablöse verkauft. Deshalb sehe ich persönlich auch mehr Sinn darin einen Eriksen plus Havertz zu verpflichten als alles auf Coutinho zu setzen.

      Anyway we seem to agree to disagree in certain aspects

  5. Ich möchte nur kurz zwei Dinge, die auch zusammenhängen, ansprechen. Im groben gehören sie auch zur “Außendarstellung”.
    Vor einiger Zeit hatte ich kritisiert, dass Brazzo nach Spielen immer erst Kovac hören muss bevor er was zum Spiel sagen kann. Das ist im Podcast mit “er ist vom Fußball und nicht als gelackter von der Uni gekommen”, unterstützt worden. Er hat im Gegensatz zu Sammer, der immer als Positivbeispiel genannt wird, leider in diesem Punkt keine Kompetenz.
    Und damit zur “Perspektive”. Wie ist er bei der Vorstellung von Kovac von Uli in den Kompetenzhimmel gehoben worden. “Er hat ein hervorragendes Trainerprofil erarbeitet”…
    Ihr macht im Podcast aber einen Fehler, wenn ihr davon sprecht, dass von den vielen Profiverträgen keiner es in die 1. Mannschaft geschafft hat. Die 3. Liga ist eine Profiliga. Und sie sind da auch integriert. Außerdem füllen einige auch den Trainingskader und die Reservebank auf.

  6. In der Vorstellungs-Pressekonferenz damals wurde eindeutig gesagt, dass es KH Rummenigge war, der die Idee hatte, Salihamidzic als Sportdirektor zu holen.

    Woher kommt also die Deutung vom Hoeneß-Mann Brazzo, oder wie im Podcast behauptet, Hoeneß habe ihn geholt?

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Versteh ich auch immer nicht.
      Aber die Korrektur ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    2. @Tschemp: Wenn das auf meinen Post bezogen war: Dann war es halt Kalle der zu Uli gesagt hat, den nehmen wir (und dann hat Uli zu Kalle gesagt, den nehmen wir). Denn das ist ja m.W. auch eindeutig gesagt worden, dass die Idee, von wem nun auch immer sie kam, auf einer Taxi Fahrt entstand und dann beide direkt gesagt haben den nehmen wir. (Ich meine es hat von UH eine Aussage zur Taxifahrt gegeben, konnte keinen O-Ton finden.)

      Das ändert alles nichts daran, dass ein ehemaliger Spieler geholt wurde, dessen Erfahrungen in dem Bereich weitestgehend gegen Null gingen. Und da, muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich kein Verständnis für. Einen blutigen Anfänger ohne jegliche Spielerfahrung stellen die Bayern ja auch nicht ohne Not direkt in nem KO Spiel auf den Platz. Und der Umstand mit der Taxifahrt nährt bei mir halt den Verdacht, dass da nicht aufgrund seiner Erfahrung und Kompetenz entschieden wurde, sondern weil man eine schnelle Lösung brauchte.

      Dass man ihm nun den Rücken stärkt ist verständlich. Dass Uli nicht einen Grüßonkel installieren will, sondern seine Nachfolge regeln wollte, ist für mich klar. Dass Brazzo alles falsch macht oder vollkommen unfähig ist, habe ich auch nie gesagt. Dennoch war er meiner Meinung nach für den Sportdirektor schon nicht qualifiziert.

  7. Zu Justins Forderung nach einer Art Zuarbeiter, unterstützenden Kompetenz für Brazzo: der ist schon da! Neppe. Der scoutet für Brazzo, der plant den bzw die Kader, der schlägt ihm Sancho, Haland, Odoi oder Davies vor, der fliegt mit zu Verhandlungen, der hat Reschkes Netzwerk, der bleibt im Hintergrund.

    Im Prinzip ist Neppe der Sportdirektor unter dem Vorstand Brazzo.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Dann brauchen wir zusätzlich nur noch den Teammanager, der den bestehenden Kader und die Verbindung zum Vorstand und zum Trainer managt und die Interviews gibt.

      1. Krüger ist Teammanagerin

    2. Absolut richtig
      Und der baut sich die digitale Datenbank auf die andere Clubs schon lange haben.

      Woher soll Salihamiczik auch sonst das know how haben wenn er noch nie zuvor in diesem Bereich gearbeitet hat

  8. Blase ist vielleicht ein zu großes Wort für die aktuelle Situation im europäischen Fußball. Die Gründe wurden im Podcast angesprochen. Heiß gelaufen ist ein passenderes Wort. In den 00er Jahren traf die Kirch-Pleite die Bayern und die Bundesliga schwer. Damals sahen wir eine deutliche Reduzierung des Wachstums über Jahre und das war auch die Zeit, in der Bayern international auch nicht viel mitreden konnte. In England bzw. in der Premier League droht aber momentan ein ähnliches Szenario. Der Brexit wird nachhaltige Folgen für die Vereine in UK haben und wenn es nur die Abwertung des Pfunds sein wird. Wenn ihre 2,3 Mrd Pfund in der Eurozone mittelfristig 20% weniger wert sein werden verliert eine treibende Kraft beim Wachstum der Zahlen in Sachen Ablösen, Gehälter und Co. deutlich an Konkurrenzfähigkeit und das werden wir hier auch spüren, dass der Druck nach oben nachlassen wird. Wenn Vereine wie Frankfurt mit dem Verkauf von 2 Spielern mal eben 100 Mio in die Kassen spülen sind das Summen, die vor 10 oder auch nur 5 Jahren unvorstellbar waren.

    Bei Bayerns Umsatz sehe ich das noch nicht so problematisch. Da scheint es ja auch eine Art natürliche Obergrenze bei gut 800 Mio zu geben. Barca lag in den vergangenen Jahren auch nur wegen den Transfers über dieser Marke, wobei die vermutlich ordentlich Verlust inklusive haben.

    Der interessanteste Punkt sind daher doch eigentlich immer die Lohnkosten und das Verhältnis zur Gesamtbilanz. Bayern liegt da mit gut 45% und 336 Mio auf einem sehr konservativen Wert wenn man das mit den anderen Vereinen Europas vergleicht.

    Barca bezahlt Lohnkosten von knapp 560 Mio im Jahr, allein 100 Mio für Messi und liegt dabei bei 81% des Umsatz. Real liegt mit 430 Mio und gut 60% ebenso am oberen Ende der Lohnkosten. Barca, Juve, Arsenal, Real und Liverpool geben prozentual mit gut 60% und mehr am meisten für die Gehälter aus.

    https://www.realtotal.de/gehaelter-barca-juve-und-arsenal-geben-prozentual-mehr-aus-als-real/

    Die Abgänge von Hummels, Ribery, Robben, James und Rafinha dürften auch gut 50 Mio freigeschaufelt haben bei den Lohnkosten. Die Zugänge dürften diese Saison das wieder auffressen, aber ob Coutinho mit seinen gut 25 Mio im Jahr auch noch nach dem Sommer auf der Gehaltsliste steht ist ungewiss.

    Wie viele Trikots Bayern in Südamerika mehr verkauft weil Coutinho bei uns spielt werden sie wissen. Wie viel sein sportlicher Mehrwert ist und ob es ein solches Gehalt rechtfertigt.

    Ein anderer Punkt ist, dass das berühmte Festgeldkonto den Bayern derzeit auch recht wenig bringt. Bei einem Kontostand von 200 Mio werden die Bayern da nicht daran vorbeikommen ebenfalls Negativzinsen zu bezahlen. Trotzdem glaube ich nicht, dass das nachhaltig angerührt wird. Das waren Bayerns und UHs Tugenden, in schlechten wie auch guten Zeiten die den Verein heute in diese starke Position gebracht haben.

    So Tugenden, die man in Barcelona wohl eher nicht hat. Die werden auch jeden Tag dafür beten, dass wir die Option ziehen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Für uns sollte die gute Ausgangslage 2014 der Massstab sein

      Und da muss man konzertieren das wir eben nicht alles rausgeholt haben.
      Mit Pep und den gigantischen Zugewinnen der Marke FCB hätten wir den Kader maximieren müssen.
      Z.B.
      Statt einen Götze eben einen Neymar.
      Statt einem Sanches einen KdB
      Und statt eines Costa einen Sane
      Da haben Sammer KHR und Reschke einiges verpasst trotz Pep
      Und Uli hat dann ja noch mehr blockiert.

      Die Personalkosten sind natürlich immer noch super im Vergleich zu den anderen aber die AAA und DT zahlen uns vergleichsweise viel zu wenig.

      Kirch hat natürlich viel Stillstand erzeugt aber er hat mit Premiere eben auch nicht das durchgeholt was Murdoch mit sky mit der EPL systematisch aufgebaut hat.

      Murdoch versteht das das ganze ein entertainment ist aber gleichzeitig in die Qualität der Spieler und Trainer investiert werden muss

      Erst durch seine hohen TV Zahlungen konnte die EPL die ganzen ausländischen Stars holen. Als die dann begriffen hatten nachdem wir sie in wembley abgeledert hatten das man ihre vielen inkompetenten Trainer durch internationale kompetente ersetzen muss ( zusätzlich zu Fergie mou und wenger) haben sie wieder aufgeholt.

      Ansonsten siehe oben in der Antwort an Alex

  9. @918 in aller Kürze:

    EBT vs. EBIT vs. EBITDA: kann man so sehen. Die Zinsen müssen natürlich auch verdient werden. Letztendlich ist es aber wohl am wichtigsten, dass man beim interbillanziellen Vergleich immer die selbe Größe heranzieht.

    Zur Verschuldung: Das stimmt so nicht. Die Bayern haben sehr wohl Verbindlichkeiten, und zwar in Höhe von ungefähr 155 Millionen Euro. Siehe hier: https://www.dfl.de/de/hintergrund/lizenzierungsverfahren/finanzkennzahlen-der-proficlubs/

    Ich frage mich sowieso immer, wie diese Geschichte von den null Verbindlichkeiten bei den Bayern in die Welt gekommen ist. Wer hat diese Story jemals erfunden? Prall gefülltes Festgeldkonto heißt ja nicht keine Schulden. Bei vielen Leuten scheint das offensichtlich trotzdem im Kopf so kurzgeschlossen zu sein. Auch bei dir…?

    EDIT: Laut swiss ramble hat der FCB tatsächlich keine Verbindlichkeiten (https://threadreaderapp.com/thread/1197421955009396743.html). This is what I call conflicting information. Anyone able to help?

    Was die Höhe der freien Cashflows und AfA angeht, kann ich auch nur spekulieren. Ich glaube, wir warten besser auf die Bilanz.

    In Bezug auf den Kader und Transfers kann ich deine Gedanken grundsätzlich nachvollziehen, aber natürlich ist es immer besonders einfach, im Nachhinein, wenn die Spieler schon zu Stars geworden sind und großartige Karrieren hinter sich haben, zu sagen: Da haben die Bayern aber ganz schön gepennt oder waren zu ängstlich usw. Das ist mir etwas zu einfach.

    Und die Bayern haben eben es eben bisher zu einem ihrer Geschäftsprinzipien gemacht, am Transfermarkt lieber defensiv zu agieren und nicht jeden gehypten Spieler um jeden Preis zu verpflichten.

    Von Einzelfällen abgesehen halte ich das grundsätzlich auch für eine gute Strategie, weil sie eine vernünftige Balance zwischen sportlichem Potential und finanzieller Verantwortlichkeit schlägt.

    Sieh es doch mal so: Im absoluten Grenzbereich (also so ungefähr im Bereich der regelmäßigen Champions League Viertelfinalanwärter und besser) sind die Qualitätsunterschiede zwischen den Kadern der einzelnen Vereine so marginal, dass das Gewinnen in einer KO-Begegnung viel mehr von tagesaktuellen Umständen abhängt als davon, ob der eine Kader jetzt nominell noch einmal 5% besser ist als der andere.

    Im großen und Ganzen machen es die Bayern diesbezüglich schon ganz vernünftig meiner Meinung nach. Nicht zu viel Geld in den Kader investieren und trotzdem absolut konkurrenzfähige Spieler anheuern.

    Re. Auslandsvermarktung: Riesen-Markt mit viel Luft nach oben, keine Frage. Ich denke, das haben wir beide jetzt oft genug betont.

    Re. Indien, Lateinamerika, Süd-Ost-Asien etc.: Rein wirtschaftlich gesehen sind solche Transfers von Fußballern, die sportlich eher zweifelhaften Wert haben, sicherlich allein schon deshalb interessant, weil man sich damit in null komma nichts Millionen neuer Follower und potentieller Fans erschließen kann. An der Sache mit Müller siehst du ja, wie schon kleine Funken reichen, um große Feuer anzufachen.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Auch bei SwissRamble hat der FCB Verbindlichkeiten.
      “Using the broadest definition of debt, #FCBayern total liabilities are only €234m”

      Die Definition ist hier das Entscheidende. Wenn man vom schuldenfreien FCB spricht, meint man gemeinhin (meist natürlich implizit und unbewusst) Finanzverbindlichkeiten.

    2. @Alex
      Wenn wir im Kontext EBITDA EBIT EBT reden und Abschreibungen bzw Zinsen oder Liquidität dann reden wir von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und nicht von Verbindlichkeiten bzw Forderungen aus dem normalen operativen Geschäft. Deshalb ist ein Blick auf das UV auch nicht besonders aussagefähig sondern die Nettoliquidität die uns aber immer nur per JA zur Kenntnis gelangt. Diese war per 30.6.18 211 Mio!

      Davon abgesehen bleibe ich dabei das man schon früher in den Kader investieren könnte.
      MCFC hat sehr viele Spieler um die 40- 60 Mio gekauft die jetzt 80-100 wert sind.
      KdB und Sane waren doch no brainer die wir auch nachweislich verpflichten wollten aber die an 10-20 Mio gescheitert sind. Man hat den Markt falsch eingeschätzt denn jetzt gibt man eben für Sane 100 Mio aus-zurecht! Ich sage ja nicht das man auf Teufel komm raus kaufen soll aber wenn quality da ist sollte man zugreifen.
      Man macht es ja so nur eben nicht kontinuierlich. Und die Vidal Sanches Tolisso Transfers sind mMn zweifelhaft.

      Wenn du den JA liest steht als oberste Zielsetzung der AG eine kontinuierliche Investmenttätigkeit in Spieler um den immer maximal besten Kader zur Verfügung zu haben.
      Das heißt nicht wild einkaufen und alles auf den Kopf hauen aber das man kontinuierlich investiert. MMn ist die Entscheidung 2018 nichts zu machen und alles auf 2019/20 zu konzentrieren falsch bzw suboptimal. Do bewegt man sich nicht clever im Markt.

      In einem steigenden Markt kauft man eher früher wenn man weiß das man kaufen muss und eben nicht wenn der Markt weiter gestiegen ist. Da hat das Management mMn daneben gelegen.
      Juve hat zb sehr viele Spieler ablösefrei gekauft und mit Ablöse verkauft. Deshalb sehe ich persönlich auch mehr Sinn darin einen Eriksen plus Havertz zu verpflichten als alles auf Coutinho zu setzen.

      Anyway we seem to agree to disagree in certain aspects

      1. @918:

        Ich stimme Dir in allen Punkten i. W. zu. Ich möchte hier auch gar nicht künstlich irgendeinen Dissens zwischen uns beiden aufbauen.

        Kontokorrentverbindlichkeiten und langfristige Darlehen von Null sind natürlich prima vista eine ganz prima Sache (weil kein Kapitaldienst), aber einer meiner Professoren pflegte immer zu sagen: Ein Unternehmer, der keine Verbindlichkeiten aufnimmt, ist kein Unternehmer, sondern ein Unterlasser.

        Denn wenn man weiß, wie man das Geld vernünftig investiert und die erwartete Gesamtkapitalrentabilität größer als die Fremdkapitalzinsen sind, spricht nichts gegen das Aufnehmen von Schulden.

        Und dann muss man sich bezüglich der Investitionen in den Kader als Verein eben irgendwann die Grundsatzfrage stellen: Sind wir zuvorderst ein Sportverein oder ein Wirtschaftsunternehmen?

        Entscheidet man sich für die wirtschaftliche Seite, ist das konservative Vorgehen der Bayern bei den Transfers bestimmt nicht das schlechteste. Entscheidet man sich allerdings dafür, sportlich quasi wie programmiert immer in der europäischen Elite mitzumischen, dann wird man wohl früher größere Risiken auch bei der Verpflichtung von in ihrer sportlichen Entwicklung noch nicht ganz abschätzbaren Transfers eingehen müssen – aus unter Inkaufnahme des Risikos, dass dann kurz bis mittelfristig die Rentabilität leidet.

        EDIT: ManUnited ist übrigens ein Beispiel für einen Verein, der sich in den vergangenen Jahren deutlich für den wirtschaftlichen Weg entschieden hat. Der Verein ist ökonomisch enorm erfolgreich, aber was die da seit einigen Jahren spielerisch auf dem Platz anbieten – schön ist das nicht…

      2. Ich sehe das ähnlich. Das Fussball-Business ist ja von zwei grossen Trends geprägt: enorm schnelles Wachstum und stetig zuströmendes Kapital (nicht immer mit Gewinnerzielungsabsicht, siehe PSG). Dazu kommt noch das allgemeine Niedrigzinsumfeld, das Investitionen begünstigt. Als Resultat steigen die Spielerpreise immer weiter, und man sollte keine Transfers aufschieben, die sportlich notwendig oder sinnvoll sind. Ein Ende dieses Trends oder Platzen einer Blase lässt sich, wie im Podcast angesprochen, ja auch nicht erkennen. Wenn die Daten von Swissramble stimmen, dann finanzieren United und Barca jeweils einen Milliarden-Schuldenberg mit 1.5-2% im Jahr. Da kann man lange warten, bis sie dadurch Probleme bekommen.

        Ich denke aber auch, dass Bayern aus den versäumten Transfers 2015-2019 gelernt hat. Dieses Jahr haben wir ja schon investiert wie nie und wären bereit gewesen, nochmal über 100 Millionen für Sané oben drauf zu legen. Der Transfer wird dann halt nächsten Sommer realisiert, und ich hoffe, dass man sich Havertz auch nicht entgehen lassen wird. Dann hätte man ein Team zusammen, das von der Qualität und vom Alter her jahrelang um die Champions League mitspielen kann.

      3. @Alex
        Sie Glazers hatten noch nie Interesse am Sport. Für die geht es um ROI max.
        Du weisst das sie um Old Trafford das weltweit größte Kasino bauen wollten was die Hauptmotivation des Kaufs war. Aber anders als Qatar AbuDhabi FSG Abra etc haben die bisher 0,0 in MUFC investiert genauso wie Kroenke 0,0 in den AFC sondern schön gemolken.
        Aber MUFC AFC Milan sind wie gesagt die warnenden Beispiel für uns wenn man nicht nachhaltig und richtig in den Kader investiert und vor allem nicht einer Philosophie folgt egal wer Trainer ist.

        Deshalb nochmal mMn waren Anc und Kovac Fehlentscheidungen genau wie Götze Benatia Sanches Tolisso Vidal …
        Genau wie die Nichtverpflichtungen von Neymar KdB Sane.

        Deshalb wäre jetzt ein Konzepttrainer der entsprechend unserer Philosophie mal 3-4 Jahre erfolgreich arbeitet wohltuend.

        Deshalb wäre ein SportVS mit mehr Kompetenz und Erfahrung einfach auch besser um rechtzeitig konstant nachhaltig den Kader zu verbessern.

      4. @Horst
        Die Tage der ungebremsten Kapitalspritzen von Investoren sind ja vorbei durch das FFP.
        Und die verdeckten Tahlungen über getürkte aufgeblasene Sponsorenzahlungen auch wie die FIFA durch ihre kürzlichen Aktivitäten gegen PSG und MCFC untermauert.
        Beide erhalten wohl und völlig zurecht empfindliche Strafen.

        Investitionen in die Infrastruktur wie Stadien und NLZ unterliegen ja nicht diesen Restriktionen was sinnvoll ist.

        Vor allem bei 0 und Negativzinssätzen sind Investitionen wie Real Barca etc sie vorhaben in Stadionaus und Umbau sinnvoll.

        Warum die AA nicht auf 100.000 umbauen??

        Aber neben den Spinsoring sind eben auch Teansfererlöse immer mehr ein Faktor.

        In Barcas 19/20 Budget kalkuliert man mit ca 150 Mio Transfereinnahmen.

        Bisher sind in allen Betrachtungen bei der UEFA/ FIFA Lizenzverfahren, KPMG, Deloitte, Brand Finance, swiss ramble die Teansfereinnahmen von denen des originären Bertriebs getrennt.

        Aber viele grosse Clubs sehen eben das Benfica Sporting Porto Atletico Saints und vor allem CFC mit ihrem model viele zusätzliche Einnahmen generiert haben.

        Auch wenn die UEFA die Anzahl der registrierten Spieler pro Club limitieren wollen wird es schwierig in den Konstruktionen CFC/ Genk , RB L SB NYC , Citygroup , etc diese durchzusetzen.

        Auch FSG denkt ja bereits weiter und will die LFC Plattform für die MLS Asien und Südamerika nutzen.
        Deshalb wird mmn Klopp auch noch lange Zeit bei FSG nachbseiner Trainerzeit eingebunden sein.

        Die Glazers und Kroenke sind einfach zu dumm oder satt ihre EPL Clubs entsprechend zu nutzen.

        Mmn werden die Clubs die die EPL/ MLS Verzahnung erfolgreich hinbekommen zukünftig sehr erfolgreich sein.

        Das Qatar / AbuDhabi /Saudi Investment hat keine Zukungt und spätestens nach der WM ist der Hokuspokus vorbei.

        PRC mit Xi voran werden allerdings weiter massiv investieren und alles daran setzen die WM zu bekommen. Deshalb hat man ja auch den Adidas/Kirch/Jakob Vorgänger infront gekauft.

        Die EPL hat allerdings den sprachlichen kulturellen Vorteil und deshalb gibt es so viele US Investoren dort.

        Die TV Auslandsvermarktung der EPL bringt inzwischen mehr als die Inlandsvermarktung (NBC vs SKY/BT).

        Nur muss man abwarten denn Comcast hat ja jetzt beide unter Kontrolle NBC und SKY.

        Durch die neuen Streaming Plattformen aller content Provider die ja nun alle fast ausschliesslich aus USA kommen (auch DAZN Eigentümer Blavatnik ist Amerikaner obwohl er Putin Freund ist) wird sich das ganze noch mehr im englischsprachigen Raum konzentrieren.

        Mal sehen wie die DFL da in Zukunft über Zentralvermarktung auf den grünen Zweig kommen will .

      5. @918, Horst:

        Die unbedingte Renditeorientierung der amerikanischen Investoren à la Glazer etc. finde ich nicht per se problematisch, denn auch diese Investoren werden irgendwann realisieren (müssen), dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg langfristig sportlichen Erfolg voraussetzt. Ein Club wie ManUnited schöpft jetzt den finanziellen Rahm des Erfolgs der Zeit zwischen den 90ern und ~2010 ab. Wenn die aber auf dem Platz noch weitere 10 Jahre so ein unattraktives Zeug wie im Moment anbieten, dann werden sie sich langfristig nicht mehr nur immer seltener für die Champions League qualifizieren, sondern auch in ihrer Markenstrahlkraft nachlassen. Das hat dann wieder negative Konsequenzen für das Merchandising, Sponsoring, Werbung etc. und beim Verkauf von Digitalabos für ihren hauseigenen Fernsehsender.

        Also muss langfristig selbst der größte Renditehai ein Interesse an sportlichem Erfolg haben, auch deine 0,0 Glazers und Kroenkes (es sei denn, sie stoßen ab).

        Beim FFP hoffe ich genau wie du, dass die UEFA jetzt endlich begriffen hat, was die Stunde geschlagen hat, und ihr eigenes (im Prinzip ziemlich gutes) Regelwerk endlich auch in der Umsetzung ernst nehmen. Es würde Zeit.

        Im Gegensatz zu dir würde ich als Bayern München nicht zwingend noch in den weiteren Ausbau des Stadions investieren. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Investition desselben Geldbetrages in die Auslandsvermarktung (Partnerschaften, Fußballschulen, Landesrepräsentanzen usw.) zur Steigerung der Markenbekanntheit, Etablierung von wichtigen wirtschaftlichen und sportlichen Beziehungen etc. vielleicht sinnvoller wäre. Auf der ganzen Welt warten 7 Milliarden Menschen, denen die Bayern noch ihre Digitalabos, ihre Werbeverträge und ihr Merchandising verkaufen können!

        Übrigens, was die TV Verträge angeht: Die EPL hat genauso eine Zentralvermarktung wie auch die Bundesliga, die Ligue 1, die Serie A und La Liga. Diesbezüglich haben die Bayern also gegenüber den anderen europäischen Spitzenvereinen keinen strukturellen Nachteil.

        Und zu guter Letzt: Als Ausbildungsverein oder Handelshaus, das ein Geschäftsmodell aus ‘kaufe billig, verkaufe teuer’ macht, sehe ich die Bayern einfach noch nicht… ;-)

      6. @Alex

        Wir haben Verbindlichkeiten aus LuL

        Dh wir haben Zahlungsziele ohne Zinsen zahlen zu müssen

        Normale Position in einem gesunden Unternehmen

  10. Borussia Dortmund Konzern (IFRS) 18/19
    Umsatz ca 490 Mio
    Ebitda ca 116 Mio
    EBIT ca 25 mio
    Freier Cashflow 145 Mio

    BVB haben 260 Mio weniger Umsatz aber nur 30 Mio weniger Ebitda

    Sollte uns zu denken geben

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ach was. Diese Zahlen fluktuieren viel zu sehr mit den aktuellen Transfertätigkeiten. So hat der BVB z.b. im Vergleich zum Vorjahr knapp 50 Mio. Euro weniger Umsatz gemacht, wovon der Löwenanteil auf einen Rückgang in den Transfereinnahmen zurückzuführen ist. In den anderen Bereichen stagnieren sie genauso oder wachsen prozentual ähnlich wie die Bayern. Die restlichen Finanzkennzahlen ergeben sich dann entsprechend. In diese Schwankungen würde ich nicht zu viel hineingeheimnissen.

      Es sollte die Dortmunder und den Rest der Konkurrenz in der Bundesliga viel eher beschäftigen, wie sehr sie den Bayern ökonomisch betrachtet eigentlich wirklich hinterherhinken. Das sind ja Welten! Wenn man mal die Transfers rausrechnet, setzen die Bayern als der stärkste Verein irgendwo um die 650 Mio. Euro um, der BVB als Nummer zwei so ca. 320 Mio. Euro, und Schalke als Nummer drei ungefähr 250 Mio. Euro.

      Und wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass abseits eventueller Ausreißer durch außerordentliche Transfererlöse alle Vereine in ihren anderen Einkommensbereichen (Spielbetrieb, Commercial, TV Rechte) prozentual ungefähr proportional gleich stark wachsen, wobei es mit einem kontinuierlichen Erreichen der Europapokalplätze noch einmal strukturelle Einkommenssprünge gibt, dann sieht man a) wie dauerhaft abgehängt der Rest der Bundesliga im Vergleich zu den Bayern wirklich ist und b) wie systematisch und uneinholbar dieser Vorsprung auch in Zukunft sein wird.

      Ich bin ja auch ein Bayern-Anhänger und ich mag es, wenn die Leute in rot ihre Spiele gewinnen, aber wenn der sportliche Wettbewerb in der Bundesliga nicht auf Dauer eintönig werden soll (Bayern = Dauermeister), dann muss sich bei der Struktur der Einkommensquellen und der Allokation der kollektiven Einnahmen fundamental etwas ändern.

      Eine logische Alternative wäre eine Spielklasse oberhalb der Bundesliga (= Super League), wo sich dann finanziell gleich starke Vereine wieder mit ihresgleichen messen können und es ein level playing field für alle gibt.

      1. Ja völlig d‘accord

        50+1 muss fallen damit die anderen auch nur ansatzweise aufholen können

        Bis zum Einstieg von Abra bei CFC und AD bei MCFC gab es ein Oligopol MUFC/ AFC.

        Auch LFC konnten nur durch smartes management von FSG aufholen.

        Allerdings sollte alles innerhalb des FFP ablaufen

    2. BVB:
      Operativer Cashflow 145 Mio €
      Free Cashflow 5 Mio €

    3. @918:

      Übrigens glaube ich, dass ich das Rätsel der extrem hohen Betriebsausgaben der Bayern gelöst habe: Spieler-Restwert-Aufwand bei Ausbuchung wg. Transfers. Anything else wouldn’t make any sense.

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