MSR111 Moderate Rotation

Justin Trenner 09.10.2019

Diese Woche sind wir in alter Konstellation zurück und besprechen die Niederlage gegen Hoffenheim. Warum hat Kovač nicht rotiert und warum kamen die Bayern nie so richtig ins Spiel? Und hat das Spiel jetzt eine Bedeutung fürs große Ganze? Außerdem wie immer mit dabei: Unsere Gewinner und Verlierer der Woche.

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  1. Aus aktuellen Anlass zu den Gerüchten um Müller: https://www.sueddeutsche.de/sport/thomas-mueller-fc-bayern-kovac-1.4633519. Kann mir zwar Müller nicht in einem anderen Vereinstrikot als unserem vorstellen und gehe mal davon aus, dass das alles eher ein Warnschuss sein soll, aber Kovacs Stellungnahme: “Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen” ist im günstigsten Fall unbeholfen. Alle unterliegen dem Leistungsprinzip, aber so abfällig bzw. verletzend muss man sich wirklich nicht zu einem verdienten Spieler äußern. Müller hat mehr für den Verein getan als Kovac, dass sollte der nie vergessen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. *aktuellem, sorry

      1. Das war von Kovac sicher nicht gut formuliert, aber ich glaube es war nicht einmal böse gemeint. Klar, wenn man so im öffentlichen Fokus steht, muss man heutzutage jedes Wort dreimal umdrehen. Denn wenn man etwas lt. Uli ins Internet reinschreibt, dann dreht die halbe Welt durch. Müller hat natürlich großartiges für den Verein geleistet und ist der letzte aller “echten” Bayern. Aber mal ehrlich, seine Ausbootung bei der Nationalmannschaft hatte schon überwiegend sportliche Gründe. Erinnert mich ein wenig an das Ende von Thomas Helmer bei Bayern, der am Ende einer Saison noch “schwer verletzt” bis zur Selbstaufgabe gekämpft, die Saison darauf leistungsbedingt keine große Rolle mehr spielte (ich hoffe ich gebe das aus der Erinnerung korrekt wieder?). Die Entrüstung, dass er danach bei diesen Verdiensten keine Rolle mehr spielte, hat Hoeneß dann recht uncharmant weggewischt und betont, dass allein das Leistungsprinzip bei Bayern wichtig und vergangene Verdienste für den Verein keine Rolle spielen. Letztendlich ist der FC Bayern ein Wirtschaftsunternehmen mit vorwiegend finanziellen Interessen und die vorgeschobene Folklore wie z.B. miasanmia, Spieler in Lederhosen auf der Wiesn etc. etc. dienen vorwiegend der Schärfung und Festigung der Marke FC Bayern.

      2. @wlandowski [i]“(…) Aber mal ehrlich, seine Ausbootung bei der Nationalmannschaft hatte schon überwiegend sportliche Gründe. Erinnert mich ein wenig an das Ende von Thomas Helmer bei Bayern (…) hat Hoeneß dann recht uncharmant weggewischt und betont, dass allein das Leistungsprinzip bei Bayern wichtig und vergangene Verdienste für den Verein keine Rolle spielen.“[/i]

        Das Leistungsprinzip als K.-o.-Kriterium wird aber halt immer wieder unterlaufen: BT Löw wird vorgehalten, manche Spieler trotz zunehmender Minderleistung aufgrund vormaliger Verdienste jahrelang durchgeschleppt zu haben. Und auch beim FC Bayern spricht/agiert der noch amtierende Präsident je nach persönlicher Stimmungslage: einerseits das angeführte Bsp. Helmer (der wegen seiner Reservistenrolle mit Hitzfeld im Clinch lag – angeblich inkl. einer unguten Vorgeschichte aus beider Zeiten in Dortmund; Hoeneß erklärte Helmer Medienberichten zufolge „dass er nicht mehr der junge Spund ist und dass die Dinge nicht mehr so laufen, wie er sich das vorstellt.”).
        Andererseits die Causa Robbery, O-Ton Hoeneß: „Ich bin geprägt von Dankbarkeit (…), die haben immer die Knochen hingehalten, die schicke ich nicht weg und dafür riskiere ich auch einmal den Gewinn der Meisterschaft.“

        [i]“Letztendlich ist der FC Bayern ein Wirtschaftsunternehmen mit vorwiegend finanziellen Interessen (…)“[/i]

        Hieße, das sportliche Erfolgsstreben des Fußballclubs Bayern München wäre eigentlich nur Mittel zum Hauptzweck dicker Bankkonten – und nicht umgekehrt. Ist das tatsächlich so?

      3. PS: Da der BBCode hier offenbar nicht funktioniert, wäre ich für einen Link mit Erläuterung der Miasanrot-Zitierfunktion dankbar.

    2. Es gibt doch gegenüber den Medien eigentlich nur zwei brauchbare Arten, sich über Spieler zu äußern:
      – die Pep-Methode von supersupersuper bis 1000 Dantes; das wird sehr schnell sowieso nicht mehr Ernst genommen
      – die gegensätzliche Methode: zu einzelnen Spielern äußere ich mich grundsätzlich nicht.

      Dann fliegen einem irgendwelche Aussagen auch nicht um die Ohren.

  2. Und hier noch ein update: https://www.sueddeutsche.de/sport/thomas-mueller-wechsel-1.4633081. Laut Müller sei die Sache nach einem “Vieraugengespräch” mit Kovac ausgeräumt.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Wunderbare professionelle Reaktion von Müller.
      Hoffe sie finden einen Weg ihn zu halten trotz Coutinho und oder Havertz.

      1. Wunderbar professionelle Reaktion von BEIDEN ;-)

    2. Ausgeräumt ist aber nach dem Artikel nur die Irritation über die abwertende Aussage von Kovac, nicht aber Thomas Müllers Unzufriedenheit mit der Reservistenrolle. Sollte er weiter nur sporadisch zum Einsatz kommen, bin ich mir ziemlich sicher, dass er schnellstmöglich den Absprung suchen wird.

      Und das fände ich alles andere als gut.

  3. Sehe es weitestgehend ähnlich wie im Podcast diskutiert
    – 2-3 Spieler hätten reinrotiert werden müssen
    – Tolisso ist glasklar auf der 6 überfordert
    – Kimmich/Thiago müssen ins Zentrum

  4. -Rotation ist wichtig
    -Kein Spieler ist größer als der Verein
    -Müller 2019 ist immer noch größer als Kovac
    -bevor Müller geht, geht Kovac
    -Tolisso ist keine 6 und spielt auch nicht auf der 6
    -Kimmich ist rechts am wertvollsten für uns
    -Scheiß Länderspielpause, hoffentlich verletzt sich keiner

  5. Mein lieber Namensvetter hat es schon nicht leicht und das sag ich als Anti-NK. Rotiert er auf 6 Positionen und das Spiel geht 1:2 aus, ist die Thematik die gleiche. Grundübel ist doch das defizitäre Angriffsspiel. Auch wenn sich das dumm anhört nach neuerlichem 7:2 gegen einen CL-Finalisten.

    Thomas Müller wünsche ich ein rühmlichen und verdienten Abgang. Identifikationsfigur hin oder her aber bei der derzeitigen Gehaltshierachie sollte er ein Unterschiedspieler sein und das ist er schon seit Jahren nicht mehr. Fussball ist doch auch irgendwo Business.

    Auch: Servus Basti!

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Eins ist sicher, Thomas Müller wird beim FC Bayern auf jeden Fall den Trainer Niko Kovac überdauern.

      1. amen, das können wir nur inständig hoffen im sinne des fussballgottes…

  6. Abartig, wenn hier Leute meinen der Opportunist Löw (der Merkel des Fußballs) hätte aus sportlichen Gründen Müller (Hummels, Boateng) abgesägt.

    Wer solche Fans hat, braucht keine Feinde mehr.

  7. @pepisimo
    Kovac liegt bei Müller und Javi total daneben, das ist unbestritten. Aber der Fußballgott schlechthin beim FCB wurde von einem gewissen Pep abgesägt. Wahrscheinlich wird er mangels Erfolg beim Scheichverein Shitty bald wieder frei. Ich gönne ihm ein Sabbatical und einen Neustart bei QSG in Paris. Mit 807 Millionen Transferausgaben wird dann er u.U. franz. Meister.
    PS: Wee die Ironie nicht erkennt, der kann mich …

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. hoffentlich kommt dann wenigstens der schweini bald wieder zu uns zurück, z.b. als sportdirektor…

      1. Koane Novizen :-)

  8. Hallo Chris + Justin, kann in eurem Podcast den “Verlierer der Woche” nicht ganz nachvollziehen. Ihr sprächt richtigerweise die taktischen Mängel der Mannschaft an, auch nach dem Ausgleich, wollt euch aber scheinbar nicht auf die Kovac-Kritiker Seite begeben. Für mich ist diese Blauaugigkeit nach dem 2:7, “never change a winning team” und das zuschauen, wie die Bayern in “altes Fahrwasser fallen”, sowie das von euch genannte “wilde Spiel” nach dem Ausgleich, der Gradmesser.
    Justin, du möchtest eigentlich nicht Tolisso als “Verlierer” nennen – falsche Position – machst es aber dann doch…
    Und du Chris, machst es dir zu einfach die “Dreierreihe” als Verlierer zu nennen. Schließlich nennst du in deinen “Telefonnummern”, dass die Mannschaft teilweise mit einer 5er Angriffsreihe versuchte das 2:1 zu erzwingen.
    Also für mich ist das Trainerteam, Partyborn-Tottenham-Hoppenheim, eindeutig der “Verlierer der Woche”.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sie müssen eben etwas diplomatischer sein sonst gibt es gleich wieder einen Sturm der Entrüstung.

      Außerdem haben sie ja eine tiefergehende Analyse und Tour d‘horizon zur Gesamtsituation angekündigt.

      Abwarten

  9. Schöner Podcast. Weitergedacht heißt das aber: Einer der besten AV Europas muss ins Zentrum, weil das Trainerteam die U-Form spielerisch nicht lösen kann. Hernández ist nach 10 Spielen schon unersetzlich, weil er als ex-Madrilene als einziger versteht nach vorne zu verteidigen und die Lücken zum Mittelfeld schließt – ein Problem das nun über eine Saison besteht. Und Müller sitzt gegen Hoffenheim auf der Bank, weil man sich gegen einen Abstiegskandidaten vom emotionale Momentum nach einem CL-Sieg mehr verspricht ist, als von kleineren Rotationen.

    Man könnte auch sagen: Die Lösung auf die Lücken eines nicht vorhandenen Systems ist viel guter Glaube und Positions-Flickschusterei.

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