Miasanrot-Awards: Leihspieler der Saison 2020/2021

Michael Trenner 06.06.2021

Top (Gelungene Leihen oder eingelöste Versprechen)

Lukas Mai – Die Konstante

Der junge, hoch veranlagte Innenverteidiger war unter Markus Anfang von Beginn an Stammkraft in der zweiten Bundesliga. Benötigte er anfangs noch eine gewisse Eingewöhnungszeit, kam er doch relativ gut rein und wusste vor allem in der Rückrunde zu überzeugen. Vor allem die Antizipation um gegnerische Angriffe abzufangen und sein Passspiel stachen heraus. Letzteres war schon seit Jugendzeiten ein herausragendes Merkmal bei Mai, der vor allem bei Deutschlands U17 bemerkenswerte Leistungen zeigte und so damals einem breiteren Publikum bekannt wurde. Auch körperlich schlug er sich in dieser intensiven Liga wacker und ließ sich sein Alter nur selten anmerken. Drei Verbesserungspotenziale sehe ich noch beim jungen Innenverteidiger:  Erstens, das Timing beim Tacklingversuch, was teilweise noch etwas fehlerhaft ist und effizienter werden muss. Zweitens, Mais Kopfballspiel. Er ist ein groß gewachsener Innenverteidiger und sollte meiner Meinung nach noch dominanter in Luftduellen auftreten. Das dritte und wohl größte Manko ist seine Endgeschwindigkeit bzw. Beweglichkeit. Gegen kleine und wendige Spieler hatte der Spieler hier und da doch arge Probleme. Die zwei erstgenannten Punkte würden sich wohl durch Spielpraxis und gutes Coaching ausbügeln lassen. 

Alles in allem war es eine gute Saison vom jungen Verteidiger, in der er konstant viele Minuten spielte und reichlich Erfahrung sammeln konnte. Es war seine erste Station außerhalb des FC Bayern und dafür schlug sich das Talent wirklich wacker. Durch sein ausgewogenes Skillset kann ich mir Mai auch bei einem Verein vorstellen, der primär eine Dreierkette spielen lässt. Eine weitere Leihe in die 2. Bundesliga zu einem der ambitionierten Vereine wäre eine gute Idee. Betrachten wir die Spielphilosophie einiger Vereine, empfinde ich einen Klub wie Holstein Kiel als ideale Station für die weitere Entwicklung. Auch hier wäre aber der Knackpunkt: Spielzeit, Spielzeit, Spielzeit.

Chris Richards – Die Überraschung

Nun kommen wir wohl zur einer der erfolgreicheren Leihen in diesem Artikel. Chris Richards wechselte im Winter leihweise zur TSG Hoffenheim und war dort mit seinem vorherigen Trainer Sebastian Hoeneß wieder vereint. Der US-Amerikaner war auf Anhieb Stammkraft in der Mannschaft und zeigte zumeist gute Leistungen in der Dreierkette.

Richards feierte letzte Saison sein Bundesligadebüt am 33. Spieltag gegen den SC Freiburg. Auch anfangs der jetzt vergangenen Saison gehörte er zum Kader der ersten Mannschaft und war am 3. Spieltag Teil der Startelf gegen Hertha BSC als Rechtsverteidiger. Er steuerte eine Vorlage in dieser Partie bei, in der Lewandowski ein Viererpack gelang. Danach kehrte Benjamin Pavard zurück und Richards fand auf der Bank oder bei den Amateuren seinen Platz wieder. In seinen wenigen Einsätzen zeigte der Verteidiger dennoch, dass er auf diesem Niveau mithalten kann. Bei der TSG verletzten sich mehrere Innenverteidiger und deshalb brauchte Hoeneß einen Neuzugang für die Defensive. Anfang Februar wurde dann Chris Richards per Leihe bis zum Sommer verpflichtet und der US-Nationalspieler fand sich direkt in der Startelf in seinem ersten Spiel im neuen Trikot der Kraichgauer. Zwar fiel er im darauffolgenden Wochenende gegen den BVB mit einer Blessur aus, jedoch absolvierte Richards danach bis Ende April jedes Spiel von Beginn an und überzeugte bei der TSG so sehr, dass Alexander Rosen laut “Sport1” Berichten sich bei den Münchnern Verantwortlichen wegen eines permanenten Transfers meldete. Am 31. Spieltag verletzte sich die Bayern-Leihgabe am Oberschenkel und fiel für die restlichen drei Ligaspiele aus.

Chris Richards spielte seinen Part in der Hoffenheimer Abwehr gut und war auch im Pressing als Halbverteidiger sehr aktiv. Er war gegen viele Spielertypen stabil im Zweikampf und verbesserte Technik beim Tackling. Richards war selten ungeduldig oder unnötig aggressiv gegen den Ball. Auch im Passspiel war eine stetige Entwicklung zu erkennen mit zunehmendem Selbstvertrauen. Bei Standardsituation verlor er mehr als nur einmal seinen Mann und zudem muss er im defensiven Drittel seine Räume etwas besser abdecken, wenn der linke Flügelverteidiger hoch spielt. Letzteres kann aber auch auf das für ihn neue System zurückzuführen sein, da Richards zuvor meistens in einer Viererkette agierte.

Durch das große Interesse einer festen Verpflichtung oder Verlängerung der Leihe, scheint ein Verbleib von Chris Richards bei der TSG Hoffenheim als realistisch. Womöglich kehrt der Verteidiger auch zum FC Bayern zurück und wird fester Teil des Kaders unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann, der wie Hoeneß, eine Dreierkette präferiert. Der Verteidiger würde sicherlich um seine Chance in München kämpfen, falls dies möglich ist. Wenn nicht, hätte er in Hoffenheim wohl wieder eine Option, die ihm gute Chancen auf viel Spielzeit bieten würde.

Fragezeichen (unklar oder Urteil unsicher)

Joshua Zirkzee – Der Pechvogel

Im Winter verließ das Stürmertalent den Verein leihweise Richtung Italien zu Parma Calcio. Der Leihvertrag war bis zum Sommer 2021 gültig und wurde mit einer 15 Millionen Euro teuren Kaufoption ausgestattet. Zirkzee konnte dem Verein im Abstiegskampf aber nur wenig helfen. 

Der Junioren-Nationalspieler der Niederlande machte letzte Saison bei der ersten Mannschaft auf sich aufmerksam, als er gegen Freiburg nur wenige Momente nach seiner Einwechslung den erneuten Führungstreffer für die Bayern markierte. Im darauffolgenden Spiel gegen Wolfsburg schoss er kurz vor Ende der Partie ebenfalls das wichtige 1:0. Zirkzee benötigte für beide Tore nur knapp acht Minuten. Ende Februar verletzte sich Robert Lewandowski und verhalf Zirzkee somit indirekt zu seinem Startelfdebüt gegen die TSG Hoffenheim in dem er eine gutes Spiel zeigte und sich mit einem Tor belohnte. Insgesamt spielte der Stürmer 269 Minuten in der Bundesliga in denen ihm vier Tore gelangen.

Diese Leistungen, sowie die bei den Amateuren, weckten das Interesse von anderen Bundesligavereinen wie z. B. dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt für ein Leihgeschäft. Letztendlich blieb der Spieler vorerst in München und kam bis zur Winterpause auf 91 Minuten in der Bundesliga. Dies ruf den Parma Calcio auf den Plan, die zu diesem Zeitpunkt auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Serie A standen und dringend neue Impulse benötigten. Im Abstiegskampf konnte der junge Niederländer sich jedoch leider nicht durchsetzen und zog gegenüber Andreas Cornelius und dem Routiniers Graziano Pellé den Kürzeren. Er kam bis März auf vier Einwechslung (insgesamt 108 Minuten) ohne Torbeteiligung und musste zwischendurch wegen einem Hexenschuss mehrere Wochen pausieren. Das Pech verfolgte ihn leider weiter und so zog sich Zirkzee Mitte März eine Bänderverletzung im Training zu und fiel somit für den Rest der Saison aus. Der Parma Calcio stieg aus der Serie A ab. Durch die hohen Ausgaben zuvor ist eine Festverpflichtung des Niederländers so gut wie ausgeschlossen. 

Das Stürmertalent wird also höchstwahrscheinlich zum FC Bayern zurückkehren und muss zuerst seine Verletzung auskurieren. Dann ist es Zeit für die Verantwortlichen sich zusammen zu setzen und die weiteren Schritte von Zirkzee zu planen. Er ist ein schneller, dynamischer und großer Stürmer, der für einige Bundesligavereine eine Hilfe sein könnte. Auch über eine Leihe zu Feyenoord Rotterdam war letzte Saison schon zu lesen. Joshua Zirkzee ist erst 20 Jahre alt und benötigt konstante Spielpraxis, da diese in seinem Alter natürlich elementar wichtig ist für die Entwicklung. Von einem Robert Lewandowski kann man wohl im Training allein viel lernen, doch dieser verpasst normalerweise so gut wie keine Minute und somit müsste er größtenteils auf der Bank wieder Platz nehmen. 

Mickaël Cuisance – Das (un)erwartbare Chaos

Nach einem durchwachsenen Jahr beim FC Bayern zog Cuisance per Leihe zu Olympique Marseille weiter. Bei den Münchnern konnte er sein unbestrittenes Potential nie wirklich zeigen und versuchte sich bei einem Champions-League-Verein in seiner französischen Heimat. Einstellung und Konstanz wurden aber auch hier zu den großen Stolpersteinen des Spielers.

Cuisance kam 2017 vom AS Nancy zu Borussia Mönchengladbach und wusste mit seiner Pressingresistenz und Kreativität am Ball sofort zu begeistern. Er wurde von Fans deshalb in seiner ersten Saison zum Spieler der Saison gewählt. In der darauffolgenden Spielzeit kam der ehemalige französische Jugendnationalspieler aber nur noch auf 268 Einsatzminuten in der 1. Bundesliga. Als logische Konsequenz drängte Cuisance nach der Saison 2018/2019 auf einen Abgang auf fragwürdige Art und Weise. Letztlich landete er beim deutschen Rekordmeister, da seine Fähigkeiten, trotz all der Bedenken, bekannt waren. In einem Kader, der zu dem Zeitpunkt Spieler wie z. B. Thiago, Kimmich und Goretzka im

Mittelfeld hatte, war sich das Talent bewusst, dass er wenig Spielzeit erhalten würde aber über das Training mit diesen Spielern sehr viel mitnehmen könnte. In einem Interview mit „Eurosport“ sagte der junge Franzose: „Ich bin gekommen, um zu beobachten. Wenn meine Zeit kommt, werde ich bereit sein und meine Qualitäten zeigen. Alles hat seine Zeit.“ Nach einem Jahr auf der Bank verlieh der FC Bayern den Mittelfeldspieler zu Olympique Marseille, inklusive Kaufoption von bis zu 18 Millionen Euro. Zuvor waren mit Leeds United schon alle Details geklärt, u. a. eine Ablöse von 20 Millionen Euro, jedoch scheiterte der Transfer am Medizincheck. Unter Villas-Boas konnte er anfangs mit guten Leistungen überzeugen, doch schnell setzte die Attitüde wieder ein und Cuisance fand sich vermehrt auf der Bank wieder. Als Anfang März Jorge Sampaoli neuer Trainer wurde, meinte Cuisance es habe endlich „Klick“ gemacht und äußerte seinen Wunsch bei OM zu bleiben. Kaum sechs Wochen später, war er Teil einer Gruppe von Spielern, die aus dem Training der ersten Mannschaft verbannt wurden. Dass Marseille die Kaufoption zieht, gilt daher als unwahrscheinlich. 

Für Cuisance wäre es zu wünschen, dass er sich auf das Arbeiten auf dem Platz konzentriert und es wirklich „Klick“ macht. Die Saison bei Gladbach kam nicht von ungefähr und auch bei Jugendturnieren mit Frankreich stach er mit seiner tollen Technik und instinktiven Spielweise heraus. Man kann nur mutmaßen, wie es für ihn weitergeht, nach mittlerweile drei suboptimalen Jahren in Folge. Schafft es Julian Nagelsmann die Fähigkeiten aus Cuisance rauszukitzeln oder stehen die Zeichen auf Abgang? Vieles wird von ihm selbst abhängen und falls er wieder in alte Muster verfällt, würde mich ein permanenter Abgang spätestens 2022 wenig überraschen. 

Flop (Nicht gelungen oder nicht eingelöstes Versprechen)

Adrian Fein – Die Ergänzung

Nach einem guten Jahr beim Hamburger SV sollte Fein den nächsten Schritt machen. Dieser führte ihn zum PSV Eindhoven in den Niederlanden, wo Roger Schmidt als Trainer zum Start der neuen Saison anheuerte. Auf dem Papier schien dies vom Fußball-Stil der Liga ein gutes Match zu sein, da in der Eredivisie oftmals technisch versierte und passstarke Mittelfeldspieler zu glänzen wissen. Leider ging die Rechnung für Adrian Fein aber nicht auf. 

Er kam in der Liga nur selten zum Einsatz (404 Minuten) und auch in der Europa League stand er nur zwei Mal in der Startelf. Im Pokal kam er zu einem 25-minütigen Kurzeinsatz in der 2. Runde, sowie einer Einwechslung im Achtelfinale für knapp 12 Minuten. Seinen letzten Einsatz hatte der ehemalige U-Nationalspieler Anfang Mai, als er gut 20 Minuten gegen Willem II auf dem Platz stand. Fein schaffte es über keinen Zeitraum der Saison, an Neuzugang Ibrahim Sangaré und Eigengewächs Pablo Rosario vorbeizukommen. 

Wie geht es für Fein nach einem verlorenen Jahr nun weiter? Ich halte ihn immer noch für einen talentierten Mittelfeldspieler, der eine solide Bundesligakarriere hinlegen kann. Ich gehe davon aus, dass es zu einer weiteren Leihe kommen wird und diese von beiden Parteien gewissenhaft gewählt werden sollte. Adrian wurde im März erst 22 Jahre alt, ihm stehen also noch alle Türen offen, jedoch ist er in einem Alter in dem Spielpraxis für die Entwicklung extrem wichtig ist. Eine Leihe zu einer ambitionierten Mannschaft aus der 2. Bundesliga klingt sinnvoll, da er dort deutlich höhere Chancen hätte auf viel Einsatzzeit.

Christian Früchtl – Der Zuschauer

Zum Abschluss blicken wir nochmal in die zweithöchsten Spielklasse des Landes und richten unseren Blick auf Nürnberg. Leider ist die Saison von Früchtl jedoch schnell skizziert. 

Mit Robert Klauß trat ein junger Trainer im vergangenen Sommer den neuen Posten an und suchte einen starken Konkurrenten für den erfahrenen aber etwas schwächelnden Christian Mathenia. Die beiden Vereine verständigten sich somit auf eine Leihe bis zum Saisonende und Früchtl erhielt einige Vorschusslorbeeren von Nürnbergs Sportvorstand Dieter Hecking. Dieser sagte bei der Verpflichtung: „Christian ist der talentierteste und beste deutsche Torwart in seiner Alterklasse.“ Der Torhüter kam also mit großen Hoffnungen zum Club. Ende der Vorbereitung wurde aber klar, dass Routinier Mathenia das Rennen gewonnen hatte. So begann eine Saison zum Vergessen für Christian Früchtl. Er stand in keinem einzigen Pflichtspiel auf dem Platz. Die Leihe verlief denkbar schlecht und es ist klar, dass alle drei Parteien sich diese komplett anders vorgestellt hatten. Für die Nürnberger schlugen der Torhüter sogar Angebote aus, bei denen er international hätte spielen können, inklusive einer Garantie die Nummer eins im Tor gewesen zu sein, wie sein Berater „Goal“ berichtete. 

Wie es mit Früchtl nun weitergeht ist schwierig zu sagen. Falls die Zeichen bei Nübel auf Abschied stehen, könnte er bei den Bayern im Torwartteam aufrücken, jedoch wird er auch hier eher kaum Minuten auf dem Platz erhalten. Eine weitere Leihe, bei der er wirklich garantiert die Nummer Eins zwischen den Pfosten ist, wäre sinnvoll. Mit 21 Jahren ist Christian Früchtl natürlich noch sehr jung für einen Torhüter, trotzdem sind Spielminuten das A und O für die Weiterentwicklung. 

And the winner is…

Der US-Nationalspieler mag vielleicht auf höherem Niveau gute Leistung gezeigt haben, jedoch spielte er nur knapp 10 Spieler im deutschen Oberhaus über die volle Distanz (insgesamt 1.035 Minuten). Lasse Mai bestritt fast 30 Spiele über die vollen 90 Minuten (2.470 Minuten) in der 2. Bundesliga und ist, meiner Meinung nach, der verdiente Sieger dieses Awards. Der U21-Nationalspieler kam mit Verlauf der Saison immer besser rein und war wichtiger Bestandteil einer starken Rückrunde der Lilien.

Fazit

Für die zahlreichen Leihgaben lief es mal besser, mal schlechter. Beim Großteil hatten alle Parteien andere Vorstellungen, nur bei Lars Lukas Mai und Chris Richards kann man wohl von einer erfolgreichen Leihe sprechen. Zirkzee hatte zudem enormes Verletzungspech und konnte alleine deshalb wenig zeigen. 

Es ist natürlich immer schwierig irgendwelche Prognosen für die nächste Saison anzustellen, jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass es bei den meisten Spielern in dieser Liste mit einer sorgfältig gewählten Leihstation weiter nach vorne geht. So einfach ist es jedoch natürlich nie. Man weiß nicht, ob der Spieler fit bleibt oder es zu einem Trainerwechsel kommt, der nicht mehr auf die Bayern Leihgabe zählt. Nur bei Mickaël Cuisance habe ich Bedenken, ob er wirklich seine Einstellung geändert hat, wie er meinte. und sich nicht selbst im Weg steht. Das Talent hat der junge Franzose allemal. Es wird weiterhin spannend zu verfolgen sein, wie sich Talente aus den Akademien von einem Topklub wie dem FC Bayern entwickeln. Mal sehen, wo die genannten Spieler nächstes Jahr stehen…

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  1. Die Zukunft von Richards wird wohl auch eng mit der Personalie Süle verknüpft sein. Sollte es hier zu keiner Vertragsverlängerung kommen, wäre Süle 2022 ablösefrei und unsere Verantwortlichen haben zuletzt mantrahaft betont, dass man künftig mit keinem Spieler, der eine vernünftige Ablöse einbringen würde, in ein letztes Vertragsjahr gehen möchte. Hier dürfte die Entscheidung dann wohl in den Wochen nach der EM fallen. Verlängert Süle, würde eine weitere Leihe bei Richards Sinn machen bzw. sogar ein Verkauf mit Rückkaufoption. Man hätte dann nämlich langfrisitg mit Süle, Upamecano, Hernandez und Nianzou vier Spieler für die Innenverteidigung und nicht unbedingt die Aussicht auf viele Spiele für Richards. Bei einem Wechsel von Süle in diesem Sommer sähe es möglicherweise ganz anders aus. Hier wäre dann die entscheidende Frage, ob man sagt: Richards kommt zurück und wir gehen Risiko und vertrauen auf Nianzou und Richards als Back-Ups für Upamecano und Hernandez oder ob man dann noch einen weiteren erfahrenen IV holt und die Ablöse für Süle wieder reinvestiert.

    Antwortsymbol13 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, bei Süle werden alle gespannt die EM abwarten.
      Die Personalie ist für mich ein Schneidepunkt in diesem Sommer, denn inzwischen habe ich einige Bedenken am “Fahrplan”:

      Alaba lässt man mit historischem Marktwert ziehen. Boateng wird nicht verlängert. Die logische Konsequenz wäre nun vorzeitig mit Süle zu verlängern. Stattdessen wird für 42 Mio Upa eingekauft, der den gleichen Berater wie Süle hat. Damit verzeichnet der FCB auf einen Schlag den teuersten Transfer in Europa. Süle hängt in der Luft und wenn der Verein ihn nun ziehen lässt, müsste er nochmal weitere 20-30 Mio. für einen dritten IV investieren, folgt man der Argumentation, dass Richards und Nianzou keine Starter sind.
      Diese 20-30 Mio. wären die Ablöse für Süle – aber der Verkauf muss erst einmal durchgeboxt werden. Und ist dieser Neuzugang (wer käme überhaupt in Frage?) dann wirklich besser, als ein deutscher Nationalspieler und Spieler der bereits Leistungsträger beim Verein war? Zumal nach diesem Rotations-Irsinn noch keine einzige Verstärkung auf den anderen Positionen stattfindet.

      Der Gipfel wäre allerdings, wenn man nach der EM Süle verkauft und keinen gleichwertigen Ersatz holt, weil kein Geld mehr da ist und Richards und Nianzou dann angeblich doch genug sind. Dann frage ich mich warum man im April nicht gleich klar auf Süle und Hernandez als Nummer 1 und 2 gesetzt hat. Die eingesparten 42 Mio. hätte man in 2-3 mittelgroße Transfers für Mittelfeld (und ggf. Sturm) investieren können und der Kader wäre insgesamt kaum schlechter (Upa hat Potenzial aber Süle auch) und in der Breite deutlich ausgeglichener.

      1. Festhalten kann man zwei Dinge:

        – wenn aus der Innenverteidigung Boateng, Alaba, Süle, Martinez, Hernandez (Sommer 2020) nun Hernandez, Upamecano, Nianzou, Richards geworden sind, wobei man noch 42 Millionen ausgegeben und mit Nianzou erneut ein Problem der Gehalts-Verhältnismäßigkeit aufgemacht hat, dann ist dies eine höchst ambitionierte Planung, welche ohne große Not passierte.

        – Wenn Süle doch bleibt und dann der nächste ist, der sich ablösefrei verabschiedet, dann wird es langsam abstrus. Der wirtschaftliche Schaden, welcher aus angeblich wirtschaftlicher Vernunft entstand, wäre dann schon alarmierend. Aber warten wir es mal ab.

      2. @Turbo Batzi:
        Ich denke, dass man mit Süle bei Bayern einfach nicht rundum zufrieden ist. Das geht im Übrigen ja auch Löw so, sonst hätte er wohl Hummels nicht zurückgeholt. Man darf gespannt sein, wie Flick das nach der EM managen wird. Die Bayernverantwortlichen sehen bei Upamecano wahrscheinlich ein deutlich höheres Potential und haben deshalb einiges auf den Tisch gelegt. Es würde mich allerdings wundern, wenn das der höchste Transfer in Europa in diesem Sommer bleiben würde. Ich schätze am Ende der Transferphase wird er nicht einmal in den Top 5 zu finden sein. Du darfst mich aber gerne auf meine Prognose hinweisen, falls sie sich als falsch herausstellen sollte. : -)
        Ich denke, man würde Süle wohl gerne als dritten etablierten IV halten, wenn man sich gehaltstechnisch einigen kann, weil man weiß, dass ein neuer IV auf diesem Niveau im Gesamtpaket sicherlich nicht günstiger zu haben sein wird.

      3. @Ju: Du sprichst ein grundlegendes Problem an, nämlich eine mögliche Weigerung eines Spielers, sich ein Jahr vor Vertragsende verkaufen zu lassen. Dieser Tatsache wird mMn oft zu wenig Rechnung getragen. Leipzig hat das bei Werner und Upamecano noch verhindern können, indem man mit deutlicher Gehaltsaufstockung und einer marktgerechten (zumindest zum Zeitpunkt der Verlängerung) Ausstiegsklausel gearbeitet hat.
        Ob Bayernspieler, die finanziell in ganz anderen Sphären schweben als es Werner und Upamecano vor ihrer Verlängerung taten, so etwas machen würden, ist fraglich. Gerade bei Spielern wie Süle könnte ich mir auch vorstellen, dass ein möglicher Interessent nicht so tief in die Tasche greifen wird, wenn man weiß, dass der Spieler ein Jahr später ablösefrei kommt. Für den Spieler gäbe es auch Schlimmeres, als noch ein weiteres Jahr bei fürstlicher Bezahlung in München zu bleiben und dann im nächsten Sommer beim ablösefreien Wechsel noch ein üppiges Handgeld einzustreichen. Die Zeiten, in denen ManU für einen Mkhitaryan bei einjähriger Restlaufzeit 42 Millionen hingelegt hat, dürften ohnehin vorbei sein. Mehr als 20 Millionen würde für Süle wohl in diesem Sommer keiner zahlen.

      4. “Der Gipfel wäre allerdings, wenn man nach der EM Süle verkauft und keinen gleichwertigen Ersatz holt, weil kein Geld mehr da ist und Richards und Nianzou dann angeblich doch genug sind.”
        Das wahrscheinlichste Szenario. Lustig wird sein wie man gebetsmühlenhaft versuchen wird das als das Ergebnis wohldurchdachter Planung darzustellen.

      5. @BM
        Ganz ehrlich, das befürchte ich leider auch. Und das Argument wird sein: mit Nagelsmann hat man doch jetzt genau den Trainer, der aus Talenten echte Stammspieler formen kann. Und das ist ja nun irgendwie neue Philosophie.

        Am Ende wird es genau auf das hinauslaufen, was @Ju geschrieben hat: aus Boateng/Alaba/Süle/Martinez/Hernandez wird Hernandez/Upamecano/Nianzou/Richards, für das man 42 Millionen ausgegeben hat.

      6. Fussballfans sind zwar grundsätzlich pessimistisch, aber diese ewige Schwarzmalerei ist schon krankhaft.
        Ganz auf den Kopf gefallen sind sie beim FC Bayern nun auch wieder nicht.

      7. Leider ist das halt unsere neue Philosophie. Da wird viel gezockt – entweder, indem man Spieler ganz billig kauft und hofft, dass sie überraschend durchstarten oder indem man Spieler ganz teuer kauft (und bezahlt) und dann hofft, dass sie die Ablöse und das Gehalt auch rechtfertigen. Mittelpreis ist out. Sehr teuer und sehr billig ist in. Verhandeln ist out. Ausstiegsklausel ist in.

      8. Fussballfans sind ja grundsätzlich pessimistisch was die Zukunft des eigenen Vereins angeht. Aber die Schwarzmalerei hier erscheint mir schon fast krankhaft zu sein.
        Jungs, ganz auf den Kopf gefallen waren sie beim FC Bayern in der Vergangenheit nicht und sind sie auch in der Gegenwart nicht. Ein Blick in den Trophäenschrank und in die Bilanz.sollte als Beweis reichen.
        Und btw angeblich haben wir Interesse an Rashica, da müsste doch der ein oder andere zufrieden grinsen. Ein Ersatzspieler vom Absteiger, immerhin 1 Tor und 1 Assist in der letzten Saison, und mit 15 Millionen genau im mittelfristigen Beuteschema. Vielleicht liest Brazzo hier mit ;-)

      9. @Herrispezial: Wir haben die CL im letzten Jahr fast ausnahmslos mit Spielern gewonnen, die wir entweder ablösefrei bekommen haben (Goretzka, Lewandowski), die aus der eigenen Jugend stammten (Müller, Alaba), oder die wir relativ günstig geholt haben und die dann einen großen Entwicklungssprung machten (Boateng, Kimmich, Davies, Gnabry). Als Stammspieler aus dem mittleren Preissegment würde ich Thiago, Süle und Coman bezeichnen. Neuer ist im Jahr 2011 mit seinen über 30 Millionen Ablöse wohl eher im Hochpreisregal einzustufen, zumindest was Torhüter damals betraf. Die teuersten Einkäufe saßen im Finale alle auf der Bank (Hernandez, Pavard, Martinez, Tolisso) und spielten in Portugal keine nennenswerte Rolle.
        Spitzenleute im besten Alter ablösefrei zu bekommen, setzt immer auch gewisse Fehler beim abgebenden Verein voraus, was vorkommen kann, wohl aber eher eine Ausnahme darstellt. Als wirkliches Geschäftsmodell kann man das wohl nicht übernehmen. Die Mehrheit unserer CL-Elf (6 aus 11) stammt aus den beiden Bereichen “eigene Jugend” oder “günstig verpflichtet”. Diesen Trend fortführen zu wollen, zeugt somit von einer gewissen Kontinuität.
        Bezüglich der Sinnhaftigkeit wirklich teurer Transfers bin ich irgendwie gespalten. Eine Garantie, dass die Spieler funktionieren, gibt es nicht und wenn man ehrlich ist, haben die wirklich teuren Transfers der letzten 10 Jahre im gesamten europäischen Spitzenfußball eine Erfolgsquote die niedriger als 50% ist, zumindest wenn man den Anspruch an die Spieler stellt, dass sie ihre Kosten quasi in jedem Spiel nachweisen sollen.
        Ich sehe derzeit schon eine Philosophie bei den Verantwortlichen und die heißt, dass man einen Kern aus Spielern haben möchte, die nur im Ausnahmefall älter als 30 Jahre alt sind. Für Spieler, von denen man glaubt, dass sie zu diesem Kern passen, ist man auch bereit, hohe Beträge zu investieren. Verträge mit Spielern aus diesem Kern will man auch verlängern, allerdings nicht um jeden Preis und nicht unter allen Bedingungen. Zusätzlich zu diesem Kern möchte man einen vernünftigen Fundus an Ergänzungsspielern, die entweder günstig geholt werden mit der Hoffnung auf Weiterentwicklung oder gleich aus der eigenen Jugend hochkommen. Zusätzlich können Plätze auch kurzfristig durch Leihen aufgefüllt werden. Planlos klingt das ganze für mich jetzt ehrlich gesagt nicht. Ob der Plan funktioniert, muss sich natürlich auch erst zeigen. Wenn er es nicht tut, müssen und werden Köpfe rollen.
        PS: Ich denke nicht, dass Salihamidzic bei der Spielersuche einen Filter einstellt, der ihm nur Spieler mit Ausstiegsklausel anzeigt. Es war bisher auch nur ein einziges Mal so, dass die Ausstiegsklausel für den Spieler zu hoch war und das war bei Hernandez der Fall. Für Pavard und Upamecano kann man mMn schon von handelsüblichen Preisen sprechen, die man auch bei Verhandlungen wohl kaum hätte drücken können.
        Die größten Probleme sehe ich derzeit bei den Vertragsverlängerungen, die natürlich enorm wichtig sind, wenn man den exzellenten Kern an Spielern, die die Mannschaft in den nächsten Jahren tragen sollen, einigermaßen behalten möchte.

      10. @willy: Wenn man den Kader 2020 anschaut, gebe ich Dir Recht. Wenn man den Kader wenige Jahre zuvor anschaut, dann haben wir eben genau im Mittelpreissegment viel richtig gemacht – gerade mit Robben und Ribery haben wir 2 Topleute geholt, die damals zwar – gemessen an den Ausgaben des FCB – relativ teuer waren, die aber international noch nicht als hochpreisig zu bezeichnen waren. Und genau da haben wir derzeit m.E. unseren Schwachpunkt. Wir finden zu wenig Spieler, die noch nicht richtig teuer sind (also unter 30-40 Mios), und die uns dann aber richtig weiterhelfen. Doch genau das braucht es, wenn man nicht nur die Hochpreistransfers macht, von denen – wie Du richtig sagst – ja auch bei anderen Vereinen viele nicht so einschlagen wie gewünscht. Nur mit ablösefreien oder jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs bekommst Do so ansonsten (aus meiner Sicht) nämlich keinen breiten Kader hin, der gut genug ist. Derzeit sieht man das Ergebnis ja sehr schön. Wir hatten in der abgelaufenen Saison vielleicht 15 oder 16 Feldspieler, die den Ansprüchen des FCB wirklich Genüge leisten und auch eingermaßen oft verfügbar waren. Jetzt gehen drei davon, Upamecano kommt. Ist da aus der Jugend noch jemand auf dem Sprung? Vielleicht Richards, wenn er denn nicht wieder verliehen wird. Bei den ablösefreien Spielern sehe ich auch niemanden neu kommen, der uns wirklich verstärkt (mal sehen, was der andere Richards bringt), denn Wijnaldum, Dempay und Co. kommen wohl nicht zu uns. Die Politik des Verzichts auf mittelpreisige Transfers hat bisher eher zu einer Kaderverkleinerung geführt, weil die ablösefreien und jungen Nachwuchsspieler eben nicht so häufig einschlagen wie es sein müsste, um einen Kader mit mehr als 16 Spielern zu haben, die gut genug sind. Leider hat ja der Versuch, günstige Spieler zu holen (wie Gnabry oder Kimmich) in den letzten Jahren bis auf bei Davies nicht geklappt. Roca, Cuisance, Arp und Co. sind ja alles Beispiele dafür, dass wir gerade in dem Bereich in den letzten 2, 3 oder auch vier Jahren deutlich mehr Fehlschläge als Treffer zu verzeichnen haben.

      11. Grundsätzlich darf man es einem Spieler nicht übel nehmen, wenn er seinen Vertrag bis zum letzten Tag fristgerecht erfüllt und dann ablösefrei geht. DAS Problem sind halt leider die enormen Ablösesummen, welche es für Vereine wirtschaftlich enorm schwer macht, siehe Alaba. Ablösefrei einen Topspieler ziehen zu lassen tut schon ordentlich weh.

        Wir sind grundsätzlich kein Verkaufsverein. Haben unsere Spieler die Bayern Qualität, bleiben sie in der Regel viele Jahre. Dies ist auch ein Umstand, welcher mir gut gefällt.

        Ich denke auch, wie hier schon angesprochen, dass wir im 10 bis 30 Millionen Bereich zukünftig einige Treffer landen müssen.

      12. @Herri

        Ich würde sogar noch weiter gehen und die kritische Preisregion im Bereich der 15-20 Mio. Ebene ansiedeln.

        Wenn man sich die Startelf aus dem CL-Sieg ansieht und mit Süle und Pavard 2 Stammspieler addiert, hat das Flick’sche Kernteam im Schnitt 14 Millionen gekostet. Der teuerste Transfer war dabei immer noch Neuer.

        Ribery und Robben waren (auch inflationsbedingt) damals schon etwas teurer. Der Unterschied hier: beide Spieler hatten ein gewisses “package” dabei, das der Verein bereit war einzugehen. Das ging auf. Bestes Beispiel für einen moderaten Einstandspreis und Nachhaltigkeit ist für mich Jerome Boateng. Für 15 Millionen verpflichtet hat man an ihn geglaubt und ihn aus einer unglücklichen Lage weg gelotst. Das Ergebnis kennen wir. Diese Art der Transfers vermisse ich inzwischen. Clevere Deals anstatt “Boom-or-Bust”.

  2. Bei mir hätte den Award eindeutig Richards gewonnen. Wobei da auch der gesamte Kontext, wie z.B. Vorrunde mit einfließt.
    Mai war zwar von Beginn an Stammspieler, aber über die gesamte Saison waren seine Leistungen doch eher durchwachsen.
    Was natürlich klar ist, die beiden waren die einzigen, die für den Award überhaupt infrage kamen. Leider.

    Die hier genannten Spieler dürften auch diejenigen sein, über die man ggf. über eine Beschäftigung als Ergänzungsspieler zumindest nachdenken wird.
    Das wären für die Abwehr Mai und Richards, Cuisance und Fein im Mittelfeld und Zirkzee im Sturm.
    Das wären diejenigen die Erfahrungen im höherwertigen Profibetrieb aufzuweisen haben und in einem gewissen Maßstab auch schon Leistungsnachweise erbracht haben.
    Ich nehme mal an, die werden alle/einige beim Trainingsauftakt hier aufschlagen. Der dürfte in einigen Wochen sein, wenn der Großteil des Kaders wegen der EM-Verpflichtungen noch nicht zur Verfügung steht.
    Das ist normalerweise nicht gerade gut, dürfte aber zumindest in dieser Hinsicht Nagelsmann die Gelegenheit geben, diese Spieler und den “Rest” der Mannschaft intensiv auf Herz und Nieren zu testen.
    Vielleicht schafft er es ja aus diesem Kreis, die eine oder andere Überraschung der Saison zu kreieren.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Auch bei mir wäre Richards der Gewinner gewesen. Mai’s Leihe war für ihn selbst erfolgreich. Jedoch wurde erneut deutlich, dass es für Bayern nicht reichen wird. Richards hingegen hat gezeigt, dass er auch in der ersten Liga eine gute Rolle spielen kann und daher in Zukunft zumindest als Ergänzungsspieler für uns taugen könnte.

      Zu den Chancen der Jungs ab Traininingsauftakt: Dass Fein Minuten sehen wird, glaube ich nicht. Nagelsmann wird mit diesem Spielertyp zwar mehr anfangen können, als Flick. Jedoch ist Roca ihm sehr ähnlich, aber besser/weiter und wird daher die Minuten hinter Kimmich abstauben. Bei Richards hängt sicherlich viel davon ab, was hinten rechts noch passiert und wie intensiv Nagelsmann mit Dreierkette arbeiten möchte. Da ich bei der RV-Suche eher mit einem weiteren Trauerspiel rechne, als mit einem starken Transfer, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er bleibt. Cuisance wird es extrem schwer haben. Dennoch rechne ich nicht mit einer weiteren Leihe. Ich sehe nicht, dass ein weiterer Mittelfeldspieler zum Kader stoßen wird. Deshalb wird man wohl aus der Not eine Tugend machen und ihm noch eine Chance geben. Mai sehe ich beim HSV oder so – Abstiegskampf zweite Liga ;)

      1. Cuisance wird vermutlich auch erst einmal einen guten Einruck beim neuen Trainer hinterlassen. Er scheint der Typ zu sein, der sich anfangs gerne reinhängt, aber dann auch viel zu schnell auf seinen Lorbeeren ausruht. Das Bild setzt sich ja auch bei anderen Vereinen so langsam fest – wer sollte ihn also holen wollen?

        Ansonsten wäre für mich auch Richards der Gewinner, denn Mai hat einerseits auch schon einige schwache Spiele im Darmstadt gemacht und andererseits war Richards in Hoffenheim eine Liga höher unterwegs (wenn auch nur eine halbe Saison).

  3. Werden EM und N11 hier eigentlich komplett ignoriert?

    Ich frage für einen Freund ;-)))

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich interessiere mich sehr für die englische und schottische, möchten wir darüber sprechen ? ;)

      1. Das kommt mir spanisch vor.

    2. Die U 21-EM? Läuft!

      1. Fand ich auch klasse. So macht Fußball Spaß!

    3. nö, Ridle Baku hat mir gut gefallen, wär einer für uns,

      1. Solange der keine ASK hat oder wir nicht 40+x Mios hinblättern, bekommen wir den nie aus seinem Vertrag rausverhandelt. Letzten Sommer waren wir ja angeblich dran, haben dann aber angeblich zu lange gezögert. Dafür kam dann ganz am Ende des Transferfensters Sarr. Klassisch verzockt eben.

      2. Angeblich haben wir Riedle Baku letztes Jahr ein Angebot gemacht. Angeblich kein schlechtes.
        Aber Wolfsburg hat ihm auch ein Angebot gemacht. Angeblich auch kein schlechtes.
        Angeblich sah er sich aber in Wolfsburg wesentlich mehr Einsatzzeiten heraus als in München.
        Und angeblich hat sich daraufhin für Wolfsburg entschieden.
        Soll passieren.

      3. Angeblich haben wir ihn gebeten, noch zu warten, weil wir noch andere Spieler in der Verlosung hatten. Und dann ging er eben woanders hin. Das kann passieren, ist aber kein Ausweis von sonderlich kluger Verhandlungsstrategie. Erst recht nicht, wenn am Ende Sarr kommt, den man diesen Sommer schon wieder loswerden möchte.

      4. Baku:
        “Ich hatte mich zu der Zeit bereits für den VfL entschieden, sodass es Richtung Bayern gar keine Gedanken gab”.

  4. Und den Dorsch hat uns Carlo vergrätzt oder wie?

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Vergrätzt?
      Carlo hatte damals im Mittelfeld die Auswahl zwischen Alonso, Thiago, Vidal, Martinez, Kimmich, Renato Sanches.
      Wobei ihm schon die mangelnde Förderung von Kimmich und Sanches immer wieder vorgehalten wurde.
      Dass da keine großen Kapazitäten, in jeder Hinsicht, für die Förderung eines 18-jährigen Viertligaspielers mehr vorhanden waren, ist für mich sehr nachvollziehbar.

      Abgesehen davon:
      1. Hat mir Dorsch bei diesem Turnier auch sehr gut gefallen
      2. Hat die Aufzählung der damaligen Möglichkeiten im MF fast schon was deprimierendes an sich.

      1. Zu 2. Ich denke Kimmich war damals noch als rechter Verteidiger gelistet.
        Und 2021Kimmich, Goretzka, Müller ist jeder Kombi von damals mindestens ebenbürtig.

      2. Im ersten Ancelotti-Jahr war Kimmich, von einigen Vertretungen abgesehen, durchweg als MF-Spieler eingesetzt.
        Erst im nächsten Jahr, nach dem Lahm-Rücktritt, rückte er fix auf RV.
        Müller habe ich schon 2016 nicht aufgezählt, da er für mich nicht unter MF-Spieler läuft. Wenn man das aber so möchte, müsste man ihn damals natürlich auch noch dazu zählen.

      3. Das mit Kimmich mag sein, aber der Kimmich 2016 und der Kimmich 2021 sind völlig unterschiedliche Spieler.
        Müller ist in meinen Augen ein Mittelfeldspieler, 10er, 8er, aussen, wenn es sein muss auch 6er.
        Auch mit Müller wirst du 2016 keine combo finden, die qualitativ entscheidend besser ist als das 2021er Trio Kimmich – Goretzka – Müller.
        In der Breite war da ganz klar mehr Qualität, aber da sind wir wieder beim leidigen Thema, wenn man nicht rotiert ist es egal welche Spieler auf der Bank sitzen.

      4. Dann sind wir uns ja einig: In der Breite war da ganz klar mehr Qualität.

      5. Ja, aber nicht mehr Qualität auf dem Platz.

  5. ich hoffe stark auf Roca nächste Saison. Roca ist die Personalie, die aus mir aus einem Flcik Bewunderer jemanden gemacht hat, der zumindest beginnt massiv z uzweifeln. Dass er für ihn keinen Platz gefunden hat. Müller und vor lalme Vidal haben Pep auch nicht gepasst. Es heißt dass PEp am Anfang daran verzweifelt ist Vidal seine Taktik beizubringen, abe rrer ist im Training drangeblieben. Ic h sag es mal so, auch zu Coronazeiten hätte Pep Zeit gefunden nach dem Mannschaftstraining noch was mit Roca zu machen, Videostudium wie mit Boa oder ähnliches und ein junger SPieler wie Roca sagt doch nicht nein,wenn der Trainer um Anchsitzen bittet. Aber selbst wenn das außer acht lasse, Flicks Verhalten gegen Roca im letzen Pokalspiel geht gar nicht. Alle haben damit gerechnet, dass Roca spielt, ich weiß nicht mehr genau die Ausgangslage, irgendjemand war verletzt, es war so eine Situation , wenn nicht hier , dann gar nicht. Dann lässt er ihn draußen, schwer nachzuvollziehen, aber ok, dann dar f ich aber einen dann zu Recht enttäuschten Spieler nicht bei übelsten Wetter bringen, um Zeit von der Uhr zu nehmen, dass Roca dann noch den ELfer verschießt war nciht FLicks Schuld hat es aber katastrophal abgerundet. Ich kann mir einfach nicht vorstellen , dass FLick seine Aufstellung und seine Ein- und Auswechlsungen als MAchtmittel gegen Brazzo missbraucht hat, aber an dem Tag habe ich es das erste Mal in ERwägung gezogen.

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