Miasanrot-Awards: Entwicklung der Saison 2020/21

Daniel Trenner 29.05.2021

Eigentlich wollte Hasan Salihamidžić ja ganz wen anders. Im Sommer 2019 versuchte er abermals vergeblich Callum Hudson-Odoi von Chelsea loszueisen. Das scheiterte wie auch alle anderen zukünftigen Versuche. Doch befindet man sich einmal in London, will man bekanntlich nicht mit leeren Händen zurück, also sackten er und Marco Neppe kurzerhand Jamal Musiala ein.

(Bild: Imago Images)

Erste Schritte

So gliederte sich das damals noch als englisch geltende Talent im Campus ein. Zuerst in der U17, dann in der U19 und schließlich ab der Rückrunde bei den Amateuren. In Sebastian Hoeneß’ Meistermannschaft machte er sich auch für Hansi Flick interessant und so nahm der ihn mit nach Lissabon als Trainingspartner.

Hier sollte allerdings keine falsche Legendenbildung betrieben werden, es ist mitnichten so, als hätte der junge Musiala in der 3. Liga alles in Grund und Boden gespielt. Das Supertalent, dass ihm jetzt durchaus zurecht nachgesagt wird, blitzte da nur selektiv auf. Die Entwicklung, die nun so richtig Fahrt aufnahm, kam für nicht wenige wirklich überraschend und zeigt nur einmal mehr, wie unterschiedlich Karrieren junger Talente verlaufen können. Die einen spielen in der Jugend alles in Grund und Boden, fassen aber bei den Erwachsenen keinen Fuß. Andere spielen trotz ihres exzellenten Rufes bei unterklassigen Teams keine besondere Rolle, um dann bei den Profis zu explodieren.

Und explodiert ist er. Vom allerersten Spieltag an, sah Hansi Flick in Musiala einen vollwertigen Kaderspieler. Als Joker sammelte er stetig Minuten in allen Wettbewerben und konnte sogar erste (zugegeben unwichtige) Bundesligatore für sich verzeichnen.

Gamechanger im Dezember

Der große Durchbruch kam dann in der ersten Dezemberwoche. Bereits für das Achtelfinale qualifiziert, warf Hansi Flick gegen Atlético Madrid die ganz große Rotationsmaschine an. Musiala war hier der beste Mann einer unterlegenen Mannschaft. Mit feinen Bewegungen schnitt er immer wieder durch Simeones Abwehrwand.

Wichtiger als dieses bessere Freundschaftsspiel war jedoch das darauffolgende Bundesligaspiel. Konservativ aufgestellt, lief der FC Bayern Leipzig und dem Ergebnis hinterher. Dann verletzte sich Javi Martínez noch in der ersten Hälfte und Hansi Flick brachte mit Musiala den Gamechanger. Ganz intuitiv bildete er Dreiecke mit seinen Mitspielern und auf einmal floss das Spiel, wo es zuvor noch stockte. Den wichtigen Ausgleich schoss Musiala mit einem überlegten Distanzschuss gleich selbst.

“Er ist ein sehr großes Talent. Das Tor macht er super, auch sonst hatte er sehr gute Aktionen, er ist sehr ballsicher, sehr quick, flink und schwer zu greifen. Da werden die Bayern noch ein paar sehr schöne Erlebnisse mit ihm haben.”Julian Nagelsmann, sein künftiger Trainer. Nicht nur die Bayern, Julian.

Ein Schuss ins Glück – und zum endgültigen Durchbruch beim FC Bayern.
(Bild: Imago Images)

Polyvalenz

Lucien Favre prägte einst den Begriff Polyvalenz im modernen Fußball-Sprachgebrauch. Vielseitig einsetzbare Spieler. Jamal Musiala ist hierbei ein Paradebeispiel solcher schweizer Taschenmesser. Trotz seiner limitierten Spielzeit gab es kaum eine Position, die er bislang noch nicht bekleiden durfte. Überwiegend auf der offensiven Acht eingesetzt, spielte er auch schon auf beiden Flügeln, klassisch auf der Zehn und kurzzeitig sogar im defensiven Mittelfeld. Dort wird wohl kaum seine Zukunft liegen, doch auf allen anderen Positionen überzeugte er. Seine markanteste Fähigkeit sind seine Dribblings. Im zentralen Mittelfeld zeigt er sich hier als raumöffnender Fummler im Halbraum. Mehr Thiago als Thomas Müller oder Leon Goretzka.

Auf den Flügeln hingegen, machte er die Leihe Douglas Costas komplett obsolet. Dort kann er sein Tempo voll ausspielen und dabei am meisten seine noch vorhandenen Schwächen im Passspiel kaschieren.

Ein Ausblick auf seine Rolle unter Löw und Nagelsmann

Diese Polyvalenz brachte ihn schlussendlich auch in den EM-Kader, denn was der Bundestrainer sucht und in Musiala gefunden hat, ist etwas anderes als was Hansi Flick die meiste Zeit der Saison in ihm sah. Für Flick war Musiala meist der erste Ersatz für Thomas Müller im offensiven Mittelfeld oder der offensiven Acht. Auch sonst war Bayerns Mittelfeld diese Saison sehr ausgedünnt, was Spielzeit für Musiala hieß.

Mit all diesen Sorgen muss sich Joachim Löw nicht herumschlagen, im Mittelfeld herrscht ein Überfluss wie sonst nirgends. Doch gerade nach Dribblern verlangt es ihn schon seit Jahren. Musiala wird die Rolle des quirligen Offensivjokers bei der EM einnehmen, für die Rolle gibt es sonst niemanden. Musiala mag viel öfter zum Einsatz kommen, als viele Beobachter es für möglich halten.

Wie bei allen Spielern, darf man gespannt sein, wo Julian Nagelsmann Musiala sehen wird. Eine Fähigkeit, die bisher unerwähnt blieb, ist sein Torabschluss. Sechs Tore in unter 900 Minuten sind ein sehr guter Wert. Gut möglich, dass Nagelsmann Musiala noch ein Stück weiter vorne sehen wird. Denkbar wäre es, wenn er zusammen mit Thomas Müller und Serge Gnabry eine Riege von Halbraumstürmern bilden würde. Dort könnte er hinter Lewandowski mit einem Partner etwa in einem 3-4-3 die Halbpositionen bespielen, während offensive Flügelläufer sie unterstützen.

Die Saison 2020/21 ist die Saison des Emporkömmling Jamal Musiala. Der 17-Jährige, der als Nobody in die Saison startete, sich in die Rotation des amtierenden Champions-League-Siegers spielte, einen kleinen Verbandskrieg zwischen England und Deutschland vom Zaun riss und schließlich zur Europameisterschaft fährt. Teile dieser Story erinnern an einen gewissen Joshua Kimmich. Nicht das schlechteste Omen.

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  1. Musiala
    Absoluter Glücksgriff – eine sehr gute Entscheidung von Salihamidzic und Neppe dieses Talent zu verpflichten. Er muss natürlich noch physisch zulegen,aber auf gar keinen Fall zuviel so das er seine schlangenhaften Bewegungen verliert. Lieber Müller als Goretzka als Vorbild.
    Musiala nimmt den Kaderplatz von Costa ein. Hoffe das nächste Saison auch Tillman überzeugen und sich im Kader etablieren kann.

    Auf jeden Fall ein weiteres Beispiel wie gut Flick Spieler beurteilen kann. Gute Spieler spielen, weniger gute Spielen eben wenig oder garnicht- das zieht er konsequent durch. Mal sehen wie konsequent Nagelsmann bei Roca Sarr Cuisance Fein OBM Zirkzee handeln wird.

    Verstehe nicht wie man immer wieder an ein klassisches 3-4-3 mit drei IV denken kann. Erstens haben wir nicht genug IV und zweitens haben wir zuviele Offensiv bzw Aussenspieler. Während Davies auf der linken Seite sicherlich der Schienenspieler sein könnte (dafür müsste er aber auch mal wieder mehr laufen wie in der ersten Saison), werden weder Gnabry noch Sané diesen Part spielen wollen und können. Und wo soll Müller spielen. Es wäre MMn ein großer Fehler falls Nagelsmann wirklich eine klassische 3er Kette aus IV etablieren wollte, und er würde wohl auch auf großen Widerstand im Team stoßen.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Für ein offensives 3-2-4-1, das wir 2015/16 schon manchmal unter Guardiola erfolgreich spielten, hätten wir aber einen geradezu prädestinierten Kader zur Verfügung:
      Neuer – Pavard, Upamecano, Hernandez – Kimmich, Goretzka – Gnabry, Musiala, Müller, Coman – Lewandowski
      Der einzige, der hier Schwierigkeiten haben könnte, wäre Davies.
      Im 3-4-3 wäre Davies ganz gut aufgehoben, aber es gibt eigentlich keinen wirklich geeigneten Spieler für die rechte Seite und du hast das von dir angesprochene Problem mit Müller.
      Gegen einen Wechsel zwischen 3-2-4-1 und einem System mit klassischer Viererkette (egal ob 4-2-3-1 oder 4-3-3) gibt es allerdings nichts einzuwenden.

      1. Einen solchen Wechsel kann ich mir – je nach Gegner – auch gut vorstellen. Im Allgemeinen gesprochen scheint mir ein System mit 3 IV und nur je einem echten Aussenspieler doch arg zentrumslastig zu sein.

      2. Wir haben unter Pep nie mit 3 IV gespielt.
        Die AV sind immer zentral eingerückt und der 6 er hat sich bei Bedarf zwischen die beiden IV fallen lassen.Aber nur im Notfall wenn der 6 er zugestellt war.
        Das 4-3-3 oder 4-1-4-1 war im Aufbau dann oft eher ein 2-3-2-3 zeitweise 3-2-2-3 oder 3-3-3-1.
        Weder Lahm/Rafinha noch Alaba haben in einer 3 er Kette gespielt. Nenne mir bitte ein Spiel.

        Das asymmetrische Verschieben der AV hat Pep erst bei ManCity spielen lassen als Variation zu dem bei uns praktizierten System. Deshalb sieht man auch Rodri oder Fernandinho so gut wie nie tief zwischen den IV aufbauen- bzw. so gut wie nie beide AV gleichzeitig hochstehen- kannst ja heute darauf achten.
        Den Raum des jeweils tieferstehenden AV nimmt dann immer einer der 8er KdB Silva oder Gündogan ein.
        Im Prinzip ähnlich wie Flick hat spielen lassen nur ohne klassischen 9er.
        Interessanterweise hat Pep die Abwesenheit eines starken 9er ala Lewa als Schwäche erkannt und will ja deshalb offensichtlich unbedingt Kane verpflichten.

        MMn wird Pep heute zeigen wie man die 3-4-3 mit drei IV auseinandernimmt.
        Chilwell und Azpilicueta werden nach 15 Minuten so eingeschüchtert sein das sie sich kaum noch nach vorne trauen und damit Werner Mount und Zyiech in der Luft hängen.

      3. @918: 6.11.2016 gegen Stuttgart. Aufstellung s. kicker:
        https://www.kicker.de/bayern-gegen-stuttgart-2015-bundesliga-2855032/aufstellung
        Es haben somit sowohl Rafinha als auch Alaba in der 3er-Kette gespielt. Kam nicht oft vor, war aber eine der besten 1. Halbzeiten, die ich in der Pep-Phase gesehen habe.

      4. @willy
        Danke hatte ich nicht auf dem Radar.
        Aber das ist ja keine 3 er Kette mit 3 IV sondern einend, und auch kein 3-4-3 in den Sinne wie Du das erwähnt hast.
        Das kannst Du so mal gegen einen total unterlegenen Gegner spielen, in der Formation wie von Dir aufgezeigt ist das natürlich auch mal in der Buli oder schwache CL Teams möglich.
        Und wie Du schon sagst nimmst Du Davies dann den Platz, den er nur im klassischen 3-4-3 bekäme was dann wiederum zu den bon uns beschriebenen Problemen führt.
        Man kann es mMn drehen und wenden wie man will, ein klassisches 3-4-3 oder noch schlimmer 3-5-2 wird es mit unserem Kader kaum geben können ohne größere Verwerfungen zu generieren.
        3-2-4-1 ok.

      5. Ich würde behaupten, dass die Spieler Pavard, Süle, Davies und Hernandez diverse Möglichkeiten eröffnen. Von der pendelnden Viererkette, über eine asymmetrische Viererkette bis zur klassischen Variante. Lediglich ein passender Spieler für eine eine klare Rolle als Rechter Schienenspieler fehlt. Insofern Nagelsmann so einen gerne hätte, wäre das dann eine klarer Auftrag an Brazzo. Wobei sich Sarr in der Rolle einen Test wert ist. Aber vielleicht belassen wir es ja einfach bei solchen Spielereien und sagen: Gegen den Kader wird 4er Kette gespielt, mit Ball gibt der Kader wenn alle gesund sind fast alles her.

      6. @918: Mit einer Dreierkette mit drei IV kann ich auch eher weniger anfangen. Im Alltag wird das wohl kaum Sinn ergeben. Da sowohl Pavard als auch Hernandez aber keine reinen IV sind, wäre das für mich ok. Bei RB liefen ja auch nicht immer drei IV in der Dreierkette auf, sondern mit Halstenberg und/ oder Klostermann zwei Spieler, die auch eine Mischung aus AV und IV sind.

    2. Er erinnert mich in einigem an den jungen Müller auch wenn sie von den Fähigkeiten unterschiedlich sind. Aber er hat eine unerschrockene Mentälität und auch die Bereitschaft, wenn er reinkommt zu arbeiten – und nicht zu versuchen, eine Show abzuziehen – haben/hatten beide.

  2. Die einmütigste Wahl der Redaktion. Da will ich nicht widersprechen :-)
    Schön wie herausgearbeitet wird wie Flick Musiala fast aus dem Nichts zum Nationalspieler entwickelt hat. Die zweite Rakete nach Davies. Dieses Vermächtnis wird bleiben, wenn die Jungs sich halbwegs normal weiterentwickeln.
    Van Gaal hatte Müller, Badstuber und Alaba
    Pep hatte Kimmich
    Hansi jetzt Davies und Musiala.
    Mal schauen wen Nagelsmann so auf der Pfanne haben wird und wer nächste Saison diesen Award einheimst.
    Tipps? :-)

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Flick hätte mMn Musiala sogar noch öfter spielen lassen können.
      Ganz zu vergleichen mit van Gaal ist er dann doch nicht. Der ließ Müller eigentlich immer ran, obwohl er mit Gomez, Olic, Klose und anfangs auch noch Luca Toni eine formidable Auswahl für die beiden zentralen Offensivpositionen hatte. So konsequent war Flick dann in Bezug auf Musiala doch nicht. Startelfeinsätze als es noch um etwas ging und fast alle fit Offensivleute fit waren, traute er ihm dann doch noch nicht unbedingt zu. Auch bei Badstuber war van Gaal ziemlich konsequent. Er ließ Lucio gehen und aus dem Duo van Buyten oder Demichelis war auch oft einer wegen Badstuber draußen. Erst als van Gaal merkte, dass weder Contento, noch Pranjic oder Alaba als linker Verteidiger für höchste Aufgaben geeignet sind, ließ er Badstuber zum Ende der Saison hin öfter als LV ran.
      Bei Davies sollte man auch Kovac zumindest noch ein paar Aktien einräumen, denn der war der erste, der das Potential von Davies als offensivstarker Verteidiger erkannte und ihn dort einsetzte.
      Bei Alaba gebe ich van Gaal auch nur bedingt Credits, denn am Ende der ersten Saison wurde Alaba ja ausgeliehen, nachdem er von van Gaal als noch nicht gut genug eingestuft wurde, vor allem nach dem desaströsen Auftritt in Frankfurt, wo Alaba hauptverantwortlich für die Niederlage mit zwei krassen Fehlern vor den Gegentoren war, setzte er ihn gar nicht mehr ein. Bei Alaba war es mMn Heynckes der ihn zum internationalen Klassemann formte. Man hätte eigentlich vorgehabt, Lahm wieder auf links zu ziehen und hatte deshalb im Sommer 2011 zum Amtsantritt von Heynckes Rafinha aus Italien zurück in die Bundesliga geholt. Dieser Plan wurde aber bald fallengelassen, weil Alaba mit dem Rückenwind seiner Leihe in Hoffenheim schnell durchstartete und zum LV wurde, so dass Lahm auf rechts blieb.
      Kimmich und Pep waren in der Tat ein Dream-Team.

      1. Man vergisst leicht wie unfassbar jung Musiala war und immer noch ist.
        Als Flick übernahm war Musiala ein 16-jähriger B-Junior. Müller war knapp 20 als van Gaal kam, war A-Juniorenvizemeister und hatte gerade in der 3.Liga 15 Tore erzielt, hatte schon bei den Profis mit trainiert und debütiert. Die Ausgangspositionen waren deutlich anders.
        Bei Badstuber war das ähnlich, gleicher Jahrgang, gleicher Werdegang. Da war van Gaal konsequent und ließ Lucio gehen. Das nehme ich ihm allerdings heute noch übel :-)
        Bei Alaba muss man van Gaal eher die Idee mit Alaba als LV zurechnen als viele Einsätze.
        Bei Kovac kam Davies in seinen letzten beiden Spielen als LV zu Starteinsätzen. Er hat ihn allerdings auch sonst immer mal wieder gebracht. Also ein paar Aktien kann man ihm sicher zugestehen.

    2. Hoffe schon das Nagelsmann Nianzou zum Top Spieler formen kann, das würde viele Probleme lösen.
      Dazu zumindest einen der Nachwuchshoffnungen Sieb Tilman Mbi Rhein etc

  3. Logische Wahl. Sympathischer Junge, der verdientermaßen in den EM-Kader berufen wurde. Löws Überzeugungsarbeit, für das DFB-Team zu spielen, könnte vielleicht das wichtigste “Vermächtnis” des scheidenden Bundestrainers für die nächsten Jahre sein.
    Beeindruckend, welches Selbstvertrauen dieser gerade mal 18jährige im gegnerischen Sechzehner hat. Matchwinner gegen CL-Klub Wolfsburg, v.a. sein Felix-Neureuther-Gedächtnisslalom gegen die zweitbeste BuLi-Abwehr: https://www.youtube.com/watch?v=oR27OkIRW9o

  4. Woher kommt eigentlich der fürchterliche Begriff (des eingedeutschten) Gamechanger? Er wird im englisch-sprachigen Sport nicht benutzt. Es wäre ungefähr das gleiche, wenn man einem Amerikaner nach einem „Handy“ fragen würde.

    Wenn damit gemeint ist, dass er den Unterschied als Spieler ausmacht, ist das immer noch der difference-maker. Ist zwar etwas altmodisch aber zumindest nicht so grausam „awkward“ ;)

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Trotz aller teils grauenhaften Scheinanglizismen, die in den deutschen Sprachgebrauch eingegangen sind, von “Handy” über “Home Office” bis zu “Happy End”: “Game Changer” gehört nicht dazu und wird im Englischen wie folgt definiert: “An event, idea, or procedure that effects a significant shift in the current way of doing or thinking about something.” ;-)

      1. @Nordbayer:
        Dann lass mich beim Artikel bleiben. Ein gamechanger ist z.B. der VAR in Bezug auf Technologie im Regelelement des Fußballs (das Ergebnis lassen wir mal offen :-)

        Den “persönlichen gamechanger” (so wie es im Artikel gemeint ist), gibt es so nicht im englischen (Sport)-Sprachgebrauch. Entweder war Musiala in besagtem Spiel der “Difference-maker” oder das Spiel war sein persönlicher “Breakthrough”.

        In beiden Fällen könnte man übrigens auch schöne deutsche Worte benutzen. Durchbruch im Dezember, zum Beispiel.
        Die Formulierung bleibt in der “do you have a handy?” Liga

    2. In der Konversation mit einem Englishman kann man die Situation entspannen mit dem souverän fallengelassenen Satz: “You can say ‘You’ to me…” ;-)

      1. Das beste ist immer noch das public viewing, das im englischen eigentlich die öffentliche leichenaufbahrung ist…

      2. Frage an die Experten:
        Wem fällt denn dann so ein Mist ein?
        Wer erfindet in Deutschland englische Begriffe, die es dort gar nicht gibt?

      3. Sweetnessheart, what watch?
        Ten watch.
        Such much?

        Dialoge für die Ewigkeit. Wer’s auflöst bekommt den Klugscheißer-Award.

      4. pepismo: nein, auch die Vorbesichtigungen bei Kunstversteigerungen werden public viewing genannt.

  5. Schon wieder Pep?
    Thomas Tuchel bitte rechtzeitig als Nagelsmann-Nachfolger klar machen.
    Und dieser Havertz-Junge ist auch gar nicht so schlecht.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Peps Team hat wieder der letzte Punch gefehlt. Und ehrlicherweise hat Tuchel die stärkere Elf auf dem Platz gebracht.
      Und was wäre wohl gewesen, wenn dieser Harvertz bei Flick gelernt hätte. Eine offensive Allzweckwaffe auf allen Positionen, inkl. Sturm. Würde ihn sofort für Sane und Upa eintauschen. Und vielleicht hätte es sich der Hansi sogar anders überlegt.

      1. Transfermarkt:
        “Mit einem Gesamtpaket von 80 Millionen Euro fixer Ablöse und 20 Millionen in möglichen Boni reiht sich der Nationalspieler vor seinem künftigen Teamkollegen Timo Werner (24) ein, der ebenfalls in diesem Sommer für 53 Mio. Euro von RB Leipzig an die Stamford Bridge gewechselt ist. Englische Medien berichteten am Freitag derweil von einem Sockelbetrag über rund 70 Mio. Euro – auch in diesem Fall würde sich Havertz jedoch an die Spitze setzen. Der Transfer beschert Havertz dem Vernehmen nach 100 Mio. Euro Gehalt in fünf Jahren, was ihn im Ranking der bestbezahlten deutschen Fußballer auf den dritten Rang katapultieren würde.”

        Die Ablöse + das Gehalt und dann nur ein Tor in der CL?
        Da wären Spieler und Vorstand hier gegrillt worden.

        Der Spieler ist diskutiert worden, aber man hat sich für Sanè entschieden, weil man bei ihm mehr Vermarktungspotential gesehen hat.
        Für die junge, hippe Influencergeneration ist der einfach interessanter.

      2. @ Tobi: na wenn das der Grund für die Verpflichtung Sane’s war, dann haben die Brazzo-Kritiker aber gerade ganz schön neues Futter bekommen :-)

        PS: gibt es eigentlich eine Rangliste an Verkauften Trikots der Spieler? Wo steht (Instagram)-Star Sane da?

      3. @Turbo Batzi:
        Natürlich nicht DER Grund, aber das spielte da sicherlich mit rein.
        Flicks Aussage zu dem Thema ist doch bekannt.

        “Es hieß, ich wollte Sané nicht, es sei nicht mein Wunschspieler und ich wollte lieber Havertz und Werner. Ich hätte am liebsten alle drei. Wir haben uns alle für Leroy entschieden. Er zeigt, was für eine Qualität er hat.”

      4. Also wenn wir tatsächlich Spieler für irgendwelche hippen Influencer kaufen würden, wäre das ein bedenkliches Armutszeugnis.
        Allerdings macht die Transferpolitik des FCB bisher gar nicht den Eindruck als wollten sie das tun.

        Zu den Trikotverkäufen äußert sich der Verein leider sehr sparsam. Wäre aber natürlich interessant.

      5. @Jo:
        Wenn man mehrere Spieler zur Auswahl hat, schaut man natürlich auch, wer mehr Vermarktungspotential hat.
        Wäre unprofessionell sowas nicht in die Beurteilung einfließen zu lassen.

  6. Tuchel ist einfach nur großartig. Was der in der kurzen Zeit aus Chelsea gemacht gat: chapeau!!!

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Daran erkennt man eben, was gute Trainer ausmacht. Sie kommen und krempeln die Spielweise einer Mannschaft selbst ohne lange Vorbereitung um (so wie Flick bei uns). Dass einige hier sich gegen TT als Coach ausgeprochen haben, ist eigentlich unfassbar – zumal er ja bewiesen hat, dass er auch menschlich dazugelernt hat.

      1. Der vom Tegernsee lag da eben genauso daneben wie bei K. und S.

      2. Man (bzw. einer) hatte offenbar ein schlechtes Bauchgefühl, kann ich dann schon ein Stück weit verstehen, dass man dann nicht so recht wollte. Wäre kein Problem gewesen, wenn man sich für eine objektiv einigermaßen gleichwertige Alternative entschieden hätte. Aber dass es dann eben Kovac wurde … *Kopfschüttel* … keine Glanzleistung von Hoeneß. Wobei im Verein natürlich alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, wie wir neuerlich ja regelmäßig hören dürfen ;)

    2. Na ja.
      Wenn die Spieler ihn schon nicht wollen, ist das eine eher schlechte Ausgangsposition.

      Fun Fact: Ausgerechnet Hoeneß “Marionette” wollte Tuchel holen.

      1. Hatte es ja neulich schon gesagt: wenn was mies läuft, hatte Brazzo stets eine größere Macht über sich, die den Gang der Dinge bestimmte, weswegen er den Misserfolg nicht abwenden konnte. Wenn was gut läuft, haben sich die großen Mächte stets zurückgezogen und Brazzo den Raum gelassen, das Richtige zu tun. Es ist wie im Märchen.

    3. Ich bedauere gar nicht, dass uns Tuchel mal durch die Lappen ging.
      Der ist jung genug um auch nach einer langen Nagelsmann-Ära noch bei uns anzugreifen.
      Und wenn er dann 202x kommen sollte, ist er sicher ein besserer Trainer als er es damals war. Ich glaube einfach mal die Erfahrungen bei PSG und Chelsea haben ihn signifikant weitergebracht.
      Die meisten Trainer leugnen das zwar erbittert, aber natürlich gehört zu ihrem Werdegang auch immer eine Weiterentwicklung.
      Der Heynckes der 80/90-er Jahre war mit seinen späten Jahren auch nicht zu vergleichen.
      Also freuen wir uns, dass wir mit Tuchel ggf. für spätere Zeiten noch ein As im Ärmel haben.

  7. Dieser CL-Sieg von Chelsea ist mMn vergleichbar mit unserem aus 2020 und sehr vielen anderen: Es gewinnt (oft, nicht immer, siehe Real) das Team, das gerade voll im Fluss ist.

    Ich hätte es Pep tatsächlich mal wieder gegönnt, aber möglicherweise(??) ist sein detailorientierter Fußball gegen Mannschaften mit “Punch” nicht bissig genug.

    Antwortsymbol14 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. P. S. Damit wird Tuchel wohl früher oder später bei uns landen…

    2. Es ist schon auffällig, dass er City zum klar besten Team in England geformt hat (unter enormen Kosten), aber in direkten Duellen wiederholt den kürzeren gegen eigentlich schwächere Gegner zieht, die City im normalen Ligaalltag klar distanzieren konnte. Das war bei seinen vorigen Stationen nicht so. In seinen ersten Jahren in Spanien hat er Real auf allen Fronten geschlagen, erst Mourinho konnte die Bilanz wieder etwas ausgleichen. Dortmund hat uns zwar im Pokal immer schwere Fights geliefert, aber bis auf einmal mit verdienten Siegen für Bayern.

      Kann sein, dass ihm in den entscheidenden Spielen tatsächlich die Nerven durchgehen und er sich vercoacht, vielleicht steckt inzwischen den Spielern selber schon ein angeblicher CL-Fluch in den Köpfen. Gestern jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, dass es nur an einem fehlenden defensiven Mittelfeldspieler lag. Da sind schlichtweg alle City-Spieler deutlich unter ihrem normalen Niveau geblieben, unterm Strich hatte Chelsea die knapp besseren Chancen und hat sich verdient durchgesetzt. Womit ich auch leben kann, eigentlich hätte City in dieser Saison ja gar nicht teilnehmen dürfen.

    3. Tuchel hätten wir schon 2018 haben können, aber uli war wohl seine Persönlichkeit und sein Vegetarismus suspekt…
      Pep hat sich wieder mal durch sein overthinking selbst besiegt, mit Rodri auf der 6 wäre das besser gelaufen…

      1. Du bist wirklich ein Spaßvogel. Postest hier einen Artikel, der über angebliche Unlust der Stars auf Tuchel spekuliert (ohne auch nur irgendwie konkret zu werden oder etwas zu belegen); der aber wesentlich deutlicher und mit Namen folgenden Satz enthält, welcher deiner Äußerung einen Kommentar weiter oben – der gute Brazzo hätte Tuchel ja gerne geholt, aber der Uli hat ihn nicht gelassen – ein klein wenig widerspricht: “Während Rummenigge den 44-Jährigen gern verpflichtet hätte (schon als Nachfolger für Carlo Ancelotti im September), hatten Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Vorbehalte.” Ja was denn nun? Entweder hast du oben Recht und gibst damit zu, dass dieser Artikel Blödsinn ist und nur Auflage machen soll – oder dein Post weiter oben war eben Blödsinn. Beides kontraproduktiv.

      2. @Ju:
        Kein Blödsinn.
        Muss man nur zeitlich einordnen können.
        Als Rummenigge Tuchel als Ancelottinachfolger haben wollte, hatte Salihamidzic noch Bedenken.
        Deutlich später, als es um die Kovaçnachfolge ging, hätte er ihn gerne geholt.
        Ich erkenne da keinen Widerspruch.

      3. Nein, das steht in diesem Artikel genau so nicht

      4. @Ju:
        Ach so.

    4. Pep hat die CL bisher nur mit Barca gewonnen. Und zwar mit dem Peak-Barca mit einem Messi, der auf einem Niveau agierte wie nur wenige Spieler auf der Welt zuvor oder danach. Real hat dann dann eines vergleichbar guten Ronaldo die CL mehrmals gewonnen mit Zidane als Trainer, der sicherlich gut ist, aber auch nicht als überragende Spitze gilt. Kann es sein, dass Pep einfach davon profitierte, dass er eben das Barca mit dem Peak-Messi trainieren durfte? Bitte nicht falsch verstehen: ich mag Peps Fußball und er hat ja auch Erfolge vorzuweisen. Bei uns hat der den amtierenden CL-Siger übernommen und ist danach auch nicht mehr ins Finale gekommen. Und wenn man sich einmal anschaut, welche Unsummen er bei City schon wieder ausgeben durfte, dann ist der Erfolg jetzt auch nicht mehr so toll (1x Finale, ansonsten raus noch vor dem Halbfinale). Da kann man schon einmal vermuten, dass er bei Barca ohne Messi vermutlich auch nicht so erfolgreich gewesen wäre. Und dann vercoacht er sich in wichtigen Spielen auch gerne noch. Hätte City gestern unglücklich verloren, könnte man es ja noch auf Pech schieben. Aber das Spielsystem so umzustellen und dann auch noch ohne große Chancen aus dem Spiel zu gehen, das ist schon enttäuschend. Damals war ich traurig, als er ging. Inzwischen denke ich, dass er schon hier und da überbewertet ist.

      1. Was ich bei City wirklich krass finde, ist die Breite des Kaders in Bezug auf die Einkaufspreise der Spieler. Wie viele Spieler waren da gestern eigentlich im Spieltagskader, die deutlich weniger als 50 Millionen gekostet haben? Mit diesem Kader nur 1 Finale zu erreichen und dieses auch noch völlig verdient zu verlieren, ist schon ein Kratzer im Lack.

      2. Vor allem ist kein anderer Trainer in einer solchen Position, die absolut zentrale Figur in seinem Verein zu sein, und gleichzeitig unbegrenzt viel Geld zur Verfügung zu haben. Das ganze City-Setup wurde ja schon vor Peps Ankunft für ihn maßgeschneidert. Da gibt es keinen Salihamidzic oder sonstigen Sündenbock, den Kader durfte er sich ganz nach Gusto zusammenstellen. Da ist man dann natürlich auch für alle Fehlschläge alleine verantwortlich, und alles unterhalb des CL-Siegs zählt als solcher. Irgendwie auch nicht so prickelnd.

      3. Ich habe mir mal den Kader von ManCity von gestern angeschaut und die Ablösesummen, die Man City für die einzelnen Spieler bezahlt hat, angegeben (Quelle: transfermarkt.de). Die meisten Spieler wurden unter Guardiola gekauft.
        Tor: Ederson 40 Mio , Steffen 7 Mio, Carson Leihgebühr ca. 500.000
        Abwehr: Ruben Dias 68 Mio, Stones 55 Mio, Walker 52 Mio, Zinchenko 2 Mio, Laporte 65 Mio, Ake 45 Mio, Mendy 57 Mio, Joao Cancelo 65 Mio, Garcia 2 Mio
        Mittelfeld: Gündogan 27 Mio, de Bruyne 76 Mio, Bernardo Silva 50 Mio, Fernandinho 40 Mio, Rodri 62 Mio
        Angriff: Sterling 63 Mio, Foden eigene Jugend, Mahrez 67 Mio, Gabriel Jesus 32 Mio, Aguero 40 Mio, Torres 23 Mio
        Der Preis für die Startelf ist schon enorm: 530 Millionen Euro
        Der Preis für die Bank hat mich allerdings noch mehr aus den Socken gehauen: 438 Millionen Euro
        Guardiola hatte gestern einen Spieltagskader, der in der Anschaffung etwa 1 Millarde Euro kostete und ihm komplett zur Verfügung stand. Was will man von Vereinsseite eigentlich noch unternehmen, um den CL-Titel nach Manchester zu holen? Was ist eigentlich aus dem Guardiola geworden, der einst Spieler selbst entwickelte und bei Barca eine Startelf hatte, die teilweise nicht annähernd 100 Millionen Euro kostete.

      4. Ergänzung: Guardiola hat jetzt mit diesen fast unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten in 5 Jahren bei ManCity 3 Meistertitel und 1 FA-Cup geholt und einmal das CL-Finale erreicht. 2 der 3 Meisterschaften waren von der Punkteausbeute her überragend. Gemessen an der Punktzahl der jeweiligen Verfolger hätte aber für 2 der 3 Meisterschaften wohl auch ein anderer Trainer an der Seitenlinie gereicht, denn die Vorsprünge waren zwei Mal sehr groß. Nur die Meisterschaft, die man mit 98 Punkten und 1 Punkt Vorsprung auf Liverpool holte, hätte sonst möglicherweise kein anderer Trainer geschafft.
        Rein von der Spielweise her ist Guardiola natürlich ein Gewinn für ManCity und die PL, von der greifbaren Ausbeute in Form von Titeln her gesehen hätten mMn bestimmt 10 andere Trainer der Titelsammlung von ManCity nicht wesentlich weniger Trophäen hinzugefügt.
        Pep hat sich auf jeden Fall den richtigen Klub ausgesucht. Bei anderen Oligarchen- oder Scheichklubs wäre er wohl schon Geschichte und bei allen anderen Klubs wäre wegen seiner Vorstellungen bezüglich Spielertransfers irgendwann ein kaum zu kittener Streit ausgebrochen. Abramowitsch bei Chelsea und die Scheichs aus Katar bei PSG würden sich mit schönem Fußball alleine wohl nicht zufrieden geben, vor allem wenn die Ausbeute in der CL trotz enormer Investitionen keinen Titel bringt und jeder Klub, der noch einigermaßen nach marktwirtschaftlichen Regeln wirtschaften muss, hätte das Problem bekommen, ihn aus seinem Luxus-Shopping-Wahn befreien zu müssen.

      5. Man merkt schon, dass der Kader Peps Handschrift trägt – nicht nur von den einzelnen Spielern her, sondern in der Ausgewogenheit und Variabilität. Die ideale Maschine für den Ligaalltag, die man jede Woche feinjustieren kann und dabei auch dem Verschleiss vorbeugt.

        Ob dasselbe Modell auch ideal für Pokalwettbewerbe ist, bezweifle ich aber. Da zahlt es sich oft aus, eine klare, eingespielte erste Elf zu haben. Das ging nicht nur Bayern unter Flick so, Zidane hat seine drei CL-Titel mit der praktisch gleichen Startelf geholt. Ancelotti ist auch nicht für Überraschungen bekannt, Klopp wechselt nur sein Mittelfeldtrio durch. Citys teure Bank scheint gerade in dem Wettbewerb, den sie über alles stellen, am wenigsten zu bringen.

  8. In der EPL Lucky Loser (Tottenhams Sieg gegen Leicester bewahrte den CFC vor dem Sturz auf Platz 5!), nun Kai Havertz’ allererstes CL-Tor. Läuft für Tuchel…
    Dritter CL-Sieger-Coach in Folge aus Schland – gab es so wohl auch noch nicht. Dem Ausbilder von Klopp, Flick und Tuchel, Erich Rutemöller, müsste man eigentlich ein Denkmal bauen: https://www.sportbuzzer.de/artikel/thomas-tuchel-hansi-flick-psg-fc-bayern-champions-league-rutemoller-starken/
    Mach et, DFB!

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    1. +1 schon sehr bemerkenswert!

      Jetzt müssen nur – wieder – die Spieler besser ausgebildet werden. Weniger Tanzmäuse im MF, dafür mehr “Vorstopper” und 9er.

    2. Fortsetzung gerne erwünscht. Bitte aber eher Nagelsmann als Rose. Nimmt man die 2 Titel von Heynckes und die 2 von Hitzfeld noch dazu, haben deutsche Trainer 7 CL-Titel geholt.

      1. Seit es die CL unter diesem Namen gibt, also seit 1992/93 haben 7mal deutsche Trainer den Henkelpott in die Höhe stemmen dürfen. Im Länder-Ranking bringt das deutsche Trainer auf Rang 1 in der CL-Historie!
        Deutschland 7 (Hitzfeld 2, Heynckes 2, Klopp, Flick, Tuchel)
        Italien 6 (Ancelotti 3, Capello, Lippi, di Matteo)
        Spanien 6 (del Bosque 2, Guardiola 2, Benitez, Enrique)
        Frankreich 3 (Zidane)
        Niederlande 2 (van Gaal, Rijkaard)
        Großbritannien 2 (Ferguson)
        Portugal 2 (Mourinho)
        Belgien 1 (Goethals)
        Tuchel hat uns gestern somit quasi in Führung gebracht.

  9. […] Titel war nicht geplant oder vorgesehen. Manuel Neuer ist weder für die Auszeichnung des besten Nachwuchsspielers, noch Neuzugangs qualifiziert. Als er also in der internen Wahl der Redaktion zum Spieler der […]

  10. Kleine Randnotiz: in den letzten 10 Jahren gab es immerhin 4 CL-Sieger, die den Titel in einem Jahr mit Trainerwechsel gewannen. 2012 und 2021 Chelsea, 2016 Real und 2020 Bayern.

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    1. Auch interessant: Stellt man die Anzahl der Trainer, die in ihrem ersten Jahr das CL-Finale erreicht haben oder sogar den Titel gewannen, denen gegenüber, die ihren Verein schon mehr als 1 Jahr vor dem Finaleinzug trainierten, spricht das Verhältnis mit 15:9 zwar schon noch für die Trainer, die länger Zeit hatten, den Kader nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen, aber so klar wie ich eigentlich erwartet hätte, ist es nicht. Erfolgreiche Trainer schaffen es scheinbar auch, einen Kader, auf dessen Zusammenstellung sie relativ wenig oder sogar gar keinen Einfluss haben konnten, zu Höchstleistungen zu bringen. Bei Bayern sind die Zahlen sogar umgedreht. Hitzfeld, Heynckes, van Gaal und Flick führten den Verein jeweils in ihrem ersten Jahr ins Finale. Hitzfeld und Heynckes schafften ihren Sieg dann zwar erst im zweiten Anlauf, wobei man das Spiel bei den Niederlagen 1999 und 2012 wenn man ehrlich ist sogar klarer bestimmt hat beim Sieg 2020. Ihre Siege bekamen die beiden deutschen Trainer ja dann auch noch im 3. bzw. 2. Jahr ihrer Amtszeit. Nur van Gaal ging leider leer aus. 4 von 6 Finals in unserer CL-Geschichte wurden also von Trainern in ihrem ersten Amtsjahr erreicht. Vielleicht nächstes Jahr 5 von 7?

      1. Kleine Ergänzung. Ich habe bei dieser 15:9 Statistik erst 2010 angefangen zu zählen und nicht die gesamte CL-Historie ausgewertet.

      2. Dann hoffe ich mal dass dein zweites Modell zutrifft.
        Die Schlussfolgerung aus dem ersten könnte sein: Nagelsmann im Herbst feuern, um im Sommer zu feiern!

      3. Oder jedes Jahr den Trainer rausschmeissen, selbst wenn er gerade die CL gewonnen hat.

  11. Wurde eigentlich der Sportvorstand von City schon entlassen?
    Irgendeiner muss doch die Verantwortung für dieses Desaster übernehmen.
    Millionen für Abwehrspieler verbrannt und dem Trainer keinen CL-Final-tauglichen 6er zur Verfügung gestellt. Auf der Ersatzbank auch keiner der das Ruder rumreißen kann. So wird Pep auch noch vergrault. Unter solchen Umständen kann kein Trainer vernünftig arbeiten. Vielleicht spekuliert er schon auf den Posten des spanischen Nationaltrainers. Wer will es ihm verdenken?
    Das schreit nach Konsequenzen.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ein ebenso belangloser wie langweiliger wie unispirierter wie aber leider auch erwartbarer Beitrag. Gähn…

      1. “Ein ebenso belangloser wie langweiliger wie unispirierter wie aber leider auch erwartbarer Beitrag. Gähn…”
        MSR ist voll damit. Da dich das aber ansonsten auch nicht stört, kann ich deinen Kommentar leider nicht ernst nehmen.

    2. Köstlich. Das passiert, wenn ein Trainer mehr Wunschspieler kaufen darf, als er Plätze in der Startelf hat. Da hätte man mal einen Riegel vorschieben müssen, vor allem wenn man weiß, dass sich Pep vor wichtigen Spielen ohnehin immer so schwer entscheiden kann.
      Wer übrigens gestern auch schlecht geschlafen haben dürfte, ist der Sportvorstand von PSG, der Tuchel Ende Dezember entlassen hat.

      1. Unglaublich. Normalerweise gehört der mal als allererstes heute gefeuert.

    3. Dein Kommentar auf meinen Kommentar sagt so viel über dich und deine Sichtweise auf so vieles aus…. Müsste dir eigentlich selber auffallen.
      Also, wenn du dir ein wenig Mühe gibst. Nur ein ganz klein wenig.

      1. Es wird dich vielleicht überraschen, aber es gibt unterschiedliche Sichtweisen auf so vieles……so ist das Leben.
        Und umgekehrt wird ein Schuh daraus, dein Kommentar auf meinen ersten Kommentar sagt sehr viel über dich aus.

  12. Musiala ist sicherlich die logische Wahl. Aber als Nachfolger von Douglas Costa in dieser Saison??? Sicher nicht. Es fehlt ihm für die Außenbahn die Geschwindigkeit und die wird er auch nicht bekommen. Diese Sichtweise passt zu Thiago und Rummenigges “das kann Tolisso auch”……
    Bayern hatte mit Ribery und Robben zwei absolute Weltklasseaußenspieler, mittlerweile keinen mehr. Sehr schade.

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