Gnabry verlängert: Kochen bis 2023

Justin Trenner 05.03.2019

Es darf als Zeichen der Anerkennung und Zufriedenheit gesehen werden, dass man sich mit dem erst im Sommer zum Team gestoßenen Gnabry bereits jetzt auf eine Verlängerung des ursprünglich nur bis 2020 gültigen Vertrages geeinigt hat. Der 23-Jährige ist damit neben Kimmich, Coman und Davies der vierte Spieler, der bis mindestens 2023 an Bord ist.

Sportdirektor Salihamidžić nannte Gnabry in der Pressemitteilung einen “unserer jungen Wilden und einen wichtigen Bestandteil der Zukunft des FC Bayern”.

Kluger Karriere-Weg

Das war nicht immer so zu erwarten. Gerade in der Frühphase seiner Karriere lief Serge Gnabry meist unter dem Radar. Ein richtiger Durchbruch gelang ihm nie. 18 Pflichtspiele absolvierte er zwischen 2012 und 2016 für die Gunners.

Diese Zeitspanne zeigt aber auch, wie lange der Flügelstürmer bereits im Geschäft ist. Statt sich selbst zu viel Druck zu machen und unter zu hohen Ansprüchen einzugehen, sammelte er in England geduldig und ruhig seine ersten Erfahrungen.

Für 5 Millionen Euro ging es dann von der Insel an die Weser: zu Werder Bremen. Dort machte Gnabry erstmals richtig auf sich aufmerksam. In 27 Pflichtspielen wuchs er zu einem der Schlüsselspieler des Teams heran und kam auf 13 Torbeteiligungen (11 Tore, 2 Assists). Nach Kruse war er damit der beste Torschütze seiner Mannschaft.

Nagelsmann schliff den Rohdiamanten

In München wurde man zu dieser Zeit erstmals richtig aufmerksam auf Gnabry und so kam es auch zu einem Transfer nach nur einer Saison. Obwohl der damals 21-Jährige auch bei den Olympischen Spielen für Deutschland überzeugen konnte, schien der Schritt zum Rekordmeister der Bundesliga nicht folgerichtig zu sein.

Zu unsicher war es, ob Gnabry in seiner Entwicklung schon so weit sei. Umso bemerkenswerter war es, dass Klub und Spieler gemeinsam die goldrichtige Entscheidung trafen, auf Leihbasis zu Julian Nagelsmann und Hoffenheim zu gehen. Einmal mehr bewies Gnabry, dass er ein gutes Händchen für seinen Karriereplan hat.

Auch in Sinsheim entwickelte er sich zu einem der Schlüsselspieler des Teams. Unter Nagelsmann schärfte der Angreifer sein Spielerprofil. In seinen Dribblings wurde er mutiger und vorne wurde er noch torgefährlicher. Nicht zuletzt deshalb, weil ihm sein neuer Trainer ein noch besseres Raumverständnis an die Hand geben konnte. Die TSG verstand es darüber hinaus gut, ihre Angreifer in Szene zu setzen.

Herausragende Rückrunde

In 26 Pflichtspielen gelangen ihm 10 Treffer und 7 Assists. Rund alle 101 Minuten war er damit an einem Tor beteiligt. Vor allem in der Rückrunde war Gnabry einer der besten Spieler der Bundesliga. 14 seiner 17 Torbeteiligungen gelangen ihm ab dem 18. Spieltag. In dieser Phase war er alle 75 Minuten an einem Treffer der Hoffenheimer direkt beteiligt.

Erstmals deutete Gnabry an, dass er das Niveau für den FC Bayern haben könnte. Und so dauerte es auch nicht lange, bis die Münchner verkündeten, dass er ab der Saison 2018/19 zum festen Bestandteil des Kaders zählen würde.

Trotz allem waren aber nicht alle Sorgen beseitigt. Gerade die Fitness des Angreifers ließ Zweifel aufkommen, ob er wirklich die Lösung ist, die es neben den ohnehin schon für Verletzungen anfälligen Coman, Robben und Ribéry brauchen würde. Für Bremen verpasste er nur 6 Pflichtspiele, aber den Hoffenheimern fehlte er große Teile der Hinrunde – 17 Pflichtspiele verpasste er in der gesamten Saison.

Der große Schritt zum FC Bayern

Aus der Perspektive des Spielers kann man rückblickend sagen: Alles richtig gemacht. Mit 23 Jahren ist Gnabry immer noch ein junger Spieler. Gefühlt hat er aber schon mehr Erfahrungen sammeln können als mancher Bundesliga-Spieler mit 27 oder 28.

Er durchlief zudem seit der U16 alle Jugend-Nationalmannschaften und kommt mittlerweile auf 5 Länderspiele (4 Tore). Statt nach der Zeit in London zu schnell einen großen Klub aufzusuchen, entschied sich Gnabry für den längeren Weg über Bremen und Hoffenheim.

Langsam erhöhte er dabei die Anforderungen und den Druck, dem er standhalten musste. Letztendlich fühlte er sich bereit, den großen Schritt zum FC Bayern zu machen.

Anfängliche Probleme

Zu Beginn der Saison sah es noch so aus, als bräuchte Gnabry eine längere Anlaufzeit. Prinzipiell wäre ihm das auch nicht zu verübeln gewesen, doch die Hoffnungen sind gerade in München immer riesig, wenn ein junger Spieler an die Isar kommt.

In den ersten 9 Bundesliga-Partien stand Gnabry nicht ein einziges Mal über die volle Distanz auf dem Platz. Obwohl sich Kingsley Coman früh schwer verletzte. Eine Torbeteiligung stand zu diesem Zeitpunkt auf seinem Konto. Ab dem 10. Spieltag gegen Freiburg schien der Knoten jedoch endgültig zu platzen.

Begünstigt durch eine Ergebniskrise seiner Mannschaft und einige Verletzungen auf seiner Position, avancierte Gnabry zunehmend zum wichtigsten Flügelspieler des Kaders. Seitdem war er alle 96 Minuten direkt an einem Tor beteiligt. Und das, obwohl er immer noch kaum Spiele über die volle Distanz absolviert. Seine stärkste Phase hatte Gnabry zwischen November und Dezember. 7 Torbeteiligungen in 8 Pflichtspieleinsätzen – 7-mal stand er dabei mindestens 60 Minuten auf dem Platz

Mit Rhythmus zum Stammspieler?

Aktuell sind Ribéry und Robben wegen ihrer Verletzungen außen vor. Auch Coman ist durch seine Anfälligkeit weit weg von einem guten Rhythmus. Es ist die Chance für Serge Gnabry, noch einen Schritt nach vorn zu gehen. In Hoffenheim hat er damals gezeigt, dass er das Potenzial hat, über den meisten Bundesliga-Spielern zu schweben.

Dafür braucht er Fitness und Minuten. Zuletzt kam er wieder regelmäßiger über längere Distanzen zum Einsatz. Ergebnis: Tore gegen Schalke und Gladbach, Doppelpack im Pokal gegen Hertha, ein mehr als ordentlicher Auftritt in Liverpool – sowohl vorn als auch hinten.

Gnabry bringt Spaß und er hat den Zweiflern angedeutet, dass er den Bayern einen großen Mehrwert bringen kann. Sein Zug zum Tor und sein Mut in den Dribblings sind bemerkenswert. Kaum ein Spieler geht so häufig den direkten Weg auf den Verteidiger, ohne abzubrechen oder nach außen abzudriften. Diese Direktheit weiß zu begeistern.

Immer noch Luft

Wenn Gnabry jetzt noch mehr Dribblings für sich entscheiden würde, wäre er die perfekte Mischung aus Kingsley Coman und Arjen Robben. Während der Franzose ihm in seiner Beweglichkeit und Dynamik noch etwas voraus hat, ist Robben noch ein Stück sicherer im Abschluss.

Gnabry muss einen Weg finden, von alleine noch mehr Gefahr auszustrahlen. Wenn er sich aber die Räume erarbeitet und in gute Abschlusssituationen kommt, ist er einer der torgefährlichsten Spieler des Kaders. Mit seinen 8 Treffern in allen Wettbewerben steht er hinter Robert Lewandowski. Seine 0,66 xG + xA pro 90 Minuten (Expected Goals und Expected Assists zusammen, also die erwartbaren Torbeteiligungen pro 90 Minuten) sind noch ausbaufähig.

Macht er aber den nächsten Schritt, kann er endlich eine Aufgabe erfüllen, die Thomas Müller wohl alleine nicht mehr schließen kann: Die Abhängigkeit von Lewandowski zu minimieren. Die vorzeitige Vertragsverlängerung hat sich Serge Gnabry aber absolut verdient. Bleibt er fit und kann er sich dann noch weiter steigern, ist er ein zukünftiger Leistungsträger im Kader des FC Bayern München.


»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Nicer Scheiß!
    Auch wenn er noch in manchen Situationen vorm Kasten zu unabgeklärt ist und das Abspiel an einen besser positionierten Mitspieler (ich erinnere an eine Situation aus dem Liverpool-Hinspiel, in welcher er quer auf Lewa hätte passen müssen) übersieht, gefällt mir neben seiner Dynamik besonders die ständig lauernde Gefahr und die kurze Zündschnur in Abschlusssituationen. Der Junge hat Wumms, traut sich was, mach weiter so, Serge! Ein Spielertyp, der sowas von gefehlt hat in unserem Kader.
    Aber bitte bitte bitte: bleib verletzungsfrei!

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  2. Gott sei Dank. Ich stand Gnabry durchaus etwas skeptisch gegenüber, aber bisher überzeugt er sehr. Schnell und wendig sowieso, aber auch im Passspiel hat er schon einige sehr gute Momente gehabt. In Anbetracht der Tatsache, dass uns offensiv für die Zukunft ohnehin noch einiges fehlt, eine sehr wichtige Verlängerung.

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    1. Exakt. Hat mich auch positiv überrascht.

  3. Super! Aber bitte, Serge, lass diese sch… Jubelgeste. Jubeln wie früher, Arme hoch und freuen – das wärs!

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Früher war alles besser!

      1. Oh man Michael.

    2. Früher + Arm(e) hoch + Jubeln…
      Da war doch was? :P

      Ich find das Rühren recht sympathisch.

    3. Klar war früher alles besser – aber doch nicht soooo viel früher! Oder ist meine Mailadresse jetzt schon bei irgendwelchen Behörden? :-o

  4. Sehr gut. Alles andere wäre auch enttäuschend gewesen. Gerade weil der Kader zum Ende der Saison nochmal den einen oder anderen Abgang zu verzeichnen hat, ist es ein gutes Signal, dass man junge Leistungsträger langfristig bindet und somit eine Grundlage für den Kader der nächsten Jahre legt.

  5. Vielleicht heißt das jetzt auch #koaWerner? Ich zumindest hätte nichts dagegen, wenn er nicht käme.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Stimmt! Lassen wir lieber einen jungen, hochtalentierten deutschen Nationalspieler nach England ziehen für wenig Geld, wie damals bei Leroy Sané. Dieser explodiert dann in seiner Entwicklung und wird somit für uns unbezahlbar. Dann jammern wir alle hier fleißig im Chor “Man wieso haben wir den nicht geholt als wir noch konnten?”.

      1. Ich halte eben nichts von ihm FR7. Und ob er nun Deutsch ist oder nicht, kratzt mich nicht im Geringsten.
        Ich sehe in ihm eher einen Fall Lukas Podolski 2.0.

  6. Absoluter Skandal, Drei legendäre deutsche Nationalspieler einfach so aus dem Team zu streichen, vor allem wenn es 1. keine besseren Alternativen gibt und 2. diese kaum die Schuld für die Zustände in der N11 tragen.

    Wenn überhaupt, hätten die Spieler die Möglichkeit bekommen sollen von alleine zurückzutreten. Ein schändliches Verhalten vom Opportunisten Löw, der sich wie bekannte Figuren aus der Politik an seine Macht klammert und dabei über Leichen geht.

    Dass die Entscheidungen im Interesse der Nationalmannschaft sind, glaubt ja wohl keiner mehr.

    Pfui. Ich verachte diesen Zeitgeist.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Sieh das Positive.
      Drei Spieler weniger die sich bei der Nationalmannschaft verletzen können. Drei Spieler weniger, die sich nicht mehr irgendwo zwischen Kasachstan und Gibraltar durch die EM-Quali quälen dürfen, oder bei innovativen, neuen Wettbewerben verheizt werden.
      Die Drei haben alles ereicht, was sie brauchen und vielleicht wird es ihnen auch selber ziemlich bald klar, dass sie da nicht so viel verloren haben. Und vielleicht ziehen sie gerade daraus, aus dem sich nochmal beweisen wollen, zusätzliche Motivation für den Verein.
      Aus Sicht des FCB jedenfalls, wenn man das mal ganz egoistisch festhalten darf, ist das keine schlechte Entwicklung.

    2. Das sehe ich genauso. Auch wenn ich der Ansicht bin, dass besagte Herren durchaus – wie viele andere!!! – am Ausscheiden bei der WM beteiligt waren, so ist die Art und Weise eine Sauerei. Hätte man außerdem, da bin ich bei Steffen Freund, auch NACH dem Spiel gegen Liverpool verkünden können. Und: Wer spielt eigentlich derzeit um so vieles besser als ein Hummels in Topform (die er ja ab und zu mal wieder aufblitzen ließ)???
      Ganz unabhängig von den durch Löw nun geschaffenen Fakten, bleibe ich dabei, dass es Beste gewesen wäre, wenn Löw selbst den Hut genommen hätte. Direkt nach der letzten WM. Aber der Nivea-Mann will offenbar auf seine Werbe-Millionen nicht verzichten.

      1. Der Zeitpunkt ist Klinsman/Löw Stil. Bei Oli Kahn war der Zeitpunkt ein Tag vor einem Auswärtsspiel in Bremen. Für Bayern ist es gut, wenn nicht soviele Leute bei der NM rumgurken müssen.

    3. Ist mir alles bissl zu sehr Fanbrille. Immerhin ist Löw direkt nach München gefahren, um dort Einzelgespräche zu führen.

      Eine harte Entscheidung, aber sicher nicht stillos oder gar brutal. Die Gleichen, die – mit Recht – genervt waren, dass Poldi immer weiter nominiert wurde, schreien jetzt auf – nur weil es Spieler aus dem eigenen Verein betrifft.

      1. Wenn ich drann denke, was für ein Buhei um Podolski gemacht wurde oder wie man Ösil in den Hintern gekrochen ist…

        Aber der Schönwetterfussballer Kroos wird schon richten, der ist ja angeblich der einzige “Weltstar” im Deutschen Fußball.

        Das die drei nur noch eine begrenzte Zeit bei der Nationalmannschaft hatten ist ja unbenommen, aber 3 Weltmeistern und Leistungsträgern die Chance zu nehmen, selbst den Rücktritt zu erklären (was man ja durchaus in einer stillen Stunde vorab hätte besprochen werden können) ist nicht nur schlechter Stil sondern zeigt auch, welch Geistes Kind der Herr Löw ist.

        Nebenbei sieht man auch, welche “sinnvolle” Rolle Bierhoff hat, der noch vor drei Wochen sagte, wie unverzichtbar Müller für die NM ist.

        Wie sagte Neuruhrer so schön beim Championsleague Talk: “Russland war ein Desaster aber was danach kam ist einfach nur noch armselig”

      2. Nee.
        Die Leute schreien auf, weil Zeitpunkt und Art und Weise ein Unding sind.
        Die Bild-Zeitung haut die Meldung raus 45 Minuten vor der offiziellen Presseerklärung des DFB. Geschenkt.

        Aber was ist aktuell so wichtig, dass die Geschichte nicht bis nach dem Liverpoolspiel hätte warten können?

      3. ich bin bisher eigentlich immer einer der härtesten Löw-Verteidiger gewesen.

        Aber jetzt auf einen Schlag 3 verdiente 29/30-jährige absägen – unter aller Sau…

        Und glaube nicht dass es was vergleichbares schon mal gegeben hat im Weltfußball auf Nationalmannschaftsniveau – 3 verdiente Spieler/Weltmeister auf einen Streich, die nicht über 30 sind…

        Sowas wie mit Poldi (ja, den hätte ich viel früher heimgeschickt) lass ich da Null gelten, der war bei seinem Abschiedsspiel 32 und hatte schon mit 29/30 auf durchgehend um Welten schwächerem Niveau gespielt als das heutzutage unsere 3 hier tun…

      4. im Ernst? Podolski, jemand der Vereinsniveau doch im Grunde nur so richtig geglänzt hat bei nem Verein (einem Karnevalsverein, lol) bei dem man immer schon die Frage stellen mußte, ob sie 1. Liga-tauglich sind…

        Und in welcher Form er es den “Abrasierten” beigebracht hat ist hier doch total sekundär…

        Aber zumindest bei Müller kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der noch Nationalmannschaftsniveau haben wird, wenn Löw längst Geschichte sein wird…

    4. ups, gehört als Antwort auf Kurt:
      ich bin bisher eigentlich immer einer der härtesten Löw-Verteidiger gewesen.

      Aber jetzt auf einen Schlag 3 verdiente 29/30-jährige absägen – unter aller Sau…

      Und glaube nicht dass es was vergleichbares schon mal gegeben hat im Weltfußball auf Nationalmannschaftsniveau – 3 verdiente Spieler/Weltmeister auf einen Streich, die nicht über 30 sind…

      Sowas wie mit Poldi (ja, den hätte ich viel früher heimgeschickt) lass ich da Null gelten, der war bei seinem Abschiedsspiel 32 und hatte schon mit 29/30 auf durchgehend um Welten schwächerem Niveau gespielt als das heutzutage unsere 3 hier tun…

  7. Gute Entscheidung.
    Das einzige was gegen Gnabry spricht ist seine auch in Zukunft mutmaßliche Verletzungsanfälligkeit.
    Von der Leistung her bin ich mit den letzten Monaten vollauf zufrieden. Wenn er dieses Niveau halten kann, haben wir auf jeden Fall einen guten Spieler.
    Wenn er noch einen Schritt weiter gehen, sich stabilisieren kann, haben wir vielleicht einen Topspieler. Wird man sehen.
    Der Schlüsselsatz asu dem Artikle für mich:
    “Sein Zug zum Tor und sein Mut in den Dribblings sind bemerkenswert. Kaum ein Spieler geht so häufig den direkten Weg auf den Verteidiger, ohne abzubrechen oder nach außen abzudriften. ”
    Das ist wirklich bemerkenswert. Gerade diesen Mut zum Dribbling findet man bei in Deutschland ausgebildeten Spielern nur noch selten.
    Und um noch einen weiteren Aspekt aus dem Artikel aufzugreifen, wir brauchen tatsächlich noch dringend den einen oder anderen Spieler der verlässlich und permanent Torgefahr verkörpert. Gnabry scheint da auf einem guten Weg zu sein.

  8. Gnabry hat positiv überrascht und der Vertrag die logische Konsequenz.
    Wie schon von einigen hier erwähnt hat er den direkten Zug zum Tor um abzuschließen der wichtig ist.
    Manchmal fehlt der Instinkt fuer den besser platzierten Mitspieler aber das kommt mit der Zeit.
    Wir dürfen nicht vergessen wie viele Tore Robben gemacht hat die man ersetzen muss.
    Mmn ist es auch besser einen torgefaehrlichen Spieler mit Ligaerfahrung zu holen als einen 18j CHO.

    Martial waere phantastisch gewesen, Pepe Carrasco Thauvin sind gute Alternativen.

    Wir haben offenbar gute Sturmtalente die sicher auch von den Erfahrungen eines Miri Klose profitieren
    Wie werden die am besten entwickelt?

    Gnabry zeigt mal wieder das der Umweg funktioniert.

    Aber wieso glauben wir das ein Davies oder CHO ohne Umweg besser funktionieren als Batista Zirkzee Jeong?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Aber wieso glauben wir das ein Davies oder CHO ohne Umweg besser funktionieren als Batista Zirkzee Jeong?”
      Dann schau dir die beiden mal genau an! Spätestens nach dem Kurzeinsatz eines Jeong beim Spiel gegen Befica musste einem klar sein, dass der Junge bei all seinen Fähigkeiten noch viel an seiner Physis arbeien muss. Gegen ihn ist ein Davies ein Brocken. Und spätestens gegen die kompromißlosen Defensivspieler musst du auch die passende körperliche Präsenz haben. Das gilt für einen Zirkee genauso. Gut am Ball, schnell, aber eben auch ein Leichtgewicht. Ein Son von Tottenham hatte es anfangs genauso schwer, aber der ist mittlerweile 26 und hat die nötige Erfahrung.
      Stell dir mal einen Jeong gegen einen Spieler wie Ramos, Marcello oder auch Casimiro vor.

      1. “Mmn ist es auch besser einen torgefaehrlichen Spieler mit Ligaerfahrung zu holen als einen 18j CHO”
        tja, also das Thema 18j sollte sich seit Mbappe doch eigneltich erledigt haben, dass das in jedem Fall aussagekräftig sein muß bzgl. der “Ligabereitschaft”, also halt, dass einer relativ direkt in der Bundesliga auf Stammelf-niveau funktioniert.

        Wenn die Bayern wirklcih 40 Mios für ihn zahlen wollten würde ich ihnen auch vertrauen, dass sie in ihm auch nochmal um ne gute Stufe mehr “Ligabereitschaft” als bei Davies gesehen haben, für den ja nur grob 1/4 soviel bezahlt wurde und bei dem das offensichtlich auch noch ein guter Weg hin zur BL-Stammelf ist…

      2. Dass in den paar Einsätzen zu der Zeit, als unsere Vereinsführung im Januar, Druck bzgl. CHO-transfer gemacht hat, dieser dann mehrfach mit Assists und Toren auffiel spricht für mich zumindest auch klar dafür, dass dieser Eindruck durchaus richtig war, den unsere Vereinsführung bzgl. CHO hatte

        Und dass ihnen quasi gerade das eigene “Richtigliegen” was in diesen Einsätzen bestätigt wurde, den Transfer versaut hat, denn bei der Gelegenheit wurde das natürlich auch Chelsea endlich bewußt auf welchem “Juwel” sie da sitzen (worauf sie aber anscheinds erst kamen, weil sie auf den Druck der Bayern hin CHO mit Spieleinsätzen besänftigen mußten) entbehrt natürlich auch nicht einer gewissen Ironie…

  9. […] zielsicher überspielt werden. Speziell die intelligenten Läufe von Spielern wie Müller oder Gnabry könnten den Abwehrverbund der Wolfsburger bereits […]

  10. […] scheint man seinen zweiten Flügelspieler für die Zukunft gefunden zu haben. Unlängst wurde sein Vertrag bis 2023 verlängert. Zeit, einen Blick auf den deutschen Nationalspieler zu […]

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