Kein Trainer, kein Plan, keine Vision

Die Absage von Thomas Tuchel an den FC Bayern ist ein neuer Tiefpunkt der völlig verkorksten Trainersuche der vergangenen Monate. Der Verein und sein Führungsduo präsentiert sich hilflos und scheint keine Vision zu haben. Ein Kommentar.

Kurz vor Weihnachten 2012 biss Uli Hoeneß genussvoll in seinen Rostbratwurst-Burger. Bei einer Werbeaktion präsentierte er gemeinsam mit Alfons Schuhbeck den Aktions-Snack einer amerikanischen Fast-Food-Kette, Hoeneß-Wurst in Burgerbrot mit Schuhbeck-Senf.

Dass Hoeneß lächelte, war kaum verwunderlich, schließlich war es ein PR-Termin. Vielleicht schmeckten Hoeneß auch tatsächlich seine eigenen Rostbratwürstchen so gut, trotz der ungewohnten Umgebung und dem leicht ranzigen Ölgeruch im Restaurant. Vielleicht hatte das breite Lächeln des Uli Hoeneß aber auch einen anderen Grund, fernab jeglicher Wurstspezialitäten. In einigen Wochen würde man beim FC Bayern Pep Guardiola als neuen Trainer präsentieren. Der Verein, den Hoeneß gerne und oft als sein Lebenswerk bezeichnet, hatte eine spannende, hoffnungsvolle Zukunft vor sich.

Der Coup mit dem Katalanen war durchaus Hoeneß zu verdanken, der ihn in New York getroffen hatte, für den FC Bayern geworben hatte, im Hintergrund an der Finanzierung des unheimlich hohen Jahresgehalts gearbeitet hatte. Auch Rummenigge war schnell überzeugt von dem Trainer, um den sich halb Europa stritt. Gerade in dem Moment, als eine Diskussion um die Nachfolge von Jupp Heynckes aufzukommen drohte, präsentierte der FC Bayern mit Pep die größtmögliche Nachfolgelösung.

Die Weitsichtigkeit und Sicherheit, die der FC Bayern Anfang 2013 ausstrahlte, war beeindruckend. In ganz Europa gab es keinen Verein, der so organisiert arbeitete, dessen Weg in eine erfolgreiche Zukunft so präzise vorgezeichnet war. Die Guardiola-Verpflichtung, der Götze-Transfer etwas später – das alles lief im Hintergrund ab, ohne störende, monatelange Debatten auf Pressekonferenzen.

Angesichts dieser Vorgeschichte ist es kaum vorstellbar, dass der Verein Ende März 2018 vor so miserabel geführt wird. Das einzige, was den heutigen FC Bayern und den von 2012/13 noch miteinander zu verbinden scheint, sind die Gesichter der Hauptprotagonisten dieses Dramas einer Trainersuche.

Hoeneß und Rummenigge haben in den letzten Wochen und Monaten ein so katastrophales Bild in der Öffentlichkeit abgegeben, dass es eigentlich nur zwei Rückschlüsse gab: Entweder sie hatten im Hintergrund einen Masterplan, den sie noch nicht öffentlich machen konnten oder aber sie hatten schlichtweg keine Vision, wie dieser Verein in der Phase nach Heynckes’ Amtszeit Nr. IV aussehen sollte.

Die offensichtlichste, sicherlich nicht risikofreie aber möglicherweise beste Option hat sich am Samstag aus der Debatte zurückgezogen. Die Nachricht, dass Thomas Tuchel nicht Trainer des FC Bayern wird, wurde von Thomas Tuchel selbst übermittelt. Verständlich, angesichts der Tatsache, dass das monatelange Theater ihn in eine Position gebracht hatte, in der das Vertrauen in ihn als Bayern-Trainer von Vorstandsseite wohl ab dem ersten Tag kritisch gering oder zumindest medial angreifbar gewesen wäre.

Man kann Thomas Tuchel nur zu seiner Entscheidung beglückwünschen – und das ist das große Problem. So sicher, vorausschauend und mutig der FC Bayern noch vor einigen Jahren wirkte, so hilflos wirken die Vorgänge jetzt. Die Geschichten aus dem Hintergrund, gestern und heute in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, zeichnen ein fast panisch unsicheres Bild der Führungsebene, das auch im Rest Europas den Blick auf den FC Bayern verändern wird.

Was auch immer gerade in den Besprechungsräumen an der Säbener Straße gerade genau vorgehen mag, die Fakten sprechen klar gegen die großen Bosse: In drei Monaten wird ein Cheftrainer für die Profis benötigt, einer mit internationalem Profil, eigentlich deutschsprachig und am besten auch gut im Umgang mit einer Mannschaft, die sich mit einem Individualisten wie Ancelotti schwertut.

Daneben steht die Vertragsdebatte um Robben und Ribéry auf der To-Do-Liste, und auch im Jugendbereich sind richtungsweisende Entscheidungen zu treffen – Stand jetzt hat der FC Bayern ab dem 01. Juli nicht nur keinen Cheftrainer bei den Profis, sondern auch bei den Amateuren und der U17.

Wen auch immer die Bayern in den nächsten Wochen präsentieren, sie haben ihm schon jetzt einen Stempel verliehen. Den neuen Bayern-Trainer kann man nicht als A-Lösung verkaufen, er wird von Anfang an massiv hinterfragt werden. Dazu hat der Vorstand durch die vollkommen missglückte Trainersuche ein “was wäre, wenn”-Szenario erschaffen – sollte es unter Trainer X nicht von Anfang an funktionieren, wird er sich tagtäglich nicht nur mit seinen erfolgreichen Vorgängern, sondern auch noch mit der einst möglichen Lösung Thomas Tuchel vergleichen müssen.

Im Sommer 2013 startete der FC Bayern in eine neue, ungewisse, Ära – aber mit einer Vision namens Guardiola. Im Frühjahr 2018 ist die Zukunft ebenso ungewiss. Diesmal jedoch fehlt auch die Vision.

Miasanrot Patreon

Abonniere unsere Beiträge!

Twitter & Facebook

Folge uns über Social Media

Du willst die aktuellsten und wichtigsten News zum FC Bayern lesen? Folge uns auf Twitter @miasanrot oder like unsere Facebook Seite.

Folgen

Leserkommentare
  1. Eigentor

    Volle Zustimmung.
    Sie werden alt, da oben, beim FCB.

    1. Tobi

      Die Diskussion interessiert mich schon, ich könnte den ganzen Tag über den FCB diskutieren.
      Ich finde nur, dass wir zu wenig Fakten haben, um das wirklich sachlich und seriös tun zu können.
      Einige Schlussfolgerungen erscheinen mir da nicht wirklich schlau.

    2. Dirk

      Liebe Leute, ich bin jetzt seit 35 Jahre Mitglied im Verein und seit 31 Jahre Dauerkartenbesitzer und das als Ostwestfale und glaubt mir Untergangsszenarien hatten wir genügend und wie schaut’s aus?
      Ruhig Blut, liebe Freunde!

  2. Tobi

    Bißchen arg spekulativ, oder?

    1. GS

      Ich frage mich auch, woher eigentlich alle immer so genau zu wissen glauben, was Hoeneß und Rummenigge denken, mit wem sie sprechen oder nicht sprechen etc. …

      1. Bob

        “Hoeneß und Rummenigge haben in den letzten Wochen und Monaten ein so katastrophales Bild in der Öffentlichkeit abgegeben, dass es eigentlich nur zwei Rückschlüsse gab: Entweder sie hatten im Hintergrund einen Masterplan, den sie noch nicht öffentlich machen konnten oder aber sie hatten schlichtweg keine Vision[.]”

        Und ja, es gibt nur diese beiden Möglichkeiten mit – auch für mich – klarer Tendenz zur zweiten Variante. Insofern sehe ich hier keine Spekulation, sondern Induktion und Deduktion aus dem was beobachtet wird bzw. dem was logisch ist.

      2. Tobi

        @Bob:
        “Entweder/oder….”-Sätze sind für mich erstmal immer reine Spekulation.

        Rummenigge:
        “Wir betrachten sehr entspannt und zum Teil auch amüsiert, was da so alles spekuliert wird”

        Das ist für mich erstmal der einzig bekannte Fakt. Alles andere ist mediale Kaffeesatzleserei.

      3. Eigentor

        @tobi
        Dass der Sportdirektor des FCB am 2.12.2017 als Zeitpunkt für die Verkündung des neuen Trainers „Ende Januar, Anfang Februar“ nannte, später, nach Intervention von Hoeneß zurückrudern musste -ist das auch „mediale Kaffeesatzleserei“?
        Wenn Heynckes sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Freiburg sehr herzlich von Christian Streich verabschiedet (sinngemäß: das war ja unser letztes gemeinsames Spiel), um vor dem Heimspiel gegen den HSV einen Reporter oberlehrerhaft abzukanzeln (habe ich jemals gesagt, dass ich am 30.6. aufhöre) -dann spricht das zumindest nicht für transparente, klare Informationspolitik.
        Das, worüber sich Rummenigge offenbar amüsiert, haben die Bayern selbst in die Welt gesetzt.
        Seriöse Information seitens einer Aktiengesellschaft sieht anders aus.

      4. Tobi

        Ist der FCB aber auch nicht bekannt für, jede Wasserstandsmeldung an die Presse zu tratschen, oder?
        Im Fall Guardiola wurde noch gelobt, wie heimlich, still und leise die Verpflichtung über die Bühne ging, aber jetzt verliert man plötzlich das Vertrauen und geht davon aus, unsere Granden sind die letzten Deppen, die plötzlich planlos vor dem Nichts stehen.
        Das die Medien das so darstellen, liegt in der Natur der Sache. Negativmeldung über den FCB erzeugen Auflage und Clicks.
        Wir Fans sollten nicht so viel Schwarzmalerei betreiben.

      5. GP11

        @ Tobi
        Wer hat denn überhaupt erst damit angefangen, öffentlich mehrmals um Heynckes’ Gunst zu werben.
        War das Hoeneß oder nicht?
        Wer hat erst kürzlich aus heiterem Himmel behauptet, Heynckes hätte eine Rolle rückwärts gemacht?
        War das Rummenigge oder nicht?

      6. Lukas

        Tobi, entweder oder Sätze sind ein logischer Kniff, das hat nichts mit Spekulation zu tun. Entweder es reget, oder ist regnet nicht, ist beispielsweise eine klassische Tautologie, das heißt, der Satz ist immer richtig. Nur so ganz allgemein, dass das Wort Spekulation hier völlig fehl am Platz ist

      7. Tobi

        @Lukas:
        Seh ich deutlich anders.
        Für mich ist das alles reine Spekulation.
        War Tuchel Wunschkandidat Nr.1?
        Wollte man ihn verpflichten, oder nur die Möglichkeit eruieren?
        Gab es eine Telefonkonferenz?
        Gibt es keinen Plan B?

        Nix Genaues weiß man nicht.

      8. Lukas

        Nein Tobi, das kann man nicht anders sehen. Auf Grundlage dessen, wie wir uns unterhalten sind bestimmte Dinge festgelegt. Beispielsweise 2+2=4. Du kannst völlig zu recht an all das nicht glauben, was im Artikel steht. Mir geht es nur darum, deine Verheerende Logik zu kritisieren, weil die bringt weder ein Forum, noch dich weiter (sorry für den klugscheißerisch, patriarchalen Ton). Entweder oder Sätze sind nicht spekulativ, sondern ein kommunikatives Mittel. Es ist egal wie du das siehst, eintausend Jahre analytische Philosophie sehen das anders. Wenn Rummenige etwas sagt und du es glaubst, ist das kein Fakt.

        Tut mir leid dass ich jetzt so viel auf diesem Unsinn herumhacke, aber es erinnert mich an meine nervige Mutter, wenn jemand etwas völlig unlogisches in einer Diskussion von sich gibt. (“Räum die Wäsche auf sonst bist du morgen wieder krank!” ähhh…?)

      9. Tobi

        Dann formuliere ich es um für dich.
        Für mich gibt es eine Welt jenseits von “Entweder/oder”.
        ; )
        Besser?

      10. Lukas

        Das ist tatsächlich besser!
        Damit sagst du aus, dich interessiert die Diskussion nicht besonders, so lange du nicht weißt, ob die Grundlagen überhaupt stimmen. Finde ich absolut legitim. Mir geht es anders, mich interessieren alle Diskussionen, wenn sie schlau geführt werden, auch über Aliens!

      11. Joey

        Sind für mich auch alles nur reine Spekulation. Die Medien verbreiten irgendwelche Gerüchte und alle fahren drauf ab.
        Hat jemand Fakten? Nein.
        Ich bin mir sicher, die oberen beim FCB sitzen morgens zusammen, lesen sich die aktuellen Gerüchte durch und lachen sich schlapp.
        Ihr glaubt wirklich, die haben keinen Plan? :-)
        Wenn man den Medien glaubt, haben wir in der nächsten Saison auch ca. 40 Spieler mit einem Marktwert von ca. 1 Milliarde. Da wird jedes Schwein durchs Dorf getrieben.
        Ich finde den Artikel daneben, da er nur die Mediengerüchte befeuert.

        Ich bin mir sicher, wir werden auch in der nächsten Saison wieder einen Trainer haben. :-)
        Übrigens Magath ist auch noch frei. ;-)

      12. Joey, ich weiß, was du uns sagen willst. Aber eine Position innezuhaben heißt nicht, dass man auch dafür geeignet ist. Sieh dir einfach mal an, was beim HSV abgeht. Man möchte meinen, sie haben ganz vernünftiges Personal eingestellt (ich spreche mal nicht vom Kader, sondern von den Führungspositionen). Und trotzdem greifen die immer weider ins Klo. Selbst Leute, die früher mal für den Erfolg des Vereins standen (z.B. Beiersdorfer) konnten später nichts mehr ausrichten.
        Was macht UH und KHR zu Menschen, die über alles erhaben sind? Sie haben in der Vergangenheit großes für den FCB geleistet, aber darum muss man doch nicht zu allem ja und Amen sagen, was sie im Jetzt tun.
        Natürlich hast du Recht, Fakten haben wir wenig bis keine. Der Fakt, dass weder Heynckes, noch die Königslösung Tuchel in der nächsten Saison an der Seitenlinie stehen, ist allerdings gegeben, und das ist mal mindestens beunruhigend.

      13. Hannes

        Tja,das sind alles Hellseher.
        Mich würde auch mal interessieren wann die Anfrage bei Tuchel vom FCB eigentlich gestellt wurde und von wem.

      14. Beobachter

        Tja, wenn man das mit den fehlenden Informationen, der Glaskugel und so weiter streng nimmt, dann kann man aufhören über fast alles zu sprechen, was mit dem Verein zu tun hat. Dann wartet man nur noch auf die Pressemitteilungen und die Pressekonferenzen und liest mit offenem Mund das nächste Interview. Das stimmt dann alles, weil es ja aus erster Hand kommt. Interessante Vorstellung.
        Selbst wenn der Vorstand alles im Griff hat und alle gegenwärtigen Entwicklungen Nebelkerzen sind, selbst wenn wir für die Zukunft eigentlich super aufgestellt sind – dann finde ich die (verstärkt seit drei bis vier Jahren) Informationspolitik, teilweise die Nachwuchspolitik und die Personalpolitik bei bestimmten Positionen zum Piepen. Und das ist keine Kaffeesatzleserei, das ist teils höchst unprofessionell. Nur zu zwei Feldern:
        Informationspolitik: es geht eben nicht darum, dass man alles kommentiert. Im Gegenteil wäre es schön, nicht alle Nase lang Widersprüchliches zu hören. Und wenn man was sagt, wäre ein wenig Verlässlichkeit schön (Trainerfrage wird im Januar, Februar, März erklärt?). Oder man lässt es wenn man es nicht sagen kann. Oder es kommt etwas dazwischen und man kommuniziert das proaktiv (nicht en Detail, aber das dem so ist und wie denn der neue Plan so ist – wenn man denn schon mal A gesagt hatte). Das hat etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Und Nebelkerzen die man evtl. zündet um die „Journaille“ zu verwirren: So etwas kann man getrost auch lassen. Klar gibt es penetrante und auch dumme Journalisten und es macht sicher Spaß, die aufs Glatteis zu führen. Ich bin aber der Meinung, man erzieht sich die Leute gewissermaßen auch. Wenn man eine gute Informationspolitik macht, klärt sich vieles von selbst.
        Personalpolitik: wie schon angesprochen, geht es nicht darum ob Tuchel wollte oder nicht oder wer wem absagte und wie der Stand bei wem in Wirklichkeit war oder ob Lahm nun geeignet war oder nicht. Ich finde es ein Unding, dass unser Führungsgespann 66 und 62 Jahre alt und die nächste Generation nicht im Ansatz erkennbar ist. Nerlinger war mal, ernsthaft Brazzo? Es ist genau nichts da, es ist aber die Pflicht der beiden, die zweite Reihe zu installieren. Im Finanzbereich ist das passiert. Im sportlichen Bereich nicht. Rummenigge wurde 1991 übrigens als 36-Jähriger zum Vizepräsident befördert und konnte dann mitwachsen. Und aktuell? Will man den nächste Hoeneß oder Rummenigge fertig importieren? Wollen die beiden den Job die nächsten 10 Jahre machen?

    2. Tobi

      Die Diskussion interessiert mich schon, ich könnte den ganzen Tag über den FCB diskutieren.
      Ich finde nur, dass wir zu wenig Fakten haben, um das wirklich sachlich und seriös tun zu können.
      Einige Schlussfolgerungen erscheinen mir da nicht wirklich schlau.

    3. Hannes

      Ein bißchen?
      Die Glaskugel lässt grüßen.

  3. Beobachter

    Ich hoffe ja immer noch darauf, dass der Masterplan X enthüllt wird.

  4. FR7

    Ich habe tatsächlich die gesamten letzten Monate an den geheimen Masterplan mit Tuchel als Lösung geglaubt. Sich jetzt weiterhin darauf zu versteifen, dass der Trainer deutschsprachig sein muss könnte dem Verein erheblichen Schaden zufügen. Kovac hat für einen Weltklub wie dem FC Bayern weder die Erfahrung, das Standing noch die taktische Finesse. Stallgeruch hin oder her, die Mannschaft wird sich unter Kovac spielerisch und taktisch sicher zurückentwickeln, Das kann nicht Sinn der Sache sein. Hasenhüttl fühlt sich noch nicht bereit und Nagelsmann ist noch nicht zu haben. Das ist alles ein riesengroßes Desaster. Sollte es stimmen, dass Rummenigge von Anfang an Tuchel als Nachfolger wollte und Uli Hoeneß gegen ihn war, wird er sich für sämtliche Misserfolge und zukünftige Talfahrten des Klubs verantworten müssen. Tuchel war nicht nur die beste Lösung, sie war in meinen Augen sogar die einzige.

    1. Schweizer

      Tuchel war nie die beste Lösung. Er kann nicht mit Stars. Tuchel und Bayern wäre niemals gut gegangen.

      1. Olorin

        Nix gegen Spekulationen, mehr tun wir hier schließlich alle nicht. Dennoch fände ich es doch nett, wenn du wenigstens versuchen würdest, deine Meinung zu belegen. Das sind einfach nur zwei steile und unbegründete Thesen.

  5. MG

    Ich finde man kann dieses Thema erst dann bewerten, wenn der neue Trainer präsentiert wurde. Jetzt müssen halt alle etwas schreiben weil das Thema nunmal da ist.

  6. Tschemp

    Auch ich muss leider in die gleiche Kerbe schlagen: man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, und genauso wenig beschimpfen. Solche Wasserstandsmeinungen wie hier sind doch sinnlos, da niemand weiß was genau passiert ist, was gerade passiert, und was passieren wird.

    Am Ende kommt doch Löw, nachdem man sich mit Hermann auf eine post-WM-Übergangsphase geeinigt hat. Oder Nagelsmann wird gekauft. Oder Sammer darf nicht mehr nur bei Eurosport die Taktiktafel bearbeiten. Oder Xabi macht uns den Pep. Oder Favre hilft uns 2 Jahre bis dann Klopp kommt. Oder Kovac wird es und macht uns zu Atletico 2.0, da wir international gegen immer besser besetztere Teams nur noch so mithalten können.

    1. Tomhouse

      Natürlich waren weder die Journalisten der SZ noch ich bei einem möglichen Telefonat mit Tuchel dabei. Daraus aber eine Nähe der SZ zu einer Lügenpresse (auch wenn hier niemand diesen Ausdruck explizit verwendet hat) herzustellen, widerstrebt mir. Mag sein dass es diesen Masterplan gibt aber kein mir bekannter Trainer vereint alle Anforderungen die ein FcB (formuliert) hat. Und leider auch keine der von Dir genannten Varianten…

  7. […] Kein Trainer, kein Plan, keine Vision Kein Trainer, kein Plan, keine Vision – Miasanrot.de […]

  8. GP11

    Die einzige Überraschung für mich ist, dass es als Überraschung wahrgenommen wird, dass Tuchel nicht Trainer des FC Bayern wird.
    Gut, die Kurts, die PitvonBonns, die FR7s und Co. wird es hier und anderswo immer geben. Leute, die selbst dann nicht an Hoeneß und Rummenigge zweifeln würden, wenn Letzterer für ein paar Rolex die Werte des FC Bayern nach Katar verkaufen würde und Ersterer sogar im wahrsten Sinne des Wortes den FC Bayern für Schwarzgelder an Adidas. Ach ne, das ist ja beides schon exakt so passiert …

    Aber jeder normal denkende Mensch sollte doch schon vor Monaten gewusst haben, dass Tuchel und die beiden unfehlbaren Gottkönige fachlich nicht zueinander passen. Und allerspätestens die Verpflichtungen von Kühlschrank Wagner und dauerverletztem Leichtathlet Goretzka für sicherlich nur knapp unter 100 Mio. Euro sollten doch jedem die Augen geöffnet haben, dass (mal wieder bzw. wie immer) komplett ohne Plan gearbeitet wird. Niemals würde Tuchel diese beiden Spieler verpflichten. Warum sollte er also im Sommer einen Club übernehmen wollen, der im Winter ohne jede Absprache einen signifikanten Teil des Budgets und der Kaderplätze (mindestens genauso wichtig wie das Finanzielle) in vollkommen unpassende Spieler steckt. Aber auch diese Transfers wurden ja allgemein abgefeiert wie sonst nur der Grottenkick der letzten Monate.

    Auch wenn ich dem Kommentar in seinem Grundtenor sicherlich zustimme, möchte ich doch an einer Stelle entschieden einhaken. Den Götze-Transfer darf man unter keinen Umständen als grandiose Planung verkaufen. Da wurde ein Spieler unter Vorspiegelung falscher Tatsachen gegen den Willen des Trainers gelockt, dann als Wunschspieler des Trainers deklariert, es ging erwartbar schief und am Ende wurde der Trainer der geballten Kritik der Medienlandschaft für die “Zerstörung” des deutschen Jahrhunderttalents ausgesetzt und gleichzeitig auch Götze komplett im Regen stehen gelassen. Ich bin überzeugt davon, dass der Götze-Transfer nur kurz nach der Trainerverpflichtung schon das erste Puzzle-Stück war, um Guardiola klarwerden zu lassen, dass er hier im Eigeninteresse besser so schnell wie möglich das Weite suchen sollte.

    1. Tobi

      Warum genau ist Wagner ein völlig unpassender Spieler?
      Und wieso ist es “komplett ohne Plan” einen Bundesligaerfahrenen und treffsichereren Back-Up für Lewandowski zu verpflichten?

      1. FR7

        Don’t feed the troll ;-)

      2. Tobi

        @FR7
        Sorry, bin neu hier, aber dachte mir sowas schon ;)

      3. GP11

        Weil ein Stürmer für uns schnell, wendig, stark im Eins-gegen-Eins und stark am Ball sein muss?
        Weil mit Gnabry exakt so ein Stürmer im Sommer eh kommt?
        Weil man mit Müller schon einen zweiten großen, kopfballstarken Stürmer hat?
        Weil man im Zweifel auch einfach Martínez oder Süle als Zielspieler vorne reinstellen kann?

        Ob Wagner jetzt im Winter kommt oder nicht, ändern absolut nichts am weiteren Verlauf der Saison. Meister wird man eh und in der CL hat man keine Chance – und wenn wider Erwarten doch, wird es sicher nicht Wagner sein, der den Unterschied ausmacht. Es ergibt also keinen Sinn, ihn für dieses halbe Jahr zu verpflichten.
        Also hat man ihn für nächste Saison verpflichtet. Welcher Verantwortliche mit nur einem Fünkchen Ahnung von Fußball verpflichtet jetzt im Winter einen Spieler für die nächste Saison, ohne den Trainer zu kennen?
        Aber vielleicht kannst du mir ja den “Plan” dahinter erläutern.

        @FR7
        Du hast ernsthaft geglaubt, Tuchel wäre schon seit Monaten fix und wird aus irgendwelchen Gründen geheimgehalten. Abgesehen davon, dass Tuchel immer unwahrscheinlich war, ist schon der Punkt mit der Geheimhaltung absolut schwachsinnig. Warum sollte man das machen und wie soll das gehen?
        Das sagt eigentlich schon alles aus …

      4. Eigentor

        @ FR 7
        Was soll das denn heißen?
        GP 11 liegt ja nicht in allen Punkten meilenweit daneben.
        Ist kritische Auseinandersetzung mit „unserem“ Verein hier nicht erwünscht?
        Oder antworten sich hier nur alle, die immer noch an den Weihnachtsmann glauben?

      5. Done

        @eigentor: du liest hier anscheinend noch nicht lange genug mit, um den troll “gp11” entsprechend einschätzen zu können.

        Mich wundert eher aus seiner feder zu erfahren, dass man den einbeinigen Stümper Müller doch noch für irgendwas brauchen könnte. ;-)

      6. Lukas

        @Eigentor
        GP11 kritisiert Bayern, deshalb wird er hier seit jeher als Troll beschimpft.
        Ist ein bisschen traurig, aber auch verständlich, weil er immer die gleichen Dinge wiederholt, die keiner hören will.

      7. FR7

        GP11 ist der Inbegriff eines Trolls. Wir sind hier nicht auf Spielverlagerung oder Transfermarkt.de, trotz aller Kritik – die auch ich immer äußere – sind wir doch Bayernfans…oder(?). Bei GP11 bezweifle ich allerdings sehr stark, dass ihm irgendwas am FC Bayern liegt, würde mich nicht wundern wenn er bald statt “Bayern” anfängt “Bauern” zu schreiben. Seiner Meinung nach ist nichts was der FC Bayern macht richtig und alles ist schlecht, man zahle ja Schwarzgeld an Adidas und selbst der Transfer von Wagner wird schlechtgemacht, obwohl dieser bei jedem seiner Einsätze ein Tor erzielt und sich dabei mit seiner Rolle zufrieden gibt. Für einen Backup ist das für den FC Bayern das absolute Best-Case Szenario. Auch, dass wir mit Goretzka eines der aktuell stärksten Mittelfeld Talente verpflichtet haben spielt in seinen Augen keine Rolle, nein nein, Goretzka ist schließlich nichts mehr als verletzungsanfällig. Jemand der Rummenigge für den Sponsor Deal mit Katar damit kritisiert, dass er ihn mit Rolex Uhren in Verbindung bringt ist ein Troll, nicht mehr und nicht weniger. Kein Fan, kein sachlicher Kritiker, nur ein Troll. Das hat nichts mehr mit Objektivität zu tun sondern ist polemisch und unterstes Stammtischniveau. Darum nehme ich GP11 überhaupt nicht mehr ernst, ich denke auch, dass die meisten Leser dieses Blogs ihn nicht mehr ernstnehmen (können).

      8. Lukas

        Weißt du FR7, wenn man Fußball so sieht, wie GP11 und versteht, was er eigentlich will (ich denke ihn nervt, dass Goretzkas Ballannahme so unfein ist, dass es fast ausgeschlossen ist, mit ihm dominanten Ballbesitzfußball zu spielen (Im Gegensatz zu Meyer)) dann würde er dich nicht stören. Auch jemand, der eventuell kein Bayernfan ist, ist immer noch kein Troll. Ich finde es auch nervig wie er schreibt und wüsste auch nicht, was er überhaupt an Bayern gut findet, aber seine Argumente sind einfach nicht doof, sondern begründet.

      9. Bin da total bei Lukas. Man kann/muss ihn für seine Art zu schreiben kritisieren, aber inhaltlich ist GP11 weit davon entfernt, ein Troll zu sein. Er sieht viele Dinge sehr viel kritischer als andere hier, aber seine Argumentation ist schlüssig oder zumindest nachvollziehbar. Würde er nicht so polemisch schreiben, würde gar keine Trolldiskussion aufkommen. Der klassische Internettroll versucht nämlich, Diskussionen zu zerstören. Das kann man GP11 wirklich nicht vorwerfen.

      10. Lukas

        Ahh das ist es! Ich hab mich gefragt, was eigentlich so nervig und provokativ an ihm ist: Die Polemik. Schade eigentlich

      11. FR7

        Lukas, ich halte also fest: GP11 ist kein Troll, weil Goretzkas Ballannahme unfein ist und er deshalb vermeintlich kein Ballbesitzspiel beherrscht.(?) Seine Argumente sind – sorry – nicht nur doof, sondern auch alles, wirklich alles, außer begründet. Das wird diesem tollen Bayern Blog einfach nicht gerecht. Man sollte annehmen dürfen, dass sich hier ausschließlich detailliert, sachlich und zumindest semi-intellektuell ausgetauscht wird. Dabei ist es ermüdend von ihm ständig nur Bayern Bashing zu lesen, egal worum es speziell geht. Wenn ich nur anfange zu lesen was er hier über den Götze Transfer von sich gibt, sorry aber das kann ich mir einfach nicht geben.

      12. Nun, wenn du seine Argumente doof findest, ist das dein gutes Recht. Aber du regst dich dennoch nur speziell über ihn auf, obwohl er nicht der einzige ist, der diese Meinungen vertritt. Gerade was die “Leistungsfähigkeit” von KHR und UH angeht, bin ich auch eher pessimistisch als optimistisch eingestellt, und auch der Götze-Transfer war in meinen Augen ein riesiges Missverständnis. Der Goretzka-Transfer ist zwar schon irgendwie logisch, aber halt ein Transfer an der unproblematischsten Stelle unseres Kaders (vom Tor mal abgesehen). Da hätte man andere Transfers viel dringender auf dem Zettel.
        Ich hätte mir im Gegensatz zu GP11 halt die Erwähnung der Rolex-Geschichte gespart, aber inhaltlich bin ich bei ihm. Ich hoffe, du findest mich nicht auch doof :)

      13. FR7

        Sirius, na immerhin artikulierst du dich wie jemand der zumindest der weiß wovon er redet und nicht wie ein 0815 Bayernhasser im Kommentarbereich der Facebookseite von Sport1 . Also hast du Glück gehabt, doof finde ich dich nicht. ;-)

        Im Übrigen sehe ich sehr wohl vieles was Rummenigge und Hoeneß machen bzw. nicht machen mehr als kritisch.

    2. wohlfarth

      Ach wie hab ich diese hasserfüllten, inkompetenten Kommentare vermisst. Nicht.

  9. Olorin

    Irgendwie sollten wir doch spätestens seit der nicht weniger planlosen Sportdirektorensuche wissen, dass die Illusion eines Masterplans unserer Bosse eben genau das ist: eine Illusion. Das ist eine total konstruierte Hoffnung ohne jeden Faktenbezug. Selbst wenn wir doch noch eine gute Lösung finden (was ich mittlerweile bezweifle) ändert das auch nichts daran, dass über ein halbes Jahr offensichtlich sinnlos verpennt wurde. Rückblickend war es wohl eher Fluch als Segen, dass Heynckes sich im Herbst nochmal breitschlagen ließ. Zwar war die Grundidee, Zeit zu gewinnen und im Sommer etwas neu aufzubauen nicht schlecht, aber leider wurde damit das hirnrissige Weltbild eines Retrovereins weiter bestärkt. Jetzt ist die Lage noch schlechter als damals, Bayern steht noch immer ohne Trainer da, aber die beste Option ist vom Markt. Und der künftige Trainer, wer auch immer es wird, wird öffentlich immer wieder unter die Nase gerieben bekommen, dass er maximal die Nummer drei war.

  10. Olorin

    Eine Frage an die Vertreter der Masterplan-Theorie: wenn es im Hintergrund einen tollen Plan gibt-warum wird er denn dann geheim gehalten? Es wäre doch allen damit geholfen, den Trainer für die neue Saison zu verkünden, dann hätten alle ihre Ruhe. Die einzigen Gründe, die mir einfallen, sind in höchstem Maß unwahrscheinlich. Und was soll das dauernde Hin und her von Salihamidzic, Heynckes und Co. Glaubt jemand im Ernst, das ist alles geschauspielert? Die mit Abstand einfachste Erklärung für das alles ist, dass die Wahrheit wirklich so ist, wie es sich in der Öffentlichkeit darstellt. Alle beteiligten sind in extremem Aumaß planlos.

    1. Tobi

      @Olorin:
      Weder Heynckes noch die Spieler hätten ihre Ruhe.
      Erinnere dich an die Guardiolaverpflichtung. Keine Pressekonferenz, kein Interview, wo es nicht nur um den neuen Trainer ging.
      Vielleicht will man sich das einfach ein weiteres mal sparen.

      1. Olorin

        Nach der Guardiola Verpflichtung war es deutlich ruhiger als jetzt…

    2. Tschemp

      Es gäbe so viele denkbare Gründe, es lange geheim zu halten, falls die Lösung schon in der Schublade ist:

      1. Ist der neue Mann vielleicht noch woanders unter Vertrag, hat da noch wichtige Ziele und braucht Ruhe in seinem Verein/Verband?

      2. Der Neue kann sich im Geheimen schon auf die neue Aufgabe vorbereiten, Kader planen, Gespräche führen – ohne auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden

      3. Das Trainersuch-Thema nervt zwar alle, hält aber die mediale Aufmerksamkeit völlig vom sonstigen Verein ab, insbesondere vom sportlichen Teil und der Mannschaft. Ohne das Trainerthema wäre viel mehr Unruhe, statt weniger! Es würden Artikel zu anderen Themen kommen wie zB Lewandowski, Robbery Verlängerung, Mull gegen Pep, Transfergerüchte usw. denn es muss jeden Tag FCB in der Zeitung sein

      4. Würde jetzt schon feststehen, dass X kommt, und Jupp würde zB gegen Sevilla scheitern, kommen die Stimmen warum man nicht gleich auf X gesetzt hat

      5. Heynckes bekommt nach mehreren unglücklichen Trennungen endlich den verdienten Abgang, als klarer Wunschtrainer, der nur aus eigenem Antrieb abtritt. Gegensatz zu 2013.

      Es kann natürlich auch komplett anders sein. Niemand weiß es. Und bis es verkündet wird und der Neue(oder Alte, falls UH Erfolg hat und somit erst 2019 der Wunsch-1A-Neue kommt) auf der Pressekonferenz sitzt, braucht man kein Urteil fällen.

      1. Tobi

        Genau so ist es.

      2. Eigentor

        @Tschemp
        Niemand fällt hier ein“Urteil“ über die „Geheimhaltung“.
        Es gab ja keine. Sondern öffentliche Äusserungen von Hoeneß über den Wunschtrainer Heynckes. Und Rummenigge sprach von „Rolle rückwärts“. Und Salihamidzic nannte öffentlich eine Deadline zur Verkündung des neuen Trainers, die längst verstrichen ist.
        Dieses Informations-Chaos ist hausgemacht.
        Aber gut, laßt uns alle hier weiter an die unbefleckte Empfängnis Marias glauben und hoffen, dass in dieser Schublade mehr liegt als gähnende Leere.

      3. Olorin

        @Tschemp
        “1. Ist der neue Mann vielleicht noch woanders unter Vertrag, hat da noch wichtige Ziele und braucht Ruhe in seinem Verein/Verband?”
        Wenn der neue Trainer vertraglich gebunden ist und lieber mit Bayern hinter den Kulissen fremdgeht als seinen Job zu machen ist das ja schonmal ein blendender Einstieg. Und wenn es diesen Mr. X gibt: Warum wurde dann offensichtlich in einer Telefonkonferenz versucht, Tuchel doch noch zu bekommen?

        “2. Der Neue kann sich im Geheimen schon auf die neue Aufgabe vorbereiten, Kader planen, Gespräche führen – ohne auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden”
        Nein, genau das kann er eben nicht. Wenn ein Trainer jetzt im Moment mit welchem Spieler auch immer Gespräche führt wäre das ein Riesending. Stell dir mal als Beispiel vor, Pochetino wird beim Gespräch mit Thiago irgendwie erwischt, das ist genug Stoff für zwei Wochen Boulevard. Wenn der neue Trainer klar wäre könnte er das viel eher.

        “Ohne das Trainerthema wäre viel mehr Unruhe, statt weniger!”
        Machst du Witze? So viel Unruhe wie momentan war letztmals kurz vor der Entlassung von van Gaal! Das absurde Theater momentan ist absolut kontraproduktiv und mit Sicherheit nicht gewollt.

        “4. Würde jetzt schon feststehen, dass X kommt, und Jupp würde zB gegen Sevilla scheitern, kommen die Stimmen warum man nicht gleich auf X gesetzt hat”
        Und scheitert Jupp jetzt gegen Sevilla kommen Stimmen, dass die unklare Zukunft die Spieler gelähmt hat, ob Jupp die richtige Wahl war und ob man sein Denkmal beschädigt hat. Und die Stimmen werden eher lauter sein.

        “5. Heynckes bekommt nach mehreren unglücklichen Trennungen endlich den verdienten Abgang, als klarer Wunschtrainer, der nur aus eigenem Antrieb abtritt. Gegensatz zu 2013.”
        Das hätte man schon im Herbst haben können. Hoeneß bietet ihm das Amt öffentlich an und Heynckes lehnt es öffentlich ab. Fertig aus, am Ende der Saison verdienter Abgang und alle sind zufrieden. Dann ist das Ganze Mitte Oktober abgehackt und man braucht keine monatelange Schmierenkomödie.

  11. Tobi

    Autsch.
    1. Wagner hat seine Klasse nachgewiesen und ist ein Spitzen-Back-Up.
    2. Müller hat nicht wirklich funktioniert auf der Position. Seine Stärken liegen ganz woanders.
    3. Gnabry ist Außenstürmer. Funktioniert in der Mitte auch nicht so dolle, oder?
    4. 2 IVs als Back-Up für Lewandowski? Das macht ja nun gar keinen Sinn.
    5. Den Sinn einer Wagnerverpflichtung nicht sehen zu wollen, zeugt schon von einer gewissen Kurzsichtigkeit. Sorry für die deutlichen Worte.
    6. Ich hatte auch von einem Bayernangestellten gehört, dass man vereinsintern von Tuchel ausgeht.
    Der wollte den FCB nur nicht als “Feuerwehrmann” mitten in der Saison von Ancelotti übernehmen.
    Rein hypothetisch:
    Schon mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Wagner und Goretzka Wunschspieler von Tuchel waren? Das der zugesagt hatte, an den Planungen beteiligt war und jetzt einen Rückzieher gemacht hat?
    Warum man das geheim halten sollte, liegt doch auf der Hand. Damit Heynckes in Ruhe arbeiten kann und sich nicht die gleiche Nummer wie bei Guardiola wiederholt und Heynckes nur noch nach seinem Nachfolger befragt wird.

    1. Olorin

      “Damit Heynckes in Ruhe arbeiten kann und sich nicht die gleiche Nummer wie bei Guardiola wiederholt und Heynckes nur noch nach seinem Nachfolger befragt wird.”
      Daran wirds liegen. Schließlich war Heynckes die letzten Wochen extrem glücklich mit der ungeklärten Situation und wirkte überhaupt nie genervt.

      “Das der zugesagt hatte, an den Planungen beteiligt war und jetzt einen Rückzieher gemacht hat?”
      Tja, dann hätte man wohl besser einen Vertrag mit ihm unterschreiben sollen, damit er keinen Rückzieher macht. Unabhängig davon: wenn es so wäre hätte es längst eine Klarstellung in dieser Richtung von Vereinsseite gegeben. Dann könnte man ja Tuchel den schwarzen Peter zuschieben. Unsere Bosse lassen sich doch nicht von Tuchel so verarschen und decken ihn dann auch noch.

      1. Tobi

        Klarstellung?
        Wofür denn? Warum künstlich Unruhe in den Verein bringen? Lass die Presse sich doch aufgeilen. Da muss man doch nicht zu jeder Sau, die durchs Dorf getrieben wird, gleich ein Faß aufmachen.

      2. Olorin

        “Warum künstlich Unruhe in den Verein bringen?”

        Machst du Witze? Dieses Thema kommt von Hoeneß, er hat da Unruhe reingebracht, nicht die ach so bösen Medien..

      3. Tobi

        Inwiefern kommt das Thema denn jetzt aktuell von Hoeneß und wieso sollte der Verein das jetzt noch befeuern?

      4. Olorin

        Hoeneß hat das Thema mit der Abstimmung in einem Fanclub völlig überflüssigerweise hochgekocht. In den letzten Wochen gab es Aussagen von Rummenigge, Brazzo und Heynckes, in denen unterschiedliche Ansichten herausposaunt wurden. Die Unruhe kommt nicht von den Medien, sie kommt aus dem Verein.

    2. Olorin

      “1. Wagner hat seine Klasse nachgewiesen und ist ein Spitzen-Back-Up.
      2. Müller hat nicht wirklich funktioniert auf der Position. Seine Stärken liegen ganz woanders.”

      Ja, Wagner hat seine Klasse nachgewiesen…gegen Besiktas und Hoffenheim. Müller hat gegen Real nicht funktioniert und Wagner hat nie auch nur annähernd nachgewiesen, auf diesem Niveau eine Hilfe sein zu können. Äpfel Birnen Vergleich. Unabhängig davon halte ich die Wagner Verpflichtung aber auch für kein großes Problem.

      1. Tobi

        Hat Müller denn nur gegen Real auf der Position gespielt und nicht funktioniert?
        Hab das irgendwie anders in Erinnerung.

      2. Olorin

        Ich kann mich unter anderem an ein tolles Spiel von Müller in der Spitze auswärts bei Man City unter Pep erinnern. Aber ich denke das ist jetzt nicht das Hauptthema.

  12. GP11

    1. Ob Wagner seine Klasse nachgewiesen hat, ist schon eine recht starke Interpretation. Spielt aber eigentlich keine Rolle, da Qualität niemals hinreichendes Kriterium für eine Spielerverpflichtung sein darf. Genau deshalb gab es ja, wie ich schrieb, keinen Plan. Ob ein Spieler ins System passt, ist mindestens genauso wichtig – nur Hoeneß und Rummenigge ist das egal.
    2. Müller hat schon dutzende Spiele gemacht, die keinen Deut anders waren als seine Spiele auf anderer Position. In Summe sicherlich sogar besser als Wagner. Dass er gegen die Reals der Welt nicht ausreicht, ist klar, aber da ist doch Wagner kein Stück besser. Kannst du bitte exakt ausführen, für welche Spiele Müller nicht gut genug ist, Wagner aber schon?
    3. Kennst du Alexis Sánchez, Dries Mertens, Kylian Mbappé, Gabriel Jesus, Thierry Henry, Antoine Griezmann, David Villa, Samuel Eto’o und unzählige andere? Gut, Hoeneß kannte auch James nicht, die Chancen stehen also nicht schlecht, dass er die Hälfte der Spieler auch nicht kennt.
    4. Nicht als Back-ups, sondern, um sie bei entsprechenden Spielständen in den letzten Minuten nach vorne zu werfen … Eines der Argumente für einen großen, kopfballstarken Ersatzstürmer.
    5. “Schon mal die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Wagner und Goretzka Wunschspieler von Tuchel waren? Das der zugesagt hatte, an den Planungen beteiligt war und jetzt einen Rückzieher gemacht hat?”
    Ich glaube, das kann man einfach so zu diesem Punkt stehen lassen.

    “Damit Heynckes in Ruhe arbeiten kann und sich nicht die gleiche Nummer wie bei Guardiola wiederholt und Heynckes nur noch nach seinem Nachfolger befragt wird.”
    Genial! Ein Geniestreich! Heynckes wurde ja nicht jede einzelne Pressekonferenz zu exakt diesem Thema befraft.

    1. Tobi

      1. Wir brauchten einen Back-Up, verpflichten einen Back-Up, aber das ist dann planlos? :D Merkwürdige Interpretation.
      2.Müller war für einige Spiele nicht gut genug, darum war auch sein Stammplatz weg und darum musste der Verein reagieren.
      3. Und was willst du mir damit sagen?
      4. Macht aber schon mehr Sinn dann einen großen, kopfballenstarken Stürmer nach vorne werfen zu können, als einen positionsfremden IV, oder?

      1. GP11

        1. Nein, wir brauchen eben gerade keinen Back-up. Weil Lewandowski nie verletzt ist und falls doch Wagner eh nichts reißt.
        2. Du redest doch selbst von einem Back-up. Was interessiert es da, falls Müller nicht Stammspieler ist? Dann passt es wenn überhaupt nur besser.
        3. Langsam glaube ich, dass ich hier derjenige bin, der den Troll füttert.
        4. Nein, nicht wenn der 20 Mio. kostet. Dafür kann man passende Spieler verpflichten, sodass man erst gar nicht in solche prekäre Situationen kommt. Und wenn doch, wirft man eben den ausgebildeten Mittelstürmer Süle nach vorne.

      2. Done

        Gp11: “Spielt aber eigentlich keine Rolle, da Qualität niemals hinreichendes Kriterium für eine Spielerverpflichtung sein darf.”

        Dem ist ja nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

      3. Hatte mich über den Satz zwar auch gewundert, aber wenn man die Aussage im Kontext liest, könnte er damit meinen, dass die Qualität nicht das einzige Merkmal sein darf, sondern dass es mindestens genauso wichtig (oder wichtiger) ist, dass der Spieler auch ins System passt. Wenn er das so gemeint hat, hat er auch recht.

        Wobei ich sagen muss, dass Wagner sich besser gezeigt hat als ich erwartet habe, er kann ja doch etwas mehr als nur Kopfbälle.

      4. Fänger

        Wichtig ist bei GP11 hier der Begriff “hinreichend”. Da hat er Recht. “Notwendig” ist Qualität” selbstverständlich.

      5. Vobius

        Also mal ehrlich, Wagner ist der perfekte Lewi Backup. Habe das zwar u.a auch vorher nicht gedacht, aber kommt, trifft, sogar in der CL und murrt vor allem nicht wenn er nicht spielt. Außerdem ist er für die Stimmung in der Mannschaft auf jeden Fall sehr gut und im Gegensatz zu Lewi versteht man seine Interviews. Ja manchmal sind sie sogar ganz lustig. Außerdem ist auch ein Mr. Muscle Lewandowski mal ganz froh wenn er mal relaxen kann und nicht 80% fit von Anfang an reingeschmissen wird.

  13. Beobachter

    Also beim besten Willen. Wasserstandsmeldungen verlangt und braucht auch niemand. Diese dauernden Baustellen hat doch die Führungsebene aufgemacht!

  14. Mehmet68

    So schade es ist, aber wenn GP11 sich etwas sachlicher schreiben würde, könnte man ihm in vielen Punkten nur zustimmen: Die Deals mit Katar (erst Flughafen, jetzt Airline als Premium Partner (oder wasweissich), Personalien wie Sammer, Reschke, Brazzo, die verdattelte Einbindung von Lahm, die Vetternwirtschaft im Nachwuchsbereich etc. – das Duo Uli / Kalle wird immer mehr zum Duo Infernale. Was jetzt im Bereich Trainersuche läuft ist einfach ein Witz.

    Der Eindruck, dass viele Beschlüsse nicht gefasst werden, weil Uli und Kalle sich uneinig sind, manifestiert sich immer mehr. Uli hätte gerne “seinen” FCB der 80er und 90er zurück, Kalle das Gegenteil. Herausgekommen sind windige Deals mit einem sehr problematischen Partner / Land und Personalien bzw. Personaldebatten, die Leipzig und Dortmund deutlich souveräner erledigen.

    Am Schlimmsten ist tatsächlich, dass die letzte These des Artikels ins Schwarze trifft: Der neue Trainer wird kein Standing haben.

    Ein letzter Gedanke noch zum wie üblich sehr polemisch schreibenden GP11 (der inhaltlich aber oftmals nicht unrecht hat): Für einen Trainer die passenden Spielertypen zu kaufen, das halte ich angesichts der heutigen Halbwertzeiten von Trainern für den falschen Ansatz.

    1. Kann dem nur beipflichten. Im Gegensatz zum klassischen Troll argumentiert GP11 meist schlüssig, mindestens aber nachvollziehbar. Dass er bei so viel Gegenwind hier überhaupt noch schreibt, ist fast schon verwunderlich. Gut, der Schreibstil ist schon sehr aggressiv, aber inhaltlich stimme ich durchaus in einigen Punkten zu. Die Wagner-Verpflichtung ist ok, aber das Gebaren von UH und KHR ist schon sehr merkwürdig in den letzten Jahren.

      Als ich gestern Abend die Nachricht gelesen habe, dass Tuchel abgesagt hat, hat ein Wort für die Bewertung der aktuellen Situation ausgereicht: “Scheiße.” Tuchel war von Anfang an mein Wunschkandidat, und die aktuelle Situation halte ich auch für enorm problematisch.

      1. Liza

        Sehe ich genauso: Inhaltlich finde ich mich sehr häufig bei GP11 wieder, die apodiktische Rhetorik und die zum teils abfälligen Kommentare gegenüber einzelnen Personen machen eine Diskussion jedoch schwer und tragen nicht gerade dazu bei, seine Positionen neutralen Beobachtern schmackhaft zu machen.

    2. Olorin

      GP11s Kommentare sind auch in meinen Augen durchaus interessant. Von unbelegbarem Herumtrollen ist er weit entfernt. Die aggressive Grundhaltung in seinen Kommentaren sowohl gegenüber anderen Kommentatoren als auch gegenüber der Vereinsspitze macht ihn sehr unsympathisch und verhindert, dass man ihm wirklich zustimmen kann. Aber als Diskussionsbasis ist das gut geeignet.

    3. Lukas

      Jo, genau das ist das Problem. GP11 könnte vielleicht ein Seminar über gewaltfreie Kommunikation besuchen und dann wieder seine Positionen vertreten

      1. jjs

        Na ja, GP11 (“Grand Prix”?, “Geiler Peter”?) hat manchmal auch recht, und vielleicht gefällt es ihm ja, diese Reaktionen hervorzurufen.; wir können jedenfalls davon ausgehen, dass
        – er nicht viele Freunde haben wird
        – er bei seiner Frau den Dopamingehalt nicht gerade steigern wird
        Am meisten tut er mir leid – er hat sich 24 Stunden am Hals, puh

  15. Gestrandedinberlin

    Also die Masterplan Variante ist ja nun extrem unwahrscheinlich, da man ja sonst nicht Tuchel noch hätte versucht zu kriegen. Und die SZ lanciert solche Meldungen ja nicht zum Spaß. Jetzt muss man halt hoffen, dass es trotzdem eine gute Lösung geben wird. Aber es wird halt keine deutsche Lösung, mit CL Erfahrung und attraktiver Spielweise sein. Und diesen Faktor finde ich schon deprimierend.
    Die hier teilweise genannten Möglichkeiten mit Löw und Kovac lösen bei mir persönlich nur Grauen aus.
    Also besonders zukunftsfähig wirkt das momentan alles nicht aber wer weiß, was die Not so herbringt.
    Es wäre nur schön gewesen, in eine Zukunft zu blicken die stringent ist, ein Sportmanager der mit einem neuen Trainer zumindest einen kleinen Umbruch plant mit einer festen Idee. Jetzt läuft das alles wieder aufs pragmatische raus. Hab gehört, Ancotti hat Zeit.

  16. Bernhard B.

    Ich hatte schon vor einiger Zeit darüber geschrieben, dass Tuchel für die Entscheider nicht in Frage kommt. Für mich war er die einzige Option die Mannschaft wieder dahin zubekommen wo sie unter Pep war.
    Dieses hin und her “wir sind ganz entspannt…” soll visionär sein?
    Und jetzt meine Spekulation:
    Heynckes ist die ganze Zeit involviert in die Trainer”frage” und Kaderplanung. Seine “Rolle rückwärts” spricht dafür dass KHR und UH die “Vision” mit JL haben und Heynckes bis nach der WM den Platzhalter macht. Das wird wie beim Sommermärchenerzähler scheitern.
    Ich hoffe für alle Bayernfans dass nicht Bobic’s Ankündigung eintreffen wird.

  17. mysputnik

    Ich muss leider auch sagen, dass unseren Bossen die Vision und der Plan fehlt. Ich bin zumindest sauer, wenn Tuchel nicht kommt. Das hat man verpennt! Und der Begriff „Retroverein“ passt leider ganz genau!

  18. Klaus

    Auch für den FCB wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die guten Trainer lassen sich halt nicht monatelang hinhalten und warten nicht, bis sich die Herren beim FCB einig geworden sind.

  19. SaschaM76

    Für die schwache Bundesliga könnten wir auch den Greenkeeper auf die Trainerbank setzen und würden trotzdem Meister werden. Allerdings für die Top 4, Top 2 oder den CL-Titel bräuchten wir dann aber doch schon einen sehr guten und letztlich verfügbaren Trainer. Die wachsen bekanntlich nicht auf den Bäumen. Zu schnell haben sich meiner Meinung nach UH + KHR festgelegt, dass der neue Trainer deutschsprachig sein soll. Das war wohl der größte Fehler. Und das UH nicht sofort auf Tuchel vertrauen wollte ist irgendwie auch legitim, denn wir alle kennen ja noch das Dilemma mit einem gewissen Herrn Klinsmann und der damit verbundenen Absage an Jürgen Klopp. Fazit: Ja, vieles scheint (offensichtlich) derzeit nicht gut zu laufen in Sachen Trainerfindung, aber ich erwarte jetzt vom Vorstand, dass man von seiner damaligen Aussage Abstand nimmt und lieber schnellstmöglich doch eine internationale Lösung findet, denn im Gegensatz zur “deutschen Lösung” wäre die Auswahl weit größer, schneller realisierbar und dennoch uns Fans zu vermitteln. Es sei denn Jupp holt, wie 2013 erneut das Triple, dann tut sich das keiner freiwillig an. Selbst Pep war an diesem (zu hohen) Anspruchdenken letztlich gescheitert. Schaun wir mal, es bleibt spannend, aber auch für meinen Geschmack etwas zu spannend, also das genaue Gegenteil zur 6. Meisterschaft in Folge. In diesem Sinne – Mia san Mia und alles wird gut – hoffentlich.

  20. Der Groninger

    Ganz ehrlich: Bei mir macht sich gerade erhebliche Panik breit. Tuchel schien mir der einzige Trainer, der halbwegs finanzierbar war und gleichzeitig in der Lage, Bayerns finanziellen Abstand durch taktische Kompetenz wettzumachen. Jetzt ist er weg und erstmal keine Alternative in Sicht: Es wurde ja schon hinlänglich diskutiert, dass Kovac, Hasenhüttel und Nagelsmann keine Optionen sind und im Falle von Kovac auch niemals werden sollten. Favre und Klopp passen nicht zu Bayern. Insofern: Ja, abrücken von dem (eh kleingeistigen) Dogma, auf einen deutschsprachigen Trainer setzen zu müssen. Welche Alternativen scheinen denkbar oder sogar möglich?

    Geht Tuchel zu Arsenal und Conte wird bei Chelsea gefeuert, dann bliebe der Italiener. Eine gute Alternative?
    Geht Tuchel zu Chelsea und Conte zu PSG, dann bliebe Emery. Ein Versuch wert?
    Geht möglicherweise was bei Sarri?
    Oder doch die weiter oben erwähnte Übergangslösung bis Löw im Herbst einsteigt?

    1. Vobius

      … Favre und Klopp passen nicht zu Bayern… – Tuchel aber mal sowas von überhaupt nicht.
      Conte wäre in der Tat eine Option, allerdings hatten wir gerade einen eher altmodischen italienischen Trainer. Daher steht er unter einem schlechten Omen. Emery finde ich persönlich keine gute Lösung, um das aber objektiv einschätzen zu können, kenn ich ihn zu wenig.

    2. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum der Name Klopp so oft fällt. Mal ganz davon abgesehen, dass er mir alles andere als sympathisch ist, ist er auch systemtechnisch eigentlich gar nicht der passende Mann für uns. Favre auch eher nicht. Conte und Emery hab ich nicht genug verfolgt, um das belastbar beurteilen zu können.

      Aber… warum um Himmels Willen sollte Tuchel nicht passen?

      1. Olorin

        Seh ich grundsätzlich ähnlich…wobei ich Klopp gegenüber Kovac dann doch vorne sehen würde. Fußballerisch passend sind beide nicht und Klopp hätte zumindest ein gewisses Standing (auch wenn das kein sehr wichtiges Kriterium ist). Aber was hast du gegen Favre? Seine Gladbacher haben oftmals sehr schönen, kombinationsorientierten Fußball gespielt, ich würde sie mir sehnlichst in der momentanen Buli wünschen.

      2. Ich gebe zu, dass ich Favre seit BMG nicht verfolgt habe, dass allerdings ich den Spielstil, den er bei BMG damals geprägt hat, nie so richtig positiv wahrgenommen habe. Wobei ich aber damals auch noch deutlich weniger Fußball geschaut habe als das heute der Fall ist, allein schon, weil ich damals noch kein Sky hatte ;) War wohl ein vorschnelles Urteil.

      3. Vobius

        Lucien Favre hat nicht das Format für einen Bayern Trainer. Bis jetzt hat er nur maximal Mittelklasse Vereine trainiert. Als Branchenprimus brauchen wir einen International auf Top-Niveau erfahrenen Trainer. Wobei mir sein Spielstil gefällt, eine sehr erfrischende Art Fußball spielen zu lassen.

    3. Dakury

      ich werfe noch den Trainerstab von RB Salzburg in die Auswahl mit rein.

  21. Vobius

    Die Diskussion scheint abzugleiten. Erstmal, danke Felix für diesen guten Kommentar, in dem du aussprichst was vielen, nicht nur erst seit heute mittag nach den Tuchel News, auf der Seele brennt. Die Nervern des ein odern anderen liegen Blank, nachdem unsere Führung heute mal wieder richtig abgewatscht wurde. Das merkt man auch an den aufgebrachten Gemütern, u.a. bei Twitter oder auch hier. Ist ja seit Dezember eben wieder richtig FC Hollywood. Erst Trainer raus, dann ein Neuer, wer solls machen? Viele im Gespräch, Uli zaubert! Wär hätte das geacht, aber wie lang hält der Jupp das noch aus? Aber wer dann und wann rücken wir damit raus? Nach der Winterpause, ne doch dann Ende Februar oder doch erst März? Ach Jupp, magst du nicht doch noch bitte? Nur ein Jahr, was macht das schon aus in deinem Alter. Ruhe verträgst du doch gar nicht, ist doch viel zu langweilig wenn man nicht jeden Tag mittendrin steckt, oder?
    Ist schon ein bisschen Schmierenkomödie…

    Jetzt sind wir auf jeden Fall schon mal einen Schritt weiter, weil wir alle klar wissen:
    1. Tuchel wirds nicht. Da sind doch auch einige ganz froh drüber, weil er ja menschlich so ungeheuer schwirig, stur und moralisch korrekt sein soll. Das hätte bei uns ja überhaupt nicht gepasst und nur zu Problemen geführt.
    2. Wer an den seit Monaten an den in der Schublade liegenden Masterplan glaubte, war zu optimistisch und naiv, denn den gibt es nicht und gab es wohl auch nie. Aber denkt euch nichts, nahmenhafte Experten und meine wenigkeit waren ja auch der Meinung, weil wir uns vom Glanz und Glamour haben blenden lassen. Aber das ist der eigentliche Skandal, dass der FC Bayern und seine Führung es wieder geschafft haben, sich als absolute voll Trottel darzustellen.

    Gut, wir sprechens jetzt einfach mal aus: Nagelsmann wissen wir kommt sicher nicht im Sommer. Kovac will kein Plan C sein und lieber mit Frankfurt CL spielen. Löw bleibt vorerst Bundestrainer nach einer erfolgreichen WM. Hasenhüttel wechselt nach England (nachdem Tuchel ja wohl doch zu PSG geht). Pochettino fragt sich Bayern who? Sprich alle anderen Kandidaten sind entweder auch schon längst woanders untergekommen oder haben einfach was besseres vor.

    Da hilft doch eigenltich nur, wir gewinnen die Champions League und tragen jede aber auch noch so blöde Entscheidung mit freude durch den Sommer.

    Viel Freude beim weiteren spekullieren und grübeln, lamentieren, streiten und lachen wünscht euch

    Vobius

  22. kita

    Es ist doch völlig wurscht wer Trainer wird. Schaut euch doch die Bundesliga an. Völlig desolat, hat zzt. Ne Attraktivität wie Frankreichs League 1.
    Wer national alles in Grund und Boden spielt, kann international nie was reißen.
    Deswegen beruhigt euch, irgend einer wird’s schon werden

    1. Olorin

      Unser Vorsprung ist nicht größer als in den letzten fünf Jahren. Und wenn wir in den letzten Jahren deiner Ansicht nach international nix gerissen haben, dann ist deine Erwartungshaltung leider derartig überhöht, dass sich im Grunde jede Diskussion erübrigt. Wir blicken zurück auf die erfolgreichsten fünf Jahre seit Mitte der Siebziger (national wie international) und manche reden von international nix gerissen. Wartet mal ab wie das ist wenn wir wirklich mal ne Krise international haben. Da werdet ihr euch nach serienmäßigen CL-Halbfinals sehnen.
      Wenn wir in den nächsten Jahren international abgehängt werden (und ja, danach sieht momentan alles aus, aber nicht wegen der Lage in der Buli) dann können wir uns nicht hinter der vermeintlich schlechten Konkurrenz verstecken. Ja, die Buli ist momentan kacke. Aber das ist weder Ausrede noch Entschuldigung.

      1. kita

        Selbstverständlich muss Bayern auch in der Bundesliga gefordert werden damit sie dann mittwochs auch ihre beste Leistung abliefern können. Die letzten fünf Jahre haben sie immer mehr davon gezerrt was sie sich seit 2009 aufgebaut haben. Da gab es auch noch den BVB und viele andere Mannschaften die ihre besten Spieler halten konnten und dadurch Bayern auch sehr gefordert haben. Wenn du der relativ nicht ins Auge sehen kannst dann kann ich dir auch nicht helfen.

      2. Olorin

        “Selbstverständlich muss Bayern auch in der Bundesliga gefordert werden damit sie dann mittwochs auch ihre beste Leistung abliefern können.”

        Das ist eine komplett unbewiesene Behauptung, die manche auch schon umgekehrt gestroffen haben. Ich denke auch, dass eine stärkere Liga für unser Abschneiden wünschenswert wäre. Aber so zu tun, als wäre das der alles entscheidende alleinige Faktor ist schon recht absurd. Wenn überhaupt ist es ein winzig kleines Kriterium unter tausenden anderen.

      3. Beobachter

        Man kann das Ganze auch umdrehen: Ist die Liga zu stark und man will um die Meisterschaft mitspielen, dann dürfte das in der CL auch nicht so gut sein (PL). 1-2 richtige Gegner (PD) sind sicher nicht verkehrt. M.E. ist der vorrangige Punkt aber nicht so sehr die Wettkampfhärte (oder wie immer man das beschrieben will), sondern die Attraktivität der Liga: In eine langeweilige Liga musst die guten Spieler mmit viel Geld reinkaufen.

      4. Vobius

        Unterm Strich kann man sagen, dass eine Statistik nicht lügt. An den CL Siegern der letzten 20 Jahre (Spanien 10, England 4, Deutschland 3, Italien 2, Portugal 1) und den Finalisten der letzten 20 Jahre (Spanien 15, England 11, Deutschland 8, Italien 8, Portugal 1, Frankreich 1) lässt sich schon sehr gut, die stärke der Ligen vergleichen. Das der 3. der Spanischen Liga der aktuelle Rekord CL-Sieger ist spricht für sich, auch das wir jetzt im Viertelfinale auf den 6. der Spanischen Liga treffen.

        Für mich liegt es eher an der Art wie in den Ländern fussball gespielt wird. Also welche Systeme die anderen beherrschen. Selbst Pep hat ein Jahr gebraucht um das englische System zu verstehen. Jetzt wo er verstanden hat, dass der englische Power Fussball mit über 90 Minuten schnell nach vorne rennen, schnell passen und aus allen Lagen schießen zum erfolg führt, steht er nicht nur mit 16 Punkten vorsprung an der Tabellspitze sondern auch zu recht als absoluter Top Fovorit im CL Viertelfinale.
        In Spanien wird mit Abstand der technisch hochwertigste Fussball gespielt. Das Spiel mit dem Ball fängt beim kleinen Bub an und jedes Trainig hat immer mit dem Spiel am Ball zu tun. Das dieser Fussball über alle Systemen steht liegt daran, dass der Gegner einfach keine Chance bekommt.

        Das wir finanziell hinter diesen beiden Ligen geblieben sind und in Zukunft noch weiter bleiben werden ist offensichtlich. Daher muss wieder ein Konzept von Fussball geschaffen werden das uns freut. Der Fussball muss endlich wieder ansehnlich werden. Wenn ich mir beim Top Spiel Leipzig gegen Dortmund anschaue und denke was für ein Grottenkick das ist und der Rest von Deutschland sich denkt, der FC Bayern holt für uns international die Kohlen schon aus dem Feuer, zeigt das die sehr bedohliche Situation.

  23. Ist denn überhaupt schon irgendetwas offiziell? Worauf stützt sich der verlinkte Artikel?

    1. Olorin

      Was soll denn deiner Meinung nach offiziell werden? Glaubst du Bayern macht ne Pressekonferenz dazu, dass man noch keinen neuen Trainer hat?

      1. Stimmt schon dass da nichts von Bayerns oder Tuchels Seite kommen wird, falls es wirklich so ist wie alle vermuten. Wenn doch alles unter Dach und Fach sein sollte zwischen Tuchel und Arsenal/PSG/wemauchimmer, warum kommt dann von denen keine Pressemeldung?
        Solange nichts zu 100% bestätigt wurde, sollte man nicht drüber diskutieren. Vor kurzem hieß es ja auch noch aus mehreren Quellen, dass Tuchel definitiv Trainer bei uns wird.
        Vielleicht ist das aber alles auch nur der letzte Strohhalm, an den ich mich klammere

      2. Olorin

        Dein Wort in Gottes Ohr :) Wäre toll wenn du Recht hast, ich würde mit Freude Abbitte leisten für meine bisherigen Kommentare.
        Wirklich glauben kann ich es allerdings nicht. Ja, unsere Medien schreiben viel und da ist sehr oft auch viel Müll dabei. Aber dass sämtliche relevanten Medien, auch gewöhnlich seriöse, übereinstimmend kompletten Schwachsinn berichten kann ich mir nur ganz schwer vorstellen. Es gab nunmal leider mehr als ein paar verstreute Berichte…

  24. Jo

    Oh, hat Dr. Pawlow wieder sein Glöckchen geschlagen?
    Oder war sonst was?

  25. Jörg

    Könnte es denn nicht auch sein, dass die Gerüchte um Tuchel zur Ablenkung am köcheln gehalten wurden? Angeblich sind Hoeneß / Rummenigge doch so gut vernetzt und hatten nun erfahren, dass Tuchel inzwischen mit einem anderen Verein verhandelt. Um nochmal Öl ins Feuer zu gießen, wurde dieser zu einem Gespräch eingeladen, welches er erwartungsgemäß selbst abgesagt hat. Falls der kommende Trainer in die Kritik gerät, nach dem Motto “hättet ihr lieber den Tuchel geholt”, kann man jetzt immer darauf verweisen, dass er es war, der nicht wollte.

    Für mich sieht es nach einem Engagement von Joachim Löw aus. Dazu passen:
    – die Transfers von Wagner und Goretzka
    – er ist ein deutscher Trainer
    – Löw´s Antwort nach einem Länderspiel, ob Nagelsmann Trainer in München wird “dann wäre er mein Nachfolger”
    – das hin und her von Heynckes, weil möglicherweise intern bezüglich der Saisonvorbereitung verhandelt wurde, wo Löw zur WM und nachher im Urlaub ist
    – es soll keine Unruhe bei der WM-Vorbereitung entstehen

    1. Das mag sein, ändert aber nichts an der Situation, dass wir, so wie es aktuell aussieht, ab Sommer keinen passenden Trainer haben und der (offensichtlich auch nach Meinung der meisten Leser hier) am besten geeignete Kandidat gerade abgesprungen ist. Die eigene Unfähigkeit zu überspielen zu können ist sicher eine Qualität, löst aber hier nicht das eigentliche Problem.

  26. Schwarzenbeck

    Also vor ein paar Jahren musste ein Spieler des FC Bayern mal ordentlich blechen, weil er in einem Interview eine Philosophie auf Klubseite anmahnte. Vielleicht legt jemand Kalle und Uli das Ding bei Gelegenheit nochmals auf den Tisch. Ich will nach einmal “gar nix” und einmal “kein Stress, das hat immer funktioniert und wird auch diesmal funktionieren” eine Entscheidung, die unterstreicht, wo die Reise hingehen soll. Allein, so wie sich die Führung gerade anstellt, habe ich da doch arge Zweifel.

  27. wipf1953

    @FELIX, ein gewagter Artikel. Denn in der Tat arbeitet Bayern seit langer, langer Zeit nur noch hinter den Kulissen. Dass Transfers wie die von Wagner und Goretzka wenigstens kurz in der Öffentlichkeit andiskutiert wurden, bevor die Katze aus dem Sack war, ist so in etwa das “größte Datenleck”, was der FC Bayern überhaupt noch zulässt.

    Wo der Artikel recht haben “dürfte” (ich weiß es natürlich ebenso wenig wie 90% aller übrigen Bayernfans) ist, dass Rummenigge und Hoeness nicht in eine Richtung laufen. Hoeness – m.E. aufgrund des Straf- und Steuerverfahrens – umgibt sich nur noch mit den “ganz alten Freunden”. Rummenigge ist der Modernere, der allerdings öfter mal danebenliegt (Klinsmann, Ancelotti). Rummenigge hat wahrscheinlich mehr Ahnung vom modernen Fußball, aber er hat den “Bauch” des FC Bayern auch nach 40 Jahren noch nicht ganz kapiert.

    Ein Mann wie Tuchel ist ja nicht blöd. Bayerntrainer kann der auch noch in fünf oder zehn Jahren werden – und dann wird sich der Verein wohl ganz anders präsentieren, mit ganz anderen Köpfen und Strukturen.

    Mein Tipp – und das passt IMHO schon zu unserem “FC Hollywood” – Hitzfeld machts für ein Jahr und dann kommt Jogi.

    1. Jester

      Hitzfeld war doch schon so clever und hat Dortmund abgesagt. Und er war ja, ähnlich wie Jupp, schonmal der Retter. Ein drittes Mal kann ich mir nicht vorstellen. Und dann wäre ihm auch nicht zu helfen …

      Ich spekuliere mal ganz frech mit: Matthias Sammer macht es für ein Jahr. Ich glaube er hätte wieder einen Reiz an der Traineraufgabe. Gerade nach den Strapazen der letzten Monate … – vor allem hat er Pep hautnah erlebt und hat ja selbst seine Erfolgte auf dieser Position vorzuweisen …

      Wenn UH nun doch von seinem hohen Roß runter gekommen wäre und mit Thomas Tuchel gesprochen hätte, bzw. ihn engagieren wollte, dann sollte einer Aussprache zwischen UH und Sammer nichts im Wege stehen …

    2. Olorin

      “Denn in der Tat arbeitet Bayern seit langer, langer Zeit nur noch hinter den Kulissen. Dass Transfers wie die von Wagner und Goretzka wenigstens kurz in der Öffentlichkeit andiskutiert wurden, bevor die Katze aus dem Sack war, ist so in etwa das “größte Datenleck”, was der FC Bayern überhaupt noch zulässt.”

      Insbesondere Goretzka haben doch Monate vor der Verpflichtung schon die Spatzen von den Dächern gepfiffen.

    3. wipf1953

      Sammer wäre auch eine Idee, aber da ist die Gesundheitsfrage. Wäre er wirklich im Rennen, wäre jetzt nicht Heynckes Trainer.

      Gerade weil die zwei so oft unterschiedlicher Meinung sind, halte ich Löw für einen heßen Tipp. Auf wen sollen sie sich sonst einigen? Conte, Pochetttino etc., das ist IMHO alles derzeit nicht vorstellbar.

      Löw wird nicht diesen Sommer anfangen, sondern allenfalls 2019. Es wird also einer kommen, der ohne Gesichtsverlust nach 12 Monaten wieder auf seinen Bauernhof, sein Weingut oder seine Ranch zurückkehrt.

      @OLORIN Goretzka war keine Überraschung. Aber er war auch kein großes Thema.

      1. Tipic

        Aber würde Löw das überhaupt wollen? Oder es doch vorziehen, 2020 nochmal um den EM-Titel zu spielen, der ihm noch fehlt?

      2. wipf1953

        Vielleicht will Löw das auch erst nach der WM entscheiden.

        Gegen die Lösung Löw spricht, dass sich aktuell überhaupt kein Nachfolger für ihn als Bundestrainer aufdrängt.

      3. Vobius

        Für Löw spricht, dass er es geschafft hat, der Nationalmannschaft eine Fussball Philosophie und ein Gesicht zu geben. Aber ob er das auch als Vereinstrainer kann und dann noch bei dem erfolgshungrigsten Club überhaupt darf? Will er wirklich seine gute Reputaion zerstören lassen weil er bei Misserfolg vom allem was schreiben kann vom Hof gejagt wird? Ich finde, es wäre eine größere Überraschung wenn er als neuer Bayern Trainer vorgestellt wird, als wenn nicht.

  28. wohlfarth

    Nur mal kurz zur Erinnerung: Wir spielen am Samstag gegen Dortmund, können mit einem Sieg die sechste Meisterschaft in Folge feiern. Am Dienstag darauf spielen wir das Hinspiel im VF der CL gegen Sevilla. In zwei Wochen spielen wir in Leverkusen, HF im DFB-Pokal.
    Echt miese Zeiten für einen Bayernfan :-)
    Man könnte fast meinen wir stehen kurz vor dem Abstieg in die zweite Liga. Kommt mal alle wieder auf den Boden.
    “Wir holen uns die Meisterschaft, wir holen uns die Schale, wir sind der FC Bayern und wir holen noch zwei Pokale”

    1. MG

      hier geht es um Visionen, nicht um Titel :-)

    2. Lukas

      Och männo wo kommen eigentlich diese unzähligen Stammtischbrüder her? Das ist ja unerträglich :-(

      1. Done

        Tja Lukas, wenn dir realistische Bayernfans nicht recht sind, die einen mittelmäßig erfolgreichen Bundesligatrainer nicht gleich zum goldenen Kalb und alleinigen Seelenretter erheben, oder in deinen überheblichen Worten “Stammtischbrüder”, dann gründe doch deinen eigenen TT-Fanclub-Blog ;-)

        Im Post von Wohlfarth sind mehr Fakten enthalten als in allen Kommentaren hier zusammen, wo es nahezu ausschließlich um Meinungen, Prognosen und Wunschvorstellungen geht.

      2. Olorin

        Ja, Wohlfahrts Kommentar enthält einige Fakten. Leider hat keiner dieser Fakten etwas mit dem Thema des Artikels oder der Diskussion zu tun. Ich könnte dir jetzt auch einen Wikipedia-Artikel über Dinosaurier verlinken, da stehen noch mehr Fakten drin…und die haben mit dem Thema der Diskussion auch genausoviel zu tun wie obiger Kommentar.

      3. Lukas

        Das ist der Punkt DONE,
        mit Fans, die einfach wollen, dass Bayern gewinnt hänge ich genug ab, mit ner halben rede ich auch gerne darüber, dass wir wieder Meister werden, im Viertelfinale stehen usw. aber dieses Forum diente eben mal dazu, dass ich hier grundlegendere Infos bekomme und Fragen stellen und diskutieren kann.
        Wenn ich aber kritisiere, dass Vidal den Ball beim Pressing nicht mit dem entfernten Fuß annehmen kann und dann jemand sagt “was ist denn los mit dir, wir werden Meister!”
        “Man könnte meinen wir steigen gleich ab, komm mal wieder auf den Boden!”
        “Du magst Bayern garnicht, wenn du immer alles kritisierst”
        – Wenn GP11 als Troll beschimpft wird –

        Dies alles sind keine inhaltlich interessanten Auseinandersetzung, sondern Stammtisch. Ich weiß auch nicht was daran arrogant sein soll, ehrlich gesagt. All das, was WOHLFAHRT schreibt, hat nichts mit dem Thema oder den Problemen des FCB zu tun.
        “Wir stehe im Halbfinale”
        “Wir sind immer noch ganz toll, ich will nicht lesen, dass wir unsere Seele nach Katar verkaufen”
        Diese Probleme Wegzureden, indem man sagt was alles toll ist, ist Stammtisch oder CSU oder wie du es sonst nennen willst Niveau.

      4. wohlfarth

        Themaverfehlung? Okay, hast recht. Ich wollte euch nur mal wieder in die Realtät zurückholen. Wie mir scheint, sind hier viele weit weg vom ursprünglichen fandasein und befinden sich geistig in einem imaginären Managerspiel.
        Wer nächstes Jahr Trainer ist, interessiert mich jetzt nur am Rande. Erstmal gilt es ein paar Schlachten zu schlagen und möglichst viele Titel zu gewinnen.

      5. Beobachter

        @Lukas: Das ist das alte “Problem” (absichtlich in Anführungzeichen, weil ein echtes Problem ist es nicht, nur ein Umstand, mit dem man sich arrangieren muss und auch kann, sofern beide Seiten die nötige Tolereanz aufbringen ;) )ist überspitzt: die einen wollen Fußball vor allem erleben und konsumieren, jetzt jubeln, vielleicht noch in der Vergangenheit schwelgen und zukünftige Triumphe herbeisehnen. Die anderen (das dürfte die jüngere Gruppe sein) wollen inhaltlich diskutieren, sei es über Taktik, Technik, Strategie.
        Freilich gibt es Schnittmengen, aber grundsätzlich können beide Seiten oft wenig miteinander anfangen. Das hört man ja oft ggü. Seiten wie Spielverlagerung: das seien abgehobene Freaks und das habe mit dem “richtigen” Fußball bzw. “ursprünglichen fandasein” nichts zu tun, sondern sei ein “imaginäres Managerspiel”. Ich bin da ganz bei Dir, aber die Seiten bekommst Du nicht zusammen. Ich finde es ok, dass sich jemand nur bei Bier und Bratwurst über die gegenwärtige Lage freuen möchte, am Montag kurz über den Trainer schimpfen oder alles toll finden will. Für mich ist das auch eher nix. Natürlich freue ich mich über die Meisterschaft, aber mir macht es eben auch Spaß kritisch oder affirmativ über Strategie, Taktik und alles mögliche zu reden. :-)

      6. Hehe, ich kenne die Problematik auch. Mit dem Schwiegervater Fußball zu gucken ist auch immer eine helle Freude :D Aber ich gebe auch zu, dass ich mich mit den Kommentaren von z.B. Wohlfarth oder Kurt selten anfreunden kann und das hier eine der wenigen Seiten im Netz ist, auf der ich freiwillig und gerne alle Kommentare lese, weil hier oftmals fruchtbare Diskussionen vorherrschen. Ist immer ein bisschen schade, dass diese dann entweder von “kommt mal wieder runter”-Kommentaren oder von großer Aufregung, weil GP11 mal wieder etwas überspitzt formuliert unbequeme Wahrheiten auf den Tisch gebracht hat, unterbrochen bzw. gestört werden.
        Das schöne ist ja, dass man die Wahl hat, entweder “nur” zu genießen und sich mit den taktischen Details gar nicht zu befassen, oder sich eben mit Taktik, Planung etc. zu beschäftigen. Ich habe z.B. überhaupt kein Interesse daran, ins Stadion zu gehen. Hab ich mehrmals ausprobiert und muss konstatieren: nicht mein Ding. Ich kann aber dennoch verstehen, wenn jemand total geil darauf ist :)

    3. wohlfarth

      Wird wohl so sein. Erinnert mich etwas an 2013 als die ultras alles boykottieren, nur am maulen waren und der Boulevard nur über den neuen Trainer Pep und dessen Auswirkung auf die Strukturen des FC Bayern schwadronierten, während die Mannschaft von Sieg zu Sieg eilte und das Triple holte. Wäre vor lauter Diskussionen und Visionen fast untergegangen.

      1. Vobius

        Als Fan der mit seinem Verein Erfolge wie auch Misserfolge miterlebt hat, ob Live im Stadion, in der Kneipe oder zuhause beim kranken Kind, hat absolut das Recht, die Politik und das Verhalten der Verantwortlichen dieses Vereins kritisch zu hinterfragen. Darum geht es hier. Wenn jemanden egal ist, dass sein Verein dank Katarischen Öl Millionen zu einem der 4 reichsten Clubs der welt gehört und es trotzdem nicht fertig bringt ein seriöses und vorbildliches öffentliches Bild abzugeben, der kann sich ruhig ein 0:0 gegen Hertha schön saufen. Die anderen diskutieren halt gerne. Fans, insbesondere Ultras haben durch Ihre Zusammengehörigkeit die Macht ob Dinge aufmerksam zu machen, die sonst vergessen werden würden. Der eine boykottiert, der andere geht nur noch zu den Amateuren, der eine kauft keine Trikots für 80 Euro, der andere äußert seinen Unmut gerne in Foren.
        Aber versprochen, beim Sieg über Sevilla feiern wir alle wieder zusammen. Auch wenn wir wissen, dass der nächste Trainer nicht Tuchel heißt oder vielleicht sogar deswegen ein bisschen mehr. Aber glaub mir, bei einem Ausscheinden ist das Geschrei wieder groß.

  29. Bayernmöger

    Ich möchte immer noch an den “großen Plan, der im Hintergrund schon eingetütet ist” glauben. Aber wenn nach einem solchen Bohei die Lösungen Hasenhüttel oder Kovac heißen, würde das irgendwie sehr schal schmecken. Das kann nur noch mit einer Knaller-Lösung übertüncht werden: “Klopp-Löw-Pep-Rückkehr” oder sowas. Ich bin sehr verwundert. Mal ehrlich: wenn wir vor einigen Jahren einen wie Tuchel haben wollten, haben wir den auch bekommen. Offensichtich vertrauen UH und KHR noch darauf. Aber die Globalisierung ist auch in der BL angekommen. Alle sprechen ausreichend Englisch (außerCA). Wir konkurrieren nicht mehr nur in der BL um Trainer und Top-Spieler, sondern mit allen ausländischen Top-Vereinen. Und darauf muss man Antworten finden. Wenn nicht, droht der GAU: in der BL unschlagbar und in der CL chancenlos. Das wäre die Langeweile pur. Aber noch ist ja Hoffung – der Brazzo macht das schon….;-)

    1. rotweiss

      btw: CA spricht ziemlich gutes englisch, nur sein italienischer akzent ist halt nicht wegzukriegen…

    2. Tipic

      Einen innovativen Trainer wie Guardiola oder Tuchel bekommen wir wieder, wenn Lahm Vorstandsvorsitzender ist.

    3. Vobius

      Hab ich jetzt schon öfters gelesen. Warum sollte den eigentlich Klopp kommen? Also gut, er spricht deutsch und ist mit seinem Fussball erfolgreich. Aber den wollen doch bitte noch weniger haben als TT? Vielleicht hängt da an beiden noch zu viel gelbe Schlacke dran, an Klopp aber wohl sicher mehr. Außerdem macht der in Liverpool einen super Job, lässt tollen Fussball spielen, ist 3. in einer unheimlich starken Liga, hat die CL nächstes Jahr so gut wie sicher und steht in Europa unter den besten 8. Also warum sollte er gehen und zum Chaos meets nationale Langweile Club wechseln?

    4. Also dass beide eine Vergangenheit beim BVB haben, ist mir ehrlich gesagt ziemlich Latte, und sachlich nüchtern betrachtet sollte das bei allen so sein. Tuchel wäre halt systemtechnisch eher derjenige, der die DNA des Fußballs, die hier gespielt wird bzw. werden soll, nicht grundlegend verändern würde, darum also klar favorisiert.

      1. Vobius

        Es wird in Zukunft schon interessant sein, sehen zu können was Tuchel mit entsprechendem Spielermaterial anfangen kann. Da gebe ich dir recht, fachlich und taktisch hat er es absolut drauf. Aber wir wissen ja jetzt, dass er ja erstmal nicht Bayern-Trainer wird. Ich kenne übrigens genug Bayern Fans die sich Tuchel nicht vorstellen konnten, weil sie in absolut nicht mögen. Bei Klopp ist das noch viel extremer.

  30. Ludwig

    Ich komme aus Ungarn, und bin seit ca. 20 Jahre Fan des FC Bayern. Ich habe also auch schon einiges erlebt. Aber…
    Ich weiss nicht, ob wann habe ich unsere Führungsetage so handeln gesehen. Ich fasse es nicht. Unglaublich… Kaum zu glauben… :-(
    Ich muss mein Hut vor Uli Padre aufheben, aber seit er wieder da ist… Unglaublich… Ich weiss auch, dass er “noch zu jung dafür, diese ganze Dinge loszulassen”, er ist aber manchmal zu viel.
    Im Frühling 2017 konnten die beiden Alphatieren keine gemeinsame Nenner finden. KHR wollte Lahm als “Frühstücksportdirektor”, Uli hat sein Veto eingegeben. Uli wollte Eberl als Sportvorstand, gab es aber keine einzige offizielle Angebot für ihm. Und sehr viele Menschen hat gehesen, und manchmal gelächelt, wenn Eberl sagte: es ist nix darüber zu sprechen. Und er hatte Recht! Warum? Weil unsere Chefetage vielleicht keine Eier hatte…
    Und was passierte später? Brazzo wurde (nach zahlreichen Absage auch von z.B. Oli Kahn, Thomas Linke, etc.) installiert, und was macht er eigentlich (außer die Interviews, wo er die meiste Fragen einfach ausweicht)? Hat er seinen Platz schon gefunden? Oder er ist auch ein Platzhalter, bis Philipp oder Max sich überlegen wird?
    Und jetzt diese Trainerfrage… Die Vereinsführung hatte mindestens 5-6 Monate, mit jemandem zu vereinbaren! Und was sehen wir jetzt? Koan Trainer!
    Man könnte natürlich sagen (und hätte vielleicht auch Recht), dass es vielleicht doch besser ist, Tuchel nicht einzusetzen, weil unsere Erfahrungen ganz genau zeigen: wenn ein Trainerkandidat bei uns schon während der Verhandlungen keine 1000% Unterstützung von Uli Padre hat – dann hat der Trainerstuhl schon gewackelt, ohne der “Chosen One” einmal schon darauf gesitzt hatte… Gutes Beispiel dafür Jürgen Klinsmann…
    Aber es könnte nicht sein, dass Uli nur und ausschließlich allein entscheiden möchte! Und sofern ein Trainer ihm nicht 100% gefällt, dann stricht er sofort von der Liste, anstatt eher ein konkretes Gespräch mit ihm zu führen!
    Ich kann für Felix zustimmen: “Entweder sie hatten im Hintergrund einen Masterplan, den sie noch nicht öffentlich machen konnten oder aber sie hatten schlichtweg keine Vision, wie dieser Verein in der Phase nach Heynckes’ Amtszeit Nr. IV aussehen sollte.”
    Ich hoffen aber, dass es einen guten Ausweg/Lösung/Masterplan doch geben wird…!

  31. Bernhard

    Sollte es mit Tuchel nicht klappen, wäre ich für Bielsa. Könnte in jeglicher Hinsicht interessant werden.

    1. Bernhard B.

      Wer ist Bielsa? Kannst du ihn kurz beschreiben?

      1. Olorin

        Marcelo Bielsa ist ehemaliger Trainer der argentinischen und chilenischen Nationalmannschaft sowie von Athletic Bilbao. Sein Spitzname ist nicht ohne Grund El Loco (“der Verrückte”)-er ist der vermutlich extremste Trainer auf dem Markt, menschlich wie taktisch. Taktisch lässt er ein extrem aggressives Angriffspressing spielen, das mannorientiert angelegt ist: In der Abwehr hat man stets einen Spieler mehr als der Gegner Angreifer hat, ansonsten wird der Gegner schon an dessen Strafraum mannorientiert hochaggressiv unter Druck gesetzt. Entsprechend wechselt Bielsa gegnerabhängig zwischen Dreier-und Viererkette. Mit Ballgewinn setzt er auf blitzschnellen und im Erfolgsfall wunderschönen Kombinationsfußball. Wohl auch deshalb bezeichnete ihn Guardiola mal als besten Trainer der Welt.

        Ob er nach München passt bezweifle ich fast so sehr, wie dass Bayern an ihm oder er an Bayern Interesse haben könnte. Sein großes Vorbild ist Louis van Gaal, und alle Bayern die van Gaal oder gar Tuchel für menschlich schwierig hielten würden bei Bielsa ihr blaues Wunder erleben. Es gibt wohl keinen so perfektionistischen und akribischen Taktiktüftler wie ihn, er hat in meinen Augen schon etwas authistisches an sich. Seine Haltung zu den Medien ist feindlich, er gibt keine Interviews und ist in Pressekonferenzen quasi immer genervt. Passt ihm etwas nicht steckt er sicher nicht zurück, sondern vertritt scharf seine Meinung und schmeißt im Zweifelsfall hin. Wohl auch aus diesem Grund war kein Engagement bei einer Vereinsmannschaft bisher von Dauer. So trat er bei Lazio Rom etwa nur wenige Tage nach Amtsantritt zurück, da ihm einige Spieler nicht geholt worden waren, die er hatte haben wollen. Er hat bisher nur in romanisch-sprachigen Ländern gelebt und gearbeitet, von Deutsch oder Englisch Kenntnissen weiß ich zumindest nichts. Auch wenn es zugegebenermaßen eine sehr witzige Vorstellung ist, einen solchen Trainer im Spannungsfeld Bayern München zwischen übertriebener sportlicher Erwartungshaltung von Fans und Medien einerseits und andererseits einem Präsidenten mit Heimweh nach seinem Spezi Jupp zu sehen, halte ich Bielsa doch aus den aufgeführten Gründen für keine denkbare Lösung. GP11 würde wohl jubilieren, ich fände es auch cool und würde es wahnsinnig interessant finden, aber die konservativen Kräfte in Führung und Umfeld hätten wohl schon nach wenigen Tagen einen Herzinfarkt und würden sich einen Normalo wie Pep wünschen ;)

      2. Eigentor

        Darf ich mit einigen Stichworten aushelfen?
        Marcelo Bielsa trainerte sechs Jahre lang die argentinische Nationalmannschaft, danach vier Jahre die chilenische. Als Vereinstrainer übernahm er danach Athletic Bilbao, Olympique Marseille und bis voriges Jahr OSC Lille.
        Spitzname: „el loco“ , der Verrückte. Steht für hochenergie-Pressing, Tempo und Aggressivität.
        Gilt als taktisches Genie, ist stur, beratungsresistent, hatte bei allen Vereinen Schwierigkeiten mit dem Vorstand, gibt Van Gaal‘s Ajax-Mannschaft als Vorbild an.
        Sorry, sind nur Stichworte.
        Hochinteressanter Trainer, aber nix für unseren Vorstand.

      3. Eigentor

        Sorry, als ich meine Stichworte hochlud, war Olorins ausführliche Beschreibung für mich nicht sichtbar.

      4. Eigentor

        @Olorin
        Anstelle von Bernhard B danke ich Ihnen für Ihre ausführliche Beantwortung der Frage.

      5. Olorin

        Gern geschehen, keine Ursache

  32. Lukas

    Ich weiß nicht ob alle das Spiel gegen Spanien gesehen haben? Also das Tuchel nicht kommt ist ein schwerer Schlag, aber für mich bleibt dadurch immer noch die Hoffnung, dass es Löw wird. Der gehört sowieso zu den besten Trainern, die aktuell auf der Welt eine Topmannschaft trainieren. Das Argument, dass er keine Vorbereitung hätte ist zwar richtig und das ist auch ein Problem, aber ich denke, man sollte das in Kauf nehmen.

    -Löw spielt beim Aufbau des Gegners ähnlich wie Sarri. 5-6 Spieler stehen ganz offensiv, ohne aber “kloppisch” zu pressen. Dann wird situativ zugegriffen, aus dem Rücken des Gegners, oder wenn es sich durch kleine technische Fehler anbietet.

    -Bei Ballverlust lässt er auf eine tuchelsche/guardiolarsche Art Gegenpressen, d.h mannorientiert, aber im Raum, voll drauf bis der Ball hinten rausgeschlagen wird.

    -Im Spielaufbau lässt er ein geniales Positionsspiel von der Leine, welches fast eine Weiterentwicklung Guardiolas ist, nämlich das Hohe Bälle nicht nur aus der Not, sondern gesamtmannschaftlich bewusst gespielt werden und jeder dann weiß, was zu machen ist.

    Ich finde das unglaublich wie gut dieser Mann ist. Noch ein “historisches” Argument für Löw.
    -Fusball bis 2008: 4:4:2
    Löw spielt bei der EM im 4:5:1, verdichtet das Mittelfeld, zieht die Außenverteidiger weiter vor. (Danach spielt die ganze Welt 4:5:1)

    WM 2010 Löw lässt Umschaltfußball nach situativem Pressen spielen. Die Spielweise wird ein Trend, Klopp gewinnt 2 mal die deutsche Meisterschaft

    Em 2012. Löw will Ballbesitzfußball spielen, die Mannschaft ist aber noch nicht reif genug.

    WM 2014. Löw lernt aus seinem Fehler, stellt auf ein Asymmetrisches 4:3:2:1 um, verzichtet auf den totalen Ballbesitz. Wieder spielt er mit den modernsten Fußball.

    EM 2016. Löw spielt eine Mischung aus Guardiola und Tuchel. Deutschland macht Italien und Frankreich (vor allem HZ 1) so dermaßen fertig wie ich es mir nicht hätte träumen lassen. Das Schwein und Boateng bock auf Handball haben, konnte keiner ahnen… sonst wäre D wohl Europameister geworden. Sind sie aber nicht, denn: so ist Fußball :-)

    Naja wie auch immer, Löw ist so ein unglaublich guter Trainer…. Ich kenne zumindest keinen anderen der alle zwei Jahre anderen, optimal an die Spieler angepassten, sehenswerten Fußball spielen lässt (grüße an Mou)

    1. Mehmet68

      @ Lukas: Gute Analyse eines Trainers, der in einem anderen Land Volksheld wäre. Meine klare #1, auch wenn ich es nicht für realistisch halte, dass er sich mit UH zoffen will.

    2. Done

      Volle Zustimmung. Löw wäre für mich die Ideallösung und ich denke, er wirds auch werden. Bei TT wäre ich mir nicht sicher, ob es nicht einen Klinsmann-ähnlichen Verlauf gegeben hätte.

    3. Danke für die Analyse! Hab ich noch gar nicht so gesehen. Ich gebe zu, mich beim Fußball auf Verbandsebene immer mehr von der Stimmung mitreißen zu lassen als auf die strategischen und taktischen Details zu achten, wie ich das bei den Bayern zelebriere, insofern habe ich das noch gar nicht so wahrgenommen, wenngleich natürlich auffällt, dass Löw sehr viel sehr richtig gemacht hat.

    4. Liza

      Ich stimme im Wesentlichen zu: Ich habe Löw auch lange unterschätzt und muss sagen, dass er in der Tat immer gut auf Trends reagiert und je nach Spielermaterial taktisch angepasst hat. Ich würde aber schon eher sagen, dass Löw eher reagiert/aufgreift als wirklich neue Trends selbst zu initiieren. Bei der Kausalkette Löw -> Klopp etwa wäre ich sehr zögerlich, sie mitzugehen. Klopp hat das meiner Erinnerung nach auch schon vorher spielen lassen (halt nur nicht so erfolgreich).

      Das soll aber gar keine Kritik an Löw darstellen: Als Trainer einer NM hat man imho schlicht keine Zeit und Mittel, um grundsätzlich neue Systeme einzuüben. Es empfiehlt sich daher, dem Spielerkern (aka Bayern+Dortmund) bekannte Systeme aufzugreifen und für das Mannschaftsgefüge zu adaptieren. Und dies hat er in der Tat hervorragend gemacht in den letzten Jahren. Die Umstellung auf den Vereinsfußball wäre natürlich dennoch enorm und prinzipiell mit Unsicherheiten behaftet. Eine bessere Lösung hätte ich aber nach Tuchels Absage nicht, daher von mir aus gerne her mit Löw.

    5. Beobachter

      Ich bin bei Löw ehrlich gesagt etwas skeptisch. Klar ist er sicher kein schlechter Trainer, aber ich frage mich immer, kann man so einfach ins Tagesgeschäft reinfinden? Das ist doch von der Arbeit etwas ganz anderes. Klar hat LKöw auch schon mal Vereine gecoacht, aber das ist nun fast 15 Jahren her. Aber kann natürlich auch funktionieren.

      Das andere: ich bin auch etwas skeptischer, was seine Trendsetterfähigkeiten angeht. Er adaptiert unbestritten gut (er ist gewissermaßen ein early adopter) aber das 451 habe doch die Spanier recht früh gehabt, oder?

    6. Tipic

      Löw wäre mit Sicherheit eine gute Lösung. Aber es stellen sich doch zwei Fragen:
      – Macht er nach der WM überhaupt Schluss als Bundestrainer? Der EM-Titel fehlt ihm ja noch, und die Aussichten darauf wären mit dem Kader, der sich für die nächsten Jahre abzeichnet, nicht schlecht.
      – Und falls er tatsächlich als Bundestrainer zurücktritt, würde er dann überhaupt zum FCB gehen? Es ist doch dasselbe wie bei Tuchel: Inzwischen ist es einfach nicht mehr so, dass Bayern jeden Trainer, den es möchte, auch bekommt! Wenn Löw auf dem Markt wäre, gäbe es mit Sicherheit einige hochkarätige Konkurrenten wie Real, Chelsea, ManUnited, PSG …

    7. Lukas

      Das mit dem Tagesgeschäft bei Löw wäre auch mein größtes Bedenken.
      Die Kausalkette Löw –> Klopp war garnicht kausal gemeint, sondern eher, dass Löw immer am Zahn der Zeit agiert ;-)

    8. Vobius

      Meine größten Bedenken sind auch, dass Löw als sehr guter Bundestrainer nicht automatisch auf ein guter Vereinstrainer ist. Da gehört einfach mehr dazu, als aus den besten verfügbaren Spielern den aus den Vereinen zeitgemäßen Fußball spielen zu lassen. Klar kennt er den Bayern Kern (Müller, Boateng, Hummels, jetzt auch Kimmich) ja schon lang, das würde dafür sprechen. Vielleicht könnte er ja sogar seinen Liebling Kroos wieder zurückholen? Auf jeden Fall ist er jetzt eigentlich noch die beste, ja wenn nicht sogar die einzige deutschsprachige Option.

  33. Marco05

    Na hier ist ja was los…

    Also der Reihe nach: Das Heynckes im Sommer aufhört dürfte auch Hoeneß mittlerweile seit Wochen klar sein. Vor einiger Zeit hatte er ja noch geäußert, “keinen Plan B” zu haben. Sollte er den dann bis letzten Freitag wirklich noch nicht gehabt haben, müsste man ihn eigentlich wegen vereinschädigendem Verhalten Belangen.

    Da man ja nichts weiß, muss man jetzt aktuelle alles mutmaßen. Ich mutmaße, dass man nicht von der Tuchel-Etscheidung – so diese denn wirklich gefallen ist – überrascht wurde. Brazzo hat schon vor ein paar Wochen gesagt, dass man zum 1.7. “einen sehr guten trainer haben werde”. Und da war in dem Moment nicht Heynckes gemeint. Was ich mir vorstellen könnte, dass man mit Tuchel nicht überein gekommen ist und es grade sehr einseitig dargestellt wird.

    Mal dahingestellt, wie es tatsächlich gelaufen ist und Tuchel ist weg. Ich sehe ihn lange nicht so überragend wie andere. Wirklich “gerissen” hat er beim BVB ja auch nichts, aber einige verbrannte Erde hinterlassen. Dann wirds halt einer aus der Riege Hasenhüttel, Nagelsmann oder Kovac, wobei ich mittlerweile Hasenhüttl bevorzugen würde. Glaube kaum dass einer von denen sooo viel schlechter ist als Tuchel, aber allesamt besser in der Menschenführung. Außerdem vermeidet man einen Dissenz mit Hummels.

    Warten wir doch mal ab, was “am Ende des Tages” herauskommt, wenn man etwas “seriös vorhersagen” kann. Ich finde das Führungsduo hat nachdem man mit Guardiola, Ancelotti und auch Heynckes nicht vieles falsch gemacht hat einen kleinen Vertrauensvorschuß verdient. Auch wenn der durch Brazzo, Sagnol etc. ein Stück weit eaufgebraucht wurde, ein wneig ist noch da. Also warten wir noch, bis wir den Untergang das Abendlandes prophezeihen!?

    1. wohlfarth

      Endlich einer, der ein klein wenig Anteil am gigantischen Erfolg des letzten Jahrzehnts auch der Führungsriege Rummenigge/Hoeneß zuschreibt. Wenn man hier so mitliest könnte man meinen, dass die beiden es mit Gewalt verhindert haben, dass wir in diesem Zeitraum mindestens achtmal das Triple holten.

      1. Lukas

        Wirklich ein guter Punkt. Die Leistung ist gigantisch. Es wäre trotzdem nicht verkehrt zu erkennen, wann sie es nicht mehr ist… Jemand der viel geleistet hat, hat für mich nicht automatisch das recht, so lange in einer Position zu bleiben/Macht zu erhalten, wie er will. Bayern ist immer noch ein Verein und der sollte sich die Frage stellen, ob Hoeneß noch so gesund für ihn ist…

      2. Tobi

        Was genau hat Hoeneß denn getan, was dem Verein wirklich geschadet hat?

        Ich hör bei sowas öfter den Namen Lahm, aber da muss man realistischerweise sagen, dass seine Forderung nach einem Sitz im Aufsichtsrat hart an der Grenze zur Unverschämtheit war.
        Es wäre fahrlässig gewesen, einem blutigen Anfänger, diese Forderung zu erfüllen.

      3. Jester

        @Tobi
        Lahm wollte in den Vorstand und nicht Aufsichtsrat. Sprich das, was man bei einem Matthias Sammer gemacht hat, der weniger fachliches Wissen vorzuweisen hatte als ein Christian Nerlinger (immerhin Uniabschluss), dem es verweigert wurde. Eine Forderung die unter diesem Gesichspunkt dann wieder relativiert wäre.

        Versteh das nicht falsch. Ich hatte mich damals gefreut als UH wieder kommt. Mittlerweile frage ich aber auch sehr kritisch, was es dem Verein, außer Unruhe, bisher gebracht hat, dass er wieder als “Gestalter” mitwirkt?

        Es sind viele alte Wegbegleiter wieder am Start. Die Frage kann jeder für sich beantworten ob er das nun gut oder schlecht findet …

        In der Außendarstellung präsentiert man sich aber seit der Rückkehr mehr als amateurhaft.

      4. Beobachter

        Die Führungsgestalten sind 66 und 62 und niemand ist in Sicht, der die beiden beerben könnte. Nicht mit Blick auf Managementsachverstand, da mache ich mir wenig Sorgen, aber als sportpolitische Führungsfiguren. Nerlinger gescheitert, Sammer weg, andere gar nicht erst gekommen. Nun weiß man nicht, an wem das lag, aber es die Pflicht(!) der beiden, den Laden mittelfristig gut aufzustellen und das haben sie bislang erkennbar nicht gemacht. Ok Brazzo ist da, aber gut. Es verlangt niemand, wild irgendwelche Lahms in Posten zu heben, aber sie müssen mit klarer Perspektive eingebunden werden. Woran liegt das, dass das nicht passiert?

    2. Tobi

      @Jester:
      Sammer hatte aber einen ganz anderen Lebenslauf vorzuweisen, als Lahm und auch Nerlinger, durch seine, äußerst erfolgreiche Zeit, beim DFB.
      Ich sehe Lahms Forderung da nicht relativiert.
      Der nachzukommen, wäre kaum zu verkaufen gewesen.

      1. Jester

        Im Gegensatz zu Sammer war Lahm jedoch schon als “Unternehmer” unterwegs. Wenn auch erst mal als stiller Teilhaber. Aber er war sicherlich in mehr “Verhandlungen” eingebunden, als Sammer es beim FCB jemals war ;-)

        Sprich ich hätte da kein wirkliches Gegenargument gehabt, ihm dieser Forderung nachzukommen. Aber das sind halt wieder die alten Kamellen die uns jetzt auch nicht weiter helfen.

        Persönlich fände ich Sammer als Trainer und Lahm als Vorstandsvorstizenden immernoch sehr charmant.

      2. Tobi

        Charmant wäre es gewesen.
        Aber professionell? Wohl kaum.
        Sammer kam mit viel Erfahrung und einem guten Standing in der Branche.
        Lahm hatte nichts, was ihn auch nur ansatzweise qualifiziert hätte, bei den großen Jungs mitzuspielen.
        Nur weil ich mal selbstgemachte Limonade an der Straße verkauft habe, qualifiziert mich das nicht für einen Vorstandsposten bei Coca-Cola.

      3. Jester

        Was, aber wirklich was, außer die öffentliche Wahrnehmung, hat sich geändert als vor 40 Jahren? Was hat einen UH damals zu einem Manager befähigt? Weil er Kassenwart war? Das war auch ein Versuch, der damals eben goldrichtig war.

        Warum hätte ein Lahm von den Beiden also nicht Lernen können? Man hat heute diese unglaubliche Erwartungshaltung, dass solche “Führungskräfte” nichts mehr lernen müssten. Das ist absurd! Das tun wir jeden verdammtan Tag! Hören wir damit auf wird es gefährtlich …

        Ich versteh da die Haltung nicht. Siehe Dreesen. Er wurde behutsam von Hopfner aufgebaut. Ich kenne wirklich niemanden, der über ihn ein schlechtes Urteil spricht, weil er ein Fachmann auf seinem Bereich ist.

        In den beschriebenen Positionen erwarten wir jemanden mit Fußballsachverstand. Willst du diesen einen Philipp Lahm ernsthaft abstreiten? Jemand der Angebote von Barcelona und anderen Vereinen ablehnt, weil er sich einfach herausragend bei/für Bayern München verkauft hat?

        Hm … Da sehe ich ein klareres Profil als bei manch anderen Kandidaten.

      4. Tobi

        Das war aber damals ein Versuch, als die Zeiten noch ganz andere waren.
        Wir sind jetzt , auch finanziell, ein Global Player.
        Da kannst du keinen 31jährigen Rookie ins kalte Wasser werfen.
        Der Vergleich mit Dreesen hinkt, weil der schon als ausgewiesener Fachmann zum FCB kam.

        Lahm hätte total gut beim FCB lernen können, aber da war er sich leider zu fein für.
        Er wollte gleich oben anfangen.

      5. wipf1953

        Man kann das Jahr 1979 (Hoeness wurde Manager) nicht mit 2017 vergleichen (Karriereende Lahm). 1979 war ein Profifußballclub maximal das, was heute ein stinknormaler Tennis- oder Golfclub ist. In den Anfangsjahren von Uli Hoeness tummelten sich unter den Bayernsponsoren etwa “Peugot München” (das Autohaus, nicht der Hersteller), “Outsider Jeans” oder ein Penzberger Möbelhaus (dessen Name ich jetzt vergessen habe). Heute verhandelt man mit der Telekom, mit Audi, mit der HVB/Unicredit usw. usw. Ähnlich haben sich die Spieler- und Sportrechteverträge potenziert. So einen Job kann man nicht von Null auf Hundert übernehmen, nicht mal als “Überflieger Lahm”.

        Der Beitrag oben unseres Sportfreunds aus Ungarn hat mich zum Nachdenken gebracht. Könnte es nicht sein, dass Hoeness und Rummenigge – jedenfalls nach Hoeness Wiederkehr – in den letzten Jahren noch viel mehr gegeneinander gearbeitet haben als zuvor? Dass zwischen den beiden auch echte Macht- und Revierkämpfe stattfinden und einer dem anderen keinen Millimeter “Geländegewinn” gönnt? Kann es sein, dass, als Hoeness den “Rummenigge-Mann” Lahm verhindert hatte (offiziell wegen Lahms Manager, des finsteren Roman Grill), Rummenigge als Retourkutsche, aber auch aus Machtkalkül, sein Veto bei Eberl verkündete? Wenn das wirklich der Fall wäre, wird es schwer, einen qualifizierten Heynckes-Nachfolger zu finden. Wobei ich denke, dass sowohl Hoeness als auch Rummenigge von den vielen Bayern in der N11 ein sehr realistisches und sehr detailliertes Bild von der Arbeit von Jogi Löw haben. Löw ist IMHO deshalb eine gute Wahl in den nächsten Jahren, weil er als einer der wenigen nicht aus dem Lager eines der beiden Alphatiere stammen dürfte.

  34. Bayernfan

    Ich stimme den Kommentar zu. Der Verein ist zu Zeit ohne Ideen und Mut die Zukunft anzupacken. Das fing schon mit dem Sportdirektor an. Ganz nach dem Geschmack von Höness. Ein Mann ohne Format. Jetzt endet das ganze im Desaster. Ich bin vom Verein enttäuscht. Tuchel mag schwierig sein, doch wäre er ein Top Trainer gewesem. Der Verein hat mit dem Hin und Her in der Trainerfrage einen riesen Fehler gemacht. Der Ruf des FCB steht auf dem Spiel. Seit Ulli zurück ist läuft es nicht mehr rund. Lahm sagte Ulli ist zu mächtig. Der Verein muss sich neu aufstellen. Die Trainerfrage hat gezeigt der FCB ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Der neue Trainer steht vor einem Scherbenhaufen. In den nächsten Jahren hat der FCB mit der Spitze Europas nichts mehr zu tun. Wir sind nur noch Durchschnitt ohne Version.

  35. Hoffentlich wird Thorsten Legat Trainer.

    1. Geht noch jemandem das ganze Spekulieren auf die Nerven? Ja, anscheinend macht es Tuchel nicht. Aber man weiß immer noch nichts Definitives.

      1. Martin

        Mir. Du bist nicht allein.

  36. Torpedo9

    derzeit ist bei uns nicht mehr zu erwarten , als dass
    Brazzo zum 01.07.2018 den Litauer Albertas Klimaviscus , als sehr guten Trainer
    vorstellen wird .

    Ironie off.

  37. Kurt

    Mir egal. Hätte gerne Tuchel gehabt, aber Uli ist der beste Mann.

    Wie man hier ständig an der Führung krittelt, wenn Bayern immer nur besser, größer, reicher wird, erschließt sich mir nicht.

    1. Größer und reicher ja. Aber besser? Was ist denn besser geworden, und mit welchem Zeitpunkt vergleichst du? Also wenn du das auf die sportlichen oder personellen Dinge beziehst, sehe ich nicht, wo wir wirklich besser geworden sind. Man verwaltet doch schon seit Jahren anstatt zu gestalten.

      1. Torpedo9

        @ Sirius seh ich genauso . Es ist natürlich bei Bayern finanziell Jahr für Jahr bergauf gegangen und die
        Mannschaft hat natürlich eine immens hohe Qualität aber strukturell ist einiges im Argen geblieben,
        Jugendmannschaften , Leistungszentrum .UND die Aussendarstellung und Personalsuche ,-führung des Vereins hat sich in meinen Augen eher verschlechtert ,
        erinnert sei daran :

        die Sportdirektorensuche war echt eine Farce und dabei schaffte man es auch noch Philipp Lahm als postengeilen Typen hinzustellen ,
        die Installation von Ancelotti und dann die Diskreditierung von Pep Guardiola als Taktikfreak mit Söldnermentalität ( in diesem Zusammenhang sei auch noch an Willy Sagnol erinnert , vom Verein geholt und ein halbes Jahr später grußlos wortlos eiskalt abserviert )
        die Geisselung der arabischen Investoren bei anderen Vereinen ,bei gleichzeitiger Kooperation mit Unternehmen aus dem Raum ,
        die öffentliche moralische Erhabenheit keine Ablösesummen für Manager/ Sportdirektoren anderer Vereine zahlen zu wollen , um dann ebendies für einen Co Trainer zu tun .
        Und nun auch noch die täglich grüsst das Murmeltier Posse um den Trainer , auch hier gibt man Tuchel noch eine mit , weil er nicht ewig auf ein Gespräch mit den geeinten Bayerenoberen warten wollte,
        Also mir fehlt da echt so ein klares Statement des Vereins z.B.
        ” Wir , der FC Bayern hätten gerne mit Thomas Tuchel die nächste Saison begonnen , aber Thomas hat sich bereits für einen neuen Verein entschieden . Wir wünschen ihm dort den größtmöglichen Erfolg , so lange er gegen uns in der Champions League ausscheidet .”
        Das ist die Grandezza und Erhabenheit des Vereins die mir schon lange fehlt.

      2. Marco05

        @Sirius
        “Was ist denn besser geworden?”

        Ich frag mal anders: was ist denn schlechter geworden?
        6. Meisterschaft in Folge – noch nie dagewesen
        Meiste CL-Viertelfinalteilnamen ALLER Mannschaften

        Natürlich gibt es spielerisch einiges zu verbessern, das habe ich selbst zuletzt oft genug betont. Aber letzten Endes ist das Makulatur. Unser Problem ist: seit 2013 spätestens geht es bei uns nur noch drum, den CL-Titel zu holen. Das beschränkt sich dann auf eine handvoll Wochen im April und Mai. Der Rest des Jahres ist mittlerweile irgendwie Banane.
        Deswegen weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob es so kriegsentscheidend ist ob ein Tuchel oder ein Nagelsmann oder Hasenhüttel draußen sitzt. Das kann mit allen klappen wie es selbst mit Guardiola auch scheitern kann. Es muss einfach zuviel stimmen und der Trainer ist nur ein Teil davon.

        Deswegen bin ich in punkto Trainerfrage merkwürdig entspannt. Hätte ich vor ein paar Wochen auch nicht gedacht…

      3. @Marco05: Volle Zustimmung in allem, was du sagst. Aber das Problem wird mit deinem Post nicht deutlich, weil du dich auf das Sportliche beschränkst. Natürlich sind wir sportlich gesehen auf Kurs. Wir spielen nicht schön bzw. gut, aber in allen Wettbewerben erfolgreich, daher ist es natürlich schwierig, zu meckern. Wobei du in den letzten Wochen aber immer wieder betont hast, dass du uns in der CL sehr früh im Aus siehst. Also irgendwo scheinst du ja auch Probleme zu sehen. Klar kann man auch als Pep verlieren, hat man ja gesehen. Aber die Spiele waren unter Pep schon deutlich ansehnlicher als heute. Jetzt ist das ja eher ein Stolpern von Sieg zu Sieg, was uns hauptsächlich durch desolate Gegner ermöglicht wird.
        Was du allerdings nicht sagst, ist viel entscheidender: Nämlich was schlecht gelaufen ist. Neben dem Platz driftet nämlich enorm viel in merkwürdige bis bedenkliche Richtungen ab. Ich will gar nicht über die Transfers meckern, da man da selten die Garantie hat, dass ein Spieler auch einschlägt, und da man mit Süle und James auch zwei wirklich enorm gute Transfers getätigt hat. Aber die Personalpolitik im Vorstand, in der Sportdirektion und auf der Trainerbank sind schon mehr als fragwürdig. Reschke weg, Sagnol abgesägt, mit Brazzo eine sympathische, aber doch eher abenteuerliche Verpflichtung als SD, Lahm vergrault, nach Reschkes Abgang keine Stiche beim Werben um Sven Mislintat gemacht, Heynckes auf den Sack gegangen, dass er noch ein Jahr machen soll, obwohl das eine Jahr schon ein “Freundschaftsdienst” ist und Heynckes sich den Ruhestand mehr als verdient hat…
        Nicht zuletzt sind sich UH und KHR nach außen hin viel zu oft uneinig. Dass beide unterschiedliche Vorstellungen haben, ist bekannt, normal und auch gut so. KHR hat bei Wontorra selbst gesagt “wenn zwei exakt das gleiche sagen, ist einer zuviel”. Aber das, was wir bisher immer besser konnten als die anderen Vereine, nämlich in Ruhe im Hintergrund zu arbeiten und ohne großes Medien-Tam-Tam Verträge dingfest zu machen, wird gerade konterkariert durch unsere zwei Führungspersönlichkeiten, die sich in der Öffentlichkeit teils krass widersprechen, und das wiederholt.
        Die Liste ist lang. Unabhängig davon, ob nun Lahm nicht wollte oder die beiden Granden ihn tatsächlich vergrault haben, unabhängig davon, ob Tuchel generell nicht so richtig wollte oder ob die beiden ihn zu lang hingehalten haben: In der Summe spricht es nicht für UH und KHR, dass so viele Personalien so problematisch sind. Wenn du für eine gerade verfügbar gewordene Leitfigur wie Lahm oder einen gerade verfügbaren, nachweislich nicht schlechten Trainer mit den perfekt zu deiner Mannschaft passenden Anlagen und Ideen als deutscher Serienmeister nicht die erste Wahl bist, dann läuft doch was schief.

        Zudem am besten auch den Kommentar von Torpedo9 lesen, er zählt noch einige weitere Punkte auf. Fehler passieren. Das ist menschlich und normal. Aber wenn sich solche Dinge häufen, hat das meistens einen Grund.

      4. Marco05

        Was man bisher bemängeln kann ist in der Tat das Thema Sportdirektor und die Kommunikation im Fall Sagnol. Mehr sehe ich aber aktuell nicht, weil wir alle nicht wissen, was gelaufen ist und was nicht. Wie gesagt sind die Darstellungen was Tuchel betrifft aktuell sehr einseitig, da werden wir auf eine Stellungnahme des Vereins warten müssen.

        Zum Thema Brazzo: der hat neulich ein überragendes Zeugnis von Heynckes ausgestellt bekommen, und der hat sicher schon einige Manager erlebt. Und mal ehrlich: mit welchem Grund sollte Lahm direkt in den Vorstand kommen? Hätte ich auch nicht gemacht, der soll bitte erstmal auf dem Level Erfahrung sammeln, der kann nicht aus den Stutzen in die Chefetage, da bin ich ganz dabei. Wenn ihm das nicht gut genug war, bitte. Ein Sammer hat eine deutlich andere Vita, das ist nicht den Hauch vergleichbar. Was mit Eberl war weiß man auch nicht, mein Eindruck ist, dass der gemütliche Max nicht raus wollte aus seiner Komfortzone am Bökelberg, da ist er ein Halbgott, beim FCB im Zweifel jeden Tag auf der Titelseite. Kann man vielleicht auch verstehen. Arg viel andere sind halt dann wirklich auch nicht übrig geblieben. Und auch wenn ich die Lösung mit Brazzo verteufelt habe, eine Chance hat er doch verdient, wenngleich er kein Medienmonster ist und auch nicht sein muss. Also auch da erstmal abwarten, mangels Alternativen zwar aber gut.

        Sagnol hatte einfach Pech in das sinkende Schiff von Ancelotti einzusteigen, dennoch hätte man das besser managen können, auch in der Außendarstellung – absolut d’accord.

        @Sirius
        natürlich gehts um das Sportliche. Immer. Das ist das alles entscheidende. Dort mündet alles.
        Zu den anderen Dingen: Reschke! Wollte mal etwas mehr, halt nicht beim FCB, was soll man da tun, zumal man über seine Arbeit auch geteilter Meinung sein kann. Beim VFB gibt er für mich eine gänzlich unglückliche Figur ab. Mislintat? Soweit ich das mitbekommen habe, wollte der nicht in der Bundesliga wechseln. Schau mer mal, wenn Tuchel wirklich Arsenal übernimmt…

        Mit Heynckes stimme ich jedoch uneingeschränkt zu, das hätte man sich absolut sparen können und war in der Tat blamabel bis unprofessionell. Diese zeit hätten wir besser nutzen können. Vielleicht haben wir da seit Herbst etwas versäumt, vielleicht auch nicht. Möglicherweise werden wir es noch erfahren. Zugegeben, es klingt momentan etwas danach, aber ich breche jetzt noch nicht den Stab. Wie schon weiter oben geschrieben, glaube ich nicht, dass man die Füße hochgelegt hat und von Tuchels Anruf jetzt total überrascht war, wie es dargestellt wird. Tuchel hat doch dem Vernehmen nach schon im Herbst verlauten lassen, dass er sich auch andere Optionen offen hält. Vielleicht hat er sich dann für Arsenal entschieden, weil ein Wenger eben nur einmal aufhört aber der FCB ohnehin alle 3 Jahre einen neuen, Coach braucht, was weiß denn ich. Oder von Herrn Nasser bei PSG mit Geld zugeschissen wird – keine Ahnung.
        Aber ich dreh mich im Kreis (und nicht nur ich), wir werden abwarten müssen, mit Urteilen und Verurteilungen. Wenn dann der Drops gelutscht ist, kann gerne nochmal ausgeteilt werden, wenn dann doch Bielsa aus dem Hut gezaubert wird…schau mer mal ;)

      5. Beobachter

        Gerade unter CA hat man doch aber gesehen, dass es eben nicht egal ist, wer draußen sitzt (und ob überhaupt). Hätte man CA nicht gekickt, wäre die Meisterschaft mindestens spannend – positiv ausgedrückt. Noch nie ist das so klar ersichtlich gewesen wie unter Pep und Jupp in Kontrast zu Ancelotti: gleiche Mannschaft, aber spielerisch lagen da ja teils Welten dazwischen.

      6. Marco05

        Ich meinte “egal” auf dem Niveau der genannten. Bei Ancelotti ging’s ja im ersten Jahr auch. Was er dann abgezogen hat verbuche ich unter einer Mischung aus Sabotage und Provokation. SO klappt’s mit keinem.

        Als Beispiel könnte man hier Zidane anführen. Aus meiner Sicht ein besserer Verwalter aber versteht es offenbar die Truppe zu führen und so das Niveau welches andere aufgebaut haben recht lange zu halten.

      7. Tja, und da offenbart sich das Problem: So wie ich in manchen meiner aufgezählten Punkte ein Fragezeichen setzen muss, weil ich keine Infos aus erster Hand (bzw. weil es auch keine gibt), geht es dir ähnlich, z.B. wenn du sagst, Lahm hätte einfach total frech zuviel gefordert. Man weiß es nicht, wie die Gespräche verlaufen sind, man kann nur mutmaßen, wenn man nicht dabei war. Auf mich macht es nur einen merkwürdigen Gesamteindruck, wenn in so kurzer Zeit so viele Merkwürdigkeiten auftreten. Ich meine, wenn du in deine Einfahrt fährst und hast einen Nagel im Reifen stecken, dann ist das ärgerlich, aber kann mal passieren. Aber wenn du dann plötzlich regelmäßig Nägel im Reifen hast, solltest du dich schon mal fragen, ob du vielleicht deinen Nachbarn zu sehr geärgert hast ;)

    2. Olorin

      Ob Bayern in den letzten Jahren wirklich besser geworden ist, da würde ich mal gewisse Fragen dahinter stellen. Größer und reicher ist richtig, aber das ist einfach eine Entwicklung im gesamten Fußball. Durch Privatinvestoren und explodierende Fernsehgelder steigt die Gesamtmenge an Geld im Fußballmarkt seit Jahren rasant an, so dass fast alle Vereine größer und reicher werden, sofern sie nicht ganz viel falsch machen. Die ganze Fußballbranche rast von Umsatzrekord zu Umsatzrekord.

      1. Tobi

        Gewagte These.
        Die italienischen Vereine haben gerade erstmals überhaupt die Schallmauer von 2 Milliarden Euro Schulden durchbrochen ich selbst Barca kriegt seit 8 Jahren das Stadion nicht umgebaut und haben sämtliche Pläne dahingehend auf Eis gelegt.
        Begründung ist, dass man unter 200 Millionen Euro Schulden kommen müsse und das auf absehbare Zeit nicht realisierbar ist.

      2. Olorin

        Was ändert das jetzt an meinem Kommentar? Klar sind viele Vereine verschuldet, das hab ich ja nicht bestritten. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass noch nie so viel Geld im Fußballkreislauf war. Grad sehr große Unternehmen sind oft hochverschuldet, allen voran Banken (bis zur nächsten Finanzkrise mag da jetzt keiner dran denken ;) ).

      3. Tobi

        Du stellst es so dar, als wenn man pauschal größer und reicher wird, wenn man nicht allzuviel falsch macht.
        Das stimmt aber so einfach nicht.
        Und gerade mein Beispiel mit Barca zeigt, wie hervorragend beim FCB gearbeitet wurde.

      4. Olorin

        “Und gerade mein Beispiel mit Barca zeigt, wie hervorragend beim FCB gearbeitet wurde.”
        Inwiefern? Auch Barcelona hat grad frisch einen neuen Umsatzrekord aufgestellt und von dem Schuldenberg was abgestottert.

        “Du stellst es so dar, als wenn man pauschal größer und reicher wird, wenn man nicht allzuviel falsch macht.”
        So ganz falsch scheint der Eindruck auch nicht zu sein ;)
        http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-barcelona-meldet-neuen-rekordumsatz-a-1158401.html
        https://www.sport1.de/internationaler-fussball/premier-league/2017/09/premier-league-manchester-united-vermeldet-umsatzrekord
        https://www.eurosport.de/fussball/la-liga/2017-2018/real-madrid-vermeldet-erneuten-umsatzrekord-674-millionen-euro_sto6334814/story.shtml
        https://www.sport1.de/internationaler-fussball/serie-a/2017/09/serie-a-juventus-turin-mit-rekordumsatz-und-gewinnexplosion
        http://www.rp-online.de/sport/fussball/international/england/fc-chelsea-praesentiert-rekordzahlen-aid-1.7293702
        https://www.fussballeuropa.com/news/manchester-city-mancity-vermeldet-rekordumsatz-real-madrid-und-united-noch-weit-vorne-2017-11

        Ich will dir gar nicht widersprechen, dass Bayern wirtschaftlich nen guten Job macht. Aber dass in den vier großen Ligen die Geldmenge exponentiell wächst und es deswegen nicht schwer ist, reicher zu werden, kann man doch nicht ernsthaft abstreiten…

      5. Tobi

        Inwiefern? Ernsthaft?
        Barca musste sämtliche Renovierungspläne für das Stadion auf Eis legen, weil sie es für unrealistisch halten, auf absehbare Zeit, unter 200 Millionen Euro Schulden zu kommen.
        Da reden die seit 8 Jahren von und kriegen es schlicht nicht finanziert.
        Vergleich das mit unserer Stadionerfolgsgeschichte und jeder Laie erkennt den Unterschied.

        “Umsatz” ist kein “Gewinn”.
        Viel Geld im Umlauf heißt nicht, dass deswegen Vereine pauschal reicher werden.

      6. Olorin

        ““Umsatz” ist kein “Gewinn”.”
        Hättest du die verlinkten Artikel gelesen wüsstest du, dass quasi sämtliche großen europäischen Vereine im vergangenen Geschäftsjahr Gewinne einfuhren, teilweise Rekordgewinne. Diese liegen auch größenordnungsmäßig mit Ausnahme von Man City alle im gleichen Bereich wie bei uns (zweistelliger Millionenbetrag).
        Die Schulden des FC Barcelona stammen meines Wissens großteils aus größerer Vergangenheit und sind daher für diese Debatte nicht relevant, oder etwa nicht?

        “Vergleich das mit unserer Stadionerfolgsgeschichte und jeder Laie erkennt den Unterschied.”
        Das stimmt. Durch die bevorstehende WM übernahm der Staat die Kosten für die Infrastruktur und wir hatten mit 1860 einen Partner, der uns beim Stadionbau unterstützte. Den Unterschied erkennt wirklich jeder Laie.

      7. Tobi

        Von wann Barcas Schulden sind, spielt welche Rolle?
        Sie kriegen sie nicht weg und das zu Zeiten, wo man doch quasi von ganz allein größer und reicher wird.

        1860 hat uns ja wirklich mächtig unterstützt. :D

        Dein “Argument” mit der Infrastruktur erschließt sich mir so gar nicht. Was hat die mit den reinen Stadionkosten zu tun, die wir hier vergleichen?

      8. Beobachter

        Die Infrastrukturkosten gehören eigentlich immer dazu. Die werden zwar oft aber nicht immer vom Staat übernommen. Bei der Allianzarena waren das bei 286 Mio € (mit Finanzierungskosten 340 Mio €) Baukosten immerhin 210 Mio €. Wenn die nicht oder nicht komplett vom Staat übernommen werden, ist das schon eine Hausnummer.
        Zu Barca: Letzten Sommer hatten die bei 24,5 Millionen Gewinn noch 247 Millionen Euro Schulden. Das klingt jetzt nicht so, als ob die auf Jahre handlungsunfähig wären. Bei über 700 Mio Umsatz und einem erheblich höheren Spieleretat ist das nicht gerade utopisch, in absehbarer Zeit unter 200 Mio Schulden zu kommen. Zumal das Stadion 400-600 Mio kosten soll: da kann man das Projekt schon mal von 2017 auf 2019 oder 2020 verschieben. Scheint mir eher vernünftig.

      9. Tobi

        Du liest, was ich schreibe, oder?

        Deine Einschätzung in allen Ehren, aber die Verantwortlichen von Barca sehen das komplett anders.

        Und das Argument “Infrastruktur” können wir vernachlässigen, weil es bei Barca rein ums Stadion geht.

      10. Lukas

        Tobi, bist du noch sehr jung oder? Du hast prima Ansichten in deinen Argumenten, aber sie ergeben einfach immer keinen Sinn. Du musst die Dinge argumentativ einander zuordnen. Schulden haben Betriebs-und Volkswirtschaftlich gesehen nichts mit dem “Reichtum”, ständig, Finanzkraft oder sonst was zu tun. Die USA verfolgen eine Philosophie, in welcher man immer, dem Wachstum ähnlich, mehr Schulden macht, jedes Jahr. Das kann nie aufhören. Schäuble folgt einer anderen Schule und denkst die schwarze Null sei wachstumsfördernder. Was richtig ist, darum streiten sich die Professoren. In der Schweiz kannst du ein Haus niemals abbezahlen, ebenso wird Real Madrid aus fragwürdigen Gründen nie tun. Es ist völlig Wurscht, Barca könnte seine Schulde die nächsten 20 Jahre exponentiell steigern, wenn die Bonität stimmt, wenn sie die Zinsen zahlen können ist das kein Problem.

        Also: Wenn einer Verein 10 Jahre erste Liga spielt, dann ist er nach 10 Jahren größer und reicher (nur im eigenen Vergleich). Das nennt man Kapitalismus. Wenn nicht steigt er ab.

        Zum urpsprungspunkt: “Bayern ist größer und Reicher” diese Aussage ist absoluter Zeitgeist. Der Verein, die Mannschaft spielt alles immer weniger eine Rolle. Man vergisst, dass die Größe und Schönheit des Logos eigentlich ein Mittel zum Zweck sind, damit eine Mannschaft Fußball spielen kann und damit Millionen von Menschen unterhält. Wenn der Fußball geil und erfolgreich ist, ist das Ziel erreicht, nicht wenn man den größten Umsatz hat.

      11. Tobi

        @Lukas:Kommt drauf an, was für dich jung ist. Würde mich mit Mitte 40 nicht mehr als so jung bezeichnen.

        Das Barca seine Schulden steigern kann, mag ja stimmen, aber sie können sie, lt. eigener Aussage, nicht soweit senken, dass die Stadionrenovierung drin liegt. Hoeneß sagte zu dem Thema, dass Barca seit Jahren keine Bank findet, die ihnen das Geld zur Verfügung stellt.
        Erscheint mir ein eher suboptimales Gefüge und da erscheint mir der FCB wesentlich besser aufgestellt.
        Da war der Stadionbau jedenfalls kein Problem und wurde sogar deutlich früher als geplant abbezahlt.

        Generell diente das Beispiel Barca dafür aufzuzeigen, dass ich die Aussage “fast alle Vereine werden größer und reicher, sofern sie nicht ganz viel falsch machen ” schlicht für unrichtig halte.

      12. Beobachter

        @Tobi: wo sagen denn Verantwortliche von Barca, dass sie das nicht können? Habe nun mehrere Interviews mit gegenteiligen Bemerkungen gelesen. Man hatte 2010 über 400 Mio Schulden, aber 2017 waren es eben nur noch 247 Mio. 2016 hat man das Stadion verschoben, 2021 soll es aber los gehen. Gibt es da neuere Infos? Kann ja sein wegen der katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen

      13. Olorin

        @Tobi
        Du wurdest jetzt schon von verschiedenen Leuten darauf hingewiesen, dass viele Unternehmen prinzipiell Schulden haben, egal wie reich sie sind. Fast alle großen und reichen Unternehmen haben Schulden. Von wann Barcas Schulden sind ist für eine Diskussion über die finanzielle Entwicklung der letzten Jahre durchaus interessant. In den letzten Jahren hat Barcelona jedenfalls deutlich Schulden abbezahlt, was die Eingangsthese eher bestätigt. Vergleicht man die Geschäftszahlen Bayerns der letzten Jahre sind diese ziemlich ähnlich zu denen der anderen europäischen Elitevereine. Das kann man mit ein wenig Internetrecherche leicht feststellen.

        “Dein “Argument” mit der Infrastruktur erschließt sich mir so gar nicht. Was hat die mit den reinen Stadionkosten zu tun, die wir hier vergleichen…Und das Argument “Infrastruktur” können wir vernachlässigen, weil es bei Barca rein ums Stadion geht.”
        Dass es bei Barca rein ums Stadion geht bezweifle ich jetzt mal massiv. Eine Erhöhung der Kapazität (wie es geplant ist) muss zwangsläufig mit einer Verbesserung der Infrastruktur einhergehen, sonst ist das Stadion ja nicht betriebsfähig, da es bei jedem Spiel ein Verkehrschaos gibt. Ein Stadion ohne funktionierende Infrastruktur hat keinerlei Mehrwert.

        “1860 hat uns ja wirklich mächtig unterstützt. :D”
        In der entscheidenden Phase haben sie 50 % der Kosten getragen (und sich damit massiv übernommen). Erst als das Stadion schon stand und Einnahmen abwarf mussten sie aussteigen. Ich mag 60 auch nicht, aber die Allianz Arena würde es ohne sie nicht geben. Weder hätten wir die politische Unterstützung noch die finanziellen Mittel für den Bau gehabt. Als 1860 unter der Last zusammenzubrechen begann hatte Bayern deswegen erstmal auch Angst davor, mit in eine Abwärtsspirale gerissen zu werden. Hier mal als Gedächtnisstütze:

        https://www.n-tv.de/sport/Hoeness-macht-sich-Sorgen-article174283.html

        “Hoeneß befürchtet bei anhaltenden Problemen des Lokalrivalen allerdings auch massive Auswirkungen auf seinen Klub. Sollte 1860 die Anteile an der Allianz-Arena nicht zurückkaufen können, wofür eine Frist von zwei Jahren bestünde, drohe eine “Spirale”, sagte der Manager: Die Bayern könnten das Stadion nicht alleine stemmen und müssten “Abstriche bei der Mannschaft machen”, wenn sie Zahlungen der “Löwen” tragen müssten.
        Am Ende der Spirale ginge womöglich “die Champions League flöten und wir erreichen nur den Uefa-Cup”, woraus wieder Millionen verloren gingen. “Jetzt profitieren wir vom Stadion. An dem Tag, andem wir die Arena alleine betreiben, wäre es umgekehrt”, sagte Hoeneß.”

        Hoeneß hatte nicht Recht damit, eben weil für das Fußballbusiness rosige Zeiten anbrachen und deshalb die Kaufkraft eines Fußballvereins wie dem FC Bayern im Vergleich zur Realwirtschaft deutlich anstieg, womit wir wieder bei der Eingangsthese wären. Der Vergleich zwischen Camp Nou-Renovierung und Allianz Arena ist auch deshalb schon unsinnig, weil wir über vollkommen unterschiedliche Summen sprechen: Die Baukosten der Arena betrugen laut wikipedia 286 Millionen Euro und wurden wie gesagt in den Anfangsjahren noch auf zwei Schultern verteilt, die Kosten für den Ausbau des Camp Nou werden auf 600 Millionen geschätzt, also mehr als das doppelte.

        Unabhängig davon seh ich es aber auch so, dass Bayern unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten einen guten Job macht, wie ich jetzt schon mehrfach sagte.

      14. Tobi

        @Olorin:

        Wieso kannst du hier Internetseiten verlinken und wenn ich das versuche, muss mein Kommentar freigeschaltet werden?

        “Du wurdest jetzt schon von verschiedenen Leuten darauf hingewiesen, dass viele Unternehmen prinzipiell Schulden haben, egal wie reich sie sind.”

        Ja, aber Barcelona ist so “reich”, das sie Probleme mit den Banken haben.
        Sorry, aber mir irgendwie nicht als Erfolgsmodell zu verkaufen.

        “In den letzten Jahren hat Barcelona jedenfalls deutlich Schulden abbezahlt, was die Eingangsthese eher bestätigt. ”

        Größer und reicher, aber trotzdem nicht Kreditwürdiger?
        Was weißt du, was die Banken nicht wissen?

        “Dass es bei Barca rein ums Stadion geht bezweifle ich jetzt mal massiv. Eine Erhöhung der Kapazität (wie es geplant ist) muss zwangsläufig mit einer Verbesserung der Infrastruktur einhergehen, sonst ist das Stadion ja nicht betriebsfähig, da es bei jedem Spiel ein Verkehrschaos gibt. ”

        Wäre mir neu, aber wenn du da ne Quelle hast, lass ich mich gern belehren.

      15. Olorin

        Hast du ne Quelle dafür, dass Barca angeblich Probleme mit der Kreditwürdigkeit hat? Hab dazu jetzt nix gefunden, hab aber auch nur oberflächlich gesucht.

        “Wäre mir neu, aber wenn du da ne Quelle hast, lass ich mich gern belehren.”
        Wozu eine Quelle? Dafür dass man für ein Stadion eine dazugehörende Infrastruktur braucht? Nein, dafür hab ich keine Quelle, das ist ein logischer Fakt. Was willst du mit einem Stadion im Wald ohne Straßen und Schienen…

        “Wieso kannst du hier Internetseiten verlinken und wenn ich das versuche, muss mein Kommentar freigeschaltet werden?”
        Muss bei mir genauso freigeschaltet werden. Musst halt ein wenig Geduld mitbringen…

      16. Tobi

        Quelle ist die Aussage von Monje und Infrastruktur ist ja nunmal schon da.
        Hab in all den Jahren, die das Thema durch die Medien geht, noch nie gehört, dass es da Veränderungen geben soll.
        Ging immer nur um eine reine Stadiongeschichte.

      17. Olorin

        Hab jetzt mal ein bissl recherchiert, weil mir das Volumen von 600 Millionen arg hoch vorkam. Barcelona plant mitnichten eine reine Renovierung des Stadions, die wollen das ganze Areal neu gestalten und dabei selbstverständlich auch einige Infrastrukturmaßnahmen ergreifen.

        https://www.dreso.com/de/unternehmen/aktuelles/2016/10102016-barcelona-nachhaltigkeitsoffensive-fuer-espai-barca/
        https://www.barcawelt.de/news/espai-barca-das-projekt-nou-camp-nou

        Dieses Monsterprojekt ist mit dem reinen Bau der Allianz Arena wirklich kaum zu vergleichen, was ja auch schon die doppelt so hoch veranschlagten Kosten zeigen.

        Ich hab jetzt nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass die Katalanen Probleme mit Banken oder ihrer Kreditwürdigkeit haben. Die Verzögerung wird öffentlich nur zum Teil damit begründet, dass man die Schulden auf unter 200 Mios drücken will (davon dass man das muss hab ich noch nichts gehört…könnte auch eine planerische Entscheidung der Vereinsspitze sein), offensichtlich gibt es auch noch bürokratische Hürden.

        https://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?head=Barcelonas-Grossprojekt-wird-sich-weiter-verzoegern&folder=sites&site=news_detail&news_id=17755

  38. Ju

    Möglicherweise ist es ja traurig. Aber ich beschäftige mich sehr gern mit meinem FC Bayern. Natürlich immer dann, wenn ich ein Spiel von ihm sehe. Aber auch dann, wenn ich anderen Mannschaften und Spieler zusehe, bei denen mir Dinge gefallen. Ich lese das Meiste, was mir in die Hände kommt. Und in ruhigen (oder langweiligen) Minuten grüble ich gern ein wenig über all das nach. Sowohl über Hier und Jetzt, zum Beispiel wie unsere Chancen gegen Sevilla stehen; als auch über die nähere Zukunft. Zum Beispiel über Spieler, die uns ganz gut zu Gesicht stünden. Zum Beispiel über irgendeinen Taktik-Kram und was da im Moment gut läuft oder verbessert werden müsste. Und in Verbindung mit beidem eben aus aktuellen Anlass auch über den Trainer.

    Das ist dann auch, was heuer zu einer solchen Frustration führt: Man kann sich das Nachdenken über Bayern eigentlich sparen. Wo vor Jahreswende vollkommen klar schien, dass ein Mann mit Profil und Sachverstand zum Verein stoßen würde; einer der zum Nachfolger auf Vorstandsebene taugt, ist jetzt Brazzo. Wo im Herbst vollkommen logisch erschien, dass man während der durch Heynckes gewonnen Zeit den besten verfügbaren Kandidaten für den Trainerposten verpflichten und mit diesem die Kaderplanung für die kommenden Jahre angehen würde, ist jetzt vollkommener Pustekuchen. Wo vollkommen klar schien, dass auch bezüglich des kickenden Personals einige wegweisende Entscheidungen zu treffen sind, wird fleißig vertragt.

    Meinetwegen befinde ich mich da – wie oben geschrieben – “in einem imaginären Managerspiel”. Meine Bayern sind mir halt zu wichtig, um mich einfach nur von ihnen berieseln zu lassen. Denn ich weiß, dass der Erfolg von gestern morgen einen Scheißdreck wert ist. Zumal der momentane Erfolg zu einem Großteil Jupp Heynckes zu verdanken ist, der den im Herbst erheblich im Schlingern befindlichen Verein wieder stabilisiert hat. Jener ist aber im kommenden Jahr nicht mehr da. Und eigentlich war nach den gestrigen Nachrichten über Tuchel mein Reflex, sofort die Alternativen durchzugehen. Ich hatte dazu aber keine Lust, weil’s am Ende ohnehin darum gehen wird, dass es die für Hoeneß bequemste und gesichtswahrende Lösung wird. Eine Königslösung eben. Deshalb schwärme ich jetzt nicht von Marco Rose und sage brav: Ich glaube, der Mehmet hat gerade Zeit. Und der Willy ist meines Wissens nach wie vor Angestellter des Vereins. Ja was wäre das denn für eine Story, dass der Uli sich schon im Oktober entschieden hat, mit Willy im Hintergrund einen 3-Jahres-Plan erarbeitete und natürlich den Anbiederungsversuchen dieses Nerds namens Tuchel widerstand. Robben und Ribery haben übrigens längst bis 2021 unterschrieben.

    1. Olorin

      Schöner Kommentar, volle Zustimmung. Ich finde es traurig, dass man sich hier vor einigen dafür rechtfertigen muss, dass man auch mal über den Tellerrand des momentanen Tabellenvorsprungs hinaus an die nähere Zukunft denkt. Warum soll Fan sein eigentlich bedeuten, dass einem alles egal zu sein hat, was mehr als zwei Wochen in der Zukunft liegt?

      1. Rainer

        @Ju. Bin in allen Belangen bei Dir. Wahrscheinlich ärgert sich der echte Fan immer über die scheinbar verschenkte Zeit und Chancen die vertan werden, weil sich die Entscheider nicht einigen können. Und natürlich hat jeder Fan seine eigene Vorstellung von der Spielweise des Vereins. Für mich war der Fussball unter Pep sehr nahe an meinem Wunschspiel. Wir haben aber leider nicht immer genügend Informationen über die Hintergründe von Entscheidungen um diese zu kritisieren. (Medien gesteuerte Informationen) Trotzdem grübel ich häufig genauso wie Du über Taktik, Transfers und Verbesserungen wie die meisten hier. Und genau das macht ja dieses Forum so interessant. Generell finde ich allerdings Beiträge die zur Diskussion beitragen schöner als die „Alles wird gut“ Beiträge. Ich bin wirklich neugierig wann sich der Verein erneut zum Trainer Thema äußert bzw. wen uns die Presse als vermeintlich neuen Wunschtrainer präsentiert.

    2. wohlfarth

      Ihr müsst euch nicht dafür rechtfertigen, dass ihr euch Gedanken über den zukünftigen Trainer macht. Aber mir kommt das momentane dabei viel zu kurz. Wir schweben doch gerade auf Wolke 7 und unsere Aussichten für die kommenden Jahre sind auch nicht so schlecht. Wieviele Vereine haben sich in den letzten Jahren so konstant an der europäischen Spitze gehalten wie wir? Und das mit stumpferen Waffen.
      Wie es Sandro Wagner sagte: Irgendeiner wird die Bayern schon trainieren nächste Saison. Ich denke dass wir in Europa eine Hausnummer sind (auch dank Uli/Kalle), da trudeln schon Bewerbungen ein. Und sich da jetzt Gedanken zu machen, welcher Trainer welches System präferiert und welche Spieler wir dazu holen oder nicht holen sollen dürfen und wer aus dem aktuellen Kader dazu überhaupt nicht passt, sorry, aber das ist wirklich Managerspiel.
      Ich würde mich totlachen, wenn in ein paar Wochen ein Trainer vorgestellt würde, der schon seit dem Herbst verpflichtet ist :-)

    3. Lukas

      Ja, genauso kann man das ausdrücken. Vielen Dank für die poetische Rhetorik :-)

  39. AW1910

    Der Verein sucht wohl seine Position in Europa. Man will und kann wohl den ganzen finanziellen Wahnsinn nicht mitmachen. Wir brauchen den anderen und besonderen Weg. Dies gilt auch für die Trainersuche. Wenn wir Zeit gewinnen wollen ginge es sicher auch Saison mit einem Duo Tiger Gerland und Peter Herrmann. Man könnte evtl. auch über Mehmet Scholl nachdenken. Entscheidend dürfte sein, wie die Zielsetzung der nächsten Jahre aussieht. Reicht die Meisterschaft und es soll etwas Neues entwickelt werden oder ist ein CL-Sieg ein Ziel. Dann müssten aber verrückte Dinge passieren. Ob diese aber jeder mittragen würde ist fraglich, oder??

  40. HansSeifen

    So kann es sein.
    Es kann aber auch ganz anders sein. Die Hängepartie mit Tuchel war eine Nebelkerze. In Wirklichkeit hat der FCB schon einen Trainer. Bloss darf nichts nach außen dringen. Denn der Neue muss entweder noch die CL überstehen oder zur WM nach Russland fahren.
    Könnte sein, muss nicht. Ansonsten: alles andere wäre wohl eine kleine Lösung.

  41. Charly

    Sollte man einen erfahrenen, erfolgreichen, hochqualifizierten, deutschsprachigen, jupp-ähnlichen Nachfolger suchen, den man nicht als C- oder D-Lösung präsentieren muss, sondern als Überraschung/Sensation verkünden darf, lautet meine Empfehlung: Arsène Wenger.

    Uli, übernehmen Sie!

    1. Olorin

      Um Gottes Willen. Bitte keine derartigen Horrorgeschichten am späten Abend, davon bekomm ich Albträume :/ Hast du Arsenal in den letzten Jahren mal spielen sehen?

      1. Charly

        Jo, hab ich.
        Neben Real war seit 2000 nur Arsenal Teilnehmer an allen CL-Achtelfinals (Ausnahme: heute).

        Wer nur CL-Champions akzeptiert, sollte sich an Zidane, Enrique oder nochmal an Ancelotti wenden.
        Bitte Dolmetscher mitbringen.

      2. Olorin

        Ich hab die ersten Jahre von Wengers Wirken nicht verfolgt. Aber im letzten Jahrzehnt war das für die Ansprüche und Möglichkeiten von Arsenal schon sehr wenig, was sie erreicht haben.

  42. Rainer

    Ich habe Arsenal einige Male in der Champions League spielen gesehen…….gegen Bayern :)

    1. Charly

      Ich auch. Also wird Wenger bald die Siege für den FCB einfahren, sofern nicht Tuchel sein Gegner ist ;-)

  43. Bernhard B.

    Übrigens werden die Kaderplanungen überwiegend vom Vorstand gemacht. Der “neue Trainer” darf dann ein oder zwei (van Gaal) sich dazu wünschen. Wenn also mit “neuen” verhandelt wird, fragt sich jeder Spieler “wer ist denn der neue Trainer?”
    Entweder werden noch keine Spieler-Kandidaten kontaktiert oder sie schaffen es, dass keine Info’s an die Öffentlichkeit kommen.

  44. Kurt74

    Ich muss schmunzeln, bei einer Trainerdiskussion gehts hier mehr ab als bei sämtlichen BL Spieltagen zusammen.
    Wie aufgescheuchte Hühner tippen sich die Fans und Antifans die Finger wund und schwingen die Keulen um auf Kalle und Uli draufzuhauen, weil sind ja Altersstarsinnig und die größten Deppen des FCB und haben von gar nix Plan. Und weil Gott Tuchel nicht zum FCB kommt bedeutet das gleichzeitig der Untergang des FCB samt Abstieg in die Regionalliga.

    Ich guck mir die Verletztenliste an, schau in die BL Tabelle, guck wann CL und Pokaltermine sind und denk mir.. wenns lafft dann laffts :) Zur Trainerdiskussion sag ich, bin froh das es nicht Tuchel wird aber das ist schon eher ne gefühlsmässige Gschicht bei mir. Auch sollte man sich in Erinnerung rufen wie manch hochgelobte Supertrainer wie Klinsmann oder Ancelotti gnadenlos gescheitert sind. Gerade bei Ancelotti dachten praktisch alle Expertern das der nun nach Pep den CL Titel holen wird. Was er geholt hat war der unrümlichste Abgang aller FCB Trainer seit Van Gaal. Und da soll dann alles andere als Tuchel nur eine C-Lösung sein?

    Ich lass mich überraschen wer der neuen FCB Trainer wird aber gleichzeitig glaube ich das eine Überraschung a´la Pep nur alle paar Jahrzehnte möglich ist. Wichtiger ist mir das der Trainer zur Mannschaft passt und mit den Spielern umgehen kann und ich glaube nicht das Kalle und Uli innerhalb weniger Monate all ihre Erfahrungen über Bord geworfen haben und bei dem Thema wie aufgescheuchte Hühner agieren.

  45. Hubert

    In diesem Verein läuft sehr viel viel unprofessioneller ab, als wir uns das vorstellen wollen. Und unser Nachwuchszentrum ist auch nur ein Feigenblatt. Nee, das darf alles nicht wahr sein. Wie kann man sich allen Ernstes mit Kovac, Hasenhüttel und Favre beschäftigen. Alles ordentliche Trainer, aber gewonnen haben die noch gar nix. Geschweige denn mit Top-Stars in der BL, CL und im Pokal regelmäßig geliefert. Tuchel oder Löw wären für mich die einzige deutsche Option. Aber je länger KHR und Uli das sportliche Sagen haben und nicht der SD und der Coach alleine, je weiter fallen wir gegenüber den Top-Clubs zurück. Die denken längst in ganz anderen Kategorien und Dimensionen. De Bryne hätten wir auch für 50 Mio haben können. Wollte aber damals keiner. Pep wollte Neymar. Uli Götze. Das zum Thema “Wer hat das Sagen”. Im Zeitalter der Globalisierung schauen wir uns schwerpunktmäßig nach deutschen Spielern um. Halte ich auch für fahrlässig, eventuell eine Folge aus dem Breno/Sanches-Desaster. Ulis nicht vorhandene EMail-Adresse steht exemplarisch für sein Handeln. Auf der Bank sitzen Heynckes, Mull, Hermann und Gerland – bei allem Respekt, welchen ich vor den Herren habe, aber das sind routinierte Verwalter des StatusQuo, aber keine, die den Verein jetzt nach vorne bringen. Mit Brazzo hat man die Funktion des SD bei Bayern dahin gebracht, wo Hoeness sie hin haben wollte. Der Posten ist unter ihm bedeutungslos. Freuen wir uns halt auf die 6. Meisterschaft. Ich persönlich hätte mich wesentlich mehr über einen neuen Bayern-Coach namens Tuchel gefreut.

  46. Osrig

    Mir ist das im Moment alles ein wenig zu viel Aufregung und auch Schwarzseherei! Zugegeben, ich war enttäuscht, als ich in den Medien las, Tuchel habe unserem FCB abgesagt; und mein erster Gedanke danach war ein unfreundliches Wort in Richtung unserer Führung, das mit “Schlafmützen” noch wohlwollend umschrieben ist.

    Aber wenn ich es mir recht überlege, dann hat sich noch nicht viel ereignet, was wirklich Anlass zur Sorge um den FCB geben würde!
    Denn was können wir denn mit Sicherheit sagen?
    Zweifellos können wir sagen, dass Jupp noch nichts offiziell verkündet hat, also weder verlängert, noch definitiv sein Aufhören zum Saisonende publik gemacht hat. Es gibt mehrere Antworten auf zahlreiche Fragen von Journalisten, die Letzteres nahe legen, aber auch eine klare Ansage von ihm, er habe definitiv eben noch nicht gesagt, er höre auf!
    Also keine klare Aussage zum Thema Verlängerung ja oder nein!

    Ähnliches gilt für Tuchel! Mehrere Medien haben übereinstimmend von einer Absage Tuchels an den FCB berichtet, von Tuchel selbst gibt es dazu kein “Statement”, weder eine Bestätigung noch eine Richtigstellung. Auch nicht von dritter Seite, wie z.B. die Verkündigung eines Vertragsabschlusses mit Tuchel seitens der Vereinsoberen von PSG oder Arsenal.
    Also auch hier keine klare und eindeutige Aussage, keine klare Klärung.

    Als bedeutsam sehe ich auch die Äußerung von Rummenigge im FC Bayern Magazin aus dem Spiel gegen den HSV, in dem eine schon demonstrativ wirkende Gelassenheit von Rummenigge in der Trainerfrage erkennbar wird, ohne dass allerdings Namen genannt werden. Jedenfalls erweckt unser Vorstandsvorsitzende mit seinen Zeilen durchaus den Eindruck, als wisse man in der Vereinsführung, woran man sei und amüsiere sich über die vielen Namen von Kandidaten, die letztlich nur Spekulation wären.

    Und genau das ist Vieles von dem, was im Moment in den verschiedenen Medien berichtet wird: Spekulation!
    Man mag sich darüber aufregen, dass zu einem Zeitpunkt, wo die Saison auf ihren Höhepunkt zu steuert und dementsprechend Vorbereitungen für die nächste Saison laufen müssen, noch keine Klarheit darüber besteht, wer in der nächsten Spielzeit bei uns an der Seitenlinie steht, doch bleibt es deswegen eben immer noch spekulativ, wer es werden könnte und wie der Stand bezüglich der Nachfolge nun genau ist.
    Zwar gibt es Tendenzen, Trends vielleicht, aber selbst die damit verbundenen Informationen sind vage und auch nur eine Momentaufnahme.

    Also müssen wir uns in Geduld üben und abwarten, wer demnächst in ein paar Tagen, oder auch erst in ein paar Wochen, als Cheftrainer für die kommende Saison verkündet wird!
    Und erst dann können wir uns darüber unterhalten, wie wir die zukünftige Ausrichtung unter dem Neuen sehen, welche Erwartungen wir haben, und ob wir mit der Entscheidung zufrieden sind, oder große Probleme sehen. Ganz sicher wird es dann auch hier große Diskussionen geben.^^

    Bis dahin können wir nur spekulieren, und um die Spekulation noch ein wenig zu befeuern, noch ein Gedanke zum vermeintlichen “Tuchel-Gate”:
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tuchel – nachdem er durch das hartnäckige Werben um Heynckes durch Hoeneß zu verstehen bekommen hat, er sei zumindest für den Präsidenten nur die zweite Wahl – trotzdem mit fliegenden Fahnen sein “Ok” gegeben hätte, als er dann doch gefragt wurde! Es könnte daher gut sein, dass er sein Gesicht wahren und sehen wollte, dass sich die Vereinsoberen wirklich um ihn bemühen! Denn auf diese Weise würde er deutlich machen, dass er keineswegs nur Zweite Wahl ist und es nicht nötig hat, darauf zu warten, dass der FCB anklopft! Das würde sein Antritt in München doch einen anderen, selbstbewußteren Anstrich geben, was für seinen Start sicherlich wichtig wäre.
    Ich kann mir daher vorstellen, dass nach den Osterfeiertagen dann doch die Meldung kommt, Tuchel unterschreibt beim FCB.

    Übrigens denke ich, dass Tuchel und unsere Vereinsführung in den zurückliegenden Wochen Kontakt gehalten haben dürften, denn auf der Ebene, auf der man sich bei solchen Positionsbesetzungen bewegt, schreibt man nicht mal eben nur eine Mail und meldet sich dann nicht mehr! Es sei denn, Tuchel war tatsächlich nie in der engeren Wahl gewesen.

    1. Jo

      “Aber wenn ich es mir recht überlege, dann hat sich noch nicht viel ereignet, was wirklich Anlass zur Sorge um den FCB geben würde! Denn was können wir denn mit Sicherheit sagen?”

      Tja, eher wenig. Deshalb Gratulation zu einem der raren, lesbaren Beiträge hier zu diesem Thema.

      Wie heißt es doch in diesem hübschen Lied: “Und das ist alles nur in meinem Kopf.”

      1. Schließe mich da voll und ganz an. Auch wenn gerade vieles den Anschein macht, dass Tuchel tatsächlich nicht nach München kommt, so haben wir immer noch nichts definitives gehört.
        Die eigentlich so besonnenen Kommentatoren sollten lieber ruhig bleiben und wieterhin auf eine offizielle Bekanntgabe warten

      2. Vobius

        Hübsch euer Optimismus. Euer Wort in Gottes Ohr…

  47. Beobachter

    Übrigens aus England heißt es nun, Tuchel habe Bayern mitnichten angesagt, Bayern sei noch Favorit, zu Arsenal gebe es gar keinen Kontakt, wenn überhaupt England, dann nur, wenn Bayern nciht klappt und dann eher Chelsea als Arsenal.

    Nun ja. Schaun mer mal.

    Die grundsätzliche Problematik bleibt freilich die gleiche…

  48. Martin

    Das wird die größte Medienente der letzten Jahre.

    Inzwischen rudern auch alle zurück.

    Jetzt wird nur noch von mutmaßlichen Entscheidungen gesprochen, die Tuchel angeblich getroffen haben soll. Konjuktive, Vermutungen, noch mehr Konjunktive. Bla Bla Bla…

    Meine Meinung: die Medien haben keine Ahnung und wollten mit dieser (Falsch)Meldung eine Äußerung erzwingen. Und keiner, wirklich keiner der Entscheider hat sich aus der Deckung locken lassen.

    Journalismus at it’s worst.

    1. Was die Länderspielpause mal wieder so mit den werten Sportmedien macht…

    2. Kurt

      Naja, ich glaub erstmal nicht mehr an Tuchel und habe hier vor ein paar Wochen/Monaten noch mit am Lautesten getönt. ^^

      Lasse mich aber gerne positiv überraschen.

  49. Kurt

    @Beobachter

    Und genau das ist doch die Sache. Ancelotti war “Mr. Champions League”. Geholt für die KO-Spiele. Ich fand ihn von Anfang an super und hab auch lange noch verteidigt, als hier schon längst die Schere gefordert wurde von einigen Kommentierern.

    Aber in der Nachschau, war er eben der Falsche. Thomas Müller fast komplett zerstört und auch so war die Mannschaft am Ende (vor allem die Laune).

    Nur hat das niemand gedacht bei seinem Standing. Wieso soll dann aber gerade Tuchel passen? Und Nagelsmann oder Kovac nicht? (Die Namen sind jetzt ohne Bezug.)

    Es muss kein Deutscher sein, es muss kein Name a al Pep oder Mourinho oder Simeone sein. Im Endeffekt passt es, oder es passt nicht.

    Aber jetzt so zu tun, als wären wir am Rand des Zusammenbruchs ist doch albern. Ja, man hat sich jetzt nicht mega weiterentwickelt, aber welches Topteam hat das denn in dieser Saison?

    Real? Nö. Barca? Nicht wirklich, aber Messi ist Messi. PSG? Lol. United? Lol. Die einzigen, die Sprünge gemacht haben, sind natürlich City. Aber Pep gibt’s halt nur einmal und selbst der war kein Garant auf den internationalen Erfolg.

    Insofern ist hier verfrühter Frust a la Transfermarktforum völlig Fehl am Platz. Wir werden einen Trainer bekommen. soviel steht fest. ;)

    1. Kurt

      Ach ja Liverpool noch meinetwegen, aber die spielen zumindest diese Saison für uns keine Rolle mehr.

    2. Beobachter

      Das ist zwar immer etwas blöd, soetwas hinterher zu sagen, aber bei CA war ich mir komischerweise fast sicher, dass das in die Hose geht. Ich weiß nicht, ob es hier war, aber in irgendeinem Forum habe ich mich da ziemlich ausführlich ausgelassen. :/ Vor allem fand ich den Unterschied zu Pep zu groß. Ich habe es mir dann aber irgendwann schön geredet, nach dem Motto: Erfahrung, Verwalter, KO-King usw., denn man muss es nun mal annehmen wie es kommt. Nach zwei oder drei Monaten war aber klar: es wäre eher verwunderlich, wenn es noch was wird, das Scheitern ist nur eine Frage der Zeit.

      Auf der anderen Seite hast du freilich recht: eine Garantie gibt es nie. Pep hätte auch ganz grandios in die Hose gehen können. Aber ich finde, ein Trainer muss grundsätzlich zur Grundphilosophie einer Mannschaft passen. Das muss nicht deckungsgleich sein, aber doch so ähnlich. Pep war nicht LvG und Tuchel ist nicht Pep aber es geht in eine ähnliche Richtung. Ancelotti war dagegen was ganz anderes. Ich finde: es gibt eh schon genug mögliche Probleme, da macht man mit so einem Trainer ohne Not ein zustätzliches Fass auf. Klopp z.B. könnte ich mir bei Real vorstellen, aber nicht bei Barca oder uns. Und deshalb bin ich bei Hasenhüttl und Kovac skeptisch.

      Nun kann ein Trainer freilich sein Repertoire erweitern. Heynckes 2012 bspw. hat mich doch überrascht und freilich ist das auch bei anderen Trainern denkbar.

      Also klar: die Welt wird nicht untergehen ;)

  50. Stiftl

    Ich tippe seit Jupps ominösen Äußerungen in der Hamburg PK, er habe nie gesagt, dass er nach dem 30.06. nicht mehr Trainer beim FCB tatsächlich auf Löw.

    Das erklärt nämlich den vermeintlichen Widerspruch in Jupps Aussagen: Er bleibt einfach weiter im Amt, Jogi mischt im Hintergrund schon mit, was den Kader für nächste Saison angeht. Und nachdem Jogi aus dem WM Urlaub zurück ist, übergibt Jupp an ihn. Dieses Szenario wäre mit keinem anderen Trainer als Heynckes möglich.

    Wenn unsere Granden Tuchel wollten, hätten sie den Sack schon längst zugemacht. Letzten Endes muss man sich jetzt schon mit der Kaderplanung für nächste Saison beschäftigen – da wäre es absurd, einen verfügbaren Trainer erst kurz vor Schluss zu sichern.

    Der ganze Zirkus um Tuchel sind in meinen Augen nur Nebelkerzen um von Löw abzulenken.

    Nebenbei gefragt: ist es eigentlich üblich, dass Löw ein CL Auswärtsspiel des FCB besucht? ;-)

    1. Tipic

      Naja, sowohl der Kicker als auch die SZ berichten, dass es seitens des FCB kein Interesse an Löw gibt. Es läuft wohl auf Hasenhüttl oder Kovac hinaus, mehr gibt der (deutschsprachige) Markt leider derzeit nicht her. Und selbst wenn man sich den internationalen Trainermarkt anschaut, gibt’s kaum geeignete Kandidaten. Pochettino wird sich zwischen einer sehr lukrativen Verlängerung seines Vertrags bei den Spurs und Madrid, wo er Wunschkandidat von Reals Präsident Perez ist, entscheiden. Und den Italiener Conte kann ich mir so kurz nach dem Scheiterns des Italieners Ancelotti auch nicht wirklich vorstellen. Bei Conte kommt noch dazu, dass nicht nur kein Deutsch, sondern auch ziemlich bescheiden Englisch spricht …

    2. Beobachter

      Löw war doch mal Trainer in Istanbul, zwar nicht bei Besiktas aber könnte auch ein Grund gewesen sein, weshalb er da war.

    3. Stiftl

      “Für Löw ist ein Wechsel nach der WM in Russland zum deutschen Meister “überhaupt kein Thema”. Das sagte Löw vor dem Länderspiel seiner Weltmeister-Mannschaft am Dienstag in Berlin gegen WM-Rekordchampion Brasilien dem ZDF . Für ihn stehe die WM im Mittelpunkt, so dass er “andere Sorgen als die Bayern” habe, fügte der 58-Jährige hinzu.”

      Ein klares Dementi klingt für mich irgendwie anders. Klar steht JETZT die WM im Mittelpunkt. Er sagt aber nix über die Zeit danach.

  51. Tobi

    “Ich hab jetzt nichts gefunden, was darauf hindeutet, dass die Katalanen Probleme mit Banken oder ihrer Kreditwürdigkeit haben.”

    Ist Hoeneß unglaubwürdig für dich? Entsprechende Aussage von ihm hab ich verlinkt.
    Darüberhinaus wüßte ich nicht, warum sich so ein Projekt sonst fast ein Jahrzehnt verzögern sollte.
    Bürokratische Hürden? Keine Baufirma gefunden? Wer es glaubt wird selig. ;)

    “Die Verzögerung wird öffentlich nur zum Teil damit begründet, dass man die Schulden auf unter 200 Mios drücken will (davon dass man das muss hab ich noch nichts gehört…könnte auch eine planerische Entscheidung der Vereinsspitze sein)”

    Ob sie es müssen oder nicht ist für unsere Diskussion doch total uninteressant. Lt. Aussage von Monje ist es auf absehbare Zeit nicht möglich.
    Und das zu einer Zeit, wo man doch pauschal größer und reicher wird, wenn man nicht allzuviel falsch macht?
    Das passt einfach nicht.

    1. Olorin

      Wieso führst du die Diskussion jetzt hier unten fort? Tut mir leid, den Kommentar mit den beiden verlinkten Artikeln hab ich jetzt erst gesehen, vermutlich weil er später freigeschaltet wurde. Aber wie auch immer: dass der gute Uli auch gern mal einen raushaut und über Konkurrenten herzieht ist denk ich bekannt. Es würde mich wundern, wenn er im Detail über die finanziellen Verhältnisse Barcas im Bilde wäre. Wie auch immer hab ich jetzt denk ich ausreichend deutlich gemacht, dass die finanziellen Volumina der beiden Vorgänge (unser Arenabau und Barcas Modernisierung) nicht vergleichbar sind.

      Aber wie auch immer, wahrscheinlich können wir jetzt über diesen Einzelfall ewig diskutieren ohne weiter zu kommen. Prinzipiell habe ich denk ich ausreichend gezeigt, dass die allermeisten Großvereine in den letzten paar Jahren wirtschaftlich sehr gute Zahlen vorgelegt haben, die mit unseren durchaus vergleichbar sind. Dazu gehört auch Barcelona. Ob das ausreicht, ein Monsterprojekt über 600 Millionen (!) allein zu stemmen ist dann nochmal ne andere Geschichte.

      1. Tobi

        “Wieso führst du die Diskussion jetzt hier unten fort?”

        War nicht geplant. Fummel mich noch etwas in die Feinheiten der Seite rein.

        “Aber wie auch immer: dass der gute Uli auch gern mal einen raushaut und über Konkurrenten herzieht ist denk ich bekannt. Es würde mich wundern, wenn er im Detail über die finanziellen Verhältnisse Barcas im Bilde wäre.”

        Mich würde es nicht wundern, wenn er irgendwann im letzten Jahrzehnt mal mit irgendjemandem von Barca gesprochen hätte.
        Ist ja nicht so , als wenn er nicht ausgezeichnet vernetzt wäre in der Branche.

        “Wie auch immer hab ich jetzt denk ich ausreichend deutlich gemacht, dass die finanziellen Volumina der beiden Vorgänge (unser Arenabau und Barcas Modernisierung) nicht vergleichbar sind.”

        Vergleichbar in der Tat nicht. Der FCB hat trotz widrigster Bedingungen ( 1860) das Projekt in Rekordzeit abbezahlt und Barca kriegt ihr Projekt nicht mal zu laufen.
        Planen und den Fans versprechen kann man viel. Muss man nur auch finanziert kriegen und da hapert es ja offensichtlich.

        “Dazu gehört auch Barcelona. Ob das ausreicht, ein Monsterprojekt über 600 Millionen (!) allein zu stemmen ist dann nochmal ne andere Geschichte.”

        Alleine ist ja auch so eine Sache. Es gibt Pläne die Namensrechte am Stadion zu verhökern, um den Umbau zu finanzieren, was auch dafür spricht, dass die ganze Geschichte wohl vom Verein so nicht zu stemmen ist.
        Da sind nur die Fans nicht so begeistert von. Mes que un Club, und so.

      2. Olorin

        “Mich würde es nicht wundern, wenn er irgendwann im letzten Jahrzehnt mal mit irgendjemandem von Barca gesprochen hätte.”
        Ganz bestimmt hat er das sogar regelmäßig. Aber beim Gespräch mit dem Chef eines Konkurrenten pflegt man normalerweise detailliert die eigene Finanzsituation darzulegen.

        Bei der Stadiongeschichte reden wir offensichtlich nur noch aneinander vorbei. Ich hab meine Ansicht jetzt ausreichend dargelegt, dass Barca hier mitnichten einfach nur das Stadion ausbaut.

  52. […] Kein Trainer, Kein Plan, Keine Vision | Felix […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Miasanrot.com — Der FC Bayern München Blog