Harte Olympiakost: Bayern gewinnt knapp mit 3:2

Justin Trenner 22.10.2019

Für die Bayern war der Gastauftritt gleich auf mehreren Ebenen wichtig: Emotional ging es darum, eine Krise zu vermeiden. Damit einher geht das Aufpolieren des eigenen Selbstverständnisses. Doch auch sportlich ging es darum, einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale zu gehen.

Falls Ihr es verpasst habt:

Niko Kovač wechselte im Vergleich zum 2:2 in Augsburg dennoch nur zweimal: Für Kingsley Coman rückte Thomas Müller in die Startelf und hinten ersetzte David Alaba den verletzten Niklas Süle. Diese zwei Veränderungen brachten jedoch eine größere Umstellung mit sich. Alaba rückte selbstverständlich auf seine Linksverteidiger-Position, wodurch Lucas Hernández neben Benjamin Pavard im Zentrum verteidigte. Javi Martínez blieb auf der Sechs, Müller spielte auf dem Papier rechts und Serge Gnabry wechselte auf die linke Außenbahn.

Auch Pedro Martins stellte bei den Gastgebern ein wenig um. Statt eines spielstarken Zehners brachte er drei eher robuste Mittelfeldspieler, um gegen den Ball in einem kompakten 4-5-1 verteidigen zu können. Womöglich aber auch eine Reaktion darauf, dass Mathieu Valbuena aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht zur Verfügung stand. Im Angriff startete El-Arabi, rechts begann der schnelle Daniel Podence in der Hoffnung, die Vorstöße von David Alaba für sich nutzen zu können.

So viel zur Theorie. Praktisch plätscherte das Spiel 20 Minuten lang vor sich hin. Die Bayern hatten zwar fast 70% Ballbesitz, doch wirklichen Ertrag gab es daraus nicht. Piräus verteidigte tief, hatte aber immer wieder gefährliche Kontersituationen. Abschlüsse der Münchner blieben gänzlich ohne Gefahr. 

Und so wie das Spiel so vor sich hin plätscherte, hatten die Griechen den ersten Punch parat. Nach einer Flanke war es El-Arabi, der den Ball ins Tor köpfte (23.). Neuer konnte zwar parieren, doch die Torlinientechnologie vermeldete den ersten Treffer des Abends. Wirklich überraschend kam dieser Nadelstich ob der uninspirierten Leistung der Münchner trotzdem nicht.

Nach rund 30 Minuten stellte Niko Kovač dann um. Müller rückte ins Mittelfeldzentrum hinter Lewandowski, Coutinho auf die linke Seite und Gnabry wechselte nach rechts. Es sollte keine vier Minuten dauern, da machte sich diese Anpassung bezahlt. Eine Hereingabe legte Lewandowski per Kopf auf Müller ab, der den Ball volley auf das Tor brachte. Piräus-Torwart Sá parierte zwar, doch Lewandowski verwertete den Abpraller zum Ausgleich. Ein besserer Spielfluss kam in der Folge aber auch dadurch nicht zustande und so ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang brachte Kovač Corentin Tolisso für den angeschlagenen Martínez. Und als wäre das nicht genug, mussten die Bayern in der 58. Minute erneut wechseln. Hernández verletzte sich, Boateng ersetzte ihn. Einen wirklichen Einfluss auf die Partie nahm aber auch das nicht. Im Gegenteil: Die Bayern agierten sogar noch etwas weniger zielstrebig als in den ersten 45 Minuten. Ähnlich wie Piräus gelang es diesmal jedoch den Münchnern, mit der ersten nennenswerten Szene ein Tor zu erzielen. Nach einem Standard war es – natürlich – Lewandowski, der die Führung besorgte (62.).

Dass auch noch andere Spieler im Kader Tore schießen dürfen, stellte dann Tolisso unter Beweis, der mit dem zweiten Abschluss seiner Mannschaft im zweiten Durchgang das 3:1 sehenswert aus der Distanz erzielte (75.). Dem Ergebnis entsprechend traten die Gäste aber nicht auf. Kaum Ballbesitz, wenig Kontrolle, ständige Kontersituationen durch Piräus – da war das zweite Tor der Griechen fast schon folgerichtig.

Guilherme versenkte einen abgefälschten Fernschuss und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel (79.). Erneut ließen die Bayern den Verwaltungsmodus bei einer eigentlich komfortablen Führung vermissen. 

Kovač wechselte in der 86. Minuten letztmals: Ivan Perišić kam für Müller. Piräus warf hingegen in der Schlussphase, die Podence mit starker Einzelaktion und dem Beinaheausgleich eröffnete (88.), nochmal alles nach vorn. Diesmal zitterten die Bayern den Sieg aber über die Ziellinie.

Dinge, die auffielen:

1. Andere Spieler, selbe Probleme

Wohlwollend kann man Niko Kovač den Gedanken unterstellen, dass er mit vier eher zentral ausgerichteten Spielern zumindest theoretisch das kompakte Mittelfeld der Griechen bespielen wollte. Praktisch sah das mit dem Ball allerdings genauso aus, wie in den letzten Wochen und Monaten. Die taktischen Probleme wurden auf Miasanrot hoch und runter analysiert, sie erneut in aller Detailtiefe auszuführen, wäre in etwa so vorhersehbar wie das aktuelle Offensivspiel der Bayern.

Deshalb in aller Kürze: Riesige Abstände im zentralen Mittelfeld, ohnehin riesige Abstände zwischen den Mannschaftsteilen (Defensive, Offensive, aber kein Mittelfeld), kein Anbieten der Achter oder Außenspieler in Ballnähe, uninspiriertes Spiel über die Außenbahnen, viele unnötige Ballverluste durch fehlende Anspielstationen, keine Einbindung Coutinhos oder Müllers, kaum Struktur auf dem Platz und somit auch große Löcher, die Piräus bespielen konnte.

Man kann Kovač nicht absprechen, dass er Dinge ausprobiert. Gegen Piräus stellte er nach 30 Minuten um. Durch den nun zentraleren Müller kam es nach einer Flanke zum Ausgleich. Anschließend blieb es aber dasselbe Spiel. Auf einem Schulzeugnis würde daher wohl stehen: “Er war stets bemüht.” Aber letztendlich blieb es größtenteils Magerkost der Bayern.

2. Thiago durch seine Rolle limitiert

In den vergangenen Wochen scheiterte Tolisso daran, auf der Sechs wie Kimmich oder Thiago spielen zu müssen. Seit dem Augsburg-Spiel und der Rückkehr von Martínez im bayerischen Mittelfeld scheitert nun Thiago daran, auf halbrechts wie Tolisso oder Goretzka spielen zu müssen. Thiago war in den letzten Jahren der wichtigste Spieler im Kader des FC Bayern, weil er seiner Mannschaft eine Grundstruktur gibt, die ohne ihn fehlt. Nicht zuletzt gegen Tottenham wurde das mehr als deutlich.

Seine Rolle in den letzten beiden Spielen limitierte ihn jedoch so sehr, dass er mittlerweile tatsächlich so spielt, wie man ihn in Teilen der deutschen Medienlandschaft zuletzt überkritisch wahrgenommen hatte: Wie ein stinknormaler Mittelfeldspieler, der viel zu oft abtaucht.

Zu hoch, zu wenig zentral, zu wenig in den eigenen Spielaufbau eingebunden – in dieser Rolle wird Thiago Kovač nicht helfen können. Und schaut man sich die unvollständige Liste an Problemen in Punkt 1 an, so wird der Trainer die Hilfe seiner Nummer Sechs dringend benötigen.

3. (Vermeintlich) fehlende Laufbereitschaft

Ein berechtigter Kritikpunkt am derzeitigen Bayern-Spiel ist auch, dass es zu wenig Bewegung auf dem Platz gibt. Der ballführende Spieler hat zu wenig Optionen, neigt dann entweder zum Risiko- oder zum Quer- beziehungsweise Rückpass. Raumgewinne gibt es dadurch selten, die Passwege sind weit und der Gegner bekommt tolle Angebote. Warum beispielsweise gegen Leipzig immer wieder Offensivspieler in Ballnähe abkippten und die Bayern jetzt kaum noch geordnet nach vorn kommen, wird sich nicht endgültig klären lassen.

Jedoch liegt der Verdacht nahe, dass es entweder taktische Vorgaben oder fehlende taktische Vorgaben sind. Warum sollten Spieler und Trainer sonst darauf beharren und nichts an der Situation ändern? Eine taktische Vorgabe könnte das Ziel haben, besser ins Gegenpressing bei zweiten Bällen zu kommen und über viele Spieler in der Offensive erst später auf dem Flügel ballnah zu unterstützen oder sich für Verlagerungen ins Spiel zu bringen. Die bittere Realität ist aber, dass es nicht funktioniert. Der Ballvortrag des FCB ist behäbig und lädt zu Kontern ein. 

Ein weiteres Indiz für die Ideenlosigkeit sind die vielen Karten, die die Mannschaft in dieser Saison bereits gesammelt hat. Allein Thiago kommt bereits auf fünf gelbe Karten nach nur 11 Pflichtspielen. In der gesamten letzten Saison waren es bei ihm sechs nach 42 Pflichtspielen. Oft brauchen die Bayern taktische Fouls, um ihren Gegner zu stoppen. Kein Zeichen eines gesunden und strukturierten Ballbesitzspiels und/oder Gegenpressings.

4. Guter Gegner

Auch Olympiakos Piräus war ein Teil dieses Spiels. Die Bayern hatten es nicht mit Fahnenstangen, sondern mit einer gut organisierten Mannschaft zu tun. Piräus wechselte im Vergleich zu den letzten Spielen auf ein 4-5-1 gegen den Ball, bei dem die ballnahen Flügelspieler immer wieder herausrückten, wodurch ein asymmetrisches 4-4-2 entstand. Asymmetrisch deshalb, weil den Bayern dadurch die diagonalen Pässe von außen nach innen erschwert wurden. Piräus löste das durchaus clever und konnte die Spielfeldmitte regelmäßig schließen. Bayerns Zentrum hatte in den meisten Spielphasen kaum Anbindung.

Piräus blieb immer aggressiv, zeigte eine hohe Laufbereitschaft und kam zu einigen Ballgewinnen. In ihren Umschaltsituationen ließen sie aber gute Gelegenheiten ungenutzt. Im zweiten Durchgang zeigten sie aber, dass sie nicht nur die klassische Kontermannschaft sind, die auf Fehler des Gegners lauert. Mitunter kamen die Griechen hier auf mehr Ballbesitz als die Gäste. Bayern bekam keine Kontrolle in das Spiel und Piräus blieb deshalb immer gefährlich. So sehr man den FCB also dafür kritisieren kann, dass er taktisch, läuferisch, individuell und als Kollektiv nicht an die Leistungsgrenze kam, so sehr muss man den Gegner an diesem Abend dafür loben, dass er die Schwächen der Kovač-Elf offenlegen konnte. Zwar dürften die Bayern letztendlich die klareren Chancen gehabt haben. Bedenkt man allerdings, welche Chancen Piräus sich aus Unvermögen nicht herausspielte, war ein Unentschieden durchaus realistisch.

5. Und nun?

Gruppenerster, in der Bundesliga dran am Tabellenführer, im Pokal eine Pflichtaufgabe vor der Brust, gegen Piräus eine deutlich bessere Chancenverwertung gezeigt – alles toll beim FC Bayern, oder? Nun. Es bleibt eine Frage der Perspektive. Eine Möglichkeit wäre es, die Leistungen der vergangenen Wochen (einschließlich der ersten Halbzeit gegen Tottenham) mal gewaltig in Frage zu stellen und jeden Stein umzudrehen. Wo liegen die Ursachen für die teils eklatanten Schwachpunkte? Warum kann der FC Bayern selbst gegen vermeintlich kleinere Mannschaften kein Spiel mehr kontrollieren? Warum ist diese Gier nicht mehr zu spüren, in jeder Situation den einen Meter mehr zu gehen als sonst? Nickt man jetzt alles ab, unterschätzt man die Situation. Dann sollte man aber auch nicht überrascht sein, wenn der erste große Gegner in der Champions League zu groß ist für einen Klub, der sich in seinem Selbstverständnis eigentlich ständig den Kopf an der Decke stößt. Die Realität spricht nämlich eine andere Sprache.



»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Es tut mir leid
    Keine Spielkontrolle
    Keine Ruhe keine Abgeklärtheit
    Keine Defensive Orga ergo wieder 2 GT
    Keine Abläufe

    Unterm Strich Sieg aber man sollte sich nichts vormachen

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    1. P.s.
      Wir reden seit Wochen davon das es die Gegner gut machen aber es ist eine alte Weisheit das der Gegner immer nur so gut ist wie man ihn lässt.
      Von daher ganz klar wir können nicht mehr dominieren und die Gegner haben keinen Respekt

      1. Ich nehme jedes Spiel, wie es kommt. Vorfreuen kann man sich sowieso nicht. Das wird man die Saison noch ertragen müssen.

        Nicht nur, dass man nicht mehr dominiert, man wird streckenweise vom Gegner dominiert. Nie im Leben liegt das am Spielermaterial, von denen haben es ALLE schon bewiesen, dass sie es besser können.

  2. Gute Analyse, vielen Dank!
    Sehe es zu 100% genau so. Es wurde einen Top Verein auszuzeichnen, jetzt jeden Stein umzudrehen. Akribisch arbeiten. Sieht aber mehr nach “geht’s raus und spielt Fußball” aus. Oder wie meine Frau heute Abend so schön sagte: “seit der Kovac da ist, gewinnen die zwar, aber man hat immer Angst dabei”. Trifft es sehr gut, leider….
    Grüße
    Der Dingens

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    1. sehe ich auch so!

      Es ist nur keiner da zum Steine umdrehen, so ein Typ wie Sammer bräuchte man jetzt. Uli macht es nicht, einerseits ist er nicht mehr lange da und andererseits hatte er ja bei Kovac die Hände im Spiel. Hasan ist schlichtweg überfordert und besitzt nicht das Standing da etwas zu ändern. Auch wenn er sicherlich ein total sympathischer Typ ist.

      Meintest du eigentlich umdrehen oder auch wegräumen? ;-)

      1. Moin
        Wenn man beim Umdrehen zu dem Schluss kommt, dann gerne auch wegräumen. Ich sehe es wie viele weiter unten. Kovac ist ein netter Kerl, aber es fehlt Konzept.

  3. Bei Uli weiß man‘s nicht, aber bei Kalle ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass er dieses uninspirierte Gerumple auf Dauer hinnimmt. Das ist zeitweise einfach nur noch peinlich.

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    1. Wenigstens wird die “Handschrift des Trainers” jetzt doch langsam erkennbar…

      1. Wenn jetzt sogar schon Brazzo von “planlosem Offensivspiel” spricht, sagt das schon eine ganze Menge.

  4. Thomas Müller Fußballgott.

    Jetzt Lewy bitte wieder in die Cryokammer, oder wo auch immer man ihn konserviert, bis zum nächsten Spiel.

  5. Servus,

    zuerst einmal an alle Verletzten die auswärts dabei waren, eine gute Besserung

  6. danke für die nüchterne analyse justin, schicke uli doch mal den link dazu! leider hat er jetzt immerhin recht, dass sich die abwehr von selbst aufstellt. sah ja nicht gut aus bei lucas und javi hat jetzt auch noch oberschenkelprobleme…
    nur was die laufbereitschaft angeht, kann man nicht soviel kritisieren, der FCB hatte wohl ein paar km mehr als olympiakos. wahrscheinlich, weil wir dem ball in hz2 oft hinterhergelaufen sind…

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    1. „… schicke uli doch mal den link dazu!“:
      Zielführender ist es wahrscheinlich, einen Ausdruck des Artikels per Fax zu schicken! ;-)

  7. Sag mal, was rauchst du eigentlich? Wo kann ich das kaufen?

    Bayern kam läuferisch nicht an die Leustungsgrenze? Mit knapp 119km (5 mehr als Piraus) kann ich diese Aussage nicht nachvollziehen.

    Ebenso war Piraus nicht am Ausgleich dran, die Chance von Podence (88.) war bestenfalls eine Halbchance. Der Ausgleich wäre auch unverdient gewesen.

    Trotz grösstenteils pomadigem Auftritt hatte man mehr Chancen und verdient gewonnen.

    Tottenham mit eurem Taktikfreund Pocchetino hat in Piraus übrigens nur 2-2 gespielt.

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    1. Ich bitte dich .. das Tottenham 2:2 in Griechenland gespielt hat ist eher ein Punktverlust für die Griechen … die Frage ist immer welche Ansprüche man hat? Und hätte man einer anderen Champions League Mannschaft auswärts soviel Räume gegeben wie den Griechen gestern hätten wir ordentlich kassiert.

  8. Fußballerisch ist das doch nur noch zum Heulen. Ich verliere langsam wirklich den Spaß am Zuschauen. Eine Mannschaft mit so großem Potential spielt so einen unkontrollierten Holzhacker-Fußball. Es war ein Fehler Kovac zu holen, ein noch größerer mit ihm in die Saison zu gehen. Das wird das nächste verschenkte Jahr, Double letzte Saison hin oder her.

    Zum 5. mal 2 Gegentore am Stück. Wann gab es das zuletzt? Vor 15-20 Jahren? Wenn überhaupt. Ein geordneter Spielaufbau ist nicht existent, die Offensive nichts als die Summe individueller Klasse und die Defensive überhaupt nicht abgestimmt. Da hilft das permanente Schönreden und verweisen auf Tottenham von Salihamidzic und Kovac auch nicht weiter. Beide sind exakt das Gegenteil von dem was uns mal so stark gemacht hat (Heynckes/Guardiola und Sammer). Wenig Fachkompetenz kombiniert mit wenig Anspruch. Hätte jemand vor 3-4 Jahren gesagt, dass dieses Duo-Infernale bald bei uns das Zepter schwingt wäre wohl kaum ein Bayern-Fan aus dem Lachen raus gekommen.

    Wir brauchen hier meiner Meinung nach einen kompletten Umbruch. Kahn kommt ja schon, dazu Eberl als sportlicher Part und ten Hag als Trainer. Als Transfers noch Sane, Havertz/Coutinho und einen 6er/RV. Dann hätte ich ein gutes Gefühl und wäre auch bereit Schwächeperioden zu akzeptieren, denn das Ganze hätte ein klares Konzept und Ziel. Aktuell bleibt einem ja nichts als das nackte Ergebnis übrig und selbst das gerät hin und wieder ins Schwimmen.

    Ein kritische Anmerkung möchte ich auch nochmal zu Hernandez machen. Keine Ahnung wie man auf die Idee kommen kann in unserer Situation hier 80 Millionen zu zahlen. Die IV war gut besetzt. Hier hätte man locker noch 1-2 Jahre mit Hummels weiter machen können, aber wenn man hier verjüngen will und auf mehr Schnelligkeit setzt (was man ja durchaus so sehen kann), dann hole ich für so viel Geld eine Top-Lösung wie de Ligt und nicht jemanden der zu klein für die IV ist, zu offensivschwach für die LV und dazu noch verletzungsanfällig. Wenn er im Preisregal Pavard gewesen wäre hätte ich nichts gesagt, aber für 80 Millionen aus meiner Sicht ein Witz.

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    1. Niemand hier ist jemals bereit Schwächeperioden zu akzeptieren, auch du nicht. Egal wie der Trainer oder der Manager heißt oder welche Spieler zur Verfügung stehen, jeder muss sofort und immer liefern.
      “Ich würde ein übergangsjahr akzeptieren, wenn ….” ist die gleiche Lüge wie “Ich habe die AGB’s gelesen ”
      Bei Hernandez geb ich dir recht, wo der 80 Mio. Wert sein soll, hab ich auch noch nicht gesehen.

  9. Fangen wir positiv an: man kann momentan nicht sagen, dass die Spiele der Bayern langweilig wären. Ob der Gegner Piräus, Union Berlin oder Paderborn heißt, ob zu Hause oder auswärts, ob 1:0 in Führung oder 2:0, es kann stets noch spannend werden. Das Gefühl hatte man ja lange nicht als Bayern-Fan.

    Aus den Aussagen der Verantwortlichen und der Spielweise der Mannschaft reime ich mir folgende Kabinenansprache zusammen: “Jungs, wir müssen heute alles geben. Wir müssen kämpfen und Zweikämpfe gewinnen. Keine Tore in den ersten und auch nicht in den letzten Minuten. Zwischendurch am besten auch nicht. Seid konzentriert und lasst eure Gegenspieler nicht aus den Augen. Der x und y vom Gegner ist ziemlich gut. Und passt auf bei Freistößen, keine unnötigen produzieren, schon gar nicht in Strafraumnähe. Nutzt eure Chancen, denn die kommen bestimmt. Und wenn irgendwie möglich guckt, dass ihr den Ball zu Lewi spielt, der wirds schon richten.”

    Mir gefällt die Art und Weise wie Erik ten Haag (der ja schon unsere 2. Mannschaft trainiert hat) bei Amsterdam spielen lässt. Da macht Fußball schauen Spaß und vor allem: man hat das Gefühl die Jungs wissen was sie machen oder machen sollen. Und wird auch nicht groß rumgemeckert, wenn mal gerade die besten Spieler abgekauft werden.

    Schönen Abend euch, tolle Leute hier im Forum und auch sehr gute Berichte. Stets sachlich und freundlich, weiter so!

  10. In unsere momentanen Situation zählt nur das Ergebnis. Und das stimmt heute.
    Kovac wirds nicht mehr lange machen. Er bekommt die Spieler einfach nicht auf Kurs. Das Abwehrverhalten aller Spieler ist halbherzig und kläglich.
    Ich lese hier immer von individueller Klasse. Außergewöhnliche individuelle Klasse sehe ich nur bei zwei, drei Spielern. Der Rest ist Durchschnitt.
    Paradebeispiel Coutinho, was der zusammenkickt, das ist Bundesligadurchschnitt.
    Aus dieser Abwärtsspirale kommen wir nur mit einem Trainerwechsel raus.

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    1. Da hast du absolut Recht!

      Und es tut schon weh, wenn man das eigentliche Potential der Spieler sieht. Keine Spielkontrolle, ängstlicher Fußball, es stimmen keine Abläufe und zum Glück noch einen Lewandowski in Topform.

      Was hältst du von Erik ten Haag?

    2. Dem kann ich 100%ig zustimmen! Irgendwie kommt nie das Gefühl auf, da steht eine gefestigte, selbstbewusste Truppe auf den Platz (und an der Seitenlinie)

  11. Junge, Junge. Wenn das der neue FC Bayern Fußball ist, dann schlage ich vor wie ziehen ins Olympiastadium zurück, gestalten 8-Bit Männchen auf der Anzeigetafel und reaktivieren die Trompeter der Südkurve. Bitte Joggingsanzug an der Seitenlinie nicht vergessen für den gesamtem Stab. Das ist Bolzplatzfußball a la 1997, mit moderner Taktik hat das nichts zu tun.

    Irgendwie tut mir Niko Kovac leid. Ich glaube er probiert’s, aber er kann es einfach nicht besser. Und langsam muss man auch die Einstellung einiger Spieler hinterfragen. Vielleicht ist es auch der Frust, weil nichts ineinander greift? Das wäre eine gefährliche Mischung.

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    1. Ist ja fast schon Kapitalvernichtung, was da gerade passiert. Hätte mir in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können, dass man diese Mannschaft so herunterwirtschaften kann. CL können wir vergessen für diese Saison, und angesichts solcher Leistungen wie gestern ist auch das Abschneiden in der Bundesliga eher ungewiss. Dazu kommen noch die Verletzungen, da wird wohl in der Winterpause nachgelegt werden müssen.

      1. Yep, da muss nachgelegt werden. Habe gehört, Tasci ist zu haben. Das hat ja schon Mal richtig gut fuktioniert…Ironie aus!

  12. @Stadion / Tinnitus:
    Also entweder ist der Tinnitus von meinem Nachbarn schlimmer geworden.. ;-)
    Oder der DJ im Stadion hat da gerade den Azubi angelernt.. :-/

    Spass beiseite. Gibts da keine Regeln?

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    1. Es gibt den Kalauerspruch, der Fisch stinkt vom Kopf. Kein Wunder, dass es nicht optimal läuft beim Bundesligaklassenprimus, wenn Entscheidungen, Vorgaben und Strukturen bei der Vereinsführung dermaßen konträr sind. Die Einmischerei der beiden alten Herren, erinnert an die nörgelnden Alten aus der Muppetshow, trägt sicher nicht zur Besserung der sportlichen Situation bei. Den eigenen Trainer öffentlich wiederholt vollkommen zu demontieren und Aufstellungsvorgaben zu formulieren, erzeugt nur Schlechtes. Die Erneuerung des Kaders außerhalb des miasanmia Folkloremists hat sicher nicht der aktuelle Trainer zu verantworten. Der Trainer wird in den Medien angezählt und dann wundert man sich, dass der Rückhalt in der Mannschaft schwindet. Das sind zwar Profisportler, aber mit durchschnittlich Mitte 20 doch noch nicht in der Lage das alles richtig einzuordnen. Ist der Trainer erst demoralisiert, überträgt sich das natürlich auf den Kader.

  13. @Interviews / Stimmung intern:

    In den Interviews nach dem Spiel von Kovac und Salihamidzic hatte ich persönlich das Gefühl, dass der Kovac zuerst mal alle Schuld von sich weisst und ganz ordentlich die Mannschaft kritisiert.
    Und beim Salihamidzic entsprechend…

    Dieses Konzept, dass sich Trainer und Manager bei schlechten Leistungen vor die Mannschaft stellen.
    Ist offensichtlich eine Weile her.
    Man könnte meinen, da kämpft jeder nur noch um seinen Job und für sich alleine.
    Oder täuscht das nur?

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    1. Man muss auch berücksichtigen, dass „die Temperaturen heute nicht ganz einfach waren“!!!

      1. Kovac geht der Arsch auf Grundeis, der weiß, dass es zu Ende geht. Wenn er Glück hat, kriegt er mangels Alternativen noch bis Saisonende, dann ist SPÄTESTENS Ende. Und Schuld war er noch nie. :)

        Tippe auf Ten Hag zur neuen Saison, könnte was werden…

    2. Kovac hat sich seit er bei Bayern ist noch nie nach schlechten Leistungen hinter die Mannschaft gestellt. Und genau das ist auch einer der Gründe, warum die Mannschaft immer weiter abbaut. Taktisch gibt er ihnen nichts mit und ansonsten ist er nach Niederlagen oder schlechten Leistungen nur bedacht, die Schuld bei den Spielern zu suchen und das öffentlich kundzutun. Das ist ein jämmerlicher Führungsstil und es sieht so aus als ob er die Mannschaft schon verloren hat.

  14. @ 2: Thiago

    Eine Beschränkung von Thiago sehe ich nicht. – imho :)

    Der kann von der 6 über die 8 bis zur 10 alles.
    Etwas Routine auf der speziellen Position würde ggf. natürlich nicht schaden. ok.

    Was dann eher allgemein die Frage aufwirft, inwieweit die Mannchaft als Ganzes ineinander greift wie ein Uhrwerk..

  15. Zum Trainer fällt mir immer ein Zitat von Julian Nagelsmann ein: “Man muss seinen Spielern immer das Gefühl geben, dass man sie als Trainer besser machen kann.
    Genau das sehe ich bei Kovac einfach nicht.

    Ich fühle mich sehr an die Zeit unter Ancelotti erinnert. Die Ergebnisse sind schon irgendwie da und es springen auch die ein oder anderen (nationalen) Titel rum, aber ich sehe keine Perspektive und Spaß bei Zusehen habe ich auch nicht. Ich sehe nicht, dass eine Generation aufgebaut wird, bei der ich in den nächsten Jahren begeistert vorm Bildschirm sitze und aus Begeisterung und Vorfreude auf die heiße Phase der Saison den Bayernschal schwenke. Derzeit habe ich schon eher Angst vorm CL-Achtelfinale, wenn es die Losfee nicht gerade gut mit uns meint. Man sollte natürlich nicht erwarten, nächstes Jahr den Henkelpott bejubeln zu dürfen, aber ich kann mir derzeit einfach nicht vorstellen, uns in den nächsten fünf Jahren in einem CL-Finale zu sehen.

  16. Das Thema Kovač erledigt sich langsam aber sicher.
    Ich habe nur nicht den Hauch einer Idee, wer die Nachfolge antreten könnte.
    Ten Hag wird eher nicht, mitten in der Saison, Ajax Amsterdam hängen lassen und wenn doch, hätte er schon mal den ersten Charaktertest nicht bestanden.
    Flick? Ist dem Teil der Fans, denen Kovač schon zu unerfahren war, absolut nicht vermittelbar.
    Das gilt auch für Ten Hag. 1x die Überraschungsmannschaft der CL-Saison zu trainieren, dürfte den meisten Skeptikern nicht als Qualifikation reichen.

    Mourinho? Bitte nicht.

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    1. Allegri? Wäre frei. Und auch wenn einige jetzt „Bitte keine italienischen Trainer mehr!“ sagen werden, es könnte nur besser werden.

      1. Rummenigge würde sich freuen.

    2. Auf keinen Fall Mourinho!!! Schaut Euch an, was bei seinen letzten Engagements passiert ist: Toxische Kabine, verbrannte Erde, und der Fußball war auch schaurig.

    3. vielleicht kann man ja doch ten hag zur rückrunde klarmachen. und wenn nicht, könnte flick bis zum sommer übernehmen und sich dabei von jogi beraten lassen…;-)

    4. Ich bin nie ein großer Mourinho Fan gewesen aber mittlerweile könnte er funktionieren. Denke er hat eine Katharsis durchlebt durch United und dort stinkt der Fisch vom Kopf siehe United unter Solskjaer jetzt. Taktisch spielt er in einer ganz anderen Liga als Kovac und die Kabine hatte er auch immer hinter sich. Und würde ein Mourinho bei Bayern nicht die klinisch-steril gewordene BuLi wieder etwas amüsanter machen?

      Je mehr ich darüber nachdenke umso charmanter scheint mir diese Variante.

      1. Sorry, “die Kabine hatte er hinter sich..???” Da musst du was verpasst haben, war weder bei Chelsea noch zum Schluss bei Utd. der Fall…. Mourinho ist doch der Erste, der sich einen Sündenbock in der Mannschaft aussucht, wenn es eng für ihn wird.

      2. Man darf halt nicht United isoliert betrachten. Da ist die Kabine seit Abgang von Ferguson nicht mehr “Devils-like”. Aber Pogba und Sanchez wurden und werden zur Recht kritisiert ansonsten stellt sich Mourinho eher vor die Mannschaft und versucht durch wirre Auftritte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schau mal wie mehrheitlich die Spieler von Chelsea und Real über ihn sprechen.

        Aber wie gesagt, ich will hier gar nicht Kredit für ihn einholen, da ich selbst nicht der größte Mourinho Fan bin. Aber falls man über eine NK Nachfolge diskutiert, dann wird auch sein Name fallen. Rumenigge wäre ja wieder dran mit der Trainerwahl 

    5. Mein Vorschlag 1: Ich wäre für Erik ten Hag. Ein junger Trainer, der ein Konzept hat und auch jungen Spielern eine Chance gibt. Das bräuchten wir beim FC Bayern. Es kann doch nicht sein, dass bei dem ganzen Aufwand kein Spieler mehr von unten kommt. Außerdem hatte er ja schon die 2. Mannschaft trainiert. Das war ja bei Pep damals auch so. Zumal er auch schon signalisiert hat, wenn Bayern anruft, dann wird er sich mit dieser Situation beschäftigen. Also, Uli ach ne, Kalle ruf an.

      Mein Vorschlag 2: Ich würde ein Experiment wagen und es mit Mehmet Scholl probieren. Er hat einen guten Fußballsachverstand und menschlich käme er bestimmt auch bei den Jungs gut an, weil er eine ehrliche Haut ist. Man vergleiche mal seine TV-Analysen mit den Analysen des derzeitigen Trainers.
      In alter Tradition des Vereins altgediente Spieler zu beschäftigen, ergäbe ja auch Sinn. Und vor allem ist er auch einer, der mal die unangenehmen Dinge anspricht, das fehlt uns gerade etwas seit Sammer weg ist.

      Viel mehr Möglichkeiten sehe ich nicht mehr. Es sein denn jemand hat noch Jupps Handynummer.

  17. Schön, dass wir 3 Punkte mitgenommen haben, aber selbst die Tore kamen doch eher zufällig zustande, auch wenn Tolissos Abschluss richtig fein war: vorher Abpraller, und bei Lewas zweitem Gestochere. Das Ergebnis ist doch eher trügerisch, da sollte man sich mal nichts vormachen.
    Hoeneß sagte nach dem Augsburg-Spiel: “Wenn wir keine Torchancen herausgespielt hätten, dann würde ich mir Sorgen machen…” Na ja wenn dem so ist, dann kann er ja jetzt damit anfangen.

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    1. Also man kann viel kritisieren, aber die Tore waren ALLE gute Spielzüge. Und vor allem hat man gesehen, dass man das Duo Müller+Lewandowski zwingend spielen lassen muss.

      1. Tor: Recht optimistische Flanke von Martinez, Lewy köpft gezielt für Müller in den Raum, super Volley, gute Parade, Weltklasse-Torriecher von Lewy.

      2. Tor: Standardsituation, Müller gewinnt Kopfballduell und passt gezielt in den 5-Meter-Raum, Lewy wieder am reaktionsschnellsten

      3. Tor: Klasse Balleroberung (nach eigenem Ballverlust) von Müller, guter Lauf von Alaba, guter Pass auf Alaba, guter Pass auf Coutinho , der verdaddelt fast, Tolisso mit dem Sonntagsschuss (der aber eben auch richtig steht, wo er stehen soll).

      Viel schlimmer als die Spielzüge, die zum Erfolg führen, sind ja alle anderen, die das nicht tun. Kaum Zug zum Tor, man lässt sich umdribbeln von Spielern aus der griechischen Liga, kein Pressing etc.

      Unsere Gegner können sich spielerisch aus Gefahrenzohnen befreien, das ist einfach erschreckend. Selbst schwimmt man jedoch so gut wie immer, wenn nur ein Stürmer die Abwehr anläuft.

      1. Das zweite Tor von Lewa kam nach einer verunglückten Kopfball-Rückgabe eines Verteidigers, und Tolisso fiel ein Abpraller vor die Füße. Gute Spielzüge waren absolute Mangelware, es kamen ja kaum mehr als drei Pässe hintereinander zusammen. Hab uns schon lange nicht mehr so desolat gesehen.

      2. Dein Fussballgott hat bis auf die beschriebenen Szenen nur Schrott gespielt.
        Fehlpässe und Bälle durch die Gegend geknallt.
        Geht unnötig in die Grätsche vorm ersten Gegentor und beim 2ten lässt er sich ziemlich einfach
        ausspielen.
        Aber das hast du schön übersehen.
        Bayern ist nicht nur Thomas Müller!!

      3. Das kann ich einfach nicht so stehen lassen. Müller hat, wie immer, nur Müll zusammen gekickt.

        1. Tor. Müller schießt völlig frei aus 5 Metern den Keeper an, Lewandowski muss mit einer weltklasse-Reaktion den Ball noch ins Tor klären.
        2. Tor. Müller springt wie immer alibimäßig zum Zweikampf hoch und hat Glück, dass der Ball zufällig dem eigenen Mann so vor die Füße fällt, dass der ohne den Gegner zu köpfen den Ball reinstochern kann.
        3. Tor. Nach dem 37. Ballverlust von Müller gewinnt er ihn wenigstens einmal zurück, der folgende Pass auf Alaba steigert seine Passquote auf 35%. Am Rest des Tores hat er überhaupt keine Aktien.
        Da kann man auch sagen, Wahnsinn wie Neuer das 3:1 vorbereitet, der hat den Ball 3 Minuten früher auch mal weiter gespielt.

        Und das ist jedes mal so. Auch gegen Leipzig wurde er für seine Vorlage auf Lewandowski gefeiert. Dass er in den 5 Minuten davor 2 mal völlig freistehend am 16er den Ball ins Toraus auf den Parkplatz schießt, ist dabei ja völlig irrelevant.

        Die einzigen Leute, die mich noch mehr aufregen als die Kovac-Fanboys, sind die Leute, die ernsthaft behaupten Müller hätte noch irgendetwas in der 1. Mannschaft zu suchen.

  18. Ich komme langsam zu dem Schluss, dass Kovac schlicht nicht mit der Dreifachbelastung umgehen kann. In der Liga lief alles geschmeidig bis die CL losging, ähnlich wie im Vorjahr. Startet dann die Phase, in der wir alle 3 Tage ein Spiel vor der Brust haben bricht die spielerische Qualität massiv ein und wir sehen derzeit fast eine 1:1-Kopie der letzten Saison. Keine Dominanz, kaum Kontrolle, viele Gegentore und letztlich eine deutlich schlechtere Punktausbeute.

  19. Unabhängig von den beschriebenen Lücken und Diskussionen zum (fehlenden) Spielsystem ist es unglaublich, dass einer Mannschaft wie Bayern die Basics fehlen:
    Super viele ungenaue Ab- und Zuspiele und schlechte Ballkontrolle führen zu zahlreichen Ball- und Zeitverlusten im Angriff. Das gilt aber durchweg für alle Spieler offensiv (außer Lewa). Verstehe ich nicht. Ja, der Gegner war aggressiv, aber doch nicht so, dass man zu wenig Zeit hatte einen sauberen Pass zu spielen.

    Augenscheinlich auch, die fehlende Harmonie zwischen den offensiven Akteuren. Coutinho ist ein absoluter Fremdkörper, der dem Spiel gar nichts positives bringt.
    Müller hat ja wenigstens dagegengehalten und versucht defensiv auszuhelfen, auch wenn sein übermotiviertes Abwehrverhalten beim 2:3 ja mal wieder die entscheidende Lücke für den Angreifer geschaffen hat. Coutinho kämpft offensichtlich mit seiner Form und sieht dann teilweise auch seine Mitspieler nicht mehr um selber abzuschließen – und oft sinnlos in den Mann oder von zu großer Entfernung schießt.

    Wenn man das Gegenpressing als Motivation für die Positionierung der Offensive unterstellen mag (wie von Justin zumindest zugunsten der Trainer erwogen), müssen aber doch die defensiven Abläufe einstudiert sein.
    Hier folgt nach Ballverlust ist aber oft ein vollkommen wildes Durcheinander, ohne aggressive / clevere Zweikampfführung, mit falscher Positionierung im Feld, wo sich dann im Nachgang Javi oder Thiago schnell ne Gelbe abholen dürfen oder es hinten gefährlich wird.

    Ich stehe der von Kovac präferierten Spielweise grds. positiv gegenüber, weil sie zielgerichtet und effektiv sein kann.
    Warum diese aber nur in Ansätzen und in manchen Spielen umgesetzt wird, erschließt sich nicht. Genausowenig verstehe ich, das man als FCB mit einer 3:1 Führung den Gegner, diesen Gegner, der ja wahrlich kein Mörderpressing gespielt hat, nicht einfach laufen lässt und totpasst. Wie kann man so einen Gegner noch wieder zu Chancen kommen lassen? Verstehe ich nicht.

    PS:
    Auch wenn die nur 1 Punkt haben, war der Gegner mE sehr stark auf seine Weise. 9 Punkte aus mit 2 schweren Auswärtsspielen ist sehr gut. Wenn ich aber die anderen Tabellen sehe und Liverpool oder Real als mögliche 2. in der jeweiligen Gruppe und potentielle 1/8 Finalgegner sehe…

  20. Ich weiß, dass es hier (immer noch) Kovac-“Fans” gibt, aber die letzten Spiele müssen auch dem letzten Befürworter aufgezeigt haben, dass der FCB einfach ne Nummer zu groß für ihn ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass seit seinem Amtsantritt keine Entwicklung zu sehen ist?! Und jetzt kommt mir nicht mit “Wir sind im Umbruch. Wichtige Spieler haben den Verein verlassen…bla bla bla…”!
    Der Kader an sich hat die gleiche Qualität wie die Jahre zuvor, aber vor allem genug Klasse, um Gegner wie Hoffenheim und die Hertha zuhause und Augsburg in deren Stadion besiegen zu können. Die Krönung war dann die gestrige Partie. Dachte man nach der ersten Hz. noch es könne nur besser werden, wurde man (wieder mal) eines Besseren belehrt. Unser Gekicke hatte nicht mal mehr Zweitliga-Niveau. Gegen international zweitklassige Griechen, denen man in den bisherigen Duellen 14-2 Tore eingeschenkt hatte, gerade so einen Zittersieg einzufahren, kann und darf niemals der Anspruch eines Clubs wie den FCB sein!
    Wo sind die einstudierten Spielzüge, wo das Hinterlaufen der AV auf den Flügeln, was ist mit Doppelpässen, warum wird nicht mehr konsequenter gepresst?? Stattdessen einfachste Abspielfehler, dilettantisches Abwehrverhalten, keine Ideen in der Offensive, nicht mehr vorhandener Siegeswille… :(

    Ganz schlimm auch 2 Szenen aus dem gestrigen Spiel, jeweils auf dem rechten Flügel, als einer unserer Jungs seinen Kollegen steil schicken wollte, der aber nicht in den freien Raum lief, weil der eine nicht wusste, was der andere macht… Welche Abläufe werden eigentlich im Training trainiert? Ich dachte, dass wir mit Flick wieder eine struckturiertere Spielweise zu sehen bekämen, aber scheinbar hat er genauso wenig Einfluss auf Kovac wie letztes Jahr Peter Hermann!

    Weiter oben habe ich geschrieben, dass es keine Ausrede sein kann, dass wir wichtige Spieler verloren haben. Bei einer Personalie muss ich mir da widersprechen: Arjen Robben! Natürlich war er nicht mehr die Verstärkung und Waffe vergangener Spielzeiten, aber ich glaube alleine seine Anwesenheit im Training, mit all seinem Ehrgeiz, Siegeswillen und seiner Professionalität war er für das gesamte Team und vor allem die jüngeren Spieler eine riesen Stütze! Das Gleiche merkt jetzt auch Real. CR7 hat nicht nur den Unterschied im Stadion ausgemacht, sondern auch auf dem Trainingsplatz. Meiner Meinung sorgen solche Ausnahmekönner auch im Training für ein besseres Niveau, weil sie vorleben, was es heißt Profi zu sein! Dafür kann Kovac allerdings ausnahmsweise mal nichts. Also dass es keinen zweiten Arjen mehr gibt…

    Dass er jedoch nicht die Qualität hat, um das Maximum aus diesem Kader rauszuholen, kann niemand mehr verhehlen. Schon gar nicht nach den letzten drei (wirklich grausam anzuschauenden) Partien…

    Wär ten Hag denn im Winter frei?

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. zu Ten Hag:
      Der letzte Trainer gehypte Ajax Trainer war Peter Bosz. Der hat sowohl in Dortmund als auch in Leverkusen gezeigt, wie viel ihm zu einem Trainer einer TOP 3 BL Mannschaft, geschweige Top 4 CL fehlt. “Ja, aber Ten Hag … ”

      zu Pochettino:
      Das 7:2 und der momentane Absturz in der EPL berechtigen jetzt in wie fern den FCB zu trainieren?

      Zudem beide in Festanstellung.

      Ernsthaft, was sollen die Trainerdiskussionen bringen?

      1. bosz ist mit ajax im EL-finale gewesen 2017, ten hag war letzte saison fast im CL-finale, das ist schon qualitativ ein unterschied. außerdem hat uns ajax in der letzten gruppenphase trotz zweier unentschieden nur so hergespielt, wobei man gut gesehen hat, wie strukturierter fussball aussehen kann. ten hag wäre für eine ablösesumme vielleicht sogar schon im winter zu haben…
        @alan, willst du denn weitermachen mit kovac oder wer ist dein trainerfavorit? mourinho vielleicht…?

      2. Für Trainer gilt das gleiche wie für Spieler: Die Leistung muss stimmen. Ich bin da nicht sentimental und hänge nicht an Kovac, habe aber auch schon gute Spiele gesehen und finde die Idee von Fußball – wenn sie funktioniert und von allen akzeptiert und umgesetzt wird – so schlecht nicht, kombiniert mit einem spielstarken, ballsicheren Aufbau von hinten.

        Ich bin aber nicht in der Position den Trainer auszutauschen und noch mehr: ich kenne keinen der passt.
        Jetzt wird Rangnick genannt. Da sage ich, ok, mal überlegen. Ohne dass ich drin bin im Thema fand ich seine Beförderung in den RB Himmel, wo er keine richtige Funktion mehr hat, aber irgendwie strange, gabs da irgendwelche Misstöne intern mit Mintzlaff oder Nagelsmann oder war er einfach fertig da?

  21. Sehr bitter mit den Verletzten. Dass Javi nach Monaten ohne Wettkampfbelastung im zweiten Spiel binnen drei Tagen Muskelprobleme bekommt, ist nicht verwunderlich, zumal er ja ohnehin als empfindlich geht. Aber bei Süle, Herndandez und Gnabry (und auch bei Kimmich, auch wenn der Gott sei Dank noch gesund ist) können sich Kovac, Löw und Deschamps wirklich gegenseitig auf die Schultern klopfen: Da müssen die Spieler, wenn sie halbwegs fit sind, jede verdammte Minute in jedem noch so unwichtigen oder längst entschiedenen Spiel mitnehmen (soll doch der jeweils andere ihnen die dringend benötigten Pausen gönnen) und dann wundern, wenn es irgendwann zu viel ist. Speziell bei Hernandez fehlen mir die Worte, dass der gestern schon wieder spielen musste.

    Zum Spiel ist alles gesagt, da habe ich nichts Neues beizutragen. Schön fände ich, wenn Kovac bei einem seiner zahlreichen Pressetermine etwas Neues in der Hinsicht beitragen würde, dass er den Fans mal erklärt, was genau im Moment denn eigentlich der Plan ist (auch hinter solchen Dingen wie Thiago als Quasi-Rechtsaußen, oder warum er monatelang mit einem Spielmacher auf der 6 spielen lässt, nun plötzlich wieder Javi bringt und wie er sich das denn eigentlich vorgestellt hat), was daran warum schief läuft und wie er gedenkt, das zu verbessern. Wenn schon die Stallgeruch-Exspieler-Eigenschaft Einstellungskriterium war, dann kann er doch jetzt mal seine in eigener Erfahrung erworbene Expertise auspacken und uns das ganze mal vernünftig erklären. Vielleicht würde man es ja verstehen – Bielsa hat zB genau das schon mehrmals gemacht und wurde dafür gefeiert. “Konzentration und nach hinten arbeiten” kann ich jedenfalls nicht mehr hören – dafür braucht man keinen ehemaligen Topspieler, da kann man auch ein Trainergespann aus Psychologen, Schachgroßmeistern und Ex-Triathleten zusammenstellen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. ich verstehe auch nicht, warum thiago wieder mal die 8 spielen musste und nicht einfach neben javi auf der doppel-6, um den spielaufbau zu erleichtern…

  22. Vorneweg: ja, die Spielerei nervt mich auch aktuell. Ja vermutlich wird das mit Kovac auf Sicht nichts werden und ja, womöglich geht die Zeit zu Ende.

    Aber bitte, gibt es noch andere Themen als den Trainer? Ich wundere mich nur, dass es offenbar das einzige Thema ist, was die meisten “Fans” beschäftigt. Als ob sonst alles rosarot wäre…

    Es wurden seit Jahren erhebliche Management-Fehler gemacht, deren Suppe wir aktuell auslöffeln (müssen). Es gibt eine Schieflage in der Führung, man spricht seit Jahren keine einheitliche Sprache geschweige denn hat man eine “Philosophie”. Jetzt kann man sagen, dass wenigstens der Trainer eine haben sollte (was er wohl auch hat es mangelt mE an der Umsetzung). Aber wenn auch ständig von oben dazuwischengelabert wird dann kann man als Trainer selbstbewusst sein ohne Ende, man wird medial angreifbar, die Spieler fühlen sich gemüßigt ihren Senf öffentlich abzugeben und werden nicht entsprechend (öffentlich) abgewatscht.

    Das ganze Gefüge ist im Arsch um es mal etwas polemisch auszudrücken und es hilft nur ein Komplettreset wenn Hoeneß (endlich) weg ist und Kahn im Januar (endlich) kommt – vermutlich wird Rummenigge eh versuchen ihn kurz zu halten soweit es geht.

    Die viel wichtigere Frage der ganzen Schreihälse in Richtung Trainer ist doch: was gibt es für Alternativen?
    Klopp – ja, wenn er Meister wird dieses Jahr aber vermutlich wird er erstmal ne Pause machen
    Tuchel – vielleicht aber ist zuletzt ja auch nur gescheitert
    Nagelsmann – keine Chance aktuell
    Ten Hag – frühestens im Sommer und auch riskant
    Wenger – hör mir auf
    Mourinho – wo ist das Abmeldeformular???
    usw. usf.

    Kurz: Ich sehe aktuell keinen.

    Und zum Spiel: Habe zur Einordnung mal ähnliche Spiele zur ähnlichen Zeit rausgekramt, die Kurzfassung ist: Borisov. Hier die lange:

    18.10.11 Neapel (A) 1:1
    02.10.12 Borisov (A) 1:3
    05.11.13 Pilsen (A) 1:0
    30.09.14 Moskau (A) 1:0
    20.10.15 Arsenal (A) 0:2
    23.11.16 Rostow (A) 2:3
    27.09.17 Paris (A) 0:3
    31.10.17 Glasgow (A) 2:1
    22.10.19 in Piräus (A) 3:2

    Da kann jetzt jeder selbst mit machen was er will. Ich erkenne jedenfalls ein “System”.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. ich korrigiere/ergänze:

      Rangnick – unterschreib ich

      1. dann müsste rangnick nur noch ein bisschen favoritenfussball im ballbesitz lernen…

    2. Einige Spiele deiner Liste nenne ich oft als Beispiel, wenn die Vergangenheit wieder zu sehr glorifiziert wird.
      Aber da drehen die Jupp- und Pep-Fanboys normal immer dermaßen durch.
      Ein Wunder das du nicht beschimpft wirst ;-)

      1. wenn ihr das spiel von gestern ernsthaft mit jupps niederlage in borisov vergleichen wollt, dann können wir ja noch aufs kovac-triple hoffen…

      2. Ohne jetzt die Vergangenheit zu glorifizieren – das Problem ist ja nicht die Liste, denn dass es schon immer mal Grottenspiele auch in der CL gab – geschenkt. Es gab auch immer mal Grottenspiele in der Liga und es gab auch schon Vestenbergagreuth im Pokal.
        Aber jetzt reden wir eigentlich nur noch von Grottenspielen – Paderborn, Tottenham 1.HZ. Hoffenheim, Augsburg, Piräus.
        Zumindest haben wir – mal wieder dank Lewa/Gnabry – drei davon gewonnen.
        Und wenn schon Brazzo vor den Mikrofonen von planlosem Offensivspiel spricht, läßt das tief blicken.

    3. Was willst du uns mit dieser Liste sagen? Einzelergebnisse sind wohl kaum aussagekräftig. Sie sagen wenig über das Spiel und kaum etwas über die damalige Situation aus.
      Was sagt dir bspw. ein 0-1 gegen sagen wir Valenica im Champions-League-Viertelfinale Rückspiel, wenn das Hinspiel 7:0 gewonnen wurde? Was sagt es aber aus, wenn das Hinspiel 2-0 verloren wurde? Schon ein kleiner Unterschied, oder?

      Und falls es manche nicht verstanden haben, es geht nicht um Einzelergebnisse. Es geht um die Art und Weise wie gespielt wird, um die Planlosigkeit, die fehlende Spielkontrolle und um die Unfähigkeit solche Dinge überhaupt zu erkennen, anszusprechen oder gar ändern zu können. Es geht um die Entwicklung der Mannschaft.

      Außerdem war das Neapel-Unentschieden schon fast 10 Jahre her. Der Fußball und insbesondere die Machtverhältnisse, sprich die Schere zwischen arm und reich haben sich doch arg verschoben. Das sollte auch Berücksichtigung finden.

      Eins kann ich dir versichern, auf eine glorreiche Kovac-Zeit werden wir sicher nie zurückblicken. Also gilt es Lösungen zu schaffen. Mein Vorschlag: Erik ten Hag und falls nicht, dann das Experiment mit Mehmet Scholl. Das war nämich ein Querdenker und deswegen wurde er vom Hof verjagt. Schade.

  23. Also ganz ehrlich .. ich dachte mir beim Podcast schon das ihr sehr kritisch mit dem Thema umgeht. (Gefällt mir) Jedoch wenn zu mind. Intern nachdem gestrigen Spiel nicht alle (!!!) Alarmglocken schrillen.. dann sehe ich schwarz für dieses Jahr. Niko K. hat bestimmt wieder ein super Spiel gesehen ….. (??) ich hoffe wirklich das die Herrschaften das intern anders Kommunizieren. Ich würde mich festlegen das dies die letzte Saison von Niko Kovac ist. Schade. Eigentlich.

  24. Wie auch schon letzte Saison gilt für mich: Trainerwechsel in der Saison stinken. Wenn ich mich entscheide, mit einem Coach in die Saison zu gehen, dann ziehe ich sie auch durch außer es fällt wirklich etwas ganz dramatisches vor. Lieber bereite ich von langer Hand einen Wechsel zur neuen Saison vor, der dem neuen Coach frühzeitiges Mitwirken bei der Kaderplanung, eine ordentliche Vorbereitung und einen kleinen Aufschub von Erfolgsdruck gestattet.
    Persönlich wäre ich daher dafür, im Hintergrund ten Hag 2020 vorzubereiten, aber erstmal nach außen Kovac zu stärken und die Saison mit ihm über die Bühne zu bringen. Dass es dabei zumindest für nationale Erfolge reichen kann, hat sich ja letzte Saison gezeigt.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ein zweites Katastrophenjahr in der CL hätte gravierende Konsequenzen für die Marke das Image aber vor allem das standing bei Spielern.
      Wir können uns schlicht kein erneutes Ausbim AF leisten. Evtl eins im VF wenn wir nach überzeugenden zwei Spielen unglücklich ausscheiden.
      Aber nichts weniger. Da nützen auch keine nationalen Erfolge.

      1. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir den Gruppensieg schaffen, denn dazu brauchen wir maximal noch vier Punkte aus den restlichen drei Spielen. Auch ein anderer Trainer als Kovac müsste wohl drauf hoffen, dass wir im AF das notwendige Losglück hätten und nicht so ein Pech wie im Vorjahr. Auch dieses Jahr werden wieder mindestens 2 wirkliche Topteams nur Zweiter werden. Real kann den Gruppensieg fast schon vergessen. Dann kommen sicher noch Atletico oder Juve aus Gruppe D in Frage und wenns dumm läuft sogar Teams wie Liverpool oder Barcelona. Gegen die sehe ich uns auch mit einem anderen Coach nicht unbedingt auf Erfolgskurs. Es hätte sogar den Nachteil, dass der neue Coach dann möglicherweise schon im März schwer angezählt wäre.

    2. Hört sich vernünftig an.
      Da gehört allerdings eine Führungsstruktur dazu, die so etwas umsetzt. Und da erscheint mir eher zweifelhaft.
      Für mich ist Kovac weder das grundsätzliche Problem, noch die Lösung, sondern eher ein Symptom. Und mit dem Herumdoktern an irgendwelchen Symptomen wird man nicht nachhaltig weiterkommen.
      Generell wird im Tagesgeschehen das Wirken von Trainern eher überschätzt. Die Zeiten in denen Trainer ganze Perioden prägten sind tendenziell vorbei. Sollte Kovac sein zweites Jahr vollenden, würde er schon zu den eher langlebigen Trainern in den letzten Dekaden gehören. Und ein drittes Jahr haben in den letzten 30 Jahren ganze 3 Trainer zugebilligt bekommen.
      Viel interessanter, da in der Regel langlebiger und vor allem mit wesentlich mehr Einflussmöglichkeiten ausgestattet ist die Managementebene. Ein Trainer ist morgen mit einem Fingerschnippen Geschichte, mit einer Mannschaftszusammenstellung musst du unter Umständen viele Jahre leben.
      Und hier liegt der wahre Grund zur Besorgnis, aber leider überlagert die Kovac-Diskussion derzeit alles andere.

      1. Mein Reden

        Uli und KHR haben mit ihrem jahrelangen Gezeter und der Anstellung von diesem Sportdirektor und Trainer erst das Problem geschaffen. Beide sind nette Kerle aber viel zu unerfahren und limitiert für den FCB.

        Neben Kahn muss ein erfahrener kompetenter SportVS berufen werden der die Arbeit von Sammer fortsetzt und Strukturen schafft.

  25. Folgendes Szenario wäre denkbar

    Wir holen Rangnick für Kovac zum notwendigen Zeitpunkt idealerweise in der Winterpause wenn es ergebnismässig möglich ist. Wenn es früher notwendig würde dann sicherlich nicht ohne öffentliches Gezeter zwischen Uli und KHR was und nicht gut tut.

    Rangnick übernimmt im Tandem mit Flick das Team aber nur für die Übergangszeit.
    Rangnick übernimmt dann spätestens im Sommer das Amt des Sportvorstand.

    Bis zum Sommer sucht und findet man dann den Trainer der für offensiven dominanten Ballbesitzfussball steht und vor allem die Spieler überzeugen und mitnehmen kann.

    Uli muss als AR natürlich Rangnick als VS mittragen und da ist ein Freund Mateschitz der ihm beste Referenzen ausstellt und ein anderer Hopp der mit ihm zusammengerasselt ist.

    Rangnick ist aber auch inzwischen erfahrener und weiser als früher aber immer noch konstruktiv unbequem wie früher (ähnlich wie Sammer). Insofern passt er sogar evtl. besser als ein Eberl.

    Rangnick könnte endlich derjenige sein der dem Club auf der sportlichen Seite von A-Z überzeugende Strukturen einzieht und damit die Arbeit von Sammer vollendet.
    Könnte durchaus sein das Flick dann Sportdirektor wird.

    KHR (2J) Kahn Rangnick Flick und ein Trainer der passt könnte uns wirklich wieder international nach oben katapultieren.

    Vor allem gäbe es wohl eine sehr viel bessere Kaderplanung über die Verpflichtungen von Sane und Havertz/Coutinho/Eriksen hinaus.

    Vor allem kann ich mir nicht vorstellen das man noch einmal fast typgleiche Spieler verpflichtet wie Goretzka Tolisso Sanches…..

    Unterm Strich denke ich das nur ein neuer Trainer nicht ausreicht.
    Einer wie Rangnick muss das Große und Ganze strukturieren womit unser Sportdirektor völlig überfordert ist.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hört sich alles nachvollziehbar an. Bleibt natürlich die Frage, ob Rangnick es schafft, der Mannschaft seine Art von Fußball so zu vermitteln, dass sie es bedingungslos umsetzt. Ich möchte dich daran erinnern, dass nicht nur ein (auf diesem Niveau) eher als Trainer”greenhorn” einzustufender Kovac derzeit daran scheitert, sondern auch ein Trainer von Weltrang wie Carlo Ancelotti es nicht schaffte, das Team von sich zu überzeugen, obwohl es immer eine der Stärken von Ancelotti war, mit namhaften Spielern zu arbeiten. Rangnick wiederum hat zwar zweifelsfrei die nötige taktische Expertise, aber trotz seiner langen Karriere hat er kaum mit großen Namen gearbeitet, sondern eigentlich immer mit aufstebenden jungen Spielern, die er zu Beginn ihrer Karriere übernahm und formen konnte.

      1. Das stimmt und er hat bisher eine andere Spielphilosophie propagiert die KHR sicher nicht akzeptieren würde.
        Also müsste er zeigen das er es auch anders kann deshalb wäre Flick neben ihm nicht verkehrt.

        Keine Ahnung ob das für 6 Monate funktionieren kann.
        Ab Sommer muss dann sowieso ein Trainer kommen wie Poch TenHag TT Allegri Martínez Koeman (beide nach der EM sicher verfügbar)etc

      2. Ralf Rangnick? Die Antithese für alles wofür der FCB die letzten Jahre stand? Wäre zumindest spannend zu beobachten, wie er versucht die Mannschaft zu Pressingmonstern umzudomptieren.

      3. @Jo
        Rangnick würde das Forum hier zum Glühen bringen. Koa Ballbesitzfußball, Pressing und Konter als Strategie, das wäre die Krönung :-)

      4. Wieso glaubst du, dass Flick auf Rangnick einen größeren Einfluss haben würde als auf Kovac?
        Mit ten Hag könnte ich leben. Pochettino muss erst noch den Beweis erbringen, dass er mit Teams arbeiten kann, die unter Erfolgsdruck stehen. Solange die Spurs noch in der Außenseiterrolle waren, lief es wie am Schnürchen. Derzeit scheitert er daran, mit einem Team, an das Erwartungen gestellt werden, diesen gerecht zu werden. Erinnert mich irgendwie an Klopp zu seiner BVB-Zeit. Klopp hat den Sprung nach ganz oben geschafft. Diesen Nachweis muss Pochettino noch erbringen. Ob dies allerdings in einem Land, in dem er die Sprache vieler Spieler nicht spricht, gelingen kann, erscheint mir fragwürdig. Tuchel werden wir uns abschminken müssen, weil ich denke, dass er auch nächstes Jahr noch in Paris sein wird, weil er in der CL dieses Jahr überzeugen wird. Allegri könnte man versuchen, wenngleich Italiener und der FCB nur bedingt zusammenpassen zu scheinen, vor allem in Bezug auf die Art des Fußballs der dabei herauskommt. Nationaltrainer nach einer EM? Wann könnte der denn mit dem Training beginnen. Eine wirklich gute Vorbereitung, die man bräuchte, um am System was zu ändern, dürfte wohl sehr schwer werden.

      5. @willy
        Habe doch klar gesagt das mMn Rangnick für KHR nur in Frage käme wenn er bereit wäre anderen Fußball zu spielen. Wenn er das nicht wollte ist Thema sowieso von vornherein erledigt.

        Und Klopp hat es in einem anderen Land geschafft nachdem er hier jahrelang mit Mainz und BVB in einer relativen Komfortzone war. Poch ist nach nach relativ erfolgreicher Zeit bei Espanol (Vgl. Mainz) nicht zu Atlético oder Valencia (vgl. bvb ) gegangen sondern zu Saints und dann Spurs. In dieser Zeit hat er sehr sehr viele junge Spieler aus den eigenen NLZ und anderer Clubs in die Spitze geführt.
        Es stimmt er hat es nicht wie Klopp geschafft in einer Schwächephase der großen Clubs den epl Titel zu gewinnen und es damit an Leicester verschenkt. Auch konnte er keinen Cup gewinnen. Aber er arbeitet langfristig wie Klopp ist in der 6. Saison mit Spurs nach 4 Saisons mit Espanol und 1,5 mit Saints. Ob er deutsch so gut erlernen kann wie English keine Ahnung.
        Allegri scheint eher bei PSG oder MUFC ganz oben zu stehen. Denke es ist kein Geheimnis das Leonardo kein Freund von TT ist.
        TenHag wäre natürlich einer mit weniger standing und Erfahrung aber einer der für den Fußball steht den KHR sehen will und dazu den Club kennt und die Sprache.
        Martínez ist auch einer der fußballerisch voll auf Linie liegt. Koeman ist kein Freund des deutschen Fußballs…….

    2. Ich bin für Allegri als neuen Trainer. Er ist sofort verfügbar und sein offensiv ausgerichteter Fußball passt besser zu uns als das System von Rangnick. Dazu Flick und Xabi Alonso als Co-Trainer.

      1. Rangnick fällt für mich schon aus, wegen seinem Burn-out.
        Hab arge Bedenken, dass er im Haifischbecken FCB zurechtkommen würde.

  26. Man kann Kovac sicherlich in keinster Weise von einer gravierenden Mitverantwortung an der derzeitigen Situation freisprechen. Allerdings kommt mir ein Aspekt in der bisherigen Kritik zu kurz: das Fehlen von Führungsspielern. Die Zeiten, in denen Schweinsteiger, Lahm und später auch noch Alonso die Mannschaft auf dem Spielfeld führten und zusätzlich noch Spieler wie Ribery und vor allem Robben die jüngeren Spieler vor allem unter der Woche an die Hand nahmen, sind vorbei. Auch Spielertypen wie Vidal, die in Spielen, in denen es nicht so lief, mal ein Zeichen setzten, sehe ich derzeit nicht. Was ich sehe, ist eine nicht vorhandene Hierarchie. Die Spieler, die aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrung Verantwortung übernehmen könnten sind teilweise keine Stammspieler (Boateng, Müller, Martinez), zu still (Alaba, Coman) oder von Haus aus eher Einzelgänger (auch wenn sich Lewandowskis Teamfähigkeit enorm gebessert hat). Kimmich übernimmt zwar nach außen hin Verantwortung, aber bei ihm wirkt es ähnlich wie bei Kovac, dass er besonders gern kritisiert, selbst aber auch genug Anlass zu Kritik liefert und somit teilweise unglaubwürdig wirkt. Andere Spieler, die Verantwortung übernehmen könnten, sind entweder noch zu kurz im Verein (Pavard, Hernandez, Coutinho, Goretzka, Gnabry), verletzt (Süle) oder nach langer Verletzung noch zu weit davon entfernt, ein Leader zu sein (Tolisso). Thiago mag zwar, wenn man ihn richtig einsetzt, ein Spiel perfekt ordnen, aber den Nachweis, ein wirklicher Anführer zu sein, hat er auch noch nicht gebracht. Bleibt also nur noch der Kapitän. Ob Neuer in dieser Funktion seinen Vorgängern das Wasser reichen kann, wage ich zu bezweifeln. Bei der Nationalelf konnte er es schon einmal nicht. Die WM 2018 war das erste Turnier seit Ewigkeiten, bei denen es in der Mannschaft nicht stimmte. Das ist nicht seine Schuld, aber es läge auch in seinem Verantwortungsbereich, etwas dagegen zu unternehmen. Aufgrund der beschränkten Eingreifmöglichkeiten auf dem Spielfeld bin ich eh kein Freund davon, einen Torhüter zum Kapitän zu machen.
    Ein derartiges Machtvakuum kann man evtl. dann auffangen, wenn man ein perfekt funktionierendes System vorweisen kann. Selbst dann kann es aber sein, dass es zu Problemen kommt. Nicht umsonst hat City dieses Jahr schon zwei Spiele gegen Underdogs vergeigt und Pep schon öfters das Fehlen von Vincent Kompany erwähnt, der sportlich vielleicht zu ersetzen sein mag, menschlich aber scheinbar nicht so ohne weiteres.
    Wenn, wie in unsere Fall, aber auf dem Spielfeld ohnehin häufig schon Ratlosigkeit und Unordnung herrscht, ist das Fehlen eines oder am besten mehrerer Leader, ein Drama. Durch individuelle Klasse lässt sich zwar noch einiges beschönigen, aber dieses Problem muss ganz schnell gelöst werden.
    Der Schlüssel zum Erfolg 2012/13 war unter anderem eine perfekte Kombination aus drei Faktoren:
    Klare Hierarchie, eingespieltes und von allen verinnerlichtes System und bedingunsloser Einsatz.
    Über das System haben wir hier bereits genug diskutiert. Der Einsatz rückt seit dem Augsburg-Spiel immer mehr in den Fokus (auch in der Bankettrede von KHR gestern) und ich hoffe, dass man auch dem Punkt Hierarchie bald die Notwendigkeit zukommen lässt, die er verdient.

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Der Verlust von Führungsspielern (auf und neben dem Platz) ist ein großes Thema, das spätestens seit dem Abgang von Lahm und Alonso virulent ist. Und nachdem die letzten beiden Transferperioden gerade daran gescheitert sind einen gleitenden Übergang der Robbery, Hummels, Rafinha zu moderieren und alles in dieses Jahr gepackt wurde, scheint sich das nochmal zu verschärfen.

      Selten hat sich die Frage für mich so intensiv wie gestern aufgedrängt, wer denn derjenige sein könnte, der jetzt mal das Ruder in die Hand nimmt. Aber leider werden wir da tendenziell einige Zeit warten müssen, bis sich in der Richtung wieder etwas entwickelt.
      Führungsspieler und Hierarchien sind nun mal etwas, das man sehr schwer verordnen oder organisieren kann. Das muss sich organisch entwickeln.

      Gerade Kimmich ist da jemand der mir in der Hinsicht in der letzten Zeit einige Sorgen macht. Ich muss immer öfter an das Hoeneß-Zitat über den jungen Schweinsteiger denken. “Dem Bastian haben jetzt in der letzten Zeit genügend Leute Zucker in den Hintern geblasen. Wir sind jetzt gerade dabei den wieder herauszuklopfen.”

      1. Müsste man vielleicht mal bei der Transferpolitik berücksichtigen. Wenn man allerdings immer nur junge Spieler holt, von denen man hofft, dass sie in ein paar Jahren Weltklasse sind und dann auch das Team führen können, übersieht man eben die Gegenwart. Die kolportierten Neuzugänge Haverz und Sane werden dieses Problem sicherlich auch (noch) nicht lösen können. Eine Mannschaft mit vielen jüngeren Spielern kann sich in einen Rausch spielen (siehe BVB im Herbst 2018), kann aber auch sehr schnell in stürmischen Zeiten schwächeln (siehe BVB im Frühjahr 2019). Ich hoffe unsere Vereinsführung erkennt das und holt im Zweifelsfall noch ein paar gestandene Leute, auch wenn sie wirtschaftlich gesehen nicht unbedingt zu den sinnvollsten Geschäften gehören sollten. Fakt ist, dass der Kauf von Xabi Alonso einer der besten Transfers in diesem Jahrzehnt war.

      2. Kimmich muss auf die 6 dann wird er mit mehr Verantwortung auch mehr und mehr Führungsspieler.

        Denke ein Eriksen ist mehr Führungsspieler denn Coutinho und könnte einem Havertz sehr helfen. Ansonsten muss man erwarten können das Thiago und Alaba noch mehr Verantwortung übernehmen.

      3. Die Führungsspieler!
        Und warum wundert es einen nicht?
        Man hat sich doch in der letzten Zeit – und da reden wir nicht von den letzten Wochen – alle ergenkliche Mühe gegeben, potentielle Führungsspieler wie Boateng, Hummels, Müller zu enteiern oder zu vergraulen. Und jetzt wird gejammert.
        Aber das ist eben nur einer der Knackpunkte.
        Mittlerweile spricht ja sogar schon Brazzo nach dem Spiel von einem “planlosen” Offensivspiel.
        Ja wer ist denn für den Plan zuständig?
        Und nach dem Spiel spricht der Trainer allen Ernstes von den problematischen Temperaturen – bei 20 Grad!
        Und davon dass er eigentlich ganz zufrieden ist. Das Spiel sei zwar nicht gut gewesen, aber das sei ja auch nicht das Ziel gewesen.
        Interview bei SkySport:
        -“Die Temperatur war nicht optimal.”
        -“Ich bin insgesamt zufrieden. ”
        -“War nicht das bestes Spiel, aber das war auch nicht das Ziel.”
        -“Tottenham hat hier auch nicht gewonnen.”

      4. @Anton: Bzgl. der potentiellen Führungsspieler muss man unsere derzeitige Führungsriege aber schon auch in Schutz nehmen.
        Boateng war in den letzten Jahren gefühlt entweder verletzt, außer Form und wirkte auch so, als sei er mit anderen Dingen beschäftigt.
        Müller war sportlich schon unter anderen Trainern nicht unumstritten und das ist wohl auch ein Grund, warum die Kapitänsbinde an Neuer ging und nicht an ihn nachdem Lahm aufhörte.
        Hummels war nicht bereit, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen und wechselte wohl auch deswegen zum BVB, weil er wusste, dass sein Wort dort mehr Gewicht hat. Den Nachweis, dass er ein Führungsspieler bei Bayern ist, hat er in den drei Jahren bei uns nicht unbedingt erbracht. Er brachte seine Leistung, aber ich hatte nie den Eindruck, dass er beim Rest des Teams ein Standing gehabt hätte, das ihn zum Team-Leader befähigen würde.

      5. @Anton:

        Man hat sich doch in der letzten Zeit – und da reden wir nicht von den letzten Wochen – alle ergenkliche Mühe gegeben, potentielle Führungsspieler wie Boateng, Hummels, Müller zu enteiern oder zu vergraulen. Und jetzt wird gejammert.

        Na, komm.
        Bisschen sachlich bleiben.
        Hummels hat sich selbst bei der Mannschaft unbeliebt gemacht, Boateng ist mehr mit sich beschäftigt als mit Fussball und aus dem lustigen Klassenclown ( nicht negativ gemeint) macht man auch keinen Führungsspieler.

      6. Toby13, das kann man ja alles so sehen, wenn man will, aber die alte Regel lautet doch: Man kann nur mit den Mädchen tanzen, die da sind.
        Und wenn die Auswahl an Führungsspielern nun mal begrenzt ist, dann hab ich halt keine anderen!
        Den gleiche Fehler hat doch vor einiger Zeit der BVB gemacht und alle Führungsspieler entweder gehen lassen oder selber verkauft – und ihnterher wurde gejammert, dass man keine Führungsspieler habe.
        Und Führungsspieler wird man weder mit 23 – von Ausnahmen abgesehen – noch wenn man erst ein Jahr in der Mannschaft ist und das ist zudem eine Persönlichkeitsfrage.
        Für mich ist z.B. ein Alaba ein wichtiger Spieler, ein klasse Kerl aber eben vom Typ her kein Führungsspieler.
        Ein Manu Neuer ja, aber er ist zu weit hinten und ein Lewandowski ja, aber er ist zu weit vorne.

        Da muss – wenn die Führungsspieler so wichtig sind – der Verein auch entsprechend handeln und vor allem “behandeln”.
        Und es hilft doch nichts – wenn ich keinen anderen habe, kann ich zwar jammern, aber das löst das Problem doch nicht. Und man sieht doch gerade jetzt, was los ist.

        Ein Hummels wollte sich dem Konkurrenzkampf nicht stellen – welchem denn, wenn vor der Saison schon verkündet wird, dass ein Süle und ein Hernandez gesetzt sind.
        Und jetzt – jetzt ist von der Setzliste nach 8 Spieltagen nicht mehr viel übrig. Man stelle sich vor, ein Boateng wäre auch noch weg.
        Und dem Klassenclown kannst du ja viel vorwerfen, aber nicht dass er sich hängen lässt.
        Und was kommt danach? So vom Typ her – und das ist nichts gegen die Spieler – weder ein Thiago noch ein Martinez
        Und ein Führungsspieler zeichnet sich ja nicht nur dadurch aus, dass er auf dem Platz vorangeht – da gehört noch etwas mehr dazu. Aber da hat man eben nicht drüber nachgedacht, was passiert, wenn man diverse Korsettstangen einfach mal so rauszieht.

      7. @Anton:

        Und wenn die Auswahl an Führungsspielern nun mal begrenzt ist, dann hab ich halt keine anderen!

        So funktioniert das aber nicht. Führungsspieler kann man nicht, in Ermangelung von Alternativen, “ernennen”. Die müssen sich entwickeln.

        Und wenn der Eine sich bei der Mannschaft unbeliebt macht, der Zweite mehr an seinem Privatleben interessiert ist und der Dritte eben einfach (und da zitiere ich dich) ” ein wichtiger Spieler, ein klasse Kerl aber eben vom Typ her kein Führungsspieler” ist, dann kann sich die sportliche Führung auf den Kopf stellen.
        Aus den Leuten kann man sich keinen Führungsspieler schnitzen.

      8. Und jetzt willst du mir erzählen, dass Spieler wie Boateng oder Hummels keine Führungsspieler waren.
        Ein Boateng, der seit 8 Jahren beim FCB spielt! Der sich eigentlich, wenn man es mal realistisch betrachtet nie etwas hat zuschulden kommen lassen. Für seine Verletzungen kann er nichts.
        Warum wollte der denn plötzlich weg – aus finanziellen Gründen doch nicht!
        Das hatte auch etwas mit Wertschätzung zu tun und zwar nicht in der Mannschaft.
        Und irgendwann war die weg. Und den Schuh zieht sich eben auch die Vereinsführung an.
        Er wurde immer kritisiert, während andere wie ein Ribery Narrenfreiheit hatten,
        Nichts gegen Franck, aber einfach war der auch nicht. Aber dem wurde alles verziehen.
        Ich hätte mal das Theater erleben wollen, wenn ein Boateng nach einem Spiel einem Reprter “aufs Maul haut”.

        Und das meine ich mit enteiern, da muss ein Verein eben entsprechend etwas tun.
        Was wäre denn jetzt, wenn Boateng auch weg wäre – ja, Martinez kann das auch! Aber der soll ja der 6er geben.
        Ich erinnere mich noch an die Spiel, wo ein Guardiola einen Kimmich auf IV gestellt hat und dann stand im nächsten Spiel ein Boateng neben ihm und hat ihn “an die Hand genommen”.
        Als er gestern rein kam, hat er auch als erstes Pavard Zeichen gegeben-“Junge sprechen!”
        Und das ist das, was ich meine – für junge Spieler ist der immer noch eine Führungsfigur, auch weil er eben alles gewonnen hat. Und solche Leute braucht man ob auf der Bank oder auf dem Platz.
        Im Sommer hat er erst mal die ganzen Jungen und die Neuen zu sich zum Grillen eingeladen.
        Und da erzähle mir keiner, dass der nicht als Führungsspieler akzeptiert wird.

      9. @Anton:
        Wann in seinen 8 Jahren galt Boateng denn als Führungsspieler in der Mannschaft?
        Und das mit dem Grillfest hast du falsch aufgefasst. Da wurden nicht nur die Jungen und Neuen eingeladen. Außerdem munkelt man, dass Boateng das Fest nur geschmissen hat, um sich für sein unsoziales Verhalten am Ende der letzten Saison zu entschuldigen.
        Führungsspieler benehmen sich nicht wie Kindsköpfe.

        Und Hummels kannst du noch so oft erwähnen. Der hat sich sein Standing in der Mannschaft zerstört.
        Wem niemand folgt, der kann nicht führen. ;)

  27. Das war gestern tatsächlich das erste Spiel der Bayern seit ca. 10 Jahren, bei dem ich nebenbei was anderes gemacht habe obwohl ich Zeit und die Empfangsmöglichkeit hatte das Spiel anzusehen. War ein sehr spannender Sci-Fi-Roman.

    Verpasst habe ich ja nichts. Der gleiche taktiklose Rumpelfußball, den es seit Anbeginn der Kovac-Ära gibt. 90 Minuten zittern, dass der Gegner nicht noch einen rein haut. Das eigene Team zu keinem Zeitpunkt Kontrolle über das Spiel oder den Gegner gewinnt und selbst in Führung liegend permanent Gefahr läuft überrannt zu werden.
    Joa.
    Leider gewonnen, so geht diese Trainerposse noch länger weiter.
    Ich hab tatsächlich nach dem Spiel gegen Augsburg jegliche Emotion in Bezug auf Bayernspiele verloren. Hab mich gestern selbst dabei erwischt, wie ich weder bei eigenen noch bei gegnerischen Toren eine Miene verzogen hab :(

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    1. Geht mir leider genauso, irgendwie nimmt mich diese Mannschaft nicht mit. Der Trainer schon gar nicht, aber anderes (zu Genüge besprochenes) Thema.
      Es fehlt guter, schön anzuschauender Fußball oder wenigstens etwas Schwung, Ideen, Esprit und gute Typen. Finde aktuell nur Müller und Süle irgendwie spannend und “anders“. Lewa und Gnabry mit Abstrichen. Macht wenig Spaß zur Zeit.

      Naja, treu weiterschauen und hoffen, dass es besser wird…

    2. ….in guten wie in schlechten Zeiten!
      Da kann man dann ja die schlechte Phase sogar positiv sehen, wenn dadurch die ganzen Erfolgs- und Schönwetterfans weggefiltert werden.

      1. Wir haben auch einen Ribbeck, einen Klinsmann, einen Lerby, einen Lorant und einen Saftig überlebt, wo ist jetzt das Problem?

      2. Ja, haben wir. Und trotzdem zugeschaut und mitgefiebert. Und nicht Sci_Fi-Romane gelesen :-) Hilft ja nix.

  28. Lucas Verletzung ist natürlich tragisch.
    Lucas fällt wohl bis zur Winterpause aus.
    Suele bis Ende der Saison.
    Denke wir sollten einen wie Niklas Stark verpflichten der auch auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist.
    Verstehe auch nicht warum der langsame Javi wieder auf der 6 spielt wobei er ja als IV eingeplant war.

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    1. Kimmich auf der 6 wird sich aufgrund der Personalsituation wohl erst mal erledigt haben. Eine Innenverteidigung Boateng und Martinez wäre in Sachen Beweglichkeit und Tempo für mich keine Alternative. Außerdem kann man davon ausgehen, dass sich einer der beiden sicher verletzen wird, wenn sie ohne irgendeine Pause über mehrere englische Wochen hinweg spielen. Also wird Pavard wohl zum gesetzten Spieler in der Abwehr und man wird ihm Boateng und Martinez abwechselnd zur Seite stellen, solange bis Hernandez wieder fit ist. Ich denke nicht, dass Mai jetzt von 0 auf 100 gleich in die Stammelf rutschen wird. Diesen Fall sehe ich erst eintreten, wenn noch ein Abwehrspieler ausfallen sollte.
      Im Mittelfeld wird also Thiago wohl wieder auf die Sechs gehen und Goretzka bzw. Tolisso den Platz neben Coutinho besetzen.
      Ich hoffe, dass Kimmich diese Situation angesichts der Personallage annimmt und seine Rechtsverteidigerrolle wieder so interpretiert, wie er es eigentlich kann, auch wenn er einige Facetten davon (nämlich alles was mit Defensive zu tun hat) nicht unbedingt mag. In den letzten beiden Spielen spielte er meiner Meinung nach teilweise lustlos und unkonzentriert. Wenn er es jetzt nicht schafft persönliche Eitelkeiten dem Mannschaftsgeist unterzuordnen, dann kann er nie ein Leader werden.

      1. Sehe ich auch so. Kann mich zwar täuschen, aber Kimmich wirkte auf mich extrem lustlos gestern und am Wochenende.

      2. Das ist richtig und kann man so in toto unterschreiben

    2. Ich sehe die Verletzung von Hernandez überhaupt nicht tragisch. Er hat mir bisher gar nicht gefallen. Wirkt immer etwas hektisch, immer ein Stück zu klein im Kopfball-Duell und gepflegte Spieleröffnungen konnte ich bisher auch noch nicht feststellen. Außerdem hat er schon satte drei Gegentore verschuldet (Leipzig, Augsburg. Piräus). Eher Typ Berti Vogts als Typ Virgil Van Dyk.
      Sorry, und dafür haben wir 80 Mios ausgegeben?
      Die mantrahaft vorgetragenen Lobeshymnen von 918 und KHR kann ich nicht nachvollziehen. Er sollte jetzt dringend die Zeit bekommen, hundertprozentig fit zu werden, bevor er wieder aufläuft.

      1. Du wirst von ihm auch keine gepflegten Spieleröffnungen zu sehen bekommen.
        In der französischen NM gibt es dafür auf der IV-Position einen Varane und einen Umtiti, da ist die Spieleröffnung nicht der Job des AV, den Hernandez da spielt – gilt übrigens in gleicher Weise für Pavard.
        Und in der Simeoneschule von Atletico ist der IV der Verteidiger und nicht der Spieleröffner, da wird ein ganz anderes Sytem gespielt. Und das hat der Gute über 8 Jahre verinnerlicht.

      2. @wohlfarth

        Wenn es aber grundlegend an Statik und Verbindungen zwischen den Mannschaftsteilen fehlt ist es aber vielleicht zu viel verlangt solche Ansprüche an die einzelnen Spieler zu haben. Ein Feld ist gute 100 Meter lang und mindestens 50 Meter breit. Da kann selbst ein Thiago nicht die Verbindungen schaffen wenn die Räume zwischen den verschiedneen Spielern und Mannschaftsteilen zu groß sind. Anscheinend ist er dieses Jahr auch deutlich mehr damit beschäftigt Lücken zu stopfen wie man den gelben Karten erkennen kann.

        Ohne Struktur und Verbindungen entstehen Fehler. Wer ständig nur damit beschäftigt ist Fehler auszubügeln kann seine eigene Abläufe nicht durchsetzen und es entsteht Folgefehler um Folgefehler.

        Ich will jetzt eigentlich echt nicht mit Pep kommen, aber.. als er gesehen hat dass die alleinige 6 mit den Aufgaben überfordert ist hatte er die AV einrücken lassen und die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt.

        Heute hören wir nur dass wir das alles abstellen müssen. Aber Ansätze wie unsere derzeitigen Probleme gelöst werden können sehen wir überhaupt nicht.

      3. hups, verrutscht.

    3. Wenn die Nicklas Stark verpflichten, dann können sie das NLZ zusperren. Lasse Mai oder nix, wie ein gar nicht so schlechter Trainer sagen würde. Und ein langsamer Javi ist mir momentan 100 mal lieber, als der hochgelobte Thiago. Der ist in dieser Saison völlig von der Rolle. Und zwar seit Beginn der Saison wie die Bewertungen im kicker belegen.

      1. Abgesehen von Lewandowski und mit Abstrichen Gnabry – wer ist eigentlich im Moment nicht von der Rolle?
        Ein Kimmich- Schatten seiner selbst. Ein Süle bis zur Verletzung auch nicht prickelnd. Tolisso – kann man noch der Verletzung anhängen. Coman – auch nicht toll?
        Alaba maximal Durchschnitt, Pavard und Hernandez auch nicht mehr.
        Bei anderen Perisic, Müller, Martinez, Boateng muss man berücksichtigen, wer die meiste Zeit auf der Bank verbringt, wird auch keine Topleistung bringen.
        Ist doch bei allen Verletzungen von länger als vier Wochen der Standardkommentar aller Trainer – da fehlt die Spielpraxis. Ein Martinez hat 7 Spieltage auf der Bank gesessen – aber der soll Topleistung bringen? Wie denn.
        Goretzka verletzt und das war es dann schon?

      2. Thiago wäre mit seinem Können und der Position die er spielt jetzt gefragt, das Heft in die Hand zu nehmen.
        Da kommt aber nichts.
        Coutinho wäre mit seinem Können und der Position die er spielt jetzt gefragt offensive Akzente zu setzen.
        Da kommt aber gleich gar nichts.
        Auf diesen Positionen kann ich auch gänzlich ohne Trainer und System glänzen.
        Wir haben kein Offensivkonzept, aber Lewandowski schießt trotzdem alles in Grund und Boden.
        Weil er es kann und weil er es will.

      3. @Systemrelevant:
        Klar wäre es einfacher, wenn die ganze Mannschaft funktionieren würde. Aber ein Feld ist halt auch nicht größer als 110x70m.
        Wenn Thiago wollte, könnte er seinen Bereich schon etwas besser organisieren. Coutinho sowieso, wenn er 10 Meter vorm Strafraum den Ball hat, ist egal wie groß das Spielfeld ist, dann kann er was machen. Der Strafraum ist überall gleich groß und Lewandowski weiß was zu tun ist um Tore zu schießen und er macht es.

      4. Nicht so ganz. Ein Lewandowski ist ein “begnadeter Strafraumspieler” und wenn er im Strafraum entsprechend gut oder auch weniger gut bedient wird, haut er das Ding eben rein.
        Ein Thiago soll oder muß den gesamten Raum zwischen den beiden 16ern beacker, was alleine aber nicht funktionieren kann. Und da sind wir wieder beim Spielsystem, was ja mittlerweile sogar ein Brazzo kritisiert.
        Schnelles Vertikalspiel über die Außen, die auch noch entsprechend weit aufgerückt sind.
        Werden die Außen zugestellt, war es das mit der Herrlichkeit . Und wenn man so spielt – und das konnte man gestern wieder schön bei Coutinho und später Müller sehen, hängt der 10er in der Luft und ist außen vor.
        Spielt Thiago den 8er, dauert es wie gestern ewig, bis der Ball vom 6er aus der eigenen Deckung endlich vorne landet – Schwung weg, Außen zugestellt und der 10er fast neben ihm – also wieder raus und zurück.
        Gestern auch wieder die Situation – Außen stehen genau wie die AV schon auf Strafraumhöhe, der 10er am 16er und ds gegen zwei dicht gestaffelte Ketten. Da reicht dann schon ein Fehlpass und ein langer Ball und die IV bekommen Spaß.
        Und Thigago soll es richten und am besten noch beim Konter hinten den Ball abfangen.

        Wie du es sagst und wie es gestern auch Brazzo gesagt hat “Planloses Offensivspiel”. Ein Lewandowski ist ja nicht umsonst in der Halbzeit kopfschüttelnd vom Platz gegangen.
        Und nun stellt sich die Preisfrage: Wer ist denn für das Offensivkonzept verantwortlich – Thiago? Coutinho? oder doch jemand ganz anderes.

    4. Van Gaal hat Badstuber aufgestellt. Warum soll man es nicht mit Mai versuchen? Jetzt kann man ihn ranführen. Pavard, Boateng und Martinez reichen keinesfalls, da die beiden letztgenannten immer mal wieder muskuläre Probleme haben.

      Die Vorwürfe von Brazzo Richtung Frankreich waren ein Witz. Wir hatten noch genügend Abwehrspieler, als er gegen Hoffenheim und jetzt in Piräus ran musste. Hätte man auch anders gelöst bekommen. Jetzt haben wir den Salat.

      1. @Anton:

        Nicht so ganz. Ein Lewandowski ist ein “begnadeter Strafraumspieler” und wenn er im Strafraum entsprechend gut oder auch weniger gut bedient wird, haut er das Ding eben rein.

        Ein begnadeter Strafraumspieler war er schon immer, aber einen neuen Bundesligarekord stellt er unter Kovač auf.
        Er selbst hat sich da ja klar zu geäußert, aber wie siehst du das?
        Ist er bspw. unter Guardiola nicht anständig bedient worden?

  29. Hallo,

    ich bin seit kurzem regelmäßiger Zuhörer eures Podcasts, Daumen hoch!.

    Ich finde auch, dass Ihr in den meisten Punkten recht habt.
    Was mir aber total fehlt ist die Sichtweise auf den fehlenden Rhythmus, der durch die 2 Länderspielpausen (eine kommt noch dazu), mit 2 unnötigen Freundschaftsspielen verursacht wurde.

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    1. Danke. Den Aspekt können wir demnächst mal diskutieren.

  30. Mangelhaftes Spielsystem, ok.
    Aber ganz so billig darfst du die Spieler nicht davon kommen lassen. Wir spielen fast immer gegen 2 Fünferketten, da ist nie Platz.
    Coutinho haben wir doch geholt, weil er ein “kleinräumiger” Spieler ist. Gestern und gegen Augsburg konnte er weder mit viel noch mit wenig Platz was anfangen. Das ist einfach Mist was er spielt.
    Und da ist nicht immer der Trainer schuld. Lewandowski könnte sich auch am Arsch lecken lassen und sagen “Das Spielsystem ist scheiße”.
    Mit Kovac wirds nicht mehr, aber eine große Mitverantwortung für die schlechten Leistungen tragen schon auch die Spieler.

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    1. Mist, verrutscht.

  31. @Tobi13 allmählich werden deine Versuche Kovac zu verteidigen echt peinlich.

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    1. Wieso allmählich?

      1. @918:
        Immer wieder faszinierend, was für ein kleingeistiges Verhalten du nötig hast.
        Niveau ist keine Creme.

  32. Hmmm, Goretzka als RV?!

  33. @Chicken:
    Eine sachliche Antwort hätte ich schöner gefunden.
    Find die Frage nicht uninteressant.
    Aber auf Fragen, deren Antwort nicht “Kovač ist schuld” lautet, hab ich von dir auch keine Antwort erwartet. ;)

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Tobi13: Liefer sachliche Argumente und du kriegst sachliche Antworten. Lewas Bilanz bzw seine Abgezocktheit vor dem Tor zu nutzen, um pro Kovac zu argumentieren, ist ja wohl hochnotpeinlich. Die Leistungen einzelner Spieler retten dem FCB die Ergebnisse in grausam anzuschauenden Spielen. Dass die Spiele furchtbar planlos sind, egal, Kovac ist ein toller Trainer, weil Lewandowski trifft.
      Und das ist für dich ein überzeugendes Argument?

      1. @Chicken:
        Das Kovač ein toller Trainer ist, hab ich nicht geschrieben. Sachlich bleiben und mir keine Worte in den Mund legen bitte.
        Was an meiner Frage war unsachlich?

        Lewandowski hat erklärt, dass Kovač ihn weiterentwickelt. Sowas ist schon eine Aufgabe des Trainers. Er argumentiert damit Pro Kovač. Kannst du hochnotpeinlich finden, aber das müsstest du mit ihm klären, nicht mit mir.

        Wie erklärst du dir, dass Lewandowski trifft wie noch nie, obwohl er schon zu Zeiten beim FCB war, in denen wir noch ein System, einen Plan und ein Offensivkonzept hatten?

      2. Ich denke man kann Kovac anrechnen, dass er den Spielern viel Freiheit gibt und sie sich dadurch je nach Persönlichkeit in gewisser Weise entwickeln können. Coman und Gnabry (v.a. Letzterer) sind vermutlich die besten Beispiele. Bei Lewa ist es 80% sein eigener Peak und 20% dieser zusätzliche Gestaltungsspielraum. Daher rührt wohl auch sein Zitat.

        Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Spieler bei dieser Herangehensweise kein System an die Hand bekommen. Und das macht sich langfristig bemerkbar. Nach 1,5 Jahren “lose Leine” und “geht’s raus, ihr macht das schon” weiß inzwischen keiner mehr, was zu tun ist auf dem Platz. Das ist mehr als offensichtlich.

        Gerade in Zeiten, in denen schwächere Teams mit der richtigen Taktik und einem guten Matchplan stehts für eine Überraschung sorgen können, scheint für mich as Kovace System schlichtweg “outdated”. Die Mannschaft braucht dringend einen modernen Fußball-Lehrer und Fachmann um zurück in die Spur zu kommen und das einfache Fußball 1-und-1 wieder zu lernen. Rangnick – das Fußball-Mastermind Deutschlands – wäre durchaus eine interessante Option.

      3. Turbo Batzi, das mit den Feiheiten hat was für sich, aber es funktioniert vor allem dann, wenn man eine eingespielte Mannschaft hat. Nimmt man mal das Beispiel Müller-Lewandowski, die spielen seit Jahren zusammen, da weiß jeder, was der andere macht – nicht umsonst ist nach den Statistiken ein Lewandowski in der Vergangenheit immer dann am besten gewesen, wenn er Müller hinter sich hatte.
        Und jetzt, sind zwar die Freiheiten die gleichen, aber ein Lewandowski und ein Coutinho funktionieren eben nicht so – wie auch nach der kurzen Zeit. Thiago-Coutinho dito.
        Ein Boateng oder auch ein Hummels spielten lange Pässe oder Diagonalbälle auf einen Robben, einen Ribery und die wussten das. Ein Pavard spielt sie zum einen so nicht und zum anderen wissen die Außen noch nicht, wie er sie spielt. Ein Alaba hat sich mit einem Ribery blind verstanden – mit einem Gnabry , Perisic oder Coutinho eben noch nicht. Und dann funktionieren die Freiheiten eben nicht, weil die Laufwege und Passwege eben nicht mehr automatisch funktionieren. Ein Thiago und ein Goretzka auf der Doppelsechs sind eben etwas anderes als ein Thiago und ein Tolisso, dem zudem ein ganzes Jahr fehlt.
        Und so kann man Päärchen ohne Ende aufzählen, wo die Freiheiten einfach nicht funktionieren, weil eben keine Automatismen bei den beiden existieren.
        Und das Problem hat man eben auch in einem Defensivverbund, der jede Woche anders aussieht.
        Man sieht ja auch immer wieder bei Positionswechseln auf dem Feld, dass sich die Spieler gegenseitig “aufden Füssen stehen” weil eben , wie du es sagst, keine Automatismen und Laufwege funktionieren – eben keiner mehr weiß, was er machen soll.
        Es gab aus einer Spielanalyse vom Dienstag ein schönes Beispielbild aus dem Spielaufbau – zwei Spieler noch fast auf Strafraumhöhe auf der linken Seite im Abstand von 2 m nebeneinander der nächste freie Mitspieler schon im Mittelkreis und dazwischen schon zwei Spieler von Piräus.
        Die einen stehen sich auf den Füßen und der andere ist schon zu weit weg. Das aus dem Angriffsversuch nichts werden kann, ist klar.
        Und das hat auch ein Brazzo so angemerkt, als er von einem planlosen Offensivspiel sprach.
        Du nennst es ” keiner weiß mehr, was zu tun ist”, Brazzo nennt es planlos.

    2. @Tobi13 – Dann will ich mal versuchen sachlich(er) zu antworten. In den meisten Deiner Beiträge haust Du entweder ein Zitat eines Spielers raus, um (was genau eigentlich???) zu begründen / unterstreichen / sagen??? Ist nie so richtig klar, außer, dass Du das tust (oder auch aus gelinkten Beiträgen einzelne Passagen, die Dir passen, entsprechend zu zitieren oder auch Stück für Stück Beiträge auseinander klamüserst), um Beiträge anderer (vorzugsweise bzw fast ausschließlich von Kovackritikern) als sachlich schwach / falsch / ungerechtfertigt darzustellen. Ist dein gutes Recht, macht deine Beiträge aber nicht gerade sehr wertvoll, das sie jeglicher eigener Meinung völlig entbehren, wenn man mal davon absieht, dass du mit denjenigen, die du kritisierst, (wohl) nicht übereinstimmst.
      Eine andere sache, die du dir herausnimmst, ist, dass es für dich völlig okay ist in Beiträgen anderer etwas zu lesen , das man so interpretieren kann, aber nicht zwingend muss, oder aber den sprachlichen Level der gegenseitigen Achtung einforderst, jedoch selbst mitunter verlässt. Das berühmte Glashaussitzen bei Steinbesitz oder Weintrinken bei Predigen von Wasser.
      Das sind die Dinge, die mich an deinen Beiträgen stören bzw was sie für mich so erwartbar macht.

      Nun zur Lage des FCB seit Antritt von Niko Kovac. Nach 16 Monaten Trainertätigkeit ist immer noch kein funktionierendes Spielsystem erkennbar. Und, nein, ich erwarte keine van Gaal oder Guardiola-Fußball. Kein Wiedererkenne von JHs Fußball zur Hochzeit des FCB in den 10er Jahren. Was ich erwarte ist eine klare Handschrift des Trainers im Spiel. Das könnte von mir aus der reinste Defensivfußball á la Chelsea oder Inter sein, als sie den Cup gewannen (den ich persönlich nicht mag, aber um meine Vorlieben geht es ja nicht), Hauptsache man erkennt ein funktionierendes System. Irgendeins.
      Als Kovac angetreten ist, sagte er das sein Hauptaugenmerk auf der Defensive liegen würde. Nun, nach knapp anderthalb Jahren unter seiner taktischen (?) Führung ist der FCB in der Defensive sos chlecht und instabil, wie zuletzt unter Jürgen Klinsmann vor elf Jahren (!). Selbst das könnte ich noch hinnehmen, wenn wir in den ersten 13 Pflichtspielen diese 17 Gegentore gegen Gegner aus den oberen Regalen kassiert hätten. Leider war dies mitnichten der Fall, abgesehen (mit Abtsrichen) von Dortmund im Supercup; Leipzig in der BuLi und Tottenham (dem Namen nach) in der CL. Ansonsten waren die Gegner alle aus den unteren Regionen des Fußballs, auch Schalke 04 zu dem Zeitpunkt, als der FCB gegen sie spielte. Defensive. Des Trainers Hauptaugenmerk (laut eigener Aussage!) seit 16 Monaten. das Ergebnis: traurig.
      Neben der Anzahl der Tore, die wir (auf zumeist unerträglich simple Art und Weise) kassieren, ist es ebenso schlimm anzusehen, wie es Mannschaften wie Köln, Mainz, Augsburg etc es schaffen den FCB durch Pressing gegen unsere Abwehr so unter Druck zu setzen, dass das letzte Mittel ein langer, blinder Schlag nach vorne ist. Geordnetes Heruaspielen aus der eigenen Hälfte, wenn der Gegner presst, ist nicht vorhanden.
      Im Mittelfeld sieht man zumeist Spieler den Ball annehmen, halten, halten, halten, dann endlich passen, weil sie endlich einen Mitspieler entdeckt haben, der anspielbar ist. Dreiecke, die sich bilden, um das schnelle Weiterleiten des Balles zu erleichtern sieht man vergebens.
      Nochmal zur Unterstreichung: Ich erwarte keinen Zauberfußball. Aber mit dem Spielermaterial darf so ein schelchetr Fußball nicht dauerhaft gespielt werden.
      Im Angriff verlässt man sich auf die Klasse und Eingebungen der Spieler. Wenigstens das funktioniert noch häufig genug, um die Gegentore auszugleichen. Das mag schön klingen, wenn Tore überraschend fallen, aber, wenn das ständig passiert, ist dies ein Zeichen für fehlende taktische Pläne, die Tore zwangsläufig machen und nicht zufällig.
      Im Umgang mit den Spielern hebst Du immer hervor, wie Lewandowski Kovac lobt (würde gerne den Link zu dem Artikel sehen, wo er das gesagt hat) und dass Coutinho sich lobend geäußert hat. Punkt.
      Dazu zwei Sachen: 1) Selbst wenn das mit Lewa stimmt, ist dies eine einzelne Aussage. Eine. Macht den Fußball, den wir uns ansehen müssen, aber nicht besser. Was Coutinho betrifft, da kann er (Coutinho) ja kaum was Negatives äußern. Ist gerade erst im Verein, froh einen Verein auf höherem europäischen Niveau gefunden zu haben, bei dem er CL spielen kann, da die Tür zurück zum FC Barcelona wohl endgültig zugeschlagen ist. Und 2) denke ich nicht, dass etwa Thomas Müller (oder Javi Martinez) sich lobend über Kovac äußern würde.
      Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Spielern hat Kovac in vielen Fällen auch nicht. Ich denke, da brauche ich keine Beispiele zu geben.
      Kovacs Sichtweise auf die Spiele des FC Bayern. Nehmen wir nur mla das Spiel in Augsburg. KHR und UH verlassen roten Kopfes und wortlos das Stadion, während Kovac ein gutes Spiel gesehen haben will. Ich habe das Spiel auch gesehen. Gut als Wertung wäre mir (wie allen anderen unseres Fanclubs) nicht über die Lippen gekommen.

      Fraglos kann man (auch) die Spieler zur Verantwortung ziehen für das, was gezeigt wird. Aber hauptverantwortlich ist nun mal der Trainer. Das ist nicht anders als in der Schule – wenn da eine guter LK einen schlechten Lehrer erwischt, der sie nur unzureichend aufs Abitur vorbereitet, wird der LK mit den nominell schwächeren Schülern, die aber einen guten Lehrer erwischt haben, der sie punktgenau auf die zu erwartenden Aufgaben vorbereitet, besser abschneiden.

      Ich hoffe mit dieser Antwort kannst du etwas mehr anfangen als sie nur als banale und monotone Kovackritik abzutun.

      1. @Chicken:
        1. Ich habe dich gefragt, was an meiner Frage unsachlich war, nicht ob dir meine Beiträge gefallen.
        Die Antwort bist du leider komplett schuldig geblieben.

        2.

        Selbst wenn das mit Lewa stimmt, ist dies eine einzelne Aussage.

        Echt jetzt? Das ist eine totale Frechheit. Mit der Aussage implizierst du, dass ich mir Zitate ausdenken würde. Geht’s noch?

         “Ich versuche, von jedem Trainer das Beste mitzunehmen. Auch unter Niko entwickle ich mich immer noch weiter. Wir probieren in jeder Vorbereitung Neues aus, haben spezifische Übungen für die offensiven Spieler im Trainingsprogramm.”

         

        Im Angriff verlässt man sich auf die Klasse und Eingebungen der Spieler. 

        Auch die Aussage ist durch Lewandowski widerlegt.

        Und noch eine Aussage über Kovačs Trainingsarbeit:
        “Wir haben in der Vorbereitung richtig gut gearbeitet. Die Ergebnisse sieht man jetzt schon darin, wie wir Fußball spielen. Wie wir unser Spiel aufbauen und welche Aktionen wir in der Offensive haben, sieht schon alles sehr gut aus. Davon profitiere ich auch. Tore zu schießen, ist einfach das Beste, was es gibt. Ich werde in den nächsten Wochen sogar noch besser spielen.”

        Wir stellen, Stand heute, mal wieder die beste Offensive der Liga.
        Wer glaubt, sowas geht nur durch Glück und individuelle Klasse, liegt meiner Meinung nach, weit daneben. Da gehört Trainingsarbeit zu.
        Mag manchen Leuten nicht gefallen, aber Lewandowski lobt den Spielaufbau.

        Und da das Interview scheinbar an dir vorbeigegangen ist, extra für dich:

        https://m.sport1.de/fussball/bundesliga/2019/09/fc-bayern-robert-lewandowski-verraet-seinen-grossen-bayern-traum

    3. @Tobi13 Wie gehabt: Alles, was du anderen vorwirfst, tust du selber. Z.B. Sachen in Dinge hinein interpretieren, nicht auf Texte und Inhalte anderer eingehen, beleidigende Worte wählen. Das Schlimmste dabei finde ich, wie du dich über andere ereiferst, die genau das Gleiche tun, dich selbst aber für unfehlbar hältst.
      Da Diskussionen mit dir nicht zielführend sind, werde ich deine inhaltsleeren Beiträge ab jetzt nicht einmal mehr ignorieren. Viel Spaß beim weiteren Getrolle.

      1. @Chicken:
        Kein Problem.
        Irgendwie hab ich schon geahnt, dass du dich mit den Aussagen von Lewandowski lieber nicht auseinandersetzen möchtest, da sie so gar nicht zu deiner Sichtweise passen.
        Da ich immer sehr selbstkritisch bin, wäre ich dir sehr verbunden, wenn du mich zumindest noch aufklärst, welche beleidigenden Worte mein Beitrag enthalten hat.
        Nicht, dass ich aus Versehen nochmal ins Fettnäpfchen trete.
        Danke.

  34. Der Fisch stinkt bekanntermaßen vomKopf. Unsere beiden Chefs meckern und nörgeln (berechtigterweise) hauptsächlich über die Medien, damit auch nach außen nur Unruhe entsteht, neben den bekannten Baustellen in der Spielweise. Dass das am Trainer und an den Spielern nicht spurlos vorbeigeht ist auch klar. Und dann stellt manverwundert fest, hey der Trainer hat ja gar keinen Rückhalt in der Mannschaft mehr, der kann wohl nicht mit Leuten umgehen!

  35. Guter Artikel der die Situation offenlegt
    Verantwortlich dafür ist natürlich der Trainer und sonst keiner

    https://m.sport1.de/fussball/bundesliga/2019/10/fc-bayern-manuel-neuer-kritisiert-aktuelle-spielweise-pass-braucht-message

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Du bringst einen Artikel und ziehst dann Schlussfolgerungen, die im Artikel anders ausfallen.
      Drollig :D

      “Die aktuelle Passmisere im Bayern-Spiel für Neuer eine Frage von “Konzentration und Wille”.”

  36. […] Harte Olympiakost: Bayern gewinnt knapp mit 3:2 | Justin […]

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