Hamburger SV – FC Bayern München 0:0

Der FC Bayern München traf am Samstagnachmittag auf den neu formierten Hamburger SV, der sich bereits am dritten Spieltag von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt hatte. Für ihn übernahm mit Josef Zinnbauer der bisherige Trainer der U23 Mannschaft und schaffte bei seiner Premiere ein Unentschieden gegen den FC Bayern.

Falls ihr es verpasst habt:

Der FC Bayern änderte die Aufstellung im Vergleich zum Last-Minute Champions League Sieg gegen Manchester City “eigentlich” auf fünf Positionen. Für Benatia rückte Dante in die Innenverteidigung, Højbjerg feierte sein Startelfdebüt in dieser Bundesligasaison und ersetzte in der Zentrale Alonso. Des weiteren bekam Götze eine Pause. Für ihn rückte Shaqiri in die Startelf und in der Spitze agierte Pizarro für Lewandowski. Geplant war auch ein Einsatz von Arjen Robben, der sich jedoch eine Muskelverletzung beim Aufwärmen zuzog. Für ihn begann Müller, der ursprünglich ebenfalls geschont werden sollte. Somit gab es nur vier Änderungen.
Der FC Bayern begann zunächst in einem System mit Viererkette, wobei die Außenverteidiger Rafinha und Bernat wie gewohnt stark aufrückten. Am ehesten sah man ein 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 System. Lahm zog sich infolgedessen stark zurück und spielte teilweise sogar hinter den beiden Innenverteidigern, da der HSV früh attackierte und vor allem mit Holtby, Arslan und Müller immer wieder versuchte, stark auf die Innenverteidiger zu pressen. Vor allem Dante hatte damit in den ersten 20 Minuten seine Probleme. Durch das frühe stören konnte der FC Bayern sich kaum ins letzte Angriffsdrittel kombinieren, die offensive Reihe mit Müller und Shaqiri war nahezu abgemeldet – und Pizarro ließ sich immer weit ins Mittelfeld fallen, um überhaupt ins Spiel eingebunden zu werden.

Der HSV verknappte die Räume vor allem in der Zentrale und stellte durch ein 4-4-2 defensiv das Mittelfeld zu. Konnte der FC Bayern sich über eine gelungene Kombination etwas Freiraum verschaffen, folgte meist ein taktisches Foulspiel. Der HSV hatte bereits in den ersten 40 Minuten über 12 Foulspiele (BL Durchschnitt sind 15 Fouls pro Team in einem ganzen Spiel), weshalb auf beiden Seiten die Torchancen Mangelware blieben. Der HSV verzeichnete keinen Torschuss, der FC Bayern kam wohlwollend ausgelegt auf drei Abschlüsse. Eine fatale Bilanz.
In der zweiten Halbzeit reagierte Pep Guardiola früh und brachte in der 55. Minute Alonso für Højbjerg. Nur 30 Sekunden später hatte Lahm nach einer Flanke von Shaqiri die Chance auf das 1:0, vergab jedoch völlig freistehend aus 12 Metern. Der FC Bayern drückte im Anschluss daran mehr aufs Tempo – und brachte Götze für Rafinha und Lewandowski für Shaqiri. Es folgten einige Halbchancen, doch richtig zwingend wurde es erst kurz vor Schluss, als Müller einen Stellungsfehler von Djourou ausnutze, der Abwehrspieler des HSV bekam jedoch im Fallen noch ein Bein dazwischen. Die Folge: Das erste 0:0 in der Ära Pep – trotz 4:15 Torschüssen und 74% Ballbesitz für den FC Bayern.

3 Dinge, die auffielen:

1. Süßer Vogel Jugend, der Abend wirft längere Schatten: Die Formkrise von Højbjerg

Pierre Emile Højbjerg ist wohl einer der talentiertesten Nachwuchsspieler beim FC Bayern. Er ist das Versprechen für die Zukunft und einer von Guardiolas Projekten. Für diese Saison hatten der Verein und vor allem der Spieler seinen Durchbruch geplant – umso überraschender war es, dass Højbjerg in der Vorbereitung zunächst von Gaudino in der zentralen Rolle verdrängt wurde, zumal er in der Nationalmannschaft durchaus zu überzeugen wusste. Højbjerg kam in den Testspielen vermehrt auf der rechten Position im Mittelfeld bzw. in der Fünferkette zum Einsatz. Trotz prominenter Ausfälle von Schweinsteiger, Thiago und Martinez gelang es dem Dänen nicht, sich einen Stammplatz im Mittelfeld zu erkämpfen. Umso wichtiger war für ihn der Startelfeinsatz gegen den Hamburger SV, die Chance sich zu zeigen.
Gelinde gesagt: Ziel verfehlt. Die Rolle auf der 8er Position konnte er nicht nachhaltig ausführen, die Abstände zwischen dem zurückfallenden Lahm und ihm waren meist zu groß, aber auch das Zusammenspiel mit den anderen Mittelfeldakteuren wollte nie so richtig fruchten. Hinzu kamen viele unnötige Abspielfehler oder Ungenauigkeiten, die das Aufbauspiel spürbar ausbremsten. Am Ende der ersten Halbzeit standen 29% gewonnene Zweikämpfe und nur 32 Ballkontakte. Hinzu kamen zwei grobe individuelle Fehler, die die gefährlichsten Angriffe des HSV einleiteten. Als er auch in der zweiten Halbzeit einen Kopfball unmotiviert zum Gegenspieler bugsierte und die größte Hamburger Chance des Spiels durch Müller einleitete sowie wenig später ein zwei-Meter Zuspiel auf Bernat beinahe verhungern ließ, zog Pep Guardiola die Reißleine und wechselte den jungen Dänen aus. Ein verlorenes Spiel für Højbjerg, aber sicherlich kein Beinbruch. Auch er muss lernen mit Formschwankungen umzugehen und darf sich vor seinen wenigen Einsätzen auch nicht zu viel vornehmen.

2.Gescheiterte Rotation

Pep Guardiola reagierte auf die englische Woche und das schwere Champions-League-Spiel und änderte auf fünf bzw. schlussendlich auf vier Positionen. Ein Einschnitt, der wohl für die aktuelle Form noch zu viel war. Zwar hatte der FC Bayern fast 75% Ballbesitz, aber die Passquote lag „nur“ bei 80%. Oftmals fehlte die Genauigkeit in den Zuspielen – oder die Abstimmung untereinander. Sinnbildlich eine Szene aus der ersten Halbzeit: Der FC Bayern kombinierte sich fast zum ersten Mal in den Strafraum, doch Pizarro legte den Ball in den Rücken des durchstartenden Bernats. Somit war der Angriff verpufft. Gerade in den ersten 30 Minuten stimmten viele Abstände untereinander nicht. Insgesamt fehlte die Genauigkeit. Da es der HSV allerdings nicht besser machte, sah der Zuschauer ein phasenweise grauenvolles Fußballspiel.
Allgemein konnte der zweite Anzug nicht überzeugen. Højbjergs schwacher Auftritt wurde bereits oben thematisiert, aber auch Shaqiri und Pizarro konnten ihren Startelfeinsatz nicht nachhaltig rechtfertigen. Der Schweizer konnte in keiner Situation sein Dribbling und Schnelligkeit ausspielen, zwar versuchte er über viel Seitenwechsel eine Überlagerung einer Angriffseite herzustellen, doch dies gelang vor allem in der ersten Halbzeit zu selten. Am Ende standen magere 40 Ballkontakte und 42% gewonnene Zweikämpfe. Pizarro litt unter der Ideenarmut des Bayernspiels. Er wich zwar immer wieder auf die Seiten aus bzw. versuchte als Anspielstation im Mittelfeld zu fungieren. Doch so recht fand der Peruaner keine Bindung. Zwar hatte er noch zwei Torabschlüsse, doch diese strahlten keinerlei Gefahr aus. Folglich hakte das Bayernspiel an zu vielen Ecken und wurde erst mit der Einwechslung von Alonso, Götze und Lewandowski besser und zielgerichteter. Zwar kam mehr Struktur ins Spiel und es gab insgesamt mehr Abschlüsse, doch reichte die Zeit nicht mehr, um den Siegtreffer zu markieren.

3. Die Rolle von David Alaba

David Alaba äußerte sich vor langer Zeit mal in einem Interview, dass er gerne im Mittelfeld spielen würde. Seitdem hält sich immer wieder hartnäckig die Geschichte von Alabas Lieblingsposition in der Zentrale, wie er sich auch in der österreichischen Nationalmannschaft begleitet. Bisher erschließt sich die Rolle von Alaba in einem Dreiermittelfeld allerdings noch nicht. Zu oft trifft er noch die falschen Entscheidungen, verschleppt in manchen Situationen das Spiel – oder befindet sich unglücklich im Deckungsschatten und kann dann nicht als Anspielstation fürs Aufbauspiel fungieren. Zu selten kann er in der Zentrale das Spiel beschleunigen – auch sein Aufrücken in die Spitze, wie es vor allem Schweinsteiger auszeichnet, wirkt oft unpassend und wenig gefährlich. Zwar zeigte sich das Kombinationsspiel mit Bernat verbessert, ohne aber das eine wirkliche Torchance über die linke Seite eingeleitet wurde. Weiterhin gelang es Alaba nicht ein Mal im gesamten Spiel die Angriffseite so zu verlagern, dass Lücken im Deckungsverbund der Hamburger entstanden. Ein zusätzliches Problem wird offenkundig beim Blick in die Zahlen: Alaba verliert in der Zentrale zu viele Zweikämpfe. Mit nur 25% gewonnener Zweikämpfen – und damit zwei von drei Mittelfeldakteuren deutlich unter 50%, kann keine Dominanz im Spielaufbau erzeugt werden.

Es wird spannend sein, zu sehen, ob Alaba auch langfristig in der Mitte seine Chancen bekommt. Aktuell profitiert der Österreicher aber mehr von den vielen verletzten und der guten Form von Bernat. Nur diese beiden Kombinationen erlauben es Pep Guardiola, weiterhin auf David Alaba im Mittelfeld zu setzen. Ein Umstand, der sich aber in den nächsten Wochen ändern könnte. Spätestens, wenn Thiago sich Einsatzbereit meldet.

Hamburger SV – FC Bayern 0:0 (0:0)
Hamburger SVDrobny – Diekmeier, Westermann, Djourou, Ostrzolek – Behrami, Arslan (67. Jiracek) – N. Müller (87. Steinmann), Holtby, Stieber – Lasogga (76. Green))
BankAdler, Cleber, Nafiu, Rudnevs
FC BayernNeuer – Rafinha (61. Götze), Boateng, Dante, Bernat – Lahm – Hojbjerg (53. Xabi Alonso), Alaba – T. Müller, Pizarro, Shaqiri (66. Lewandowski)
BankReina, Benatia, Rode
ToreFehlanzeige!
KartenArslan, N. Müller, Behrami / Neuer
SchiedsrichterChristian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer57.000 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. Hans

    Das war ein eher blutlarmer Auftritt, HSV war aber auch kantig und unangenehm, sicher nicht unverdient. Mittelfeld war überraschend schwach: Højbjerg mit vielen massiven Fehlern, Bernat bemüht aber unglücklich, Shaqiri abwesened.

    Das Unentschieden kann man schon so schlucken.

  2. Erich_B

    Hallo zusammen,

    nach dem Sieg von Mainz gegen den BVB ist der Punkt heute ein Punktgewinn.

    Grundsätzlich fällt es mir aber schwer das Unentschieden zu akzeptieren:
    Die Aufstellung heute sollte grundsätzlich die Qualität haben den HSV zu schlagen. Ich fand eigentlich unsere Bank aus dem Spiel gegen ManCity gut, mit Rode, Dante, Shaqiri, Pizarro und Hojberg. Nach dem Spiel muss man jedoch feststellen, das keiner von den Spielern im Moment Impulse setzen kann sondern eher Mitläufer sind.Von Rode weiß ich noch nicht was ich halten soll, Shaqiri hat anscheinend keine Lust, Dante setzt seinen Abwärtstrend vom letzten Jahr fort und Pizarro ist zu alt. Grundsätzlich hätte ich mir noch einen starken Stürmer neben Lewa gewünscht (Ich habe vor ca. 4-5 Monaten geschrieben das mir der Abgang von Manzu überhaupt nicht gefällt, der hat immer geknippst und seine Tore gemacht !).

    Desweiteren gefällt mir die Außendarstellung des FCB nicht. Ich weiß nicht wie oft Pep noch sagen will das man bis Dezember Probleme haben wird und so ein Alibi schaffen will. Die Mannschaft heute war grundsätzlich gut genug um den HSV zu schlagen und nur das zählt.

    Meines Erachtens ist nun Pep gefragt eine stabile Mannschaft zu formen und die notwendigen Punkte zu holen. Ständig auf Robben oder Ribbery zu warten nervt und kann in 90% aller Spiele, vor allem gegen den HSV, nicht die Lösung sein. Ich bin gespannt ob Ribery/Robben überhaupt 50% aller Hinrunden spiele machen, ich schätze nein. Das jetzt alle Spieler, die grade keine WM gespielt haben in einem Formtief sind mag ich nicht glauben.

    Das einzeig positive das mir einfällt ist – jedenfalls nach Gegentoren gemessen – die defensive Stabilität.

    1. Christopher

      Grundsätzlich hätte ich mir noch einen starken Stürmer neben Lewa gewünscht (Ich habe vor ca. 4-5 Monaten geschrieben das mir der Abgang von Manzu überhaupt nicht gefällt, der hat immer geknippst und seine Tore gemacht !).

      Das Problem ist aus meiner Sicht weder Lewandowski und/oder Mandzukic bzw. Pizarro. Alle drei Spieler hätten/hatten Probleme mit der Anzahl der kreierten Chancen. Gegen Stuttgart und ManCity wurden nach der Einwechselung von Ribery bzw. Robben deutlich mehr Chancen herausgespielt. Ihre individuelle Qualität macht zur Zeit wohl noch den Unterschied aus. Daher ist es unglücklich, wenn beide Spieler verletzt sind. Dieser Effekt wird durch die fehlenden Spieler in der Mittelfeldzentrale noch verstärkt.

      1. Erich_B

        Dieser verweis auf Ribery und Robben ist zwar i.O. – ich kann mich die letzten 5 Jahre an keine Phase erinnern wo beide öfter ausgefallen sind, einer hat immer gespielt.
        Jedoch will ich das so nicht stehen lassen, gerade ein Shaqiri hat schon ganz andere Spiele für Bayern gemacht.

        Das die WM-Fahrer wie Müller, Lahm, Neuer emotional und von der Fitness/Rythmus her nicht ganz auf der Höhe sein können ist für mich völlig i.O. Das aber jedoch die anderen Spieler wie Pizarro, Shaqiri, Alaba, Bernat, Hojberg nicht mehr auf sich aufmerksam machen will ich so nicht akzeptieren.
        Vielleicht sind gerade solchen Spielern die häufigen Umstellungen auf den Spielfeld zu viel… will das aber nicht weiter ausführen, da fehlt mir Detailwissen.

        Das einzige was mich im Moment noch positiv stimmt ist das sich der BVB anstellt wie die letzten Jahren – vorne Hui, hinten immer für ein Gegentor gut – und das Leverkusen auch noch zu instabil ist.

        Ich erwarte mir aber von Bayern – unabhängig von den Verletzungen und Ergebnissen der anderen Mannschaften – einen Leistungssprung und bessere, überzeugende Spiele. Das Potential ist da. Da können WM und verletzte gerade bei Spielen wie gegen den HSV keine Entschuldigung sein.

    2. Ibiza

      ich denke man kann schon noch deutlich mehr Gründe finden warum das Unentschieden zustande kam gleichzeitig aber auch warum es für uns mittlerweile schwer zu akzeptieren ist.

      Zuerst mal zu letzterem – man ist halt schon extremst verwöhnt mittlerweile als FCB fan. Hätten man die letzte BL saison mit voller Konzentration (dann wäre dies wohl gut ohne weiteren Punktverlust möglich gewesen) zuende gespielt so hätte man mit 98 Punkte einen wohl wirklcih vielleicht für unsere Lebenszeit gültigen (ich glaub auch nicht dass auf 34 spieltage umgerechnet es sowas schon mal in ner anderen der europ. Topligen gab) Punkterekord aufgestellt, um unglaubliche Welten näher am theoretischen Optimum von 102 Punkten als das Klopps 81 Punkte 2 Jahre davor waren wo er ja schon meinte das wäre nicht mehr zu toppen. Wie unfassbar gut das war die letzte Bundesligasaison und wie wenig man damit rechnen konnte sowas wiederholen zu können denke ich ist doch deutlich zu kurz gekommen in der öffentlichen Wahrnehmung, wohl auch durch das CL-debakel gegen Madrid und die BLflaute am bedeutungslosen Saisonende.

      Und natürlich haben die neu reingekommenen Spieler durchaus entäuscht. Was man aber nicht übersehen darf ist dass sie einerseits selber halt null Rythmus haben konnten (und gerade bei Leuten die nicht absolut oberste Weltklasse sind denke ich spielt der schon noch mehr ne Rolle, dass man quasi instant absolute Topleistung bringen kann gibts nicht so oft, Robben ist da sicherlich eine rühmliche Ausnahme) und andererseits der Rest der Mannschaft das wohl kritischte (weil ja diesmal besonders der Anfang der Saison durch die vielen noch verletzten Spieler und die noch nicht völlig wieder im Saft stehenden WMspieler besonders heikel ist mal wieder) CLspiel gegen den schwersten Gruppengegner (engl. Meister in 2 von 3 Jahren, die CL performance der letzten Jahre täuscht da deutlich bzgl. der Spielstärke) in den Beinen hatten wo ja noch dazu bis zur letzten Minute maximaler Kampf angesagt war. Von daher trafen dann eben Spieler ohne Spielrythmus zu einer Restmannschaft an ausgelaugten (sowohl physisch als auch psychisch) Spielern. Und das gegen eine Truppe, die wie man das ja schon x Male nach Trainerwechsel gesehen hat dann mit Maximalmotivation in den ersten Spielen danach fast immer über sich hinauswächst und erst paar Spiele später meist wieder in den alten Trott zurückfällt. Von daher kann man das nicht mit einem normalen Duell vergleichen wo natürlich in der Tat von Spielermaterial her selbst die rotierte Mannschaft des FCB immer noch klar der des HSV überlegen hätte sein müssen.

  3. Marco05

    Kann man so stehen lassen. Bei Hojbjerg war klar, dass mal schwächer Spiele kommen. Gestern stand er total neben sich.
    Meines Erachtens auch kein (Haupt-)Problem der Aufstellung oder des Personals. Es fehlt die (geistige) Frische, die Eingespieltheit, die Fitness. Dann kommt natürlich der Trainerwechsel und die letzten Reserven beim HSV zur Unzeit, sodass die auf einmal 90 Minuten ackern wie verrückt nachdem sie in Hannover nichtmal zweitligatauglich waren.
    Alaba könnte sicher auf links mit dem für mich sehr starken Bernat für noch mehr Wirbel sorgen, aber dann fehlts wieder in der Mitte.
    Aber dem BVB gehts ja ähnlich bzw. noch schlechter.

    Im Grunde war uns vor der Saison klar, was uns erwartet. Insofern braucht man jetzt nicht erstaunt sein. Zumal noch mehr Verletzte dazu kamen. Die Phase werden wir auch überstehen. Wichtig ist der Abstand zum BVB. Und der ist gestern etwas besser geworden.

  4. Jo

    Die Probleme in der Offensive lassen sich m.E. zum großen Teil auf das Fehlen von Robben und Ribery zurückführen. Es gibt selbst im gut bestückten Bayernkader niemand der die beiden, halbwegs Normalform vorausgesetzt, auch nur annähernd ersetzen kann. Einen ersetzen geht meistens noch so. Wenn beide fehlen ist das eine andere Mannschaft. Immer noch sehr gut, aber eben keine Mannschaft mehr, die mal eben ins Cl-Finale marschiert, oder BL-Rekorde aufstellt.
    In der Hinsicht bleibt nur die Hoffnung auf (gute) Besserung.
    Was mich momentan leicht abnervt, dass es mir schwer fällt bei der verbleibenden Mannschaft in puncto Taktik und Aufstellung eine überzeugende Strategie festzustellen. Personal und Taktik wechseln derzeit schneller als man hinschauen kann. Das mag für den Gegner verwirrend sein, manchmal scheint das aber auch für die eigene Mannschaft zuzutreffen.
    Da ist bei mir so die Frage: Auf welche Spieler (auch aus der zweiten Reihe) setzt man denn eigentlich?

    Ende letzter Saison schien Hojberg der kommende Mann zu sein. O.k. dann dachte ich aber auch, dass er diese Saison ein paar Spielanteile bekommt. Dann tauchte auf einmal Gaudino auf und bekam in Prinzip diese (durch Verletzung, Rotation usw.) freien Spielanteile. Oder Rode der in der Vorbereitung viel spielte und dann auf einmal völlig außen vor scheint.

    Das sind drei Spieler, die sicher nicht identisch sind, aber doch auf ähnlichen Positionen um Spielminuten konkurrieren. Mir scheint es nicht sinnvoll alle drei ständig durcheinander zu würfeln. Wie soll denn bei einem da Spielfluss und Selbstvertrauen aufgebaut werden. So hat mich der Einsatz von Hojberg unter diesen Umständen am Samstag völlig verblüfft. Das Ergebnis war dann auch dementsprechend.

    Oder Shaqiri: In Anbetracht der Verletzungsmisere hätte man da den einen oder anderen Einsatz zumindest als Einwechselspieler erwarten können. Das geschah aber so offensichtlich nicht, dass das fast nach einer Abstrafung aussah. Und wieder war ich dann über den Einsatz am Samstag erstaunt! Angesichts dessen ist für mich völlig undurchschaubar was Guardiola von Shaqiri wirklich hält. Wahrscheinlich geht es dem Spieler ebenso. Unter diesen Umständen ist es dann eben schwierig eine überzeugende Leistung abzurufen.

  5. EwigerMeister

    Nicht ganz Themenbezogen, aber wann gibt’s Euch endlich als App?
    Das Berliner Verkehrsnetz hat soviele Verspätungen, da wünscht man sich häufiger einen leichteren Zugang per Smartphone. Wäre toll wenn man Euch bald im Play Store finden würde.

    1. Servus, hatten wir mal als grobe Überlegung, aber keiner von uns kann eine App programmieren und daran scheitert es. Also, wenn du jemanden kennst… ;)

      Ansonsten kannst du aber unsere Artikel auch im Feedreader deiner Wahl abonnieren und dann nach dem Download offline lesen: https://miasanrot.de/feed/

      1. EwigerMeister

        Leider bin ich auch kein Programmierer aber ich kann mal in der Uni nachfragen… Es gibt aber verschiedene (auch kostenfreie) Programme zur Erstellung von Apps.
        Viele Grüße

  6. […] Hamburger SV – FC Bayern München 0:0 […]

  7. […] Im Hinblick auf das Spiel am Mittwoch (und in Reflexion auf den letzten Auftritt in Hamburg am 4. Spieltag) lassen sich doch ein paar feine Unterschiede […]

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