Der FC Bayern im Winter: Drei kluge Entscheidungen

Justin Trenner 28.12.2019

Es ist nicht einfach auf diesem modernen Transfermarkt. Talente müssen früh erkannt und gefördert, sie müssen dann noch integriert werden. Wo sind die Baustellen eines Kaders? Und sind sie sofort zu schließen? Oder verbaut man durch unnötig viele Transfers nicht sogar die Zukunft eines aufsteigenden Talents, das man bereits im Blick hat?

All diese Faktoren und noch viele mehr müssen berücksichtigt werden, wenn es darum geht, einen Kader und einen Klub für die Zukunft auszurichten. Das führte insbesondere bei den Bayern auch zu vielen Diskussionen.

Allein im letzten Transfersommer waren viele Fans unzufrieden. Warum? Weil im Kader offensichtlich nicht alle Baustellen behoben wurden. So pendelte Joshua Kimmich weiterhin zwischen Rechtsverteidigung und zentralem Mittelfeld und sind Serge Gnabry sowie Kingsley Coman mal nicht in Form, hapert es an Kreativität auf den Flügeln. Mit Blick auf eine Entscheidung, die der FC Bayern kürzlich bekannt gab, wird retrospektiv aber einiges klarer.

1. This is Fein

Adrian Fein, derzeit an den Hamburger SV ausgeliehen, hat seinen Vertrag beim FC Bayern bis Juni 2023 verlängert. Der defensive Mittelfeldspieler glänzt aktuell in der zweiten Liga als Spielgestalter, Takt- und Balancegeber. Ein Spielertyp also, der den Bayern nach Thiago und Kimmich abgeht.

Wie die verschiedene Medien berichteten, soll Fein im kommenden Sommer die Chance erhalten, sich bei den Münchnern zu etablieren. Am Ende der Vorbereitung soll es dementsprechend eine Entscheidung geben, ob Fein ein weiteres Jahr ausgeliehen wird, oder ob er als Ergänzung bei den Profis bleibt.

Dass sich die Bayern im vergangenen Sommer gegen Marc Roca entschieden haben, ist mit Blick auf diesen Weg durchaus in einem positiven Licht zu sehen. Man vertraut der Entwicklung von Fein und erhofft sich, dass er bald eine Verstärkung für den FCB sein kann. Unabhängig davon, ob er es schon im Sommer 2020 packt oder vielleicht erst später, wäre seine Chance jetzt deutlich geringer, hätten sich die Bayern bereits auf seiner Position verstärkt. Von daher: This is Fein!

2. Nicht so Nübel oder ziemlich Nübel?

Viel diskutiert wurde in den letzten Tagen auch die vermeintliche Entscheidung der Bayern, Schalke-Torwart Alexander Nübel im Sommer 2020 ablösefrei zu verpflichten. Das hat zumindest die Sport Bild berichtet. Die Argumente, die vorrangig gegen einen Transfer ins Feld geführt wurden: Christian Früchtl wird der Weg verbaut, Nübel ist gar nicht so überzeugend, Neuer wird noch mehrere Jahre im Kasten stehen und für Nübel selbst kommt der Schritt viel zu früh.

Was Früchtl angeht, muss konstatiert werden, dass seine Entwicklung in den letzten Jahren nicht zwingend darauf hindeutet, dass er der nächste Manuel Neuer wird. Bei all seinem Talent scheint eine Leihe zunächst angebracht. Zumal die Bayern sich mit der Verpflichtung Nübels nicht zwingend gegen Früchtl entscheiden müssen. Zwei Optionen auf die Neuer-Nachfolge sind immer noch besser als eine.

Nübel selbst mag in den letzten Wochen und Monaten für den einen oder anderen Fehltritt gut gewesen sein. Sein Talent steht aber zumindest bei denen außer Frage, die sich professionell und langfristig mit ihm auseinandergesetzt haben. Sollte er zu den Bayern wechseln, wird er Entwicklungsschritte machen müssen. Ein mögliches Modell: Er bekommt wertvolle, vorher festgelegte Spielzeit bei einem Top-Klub, lernt den Großteil der Saison aber hinter Neuer. Ein Modell, das auch Marc-André ter Stegen so ähnlich bei Barcelona durchlief.

Fakt ist: Sollte diese Entscheidung so getroffen werden, wird sie nicht ohne das Wissen von Manuel Neuer durchgezogen. Seine Bereitschaft dazu wäre unabdinglich. In jedem Fall hätten die Bayern aber mit Nübel einen Torwart mit großem Potential. Ein passendes Modell für ihn zu finden, sollte möglich sein. Der Schritt kommt für Nübel selbst auch nur dann zu früh, wenn er selbst nicht in der Lage ist, sein Talent umzusetzen.

Früchtl und Nübel – es scheint als hätten die Bayern jetzt schon zwei Alternativen in der Hinterhand. Erneut ein Indiz für weitsichtige und strategische Planung. Risiko für den Klub? Gibt es hier nicht. Daher kann auch diese Entscheidung, sollte sie im neuen Jahr so bestätigt werden, wie medial berichtet wird, sehr positiv betrachtet werden.

3. Loch geflickt?

Die dritte Entscheidung, die immerhin Weitsicht andeutet, ist die Verlängerung der Interimszeit mit Hansi Flick. Erstmal war es bereits eine strategisch sehr kluge Entscheidung, im Sommer um Niko Kovač herum das Trainerteam zu erweitern. Dadurch gab es zwei realistische Szenarien: Entweder bekommt Kovač durch die Verstärkung seine Probleme in den Griff, oder die Bayern haben sofort Alternativen parat, sollte es nicht klappen.

Letzteres traf ein, Flick konnte sofort übernehmen und sich zunächst beweisen. Nicht problemlos, wie ich in diesem Artikel für n-tv analysierte. Doch immerhin so gut, dass seine Chance für die Rückrunde gerechtfertigt ist. Durch die Klarheit der Pressemitteilung wird auch deutlich, dass die Bayern aus dem Jahr 2018 gelernt haben. Flick wird als gleichwertige Alternative für den Sommer aufgebaut.

Das hat zur Folge, dass eine Entscheidung pro Flick nicht im Lichte einer Notlösung stehen würde. Andererseits stärkt es die eigene Verhandlungsposition. Will ein anderer Trainer unbedingt zu den Bayern, muss er Argumente liefern.

Fakt ist aber auch, dass die Situation Gefahren birgt. Flick hat noch viel Arbeit vor sich und muss beweisen, dass er dem gewachsen ist. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Verantwortlichen bereits im Februar oder März abschätzen müssen, ob Flick der richtige Mann für die langfristige Zukunft ist. Sind sie dann nicht zu 100 % überzeugt, müssen die Alternativen schnellstmöglich bewertet und eingetütet werden, um nicht doch noch in eine ähnliche Situation wie 2018 zu laufen.

Und doch sind die ersten Schritte nach der Entlassung von Niko Kovač richtig. Sie zeugen von Weitsicht und strategischem Handeln. Mit der Einschränkung, dass das kommende Halbjahr diesen Eindruck auch wieder zunichte machen kann. Alles in allem hat der FC Bayern aber, sollte die Nübel-Geschichte stimmen, drei kluge Entscheidungen getroffen. Entscheidungen, die teilweise auch den einen oder anderen vermeintlichen Fehler in der Vergangenheit rechtfertigen. Denn wo wäre denn jetzt Platz für Talente oder Entwicklung, wenn der Kader nur so vor Stars strotzen würde? Das kommende Halbjahr muss diese Lücken nun aber schließen.



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— Oliver Kahn

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  1. Fein und Nübel sind zwei hervorragende Entscheidungen ganz nach meinem Geschmack.
    Wer sich etwas näher mit Fein befasst weiß was wir da für einen Rohdiamanten haben.
    Er zeigt in der robusten zweikampfharten Liga das er technisch so überlegen ist das er ohne Furcht immer anspielbereit ist und immer vorher weiß was er machen will. Da ähnelt er schon Kroos und Thiago. Man hat sich -fast- nie das Gefühl das er da den Ball verliert.
    Zum Ende physisch etwas abgebaut.

    Bei Nübel hat garantiert Kahn schon mitgeredet.
    Wenn der gesagt hätte das das Unsinn ist hätten wir das nicht gemacht.
    Also no downside für uns.

    MMn sollte man auch nur die Perspektivspieler in den Kader holen die auch für uns spielen können. Das ist anders als bei Davies Arp Cuisance wohl bei Mai nicht der Fall. Evtl sogar mit top Perspektivspieler auf 6 statt 4 erweitern.

    Zum Trainer ist alles gesagt. Werden sehen ob er es kann. Sehe es auch so das sie bis März April entscheiden.

    Hoffentlich holen sie Sane schon im Januar plus einen flexiblen RIV/RAV als cover. MMn sind die Nübel Fein Entscheidungen erst die Vorboten für einige weitere Dinge die im Winter vereinbart werden.
    Perisic Coutinho Javi Boa und evtl Tolisso könnten ersetzt werden müssen.

    Es sind 2020 enorm viele Spieler ablösefrei.
    Potentiell sind mMn interessant für uns Eriksen Willian Mertens Nacho.

    Eriksen
    Cavani
    Willian
    Giroud
    Bailly
    Mertens
    Matuidi
    Meunier
    Matic
    Modric
    Fernandinho
    D.Silva
    Vertonghen
    Pedro
    Modric
    Götze
    Nacho

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Was wir brauchen ist eine Erweiterung des Kaders mit einem Spielertyp, den wir seit Jahrzehnten eigentlich immer dabei hatten, der jetzt aber fast gänzlich fehlt: Ich meine damit den braven Wasserträger, der bereit ist, auf der Bank zu sitzen, aber jederzeit eine brauchbare Alternative darstellt, wenn er gebraucht wird. Es darf von diesen Spielern natürlich nicht erwartet werden, dass sie Weltklasse verkörpern. Ihre Aufgabe ist es, im Notfall einzuspringen und dann zumindest ein gewisses Niveau zu bringen bzw. in Spielen gegen schwächere Gegner die eigentlichen Topstars zu entlasten. Ich beschreibe hier z.B. jemanden wie Rafinha. Pizarro, van Buyten oder Tymostschuk waren im Triplejahr solche Typen. Spieler wie Witeczek, Tarnat, Fink oder Zickler fielen mir auch noch ein, wenn es um die 90er Jahre oder die 2000er geht. Wichtig ist neben den sportlichen Fähigkeiten auch, dass diese Spieler ihre Rolle voll akzeptieren und nicht unzufrieden sind, wenn sie mal 3-4 Spiele gar nicht auflaufen dürfen. In unserem derzeitigen Kader erfüllt diese Kriterien allerhöchstens noch Perisic, wenngleich ich mir auch nicht sicher bin, wie er reagieren würde, falls er seine Einsatzzeiten nicht kriegen würde.
      Ich nenne diese Spieler gerne die “braven Soldaten”. Talente können mMn diesen Part nicht übernehmen, da sie regelmäßige Spielpraxis brauchen. Deshalb finde ich die von dir vorgeschlagene Erweiterung des Kaders um 2 Perspektivspieler mehr nicht so sinnvoll.
      Der Idealtyp eines “braven Soldaten” sieht für mich so aus, dass er mindestens 28 Jahre alt ist und bereits einige Jahre als Stammspieler in einer Topliga hinter sich hat. Diese Erfahrungen kann er dann auch an jüngere Spieler im Kader weitergeben. Idealerweise hat er noch nicht so viele Titel geholt oder zumindest eine mehrjährige Durststecke hinter sich, so dass ihm die Aussicht auf Titel am Saisonende besseres Sitzfleisch für die Bank verschafft. In Richtung Nationalelf sollte er keine großen Ambitionen mehr hegen, weil der Wille für sein Land aufzulaufen wieder bedeutet, dass man möglichst viel spielen will, um sich bei seinem Nationaltrainer zu zeigen.
      Ich fände es super, wenn wir für nächstes Jahr noch 2-3 solche Spieler an Land ziehen könnten.

      1. @Willy.
        Sehe ich genauso und würde ich mir auch wünschen.

      2. @willy
        Ja da stimmen wir mal wieder überein.
        You ain’t win nothing with kids only.
        Rafa war da top für uns.
        Javi oder Boa könnten eigentlich auch so ein Spieler sein aber sie sind physisch einfach nicht mehr gut genug.
        Willian und Mertens sind zwei Ü30 Spieler die auf jeden Fall in jeder Hinsicht besser als Perisic und ablösefrei sind.

      3. @918: Boateng wird sich zudem wohl nie mit einer Bankrolle anfreunden. Auch Javi war anfangs der Saison ziemlich bedient, als er kaum Einsätze kriegte. Die Verletzungsanfälligkeit spricht natürlich auch nicht gerade für beide. Wenns brennt, sollte die Feuerwehr halt einsatzbereit sein. Willian und Mertens klingen sehr gut. Willian ist aber so weit ich weiß noch nicht aus der Selecao zurückgetreten, d.h. er will sicher noch nach Katar und braucht dafür regelmäßige Spielpraxis. Bei ihm sehe ich auch bzgl. des Gehalts einige Schwierigkeiten. Er würde wahrscheinlich mehr wollen als einige uneingeschränkte Stammspieler bei uns kriegen. Da muss man dann (vorausgesetzt wir kriegen Sane und behalten Coman) wohl auch mal mit einem Spieler wie Perisic vorlieb nehmen, quasi dem Spatz in der Hand.

  2. Interessante Rückschau, bestätigt letzten Endes wohl die Kommentatoren hier, die während/nach der Sommertransferphase NICHT bereit waren, stumpf auf die Vereinsverantwortlichen einzuprügeln.

    Allerdings ist das Konzept im Umgang mit Talenten für mich widersprüchlich bzw. nicht erkennbar. Schon Kovac hatte ja Zirkzee, Mai, Singh etc. in den Profikader hochgezogen. Aber – sie spielen nicht oder zu wenig.

    Das ist für mich dann irgendwo inkonsequent. Entweder ich halte den Kader hinsichtlich Spitzenprofis kleiner, weil ich mehr auf den Nachwuchs setzen will – aber dann muss ich denen einfach mehr Einsatzzeiten geben. Mai permanent auf der Bank zu lassen, obwohl uns zuletzt oft drei Stamm IV fehlten, das kann ich nicht nachvollziehen.

    Und die Entscheidung für Flick als Co zu Beginn der Saison wäre durchaus zu loben gewesen, wenn man ihn danach nur kurzfristig als Interims Trainer eingesetzt hätte. Auch hier war das inkonsequente Handeln zu spüren: Entweder ich bin zu Beginn der Saison (nach dem Doublegewinn) von Kovac überzeugt – dann muss ich das auch zeigen, indem ich ihm ganz klar den Rücken stärke. Ansonsten trenne ich mich noch vor Saisonbeginn.
    Die Trainerentscheidung(en) werden uns in der Rückrunde noch kräftig auf die Füsse fallen. Ich glaube nicht daran dass Flick für den Posten des Cheftrainers die nötigen Voraussetzungen mitbringt. Spielerisch geht es seit Leverkusen bergab, der Trainerwechsel Effekt ist aufgebraucht. Und ich frage mich inzwischen, ob Mai zuletzt deswegen nicht den Vorzug vor Boateng bekam, weil letzterer halt Hansis Weltmeisterbuddy ist. Mir wird Flick hier im Blog und bei den Kommentatoren – nach all dem was in den Monaten davor über Kovac und dessen Eignung für den FCB hergezogen wurde – viel zu unkritisch betrachtet.
    Der Verein hat sich jedenfalls in eine besch… Lage gebracht. Durch das inkonsequente Handeln in der Trainerfrage wird man nun in der Rückrunde (zu lange) an Flick festhalten müssen. Ich hoffe, dass es aber trotzdem für die CL Quali reichen wird. Alles andere ist letzten Endes für ein Jahr verkraftbar.

    In Punkto Trainer ab Sommer 2020 scheint jetzt ja ten Haag aus dem Rennen, da diesem wohl Ajax die Freigabe verweigern soll. Da wäre ich nicht mal so unglücklich, ten Haag wäre für mich schon wieder ein hochriskantes Experiment. Ob man bei unserer Führung doch noch irgendwie auf Pep schielt? Die Meisterschaft ist für ihn ja futsch, und sollte er wieder mal im CL Achtelfinale scheitern – wer weiß? Käme es da zu einer vorzeitigen Trennung, könnte er ja sein Sabbatjahr diesmal auf 4 Monate verkürzen und dann zum 1. Juli bei uns übernehmen ;-)

    Bei Nübel war ich überrascht. Ob das jetzt für uns wirklich so toll ist, zwei Optionen als Manu-Nachfolger zu haben, sei dahingestellt. Zumindestens solange nicht einer von beiden verliehen wird. Letzten Endes benötigen Früchtl UND Nübel Spielpraxis. Müssen sie sich diese zB in der zweiten Mannschaft teilen, hemmt das eher die Entwicklung beider….
    Für mich auch unverständlich, dass Nübel sich gegen Schalke entschieden hat. Dort hätte er doch noch zwei bis drei Jahre reifen und dann die Nachfolge Neuers antreten können. Bin ja mal auf den Plan gespannt, der ihm von Brazzo aufgezeigt wurde. Der muss ja offenbar wirklich toll sein.

    Und immer wieder bemerkenswert, wie 918 seine Meinung der von Justin anpasst :-) Im Sommer wetterte er noch Zeter und Mordio weil wir zu blöd waren, Roca zu holen. Davon ist jetzt keine Rede mehr, Justin sei Dank ;-)

    Antwortsymbol13 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Justin auf seiner Seite zu haben, hilft vermutlich gegen Meldungen ;-)

      Ich war im Sommer in jener Minderheit, die die Transferpolitik vorsichtig verteidigten und daran appellierten Brazzo etwas Zeit einzuräumen. Gleichzeitig drücke ich jetzt wiederum etwas auf der Bremse.

      Ja, die letzten Schritte waren richtig. Dennoch wird der nächste große Jugendspieler (aus der Region!) viel Zeit und Geduld brauchen. Es wird keiner aus der 2. Mannschaft plötzlich zum Superstar. Man muss vom Charakter auf den richtigen Typ setzen, ihn Schritt für Schritt in den Profizirkus einführen und mit Fehlern leben. Aus meiner Sicht ist das einjährige Verleihen an andere Bundesligisten der mit Abstand beste Weg eines “Farmsystems”, zumal der Verein hier gute Erfahrungen gemacht hat.

      Bezüglich Transfers: der Nübel Deal war mal wieder ein “Steal” (die Schalker können einem schon Leid tun, wer da immer ablösefrei den Verein verlässt). Was aus meiner Sicht aber wichtiger ist, ist die großen Shots nicht aus den Augen zu verlieren.
      Dazu zähle ich v.a. die Planungen im Mittelfeld: wenn Thiago nicht mehr der Spieler ist, der den Unterschied macht, braucht es hier dringend eine Strategie für den nächsten Superstar: einen klaren Fahrplan bei Harvertz, ein ehrliches Bekenntnis, ob Sane der wirklich der richtige Mann ist oder ob man ggf. wirklich jemand in der Preislage von Coutinho einkauft (ohne ein Coutinho zu sein).

      Bezüglich Pep bin ich wohl optimistischer, als viele. Ein zweiter Versuch einer Beziehung hält oft für die Ewigkeit und alle Seiten würden diesmal einige Dinge anders machen. Verein, Trainer, Fanbase. Es könnte passen.

      1. Klar hilft das. Lasse mich monatlich sogar dafür bezahlen, dass ich nur bestimmte Leute zensiere und ermahne.

      2. Justin, bleib doch einfach mal ein wenig lockerer und nimm nicht gleich jede Bemerkung in Deine Richtung so bierernst hin ;-)
        Du kommst bei solchen Gelegenheiten immer leicht als “Beleidigte Leberwurst” rüber – und das ist weder dem Anlass angemessen noch steht es Dir. Lighten Up!

      3. Vielleicht reagiert er so empfindlich, weil an dieser Aussage was dran ist ;-)

      4. Man habe ich empfindlich reagiert. Furchtbar. Und die Diktatur ist auch entlarvt.

      5. Stiftl, ganz schön frech hier unterwegs.
        Bist hier zu Gast, vielleicht nicht den Gastgeber komisch anquatschen, hm? :)
        Testest du aus, wie weit du gehen kannst?
        Schon klar, im Zweifelsfall immer Späßle gmacht, haha; kommt aber hier grad bisserl unverschämt rüber imho.

        Komm mal wieder bisserl runter bitte, hast du doch gar nicht nötig. ;)
        N’Abbend.

    2. Auf Empfehlung von MSR-ignore.

      1. @918:
        Du solltest echt mal in den Duden schauen, was “ignorieren” bedeutet.
        So sind deine Kommentare irgendwie leicht peinlich. ;)

    3. Wenn es so weitergeht, dann schreibt er Hasan noch richtig. Obige Liste mit Spielervorschlägen für nächste Saison dürfte noch nicht abgestimmt sein :-)

      1. Auf Empfehlung von MSR-ignore.

    4. Ich meine 918 war immer gegen Roca, weil er der Meinung ist, Kimmich gehört auf die 6.
      Und auch unabhängig davon finde ich diese Beschuldigung/Sticheleien (wie man es auch nennen will) in seine und auch Justins Richtung wirklich unangebracht.

      Ich persönlich bin mir echt unsicher, was ich von der Transferpolitik insgesamt halten soll. Ich sehe es aber mir großem Wohlwollen, dass auf jeden Fall der Versuch da ist junge Talente früh zu entdecken und in einen großen Plan zu integrieren. Dieser Plan muss natürlich für alle Eventualitäten geeignet sein und immer angepasst werden, was es besonders schwierig macht.

      1. Du hast natürlich vollkommen recht.
        Am besten die glorreichen vier ignorieren denn sie wollen nur provozieren und nicht konstruktives beisteuern.

        Natürlich war ich gegen einen Roca oder Can etc wenn wir mit Kimmich einen ausgebildeten 6er im Kader haben der auch bei der NM dort super spielt. Und natürlich sehe ich Thiago der uns auf der 6 letzte Saison den Titel als absoluter Leistungsträger gesichert hat lieber auf der 8 , mit einem aggressiv kreativen Kimmich dahinter.
        Natürlich konnte man nicht wissen wie gut Fein einschlägt aber immerhin bis zum Ende des Transferfensters 30.9. so gut das man sich das Geld für einen Roca sparen kann.

        Davies ist auch besser eingeschlagen als man es mMn erwarten konnte ob seiner Defizite anfangs die in abgeschwächter Form auch immer noch hin und wieder auftauchen. Aber er hat unglaubliche Mentalität und Willen sich zu verbessern und sich durchzusetzen.
        Leider konnte man verletzungsbedingt von Arp und Cuisance nicht viel sehen und von Mai garnix.
        Und das ist eben verwunderlich denn er hat ja schon zweimal unter Jupp gespielt und wurde immer als Diamant bezeichnet. Jetzt wird er aber in einer prekären Situation einem Boa vorgezogen bzw kommt auch nicht zum Zuge wenn Boa oder Javi platt sind.

        Dann wechselt man lieber einen Perisic ein der nun wirklich extrem vom Standard unseres Teams abfällt. Auch da wäre es doch besser mal ein Talent einzuwechseln das es kann.

        Wir haben im Kader 16+ 4 Perspektivspieler die aber auch alle 4 so gut sein müssen jederzeit eingewechselt werden zu können. Zumindest müssen sie wenn alle platt sind den Gegner in Grund und Boden laufen können. MMn könnte man durchaus die Anzahl der Perspektivspieler auf 6-8 erhöhen denn wie Flick es sagt sie profitieren enorm vom Training mit den besten.
        Natürlich können sie dann auch mal in der 2. oder der u19 spielen aber Training auf höchstem Niveau ist besser als nur in der 2. rumzuhängen.
        Und Zirkzee Batista Dajaku Singh sind ja auch erst dazugekommen als Arp und Cuisance ausgefallen und wir mind 3 langzeitverletzte Profis des Kernkaders hatten.

      2. P.s. Rodri hatte ich gut gefunden bis sich die Möglichkeit ergab Sane zu verpflichten.

        Mit Pavard Kimmich Thiago im Kader ist es mMn ein no brainer alles auf Sane und Havertz zu setzen anstatt dich mit Roca oder Can zu beschäftigen.

  3. Den Vergleich mit ter Stegen finde ich dann doch nicht ganz schlüssig, Justin. Ter Stegen war zwar in seinen ersten beiden Jahren nicht Stammtorwart bei Barca. Das lag aber daran, dass es in diesem Zeitraum bei Barca gar keinen Stammtorwart gab. Bravo war der Mann für die Liga und ter Stegen der Mann für die Pokalwettbewerbe. Das war klar abgesprochen und es gab auch keinerlei Diskussionen, ob einer besser ist als der andere. Sonst hätte man ja letztendlich auf die Idee kommen können, dass der Ligatorwart evtl. in den großen Duellen in der CL den Vorzug vor ter Stegen kriegt, bzw. dass Bravo in den wichtigen Ligaspielen wie z.B. dem Clasico auf die Bank muss. Dank dieser klar festgelegeten Arbeitsteilund und Barcas Supersaison mit Triplesieg kam ter Stegen in seinem ersten Jahr gleich mal auf 20 Pflichtspiele, darunter 13 Einsätze in der CL. Einem Torwart, von dem man denkt, dass er noch Eingewöhnungszeit braucht, würde ein Klub wie Barca niemals die Gelegenheit geben, in der CL Stammspieler zu sein. Die CL zählt bei Barca im Zweifelsfall dann eher noch mehr wie die Meisterschaft.
    Die Grundidee 2 ähnlich starke Keeper im Kader zu haben und diese auch regelmäßig spielen zu lassen hat durchaus seine Berechtigung. Spitzenteams schauen, dass sie möglichst jede Feldspielerposition einigermaßen adäquat doppelt besetzen und beim Torwart nehmen viele mit vollem Bewusstsein gravierende Qualitätsunterschiede in Kauf. Das ist auch kaum anders zu machen, denn ein erstklassiger Torwart setzt sich halt nicht auf die Bank, wenn er weiß, dass er nur im Fall einer Verletzung/ Sperre zum Einsatz kommt. Ein Modell mit 2 starken Keepern kann man nur dann praktizieren, wenn beide Torhüter es akzeptieren. Ich schätze Neuer allerdings so ein, dass er zumindest in den nächsten 2 Jahren bis zur WM 2022, die er mMn sicher noch mitnehmen möchte, keinerlei Bereitschaft zeigen wird, auf mehr als eine Handvoll Spiele pro Saison zu verzichten. Schon jetzt darf Ulreich ja nicht mal gegen unterklassige Teams im DFB-Pokal ran.
    Die Verpflichtung von Nübel ist allerdings trotzdem richtig, wenngleich ich glaube, dass es besser wäre, ihn noch 1-2 Jahre zu verleihen. Man könnte die Leihe ja so festmachen, dass es jedes halbe Jahr eine Rückholmöglichkeit für Bayern gibt, falls Neuer sich schwerer verletzen sollte.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Deshalb ja auch „so ähnlich“

      1. OK. Kann mir aber nicht vorstellen, dass Nübel bei uns jemals auf “so ähnliche” Einsatzzeiten wie ter Stegen in seinen ersten Jahren bei Barca kommen könnte, falls Neuer sich nicht verletzen sollte.

      2. Ehrlich gesagt, nicht mal “so ähnlich” passt annähernd.
        Es dürfte auch schwer sein, viele gelungene Beispiele für ein solches Modell zu finden.
        Wobei wir natürlich noch abwarten müssen, was dieses Modell eigentlich konkret bedeuten wird.
        Es gibt ja mindestens drei Parteien (Neuer, Nübel, den Verein) in diesem Spiel. Wie man allen dabei Gerechtigkeit widerfahren lassen will, erschließt sich mir noch nicht.
        Aber ich lasse mich ja gerne positiv überraschen.

      3. @Jo: So richtig hat ein Job-Sharing Modell bei Torhütern in letzter Zeit wohl wirklich selten geklappt. Bei Barca lief es immerhin 2 Jahre. In der zweiten Saison scharrte ter Stegen schon mächtig mit den Hufen, bis die Führung sich für ihn entschied und Bravo verkaufte. Real hat es mal mit Lopez und Casillas praktiziert, was aber auch für viel Unruhe sorgte. Bei Arsenal wechselten sich Cech und Leno ab. So etwas wie Einsätze im nationalen Pokal für den Ersatzkeeper gibt es öfters, sowohl in der Bundesliga als auch international.
        Da erscheint mir Neuer allerdings nicht gerade kompromissbereit zu sein. Kahn wäre es auch nie gewesen, von daher glaube ich nicht, dass er Neuer überzeugen will bzw. wird.
        Dummerweise ist Neuer noch in Vertragsverhandlungen mit uns und ob er bis 2023 verlängern wird, wenn man ihm sagt, dass er in den nächsten Jahren weniger Spiele kriegen wird, ist aufgrund Neuers Ehrgeiz und seiner zuletzt wieder erstklassigen Leistungen schon ein sehr sensibles Thema. Ich hoffe, dass die Causa Nübel nicht zum Bumerang für uns wird und er schon nächstes Jahr als Nachfolger von Neuer in unserem Kasten steht, weil Neuer dann doch nicht verlängert und man ihn verkaufen muss, um noch Kohle zu kassieren. Vielleicht sieht Neuer das Ganze aber auch ganz entspannt. Dann wäre der Nübel-Transfer sicherlich ein Meisterwerk.

      4. In Spanien und England haben Spitzenmannschaften in der Regel auch einige Spiele mehr als in Deutschland (größere Liga, mehr nationale Wettbewerbe). Da lässt sich das Jobsharing bei Torhütern wohl auch leichter umsetzen.

        Wegen Manus Vertragsverlängerung mache ich mir keine Sorgen. Ich gehe schon davon aus, dass man vor der Nübel Verpflichtung entsprechende Gespräche mit unserem Kapitän geführt hat, so dass es jetzt nicht zur Verstimmung bei ihm kommt.

      5. Letztendlich ist es ein Satz. 10 Spiele als Garantie würde ich schon als realistisch einstufen und auch als „ähnlich“ zum Jobsharing-Modell. Aber auf das Wort und den Vergleich kommt es mir nicht an.

  4. Im Herbst gab es auch 3 kluge Entscheidungen

    Ganz oben natürlich die überfällige Entlassung von Kovac.

    Dann das Kimmich auf der 6 gesetzt ist und somit alle mögliche Wechselgedanken zu Barca vorgebeugt wurde.

    Und natürlich das man Davies nach der Lucas Verletzung auf LAV spielen lässt- trotz anfänglicher Skepsis.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, zum Glück hat man den von Dir vehement geforderten Roca nicht für die Sechs verpflichtet. Sonst hätte sich Dein geliebter Kimmich direkt schmollend nach Barcelona verzogen.

      Und um nochmal darauf hinzuweisen – die Idee mit Davies als LAV kam von Kovac.

      1. Auf Empfehlung von MSR- ignore.

      2. Hat ein Forist den Davies im Sommer nicht als ungeeignet eingestuft? Ich habe leider vergessen wer das war. Irgendjemand mit drei Zahlen im Namen bei dem der FCB schon lange pleite wäre, wenn er was zu bestimmen hätte …

    2. 1 und 3 waren goldrichtig. 2 wird sich noch zeigen.
      Wie viel an der Wechselgeschichte Kimmich zu Barca dran war, kann ich nicht beurteilen. Kimmich auf der Sechs bei Barca kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Ob er einen RV Posten bei Barca vorgezogen hätte, ist auch nur Spekulation.
      Mir persönlich wäre es aus mehreren Gründen ganz recht, wenn er in der Rückrunde mit vollem Eifer wieder RV spielt:
      1. Er ist offensiv einer der besten RV im Weltfußball.
      2. Pavard könnte regelmäßig in der Mitte spielen (statt Boa oder Javi)
      3. Thiago würde wieder zum uneingeschränkten Stammspieler, was seine Chancen auf eine Vertragsverlängerung erhöhen dürfte. Ich sehe Thiago auf der Sechs sicherlich nicht schwächer als Kimmich.
      4. Alaba könnte ins Mittelfeld auf die 8er Position neben Thiago und Müller. Lucas kommt ja hoffentlich bald als LIV zurück. Ich sehe bei Alaba die Gefahr, dass er nicht verlängert, wenn er wieder LV wird. Ich denke, dass er neben mehr Geld auch eine andere Position haben möchte als die des LV. Er will mehr Verantwortung übernehmen. Zudem merkt er auch, dass seine beste Zeit als LV sich dem Ende zuneigt. Er war in den letzten Jahren solide, stach aber kaum mehr heraus und hatte relativ bescheidene Scorerwerte v.a. im Vergleich zu Kimmich. Als IV prägt er unser Spiel jetzt wieder enorm. Dieser Posten dürfte aber nur frei sein, solange Lucas ausfällt. Ein 80 Millionen-Mann wird spielen, wenn er fit ist. Dann wäre es doch einen Versuch wert, Alaba auf einer anderen Position zu testen, auf der er seine Stärken auch gut ausspielen könnte. Ein Abgang von Alaba wäre für mich noch schlimmer als ein Abgang von Kimmich.
      5. Davies würde Stammspieler bleiben und könnte sich weiter entwickeln. Wenn er weiterhin das Vertrauen kriegt und regelmäßig spielen darf, dann kann er in 2 Jahren Weltklasse sein. Wenn er nur sporadisch zum Einsatz kommt, weil er sich hinter Alaba anstellen muss, dann vergibt man eine große Chance.
      Das sind mMn schon ein paar gewichtige Argumente für Kimmich als RV. Das Argument Kimmich will aber 6er spielen erscheint mir als Gegenargument etwas dürftig.

      1. Zur 6:
        Auf jeden Fall ist es richtig das man kein Geld aus dem Fenster geworfen hat für einen Roca oder an und sich unsere Liquidität für Sane und Havertz/ Coutinho bewahren.

        Bin natürlich absoluter Thiagofan und sehe ihn- in Form- natürlich gesetzt.
        Aber mMn ist er eben wertvoller auf der 8 .
        Kimmich auf der 6 ermöglicht genau das.

        Langfristig sind wohl bei uns Suele u d Lucas in der IV gesetzt.
        Alaba kann auf der 6 spielen , hat da aber nie wirklich überzeugt und sich mit LAV abgefunden.
        Kimmich hat genau wie Thiago den einen oder anderen Hänger gehabt, aber ist bei uns nicht mehr wegzudenken.
        Auch in der Hierarchie des Teams ist Kimmich vorn. Alaba ist endlich wieder in Form und kann sich sicher noch steigern.
        Zu Kimmich interpriere ich den Barca Flirt so.
        Wenn ich schon RAV spielen soll und muss dann zusammen mit Messi vor mir und zum dreifachen Gehalt.
        Man wird sehen.

      2. @918:
        Ich würde Alaba nicht unbedingt auf die 6 setzen, sondern eher auf die 8 im 4-3-3 setzen. Thiago zentral, Müller rechtes Halbfeld, Alaba linkes Halbfeld. Würde natürlich auch mit Kimmich auf der sechs funktionieren. Thiago könnte dann ja die andere 8 bekleiden, wobei Müller hier allerdings gesetzt erscheint, solange er nicht weiter vorne aushelfen muss.
        Ich glaube übrigens nicht, dass Alaba sich endgültig damit abgefunden hat, den Rest seiner Vereinskarriere als linker AV zu verbringen. Von daher sehe ich die Gefahr, dass er uns im Sommer verlässt, sehr hoch, wenn man ihm nicht die Perspektive auf eine andere Position bietet. Im Gegensatz zu Kimmich ist Alaba in Sachen Öffentlichkeitsarbeit viel zurückhaltender. Wir wissen allerdings nicht, ob er seine Ambitionen dafür intern nicht ähnlich klar äußerst wie Kimmich das nach außen tut. Ob der leisere Alaba in der Mannschaftshierarchie unter Kimmich steht, wage ich auch zu bezweifeln. Ich kann nicht beurteilen, wie Kimmich bei einigen seiner Mitspieler ankommt. Das Zeug zum Leader hat er aufgrund seiner Ehrgeizes und Selbstvertrauens auf jeden Fall. Ob die Akzeptanz bei den Spielern, die älter sind als er allerdings so hoch ist, kann man zumindest hinterfragen. Bei Alaba ist es mMn deutlich zu sehen, dass er es mit weiten Teilen der Mannschaft sehr gut kann. Würde Neuer die Kapitänsbinde abgeben und die Mannschaft wählen dürfen, dann wäre es spannend, wer mehr Stimmen bekäme.
        Ich finde wie du, dass man mit dem Trio Müller, Alaba und Thiago so bald wie möglich verlängern sollte. Der Fall Müller dürfte unabhängig von der Position Kimmichs zu lösen sein. Bei den anderen beiden sehe ich das etwas anders als du. Ich sehe aber wie gesagt die Wahrscheinlichkeit, dass beide verlängern, etwas höher, wenn beide im Mittelfeld spielen.
        PS: Alaba, Thiago und Müller sind mMn derzeit in der besseren Verhandlungsposition als Kimmich. Verlängern sie ihre Verträge nicht, wechseln sie entweder im Sommer für eine Ablöse oder gehen ein Jahr später inklusive üppigem Handgeld ablösefrei. Kimmich hingegen hat Vertrag bis 2023. Er wäre nicht der erste Spieler, dem ein Wechsel nicht erlaubt wird, siehe Franck Ribery. Wenn er dann irgendwann vertragstechnisch in der Lage sein sollte, Forderungen zu stellen (also eigentlich erst im Sommer 2022), dann wird er nicht mehr mit Messi zusammenspielen, weil der dann wohl schon in Fußballrente ist oder seine Karriere noch in Argentinien ausklingen lässt.

      3. @willy
        Alles plausibel
        Glaubst du das Davies auf LAV neben Lucas genauso gut spielen würde wie neben Alaba der ja extrem viel mit ihm während des Spiels kommuniziert was ihm sehr hilft?
        Alaba ist mMn auf der 8 sicher besser als ein Tolisso und dem jetzigen Goretzka…..

        Mal sehen wie Flick es angeht.

      4. @918: Da kann ich Lucas vom Typ her noch nicht gut genug einschätzen. Schätze ihn aber schon so ein, dass er Kommandos geben kann. Mitgeben könnte er Davies schon einiges, vor allem im Hinblick auf die Defensive. So gesehen wäre Alaba im linken offensiven Mittelfeld ja dann geradezu prädestiniert für die Entwicklung von Davies. In der Viererkette nimmt ihn Lucas an die Hand und bei seinen Vorstößen hat er Alaba in seiner Nähe. Die aktive Betreuung während des Spiels sollte im Laufe der Zeit ohnehin immer weiter zurückgehen.

  5. Punkte 1 und 3 seh ich ganz genauso. Bei der Nübel-Geschichte jedoch bin ich zwiegespalten. Falls Nübel kommende Saison verliehen wird bin ich begeistert, aber momentan deutet sich in den Medien eher an, dass er sich als Nr.2 hinter Neuer den Arsch platt sitzt. Das ist schon bei Rensing total in die Hose gegangen und ich seh wenig Gründe, warum es bei Nübel besser klappen sollte. Auf der Ersatzbank verliert ein Spieler letztlich nur Reputation und Qualität, junge Spieler muss man deswegen entweder einsetzen oder verleihen. Deine Einschätzung, Justin, teil ich auch nicht uneingeschränkt. Richtig ist, dass Früchtl STAND JETZT nicht mal annähernd die Qualität von Neuer hat. Das trifft aber auch auf den diese Saison recht wechselhaften Nübel zu. Wenn du sagen willst, dass Nübel momentan der bessere ist, hast du damit zwar Recht…aber da muss man ja auch mit einbeziehen, dass Nübel auch mehr als drei Jahre älter ist. Und in diesem Alter sind drei Jahre durchaus eine Hausnummer.
    Dass der ter Stegen-Vergleich ordentlich hinkt hat Willy schon angesprochen. Ter Stegen war in Barcelona nie Nr. 2, er war nur zeitweise auch nicht die alleinige Nr. 1. Nichts deutet darauf hin, dass Neuer derzeit zu einem ähnlichen Modell bereit wäre (Ulreich durfte ja nichtmal im völlig belanglosen Tottenham-Spiel ran). Das wäre auch nicht wünschenswert, weil zwischen Neuer und Nübel halt im Gegensatz zu ter Stegen/Bravo ein signifikanter Qualitätsunterschied herrscht. Stell mir grad vor, wie wir in der CL-Ko-Runde durch einen ähnlichen Nübel-Blackout wie neulich gegen Frankfurt rausfliegen, während zeitgleich Neuer draußen saß…da würden die Verantwortlichen hier geteert und gefedert. Zudem gibt es im spanischen Pokal Hin- und Rückspiel und dadurch maximal 9 Spiele statt maximal 6 wie in Deutschland. Alles in allem war ter Stegen auch in den ersten Jahren also sicherlich nicht “hinter” Bravo.

    Langer Rede kurzer Sinn: Nübel verleihen gern, aber in eine Rensing-Rolle zwängen bitte nicht

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Klar die Ausgangslage war damals bei Barca völlig anders weil der etablierte Valdes ging und man 2 neue MTS und Bravo holte.
      Aber MTS wechselte mMn ohne irgendwelche Zusicherungen war nur 22 Jahre und ohne große internationale Erfahrung.
      Man hat dann ja erst nach der Vorbereitung wohl eine Verabredung getroffen.
      MTS hat sich im dritten Jahr endgültig durchgesetzt auch gegen Cillisen der auch noch kam.
      Neuer ist gesetzt und hat sicher, wenn es Verabredungen gibt, denen zugestimmt denn das ist Teil der Vertragsgespräche.

      Nübel bei und von Neuer lernen zu lassen plus Einsatzzeiten bringt mMn mehr als bei Freiburg Augsburg TSG zu spielen.

      Aus gleichem Grund macht es auch Sinn mMn auf 6-8 Perspektivspieler im Kader zu gehen die lernen.

      1. Ich bin eher der Meinung, dass man eine Lernzeit von 1 Jahr gerade noch vertreten kann, dann aber regelmäßige Einsätze zwingend notwendig sind, zur Not halt dann auch in Form einer Leihe. Von daher befürworte ich eine Erhöhung der Perspektivspieler nicht unbedingt und hätte wie oben bereits erwähnt lieber mehr gestandene Profis, die sich ohne zu Murren auch mal mehrere Spiele auf die Bank setzen. Ich fände es z.B. nicht unbedingt sinnvoll, nächstes Jahr Fein, Cuisance und Singh, die alle drei ungefähr für die gleiche Position in Frage kommen, im Kader zu haben. Selbiges gilt für Zirkzee, Arp und Batista-Meier.

      2. Seh ich wie Willy. 1 Jahr könnte man das vielleicht grad so machen, aber 3 Jahre (vielleicht noch mehr) sind wirklich viel zu viel. Einen TW, der dann in drei Jahren vielleicht 30 Spiele absolviert hat, würd ich dann ehrlich gesagt auch nicht als neue Nr. 1 sehen wollen.

        Mit 6-8 Perspektivspielern in die Saison zu gehen ergibt in meinen Augen auch nur Sinn, wenn man wie wir momentan eine zweite Mannschaft in der dritten Liga hat. Ansonsten lieber nur ein bis zwei Perspektivspieler, die aber auf Positionen, wo sie auch tatsächlich Chancen auf Einsatzzeit haben (so wie jetzt Davies als LV und Zirkzee als Stürmer). Wenn unsere zweite absteigen sollte gehören Spieler wie Früchtl, Singh und Dajaku verliehen, weil sie in der Regionalliga nichts lernen und bei den Profis voraussichtlich keinen Stich sehen.

      3. @willy und olorin
        Wie gesagt bei Nübel abwarten, vielleicht gibt es eine Leihe oder eben garantierte Einsätze.
        Etwas wird es geben.

        Fein ist ein Spielmachertyp ala Kroos oder Alonso. Cuisance eher ein 8er(wie Singh). Arp Stürmer oder Halbstürmer (wie Zirkzee) und Davies natürlich ein Aussenbahnspieler (wie Batista und Dajaku).
        Mai natürlich IV.
        Das sind die 8 die bisher beim Kader waren bzw beim HSV Stammspieler.
        MMn sollten Perspektivspieler unseres A Kaders immer mit dem Kernkader trainieren und wenn nötig gut genug sein zu spielen wenn es notwendig wird wie Davies und Zirkzee bewiesen haben. Warum Mai nicht gespielt hat und ob er gut genug ist keine Ahnung. Aber wenn man meint das er nicht gut genug ist dann hat er da nichts verloren. Die Perspektivspieler müssen immer gut genug sein zu spielen. Sonst blockieren sie unnötig einen Kaderplatz. Staffage oder auffüller sind waste of time and money.

        Daneben braucht es aber eben auch Erfahrung im Kader. Aber alle 16 Spieler des Kernkaders müssen top und gut genug sein. Das ist mMn bei Perisic und Boa (aus physischen Gründen) definitiv nicht der Fall. Und bei Javi und Tolisso gibt es berechtigte Zweifel.

        Nacho wäre natürlich besser als Javi oder Boa.
        Willian und Mertens wären besser als Perisic.

        Wäre Havertz besser als Coutinho?
        Keine Ahnung aber beide sicher besser als Tolisso oder Goretzka.

        Müller wird seinen Kaderplatz behalten wenn er für den FCB bereit ist Ansprüche zurückzuschrauben. Und gut genug ist er ja noch.

        Ich würde zzt tendieren einen Havertz zu kaufen und Eriksen dazu ablösefrei zu holen.
        Eriksen hat die Ajax Schule durchlaufen und ist technisch taktisch top. Dann hätte man eine gute Mischung und deckt trotzdem alle Elemente des Mittelfeldspiels ab.

        Coutinho ist mMn doch zuviel Freigeist und zu wenig Teamwork, da habe ich mehr erwartet.
        Vielleicht kommt das ja noch, bisher sagt er selbst das ihm nach der Copa eine richtige Vorbereitung fehlte.

        Also momentan würde ich so entscheiden
        Eriksen für Tolisso
        Havertz für Coutinho
        Willian oder Mertens für Perisic
        Nacho für Boa
        ???? flexibler AV/IV
        Sane

        Damit stiege der Kern auf 18
        Und trotzdem sollte man mMn die 4 Plätze für Perspektivspieler auf 6-8 erhöhen.

        Wir bekommen die Muskelverletzungen (ob leicht oder schwer) nicht in den Griff. Woran es liegt, ob am Hybridrasen (oder besser den Unterbau) oder den Regenerationsprozessen keine Ahnung.
        Aber wir bekommen es offensichtlich nicht in den Griff ( Klopp hat es geschafft, Kornmaier?).
        Deshalb brauchen wir einen größeren Kader besonders vor dem Hintergrund der NM spielerverpflichtungen.

      4. Wir bekommen die Muskelverletzungen (ob leicht oder schwer) nicht in den Griff. Woran es liegt, ob am Hybridrasen (oder besser den Unterbau) oder den Regenerationsprozessen keine Ahnung.
        Aber wir bekommen es offensichtlich nicht in den Griff ( Klopp hat es geschafft, Kornmaier?).
        Deshalb brauchen wir einen größeren Kader besonders vor dem Hintergrund der NM spielerverpflichtungen.

        Wir hatten die Muskelverletzungen schon im Griff.
        Anstatt jetzt unnötig den Kader aufzublähen und sich dadurch neue Probleme ins Haus zu holen, brauchen wir nur wieder einen Trainer, der was von Belastungssteuerung versteht.
        Unsere aktuelle Verletztenmisere auf den Rasen oder Regenerationsprozesse zu schieben ist sachlich am Thema vorbei, weil weder das Eine noch das Andere in der jüngsten Vergangenheit problematisch war.

      5. “Aber wir bekommen es offensichtlich nicht in den Griff ( Klopp hat es geschafft, Kornmaier?).”

        Der Hinweis auf Kornmayer ist nicht ohne. Schließlich hat der auch eine FCB-Vergangenheit. Mit ihm hatten wir jedenfalls die mit Abstand verletzungsärmste Phase dieses Jahrzehnts, nämlich die beiden Jupp-Jahre, gekrönt vom Triple.
        Als Pep dann kam brachte er seine eigenen Leute mit und Kornmayer hatte offensichtlich nicht mehr viel zu sagen. Rückblickend kann man sagen, dass vielleicht damit das Unglück seinen Lauf nahm.
        Der mutmaßlich frustrierte Kornmayer stand dann auch den Liverpooler Avancen offen gegenüber.

        Klopp hatte vorher auch seine eigenen Erfahrungen in der Hinsicht gemacht. Hinter den Kulissen schrieb man einen guten Teil seines frühen Dortmunder Erfolges, seinem Fitmacher Bartlett zu. Als man sich von dem trennte (offensichtlich kein leicht zu nehmender Charakter), nahmen die Verletzungen in Dortmund erst sukzessive und dann sprunghaft zu.

        Klopp weiß was es heißt ein gutes Team um sich herum zu formieren. Er hat ja auch unsere Ernährungsexpertin, Mona Nemmer, abgeworben. Das macht bei uns jetzt wohl der Schuhbeck, der ist immerhin schon mal viel bekannter als Frau Nemmer.
        Ebenfalls spannend, dass er einen eigenen Einwurfcoach ins Team geholt hat. So hat z.B. dem Vernehmen nach Liverpool die Quote der Einwürfe die zu stabilem, eigenen Ballbesitz führen signifikant steigern können.

      6. @Jo
        Kornmayer war vom 1.7.2010 bis 30.6.2016 bei uns.
        Er wurde also von/unter LVG geholt und er hat alle drei Saisons unter Pep mitgemacht.
        Also deine Vermutung das er unter Pep mutmasslich frustriert war ist ziemlich merkwürdig. Pep hat ihn ja offensichtlich wertgeschätzt denn er hat ihn im Team gehalten.
        Eher könnte man vermuten er ist gegangen weil schon feststand das Anc seinen Sohn, seinen rauchenden Fitnesscoach und dessen Sohn mitgenommen hat.
        Oder weil Sammer Broich von LEV als Fitnessguru geholt hatte.
        Egal Klopp hat ihn geholt weil es uns damals wohl egal war und mMn es ein Fehler war. Genau wie Nemmer.
        Sammer wollte ja damals den gesamten Bereich auf neuesten Stand bringen.

        Wie wir wissen hat Uli alles zurückgedreht.
        MW Schubeck etc sind gut aber sind sie für einen top4 Fußballclub das beste?

        Klopp hat wiederholt betont wie wichtig für ihn das Team ums Team ist.
        Fitness -Belatungs – Regenerationssteuerung
        Videoanalyse
        Ernährung
        Digitalbased scouting

        Übrigens von Tag 1 hat er Melwood und den Nachwuchs so gesteuert wie er es sich vorstellt.

        TAA und Richardson sind nur 2 von vielen.

        MMn ist da noch viel verbesserungspotenzial für uns.

      7. Ich schrieb ja mutmaßlich. Wie es in Kornmayer aussah, wissen wir alle nicht.
        Fakt ist allerdings, dass Guardiola für den Job/seinen Job Buenaventura mitbrachte und mit diesem primär zusammenarbeitete. Kornmayer war dann eindeutig in der zweiten Reihe und hatte Buenaventura zuzuarbeiten.
        Für mich nicht unplausibel da etwas frustriert zu sein, zumal sich die Arbeitsauffassung der Spanier offenbar deutlich von der seitherigen unterschied.
        Aber das ist tatsächlich sekundär, er wird seine Gründe gehabt haben zu gehen und Klopp seine um ihn zu verpflichten.

  6. Neben en möglichen Verpflichtungen von Sane und Havertz die immer wieder diskutiert werden muss man mMn auch relativ bald grundsätzliche Entscheidungen zu Müller Thiago Alaba treffen deren Verträge 2021 auslaufen und ja für unser Team enorm wichtig sind. Auch das kann man nicht auf die lange Bank schieben.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Thiago und Alaba sollte man auf jeden Fall verlängern, beide sind elementare Leistungsträger. Müller kann man find ich auch noch etwas warten, da mit Müller und Tolisso grundsätzlich zwei jüngere Spieler da sind, die eine ähnliche Rolle auf vergleichbarem Niveau einnehmen können. Insofern kann man es da auch länger drauf ankommen lassen und schauen, wie er sich macht. Einen so hoch dotierten Vertrag wie den letzten sollte er in meinen Augen aber auf keinen Fall mehr bekommen.

      1. In jeder Hinsicht korrekt.
        Und Alaba. MMn auch sehr wichtig.
        Müller eigentlich auch wenn er liefert.
        Eigentlich sind diese Spieler für die Kaderstruktur unentbehrlich nach den Abgängen von Lahm Alonso RibRob Rafa und den anstehenden von Boa Javi.

  7. Aaah, hört bitte mit diesen furchtbaren Wortspielen auf.
    Ansonsten wie immer super Artikel

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Nein nicht aufhören. Die sind super :D

  8. Die zwei Jahre Jobsharing zwischen ter Stegen und Bravo taugen übrigens in meinen Augen grad nicht als Beleg dafür, dass das eine sonderlich tolle Idee ist. Im Gegenteil waren das die wohl schwächsten Spielzeiten in der Karriere ter Stegens. Er baute für seine Verhältnisse viele schwere Schnitzer ein und wirkte häufig unsicher. Nach Bravos Abgang entwickelte er sich dann ziemlich schnell zu einem der besten Torhüter der Welt, zuvor in Gladbach war er ebenfalls großteils überragend. Wie es bei Bravo war weiß ich nicht genau, da ich nur wenige spanische Ligaspiele sehe. Mein mich aber zu erinnern, da auch von ein paar Patzern gelesen zu haben. Nach zwei Jahren jedenfalls wirkten alle Seiten ziemlich unzufrieden und das Experiment wurde beendet. Barca hatte zwei Jahre lang zwei sehr gute (und mutmaßlich sehr teure) Torhüter gehabt, die aber beide nicht an ihr Leistungsvermögen rankamen. Wirklich gelohnt hätte sich das nur, wenn sich einer der Beiden schwer verletzt hätte in dieser Zeit.
    Und gibt es eigentlich ein anderes Beispiel für ein derartiges Modell im Spitzenfußball? Derzeit teilen sich bei Juve der 41-jährige Buffon und Szczeszny das Tor, was aber wohl eher ein Misstrauensvotum gegen den Polen ist. Ansonsten fällt mir kaum was ein, außer ich glaub eine Saison mit Cech und Leno bei Arsenal. Das war damals die einzige Konstellation, in der ein solches Modell sinnvoll erscheint: als Übergang von einem sehr alten Torhüter, um zu erkennen, ob der potenzielle Nachfolger die Erwartungen erfüllt. Bei uns wären die letzten ein bis zwei Saisons von Kahn damals ein guter Zeitpunkt gewesen-dann hätte man wohl schon früher festgestellt, dass Rensing nicht die langfristige Lösung sein wird. Bei Neuer wird dieser Zeitpunkt aber erst in frühestens zwei, wenn nicht eher drei Jahren kommen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Nicht ganz
      Nach zwei Saisons mit Bravo musste sich MTS dann noch zusätzlich in der dritten und vierten mit Cillissens abplagen. MMn ist MTS erst seit Saison 18/19 unumstritten Nummer 1 bei Barca.
      Er hatte immer wieder mal richtige Böcke drin.

      Ob Neuer gesundheitlich ohne Problem noch 2-3 Jahre spielen kann weiß wohl niemand auch er selbst nicht. Und deshalb wäre es doch fahrlässig nix zu tun.

      Weder Kahn noch Buffon hatten m.E. zwei Mittelfussbrüche oder waren über 300 Tage am Stück verletzt.

      Und mMn war Ulreich in der letzten Rückrunde bei den diversen Ausfällen Neuers diesmal nicht überzeugend und kein Rückhalt.

      Also mit einem nach wie vor verletzungsanfälligen Neuer und einem immer weniger überzeugenden Ullreich würde ich nicht wieder in eine neue Saison gehen- das war und ist diese Saison großes Risiko.

      1. 18/19 hat ter Stegen 49 Pflichtspiele absolviert, 17/18 waren es mit 48 und 16/17 mit 46 kaum weniger. In den Bravo-Saisons jedoch lagen sie mit Werten in den 20ern nur bei ca der Hälfte. Also würd ich dabei bleiben, dass ter Stegen ab dem Bravo-Abgang die klare Nr. 1 war. Cillessen durfte hin und wieder mal reinrotieren, aber nur noch in ziemlich unwichtigen Spielen, während MAtS in allen Wettbewerben die Nr.1 war.

        Die Frage der Neuer-Nachfolge sollte man klar trennen von der Neuer-Vertretung im Verletzungsfall. Eine Nr.2 zur neuen Nr.1 zu machen funktioniert fast nie. Rensing ist das Beispiel bei uns. Beim BVB wollte man Mitch Langerak als Nachfolger Weidenfellers aufbauen, auch das klappte nicht. Wenn man lang genug recherchiert findet man bestimmt auch irgendwann mal ein Beispiel, dass es funktioniert hat, aber sowas ist im Spitzenfußball dann die klare Ausnahme. Wie ein Übergang gut funktionieren kann zeigte der FC Chelsea nach Cech: sie verliehen Courtois drei Jahre an Atletico Madrid und holten ihn dann, als Cech erkennbar schwächelte, als etablierten Spitzenkeeper zurück. Ein ähnliches Modell wäre auch bei Nübel vorstellbar.

        Ulreich war bei sporadischen Einsätzen noch nie überzeugend. Auch nach Neuers Fußbruch hat er ein paar Spiele gebraucht, um in Form zu kommen-und zwar so in Form, dass ihn manche hier schon in die N11 schreiben wollten (was auch übertrieben war). Ich seh keinen Grund, warum das diesmal im Ernstfall anders sein sollte. Willythegreat hat oben das Profil des “braven Soldaten” beschrieben, eines etablierten Spielers, der-wenn er gebraucht wird-solide Leistungen bringt, ohne Weltklasse zu sein. Das beschreibt Ulreich im Grunde perfekt.

        Ich find es schön und gut, dass wir jetzt auf der TW-Position scheinbar so extrem frühzeitig aktiv werden. Aber leider haben wir auf anderen Positionen immer noch Lücken, auf denen viel weniger proaktiv gehandelt wurde. Mehr Schweissperlen als eine etwaige Verletzung Neuers treibt mir die Schreckvorstellung eines Lewandowski-Ausfalls auf die Stirn. Und da bin ich offenbar nicht der Einzige, sonst hätte man die OP nicht so lang rausgezögert. Wer weiß schon, wie lang er jetzt braucht, um sich von der Operation zu erholen und wie lang er sich dem Alter noch wiedersetzen kann. Auf der Sechs wird ja jetzt scheinbar auf Fein gesetzt, das freut mich. Und auf den Flügeln find ich das Back-up Perisic ehrlich gesagt keinesfalls überzeugender als Ulreich im Tor…

      2. @Olorin
        Perfekt plausibel argumentiert.
        MMn ist natürlich ein Lewa Cover wichtig insbesondere weil und nach RibRob die Tore fehlen.
        Wer ist bereit sich wie Ulreich auf die Bank zu setzen? Wagner war es nicht!
        Cavani geht zu Atletico weil er sich nicht hinter Icardi stellen will.
        Giroud verlässt CFC weil er vor der EM spielen will.
        Dzeko?
        Oder doch Zirkzee Arp?

        Habe ja schon gesagt die 20 Mio für Perisic kann man sich sparen wenn man ablösefrei Willian oder Mertens holt.

        Aber irgendwann muss man auch junge spielen lassen.

        Zidane hat Asensio Vazquez Isco regelmäßig eingesetzt die von Mou und Benitez links liegen gelassen wurden.
        Jetzt Rodrygo Vinicius Valverde.

        Poch hat Kane Alli Rose etc aus dem nichts eingebaut.

        Klopp Matip TAA Richardson etc

        Sogar MUFC haben an der von LVG eingeleiteten Verfüngung-unterbrochen von Mou- festgehalten
        Rashford Lingaard James McTimoney etc

        Wir brauchen Perspektivspieler die gut genug sind eingesetzt zu werden ohne das die Qualität signifikant abfällt. Die Kosten dann eben auch mal 20-30 Mio wenn wir selbst nichts aus dem NLZ hervorbringen.

        Unser Kader 16+4 ist einfach zu klein bzw qualitativ nicht ausreichend besetzt.

        Nicht nur RBL BMG und BVB haben größere Kader sondern natürlich auch Real Barca PSG MCFC LFC Juve unsere Hauptkonkurrenten für die CL.

        Hainer und KHR haben die Absicht bekräftigt die CL gewinnen zu wollen. Dafür sind neben Top Transfers eben auch viele gute Spieler in der Breite notwendig, brave Soldaten und gute Perspektivspieler.

        Unverständlich das man heute meint das ein qualitativ in der Breite besetzter Kader nicht notwendig sein durch größere polyvalenz .

      3. @918
        Da seh ich vieles ganz ähnlich. Weiter oben aber schreibst du etwas von Nacho: weißt du da (abgesehen vom auslaufenden Vertrag) genaueres, will er Real verlassen oder umgekehrt Real ihn? Weil wenn nicht wüsste ich nicht, wieso er zu uns wechseln sollte. Er würde bei uns keine wesentlich größere Rolle spielen als in Madrid, hier wie da wäre er nur Ersatz. Vom Renommee und der sportlichen Perspektive sind wir mit Sicherheit nicht über Real einzuordnen, erst recht nicht für einen Spanier. Weder würde er also seine persönliche Situation verbessern noch bei einem größeren Verein spielen, also wo wäre für ihn der Vorteil? Finanziell könnten wir ihm vermutlich mehr bieten als Real (vermute mal, dass er das Gehalt eines Reservisten bekommt), aber das wäre aus unserer Sicht kaum sinnvoll.

        Was du da außerdem bedenken musst: man kann zu Boa und Martinez momentan stehen wie man mag, aber beide haben noch Vertrag bis 2021. Und diese Verträge sind hoch dotiert, da sie zu einer Zeit abgeschlossen wurden, als beide noch wesentlich stärker waren als derzeit. Entsprechend schwierig wird es, die beiden vorzeitig loszuwerden, da sie dem wohl nur zustimmen, wenn ihnen jemand anderes einen ähnlichen Betrag bietet…den sie aber derzeit halt leider nicht wert sind. Das war ja bei Boateng schon diesen Sommer ein Problem, dass ihn zu den geforderten Konditionen keiner haben will, und das wird jetzt auch nicht besser werden. Wenn wir im Sommer nicht Boateng UND Martinez verkauft bekommen haben sich die Überlegungen bzgl Nacho ohnehin erledigt.

      4. @Olorin
        Nein bis auf die reports das Nacho weg will und wohl keinen neuen Vertrag bekommt habe ich nichts gehört.
        Aber er ist ein gutes Beispiel dafür das ein älterer Spieler helfen kann wenn er fit und gut genug ist.
        Boa und Javi sind potentiell ja auch gut genug nur eben physisch nicht.
        Denke man muss eben bei den Ablösen für Boa und Javi die Kröte schlucken.
        Es gab ja mal das Gerücht mit Bilbao Javi gegen Nunez zu tauschen….

  9. Servus,

    ich möchte auch mal meinen Senf dazu abgeben :)

    Zu 1.

    Ich finde die Entscheidung zur Vertragsverlängerung von Fein richtig und wichtig.

    Fein hat sich in Hamburg sehr gut entwickelt und war schon bei den Amas, vor seinen Leihen, ein sehr wichtiger Spieler.

    Ich bin auch der Meinung, dass er, bei optimaler Entwicklung, Fuß im Profikader fassen wird.

    zu 2.

    Ich weiß noch nicht, wie ich den Transfer von Nübel einschätzen soll.

    Zum einen ist bekannt, dass Früchtl nächste Saison verliehen wird, was er auch selbst bereits mitgeteilt hat.

    Wenn man sich Nübel anschaut, hat er sich gut verbessert, aber ich sehe ihn ebenfalls, wie einige andere Foristen, nicht auf dem Niveau von Neuer. Manuel Neuer verkörpert für mich eine ganz besondere Torhüterphilosophie.

    Ob es so schlau ist, Nübel als Nr. 2 auf die Bank zu setzen, mag ich bezweifeln. Zu den Amas wird er sicherlich nicht zu spielen wollen. Sonst drohen solche Schlagzeilen und Berichte wie bei Cuisance.

    Zu Früchtl möchte ich anmerken, dass ihn die Einsätze in Liga 3 sehr viel geben. Er entwickelt sich immer mehr und auch die Spieleröffnung wird von ihm ausgeführt. Ein bisschen Neuer like ;)

    Eine Leihe in Liga 2, wie bei Fein, wird bei ihm der nächste Schritt sein und ich möchte behaupten, dass wir uns Früchtl als Nachfolger aufbauen werden. Jedoch möchte man sich mit Nübel absichern und bei dem Prädikat “Ablösefrei” zuschlagen ;)

  10. Lieber Justin was mich stört an deiner These zur “Weitsicht” der Verantwortlichen des FCB. Ach, wie wurden schon vor Beginn der Saison hier UH +KHR kritisiert. Und du schreibst jetzt von “Weitsicht”. Kann ich vor allem den Punkt 3 nicht nachvollziehen.

    Die Kommentare zu Nübel (nach dem Foulspiel “Übel”), die momentan auf den Aussagen der “Spottbild” beruhen, erinnert mich daran in der Glaskugel Argumente zu suchen.
    Für alle Jüngeren. Fiffi Kronsbein, Trainer von Hertha BSC, hatte in den 70gern den Österreichischen National TW Gernot Fraydl aufgrund der Verletzungsanfälligkeit des jungen Volkmar Groß verpflicht. Die Regelung der Einsatzzeiten beider guten Torwarte wurde von Fiffi auf jeder spielte 3 Spiele hintereinander abgemacht.
    Ein “ausleihen” ist für mich absurd.

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    1. MMn wurden uH und KHR dafür kritisiert das 3 Jahre destruktive Uneinigkeit in allen wichtigen Dingen sportlich dazu geführt hat das man mittelmäßige Leute in die sportliche Führung geholt hat.
      Anc Kovac Salihamidzic sind letztlich von den beiden zu verantworten.
      Genauso die indifferente Transferpolitik
      Vidal Rudy Sanches Tolisso Perisic alles merkwürdige Transfers .

      Justin hat es im Artikel für den Focus perfekt beschrieben:
      Karl-Heinz Rummenigge hat eine klare Vorstellung davon, wie der Fußball seiner Bayern auszusehen hat. Auf die Trainerfrage angesprochen, antwortete er der “Sport Bild” in einem großen Interview: “Was wir brauchen, ist ein Trainer, der für Ballbesitzfußball auf dem Niveau eines Louis van Gaal, Jupp Heynckes oder Pep Guardiola steht. Das ist die Philosophie von Bayern München.”
      Diese Klarheit gab es insbesondere in den letzten Jahren nicht immer. Louis van Gaal, Jupp Heynckes, Pep Guardiola – diese Trainer sorgten für eine unvergleichliche Ära in der Geschichte des FC Bayern. Es war eine Symbiose, bei der jede Entscheidung auf die vorherige aufzubauen schien – ob nun zufällig oder wirklich detailliert geplant sei dahingestellt. Erstmals entwickelte sich in München aber so etwas wie eine übergreifende Strategie, die das Handeln des Klubs zumindest stärker bestimmte als jemals zuvor.
      Doch 2016 kam es zu einem Bruch. Das Mastermind schlechthin in Sachen Ballbesitzfußball und Dominanz verließ den Klub in Richtung Manchester: Pep Guardiola ging unvollendet. Was er aber hinterlassen hatte, war eine Grundstruktur und eine Basis, auf der man hätte weiterarbeiten können. Nicht nur mit den Profis, sondern auch am Campus. Stattdessen entschieden sich die Bayern für einen anderen Weg: Carlo Ancelotti kam nach München.
      Es fehlt an den Grundlagen der eigenen “Philosophie”
      Ein Grund für diese Entscheidung war, dass der Italiener als Spielerflüsterer galt. Er sollte das enge taktische und strategische Gerüst etwas lockern und so die volle Durchschlagskraft entfalten – vor allem in der Champions League. Zu Beginn sah es gut aus, doch schnell zeigte sich, dass der Weg in eine Sackgasse führte, weil er keine Weiterentwicklung mehr zuließ.
      Die Grundlagen des Positionsspiels, die van Gaal, Heynckes und Guardiola der Mannschaft nach und nach beibrachten, verschwanden sukzessive. Doch was ist mit diesen Grundlagen gemeint? In der Saison 2015/16 gipfelte die Qualität der Bayern darin, dass sie ihre Gegner wie eine Maschine erdrückten. Ihr Pressing, ihre Positionierung und ihr Passspiel auf dem Platz waren so stark durchgeplant, dass selbst Top-Mannschaften wie Atlético Madrid extreme Probleme bekamen, sich aus diesem Druck zu befreien. Für jede Situation hatten die Spieler mindestens zwei Lösungsmöglichkeiten an der Hand. Es schien, als würden sie jede Phase des Spiels bereits kennen, was ihnen einen Vorteil in ihrer Handlungsschnelligkeit verschaffte. Simeone sprach damals vom stärksten Gegner, gegen den er je antreten musste.
      Wie sehr die Bayern diesen durchgeplanten und maschinenartigen Fußball verlernt haben, zeigte nicht zuletzt die Rettungsaktion von Jupp Heynckes in der Saison 2017/18. Er und sein Co-Trainer Peter Hermann konnten die Saison zwar vernünftig zu Ende bringen, aber fußballerisch blieben die Bayern berechenbar und weniger angsteinflößend. Selbst dem Triple-Trainerteam gelang es nicht, die nun fehlenden Strukturen in nur so kurzer Zeit aufzuarbeiten.

      Der Tiefpunkt des schleichenden Prozesses war die Anstellung von Niko Kovač. Auch deshalb, weil die Bosse damals adäquatere Alternativen durch interne Streitereien und verlangsamte Entscheidungsprozesse verschliefen. Schon Ancelotti passte nicht wirklich in die Linie der vorherigen Trainer. Doch bei Kovač war die Diskrepanz zwischen den eigentlichen Vorstellungen des Klubs und dem, wofür der Kroate steht, noch viel größer. Ein Trainer, der die Defensivarbeit fokussiert, sollte die Dominanz alter Tage wiederherstellen? Dass auch dieses Vorhaben irgendwann scheitern musste, war absehbar.

  11. …..Haaland zum BVB. Gefällt mir ganz und gar nicht. Könnte das fehlende Puzzleteil sein.

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    1. Ja aber lieber Haaland als Cavani oder Giroud

      1. Die Bienen werden sich noch wundern, ohne die entsprechende Unterstützung durch die Mitspieler, ist Haaland evtl. keine neue Geheimwaffe. Ich glaube eher noch an die Dosen als Meister dieser Spielzeit, außer die Bayern steigern sich noch gehörig.

    2. Erst mal abwarten. Die Dortmunder Transferpolitik wurde und wird immer sehr positiv gewertet. Diesen Sommer ja auch, Dortmund macht (scheinbar) alles richtig, Bayern alles falsch. Sowohl in den Medien, als auch hier. (das Gras in Nachbars Garten ist halt immer grüner :). Tatsächlich greifen sie aber auch gerne mal ins Klo. Vllt. wird’s ein neuer Dembelé/Sancho, vielleicht einer der vielen anderen die man gerne wieder vergisst.

      1. Naja….das Haaland eine hohe Qualität hat, konnte man in der CL m.M.n. gut sehen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist auch sehr gut. Da geht Dortmund absolut kein Risiko. Zudem fehlte denen in div. Spielen ein Vollstrecker im Strafraum. Auch das hohe anlaufen sollte er bei RB in der DNA verwurzelt bekommen haben. Wir werden sehen…
        Das unsere Transfers gerne negativ bewertet werden, sehe ich auch so. Couthino und Perisic stellen ebenfalls kein Risiko da und können im Sommer ohne Verluste abgegeben werden. Das Geld für Sane und einen Top Mittelfeldspieler steht weiter zur Verfügung.
        Einzig unser m.M.n. permanent zu kleiner Kader bereitet mir aufgrund der hohen Verletzungsanfälligkeit einiger Spieler Sorgen.

      2. Ich glaube, man sollte Haaland nicht zu hoch hängen. Er hatte in der Anfangsphase der CL den Vorteil, dass ihn keiner auf der Rechnung hatte – wer ist Haaland? Ein 19jähriger Norweger! Na ja. Und dann schoß er in den ersten drei Spielen 6 seiner 8 Tore, davon drei gegen Genk. Schon in den Rückspiele sah es dann nicht mehr so toll aus. Da waren es dann in drei Spielen nur noch zwei, davon eines gegen Genk.

        Und mittlerweile ist er zumindest dem Namen nach überall bekannt – und da wird es ihm gehen wie allen Newcomern, die am Anfang ungeheuer erfolgreich gestartet sind. Man wird ihn eben nicht mehr unbeachtet lassen. Kann man auch in der österreichischen Liga verfolgen – am Anfang Tore ohne Ende . und dann kannte man ihn. Auf 11 Tore in den ersten 7 Spielen folgten in den nächsten 7 Spielen nur noch 5, davon drei in einem Spiel. Und erst recht in der Bundesliga kann man davon ausgehen, dass der Grundtenor lautet: Haaland, na dann werden wir dir mal frühzeitig zeigen, wo es lang geht.
        Ist ja auch nichts neues. Kennen wir schon seit Jahren – neues Talent, na dann gibt es erst mal auf die Hölzer und dann sehen wir mal.
        Aber zum Saisonbeginn hat man uns ja auch erzählt, wie stark die neuen Verpflichtungen des BVB sind – Hazard, Brand, Schulz und das Ergebnis ist eher überschaubar.
        Da warten wir doch erst mal gelassen ab – wo ist noch gleich der hochgepriesene Ibrahimovic 2.0; der türkische Messsi und noch der ein oder andere der Top-Talente!

      3. Wenn ich mir die Leistungen von Perisic und Brandt anschaue, dann wären mir die 25 Mio für Brandt lieber gewesen als die 20 Mio für Perisic, die wir im kommenden Sommer hinlegen müssten. Und Hazard wäre auch die attraktivere Option gewesen.

        Sicherlich sind die Dortmunder Transfers nicht alle super gewesen und man muss mal abwarten, wie Haaland sich macht. Aber wir haben 40 Mio für Tolisso ausgegeben, 35 für Sanchez, 80 Mios für Hernandez, 35 für Pavard. müssten 120 für Coutinho hinlegen… Welcher der Zugänge aus den letzten drei Jahren bei uns war denn wirklich ein (voller) Erfolg? Süle, Kimmich, Gnabry würde ich dazu zählen – bei Davies sieht es auch gut aus, Pavard macht sich auch gut. Aber wir haben sehr viel Geld in den Sand gesetzt und bisher das beste Return-on-Investment bei den Spielern für max. 25-30 Mios (oder eben ablösefrei) gehabt. Bei Hernandez muss man mal abwarten, aber eigentlich muss er bei 80 Mios so stark werden wie Boateng zu seinen besten Zeiten. Und Coutinho würde ich nur dann verpflichten, wenn wir ihn für max 40 Mios bekommen (seine Leistungen waren bisher nicht wirklich toll). 80, 100 oder gar 120 Mios sind nur dann gerechtfertigt, wenn er uns quasi im Alleingang der CL und Meisterschaft schiesst. Gerade die aktuellen Sommertransfers waren bisher eher mau. Außer Pavard war kein Volltreffer dabei. Und das bei Abgängen wie Hummels, Rafinha, James, Rib und Rob.

        Das Gras in Dortmund ist sicher nicht unbedingt grüner – aber unseres ist auch nicht sehr saftig. Und damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Auch mit diesem Kader kann man immer noch recht guten Fussball spielen lassen, der sich nicht in jedem Spiel 2 Gegentore fängt. Deswegen brauchen wir im Sommer auch mehrere gute Transfers. Sowohl im Kader als auch auf der Trainerbank (sollte Flick sich nicht noch zum Überraschungscoup entwickeln). Bis dahin müssen wir damit leben, was Brazzo uns hingestellt hat – und das ist leider weniger als mit der vielen Kohle möglich gewesen wäre.

      4. Herrispezal – einer der wichtigsten Faktoren ist natürlich auch das Glück bei solchen Transfers.
        Haätte man vor zwei Jahren geahnt, dass der aufstrebende Tolisso erst mal mit einem Kreuzbandriss eine Saison ausfällt und danach nur schwer wieder in Gang kommt, hätte man es gelassen.
        Gleiches gilt auch für einen Sane – man stelle sich vor, es hätte im Sommer geklappt und der Kreuzbandriss wäre 4 Wochen später passiert – das Geschrei wäre riesengroß gewesen.
        Der am Knie verletzte Hernandez – dass dem ein Grobmotoriker von Piräus den Knöchel fast durchtritt, stand auch nicht in der Planung. Und schon kannst du bei aller Planung schon mal zwei von drei Transfers wegen Verletzung in die Tonne treten.
        Ein Süle spielte letztes Jahr eine gute Saison – tolle Verpflichtung – und was nützt es uns dieses Jahr?
        Leider Gottes hast du diese Risiken immer drin und kannst sie nicht beeinflussen.
        Und das Problem haben eben viele Vereine, nicht nur der FCB. Hätte der BVB gewußt, dass ein Götze rst mal ein Jahr wegen einer Stoffwechselkrankheit ausfällt, hätten die den im Leben nicht zurückgekauft.
        Sieh dir die Verletzungsausfälle eine Neymar an- der hat 220 Mio gekostet und ist die halbe Zeit verletzt.
        Ob PSG den geholt hätte, wenn sie das gewußt hätten?

        Unser Problem ist doch eigentlich, dass man – aus welchen Gründen auch immer – keinen größeren Kader haben wollte. Wenn ich den nämlich habe und es einen entsprechenden Konkurrenzkampf gibt, dann fällt eben mal der ein oder andere hinten runter, was aber dann nicht ins Gewicht fällt.
        Wenn aber der Kader so klein ist, dass ich kaum noch Verletzungen/Sperren auffangen kann, dann fällt natürlich auch die schlechte oder schlechtere Leistung eine Spielers eher auf, weil man eben wegen fehlender Alternativen nicht darauf reagieren kann.

        Nimm dir doch unsere spezielle Mittelfeldposition. Wer kann denn von der Kreativität her einen Thiago ersetzen? Eher keiner – un wenn der einen schlechten Tag hat, hat man eben Pech gehabt.
        Ist ein Coman verletzt, haben wir das ähnliche Problem, nämlich keinen Sane sondern einen Perisic – hm!
        Ja, Gnabry kann das auch, aber dann fehlt uns rechts wieder einer – ja, Müller kann das auch, aber dann weiß man was rechts los ist.
        Ein Hernandez kann ganz gut einen Alaba auf links ersetzen – da hat er übrigens bis auf 2 alle Spiele gespielt.
        Und wenn der Verletzt ist, kannst du dem Herrn danken, dass es noch einen Davies gibt. Rechts das gleiche Dilemma- Kimmich RV und Pavard kann das auch. Blöd nur, wenn man den als IV braucht und eigentlich Kimmich auf die 6 soll – hm! Ja dann muss halt…. ist aber auch verletzt. Dafür könnte aber….. auch verletzt.
        Dann eben….. geht nicht, gesperrt!
        Da liegt das eigentliche Problem – verletzte/gesperrte Spieler gab es schon immer und auch nicht nur einen oder zwei. Aber eine Situation wie gegen Wolfsburg, wo du im Spiel gegen die bis dahin beste Abwehr der Liga als einzige “professionelle oder etablierte” Alternative für Spielaufbau und Offensive einen 18jährigen Aa-Jugendspieler auf der Bank hast, das ist nicht normal – auch wenn er wieder ein Tor macht!
        Letztlich hast du die berühmte Polyvalenz, die dich aber dank des kleinen Kaders und der Verletzungen dazu zwingt, fast in jedem Spiel wieder mit einer anderen Formation aufzulaufen. Und das kann ja auch nicht Sinn der Kaderplanung sein.
        Insofern ist also weniger das Grün des Grases das Problem sondern eher die Größe der Rasenfläche im Garten.
        Wie hieß es doch so schön in diesem Forum zu Saisonbeginn – irgendwann im Frühjahr wird uns der kleine Kader auf die Füsse fallen. Nun fällt er schon im November und Dezember.
        Auch das ja in der Vergangenheit immer wieder gebrachte Argument der Vollen Kapelle zieht nur noch bedingt, wenn die ganze Kapelle nur noch aus 11 Mann besteht.

      5. @Anton… „Wie hieß es doch so schön in diesem Forum zu Saisonbeginn – irgendwann im Frühjahr wird uns der kleine Kader auf die Füsse fallen. Nun fällt er schon im November und Dezember.“
        Genauso ist es. Zum Glück könn(t)en wir im Januar noch reagieren.2 gezielte Transfers, ggf.auch schon als Vorgriff auf die nächste Saison könnten die Situation um einiges verbessern. Ein Henrichs (Cancelo)würde uns einige zusätzliche Optionen ermöglichen.(Kimmich auf 6, Pavard IV)Und ein weiterer schneller, dribbelstarker Winger, Perisic bringt m.M.n. gar nichts, würde vieles erleichtern.
        Natürlich sind das jetzt nur punktuelle, unterstützende und den Kader entlastende Maßnahmen, die nur unter Beibehaltung der in den letzten Spielen gezeigten Spielausrichtung Erfolg haben können.
        Ein guter, erfahrener Trainer, der einer Mannschaft mit den hohen Zielen eines FCB gerecht werden soll, muss in der Lage sein einen Kader mit angemessener Größe zu moderieren.

      6. @Anton: Ja, die Auffassung, dass der kleine Kader uns auf die Füße fällt, teile ich. Das hatte ich im Sommer – wie auch schon Jahre zuvor – bemängelt. Und ich kapiere einfach nicht, dass man aus den Fehlern nicht lernt. Wir diskutieren jede Saison wieder die (zu vielen) Ausfälle – das ist also keine Ausnahmesituation oder Pech, sondern eine Konstante. Und da kann man etwas gegen tun.

        Topspieler zu ersetzen kann durch die Breite auch gar nicht das Ziel sein. Einen Neymar, einen Messi, einen Lewandowski etc. kannst Du nicht gleichwertig ersetzen. Aber Du kannst sie bei bestimmten Spielen auch mal entlasten bzw. schonen. Das geht aber nur mit entsprechendem Personal. Und leider haben wir in der Vergangenheit zu viele Spieler geholt, die auch gegen Augsburg, Frankfurt oder Hoffenheim ausreichend gute Leistungen bringen, um erfolgreich zu sein. Ein Goretzka, ein Tolisso, ein Perisic, ein Cuisance, ein Arp (die uns zusammen rund 80 Mios gekostet haben kosten würden) sind nicht die Spieler, die man problemlos bringen kann wenn Kimmich, Thiago, Lewandowski und Gnabry ausfallen. Da haben wir einen herben Qualitätsverlust. Und da brauchen wir mehr Breite im Kader, die auch Qualität hat. Wir haben einige sehr teure Wetten auf die Zukunft im Kader, die bisher nur Wetten sind und wenig Ertrag gebracht haben (Tolisso oder Hernandez), die eigentlich keine Wetten sein dürfen, sondern sichere Verstärkungen sein müssen. Klar sind Verletzungen auch immer Pech, aber wenn ich unsere 30 Mio+-Verpflichtungen ansehe, dann ist da bisher kaum etwas bei rumgekommen. Pavard und Martinez sind da als positiv zu nennen. Aber Sanches, Tolisso? Fail. Pavard könnte noch ein Erfolg werden. Dazu einige günstige Wetten (wie Gnabry, Davies, Kimmich, Cuisance, Arp, Goretzka), bei denen das Fazit gemischt ausfällt (wobei ich den Weg gut finde, viele junge günstige Spieler zu holen). Und dann haben wir im mittleren Preissegment Leute wie Coman, Thiago oder Süle. Und da sieht es am Besten aus. Und deswegen wäre Brandt für mich eine gute Investition gewesen, weil er eben jung ist und im mittleren Preissegment. Das scheint unsere Stärke zu sein – junge Spieler im mittleren Preissegment. Sie sind auch kein zu großes Risiko, weil sie nicht zu viel Verlust bei Wiederverkäufen bedeuten (Rudy). Relativ teure Spieler müssen einfach sofort funktinionieren und uns definitiv verstärken. Sonst ist das Geld verbrannt.

        Deswegen hätte ich auch einen Zyiech und Brandt gut gefunden. Ein Sané wäre für uns vor allem deswegen gut gewesen, weil wir damit signalisieren, dass wir für teure Top-Spieler attraktiv sind (das ist auch das einzig Positive, dass ich der Leihe von Coutinho bisher abgewinnen konnte, denn James für 40 Mios wäre nicht viel schlechter gewesen und wir hätten 80 Mios mehr zur Verfügung). Man stelle sich mal vor: Brandt, Zyiech, Sané und James für zusammen ca. 180 Mios. Nun müssen wir für Sané und Havertz (oder Coutinho) schon rund 200 Mios auf dem Tisch legen. Vier Spieler anstatt zwei. Damit streut man das Risiko und hat nicht viel weniger Qualität.

      7. Herrispezial, wir wissen aber auch, woher das mit dem kleinen Kader kommt. Das ist ja ein hausgemachtes Problem. Offensichtlich hat man aus der berühmten Zwergenabwehr eben nicht wirklich gelernt.
        Und offensichtlich hat man auch aus den Spielen des letzten Jahres, wo man nicht mal mehr die Ersatzbank voll bekam auch nicht gelernt.
        Woran man das nun festmachen kann oder soll, bleibt jedem selbst überlassen. Vielleicht muß wirklich erst einmal ein Trainer “Feuer aus” melden und aus dem Lizenzkader keine 11 mehr auf den Platz bringen, bis man aufwacht. Es ist mittlerweile seit Jahren das gleiche Theater.
        Und da hilft die meiner Meinung nach hanebüchene Aussage eines KHR vom Kader der 20 Spieler – 16 gestandene und 4 Nachwuchsspieler- sind ausreichend auch nicht weiter, denn von 2+ Ausfällen muss man eigentlich in allen Vereinen immer ausgehen und schon wird es eng.
        Natürlich ist es schwieriger einen Kader mit 27 Lizenzspielern zu moderieren. Aber die Situation ohne alternativen händeln zu müssen, ist auch nicht einfacher.
        Es ist sicher einfacher, den ein oder anderen Unzufriedenen zu verkraften, als in einem Spiel, wo man in bestimmten Mannschaftsbereichen ob durch Verletzung oder Tagesform Defizite erkennt, nicht mehr reagieren zu können, weil die Alternativen fehlen. Und bei aller Liebe zu unseren Nachwuchsspielern – ein Zirkzee, trotz seiner beiden Tore, ein Dajaku, ein Mai oder ein Singh sind eben in dem Sinn keine Alternative zu einem Coman, einem Thiago, einem Süle oder einem Lewandowski.
        Nimmt man sich einmal die Topmannschaften und sieht sich an, welche Qualität da teilweise auf der Bank sitzt. Da kann man eben – von den absoluten Ausnahmespielern abgesehen – entsprechende Ausfälle einigermaßen adäquat ersetzen. Auch die Salahs, Neymars, Manes, van Dijks dieser Welt fallen mimmer mal wieder aus, aber da kommt dann eben die entsprechende Qualität von der Bank – vielleicht nicht die gleiche, aber annähernd.
        Schon ein Ancelotti hat die Auffassung vertreten, dass 20 Spieler genug sind und danach ging es so weiter.
        Und dann gibt es eben, ob günstig oder nicht, eben nicht die Breite, die man eigentlich bräuchte, sondern nur den auf Kante genähten Kader, der uns jedes Jahr aufs Neue auf die Füsse fällt..

      8. Sehe ich auch so. Der kleiner Kader ist einfach jede Saison wieder ein großes Problem. Deswegen sollte dann jeder Spieler, der da ist, Top-Niveau repräsentieren – außer den 3-4 Nachwuchsspielern, die Du dann auch noch hast. Aber wir “leisten” uns eben Tolisso, Perisic, Goretzka und Boateng. Die kannst Du im Kader haben, wenn wir 3-4 Spieler mehr hätten. Oder sie müssen eben bei den Kosten (Transfer und/oder Gehalt) richtig gute Ersatzspieler sein. In dem Fall würde ich den kleinen Kader ja noch eher verstehen. Dann haben wir eben 16 Spieler, die Du alle im CL-Viertelfinale bringen kannst und Dir keine Sorgen machen musst, ob Du nicht doch auf einigen Positionen eine deutlichen Qualitätsverlust hast (besser wären aus meiner Sicht dazu dann 3/4 weitere Profis und die Nachwuchsspieler) . Aber wir fahren insgesamt ziemliche Kompromisse. Kleiner Kader mit zu wenig Qualität in der (geringen) Breite. Und dafür fahren wir dann wieder finanziell zu wenig Gewinne trotz der hohen Umsätze ein. Wir sparen ja an den Gehaltskosten enorm gegenüber Real, Barca und Co., die ähnliche Umsätze haben.

      9. “Aber wir “leisten” uns eben Tolisso, Perisic, Goretzka und Boateng. Die kannst Du im Kader haben, wenn wir 3-4 Spieler mehr hätten.”
        Diese Aussage macht mich im Moment sprachlos, die muss ich mir erst noch ein paarmal durch den Kopf gehen lassen.

      10. Wohlfahrt – reden wir vom Stand heute, dann muss man – welchen Gründen auch immer geschuldet- doch wirklich konstatieren, dass rein vom leistungsmäßigen keiner der Vier in der Startelf stehen dürfte und eigentlich auch nur dann eingewechselt würde, wenn kein anderer da wäre.
        Bei einer fitten IV mit Süle, Hernandez, Pavard hätte ein Boateng kaum eine Chance eingewechselt zu werden, wenn auch noch ein Martinez da ist.
        Bei einer fitten Abwehr und einer Offensive auf den Außen mit Coman, Gnabry, Davies – hätte ein Perisic kaum eine Chance.
        Wäre der geforderte 6er geholt worden und die vorhandenen Spieler würden ihre Leistung bringen – käme an Kimmich/Thiago/Coutinho/Martinez/dem neuen 6er/ Müller weder ein Goretzka noch ein Tolisso vorbei.

        Insofern ist die Aussage von Herrispezial so falsch nicht.
        Vielleicht überraschen uns ja Tolisso und Goretzka in der Rückrunde positiv.
        Vielleicht kommt ja ein Boateng noch mal ganz steil aus dem Gebüsch und ein Perisic explodiert plötzlich.
        Nach den Leistungen der Vorrunde – woran auch immer es liegt – sieht es allerdings im Moment nicht unbedinget danach aus.
        Und was passiert eigentlich, wenn bei unseren zwei Verpflichtungen, die bisher ja eigentlich nur durch Verletzungen “glänzen” plötzlich noch ein Knoten platzt. Dann gäbe es noch weitere Alternativen.
        Wer weiß denn schon, ob unter Flick nicht plötzlich ein Cuisance oder Arp plötzlich wie ein Davies durchstartet.

      11. @Anton: Stand heute haben Cruisance und Arp nicht mal das Recht sich ein Bayern-Fantrikot über zu ziehen.
        Ich finde die Aussage schon etwas befremdlich. Boateng klar, weit über dem Zenit und zur Zeit untauglich, zudem altersmäßig auf dem absteigenden Ast.
        Aber sowohl Goretzka als auch Tolisso sind überdurchschnittliche Bundesligaspieler. Perisic eigentlich auch, bekommt zur Zeit nicht dass auf den Platz, für was er geholt wurde und was man sich von ihm erwartet hat. Dass was er auf den Platz bringt ist aber immer noch normales Bundesliganiveau.
        Dies so darzustellen als müssten wir die drei mitschleppen ist des guten zuviel.

      12. Die vier sind/waren keine schlechten Spieler. Aber 40 Mios für Tolisso? Da muss er eigentlich Stammspieler sein, der fast jedes Spiel gegen fast jeden Gegner gut spielt. Und das Gehalt von Boateng ist auch extrem üppig. Wenn man diese Kosten betrachtet und die Gegenleistung sieht, dann ist das ziemlicher Luxus. Wir geben viel Geld aus für vergleichsweise wenig Gegenleistung. Und das ist bei Perisic und Goretzka ebenso der Fall. Sie sind nicht schlecht, aber definitiv zu teuer für das, was sie zeigen.

      13. Bei Boateng war es im Nachhinein ein Fehler, ihm einen Vertrag zu diesen Konditionen zu geben. Weder die Laufzeit noch die Bezahlung entsprechen den Leistungen, die er seit einiger Zeit abliefert. Zu der Zeit, als man verlängerte, war das aber nicht unbedingt vorherzusagen. Blöd gelaufen. Wäre aber in diesem Fall auch anderen passiert. Tuchel wollte ihn ja letztes Jahr holen. Wenn Kovac ihn nicht hätte behalten wollen, dann wäre er jetzt seit 1 1/2 Jahren in Paris.
        Bei Tolisso sollte man so fair sein, und ihn nicht jetzt schon abschreiben. Früher hieß es mal, dass ein Spieler ungefähr wieder so lange braucht, um in Topform zu kommen, wie er verletzt war. Bei Tolisso war es eine sehr schwerwiegende Verletzung, die ihn auch psychisch ziemlich mitgenommen zu haben scheint. Was er zu leisten imstande ist, hat er in seinem ersten Jahr einige Male unter Beweis gestellt. Ich hoffe, er kommt wieder in diese Form.
        Bei Goretzka hat man mMn alles richtig gemacht. Er kam ablösefrei und dürfte bei einem Verkauf ein schönes Sümmchen einbringen. Für mich ist er aber auch kein Wackelkandidat, sondern ein Spieler, der ganz nah an der ersten Mannschaft steht. In der Zeit, in der Flick Trainer ist, hat er einige starke Spiele gemacht und ein paar weniger starke Auftritte gehabt. Das trifft übrigens auch auf Kimmich, Thiago, Coutinho, Müller, Gnabry, Coman etc. zu. Ich traue Goretzka durchaus immer noch zu, dass er in 1-2 Jahren eine Führungsrolle übernehmen kann.
        Zu Perisic sollte man mal erwähnen, dass er als Backup verpflichtet wurde. Er sollte Coman und Gnabry die nötigen Pausen verschaffen bzw. zur Verfügung stehen, wenn einer der beiden ausfallen sollte. Die Toplösung auf dem Flügel ist er natürlich nicht. Dafür war er aber auch nicht eingeplant. Seine statistischen Werte sind nicht so schlecht. In der Liga kommt er z.B. auf eine doppelt so gute Scorerwertung wie Coman (bei gleicher Anzahl an Einsätzen übrigens). Man kann ihn jederzeit bringen und er bekommt auch in jedem Spiel seine Chancen. Manchmal nutzt er sie, manchmal nicht. Das unterscheidet ihn aber auch nicht so stark von Spielern wie Gnabry, Coman, Coutinho oder Müller, die ebenfalls diese Hinrunde einiges liegen ließen. Er hat bisher nicht wirklich Argumente geliefert, warum man ihn im Sommer fest verpflichten sollte, aber wir können froh sein, dass wir zumindest eine solche Alternative im Kader haben, wenn die vorgesehenen Flügelspieler ausfallen sollten. Er mag ein anderer Spielertyp sein, der nicht so schnell bzw. trickreich wie Coman und Gnabry ist, aber er kann jederzeit für Torgefahr sorgen. Seine Jokerqualitäten könnten auch noch eine Rolle spielen.

  12. Flick im Kicker Interview

    – wohl nicht wieder Assi wenn ein neuer Trainer käme, Sportdirektor?

    – Sané : „Leroy Sané ist noch ein Spieler von Manchester City, deshalb mache ich mir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Gedanken über ihn“, so Flick gegenüber dem kicker. Ergo das ist wohl fix.

    – Lucas sei bei 80% und man muss ihn vorsichtig heranführen. Ergo nicht vor Mitte Ende Februar?

    – Boa und Javi sein Job ist beide richtig fit zu bekommen. Waren sie nicht richtig fit?

    Dazu gibt es jetzt das Klostermanngerücht zum Sommer der uns aber in der jetzigen Situation nicht weiterhilft .

  13. Interessant was Anc zu sagen hat
    Carlo Ancelotti explains how Guardiola’s Man City are different to Barcelona and Bayern Munich
    Carlo Ancelotti has given Pep Guardiola ’s Manchester City team the ultimate compliment – by suggesting they have a dimension to their game which his Barcelona and Bayern Munich sides lacked.
    And the Italian, lauded as one of the managerial greats after taking both AC Milan and Real Madrid to Champions League triumphs as well as winning league titles with Chelsea, Paris St Germain and Bayern Munich, believes the Blues have a string to their bow which Guardiola’s previous teams did not.
    Asked afterwards what the difference is between this City team and Guardiola’s other two great sides, Ancelotti picked on this aspect.
    Guardiola has tweaked his own ideas of the game since coming to England – he always insisted that his decision to come here was about him learning from the English game rather than the other way around.
    And he has developed City into a team that has a similar pass-and-move mantra to Barca and Bayern, but which is not afraid to go long to stretch teams.
    Ancelotti feels that is the basic difference between City and Guardiola’s other sides.
    When asked about it, he said: “This is a team that can play, when they have the possibility to play, more direct compared to Bayern and Barcelona.
    “They have players that can play direct – De Bruyne, Mahrez – if they find the possibility they are able to do counter-attack also.”

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    1. ja spannend, diese Saison verfolge ich city weniger, letzte Saison habe ich fast jedes SPiel gesehen. Das war der beste Fußball den ich je gesehen habe, weil es war der alte Guurdiola-Fußball, plus schnellem Direktspiel und Konterabsicherung. Deswegen bin ich noch bei Flick skeptisch. Bei Guardiola bleiben mittlerweile auch einige hinter dem Ball und seine Mannschaft kreirt totzdemChancen, er lässt aus meiner Sicht auch nicht mehr so hoch wie bei Byern verteidigen. Im Gegensatz zu seiner Zeit unter Bayern gibt es kaum noch die berühmten Laufduelle zischen einem Gegenspieler und z.B Boateng von der Mittellinie,wo einemfast immer das Herz stehen geblieben ist und es leider dann ja auch Gegentore gab. Diese Saison hatter er aber ein schlechtes Kadermanagement, Laporte nciht adäquat ersetzt dafür einen weiteren RV , der aus meiner Sicht nicht nötig war. Und leider schätzt er weiterhin Standarsituation, vor allem Ecken schienbar als nicht wichtig ein, möchte nicht wissen wieviel Punkte Klopp durch Ecken in den letzten Jahren geholt und wieviel Pep durch grotten schlechte Ecken verloren hat. Letzte Saison hatten sie pro Spiel oft um bzw. über 10 Ecken und es kam nie was raus, hatten glaube ich auch die schlechteste Eckenstatistik, ich glaube nur jede 30. ecke ein Tor oder so. Da habe ich das Gefühl ist Nagelsmann irgendwie pragmatischer/weniger dogmatisch, schade das wir nicht geholt haben.

      1. Nagi macht es top bei RBL. Als Nachfolger von Rangnick die Sache so strukturiert überzeugend erfolgreich durchzuziehen ist beeindruckend.
        Tuchel mMn auch wenn man die Umstände bedenkt.
        Das wichtigste ist sowieso das man die Spielphilosophie jetzt prinzipiell festgelegt hat und danach Spieler und Trainer aussucht.

        Wir werden bis März sehen ob Flick es kann.
        Denke man wartet bis 18.3.

  14. Wenn die Sport Bild Recht damit hat, dass Neuer sich weigern soll, Nübel 15 Spiele in der nächsten Saison zu schenken, dann ziehe ich meinen positiven Eindruck zu dem Wechsel zurück und kann nur konstatieren, dass die Verpflichtung in diesem Fall eine alles andere als kluge Entscheidung war.

    Für mich eigentlich unvorstellbar, dass man Nübel mit dieser Zusage verpflichtet haben soll OHNE das vorher mit Manu geklärt zu haben.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “…OHNE das vorher mit Manu geklärt zu haben.”
      Hat das eigentlich auch jemand mit dem Trainer des nächsten Jahres (sei es wer es will) geklärt?
      Wäre für den vielleicht auch interessant in die diversen Vierjahrespläne eingeweiht zu sein. Der Arme kann einem jetzt schon leid tun. Nicht mal mehr beim Torwart darf er frei entscheiden :-(

      1. Ich dachte der Verein macht die Strategie und sucht den passenden Trainer dazu aus?!

    2. Ja, wenn Sportbild recht hat – so wie bei der angeblich von Brazzo vermurksten Sancho-Verpflichtung; so wie bei den angeblichen Vidal-Sauftouren in Katar!
      Es ist doch bezeichnend, dass scheinbar nach den Verhandlungen/Absprachen oder was auch immer sowohl Nübel als auch Neuer nichts besseres zu tun haben, als sofort Sportbild mit den Einzelheiten zu “versorgen”.
      Das ist ungefähr das, was man sich von einem Neuen und vom Mannschaftskapitän beim FCB erwartet.

      Das Einzige, was zur Zeit wirklich offiziell ist, die die Mitteilung von S04, dass Nübel seinen Vertrag nicht verlängert hat und den Verein im Sommer verlassen wird.
      Vielleicht sollte man da einfach mal in Ruhe abwarten. Und wer wann was mit wem wo besprochen hat, weiß im Moment sowieso keiner.

    3. Ich kann mir nicht vorstellen dass solche komischen absprachen ueberhaupt der rede wert sind. jeder prof-fussballer weiss, dass keine regeln ueber einsaetzte in der zukunft gemacht werden koennen. dass es keine regeln gibt die nicht gebrochen werden koennen wenn es die situation erfordert und der trainer dafuer verantwortung uebernimmt …. ich glaube dass das ge-fantasiere ueber einsatzabsprachen nur emotionsgeplapper von der presse ist und alle beteiligten sich ueber den pressewirbel nur ins faeustchen lachen

  15. Das einzige was kommuniziert wurde ist dem Kicker Interview mit Flick zu entnehmen

    Kimmich ist auf 6 gesetzt
    Man sucht einen Backup RAV

    Alles andere Henrichs Klostermann Boa Nuebel Neuer Ulreich sind Gerüchte hauptsächlich von der BILD angefacht.

    Also mal abwarten

  16. Während Süle und Martinez ihr Programm bereits ab dem morgigen Samstag absolvieren, steigt Lewandowski erst am 7. Januar in sein Reha-Training ein. Dies hatte Cheftrainer Hansi Flick seinem Torjäger in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung um Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt so zugesagt, um ihm nach seiner Leisten-Operation (21. Dezember) auch ausreichend Urlaub zu ermöglichen.

    Nun hat das Trainerteam um Chefcoach Hansi Flick in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung entschieden, dass auch Coman in München bleiben soll, da für den Stürmer im Leistungszentrum an der Säbener Straße die Voraussetzungen ideal sind. Es wird eigens ein Team aus Reha-Trainern und Physiotherapeuten in München bleiben, um dem Quartett perfekte Bedingungen bezüglich medizinischer Betreuung und Trainingsumfeld zu bieten.

  17. […] Der FC Bayern im Winter: Drei kluge Entscheidungen | Justin […]

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