FC Bayern München – Borussia Dortmund 1:3 n.E. (1:1/1:0)

Die Vorzeichen waren klar am Dienstagabend in München. Es war das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund in der Ära Klopp, die so eng verknüpft ist mit den Erfolgen des Rekordmeisters in den vergangenen drei Jahren. Für die Dortmunder war es das bis zu diesem Zeitpunkt wichtigste Spiel der Saison. Für die Mannen um Kapitän von Philipp Lahm eines von vielen wichtigen Spielen in den vergangenen und kommenden Wochen. Es wurde irgendwie ein passender Schlusspunkt, der die Höhen und Tiefen der mindestens fünf Jahre andauernden Fehde mit Klopps Dortmundern in 120 Minuten plus Elfmeterschießen verpackte. Der Versuch einer Analyse…

Falls ihr es verpasst habt:

Guardiola überraschte erneut mit seiner Startelf. Mitchell Weiser begann für Mario Götze. Benatia rückte nach Verletzungspause für Dante in die Startelf. Robben wie allgemein erwartet zunächst nur auf der Bank. Neben ihm saß zu Beginn auch Schweinsteiger, der Alonso weichen musste. Bayern begann mit einer sehr breit ausgerichteten Dreierkette mit Rafinha als formellem linken Halbverteidiger. Mitchell Weiser startete auf dem rechten Flügel. Jürgen Klopp verzichtete auf Überraschungen und setzte auf die erwartete Ausrichtung mit dem spielstarken Kagawa hinter den schnellen Angreifern Reus und Aubameyang.

Bayern begann anders als im Auswärtsspiel gegen Dortmund in der Liga extrem balldominant und versuchte von Beginn an die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Dortmund antwortete mit stark anlaufendem Pressing, um den Spielaufbau zu verkomplizieren und nach frühen Ballgewinnen zu kontern. Bayern war in der Anfangsphase die bessere Mannschaft, erspielte sich allerdings gegen defensiv konsequente Dortmunder zunächst keine echten Torchancen.

Etwas überraschend war es ein lupenreiner Konter der Münchner, der die Führung brachte. Kagawa war bei einem der wenigen vielversprechenden Gegenstöße der Schwarz-Gelben an Benatia hängen geblieben, der sofort den weiten öffnenden Ball auf den am linken Flügel lauernden Lewandowski brachte. Der Pole hatte plötzlich freien Weg zum Tor, lupfte den Ball zunächst an den Pfosten, um ihn kurz danach aus spitzem Winkel doch noch ins Netz zu drücken (30.). Der 26-Jährige hätte mit einem Geistesblitz vor der Pause sogar fast das 2:0 erzielt als er mit einem weiten Heber beinahe BVB-Schlussmann Langerak überlistet hätte.

Nach der Pause im Prinzip das gleiche Bild. Dortmund nun mit etwas mehr Risiko aber mit kaum Chancen aus dem Spiel. Auf der Gegenseite rettete Langerak mehrfach glänzend (Müller, Thiago). Der Australier hatte zudem Glück, dass erneut Lewandowski mit einem Heber nur das Aluminium traf. Warum Schiedsrichter Gagelmann und sein Team bei Müllers anschließendem Nachschussversuch ein klares Handspiel von Schmelzer übersahen, verwunderte.

Nach 68 Minuten brachte Guardiola Robben für den offenbar angeschlagenen Thiago, der einen Pferdekuss kassierte. Direkt danach verlor Bayern seine Linie, wirkte im Spielaufbau weniger klar und baute Dortmund so mit auf. Das 1:1 durch Aubameyang fiel trotzdem wie aus dem Nichts, als Kuba und Mkhitaryan Bayern am Strafraum mit einem Ball in den Rücken der Abwehr aushebelten (75.). Kurz danach musste Robben verletzt runter. Bei ihm besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der Wade. Innerhalb von zehn Minuten drehte sich das komplette Momentum einer Partie, die der FC Bayern zuvor völlig unter Kontrolle hatte. Neuer verhinderte sogar noch mit einer glänzenden Parade gegen Reus den Rückstand (86.).

Erst in der Verlängerung sammelte sich die Guardiola-Elf und erarbeitete sich die Kontrolle über das Spiel zurück. Schweinsteiger hatte zwei herausragende Kopfballmöglichkeiten aus kürzester Distanz, zielte aber ein Mal zu hoch und scheiterte ein weiteres Mal an Langerak. Dortmund war spürbar bedacht, sich ins Elfmeterschießen zu retten, verlor Kampl noch durch eine Gelbrote Karte und hatte erneut sehr, sehr viel Glück, als Gagelmanns Pfeife nach einem harten Foul von Langerak an Lewandowski im Strafraum erneut still blieb. Lewandowski musste sichtlich angeschlagen nach dem Spiel ins Krankenhaus. Eine Gehirnerschütterung könnte auch für ihn das Aus für das Halbfinalhinspiel gegen Barcelona bedeuten.

Das Elfmeterschießen ist dann fast zu absurd, um es angemessen nachzuerzählen. Lahm, Xabi Alonso und Neuer verschossen ihre Elfmeter. Lahm und Alonso rutschten dabei aus. Neuer traf die Latte. Gündogan und Kehl trafen in Netz. Das reichte für Dortmund. Der leise Traum vom erneuten Triple für den FC Bayern ist damit geplatzt.

Die Niederlage war ärgerlich weil vermeidbar. Die Verletzungen von Robben und Lewandowski machen aus dieser ärgerlichen Niederlage einen richtig bitteren Abend. Am Mittwoch-Mittag haben sich die Verletzungen von Robben (Muskelbündelriss in der Wade) und Lewandowski (Kiefer- und Nasenbeinbruch) als noch schwerwiegender als zunächst erwartet heraus gestellt. Bitterer wird es nicht.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Bayern pendelt das Dortmunder Pressing aus, aber belohnt sich nicht

Es war die große Stärke der Münchner in den zumeist positiven Duellen gegen Dortmund seit der Saison 2012/2013. Fast immer fand der Rekordmeister einen Weg, das Pressing der Klopp-Elf auszuhebeln. Da waren die langen Diagonalbälle mit Flügelüberladungen unter Heynckes. Die Umstellung auf Dreier- oder Fünferkette sowie deutlich risikoärmeres Spiel in den letzten direkten Duellen unter Guardiola. Auch am Dienstagabend hatte sich der Spanier etwas besonderes überlegt. Die nominelle Dreierkette mit Benatia, Boateng und Rafinha fächerte im tiefen Spielaufbau zu einer Viererkette auf, indem Alonso auf die linke Innenverteidigerposition einpendelte und Rafinha und Benatia das Feld gleichzeitig breit machten. Guardiola muss geahnt haben, dass Klopp es wie im letzten Aufeinandertreffen in München mit einem mannorientierten Pressing gegen Alonso probieren würde. Kagawa war so vor allem für Alonso eingeteilt und sollte gemeinsam mit den ebenfalls stark anlaufenden Reus und Aubameyang den Druck aufs Münchner Aufbauspiel erhöhen. Alonso lockte Kagawa durch das Abkippen in die Kette immer wieder heraus, während sich Reus und Aubameyang vor allem auf Benatia und Boateng konzentrierten. Auf den Flügeln schoben Bernat und Weiser weit vor und banden somit zwei weitere Spieler.

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Bayern gelang es so über weite Strecken, in fast jeder Situation einen Spieler freizupendeln. Entweder Rafinha auf dem linken Flügel oder Lahm im Zentrum. Waren auch diese Passwege zugestellt, probierten es Alonso und Boateng meist direkt mit einem langen Ball in den 8er-Raum oder auf die offensiven Flügel. Die typischen Dortmunder Ballgewinne im Pressing blieben in der ersten Stunde bis auf ganz wenige Szenen aus. Auch Neuer wurde zu deutlich weniger langen Bällen gezwungen als in vielen direkten Duellen in der Vergangenheit. Dass der erneut glänzende Thiago zum ersten Mal von Beginn an gegen Dortmund ran durfte und den Zugriff erschwerte, tat sein Übriges. Die Wege zum Bayerntor wurden so für Dortmund weit und beschwerlich auch weil Bayern durch spätere Ballverluste meist genügend Zeit hatte sich wieder zu ordnen. Dortmunds Angriffsbemühungen wirkten über weite Strecken ziemlich hilflos.

Der Plan war also gut und über 60-65 Minuten auch ziemlich perfekt umgesetzt. Dass die Münchner danach für kurze Zeit die Linie verloren und Dortmund für 15-20 Minuten seine Stärken wieder zur Geltung bringen konnte, hatten sich die Münchner vor allem selbst zuzuschreiben. Schon in den Minuten vor dem Ausgleich war spürbar, dass die Konzentration und der Wille, den hohen Aufwand im Auspendeln der Dortmunder aufrechtzuerhalten, nachließ. Die Hereinnahme von Mkhitaryan und leichte Umstellungen bei Dortmund kamen erschwerend hinzu. Auch Guardiolas Wechsel brachten in dieser Phase eher Unruhe herein. Die Gäste gewannen ein paar leichte Bälle, holten Freistöße heraus und trafen mit der bis dato ersten echten Chance im Spiel zum 1:1.

Nach den Auswechslungen von Thiago, Robben und Müller stellte Guardiola auf eine Viererkette um. Das Spiel war danach bis zum Ende der Verlängerung ein offener Schlagabtausch mit insgesamt leichten Vorteilen auf Seiten der Münchner. Gegen Ende fand Bayern zunehmend wieder seinen Faden, aber die totale Kontrolle der ersten 60-65 Minuten war weg. Das war die Grundlage für das zwischenzeitliche Aufbäumen der Dortmunder und letztlich auch für das am Ende entscheidende Elfmeterschießen.

2. Mangelnde Chancenverwertung

Es klingt banal, aber natürlich war auch die mangelnde Chancenverwertung des FC Bayern ein entscheidender Faktor für das Aus im Pokalhalbfinale. 16 Torabschlüsse im Strafraum. Darunter Hochkaräter wie der Lattentreffer von Lewandowski, eine Riesenchance von Thiago, die zwei Kopfballgelegenheiten von Schweinsteiger und zwei elfmeterreife Aktionen waren Beleg für eine im Prinzip gute Offensivleistung der Münchner. Direktes Spiel in Richtung Müller und Lewandowski, Flügelüberladungen durch Bernat und Thiago, Tempodribblings von Weiser – das Offensivspiel war variabel wie vielleicht noch nie gegen Dortmund. Allein die Vollendung und das wohl vorentscheidende 2:0 fehlte.

Ein Lob verdiente sich trotz der Niederlage Mitchell Weiser. Er imponierte bei seinem ersten Auftritt in einem richtig wichtigen Spiel von Anfang an. Die Torvorbereitung am Wochenende gegen Hertha hat offenbar etwas freigesetzt bei dem vielkritisierten 21-Jährigen. Er wirkte mutiger und gleichzeitig klarer in seinen Aktionen als in allen Auftritten zuvor. Acht erfolgreiche Dribblings zählte die Statistik nach 120 Minuten. Ein herausragender Wert. Dazu kamen zwei Torschussvorlagen. Natürlich gelang ihm nicht alles. Pass- und Zweikampfquote (76%/40%) waren verbesserungswürdig. Gegen Ende wirkte er von der Wucht des Spiels überfordert. Trotzdem setzte er ein deutlich sichtbares Ausrufezeichen und wirkte deutlich durchschlagkräftiger als Götze zuletzt. Nicht ausgeschlossen, dass er auch in der Champions League eine Chance bekommt, wenn Robben und Ribéry weiter ausfallen.

3. Benatias Rückkehr macht Mut für Barca

Bei all den Verletzungen im Offensivbereich und zuletzt auch von Holger Badstuber macht die Rückkehr von Medhi Benatia und sein guter Auftritt gegen Dortmund Mut für die anstehenden Duelle gegen Barcelona. Benatia ergänzte sich zum wiederholten Male exzellent mit Boateng und sorgte mit dafür, dass die Münchner jenseits der 10-15 Minuten um den Ausgleich herum defensiv so gut wie nichts zuließen. 65 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Marokkaner. Jerome Boateng sogar 73 Prozent. Zusammen verbuchten sie 13 effektive Klärungen und sieben abgefangene Bälle. Gemeinsam mit Rafinha, der auf ungewohnter Position ebenfalls über weite Strecken überzeugte und Juan Bernat könnte das Innenverteidigerduo den FC Bayern nun in den Duellen mit dem FC Barcelona tragen. Vielleicht muss es das sogar.

Guardiola hat hier trotz der Verletzungssorgen immer noch eine Reihe von Variationsmöglichkeiten und kann fast beliebig zwischen Dreier- und Viererkette hin und her wechseln.

3.1 Der Müllerfluch

Vielleicht sollte man es in ein Handbuch für Bayern- und Nationaltrainer schreiben. Thomas Müller sollte in wichtigen Spielen einfach nicht ausgewechselt werden. Ohne ihn geht immer irgendetwas schief…

FC BAYERN – BORUSSIA DORTMUND 1:3 n.E. (1:1/1:0)
FC BayernNeuer – Boateng, Benatia, Rafinha – Weiser, Xabi Alonso, Lahm, Bernat – Thiago (68. Robben / 84. Götze) – Müller (76. Schweinsteiger), Lewandowski
BankReina, Dante, Rode, Pizarro
BVBLangerak – Durm, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Bender (91. Kehl), Gündogan, Kuba (83. Kampl) – Kagawa (70. Mkhitaryan) – Reus, Aubameyang
BankAlomerovic, Ginter, Subotic, Sahin
Tore1:0 (29.) Lewandowski, 1:1 (75.) Aubameyang, Elfmeterschießen: 1:2 Gündogan, 1:3 Kehl
KartenGelb: Rafinha, Xabi Alonso, Benatia / Sokratis, Langerak – Gelbrot: Kampl
Zuschauer 75.000
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Leserkommentare
  1. Markus

    Danke für den schnellen und guten Bericht und Punkt 3.1.
    Kann es absolut nicht nachvollziehen, dass er rausgenommen wurde. Über Müller wurde schon einige Male gesagt, dass es Spiele gibt wo ihm fast jeder Ball verspringt. Aber am Ende macht er doch das
    entscheidende Tor. Heute hat er am Ende gefehlt. Zumal er sicherlich auch einer der fitesten aktuell ist und auch in der 119. Minute nochmal lossprintet und dorthin geht wo sonst keiner mehr hingeht. Außerdem ist er einer der sichersten Elfmeterschützen. Macht mich jedesmal aufs neue traurig und wütend wenn er ausgewechselt wird.

    Das Guardiola zur Zeit Weiser Götze vorzieht ist absolut nachvollziehbar. Er macht seine Sache richtig gut. Sollte Götze durchaus zu denken geben.

    Schweinsteiger hätte ich gern von Beginn an, anstatt Alonso, gesehen. Alonso gefällt mir in den letzten Wochen nicht. Er hat auch heute wieder einige Fehlpässe im Spielaufbau gespielt, die immer wieder zur gefährlich Situationen werden und entweder in einer Chance für den Gegner enden oder durch ein Foul gestoppt werden müssen.
    Vielleicht täuscht mich mein Eindruck aber auch…

    Zum Schiedsrichter muss man nicht mehr viel sagen…man sollte ihn aber auch nicht als Ausrede nehmen.
    Jetzt kommen die ganzen Dortmunder natürlich wieder aus ihren Löchern gekrochen und zeigen ihre ganze Schadenfreude nach dem durchaus peinlichem Elfmeterschießen.
    Aber was soll’s…Euer Hass ist unser Stolz.

    PS: die erneute Robben Verletzung ist irgendwie die Ironie des Schicksals nach dem ganzen Theater der letzten Wochen.

    1. Jürgen

      Ich Teile deine Meinung in allen Punkten. Ist eigentlich auch euch aufgefallen, dass seit mehreren Wochen immer wieder diverse Spieler von uns wegrutschen? Auch in diesem Spiel ist dies wieder mehrfach passiert, haben wir ein Schuh-Problem?

      1. Patrik

        Bin vollkommen deiner/ eurer Meinung.
        Ich sage das sonst nie in dieser Deulichkeit: gestern hat Pep es vercoacht. Die Einwechslung Robbens war für mich nicht nachvollziehbar, ebenso die Auswechslung von Müller. Warum Robben in so einem Spiel bei dem Spielstand Spielpraxis sammeln sollte ist mir völlig unverständlich. Rode oder Schweinsteiger hätte ich da lieber gesehen, um Stabilität rein zu bringen, nachdem Thiago raus musste.
        Alonso spielt ganz schlimme Fehlpässe in der Spieleröffnung und man kann wirklich von Glück reden, dass Dortmund daraus nichts gemacht hat. Hier hätte Schweini schon viel früher kommen müssen, vielleicht auch sogar beginnen müssen. Man sah ja auch, wieviel Torgefahr er austrahlt.
        Die Chancenverwertung war natürlich auch wirklich schwach und es war eigentlich Schade, dass wir das Spiel gestern abgeben mussten. Es war eines der wenigen Spiele gegen den BVB, wo wir deutlich überlegen waren.
        Ich musst jedoch beim Elfmeterschiessen schmunzeln…

      2. redrobbery

        Das war mir schon vor Monaten aufgefallen (oder war es letzte Saison?), dann hatte es sich aber wieder gelegt, jetzt wird es wieder extremer. Entweder hat Guardiola den Spielern einen neuen Laufstil verpasst (um beim beliebten Medien- und Fanspiel zu bleiben, dass er ja grundsätzlich alles entscheidet) oder da stimmt etwas bei den Schuhen nicht. Wohl ein sehr subjektiver Eindruck, aber vor allem fällt mir das häufiger auf bei Dante, Alonso, Schweinsteiger, Lahm und teilweise Boateng. Ein Schuhexperte könnte daraus vielleicht schlussfolgern.

        Zum Spiel selbst wurde im Bericht und einigen Kommentaren schon alles gesagt. Bayern ordentlich, jedoch zu fahrlässig. Die Wechsel Guardiolas waren suboptimal.

        Dass Klopp das “Trainerduell” gewonnen haben soll, kann ich aber beim besten Willen nicht erkennen. Für die Dortmunder Situation lief das alles natürlich, aber spielerisch/taktisch war das dann doch über weite Strecken zu unterlegen, um von einem brillianten Plan zu sprechen. Ist ja nicht so, als hätte man Bayern komplett aus dem Strafraum gehalten und “a la Mourinho” gespielt. Es gab Torchancen des FCB, darunter auch hochprozentige. Da war eine Mannschaft einfach nur zu erschöpft/blöd/unkonzentriert genug, um nicht eine zweite zu nutzen und das Spiel zu entscheiden.

        Jetzt könnte die Antwort natürlich einfach lauten, dass “der Sieger immer im Recht ist”, aber dann können wir uns die Spiele auch gleich sparen und stattdessen nur am nächsten Morgen die Ergebnisseiten studieren. In der Mehrzahl der Fälle gewinnt Bayern wohl dieses Spiel. Davon kann man sich nichts kaufen und es macht den Sieg der Dortmunder nicht schlechter, bei einer Analyse sollte man das aber schon berücksichtigen.

      3. Lencer

        Und dabei haben sie grad erst mit dem Ausrüster verlängert … Aber ist mir schon extrem aufgefallen, Weiser in jeden Spiel 2-3 mal. Oder Neuer bei seinen Ausflügen. Kapier ich nicht.

  2. Bayernexpat

    Meine Fresse, ich bin immer noch völlig aufgewühlt und stinksauer!

    So wie sich das gehört, zu erst das Positive:

    Ich weiss ihr lest es sicher nicht, aber DANKE JUNGS! Ihr seid die Besten. Ich liebe diese emotionalen Spiele, einfach nur geil. Was ihr mir in den letzten 5 Jahren an Freude beschert habt, is unermesslich und unersetzlich. (Ja, Pathos!).

    So, und alle ihr hater die jetzt aus euern Löchern gekrochen kommt, ihr könnt mich jetzt schon mal am Allerwertesten lecken.

    Wochenlang werde ich mir jetzt hier anhören müssen ‘Bayern in der ‘1 Klub Liga hat es viel zu leicht’, wenn es drauf ankommt versagt Guardiola blah blah, Porto war halt schwach, danach is ende Gelände, kein grosser Gegner wurde dieses Jahr geschlagen wenn es um die wurst ging lalalala’. Dazu sage ich erstmal Klappe halten. Lasst meine Bayern in ruhe :(

    Wieso? Weil man gestern wieder mal gesehen hat, ein Tripe ist nicht selbverstaendlich, sondern etwas ganz, ganz besonderes. Es muss einfach alles passen um BL + 2 Finale zu spielen. Dazu gehört auch nicht von der Verletzungsseuche heimgesucht zu werden. Robben’s saison ist gelaufen befürchte ich. Der Umbau kann doch noch spanned werden wenn RibRob und Schweini schneller körperlich abbauen.

    Und gestern hat es nicht sollen sein. Das Tor war zugenäht, das hat mich ans Finale dahoam erinnert.

    Thiago war für mich oft eine Augenweide gestern. was der am Ball kann, meine Güte! Bis zu seiner Auswechslung sah es ziemlich gut aus. Und schön Benatia wieder zu haben.

    Soweit die Entschuldigungen.

    Nichtsdestotrotz (obwohl ich es alles Pep und Bayern hater übel nehme) darf ich mir natürlich meine Kritikpunkte erlauben.

    Mit Alonso wird es nix wenns um die wurst geht.

    Lahm ist auch in keiner verfassung (entweder physisch oder mental, aber wahrscheinlich beides) ‘grosse’ spiele zu prägen. Ist natürlich nach der WM nicht wirklich verwunderlich.

    Ja das Tor war zugenagelt, deshalb gebuehrt ihm nicht mehr Tadel als den anderen die grosse chances versammelt haben. Aber Lewa’s job isses die dinger reinzumachen und Spiele früher zu beruhig bzw zu entscheiden. Ach jetzt bin ich wieder stinksauer, weil das Spiel fur ne gute std eigentlich besser gelaufen ist als ich erwartet hatte. Verdammte kacke.

  3. matthias

    Am Ende des 5. Absatzes hast du einen Satz vergessen:
    Warum Schiedsrichter Gagelmann und sein Team bei Alonsos klarem Foul an Mkhitaryan (90.+2, Ellbogencheck, ohne den Versuch zu machen an den Ball zu kommen) nicht die Gelb-Rote Karte zückte, verwunderte.

    Davon abgesehen, gute Analyse ;-)

  4. H34T

    Ziemlich bitterer Abend, der in vieler Hinsicht schlecht verlaufen ist. Verletzungen, 120minuten in den Knochen, alles keine guten Vorzeichen für die HF Spiele gegen Barca.

    Der Bruch in 60.-65. Minute zieht sich irgendwie durch die vergangenen Spiele, ich denke das hat neben den Wechseln in diesem Spiel vor allem damit zu tun, das die rekonvaleszenten Spieler (Lahm, Thiago) noch nicht das Fitness-Level haben und sich das dann zu diesen Zeitpunkten bemerkbar macht.

    Was mir sonst noch aufgefallen ist:

    Wenn Schweinsteiger beim seiner ersten Kopfballchance für Benatia durchlässt, denke ich macht der das Tor, ärgerlich.

    Lewandowski fand ich gestern wieder stark, auch wenn er mit Sokratis den wohl perfekten Gegenspieler hat, der extrem mit Physis dagegenhält. Generell finde ich, dass er in den letzten wochen und in dieser Endphase der Saison einer der stärksten bei uns ist und mit seinen Toren auch entschiedendend beiträgt. Dass der zweite Schuss nur an die Latte ging, laste ich ihm nicht an, aus dem Winkel trotzdem ein guter Versuch und fast erfolgreich.

    Bei Mario Götze ist es hingegen bei aller Geduld langsam schwer, die Enttäuscung zu unterdrücken. Einer der meistgenannten Kritikpunkte bei Kroos war, dass er in wichtigen Spielen abtaucht. Götze steht in diesen Spielen mittlerweile nicht mal mehr in der Startelf und wird von Spielern wie Weiser verdrängt. Die Argumente mit junger Spieler und braucht Zeit usw sind mir bekannt, aber gerade in unserer jetzigen Situation finde ich es schon bezeichnend, dass Götze als seit Monaten ohne verletzungen und fitter Spieler auf der Bank sitzen bleibt und dafür der gerade erst wieder genesene Robben eingewechselt werden muss. In dieser Situation muss er uns helfen und es wäre auch mal wünschenswert, wenn er in so einer Spielsituation Aktionen bringen könnte, die den Spielverlauf ändern. Da war gestern mal wieder nichts zu sehen. In meinen Augen ist das ein Motivationsproblem, wenn man sieht wie Weiser, jetzt um einen neuen Vertrag kämpfend, im Vergleich aufspielt. Götze hingegen, Weltmeister mit 22 Jahren und fettes Gehalt. Überraschend wie viel das ausmacht. Im Gegensatz zu seiner Unaufffäligkeit auf dem Platz glänzt Götze mit fragwürdiger Selbstinszenierung auf Social Media Plattformen. Finde ich ähnlich peinlich wie Weisers Tanga Bilder:

    https://twitter.com/MarioGoetze/status/592273627623620608
    https://twitter.com/iMiaSanMia/status/592454379556450305

    Gerade mit seiner jetzigen Leistung sich als “blessed” darzustellen finde schon grenzwertig.

    Was mir sonst noch immer wieder negativ auffällt, ist die mangelnde Courage beim Elfmeterschießen. Wie kann es sein, dass Manuel Neuer den vierten Elfmeter schießen muss? Wo ist Schweinsteiger in der Situation? Der muss da klar Verantwortung übernehmen. Peinlich.

    1. Stefan

      Schweinsteiger war als 5. vorgesehen.

    2. Axel

      11Freunde haben Götze zum Coverboy gemacht. Ich habe zwei Dinge gelernt bei der Lektüre: (1) Götze war emotional schon immer absolut gleichmütig (sein Jugendtrainer hat alles versucht, um irgendeine emotionale Reaktion zu provozieren, blieb aber erfolglos), und (2) auch bei 11Freunde guckt offenbar niemand hin, wie Götze tatsächlich spielt, denn in dem Artikel ist nicht ein Wort zu seiner Formkrise zu lesen.

      Und wenn ich mich schon an Medien abarbeite: Was wäre wohl passiert, wenn Neuer Reus einen Kiefer- und Nasenbeinbruch verursacht hätte, der BVB zwei Elfmeter nicht bekommen hätte, sie von großem Verletzungspech geplagt gewesen wären, trotzdem das Spiel dominiert und über weite Strecken kontrolliert hätten, und dann im Elfmeterschießen unglücklich ausgeschieden wären?

    3. Dakury

      Dieses Götze geweine nervt langsam echt.

  5. Man kann den Bayern 3 Vorwürfe machen: 1. Sie haben sich von ihrer Überlegenheit einlullenlassen und kurz fahrlässig den Zugriff aus der Hand gegeben. 2. Dieses Momentum hat der Coach mit den Wechseln verstärkt statt gestoppt. 3. Sie haben ihre Dominanz trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen nicht in einen satten Vorsprung umgemünzt. the rest ist just the good ol’ story of a low scoring game beeing turned upside down.

    Vercoacht ist also Teil der Wahrheit (2.). Aber das sagen wir jetzt im Nachhinein. Hätte Robben noch einen reingeschlenzt und so Fahrt für Barca aufgenommen, hätten wir das alle unterschrieben. Aber es stimmt: gesucht war in der Situation kein Offensivgott. Ein Rode wäre die bessere Entscheidung gewesen. Einen Müller drinlassen wäre die bessere Entscheidung gewesen.

    Aber was soll’s. Es gab Zeiten, da hätte mich eine (weitere) Niederlage gegen Dortmund in den Wahnsinn getrieben. Der Stachel sitzt nicht mehr. “Nur” die Meisterschaft ist natürlich etwas wenig für Pep. Aber K.O.-Spiele im Fußball bergen das Risiko zu scheitern. Das Team präsentiert sich aber in einer überragenden Verfassung trotz der Verletzungen. Vielleicht haben wir gegen Barca ja wieder den dreckigen Sieg im Portfolio.

    Und ein Sonderlob für Weiser. Grotesk, wenn plötzlich in der kritischen Phase der Rest des Teams nicht mit dem Tempo mithalten kann, das er geht — statt andersrum.

    Alle Narrative Richtung “Pep unter Druck”, “es lag in der Luft, weil Karma” etc. werd ich einfach wegfiltern, auf die Esonummer kann ich verzichten.

  6. Uli

    Vor dem Elfmeterschießen sagte meine Frau noch, dass unsere besten Elfmeterschützen (Müller, Lewandowski, Robben) ja jetzt alle nicht dabei sind und ich meinte das wäre egal… Es ist natürlich müsig, aber Müller wäre anders angelaufen und dann als zweites Lewandowski/Robben als sichere Schützen während Neuer schon einen gehalten hat.

    Naja hätte hätte Fahrradkette. Der berühmte Fußballgott will Klopp wohl einfach noch mal um den Borsigplatz fahren sehen. Es sei ihnen irgendwo gegönnt, zumal die nächsten Jahre wohl kaum besser laufen werden.

    Vielleicht hilft es uns ja auch mal wieder die Erwartungen herunter zu schrauben was in einer Saison nicht alles gewonnen werden soll. “Triple oder nix” ist doch Wahnsinn, sollen wir jetzt nach jedem verlorenen Spiel alles in Frage stellen? Müssen jetzt verstärkt Elfmeter trainiert oder neue Schuhe evaluiert werden? Schicken wir Robben zum Geisterheiler oder verpflichten Matthäus als neuen Greenkeeper? Und wer zum Teufel soll die Mannschaft überhaupt besser trainieren als Guardiola?

    1. Thomas

      Vor dem Elfmeterschießen sagte meine Frau noch, dass unsere besten Elfmeterschützen (Müller, Lewandowski, Robben) ja jetzt alle nicht dabei sind und ich meinte das wäre egal…

      Scheint so, als hätte Deine Frau mehr Fußballsachverstand als Du, Uli, … ;-) :D

  7. Weidenpreller

    Ich denke, der Knackpunkt war die Verletzung von Robben, den Rest (merkwürdige Entscheidungen, Chancenverwertung etc) hätte man noch egalisieren können. Aber bei der Auswechslung von unserem Holländer ist ein negativer Ruck durch die Mannschaft incl Stab gegangen, weil damit auch das HF gg Barca unter sehr ungünstigen Vorzeichen steht. Und das nach der stillen aber nicht unberechtigten Hoffnung, dass zum Saisonendspurt ein Teil der Langzeitverletzten zurück kommt und sich die angespannte Kadersituation entspannt. Das war wohl das, was man als einen klassischen Nackenschlag bezeichnet.

    Ich bin vor allem aber von den Reaktionen vieler Bayern”fans”entsetzt, offensichtlich rekrutiert sich seit dem Triple ein Großteil der Anhängerschaft aus 8-13 Jährigen, die wohl selber noch nicht allzu viel Sport in ihrem Leben getrieben haben und folgedessen mit den Gesetzmäßigkeiten des Leistungssports nicht vertraut sind. Anders kann ich mir das permanente Triplegeheule nicht erklären.

    Dass man nach der Saison einiges in Frage stellen sollte, allem voran die Situation um unsere medizinische Abteilung, ist mehr als offensichtlich, allerdings kann ich kaum Fehler in der Kaderplanung entdecken. Es ist einfach ein Seuchenjahr und dafür schlagen sich die Junngs doch wahrlich nicht schlecht. Ich zumindest hätte für ein post-WM-Jahr den aktuellen Status quo sofort unterschrieben. Aber wie gesagt, der ein oder andere Stein wird umgedreht werden müssen und genau dies wird auch geschehen.

    Ich bin “trotzdem” stolz auf die Truppe und freue mich auf die nächsten Spiele und harre gespannt der Dinge, die kommen werden…

    1. Weidenpreller

      Ach so, ich vergaß: Lieber Pep, hat Dir denn niemand gesagt, dass ein gewisser Thomas M. bei KO-Spielen niemals, aber wirklich niemals ausgewechselt werden darf? Frage mal bei Deinem Vorgänger nach oder dem Jogi, oder van Gaal…

  8. dek

    Unterschreibe ich alles zu 100 %.

    Da sitzt kein Stachel, nur ein bisschen enttäuscht über den geplatzten Tripletraum. Die Mannschaft hat gestern ein gutes Spiel hingelegt, hatte aber eben nicht das nötige Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

    Im Gegenteil. Werde in den letzten Wochen trotz des Verletzungspech immer positiv überrascht. Weiser hat sich wieder toll präsentiert, der sorgt immer für Betrieb. Wär ne Schande, wenn sie ihn gehen lassen.

    Gegen Barca gilt wieder mal: Wenn man hinten kein Tor kassiert kann man schon mal nicht ausscheiden. Dazu ist aber Konzentration über 90 Minuten gefragt. Derzeit hab ich aber leider des öfteren den Eindruck, dass man es in der 2. Halbzeit gern mal schleifen lässt. Vielleicht war das Ausscheiden jetzt auch eiin Weckruf, dass ein Spiel 90 Minuten dauert.

  9. DasDing

    Größtenteils mMn eine überzeugende Leistung, welche aufgrund des extrem unglücklichen Spielverlaufes dann leider nicht belohnt wurde. In der 45-60 Minute, als es mehrere Großchancen gab, hätte die Mannschaft den Deckel drauf machen und das 2:0 erzielen müssen – erst dadurch, dass dies verpasst wurde, konnte Dortmund durch ein glückliches Tor ins Spiel zurückfinden und der Schiedsrichter seine vernichtende Wirkung entfalten.

    Im Grunde kann man mit der Leistung der Mannschaft durchaus zufrieden sein, man war spielerisch wie auch taktisch klar überlegen und konnte mehr torgefährliche Situationen kreieren als der Gegner. Das war gestern eine ganz andere Leistung als etwa in Wolfsburg oder Porto, als fast nichts stimmte. In den meisten Fällen gewinnt man ein Spiel wie das Gestrige dann, aber Fußball ist leider nicht vollends planbar.

    Zu Gagelmann kann ich nur sagen dass ich inständig hoffe, dass das wichtigste Spiel, welches er in diesem Kalenderjahr noch pfeifen darf, Wiesbaden vs. Unterhaching oder etwas vergleichbares sein wird (leider wird dieser Wunsch wohl nicht in Erfüllung gehen). Womöglich hat er sich von den haltlosen und widerlichen Verschwörungstheorien bzgl. einer angeblichen Bevorteilung der Bayern durch Schiedsrichter, welche von diversen Medien und speziell auch vom BVB immer wieder in Umlauf gebracht werden, beeinflussen lassen. Aber wie gesagt, der Schiedsrichter war nicht die Hauptursache, da man es trotzdem selbst in der Hand hatte, das Spiel zu entscheiden.

    Das Elfmeterschießen ging wohl auch deswegen so daneben, weil mit Müller, Lewy, Alaba und Robben die vier besten Schützen allesamt nicht zur Verfügung standen. Wieso Pep Müller ausgewechselt hat, und wie überhaupt jemand auf die Idee kommen kann Müller in einem K.O.-Spiel beim Stand von 1:0 auszuwechseln, ist mir ebenso schleierhaft wie allen Anderen hier. In praktisch allen wichtigen Partien der letzten Jahre gehörte Müller zu den absoluten Stützen, und dazu ist der ein sehr sicherer Elfmeterschütze. Ein richtig dicker Coachingfehler, durch den etwas in den Hintergrund gerät, dass Guardiolas Plan eigentlich wieder mal sehr gut aufging.

    Insgesamt trotz des Ausscheidens eine ordentliche Leistung – wäre man im Abschluss konsequenter gewesen, stünde man jetzt im Finale, Schiedsrichter hin oder her.

  10. DasDing

    Sorry, aber taktisch war Bayern hier klar überlegen, die Dortmunder hatten nur 10-15 Minuten nach dem Ausgleich wirklichen Zugriff auf das Spiel. Ich habe hier auch nichts von einem “brillanten Plan” Jürgen Klopps gesehen, sondern nur den üblichen, uninspirierten Renn-, Press- und Umschaltfußball, den wir nun seit Jahren schon “bewundern” dürfen. Pep weiß, wie er darauf antworten kann, und hat dies auch gestern getan. Dem BVB gelang es mit dem hohen Pressing nicht, Bayernspieler zu isolieren, praktisch immer konnten Anspielstationen offengehalten werden, und des Öfteren konnte man die Dortmunder Linien auch überwinden. Der BVB hingegen konnte 75 Minuten lang praktisch keine torgefährliche Situation kreieren.

    Dass die Dortmunder weitergekommen sind, verdanken sie 1.) einer gewissen Inkonsequenz aufseiten der Bayern, 2.) glücklichen Umständen und 3.) dem Schiedsrichter. Klopps Ausrichtung jedoch war von allen infrage kommenden Faktoren wohl derjenige mit der geringsten Bedeutung für den Ausgang des Spiels.

  11. Jo

    Oops, Gagelmann did it again!
    Die Älteren, also alle die nicht am Triple-Trauma leiden (Highlight-Ausdruck des Abends), werden sich noch an 2012 erinnern. Dem Jahr in dem die Schirifehlentscheidung des Jahrzehntes leider ebenfalls im Pokal(finale) gegen Dortmund getroffen wurde.
    Wir erinnern uns 10.Minute. Elfmeter für Bayern nach Foul an Robben. Die allerdings absolut zwingende, undiskutierbare rote Karte gegen Weidenfeller blieb stecken. Wie wäre das Spiel wohl danach verlaufen? Wohl kaum 2:5. oder?? Und ob wir das “Finale dahoam” nach einem möglichen Cupsieg ebenfalls verloren hätten? Man weiß es nicht, ich bezweifle es.
    Und um die lange Geschichte zum Abschluss zu bringen: Wer war Schiri? Richtig!

    Dem wurde gestern natürlich noch die Krone aufgesetzt! Ich rede dabei nicht nur von den beiden Elfmetern. Schon nach dem ersten Tor hat man gemerkt wie Gagelmann kippte. Wie alle strittigen Situationen immer mehr Richtung Dortmund wanderten. Das hat die Dortmunder mehr als jede eigene Leistung im Spiel gehalten. Zum Beispiel die Situation vor dem Ausgleich: Für mich klares Foul an Lewandowski und Freistoß. Gegeben wurde Einwurf Dortmund.
    Wem das belanglos erscheint, möge mal darüber nachdenken was die Dortmunder im umgekehrten Fall daraus machen würden. Der mediale Mob würde das tagelang rauf und runter hecheln.

    Im übrigen gute Analyse von Steffen und auch sehr schöne Kommentare hier. Könnte ich auch fast alles unterschreiben.

    Und noch einmal schmunzeln beim Thema Müller. Offensichtlich überkam nicht nur mich bei seiner Auswechslung so ein komisches Gefühl.

    1. mika

      Also das Foul war in der 22. Minute an Gomez. Der Gomez wurde auch sehr nah am Strafraumeck zu Fall gebracht. Nicht zwingend Rot. Der Rest ist Spekulation und auch wirklich Schnee von gestern. Bayern hat gestern einfach nicht das 2 oder 3, oder 4:0 (Müller, Lewa, Thiago) gemacht. Dann brauchste auch nicht über Hand Schmelzer und den restlichen Käse reden. Die Niederlage war hausgemacht. Jetzt hoffe ich auf WOB im Finale. Den hämischen BVB-Fans gönne ich keinen Sieg.

      1. Jo

        Ja das Foul war an Gomez, Robben hat den Elfer verwandelt.
        Natürlich ist das Schnee von gestern. Wer das allerdings vergisst oder verdrängt lebt dann halt in einer Welt mit verzerrter Wahrnehmung.
        Das führt dann zu solchen Statements wie deinen: “Kein Bayernfan sollte sich gegenüber Dortmundern über den Schiri beschweren. Die schwarzgelben Kollegen haben dann doch mehr Grund zur Beschwerde in den letzten Jahren.”

        Wenn ich die Hälfte der Realität ausklammere stimmt das sicherlich.

      2. mika

        Halt mal den Ball flach, JO. Ich bin auch noch sehr aufgeregt ob der Niederlage, weil wir 2:0 hätten führen müssen! VOR der Fehlentscheidung.

        Wenn wir jetzt anfangen, Schiri-Entscheidungen der letzten Jahre für und wider Bayern gegeneinander aufzuwiegen.. so viel Zeit hab ich nicht und dazu gibt es auch keinen Grund. Ich sage es mal so: das “Foul”, wenn man es denn pfeifen mag, an Jackson Martinez war zwingender Rot für Neuer als für Weidenfeller in 2012. Ich sitze aber nicht Jahre später da und fasel über strittige Entscheidungen vor 3 (!) Jahren. Die gab es wie gesagt auf beiden Seiten und die gesamte Diskussion ist daher sinnlos. Davon kommen wir auch nicht ins Finale, wenn du jetzt auszählst, dass es 7:8 Fehlentscheidungen zugunsten des BVB wahren.

      3. Jo

        @Mika:
        Wenn dich deine Sicht der Dinge glücklich macht, ist das für mich völlig o.k.

      4. mika

        Wenn dich das Grübeln über die “Schirifehlentscheidung des Jahrzehntes” glücklich macht, bitte. Das bringst du bestimmt immer mal wieder in Diskussion an. Aber damit machst du dich nur lächerlich. In der Niederlage Größe zeigen gehört auch dazu. Und Schiri-Fehler gibt es immer – nicht nur gegen Bayern.

      5. Jo

        Ist das nicht ein ziemlich unfreundliches Statement für jemanden der Größe zeigen will?

        Ich kann mit deiner Sicht der Dinge leben, muss sie aber nicht akzeptieren. Geht das auch anders herum?

      6. mika

        Ja, entschuldige bitte. So was das nicht gemeint. :)

        Schwamm drüber und gegen Barcelona alles geben!

  12. […] werden taktische Randnotizen aufgearbeitet, etwa die breite Dreierkette des FC Bayern. Miasanrot erinnern neben drei auffallenden Besonderheiten an die alte »Müller spielt immer«-Regel, deren […]

  13. mika

    Hallo zusammen,

    ich konnte gestern nicht schlafen. Das Spiel erinnert mich fatal an die Nacht im Mai 2012 nach dem Chelsea Spiel. Vor meinem geistigen Auge habe ich bestimmt 3 Tore selbst gemacht zwischen der 45. und 60. Dann reden wir auch nicht über Gagelmann und über Schweinsteigers Riesenchance kurz vor Schluss. Mich ärgert diese unnötige Niederlage so dermaßen, denn alles lief. Pressing von Dortmund? Come on, sagen sich Boateng und Benatia. So im Griff hatten die Jungs den BVB nie in den letzten 5 Jahren. Dann war das Tor zugenagelt. Beim BVB durch mehr Glück als Langerak und bei uns durch Neuer, der mal wieder kurz vor Schluss alles gerettet hat. Und jetzt kommen alle Bayernhasser aus den Löchern und schütten ihre Häme aus. Zum Kotzen!

    Noch ein Wort zum Schiri. Kein Bayernfan sollte sich gegenüber Dortmundern über den Schiri beschweren. Die schwarzgelben Kollegen haben dann doch mehr Grund zur Beschwerde in den letzten Jahren.

    1. chicago_bastard

      Nein, haben sie nicht. Man sollte aufhören diesen von den BVB-Fans in die Welt gesetzten Mythos auch noch weiterzuverbreiten.

      1. mika

        Doch, finde ich schon. Vor allem in den großen Finals der letzten beiden Jahre kann sich Bayern nicht über Milde beschweren.

        Aber dieses “der Schiri ist schuld!”-Geheule steht keinem gut und davon sollte man sich auch befreien. Bayern hat es gestern einfach verpasst, es rechtzeitig zu entscheiden. Die Chancen waren da – und das ärgert mich am meisten.

    2. DasDing

      Ich weiß nicht wie oft ich in diesem Forum schon anhand zahlreicher Beispiele dargelegt habe, dass es sich bei der angeblichen Bevorteilung der Bayern durch Schiedsrichter um einen reinen Mythos ohne Faktengrundlage handelt – ich werde auf diese jetzt nicht noch einmal im Einzelnen eingehen, das habe ich hier zu verschiedenen Gelegenheiten bereits getan.

      Dafür mal was zur Entstehung dieses Märchens – zwei mögliche Ursachen:

      1. Hohe Nachfrage nach Bayern-Bashing unter den Fußballfans im Land, welche dafür sorgt, dass nach Möglichkeiten zur Profisteigerung suchende Medien sich etwas ausdenken, um diese zu bedienen.
      2. Eine in die Öffentlichkeit herausgetragene Erzählung der Dortmunder, mit welcher sie sich ihren sportlichen Abstieg erträglich reden. Um sich nicht eingestehen zu müssen, dass Bayern sie in allen Disziplinen, in welchen sie 2010-2012 mal einen Vorsprung hatten, in den letzten Jahren hinter sich gelassen hat, und um darüber hinwegzutäuschen, dass ihr System nicht mehr entwicklungsfähig ist und seine Halbwertzeit überschritten hat, erfinden sie eben solche Dinge wie den Schiri-Mythos.

      Die beiden Faktoren wirken (so sie denn die tatsächlichen Ursachen darstellen) natürlich auch wunderbar zusammen, da das BVB-Gejammere von den Medien aus den oben genannten Gründen bereitwillig aufgenommen wird.
      Vielleicht liegen die Ursachen auch anderswo, aber eines ist sicher: Die Bevorzugung der Bayern ist ein reiner Mythos! Mehr sage ich zu diesem Thema jetzt auch nicht mehr, denn wer auf das Geschwafel in den Medien und aus der Dortmunder Ecke hereinfällt, egal ob Bayernfan oder nicht, ist nun wirklich selbst schuld.

      1. mika

        Ich falle auf kein Medien-Geschwafel rein. Ich habe die vielen engen Spiele verfolgt und kann glückliche Entscheidungen nunmal sehen. Und ich vermute dahinter auch keine Verschwörung oder einen größeren Plot zu unseren Gunsten. Deine Theorie in allen Ehren, aber die Erzählung über den Bayernbonus gibt es schon seit den 90ern (vielleicht auch früher), nicht erst ab 2012.

        Aber wie gesagt: Macht Bayern den Sack bis zr 60. zu gibt es keine Diskussion zu Gagelmann.

      2. DasDing

        Wenigstens im letzten von dir genannten Punkt sind wir uns einig – Bayern hatte es selbst in der Hand, man hätte die sich bietenden Gelegenheiten nutzen müssen. Dann wäre der Schiedsrichter eine Randnotiz geblieben.

  14. Bayernexpat

    Kicker vermeldet Saison aus fuer Robben, und wohl auch für Lena (Kiefer Bruch und Gehirnerschütterung)

  15. DS

    Mit der Niederlage ansich kann ich gut leben. Mit der Art und Weise wie diese zustande kam, nicht. Mir geht es gar nicht so sehr um die miserable Chancenverwertung und noch weniger ums Elfmeterschießen, als um die Tatsache dass jetzt schon zum zweiten Mal in Folge bei diesem Wettbewerb 120 Minuten gespielt wurden. Natürlich lässt sich so etwas kaum vermeiden, doch bei der derzeitigen Verletzungssituation, ist dies mehr als unnötig.
    In einer Phase wo die Spieler so überspielt sind, dass sie nach 65 Minuten schon kaum noch laufen können, kommt so ein Spiel wie ein Schlag ins Gesicht.
    Ich traue mich gar nicht ans Champions League Halbfinale zu denken, vor allem jetzt wo auch noch Robben und höchstwahrscheinlich Lewandowski fehlen.
    Man stelle sich eine Barcelona Mannschaft ohne Messi, Suarez, Neymar, Mathieu, Pique und Mascherano vor. Dann hat man in etwa das Pendant zum verbleibenden Bayern Kader.

    Genug mit der Schwarzmalerei. Vielleicht klappts ja eh.

  16. DukNukem

    Gut, dass in den kommentaren das meiste schon gesagt wurde und man nur ein paar ausblenden muss.
    Somit erstpart es mir Text.

    @Steffen: Du hast Götze bei den Elfmetern vergessen.
    Aber auch egal, die folgenden Links machen es keinenfalls besser:
    https://twitter.com/FCBayern/status/593349932108636160
    https://twitter.com/FCBayern/status/593350131593977856
    http://www.fcbayern.de/de/news/news/2015/diagnosen-robben-lewandowski-thiago-nach-pokal-halbfinale-290415.php

    Das schreit ja schon fast nach einer Analyse der möglichen Aufstellungen.

    Noch ein Kommentar zur Twitter Frage, mit der A Jugend gegen Leverkusen. Kann man machen, Neuer sollte aber im Tor bleiben. Gefühlt läuft es ja nur nicht gut, wenn er ein Spiel Pause bekommen hatte.

  17. Jo

    Robben Muskelbündelriss in der Wade, Lewy Kiefer- und Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung. Kann man beide für den Rest der Saison abschreiben.

    1.) Ja, ok ich bin jetzt bereit an Voodoo oder so was zu glauben. Sonst weiß ich auch nicht.

    2.) Könnten wir das Ding mit Barca bitte auf nächstes Jahr verlegen? Irgendwie passt mir’s grade nicht rein.

  18. Hans

    Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und bin jetzt auch noch total fertig. Wir waren einfach sowas von überlegen. Nach dem 1:1 gab es aber einen Bruch. Was war da los? Seit wann lässt sich die Mannschaft von einem Gegentor so beeindrucken? Über den Schiedsrichter sage ich lieber nichts; das war unterirdisch!

    Wie kann man bitte Lahm den ersten Elfmeter schießen lassen? Der Junge hat in seinem ganzen Leben noch keinen Elfmeter geschossen!

    Ich frage mich jetzt, welche Wirkung dieses Spiel für das Spiel gegen Barcelona haben wird. Fängt sich die Mannschaft? Eigentlich hat sie das in der Vergangenheit oft genug bewiesen, aber das war schon eine sehr bittere Niederlage.

    Andererseits war es *nur* der DFB-Pokal. Den hat sogar Nürnberg vor ein paar Jahren mal gewinnen. Für das Triple natürlich wichtig, aber was interessiert mich der DFB-Pokal, wenn ich meinen Champagner aus dem Champions League-Pokal saufen kann!

    Auf geht’s!

  19. Manuel

    Ich bin kein Bayern Fan aber eines muss ich sagen. Der Pep hat sich gestern und erneut in einem wichtigen Spiel Vercoacht! Ich frage mich ganz ehrlich: Ist Pep wirklich der richtige Trainer für den FCB? Deutscher Meister wird der FCB auch die nächsten Jahren ohne Pep da bin ich mir 100% sicher und die anderen Erfolge kann man nicht bestellen. Da auch die Altersstruktur in jüngeren und hungrigeren Spieler von statten gehen sollte/muss denke ich das ein anderer Trainer (Jürgen Klopp) das Ruder übernehmen sollte.
    Denn wie schon gesagt Deutscher Meister wird auch ein anderer Trainer mit dem FCB dafür braucht man keinen Pep und erst recht nicht zu dieser Jahresgage.

    1. Hans

      Erzähl doch bitte keinen Käse. Wenn die beiden Elfmeter gegeben werden ist da Schicht im Schacht. Von wegen vercoacht. Da lach ich mich doch tot! Dafür hat er in etlichen anderen Spielen durch besseres Coaching den Sieg eingefahren.

    2. Südoberfranke

      Wer nach diesem Spiel wieder mal alles in Frage stellt, sollte sich doch bitte selbst hinterfragen. Und ein Jürgen Klopp würde in München noch weniger Freunde vorfinden als Jürgen Klinsmann.
      Wenn Thiago angeschlagen war und Thomas Müller offensichtlich muskuläre Beschwerden hatte mit dem Risiko sich ernsthafter zu verletzen, dann war die Auswechslung zwingend notwendig. Aus. Basta. Was das mit Vercoachen zu tun hat, möge man mir bitte erklären.

      1. Manuel

        Was hat Pep erreicht bis jetzt bei euch? Meister 2 mal hinter einander? WoW das haben auch andere Trainer geschafft! Und das Billiger wie Pep! Magath musste gehen nach 2 Double hinter einander! Das schafft ja nicht mal Pep 2 Double hinter einander!

      2. mika

        Pep hat die Bayern notwendigerweise nach dem Triple weiterentwickelt und macht das auch nächste Saison. Wäre das nicht passiert – wer weiß, ob es dann überhaupt zum ersten Double gekommen wäre.

  20. leti guzmiu

    bestia negra? haha

    1. Südoberfranke

      La Bestia Negra ! Si !

  21. Toll wie du hier nach jeder Niederlage trollst.
    Ich würde dir weniger platitüden und mehr inhaltlich korrekte Aussagen wünschen. Oder ist etwas Freude im Leben.

  22. Tobi

    Effenberg wieder. Der Dauerpessimist und “AllesInFrageSteller”. Nach jeder Bayernniederlage das selbe Spiel mit dir.

    Klopp hat Pep ausgecoacht…eine Lachnummer. Ich weiß nicht welches Spiel du gesehen hast. Pep hat sich vercoacht und den BVB erst wieder ins Spiel gebracht. Bis dahin ist Klopps Matchplan überhaupt nicht aufgegangen. Wechselt Pep anders…Optionen hatte er… wird das Halbfinale locker nach Haus gebracht. Dazu noch ein gewisser Leichtsinn und es stand 1:1. In Klopps Interviews hinterher war es zu merken wie dankbar er war, das sein Team wieder ins Match kommen durfte. Bayern hat das Spiel selbst verschenkt.

    Hier einen Shaqiri ins Spiel zu bringen ist drollig. Der Schweizer hatte viele Chancen, konnte sie nie nutzen und war gefühlt immer ein Fremdkörper. Als ob er dem Spiel eine Wendung gegeben hätte.

    Weil Klopp in München gewinnt von einem “worst case” Fall zu sprechen ist stark übertrieben. Klopp ist auf Abschiedstour. Er hat als BVB Coach uns einige Jahre schöne spannende Duelle beschert und die Bayern gepusht mehr zu geben, was letztendlich im CL Erfolg mündete. Soll er zum Abschied einen Erfolg feiern in Berlin. Wenn das System Klopp uns gestern dominiert hätte würde ich zustimmen aber so … Mund abwischen und gegen Barca alles geben.

  23. Robert P

    Was mich an dem Spiel stört, ist dass Robert Lewandowski wieder zurück aufs Feld geschickt wurde und, obwohl er offensichtlich weggetreten war, nicht direkt wieder runter geholt wurde. Finde ich sehr traurig und frage mich auch wofür man dann eine Arzt am Spielfeldrand braucht. Traurige Aktion vom Arzt, Trainer, Schiedsrichter und eigentlich auch dem Kapitän.

    Ich verliere lieber gegen den BVB, als so mit meinen Spielern umzugehen.

    1. Uli

      Das fand ich im nachhinein auch erschreckend, Lewandowski gehörte in’s Krankenhaus und nicht zurück auf’s Spielfeld. Das da niemand eingreift, hat schon einen schalen Beigeschmack, was wäre passiert wenn er sich mit gebrochenem Kiefer noch mal in einen Zweikampf stürzt? Fehlt unseren Verantwortlichen die Fantasie, dass so etwas noch viel übeler ausgehen kann? Zumal er in der Verfassung ja niemandem eine Hilfe war.

      1. Robert

        Viel schlimmer als als der gebrochene Kiefer, er hatte eine Gehirnerschütterung und das hat jeder im Stadion sehen können, jeder am Fernseher. Was wäre passiert wenn er da hinfällt, ein harten Kopfball nimmt, ein dummer Torwart nochmal die Sportart verwechselt oder irgendein IV denkt er muss nochmal den Ellenbogen rausholen?

        Ich finde da haben ganz viele Leute versagt, der Arzt, der Trainer, der Schiedsrichter, eigentlich auch der Kapitän.

      2. Thomas

        Der “Kicker” liest offenbar mit in diesem Blog (was natürlich für den guten Geschmack des Kickers spricht ;-) :
        http://www.kicker.de/news/fussball/dfbpokal/startseite/626069/artikel_warum-durfte-lewandowski-weiterspielen.html

  24. Marco05

    Also Fakt ist, der FCB hat mit einer Mischung aus Back-Ups und Rekonvaleszenten den BVB perfekt weggespielt. So schwach und regelrecht hilflos habe ich sie lange nicht erlebt. Klopp hat eine Zeit nur noch resignierend auf der Bank gesessen. Das Ding war gelaufen, der Gegner tot.

    Der Schlüssel war Peps Taktik und die Aufstellung. Ihm dann die Auswechslungen vorwerfen…kann man machen. Und vielleicht wäre es auch anders gegangen, aber es ist die ewige Zwickmühle. Thiago schonen wegen dem Schlag, Robben Spielpraxis und positiven Drive verschaffen für Barca, Müller nach kräftezehrenden Wochen etwas zurücknehmen. 1000 Überlegungen, die man in kurzer Zeit hat. Konnte auch keiner ahnen, dass wir in der Zeit einen 180 Grad bruch im Spiel bekommen werden. Normal wird das Ding sicher heimgeschaukelt, Dortmund war am Ende.

    Dass die Mannschaft dann trotzdem in der Verlängerung wieder die Oberhand zurückgewonnen, glasklare Chancen erarbeitet und wieder über 120 Minuten gebissen hat, in diesen Tagen, das verdient den allergrößten Respekt.

    Keine Ahnung, wie das gegen Barca gehen soll. Die Chancen sehe ich ohne Lewy (wovon ich ausgehe, zumindest im Hinspiel) bei 10-20%, vor allem weil Barca grade wie im Rausch ist. Einen Joker haben wir vlt. noch in Martinez. Zusammen mit Benatia/Boateng könnte das defensiv – wenn wir mal Wunder nicht ausschließen bei Barcas Offensivreihe – ein Bollwerk werden. Aber auch wenn das HF Endstation ist, war es in Anbetracht der Umstände eine herausragende Saison!

  25. Dirk

    Ich gönne den Dortmundern ihren Erfolg. Freucht euch richtig! Besauft euch! Dreht von mir aus auch eine Extrarunde über den Borsigplatz. Aber auch der längste Rausch ist irgendwann vorbei. Und wenn ihr aufwacht, spielen die Bayern wieder Real, Barca oder Chelsea, und ihr spielt gegen FK Daugava Daugavpils und FK Buducnost Podgorica.

  26. Done

    Bin wie viele andere hier auch immer noch irgendwie fassungslos und andererseits sauer, dass man dieses Spiel noch aus der Hand gegeben hat. Chancen gabs genug, leider war das BVB-Tor wie vernagelt. Zu Herrn Gagelmann erspare ich mir jeden Komkmentar.

    Zum Barca-Spiel hege ich die Hoffnung, dass Martinaez wieder einsatzklar ist. Wie Marco05 schon richtig schrieb, kann das zumindest defensiv ein Bank werden mit Boateng und Benatia, die mir gestern ausgesprochen gut gefallen haben. Da hätte ich auch vor Messi/Suarez/Neymar nicht übertrieben Angst.

    Wer mich gestern auch wieder überrascht, naja überrascht ist etwas übertrieben…, hat ist Rafinha. Den kann man also auch bedenkenlos als Linksverteidiger bringen, ganz starke Leistung. Er hätte wohl nur gerne öfter den Ball bekommen, so wie der immer gerudert hat. Bernat wie immer ebefalls sehr stark, so können wir gegen Barca bestehen.

    Alonso würde ich gegen Barca eine Pause gönnen, der produziert einfach zu viele Fehlpässe im Aufbau, war gestern wieder erschreckend teilweise. Das kann gegen eigentlich schwache Dortmunder gut gehen, gegen Barca wohl eher nicht. Dafür wünsche ich mir Schweinsteiger von Anfang an auf der 6.

    Lahm (nach Schöpfungspause gegen Leverkusen) und Thiago, der bis dahin seinen Pferdekuss auskuriert hat, davor. Weiser hat mir ebenfalls ausgesprochen gut gefallen, den kann man auch, denke ich, gegen Barca bringen. Würde mich interessieren, wie der sich gegen Jordi Alba anstellt, Schmelzer ist ja da eher kein Maßstab. Zutrauen würde ich Weiser trotzdem die ein oder andere starke Aktion.

    Müller ist einfach Pflicht und zwar über 90 Minuten, aber das dürfte nun auch Pep klar sein. Bei Götze bin ich, wie viele hier, irgendwie zwiegespalten. Der Junge kann doch so viel mehr… Vielleicht gibts ja wieder den “du bist besser als Messi”-Effekt? Zu wünschen wärs ihm.

    Leider bin ich nicht im Bilde, wie es um Pizarro steht. Im Kader ist er ja regelmäßig. Wäre er eine Option als Lewandoswki-Ersatz? Ich denke schon. Ich erinnere mich an ein Spiel vor genau einem Jahr, da hat der alte Mann gegen Bremen noch mal einen Doppelpack rausgehauen.

    Ich sehe uns gegen Barca nicht wie der ein oder andere Schwarzmaler hier chancenlos, Favorit sind wir natürlich leider nicht.

  27. Johannes

    Also unsere Mediziner sind richtige Versager Lewandowski mit so einer Verletzung wieder aufs Spielfeld zu schicken ist der absolute Wahnsinn.Dann bei Robben Muskelbündelriss da konnte es auch wieder nicht schnell genug gehen.Hier muss unbedingt etwas passieren, es kann doch nicht sein das wir unsere Spieler so verheizen.

    1. dek

      Bei Lewa stimm ich zu, aber was soll die medizinische Abteilung bei Robben zaubern? Er war fit. Dass der Muskel reißt, Künstlerpech. Vielleicht ist er ja auch weggerutscht o. ä.

  28. scape

    dieser EFFENBERG ist BVB fan… der schreibt auch seine komments unter yahoo eurosport

  29. ???

    @ JOHANNES
    Bist Du vom Fach?

  30. Nur die SGD

    Was für ein Mädchenverein, jetzt hacken Sie alle auf dem Schiedsrichter rum, ohne Ihr eigenes Unvermögen mal zu analysieren, man hat einfach versäumt den Sack zuzumachen ein 2. TOR zu erzielen, obwohl man klar überlegen war.
    Geld und Überheblichkeit schießt eben doch nicht immer Tore, aber kein Wunder, Scheiss Fans die 0 Stimmung machen können,das hat sogar jede Radio- und Fernsehstationen festgestellt und nur noch Champagnerschlürfende Möchtegern auf den VIP-Tribünen, das ist doch kein Fussballclub, dass ist ein Zirkus.Champions-League verliert Ihr auch

    1. ???

      @NUR DIE SGD
      Kümmere Du dich lieber um die Baustellen in Deinem eigenen Verein.

  31. rotweiss

    hallo SGD – wo gehörst du den hin? dein verein? kaum einer unter uns hat gesagt, der Schiri sei allein schuld, die bayern hätten nach unserer Meinung die tore schon machen können. fans? super, hervorragend, alles gut, teilweise begeisternde Stimmung . da wächst mal wirklich zusammen, was zusammengehört- und nebenbei:

    *** Kommentar editiert, Satz gelöscht. / Jan ***

    das ist hier ein ganz anderes Niveau. wenn du nichts außer dümmlichen Klischees (“champagnerschlürfendblabla”) zu bieten hast – dann zurück in den bayernhasser-kindergarten! da bist du dann unter deinesgleichen…

    1. @ “Nur die SGD” und “Rotweiss”, normalerweise greifen wir nicht in die Kommentare ein, aber hier bitten wir euch etwas Niveau zu behalten und Aussagen a la “hat hier nichts verloren” zu unterlassen. Danke.

  32. förb

    ja alles ganz schön bitter… andererseits, wenn man gegen barca so auflaufen könnte sieht das doch auf dem papier gar nicht so schlecht aus:

    götze müller weiser

    thiago lahm

    martinez

    bernat rafinha
    boateng benatia

    neuer

    1. förb

      1. ich hab keine ahnung was Otze ist. wenn du mich schon dissen willst musst du dich präziser ausdrücken

      2. ich bin zwar nicht beim training dabei… aber wenn martinez im kader steht dann geh ich davon aus, dass er zuvor im training mit dabei war und er prinzipiell fit und eingespielt ist

  33. dek

    Don’t feed the troll steht zwar in jedem Internethandbuch, aber trotzdem:

    7:1 in Rom, 7:0 gegen Donezk, 6:1 gegen Porto, 30 Tore in der Champions League in 10 Spielen, die beste Offensive Europas.

    Mach mal deine Hausaufgaben richtig :-)

    1. dek

      Außerdem kann das kleinreden von Pep nicht so schlecht sein. Statistisch hat er den höchsten Punkteschnitt in der BuLi, 4 Niederlagen in 2 Jahren… so viel hatte Hitzfeld in einer Saison, manchmal sogar in einer Halbrunde.

      Wir stehen im Halbfinale der CL, das ist doch großartig vor allem wenn man die Ausfälle über die Saison hinweg betrachtet. Wir haben die größte Verletztenliste aller CL Topteams. Lahm fiel fast ein halbes Jahr aus, eine Stütze des Teams. Alaba fiel ein paar Wochen aus, jetzt wieder seit ein paar Wochen, eine Stütze des Teams. Ribery fehlt eine große Zeit, eine Stütze des Teams. Für Robben ist die Saison nach Ende März gelaufen, eine Stütze des Teams. Thiago hat die ersten 75 % der Saison gefehlt, eine Stütze des Teams. Schweinsteiger fehlte die erste Hälfte der Saison, eine Stütze des Teams. usw. usf.

      Wir stehen hervorragend da, haben selbst im DFB Pokal nach 120 Minuten nicht verloren, eine Serie die seit Mai 2012 anhält.

      Nun muss halt Boateng im Halbfinale gegen Barca die Tore schießen, aber das hat er ja drauf. ;-) Aber Bayern gibt erst auf, wenn das Halbfinal Rückspiel abgepfiffen ist. Du bist kein Effenberg, weil du hast schon aufgegeben. :-)

  34. Jan

    Vielleicht solltest du deine Aufzählung etwas früher beginnen, um dich mal wieder zu Erden bzw. auf den Boden der jüngeren Geschichte zurückzuholen:

    2009/10 Meister
    2010/11 3. in der BL
    2011/12 2. in der BL und ein Finale

    Der FC Bayern hat übrigens in der laufenden Saison die höchste Quote für Schüsse aufs Tor vs. gegnerische Schüsse aufs Tor und münzt diese am effektivsten in Torerfolg um.

  35. rotweiss

    wer jetzt mit effe, ballack und kahn kommt, der muss einfach zu jung sein, um sich an das teilweise üble gekicke dieser jahre erinnern zu können. jens jeremies ausgenommen – der wollte nie mehr sein als das, was er sein konnte: ein giftiger mittelfeldspieler. und er hat seine Gesundheit = knie im Halbfinale 2001 gegen real geopfert und uns ins endspiel geschossen.

    wenn man 2001 mit heute vergleicht, so ist das ein fußballerischer quantensprung. und wenn man noch weiter zurückgeht, erst recht. wir sehen die besten bayernjahre aller Zeiten. definitiv. was die jahre dieses permanenten erfolgs allerdings in manchen köpfe an anspruchshaltung angerichtet haben, sieht man an solchen Kommentaren. und wenn wir mal nicht meister werden? laden zusperren, mannschaft abmelden, gesamte Führung rausschmeißen?
    geh weida, bua, denk mal ein paar Zentimeter weiter als bis zum tellerrand!

  36. Thomas

    Einen sogenannten “Effenberg” kann doch niemand ernst nehmen.

  37. Elisabeth Sieben

    Im Forum des FCSaarbrücken hat jemand geschrieben, eine Frau ?, dass alles nur zusammenpasst, sogar der Finger auf den Lippen von Guardiola, wenn Bayern den Dortmundern dieses kleine Endspiel schenken wollte – um weiter Konkurrenz in der Bundesliga zu haben.

  38. […] Franck Ribéry auf dem Platz standen. Das holprige Ende der Saison 2014/2015 mit dem Ausscheiden in Pokal und Champions League sowie zahlreichen Niederlagen in der Liga war eng damit verknüpft. Müssen […]

  39. […] Der Plan war also gut und über 60-65 Minuten auch ziemlich perfekt umgesetzt. Dass die Münchner danach für kurze Zeit die Linie verloren und Dortmund für 15-20 Minuten seine Stärken wieder zur Geltung bringen konnte, hatten sich die Münchner vor allem selbst zuzuschreiben. Schon in den Minuten vor dem Ausgleich war spürbar, dass die Konzentration und der Wille, den hohen Aufwand im Auspendeln der Dortmunder aufrechtzuerhalten, nachließ. Die Hereinnahme von Mkhitaryan und leichte Umstellungen bei Dortmund kamen erschwerend hinzu. Auch Guardiolas Wechsel brachten in dieser Phase eher Unruhe herein. Die Gäste gewannen ein paar leichte Bälle, holten Freistöße heraus und trafen mit der bis dato ersten echten Chance im Spiel zum 1:1. Steffen im April 2015 […]

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