EM-Blog: 14 Bayern-Spieler, ein großer Traum – die Vorschau

Justin Trenner 10.06.2021

Wie schon bei den letzten großen Turnieren werden wir auch in diesem Jahr die EM begleiten und dabei vor allem schauen, was die Bayern-Spieler machen. 14 Akteure stellt der Rekordmeister beim Turnier, das erstmals paneuropäisch stattfinden wird und nicht in einem oder zwei festgelegten Ländern – auch die Allianz Arena wird als “Fußball Arena München” ein Austragungsort sein. Das Finale findet in London statt.

Die Bayern stellen ihre Spieler vor allem für Deutschland und Frankreich ab. Auch Polen und Österreich sind aber mit je einem Spieler der Münchner am Start – je nachdem, ob man David Alaba noch dazu zählt. Offiziell geht sein Vertrag bei Real Madrid aber erst im Juli los.

Wir wollen die Münchner Akteure während des Turniers begleiten und nach jedem Spieltag eine Einschätzung liefern, wie sie sich geschlagen haben. Darüber hinaus werden wir immer mal wieder über den Tellerrand schauen. Vielleicht kann sich der eine oder andere Spieler ja so stark in den Vordergrund spielen, dass sich auch für den FCB-Transfersommer noch die eine oder andere Alternative bietet.

Deutschland als große Unbekannte

Nach dem Debakel bei der WM 2018 ist die Skepsis im Land groß. Trainer Joachim Löw hat stark an Kredit verloren und auch die Vorbereitung auf das diesjährige Turnier lief alles andere als optimal. Und so klammern sich nahezu alle, die es gut mit den Deutschen meinen, an Phrasen wie: “Das ist eine Turniermannschaft”, oder: “Wenn es drauf ankommt, sind die Deutschen meistens da.”

Der Kader ist insbesondere nach der richtigen Entscheidung von Löw, Mats Hummels und Thomas Müller wieder ins Aufgebot zurückzuholen, durchaus konkurrenzfähig. Gerade im Mittelfeldzentrum hat der Trainer die Qual der Wahl. Toni Kroos, Ilkay Gündogan, Leon Goretzka, Joshua Kimmich – das ist absolutes Spitzenniveau. Auch im Angriff bieten sich dem Bundestrainer viele verschiedene Spielertypen, die er variabel einsetzen kann. Rund um Leader Müller sind wohl vor allem Kai Havertz, Leroy Sané, Serge Gnabry, Timo Werner und auch Kevin Volland zu nennen, der meist etwas unter dem Radar läuft, mit seinen Läufen aber durchaus wichtig werden könnte. Wenn auch von der Bank.

Traditionell wenig diskutiert werden muss über die Torwartposition. Bayern-Kapitän Manuel Neuer ist längst wieder über jeden Zweifel erhaben und darf sich vielleicht sogar auf eine nun wieder stabilere Abwehr freuen. Antonio Rüdiger hat ein hervorragendes Jahr hinter sich und ist bereit, auch in der Nationalmannschaft unter Beweis zu stellen, dass er ein hohes Niveau gehen kann. Neben ihm kommt mit Mats Hummels ordentlich Erfahrung zurück ins Team. Der Ex-Münchner hat zwar Tempodefizite, aber gerade in der von Löw aktuell präferierten Dreierkette ist das wohl aufzufangen. Sein Spiel mit dem Ball dürfte ein klares Upgrade für den Spielaufbau sein.

Schwächen haben die Deutschen auf den defensiven Außenbahnen und im Sturmzentrum. Ein klarer Vollstrecker geht dem Team ebenso ab wie ein Rechtsverteidiger. Löw hat sich hier selbst unnötigerweise eine große Baustelle aufgemacht, indem er Ridle Baku nicht nominiert hat. Baku dürfte bei der U21-EM ebenfalls auf seine Kosten gekommen sein, für die A-Nationalmannschaft wäre er aber fast noch wichtiger gewesen. Lukas Klostermann ist in dieser Rolle schlichtweg einen Tick zu behäbig und gerade offensiv zu wenig beteiligt. Der Unterschied offenbarte sich, als Kimmich gegen Lettland einsprang. Es ist möglich, dass Löw auch bei der EM umdenkt und Kimmich rechts einsetzt, weil er dort vermeintlich mehr gebraucht wird. Andererseits würde das eine Lücke im Mittelfeld reißen. Keiner der zweifellos großartigen Spieler im Zentrum bringt ein solches Komplettpaket aus Pressingintensität und -genauigkeit sowie technischen Fähigkeiten mit wie Kimmich.

Auch links hinten ist trotz der Qualität von Robin Gosens noch nicht ganz klar, wie gut die Deutschen dort aufgestellt sind. Wird Gosens so eingebunden, dass er seine Offensivläufe nach innen machen kann, ist er durchaus ein Mehrwert für die Mannschaft – wie beim Tor gegen Lettland gezeigt. Oftmals war er aber nicht gut eingebunden. Löws Baustellen könnten am Ende doch zu groß sein. Zumal es gegen Frankreich, Portugal und Ungarn gleich richtig zur Sache gehen wird.

Vieles wird auch davon abhängen, ob die Deutschen endlich eine Struktur finden, in der sich ihre großartigen Einzelspieler wohlfühlen. Löw hat es in den letzten Jahren nicht geschafft, diese zu finden. Dabei geht es auch gar nicht so sehr um die Frage nach der Dreierkette oder ob ein 4-2-3-1 nicht doch besser wäre. Viel mehr ist es problematisch, dass einzelne Spieler noch keine feste und passende Rolle im gesamten System gefunden haben. Beschränkt sich Deutschland gegen Frankreich und Portugal zu sehr darauf, aus Respekt vor dem Gegner in lange Verteidigungsphasen zu rutschen, könnte das fatale Folgen haben. Gerade mit Spielern wie Goretzka, Kimmich oder auch Gündogan ist ein wenig mehr Aggressivität durchaus möglich. Ob Löw aber die Balance aus einem kontrollierten Ballbesitzspiel, einer stabilen Defensive und einem dynamischen Offensivspiel finden kann, ist höchst fraglich. Die letzten Jahre lassen daran zweifeln.

Prognose: Der Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft wird auch bei diesem Turnier wieder maßgeblich davon abhängen, wie die Bayern-Spieler drauf sind. Immerhin sind gleich acht Bayern-Spieler nominiert. Löw dürfte bei seinem letzten Turnier zu großen Teilen auf diesen Block vertrauen, um eine stabile Achse zu haben. Allerdings deutete sich zuletzt an, dass der Bundestrainer ein in Phasen recht passives Mittelfeldpressing spielen lässt. Insbesondere im Bayern-Block gibt es einige Spieler, denen dieser Stil nicht optimal liegt. Die Herausforderung, die einzelnen Spielertypen möglichst gut zusammenzubasteln, könnte am Ende zu groß sein. Deutschland ist trotzdem besser aufgestellt, als viele glauben und durchaus in der Lage, beim Turnier weit zu kommen. Zumal auch die vier besten Gruppendritten in die nächste Runde einziehen. Für den Titel wird es aber wohl nicht reichen, dafür sind die Probleme kurz vor dem Turnier wahrscheinlich zu groß.

Frankreich als großer Favorit

Der Kader der Franzosen dürfte der einzige im Turnier sein, der auf dem Papier keinerlei Schwächen hat. Trainer Didier Deschamps könnte sogar auf fast jeder Position noch einen weiteren gleichwertigen Spieler bringen. Es ist fast schon beängstigend, welche Qualität diese Mannschaft mitbringt. Und schaut man sich die Jugendteams der Équipe genauer an, wird sich daran auch nicht so schnell etwas ändern.

Mit Corentin Tolisso, Kingsley Coman, Lucas Hernández und Benjamin Pavard kann Deschamps auch auf vier Bayern-Spieler zurückgreifen. Interessanterweise war zuletzt vor allem Coman außen vor, während Tolisso die letzten beiden Partien von Anfang an bestreiten durfte. Dabei wich Deschamps sogar von seiner Grundformation ab. Er ließ zweimal ein 4-3-1-2 mit Mittelfeldraute spielen, um ein möglichst kompaktes und spielstarkes Mittelfeld aufzubieten. Auch Rückkehrer Karim Benzema konnte so neben Kylian Mbappé eingebunden werden. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre und die Stärke des Kaders sprechen eine eindeutige Sprache: Der Titel geht nur über die Franzosen.

Allerdings sollten sich andere Nationen nicht gleich aus Angst verstecken. Gerade im taktischen Bereich konnten die Franzosen nie so richtig überzeugen. Selbst beim WM-Sieg vor drei Jahren waren sie zwar gut, aber auch schlagbar. Trotz der enormen Qualität in Mittelfeld und Angriff haben die Franzosen mitunter große Probleme damit, die Räume zwischen den Linien zu besetzen. Stattdessen laufen sich die Spieler teilweise gegenseitig den Raum zu und behindern damit den Spielfluss. Kommen Gegner in diesen Momenten an den Ball, lassen sich die Franzosen auch gern mal überrumpeln.

Die offensive Durchschlagskraft besteht größtenteils aus der enormen Qualität der Einzelspieler und weniger aus wiederkehrenden Angriffsmustern, die eindeutig auf die Trainingsarbeit hinweisen. Das ist natürlich Kritik auf sehr hohem Niveau, ist Frankreich doch trotzdem die Mannschaft, die es erstmal zu schlagen gilt. Aber anders als ihr Kader auf dem Papier ist die französische Nationalmannschaft als Komplettpaket nicht überragend.

Aus Bayern-Sicht wird zudem interessant, ob und wie oft Corentin Tolisso zum Zug kommt. Der zuvor lange verletzte Mittelfeldspieler wurde etwas überraschend nominiert. Da die Bayern offenbar an einem Verkauf interessiert sind, wären viele Einsätze gut, um sich in den Fokus einiger Klubs spielen zu können.

Prognose: Frankreich wird weit kommen und womöglich auch wieder den Titel gewinnen, weil es letztendlich eben doch die Spieler sind, die Fußballspiele entscheiden. Eine simple Rechnung. Für den FC Bayern wäre es nicht so verkehrt, stellen sie doch einige Spieler im Kader der Équipe. Trotzdem denke ich, dass für sie spätestens im Halbfinale Schluss ist, weil ein Gegner einen guten Tag erwischt und die taktischen Schwächen der Franzosen ausnutzen kann.

Polen als One-Man-Show?

Wer “Polen” sagt, muss auch “Lewandowski” sagen. Und wer den Kader der polnischen Nationalmannschaft liest, der entdeckt zwar den einen oder anderen bekannten Namen, wird aber wohl eher nicht auf die Idee kommen, dass das eine große Überraschung des Turniers sein wird. Doch das könnte eine Fehleinschätzung sein. Mit Paulo Sousa haben die Polen einen sehr interessanten Mann an der Seitenlinie, der viel Flexibilität und Unterhaltung verspricht.

Gerade weil viele Nationalmannschaften eher für Stabilität, Rhythmus und ein eingespieltes System stehen, stechen die Polen hervor. Bei Sousa kann man sich nie sicher sein, welche Formation er letztendlich auf den Rasen bringt. Und selbst wenn man dann weiß, welche Zahlenkombination es ist, ist die Umsetzung längst nicht klar. Eine Dreierkette mit dem Ball wird unter ihm gern auch mal zur Viererkette ohne Ball und andersherum.

Sousa ist erst seit Januar 2021 für den polnischen Verband tätig, was die Einschätzung nochmals erschwert. In den bisherigen fünf Spielen war Polen jeweils immer taktisch anders ausgerichtet. Und auch strategisch reicht das Spektrum von einer defensivorientierten und abwartenden Ausrichtung bis hin zum Angriffspressing. Beeindruckend ist aber vor allem, was Sousa aus dem Positionsspiel der Mannschaft in Ballbesitz gemacht hat – trotz der kurzen Zeit.

Polen ist mehr als Robert Lewandowski.
(Copyright: xFotoxOlimpikx / Imago Images)

Es wird für viele Gegner bei der EM schwer sein, diese Mannschaft zu Ballverlusten zu zwingen. Oder präziser: Zu Ballverlusten, die direkt in gefährliche Konter umgemünzt werden können. Ein Schlüssel für das gute Positionsspiel ist Grzegorz Krychowiak, der neben, ja wirklich neben(!) Lewandowski als der wichtigste Spieler bezeichnet werden kann. Der Sechser organisiert seine Mitspieler, positioniert sich klug als erste Anspielstation im Spielaufbau und verteilt die Bälle weiter.

Allgemein ist das Freilaufverhalten der Mannschaft überdurchschnittlich gut. Es ist damit zu rechnen, dass die Polen bei der EM eine Rolle spielen können. In jedem Fall aber könnte die Ausrichtung von Sousa auch Bayern-Stürmer Lewandowski entgegenkommen, der in den letzten Jahren sein Land nahezu allein durch die einzelnen Spiele tragen musste. In diesem Jahr ist er zwar wieder der alles überstrahlende Superstar, aber kann sich womöglich auf ein stärkeres Team verlassen. Polen ist vielleicht so etwas wie die Antithese zu Frankreich: Taktisch sehr stark und extrem flexibel, dafür aber individuell in vielen Bereichen nicht so gut besetzt. Auch an der Ordnung in Umschaltmomenten wird Sousa noch arbeiten müssen, um weit zu kommen. Denn hohe Flexibilität erfordert gerade bei ungeplanten Ballverlusten oder im Gegenpressing eine gewisse taktische Sauberkeit, die nicht immer gegeben ist bei den Polen. Auch weil Sousa eben noch nicht lange da ist. Dass Stürmer Arkadiusz Milik ausfällt, ist zudem ein großes Handicap.

Prognose: Polen wird viele überraschen. Dass eine polnische Nationalmannschaft in ein Viertelfinale der Europameisterschaft einziehen kann, ist jetzt vielleicht nicht der Geheimtipp, auf den niemand kommen würde, aber auch das “Wie” wird viele begeistern. Es ist durchaus möglich, dass die französische Antithese dann im Viertelfinale auf Frankreich trifft. Das wäre ein spannendes Duell. Und vielleicht sind die Polen ja sogar die Mannschaft, die einen guten Tag erwischt und Frankreichs taktische Schwächen ausnutzen kann. Wer weiß?

Österreich als Bundesliga-Vertretung

Über Österreich wurde zuletzt viel geschrieben. Ein großes Thema war immer wieder, dass die Nachbarn auffällig viele Spieler aus der deutschen Bundesliga stellen. Darunter auch David Alaba. In einer Gruppe mit der Niederlande, der Ukraine und Nordmazedonien ist ein Weiterkommen für die Österreicher Pflicht. Danach wird es je nach Platzierung komplizierter. Schon im Achtelfinale drohen beispielsweise Italien oder Frankreich.

Die Stimmung ist bei den Österreichern trotz eines eigentlich recht ordentlichen Kaders eher schlecht. Kaum jemand traut ihnen bei der EM einen großen Erfolg zu und kaum jemand ist überzeugt davon, dass dieses Team funktioniert, wenn es drauf ankommt – quasi die Antithese zu Deutschland? Egal. Viele Österreicher sehen in Trainer Franco Foda den Fehler. Zu behäbig wirkten die Österreicher in ihren letzten Länderspielen, zu wenig Dynamik kam auf den Platz. Gegen den Ball sind sie zwar gut organisiert, aber mit dem Ball machen sie zu viele einfache Fehler.

Bei der EM wird alles davon abhängen, ob Foda es schafft, aus den vielen guten Einzelspielern eine Einheit zu formen, die all ihre Probleme in den vergangenen Monaten vergessen kann. Denn auch intern soll es zuletzt viel Unruhe gegeben haben. Für Noch-Bayern-Spieler Alaba wird es ebenfalls ein wichtiges Turnier. Anfangs noch verehrt, bröckelte auch sein Status in den letzten Jahren im Heimatland. Mit einer guten EM kann er da sicher einiges reparieren. Als Schlüsselspieler, der zuletzt wieder auf der linken Außenbahn eingesetzt wurde, wird er vorangehen müssen. Etwas, was ihm in seiner Karriere nicht immer lag.

Prognose: Manchmal sind es ja gerade die offensichtlichen Tipps, die nicht hinhauen. Trotzdem traue ich Österreich nur wenig zu. Vielleicht schaffen sie es knapp ins Achtelfinale, aber spätestens da ist dann Schluss. Ein Jammer, haben sie doch viele interessante Spieler in ihren Reihen.

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Munich Legend
  1. Sturkopf Löw macht den gleichen Fehler wie Kovac.
    Kimmich auf den Verschiebebahnhof ist eine groteske absurde jämmerliche Fehlentscheidung!

    Kroos und Khedira waren 2018 Schweizer Käse löchrig, das sich alle drauf gefreut haben gegen die zu spielen.
    Jetzt soll der im CL auf der 6 versagende Gündogan neben Opa Kroos spielen.
    Da werden sich Kante Pogba und Rabiot und die Portugiesen die Hände reiben.
    Das Desaster ist vorprogrammiert.

    Es sei denn Löw holt sich Rat bei Flick

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Es wäre nett, wenn du dich wenigstens darum bemühen würdest, deine Worte bewusst zu wählen und nicht die erstbesten zu nehmen, die dir in deiner emotionalen Abneigung einfallen. Macht die Diskussion anschließend auch einfacher, weil ich dir dann nicht unterstellen muss, dass da nur die Abneigung aus dir spricht und wir dann beim Thema bleiben könnten.

  2. Wer noch eine Kicktipp-Gruppe sucht, kann gern hier mitmachen: https://www.kicktipp.de/miasanrot-kicktipp2/

    Die erste Gruppe ist bereits voll.

  3. Ich freue mich sehr, dass Ihr meine launige Idee gleich umgesetzt habt. :-)

    Nachdem Ihr FRA und DE schon “raus schreibt” – wer soll denn dann gewinnen?

    Auch wenn ich 918s Tonfall zum 918. Mal daneben finde: In der Sache sehe ich es ähnlich. Kimmich hinten anstatt im ZM – da werden sich die Gegner freuen.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich hatte das gelesen und musste etwas schmunzeln. Geplant hatte ich es ohnehin schon und mich in den letzten Wochen intensiv mit den Nationalmannschaften beschäftigt, weil ich es zuvor aus Antriebslosigkeit hab schleifen lassen. Während Corona war mir der Länderspielzirkus genau die eine Nummer zu viel. Jetzt habe ich aber wieder Lust drauf und freue mich auf die EM.

      Wir hatten ja 2018 auch den WM-Blog und das stieß ebenfalls auf viel Interesse. Wenn euch besondere Themen interessieren während das Turniers dann schreibt es gern rein, ich lese meist mit.

      Was 918 angeht: Ja! In der Sache hat er durchaus valide Punkte. Hat er sogar ziemlich oft. Aber die Art und Weise missfällt mir und trägt dazu bei, dass das Klima hier so ist, wie es halt manchmal ist.

      1. Deinen letzten Punkt zu 918 unterschreibe ich voll und ganz. Ich hoffe, er liest das auch ohne 917 Wiederholungen und überdenkt seinen Stil. :-)

    2. Ok war etwas drastisch formuliert, sollte nun aber nicht in irgend einer Weise provozieren. Leider zeichnen sich einige gravierende Fehlentscheidungen ab:

      1. Wenn man Müller zurückholt, dann kann man einfach keine 3er Reihe mit 3 IV spielen.
      2. Der stärkste IV zZt ist Rüdiger (eigentlich unfassbar denn noch vor 6 Monaten konnte der keinen 2 Meter Pass an den Mann bringen),und zwar auf LIV, also der Position wo Hummels spielt. Auf RIV war Boateng über die Saison der beste IV- ergo hätte ich auch nicht Hummels sondern Boateng zurück geholt. Hummels hat in der 3er Kette unter Favre nie gut ausgesehen, Rüdiger braucht aber mMn neben dich einen starken Ruhepol, den er bei Chelsea hat, und der Hummels nicht sein wird. Mit Hummels und Rüdiger sollte man dann zumindest auch 4er Kette spielen.
      3. Im Zentrum müssen natürlich Kimmich und Goretzka und davor Müller spielen. Da Goretzka im Auftaktspiel noch nicht fit ist, sollte man Gündogan auf die 8 stellen wo er über die Saison sehr stark gespielt hat.
      Kroos und Gündogan im Zentrum wird nicht funktionieren. Kroos funktioniert bei Real nur mit Casemiro im Rücken, Gündogan bei ManCity mit Fernandinho oder Rodri. Im CL Finale war doch genau das Problem, das Gündogan plötzlich auf der 6 spielen musste und defensiv völlig überfordert war. Und die beiden klassischen 8 er sollen ohne Absicherung vor dem langsamen Hummels das Zentrum beherrschen? Die besten Spieler müssen immer auf ihren besten Positionen spielen, und das ist bei Kimmich glasklar die 6. Ihn auf die Aussenbahn zu verfrachten ist ein Fehler, insbesondere gegen starke Gegner wie Frankreich und Portugal.
      4. In Sturm konnte man eigentlich mehr von Volland erwarten, denn bei Monaco hat er eigentlich als Zielspieler sehr gut den Ball halten können, und ist gut in das Kombinationsspiel eingebunden. Hat er hier leider nicht gezeigt. Deshalb würde ich Havertz aufstellen mit Gnabry und Sané.

      Neuer
      Ginter Hummels Rüdiger Gosens
      Kimmich Goretzka/Gündogan
      Sane Müller Gnabry
      Havertz

      Leider wird Löw aber wie gegen Lettland beginnen und den Fehler nicht korrigieren.
      Wie 2018

      1. sehe es mit Kroos und Gündogan genauso, offensiv Wahnsinn , aber defensiv, ärgere mich,das Ridle Baku nicht dabie ist. Ginter ist rechts offensiv einfach zu schwach. Sane , sorry, langt für mich gerade nicht für die erste ELf, er sit einer der in Führung liegend super um die 70 gebracht werden kann, denn er ist der Konterspieler schlechthin,aber wenn er keinne Platz hat, kommt er nciht vorbei, wie oft er sich fest dribbelt und es mit einem Ballverlust endet. Sehe Musiala und Havertz vor ihm.

      2. @rookie: In einer perfekten Mannschaft sollte das Ziel sein, dass die Außenbahnspieler sowohl defensiv als auch offensiv auf hohem Level performen können. Bei einer EM haben die meisten Nationen aber größtenteils mindestens auf einer Position das Problem, dass sie nicht alle Mannschaftsteile mit internationalen Topspielern abdecken können, weil es der Fundus aus Spielern aus dem eigenen Land einfach nicht hergibt. Dann gilt es halt Kompromisslösungen zu finden und da ist mir der defensiv stabile AV Ginter allemal lieber als Kimmich auf rechts. Kimmich mag zwar auf dieser Position das bessere Gesamtpaket sein, aber sein Fehlen kann mMn im zentralen Mittelfeld nicht kompensiert werden, vor allem nicht, wenn es darum geht, kämpferisch dagegenzuhalten und Umschaltsituationen zu unterbinden, da ich Kroos und Gündogan das einfach nicht zutraue und Goretzka noch nicht spielfit ist.
        Höwedes hat als linker Verteidiger alle 7 Spiele bei der WM 2014 bestritten. Wir wurden weder wegen ihm noch trotz ihm Weltmeister, sondern er war einfach ein solider Part der WM-Mannschaft, weil er half, seine Seite defensiv zuzumachen und hin und wieder gute Pässe auf die Außenspieler spielte. Man sieht, dass man also mindestens eine “Kompromisslösung” in der Mannschaft haben kann und trotzdem noch den maximalen Erfolg erreichen kann, wenn der Rest des Teams aus international erfahrenen Einzelkönnern besteht, die allesamt auf ihren stärksten Positionen spielen. Von daher würde ich auf der Position des AV noch am ehesten Abstriche in Kauf nehmen und dann eher darauf Wert legen, dass die AV defensiv sicher stehen. Natürlich wäre offensiver Impact nicht schlecht, aber bei unserer namhaften Offensive liegt es im Fall zu weniger erzielter Tore eher am Versagen der Offensivstars als an der fehlenden Unterstützung durch einen AV. Schafft der Defensivverbund es, die Anzahl an Gegentoren einigermaßen gering zu halten, dann würden auch mal 1 oder 2 Tore für einen Sieg reichen und das sollte bei einer einigermaßen normalen Chancenverwertung durchaus drin sein. Dass sich unsere Offensive in einem Spiel keine Chancen erspielen wird, kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen. So gut, dass man das Flicksche Prinzip von “Egal wie viele Tore wir hinten kriegen, vorne machen wir halt eins mehr” bedingungslos umsetzen kann, ist man dann allerdings auch nicht. Spiele wie unser 4:3 gegen Hertha sollte die NM also dann doch zu vermeiden versuchen.

  4. Also ich traue der N11 dieses Mal nicht viel zu. Mir sind in der Mannschaft zu viele Spieler, die weder qualitativ den Unterschied machen noch – und das ist viel wichtiger – von der Mentalität her passen. Toni Kroos spielt meist nur dann gut, wenn es ohnehin läuft. Aber nimmt er ein Spiel in die Hand? Da muss man dann schon eher auf Gündogan hoffen. Aber hat er das Standing in der Mannschaft? Bei Gnabry und Sané sehe ich zu wenig Konstanz und auch sie sind keine Spieler, die das Spiel an sich reißen, wenn es nicht läuft. Eigentlich gilt das für die gesamte Offensive. Da sind kaum Spieler, die sog. go-to-guys sind. Wem vertraut man und sucht man, wenn es schwierig wird? In der Defensive oder im Mittelfeld wären da mit Kimmich, Neuer und Hummels schon eher Spieler, wobei Hummels durch immer mal wieder schwankende Leistungen auch nicht dafür prädestiniert ist. Zudem haben wir auf den AV-Positionen nun wirklich keine Qualität. Wenn es in dem Turnier weit gehen soll, dann muss schon sehr viel passen.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich glaube schon, dass Müller, Kimmich, Hummels und Neuer eine echte Achse sind. Die Reporter vor Ort haben ja allesamt auch berichtet, dass allein die Kommunikation auf dem Platz um Welten besser war zuletzt als in den anderen Spielen davor. Ich bin gespannt. Ich glaube schon, dass die N11 viele überraschen kann. Aber andererseits glaube ich nicht, dass sie den ganz großen Wurf packen.

    2. +1, ich denke auch, dass die N11 diesmal kein Topteam stellt. Die Offensive ist brillant besetzt, aber hinten sind Löws Männer viel zu instabil.

      Auch das Gesamtkonzept, sprich die Spielidee, überzeugt mich nicht: Hinten mit 5 Verteidigern zu spielen, würde die Mannschaft in ihrer Offensivstärke einschränken, zumal das Personal damit nicht gerade hochwertiger wäre.

      Am besten zum Personal passend erscheint mir ein 4-2-3-1, wobei das 2 defensiv starke 6er / 8er erfordert. Die Defensivqualität hat aber nur Kimmich – Gündogan und Kroos nicht.

      Auch einen starken Zielspieler vorne vermisse ich.

      Fazit: Es kann schon in der Gruppenphase schief gehen, hoffe ich aber nicht. VF ist machbar, alles andere wäre eine angenehme Überraschung.

  5. Auch wenn’s damals Weltmeisterschaften waren: Die aktuelle Erwartungshaltung bei mir ähnelt der von 1986 oder 2002 (ja, so alt bin ich – nu isses raus…).
    Damals gab im Vorfeld kaum einer etwas auf die Adlerträger. Irgendwie wurschtelten die sich plötzlich ins Finale. Mittendrin gab es Grottenkicks (1986 gegen Marokko & Mexiko, 2002 gegen Paraguay & USA). Nachdem man sich partout nicht gegen den Finaleinzug wehren konnte, zeigten die DFB-Vertreter im letzten Spiel ihre beste Leistung – um dann prompt zu verlieren. Tünn und Titan wurden zu tragischen Helden…
    Für EM-Nostalgiker liegen in der ARD-Mediathek einige Turnier-Rückblicke bereit: https://www.ardmediathek.de/sport/

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. @Mitschnacker: Ich hatte auch 2014 keine gute Vorahnung, … bis zu einer recht intensiven Feier, wo ich um halb fünf in der früh proklamierte, wir würden Weltmeister (aber da hatte ich vermutlich aufgrund des Genusses eines heiligen keltischen Getränks Kontakt mit höheren Mächten :-).

      1. Und 2021? Schon gefeiert?
        Ich versuche es mal mit einem allseits bekannten bayrischen Nationalgetränk. Vielleicht hilfts?

  6. Ich sehe Deutschland aus den Gründen, die oben bzgl. der Spieler und Mannschaftsteile genannt werden, auch nicht als “Favorit”. Das sind für mich FRA… und … hmm. dann tu ich mich schon schwer. Sind die Engländer diesmal so gut, wie die Namen vermuten lassen? Was bringen die Italiener und Spanier auf den Platz? Keine Ahnung. Sind die Belgier so gut wie viele denken? Ich werde mir da erst während der Vorrunde eine Meinung bilden.

    Zu Kimmich: Ich sehe die Überlegung, ihn rechts einzusetzen, nicht als so klaren Fehler an. Aber nicht wegen der Alternativen auf der “6”, sondern auf der Außenbahn. Das ist aus meiner Sicht der schwächste Mannschaftsteil und könnte mit ihm deutlich an Qualität gewinnen. Ob das gegen FRA eine gute Idee ist, darf man durchaus kritisch diskutieren.

    Spannend wird aus FCB Sicht aber bei dem Turnier auch, was die Leistungen dort für den Transfermarkt bedeuten. Bekommen wir plötzlich gute Angebote für Tolisso und Coman? Bei letzterem scheint (bei aller Vorsicht bzgl. Wahrheitsgehalt der Meldungen) Gehaltsmäßig jetzt auch der Größenwahn ausgebrochen zu sein…Ich denke ja, dass auf der kolportierten Barca Streichliste etliche interessante Namen sind, die zu einer vernünftigen Ablöse zu haben wären. Aber auch die sind natürlich Gehaltsmäßig “versaut”. Wobei: Wenn ich lese, dass Aguero jetzt für “nur” 8 Mio (Fixum, da kommt natürlich noch was drauf!) im Jahr spielt (davor: 23 Mio!), dann wundert mich, dass Wijnaldum und wir nicht zusammengekommen sind. Scheinbar haben ein paar Spieler schon eingesehen, dass Gehälter nicht immer weiter steigen werden…

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    1. Kimmich als RV macht aus meiner Sicht in einer 3er/5er-Kette keinen Sinn. Kimmich braucht als AV einen Mitspieler auf dem Flügel, den er unterstützt und der ihn unterstützt. In den bisherigen Spielen sah das aber nicht sonderlich danach aus. Gosens auf links ist da besser unterwegs, da anscheinend etwas schneller und dribbelstärker (dafür aber taktisch deutlich schwächer). Aber das Spiel über die Flügel ist m.E. nicht sonderlich gut bei der N11 gewesen in den letzten Spielen. Insofer wäre eine 4er-Kette und dann auch 2 Flügelspielern für Kimmich besser geeignet, wenn man ihn denn schon in die Abwehr zurückziehen möchte. Aber solange Goretzka fehlt, haben wir dann keine defensiven 6er von Format (nein Can kein kluger Abräumer – immer, wenn er gegen starke Gegner spielen muss kommt er zu oft zu spät und spielt auch zu viele Fehlpässe).

  7. Ich freue mich auch schon richtig auf die EM. Das liegt vor allem daran, dass ich die meisten Teams kaum richtig einschätzen kann und schon sehr gespannt bin, wie sie sich schlagen.
    Klar, großer Topfavorit ist Frankreich. Ein unfassbarer Kader, gespickt mit Weltklasse Spielern aus Weltklasse Vereinen. Die können sich wahrscheinlich nur selber schlagen. Eventuelle Schwäche könnte der Team Geist sein, weil einfach zu viele Top Spieler keinen Stammplatz haben und jeder dann auf sich schaut und im Spiel glänzen möchte. Kleine Anzeichen dazu sieht man ja schon in den aktuellen Aussagen Girouds, der sich darüber beschwert, zu wenig angespielt zu werden.

    Alle anderen Teams sind für mich Wundertüten, die ein erfolgreiches Tippen fast unmöglich machen.
    In der Gruppe A stehen mit Türkei, Schweiz und Wales drei ähnlich starke Teams. Nur Italien ist etwas darüber anzusiedeln, da sie inzwischen wieder eine optimale Mischung aus Erfahrung und Jugend aufweisen können. Traditionell ist es gegen Italien immer schwer, ein Tor zu erzielen und vorne lauert Immobile!

    Am klarsten ist es noch in Gruppe B. Mit Dänemark und Belgien sind hier zwei Geheimfavoriten, die beide im Turnier weit kommen können. Russland und Finnland dürften keine Chance haben, wenigstens einen der vier besten Dritten zu ergattern.

    In Gruppe C ist wiederum alles möglich. Holland, Österreich, Nordmazedonien, Ukraine. Bis auf Holland, liegt die Stärke bei allen eindeutig in der Defensive. Und das ist keine schlechte Voraussetzung für ein Weiterkommen. Eine Prognose ist hier äußerst schwierig, da Holland im Augenblick auch nicht den stabilsten Eindruck macht.

    In Gruppe D hat England zwar Heimvorteil, aber im ersten Spiel gegen aggressive Kroaten müssen Sie erstmal bestehen. Und das Derby gegen Schottland ist auch noch nicht gewonnen. Einzig Tschechien wird in der Gruppe wohl keine Chance haben.

    Gruppe E ist wieder Wundertüte par Excellence. Spanien lange nicht mehr so stark wie früher und Corona gebeutelt. Schweden ohne Ibra, aber dafür top eingespielt und abwehrstark. Polen hätte ich zwar nicht so stark eingeschätzt wie Justin, aber dafür fehlen mir wahrscheinlich zu viele Informationen. Bisher hat Lewy in den Turnieren für Polen selten überzeugt. Ich denke, es fehlen ihm die entsprechenden Mitspieler. Glaube nicht, dass sich das diesmal ändern wird, aber Justins Argumentation mit dem neuen Trainer ist nicht von der Hand zu weisen. Und Slowakei? Keine Ahnung!

    Tja, und wie schlägt sich Deutschland in der Hammergruppe F? Aus meiner Sicht hängt alles vom ersten Spiel gegen Frankreich ab. Wenn das nicht verloren wird, dann kann ich mir einen Durchmarsch bis ins Endspiel vorstellen. Taktisch gesehen bin ich zwar auch kein Freund des 3-4-3, weil ein offensiver Spieler weniger auf dem Platz steht, aber vielleicht ist dies im Turnier gar nicht so relevant, weil es auf den Teamgeist und den Flow ankommt und nicht, ob Kimmich 1 % pressingresistenter als Kroos ist. Mit Kimmich auf rechts und daneben Gündogan und Kroos ist schon eine brutale Spielstärke im Mittelfeld vorhanden, die zusammen mit der Technik Harvards, der Unberechenbarkeit Müllers und der Abschlußstärke Gnabrys durchaus auch Teams wie Frankreich und Portugal vor große Probleme stellen kann. Also ich bin optimistisch und freue mich drauf!

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    1. “Technik Harvards”
      Auch Berkeley, Stanford und Yale sollen in technischer Hinsicht durchaus den Doktorhut aufhaben. ;-)

  8. Coman ist meiner Meinung nach schon immer größenwahnsinnig gewesen. Kaum spielt der mal zwei Saisons mehr als ein Drittel der Spiele, will er schon zum Topverdiener aufsteigen. Coman hat doch in seiner Zeit bei uns, mehr Gehalt fürs nicht spielen (weil verletzt) erhalten, als fürs spielen.

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    1. Vor allen Dingen sollte er sich erinnern, wie loyal sich unser Verein ihm gegenüber immer verhalten hat

  9. @willy
    danke für diene differenzierte Antwort, finde sie überzeugend. Ich würde tatsächlich zumindest gegen Frankreich auch Kimmich MF spielen lassen und Ginter RM. Gegen Frankreich ist ne Defensivvariante auf der Außenbahn bestimmt kein Fehler. Ich traue Kroos und Gündogan defensiv zu wenig, wenns läuft,können die sich berauschen, aber gerade Kroos ist für mich keiner, der sich dagegen stemmt, wenn das Momentum gegen einen ist. Sein Phlegma/Schüchternheit war schon immer sein einziger Schwachpunkt. Da kann Kimmich mal ne Wachrüttler Grätsche ansetzen etc. Gündagon hat hier , auch körperlich, zugelegt.Süle fände ich für RV auch spannend , hat mir bei Bayern gut gefallen, finde ich zu Ginter ein offensives upgrade und er ist sauschnell auch wenn es nie so aussieht. Aber er ist ja wohl mal wieder nicht austrainiert, wie kann das bei einem Profi auf dem Level sein? Das ist dann ja in der Häufung ein Mentalitätsdefizit und spricht für einen VErkauf. Wie gesagt ,ärgere ich mich dass Ridle Baku nicht dabei ist , vom U21Titel kann sich niemand was kaufen außer eine hohe Anspruchshaltung. Alos wenns doof läuft gibts mit nem Schönspieler MF Gündogan/Kroos gleich ne Packung im ersten Spiel.

  10. heute noch folgende Überlegung im Netzt entdeckt. In der Defensive rückt Gosens nach hinten, so dass aus der 3er eine Viererkette wird, Kimmich rückt ein und verdichtet mit die Mitte. Also in der Defensive ein 4-3-3 in der Offensive ein 3-4-3. Wenn zwischen Vierekette und MF 3er Kette wenig Abstand ist, das Mf sich also fallen lässt, könnte das was sein, oder ?Frage mich nur, wie Kimmich, wenn er gerade vorne einen Vorstoß außen hatte, bei Ballverlust so schnell nach hinten kommt?

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    1. Aus meiner Sicht wird andersrum ein schönerer Schuh draus. Die Kette war ja gegen die Letten schon asymmetrisch angelegt. Ginter spielte rechts breiter. Da jedoch rückte Kimmich dann weit auf. Er könnte stattdessen auch einrücken und die rechts Seite Flexibel von Müller/Gnabry/Sané besetzt werden. Aber AV-Einbindung war noch nie Löws Glanzdisziplin, glaube daran eher nicht – wenn situativ und eher zufällig. Gegen den Ball scheint er auf die 5er Kette zu setzen. Und das ist ggf. auch keine so schlechte Idee, denn Kroos und Gündogan sind beide keine Staubsauger auf der Doppelsechs. Für die klassische Viererkette mit Kimmich in einem Dreier-Mittelfeld hat man ohnehin nicht ausreichend Außenstürmer dabei.

    2. Kann man drehen wie man will- Kimmich aus dem Zentrum zu nehmen ist schlicht Schwachsinn.
      Genauso blödsinnig wäre es Kante zum Schienenspieler zu machen weil Pavard nicht offensiv genug ist.

      1. Blödsinn. Schwachsinn.
        Tolles Vokabular.

      2. Wenn andere User diese Begriffe hier verwenden, wohlfarth, dann störst Du Dich nicht daran – warum?

  11. Was mir an der Variante “Kimmich auf rechts” gegen Frankreich gar nicht gefällt ist, dass auf der linken Seite der Franzosen ein gewisser Lucas Hernandez spielt.
    Da fliegen die Funken und einer der beiden humpelt verletzt vom Platz und das kann ich aus Bayernsicht gar nicht gebrauchen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Einem unserer Spieler wird Lucas so oder so über den Weg laufen. Gnabry, Sane und auch Müller kommen ja auch ganz gerne Mal über unsere rechte Seite. Bei Kimmich ist die Gefahr allerdings wirklich am größten, dass sich beide verletzen, weil keiner auch nur einen Millimeter zurückzieht.

      1. Sorgen mache ich mir auch nur um Kimmich.
        Sane und Gnabry werden jedem Zweikampf mit Hernandez aus dem Weg gehen und Müller, der labert ihn voll.

      2. Dem Müller traue ich auch alles zu. Der wird wahrscheinlich auch schreien: “Lucki draufgehen!” wenn Frankreich gerade im Ballbesitz ist.

  12. Ein Mitspieler ringt mit dem Tod – und einige Minuten später wird die Partie einfach fortgesetzt.
    Und die dünne Zeitung mit den dicken Buchstaben hält mal wieder voll drauf: https://bildblog.de/128900/bild-de-zeigt-kollabierten-christian-eriksen/
    Merkwürdiger Tag…

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    1. @Mitschnacker

      Das mit Christian Eriksen war heftig. Das hat mich sehr mitgenommen und es war ein komisches Gefühl.

  13. Habe gestern Højbjerg spielen sehen und überlegt wieviele „ehemalige“ bei der EM unterwegs sind. Hat da jemand einen Überblick? Zumindest Højbjerg wäre in unserer aktuellen Mannschaft nicht schlecht aufgehoben….

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    1. Da gibt es tatsächlich einige. Man könnte fast schon eine Elf aus unseren Ehemaligen formen.

      Can-Hummels-Friedl-Alaba
      Höjbjerg-Thiago-Kroos
      Shaqiri-Perisic-Sanches

      Nur ein Torwart fehlt nach meiner Erinnerung.
      Wäre das eine eingespielte Elf, dürften die meisten EM-Teilnehmer erhebliche Probleme mit dieser Mannschaft haben.

  14. Ich als Öschi sage, mit den Legionären welche zur Verfügung stehen müsste die Mannschaft mindesten auf dem Niveau wie die Schweiz perfomen können aber nicht mal das bringen sie zustande. Hauptgrund für mich sind die Teamchefs welche in meinen Augen maximal 3. Liga Niveau haben und damit beleidige ich schon so manch Trainer aus der 3. Liga. Der zweite Grund ist die Einstellung der Spieler, manche scheinen da nur mitzulaufen damit sie mal ein solches Turnier erleben dürfen und blos keine Verletzung riskieren.
    Von daher bin ich niemanden böse wenn über die Öschi N11 Spiele der Mantels des Schweigens gehüllt wird.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Na ja, wenn das Ergebnis so bleibt wie jetzt gerade (Halbzeit), dann habt Ihr zumindest schon mal gegen Nordmazedonien schon besser performt als wir : – )

    2. Siehst Du! Ihr seid besser als wir : – )

  15. Dazu gibt es eigentlich keine zwei Meinungen. Und doch… Was gehen mir die Zuschauer im Stadion auf die Nerven! Vorbei die Zeit des konzentrierten Blicks auf die Ästhetik des Spiels; vorbei die Zeit der ruhigen Tonspur, die das Kommando des Trainers und die Kommunikation der Spieler hörbar machte; vorbei die Zeit ohne nationalistisches Gejohle und Auspfeifen von unschuldigen Spielern des Gegners; vorbei die Zeit ohne Zwischenschnitte auf trunkene Narren und Adabeis, die ausflippen, wenn sie auf einem Stadiobildschirm bemerken, gefilmt zu werden.

    Ach, vorbei die bessere Zeit.

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