Die David-Alaba-Frage – 4 Szenarien und ihre Bedeutung für die Bayern

Alexander Trenner 18.09.2020

Im Folgenden schaue ich mir jedes dieser vier Szenarien kurz im einzelnen an und lege dabei den Fokus auf ihre Bedeutung für den FC Bayern. Dafür bewerte ich jedes Szenario anhand von vier Kategorien: Welche Auswirkungen hat es finanziell (die Finanzen der Bayern), gehaltsstrukturell (die Balance der Gehaltsstruktur im Kader), imagetechnisch (Das Außenbild des Vereins), und sportlich für die Bayern? Die Auswirkungen in jeder Kategorie bewerte ich anhand einer Bewertungsskala von – -/-/0/+/++.

Szenario 1 – Verlängerung zu Alabas Wunschkonditionen

David Alabas Vertrag wird für die medial kolportierten fünf Jahre à €20m+ Gehalt pro Jahr verlängert. Für Alaba wäre dies das Optimalszenario, für den FC Bayern wiederum hätte es schwerwiegende finanzielle, gehaltsstrukturelle und imagetechnische Implikationen:

Finanziell: – –
Mit einem Gesamtpaket von ca. €100m-€125m über fünf Jahre wäre Alaba auf einen Schlag der teuerster Spieler im Kader der Bayern, sowohl bezüglich des Jahresgehalts als auch der insgesamten Kapitalbindung. Hinzu kommt, dass Alabas voraussichtlicher Marktwert (= Wiederverkaufswert) beim projizierten Vertragsende altersbedingt nur noch mäßig bis gering sein dürfte.

Gehaltsstrukturell: – –
David Alaba bezöge ab Unterschrift das höchste Gehalt im Kader, noch vor den aktuellen Topverdienern Robert Lewandowski und Manuel Neuer. Dies würde eine substanzielle Erschütterung der aktuellen Gehaltsstruktur im Kader bedeuten, reichhaltiges Potenzial für Neid und Missgunst unter den Spielern säen (“Wieso gerade der?” “Das habe ich auch verdient!” “Ich bin doch mindestens genauso wertvoll für das Team!”), und im Endeffekt eine Beschleunigung der Gehaltsspirale nach oben auslösen, weil nicht nur die Stars bei der nächsten Vertragsverlängerung, sondern auch zukünftige, neue Spieler vor der Unterschrift ihre Gehaltsvorstellungen nach oben anpassen würden.

Imagetechnisch: –
Eine Verlängerung zu Alabas Konditionen nach derart langen Verhandlungen wäre eine imagetechnische Niederlage für die Bayern, da es so aussieht, als hätte sich der Verein erpressen lassen oder nicht anders handeln können, da er keine Alternative für den Fall parat hat, dass Alaba geht. Insgesamt würde dieses Szenario ein denkbar schlechtes Licht sowohl auf das Verhandlungs- als auch Transfergeschick der Bayern werfen.

Sportlich: ++
David Alaba hat sich als Innenverteidiger zu einem der – wenn nicht dem – Schlüsselspieler im Defensivbereich der Bayern entwickelt. Er ist ein Leader auf dem Platz und ist mit seinen raumöffnenden, langen Bällen aus dem Hintergrund gerade dabei, klammheimlich das Innenverteidigerspiel neu zu erfinden. Wenn er weitere fünf Jahre bei den Bayern bliebe, wäre das sportlich ein enormer Gewinn für den Verein. Es kommt hinzu, dass kurzfristiger Ersatz auf ähnlichem Niveau nur äußerst schwierig zu beschaffen sein dürfte.

=> Fazit: Trotz Alabas sportlicher Bedeutung wäre meines Erachtens dieses Szenario für die Bayern vollkommen inakzeptabel und von allen vieren das mit Abstand am wenigsten erstrebenswerte. Mit David Alaba sollte nicht für 5 Jahre mit über €20m Euro Jahresgehalt verlängert werden. Insbesondere die Erschütterung der bestehenden Gehaltsstruktur im Kader wiegt für mich schwer, weil sie aus Sicht des Vereins finanziell auf Dauer eine deutliche Extra-Belastung wegen des Signaleffekts an andere Spieler und der Beschleunigung der Gehaltsspirale nach oben bedeuten würde.


Szenario 2: Alaba wird noch vor Ende dieses Transferfensters verkauft

Noch vor dem 5. Oktober 2020 wird David Alaba an einen neuen Verein transferiert. Sowohl für David Alaba als auch den FC Bayern könnte dieses Szenario je nach Ablösesumme und Gehalt für Alaba beim aufnehmenden Verein eine akzeptable Lösung darstellen. Aus Sicht der Bayern schätze ich die Konsequenzen dieses Szenarios wie folgt ein:

Finanziell: 0
In Zeiten von Covid-19 wäre fast jede mittlere zweistellige Mio.-Ablösesumme für einen Spieler von David Alabas Qualität finanziell akzeptabel und sollte am Markt auch zu erreichen sein. Extreme in beide Richtungen (billig/teuer) halte ich nicht für wahrscheinlich.

Gehaltsstrukturell: 0
Ein Abgang Alabas noch in diesem Transferfenster zöge logischerweise keine Konsequenzen für die Gehaltsstruktur im Kader nach sich.

Imagetechnisch: 0
Natürlich würden die Bayern Alaba gerne behalten, er ist einer ihrer wichtigsten Spieler, und es mag auf dem ersten Blick wie eine Niederlage für den Verein aussehen, dass er ihn nicht von einem Verbleib überzeugen konnte. Andererseits hätte sich der Verein aber in den Verhandlungen auch nicht erpressen lassen und sich als konsequent gezeigt.

Sportlich: – –
Siehe Szenario 1. Ein kurzfristiger Verlust von David Alaba wahrscheinlich ohne adäquate sportliche Kompensation würde zweifelsohne einen herben sportlichen Rückschlag bedeuten.

=> Fazit: Trotz David Alabas sportlicher Bedeutung wäre dieses Szenario wohl unter Berücksichtigung aller Faktoren unter dem Strich akzeptabel für die Bayern. Im Vergleich zu den Szenarien 1 und 3 hätte man sich weder imagetechnisch blamiert noch finanziell und in Sachen Gehaltsstruktur des Kaders in schwieriges Fahrwasser begeben.


Szenario 3: Alaba wird nicht verkauft, verlängert aber auch nicht, sondern geht nächsten Sommer ablösefrei

Dieses Szenario sieht für Alaba wie eine durchaus akzeptable Lösung aus, kann er sich doch im nächsten Jahr als “Free Agent” seinen neuen Verein quasi aussuchen und ein ordentliches Handgeld einstreichen. Für den FC Bayern ist die Lage vielschichtiger:

Finanziell: -/- –
Einen Spieler bei Vertragsende ablösefrei ziehen lassen zu müssen bedeutet finanziell immer eine Niederlage für einen Verein. Sie wäre in diesem Fall etwas gemildert aufgrund des durch Covid-19-bedingten geringeren Marktwerts Alabas.

Gehaltsstrukturell: 0
Ein Verbleib von David Alaba zu aktuellen Konditionen bis zum nächsten Sommer hätte logischerweise keine Auswirkungen auf die Gehaltsstruktur des Kaders.

Imagetechnisch: – –
Der ablösefreie Verlust eines Starspielers kommt meines Erachtens imagetechnisch einem ziemlichen Desaster für den Verein gleich, zeigt er sich doch als unfähig, seine ökonomischen Hausaufgaben zu machen. Nicht umsonst versuchen alle namhaften Fußballvereine, ein solches Szenario um jeden Preis zu verhindern. Wenn es dann doch eintritt, ist es eine umso größere imagetechnische Niederlage und wird als solche in den Medien entsprechend breitflächig diskutiert.

Sportlich: –
Der Verlust Alabas im nächsten Sommer wäre ein herber, allerdings hätten die Bayern immerhin ein Jahr Zeit für die Suche nach äquivalentem sportlichen Ersatz bzw. hätten Lucas Hernandéz und Niklas Süle ein Jahr mehr Zeit, sportlich wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

=> Fazit: Ich halte dieses Szenario insbesondere wegen der finanziellen und imagetechnischen Implikationen für problematisch für die Bayern. Nach Möglichkeit sollten die Bayern einen ablösefreien Abgang Alabas im nächsten Jahr vermeiden.


Szenario 4: Der Kompromiss. Alaba und die Bayern einigen sich noch in diesem Herbst auf einen neuen Vertrag über mehrere Jahre zu bisherigen oder leicht verbesserten Bezügen

Für David Alaba würde sich dieses Szenario emotional vielleicht zunächst wie eine Niederlage anfühlen, dürfte ihm aber rational nach etwas Reflektion als durchaus akzeptabel erscheinen. Auch die Bayern dürften sich mit diesem Szenario sehr gut anfreunden können:

Finanziell: +
Ein Verbleib Alabas würde die Verpflichtung eines teuren Ersatzes überflüssig machen, zudem wäre eine moderate Gehaltserhöhung Alabas finanziell für den Verein trotz Covid-19 sicherlich verkraftbar.

Gehaltsstrukturell: 0/+
Eine moderate Gehaltserhöhung Alabas würde im Kader wahrscheinlich ohne Murren oder Missgunst akzeptiert. Unter Umständen wäre sie sogar förderlich als Signal, dass sich kontinuierliche Einsatzbereitschaft und Leistung auf Dauer auch finanziell auszahlen.

Imagetechnisch: +/++
Dieses Szenario würde für den FC Bayern einen Imagegewinn bedeuten, da sich der Verein in der Lage zeigen würde, seine Schlüsselspieler zu vertretbaren Konditionen dauerhaft an sich zu binden und seinen Status als “Destination Club”, zu dem Spieler wechseln um zu bleiben, einmal mehr zu untermauern.

Sportlich: ++
Siehe Szenario 1. David Alaba ist sportlich ein Gewinn für jede Mannschaft.

=> Fazit: Von allen vier skizzierten Szenarien ist dies ohne Zweifel das Traumszenario für den FC Bayern. Man hätte einen sportlich wichtigen Schlüsselspieler zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen mindestens für einige weitere Jahre an sich gebunden und der Fußballwelt gegenüber deutlich vernehmbar demonstriert, dass man sich in Verhandlungen nicht erpressen lässt, sondern standhaft und konsequent bleibt und am Ende auch am längeren Hebel sitzt.


Wie schätzt ihr den Vertragspoker um David Alaba ein? Habe ich eines dieser Szenarien aus eurer Sicht falsch bewertet? Habe ich noch weitere eurer Meinung nach wichtige Bewertungskriterien übersehen (vielleicht die jeweilige Einschätzung aus Sicht der Fans)? Habt ihr vielleicht sogar noch ein fünftes Szenario parat? Fragen über Fragen. Schießt bitte gerne los in den Kommentaren!

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  1. ….oder man verlängert mit Alaba um 1-2 Jahre zu nochmal verbesserten Konditionen und räumt ihm eine Ausstiegsklausel in vergleichsweise geringer Höhe ein.(Im Bereich der Ablöse von Thiago.) Bzw. eine Beteiligung am Verkaufspreis von 15-20% ab Summe X.
    Beide Seiten könnten sich neu orientieren und würden ihr Gesicht nicht verlieren. sportlich wäre das für diese Saison erstmal top und wirtschaftlich ein kalkulierbar.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Gute Idee. Machte Leipzig mit Werner auch so. Bei Upamecano scheint es in die gleiche Richtung zu gehen.
      Die Ablehnung eines solchen Modells würde eher Alaba schaden, weil er dann zeigt, dass es ihm nur ums Geld ginge und er auch noch ein schönes Handgeld für sich beansprucht, anstatt dem Verein, der ihn groß gemacht hat, zumindest eine Ablöse im vernünftigen Bereich zu ermöglichen.

  2. MMn ist ein Verkauf von Alaba in diesem Transferfenster für den FCB sportlich kaum zu verkraften insbesondere nachdem man schon Thiago verkaufen musste.
    Natürlich kann man nicht zu Konditionen verlängern die das Gehaltsgefüge erschüttern. Alaba muss auf jeden Fall unter Neuer und Lewa angesiedelt sein aber durchaus auf Sané/ Müller Niveau — man kann in so einen 5 Jahresvertrag auch ein progressives Element einbauen so das der garantierte Fixanteil pro rata ansteigt( denke das ein Problem im jetzigen Stand off das Verhältnis fix und leistungsabhängigem Elementen ist). Aber man hat ja auch nach dem 5.10.20 immer noch Zeit einen Vertrag zu vereinbaren. Es ist auch durchaus vorstellbar das man, wie es zB ManUnited und Real bei Ronaldo oder Chelsea bei Hazard gemacht haben, ihm garantieren bei einer Ablösesumme X nach 2-3 Jahren wechseln zu dürfen).Und wenn letztlich keine Einigung möglich ist dann bewerte ich einen möglichen ablösefreien Abgang von Alaba 2021 anders. Man hat alles versucht aber der Spieler wollte eben nicht zu für den Club (seiner wie er nochmal betont hatte Familie) akzeptablen Bedingungen verlängern. Eine entgangene Ablösesumme von 20- 30 Mio (und mehr erzielt man jetzt in diesem Markt nicht) ist absolut zu verkraften und ist eben kein Super GAU.
    Sportlich gesehen bleibt das Team weitestgehend intakt auch nach dem Abgang von Thiago. Man hat mit Lucas bereits einen teuren IV für diese Position im Kader der mit intensivem Training die wichtigen Elemente des Spielaufbau lernen und verbessern kann. Defensiv ist er eh schon besser als Alaba.
    Imagemässig wäre dies positiv denn der Club hat sich weder von Alaba/Berater noch von einem möglich Abnehmer zu einem inakzeptablen Gehalt oder Ablöse erpressen lassen.

    Der eigentliche Imageschaden ist schon entstanden weil
    – der Club es nicht geschafft hat rechtzeitig zwei unverzichtbare Führungsspieler (Alaba und Thiago sind neben Kimmich die leader nach Lewa Neuer Müller auch vom Alter her) an den Club zu binden. Im Fall von Alaba dieser sich sogar bemüßigt fühlte diesen unsäglichen Berater zu holen der letztlich mehr dem Club und Alaba selbst kostet als ein annehmbares Angegot.
    – der Club wieder eine öffentliche Schlammschlacht in der Führungsetage auf dem Rücken eines Spielers austrägt. Der Auftritt von UH war schon desaströs, aber das Nachschieben von Salihamidzic total unnötig. Der Ruf zur Ordnung von KHR im gestrigen DAZN Interview kommt zu spät um imagemässig etwas reparieren zu können
    – der Club wiederholt Zahlen an die BILD durchsteckt die in den Fällen von Neuer Lucas und Nübel auf schärfste als falsch bestritten wurden (übrigens auch von BMW).

    Reibung ist insbesondere auch im Top Management absolut wichtig und richtig. Aber nicht im früher altbewährtem Stil von Hoeneß.
    Er hat dem Club wiederholt einen Bärendienst erwiesen und wenn es Hainer KHR und Kahn nicht schaffen das er versteht das so etwas nicht geht werden weitere Imageverluste eintreten.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Ich weiß, das ist jetzt inhaltlich von mir eine absolute Null-Aussage und sie wird deinem differenzierten Kommentar auch nicht annähernd gerecht, also nimm es bitte mit einem Augenzwinkern, aber ich fand den Auftritt von Hoeneß im Dopa schon arg unterhaltsam. :-)

      Profiußball ist zu einem guten Teil Showbusiness und da gehören solche Klopper immer mal wieder einfach dazu um das Interesse lebendig zu halten. …keep the ball rolling… :-)

  3. Ich liebe den Jungen! Schaue ihm sehr sehr gerne zu und mag einfach seine Art.
    David liebt den Verein, fühlt sich so nahe der Heimat wohl, und es geht ihm gut.
    Darum glaube ich, dass es wie bei Lewa abläuft, und Szenario Nr.4 kommt.

    Als 51-jähriger Fan würde ich mir aber Szenario 5 wünschen!
    Sofort die Verhandlungen abbrechen, und allen klar machen, dass mit diesem Berater nicht mehr verhandelt wird. Ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste!
    Soll er sofort gehen, oder er verliert diese Saison schon seinen Stammplatz.
    Hört sich hart an, ist es auch. Aber anders wird der Fußball nicht mit diesen Blutsaugern fertig.
    Es wäre hoffentlich mal ein wichtiges Zeichen, dass der Wahnsinn aufhören muss.
    Zu unserem familiären Verein würde diese Reaktion auch passen, schade nur dass sie David treffen würde…

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Aus meiner Sicht wäre dieses Szenario 5 genau das falsche Signal für einen Verein, der eine gewisse familiäre Atmosphäre darstellen will: man erpresst fast einen verdienten Spieler (aka Familienmitglied), wen er den Vertrag nicht zu den vom Verein gewünschten Konditionen unterschreibt, verliert er seinen Stammplatz und wird verkauft (letzteres geht sowieso nur mit Zustimmung des Spielers). Das ist wohl kaum eine familiäre Handlungsweise.
      Das Abwarten bei Vertragsverlängerungen hat halt immer zwei Seiten: eine gute für den Verein, wenn alles wie geplant/gewünscht aufgeht (s. Müller/Neuer/Lewa) und eine negative, falls der Spieler aus unterschiedlichen Gründen dann kurzfristig entscheidet, das Angebot nicht anzunehmen (s. Thiago/Kroos).

      1. Voll und ganz aufseiten von Tomhouse. Alaba und sein Berater haben sich NICHTS vorzuwerfen, da sie sich, ganz im Gegensatz zu den handelnden Personen (Ausnahme KHR) beim FCB, immer ruhig verhalten haben.
        Der Club ist nur damit beschäftigt, direkt (UH, Brazzo) oder indirekt (Pressefreunde von UH) Müll über David bzw. seinen Vater und seinen Berater zu entleeren, um sich selbst ins rechte Licht zu rücken.
        Der Arbeitnehmer ist kein Bittsteller lieber FCB. Er erbringt Leistung, die dementsprechend honoriert werden muss.

      2. “Alaba und sein Berater haben sich NICHTS vorzuwerfen”
        Eventuell doch: Völlig überhöhte und weltfremde Gehaltsforderungen z.B.

      3. UH und Brazzo haben keinen Müll über David oder seinen Vater geleert. Beide wurden von beiden ausdrücklich gelobt! (aus den Aussagen die ich gesehen habe)
        Es ging NUR um den Berater Zahavi, der schon bei Lewandowski für viel Unruhe gesorgt hatte.
        Der Verein hat ein David ein Angebot für eine Vertragsverlängerung angeboten welches eine Aufwertung zu seinem jetzigen ist.
        Die genauen Zahlen kennt keiner von uns, wir leben alle nur von Gerüchten und Spekulationen.
        Ich habe gehört es ginge von 1 Million im Monat, auf 1,5 Millionen im Monat für vier Jahre und Zahavi will nun 2 Millionen auf fünf Jahre.
        Der Deal geht Dank seinem Berater nun über 120 Millionen Euro, von welchen der Berater 12 Millionen bekommen soll…
        Und diese 12 Millionen plus die 6 Millionen Jährlich extra, haben zu einem gewaltigen Unmut im Verein geführt.

        Mir wird schwindelig bei diesen Zahlen, dass hat nichts mehr mit einem normalen Arbeitsverhältnis zu tun!
        Gerade in der aktuellen Krisenzeit, finde ich diese Forderungen einfach nur unverschämt.

      4. Sehe ich auch so. Und wenn man so einen Berater verpflichtet weiß man auch genau was man tut bzw. welches Ziel man verfolgt. Wäre es wirklich so eine Herzensangelegenheit wie uns Alaba versucht glauben zu machen und würde er wirklich an jedem Mitarbeiter so hängen dann hätte er das lt. Brazzo attraktive und faire Angebot bereits akzeptiert und nicht (mehrfach) abgelehnt.

        Aber hier geht es (meines Erachtens) nur darum mit dem vermutlich letzten großen Vertrag nochmal richtig abzusahnen und unterm Strich eben für ein paar Milliönchen auch die Komfortzone zu verlassen.

        Nur dass wir uns nicht missverstehen: es ist per se nichts verwerfliches dabei zu versuchen das Maximum herauszuholen. Aber dann soll man bitte auch das Geschwafel von Herzensangelegenheit und Heimat usw. einfach lassen. Wenn ich mich irgendwo wohl und “daheim” fühle bin ich bereit auf zumindest ein bisschen was zu verzichten.

        Das ist auch der Unterschied zu Lewandowski. So ein Geschwurbel hat der nie rausgelassen. Der hat nie einen Hehl daraus gemacht dass es ihm nur um sportliche und monetäre Interessen ging. Da wusste man auch immer woran man war. Zum “Liebling” der Fans wird man so nicht unbedingt und das wollte er auch nie. Alaba aber beansprucht das aber für sich bzw. ist da hineingewachsen. Umso härter treffen ihn auch die entsprechenden Reaktionen wenn das plötzlich zweitrangig ist.

        Ich bin ganz klar dafür dass der Verein hier harte Kante zeigt und keine überhöhten Forderungen akzeptiert.

  4. Ich fürchte, dass wir in dieser Beziehung viel mehr im Dunkeln herumstochern als bei anderen Aspekten.
    Lewys und Alabas Berater Zahavi kennt natürlich beide Zahlen, daher wird er aus meiner Sicht eher keine astronomischen Forderungen stellen – außer er ist wirklich der Meinung, dass fehlende Ablöseinvestitionen bei “Eigengewächsen” sich im Gehalt niederschlagen sollen. Ist aber auch ungewiss, ob das so stimmt.

    Was auf jeden Fall klar ist und einfach unnötig war, war die Hoeneßsche Breitseit. Er identifiziert sich zu 1000% mit dem FCB und er will für den Verein nur das Beste, aber er müsste trotz allem so viel Selbstreflexion besitzen, dass er in der Öffentlichkeit solche Aussagen für sich behält. Er soll es dem Zahavi dich direkt ins Gesicht sagen, aber da dieser mit ihm ja nicht spricht, so musste er diesen Weg gehen.

    Ich hoffe, dass diese Aktion nicht strategisch von den Oberen so genutzt wurde. Hoeneß vorschicken und dann Wogen glätten. In dem Fall war das die falsche Strategie, aber ich glaube nicht daran. Vielmehr hat der Hoeneß sein Herz Mal wieder auf der Zunge getragen.

    Nun zu Alaba. Ja, er muss bleiben. Neben Müller die Identifikationsfigur schlechthin. Er scheint v.a. innerhalb der Mannschaft eine Führungsrolle innezuhaben, die Müller nicht hat.
    Sportlich gesehen bin ich sicher, dass Hernandez ihn in der Innenverteidigung zu 90-95% ersetzen kann, sofern er sich nicht verletzt. Das ist leider die einzig wirklich Unbekannte in dieser Rechnung. Wobei z.B. vorletzte Saison Alaba auch von Verletzungen geplagt wurde.
    Interessant ist natürlich auch, ob Davies seine Form konservieren kann. Daran glaube ich zwar fest, aber gleichzeitig habe ich die Befürchtung, dass ihm eine Verletzung weit zurückwerfen kann. Bei diesen Geschwindigkeiten ist es nur eine Frage der Zeit, bis etwas nachgibt, oder aber einer zu spät kommt und ihn böse weggrätscht.
    Und da wir aktuell nicht unbedingt breit aufgestellt sind, dürfen wir Alaba eigentlich nicht ziehen lassen.

    Was übrigens noch nicht berücksichtigt wurde (zumindest habe ich das so nicht wahrgenommen), ist für mich der Wegfall von Thiago auch mit Alaba zu ersetzen. Warum nicht. Die Übersicht hat er, die technischen Fähigkeiten auch und dass er ein Spiel lenken kann, hat er als IV bereits gezeigt. Auch als IV wurde er ins kalte Wasser geworfen und bei der Nationalmannschaft spielt er ja oft als DM.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Uli Hoeneß ist ein Mann der kalkulierten Provokation. Er weiß, welches Gewicht seine Stimme im Medienzirkus Fußball hat und er nutzt seine Präsenz für den kalkulierten Aufschrei wann immer er es für nötig erachtet. Außerdem ist er jemand, der im Moment spricht. Ich glaube nicht, dass er sich jeden einzelnen Satz, den er in jedem Moment von sich gibt, vorher genau überlegt. Das sprudelt einfach aus ihm heraus. Ich halte sein Vorgehen höchstens insofern für strategisch, als er sich vorher sagt: “Heute mache ich mal einen Aufschlag.” Der Rest ist dann ‘stream of consciousness’ aus der Situation heraus. Aber Zahavi ist ein Profi. Er weiß, wie das Spiel gespielt wird. Er wird es verkraften können.

      Ich stimme dir zu, Alaba sollte nach Möglichkeit bleiben. Seine mögliche Repositionierung auf die 6 wurde allerdings schon häufig diskutiert, auch hier bei MSR. Wenn ich mich recht erinnere, ist die herrschende Meinung, dass das nicht gut ausgehen würde (ohne dass ich jetzt jemandem fälschlicherweise Worte in den Mund legen wollte). Aber frag doch mal unsere Taktik-Experten Justin und Daniel. Die haben beide eine konkrete Meinung zu dem Thema.

    1. Der Abgang von Müller- Wohlfahrt hängt mit Broich sicher zusammen

  5. Ich fürchte, der Verein wird sich auf kurz oder lang mit höheren Gehältern anfreunden müssen, denn die Spieler (und ihre Berater) gehen das Niveau bei den europäischen Spitzenclubs.

    Ich kann die Spieler auch gut verstehen: bei wem sonst sollte das viele Kapital, das in den Fußball fließt, hängen bleiben? Bei den Funktionären?

    Hoeneß: unmöglich. Dass er anderen als verurteilter Steuerbetrüger Geldgier vorhält, ist schon ein starkes Stück….

  6. Was ich an diesen ganzen Transfer Spekulationen am interessantesten finde ist wie hoch emotional von allen Seiten diskutiert wird.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, ich fand es auch sehr lange interessant diese üblichen Mechanismen zu beobachten. Mittlerweile finde ich es eher deprimierend, wie die üblichen Spielchen immer noch funktionieren.
      Es ist völlig egal wer du bist und was du gemacht hast. Einige Zeitungsartikel, ohne jede gesicherte Information, die auf reinen Spekulationen beruhen, genügen schon bei vielen Zeitgenossen, um mal so richtig die Mistgabeln und Forken herauszuholen.
      Wenn ich mir solche Verhaltensmuster dann noch auf andere Lebensbereiche transponiert vorstelle, wird es regelrecht gruselig.

      1. Das brauchst Du Dir gar nicht vorstellen, dass funktioniert doch leider schon beim Thema Corona im Social Media Bereich hervorragend :-(

    2. Ja, mir hätten hier so einige Beispiele auf der Zunge bzw. Feder gelegen.
      Aber die hätten die Diskussion wahrscheinlich eh nur eskalieren lassen, ohne weiteren Erkenntnisgewinn.

  7. Gut zusammengefasst, aus Vereinssicht würde ich die möglichen Ausgänge auch so bewerten. Was davon wie wahrscheinlich ist, hängt letztlich von den Entscheidungen Alabas ab. Und da frage ich mich, warum er denn eine solche Forderung erhebt. Die mannschaftsinterne Hierarchie ist ihm bekannt, und er wirkt auf mich nicht wie jemand, dessen Eigenwahrnehmung krass von der Realität abweicht. Den Corona–Schock und dessen Auswirkungen auf unseren Umsatz dürfte er auch mitbekommen haben. Klar kann man immer mit unrealistischen Maximalforderungen in Verhandlungen gehen, aber er hält ja anscheinend auch nach zahlreichen Gesprächen eisern daran fest, also sieht es nicht nach reiner Taktik aus.

    Ich glaube, dass er ähnlich wie Thiago eigentlich weg möchte, und diesen Abgang jetzt entweder durch überzogene Forderungen provoziert, oder nur durch einen Traumvertrag davon abzubringen ist. Als Lewandowski damals Zahavi engagiert hat, ging es ihm ursprünglich auch darum, einen Transfer zu Real durchzuboxen. Nur hatte der noch zwei oder sogar drei Jahre Vertrag, und der Verein entsprechend bessere Karten. Wenn das stimmt, wird Szenario 4 leider nicht eintreten; Nummer 1 ist für den Verein nicht machbar; und Nummer 2 wegen des begrenzten Käuferkreises und deren aktuellen Finanzproblemen unwahrscheinlich. Deshalb stelle ich mich schonmal auf den worst case ein und hoffe, dass man seinen Abgang entweder intern mit Hernandez oder (besser) durch Upamecano auffangen kann.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. So schauts wohl aus.

      Und mal im Ernst: Alabas Leistungen über die letzten 5 Jahre befähigen ihn nicht gerade dazu der Topverdiener in dieser Mannschaft zu werden.

      Fälle, in denen die Spieler kurz vor der anstehenden Vertragsverlängerung aufgespielt haben wie junge Götter um dann wieder im Mittelmaß zu versinken sahen wir schon zur Genüge und für mich lag Alaba in den vergangenen Jahren öfters am Mittelmaß als bei der Weltklasse.

      Klar, jetzt mit anderer Position, die ihm eventuell auch besser leigt aber trotzdem muss man diese Leistungen erstmal bestätigen über einen langen Zeitraum um solche Forderungen wie er es gerade auch tut stellen zu können.

      Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

      Eine sehr gute Saison macht noch keinen Spitzenverdiener.

    2. Sehr nachvollziehbare Einschätzung, plausibel argumentiert. Ich hoffe allerdings noch. Szenario 1 wäre das mit Abstand schlimmste, wird aber meines Erachtens glücklicherweise höchstwahrscheinlich auch nicht eintreten. Szenario 3 hört sich durchaus möglich an, aber ich traue dem Braten nicht. Wenn ich versuche, mir vor meinem geistigen Auge vorzustellen, dass die Bayern mit Alaba unverändert ins letzte Jahr gehen, merke ich, wie mir das ziemlich schwer fällt. Ich sehe das irgendwie nicht passieren. Szenario 2 ist wegen der finanziellen Limitationen anderer Vereine unwahrscheinlich und Szenario 4 … Trotz dem, was du sagst, sagt mir mein Bauchgefühl: So wird’s kommen! Knock on wood…

  8. Kimmich, wie beim Sane-Transfer auch unser Joker bei Alaba??

    https://m.sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bayern-muenchen/bayern-muenchen-joshua-kimmich-kampf-um-david-alaba-72973010.sportMobile.html

    Hoffe, dass im Profifußball so was wie Freundschaft und Team-Atmosphäre noch “zählt”…

  9. https://www.google.com/amp/s/www.transfermarkt.de/-bdquo-bild-ldquo-fc-bayern-mit-dest-einig-ndash-transfer-soll-in-nachsten-tagen-abgewickelt-werden/amp/news/370811

    Wenn das noch klappen würde und man Alaba halten kann, würde ich schon um einiges ruhiger schlafen.

    Dazu noch CHO leihen und alles wäre fein…

    Was haltet ihr eigentlich von der Idee Götze zurückzuholen?? Würde Flick den nicht auch wieder hinbekommen??

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Hatte ich in einem anderen Thread schon mal angerissen. Bin mir da selbst nicht sicher. Für ihn spricht: ablösefrei, flexibel einsetzbar, gutes Alter (für ihn würdest ja in 1-2 Jahren immer noch 10 Millionen bekommen). Und er will sicher noch mal beweisen, was er kann.

      Was meinen die anderen?

      1. Charmante Idee, war aber ja gestern schon recht deutlich zu lesen, dass man im Club diese Idee ablehnt.

        Könnte Ihn mir aber in dieser Truppe auch gut vorstellen, würde evtl. “menschlich” gut reinpassen und auch mit Hansi Flick soll er sich ja super verstehen. Auch seine Einstellung gefällt mir. Ich war mir fast sicher, dass er in die USA o.ä. wechselt, aber er hat scheinbar noch Ehrgeiz und will nochmal angreifen.

        Sportliche gesehen könnte man Ihn dann als Ersatz für Coutinho betrachten, ähnliche Position und auch sehr flexibel einsetzbar.
        Möglicherweise wäre es für ihn auch einfacher, in der Öffentlichkeit als klarer “Back-Up” eingestuft zu werden. Er hätte dann nicht mehr den ganz großen Druck wie damals beim FCB oder auch bei seiner Rückkehr zu Dortmund, als die Erwartungen in ihn einfach viel zu groß waren.

      2. :-/ eine halbe Stunde bin ich nun am überlegen, und komme zu keinem Ergebnis…

      3. Ob es mit Götze noch mal was wird, liegt nur an ihm selber.
        Wenn er keine zu hohen Gehaltsforderungen hat, würde ich ihn sofort nehmen.
        Das wäre für den BVB aber schon bitter, wenn er zu uns käme und einschlagen würde.

  10. Zahavi hat wortwörtlich gesagt, er habe den Vertrag von Lewandowski ausgehandelt und die Forderung für Alaba läge klar darunter. Warum wird das überall ignoriert? Auch in diesem Beitrag?
    “wäre Alaba auf einen Schlag der teuerster Spieler im Kader der Bayern” Entweder Zahavi lügt geradeaus, was ich nicht glaube, oder ein solcher Vertrag wurde nie gefordert.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Beim FC Bayern gibt es eine … finanzielle Obergrenze: Robert Lewandowski und Manuel Neuer. Ich denke nicht, dass David selbst glaubt, er stünde über diesen zwei Kollegen” Brazzo im kicker

      Wem glaubt man jetzt? Mir fällt es jedenfalls schwer einem Spielerberater wie Zahavi zu glauben…

    2. Ich denke, dass die beiden Parteien unterschiedlich rechnen. Bayern wird die Gesamtsumme – Gehalt, Handgeld, Beraterprovision – zusammenrechnen und durch Vertragsdauer teilen. Der Berater wird nur die Gehaltssumme meinen und den Test “on top” rechnen.

      1. Ja, so in etwa werden die beiden Parteien evtl argumentieren. Dazu kommt noch, daß “klar darunter” keine quantitative Aussage ist. Ob man die als wahr oder falsch einschätzt, liegt doch stark im Auge des Betrachters.

        Von außen betrachtet sind sowohl Hoeneß’ Aussagen als auch Alabas Kombination aus angeblichem Heimatgefühl und verweigerter Verlängerung eines Multimillionen-Vertrags sehr, sehr unschön. Was aber mit Abstand am bedauerlichsten an der Sache ist, daß eine Knalltüte wie Zahavi involviert sein muß – bevor man die Problematik dieser Typen nicht gelöst hat, braucht man das allgemeine Problem “extreme Kommerzialisierung” gar nicht angehen. Angst essen Seele auf, aber die Gier isst den ganzen Menschen, und sein Umfeld gleich mit.

    3. Gute Einwände. Tendiere dann auch dazu, dass einmal das Jahresgehalt und einmal die Gesamtsumme des 5 Jahresvertrags gemeint sind.

    4. Vielleicht verdient Lewa auch einfach noch mal mehr als Neuer. Das sagt Brazzo aber nicht deutlich, um nicht noch mehr preiszugeben. Dann passt seine Aussage und Zahavi hat auch nicht gelogen.

    5. Man sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen!
      Zum Einen ist es nun mal so, dass Defensivkünstler schlechter bezahlt werden als ihre Offensivkollegen.
      Zum Anderen muss man sich mal ansehen, was die absoluten Top-Verteidiger in den Top-Vereinen zum Teil verdienen. Da wird man sich teilweise wundern, wie “gering” diese Summen sind.
      Bestes Beispiel Barca – die “Spielzeuge” Messi, Suarez, Griezmann kassieren richtig Geld und die Kaderspieler “werden knapp gehalten”. Der Spitzenverdiener bei den Verteidiger ist Umtiti mit 12 Mio – dafür ziehen die Herren Offensivstars nicht mal die Trainingsjacke an.
      Bei Real ist es ähnlich gewesen; da waren ein Bale und ein Ronaldo die Stars und ein Varane und ein Casemiro durften sich mit wesentlich weniger zufrieden geben.
      Und ohne dem guten David irgendetwas zu unterstellen – wenn sich ein Interessent einmal die diversen Videos von ihm ansieht (einschließlich der 1.Halbzeit des CL-Finales) dann ist er zwar ein wirklich guter in der IV aber eben keine Weltklasse. Und nur die Weltklasse wird auch entsprechend bezahlt.

    6. Ich bin auf den Wahrheitsgehalt der Aussagen der verschiedenen Parteien (Hoeneß, Zahavi, Alaba etc.) nicht eingegangen, weil mein Bestreben nicht eine Analyse der inhaltlichen Qualität der verschiedenen Positionen war. Mein Ansatz war, alle momentan vorhanden theoretischen Möglichkeiten auf dem Wege einer Szenario-Analyse durchzuexerzieren. In Szenario 1 diskutiere ich die Konsequenzen des Falls, dass die Medienberichte über Alabas/Zahavis Gehaltsvorstellungen stimmen und in Szenario 4 (beispielsweise) ein Szenario, in dem sie es nicht tun, sondern man sich auf eine niedrigere Summe einigt.

      Verständlich?

  11. Mit “klarer Back-Up”, entsprechendem Gehalt und auch von Ihm offensiv kommuniziert, kann ich mich gut anfreunden.
    Keine Ablöse und immer noch die Qualität in der Breite den Kader zu verstärken.
    Kurze Vertragsdauer könnte für Götze auch von Vorteil sein.

    Aber keine Ahnung, was der Boulevard daraus wieder zaubert?

  12. Dest 15 Mio
    Dele Alli oder Eriksen Leihe mit Option
    Depay 25 Mio

  13. Wir haben derzeit unter Beachtung der Verletzungsanfälligkeit von Boateng in unserem derzeitigen Kader als Startelfkandidaten einen Innenverteidiger, der gerade von einer schweren Verletzung zurückgekommen ist und einen Innenverteidiger, der eigentlich Außenverteidiger ist, aber von KHR und Hasan geholt worden ist und der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte ist. Ein Abgang von Alaba würde, insbesondere im Hinblick auf die entscheidenden Spiele der Champions League einen harten Schlag darstellen, David ist der Organisator der Viererkette, der insbesondere den nicht immer optimal positionierten Davies immer lauthals coacht und ggf. anfeuert, dennoch drängt sich mir der Eindruck auf, da Lucas wegen der Weltklasseleistungen von Davies auf der LV nur noch zweite Wahl ist, Alaba zu signalisieren, dass man ihn nicht unbedingt braucht, damit Lucas in der neuen Saison wenigstens einen Stammplatz in der IV hat.

  14. Sorry, aber dieser Artikel von Alexander ist schon mehr als absurd.
    Das ist der volle Kindergartenbeitrag.

    Zitat:
    “Gehaltsstrukturell: – –
    David Alaba bezöge ab Unterschrift das höchste Gehalt im Kader, noch vor den aktuellen Topverdienern Robert Lewandowski und Manuel Neuer. Dies würde eine substanzielle Erschütterung der aktuellen Gehaltsstruktur im Kader bedeuten, reichhaltiges Potenzial für Neid und Missgunst unter den Spielern säen (“Wieso gerade der?” “Das habe ich auch verdient!” “Ich bin doch mindestens genauso wertvoll für das Team!”)”

    Mag ja sein das so manche Forumsschreiber noch 15 Jahre alt sind. Aber erwachsenen Fußballspielern, zu unterstellen, das sie sich benehmen wie kleine Kinder ist schon absolut absurd.
    Erwachsenen Menschen einfach mal zu unterstellen, das sie Folgende Sätze für normal halten : “Wieso gerade der?” “Das habe ich auch verdient!” “Ich bin doch mindestens genauso wertvoll für das Team!” zeigt eigentlich nur das Kindergartendenken des Autors.

    Echt jetzt ! Der Rest des Artikels des Autors lebt nur von Unterstellungen und eigentümlichen Mutmaßungen. Der Autor ist bei der Bildzeitung gut aufgehoben. Sorry Miasanrot, ist euch eigentlich nichts zu blöd ??

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ja, genau! Meine Worte! Das habe ich der Bild-Zeitung auch gesagt (also dass ich ganz richtig bei ihnen aufgehoben wäre). Aber die wollten mich nicht. Ich sei ihnen zu kindisch, haben sie gesagt. Hmpf. Aber danke für deine Erklärung. Jetzt verstehe ich auch warum.

    2. Being a sportsman does obviously not imply sportsmanship.

    3. @Sportler:

      Aber erwachsenen Fußballspielern, zu unterstellen, das sie sich benehmen wie kleine Kinder ist schon absolut absurd.

      Ich glaube du wärst erschüttert, wie Entwicklungsgehemmt so mancher Fußballprofi ist.
      Das meine ich gar nicht böse.
      Aber wo normale Menschen lernen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden (Erste Wohnungssuche, Jobsuche, etc.), wird Fußballern alles abgenommen.
      Gab mal ein interessantes Interview mit mehreren Spielerfrauen, wo genau das thematisiert wurde.
      Die Frau von Tim Wiese hat darin eine lustige Anekdote erzählt, über das klägliche Scheitern ihres Mannes beim Check-In am Flughafen.
      Der war es einfach gewohnt, mit dem Spielerpulk zu laufen.
      Ich finde überhaupt nichts absurd an Alexanders “Unterstellung”.

  15. Großartiger Artikel, der meiner persönlichen Meinung nach eine sehr treffende Analyse der Situation darstellt (auch wenn ich nicht in allen Bereichen mit den Wertungen übereinstimme – aber das ist größtenteils nebensächlich). Schon Mal ein dickes Dankeschön dafür!

    Vor der Lektüre dieses Artikels war ich der Meinung, dass Bayern Alaba wohl ziehen lassen wird. Danach bin ich überzeugt davon, dass das so kommen MUSS!. Hier ist nun der einzige Punkt, in dem meine Meinung relevant von der des Autors abweicht: Ob der Abgang Alabas in dieser Transferperiode, der nächsten im Winter oder ablösefrei nächsten Sommer stattfinden wird, ist nicht mehr relevant. Bei den mickrigen Corona-Ablösen könnte es durchaus das beste sein, ihn ein weiteres Jahr zu halten und dadurch einen teuren und/oder nicht nachhaltigen ‘Panikkauf’ zu umgehen und ab nächstem Jahr entweder voll auf Tanguy Nianzou oder auch Lars Lukas Mai (der dann von seine Leihe zurück kommt) zu setzen, oder ggf. frühzeitig jemanden zu suchen, der ein wahrer Ersatz für Alaba ist.

    Einen Aspekt des möglichen Abgangs von David Alaba, vermisse ich jedoch in diesem Artikel und generell in der gesamten Berichterstattung zu diesem Thema: Was nicht nur schade, sondern vielleicht sogar tragisch für Fans, Verein und nicht zuletzt David Alaba sein könnte, ist die Art des Abgangs. Eine Identifikationsfigur wie Alaba hat einen Wert, der über das finanzielle weit hinaus geht – und das auch weit über die Zeit als aktiver Fußballer hinaus. Bayern versucht zwar immer verdiente Spieler nach der aktiven Karriere im Verein zu halten, aber dass man sich so etwas selbst verbocken kann, hat niemand geringerer als Weltfußballer Lothar Matthäus eindrucksvoll bewiesen. Auch der von Hoeneß so unglücklich ins Spiel gebrachte ‘geldgierige Piranha’ wird im Hinterkopf der Fans nicht an Alabas Berater, hängenbleiben, sondern an Alaba selbst, wenn er geht. So wird das nix!

    Ein David Alaba hätte später einmaleine tragenden Rolle (und ich finde das Hirn dazu hat er) beim FCB spielen können UND dazu eine wichtige Rolle für die Integration, Akzeptanz und den gesellschaftlichen Aufstieg von Ausländern (und damit meine ich nicht nur Österreicher) in unserer Gesellschaft. Ein Schwarzer in einer so prominenten Position wie z. B. im Vorstand oder als Manager des FCB hätte eine bedeutsame Signalwirkung in unserer Gesellschaft. Schade, dass so eine Chance von allen Seiten so fahrlässig vergeben wird. Aber vielleicht braucht Österreich ihn als Integrationsfigur ohnehin noch dringender.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Vielen lieben Dank für diesen wirklich gehaltvollen Kommentar!

      Mit deiner Einschätzung, dass ein Abgang Alabas im nächsten Sommer als ablösefreier Spieler gar nicht so imageschädigend wäre, wie ich das vermute, stehst du nicht alleine da und sie ist durchaus berechtigt. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher glaube ich, dass du Recht haben könntest. Ich würde es mir wünschen.

      Deinen Ausführungen zu Alabas Wert in einer möglichen Rolle als eine Art Integrationsbeauftragter oder Botschafter beim FC Bayern oder vielleicht gleich in einer breiteren Funktion für die ganze österreichische Gesellschaft nach seinem Karriereende ist nichts hinzuzufügen. Ich bin vollkommen deiner Meinung.

  16. Ich mache mich mit meiner Meinung nun nicht allzu beliebt: Dass Uli im Doppelpass mal wieder suboptimal reagiert hat, ist unbestitten. Die mediale Klaviatur beherrschen mittlerweile alle, also in diesem Fall auch die Partei Alaba. Uli wirkt leider immer mehr wie aus der Zeit gefallen.

    Anyway: Ich kann mich noch gut an die letzte Vertragsverhandlung von Alaba erinnern, auch wenn damals weniger in der Öffentlichkeit gesprochen wurde, so lief es doch ähnlich ab. Es gab auch damals Berichte, dass das Gehaltsgefüge gesprengt werden würde. Und nach Unterschrift hat Alaba meines Erachtens erstmal zwei Jahre durchschnittliche Leistungen gebracht, selten gute. Und für einen Klops ist er auch heute noch jederzeit gut. Mehr als jeder Torwart.

    Niemand aus dem Verein hat in all dieser Zeit Alaba in Frage gestellt, ihn kritisiert, der Verein stand immer wie eine Eins hinter ihm. Wann immer ich heute zum Thema etwas lese, muss ich an Dirk Nowitzki denken, und seine letzten Vertragsverhandlungen mit Dallas. Dirk hat immer wieder verzichtet, damit das Budget für andere Spieler genutzt werden konnte. Dazu kommt, dass mindestens in Zeiten von Corona den Leuten einfach nicht vermittelbar ist, ob ein Spieler nun x Millionen oder ein paar mehr verdient. Erst Recht nicht, wenn er den Verein liebt, wie er behauptet.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Sollte es dieser Woche zu keiner vom Verein getragenden Einigung kommen, der Verein muss schließlich dann selbst noch einmal außerplanmäßig auf dem Transfermarkt aktiv werden, kann er gehen, dann werden wir halt wieder ein, zwei Saisons als Übergangsaisons ansehen, auch und mit dem Abgang von Thiago. Das hat letzte Saison ja auch ganz gut geklappt. Und selbst wenn es nicht klappt, und in der CL “nur” das Achtelfinale herausspringt – so what. Der Verein ist größer als dieser Junge.

    Wir sollten ihn zu irgendeinem Scheichclub transferieren, er bekommt sein Geld, wir das unsere. Win-Win-Situation. Um den Kreis zu schließen: Dass er und seine Berater auf Uli reagieren – so what. Wenn er aber als erstes in der BILD (und das nach Solingen) reagiert, dann muss man schon fragen, ob die ganzen Äußerungen, er sei ein guter Junge nicht auch nur verhandlungstaktik sind.

    Ich habe mittlerweile bei ihm meine großen Zweifel. Soll er einfach gehen.

  17. […] Die David-Alaba-Frage – 4 Szenarien und ihre Bedeutung für die Bayern | Alex […]

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