FC Bayern München – VfL Wolfsburg 5:1 (0:1)

Nach zwei Niederlagen im Jahr 2015 gegen den VfL Wolfsburg traf der FC Bayern zum ersten Mal in der heimischen Allianz Arena auf die Wölfe. Zugleich kam es damit zum Verfolgerduell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellendritten in der laufenden Bundesligasaison.

Für den FC Bayern war es zudem das erste Wiesn-Heimspiel. Seit dem Aufstieg 1965 gab es 83 Heimspiele. 54 Spiele wurden gewonnen, 21 unentschieden gespielt und acht Niederlagen kassiert. Vor dem Spiel stand die Tordifferenz bei 218:90 Toren.

Falls Ihr es verpasst habt:

Wie erwartet rotierte Pep Guardiola im Vergleich zum Sieg gegen Darmstadt am Wochenende erneut und brachte die etatmäßigen Stammspieler Xabi Alonso, Vidal, Müller und Lahm zurück in die Startelf. Kimmich, Rafinha, Rode und Coman mussten weichen.

Startaufstellung FC Bayern München - VfL Wolfsburg, 22.9.2015Pep Guardiola setzte mit seinem FC Bayern auf ein konservatives 4-1-4-1 System.

Etwas überraschend nahm auch der zuletzt angeschlagene Robert Lewandowski zunächst auf der Bank platz. Götze blieb dafür genau wie Bernat in der Startformation. Wolfsburg begann mit zwei Ex-Münchnern in Person von Dante (der vor dem Spiel gebührend verabschiedet wurde) und Luiz Gustavo. Träsch startete für Vierinha auf der rechten Abwehrseite. Neben dem zuletzt öffentlich kritisierten Bas Dost durfte Max Kruse als zweite Spitze beginnen.

Guardiola setzte zu Beginn auf eine für seine Verhältnisse fast konservative Ausrichtung, die am ehesten als variables 4-3-3 bezeichnet werden kann. Müller positionierte sich in vorderster Front, während Götze und Bernat die linke Seite beackerten. Auf Wolfsburger Seite bemühten sich Gilavogui und Luiz Gustavo, die Verbindung zwischen Aufbau und Angriff zu stören.

Das Spiel begann in gemächlichem Tempo ohne große Tempo- und Ryhthmuswechsel, was Wolfsburg sehr entgegen kam. Bayern hatte große Probleme, konstruktiv ins Angriffsdrittel zu kommen. Weite Bälle auf Müller und Götze waren zunächst häufig das Mittel der Wahl. Echte Chancen blieben über 25 Minuten Mangelware. Ein Fernschuss von Costa war noch die gefährlichste Aktion (18.). Ab der 20. Minute wurde Wolfsburg im Umschaltspiel etwas mutiger und versuchte schneller nachzurücken. In der 27. Minute eroberte der VfL einen eigentlich harmlos aussehenden zweiten Ball. Draxler bediente mit einem Heber Caligiuri, der aus vollem Lauf unhaltbar für Neuer zur 1:0-Führung ins kurze Eck traf. Boateng hatte zuvor den Ball gegen Kruse nicht klären können und Caligiuri war Bernat um Meter enteilt.

Bayern reagierte spürbar ratlos auf den Rückstand und ließ sich bis zur Pause jegliche Linie im Spiel nehmen. Der Rekordmeister hatte Glück, dass ein missglückter Ausflug von Neuer nicht bestraft wurde. Guilavogui verfehlte von der Mittellinie nur denkbar knapp das leere Tor. Auf der Gegenseite entwickelte lediglich Douglas Costa durch einen Schrägschuss Torgefahr.

Bayern blieb zur Halbzeit lange in der Kabine. Es gab offenbar Gesprächsbedarf. Der Coach reagierte zudem mit personellen Wechseln. Martínez und Lewandowski kamen für die schwächsten Münchner Thiago und Bernat. Was folgte, war Bundesligageschichte. Robert Lewandowski traf innerhalb von 15 Minuten nach seiner Einwechslung fünf Mal ins Wolfsburger Tor. Aus einem 0:1 zur Halbzeit wurde bis zur 60. Minute ein 5:1. Lewandowski brauchte in dieser Phase fünf Chancen für fünf Tore und brach den Widerstand der Wölfe innerhalb von wenigen Minuten komplett.

  • 51. Minute: Schöne Kombination über Götze, Vidal und Müller. Lewandowski schiebt den freien Ball über die Linie.
  • 52. Minute: Vertikaler Ball von Alonso auf Lewandowski. Der Stürmer dreht sich und schießt aus 18 Metern trocken ein.
  • 55. Minute: Götze legt nach schönem Lauf im Sechzehner quer. Lewandowski tifft zunächst den Pfosten und drückt dann den dritten Nachschuss irgendwie über die Linie.
  • 57. Minute: Flanke von Douglas Costa von der linken Seite. Lewandowski rauscht von hinten heran und hämmert den Ball aus elf Metern aus vollem Lauf unter die Latte.
  • 59. Minute: Götze bringt einen Ball von der rechten Seite halbhoch in den Strafraum. Lewandowski trifft per Seitfallzieher aus 15 Metern ins Netz.
  • 5:1.

Danach war das Spiel entschieden. Bayern kontrollierte die Partie, hätte sogar noch erhöhen können. Allein Lewandowski scheiterte zwei Mal aus aussichtsreicher Position. Dazu kamen gute Chancen von Thomas Müller und Douglas Costa. Am Ende war all das nur noch Nebensache. Bayern macht einen Bigpoint gegen einen direkten Konkurrenten und bleibt trotz des 3. Rückstands in dieser Saison ohne Punktverlust.

3 Dinge, die auffielen:

1. Patsch, patsch, patsch, patsch, patsch….

Der FC Bayern hat vor allem in den vergangenen drei, vier Jahren so einige besondere Rekorde aufgestellt. Aber was am Mittwochabend zwischen 21:00 und 21:15 passierte, setzte Vielem noch einmal die Krone auf. Robert Lewandowski zeigte eine der individuell herausragendsten Leistungen der Bundesligageschichte. Er allein drehte ein Spiel, das über 45 Minuten noch nach einem echten Dämpfer aussah. Der schnellste Hattrick der Bundesligageschichte, der schnellste Viererpack der Bundesligageschichte, der schnellste Fünferpack der Bundesligageschichte. Der erste Fünferpack für einen Einwechselspieler. Neun Minuten brauchte der polnische Nationalspieler für fünf Tore. Unfassbar.

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Es wäre vermessen zu sagen, dass sich diese Explosion in den ersten Minuten der zweiten Hälfte angedeutet hätte, aber doch war nach dem Doppelwechsel von Guardiola in der Pause ein kleiner Ruck zu spüren. Vor allem der Seitenwechsel von Douglas Costa und Götze entfaltete sofort eine Wirkung, da Wolfsburg sich für einen Moment umorientieren musste. Auch die Hereinnahme von Martínez, der in 45 Minuten sechs Kopfballduelle gewann (Bestwert) wirkte sich positiv aus.

Der Ausgleich in der 51. Minute war noch am ehesten einer tollen Gemeinschaftsleistung zu verdanken. Götze wurde über rechts frei gespielt und Bayern gelang es endlich einmal mit mehreren Spielern und Tempo in den Strafraum einzudringen. Auch Vidal zog mit einem sehenswerten Lauf in die Spitze, legte per Hacke auf Müller, dessen Schussversuch von Dante in Richtung Lewandowski gespitzelt wurde, der nur noch einschieben musste.

Was folgte war eine Explosion, die irgendwie auch die unglaubliche Vielseitigkeit Lewandowskis unter Beweis stellte. Fernschuss, Stochertor, Direktabnahme aus dem Rücken der Abwehr, Seitfallzieher aus 16 Metern. Lewandowski zeigte unterstützt von Müller, Götze und Douglas Costa sein komplettes Repertoire. Es war eine Sternstunde. Seine Sternstunde.

2. Eine Halbzeit zum Vergessen

Bei allem Jubel über eine unwirkliche zweite Halbzeit sollten Bayerns Probleme in den ersten 45 Minuten nicht untergehen. Guardiola wird hieraus die richtigen Lehren ziehen müssen. Denn es war alamierend, mit welch einfachen Mitteln es den Wolfsburgern ab der 15. Minute gelang Bayerns Spiel die Stärken zu nehmen. Das Spiel der Hecking-Elf war im Wesentlichen auf zwei Dinge aufgebaut. Zum einen sollte mit Xabi Alonso durch eine Sonderbewachung von Kruse der stärkste Aufbauspieler der Hausherren aus dem Spiel genommen werden. Zum anderen bemühte sich Wolfsburg dem individuell gefährlichsten Offensivspieler des Tabellenzweiten (Douglas Costa) auf dem Flügel mit zwei oder drei Spielern den Weg in Richtung Strafraum zu versperren. Durch die tief liegenden Sechser Luiz Gustavo und Guilavogi wurden zudem die Achter- und Zehnerräume der Münchner gestört. Wie gesagt: Sonderlich kreativ ist das alles nicht. Erschreckend war, wie wirkungsvoll es funktionierte.

Wolfsburg bemühte sich anders als viele andere Mannschaften in der Vergangenheit Xabi Alonso nicht nur anzulaufen, sondern schon die Passwege auf den Spanier zuzustellen. Alonsos Abkippen wurde so noch komplizierter und störte den Spielfluss noch stärker als ohnehin schon. Normalerweise wäre es jetzt die Aufgabe von Vidal und vor allem Thiago gewesen, das Spiel an sich zu reißen. Vor allem Thiago agierte aber in der ersten Halbzeit zu fehlerhaft, um dem Spiel Struktur zu verleihen. Seine Auswechslung war folgerichtig.

Fragwürdig war auch die Entscheidung Guardiolas gegen den VfL auf eine Viererkette zu setzen. Dies zeigte den Respekt, den der Bayern Coach auf Grund der Ergebnisse in der Vergangenheit gegen Wolfsburg hat. Bayerns Spiel wurde so schon in einer frühen Phase des Aufbaus sehr rund, U-förmig und weniger vertikal. Die Auflösung der Viererkette zugunsten eines weiteren zentralen Mittelfeldspielers wäre gegen die Wolfsburger vielleicht sinnvoller gewesen. Dass dies allein aber kein Grund für die schwache erste Hälfte sein konnte, zeigte die deutlich bessere Zweite, in der Bayern trotz Viererkette das Kommando übernahm.

Weiter zu beobachten ist die Rolle von Douglas Costa. Der Brasilianer zeigte in der ersten Hälfte nicht zum ersten Mal in dieser Saison große Probleme, wenn sich die gegnerische Defensive auf ihn konzentrierte und dem 25-Jährigen die erste Option im Dribbling nahm. Auch er zeigte eine bis auf einen Fernschuss völlig wirkungslose erste Hälfte und steigerte sich erst, nachdem Lewandowski sein Feuerwerk gezündet hatte. Am Ende steht wieder eine Torbeteiligung für den Neuzugang zu Buche, allerdings zeigte das Spiel gegen Wolfsburg auch erneut, dass Costa sein Spiel in München weiterentwickeln muss, um der Mannschaft in unterschiedlichen Konstellationen zu helfen – so wie es Robben und Ribéry vor ihm taten.

Guardiola sollte diese erste Halbzeit genau analysieren. Bayern musste zum dritten Mal in sechs Bundesligapartien einen Rückstand drehen. Das spricht einerseits für die großartige Moral der Mannschaft, aber kann auf der anderen Seite nicht dauerhaft gut gehen.

3. Götze macht den nächsten Schritt in die richtige Richtung

Mario Götze stand zum zweiten Mal in Folge in der Startelf für den FC Bayern. Der häufig zurecht kritisierte 23-Jährige machte gegen Wolfsburg einen weiteren Schritt in die richtige Richtung und zeigte eine präsente und insgesamt gute Vorstellung. Guardiola platzierte Götze zunächst erneut auf dem linken Flügel, jedoch mit der Option von dort nach innen zu driften und die Achter- und Zehnerräume zu besetzen. Dies gelang in der ersten Hälfte noch nicht optimal, doch Götze war schon in der schwachen Anfangsphase der stärkste Offensivspieler der Münchner.

Er hatte wie so häufig seine stärksten Szenen, wenn er als Nadelspieler ins Kombinationsspiel eingebunden war und mit durchgesteckten Pässen Mitspieler freispielen konnte. In der ersten Hälfte hatte er zudem etwas Pech, als er nach einer klugen Bewegung völlig frei im Strafraum von Douglas Costa übersehen wurde.

Nach der Pause rückte Götze nach rechts und hatte großen Anteil an Lewandowskis One-Man-Show. Das 1:1 leitete er mit ein. Das 3:1 und das 5:1 bereitete er direkt vor. Am Ende standen drei Torschussvorlagen (Bestwert), 16 gewonnene Zweikämpfe (Bestwert), vier erfolgreiche Dribblings (Bestwert) und fast 100 intensive Läufe (Bestwert). Es war eine komplette Vorstellung von Götze mit nur leichten Schwankungen im Verlauf der Partie.

Wenn ein realistischer Anspruch an Götze ist, dass er positiv Einfluss auf das Spiel des FC Bayern nehmen muss, dann erfüllte er diesen Anspruch. Und genau darum geht es für ihn im Moment.

FC BAYERN – VFL WOLFSBURG 5:1 (0:1)
FC BayernNeuer – Lahm, Boateng, Alaba, Bernat (46. Martínez) – Alonso (78. Kimmich) – Thiago (46. Lewandowski), Vidal – Müller, Götze, Costa
BankUlreich, Rafinha, Rode, Coman
VfL WolfsburgBenaglio – Träsch, Naldo, Dante, Rodriguez – Guilavogui, Luiz Gustavo (59. Arnold) – Caligiuri, Kruse (78. Schürrle), Draxler – Dost (78. Bendtner)
Tore0:1 Caligiuri (26.), 1:1 Lewandowski (51.), 2:1 Lewandowski (52.), 3:1 Lewandowski (55.), 4:1 Lewandowski (57.), 5:1 Lewandowski (59.)
KartenGelb: Vidal / Caligiuri
Zuschauer75.000 (ausverkauft)
SchiedsrichterTobias Stieler (Hamburg)
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Leserkommentare
  1. Christopher

    Martinez muss auch loben erwähnt werden. Er hat mit 90% Zweikampfquote die Abwehr wesentlich stabilisiert und viele Kopfballduelle gewonnen. Zudem die Spielaufbau immer wieder klug angestoßen. Sogar einen “Key-Pass” gespielt. Schön das er wieder da ist.

  2. Gerade erst wieder Zuhause angekommen: Lewandowski. Un-fucking-fassbar.

    1. kurt

      Das triffts ziemlich genau.

      Was soll man nach so einer Partie groß sagen. Unglaublich.

      Und schön, dass Steffen Götzes Vorlage zum 3:1 mit erwähnt. Ich glaube die wird ihm nicht offiziell zugesprochen, da Lewy seinen ersten Schuss an den Pfosten gesetzt hat, aber so gesehen war es natürlich ein guter Pass.

    2. Done

      Bin gerade zurück von der Lewandowski – Gala und hab immer noch Schnappatmung! Einfach grandios!

  3. förb

    ich habe das spiel leier nicht gesehen, aber ich freue mich tierisch, dass lewa jetzt offiziell und unabstreitbar in münchen “angekommen” ist, um ein letztes mal diese floskel zu bedienen. sowohl mannschaft als auch spieler haben sich, nach anfänglicher inkompatibilität, jeweils ein stück weit verändert, und die synthese ist, wie so oft, besser als die these und auch besser als die antithese. freut mich auch, dass götze seine starken leistungen der letzten zeit weiter bestätigen kann. wer weiß, vielleicht war der länderspielblock tatsächlich der dosenöffner bei ihm. martinez wieder auf dem feld und mit positivem einfluss auf das spiel, das ist ebenfalls eine gute nachricht. nur bei alonso schleicht sich die furcht davor ein, dass jetzt alles wieder den gewohnten gang gehen könnte wie letzte saison. das wäre schade, denn man war ja in ein paar spielen diesbezüglich schon weiter. zu costa möchte ich sagen: ich denke, er hat mit seinem speed und seiner dribbelstärke zu beginn einige defensivreihen erstmal geschockt, dadurch war er dann zunächst auch sehr effektiv. wenn er jetzt gedoppelt und getrippelt wird, dann ist das nur eine logische konsequenz und zeigt lediglich, dass die anderen halt nicht völlig blöd sind. aber, selbst wenn das jetzt erstmal seine persönliche effektivität reduziert, bedeutet es doch trotzdem eine schwächung des gegners! wenn wir auf zwei flügeln durchschlagskräftig genug sind, um konstant 2-3 gegenspieler zu beschäftigen, und zugleich schnell und präzise das spiel verlagern können (gerade hier hat mich costa mit seiner sehr guten technik bei der annahme langer bälle überzeugt), dann werden sich gerade zentral zwangsläufig lücken ergeben, in die dann vidal, götze, müller oder lewandowski stoßen können – und ich denke, wir haben heute gesehen, was für eine waffe das ist.

    1. Done

      Alonso darf man heute nicht zu kritisch sehen, denn er wurde bei Ballbesitz Bayern von den Wolfsburgern teilweise sogar gedoppelt, bevor ein Pass in seine Richtung kam. Ich nehme an, dass er heute die wenigsten Ballkontakte hatte seit er bei uns ist.

      1. förb

        ich hab da auch gar nicht so sehr alonso selber im visier gehabt, sondern eher seine rolle/vorgaben/position… wenn diese dinge seine (bekannten) schwächen betonen, kann er natürlich erstmal nix dafür.

        kann es sein, dass alonso nach den halbzeitwechseln eher IV gespielt hat, alaba AV und götze zentraler? das erscheint mir die logische konsequenz der wechsel, und würde in meinen augen auch die leistungsexplosion der mannschaft erklären.

      2. Josef

        2. HZ hat Javi IV gespielt, Alaba LV. Xabi weiterhin auf der 6 und Götze RA, siehe auch seine Torvorbereitungen von ebenda.
        Es ist halt doch nicht immer so einfach mit den Erklärungen a la “Götze zentral gut, außen nicht”. (Nicht auf dich bezogen)

  4. Jake1965Blues

    Geile Leistung von Lewa! Geniale zweite Halbzeit.

    Und wie immer sauschnell und absolut korrekt und neutral von euch zusammengefasst. Thumbs up dafür! Klitzekleine Kritik bei der Schilderung des 3:1. Der passte erst im dritten Versuch. Erster an den Pfosten, mit den zweiten Benaglio angeschossen, den dritten dann ins Tor.

    1. Philipp

      Eigentlich war es vorher richtig. Schuss -> Nachschuss -> zweiter Nachschuss

  5. Tripler

    OT: Die Weiterleitung zum Shop funktioniert bei mir nicht.

    1. Danke, Tripler. Leider liegt da ein Fehler beim Anbieter vor. Wir beobachten es, damit wir einen Fix direkt einspielen können.

  6. Pachinko

    Find auch gut dass der Pep mal seine Lieblinge runternimmt. Der wird diese Saison vor keinem Rücksicht nehmen egal wie er heißt.
    Man muss auch mal fragen was mit Bernat los ist, der taumelt irgendwie schon die ganze Saison hinterher, der muss langsam aufwachen.
    Und bitte lass Martínez fit bleiben, wir brauchen ihn einfach und schön zu sehen, dass es schon für ne HZ reicht

  7. pitvonbonn

    Wiesnzeit – Bayernzeit – Torezeit – Freudenzeit.

  8. Ja, zweite Halbzeit war toll und Lewandowski überragend.

    Trotzdem, diese erste Halbzeit war einfach furchtbar. Langsam, u-förmig, träge. Wenn wir denken, dass es auch mit 99% geht, geht die Meisterschaft schief. Gerade mit Dortmund im Nacken.

    Eins ist mir aufgefallen: Alonso hat sich öfter links von Alaba postiert und wollte von da das Spiel machen. Was hat das für einen Sinn, Grund? Alonso ist doch am besten wenn er das Spiel vor sich hat.

    Letzte Anmerkung: Was bin ich froh, dass wir Gustavo abgegeben haben. Das einzige was schneller aufgibt als Gustavo unter Pressing ist VW unter Druck der US Behörden.

  9. Marco05

    “Götze war schon in der schwachen Anfangsphase der stärkste Offensivspieler der Münchner”

    Puhh, da muss ich ein anderes Spiel gesehen haben. Gut, Müller war in HZ in Grunde nicht bewertbar, aber was Götze für Bälle verdaddelt hat gaht halt auch gar nicht. Glaube der hat nicht einen Zweikampf gewonnen in HZ1. Das beste war noch sein Pass auf Müller. Sonst war nix, aber auch gar nix.

    In HZ2 wurde es dann, wie in der gesamten Mannschaft besser.

    Wer sieht Alonso kritisch? Er war in HZ1 der einzige Lichblick. Hat mehrere direkte Duelle defensiv souverän gewonnen und ein paar gute Bälle gespielt. Da war nix negatives zu sehen gestern, im Gegenteil: er ist aktuell einer der stabilsten.

    Ansonsten bin ich froh, dass Martinez wieder dabei ist. Will nicht behaupten, dass seine Einwechslung auch maßgeblich war, aber da sieht man bei jedem Ballkontakt was uns da 1 Jahr abging. Bernat aber auch wirklich mit einem gebrauchten Tag. Eine Formkrise sehe ich dennoch noch nicht. Gestern war es einfach schwach, mehr sollte man noch nicht draus machen.

    Ach ja: Lewy Fußballgott!!!

  10. BayernExpat

    Wie kläglich Lewa die chance auf den doppel Hattrick versemmelt hat. Sofort zurück auf die Bank!

    1. Lahm hats ja ähnlich gut ausgedrückt! ;)

      1. Jo

        Richtig! Diese Einstellung nach gerade mal fünf Toren schon wieder nachzulassen gefällt mir nicht. Alarmierend!
        Hier muss Sammer übernehmen.

  11. förb

    So, jetzt hab ich das Spiel doch gesehen! :)

    um es mit Max Kruses Worten zu sagen: “Einfach unglaublich Alter! Echt ey!”

    Ich muss sagen, das ganze wirkte auf mich doch hier und da etwas anders, als im Artikel besprochen, vor allem Alonsos Wirken. Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft, sobald sich Alonsos Dreifach-Manndeckung etabliert hatte, damit quasi schulterzuckend arrangiert hatte und einfach tendenziell längere Pässe in die vom Gegner verwaisten Räume spielte. Damit bin ich soweit fein, und hier und da hatte ich sogar das Gefühl, dass Alonso durchaus bewußt (oder vielleicht einfach intuitiv) seinen “Pressing”-Magnetismus (Pressing in “” weil er, aus VFL Sicht, letztlich nicht aggressiv genug gepresst wurde) genutzt hat um der 4er-Kette den Gegner passend zurechtzulegen, so dass schnell und unbedrängt das Spiel nach vorne aufgebaut werden konnte.

    Das eigentliche Problem mMn in HZ1 war, dass man in vorderster Front einfach zu wenig Präsenz und Ideen hatte. Thiago ist hier negativ zu erwähnen, von dem ich, in einem ZMF mit Alonso und Vidal, einfach erwarte, dass er die Offensive mit Kreativität bereichert – was er aber leider nicht ansatzweise hinbekam. Zusätzlich hatte Müller einen uninspirierten Tag und fand einfach keinen Zugriff auf das Offensivspiel. Mit Lewandowski vor ihm und eher als ‘Wilde 10’ klappte es dann ja in HZ2 wieder gut.

    Insgesamt ziehe ich aus dem Spiel 3 Schlüsse:
    1. Lewandowski ist ein Stürmer von einem anderen Planeten. Und wir haben ihn.
    2. Auch ein FC Bayern braucht einen “richtigen” Stürmer – hat aber momentan nur EINEN im Kader! Hier sollte man vielleicht schon in der Winterpause, spätestens aber zur nächsten Saison, tätig werden!
    3. Größtes Problem ist derzeit, wer hätte das gedacht, das ZMF! Hier fehlt uns Kreativität. Miki/Gündogan beim BVB zeigen, sie viel Zug da im Kamin sein kann. Ich bin nach wie vor der Meinung, das Götze der Mann ist, der dieses Dilemma, ja dieses Paradoxon, lösen könnte.

  12. Axel

    Als ich um 21:10 Dantes Gesicht mal in Nahaufnahme sah, dachte ich, sieht genauso aus wie beim 7:1 gg Brasilien ;)

    Zu Costa: Ich habe den Eindruck, rechts ist der verschenkt. Er kann dann zwar den Robben machen und den Abschluss suchen, aber seine Schnelligkeit die Linie runter so gut wie nicht nutzen. Schon im letzten Spiel hat man das gesehen.

  13. florian

    @ Axel
    “Costa bereitete zwei Tore vor und steht nun bein neun Assists.
    Seit Beginn der Datenerfassung 1992 hatte kein Spieler so viele Vorlagen nach sechs Spieltagen.”

    Ich möchte nicht unser Gegner sein, wenn wir mal wirklich gut spielen.
    Kommen Ribery, Robben, Badstuber und Benatia wieder, erhöht sich der Zug zum Tor noch einmal beträchtlich.
    Ständige 1:1 Situationen der Hochgeschwingkeits-Flügelspieler, das schnelle Verlagern auf die durchs Doppeln entsehenden Räume, gepaart mit den individuellen Fähigkeiten der anderen Spieler führen dann zwangsläufig zu Chancen fast im Minutentakt. Mehr Kopfballpräsenz im MF bekommen wir auch dann auch wieder mehr durch Javi, vorne durch Benatia.

    Mir ist es so jetzt lieber (nicht immer überzeugend spielen, aber gewinnen) als dass wir im April wieder auf dem letzten Loch pfeifen. Guardiola experimentiert anscheinend ein wenig und lässt am Anfang wohl nicht immer gleich Vollgas spielen. Er schaut sich erst die Situation an und reagiert.

    Was den BVB angeht: Gut, dass da wieder eine Mannschaft angreift, das motiviert die Jungs eher.
    Das Tuchel-System sollte uns eventuell auch mehr liegen.

    WOB und BAY sind meiner Meinung nach jetzt schon fast aus dem Titelrennen raus.

    1. Pachinko

      Man stelle sich einfach mal vor, es steht zur 70 Minute noch 0:0 und Pep wechselt einfach mal 3 frische Weltklasse Spieler ein.

    2. Axel

      Hier ein Zitat von Spielverlagerung, das meine Beobachtung bestätigt: [In der zweiten Halbzeit waren] Auch die Flügel passender besetzt: Costa und Götze versprachen auf ihrer Seite mehr „organische Breite“. Dadurch dass sie häufiger den Weg an die Grundlinie suchten und nicht mehr ständig in die Mitte zogen, mussten Wolfsburgs Außenverteidiger weiter herausschieben. Wolfsburgs Formation war in der Horizontale gestreckter, wodurch sich automatisch die Schnittstellen zwischen den Verteidigern vergrößerten.

  14. Jo

    Eines dieser Fußball “ausgerechnet”. Ausgerechnet Lewy der ansonsten erstmal drei todsichere verballert um die unmöglichen zu machen.
    Ja, hat mich auch an das HF gegen Brasilien erinnert. Natürlich nicht von der Wertigkeit, aber irgendwie war die Torfolge genauso unfassbar. Ja, und auch gestern hat mir der arme Dante wieder leid getan. Muss bitter sein da immer auf der falschen Seite zu stehen.

    Und sooo wichtig. Drei Pflichtspiele hintereinander gegen Wolfsburg zu verlieren? Wann hätt’s denn so was mal gegeben.
    Und endlich mal wieder Siege gegen die Topteams. War ja letztes Jahr unsere Schwachstelle. Von daher schön auch in die Richtung Zeichen gesendet zu haben.

  15. Felder

    unbeLEWYable

  16. Erich_B

    Die Leistung von Lewa ist natürlich historisch – keine Frage.
    Dennoch muss man sagen das die “Gesamtleistung” der Mannschaft irgendwie in die Saison passt: Licht und Schatten.
    Wie so oft tut man sich in der 1 HZ schwer und hat die bekannten Probleme im letzten 1/3.

    Bei Spielverlagerung findet sich auch ne interessante Analyse.

    Natürlich stellt Pep dann treffend um – Martinez und Lewa rein. Aber manchmal frage ich mich ob diese ganzen Positionswechsel (Alaba auf IV, Costa links oder rechts, Götze mal im Sturm dann wieder außen) zu Lasten der Stabilität gehen.
    Vielleicht wäre es für die Spieler besser über mehrere Spiele auf einer Position zu spielen.

    Da die höhe des Sieges und die individuelle Performance von Lewa natürlich Gesprächsthema Nr. 1 sind würde ich gerne ein paar andere Aspekte aufgreifen:
    – Thiago findet keinen Rhythmus. Den benötigen wir aber gerade für das Spiel durch die Mitte dringend. Ich hoffe er erreicht noch sein Niveau, wäre wichtig.
    – An Costa muss Ribery, sollte dieser wieder 100% fit sein, erstmal vorbei.
    – Martinez: Schön das es für 1 HZ reicht, ich hoffe Pep verheizt ihn nicht. Aber das Pep ihn jetzt schon 1 HZ in so einem Spiel bringt zeigt für wie wichtig er ihn hält.

  17. Axel

    Was mir noch fehlt ist eine Antwort auf die Frage: Was ist beim VfL denn in den zehn Minuten schief gelaufen? Welche Fehler haben die gemacht? Dass wir sie so an die Wand gespielt haben, kann nicht nur an Halbzeitansprache und zwei Auswechslungen liegen….Anyone?

    1. Erich_B

      Auf spielverlagerung findet sich eine taktische Analyse.

      1. förb

        sorry, aber ich z.b. habe nicht immer lust, mir die ganzen 10 seiten pseudo-intellektuelles/hyper-geekiges taktikgesülz reinzuziehen. von daher kann ich es nachvollziehen/finde ich es legitim, diese dinge hier auch in anderem kontext, mit anderer perspektive/gewichtung zu besprechen ;)

      2. Erich_B

        Gebe dir recht, wobei der Artikel Bayern – WOB relativ wenig komplex und kurz ist.

  18. Mic

    Das war ein Abend…Zuerst dachte ich, das wird ganz heikel und eng für uns. Nach Neuers Ausflug in die “No-Go-Area” für Torhüter war ich mir sicher, das es ein hartes Stück Arbeit werden würde. Ich fand’ die Mannschaft unkonzentriert und -sorry- schlecht eingestellt. Thiago und Bernat waren Totalausfälle und gehören in der momentanen Form so nicht auf den Platz. Pep-Lieblinge hin oder her, Begabung und Technik ist im Übermaß vorhanden. Gestern mangelte es mir an Einsatz! Was die nächsten Partien, insbesondere im Hinblick auf das Spiel gegen Dortmund angeht, bin ich weniger pessimistisch. Ich glaube Dortmund hatte bisher kein sonderlich aufregendes Programm. Die Gegner in der EL sind weiter unter “normalem” BVB-Niveau und die Siege dort beunruhigen mich nicht. Leverkusen hat schon “längere Zeit” offenbar Probleme und kam zur rechten Zeit. Hannover, Berlin und Ingolstadt sind nicht das heftigste Auftakt-Programm das man haben kann. Und heute Abend müssen sie schließlich erstmal mit zwei Toren Differenz gewinnen…

    1. Erich_B

      Sagen wir mal so: Von allen Top5-Mannschaften (FCB, BVB, LEV, WOB, Schalke) hat sich der BVB am meisten taktisch weiter entwickelt. Die haben im Moment in der Offensive ne tolle Kreativität, Lösungsmöglichkeiten und einstudierte Laufwege.
      Das ist gerade der Bereich wo es bei Bayern hin und wieder mangelt.

      Das LEV aktuell unter Wert spielt denke ich auch.

  19. jomo

    Alle erwähnen immer den armen Dante bei den Brasilien-Wolfsburg-Vergleichen. Ebenso mit am Start war die defensive Mittelfeldgranate Luiz Gustavo… in beiden Spielen.

  20. Baldi

    “Hat es das in der Geschichte der BL überhaupt schon mal gegeben, dass zwei Mannschaften mit 21-0 Punkten aufeinander treffen?!”

    Nein. ;)

  21. Falcon

    Wieder mal sehr schön analysiert. Was auffällt ist, dass Guardiola oft eine Anfangstaktik wählt, die nicht richtig greift, weil der Gegner sich im Vorhinein darauf eingestellt hat. Guardiola reagiert dann häufig in der Halbzeit und stellt um. So auch diesmal. Um fast immer hat er dann das richtige Händchen. Auf die Flexibilität im Spiel zu reagieren und, teilweise auch mit neuen, anderen Spielern, den Gegner anders anzugreifen konnte sich bisher so gut wie kein Konkurrent einstellen. Trotzdem bleibt die Frage, warum es in dieser Saison selten von Beginn an funktioniert.

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  23. […] und Angelpunkt der Bayernoffensive. Legendär und unvergessen bleibt für viele Bayernfans die fünf Tore in nicht mal 10 Minuten gegen den VfL Wolfsburg in der […]

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