1. FSV Mainz 05 – FC Bayern München 0:3 (0:0)

Nach dem aufregenden letzten Spieltag gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten VfL Wolfsburg stand für den FC Bayern jetzt wieder ein Team aus dem Mittelfeld auf dem Spielplan. Mainz stand vor dem Spiel mit drei Siegen und drei Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz.

Das letzte Spiel gewannen die Bayern in Mainz zum Ende der letztjährigen Hinserie mit 2:1. Robben traf damals in der allerletzten Sekunde zum Sieg.

Falls ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola baute vor dem heutigen Duell erwartungsgemäß auf einigen Positionen um. Rafinha, Coman, Martinez und Lewandowski rückten in die Startelf. Vidal und Boateng, der bislang nur einmal gesperrt gefehlt hatte, bekamen zum ersten mal in dieser Saison eine Pause. Taktisch ergab sich ein zunächst klassisches 4-1-4-1. Somit verzichtete Pep Guardiola erneut auf die Dreierkette, die gerade zum Beginn der Saison der Ausgangspunkt vieler taktischen Überlegungen war. Interessant war an diesem Samstag, dass nicht Alaba als linker Außenverteidiger auflief, sondern Rechtsfuß Rafinha einen inversen Außenverteidiger geben musste. Alaba spielte neben Martinez im Zentrum, Lahm auf der rechten Position.

Mainz spielte im erwarteten 4-2-3-1 System das bei Ballbesitz Bayern zum 4-4-2 wurde. Dabei spielte Mainz durchaus ein sehr mutiges Pressing und lief die Viererkette der Münchner auch bis ins letzte Drittel an. Die Münchner konnten so nur sehr schwer ihren eigenen Spielaufbau entfalten.

Startaufstellung FSV Mainz 05 - FC Bayern München, 26.9.2015Pep Guardiola setzte mit seinem FC Bayern erneut auf ein konservatives 4-1-4-1 System. Rafinha spielte als Linksverteidiger.

Malli und/oder Latza nahmen Xabi Alonso über weite Strecken der Partie durch eine starke Mannorientierung aus dem Spiel. Gleichzeitig traute sich Javi Martinez nur selten zu, einen langen Ball (4 von 7) nach vorne zu spielen, um das Pressing der Mainzer etwas auszukontern. Auch Alaba hatte deutlich weniger Versuche als Boateng in den vergangenen Wochen, insgesamt 6 von 11. Die Quote der langen Bälle aus der Abwehr lag mit 50 % also deutlich unterhalb der 66-75 % Genauigkeit der letzten Spiele.

Der Spielaufbau lief daher meist über Thiago, der seinen 8er Raum hierfür immer wieder verlassen musste. Die Abstände zu den Offensivspielern Costa, Müller und Coman wurden so zwangsläufig sehr weit. Ein weiteres Problem nahm Pep Guardiola durch den invers eingesetzten Rafinha in Kauf: Dieser hatte nur begrenzte Möglichkeiten mit seinem rechten Fuß auf der linken Seite den Spielaufbau zu gestalten. Seine Passwinkel waren meist sehr ungünstig. Da Muto und de Blasis bzw. Clemens sehr gutes Pressing spielten, passierte in den ersten 20 Minuten nichts nennenswertes. Erst als ein Diagonalpass von der linken Seite Coman erreichte wurde es gefährlich. Dieser dribbelte zwei Spieler aus und wurde gefoult. Schiedsrichter Dankert zeigte folgerichtig auf den Punkt, doch Müller verschoss seinen zweiten Elfmeter in der Bundesliga und steht somit ‘nur noch’ bei 10 Treffern in 12 Versuchen (21.).

Mainz indes versuchte es immer wieder mit langen Bällen, durch Freistöße aus der eigenen Hälfte oder durch lange Abschläge von Karius. Die Bälle wurden fast bis an die Seitenauslinie gespielt und so ergaben sich hin und wieder Halbchancen. Die größte vergab Muto aus acht Metern. De Blasis hatte sich zuvor nach einem langen Ball locker gegen Lahm durchsetzen können.

Die Bayern wurden nur noch durch einen Distanzschuss von Costa gefährlich. Der Versuch war aber zu unplatziert, um Karius gefährden zu können (38.). So ging es mit einem verdienten Unentschieden für die Mainzer in die Kabine. Allerdings hatte die Elf von Martin Schmidt zu diesem Zeitpunkt schon über drei Kilometer mehr abspulen müssen. Vor allem das intensive Anlaufen der Abwehrkette der Bayern kostete viel Kraft.

Der FC Bayern kam personell unverändert aus der Pause, allerdings gab es leichte taktische Änderungen. Costa kam wieder über links, nachdem er ab Minute 30 mit Coman die Flügelpositionen getauscht hatte. Allerdings nicht über die Außenbahn, sondern eher über den Halbraum. Auf der anderen Seite nahm Müller eine ähnliche Position ein. Das Mittelfeld sollte also gezielter überladen, das Anlaufen für die Mainzer verkompliziert werden. Die Variante brachte aber zunächst keinen direkten Erfolg. Viel mehr machte (erneut) die individuelle Qualität der Spieler den Unterschied. Coman konnte sich auf dem Flügel gegen Bengtsson durchsetzen und eine Flanke Richtung Strafraum schlagen. Dort wartete Robert Lewandowski und verwandelte sehenswert per Kopf zum 1:0. Wie schwierig der Kopfball war, wurde erst in der Zeitlupe deutlich. Lewandowski springt rückwärts und lässt dabei den Ball gezielt über seine Stirn streicheln. Der Ball landete unhaltbar im Eck (51.).

Nach der Führung war der Mainzer Widerstand gebrochen. Das Angriffspressing der Hausherren fand keinen Zugriff mehr und die Lücken im Mittelfeld wurden größer. In dieser Phase fanden auch Thiago und Alonso besser ins Spiel und kurbelten immer wieder Angriffe der Münchner an. Vidal, der in der Zwischenzeit für Müller gekommen war und 1:1 seine Position eingenommen hatte, steckte einen Ball wunderbar an der Strafraumkante zu Lewandowski durch. Die Mainzer reklamierten alle auf Abseits, doch Lewandowski blieb unbeirrt und umkurvte Karius zum 2:0 (63.). Es war bereits der 10. Saisontreffer für Lewandowski im sechsten Spiel. Die Münchner blieben weiter am Drücker und verwerteten auch die dritte Chance im zweiten Durchgang. Costa setzte sich auf der linken Außenbahn gegen Brosinski durch. Sein scharfer Flachpass fand Coman, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (68.). Es war bereits die zehnte Torvorlage im zehnten Pflichtspiel von Costa in dieser Saison.

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Nach den drei Treffern in 17 Minuten nahmen die Münchner das Tempo aus dem Spiel und ‘schonten’ sich für die bevorstehenden Aufgaben. Die Elf von Pep Guardiola tat nur noch das nötigste und ließ die Zeit von der Uhr laufen. Am Ende steht ein neuer Startrekord für die Münchner. Zum dritten Mal gewinnen sie die ersten sieben Spiele einer Saison, aber noch nie hatten sie bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein so gutes Torverhältnis (+20). Überdies gehen die Münchner mit mindestens zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle in das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Dortmund. Unter der Woche allerdings steht zunächst ein Heimspiel in der Champions League an.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Players Game oder Coaches Game?

Der FC Bayern tut sich enorm schwer in dieser Saison in den ersten Halbzeiten ins Spiel zu finden und Torchancen zu kreieren. In sieben Spielen reichte es nur für vier eigene Treffer. Alle drei Gegentore fielen ebenfalls in den ersten 45 Minuten. Nach dem Pausentee indes stehen die Münchner bei 19:0 Toren. Es scheint so als griffen die Adaptionen von Pep Guardiola. Nicht immer müssen diese so offensichtlich sein, wie beim 5:1 Sieg gegen Wolfsburg als der Trainer der Münchner die beiden schwächsten Spieler in der Kabine gelassen hat. Manchmal sind es auch Nuancen, die dann aber doch zum Erfolg führen. Es scheint auf den ersten Blick so, als wäre Fußball doch ein “Coaches Game”.

Allerdings sicherte oftmals die individuelle Qualität der bayrischen Spieler die Punkte. So auch an diesem Tag. Die Chancenverwertung von Lewandowski nach einer Allerweltsflanke von Coman verwerten nicht viele Stürmer. Nach der Führung war es ein anderes Spiel. Zugleich darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Hase-und-Igel Taktik der Münchner darauf ausgelegt ist, die Gegner müde zu spielen. Selten war es so offensichtlich wie bei diesem Spiel gegen Mainz. Martin Schmidt ließ seine Spieler unheimlich viel investieren, wurde am Ende aber nicht belohnt. Somit ist Fußball wohl sowohl ein “Players Game” als auch ein “Coaches Game”. Vor allem bei der individuellen Qualität im Kader des FC Bayern.

2. Die Qualitäten des Kingsley Coman

Kingsley Coman bringt durch seine Dribblings auf der Außenbahn eine ungemein wichtige Qualität ins Spiel der Münchner. Mit vier erfolgreichen Dribblings war er maßgeblich am Erfolg der Münchner beteiligt. Zwar lief das Spiel in der ersten Halbzeit aufgrund der Asymmetrie, die sich durch die Positionierung von Rafinha und Thiago ergab, etwas an ihm vorbei. Doch in seiner ersten Szene war er gleich so präsent, dass er gegen die sonst sehr zweikampfstarken Mainzer einen Elfmeter erzwingen konnte. Es war bereits der dritte Elfmeter den Coman für die Münchner heraus holen konnte. Ähnlich entstand sein Assist vor dem 1:0 – Coman hat die Qualität sich in den wenigen Szenen, die er hat durchzusetzen. Gekrönt wurde die Leistung durch das 3:0. Es war bereits der zweite Saisontreffer für den erst 19-Jährigen Franzosen.

Auch sein Einsatz in der Defensive lässt sich durchaus sehen. Zwar sehen seine Pressingversuche meist etwas ungestüm aus, doch verhindern sie am Ende meist den einfachen Passweg für den Gegner. Am Ende waren es 69% gewonnene Zweikämpfe und eine gute Klärung am eigenen Strafraum.

Coman könnte sich als wichtiger Faktor in der Elf von Pep Guardiola erweisen. Gerade in den vielen englischen Wochen im Herbst und Winter hilft er, die Belastung im Kader besser zu verteilen – und das ohne großen Qualitätsverlust. Für ihn persönlich ist es auch eine gute Situation, kann er doch angesichts der Verletzungen von Ribery und Robben einige Spielminuten sammeln.

3. Unheimliche Quote

Robert Lewandowski macht zur Zeit alles richtig. In 135 Spielminuten erzielte er sieben Tore und war sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen den FSV Mainz 05 der Matchwinner. Beachtlich ist dabei seine Chancenauswertung. Aus vier Abschlüssen wurden zwei Tore gegen Mainz. Gerade der Kopfball vor dem 1:0 war eher eine Halbchance. Den Treffer zum 2:0 hätte Lewandowski zum Anfang der Saison so vielleicht auch nicht gemacht. Sein Torabschluss steht ihm zwar hin und wieder im Weg – das war gerade am Anfang der Saison noch zu sehen, allerdings lesen sich seine Zahlen in dieser Saison mehr als beeindruckend.

Wie bereits erwähnt steht Lewandowski bei zehn Toren in sechs Spielen. Hochgerechnet auf seine Einsatzzeit kommt er auf einen Schnitt von 2.1 Toren pro 90 Minuten. In seiner ersten Bayernsaison bzw. in seiner letzten BVB Saison waren es 0.62 Tore pro 90 Minuten. Die höhere Quote liegt vor allem an der deutlich hören Anzahl an Abschlüssen. Lewandowski schießt im Schnitt in dieser Saison 6.71 mal aufs Tor. Letztes Jahr waren es noch 3.81, in der letzten BVB Saison sogar nur 3.76 Torabschlüsse pro 90 Minuten. Lewandowski schießt also 76% häufiger aufs Tor als in der letzten Saison. Zeitgleich nimmt seine Schussgenauigkeit auch weiter zu. Das heißt die Qualität der Abschlüsse ist gut bis sehr gut – 81% seiner Versuche gingen aufs Tor. Im letzten Jahr waren es nur 53%. Die Kombination aus der Anzahl der Torabschlüsse und die Schussgenauigkeit erklären seine herausragende Quote.

Die Zahlen legen es nahe – Pep Guardiola hat Robert Lewandowski besser in das Spiel der Münchner integriert. Das mag auch daran liegen, dass mit Robben und Ribéry zwei Spieler fehlen, die selbst gerne den Abschluss gesucht haben. Mit Costa, Müller und Coman hat Lewandowski nun Spieler an die Seite gestellt bekommen, die sein Spiel deutlich unterstützen. Er zahlt es aktuell mit Toren zurück.

1. FSV MAINZ 05 – FC BAYERN 0:3 (0:0)
1. FSV Mainz 05Karius – Brosinski, Bungert, Bell, Bengtsson – Baumgartlinger, Latza (73. Moritz) – Clemens (81. Balogun), Malli (67. Samperio), De Blasis – Muto
BankCurci – Bussmann, Zimling, Niederlechner
FC Bayern MünchenNeuer – Lahm, Martínez (67. Boateng), Alaba, Rafinha – Alonso, Thiago – Coman, Müller (58. Vidal), Costa (70. Götze) – Lewandowski
BankUlreich – Bernat, Rode, Kimmich
Tore0:1 Lewandowski (51.), 0:2 Lewandowski (63.), 0:3 Coman (68.)
KartenBaumgartlinger / Alonso
Zuschauer34.000 (ausverkauft)
SchiedsrichterDankert (Rostock)
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Leserkommentare
  1. pitvonbonn

    Wunderbar, wie Pep die Gegner müde und mürbe spielen läßt und
    oft, so glaube ich, bewußt mit “falscher” Taktik und “schwächeren” Spielern,
    um den Gegner einzulullen und sie im Glauben läßt, sie könnten die Bayern heute packen.
    Dann schlagen die Bayern in der zweiten Halbzeit erbarmungslos zu.
    Pep ist ein wundervoller Taktiker, der den Bayern hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

    1. förb

      ja, mittlerweile glaube ich auch, dass das kein zufall sein kann

      halte es in diesem zusammenhang auch für einen interessanten gedanken, GERADE in den großen spielen lewandowski nicht beginnen zu lassen, sondern den gegner mit den außenstürmern sowie götze als nadelspieler und müller als freiem radikal zu zermürben und DANN lewa als brecher zu bringen, der sich gegen müde verteidiger mit seiner physis durchsetzen kann und einfach mal, in seiner jetzigen verfassung, wenn er an den ball kommt zu 50% ein tor macht

  2. Axel

    Ich hab das Spiel aus der Mainzer Kurve mitverfolgt (hab keine andere bezahlbare Karte bekommen) und fand gerade in der ersten Halbzeit recht beeindruckend, wie sich unsere Abwehr aus dem Pressing der Mainzer sehr cool rausgespielt hat. Baumgartlinger in der Mainzer Zentrale bei Seitenverlagerung immer von einer zur anderen Seite SPRINTEN zu sehen, hat mir noch einmal verdeutlicht, wie platt die Spielweise des FCB den Gegner machen muss. Rafinha hatte auch unter Berücksichtigung seiner ungewohnten Person keinen guten Tag und ich habe mich gefragt, wie schlimm es (leistungsmäßig) um Bernat stehen muss, dass nicht er eingesetzt wurde. Und ein Letztes: Vielleicht liegt es an der für mich ungewohnten Perspektive von hinter dem Tor, aber ich hatte oft den Eindruck, dass gute Chancen für Vertikalpässe nicht genutzt worden sind.

    1. Josef

      Die von dir angesprochene “Pressingresistenz” finde ich aktuell auch beeindruckend. Gegen Wolfsburg doch auch schon. War es das dritte Tor, dass unter Druck bei uns an der eigenen (!) Eckfahne beginnt? Fast jede andere Mannschaft produziert dort einen Ballverlust oder gewinnt bestenfalls einen Einwurf – wir machen ein Tor drauß.

      Rafinha/Bernat: Naja, ich würde da jetzt nicht zu viel bzgl. Bernats aktuellem Standing hineininterpretieren. Immerhin stand er zuvor 3 Mal in Folge in der Startelf (Wolfsburg, Darmstadt, Piräus) und hat 225 Min gespielt, während nur auf die 90 Min gegen Darmstadt kam. In meinen Augen eine passende Auszeit für Bernat, auch unter Berücksichtigung der Leistung gegen Wolfsburg.

  3. Axel

    * Position (nicht Person)

  4. förb

    ein paar dinge, die mir noch aufgefallen sind:
    1. vidal hat sich offenbar auch emotional bereits bestens in die mannschaft integriert. wie er jubelt und hugs verteilt, das ist schon cool
    2. coman und costa sind dabei, sich zu einem kongenialen flügelpaar zu mausern. wenn sie das so weiter betreiben wird bald niemand mehr über verletzungen von robben und ribery sprechen/schreiben. schade einerseits, aber ein lichtblick für die zukunft andererseits.
    3. CoCo wirken, anders als vidal, durchaus noch etwas wie fremdenlegionäre… dafür demonstrieren sie aber super einsatzbereitschaft und legen eine geile no-bs-attitüde an den tag. die spielen gut fussball bei einem top verein und finden’s geil. so muss das sein. und genau dieser weg führt dann über kurz oder lang auch in die herzen der fans und dann werden sie auch, wenn sie bleiben wollen/dürfen, eine gute bindung zum verein haben
    4. alonso ist schon ein guter kicker. aber pep sollte ihn in 50% der spiele draußen lassen, denn alonso ist damm gut, wenn er fit ist und spritzig ist. außerdem bekommt dann kimmich seine einsätze
    5. vidal’s lauf in den strafraum beim 3:0 war mMn durchaus ein wichtiger faktor für das tor. damit hatte coman nur einen gegenspieler, gegenüber dem er dann einfach besser positioniert war. es ist genau diese “präsenz” die er der mannschaft gibt, die vidal so wichtig macht
    6. thiago hat für mich ein gutes spiel gemacht. vielleicht erwartet man zzt etwas zu viel von ihm. nach seinen ersten auftritten bei bayern hat man ihn ja gleich zum messias hochstilisiert. ist durcha us etwas mit der situation bei götze zu vergleichen. was ihn derzeit auszeichent ist, dass er zwar unauffällige aber effektiv das mittelfeld dominiert. der rhythmus, den er von natur aus in seinem spiel zu haben scheint, passt dabei gut zu der spielanlage der mannschaft, dazu kommt seine pressingresistenz. von mir aus alles im grünen bereich
    7. rafinha ist und bleibt ein wichtiger spieler für die mannschaft. auf praktisch jeder position in der defensive einsetzbar, praktisch nie verletzt, defensiv immer solide und gut ins aufbau- und kombinationsspiel eingebunden

    1. bootsmann

      Rafinha Qualitäten sieht man nicht nur auf dem Platz. Vor allem im täglichen Trainingsalltag kann man sehr gut beobachten, wie motiviert er selbst ist, wie er sich über Fehler ärgert, wie oft er die Kollegen anstachelt, an die Jüngeren Tipps verteilt etc. Neben Müller ist er bestimmt einer der (positiv) “Lautesten” im Training. Auch diese Qualität halte ich für eminent wichtig!
      Erinnert Euch mal an den Schalker Rafinha…

      1. förb

        in dieser hinsicht habe ich zwar überhaupt keinerlei ahnung, glaube ich dir aber jetzt mal einfach so :)

        für ihn würde ich mich echt freuen, wenn er auch in der brasilianischen nationalmannschaft seinen platz festigen würde. seine work ethics sind genau das, was den brasilianern mit ihrem fummel- und festival fussball abgeht

  5. Marco05

    Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dass das der Plan ist aber aktuell funktioniert es so. Fakt ist, dass wir den Gegner müde spielen müssen weil fast jeder mit 8-9 Mann hinten drin steht. Wenn man oft noch durch blöde Tore nach der ersten gegnerischen Chance in Rückstand gerät wirds doppelt schwer.

    Allerdings gelingt es uns zur Zeit gut im Laufe des Spiels Lösungen zu finden oder diese einzuwechseln.

    Und was ihr in eurem (guten) Bericht nur andeutet ist für mich Gewissheit: Lewy blüht auf ohne Robbery! Ist (leider) so aber zusammen funktioniert das nur bedingt. Da wird er einfach weniger oder zu spät angespielt.

    Respekt vor Coman, der sich auch durch immer ein paar unglückliche / -gestüme Aktionen nicht beirren lässt. Die Sekunde in der er den Unterschied ausmacht kommt immer öfter.

  6. Fabi

    Drei Dinge die mir aufgefallen sind:

    1. Während ich das Spiel aufmerksam verfolgte fiel mir auf, dass bei nahezu jeder Spielunterbrechung Pep einem der Spieler (meistens Thiago) neue Anweisungen gab und sie sofort von der Mannschaft ungesetzt wirden. Diese starke Kommunikation war letzte Saison nicht so stark zu beobachten und zeigt, dass man taktisch nicht nur flexibler sondern auch effektiver geworden ist. Es fällt mir kein Trainer ein der innerhalb von 20 Minuten mehr Formationen wechseln lässt als unser katalanischer Taktikfuchs. Diese enorme Flexibilität wird uns nächsten Frühling in den KO-Spielen zu Gute kommen.

    2. Nach alle den Lobeshymnen zu Douglas „The Rocket“ Costa in China meinten viele zu Recht, dass man erst abwarten solle ob der neubayerische Flitzfuß diese Leistungen auch dauerhaft bestätigen kann. Ja, kann er! In der Liga hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Costa extrem schnell ist und sein linker Fuß sehr stark ist. Er wird ständig gedoppelt, so gehen seine Qualitäten zwar etwas unter aber auch das hilft uns. Auch Ribéry und Robben wurden ständig gedoppelt, was wiederum dafür sorgte, dass ein Müller, Götze oder Lewandowski mehr Platz hatte. Also weiter so! Bei der ganzen Euphorie um CoCo meint man immer mehr zu behaupten, dass man mit den beiden Flitzern letzte Saison in Barcelona nucht verloren hätte.

    3. So unauffälig es auch ist, umso effizienter wurden wir dadurch. Lahm als Rechtsverteidiger ist einsame Spitze. So gut Rafinha auch ist, Lahm besitzt Qualitäten die einzigartig sind. Seine Spielintellienz und die Art und Weise wie er das Spiel von ganz hinten dirigieren kann ist weltklasse. Ich bin froh, dass wir mit Vidal einen echten Panzerknacker im Mittelfeld haben und Lahm wieder das machen darf was er zwar nicht am liebsten machen will aber am besten kann: Den besten Rechtsverteidiger der letzten Jahrzehnte spielen.

  7. rookie

    ich habe nicht verstanden, dass Pep Götze draußen gelassen hat. Finde ich unsensible, er war gegen Wolfsburg mit der BEste und ich dachte jetzt kriegt er einen LAuf und der Knoten platzt endgültig. Finde ich ungeschickt von Pep

    1. Thomas

      Tja, dann hätte Pep aber Thomas Müller opfern müssen für eine “Götze-Wohlfühl-Aktion”! Oder Pep hätte K. Coman auf der Bank lassen müssen. Oder er hätte Götze ins Sturmzentrum und Lewy auf die Bank setzen müssen …
      Er hat eben aufs Flügelspiel gesetzt und Götze in der Hinterhand behalten, was ich durchaus verstehen kann. Schließlich fielen 2 der 3 Tore nach Flügelaktionen und auch der (vergebene) 11er wurde durch einen Flügellauf eingeleitet. Götze kann seinen besonderen Moment am 4.10. in der Allianz Arena haben :-)

    2. kurt

      Götze wurde für die CL geschont. Der bekommt doch seine Einsatzzeiten, genauso wie letzte Saison. Der Junge ist auch nicht aus Watte und wird sowas auch aushalten. Solange er trotzdem merkt, dass er wertgeschätzt wird (wovon man ausgehen kann), gibt es doch gar keine Probleme.

      Unser Kader ist nunmal ohne Vergleich im Weltfußball. Da sitzt auch mal ein Götze auf der Bank.

  8. Josef

    Offtopic: Zwischen Artikel und den Kommentaren habt ihr immer Links auf andere, ältere Artikel. So weit so gut. Allerdings erscheint dort bei mir oft (immer?) als erstes der Link zu “Thiago fällt erneut lange aus” und sorgt ebensooft zu Spontan-Herzinfarkten. Könnt ihr euren Link-Algorithmus nicht so ändern, dass dieser Artikel nicht erscheint? ;-)

    1. bsg

      haha ja, bitte! same here!

    2. Hehe, wir haben jetzt mal Artikel mit allen Tags zum Thema “Verletzung oä” ausgeschlossen. Ich hoffe, dass es dann nicht mehr zu Schreckmomenten kommt ;)

  9. cpt. Lichtgewicht

    Oja, muss da Josef zustimmen, hab da auch schon ein Wechselbad der Gefühle druchgemacht ;)

  10. kurt

    So. Nach dem Spiel heute ist endlich auch dieser lächerliche Hype um die Bienen erstorben.

    War ja nicht mehr auszuhalten dieses Geschwurbel von wegen Meisterschaftsrennen. Nach nächstem Sonntag haben wir dann 7 Punkte Vorsprung.und die Sache ist durch. Kann dieses unsägliche Gequatsche nicht ertragen.

    Da sieht man auch einfach mal den Unterschied zwischen uns und den anderen Mannschaften. Im eigenen Stadion gegen Darmstadt nur einen Punkt holen, damit wird man halt nicht Meister.

    1. bootsmann

      Wart’ doch mal, bis die Lilien in der Allianz-Arena blühen… ;-)

    2. Jo

      Mal abwarten. Ein Spiel gegen Dortmund muss erst gespielt werden. Da kann alles passieren. War es nicht auch 2011/2012 wo in dem einen Spiel gegen Dortmund die Saison gekippt ist?

      Und wenn das mit den 7 Punkten Vorsprung klappt? Dann bleibt uns unsägliches Gequatsche ja leider nicht erspart. Spätestens dann wird Tag und Nacht die “die Bayern machen die Bundesliga kaputt” Leier gespielt werden.
      Hat für die Medien auch den Vorteil, dass man bei den Beiträgen immer nur das Datum ändern muss. Inhaltlich kann ja alles gleich bleiben.
      Die nächste Sau die dann durch unser Dorf getrieben werden soll, wird ja auch schon angefüttert. Ich sehe einen ätzenden “Klopp will/muss/darf/soll zu Bayern” Herbst auf uns zu kommen. Damit kann man den Leuten schon mal einige Monate auf den Nerven rumtrampeln.

      1. Erich_B

        Sehe ich genauso… man muss auch berücksichtigen das Bayern Spiele mit Glück, wenn auch verdient gewonnen hat (Hoffenheim, Augsburg).

        Gerade gegen Bayern spielt der BVB oft gut, also lasst uns erstmal das Spiel spielen, da ist alles möglich (Sieg/Niederlage/Unentschieden). Und wir haben schon oft schlecht gegen den BVB ausgesehen.

        Und gerade Siege gegen Bayern können immer gewisse Stimmungen hervorrufen, die eine Mannschaft dann durch die Saison treibt.

      2. kurt

        “Die Bayern machen die Liga kaputt” hör ich aber gerne. “Wir sind auf Augenhöhe” ist dagegen unsäglich. Was soll dieses unnötige Understatement? Finde ich nicht fair gegenüber Team, Trainer und Vorstand.

        Bayern wäre mit der aktuellen Punktausbeute 1. in jeder der großen Europäischen Ligen. Das kann man auch einfach mal so festhalten und muss nicht ständig irgendetwas anmahnen. Dafür sind unsere Spieler und Verantwortliche zu abgeklärt und professionell. Da wird von Spiel zu Spiel das Optimum rausgeholt. Und genau deshalb mag ich diesen Verein so sehr.

        Und natürlich kann gegen Dortmund immer alles passieren und es ist das Ligaspiel, was am ehesten von allen noch 50/50 ist, aber meine Aussage bezog sich ja auf den Hype, der in den letzten Wochen um diesen Club gemacht wurde und die Vermessenheit einiger von Meisterschaftsrennen zu fabulieren.

      3. Erich_B

        Da gebe ich dir recht. Das Umfeld vom BVB ist grundsätzlich enorm “hypebar”, das betrifft Vorstand, Spieler und auch die Journalisten sowie Fans.
        Da ist alles dann immer “total überragend”, “wie haben den Gegner heute mit unserem Pressing gefressen”, “BVB 2.0 – wir haben den Fussball neu erfunden”.

        Das kann halt positiv in die eine Richtung gehen (Siehe die 2 Meisterschaften sowie CL-Finale) als auch in die negative (siehe letzte Saison).

  11. Axel

    War bei den Bienen denn nicht der Schiri Schuld? Ich glaube auch, dass wir nach Sonntag 7 Pkt Vorsprung haben werden, aber ich bin nicht sicher, ob das gut ist. Leider sind auch diese Saison die vermeintlichen Meisterjäger eher Jägermeister (konnte ich mir nicht verkneife, sorry). Vielleicht wird jetzt Sané 04 zum neuen Chef-Verfolger ausgerufen, im WDR wird nach drei Siegen schon von einer Serie geschwärmt. Aber das hält nicht lange. Und wie in den letzten Spielzeiten bin ich immer hin- und hergerissen zwischen der Schadenfreude bei einer Niederlage der Iduna-Parkbewohner und dem Wunsch nach einer spannenden Saison. Und dann spielt Wolfsburg nur unentschieden…..Vielleicht sollten wir einen Teil des Kaders ausgliedern um mittelfristig mit zwei Mannschaften antreten zu können.

    1. bsg

      aaach, aber spannende Saison, kann doch nur zwei Sachen heißen. Entweder der FCB verliert mehr Spiele (wenig Interesse) oder es ist ein Fehlervermeidungswettlauf, wer zuerst verliert… kamma machen…

      aber es ist doch auch unterhaltend Souveränität abzufeiern, oder? Also wenn höggschde Seriösität in der BL zu ner unbeschadeten Meisterschaft führt. Denn gerade der FCB macht ja, dass eigentlich jedes Spiel auch fußballerisch und nicht nur “emotional” unterhaltsam ist. Dafür gibts dann noch CL.

      Don’t gamble with Meisterschaft ;-)

      1. Jo

        Kann man nicht besser sagen.

  12. Erich_B

    Lewa hat eigentlich gegen seinen Ex-Verein oft gute Spiele gemacht.
    Ich gehe eigentlich davon aus das Pep nicht voll offensiv spielen wird, sondern absichernd.

    Wenn ich mich recht erinnere hat er das schon gegen Darmstadt gemacht, als die AV arg defensiv standen.
    Vielleicht hat man gestern beim BVB gesehen warum…

  13. Sehr schöner Bericht,

    allerdings würde ich die schwachen ersten Halbzeiten der Münchner nicht über einen Kamm scheren. Es gab tatsächlich schwache-, wie z.B. gegen Augsburg, und solche wie gegen Mainz. Hier hat man den Gegner dazu gezwungen sich über die Maßen zu verausgaben und dann, als der Gegner dem extrem hohen Aufwand Tribut zollen musste, den Sack zugemacht. Ich sehe hier keine Schwäche der Münchner – im Gegenteil: Man bleibt trotz des sich nicht sofort einstellenden Erfolgs cool und vertraut in die eigene Stärke. Am Ende stand man so bislang immer auf der Gewinnerseite…

  14. Osrig

    Nun, auch die 90 Minuten gegen den BVB müssen erst noch gespielt werden. Im Gegensatz zu früher bin ich diesesmal aber nur wenig nervös, denn zu Hause haben wir in den entscheidenden Momenten, gerade auch unter Pep, immer gut ausgesehen gegen die Dortmunder Truppe. Unsere Jungs werden es hoch seriös angehen, und wenn wir in der Abwehr konzentriert zu Werke gehen und keine große Chance zulassen, dann werden wir vorn wieder die Tore machen, sei es Lewy oder Müller, und gewinnen. So ein Abschlusspech wie im Pokalspiel werden wir nicht noch mal haben, da bin ich zuversichtlich. Nur nicht nachlässig werden!

  15. kurt

    Was die Spannung der Liga angeht, die hat im Endeffekt nix mit unseren weiteren Saisonzielen (Finale DFB-Pokal, mind. HF CL+) zu tun. Denn da entscheidet am Ende einfach ein fitter Kader und die Tagesform.

    Die Theorie, dass man aufgrund fehlender Konkurrenz in der LIga, in der CL schlechter abschneidet, wird Jahr für Jahr durch englische Vereine widerlegt.

    Ich brauch da also auch echt keine “Spannung”. Ich will einfach gute Bayernspiele sehen und das wenn möglich jede Woche. Verwöhnt wie wir durch unseren aktuellen Kader und den Trainer sind, passiert dies auch mit angenehmer Regelmäßigkeit.

    Zusätzlich ist es natürlich interessant zu sehen, wieviel Potenzial noch in der Mannschaft steckt und wie sie sich weiterentwickelt.

  16. […] Spiele waren die Münchner vor dem Spiel ungeschlagen gegen den FSV, darunter der 3-0 Auswärtserfolg aus dem Hinspiel. Speziell in Hinblick auf das Spiel in Dortmund am Wochenende war es wichtig für die Elf von Pep […]

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