Streichergebnis für den FC Bayern

Der FC Bayern kommt in der Bundesliga zu Hause nicht in die Spur. Gegen Freiburg kamen sie über ein 1:1 nicht hinaus.

Es war Spiel Eins nach der Verletzung von Thiago. Der Spanier zog sich am vergangen Dienstag im DFB-Pokal gegen Rödinghausen eine Außenbandverletzung zu, die ihm zu einer Pause von vier bis sechs Wochen zwingen wird. Anders formuliert: Das Hinrundenaus droht.

Falls Ihr es verpasst habt:

Es sollte der erste Sieg für Niko Kovač gegen Christian Streich werden.

FC Bayern München vs. SC FreiburgGrundformationen: FC Bayern – SC Freiburg, 3.11.2018

In zuvor vier Partien, gewann der Bayern-Trainer keines der direkten Duelle. Aufgrund der Verletzung von Thiago schauten viele gespannt auf die Aufstellung im Mittelfeld. Der Bayern-Trainer entschied sich für Joshua Kimmich auf der Sechserposition. Dadurch ergab sich eine veränderte Viererkette, die von Alaba, Süle, Boateng und Rafinha gebildet wurde. Der bereits angesprochene Kimmich hatte Sanches und James auf den Achterpositionen vor sich. Die offensive Dreierreihe bestand aus Robben, Gnabry und Lewandowski.

Niko Kovač nahm somit einige personelle Rochaden vor, aber änderte trotz der Verletzung von Thiago seine taktische Grundausrichtung nicht. Das 4-1-4-1 ist nach wie vor gesetzt.

Auf der Gegenseite stand die Frage im Raum, ob Christian Streich an dem 4-4-2 aus der Vorwoche festhielt oder sie sich für eine Fünferkette entschied. Bei Bekanntmachung der Aufstellung war schnell klar: Streich behielt das 4-4-2 bei. Mit Kleindienst und Höler brachte Streich allerdings zwei Arbeiter auf den Stürmer Positionen, die ihre taktische Aufgabe, das Aufbauspiel des Gegners zu zerstören, sehr gut umsetzen können. Frantz und Haberer sollten den bayerischen Flügelfokus einbremsen. Unterstützt wurden diese von Koch und Höfler im Mittelfeldzentrum. Gerade erster hat sich zunehmend in der Bundesliga etabliert.

Die Münchner hatten die Partie in den ersten 15 Minuten gut im Griff. Die Elf von Niko Kovač zeigte sich sehr variabel und sicher im Pass- und Kombinationsspiel. Auffällig war die starke Asymmetrie der Münchner. James und Sanches haben zumeist versucht gemeinsam eine Seite zu überladen und so Überzahlsituationen zu erzwingen. Da sah phasenweise gut aus, brachte aber nur zwei Halbchancen ein.

Anschließend folgte der Bruch, den das Bayernspiel zuletzt häufig gesehen hatte. Zwar nicht so extrem, aber dennoch spürbar. Individuelle Fehler und Ungenauigkeiten holten Freiburg in die Partie. Diese kamen nun häufiger an den Ball und zumindest in Tornähe der Bayern.

In der 26. Minute verzeichneten die Münchner den ersten ernstzunehmenden Torschuss. Lewandowski wurde von Gnabry steil geschickt. der Pole agierte vor dem Tor allerdings zu zögerlich und fand in Schwolow seinen Sieger.

Viel mehr passierte bis zur Pause nicht mehr. Die Mannschaft von Christian Streich beschränkte sich auf die Zerstörung des Spiels. Dieser Plan ging auf. Die Münchner hatten zwei Torschüsse aufs Tor in den ersten 45 Minuten. Zu wenig für die eigenen Ansprüche.

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In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Freiburger mutiger und kombinierten sich nach Ballverlusten der Münchner gefälliger nach vorne. Zwingende Chancen waren bis auf ein Abseitstor nach einem Freistoß für die Breisgauer aber nicht dabei. Auf der Gegenseite kamen die Bayern auch nicht wirklich zu Torgefahr.

Wenn es bei den Bayern gefährlich wurde, dann nur, nach Standardsituationen. Ein Freistoß von Lewandowski landete in der Mauer. Gnabry kam mal frei zum Abschluss, aber schoß sich ans eigene Bein.

Kovač brachte Müller und Ribery für James und Robben. Positive Impulse konnten beide nicht einbringen.

In der 80. Minute konnten die Münchner nach einem Freistoß kontern. Nachdem Sanches und Ribéry sich beinahe selbst im Weg standen, kam der Ball über Rafinha zu Gnabry. Der deutsche Nationalspieler probierte es abermals mit einem Dribbling. Zum ersten Mal waren die Freiburger zu passiv. Gnabry traf mit rechts ins kurze Eck. Für den Torschützen kam wenig später Goretzka.

Als alle schon den Arbeitssieg verbuchten, kam Freiburg zum Ausgleich. Heintz spielte Günter auf dem linken Flügel an, der aufgerückte Abwehrmann flankte flach in den Strafraum – und findet Höler vor dem Tor. Der Angreifer drückt den Ball aus rund sechs Metern über die Linie. Neuer hatte keine Chance.

Die Elf von Kovač versuchte es nochmal, aber kam nicht mehr nennenswert zum Abschluss. Am Ende war es das dritte Bundesliga-Heimspiel ohne Sieg. Kurz vor dem Duell mit Borussia Dortmund gab es keine Weiterentwicklung oder gar einen Hoffnungsschimmer. Im Gegenteil. Ja, die Spieler auf dem Rasen leiden unter der schlechten Kaderplanung und den vielen verletzten Spielern. Auch die Form-Krise der deutschen Nationalspieler ist noch nicht überwunden. Letztendlich ist der Trainer aber für die Mannschaft verantwortlich. Hier wird es kurzfristig eine Entscheidung geben müssen.

Dinge die auffielen

Kimmich auf der Sechs

Joshua Kimmich ist dort angekommen, wo er sich selbst wohl am ehesten sieht: Im Schaltzentrum auf der Sechserposition. Die Verletzung von Thiago und der Verkauf von Rudy machten eine Aufgabenänderung nahezu unumgänglich. Javi Martínez spielte in den letzten Wochen häufig auf dieser Position, aber hatte Mühe den Spielaufbau der Münchner zu prägen. Zu häufig ließ er sich zwischen die Innenverteidiger fallen und vergrößerte den Raum zwischen Abwehr und Angriffsreihe.

Kimmich zeigte in dieser Partie, warum er dort durchaus eine Alternative sein kann auf dieser Position. Präsent und mit viel Übersicht präsentierte sich Kimmich. Dabei wirkte er sichtlich bemüht, auch wenn ihm nicht alles gelang. Gerade in Bezug auf die Zweikampfführung. Kimmich verlor seine ersten fünf Zweikämpfe. In drei Szenen resultierte daraus eine durchaus vielversprechende Konterchance für die Breisgauer. Auch in der Schlussphase hatte er einen abenteuerlichen Ballverlust, der nur mit viel Glück nicht zu einem Gegentor führte.

Verfehlte Kaderplanung

So schön der Teilerfolg mit Kimmich auf der Sechserposition ist, so zeigt sie doch auf, wie fragil der Kader des FC Bayern zusammengestellt ist. Durch die Abschiede von Bernat und Rudy nahm die Sportliche Leitung um Hasan Salihamidžić bewusst einen Engpass in Kauf. Dieser wurde heute offenkundig. Alle drei nominellen Außenverteidiger standen in der Startelf. Verletzungen dürfen, somit nicht mehr auftreten. Zumal nicht mal ein Außenbahnspieler der Amateure bzw. der U19 einen Platz auf der Bank bekommen hat. Kovač wird zwangsläufig in den nächsten Wochen auch sein taktisches System hinterfragen müssen, will er nicht mit Goretzka oder Sanches als Außenverteidiger in eine Partie gehen.

Spielerische Sparflamme

Der FC Bayern hat nach wie vor keine Idee, wie er Tore erzielen soll. Der starke Flügelfokus mit Gnabry und Robben wirkte über weite Strecken der Partie kontraproduktiv. Die Freiburger verdichteten mit ihrem 4-4-2 geschickt den Raum. Dadurch ergaben sich wenig Räume. Die Außen wurden gezielt gedoppelt, sodass sich keine wirkliche Möglichkeit gab, sich hier Chancen zu erspielen. Meistens endeten die Szenen mit Halbfeldflanken oder Abschlüsse aus der Distanz, wo meist ein Freiburger Abwehrbein dazwischen war. Alleine 17 Flanken und sieben geblockte Schüsse gab es in der ersten Halbzeit. Hier muss Kovač endlich mehr Esprit und Kreativität zeigen. Überzeichneter könnte man formulieren, dass es hier endlich mal ein Konzept braucht. Schließlich gehören Laufwege und Strafraumbesetzung in seinen Aufgabenbereich. Meistens besetzte Lewandowski alleine den Strafraum gegen zum Teil drei Gegenspieler. Das ist nicht nur leicht ausrechenbar, sondern auch einfach zu verteidigen.

Erschreckender ist auch, dass Kovač keinen Weg findet innerhalb das Spiel auf das Vorgehen der Gegner zu reagieren. Die Partie gegen Freiburg verlief bis auf den Auftakt nach dem gleichen Schema.

Gerade in Heimspielen, wo die Gegner tendenziell eher defensiver spielen, fehlt es aktuell an einem Konzept. Acht Tore in fünf Bundesligaspielen. Ein Tor in der Champions League in einem Spiel.

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Leserkommentare
  1. Timreh

    Kimmich gut? Ehrlich gesagt war das das schlechteste Spiel,dass ich von ihm bei Bayern bisher gesehen hab.

  2. Christopher

    Also “gut” habe ich in den Kimmich-Absatz nicht geschrieben. Sondern “zeigte Ansätze”. Thiago ist eben verletzt. Es braucht Alternativen. Kimmich kann eine sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    1. Jo

      Also in dem Abschnitt über Kimmich habe ich zuerst auch die Ironie gesucht.
      Ich weiß wir alle mögen ihn (mehr oder weniger), aber heute habe ich am Schluss nur noch bei jedem seiner Ballkontakte gezittert.

      1. Rob

        Hätte ein Ribery oder Robben solch eine Leistung, wie Kimmich, gezeigt, dann wären sie hier zerfleischt worden

      2. Kurt74

        Ich habe ebenfalls nach der Ironie gesucht. Die 6 ist für Kimmich noch ne Nummer zu groß. Dazu agierte er viel zu fahrig und verlor zu viele Zweikämpfe . Das war eindeutig nicht sein Tag.. und nicht nur seiner..

  3. Herrispezial

    “Letztendlich ist der Trainer aber für die Mannschaft verantwortlich. Hier wird es kurzfristig eine Entscheidung geben müssen.”

    Danke. Mehr braucht es aktuell eigentlich nicht mehr.

  4. Jo

    Zumindest für die Freunde eines gepflegten Spannungsbogens dürfte etwas geboten worden sein.
    Ansonsten ein extrem maues Spiel. Ich weiß gar nicht ob man die Manschaft über weite Strecken ehr als lethargisch oder als gelähmt bezeichnen sollte.

    Jedenfalls wie immer in solchen Momenten war der Ballführende die ärmste Sau auf dem Platz.
    So konnte man sich das vielleicht ohne Thiago vorstellen, aber erhoffen natürlich nicht.

    Aber gerade im MF war sein Fehlen eben überdeutlich. Für Sanches immer schwierig, wenn er gegen so ein Bollwerk spielt, seine Fähigkeiten auszuspielen. Ich würde ihn tatsächlich mal auf dem Flügel starten lassen.
    Und warum sich Kimmich dann entschließt ausgerechnet heute sein bishe schwächstes Spiel in unserem Trikot abzuliefern? Dafür auf RV dann den eher offensivschwachen Rafinha zu bringen, war zumindest für heute ein ziemlich schlechter Tausch.

    Apropos Tausch. Warum nicht Wagner in den letzten 20 Minuten ins Zentrum stellen. Wenn dann eh nur die Bälle hoch reinfliegen und ein dutzend Ecken verfeuert werden?

    Schön für Gnabry, dass ihm endlich sein erstes Tor gelungen ist. Hilft vielleicht. Aber ansonsten ist da bei ihm noch verdammt viel Ausschuss dabei.
    Und der Running Gag eine gegnerische Torchance je Spiel = ein Tor geht natürlich weiter.

    Das können so noch heitere Wochen werden.

    1. August46

      Und immer fleißig zurückspielen, damit der Gegner sich formieren kann.
      Alabas Schußtechnik ist eine Klasse für sich !

  5. Kurt

    Meine Fresse war das mies. Da kann selbst ich nix mehr schönreden. Bis auf die erste Viertelstunde komplett planlos.

    1. Rotscher

      Danke Kurt! Mehr gibt es (wie fast immer) wirklich nicht zu sagen. Das hilfloseste, grauenvollste und furchtbarste Gerumpel seit gefühlten Ewigkeiten. Eigentlich fast schon ein Verbrechen an uns Fans die diesen Club über alles lieben. Servus Kovac und gute Nacht FC Bayern bis irgendwann mal wieder…..

  6. FR7

    Ich habe vor dem Spiel das exakte Ergebnis 1:1 getippt und lag damit traurigerweise richtig. Entweder man hat ein geniales Spielsystem und kann sich so teure Transfers ersparen, oder aber man man stellt taktisch nichts besonderes dar und tätigt dafür teure Transfers um sich an der Weltspitze zu halten. Bei uns ist allerdings seit geraumer Zeit nichts von beidem der Fall. Ich bin auf dem Weg mit dieser Saison abzuschließen bzgl. der Erfolgserwartungen. Ich erkenne kein Konzept mehr und keine Idee im Spiel, ich zweifle mittlerweile daran, dass Kovac diese Saison Cheftrainer überstehen wird. Dies ist eine Übergangssaison aus der man hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen wird. Robben und Ribery im Sommer verabschieden, einen souveränen Manager verpflichten und ein oder zwei richtige Kracher auf dem Transfermarkt landen. Aber hey, die Liga ist wieder spannend. ;-)

    1. wohlfarth

      Wo bitte ist die Liga spannend? Dortmund am zehnten Spieltag noch ungeschlagen, marschiert locker vorne weg. Nächste Woche 7 Punkte vor uns.
      Aber halt, wenn Dortmund mit zehn Punkten Vorsprung Meister wird ist das geil, bei Bayern ist das pure Langeweile.

      1. Pete

        @Wohlfahrt
        Ich verstehe, dass dich das Lamentieren über die Münchner Dominanz stört, aber ich glaube wir tun gut daran uns nicht zu sehr in einer Opferrolle zu sehen.
        Gerade nach dieser glorreichen Pressekonferenz…

  7. GestrandetinBerlin

    Langsam wird der Blog, zumindest für mich, eher so ne Art Therapie Gruppe, um mit dem Augenkrebs umzugehen.

    Um mich Mal auszukotzen: Wenn der Anspruch des FCB gerade der ist, dass das Personal (ob Trainer oder Spieler) zumeist gerade nicht die Anpassungszeit benötigen soll, die viele Spieler zB bei Dortmund brauchen (man erinnere sich an Lewandowskis erste Saisons), dann war Kovac eine große Fehlentscheidung. Wenn man in diesem Fall eher dachte, dass Kovac Teil eines Umbruchs ist, dann gelingt auch dies bisher nicht. Ich persönlich würde ja so auf- und abs verzeihen, wenn man denn Mal eine Entwicklung sehen würde. Meine Vermutung ist, dass auch dies dass unterliegene Problem von Kovac ist, die Unwissenheit, ob man den Status Quo erhalten soll, um Ergebnisse zu erzielen, oder ob man lieber Spieler entwickelt und Risiko eingeht. Ich weiß nicht, ob es wirklich ein entweder oder ist, in jedem Fall ist es gerade ein weder noch.

    Und zu Kimmich, ich fand auch, dass es eine der schlechtesten Leistungen eines Bayern Spieler war, die ich je gesehen habe. Grundsätzlich glaube ich aber, dass er das in der Zukunft mit Thiago sehr gut machen könnte. Da muss man wohl Geduld haben. Als schnelle Lösung wird er wohl nicht dienen.

    1. Beobachter

      Sehe ich auch so – ggf. wollt man(?) zu viel: seinen eigenen Pep/Zidane und die Ergebnisse. Ich persönlich könnte mit den derzeitigen Ergebnissen gut leben, wenn klar wäre, wohin die Reise geht. Aber da ist nichts.

    2. Jo

      “Meine Vermutung ist, dass auch dies dass unterliegene Problem von Kovac ist, die Unwissenheit, ob man den Status Quo erhalten soll, um Ergebnisse zu erzielen, oder ob man lieber Spieler entwickelt und Risiko eingeht.”

      Da ist viel dran.
      Die Handlungen der letzten Zeit stellen infrage
      ob wir einen Wandel wollen
      ob wir keinen Wandel wollen
      wie das aussehen soll
      welche Kosten (materieller und immaterieller) Art) wir bereit sind für Variante 1 oder zwei zu tragen.

      Mit welchen Widerständen man es da zu tun bekommt, illustriert heute wohl am besten der jetzt schon legendäre Post von Lisa Müller (falls der sich nicht noch als Fake herausstellen sollte).
      Das hat schon etwas vom BVB der letzten 1,2 Jahre an sich.

      1. Herrispezial

        Der Post von Frau Müller lässt ja den Verdacht aufkommen, wie im Hause Müller über den Trainer gedacht wird. Wenn das auch in anderen Haushalten der Spieler so aussieht, dann haben wir ein handfestes Problem. Was wir eigentlich sowieso haben.

      2. Done

        Thomas Müller dazu:”Sie liebt mich halt, was soll ich machen?”

      3. Jo

        “Der Post von Frau Müller lässt ja den Verdacht aufkommen, wie im Hause Müller über den Trainer gedacht wird.”

        Wenn es so wäre , wäre das noch ein überschaubares Problem. Aber ich befürchte eben im Hause Müller wird so über jeden Trainer gedacht, der Thomas nicht einen fixen Stammplatz garantiert.
        Und das wäre ein Riesenproblem.

  8. Kurt74

    Nach diesem Spiel stelle ich Kovac ebenfalls in Frage. Die Spieler scheinen kein System oder Taktik zur Hand zu haben nach dem sie sich orientieren können. Manche Sprints wirken völlig deplaziert und sinnfrei, mal stehen sich die Spieler gegenseitig auf den Füssen mal ist niemand anspielbar.Und es braucht mir keiner kommen das Freiburg das gut gemacht hätte. Die haben ne Mauer aufgezogen und als sie gemerkt haben wir unsicher Bayern ist Mut geschöpft.
    Es macht gar keinen Spass mehr ein Bayernspiel anzuschauen. Solche Gefühle hatte ich zuletzt bei Klinsmann.
    Kovac Raus! 10 Spieltage sind genügend Zeit um zu zeigen ob man einen FCB trainieren und formen kann.

  9. Olorin

    *klugscheißermodus an
    Ihr habt einen kleinen Fehler in der Grafik. Der Stürmer der Freiburger heißt Höler (ohne f) im Unterschied zum Mittelfeldspieler Höfler
    klugscheißermodus aus*

    So, jetzt wirds leider weniger spaßig. Die taktischen Schwächen im Ballbesitz sind denk ich klar und bedürfen keiner weiteren Erwähnungen. Aber diese Probleme potenzieren wir auch noch mit schlechter personeller Besetzung: warum durften James und Gnabry schon wieder nicht durchspielen? James ist erstens der neben Kimmich einzige verbliebene spielstarke Mittelfeldspieler im Kader und zweitens der zweitstärkste Scorer im Kader. Und er hat heute auch nicht schlecht gespielt. Warum wechsel ich den dann aus, wenn ich dringend ein Tor brauch? Und Gnabry ist der einzige schnelle und konterstarke Offensivspieler im Kader-warum wechsel ich den aus wenn der Gegner endlich mal zum Aufmachen gezwungen wird? Das größte Problem aber ist der Zwang, dass Robben und Ribéry beide unbedingt spielen müssen, wenn sie gesund sind. Sorry, aber das ist halt nicht mal mehr annähernd Bayernniveau von den den beiden und sie verhindern, dass deutlich bessere Spieler auf dem Platz stehen.

  10. ucmy

    Ach, schade! Das war knapp. Wir hatten aber die größeren Spielanteile und wären eigentlich der verdiente Sieger gewesen. Aber Freiburg hat geschickt verteidigt. Gegen einen so tief stehenden Gegner ist es einfach schwer. Dann noch der Ausfall von Thiago…Robbery zu alt… Pech im Abschluss… Wir haben heute gute Ansätze gesehen, auf denen wir aufbauen können. Auch heute wieder ungeschlagen!!! Wir sind weiter auf Triple Kurs!

    1. TS1970

      Ironie oder Ernst. Wenn Ernst dann gute Nacht.
      Stimme hier eindeutig den anderen Mitschreibern zu..AUGENKREBS pur…keine Idee einen Riegel zu kancken. Und so werden alle spielen…außer vielleicht Dortmund. Aber Favre ist ja ein Fuchs und wird defensiv spielen und auf Konter lauern…Gladbach hat es ja vorgemacht wie es geht.
      Wir sind so schlecht. Keine Besserung in Sicht. KOVAC raus!

      1. ucmy

        Kovac ist der allerletzte, den es anzugreifen gilt.
        … ich halte es nicht mehr durch!
        So langsam sollte es jedem Blinden mit Krückstock auffallen, dass es nicht reicht. Ich habe mich im Vorfeld überzeugen lassen, ihm eine faire Chance zu geben. Ich habe mich danach sogar gefreut, demnächst einen konternden, jungen, frischen FCB bestaunen zu dürfen. Ich weiß auch, dass es keine monokausale Erklärung für die derzeitige Situation gibt. Miri müssen (vielleicht sogar dürfen) auch nicht jedes Jahr Meister werden, wenn wir trotzdem national und international konkurrenzfähig bleiben. Mir fallen jetzt aber keine weiteren vorbereitenden Höflichkeitsfloskeln mehr ein! Verdammte Sch….! Wacht auf! Macht was ! Vor allem was vernünftiges!
        Ich glaube, dass die o.g. Chance wirklich fair war. Wenn auch viele andere Faktoren, Präsidium, Kaderplanung, enger Spielplan etc. vielleicht einschränkend wirkten, waren die bisherigen Gegner für einen neuen Trainer lösbare Aufgaben.
        Servus!

  11. Osrig

    Einmal mehr kein Spiel aus einem Guß, einmal mehr keine Offenbarung, einmal mehr ein Rumpelspiel!
    Was mich am meisten besorgt, ist der Eindruck, dass die Mannschaft durchaus bemüht ist, und recht ansehnlich versucht, den Ball nach vorn zu bringen, OHNE das jedoch die erforderlichen Pässe in die Spitze gelingen.
    Es fehlt an Variabilität, das ganze Spiel wirkt statisch, weil kaum Positionswechsel erfolgen, kaum rasche Kombinationen probiert werden. Dabei hat man gesehen, dass solch ein Vorgehen Gefahr heraufbeschwören kann.
    Stattdessen werden harmose Flanken und Ecken geschlagen und Einzelaktionen gestartet, die mit etwas Glück auch zum Erfolg führen – siehe Gnabrys Tor – dessen Entstehung von gelungenem Zusammenspiel aber weit entfernt ist.

    Unsere Spieler haben das Fussballspielen sicher nicht verlernt, UND sie werden jedes mal auf’s Neue versucht haben, die Vorgaben ihres Trainers umzusetzen.
    Das uns jetzt Freiburg Punkte entführt, weil sie mit ihrer Defensivtaktik und den berüchtigten Nadelstichen erfolgreich sind, ist ein Armutszeugnis für unseren FCB hinsichtlich Spielidee und Spielkultur; und es wird einmal mehr deutlich, dass Kovac über die zweifelsohne guten Ansätze als Chefcoach bei uns nicht hinauskommt, weil er die entscheidenen Probleme im Spiel in die Spitze nicht lösen kann. Wenn das Zentrum nicht besetzt wird, dann ist das sicher nicht Schuld der Spieler, sondern des Trainers, der mit seiner Vorstellung der Dreiergruppierung am Flügel zwar für Überladung sorgen möchte, sich aber um Abspieloptionen bringt und es zulässt, dass dieser Flügelfokus immer noch viel zu leicht zu verteidigen ist.
    Selbst wenn es jetzt gelänge, den Zehnerraum gut zu besetzen – durch James, meinetwegen auch Müller, oder noch besser wechselweise durch den ballfernen Achter – dann werden dadurch mehr Anspielstationen und mehr Räume kreiert, die durch unsere Offensivkräfte genutzt werden können.

    Allerdings: Die dringend nötige Einbindung des Zehnerraums ist das eine, das dafür nötige Pass-Spiel das andere. Und da auch in dieser Hinsicht Bewegung und Dynamik um den gegnerischen Sechzehner fehlt, ist nicht zu erwarten, dass die dafür erforderlichen Abläufe binnen weniger Spiele klappen. Schon gar nicht, wenn der Trainer diese Dinge nicht im Blick hat!
    Ich sehe keine Besserung, nicht unter einem Trainer Kovac! Aber vielleicht gelingt ja gegen DO der Befreiungsschlag und wir hangeln uns dann irgendwie in die Winterpause, in der Kovac dann selbstkritisch an sich arbeitet und neue ALTE Wege mit der Mannschaft geht.

    1. Thomas

      Einmal mehr kein Spiel aus einem Guß, einmal mehr keine Offenbarung, einmal mehr ein Rumpelspiel!

      Dieses “Rumpelspiel” war ein Offenbarungseid. Punkt. Anders kann ich es nicht nennen.

      Ich will nicht alles schwarz malen, aber ich sehe kaum positive Ansätze und vermisse die defensive Stabilität.

      Und die Auswechslungen verstehe ich auch nicht. James und Gnabry hätten drauf bleiben müssen. Wenn ich Goretzka unbedingt bringen will, darf ich eben Robben oder Müller nicht bringen. Oder eben Goretzka nicht und Thomas Müller anstelle von Robben.

  12. Martin

    Warum kein Spieler aus dem Nachwuchs eine Chance bekommt, ist für mich absolut unverständlich. Gerade Tempo und Motivation fehlen momentan. Ein Yeong oder Shabani oder Will oder Evina können auch nicht schlechter spielen als die Altgedienten.

  13. Roland Wohlfahrt

    Mittlerweile wünsche ich mir fast, dass wir gegen den BVB ähnlich untergehen wie Real gegen Barca, damit die Chefetage zum Handeln gezwungen wird. Dass Thiago in der aktuellen Form unersetzlich ist, ist das eine, dass aber mittlerweile weder irgendeine Art von Struktur im Spiel sichtbar ist (ganz zu schweigen von merklichen Impulsen von Außen zwecks Anpassung und Korrektur) ist Kovacs Schuld. Ein weiterer Beweis, dass der FCB mehr als eine Nummer zu groß für ihn ist.

  14. AlAs

    Eigentlich war ich bei Klinsmann dafür, dass er seine Zeit bekommt. Gott sei Dank, hat er sie nicht bekommen.
    Kovac sollte auch Zeit bekommen, aber vielleicht wäre es auch besser die Reißleine zu ziehen. Auf der anderen Seite: gegen Leverkusen war es richtig gut und das Spiel ist jetzt auch noch nicht so lange her. Was ist seitdem passiert? Spielen die James, Müllerd, Lewys und Co gehen denn Trainer? Bei Ancelotti hatte ich an einer gewissen Phase das Gefühl. Jetzt gerade auch?

    Ich bin sehr dafür junge Spieler durch Einsätze zu fördern, aber wenn ein Sanchez, der die letzten Wochen nicht durch zu viele Einsätze geglänzt hat, ab der 75. Minute sich nur noch über den Platz schleppt, frage ich mich ernsthaft, was in der Saisonvorbereitung und in der Vorbereitung auf das Spiel passiert ist. Warum kann ein 20. Jähriger nicht mehr 95 Minuten Gas geben? Bei Robben und Ribery verstehe ich den Abfall nach 60 Minuten sogar, aber das ist spektakulär schlecht!!!!
    Letztendlich muss Sanchez das Gegentor auf deine Kappe nehmen. Was Boateng und Süle zudem da gemacht haben, ist auch rätselhaft.
    Daher nochmal die Frage: spielen sie gegen Kovac?

    1. AlAs

      Sorry für die vielen Autokorrekturen ….

    2. wohlfarth

      Ich glaube nicht, dass sie gegen den Trainer spielen. Aber sie spielen auch nicht für ihn. Irgendwie spielt jeder für sich, ein Team kann ich nicht erkennen.

    3. Olorin

      Sanches muss das Gegentor auf seine Kappe nehmen? Maximal zu 10 %. 90 % gehen auf Boa und Süle, sie sind gegen Höler im Strafraum in Überzahl bei einer Halbfeldflanke von weit draußen. Höler darf nicht mal an den Ball kommen, geschweige denn zu einem unbedrängten Torabschluss. Wir lassen zwar nicht viele Chancen zu, aber die, die wir zulassen, haben dann so eine enorme Qualität, das wir uns über die Quote der Gegner auch kaum wundern müssen.

      1. Herrispezial

        Definitiv. Wir schlagen solche eigentlich harmlosen Flanken haufenweise. Und wenn da Verteidiger stehen, die aufpassen, dann passiert da eigentlich nichts. Natürlich kann Sanches das besser machen, aber die großen Fehler passieren erst danach. Mal ganz abgesehen davon, wäre es schön, wenn Neuer auch mal wieder einen Unhaltbaren hält. Aber das soll jetzt nicht von den eigentlichen Schlafmützen ablenken. Die Frage ist, warum die Mannschaft solche Situationen nicht besser verteidigt, wenn der Trainer doch so viel Wert auf Defensive legt.

  15. Bernhard B.

    Es geht immer weiter, aber nicht nach vorn. Wissen wir es immer besser nur die Verantwortlichen nicht?
    Es ist ein Armutszeugnis was Woche für Woche unsere Mannschaft zeigt.
    Habe hier schon öfter geschrieben was ich von UH und NK halte.
    Kann leider nicht zur Mitgliederversammlung fahren. Hoffentlich wird UH endlich in Altersruhezeit gesetzt. Ich bin seit einem Jahr Rentner und stelle fest, wie meine Leistungen nachlassen. UH ist noch immer der Alte- glaubt er, ich nenne sowas Arrogant.
    Ihr kritisiert hier immer die schlechte Kaderplanung. Beim FCB entscheidet immer der Vorstand, in Absprache mit dem Trainer. Er wollte es so. “Alles Weltklasse- und Nationalspieler…”
    Dazu fällt mir ein: Nach dem Finale “Dahome” mussten “neue Reibungspunkte gesetzt werden “, und Bayern hatte immer jede Position doppelt besetzt.
    UH aufs Altenteil und sein “Stallgeruch” gleich mit! Erst dann kann man wirklich von einem “Umbruch” sprechen.

    1. Hummelrobbe

      Da bin ich zu 100% bei dir. Fällt denn niemandem auf, wie der FCB vor UHs Rückkehr dastand und wie jetzt, nach seiner erneuten Machtübernahme?
      UH ist ein rückwärtsgewandter, starrsinniger, Kleindenker geworden.

      Er hat klein gedacht beim Sportdirektor, klein gedacht beim Trainer…

      1. Osrig

        @Hummelrobbe:
        Und er denkt klein beim Thema Taktik!!! Stichwort: “Flache Raute”
        Eine solche geringschätzende Einstellung ist in meinen Augen unangemessen für den Präsidenten eines europäischen Spitzenvereins.
        Sofern es wirklich seine Überzeugung ist, und nicht Schutzaussage für Kovac und dessen womöglich auch von Hoeneß erkannten taktischen Defizite, wäre das schon Grund genug dafür, Hoeneß den Rücktritt nahezulegen. Wobei auch die Installation eines taktisch für den FCB nicht geeigneten Trainers wider besseren Wissens ebenfalls Grund genug wäre, ihn zu demissionieren.

        Aber eines will ich unserem Präsidenten zu Gute halten:
        Er ist – wenn es darauf ankommt – tatkräftig und traut sich etwas! Er würde ohne zu zögern, das Steuer herumreissen und eine Hunderachtzig Grad Wende hinlegen, wenn es notwendig wird.
        Das Problem ist, bei Hoeneß die Erkenntnis entstehen zu lassen, dass es JETZT bereits notwendig ist, umzusteuern und wieder taktische Aspekte in den Vordergrund zu stellen, wofür zu allererst Kovac seinen Hut nehmen müsste!!

  16. Icke

    Wenn man sich die Spiele der letzten Wochen anschaut, ist es mit Händen zu greifen, das irgendwas (außerhalb des Spielfeldes) nicht stimmt. Dafür spielen sie vor dem Hintergrund des Potentials zu schlecht… Gegen Gladbach hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, die spielen gegen irgendjemand, so offensichtlich fand ich die Laufwege und vor allem die Reaktionen der Spieler (Robben lachte auf der Bank, desinteressierte Spieler vor der Kurve nachm Spiel).
    Nachm heutigen Spiel findet sich ein (inzwischen wieder gelöschter) Screenshot Lisa Müllers…

    https://mobil.mz-web.de/sport/fussball/via-instagram-thomas-muellers-ehefrau-verspottet-bayern-trainer-kovac-31535518

    Wenn ich die, allerdings unbestätigten, Infos diverser Boulevardblätter lese (James: “Wir sind hier nicht in Frankfurt” , diverse immer wieder öffentlich werdende Kabinenansprachen) und die momentane Außenwirkung sehe; lehne ich mich zu weit ausm Fenster, wenn ich den Eindruck habe, dass der Trainer keinen Respekt innerhalb des Teams genießt? Und das der Sportdirektor hier ob seiner “Sportdirektor-Fähigkeiten eher hilflos ist?
    Da droht ein Vakuum, wenn nicht gehandelt wird. Wie auch immer das Handeln aussieht… Und nein, das sind keine Verschwörungstherorien!

    1. Done

      Thomas Müller sollte das schnellstens unterbinden. Der letzte, dessen Frau Einsatzminuten für ihn via Social Media gefordert hat, durfte seine Karriere bei 60 fortsetzen.

  17. Tom

    Die Lisa Müller sollte besser bei ihren Pferden bleiben als so einen Müll in die Öffentlichkeit hinaus zu posaunen. Ihr Mann spielt nämlich seit geraumer Zeit auf einem Niveau, das Startelfeinsätze nicht unbedingt zwingend macht. So wird man schnell unsympathisch…

    1. Hittmer Otzfeld

      Furchtbar sowas, Müller kann froh sein wenn er auf der Bank sitzen darf. Das sagt doch aber auch alles über Kovacs Standing im Umfeld aus. Am besten man opfert noch James für Kovac. Wundern braucht er sich nicht, die Auftritte von Kovac wirken immer -bedenklich- unsouveräner und planloser. Gäbe ja noch einen Sportdirektor der mal IRGENDWAS macht oder sagt aber vielleicht ist zumindest die Abwesenheit von letzterem auch besser so.

      1. Herrispezial

        Wir haben einen SpoDi, der etwas macht? Und weil er keine Erfahrung hatte, als er zu uns kam, kann er jetzt wieder dem Trainer noch der Mannschaft wirklich helfen. Ein Nerlinger musste für weniger gehen.

  18. Michael

    Schöne Überschrift!

    1. Done

      Finde ich auch. Schön dass der Humor nich nicht völlig abhanden gekommen ist.

  19. A.K.

    Kovac muss bleiben. Er ist der perfekte Trainer, um den Umbruch einzuleiten, aber nicht um die aktuelle Mannschaft zu verwalten und gute Ergebnisse einzufahren. Der Vorstand muss ihm jetzt bedingungslos den Rücken stärken und ein Machtwort bei den Spielern sprechen. Ich habe ernsthaft das Gefühl, dass viele Spieler kein Bock mehr haben Leistung zu bringen, da sie glauben, dass am Ende Kovac den Kopf für sie hinhalten muss. Er muss experimentieren dürfen und auch Mal auf Robbery, Müller, Hummels und Boateng, alle 5, verzichten dürfen. Dafür müssen im Winter natürlich Transfers her, um eine Mannschaft um Kimmich, Süle, Goretzka, Gnabry, Coman ergänzen zu können. Und James sollte am Ende der Saison mit Gewinn verkauft werden. Das wird ja kein Problem sein. Aktuell glaube ich, dass Kovac darauf hofft, dass er die Hinrunde übersteht und sich die alten Spieler bis zum Anfang der Rückrunde verletzen. Deswegen lässt er jetzt auch Robbery öfter spielen als nötig. Und Hoeneß muss auf jeden Fall auf der nächsten Versammlung gehen.

    1. R900B

      Danke für diesen Kommentar. Bis auf die Aussage zu dem Verkauf von James unterstütze ich die Ansichten in vollem Umfang. Kovac muss sich mit einer jungen, hungrigen Mannschaft beweisen und vor allem auch über einen längeren Zeitraum experementieren dürfen. Warum wird denn immer so dermaßen kurzfristig gedacht? Anderenfalls dürften den nächsten, auf Kovac folgenden Trainer mit dem aktuellen Kader ähnliche Probleme erwarten.

      1. Christopher

        Kovac muss sich mit einer jungen, hungrigen Mannschaft beweisen und vor allem auch über einen längeren Zeitraum experementieren dürfen.

        Diesen Punkt haben Justin und ich auch schon im Podcast versucht zu machen. Das ist aber die Aufgabe von Salihamidžić oder der Ebene über ihn einen langfristigen Plan vorzugeben und das öffentlich zu moderieren, i.S.v. “wir sind im Umbruch” oder “Natürlich wollen wir Meister werden, aber auch Spieler entwickeln”. Das findet aber nicht statt. Auch die Entwicklung junger Spieler sehe ich aktuell nur in Ansätzen. Sanches spielt hin und wieder. Gnabry spielt vor allem, weil Ribery komplett ohne Form ist.

    2. Olorin

      “Er ist der perfekte Trainer, um den Umbruch einzuleiten…”
      Wie kommst du zu dieser Meinung? Die Kritik an Kovac richtet sich doch nicht primär auf die Ergebnisse, die wären ja sogar noch ok. Das Problem ist, dass man von eben diesem dringend nötigen Umbruch überhaupt nichts sieht. Kovac hält stur am Alten fest, taktisch wie personell, obwohl dieses Alte nur noch mehr schlecht als recht funktioniert. Der Flügelfokus wird stur beibehalten und sogar noch verstärkt, obwohl wir gar keine guten Flügelspieler mehr haben, das Spiel durch die Mitte ist komplett zum Erliegen gekommen. Personell spielen immer die gleichen Leute, völlig unabhängig von der gezeigten Leistung. James und Gnabry spielen nie durch, obwohl sie neben Lewandowski die einzigen sind, die zumindest hin und wieder mal etwas Gefahr erzeugen. Und eigene Nachwuchsspieler werden ohnehin komplett ignoriert.
      Ich (und ich denke auch viele andere) wäre sofort dabei, einem Trainer Zeit einzuräumen, der ein neues System und/oder neue Spieler testet und dabei Anpassungsprobleme und Startschwierigkeiten hat, wenn ein Ziel erkennbar wäre. Aber wenn Kovac stur versucht, ein (halb)totes Pferd weiterzureiten ist es sinnlos, ihm mehr Zeit zu geben.

      “Dafür müssen im Winter natürlich Transfers her, um eine Mannschaft um Kimmich, Süle, Goretzka, Gnabry, Coman ergänzen zu können.”
      Im Winter bekommst du normalerweise nichts gutes. Wenn Kovac Transfers haben wollte hätte er im Sommer die Chance gehabt, diese zu fordern. Wohl oder übel werden wir mit diesem Kader durch die Saison kommen müssen.

      “Aktuell glaube ich, dass Kovac darauf hofft, dass er die Hinrunde übersteht und sich die alten Spieler bis zum Anfang der Rückrunde verletzen. Deswegen lässt er jetzt auch Robbery öfter spielen als nötig.”
      Wenn Kovac gezielt versuchen würde, Spieler zu überspielen um sie zu verletzen (und dafür schlechte Ergebnisse und unzufriedene Leistungsträger in Kauf nimmt), müsste man ihn besser heute als morgen feuern. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da was dran ist. Die einzige akzeptable Begründung für die Spielanteile von Robben und Ribéry ist (wie bei jedem anderen auch), dass der Trainer der Meinung ist, dass die Mannschaft mit den beiden stärker ist als ohne sie. Wenn nicht darf ein Bayerntrainer den Konflikt nicht scheuen, sonst hat er den falschen Job. Spekulation: ein gewonnener Machtkampf mit z.B. Franck Ribéry könnte Kovacs Autorität bei den anderen Spielern sogar stärken, wenn diese ihm momentan tatsächlich auf der Nase rumtanzen sollten.

    3. Osrig

      Kovac muss bleiben??? Er ist der perfekte Trainer, um einen Umbruch einzuleiten, der uns schnurstracks ins Mittelmaß und ins europäische Niemandsland führen würde!

      Klar kann man Kovac halten und stattdessen alle älteren, ballbesitzgewöhnten Spieler verkaufen und neue Spieler holen, die dann als Superdribbler und -sprinter vertikalen Bällen hinterherjagen – und genauso feststellen müssen, dass Doppel- und Dreifachabsicherungen der Gegner auf den Flügeln sie ausbremsen. Wenn sie ihre Stärken gar nicht zur Geltung bringen können, weil die Gegner in enger defensiver Ordnung stehen, situativ mannorientiert ins Pressing gehen und sich weigern, mit mehr als zwei oder drei Spielern aus der eigenen Hälfte zu kommen!
      Gegen solche “Betonmischer” nützt vertikales Spiel mit schnellen Aussen und Turbodribblern nicht viel, da kann man nur auf einen genialen Moment individueller Klasse hoffen!
      Tolles System, das nur all zu oft zu Punktverlusten führt, weil dieser eine geniale Moment eben nicht gelingt, oder aber – siehe gestern gegen Freiburg – der Gegner seinen berüchtigten Nadelstich setzen kann und selbst ein Tor erzielt.
      Schnelle Leute und vertikales Spiel sind gegen hochstehende Mannschaften ein probates Mittel, nicht aber gegen die Defensivkünstler der “Meister-gegen-den-Ball”-Liga Bundesliga.

      Interessant ist die Frage, ob diese Spielidee in den K.O.-Spielen des Pokals und der CL eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit hat, denn in K.O.-Spielen muss der Gegner nach vorn spielen, womit sich Räume für schnelle Leute und vertikale Pässe ergeben müssten. Allerdings haben wir es zumindest international mit Gegnern zu tun, die höchste Qualität in ihren Reihen haben und sich nicht so leicht vertikal überrumpeln lassen. Mehr noch, die selbst in der Lage sind, ihr System durchzusetzen und uns unter Druck zu setzen. Ich sehe da beim Kovac-System zu viele Fragezeichen, als dass es ratsam wäre, darauf zu bauen.

      1. Herrispezial

        Neue Spieler würden im System Kovac doch nur helfen, wenn sie extrem schnell und dribbelstark sind. Und davon brauchen wir dann gleich mehrere auf mehreren Positionen. Dann kann das System funktionieren. Aber wir haben nicht die Mittel und Anziehungskraft, um die Mbappés, Dembélés und Messis dieser Welt in Scharen anzulocken. Insofern braucht es ein ausgereiftes taktisches Konzept, das ohne solche Spieler auskommt – und statt dessen andere Qualitäten fordert: Spielintelligenz, schnelle Ballverarbeitung etc. Nicht umsonst sagte van Gaal mal: “Fussball ist ein Kopfsport, kein Beinesport” – und damit meinte er, dass es um Intelligenz geht und nicht um Mentalität. Solche Spieler müssen wir suchen. Zusammen mit dem richtigen Trainer wird es dann besser klappen als bisher.

  20. Torsten

    “Letztendlich ist der Trainer aber für die Mannschaft verantwortlich. Hier wird es kurzfristig eine Entscheidung geben müssen.”

    Das ist sicher richtig. Kovac unternimmt kaum aktives “in-game-coaching” und wenn in dieser Phase keine Nachwuchskräfte eingebaut werden, wann verd…. nochmal dann?
    Zum Kot… daran ist m.E., dass UH und KHR wieder eine Ausrede haben und die unterirdisch schlechte Kaderplanung und Personalzusammenstellung der letzten Monate, fast schon Jahre, nicht in Frage gestellt wird. Nur noch Leute die einfach nur dankbar sein dürfen einen solchen Job zu bekommen. Gibt es in der Chefetage denn nur huldigende Beifallklatscher?

    1. Herrispezial

      Willst du eine Antwort auf Deine Frage? Dann schau dir die legendäre PK von neulich nochmal an.

  21. Marco05

    Also, ich habe auch ein schlechtes Spiel gesehen. Sowas gabs außer bei Ancelotti zuletzt nur bei van Gaal. Vollkommen ideenlos und uninspiriert. Dennoch ein paar Punkte:

    1. Konnte man jetzt wirklich eine Besserung erwarten? Mit Thiago ist der beste und stabilste Spieler der letzten Wochen auch noch ausgefallen. Im Grunde unlogisch, dass es dann besser werden kann.
    Kimmich auf die 6 zu stellen war richtig, aber wenn sogar die zweite Konstante der letzten Wochen eine dermaßen desolate Vorstellung abliefert, was soll dann noch gehen (im übrigen Kimmich nach so einer Partie auch nur “Ansätze” zu attestieren ist nicht falsch, aber verdammt schlechtes Timing).

    2. die letzten 8 Schüsse auf unser Tor waren alle drin. Heißt übetrieben, aktuell könnten wir auch mit 11 Feldspielern antreten, es würde nicht schlechter aussehen. Kann mich auch an keine solche Serie erinnen, wo im Grunde jeder Ball wirklich drin ist.
    Zeigt für mich ein Stück weit, dass aktuell alles zusammenkommt (an der Stelle verzichte ich auf Auflistungen).

    3. Es fehlt – bei aller wirklich ausbaufähigen Leistungen – auch seit langem ein bisschen Spielglück. Gegen Freiburg hatten wir doch letztes Jahr (oder war es Vorletztes?) schon ähnliche Probleme. Nur damals hat halt ein Lewandowski in der 90. das Tor gemacht und alles war gut. Heute macht es Gnabry leider schon in der 80. Genug Zeit leider, dass unsere IV sich nochmal exakt so dilletantisch anstellen kann wie schon Minuten vorher beim Abseitstor. Frage mich was sich Süle und Boateng dabei gedacht haben, vermutlich nicht viel.

    Zu allem anderen wie Maulwurf, Müllers Lisa etc. möchte ich nichts sagen, davon weiß man viel zu wenig.

    Nur eine Frage an die “Kovac muss weg”-Fraktion. Nehmen wir mal an, dass Ding beim BVB geht in die Hose und man schmeißt ihn raus. Dann wird es verdammt spannend, denn wer zum Henker soll es denn dann bitte machen? Wer soll mit diesem Rumpfkader wieder auf Kurs kommen und gleichzeitig noch den Umbruch vollziehen und wenn er schonmal da ist gleich Robbery absägen, was die ganze Führung schon 3 Jahre vor sich herschiebt und nicht zustande bringt. Ach ja, das Ganze natürlich ohne Neueinkäufe, abgesehen von einem 17jährigen Kanadier?

    Zidane? Ich lach mich jedesmal schlapp wenn ich den Namen höre. Aber gut, weitere Vorschläge?

    1. TS1970

      Man kann sich aber auch alles schönreden nicht wahr?

      Gebe dir aber Recht, dass es derzeit keinen namhaften Trainer auf dem Markt gibt, der dominanten positionsbezogenen Ballbesitz spielen lässt.

      1. TS1970

        Niko Kovac: „Wir haben gut begonnen, haben sehr variabel gespielt, uns gut bewegt und den Ball gut laufen lassen. Wir haben versucht, über die Flügel zu kommen. Aber es ist eben schwierig, wenn wir dann teilweise gedoppelt werden. Dann muss man durch die Mitte gehen, aber die ist auch nicht gerade unbesetzt. Wir hätte das 1:0 machen müssen durch Lewandowski, dann ist es sehr viel leichter. In der zweiten Hälfte war es ein Anrennen. Wir gehen in Führung und das dürfen wir uns als Bayern München nicht mehr nehmen lassen. Wir müssen die Bälle dann auch mal früher klären und nicht versuchen, dahinten rum zu spielen. Aber es ist so, wie es ist. Gegen Augsburg war es ebenfalls in der 89. Minute. Das sind vier Punkte, die uns jetzt fehlen. Darüber sind wir enttäuscht.“

        soviel zum Thema “schönreden”

      2. Marco05

        Mit nichten. Die Leistung einzelner Spieler – die tendenziell immer mehr werden – rede ich mir schon lange nicht mehr schön.

        Dennoch tut es manchmal gut, den Blick etwas zu heben und auch andere Aspekte, jenseits von “alles scheiße” zu sehen ;)

    2. Jo

      “Wer soll mit diesem Rumpfkader wieder auf Kurs kommen und gleichzeitig noch den Umbruch vollziehen und wenn er schonmal da ist gleich Robbery absägen, was die ganze Führung schon 3 Jahre vor sich herschiebt und nicht zustande bringt.”

      Dazu:
      Nehmen wir mal an, Kovac ist ein schlechter, oder zumindest ungeeigneter Trainer. Und nehmen wir mal an, da draussen gibt es irgendwo einen tollen, verfügbaren Trainer.
      Wäre es denn dann vernünftig diesen neuen tollen Coach in dieser schwierigen Gemengelage jetzt schon zu verheizen, oder sollte sich dann nicht eher der ungeeignete Kovac hier weiter verbrennen dürfen?

      Oder was passiert wenn Lisa Müller gleich auch wieder beim nächsten Trainer den Daumen senkt?
      Wie oben schon mal erwähnt, da erinnert manches an den BVB der letzten Jahre. Und Favre hatte das große Glück eben genau jetzt übernehmen zu dürfen und nicht letztes Jahr.

    3. Osrig

      Also, wenn Du Kovac tatsächlicher für fähiger hältst als Zidane, bist Du entweder völlig verbohrt, oder man muss an deinem Fussball-Sachverstand zweifeln. Aber rede Du nur weiter deinen Kovac gut, der meiner Meinung nach mittlerweile mehr als eindeutig gezeigt hat, dass er Ballbesitz- und Dominanzfussball nicht kann!

      Wer es kann? Nun, ein Trainer, der verinnerlicht hat, was Pass- und Positionsspiel, Zonenbesetzung und Hohes Pressing bedeutet, sollte es schaffen! Einer wie Kovac, der defensiv denkt und einzig das schnelle vertikale (Konter-)Spiel bevorzugt, schafft es eben nicht! In Deutschland, dem Land der “Gegen-den-Ball-Liga” dürfte es schwer werden, jemanden passendes zu finden. Vielleicht wäre Hasenhüttl, der in Leipzig daran gescheitert ist, RaBa das Rennen abzugewöhnen und Ballbesitz zu lehren, einer für uns in der Annahme, dass er bei unserem FCB hinsichtlich Dominanzfussball ein im Grunde gut bestelltes Feld vorfindet und “nur noch” Anteile des Schnellen Umschaltens integrieren muss. Vielleicht ist es aber auch besser, wieder einen internationalen Trainer zu holen, der sich in Europa einen Namen gemacht hat.
      Ich favorisiere da allemal Zidane, aber es dürfte sicherlich noch den einen oder anderen Namen mehr geben.
      Ob derjenige allerdings schon jetzt oder in der Winterpause kommen kann, steht noch mal auf einem anderen Blatt, doch egal wer es letztlich wird:
      Lässt er die Jungs wieder das spielen, was sie am besten können und wovon sie überzeugt sind, dann werden mittelfristig die Erfolge kommen und der schöne Ball wieder zu sehen sein. Selbst Seitz oder Hermann würden es wenigstens bis zum Sommer hinbekommen, auch wenn ich beide nicht als längerfristige Lösung für den Cheftrainer-Posten ansehe.

    4. pepismo

      zidane oder nix

    5. Hummelrobbe

      Man kann ja den Jupp nochmal fragen. UH wird Jupp auch dann noch holen, wenn sie ihn irgendwann ausbuddeln müssen.
      Hauptsache Stallgeruch!

  22. liza

    Nach dem Spiel stellt sich nur eine Frage: Hat UH schon beim Jupp angerufen hat?

    Im Ernst: Dass Kovac kein guter Trainer für eine Ballbesitzmannschaft ist, war ja zu ahnen, daher bin ich ihm auch nicht wirklich böse. Er tut mir sogar etwas leid. Resigniert bin ich vor allem ob der Herrschaften, die ihn verpflichtet haben.
    Da es keine zwingenden Alternativen auf dem Markt gibt, wäre ich dafür, es in jedem Fall mit ihm durchzuziehen. Mit dem Kader wird auch kein Hasenhüttl oder Zidane Bäume ausreißen, daher wäre meine Präferenz, Kovac bis zum Saisonende zu halten (CL-Quali wird man schon irgendwie schaffen) und im Hintergrund mit neuem Personal für Trainerbank und Sportdirektion strategisch an einem Kader und System der Zukunft zu arbeiten. So wie ich die Pappenheimer in der Führungsetage kenne, gibt es aber wohl irgendeine Kurzschlussentscheidung und im Sommer hektische Einkäufe für wesentlich mehr Geld als man in diesem Sommer hätte berappen müssen.

    1. Mehmet68

      Ganz Deiner Meinung!

    2. Osrig

      Die Herrschaften, die Kovac verpflichtet haben, ließen die zwingenden Alternativen schulterzuckend zu anderen Vereinen ziehen und werden um’s Verrecken nicht zugeben, einen Fehler gemacht zu haben! Lieber lassen sie sehenden Auges unseren Verein ins europäische Mittelmaß abrutschen! Denn das Triple und Pep’s “Ballbesitzfussball vom anderen Stern” war ja sowieso nur ein “Betriebsunfall”:
      Man muss ja keine durchgehende Spielidee von den Nachwuchsmannschaften bis zu den Profis haben, erfahrene Sportdirektoren braucht man auch nicht, und ein Trainer, der etwas von Taktik versteht, ist unnötig – Heldenfussball spielt sich von allein. Hauptsache, familiär und keiner widerspricht!
      Wird eh Zeit, dass die Bundesliga wieder spannender wird, unsere Spiele nicht jedesmal verhersagbare Siege werden und ohne CL hat man ja unter der Woche mehr Zeit zum trainieren! Passt schon mit Kovac!

      1. Herrispezial

        100% Zustimmung.

      2. Anton

        Nicht dass da ein Plan dahintersteckt! Wir murksen uns durch die Saison, mit ein bisschen Glück reicht es noch zu Platz vier. Durch das frühe aus in CL und Pokal ist wieder Zeit für ein geordnetes Training. Dann reihen wir Kovac in die Gild derer ein, die das Nach-WM-Jahr nicht überstanden haben, gehen auf große Einkaufstour und verpflichten einen Toptrainer – und dann geht es wiede richtig los!

        Habe eben einen bösen Kommentar gelesen – “Es wird Zeit, dass der FCB in diese Europaliga verschwindet, für die Bundesliga sind die zu schlecht!”
        Soweit ist es schon gekommen.

      3. Hummelrobbe

        +1 zu 100%

      4. Nur der FCB

        Dem ist nichts hinzuzufügen.

  23. Thomas

    Prognose 1: Nach dem Dortmund-Spiel sitzt nur noch Peter Herrmann auf der Trainerbank.

    Prognose 2: Einen Zweikampf um die Meisterschaft wird es *nicht* geben.

    Prognose 3: Die Anzahl der Kommentare zu diesem Spielbericht wird zwischen 150 und 200 liegen.

    1. Osrig

      Auch ein interessantes Thesenspiel! ;-)

    2. Marco05

      Prognose 4: Gegen Dortmund fühlt sich die Truppe an der Ehre gepackt und stellt alle bis dato dominanten Befindlichkeiten ein und zieht an einem Strang.

      Unterm Strich wird es beim Dortmunder Matchglück derzeit eine knappe Niederlage mit der man dann “leben kann”.

      1. Jo

        Es ist Fußball.
        Und wenn der ominöse Fußballgott nicht seinen leicht kranken Sinn für Humor verloren hat, wird es so ablaufen:
        Dortmund dominiert, der Ball läuft, die Südkurve feiert Nonstop. Leider werden so ca. ein dutzend der besten Chancen vergeben. Dann in der Nachspielzeit, so ungefähr in der 95.Minute, fällt Sanches der Ball 30 Meter vor dem Tor der Ball vor die Füße. Sein blinder Verzweiflungsschuss wird von Witsel geblockt. Und dann bestaunen wir alle die ballistisch kaum darstellbare Flugkurve, mit der der Ball sich hinter Bürki ins Tor senken wird. Abpfiff. Nacht über Deutschland.

      2. pepismo

        beim bvb kann kovac dann wenigstens endlich seinen aussenseiter-konterfussball spielen lassen…

      3. Beobachter

        Meine Favoriten für einen Sieg in DO
        Dortmund drückend überlegen, bekommt zwei Tore nicht anerkannt und dann entweder
        1) unberechtigter 11er in 96. Minute (bei 4 Minuten Nachspielzeit)
        oder
        2) Rückpass eines Dortmunders, der Bürki durchrutscht
        oder
        3) klassisches Müllertor mit dem Hinterteil, Vorlage von Ribery, war aber abgerutscht
        :-D

  24. Mehmet68

    Vermutlich wirds gegen Dortmund schwer bis bitter, aber UH wird Kovac sicher nicht so schnell beurlauben – damit würde er ja offiziell die Lederhose ausziehen.

    Und selbst dann: Welcher Trainer könnte denn derzeit helfen, so wie der Kader nun mal aussieht? Und wer würde sich das Theater mit UH, Robbery und Lisa Müller… schon antun? Sicher nicht Zidane, eher schon Hasenhüttl. Und ob der helfen würde, das weiss ich wirklick nicht.

    Renommiertere Kandidaten sind momentan ja kaum uu bekommen; sieht nach einer schweren Saison aus.

    1. Herrispezial

      Ich fürchte Auch, dass Kovac weiter protegiert wird, auch wenn inzwischen klar ist, dass er es nicht kann.

      Aber selbst wenn es einen Mangel an Optionen gäbe, ist doch die Frage, ob man mit einem falschen Trainer weiterarbeiten muss. Das ist doch der völlig falsche Ansatz. Wenn eine Führungskraft ihren Job nicht gut macht, muss man sie loswerden bevor sie noch mehr Schaden anrichtet.

      1. pepismo

        lieber keinen cheftrainer mehr (peter hermann darf bleiben) als einen falschen, kovac raus!
        schlimmster rumpelfussball-trainer seit 10 jahren…

  25. Holdor

    Was erlauben Lisa Müller? Darf demnächst noch die Tante vom Platzwart den Bayern-Trainer öffentlich anpissen? Da fordern UH und KHR Respekt der Journalisten ein – nun bin ich echt mal gespannt, wie die beiden Herren auf Müllers Angetraute reagieren. Das geht imho gar nicht und gehört sanktioniert. Unabhängig von Kovac, seinen Leistungen und Spielergebnissen.
    Als zukünftiger Trainer würde ich mir jedenfalls genau anschauen, wer derzeit alles gegen den Trainer schießt/spielt und/oder die Arbeit auf dem Platz verweigert. Denn Fakt ist imho weiterhin: Ribery und Robben gehören aussortiert, das sind leider nur noch maximal Reservespieler in dieser Verfassung. Und für’n Kiosk als zweites Standbei sollte das Geld, das sie beim FCB kassiert haben, auch so reichen.
    By the way: Was machen die Bosse eigentlich, wenn Kovac in Dortmund gewinnt? Ach nee, wird nicht passieren. Jede Wette, dass die Spieler diesbezüglich einen Matchplan haben. Wie schon bei Ancelotti. Der Neapel gerade nach ganz oben bringt. Mit richtig schönem Fußball. So kann’s laufen.

    1. BayernExpat

      @ Holdor: Jap. Wenn es schon so weit kommt ist das Kind schon lange in den Brunnen gefallen, befuerchte ich.

      1. Icke

        Das ist ja der Punkt. Wenn jemand sowas postet, egal ob Spieler oder Umfeld, dann ist die Sache gegessen.
        Denn… was sagt das aus: Die Müllers reden ja zu Haus. Und der Kommentar “… bis der mal ne n Geistesblitz hat…” Allein das Wort DER ist abwertend (hätte ja auch ER schreiben können) und weitergedacht kann man sich denken, was in der Mannschaft so abgeht im Moment. Da fehlt der Respekt vor Trainer und sicher auch Sportdirektor und keiner da, der das eben mal korrigieren kann. Und die immer wieder rauskommemden Interna (Kabinenansprachen) und diverse Spieleräußerungen passen da nur ins Bild. Autorität und Respekt kannst halt nicht verbal verordnen, entweder hast es oder nicht. Und das ist auf Dauer nicht korrigierbar. Die Niederlage gegen Gladbach war für mich nicht nur sportlich zu erklären, sondern es sah auch so aus, als wollte das Team mal zum Ausdruck bringen, wie lächerlich sie das finden, was ihnen der Verein als sportliche Leitung da vorsetzt.
        Kann man alles als hypothetisch und Verschwörungstheorie abhandeln, aber vieles deutet eben grad drauf hin.
        Das es dennoch so ruhig ist bestätigt mich eher im grad vorhandenen Vakuum… denn die Vereinsbosse haben grad ihre eigenen Probleme. Quo Vadis…

    2. Tipic

      Naja, Carletto zehrt derzeit noch vom Sarri-Fußball (so wie er bei uns eine Zeitlang vom Pep-Fußball gezehrt hat). Ob Napoli mit ihm nachhaltig gute Leistungen bringt, muss man erst noch sehen.

  26. Anton

    Also wie immer, alles beim Alten.
    Und selbst der Spieler des Oktober trifft mittlerweile aus fünf Metern das Tor nicht mehr.
    Aber was soll’s, es ist eigentlich in den letzten Wochen alles gesagt und geschrieben worden. Ob mit oder ohne Thiago, ob mit oder ohne RibRob, ob mit gutem oder schlechtem Kimmich.
    Was soll denn da am Mittwoch oder nächste Woche anders werden – außer den Ergebnissen. Und positiver werden die sicher nicht.

  27. Olorin

    Mal einige Anmerkungen zum Thema Zidane, der ja von vielen hier gewünscht wird:
    1) Zidane ist wohl das heißeste Eisen auf dem momentanen Trainermarkt. Ob er für den FCB überhaupt zu bekommen ist ist also fraglich, aber das könnte die Vereinsführung hinter den Kulissen evaluieren. Was man aber fast mit Sicherheit sagen kann: Zidane hat es nicht nötig, als Feuerwehrmann mitten in der Saison während einer Phase zu beginnen, in der er aufgrund vieler Spiele ohnehin nicht zu inhaltlicher Arbeit kommt. Bei einem Verein (und da sind wir uns denk ich alle einig), bei dem noch deutlich mehr im Argen liegt als die Trainerposition. Da wäre Zidane das Risiko viel zu groß, sein Renommee kaputt zu machen. Wenn überhaupt wäre Zidane erst im nächsten Sommer ein Thema. Sollte sich hinter den Kulissen herausstellen, dass Zidane bereit wäre, im Sommer an der Säbener Straße zu übernehmen, wäre das für mich kurzfristig sogar erstmal ein Argument für Kovac. Jemanden zu finden, der jetzt übernimmt und im Sommer wieder weg ist wäre ja nochmal schwerer.

    2) Wer wie ich die Rückkehr zu Guardiolaschem Dominanzfußball erhofft (und das sind wohl gerade die Leute, die Kovac so schnell wie möglich gefeuert sehen wollen), würde wohl von Zidane nach kurzer Zeit enttäuscht sein. Zidane hat bei Real immer defensive Sicherheit im Zweifelsfall größer geschrieben als ein sauberes Positionsspiel oder eine hohe Offensivpräsenz. Die spielerischen Glanzlicher von Reals Zidane resultierten mehr in individuellen Glanzmomenten von Marcelo, Kroos oder Modric denn in tollen Staffelungen. Und das bringt mich zu einem gewissen strukturellen Bedenken gegen den Trainer Zidane bei uns: ich halte unseren momentanen Kader nicht für sonderlich kompatibel mit Zidanes Spielidee, wie sie sich bisher darstellt. Wie bereits erwähnt baute Zidane auf eine recht geringe Qualität im Spielaufbau. Beides wäre mit unserem Kader durchaus nicht unproblematisch. Bei Real spielten meist nur drei oder vier echte Offensivspieler, der Rest war sehr zurückhaltend. Auch die Außenverteidiger haben nicht annähernd so konsequent die Offensivspieler unterstützt wie bei uns. Das ging aufgrund der immensen individuellen Klasse der Offensivspieler: CR7 ist vielleicht der beste Vollstrecker der Fußballgeschichte, Benzema ein herausragend kompletter Stürmer, der oft unterschätzt wird, Bale und Isco sind auch Weltklasse. Dass unsere Offensivspieler mit so wenig Unterstützung auch so zurecht kämen bezweifle ich doch deutlich: Lewandowski ist herausragend als mitspielender Stürmer, aber eine Tormaschine wie Ronaldo ist er nicht. Coman ist ein Riesentalent, aber die für eine solche Rolle nötige Konstanz hat er noch nicht, ebensowenig wie Gnabry. Müller ist ohnehin sehr stark auf Partner in der Offensive angewiesen, auf sich allein gestellt bewirkt Müller nur wenig. Unter Zidane wäre Müller wohl kein geeigneter Angreifer. Ansonsten wird sich natürlich offensiv ohnehin einiges tun müssen, wenn Robbéry hoffentlich nicht nochmal verlängert werden, aber ob wir da wirklich solche Verstärkungen bekommen bezweifle ich.
    Auch im Spielaufbau basierte vieles auf individuellen Lösungen von Spielern wie Kroos oder Modric. Thiago könnte das ähnlich, auch James (der sich aber angeblich persönlich nicht grün sein soll mit Zidane). Aber für Tolisso oder Goretzka hätte Zidane wohl wenig Verwendung (außer sie würden sich auf eine rein absichernde Rolle einlassen, aber das entspricht nicht so ihren Qualitäten).

    1. Anton

      Wenn es so weitergeht, wird sich das “Problem ” Thiago und James im Sommer wohl von selbst erledigen.
      Ich glaube nicht, dass die sich das Chaos noch eine Saison antun. Und dann sehen wir mal, wer den beiden noch folgen will und wird.
      Das befürchte ich zumindest!

      1. Olorin

        Möglich, aber eigentlich glaube ich das nicht. Wir geben Spieler nicht gegen unseren Willen ab, wenn wir nicht müssen. Siehe Lewandowski. Und wir müssen nicht, Thiago ist langfristig gebunden und James auch, wenn wir die Kaufoption ziehen. Und die Bedeutung von Thiago ist doch spätestens diese Saison so offenkundig, dass doch hoffentlich nichtmal unsere Führungsriege (die ja wahrhaft viel Scheiß macht), da auf die Idee kommt zu verkaufen. Wenn hingegen einer von beiden (oder gar beide) geht wäre das für einen Trainer Zidane noch komplizierter

    2. Osrig

      Ich finde die Skepzis hier gegenüber Zidane bemerkenswert! Fast scheint es, dass Real TROTZ Zidane 3 x hintereinander die CL gewonnen hat. Alles nur Glück und individuelles Können? Niemals! Dann wären unsere Oberen mit ihrer Präferenz des “Heldenfussballs” und der Hoeneß’schen Geringschätzung von Taktik genau auf dem richtigen Weg. Nächstes Jahr zig Millionen für neue Stars, und der Henkelpott wird ein Selbstläufer?
      Nein, das glaube ich nicht! Zidane hat eine Fussballschule durchlaufen, die für klare Offensivstrukturen steht, er hat selbst offensiv die Fäden gezogen, wenn gleich er kein Stürmer oder Vollstrecker war…ganz sicher ist er ein Trainer, der sehr viel Wert auf Ballbesitz und Abläufe legt, und nicht nur a la Kovac aus der gesicherten Abwehr heraus den schnellen Ball nach vorn!
      Das Abwehrarbeit von hoher Bedeutung ist und nicht zu vernachlässigen gerade hinsichtlich Konteranfälligkeit ist einem Fussballlehrer von seinem Format sicherlich klar, aber das heisst nicht, dass er wenig Offensivstrukturen aufbauen lässt.

      1. Olorin

        Über die Trainerqualitäten von Zidane sag ich gar nichts. Und dass Reals drei CL-Siege nur auf Glück und individueller Klasse beruhen hab ich auch nicht gesagt. Ich sagte nur, dass Bayerns Kader mit dem Reals nichtmal entfernt vergleichbar ist und seine Spielweise in Madrid Spielertypen voraussetzt, wie ich sie bei uns im Kader nicht in der erforderlichen Anzahl und /oder Qualität sehe. Das kannst du gern anders sehen, aber dreh mir bitte nicht das Wort im Mund um.
        Und zu meinem ersten Punkt (der Verfügbarkeit Zidanes) sagst du gar nichts. Du glaubst, dass ein Trainer, der in den letzten drei Jahren die CL geholt hat, Anfang November in einem ihm fremden Land und Liga ohne Sprachkenntnisse in der bei uns vorhandenen Gesamtgemengelage antreten würde?

      2. Osrig

        Nein, Olorin, ich habe hoffentlich schon deutlich gemacht, dass Zidane, wenn er denn käme, erst im Sommer sein Amt antreten würde und sich bis dahin vorbereitet. Übergangsweise könnten tatsächlich Hermann oder Seitz übernehmen, schlechter als mit Kovac würde es nicht laufen, da beide, Hermann wie auch Seitz, wieder mehr Gewicht auf Ballbesitz und Positionsspiel legen dürften. Das ist etwas, was unsere Jungs können, wovon sie überzeugt sind.

        Übrigens versuche ich nicht, dir deine Worte im Munde umzudrehen, allerdings habe ich deine Kritik an Zidane tatsächlich als gegen dessen taktische Fähigkeiten gerichtet aufgefasst! Taktische Fähigkeiten, die Du ihm meiner Ansicht zum großen Teil absprichtst, wenn du seine Erfolge auf bestimmte Spielertypen und ihre individuelle Klasse zurück führst.
        Das wäre ja im Grunde das Ancelotti-Diktum, der meint, es müsse nur jeder Spieler auf der für ihn am besten geeigneten Position eingesetzt werden, dann kämen die Erfolge von ganz allein.
        Zidane hingegen habe ich bisher so verstanden, dass er vor allem über das Kollektiv zum Erfolg zu kommen versucht, also eben gerade nicht die einzelnen “Heroen” in den Vordergrund seiner taktischen Überlegungen stellt – was ich auch richtig finde.
        Aber ich bin kein Zidane-Kenner, da mag ich mich also täuschen. Wenn Du ihn besser kennst und einschätzen kannst, lasse ich mich gern überzeugen, dass er nicht der Richtige für unseren FCB ist.
        Das ändert aber nichts an meiner Einschätzung, dass Kovac mit hoher Wahrscheinlichkeit NICHT der richtige Mann an der Seitenlinie ist und daher gehen sollte – und das lieber früher, als später!

      3. Olorin

        Das hatte ich tatsächlich aus deinen bisherigen Kommentaren so nicht mitgenommen, dass du Zidane auch erst als Lösung ab Sommer siehst…vielleicht hab ich es überlesen. Mit Hermann und Seitz könnte ich auch sehr gut leben, ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass unsere Vereinsführung einem der beiden die Chance gäbe, selbst wenn Kovac gehen müsste.
        Das mit dem die Worte im Mund umdrehen war zu scharf formuliert, sorry. War gestern abend noch weg und nicht mehr ganz nüchtern dann danach ;) Ich schätze deine Meinung und les deine Kommentare immer gern.
        “Taktische Fähigkeiten, die Du ihm meiner Ansicht zum großen Teil absprichtst, wenn du seine Erfolge auf bestimmte Spielertypen und ihre individuelle Klasse zurück führst.”
        Naja, jeder Trainer braucht in gewissem Maß bestimmte Spielertypen. Für Pep Guardiola beispielsweise ist ein Sechser mit extrem guten Passfähigkeiten und Spielübersicht ein Muss. Und für Zidane meinem Eindruck nach eben analog Offensivspieler mit hoher individueller Durchschlagskraft auch in recht isolierten Situationen.
        Nein, ich bin kein Zidane-Kenner. Ich geb hier nur einen Eindruck wieder, der aus der Betrachtung von insgesamt relativ wenigen Spielen seines Real entstanden ist, also keine Garantie. Wenn sich herausstellen würde, dass Zidane sich Bayern vorstellen kann, sollte sich unsere Chefetage damit auf jeden Fall ernsthaft auseinandersetzen, das seh ich schon auch so.

        “Das ändert aber nichts an meiner Einschätzung, dass Kovac mit hoher Wahrscheinlichkeit NICHT der richtige Mann an der Seitenlinie ist und daher gehen sollte – und das lieber früher, als später!”
        Tja…das sieht in der Tat immer mehr danach aus…

      4. Brasco

        Kann ich bestätigen, Olorin. Real hat immer mit mindestens 4, eher 5 Spielern abgesichert (IVs, Casemiro, Kroos und/oder ein AV). Bei Pep waren das eher 2 bis 3.

        Modric, Ronaldo, Benzema, Marcello und Isco hatten dann alle Freiheiten nach vorne und wussten sie zu nutzen. Exakt das lässt sich bei Bayern aus meiner Sicht nicht unbedingt kopieren, schließt aber nicht aus, dass Zidano dennoch Erfolg bei uns haben könnte.

    3. Jo

      Sehe ich bezüglich Zidane auch so.
      Ergänzend: Ich wüsste nicht, dass er Deutschkenntnisse besitzt. Seine Englischkenntnisse sollen jedenfalls sehr überschaubar sein.
      Schon von daher schwierig.

      1. pepismo

        zidane spricht französisch und spanisch und erreicht damit viele unserer wichtigsten spieler direkt. und selbst ohne einen dolmetscher würde zidanes aura besser auf die mannschaft wirken als alles was kovac über fussball erzählen kann…

      2. Raptor

        Zidane funktionierte bei Real nur mit der Qualität seiner Spieler und seiner Aura. Ich behaubte, dass er in der Bundesliga mit z.B Hoffenheim absteigen würde.

  28. Turbo Batzi

    Bitte sachlich bleiben und sich bei der Ursachenforschung nicht in Wutanalysen verlieren. Was die Mannschaft aktuell auf dem Platz spielt, hat

    a) erstmal nichts damit zu tun, dass Brazzo TL ist
    b) ist die indirekte Folge einer im Nachhinein naiven Kader-Politik, bei der man an die Altmeister glaubte – verstärkt durch
    c) ein Verletzungspech, gerade der jüngeren Spieler, die heuer den Wechsel einläuten sollten.

    Unmittelbar – und hier stimme ich voll mit MSR überein – offensichtlich sind die taktischen Defizite. Es gibt kein Rollenverständnis im Mittelfeld, Pressing findet nicht mehr statt, ein Dutzend Standards reicht nicht für Tore und man bekommt aus wenig Chancen für den Gegner permanent Gegentreffer. Während Dortmund aktuell jedes Spiel mit einem ordentlichen Schuss Spielglück feiert, bringen wir uns selbst um die eigene Leistung.

    Hier muss man sofort ansetzen: denn aus meiner Sicht reicht selbst die schwächste Startelf mit der richtigen Taktik aktuell immer noch aus aus, um besseren Fußball zu zeigen. Dafür gibt es keine Entschuldigung.

    Folglich kann die Lösung nur sein, dass Kovac entweder den Schlüssel gegen Dortmund findet. Oder er (leider) gehen muss.

    Man kann dann immer philosophieren, über was/hätte/wäre. Fakt ist aber: wenn ein an sich nach wie vor sehr gut besetzer Kader in der Bundesliga spielerisch und taktisch keine Lösungen findet, dann geht das zuerst auf den Übungsleiter zurück. Dass sich längerfristig und Punkto Transfers, Management und Nachwuchs ein paar Dinge ändern müssen ist unbestritten. Und ich denke das sehen die Verantwortlichen. Kurzfristig aber geht es darum, das was auf dem Platz gerade los ist, wieder ins Soll zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger.

    1. Osrig

      So sieht es aus!

    2. Christopher

      Man kann dann immer philosophieren, über was/hätte/wäre. Fakt ist aber: wenn ein an sich nach wie vor sehr gut besetzer Kader in der Bundesliga spielerisch und taktisch keine Lösungen findet, dann geht das zuerst auf den Übungsleiter zurück.

      Das ist mittlerweile auch mein Standpunkt. Kovač hatte eine sehr lange Vorbereitung und hat diese nicht genutzt. Natürlich ist es jetzt schwer Dinge kurzfristig zu ändern. Ich glaube aber, ihm fehlt die Kraft/Kreativität dazu. Gerade in den letzten Pressekonferenzen wirkte er doch sehr desillusioniert.

  29. Herrispezial

    Die Trainersuche ist ja zuerst einmal Aufgabe der Vereinsführung, die auf solche Situationen vorbereitet sein muss – erst recht angesichts der letzten Wochen. Aber wenn man mich fragt, hätte ich schon ein paar Ideen: Hasenhüttl, Wenger, van Gaal. Die sind derzeit frei und haben eine Spielidee und durchaus Kompetenz. Ansonsten Tim Walter, nur hat der derzeit einen Job.

    1. Olorin

      Van Gaal fänd ich super, ist aber unrealistisch, seine auf Gegenseitigkeit beruhende Abneigung gegen unseren Big Boss ist hinlänglich bekannt. Hasenhüttl hatte vergangene Saison ganz ähnliche Probleme wie Kovac (Umstellung von einem rein destruktiven System auf Ballbesitz, Management der Dreifachbelastung) und hat sich auch schwer getan, insofern wäre er für mich kein Fortschritt. Wenger? Hmm…ich kenn mich zu wenig mit dem englischen Fußball aus, um eine echte Meinung zu ihm zu haben. Mein nicht sonderlich fundierter Eindruck ist nicht der beste, was vielleicht auch daran liegt, dass ich zu jung bin, um die Glanzzeit seines Arsenal noch erlebt zu haben. In den letzten Jahren fand ich seinen FC Arsenal in der CL gegen uns nie überzeugend und ihn selbst ziemlich unsympathisch, wenn er nach haushohen Niederlagen die Schuld beim Schiri suchte. Tim Walter glaub ich nicht dran. UH und KHR scheinen den Trainer Kovac ja als das Experiment eines “jungen, unbekannten” Trainers ohne “internationales Flair” zu sehen. Insofern würde nach dem Scheitern dieses Versuchs wohl nicht danach ein noch deutlich unbekannterer Trainer kommen (Kovac war immerhin schon ein paar Jahre National- und Bulitrainer vor seiner Station hier). Obwohl die mangelnde Erfahrung nicht Kovacs größtes Problem ist.

      Das Hauptproblem an der momentanen Situation ist, dass die Entscheidung für Kovac im Sommer dazu geführt hat, dass die passendsten Trainer (Tuchel, Nagelsmann, Sarri), die die wichtigen Kriterien mitbringen (passende Spielidee, Erfahrung mit Dreifachbelastung im Europapokal und mit Ausnahme Sarris deutsche Sprachkenntnisse) jetzt allesamt vom Markt sind, und zwar im schlimmsten Fall für Jahre. Und zwar bei Mannschaften, die in den nächsten Jahren in nationaler (Leipzig) oder internationaler (Paris, Chelsea) Konkurrenz zu uns stehen werden.

      1. Herrispezial

        Schon klar. Die eigentlichen und großen Fehler wurden in der ersten Jahreshälfte gemacht. Aber das heisst ja nicht, dass man nicht irgendwann anfangen muss, diese Fehler wieder geradezubiegen. Und van Gaal hat sich ja angeblich mit UH wieder ausgesprochen.

      2. Hummelrobbe

        Van Gaal wäre schlimm, denn dann würde Müller ja wieder immer spielen! ;)

  30. Johannes

    Das war’s wohl wenn die am Samstag verlieren übernimmt Peter Hermann.
    Ich danke Kovac aber für die überzogenen Quoten der letzten Wochen finanziell gesehen war das ein voller Erfolg. Ätsch :-)
    Und an die “ich-lebe- für-den-FCB-Fraktion nehmt s nicht zu wichtig is nur Fussball.

  31. Kurt2

    Der momentane Zustand unserer Spielkultur ist die Konsequenz aus den zu viel zu leicht errungenen 6 Meisterschaften der vergangenen Jahre. Vorstand, Präsident und auch die Mannschaft selbst haben den Zeitpunkt für die notwendigen Anpassungen der Vereinsstrukturen auf die veränderten Rahmenbedingungen im internationalen Profifußball verpasst. Der Verein ist sportlich schlichtweg für die nächsten 3 Jahre überhaupt nicht gut aufgestellt, und das haben alleine Hoeness und KHR zu verantworten.
    Stichworte: Nachwuchszentrum, Sportdirektorsuche, Medizinische Abteilung, Trainersuche, Öffentlichkeitsarbeit (PK!), Sponsoring/Strategische Partner (Katar), Kaderplanung, Scouting, Spielphilosophie – in eigentlich allen wichtigen Bereichen des Vereins sehe ich nur halbgare Lösungen oder Komplett-Baustellen. Im schlimmsten Fall verabschieden wir uns für einige Jahre aus dem Kreis der Top 8-Mannschaften Europas. Wir sind es schon jetzt nicht mehr.

  32. Herrispezial

    Ich möchte gerne meinen Post von gestern Nachmittag nach der PK vor dem Spiel noch einmal bringen:

    “Also die PK heute war doch ein prima Beispiel dafür, dass Kovac offensichtlich keinen Plan zur Spielentwicklung hat. Er wird gefragt, woran es liegt, dass es spielerisch nicht so gut aussieht und die Bayern nicht mehr so gut durch die Mitte kommen wie noch letzte Saison. Seine Antwort: die Gegner sind besser geworden, der Fussball entwickelt sich, die eigenen Spieler werden älter. An der Stelle würde ein Nagelsmann aber zu 100% eine andere Antwort geben – und die wäre darauf bezogen, wie man in solchen Räumen idealerweise kombiniert. Bei einer anderen Frage meint er heute, dass es man es eben immer wieder über außen versuchen muss, irgendwann klappt es dann mal. Aber die Gegner würden ja auch immer 2 oder 3 Spieler dorthin stellen. Also muss man es immer wieder versuchen – oder das Spiel verlagern. Aber bei ihm sieht man fast nie die Verlagerung über den kurzen Weg, sondern über den 6er oder die IVs. Damit kann sich der Gegner in Ruhe neu formieren. Aber eigentlich doch immer wieder nur das sture Spiel über den Flügel ohne ihn dann schnell zu wechseln. Irgendwie ist das alles schon sehr, sehr schwach von Kovac. Für mich ist er höchstens ein Trainer für Underdogs, aber nicht für eine Mannschaft, die in den allermeisten Fällen als Favorit ins Spiel geht. Und seine Begründung die schlechten spielerischen Leistungen ist die Chancenverwertung. Dass man ein Spiel selten mit 4 Toren gewinnt, wenn man nur 5-6 gute Torchancen erspielt, blendet er aus. Wer 4 Tore macht, hat meistens deutlich mehr gute Chancen. Irgendwie ist das inzwischen alles zum Verzweifeln.”

    Solche taktischen Offenbarungseide in Interviews gepaart mit dem Geschehen auf dem Platz sprechen eigentlich eine mehr als deutliche Sprache. Er liefert nicht einmal verbal Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Wenn man wenigstens das Gefühl bekommen würde, dass er versteht, was zu tun wäre. Aber die Interviews zeigen ja eher noch mehr, wie planlos er zu sein scheint. Sonst würde er ja Antworten geben können, die Ansätze eines Plans erkennen lassen. Das gepaart mit den Leistungen auf dem Platz belegt, dass wir ihn einfach nicht länger mit der Mannschaft arbeiten lassen können.

    1. Christopher

      Oh – welche PK war das denn? Und wo kann ich mir die ansehen?

      1. Herrispezial

        Das war die PK von Freitagmittag. Die sind inzwischen üblicherweise (frei zugänglich) auf der Webseite des FCB. Weiss aber nicht, wie lange die verfügbar sind.

  33. Herrispezial

    Übrigens: Kovac tritt als kroatischer Nationaltrainer ab – danach geht es mit der Mannschaft bergauf. Jetzt ist er kein Trainer in Frankfurt mehr – und die stehen in der Tabelle auf einem Platz, der zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb berechtigt. Seine Nachfolger sind mit seinen Ex-Mannschaften also erfolgreicher als er selbst. Vielleicht kommt es also gar nicht darauf an, dass jemand deutlich besseres kommt, sondern nur jemand Anderes als er.

    1. Anton

      Steile These, aber auch nicht von der Hand zu weisen.

      1. Herrispezial

        Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache.

  34. Herrispezial

    Habe mir jetzt die PK nach dem Spiel angeschaut. Kovac behauptet da allen Ernstes, dass die fehlende Bewegung im Spiel mit dem Positionsspiel zu begründen sei. Diese Logik ist einfach unschlagbar. Wenn jeder Spieler einfach seine Position auf dem Feld hält, dann nehmen wir den Gegner ja quasi von alleine auseinander. Ein ganz großer Fachmann. So sieht der Fussball der Zukunft aus. Nur leider erkennen die Gegner und wir nörgelnden Fans die Genialtät dieses Plans nicht. Aber spätestens in 2 Jahren wird wohl die ganze Welt so spielen.

    Entschuldigt bitte meinen Sarkasmus, aber bei so viel offenkundigem Blödsinn kann ich einfach nicht mehr anders. Die Hoffnung, dass Kovac auch nur ansatzweise Besseung hinbekommen kann, muss eigentlich bei jedem mit Verstand endgültig verschwinden.

    1. Beobachter

      Alle bleiben da wo sie sind, ist freilich auch irgendwie Positionsspiel, äh ja. ;)

    2. Osrig

      Ich habe die PK vor dem Freiburg-Spiel leider nicht gelesen, sie stand diesemal nicht in den Gazetten.
      Wenn Kovac das so ausgedrückt hat, offenbart er damit vollständig seine Unfähigkeit, Ballbesitzfussball zu schulen!

      Denn natürlich ist es erlaubt, sich innerhalb seiner Zone zu bewegen, allein schon, um sich anspielbar zu machen.
      Sogar das Wechseln der Position bzw. Zone ist im “Juego de Posicion” erlaubt, ja ausdrücklich sogar gefordert – allerdings mit der Auflage, dass eben jede Zone ständig besetzt sein muss, also ein Wechselspiel stattfindet, bei dem Spieler z.B. Zonen tauschen.
      Hinzukommt, das in vertikaler wie in horizontaler Ausrichtung nur zwei bzw. drei Spieler auf einer Linie stehen dürfen, was komplexe Strukturen auf dem Feld bedeutet, aber eben auch Dreiecke und dynamische Bewegungen ermöglicht.
      Eben die hohe Fussballkunst!

      1. Herrispezial

        https://fcbayern.com/fcbayerntv/de/video/2018/11/pressetalk-trainer-analyse-nach-dem-spiel-gegen-freiburg

        Das war die PK von gestern 17:30 Uhr. Ab Minute 4:15 wird es besonders interessant. Aber auch diese PK vom Freitag ist schon vielsagend:

        https://fcbayern.com/fcbayerntv/de/video/2018/11/pressetalk-mit-niko-kovac-vor-dem-freiburg-spiel
        Da lohnt es sich, ab Minute 10:30 einmal reinzuschauen, dann wieder ab 15:30 und ab 18:40 (dann für etliche Minuten).

        Wenn man sich das anschaut, dann merkt man, wie hilflos er ist. Er redet darüber, über den Flügel zu kommen, weil in der Mitte alles dicht ist. Doch über den Flügel ist auch schwierig, weil dort gedoppelt/getrippelt wird. I don´t get the idea…

      2. Herrispezial

        Hab die Links gerade mal gepostet, aber die müssen vermutlich erst noch durch die Freigabe. Es lohnt sich aber, die nachher mal anzuklicken.

      3. Christopher

        Sind da ;-)

      4. Herrispezial

        Hm, scheint nicht zu klappen. Eigentlich hatte ich noch Zeitangaben dazugeschrieben, wann es besonders interessant wird. War in der PK vom Freitag (so meine ich) gegen Minute 10:30, dann wieder 15:30 und ab 18:30 etwas länger.

        Hier die URLs; bitte das “https://” eigenständig ergänzen:
        fcbayern.com/fcbayerntv/de/video/2018/11/pressetalk-mit-niko-kovac-vor-dem-freiburg-spiel
        fcbayern.com/fcbayerntv/de/video/2018/11/pressetalk-trainer-analyse-nach-dem-spiel-gegen-freiburg

      5. Herrispezial

        Danke, Christopher.

  35. Ali

    Wir stecken leider im Treibsand des ‚sowohl-als auch‘ , ‚nur kein unnötiges Risiko eingehen..‘ usw fest. Es hätte einen klaren Schnitt mit Robben und Ribery geben müssen, durch junge Leute ersetzen mit einem jungen Konzepttrainer . Momentan herrscht bei Bayern ‚beleidigte Diven -Alarm‘ zu viele kreisen um ihre eigenen Befindlichkeiten und der Trainer bekommt keine Fuß dazwischen. U.H und K.H.R haben einfach die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sich zu häufig ums Upgrade gedrückt bis es zu spät war ..

  36. Ryuss

    Grüße an die versammelte Therapiegruppe! ;D >(dank an GESTRANDETINBERLIN an diese bittersüße Erinnerung.)

    Nach Monaten des stillen Mitlesens habe ich endlich Raum, hier auf MSR am laufenden Diskurs teilnehmen (vielleicht mein zweites Kommentar ? Weiß es nicht mehr). Wahrscheinlich haben wir hier einer der letzten Bastionen für ehrliche Bayernfans die an konstruktiven Austausch interessiert ist.

    Übrigens: geniale Überschrift Christopher, ich liebe Wortspiele, ghihihihi :D

    Vielleicht kann ich durch meine Sicht etwas Schärfe aus der aktuellen Diskussion rausnehmen – weil meiner Meinung nach einiges zu kritisch gesehen wird.

    Kovač hat für mein Empfinden schon einiges richtig gemacht, es sind Entwicklungen zu erkennen, in diesem Spiel und auch schon einige Mal davor.
    Er ist reflektiert genug die Gesamtsituation im Rahmen seiner Erfahrungswerte richtig einzuschätzen, so wie Streich die Freiburger Destruktivität in seine Spielbewertung auf der PK einfließen ließ; Christian Streich (Trainer SC Freiburg):

    ” […] Es ist für Bayern natürlich extrem schwierig, wenn eine Mannschaft so defensiv steht und verteidigt. […]

    Beispiele:

    – Kimmich auf der 6. (Im Laufe der Saison Thiago endlich auf die 6 zu stellen, war auch schon mal goldrichtig)

    Hatte dafür die Hoffnung schon aufgegeben, heute hat er mich damit mehr als positiv überrascht, hatte damit nicht mehr gerechten ehrlich gesagt. Er erkennt das Joshua wohl der der einzige Spieler aus dem Kader ist, der die Thiago Rolle überhaupt vertreten kann. Glaube Justin/MSR hat das schon mal auf den Punkt gebracht.

    > GIBT DEM JUNGEN ZEIT

    in diese Rolle wieder reinzukommen, er kann es!

    Er hat mehrmals bewiesen, z.B. bei dem 0:0 gegen Weltmeister Frankreich dahoam in der Arena.

    Welcher Spieler macht von Saisonbeginn an jede Minute und hat bis jetzt nicht mal eine(!) Verschnaufpause gemacht?

    Wer wird in einer schwierigen Situation (wie lange nicht mehr für den gesamten Verein) auf einer der wichtigsten Positionen geworfen um mal eben einer der besten MF-Spieler Europas zu vertreten?

    Schlechte Zweikampfqoute, unglückliches Spiel? Geschenkt. Der Junge ist 23.

    Ihn jetzt wegen wieder auf die AV zu schieben wäre ein großer Fehler. Diese Situation sollte man als Chance begreifen die Polyvalenz einen bereits wertvollen Spieler weiter zu entwickeln, ich erinnere gerne an Lahm unter Pep als Beispiel. Er solle weiter wichtige Erfahrung sammeln, RAV wird er immer spielen können.

    Wer weiß ob wir nicht im Laufe der Saison so eine weitere MF-Waffe namens Joshua Kimmich entwickeln, oder zumindest zu einer Alternative zu entwicklen. Bis Thiago & Tolisso zurückkommen.
    So würde auch der Druck auf die Führung weiter steigen auf den AV Positionen entsprechend zu investieren. By the way, als Guardiola Lahm in MF schob war er ein entwickelter Spieler um die 30 herum… just sayin.

    > Gnabry endlich durchgespielt, erstes Tor.

    Ribery GEGEN Robben ausgewechselt, genauso sollte es laufen. Die Zeit von Robbery sollte damit hoffentlich endlich vorbei sein, so Leid es einem tut.
    Gibt den beiden nach der Saison ein fettes Robbery-Abschiedsspiel alá Schweinsteiger und verabschieden wir unsere beide Legenden gebührend. Beide kehren in Ihre Heimat zurück und lassen Ihre Karriere entspannt ausklingen.

    Ob das wohl so oder so ähnlich je kommuniziert worden ist? Das bringt mich zu nächsten Punkt.

    Der unumstößliche Grundsatz “Man erntet was man säht“ gilt auch für Uli Hoeneß.

    Man hat das Gefühl je älter er wird, umso mehr spürt man die Verbitterung in seiner vergifteten Entscheidungsfindung.

    Ich glaube es fehlt Ihm an Demut und Bescheidenheit loszulassen und zu sagen: Mein Wirken schadet meinem Verein mehr als das es Ihn weiterbringt, wie es früher der Fall war. Puncto Selbstreflexion. Sein arroganter Stolz schadet Bayern München.

    Schon bei den Gerüchten zu seiner Rückkehr hatte ich Bauchschmerzen, ein schlechtes Gefühl. Diese Intuition verstärkte sich mit der Verpflichtung von Ancelotti und bestätigt sich jetzt wie nie zuvor. Apropos Carlo, laut Aussage von Ihm, nicht lange her:

    Er hatte damals nur das Vertrauen von 4-5 Spielern. Jetzt bei Napoli, von der ganzen Mannschaft, dem Staff und dem gesamten Verein: Das lässt tief blicken – ohne da zu viel rein interpretieren zu wollen.

    Die ganze Art und Weise der Trainerfindung inkl. der vorangegangen Suche eines Sportdirektors.

    Wie man Kovac schlussendlich aus seinem Vertrag in Frankfurt ‘rausgerissen‘ hat, ich kann Bobic gut verstehen.

    Die Verhandlungen mit Ebert, dann das Thema Lahm, es war und ist so klar wie nie zuvor warum ein Lahm unter dieser Führung nicht arbeiten wollte und will.

    Solange Uli noch da ist, wird Philipp nicht kommen. Er wird beim DFB Erfahrung sammeln, für eine richtig gute EM 2024 sorgen und danach evtl. gesprächsbereit sein, wenn er die richtigen Vorrausetzungen dafür sieht.)

    Was ist aus Sagnol geworden?

    Einige können diese Liste bestimmt beliebig weiterführen.

    Es mag hart klingen, aber:
    Er sollte seinen Rücktritt planen und ankündigen, alles in die Wege leiten den Umbruch sauber vorzubereiten und endlich mehr externe Expertise – auch mal ohne ‘Stallgeruch’ – in der Bayernfamilie zuzulassen. Ohne die nötige Demut wird der FCB weiter unter seinen Fehlentscheidungen leiden was sich letztendlich auf dem Platz wiederspiegelt.

    Das traurige ist: Wir allen wissen, dass das wohl nicht so schnell passieren wird.

    1. Christopher

      Willkommen :) Ich finde du sprichst hier ganz gut auch das ‚Big Picture‘ an. Viele Entscheidungen neben dem Platz waren nicht besonders glücklich. Die Kaderplannung habe ich für diesen Artikel mal mit aufgenommen. Genauso gut könnte man den Sportdirektor in die Pflicht nehmen, der die Krise nicht auflöst, indem er sich einbringt und Struktur/Halt gibt für Kovač.

    2. Herrispezial

      Willkommen Ryuss. Sicherlich kann man sie Punkte “Kimmich als 6er” und Gnabry spielt (fast) durch” positiv sehen. Aber m.E. sind das keine originellen Ideen – und sie sind teilweise aus der Not heraus geboren (Kimmich), teilweise schon gesehen (Kimmich) und teilweise eher viel zu spät (Gnabry). Insofern kann man Kovac dafür loben. Aber eigentlich macht er nur das, was man sich schon lange hätte denken können. Insofern sind das für mich keine sonderlich rollen Entwicklungen, die da zu beobachten sind. Es sind eher die logischen Konsequenzen bzw. Selbstverständlichkeiten.

      1. Christopher

        bzw. sind sie nur halbherzig umgesetzt. Kovac will bzw. traut sich nicht den großen Umbruch zu machen. Jetzt steht er vor der Situation, dass dieser Mittelweg nicht ausreichend ist. Auf der einen Seite hat er die etablierten Spieler sicherlich gegen sich. Anders lassen sich bestimmte Dinge sich nicht erklären. Auf der Gegenseite stehen die jungen Spieler, die mit viel ‘Tamtam’ von Salihamidžić gehalten wurden, ohne jegliche Perspektive da.

    3. Anton

      Haben hier einige die Lahm-Nummer eigentlich immer noch nicht begriffen?
      Da gibt es einen “Sportvorstand” Mathias Sammer, der als Voraussetzungen mitbringt: 2x Trainer eines Bundesligisten, dabei einmal Deutscher Meister geworden; Berufserfahrung als Sportdirektor des DFB.
      Und dann kommt ein Philipp Lahm, der als Voraussetzung mitbringt – verdienter Spieler des FCB.
      Und dann wundert sich einer, dass der Aufsichtsrat sagt -Vorstandsposten mit den fachlichen Voraussetzungen = NEIN!!
      Die Vorstandsposten werden vom Aufsichtsrat vergeben.
      Und dann kommt dieser dümmliche Spruch – Der Uli kann ja nicht loslassen!
      In diesem Aufsichtsrat sitzen u.a. Wirtschaftsfachleute und die FCB AG ist ein Wirtschaftsunternehmen. Und dann glaubt einer allen Ernstes, dass die Voraussetzung verdienter Spieler für einen Vorstandsposten reicht.
      Ich weiß ja nicht, wo der ein oder andere sein Geld verdient, aber in der Wirtschaft ist es normalerweise nicht üblich, dass der Lehrling nach seiner Gesellenprüfung gleich Abteilungsleiter wird.

      1. Ju

        Keiner von uns saß damals mit am Tisch. Ob die explizite Forderung nach einem Vorstandsposten durch Lahm tatsächlich so formuliert wurde und ob es ihm dabei tatsächlich ums Prinzip ging, oder ob er lediglich ob der Gespräche den Eindruck hatte, dass hier lediglich ein Ja-Sager gesucht wird, der ein bisschen Hausmeister spielt und die Presse bespaßt, und dann deswegen eine Rolle einforderte, die auch faktisch Einfluss besitzt – wir wissen es nicht. Fakt ist, dass es im Verein keine starke und kompetente zweite Reihe gibt, die erstens ein Korrektiv darstellen, zweitens Expertise einbringen könnte und drittens auf eine mögliche Nachfolge vorbereitet wäre. Die Wut der Fans – die sich bei Kritik sehr lange reflexartig und an ihre Verdienste erinnernd vor die Führung gestellt hat – entlädt sich dann eben an konkreten Beispielen, auch wenn es in diesen Fällen vielleicht nicht mal angebracht ist. Das Problem der Fans ist m.E. nicht, dass Philipp Lahm keine Führungsrolle im Verein innehat, sondern das Vakuum, welches stattdessen entstanden ist.

      2. Herrispezial

        Sehe es wie JU.

        Und wenn man nach der Lehre nicht gleich Abteilungsleiter wird: Wie konnte das dann mit Brazzo geschehen? Der hat keinerlei Erfahrung als Trainer oder SpoDi an anderer Stelle gesammelt. Das Argument contra Lahm gilt dann auch hier. Demnach müsstest Du auch gegen Brazzo sein. Lahm hat sich im Gegensatz zu ihm in seiner aktiven Karriere immer auch schon Gedanken um die Entwicklung des Vereins/der Mannschaft gemacht. Da hatte Lahm unserem aktuelle SpoDi sogar etwas voraus.

      3. Jo

        Zum Thema Lahm:
        Ein extrem erhellendes Erlebnis dazu war sein Auftritt im ASS, als er zu seiner Nationalmannschaftskritik Stellung nehmen sollte.
        Ein solches Gestammel und Herumgedruckse habe ich noch selten erlebt. Ehrlich, das sah aber um kein Stück besser aus wie bei Brazzo.
        In dem Moment wurde auch sehr offensichtlich warum er bei seinem Kommentatoren-Job Wert darauf legen musste, jede Frage vorher abzustimmen.

      4. Anton

        Herrispezial – Brazzo hat keinen Sitz im Vorstand. Aber das war Herrn Lahm ja zuwenig.

      5. Christopher

        Ich finde einen Sitz durchaus als berechtige Forderung. Der Vorstand hat durchaus eine Machtposition. Wenn du da nicht drin bist, kannst du nicht mitspielen.

      6. Herrispezial

        @Anton: Ok. Vielleicht wollte Lahm das wirklich. Aber dann als Alternative gleich Brazzo holen? Seine Qualifikation für den Posten erschließt sich mir bis heute nicht. Wenn es alleine um die Bereitschaft zum Verzicht auf einen Vorstandsposten geht: dann nehmt mich. ;-)

      7. Anton

        Christopher, sieh dir die anderen Vorstandsmitglieder an, die haben alle einen entsprechenden beruflichen Vorlauf für ihren Aufgabenbereich. Sammer hatte den auch – aber Lahm hatte lediglich den Vorlauf verdienter Spieler.
        Die FCB AG ist ein Wirtschaftsunternehmen, da kommt keiner ohne entsprechende Voraussetzungen in den Vorstand, das läßt der Aufsichtsrat nicht zu.

  37. dicker-bäcker

    Toller Artikel, vielen Dank.
    Ich denke auch so “ähnlich”.
    Kaderplanung, fehlendes System und auch dass das Problem von ganz oben kommt.

    Was mir aber diese Saison massiv auffällt, wir haben voll die Scheiße am Stiefel!
    Verdammt viel Pech…

    Normalerweise hätte gestern doch mindestens ein Elfmeter rausspringen müssen,
    dann hätte alles anders ausgesehen.
    Und auch die beiden Last Minute Gegentore…
    Wo ist unser Bayerndussel?

    1. Christopher

      Elfmeter weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das waren viele Kann-Szenen und Zwayer hatte eher eine großzügige Spielleitung. Daher schwierig. Mal ungeachtet der Person Zwayer an sich, der seit dem Pokalfinale ja nicht den besten Stand in München hat.

      Natürlich fehlt aktuell das Spielglück. Das ist aber seit Wochen ein Zustand. Keine Ausnahme — und hier sehe ich den Trainer in der Pflicht Maßnahmen zu ergreifen, um wieder mehr Szenen im Strafraum zu haben. Spieler in Abschluss-Situationen zu bringen. Gleichzeitig auch in der Defensive mehr Struktur reinbringt. Hier ist ja die schlechte Positionierung im eigenen Ballbesitz der Ausgangspunkt für Unordnung.

    2. Herrispezial

      Immer Glück ist Können (sagte mal einer unserer Spieler). Warum? Weil man eben viele Szenen im Strafraum hatte, die zu Toren oder 11ern hätten führen können. Und dann geht der Ball eben auch mal in der 92. Minute rein. Oder es gibt den 11er, den man uns vorher schon verwehrt hatte. Und die Gegentore zuletzt waren allesamt schlampig verteidigt (und nicht grandios herausgespielt), weil man einfach nicht am Gegenspieler dran ist/bleibt. Insofern ist das nicht enorm viel Pech, sondern enorm viel Unfähigkeit/Nachlässigkeit. Das Glück muss man sich eben auch erarbeiten.

    3. SammyK.

      @JU “… Hausmeister spielt …” köstlich :-) !!!!!!

  38. Hummelrobbe

    Ich möchte hier einen Textausschnitt teilen, den Paule von „breitnigge.de“ bereits im April 18, als Kovac gerade als Trainer feststand, geschrieben hatte. Es lohnt sich auch der ganze Text!

    Zitat:
    „Was genau hat Hoeneß dafür [seinen Nachfolger aufzubauen] seit seiner Rückkehr getan? Die Wahrheit ist, dass es seine „Nachfolger“ längst gab. Der FC Bayern war mit Guardiola, Sammer und Reschke bereits exzellent für die Zukunft aufgestellt. Guardiola verlängerte seinen Vertrag nicht. Sammer schied „auf eigenen Wunsch“ aufgrund „gesundheitlicher“ Probleme aus. So zumindest die Sprachregelung, mit der alle Beteiligten ihr Gesicht wahren konnten. Und Reschke? Reschke wollte in den Vorstand, mehr mitentscheiden. Nun, er tut dies jetzt in Stuttgart. Ach und Sammer stellte seine Expertisen zunächst als TV-Experte zur Verfügung und unterstützt nun die Konkurrenz in Dortmund.

    Well done, FC Bayern!

    Wie all dies nun weiter- und ausgehen wird? Das weiß niemand. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die aktuell in breiter Öffentlichkeit beklagte Langeweile in der Bundesliga mittelfristig enden wird. – Nein, ich sehe mit Schrecken, wie der FC Bayern sich immer weiter zurückentwickelt, zu einem bodenständigen Verein Hoeneß’scher Prägung. […] Ich meine den Verein, der allein auf der Führungsebene und bei den Konzepten für die Zukunft auf Altbewährtes und längst überwunden geglaubtes setzt.“

    Die Rückkehr UHs war der Anfang vom Niedergang.

    1. Icke

      100% Zustimmung… Sorry, dass mein Beitrag auch im Funktionärs-Bashing endet, aber mzss auch mal raus.
      Was augenscheinlich ist, das UH nach der Haft sich nicht einfach nur auf seine quasi Amts-Aufgaben beschränkt. Natürlich hat das damit was zu tun, dass er Bayrrn immer als (seine) Familie und er sich als Vater sah und deshalb meint, überall mitreden zu wollen. Hier haben wir das erste Problem, dass es vereinsintern scheinbar niemanden gibt, der ein Korrektiv darstellt (die berühmten starken Persönlichkeiten).

      Stattdessen meinen UH und KHR mit den Reflexen der Vergangenheit in die Zukuhft marschiren zu wollen (über Macht Dinge regeln wollen, Stallgeruch vor Kompetenz, zunehmende Resistenz gegenüber Rückmeldungen der sich verändernde Welt des Fußballs). Während in Dortmund ein Kehl und extern Sammer installiert werden und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ein erwachsenes Klima schafft (mit der entsprechenden Außenwirkung), wird unser Weltverein und 700 Mio.Unternehmen inmrr mehr zur Kleingeisterschmiede. Da wird vor dem Hintergrund des Umbruchs ein Brazzo installiert, der (so oft gesagt) das Handwerkzeug zu dem Job nicht hat und eine Wirkung entfacht, nur wegen UHs Eigensinn in dieser Funktion zu sein (mal ganz abgesehen von der Botschaft, wo UH den Verein zukubftig sieht). Seine Rolle auf der berühmten PK und wie er sich da hat instrumentalisieren lassen und es nicht gemerkt hat steckt mit immer noch in den Knochen.
      Und das haben sicher auch ein Eberl oder Lahm erkannt, als es um die Sportdirektor-Suche ging…
      Nicht zuletzt hat uns in der Zeit, du hasts erwähnt, auch viel Sachverstand verlassen (neben den Genannten Hörwick nicht zu vergessen… vor dem Hintergrund der momentanen medialen Außendarstellung). Ein Schelm, der Böses dabei denkt…
      Im Oktober 2017 wollte man mit Jupps Verpflichtung Zeit gewinnen für einen sportlichen wie strukturellen Neuaufbau. Nach 9 Monaten hatten wir Kovac und UH mit mehr Macht als je zuvor…
      Kann es sein, dass die 6 Titel in Folge die Führung nicht nur machtbesoffen gemacht hat, sondern intern niemand gemerkt hat, dass sich der Verein immer mehr in eine Blase bewegt hat? Und das das außen erkannt wurde und deshalb momentan Fachleute (Trainersuche? Sportdirektorsuche?) schwer nach München zu kriegen sind? Und entsteht deshalb grad so ne Wagenburgmentalitãt im Verein?

      Hinterher ist man ja immer schlauer, aber Jupp wurde letztes Jahr zu der Zeit als geniale Verpflichtung gefeiert. Er kann den Verein beruhigen und nun kann man planen und was wurde nicht alles gesagt. Aus heutiger Sicht scheint UH jedoch den Status Quo nur verwaltet und manifestiert zu haben (zu wollen?). Kurzfristiger Erfolg wurde einem mutigen sportlichen wie strukturellem Neubeginn geopfert. Der Zeitpunkt wäre da gewesen…

      Eigentlich ist Veränderung auch immer bisschen Euphorie. Ich sehs aber momentan ähnlich nüchtern, weil mir grad die Phantasie fehlt, dass der Verein die für mich notwendigen grundsätzlichen Dinge angeht. Dazu gehört ein klarer Zeitplan der Benennung des Rückzug UHs und KHR.
      Was mich auch frustriert stimmt ist, das ich eher den Eindruck hab, das den Verantwortlichen die Einsicht in die Notwendigkeit zu fehlen scheint (um mal Reflexionsvermögen zu vermeiden). Ihre Aussagen in der letzten Zeit (will nicht wieder die PK erwähnen) lassen für mich keinen anderen Schluss zu.

      Fussball ist zu komplex, als dass die Gründe immer nur auf dem Platz liegen. Das Spiel der Mannschaft aber kann im Umkehrschluss Symptome für Fehlentwicklungen zeigen. Fehlender Respekt Verantwortlichen gegenüber, fehlende Hierarchien oder fachliche Kompetenzen sind oft das Ergebnis von langjährigen Prozessen. Udo Lattek war jemand, der solche Zusammenhänge immer gut erkennen konnte, was ihn auch so genial machte. Mit dem üblichen 1:1-Denken, was wir sonntäglich in Fußballrunden serviert bekommen (schnelle Antworten auf komplexe Sachverhalte und der Trainer als schwächstes Glied) werden wir, so glaube ich, nicht mehr weiter kommen…

      1. Herrispezial

        Wobei ich KHR da noch etwas ausnehmen möchte. Als Heynckes kam, gab es ja noch viel Streit zwischen den beiden. Und die lange Suche nach Trainer und SpoDi hat ja auch mit der Uneinigkeit der beiden in den Angelegenheiten zu tun. Nur scheint sich UH auf ganzer Linie durchgesetzt zu haben. Und KHR scheint dort inzwischen aufgegeben zu haben. Meine letzte Hoffnung ist, dass er nach aussen Einigkeit demonstriert und nach innen UH noch Kontra gibt (ist aber auch nur eine Hoffnung).

      2. wipf1953

        “Fehlender Respekt Verantwortlichen gegenüber …” … das ist Wasser auf meine Mühlen, Icke. “+1”, wie man neuerdings schriebt. Siehe hierzu unten mein Beitrag, Punkt “3”.

      3. Osrig

        “Fussball ist zu komplex, als dass die Gründe immer nur auf dem Platz liegen.”

        Zweifellos liegen die Gründe für sportliche Niedergänge nicht IMMER nur auf dem Platz, Ursachen für ein Scheitern sind in vielen Aspekten auch neben dem Grün zu finden!
        Allerdings kommt es auch auf die Verhältnismäßigkeiten an, und da liegt die Wahrheit – etwas platt ausgedrückt – immer noch auf dem Platz!

        Wir sind uns sicherlich einig, dass Taktik durchaus auf den Platz gehört – und eine nicht passende Taktik stellt nun mal den Hauptgrund für den sportlichen Niedergang dar, und liegt somit im Verantwortungsbereich des Trainers, der eben nicht die Lösungen findet, die es braucht!

        Anders ausgedrückt, selbst unter optimalen Bedingungen wäre es aufgrund der für die hohen Ansprüche unseres FCB unpassenden Taktik nicht zu erwarten, dass Kovac den Verein voranbringt!
        Selbst ohne Verletzte, mit tollen Neueinkäufen und ohne jegliche Querschüsse wäre doch nicht zu erwarten, dass Kovac es schafft, wenn er augenscheinlich keine Vorstellung hat von effektivem Positions- und Bewegungsspiel. Wie will er die in dieser Hinsicht für unseren Verein essentiellen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, wenn er sie selbst nicht hat? Wie will er einen Spieler in dieser Hinsicht noch besser machen? Das kann er nicht!
        Auch wenn Kovac als Trainer grundsätzlich kein Schlechter ist, mit seiner Vorstellung von einer Spielidee passt er nicht zum FCB. Selbst unter besten Bedingungen im Außen nicht! Deshalb wären weitere Wochen und Monate mit ihm an der Seitenlinie verlorene Zeit, die irgendwann vom Nachfolger nicht mehr aufzuholen sein wird.

    2. Olorin

      Seh ich grundsätzlich ähnlich…aber bei Reschke sollte man schon dazu sagen, dass er bei Stuttgart auch nicht immer die beste Figur macht. Auch wenn ich persönlich noch lange nicht glaube, dass die wirklich absteigen.

  39. Jan

    Mannschaft überaltert, Führungsetage überaltert, planlos, konzeptlos, mit moralischen Doppelstandards und zudem altersstarrsinnig – das kommt dabei raus, wenn man die Modernisierung verpasst hat. Vor allem Uli hätte sich aufs Altenteil zurückziehen sollen, dann hätten wir jetzt diese Probleme nicht (und vielleicht noch Sammer im Verein). Hassan ist nur ein fleissiger Diener ohne eigenes Profil. Kovac ist grad die ärmste Sau zwischen allen Stühlen, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Aber mit Stallgeruch.

  40. Anton

    Was haben eigentlich alle immer mit Mathias Sammer. Sammer hatte einen -wenn auch leichten – Schlaganfall. Und Sammer hat nicht nur seine Arbeit beim FCB beendet, sondern ja auch anderen mit einer ganz klaren Aussage eine Absage erteilt:
    Eine Tätigkeit im operativen Geschäft wird es nicht mehr geben!
    Für Sammer ist das Kapitel Trainer, Sportdirektor, etc. beendet. Ein bischen “Experte” bei Eurosport, alle zwei Wochen-wie Watzke sagte- eine Gesprächsrunde beim BVB, aber mehr eben nicht.
    Das kann man jetzt alles wieder Hoeneß andichten, aber vielleicht sollte man einfach mal Sammers Entscheidung nach diesem gesundheitlichen Einschnitt – und das ist ein Schlaganfall sicherlich – so akzeptieren.
    Alles andere rieht schon wieder nach Verschwörungstheorie.

    1. Osrig

      Interessant finde ich vor allem den Zeitpunkt seines Weggangs!
      Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Erlebnis und Sammers Entscheidung, kürzer zu treten und weniger Stress zu zulassen verdient nicht nur Respekt, sondern ist auch ganz sicher die richtige Entscheidung gewesen.
      Aber es hätte sicherlich einen Kompromiß geben können, der Sammer es ermöglicht hätte, seine Arbeit bei uns fortzusetzen, ohne 24/7 präsent sein zu müssen.

      Nun habe ich Sammer allerdings als “Hoeneß-Mann” gesehen, der als Vorstandsmitglied auch ein Konkurrent von Rummenigge war und deswegen möglicher Weise von Rummenigge zum Abgang gedrängt wurde. Eine Vermutung nur, aber nicht undenkbar.

      1. Anton

        Ja was heißt Kompromiß. Da ist ein Sammer eben anders gestrickt. Der gehört zu der Kategorie “Ganz oder Garnicht” . Und so ist ja auch seine Aussage zu verstehen – KEINE Aufgabe mehr im operativen Geschäft.
        Er hatte ja auch danach schon Anfragen und hat alle genau mit der Begründung abgelehnt.

  41. wipf1953

    Es ist ja bei MSR üblich, dass nach einem schlechten Spiel nicht die Fehler des Spiels im Mittelpunkt der Diskussion stehen, sondern das “große Bild”. Vielleicht mal zwei, drei Gedanken von mir:

    1. Salihamidzic, Sammer, Reschke usw. ..

    Ich war einiger Maßen überrascht, als es kurz nach seiner überraschenden Ernennung auch noch hieß, Salihamidzic sei der “Vorgesetzte von Reschke”. Ein halbes Jahr danach war man schlauer. Reschke wurde schlicht “hinauskomplimentiert”.

    Man sollte jetzt aber nicht den Schluss daraus ziehen, dass Salihamdzic die große Lösung für die Zukunft ist und in Personalunion Reschke, Sammer und demnächst auch noch Hoeness und Rummenigge ersetzt. Hoeness wollte einen Typen wie Eberl, Rummenigge einen wie Lahm. Beides andere Kaliber, schon in der medialen Selbstdarstellung. Das wissen die beiden Bosse natürlich. Sie haben sich auf die kleine Lösung Salihamdzic geeinigt, weil sie bei der großen nicht zusammenkamen. Beide werden wissen, dass es da mittelfristig einen anderen braucht. Für mich sind beide, Lahm und Eberl, weiter “heiße Tipps” (weitere Tipps sind Marc van Bommel, BS31 und vielleicht sogar Xabi Alonso).

    Man sollte den Brazzo nicht an seinen medialen Äußerungen messen – er eignet sich nicht zum Sammer-Ersatz, und wurde auch nicht als solcher eingestellt. Er ist wohl eher das, was er auch als Spieler war. Indianer, Ausputzer, Arbeitsbiene – der, der das macht wozu die beiden Silberrücken inzwischen zu alt sind. Und wer weiß, vielleicht hat Salihamdzic sogar “verborgene Talente”, die man als Außenstehender nicht mitbekommt. Finanzielle z.B. – etwas, was Sammer wohl gefehlt hat (anders als Lahm braucht Salihamidzic z.B. keinen “Berater”). Aber eines ist klar: Salihamidzic ist nicht der führende Mann (so, wie es Eberl wäre, bei Lahm bin ich mir nicht sicher). Er braucht immer einen, der vor ihm hergeht.

    2. Kovac, Walter, Spielsystem

    Dazu habe ich wirklich oft genug meine Meinung zum Besten gegeben. Kovac ist nicht der “Verantwortliche” für die Abkehr vom Dominanzsystem. Diese Entscheidung wurde längst an anderer Stelle getroffen. Und zwar nicht von “Hoeness und Rummenigge” (oder gar von “Gerland”, einem der Chef-Einsager unseres Präsidenten). Schon als vor mehr als 10 Jahren die Entscheidung getroffen wurde, großes Geld in Top-Flügelspieler zu investieren, ging dem eine tiefgreifende Analyse voraus (es gab mal eine entsprechende Interview-Äußerung, ich glaube von Hoeness, dass man die beiden gekauft habe weil eine Analyse ergeben hat, dass in der CL in der Mitte kein Durchkommen ist – das änderte sich aber durch die Neuregelung des passiven Abseits). Und so ist es jetzt auch. Ausnahmslos alle Entscheidungen, bei den Profis und im Amateurbereich, richten sich klar gegen die bis vor kurzem allein für richtig gehaltene Spielweise (so auch der objektiv nicht gerechtfertigte Abgang von Tim Walter). Natürlich ist da ein Plan dahinter (und zwar ein sehr guter, denn Bayern tut seit zwei, drei Jahren das, was bei der letzten WM trendbildend war). Die Verantwortlichen sehen glasklar, dass Bayern sich finanziell an Atletico, an Liverpool, an Juve orientieren sollte und nicht an ManCity/PSG/Barcelona. Und also auch so spielen muss.

    Es wird hier im Blog zwar zu recht kritisiert, dass die Mannschaft keine Lösungen für ihr Offensivspiel aufzeigt und dass insoweit auch keine “Handschrift von Kovac” zu erkennen sei. Aber: Was wird denn die Vorgabe sein, an der Kovac von seinen Vorgesetzten gemessen wird? Und was wird Kovac seinen Spielern vorgeben, Ex-Weltmeistern, Ex-CL-Siegern, die (zu recht) von sich glauben, das Spiel verstanden zu haben (Hummels)? Ich behaupte mal, dass es keinen Trainer Kovac braucht, um den Bayernprofis zu vermitteln, was sie für ein besseres Offensivspiel tun müssten. Mir scheint, der Schwerpunkt ist ein anderer. Die Mannschaft soll erst mal defensiv stabil werden, und zwar auch ohne Ball – das ist etwas, was wohl von Grund auf neu gelernt werden muss.

    Und gerade im Bereich Defensive muss man Kovac meiner Meinung nach in Schutz nehmen. Trotz guter Abwehrarbeit kein Spiel ohne Gegentore, Gegentore auch bei eigener Führung (wenn das Spiel nur noch nach Hause geschaukelt werden muss), jede Chance des Gegners ein Tor und fast alle Gegentore resultieren aus Unkonzentriertheiten. Das ist nicht die Schuld des Trainers. Da sind die Spieler selbst verantwortlich. Und das leitet über zu:

    3. Die Mannschaft

    Um es kurz zu machen: Sie ist einfach zu satt. Ribery und Robben sind für mich gar nicht das entscheidende Problem. Sondern Hummels, Boateng, Müller – alle drei haben ihren Zenit längst überschritten (Martinez – inzwischen auch 30 – wohl auch). Es wäre längst an der Zeit, dass hungrige Jungpiraten an ihren Stühlen sägen. Leider fühlen sich Alaba, Thiago oder James dafür nicht zuständig – und andere 25 bis 27jährige, etablierte Leistungsträger hat Bayern aktuell leider nicht.

    Es gibt eine interessante Auffälligkeit im aktuellen Kader: Sehr viele Verträge enden 2021 (Müller, Boateng, Hummels, Alaba, Martinez, Thiago, sogar Lewandowski und Neuer). D.h. wenn man mit einzelnen dieser Spieler nicht verlängern möchte (z.B. weil sie zu den 25 bestbezahlten europäischen Profis gehören, aber zu 50% auf der Ersatzbank sitzen), muss man das schon 2019/2020 entscheiden, denn nur dann gibt es noch eine Ablöse. Bayern könnte doch mal “Ansagen” machen. An diese Spieler und ihre Berater, dass man derzeit “kein Bedürfnis sieht, jetzt schon Verträge zu verlängern oder auch nur darüber zu diskutieren”. Und man könnte mit potentiellen Nachfolgern ernste Verhandlungen aufnehmen. So dass diese Spieler sehen, oha, 2019/2020 kommt einer für meine Position, und dann muss ich eventuell ganz schnell einen neuen Verein finden (und zwar im Ausland, denn in der Bundesliga wird keiner diese Gehälter zahlen).

    Würde man jetzt den Trainer wechseln, gäbe man der derzeit nicht überzeugenden Mannschaft das nächste Alibi. Das wäre sicher die falscheste Entscheidung von allen.

    1. Anton

      Da kann man das ein oder ander sicher so sehen, aber dass du jetzt in das berühmte mediale Horn stößt, dass Spieler beim FCB, die gerade ihren 30. Geburtstag feiern “über den Zenit sind”, ist doch abenteuerlich.
      Ein Müller ist gerade 29 geworden, ein Hummels wird im Dezember 30 und ein Boateng ist sie gerade geworden.
      In anderen Vereinen werden Vertagsverlängerungen mit 34jährigen bejubelt, 32jähre werden als Junge Wilde gefeiert, ein 33jähriger wird Weltfußballer, von anderen Granden des Fußballs in den Top-Mannschafte jenseits der 30 ganz zu schweigen.
      Nur beim FCB – das sind die mit 29 oder spätestens dem 30. Geburtstag durch!
      Dann kann sich ja ein James schon mal verabschieden, denn der wird nächstes Jahr auch schon 28. Dann ist der ja auch schon fast drüber.
      So langsam wird es albern!

      1. Olorin

        Grundsätzlich richtig, mit 30 ist man keineswegs zwangsläufig über dem Zenit. Aber das Alter ist da ja nur ein untergeordneter Faktor, vor allem geht es um Leistung. Gab auch Spieler, die waren schon mit 25 über ihrem Zenit. Betrachtet man die momentane Leistung von z.B. Boateng und Hummels, in geringerem Umfang aber auch Müller, und vergleicht sie mit den Leistungen von vor drei Jahren ist die Behauptung keinesfalls absurd, dass diese Spieler vielleicht ihre besten Tage schon gesehen haben. Deswegen wird das ja auch von den genannten Spielern regelmäßig gesagt und von z.B. Lewandowski nie, obwohl er noch ein bissl älter ist. Aber bei ihm ist eben bisher kein Leistungsrückgang zu sehen.

      2. Anton

        Bei Müller stimme ich dir zu, da ist irgendetwas im Argen. Bei den anderen beiden braucht man sich doch nur mal die letzten eineinhalb Jahre ansehen. Warum hat denn wohl ein 22jähriger Süle in der letzten Saison mehr Einsätze als die Beiden. Wann haben wir denn zuletzt mal über einen längeren Zeitraum einen wirklich fitten/gesunden Boateng oder Hummels gesehen. Und wann hatten die Beiden auch dank WM und WM-Vorbereitung einmal wirklich die Zeit, sich komplett auszukurieren. Und dann bist du eben nicht in Bestform.
        Und wann in der gesamten Zeit seit Sommer 2017 war ein Lewandowski mal verletzt. Und wieviel Tore hatte Lewandowski letztes Jahr am 10. Spieltag – doppelt so viele. Und das Ding aus der 26.Minute gestern, da hätte der auch schon mal drüber gelacht!

      3. wipf1953

        @Anton:

        Es kommt auch darauf an, wann die Spieler begonnen haben, regelmäßig Profifußball zu spielen. BS31 war 2015 schon nicht mehr top, da war er 31. Er hat aber schon 2002 – mit 18 (!) – erste Spiele bei den Profis gemacht. Müller war mit 20 Stammspieler unter van Gaal. Er hat auch schon 2016 geschwächelt (Atletico, EM), ist seither nicht mehr richtig auf die Beine gekommen. Wenn es ein Ronaldo schafft, mit seiner extremen körperlichen Disziplin noch mit 40 zu spielen, darf man das nicht verallgemeinern.

        @Olorin

        Ich bin bei Dir, meine sogar, dass mehr als “einer” der 2021 endenden Verträge nicht verlängert werden sollte. Nicht nur wegen durchschnittlicher Leistungen bzw. zu starker Verletzungsanfälligkeit, sondern weil die Gehälter einfach nicht mehr angemessen sind (Boateng und Müller sind für das in den letzten beiden Jahren Gezeigte krass überbezahlt). Und ja, es wurden auch nicht wirklich “Umschaltspieler” verpflichtet. Vielleicht wartet man noch ab, ob sich der Hype etwas legt und die Ablösen und Gehälter etwas runterkommen.

        Ich denke, Kovac wird auch andere Vorgaben haben als Titel. Und das Präsidium wird ihm – hoffentlich – das Gefühl vermitteln, dass er auch dann weiter Trainer bleiben kann, wenn er diese Saison nichts gewinnen sollte. Die einzige Vorgabe, die 100% feststeht, dürfte die Cl-Quali sein.

      4. Anton

        Wipf, hör doch auf, von Ronaldo zu erzählen!Bleine in der Bundesliga ! Ob ein Naldo, ein Pisczeck und Co, ob ein Modric, ein Ramos, ein Rakitic, ein Benzema, ein Marcello, ein Suarez, ein Hasebe, ein Ibisevic, ein Raffael, und so weiter. In der Bundesliga spielen 5o Spieler, die all älter sind – nur unsere drei Boaten, Hummels Müller, die in dieser Auflistung bei Transfermarkt gar nicht auftauchen, weil zu jung – die haben es hinter sich. Das ist doch albern.

      5. wipf1953

        @Anton, wie viele der von Dir genannten Bundesligaspieler waren Weltmeister und Champions-League-Sieger? Wie viele internationale Spiele haben sie in den Beinen im Vergleich zu den von mir Genannten? Und wie viele Titel haben sie gewonnen? (Boateng war sogar Fußballer des Jahres, aufgrund einer unqualifizierten politischen Äußerung, nicht aufgrund seiner Fußballspiele – denn er war in der zweiten Saisonhälfte 2015/2016 fast durchgehend verletzt, und als er wieder da war verschuldete er das 1:1 durch Griezman). Meine Hauptaussage war, dass die Mannschaft satt ist. Man kann auch schon mit Anfang 30 satt sein.

        Ronaldo wird nie satt sein. Aber der hat auch einen “Hau” (das meine ich jetzt nicht negativ).

      6. Anton

        Was ist eigentlich mit diesen ganzen alten Säcken aus Spanien? Da hat die Liga noch 4 Spiele mehr, dr Pokal läuft mit hin- und Rückspiel, In der CL kommen die meistens noch weiter, 2010 und 2012 mussten die bei WM und EM bis ins Endspiel. Oder sind die, ob Spanier, Kroate oder was auch immer alle so verrückt wie Ronaldo? Oder dieser Giroud, der in England nicht nnur in der PL mit 20 Mannschaften spielen darf, sondern auch noch drei englische Pokale, CL und mit der französischen NM auch ganz schön viele Spielchen. Auch verrückt? oder ein Kante der bei Liverpool spielt, die haben ja auch keine Belastung – Auch verückt?
        Also unsere 29 und 30jährigen sind verbraucht und satt. Und alle, die uns seit Jahren das Leben schwer machen, sind fit aber haben einen Hau. Das ist mir zu einfach.

      7. Olorin

        @Anton
        Also deine Aufzählung von Spielern mit über 30 ist wenig hilfreich, schließlich geht es hier ja nicht um die Frage, ob man mit über 30 noch Bundesligaspieler sein kann, das ist völlig unstreitig. Jeder Mensch ist anders. Manche Leute haben schon mit 40 Herzprobleme, andere mit über 90 noch nicht. Manche Leute brauchen mit 20 schon eine Brille, andere nie. Ist halt bei jedem anders, das kann man nicht verallgemeinern. Übrigens sind bei deiner Aufzählung auch einige Leute dabei, die fraglos nicht mehr auf dem Niveau früherer Tage sind (z.B. Piszcek).
        Es geht nichtmal um die Frage, ob Hummels, Boateng oder Müller noch Bundesliga spielen können (natürlich können sie das). Sondern es geht darum, ob diese Spieler heute noch so gut spielen wie vor drei, vier, fünf Jahren und falls ob sie, falls die Antwort darauf nein ist, nochmal auf dieses Niveau kommen. Da kannst du jetzt noch so viele Ü30-Spieler aufzählen, das bringt uns keinen Millimeter weiter.

        Zu Müller: ich find gar nicht, dass er individuell besonders nachgelassen hätte. Nur hat sich der Fußball von einem Spielertypen wie er ist etwas wegentwickelt…sowohl unserer als auch der unserer Gegner. Als Müller seine märchenhafte Karriere begann hatten wir auf dem Flügel zwei der besten Spieler der Welt, unsere Gegner verschoben mit raumorientiertem Verteidigen weit auf die Flügel und ließen damit zwangsläufig Räume in der offensiven Mitte. In diesen Räumen fand sich Müller perfekt zurecht. Heute ist die Ausgangslage anders: die Gegner agieren deutlich mannorientierter als zu Beginn des Jahrzehnts und richten ihren Hauptfokus nicht mehr auf die Flügel, sondern auf das Zentrum. Müller findet die Räume von damals nicht mehr, was logisch ist, weil es sie nicht mehr gibt. Er ist das größte Opfer der Kaderplanung der letzten Jahre, anstatt nach dem altersbedingten Nachlassen Robbérys neue dominante Offensivakteure zu holen, die Müller eine ähnliche Rolle ermöglicht hätten wie zu Beginn seiner Karriere, wurden stattdessen Spieler verpflichtet, die von ihren Fähigkeiten eher mit Müller konkurrieren als ihn zu ergänzen (Tolisso, Goretzka, teilweise auch Vidal).

        Zu Hummels und Boateng: ja sie hatten viele Verletzungen in der letzten Zeit. Und die haben mit Sicherheit keine positiven Auswirkungen auf ihre Leistungen gehabt. Aber warum sollte das jetzt plötzlich besser werden? Bei Schweinsteiger war auch irgendwann der Punkt erreicht, an dem man sagen musste, dass seine Verletzungsanfälligkeit nicht mehr besser wird und er deshalb wohl nicht mehr das gewünschte Leistungsvermögen erreichen wird. Ich sag nicht, dass dieser Punkt jetzt schon gekommen ist. Aber so absurd ist das jetzt nicht.
        “Und wann hatten die Beiden auch dank WM und WM-Vorbereitung einmal wirklich die Zeit, sich komplett auszukurieren.”
        Letzte Saison. Und da konnte man in Grundzügen schon ähnliches erkennen. Und dieses Problem haben sehr, sehr viele Spieler diese Saison.

        Zu Lewandowski: er hatte letzte Saison zu diesem Zeitpunkt doppelt so viele Tore, stimmt. Dafür hat er diese Saison doppelt so viele Assists. Und die ganze Mannschaft hatte auch letzte Saison zu diesem Zeitpunkt schon sechs Tore mehr als momentan. Lewandowski war noch nie ein Stürmer, der durch eine herausragende Chancenverwertung auffiel, so Sachen wie gegen Freiburg waren da bei ihm schon immer dabei.

      8. Anton

        Olorin, es geht nicht um die Frage, ob die Genannten noch einmal auf das alte Niveau kommen. Darüber kann man sich vermutlich lange streiten. Nein! Es geht um die oben getroffene Feststellug, sie haben ihren Zenit überschritten mit dem Hinweis, sind ja schon 30.
        Und nur dagegen wehre ich mich, denn das ist genau das , was von den Medien und den allseits bekannten FCB-Hatern ja immer wieder gebracht wird – die berühmte Altherrenmannschaft. Und in anderen Mannschaften werden Spieler, die 2,3, 4 Jahre älter sind als Junge Wilde gefeiert.
        Auf den Arm nehmen kann ich mich auch alleine. Ein 33jähriger Pisczeck gilt mit seinen 33 als Junger Wilder und ein noch 29jähriger Hummels ist am Karriereende. Da stimmen doch die Relationen nicht.
        Auch andere Spieler in anderen Vereinen spielen mal eine schlechte Saison – warum auch immer.
        Nur beim FCB wird dann -auch dank der Medien- immer gleich das Karriereende prognostiziert.

    2. Olorin

      “Es ist ja bei MSR üblich, dass nach einem schlechten Spiel nicht die Fehler des Spiels im Mittelpunkt der Diskussion stehen, sondern das “große Bild”.”
      Die Fehler des Spiels sind die gleichen wie in den letzten Wochen: fehlende Verbindungen in der Spielfeldmitte, demzufolge keine Überraschungsmomente aus dem eigenen Ballbesitz und zielloses Ballgeschieben, in Kombination mit teilweise schwachen Spielerleistungen und wenigen, aber dann massiven Aussetzern in der Defensive. Bringt nichts, das jetzt zum 237. mal zu analysieren, das weiß mittlerweile jeder.

      Beim Thema SpoDi bin ich bei dir, beim Thema Spielidee eher nicht. Eine Analyse, die vor zehn Jahren zu den Verpflichtungen von Robben und Ribéry geführt hat, kann im schnelllebigen Fußballgeschäft keine Relevanz mehr haben. Eine geplante Abkehr von fußballerischer Dominanz kann ich auch nicht erkennen, schließlich ist unser Kader auch für Umschaltfußball nur semigut geeignet.

      “Die Verantwortlichen sehen glasklar, dass Bayern sich finanziell an Atletico, an Liverpool, an Juve orientieren sollte und nicht an ManCity/PSG/Barcelona.”
      An Liverpool? Meinst du das Liverpool, das in diesem Sommer das höchste Transferminus aller europäischen Fußballvereine rausgehauen hat-mehr als PSG, City und Co? Das pro Saison gleich mehrere Transfers im oberen zweistelligen Millionenbereich für Spieler wie Alisson, Keita, van Dijk abwickelt, in die unser Verein noch nie vorgedrungen ist? Schon faszinierend wie sich viele von Kloppos freundlichen Lächeln blenden lassen. Der Mann gibt so viel Geld aus wie kaum ein anderer Verantwortlicher im Profifußball und ihm wird trotzdem abgekauft, wenn er sich als eine Art Robin Hood des Fußballgeschäfts inszeniert…
      Davon abgesehen bleib ich dabei, dass geeignete Spieler für Ballbesitz normalerweise nicht teurer sind als starke Konterspieler…fast sogar eher das Gegenteil.

      “Aber: Was wird denn die Vorgabe sein, an der Kovac von seinen Vorgesetzten gemessen wird?”
      Das ist leicht: möglichst viele Titel holen.

      “Ich behaupte mal, dass es keinen Trainer Kovac braucht, um den Bayernprofis zu vermitteln, was sie für ein besseres Offensivspiel tun müssten. Mir scheint, der Schwerpunkt ist ein anderer. Die Mannschaft soll erst mal defensiv stabil werden, und zwar auch ohne Ball – das ist etwas, was wohl von Grund auf neu gelernt werden muss.”
      Die Bayernprofis brauchen keinen Trainer, der ihnen ein besseres Offensivspiel vermittelt, weil das angeblich zum Grundhandwerk gehört…aber sie brauchen dann doch einen, der ihnen defensive Stabilität vermittelt? Ich würd sagen, dass im Zweifelsfall eher “defensiv stabil stehen” Grundwissen ist als passende Ballbesitzstrukturen.

      Zu den 2021 auslaufenden Verträgen: Thiago und Alaba sollten schnellstmöglich nochmal ca. zwei Jahre verlängert werden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dann noch Leistungsträger sein werden. Bei den anderen besteht kein Handlungsbedarf, da sollte man die weitere Entwicklung einfach abwarten. Diese Spieler werden dann deutlich über 30 sein, wenn sie dann noch die benötigte Leistung bringen kann man ihnen bei Bedarf nochmal ein Jahr dranhängen wie momentan bei Rafinha und Robbéry. Diese Einjahresverträge werden dann ein geringeres Gehalt als die momentanen Verträge beinhalten, da die Spieler dann in einer schwächeren Verhandlungsposition sein werden als beim Abschluss der momentan gültigen Verträge. Ein fast 33-jähriger Lewandowski kann keine so große Drohkulisse wie ein 28-jähriger. Abgesehen von eben Alaba, Thiago und Neuer würde ich im kommenden Sommer Stand jetzt ein gutes Angebot für einen dieser Spieler annehmen.

      “Sehr viele Verträge enden 2021 D.h. wenn man mit einzelnen dieser Spieler nicht verlängern möchte, muss man das schon 2019/2020 entscheiden, denn nur dann gibt es noch eine Ablöse.”
      Nö, das ist ein Denkfehler: Wenn ein Vertrag im Sommer 2021 ausläuft kann man sowohl im Sommer 2019 als auch im Sommer 2020 noch Ablöse generieren. Sehr viel wird da aber bei den meisten dieser Spieler wohl nicht mehr rausspringen.

      “Und man könnte mit potentiellen Nachfolgern ernste Verhandlungen aufnehmen. So dass diese Spieler sehen, oha, 2019/2020 kommt einer für meine Position, und dann muss ich eventuell ganz schnell einen neuen Verein finden”
      Das Blöde ist: wir haben nächstes Jahr auf dem Transfermark schon alle Hände voll zu tun, den Kader wieder etwas größer zu gestalten und müssen dann auch noch Nachfolger für Ribéry, Robben und Rafinha finden. Da wird wohl kaum Zeit und Geld übrig bleiben, zusätzlich auch noch Konkurrenten auf anderen Positionen zu finden.

      1. Anton

        Es ist ja nicht nur das Kader größer gestalten, bei den Ansprüchen, die der FCB stellt, musst du natürlich auch erst mal die passenden finden – und die müssen dann auch wollen!
        Und in dieser Beziehung bin ich unserer Scoutingabteilung gegenüber etwas mißtrauisch.

    3. Tipic

      Sich spielsystemmäßig an Atléti und Pool zu orientieren, macht doch keinen Sinn … Diese beiden Mannschaften können in ihren Ligen auf die Defensive setzen, wenn sie gegen Barça/Real/ManCity/Chelsea spielen. Aber das funktioniert doch in der BuLi nicht, wenn sich (bis auf den BVB in guten Jahren) alle Gegner hinten reinstellen.

  42. Systemrelevant

    Ich sehe bei mir wieder die Entwicklung des mangelnden Interesse ein Spiel der Bayern zu schauen wie es zuletzt unter Carlo der Fall war. Warum sank damals wie heute das Interesse? Weil es keine Entwicklung gibt.

    Unter Jupp, Pep und dann wieder Jupp war ja auch nicht jedes Spiel ein Glanzstück und trotz dieser unglaublichen Siegesserien dieser Jahre hat es Spaß gemacht jedes Spiel zu verfolgen, weil die Trainer die Probleme der Mannschaft (zumindest sehr oft) erkannt haben und an ihnen gearbeitet haben.

    Am Anfang der Saison waren ein paar Ansätze zu sehen. Wo die geblieben sind ist die Frage. Die Mannschaft hat keine Antwort um sich dominant in den Strafraum zu spielen und Torchancen zu erarbeiten und der Trainer hat keine Antwort darauf wie man das wieder erreichen kann.

    Keine Systemumstellungen, selbst wenn nur noch 1 Außenverteidiger zur Verfügung steht. Warum es nicht mit einem 3313 versuchen, wenn man einen Mangel an AVs hat und gleichzeitig ein Überangebot an 8er und 10er (Müller, James z. B.) und sich schwer tut das Zentrum zu besetzen? Ich bin mir über die Schwächen des 3313 schon auch bewusst, aber wenn ich den Kader sehe wäre das für mich die passenste Formation.

    Na ja, letztlich haben die Verantwortlichen das Jahr Zeit verschenkt, welches Jupp ihnen gegeben hat. Über alle Bereiche hinweg wurden falsche bzw. nicht richtige Entscheidungen getroffen und je länger die vor einem hergeschoben werden desto höher fällt die Rechnung aus, die dann bezahlt werden muss.

    1. Christopher

      Ich bin mir über die Schwächen des 3313 schon auch bewusst, aber wenn ich den Kader sehe wäre das für mich die passenste Formation.

      Das ist ein Punkt, den ich schon länger versuche zu machen. Das 4-1-4-1/4-3-3 ist nicht mehr das System für den FC Bayern. Dafür sind die Flügelspieler nicht mehr gut genug. Weder Robben noch Ribéry gewinnen ein Dribbling. Dann wirst du immer zugestellt und die Auslinie schränkt dich ja ebenfalls ein.

      1. Anton

        Und warum spielen dann immer die, die nicht gut genug sind?

    2. Hummelrobbe

      Genau das ist es! Sie haben Jupp wieder geholt, um keine Schnellschuss-Entscheidung fällen zu müssen. Und dann haben sie dieses Jahr total verplempert, die guten Kandidaten so lange hingehalten bis sie weg waren und dann die Königslösung Kovac geholt?!?

      Reife Leistung UH!

    3. Done

      Systemrelevant:”Warum es nicht mit einem 3313 versuchen, wenn man einen Mangel an AVs hat und gleichzeitig ein Überangebot an 8er und 10er (Müller, James z. B.) und sich schwer tut das Zentrum zu besetzen?”

      Als James verpflichtet wurde, wurde diskutiert, ob Müller und James in einem 433 mit Flügelfokus gemeinsam geht. Ich habe mir damals gedacht, dass die Bosse damit auf die nachlassende Leistung von RibRob reagieren, auch mit dem Hintergrund, dass kein bezahlbarer 1:1 Flügelspielerersatz da war, und dass damit die Abkehr von der legendären Flügelzange eingeleitet und von einem System mit mehr Zentrumsfokus abgelöst würde.
      Wie sich inzwischen herausstellt, habe ich mich geirrt.

  43. willythegreat

    Ich bin (noch) pro Kovac, weil ich der Meinung bin, dass er eine Mannschaft übernommen hat, in der es zu viele Baustellen gibt, die er nicht zu verantworten hat und er deshalb Zeit braucht.
    1. fehlende Hierarchien: Leadertypen wie Schweinsteiger, Lahm und Alonso sind weg, einen Spielertypen wie Vidal, dessen Wort in der Mannschaft zwar kein großes Gewicht hatte, der aber durch seine Kampfkraft in vielen Spielen voranging und dadurch Mitspieler pushte, hat man ohne Not verkauft. Die Spieler, die von ihrer Erfahrung her in der Lage wären, voranzugehen, haben entweder mit sich selbst zu kämpfen (Hummels, Boateng, Müller, Martinez, Alaba, Ribery) oder sind eher Einzelgänger (Lewandowski, Robben). Junge Spieler wie Süle, Kimmich oder Goretzka sind noch nicht so weit, dass sie das Ruder an sich reißen könnten.
    2. Mangelndes Selbstvertrauen vieler Akteure durch zu viele negative Erlebnisse in den letzten Monaten. Sieht man sich die den Frühling bzw. Sommer einiger Leistungsträger mal an, wird man feststellen, dass da schon einige Nackenschläge dabei waren. Erst scheidet man sehr unglücklich gegen Real aus, dann wird man im Pokalfinale beschissen und schließlich folgt die blamabelste WM aller Zeiten. Dass da selbst ein paar gute Spiele zu Beginn der Saison nicht so ohne weiteres drüber hinweghelfen, sieht man jetzt gerade.
    3. Fehlende Kaderplanung: einige Spieler haben ihren Zenit längst überschritten, für das bisherige System fehlen die Spielertypen, der Kader ist sehr klein und zudem hängt ein zunehmend altersstarrer Präsident dem Irrglauben an, dass man vornehmlich mit deutschen Spielern arbeiten müsse. Der Blick auf sämtliche Spitzenmannschaften derzeit zeigt, dass es die Mischung ausmacht. Kein aktueller Tabellenführer in den Topligen baut zur Zeit in großem Maße auf einheimische Spieler, weil man sich einfach zu stark limitiert. Hoeness will statt dessen die deutsche Prägung beim FCB noch weiter verstärken.
    4. Für einen radikalen Umbau sind die Voraussetzungen nicht gegeben, weil ein zu mächtiger Präsident dies verhindert und eben dieser für viele Spieler, die momentan einfach nichts im Team verloren haben, stets ein offenes Ohr hat. Als junger Trainer weiß Kovac, dass er sich nicht mit der Hand, die ihn füttert (respektive den Job verschafft hat) anlegen darf.
    Das sind schon einige Probleme, mit denen Kovac fertig werden muss.
    5. Verletzungen von Schlüsselspielern: Mit Coman fehlt ein wichtiges Puzzle, denn er könnte das fehlende Tempo ins Spiel bringen. Tolisso hätte den nächsten Schritt hin zum Führungsspieler machen können, da er als einer der wenigen Spieler im Kader durch den WM-Titel mit einer positiven Grundstimmung gesegnet war. Thiago war zumindest in vielen Spielen dieser Saison einer der wenigen Lichtblicke.
    6. Fehlendes Spielglück: Nachdem Heynckes im Vorjahr übernahm, kam die Mannschaft nicht nur durch Fußballfeste (sehr selten), sondern vor allem durch zähe Arbeitssiege mit einer gehörigen Portion Glück wieder in die Spur. Gerade in der Hinrunde waren sehr viele Spiele dabei, die mit einem Tor Unterschied gewonnen wurden und bei denen der Gegner reihenweise Chancen versiebte, man selbst aber ziemlich cool mit den wenigen Chancen umging und vor allem sehr oft mit der ersten wirklichen Chance in Führung ging.
    7. Ernsthafte Konkurrenz: Sieht man mal von RB in der Hinrunde 2016/17 ab, gab es für Bayern ja zuletzt keinen Gegner, der konstant Druck aufgebaut hätte. In den letzten Jahren wäre man mit einer ähnlichen Punkteausbeute deshalb oft genug sogar immer noch Tabellenführer gewesen, was die Arbeit natürlich ungemein erleichtert, weil man wusste, dass selbst eine durchschnittliche Leistung reicht, um zumindest in Tuchfühlung mit der Spitze zu sein. Mit der berechtigten Angst, dass man Mitte November schon 7 Punkte im Rückstand sein könnte, musste zuletzt kein Trainer umgehen, weil es eben kaum einmal ein Team gab, dass so konstant punktete wie der BVB derzeit. Konkurrenz ist an sich gut, aber nicht für eine Mannschaft, die mit sich selbst zu kämpfen hat.
    Von den Fehlern, die Kovac in Sachen Taktik macht und die schon von vielen richtig thematisiert wurden, soll das freilich nicht ablenken. Ich bin allerdings der Meinung, dass die jetzigen Probleme entweder zum Großteil andere Gründe haben (siehe oben) bzw. dadurch zustandekommen, dass Kovac nicht so handeln kann, wie er gerne möchte. Ob ein Kovac, der seine Ansichten ohne Rücksicht auf Verluste durchdrücken dürfte, der richtige Trainer wäre, würde mich brennend interessieren.

  44. Bayernexpat

    Schön das wir endgültig wieder FC Hollywood Niveau erreicht haben. Da würde man sich fast wünschen Uli hätte auch insta Account.

    1. Marlene Dietrich

      Das passt nit zu ihm , das is zu modern.

  45. […] Streichergebnis für den FC Bayern | Christopher […]

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