Flicks Weste mit dem ersten Fleck: Bayern verliert 1:2 gegen Leverkusen

Daniel Trenner 30.11.2019

Falls Ihr es verpasst habt

Die Aufstellung

Im Vergleich zum Spiel in Belgrad rotierte Hansi Flick seine Aufstellung auf 5 Positionen. In der Innenverteidigung starteten Martínez und Alaba, während Pavard und Davies abermals die Außenbahnen bekleideten. Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Thomas Müller bildeten das Mittelfeld, Lewandowski und Gnabry stürmten wie gewohnt über rechts beziehungsweise durch die Mitte. Nachdem zuletzt weder Kingsley Coman, noch Philippe Coutinho überzeugen konnten, durfte sich gegen Bayer Ivan Perišić beweisen.

Nach überstandener Verletzung begann Transferziel Kai Havertz für Bayer Leverkusen auf der Bank, auf der auch Kerem Demirbay und Karim Bellarabi saßen. In Peter Boszs 4-2-3-1-System starteten beide Bender-Zwillinge in der Viererkette, Sven halb-links und Lars ganz rechts. Im defensiven Mittelfeld begannen die robusten Baumgartlinger und Aranguiz, während die wuseligen Diaby, Amiri und Bailey offensichtlich mit Geschwindigkeit überzeugen sollten.

1. Halbzeit

Beide Mannschaften starteten ähnlich indem sie beide den Gegner sehr hoch pressten und den Ball bereits unweit des Strafraums gewinnen wollten. Die erste Topchance erspielten sich die Münchener nach 8 Minuten, als Gnabry sich von Tah wegschlich und den Ball im 1 gegen 1 an den Pfosten setzte. Fast im direkten Gegenzug kassierten die Flick-Bayern in ihrem fünften Spiel ihr erstes Gegentor. Diaby nahm an der Mittellinie Davies den Ball ab, der Ball gelang zu Volland, der wiederum Martínez wegzog. In diesen Raum spielte er zum gestarteten Bailey, der mit seinem rechten Fuß vor Manuel Neuer einen kühlen Kopf bewahrte.

Bayern konnte in dieser Phase nur schlecht mit Leverkusens Pressing umgehen, konnten sie sich jedoch befreien, wurde es gefährlich. Kimmich lupfte in die Mitte, Wendell konnte nicht nur gegen Gnabry blocken, sondern auch gegen den einschussbereiten Müller (19.). Kurz darauf begann Leverkusens gefährlichste Phase in der 1. Halbzeit indem sie immer wieder ganz kurz vor einer Zwei-Tore-Führung waren. Mal rettete Neuers Faust gegen Diabys Effetschuss (25.), mal wurde in letzter Instanz die Situation durch einen gefährlichen Zweikampf bereinigt.

Bayern schaffte es diese Phase unbeschadet zu überstehen und begann ihrerseits eine Powerphase. Leon Goretzka trieb einen Konter über ¾ des Spielfelds, der nur im gegnerischen Strafraum sein Ende fand, während Gnabry mit einem gefährlichen Schuss aus 23 Metern nur knapp über das Tor traf. In dieser Phase gelang Bayern in der 33. Minute auch der Ausgleich. Nach einem Einwurf Leverkusens pressten sie Sven Bender früh, über Pavard gelang der Ball zu Müller, der mit einer Körpertäuschung verzögerte und durch die Beine Lars Benders traf, der den Ball auch noch abfälschte.

Keine zwei Minuten später gelang Leverkusen jedoch postwendend der Ausgleich, Bayern verlor hoch den Ball, an der Mittellinie kam Bailey an den Ball, spielte zu Volland, der wiederum zurück passte. Pavard war aufgerückt, sodass Bailey es mit Martínez aufnehmen musste, den er verlud. Den anschließenden Schuss aus recht spitzem Winkel versuchte Manuel Neuer in Handballtorwartmanier mit seinem linken Bein zu parieren, obwohl es den Anschein hatte, dass eine versuchte Handabwehr die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Die Bayern ließen nun nicht nach und griffen weiter an. Kurz vor dem Abpfiff der Halbzeit wurde es dann noch einmal vollkommen absurd. Nach einem leichtfertigen Fehler konnte Gnabry den Ball mit dem Kopf vorbei legen und durchbrechen. Gemeinsam mit Müller und Perišić lief er für ein Drei-gegen-Eins auf Lukáš Hrádecký zu und scheiterte trotzdem. Gnabry verzögerte so lange, dass Lars Bender noch dazwischen grätschen konnte.

2. Halbzeit

Ohne Wechsel kamen die Mannschaften aus der Kabine. Die erste Chance hatte jedoch Leverkusen. Diaby spielte Davies aus, gab zu Amiri, der Neuer zu einer großen Rettungstat zwang.

Nun war Bayern wieder an der Reihe Großchancen zu vergeben. Müller behauptete den Ball, legte auf Lewandowski ab, der setzte aus gut 18 Metern zu einem Außenristschuss an, vergaß jedoch den Effet (55.). Minuten darauf brachte Müller eine Flanke punktgenau auf den heransprintenden Perišić, der aus gut 5 Metern jedoch statt seinen Kopf den Fuß nahm und das Kunststück schaffte, den Ball nicht nur über das Tor, sondern wohl auch aus dem Stadion zu schießen.

Die Bayern legten nun eine kurze Kunstpause darin ein beste Torchancen vorbei zu schießen und scheiterten ausnahmsweise mal am Torwart. Hrádecký hielt zweifach brillant zunächst zentral gegen Lewandowski, dann fast im Liegen gegen Müller (60.).

Bayern-Schreck Leon Bailey humpelte nun vom Feld und wurde von Karim Bellarabi abgelöst, kurz darauf tauschte Leverkusen auch die Außenverteidiger, als Sinkgraven für Wendell kam.

In der 69. Minute wechselte auch Hansi Flick positionstreu doppelt: Coman und Coutinho kamen für Perišić und Müller.

In die Liste der Pfostenschützen trug sich nach einer Ecke auch Leon Goretzka ein, als sein Kopfball an den langen Pfosten prallte (76.). Für den verletzten Aránguiz brachte Peter Bosz Demirbay. Flick nutzte gleichzeitig seinen letzten Wechsel indem er Thiago für Martínez brachte. Pavard rotierte ins Zentrum, Kimmich auf die Rechtsverteidigerposition.

In der 82. Minute wurde kurz vor dem Stafraum der Ball zu Coutinho durchgesteckt, Tah brachte ihn zu Fall und sah die rote Karte für eine Notbremse. Auch in der Folge kam Bayern zu Top-Chancen, vergab diese jedoch reihenweise. Alleine in der Nachspielzeit traf Lewandowski zu einem Wembley-”Tor”, Gnabry verzog aus gut 16 Metern freistehend einen volley derart stark, dass er fast im Seitenaus landete und wieder Lewandowski wuselte sich noch Sekunden vor Abpfiff in den Strafraum, nur um erneut im direkten Duell mit Hrádecký zu scheitern. So konnte Bayern trotz reihenweise bester Gelegenheiten nicht mehr zum Ausgleich kommen und unterlag 1:2.

Nächste Woche geht es zum Tabellenführer und “Angstgegner” Borussia Mönchengladbach.

Dinge, die auffielen

1. Schatten der Kovač-Bayern

Viel wurde in den letzten Wochen über Hansi Flicks Maßnahmen beim FC Bayern geschrieben. Sie alle fruchteten derart erfolgreich, dass man mitunter Angst bekam, Flick würden gleich noch magische Kräfte attestiert. Doch was gegen Piräus, Düsseldorf, Belgrad und ein merkwürdiges Dortmund noch widerstandslos klappte, kam heute auf den Prüfstand.
Leverkusens Plan war es hoch zu pressen und die Außenverteidiger zu isolieren. Gerade letzteres versuchte Dortmund zwar auch, doch wusste Leverkusen auch was sie taten. Dortmund hingegen “wussten nicht wie wir pressen sollten”. Das sagte Marco Reus zwar über Paderborn, doch war es gegen die Bayern ebenfalls der Fall.

Bayer zog Bayern auseinander, gerade Perišić ließ den jungen Davies zu oft alleine, sodass er in Schwierigkeiten gelang, wie es vor dem 0:1 der Fall war. Auch anderswo waren die Bayern etwas zu weit entfernt, sodass sie zu oft den Hauch zu spät kamen. Ähnliche Probleme wurden auch Kovačs Bayern attestiert, doch war dies kein simpler Rückfall in Zeiten, wo im Mittelfeld 20 Meter breite Löcher klafften. Hansi Flick hat dem Patienten FC Bayern gut wirkende Medizin verabreicht, ihn aber noch nicht geheilt.
Neben der besseren, aber nicht perfekten Staffelung ist hier auch das koordinierte hohe Pressing zu nennen. Bayern presst nun früh und es ist wichtig, dass sie es tun. Mitunter auch erfolgreich, wie vor dem 1:1 Ausgleichstor. Doch hat es immer noch Lücken, wie wenige Sekunden später eine ähnliche Situation vor dem 1:2 zeigt. Das Pressing schlägt fehl und man ist direkt in der Abwehr entblößt.

Es ist bemerkenswert wie viel Flick bereits verbessert hat, doch perfekt sind die Dinge nicht. Was ja auch nur logisch sein kann.

2. Hello Chancenverwertung, my old friend

Lange Jahre war sie der größte Feind eines jeden Bayern-Beobachters: Die Chancenverwertung. Immer wieder war nur sie Schuld an diversen Remis und Niederlagen. Oft wurden sogar beste Stürmer dafür verteufelt, obwohl ihre Torquote exzellent war. Immerzu schossen die Bayern weniger Tore, als sie statistisch erwartet waren. Unter Niko Kovač hatte sich dies diese Saison komplett gedreht. Regelmäßig schossen die Bayern mehr Tore als expected goals es vorhersah. Am plakativsten natürlich gegen Tottenham, als man siebenfach traf und sich der Gegner trotzdem einen höheren expected Goals Wert erspielte. Gewiss hat dies auch mit Robert Lewandowskis Überform zu tun, doch spiegelte es Bayerns Spiel wieder. Man erspielte sich kaum Chancen, aber die, die man bekam, wurden eiskalt verwandelt.

War man in den letzten Wochen unter Flick noch dominant und konsequent im Abschluss, verzweifelte man gegen Leverkusen vollkommen vor dem Tor. Ja, Leverkusen kam an den Rand ihrer Leistungsgrenze, ja, sie bespielten Bayerns Problemzonen gut und ja, sie hatten auch mehrere Chancen zur einer Zwei-Tore-Führung, doch ändert dies nichts daran, dass man aus 24 abgegebenen Schüssen, 2,25 expected goals, vier Aluminiumtreffern und reihenweise Eins- oder gar Drei-gegen-Eins-Situationen schlicht und ergreifend mehr als ein Tor schießen muss.

3. Die Leiden des jungen Davies

Wie Dortmund zuvor, attackierte auch Leverkusen fokussiert über Alphonso Davies’ Seite. Doch taten sie es mit einem Plan, einer besseren Durchführung und schlicht besser spielenden Spielern. Alphonso Davies musste so richtig leiden gegen Bayer 04. Am ersten Gegentor trägt er die Hauptschuld, als er den Ball in einer Situation und Zone verliert, wo dies nicht geschehen darf. Auch kurz nach der Halbzeit wird er überspielt und Manuel Neuer muss Bayern daraufhin spektakulär im Spiel halten.

Es ist insgesamt sicherlich kein gutes Spiel des mittlerweile Stamm-Linksverteidigers. Doch ist es gerade in seiner Durchwachsenheit ein so bemerkenswertes. Davies ließ sich einfach nicht unterkriegen, versteckte sich nicht einfach hinten, um seine zuvor begangenen Fehler zu bereinigen, sondern griff mit an. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit ging er noch wie selbstverständlich in ein Dribbling gegen drei Gegenspieler, was nicht wirklich eine kluge Entscheidung war, doch behauptete er den Ball.

Es ist nur selbstverständlich, dass nach der Flut exzellenter Spiele, auch mal ein Tief kommen musste, gerade gegen eine gut spielende Mannschaft und gut performende direkte Gegenspieler wie Diaby. Doch wie Davies an diesem Tag mit dem Tief umging, ist nicht selbstverständlich und es ist ein weiteres Zeichen, dass es sich hierbei nicht um ein alltägliches Talent handelt.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Super zutreffende Analyse, herzlichen Dank dafür.
    Und wenn wir das heute fehlende Glück in der Champions League haben, ist diesmal alles drin … :-)

  2. Der arme Davies. Da machst du den Jungen aber zu schlecht. Der Ballverlust vorm 0-1 war bitter, kann aber immer wieder passieren und daraus darf nicht zwangsläufig ein Gegentor fallen. Wir sind viel zu hoch gestanden und haben Leverkusen damit in die Karten gespielt. Da einen 19jährigen zum Sündenbock zu machen, finde ich billig.
    Bei allem Pech, taktisch ist Flick heute gewaltig an seine Grenzen gestoßen. Hoch stehen und pressen und lieb zu den Spielern sein. Damit allein werden wir nicht weit kommen.

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    1. Viel Rotation, kein In-Game-Coaching, späte Wechsel, falsche Taktik und Flick muss aufpassen, das Thiago nicht der neue James wird.
      Bin froh, dass unser Trainer nicht mehr Kovač ist. Da wäre der Teufel los.
      Viel Arbeit für Flick.

    2. Da bin ich vollkommen bei dir was Davies betrifft. Der Ballverlust war zwar total unnötig aber er war in des Gegners Hälfte an der Außenlinie und dann gab es noch genügend Situationen um das Gegentor zu verhindern. Mir haben sie zu sehr mit offenem Visier gespielt, ohne Absicherung gegen die schnellen Angreifer vor allem in der Innenverteidigung. Wenn man schon so nach vorne verteidigt dann darf man nicht Volland immer wieder die Bälle annehmen und weiterleiten lassen. Ansonsten unfassbar wieviel Chancen wir vergeigt haben. Eigentlich muss es 6:4 für uns ausgehen.

    3. Yep, ich finde auch dass Davies zu schlecht wegkommt. Er verliert vor dem 0-1 den Ball, das ist korrekt. Aber daraus den “Hauptfehler” zu machen, passt nicht.

      1. Sehe ich ebenso…Zumal er defensiv auch sehr viele Zweikämpfe gewinnen konnte!

      2. Davies musste weitgehend ohne die Unterstützung von Perisic spielen, der sich kaum um Defensivarbeit gekümmert hat. Davies verliert zwar den Ball, aber Perisic schaut sich das aus der Ferne an und kommt auch nicht auf die Idee, in der engen Situation sich mal Richtung Ball zu bewegen. Auch nach dem Ballverlust ist nicht zu erkennen, dass er sich zügig nach hinten bewegt. Sicherlich sind da auch andere Spieler, die Davies unterstützen können – aber die Situation ist symptomatisch für das Spiel von Perisic. Nach hinten keine Hilfe (und nach vorne auch ein Totalausfall).

      3. @Herri
        Sehe ich genauso
        Zu den Punkten die du bei Perisic angesprochen hast kommt noch dazu das er sich extrem schlecht angeboten hatte auch für Davies. MMn ist Perišić kein FCB Spieler .
        Man muss von ihm als erfahrenen Top Spieler mehr erwarten können gerade in solchen Spielen.

  3. da braucht man nichts analysieren.
    der einzige sündenbock ist gnabry. das ist einfach nur dilettantisch. und das nicht nur beim 3 gegen hrdetzky. wie spielt er den kompliziertern nach links anstatt nach rechts?
    das war so fahrlässig. unfassbar. schon allein vor dem 0:1 müssen sie eins schiessen.

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    1. Gnabry hat mich auch zur Weißglut getrieben. Unkonzentrierte Flanken, viele halbgare Dribblingversuche, die versandet sind. Und dann trifft er selbst vor dem Tor (das ist ja eigentlich ne sichere Bank bei ihm) noch die falsche Entscheidung. Er hat noch einen weiten Weg vor sich, um an die Leistungen von Robbery ranzukommen.

    2. +1
      Manchmal hat ein Spieler die Scheisse am Schuh, da wäre es besser den Spieler zu wechseln und gerade Flick müsste es schaffen das danach sein Selbstvertrauen keinen Knacks bekommt.

  4. Sorry, aber nach dem Spiel Davies ein Tief anzudichten hat nicht viel mit der Realität zu tun. Er hat nicht fehlerfrei gespielt und war durch seinen Ballverlust auch mit an einem Gegentor beteiligt, allerdings haben die anderen Verteidiger in der Situation auch nicht gerade geglänzt. Ich weiß nicht wie oft auf rechts ein Leverkusener frei durch war und Davies es fast mühelos geschafft hat, die Angriffe noch abzulaufen. Wenn man unbedingt einzelne Spieler an den Pranger stellen will, dann fallen mir viele andere vor Davies ein, vor allem Perisic, Gnabry und Lewandowski.

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    1. Davies ist jung und es gibt zzt mMn keine Alternative weil Boa die noch schlechtere wäre.
      Aber man muss schon klar sagen das LEV ihn als Schwachstelle mit Ball am Fuß ausgemacht hat und ihn immer wieder in pressing fallen gelockt hat wo er oft den Ball verloren hat. Auch sicherlich Perisic geschuldet der oft nicht für Davies anspielbar war. Da Kimmich abgedeckt und auch Goretzka dieses Mal nicht gut sich angeboten hat war es schwer.

      Ganz klar ist Davies keine Alternative für Alaba wenn alle fit sind ebenso wenig wie Javi für Suele. Perisic war wieder ein totaler Ausfall, mit seiner Erfahrung soll er auf dem Papier der Mannschaft helfen und das kann man nicht erkennen. In solchen Spielen wenn mal Lewa und Gnabry ausfallen muss er da sein. Hoffentlich kommt Sane schon im Winter.

  5. Guter Zeitpunkt für eine zweifellos unnötige und unglückliche Niederlage. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor dem Chefcoach. Das wichtigste war gestern, dass trotz der vergebenen Chancen JEDER den Ausgleich wollte. Gerade Coutinho war sofort im Spiel und hatte gute Szenen.
    Die Niederlage ist kein Beinbruch sondern sollte für kommenden Samstag ein Fingerzeig sein.
    Das Incoaching war auch mit gestern zu schwach und zu spät.

    Mit Gladbach, Bremen, Freiburg und Wolfsburg gibt es noch 12 Punkte zu vergeben. Mit 10 Punkten aus diesen Spielen würde sich die Rückrunde gut angehen lassen.

    Es wird spannend zu sehen sein, wie sich RBL und der BVB nach der Vorrunde präsentieren werden. BMG und auch LEV( mein Geheimfavorit vor der Saison) haben -noch nicht- genug Konstanz und die Bank um Doppel – und Dreifachbelastungen abzufedern.

    Ich freu mich auf jeden Fall auf die weitere Saison mit attraktivem Offensivfussball

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    1. Man sollte dabei auch nicht ganz vergessen, dass ja die eigentlich vorgesehene Innenverteidung gerade verletzungsbedingt auf der Bank sitzt. Süle und Hernandez hätten Bailey geschwindigkeitsmäßig schon Paroil bieten können.
      Das lässt sich nicht komplett durch eine andere Mittelfeldbesetzung abfangen, dafür ist Leverkusen zu stark. Und sich als FC Bayern zu Hause hinten reinzustellen, ist schlicht keine Option.

      Gestern war wirklich die miserable Chancenverwertung spielentscheidend. Nur weil Kovac das öfter mal als Ausrede gebraucht hat, wird die Erkenntnis ja nicht plötzlich falsch.
      Es scheint da so psychsische Phänomene zu geben, denen sich auch gestandene Profis nicht entziehen können; ich vermute mal so: nachdem Lewandowsi die ersten beiden 100%igen vergeigt hat, ist in jedem Kopf bei der nächsten Chance unterschwellig der Gedanke drin “ich muss es jetzt aber besser machen” – und wenn man es besonders gut machen will, geht es ja im Normalfall besonders schief …
      Irgendwelche gelernten Psychologen hier, die meine These bestätigen oder fundiert widerlegen können?

  6. https://video.eurosport.de/fussball/fc-bayern-hansi-flick-trotz-niederlage-fur-jeden-zuschauer-ein-absoluter-genuss_vid1266270/video.shtml

    Hat er Recht!!

    Klar, wollen wir Titel gewinnen, aber Spiele, wie gestern sind mir lieber als die 3-2-, 2-1 und 2-1 Zittersiege gegen Paderborn, Union und Bochum, wo es trotz blutleeren Auftritten nochmal gutgegangen war…

    Die letzten Partien unter Flick haben immer Spaß gemacht und es schaut endlich wieder nach Fußball aus.

    Dass man gegen starke Vizekusener dann auch mal verliert, kann ich verschmerzen, auch wenn es maximal unglücklich war.

    Was nicht mehr passieren darf: Martinez gegen so schnelle Spieler wie Bailey in der IV aufbieten. Boateng wäre da die bessere Alternative gewesen. Bin gespannt, wie die IV in Gladbach ausschaut. Die haben auch nicht gerade langsame Spieler…

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    1. Mit Boateng hätten wir gestern wahrscheinlich ab der 35. Minute in Unterzahl gespielt. Er mag zwar schneller sein, hätte aber auch nur die Hacken von Bailey gesehen und diesen dann wahrscheinlich von hinten umgetreten bzw. gehalten und dann die rote Karte kassiert. Bailey und Diaby gehören nun mal unter den schnellsten Spielern der Liga und solche “Sprinter” kann man auf drei Arten verteidigen:
      1. gleichschnelle Spieler dagegen stellen. Blöd nur, dass wir außer Davies im Abwehrbereich keinen haben. Hernandez und Süle sind ja leider verletzt.
      2. verhindern, dass sie gezielt in Szene gesetzt werden. Beide Mal konnte Volland im Mittelfeld den Ball kontrolliert in den Lauf von Bailey spielen. Hier lag die Wurzel allen Übels. Nur weil sich einmal ein Außenverteidiger verdribbelt und einmal eine Körpertäuschung am gegnerischen Strafraum nicht funktioniert, darf nicht 2 Pässe später ein gegnerischer Spieler auf Höhe des Mittelkreises in Seelenruhe einen Pass in die Schnittstelle spielen können, schon gar nicht, wenn es Unentschieden steht und noch nicht einmal die Hälfte des Spiels vorüber ist.
      3. tiefer stehen, um dem Gegner weniger Raum zu geben. Warum hatte Bailey denn vor diesem Spiel erst ein Saisontor?

      1. @willy
        Korrekt was Du sagst.
        Unverständlich das Kimmich und Alaba den Volland nach dem ersten Mal dann ein zweites Mal gewähren ließen.

      2. @willythegreat: Wieder mal perfekt beschrieben. Genau meine Gedanken, nur könnte ich sie nie so schön niederschreiben.
        zu 1: ok, haben wir halt um Moment nicht
        zu 2: wäre das nicht auch die Aufgabe einer 6? Wer hat das gestern noch mal gespielt?
        zu 3: hätten wir machen sollen. Flick hat aber wie es aussieht genau eine!!! taktische Herangehensweise auf Lager. Und während dem Spiel was ändern kann er scheinbar auch nicht (kommt uns das irgendwie bekannt vor?)

        Jetzt wird sich auf die mangelnde Chancenverwertung, Pech und auf individuelle Fehler rausgeredet.
        Geschichte wiederholt sich.

      3. Was Boateng in der IV gestern betrifft, bin ich auch bei Willy. Da fehlen uns einfach Süle und Hernandez, der ja auch wegen seiner Geschwindigkeit geholt wurde.

        Wie schon an anderer Stelle geschrieben: gestern ist Flick ausgecoacht worden. Bin auf die Konsequenzen für das Spiel in Gladbach bekannt.

  7. War ja irgendwie klar. Vier Spiele zu null gewonnen – tolle Flick-Arbeit. Erstes Spiel verloren – Kovac Schatten. Wie billig ist das denn bitte??

    Ab der 65ten war mir klar, dass wir heute kein Tor mehr schiessen. Gnabry war in der zweiten Hälfte von der Rolle, wäre sinnvoller gewesen, Coman für ihn statt Perisic zu bringen. Und Coutinho enttäuscht wieder mal nach seiner Einwechslung.

    Habe eher mit dem 1-3 nach einem weiteren Konter gerechnet. Fällt jemand eigentlich die merkwürdige Parallele auf: Hoher CL Auswärtssieg mit einem vierfach Torschützen (Tottenham, Gnabry und jetzt Belgrad, Lewa) und danach der Leistungsabfall? Bin mal gespannt was gegen Bremen zuhause passiert, falls wir in Gladbach Punkte lassen.

    Und ich bin wieder mal gegen den Trend: So Spiele wie gestern brauch ich nicht. Mit “toll gespielt, aber verloren” kann ich nix anfangen. Die Chancenverwertung war dermaßen erbärmlich. So verlieren wir wieder den Anschluss an die Spitze.

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    1. Perisic rauszunehmen war schon auch richtig/nötig.

      Ansonsten stimme ich dir 100% zu. Unter Kovac wurde über so eine naive und fahrige Herangehensweise hergezogen, bei Flick wird jetzt fast krampfhaft das Gute gesucht. Ich hoffe ja, dass die Optimisten und Flick-Lober Recht behalten, fürchte aber, dass 2-3 der kommenden Gegner in einer zu guten Verfassung für uns sind. Und das nicht (mehr) Kovac Schuld ist.

  8. Bayern hat eigentlich gut gespielt. Zur Chacnenverwertung wurde auch schon alles geschrieben. Solche Spiele gibts einfach. Leider hat der gute Hansi erst nach 80 Minuten gemerkt, dass Pavard und Martinez zu langsam für Bailey waren. Bosz hat ihn ausgecoacht. Leider. Ob das permanente Pressing über eine ganze Saison der Weisheit letzter Schluß ist? Man wird sehen.

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    1. Der “gute Hansi” hat das sicherlich auch schon vor dem Spiel gewusst. Nur, was hätte er denn tun sollen? Kingsley Coman als rechten Verteidiger aufstellen??

      1. Spätestens in der Halbzeit Thiago für Martinez bringen, Pavard in die IV und Kimmich auf RV. Warum Flick das erst in der 80ten Minute umgesetzt hat, bleibt sein Geheimnis.

      2. Hmm, Pavard ist ja beim ersten Tor auch nicht hinterhergekommen, ob das der Weisheit letzter Schluss gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln. Und zur Halbzeit waren die beiden Tore schon gefallen.

        Auf der anderen Seite seht ein absurdes Chancen-Verballern … wie Klaus schon geschrieben hat – solche Spiele gibt’s einfach mal, wo du auch noch eine dritte Halbzeit anhängen könntest und der Ball einfach nicht reingeht.

  9. Erst einmal muss man sagen, dass es trotz der Niederlage wieder Spaß macht, unserer Mannschaft zuzuschauen. Die Spieler scheinen wieder Freude am Spiel zu haben und sind vor allem bereit, sich von der ersten bis zur letzten Minute reinzuhauen. Da hat Flick tatsächlich schon einiges erreicht. Dies hängt natürlich neben seinen menschlichen Qualitäten vor allem auch mit der Art von Fußball, die er sich vorstellt, zusammen. Er bevorzugt einen Stil, der auch der Mannschaft zusagt. Ob dieser Stil erfolgreich sein kann, wird sich zeigen. Für die Bundesliga mache ich mir eigentlich weniger Sorgen, vorausgesetzt, man geht gegen alle Gegner mit dieser Einstellung ins Spiel. Dann wird es zwar immer wieder Teams geben, die sich durchkombinieren können, aber Punktverluste gegen die “kleineren” Teams dürften sich deutlich reduzieren. Was mir allerdings Angst macht, ist der Gedanke an Spiele gegen spielstarke Gegner. Wenn man die gestrige Niederlage in erster Linie auf die Chancenverwertung reduziert, dann übersieht man, dass auch Leverkusen gestern gut und gerne 4-5 Tore hätte schießen können. Das ist einfach zu viel und lässt mich befürchten, dass auch Teams wie Gladbach, Leipzig und vor allem die möglichen Kontrahenten im CL-Achtelfinale diese Lücken finden werden und ihnen dadurch Tore gelingen, die nicht einmal übermäßig spektakulär herausgespielt werden müssen. So leicht, wie Leverkusen seine schnellen Spieler gestern einsetzen konnte, darf es künftigen Gegnern jedenfalls nicht mehr gemacht werden. Jetzt hat Flick aber erstmals seit seiner Beförderung zum Chefcoach eine ganze Woche mit allen einsatzfähigen Spielern zur Verfügung, um etwas an den Stellschrauben zu drehen. Allerdings steht man jetzt auch schon gehörig unter Druck, das Spiel in Gladbach zu gewinnen. Gelingt das nicht und wir rutschen auf einen Nicht CL-Platz ab und weisen einen deutlichen Rückstand auf ein bzw. sogar zwei Teams auf, würde das die Anfangseuphorie nach dem Trainerwechsel sehr stark dämpfen. Auf der anderen Seite können Flick und das Team noch vor der Winterpause zeigen, dass eine Zusammenarbeit über die Winterpause hinaus Sinn ergibt. Denn egal, wie der Trainer heißt und wie er spielen lässt: am wichtigsten sind immer noch die Ergebnisse und da gilt es jetzt auch mal mehrere Siege am Stück zu erreichen. Bislang hat man diese Saison nie mehr als zwei Bundesligaspiele am Stück gewonnen und ich hoffe, dass sich dies bis zur Winterpause noch ändert.
    PS: was sagt ihr zu den Einschätzungen von Daniel, dass Neuer beim 1:2 besser mit der Hand hingegangen wäre und dass Perisic bei seiner Großchance den Kopf hätte nehmen sollen? Ich kanns nicht ganz nachvollziehen.

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    1. Das bei Neuer dachte ich mir auch spontan, sicher sehr kritisch, aber ja, denke auch, mit einem Dive nach links unten wäre er eher dran gewesen als mit der Handball- / ter Stegen-Grätsche… ;)

      1. Hab mir die Szene gerade nochmal angeschaut – bei der Distanz und dem scharfen Schuss kann man eigentlich gar nicht mehr gezielt reagieren; und Neuer muss ja auch einen Versuch ins kurze Eck bzw. hoch unter die Latte mit abdecken …

    2. Das hinterfragen von Neuer beim 1-2 hab ich auch nicht verstanden. Aber nachdem ich Daniel schon wegen seiner Kritik an Davies widersprochen habe, wollte ich da lieber nix zu sagen.
      Aber wenn du die Frage stellst: Kein Torwart der Welt geht da anders hin als mit dem Fuß. Das war perfekt abgeschlossen von Bailey und alles richtig gemacht von Neuer. Ihn da in Frage zu stellen zeugt nicht von Ahnung vom Torwartspiel.

    3. Perisic hätte aus meiner Sicht (Oberrang Süd) nicht mit dem Kopf hingehen, sondern einfach stehen bleiben und ihn mit der Innenseite reinmachen sollen. Im “schlimmsten” Fall hätte ihn der Leverkusener abgeräumt >> Elfmeter. Zu Neuer kommt mir der Gedanke, ihn hier zu kritisieren auch seltsam vor, bin aber kein Torwart. Was ich gesehen habe ist ein Stürmer, der alleine auf ihn zu läuft und perfekt platziert abschließt (gelle Gnabry, Perisic etc, so geht das).

    4. Zu deinem PS:
      Bei Neuer weiß ich nicht so recht. Ich sehe da keinen Fehler, aber ehrlich gesagt war ich in der Szene überrascht, dass der Ball aus dem Winkel durchrutscht.
      Bei Perisic weiß ich gar nicht wie das physisch möglich sein sollte diesen Ball mit dem Kopf zu nehmen.

  10. -Chancenverwertung war natürlich eine Mischung aus Dilettantismus Unkonzentriertheit und Pech. Gnabry und Perisic unfassbar….. In 100 Spielen geht eines so aus aufgrund der Chancenverwertung.
    -Davon abgesehen muss man sagen das es LEV genauso gemacht hat wie von Justin voranalysiert und wir einfach zu wenig Mittel gegen den high press gefunden haben. Im Zentrum fehlt dann eben doch ein Spieler wie Thiago insbesondere weil Kimmich merkwürdigerweise dann wieder zu oft allein gelassen wurde von Goretzka und Müller.
    – Dazu kommt das LEV die Schwächen unserer provisorischen Abwehr gnadenlos ausgenutzt hat. Durch das zustellen von Kimmich und Pavard bzw. frühe attackieren von Alaba hat man die Bälle großzügig auf Javi und Davies erzwungen. Wissend das Javi wenig damit anfangen kann und Davies einmal in der pressing falle panisch dazu neigt den Ball zu verlieren. Dazu unbegreiflich das Kimmich und Alaba es nach dem ersten Tor nicht kapiert haben das Volland immer den Ball auf einen schnellen außen ablegt. Merkwürdig das man ihn nicht unter Druck setzt und dazu fahrlässig auch noch Javi einem Sprintduell mit Bailey überlässt.

    Wir haben natürlich in der zweiten HZ so gut wie nix mehr zugelassen (bis auf Amiri) und hätten das Spiel natürlich gewinnen müssen.

    Unterm Strich muss man leider sagen das einige Defensivschwächen aus der Kovaczeit wieder aufgetaucht sind.
    Goretzka und Müller haben einfach zu oft zu leichtfertig den Ball verloren und waren zu oft zu weit von Kimmich entfernt.
    Javi und Davies sind zzt alternativlos und man muss einfach in der Schwächen wissend besser absichern wenn der Gegner bewusst die pressingfalle af beide aufbaut.
    Perisic hat natürlich total versagt. Das was er auf dem Papier bringen sollte bringt er in Realität nicht. Dann kann man auch einen youngster spielen lassen. Gnabry ist ein junger Spieler mit vielen Hoch und Tiefs der natürlich konstanter werden muss( aber wieviel haben RibRob versiebt?). Lewa auch erstaunlich unkonzentriert.

    Flick sagt ja er stellt nach Trainingsleistungen und Eindrücken auf…….In Game Coaching war gestern nicht offensichtlich erkennbar.

    Das nächste Spiel bei BMG wird ein entscheidendes Spiel für uns. BMG spielen genau wie LEV

    Zieht Flick die richtigen Schlüsse muss Thiago auf die 8, Javi und Davies besser abgesichert werden. Alle konzentrierter spielen und abschließen.

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    1. @918:

      Goretzka und Müller haben einfach zu oft zu leichtfertig den Ball verloren und waren zu oft zu weit von Kimmich entfernt.

      Deine Liebe zu Kimmich in allen Ehren, aber du kannst Goretzka und Müller nicht vorwerfen, dass sie ihre Positionen gehalten haben.
      Es ist Kimmich, der sich ,wie von WillytheGreat vor einiger Zeit sehr richtig analysiert, teilweise vogelwild in irgendwelchen Zonen rumtreibt, wo er gar nichts verloren hat.
      Für die zu großen Abstände zu den Mitspielern ist er allein verantwortlich.

      1. @Tobi13
        “Positionen gehalten“ darf dennoch nicht so statisch interpretiert werden wie etwa von Goretzka: Statt sich entschlossen durch intelligente Laufwege anzubieten und dem Ball (nicht nur in scorerträchtiger Torraumnähe) entgegenzulaufen, versteckt er sich nämlich gerade im Mittelfeld zu oft phantomartig im Deckungsschatten von Gegenspielern und guckt wie angewurzelt dem ballführenden Mitspieler dabei zu, wie der händeringend nach Anspielstationen sucht. Wird Goretzka trotzdem in Bedrängnis angespielt, lässt er den Ball meist einfallslos wieder zum Absender zurückprallen – Raum- und sonstiger Optionengewinn gleich Null. Was schlicht zu wenig ist für Topteam-Ansprüche und sein angeblich zweistelliges Millionengehalt, Nationalspieler hin oder her. Und von der mediokren Sorte „Da, mach lieber du was mit dem Ball“ tummeln sich spätestens gegen formstarke nat./int. Topkonkurrenten m. E. zu viele Spieler in einem FCB-Team mit dessen hohen CL-Ambitionen (also mind. Halbfinale).

        Wenn “Raumdeuter“ Müller wiederum beim Abstoß des Gegner-Torwarts gerne mal wie von der Tarantel gestochen diagonal oder im Zickzack übermotiviert und “vogelwild“ über den halben Platz rennt, dabei unabgestimmt ins Pressing gehen will und damit riskant seine zuvor besetzte Position verwaist zurücklässt, ist der Sache auch nicht wirklich gedient.

        Deine Kritik an Kimmich teile ich und wiederhole mich: Ihm mangelt es offenbar noch an Reife, seinen Offensivdrang zu zügeln, vorne möglichst überall bei der “Action“ mit dabei sein zu wollen, wenn stattdessen taktisch diziplinierte Zonentreue und eher (von ihm ungeliebte) Erledigung defensiver Hausaufgaben gefragt sind (auf AV oder als 6er). Dazu müsste er m. E. freilich auch noch selbstkritischer an den dafür nötigen mentalen und physischen Defensivskills arbeiten, statt vorschnell auf die vermeintliche Komfortzone und das Prestige als 6er-Zampano zu schielen (egal, was ihm wirkliche Fußballgrößen wie Xavi Hernández & Co. an Hype einflüstern). Wobei mir ohnehin längst scheint, dass Kimmichs Skillset (auch wenn er erst 24 J. ist) allenfalls als halbwegs “freies Radikal“ für eine 8er-Position denn für einen Weltklasse-AV/-6er taugt: Auf außen ist er zu langsam und zweikampfschwach (vorne wie hinten, in höchster Not angesichts des Gegners Rücklichter versucht er daher als Schuld-Ablenkungsmanöver gerne und recht plump ein Foul zu seinen Gunsten zu “ziehen“); als 6er fehlt ihm die Pressingresistenz, feinmotorische Ballfertigkeit und strategische Gedanken-/Handlungsschnelligkeit etwa eines Thiagos in Topform.

    2. @918: ich finde bis hier vieles richtig kommentiert. Auch von dir. Aber deine Kimmich-Brille ist schon sehr hartnäckig. “Goretzka + Müller…” Was hat denn LEV mit unserem Zentrum gemacht? In HZ 1 hat Amiri Kimmich in Manndeckung genommen. Daraus konnte er sich nicht lösen – muss er noch lernen, denn so oft stand ihm noch keiner auf den Füßen. So war Volland auch der freie Mann. Hier hatte ich auch von Flick erwartet, dass er frühzeitig eingreift. Schau dir nur an, wie es Thiago nach seiner Einwechslung gemacht hat…
      In HZ 2 haben sich dann Volland + Amiri bei Kimmich abgewechselt. So konnte Amiri sich besser zwischen unseren beiden 8ern begeben. Durch die Manndeckung von Kimmich wurde auch wieder vermehrt über “außen” gespielt.

      1. Stark beobachtet! Hab mir noch mal einige Szenen angeschaut, tatsächlich muss Kimmich bei einer derartigen Manndeckung noch lernen, wie er sich dann kleverer bewegt

      2. Yep, das war schon frappierend anzusehen. Daher umso unverständlicher, dass Flick darauf nicht früher reagiert hat.

      3. Absolut, da wir offensiv nur ca. 10 hundertprozentige Torchancen erspielt haben, hätte Flick unbedingt reagieren müssen…

  11. Daniel hat Davis sicher nicht zum Sündenbock erklärt. Es haben sich gegen Leverkusen – im Vergleich zu den letzten Spielen – einfach noch Schwächen im seinem Spiel offenbart, auf die hingewiesen wurde. Davis bügelt viel selbst aus, weil er einfach so unfassbar schnell ist, dass er die Gegenspieler schnell wieder einholt. Das erste Anlaufen ist allerdings oft noch etwas ungestüm.

    Aber: Der Junge ist 19, es steht ihm zu diese Fehler zu machen. Und es standen definitiv einige schlechtere Spieler auf dem Platz. Den Titel des Sündenbocks würde ich wenn dann an Martinez vergeben. So gern ich ihn als Spieler und Typen mag: Der ist schon ganz schön langsam. Und von Pavard kam heute auch zu wenig Unterstützung für Martinez.

  12. Zunächst darf man mal konzedieren, dass es ein aufregendes, rassiges Match war, und auch wenn wir verloren haben, so ist der Fußball doch Lichtjahre von dem zumeist planlosen Gemurkse unter Kovac entfernt. Auch wenn das manche hier aus durchsichtigen Gründen nicht so sehen können. Das Ergebnis spricht keinesfalls gegen die attraktive Spielanlage/-idee, die Flick umsetzen will: 3x Aluminium, Perisic und Gnabry frei vor dem Tor, dazu unzählige weitere Großchancen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Bayern agierte zumeist druckvoll, schnell, ideenreich. Spätestens aber nach den beiden Großtaten von Hradecky auf der Linie innerhalb von gefühlten Sekundenbruchteilen stellte sich bei mir der Eindruck ein, dass die Schicksalsgöttinnen es dieses Mal nicht mit uns halten. Andererseits blieb Leverkusen durchgehend gefährlich mit seinen schnellen Kontern, so dass letztlich deren größere Effektivität bzw. das bessere Schlachtenglück das Spiel entschieden haben, aber kein Grund, in Depressionen und Jammergeschrei zu verfallen.

    Gestern schon konnte ich die Kritik, die auch im Forum zum Vorbericht während des Spieles an Davies schon geäußert wurde, nicht nachvollziehen, denn er hat zwar punktuelle Fehler gemacht, aber den ersten Treffer ihm anzulasten, halte ich für überzogen. Man darf auch anerkennen, dass Leverkusen (nicht nur) in der Situation bärenstark reagiert hat. Und auf der anderen Seite hat er viele Bälle in Kontersituationen noch abgelaufen, die hätten gefährlich werden können, nach vorne viel Druck erzeugt, für Spielstruktur gesorgt. Vielleicht sollte man auch daran erinnern, dass der Junge immer noch über relativ wenig Erfahrung auf seiner neuen Position als AV verfügt, also besser die scharfen Messer der Kritik mal stecken lassen.

    Wenn etwas klar geworden sein sollte, dann, dass wir in der Innenverteidigung gestern mehr Speed hätten gebrauchen können, was man schon vorher hätte vermuten dürfen, da bekannt ist, wie schnell z.B. Bailey ist. Daher wäre es konsequent gewesen, Thiago von Anfang an zu bringen, Kimmich auf rechts rauszuschieben, Pavard in die Mitte, so wie es gegen Ende der Partie ja auch war. Wenn daraus nun die richtigen Schlüsse gezogen werden, ist die Niederlage kein Beinbruch. Flick bringt viel von der unter Kovac verlorengegangen Spielkultur zurück, der eingeschlagene Weg ist der richtige. Die Saison verspricht Spannung!

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    1. Korrekte Analyse aber mMn falsche Folgerung.
      Es gibt zzt keine Alternative zu Javi und Davies in der Abwehr. Aber man muss ihre Schwächen eben nicht ausnutzen lassen. Boa ist keine Alternative. Alaba ist ein sehr schneller IV und der Fehler bei beiden Gegentoren lag darin das er und Kimmich Volland beim Ablegen auf Bailey nicht gehindert haben. Und wenn dann keiner der schnell genug ist nahe an Bailey dran war Pavard/ Alaba.

      Thiago muss in das Team um den high press spielerisch auflösen zu können. Kimmich jede von Müller und Goretzka zu oft alleine gelassen.

      BMG wird es genauso spielen und wenn wir nix ändern kann das Spiel ähnlich laufen.
      Man darf nicht vergessen das wenn ein Team konsequenter die Dinger gegen uns ausspielt bevor wir die totale Kontrolle erlangen wie in der 2.HZ wir auch mit 2-3 Toren Differenz hinten liegen können.

      Flick hat die Probleme sicher in der HZ angesprochen aber mMn schon in der ersten Hälfte die Dinge coachen müssen.

      Es bringt jetzt nix das ganze zu negativ zu sehen genauso wie es vorher nix gebracht hat alles rosarot zu sehen.

      Bin mal auf Flicks Reaktion gespannt

      1. @918: Bin in der Kimmich-Frage nicht dogmatisch, nur gestern, so lange es keine anderen Optionen in der Inneverteidigung gibt, hätte ich es besser gefunden, wenn er außen gespielt hätte, und Pavard innen, davor Thiago. Sehe es wie Du, dass Thiago unbedingt in die Startelf muss.

      2. @seasons
        Evtl. hast Du recht aber es bringt evtl nicht viel Kimmich hin und her zu schieben.

        Bosz hat es ja nach dem Spiel klar formuliert.
        Man hat bewusst Bailey auf links gestellt in der Hoffnung ihn in Laufduelle gegen Javi zu bekommen.
        Das wissen wir doch vorher das da Javis Schwäche liegt so das man erst garnicht die Laufduelle zulässt.
        Beim ersten Tor stand Volland zwischen Alaba und Javi. Einer von beiden hätte näher bei Volland sein müssen. Zumindest hätte Alba sofort den Rückwärtsgang einlegen müssen, hat aber noch einen Schritt nach vorn gemacht um abseits zu stellen. Im Nachhinein macht man Pavard verantwortlich aber er stand ja viel zu weit von Bailey weg. Also insgesamt ein totale AbstImmungsproblem zwischen den defensivspielern. MMn hätte auch Kimmich auf RAV da nicht besser ausgesehen.

        Beim zweiten Tor war es dann noch klarer. Javi erst zu weit weg und dann in Laufduell mit Bailey. Wieder hat man Volland gewähren lassen.

        Das Problem mit dem high press gegen uns bzw. das Konterrisiko nach Ballverlusten gegen sprintstarke spieler hat Justin vorher genau analysiert.

        Um diese Ballverluste zu vermeiden brauchen wir gegen spielstarke hoch pressende Gegner nicht nur einen spielstarken Spieler wie Kimmich im Zentrum sondern zwei nämlich Kimmich und Thiago.

        Insofern bringt es mMn nix Kimmich auf RAV zu zuehen und dann Thiago auf der 6 den gleichen Problemen wie Kimmich ausgesetzt zu sehen.
        Goretzka und Müller waren einfach diesmal wieder zu weit entfernt insbesondere weil Kimmich nonstop zugestellt war in der 1.hz.

        Und LEV haben sehr oft das gemacht was wir vorher gemacht haben. Sie standen sehr nahe beim ballannehmenden Spieler und haben so effektiv gestört das es zu Ballverlusten kam und wir leider diesmal den Ball zumindest in der 1.HZ nicht schnell genug zurück erobern konnten.

        Leider muss man zumindest in HZ1 sagen das wir nicht die Kontrolle im ZM hatten.

        Denke das wir gegen BMG noch größeren Problemen ausgesetzt sind wenn wir die Schwachstellen nicht besser abdecken.

      3. @918
        Der Hinweis auf Flicks fehlende Reaktionen ist absolut berechtigt, denn Bosz hat ihn mit seiner Taktik überrascht. Obwohl….ist die taktische Spielweise der Leverkusener nicht vorhersehbar gewesen?

    2. Toll. Die Saison verspricht Spannung. Wenn es gegen Gladbach blöd läuft, dann hat Bayern 7 Punkte Rückstand. Da brauchts dann aber einen Lauf in der Rückrunde. Das schafft nicht jeder! Mir macht es keinen Spass, wenn der Gegner das Spiel über immer dieselbe Variante (Volland passt auf Bailey, der läuft Pavard und Martinzez weg, Tor) gewinnt. Spielkultur hin oder her. Da muss ein Trainer eingreifen!

      1. So wie das gegen die Spurs ein Freak-Spiel war, in dem fast alles für uns gelaufen ist, so war es gestern genau umgekehrt. Was mich zuversichtlich stimmt, ist aber dennoch die Art und Weise, wie wir zu Chancen kommen, und sowas wie gestern, wo wir wahrscheinlich noch Stunden trotz bester Gelegenheiten hätten spielen können, ohne zu treffen, wird sich nicht so oft wiederholen. Die Qualität ist aber da.

        Hätte mir auch frühere Wechsel gewünscht bzw. schon eine andere Startaufstellung, mit Thiago und Coman.

  13. Ich möchte mich ebenfalls einigen Vorrednern anschließen, Davies hat meiner Meinung nach auch kein schlechtes Spiel gemacht. Trotz einiger Fehler war das mehr als solide verbunden mit einem Bruchteil an Fehlpässen und Ballverlusten, die zB ein Kimmich oder dieses Jahr auch leider Thiago an einem schlechten Tag hat.
    Man muss leider eher konstatieren, dass Lewandowski, Perisic und Gnabry allesamt nicht gut drauf waren, bzw mehrmals sehr schlechte Entscheidungen getroffen haben.
    Ich hätte mir frühere Wechsel gewünscht, warum nicht schon zur Halbzeit oder zumindest in der 60. positionsgetreu wechseln?
    Alles in allem eine verdiente Niederlage gegen wirklich starke (vor allem defensiv, zB Bender) Leverkusener, die trotz immensem Aufwand und Unterzahl nicht eingebrochen sind.

  14. Selten so ein Spiel erlebt. 9:4 wäre ein faires Ergebnis gewesen.

    Wir brauchen dringend Süle wieder (oder im Winter einen neuen schnellen IV). Der läuft beim 1:0 jedenfalls Bailey noch locker ab. Beide Tore gehen für mich auf Martinez (und nicht auf Davies. Sonst könnte man auch sagen, dass 2. Tor ging auf Lewy weil der den Ball durchlässt und direkt der Ball nach vorne kommt).

    Flick hätte meiner Meinung nach schneller reagieren müssen. Thiago rein und Kimmich auf Rechts. Pavard nach hinten. Klar hat Leverkusen auch runtergeschaltet, aber nach dem Wechsel sah es um einiges besser aus.

    Gnabry braucht eine Denkpause! Das hab ich in den letzten Wochen schon mehrmals geschrieben. Der macht mich wahnsinnig. Wie kann man bei diesen Anlagen so schludrig sein? Der soll echt mal von einem Vorbild den Kopf gewaschen bekommen. Diese fehlende Konzentration und falsche Entscheidungsfindung muss aufhören.

    Witzigerweise stehen wir jetzt EXAKT genauso da wie letzte Saison, nur dass wir (dank Lewy) mehr Tore geschossen haben.

    18/19: https://i.imgur.com/faU2JeO.png
    19/20: https://i.imgur.com/SWePnpg.png

    Man kann davon ausgehen, dass die anderen Mannschaften nicht irgendwann wieder einbrechen. Auch RB wird Punkte lassen, wenn irgendwann die Entscheidung KO-Runde CL weiterkommen oder Ligaspiel ansteht.

  15. Das Spiel gestern war ein Leckerbissen für Fussballfreunde – auch wenn ich mich mehrmals “verschluckt” hatte.
    Gerade in taktischer Hinsicht sehr sehenswert und interessant!
    Aber es zeigt sich eben auch, dass auch unter Flick – noch immer meilenweit einem Kovac voraus – nicht alles super läuft, und sich Probleme offenbaren, die schleunigst abgestellt gehören.

    Nein, @WTG, ich denke nicht, dass “Tiefer stehen und weniger Raum geben” der richtige Lösungsansatz wäre! Das wäre defensiv gedachte Struktur nach Kovac, die gerade spielstarke Gegner einlädt, es sich vor unserem Strafraum “gemütlich” zumachen und sich vor unser Tor zu kombinieren!
    Der richtige Ansatz wäre meines Erachtens gewesen, das in den letzten Spielen ausserordentlich gute Pass-Spiel und die damit verbundene Zonenbesetzung noch zu intensivieren – und durch schnelle Pässe den heranstürmenden Gegner ins Leere laufen zu lassen. Ich muss mich doch gar nicht erst auf die Zweikämpfe einlassen! Ausserdem ist es mit guter Zoneneinnahme auch einfacher, eine defensive Ordnung zu halten, um zu vermeiden, dass der Gegner nach Ballbesitz Schnittstellenpässe spielt, die gestern mehrfach für Unruhe bei uns gesorgt hatten. Die Abstimmung und Pass-Wege stimmten nach dem Gegentor nicht mehr, es ging hektisch nach vorn, während nach hinten nur schlechte Absicherungen bestanden.

    Diese Defizite gilt es, zu beseitigen, und insofern können wir froh über die Niederlage sein, denn hätten wir das Spiel noch gedreht, so wären sie übertüncht gewesen, aber eben nicht weg – Tottenham lässt grüßen!
    Ich traue es Flick und der Mannschaft auf jeden Fall zu, und seine Herangehensweise ist grundsätzlich die Richtige! Jetzt muss er “nur noch” dafür Sorgen, es auch gegen starke Gegner wieder auf den Platz zu bringen, das tolle Kombinationsspiel der ersten Partien!
    Dafür braucht er auf jeden Fall einen Spieler wie Thiago an der Seite von Kimmich oder Martinez, unsere Nr. 6 weiter aussen vor zu lassen, wäre gerade mit Blick auf die erforderlichen spielerischen Abläufe höchst nachlässig – und eigentlich auch nicht “flick-like”

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Eine Niederlage, über die wir froh sein können? Ok.
      Dann soll uns bitte Gladbach nächste Woche auch noch unsere Defizite aufzeigen, dann brauchen wir noch eine repräsentative Pleite gegen einen Underdog, da nehmen wir dann Freiburg. Und schon haben wir genug Lehrmaterial fürs Trainingslager im Januar.
      Spaß beiseite, ich kann an der Niederlage gestern rein gar nichts gut finden.

      1. Ich wünsch mir zu Weihnachten statt Leckerbissen ein Defensivkonzept gegen Mannschaften mit schnellen Außenstürmern :-)

      2. @wohlfahrt
        Solltest du mit offenen Augen durchs Leben gehen, dann wirst du häufig erlebt haben, wie euphorische Ereignisse den Blick auf die negativen Dinge trübt. Darum ist der Hinweis bezüglich Tottenham mehr als berechtigt, wo der Sieg auch viel zu hoch gehängt wurde. Was dort der 7:2 wert gewesen ist, zeigte sich dann in den nächsten Wochen mit seinen vielen Punktverlusten. Schon darum ist der Hinweis und Vergleich von @osrig auf die so “tollen Siege von Flick mehr als angebracht, denn gerade die Fans bejubeln gerne solche Siege und vergessen darüber hin und wieder die Umstände. Das Spiel gegen Gladbach wird schon Aufschlüsse über die Stärke der Mannschaft bringen und ob Flick von gegnerischen Trainern – so wie es Bosz am Sonnabend gelang – ausgecoacht wird.
        Für die Niederlage das Argument der Chancenwucherei anzuführen, beschreibt auch nur die halbe Wahrheit, denn Leverkusen hatte ebenfalls etliche Möglichkeiten weitere Tore zu schießen.

    2. Hast recht mit allem aber mMn nicht das wir froh über eine Niederlage sein können.
      Trotz der vielen Abstimmungsfehler und Fehlpässe hätten wir die Chancen nutzen und gewinnen müssen.
      Kann einer Niederlage nie etwas abgewinnen.
      Man muss auch nach Siegen in der Lage sein kritisch die Defizite anzusprechen.

      Hoffe das Flick aus dem Spiel lernt denn Roses BMG sind effizienter als LEV

      1. Kaum zu glauben, aber manchmal sind wir sogar einer Meinung.

    3. Also lieber alles übertünchen und weiter so? War ja nur Pech gewesen?
      Und nur nebenbei: Es gibt das schöne Wort “Kontext”! Wer weiß, was für eine Bedeutung damit verbunden ist, wird sich auch denken können, dass hier niemand jubelnd durch die Gegend läuft, weil wir die 3 Punkte haben liegen lassen! Ich tue es auch nicht!
      Allerdings finde ich es richtig und wichtig, darauf hinzuweisen, dass im Falle eines Sieges gestern die jetzt augenscheinlich werdenden Probleme Probleme eben doch leichter übersehen werden können, als es jetzt der Fall wäre! Niederlagen öffnen die Augen für so etwas, man kann daraus lernen! Flick wird daraus lernen, denke ich, und ja, das ist dann etwas Gutes in der Niederlage!

      1. Wie 918 richtig anmerkt: Ein guter Trainer muss auch nach Siegen in der Lage sein kritisch die Defizite anzusprechen. Zuschauer, Fans und Journaille sind wieder ganz andere Sachen.
        Aber wenn ein Trainer Niederlagen braucht um die Mannschaft besser zu machen, dann gute Nacht.

      2. @Osrig
        Eben nicht
        Manumission immer in der Lage sein egal ob nach Siegen oder Niederlagen die Fehler und Defizite klar anzusprechen.
        Mache ich ja auch permanent hier und bekomme oft Satz heißer Ohren.
        Aber trotzdem werde ich nie einer Niederlage etwas abgewinnen können.
        Das widerspricht jeder Siegesmentalität.
        Zumindest werden wir jetzt sehen wie gut der Trainer Flick ist.
        MMn ist er sehr gut für das Kollektiv für die Hygiene aber bin mir nicht sicher wie und ob er einen Davies Kimmich Goretzka Gnabry individuell verbessert.

  16. Fun fact am Rande: wir haben gestern zum ersten Mal ein Spiel verloren, in dem Thomas Müller ein Tor erzielt hat.

  17. Muss amal gschafteln, Daniel:
    Der Ball gelangTE zu Spieler XY (von “gelangen”)
    Der Mannschaft gelang der Ausgleich (von “gelingen”)
    Nix füa unguad:-)

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    1. Ergänzend, ebenfalls @Daniels Artikel (unter “1. Halbzeit“, vierter Absatz):
      “Keine zwei Minuten später gelang Leverkusen jedoch postwendend der Ausgleich (…)“ – stattdessen war‘s die erneute Führung (1:2) der Bosz-Mannen. ;-)

  18. Ich bin etwas über die Diskussion über Davies überrascht. Ist es nicht möglich beide Ansätze zu verbinden. Ein Riesentalent, das gestern nicht seinen besten Tag hatte.
    In den ersten 30 Minuten durfte er seinen Freischwimmer machen, danach konnte er sich wieder stabilisieren, was natürlich auch mit dem nachlassenden Druck der Leverkusener zu tun hatte.
    Die nicht so spektakuläre Erkenntnis: Je besser der Gegner, desto schwieriger zu glänzen.

    Generell ein schwieriges Spiel in der Bewertung. Was bleibt? Offensiv hui, defensiv pfui?
    Chancen für mehr als ein Tor hatten wir jedenfalls zu Genüge, aber das war dann halt einer dieser Tage. Spätestens als Lewy da kurz vor der HZ den Ball verballerte (obwohl Abseits) hatte ich so ein dummes Gefühl, das könnte heute schwierig werden.
    Defensiv, muss man so klar sagen, teilweise sehr schwach. Neben einigen klaren Chancen der Leverkusener gab es noch einige Szenen im Gegenstoß. Wenn da der junge Diaby noch etwas cleverer agiert?

    Im Grunde sind hier wieder Schwächen zutage getreten, die uns schon seit einiger Zeit verfolgen.
    Wenn wir weit aufgerückt sind, bekommen wir die Spielfeldmitte nicht dicht.
    Wir lassen uns viel zu oft von Gegnern in den offenen Schlagabtausch ziehen.
    Ein souveräner und dominanter Ballvortrag geht uns viel zu oft ab.

    Wie ich schon mal sagte, ist das Kovac-Ball mit etwas höherem und aggressiveren Pressing, bei dem alle mit dabei sind. Die Schwächen treten dann gegnerabhängig mal mehr mal weniger auf.
    Wobei ich noch hinzufügen muss, dass Kovac-Ball für mich kein Schimpfwort ist, sondern einfach eine Chiffre für eine bestimmte Spielweise.
    Und ebenfalls noch zu erwähnen, dass Flick, wenn ich mal die Wundermann-Theorie ausschließe, bisher noch gar keine Zeit hatte strukturell Wesentliches zu verändern. Ich glaube jedenfalls nicht, dass man eine Mannschaft in einer Handvoll Trainingseinheiten vollständig umkrempeln kann. Hier wird es erst die Zeit zeigen was Flick-Ball auf die Dauer bedeutet.

    In Bezug auf die Dauer war dieses Ergebnis natürlich ein Bärendienst. So ist das Spiel gegen MG natürlich kein Endspiel, aber eine Niederlage sollten wir tunlich vermeiden um nicht als Verein und Trainer in ziemlich schweres Fahrwasser zu geraten.

    Was für mich gestern wirklich enttäuschend war, waren die letzten 20 Minuten, nach dem Platzverweis (incl. Nachspielzeit). Da spielen wir gegen 10 Leverkusener, die stehend K.o. sind, die schon dreimal verletzungsbedingt umstellen mussten und bekommen dafür doch relativ wenig auf die Kette.
    Dieser Killerinstinkt, dieser angebliche Bayern-Dusel, dieses Wissen (vor allem auch beim Gegner) am Ende biegen wir das Ding sowieso, geht der Mannschaft leider seit längerem schon ab.

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    1. Leverkusen stehend k.o.? Den Eindruck kann ich nicht teilen. Ich war ziemlich überrascht, wie fit die noch waren. Auch ist es wohl eher kein “Kovac-Ball mit höherem Pressing”, sondern in den Abläufen deutlich flüssiger, strukturierter und variantenreicher als vorher.

      1. Die wollten und konnten ja nicht mehr nach vorne laufen. Und wenn sie mal vorne waren, sind sie kaum mehr zurückgekommen. Deswegen haben sie es ja gelassen, was zu diesem Belagerungszustand rund um den Strafraum geführt hat.

        Und zu Kovac-Ball: Mir ist natürlich klar, dass die Hürde für einige zu hoch ist um drüber zu springen. Deshalb nochmal, primär meine ich damit eine bestimmte Spielweise die Kovac nicht erfunden hat, es erleichtert nur die Definitionsfrage.
        Und wenn wir von Kovac-Ball jetzt wirklich in Bezug auf die Person Kovac reden, meine ich natürlich nicht die letzten 4 Wochen sondern z.B. weite Teile der letzten Rückrunde.

      2. Hab schon verstanden, was du mit “Kovac-Ball” meintest, aber ich teile deine Ansicht nicht. Auch wenn man das auf die Rückrunde der letzten Saison bezieht, war da m. E. deutlich weniger durchdachtes und vor allen Dingen nur sporadisch so gut organisiertes Positionsspiel zu erkennen, wie bis jetzt bei den wenigen Spielen unter Flicks Leitung, wo das doch als systemisch erscheint. Was gleich ist, war allenfalls die Entstehungsgeschichte der beiden Gegentore gestern. Aber da ist Flick mit dem Ausfall von Süle weit schlechter dran als sein Vorgänger. Und es gibt eben nicht in jedem Spiel zwei Gegentore. Aber warten wir mal ab, wie es weiter geht. Hab trotz der Niederlage kein schlechtes Gefühl.

      3. “Aber da ist Flick mit dem Ausfall von Süle weit schlechter dran als sein Vorgänger.”

        Naja – bei der 1-5 Pleite die seinen Vorgänger dann den Kopf gekostet hat, hatte dieser Süle und Hernandez auch schon nicht mehr zur Verfügung. Und Boa flog nach nicht mal 10 Minuten vom Platz.

        Ist mir wieder zu einfach gedacht und zu sehr “pro Flick”. Wie bereits von einigen hier angesprochen, waren Flick sowohl die Tempodefizite von Javi als auch die Spielweise von Leverkusen bekannt. Beides hat er in Aufstellung und Taktik schlicht ergreifend ignoriert. Frei nach dem Motto: Lief doch gegen die letzten Gegner so prima, da brauch ich nix zu ändern. Das sollte man schon mal kritischer betrachten.

        Bezeichnend auch Rummenigges Aussage, das sei gestern das beste Spiel in dieser Saison gewesen. Verständlich, dass er sich jetzt vor den Trainer stellt bzw. stellen muss – hätte er den Vorgänger nur auch mal so gestärkt statt diesen permanent anzuzählen…

      4. Ja mir geht das auch etwas zu f(l)ix. Chancenwucher hatten wir auch unter Kovac schon.
        Und Rummenigge schätzt das Spiel jetzt besser ein als das gegen Tottenham. Interessant. Wie du schon schreibst: Für den Vorgänger hatte er nicht im Ansatz solche Worte übrig. Das ist im Grunde traurig, auch wenn er nicht pro Kovac war, als Chef des Klubs hätte er ihn auch in Schutz nehmen müssen.

        Ich bin jetzt mal auf die nächsten Spiele gespannt nachdem der kurze Flow erstmal dahin ist. Und wie @Stiftl schon geschrieben hat: taktisch habe ich da auch keine Wunderdinge gesehen, es wird einfach der Stiefel durchgezogen.
        Natürlich hätte es auch gut gehen können, aber wenn immer alles gut gehen würde wäre Kovac noch Trainer. Und die nächsten Wochen werden hier weiteres zeigen.

        Aber gut das KHR schonmal einen langfristigen Vertrag für Flick in Aussicht gestellt hat…

      5. Der “Flow”, die Dominanz, war gestern schon noch da, nur die Tore sind nicht gefallen. Und auch wenn es unter Kovac ebenso Probleme mit der Effektivität gab, so nivelliert das nicht die klar erkennbaren Unterschiede in der Qualität im Vergleich mit unserer jetzigen Spielanlage. Was Flick noch m.E. herausfinden muss, ist, wie das Mittelfeld am erfolgversprechendsten aufgestellt sein muss, denn das reflektiert auch auf die Abwehrarbeit. Aber vergessen wir bitte nicht, er hat die Chose in der laufenden Saison übernommen, so dass er nicht allzuviele Gelegenheit hatte, Abläufe zu etablieren/ intensivieren. Changing horses in mid-stream…

  19. Gerade Ajax gegen Enschede geschaut. Hoffentlich tut der FC Bayern alles, um ten Hag für die nächste Saison zu verpflichten. Nicht nur, dass mir die spektakuläre offensive Spielweise von Ajax extrem gut gefällt – ten Hag fördert auch die Ajax-Jugend überragend. Hat in den letzten Spielen immer wieder Jugendspieler gebracht – z.b. einen 17-jährigen Gravenberch, einen 19-jährigen Dest und heute hat der 20-jährige Lang bei seinem Startelf-Debüt Enschede mal kurz mit einem Hattrick abgeschossen. Für jemanden wir Batista-Meier, Mai, Cuisance oder auch Davies wäre ten Hag sicher ein Segen, was ihre Entwicklung angeht.

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    1. Da wäre ich mal sehr vorsichtig! Du gehst einfach davon aus, dass ten Hag bei uns sein Konzept auch mit jungen Spielern 1:1 fortführen wird und kann. München ist nicht Amsterdam und die Bundesliga ein anderes Pflaster.

      1. Naja, die Spieler hat er alle auch schon in der Champions League eingesetzt – er scheint ihnen also auch außerhalb der niederländischen Liga gegen hochklassige Gegner zu vertrauen.

  20. War wieder eines der Spiele wo der Gegner, in dem Falle Leverkusen, bis jetzt noch nicht weiss warum sie überhaupt gewonnen haben.
    Und es war für den neutralen Betrachter ein tolles Spiel zum ansehen, ist schon verdammt lange her das man über ein Bayernspiel vor Flick sowas sagen konnte.
    Was mich gestern Abend aber zur Weissglut getrieben hat war Gnabry. Mann konnte fast zu dem Glauben kommen das er auf der Lohnliste von Leverkusen steht. Ich kann ja verstehen das ein Trainer gerade dann einen Spieler nicht vom Platz nehmen will um den Knacks im eigenen Selbstvertrauen zu vergrößern. Aber gestern hätte er besser Gnabry von sich selbst schützen müssen.
    Und mir ist gestern ebenfalls aufgefallen das Phonzie ein Spieler ist der sich nach Fehlern nicht versteckt sondern versucht an den Aufgaben zu wachsen. Danach hatte er einige sehenswerte Ballgewinne und gewonnen Zweikämpfe. Er könnte einer dieser Königstransfers werden nach dem jeder Verein sucht.
    Flick kann jetzt gegen Gladbach beweisen was er drauf hat. Jetzt geht es darum erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen und wenn wir weiter so spielen wie gestern, natürlich mit normaler Chancenverwertung, mach ich mir für den Rest der Saison überhaupt keine Sorgen. 3 Punkte hinter Platz 1, eine tolle spielfreudige Mannschaft, eine spannende Bundesliga, das sah in dieser Saison schon mal deutlich weniger rosig aus.

  21. Hat jemand eigentlich gezählt wieviele Alutreffer wir gestern hatten? War doch abnormal…

  22. Was habt ihr eigentlich in den letzten 6 bis 8 Jahren so an Bayernspielen geschaut? Schnelle Konter waren schon immer Gift für den FCB. Sei es unter vGaal Demichelis und von Butyen oder unter Pep Dante und Boa. Wolfburg mit KdB, Dortmund unter Klopp, Gladbach = Angstgeger etc. Ich erinnere nur an Atletico: Fehlpass Boa, Griezmann Tor. Aus die Maus. Hoch überlegen, tolles Fußballsiel, aber raus aus dem Wettbewerb.

    Heynckes hatte nach vG als erste Umstellung die AV mehr nach hinten gestellt. Da wurde es dann etwas besser. (Don Jupps Ingamecocaching: Tymoschtschuk ab der 60.)
    Nachdem er dann 2012 alles verbaselt hatte, gabs dann ja noch ein Happy End.

    Danach kam dann Pep und wir waren hinten wieder anfälliger. (Als Volland noch in Hoffenheim spielte (2015?), hatte er glaube ich, mal nach 9 Sekunden gegen uns getroffen. Der weiß also genau, wo er hinspielen muss. )

    Carlo hatte dann mal so gar keine Lust auf Pressing und von da an verloren wir ein wenig die Ballbesitz-Philosophie. Dann kam nochmal Don Jupp und moderierte uns zur Meisterschaft. Aber auch da zogen am Ende dunkle Wolken auf. Gegen Stuttgart zu Hause blamiert und das Pokalfinale vergurkt, Guess what: Durch schnelle Konter.

    Das blieb dann unter Kovac eigentlich immer noch so, nur dass die Mannschaft dann auch nach vorne nicht viel Druckvolles mehr zustande brachte, (Abstände und so …) Der Rest ist ja bekannt.

    Jetzt unter Flick passiert das halt wieder, aber ich glaube, dass wir mit mittelfristig mit Süle, Pavard, Davies und Hernandez mehr Tempo nach hinten haben, als früher mit Boa, Hummels und Martinez.

    Diese Konteranfälligkeit ist beim Ballbesitzfußball und hoch aufgerückten Verteidigern systemimmanent, da muss man dann halt mehr Tore schießen, als das man hinten welche kassiert. Chancen hatte man gestern dazu genug. Aber da jetzt wieder viel mehr gepresst wird, kostet das auch mehr Kraft als unter Kovac. Vielleicht fehlt dann momentan vorne das letzte Quentchen Kraft/Konzentration, um die Buden zu machen.

    Ich zumindest habe gestern gerne zugeschaut, aber war am Ende natürlich auch enttäuscht.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Ich würde sagen, es gibt drei Arten von Kontern:
      1. resultierend aus gravierenden Fehlern in “tödlichen” Positionen. Mit “tödlicher” Position meine ich, dass es für die Mitspieler eigentlich keine Chance mehr gibt, um einzugreifen. Hier könnte man u.a. dein Beispiel von Boateng gegen Atletico nennen, oder den Bock von Rafinha 2017 gegen Real.
      2. resultierend aus Ballverlusten in eigentlich eher ungefährlichen Zonen und mangelnder Zuordnung in der Folge. Da braucht man sich nur das gestrige Spiel anschauen.
      3. resultierend aus überragenden Angriffen des Gegners. Schau dir mal das 1:0 von Wolfsburg bei unserer 1:4 Niederlage zum Rückrundenauftakt 2014/15 an, genauso wie das 1:0 des BVB bei unserem 2:1 Heimsieg in der Hinrunde in München in der gleichen Saison. Das waren Situationen, in denen die Angreifer immer den entscheidenden Schritt schneller am Ball waren uns sich so trotz ordentlichen Pressings und passender Staffelung durchspielten.
      Ich denke, die Fälle, die unter Kategorie 1 fallen, kann man kaum einer falschen Taktik anlasten. Kriegt man zu viele Kontertore der Kategorie 2, dann heißt das, dass man dringend an der Taktik feilen muss und sich ggf. auch die Frage stellen muss, ob der eigene Anspruch und das zur Verfügung stehende Spielermaterial unter einen Hut zu bringen sind. Sind es fast nur Kontertore der Kategorie 3, die noch dazu sehr selten fallen, wie es ja unter Pep der Fall war (wenn man die Halbfinals in der CL mal ausnimmt), dann kann man guten Gewissens am Spielsystem festhalten.
      Ich hoffe, dass Flick es schafft, sein Spielsystem so beizubehalten, dass die Gegner künftig – wenn überhaupt – Geniestreiche der Kategorie 3 brauchen, um unsere Abwehr zu knacken. Wenn es gelingt, ein solches System zu etablieren, kann ich Rückschläge wie gestern akzeptieren. Wenn allerdings zu viele Teams so leicht Kapital daraus schlagen, wie Leverkusen gestern, erwarte ich von Flick bzw. seinem Nachfolger, dass er sich was einfallen lässt. Ob das dann eine Taktikänderung oder ein Personalwechsel durch Neuzugänge (v.a. im defensiven Mittelfeld) ist, wird sich zeigen.

      1. Ja, da gehe ich mit. Aber die anderthalb Jahre Kovac-System haben halt auch Spuren hinterlassen. Die Jungs müssen sich jetzt erstmal wieder lernen, sich auf andere Dinge zu focussieren. Bei der momentanen IV-Situation Weden wir noch öfter so blank stehen. Vielleicht schon gegen BMG.

      2. Aus Kovacs Sicht:
        Aber die anderthalb Jahre Ancelotti-System haben halt auch Spuren hinterlassen. Die Jungs mussten erstmal wieder lernen, sich auf andere Dinge zu fokussieren…

  23. Krass das Spiel, hat mich ratlos gelassen. Ich würde es mal aus Leverkusens Perspektive beurteilen und sagen: Leverkusen hat nur aufgrund hervorragender individueller Leistungen gewonnen… *zwinkersmiley* Der chronisch unterschätzte Volland und der auf den Punkt wiedererstarkte Bailey haben das Spiel gewonnen, obwohl Leverkusen ansonsten sehr wenig richtig gemacht hat und defensiv einen mutigen Plan eher schlecht umgesetzt haben. Verdammt viel Glück gehabt. Ich verstehe weiterhin nicht, warum die theoretisch hervorragenden Konzepte Boschs, wie er Fußball spielen will, nicht so richtig funktionieren wollen.

    Unserer Mannschaft kann man kaum etwas vorwerfen, war eigentlich ein tolles Spiel. Aber die Chancenverwertung und Gnabry Professionalität vor dem Tor sind natürlich verbesserungswürdig.

  24. Ich empfehle allen sich die zwei Kontatore nochmal anzuschauen und nicht über Spieler herzufallen. Hier haben einzelne Spieler “einfach” Fehler gemacht. LEV hat einfach mit 30% Ballbesitz ihr Kontaspiel durchgezogen. Als sie letzte Woche “das Spiel machen sollten”, haben sie auch soviel 100%ige vergeigt. Ich fand das Spiel vorhersehbar.

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    1. Individuelle Fehler, das darf uns nicht passieren, das müssen die Jungs besser machen usw.
      Das wollten wir doch nicht mehr hören.
      Nicht reagieren auf die vorhersehbare Taktik des Gegners, keine Reaktion auf Fehlentwicklungen während des Spiels, zu späte und nur positionsgetreue Wechsel.
      Davon hatten wir die Schnauze voll.
      Ok, aber die Stimmung ist super.
      Ich glaub ich wurde gerade ein paar Monate zurückgebeamt.

      1. Hab es nicht mitbekommen.
        Hat Flick denn wenigstens seine taktischen Überlegungen mit der Presse geteilt?

    2. Nach einem Spiel kann man das Ganze noch nicht beurteilen, aber man muss ganz genau beobachten, ob es in den kommenden Wochen den Gegnern ähnlich leicht fallen wird, Kontertore zu erzielen. Am Samstag waren es weder krasse individuelle Fehler in Positionen, in denen man den Ball nie verlieren darf, die dem Gegner die Konter ermöglichten noch waren es über mehrere Stationen perfekt vorgetragene Angriffe des Gegners. Es reichten jeweils 2-3 einfache Pässe und etwas körperliche Robustheit von Volland, um einen schnellen Spieler alleine auf unser Tor zulaufen zu lassen. Dieses Stilmittel haben leider zu viele Mannschaften, mit denen wir uns in diese Saison noch messen müssen, drauf. Das besorgt mich ehrlich gesagt schon ein bisschen. Wenn in der Situation, in der Neuer den Pass in den Fuss eines Leverkuseners spielt, ein Tor fällt, dann würde mit das weniger Sorgen bereiten, weil es einfach ein krasser individueller Fehler wäre, den er normalerweise nicht macht, der aber immer wieder mal vorkommen kann. Ich wäre auch beruhigter, wenn zwei Leverkusener erst einen doppelten Doppelpass inklusive Übersteiger und Hackentrick hätten spielen müssen, um Volland als Passgeber freizuspielen. Da dies aber in beiden Fällen nicht der Fall war, hoffe ich, dass Flick diese Trainingswoche nutzt, um es Gladbach etwas schwerer zu machen und dann im Wintertrainingslager die Abläufe noch weiter verfeinern kann, damit man es künftigen Gegnern schwerer macht. Natürlich war am Samstag viel Pech dabei und selbst mit einem Unentschieden wäre Leverkusen noch gut bedient gewesen. Es kann aber auch nicht unser Anspruch sein, in jedem Spiel mindestens 4-5 Tore schießen zu müssen, weil der Gegner auch 4-5 exzellente Konterchancen kriegen wird. Vor allem darf es nicht passieren, dass die Konter in der ersten Halbzeit bei Spielstand Unentschieden fallen. Kriegen wir ein solches Tor in der 80. Minute, weil wir einem Rückstand hinterherlaufen, ist das für mich noch einigermaßen logisch. In der Anfangsphase und gleich nach dem Ausgleich fehlt mir dafür jegliches Verständnis. Auch wenn es schön anzusehen sein mag, dann ist das für mich zu viel Harakiri. Der BVB war vor drei Wochen in der Anfangsphase bis zu unserer Führung auch gar nicht so schlecht im Spiel, hatte aber trotzdem keine Chance, solche Konter zu fahren. Das lag aber weniger an der Qualität der Dortmunder, sondern eher an der Tatsache, dass wir etwas tiefer standen. Es muss ja nicht gleich Mauerfußball sein, aber am Samstag war es mir zu viel des Guten in die andere Richtung. Das war irgendwie wie der Fußball, mit dem Bosz beim BVB letztendlich Schiffbruch beging.

      1. @willy
        Kimmich und Goretzka haben in den ersten Spielen alles was der Gegner im MF machen wollte im Keim erstickt.
        Goretzka hat aber wieder einmal zu undiszipliniert gespielt und Kimmich kann nicht immer Superman sein. Wenn dann auch noch Alaba unkonzentriert ist und Javi zu weit vom Mann dann kommen da eine Reihe individueller Fehler zusammen angefangen mit Davies.

        BMG wird das ähnlich brutal ausnutzen

      2. Guter ausgewogener Kommentar.

  25. Bei manchen Kommentaren hier beschleicht mich das Gefühl, so mancher wünscht sich klammheimlich ein Scheitern von Flick, nur damit man a posteriori in seiner Pro-Kovac-Haltung bestätigt wird…

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    1. Also ich für meinen Teil habe dem FCB noch nie etwas schlechtes gewünscht, ganz im Gegensatz zu anderen Kommentatoren hier.

      Amüsant ist es aber schon, dass ähnliche Probleme Kovač um die Ohren gehauen wurden, während sie bei Flick so als Betriebsunfall durchgewunken werden, oder sogar Kovač angelastet.

      1. Die endgültige Bewertung von Kovac hängt aber nicht nur an einem Spiel, sondern an seiner ganzen Amtszeit, in der unsere Spielkultur fast bis zur Unkenntlichkeit verfallen ist. Mal gelesen, was Heynckes zu Flick schreibt? Ich poste mal den Artikel aus der SZ, wo das referiert wird: https://www.sueddeutsche.de/sport/fc-bayern-heynckes-macht-sich-fuer-flick-stark-1.4706028
        Es gehe nicht um “Momentaufnahmen”, sondern um “das grundsätzliche know-how” eines Trainers, “seine Fachkompetenz und menschliche Note”… Wie das wohl gemeint ist?

    2. Na, wenn es darum geht….

      Marcel Daum:
      “Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn nun behauptet wird, dass er in München keinen richtigen Plan gehabt habe. In Frankfurt hatte er sehr klare Pläne und Vorgaben. Niko und Robbie (Co-Trainer Robert Kovac; d. Red.) sind hervorragende Menschen und Trainer, die ihren Weg machen werden. Sie haben mit Bayern zwei Titel geholt, so schlecht kann das also nicht gewesen sein.”

      1. Nun ja, Heynckes dürfte womöglich etwas tiefere Einblicke haben in die Situation bei den Bayern als Marcel Daum, der ja nur von Frankfurt her Vergleiche zieht.

      2. @Severalseasons:

        Nun ja, Heynckes dürfte womöglich etwas tiefere Einblicke haben in die Situation bei den Bayern als Marcel Daum, der ja nur von Frankfurt her Vergleiche zieht.

        Und Heynckes beobachtet aus der Ferne vom Bauernhof aus.
        Um Daum hat sich der FCB vor wenigen Monaten noch sehr intensiv bemüht, da wird er schon Einblicke bekommen haben in den Sondierungsgesprächen.
        Wer gerade mehr “up to date” ist in der Branche, dürfte eine müßige Diskussion sein.

        Hernandez dürfte auch ziemlich tiefe Einblicke haben und hat Kovač heute als ” großartigen Trainer” bezeichnet, leider habe die Chemie nicht mehr so gestimmt.
        Aber zu dem Thema hat sich Heynckes ja auch recht klar geäußert.

      3. @Tobi13: Das Urteil über K. ist gesprochen, die Entwicklung, die wir genommen haben, ist wohl nicht zu leugnen. Sollte es eine ähnliche unter Flick geben, wird auch er ersetzt werden. C’est comme ça.

      4. @Severalseasons:
        Bin fast bei dir.
        Nur das es beim FCB nicht um Entwicklungen geht, sondern um Ergebnisse.
        Stimmen die Ergebnisse nicht, kann die Entwicklung noch so toll sein. Das rettet keinem Bayerntrainer den Job.
        Stand jetzt, ist Flick am ersten wirklichen Gradmesser gescheitert und es waren die gleichen Probleme offensichtlich, die Kovač regelmäßig vorgeworfen wurden.
        Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

    3. Ich wünsche dem FC Bayern nie eine Niederlage, kann das hier jeder von sich behaupten, bzw. konnte das in den letzten eineinhalb Jahren?
      Ich wünsche mir auch kein Scheitern von Flick, nichts lieber als wenn er durchstarten würde und wir mit ihm die nächste goldene Ära erleben könnten.
      Der vorherige Trainer ist zu Recht Geschichte, ich will nicht mal mehr seinen Namen hier erwähnen.
      Nichtsdestotrotz wird man nach dem Niederlage gegen Leverkusen auch den aktuellen Trainer hinterfragen müssen, denn er hatte einen großen Anteil daran und ich lege den gleichen Maßstab an jeden Trainer.
      Was hat Bosz gemacht? Hoch pressen, Manndeckung für Kimmich, zwei schnelle Außenstürmer, Volland ein wenig zurück als Ballverteiler und schon bekomme ich in München etliche 1-gegen-1-Situationen gegen Neuer. Flicks Plan dagegen? Nicht zu sehen. Ingame-Coaching? Nicht zu sehen.
      Der Satz: “Wir gewinnen nur, weil Lewa und Gnabry brutal überperformen” wurde so ähnlich in den letzten Monaten hier inflationär benutzt. Samstag haben sie deutlich unterperformt, Ergebnis bekannt.
      Ich bin froh, dass wir einen anderen Trainer haben, liefern muss der Neue aber auch. Wenn er schon am ersten Prüfstein scheitert, ok, kann ja mal passieren. Wenn es nächsten Samstag wieder schief geht, müssen wir uns was einfallen lassen.

      1. Es ist befremdlich, wie manche früher überkritischen Leute den Flick nach vier Spielen zum Übertrainer machen wollten. Rummenigge eingeschlossen. Die eindimensionale Spielidee vom permanenten hohen Dauerpressing ohne Plan B geht gegen bessere Gegner als Piräus, Belgrad oder Düsseldorf in die Hose, weil die in der Lage sind sich zu befreien. Dann sind die Räume offen und es scheppert. In dieser Hinsicht muss vom Hansi mehr kommen.

      2. @wohlfarth & Klaus: jeweils +1

      3. @wohlfarth: Die Mannschaftsleistung ist insgesamt deutlich besser geworden, und das war sie auch am Samstag. Bis auf die Tore war Bayern in allen Belangen besser, dominanter, aber man darf schon auch die Leistung von Leverkusen anerkennen, Baileys Effizienz, die Abwehrleistung von Bender, Hradecky im tor…Wie oft gibt es denn solche Spiele, die man auf diese Weise verliert: dreimal Aluminium, ein Haufen größter Möglichkeiten, herausgespielte Chancen, die auf Kombinationsfußball beruhen, nicht auf dem “Durchgetanke” eines Spielers. Bei aller Liebe, aber wer das nicht zu sehen vermag…und nochmal, Flick tritt seinen Job unter verschärften Umständen an, mitten in der Saison, Kovac hat uns über eineinhalb Spielzeiten um nichts weitergebracht, sondern zurückentwickelt.

      4. Offensiv mag es besser geworden sein. Aber was nützt ein Harakiri-Offensiv-Pressing System, wenn dich der Gegner auf einfachste Weise auskontert und dem Trainer das erst nach 80 Minuten auffällt? So gewinnst du vielleicht Bundesligaspiele und machst den Zuschauer Spass, aber gegen gute Gegner gehts daneben. Das war ein deja vu an die Spiele unter Pep in den CL-Auswärtsspielen gegen Madrid und Barcelona. Und dann ist jetzt noch der ehemalige Trainer für Hansis Eindimensionalität verantwortlich? Das klingt nach Hey Pipi Langstrumpf …
        Ich drück dem Hansi und dem FCB die Daumen, dass er sich schnell weiterentwickelt.

      5. @Klaus: Du hast bestimmt auch mitbekommen, was mehrere der Leverkusener nach dem Spiel gesagt haben, nämlich dass sie eine Unmenge Glück benötigten, um aus diesem Spiel als Sieger hervorzugehen? Ein Spiel, bei dem der Gegner niemals eine Chance bekommt, wird es so nicht geben, und dass unter Kovac die Zahl der Gegentore niedriger war als unter Guardiola wird wohl niemand ernsthaft behaupten können, von der Punktausbeute mal ganz zu schweigen. Flicks Bilanz nach fünf Spielen weist 17:2 Tore aus.

        Und noch ganz subjektiv, aber für mich wichtig, auch wenn das nicht jeder nachvollziehen mag/kann: Der Fußball ist auch noch gut anzuschauen, darauf kommt es mir ehrlich gesagt an, sonst würde ich wirklich einfach nur die Ergebnisse im Netz nachschauen.

      6. @Wohlfarth: Ich staune etwas! ;-) Da bin ich doch tatsächlich mal 1:1 bei Dir und gehe jeden Satz von Dir mit!
        Insbesondere das Hinterfragen taktischer Fehler von Flick sollte und muss erfolgen! Und ich gönne ihm ohne Frage jeden Erfolg bei uns! Aber er darf auch keinen “Freifahrtsschein” haben, nur weil er die Mannschaft – vorerst – wieder in die Spur bekommen hat!

        Allerdings, ich bin zuversichtlich das Flick genau analysieren wird, wo auch seine eigene Fehleinschätzung lag, und die Woche nutzen, um mit der Mannschaft zusammen daran zu arbeiten, die Fehler abzustellen, die dazu geführt haben, dass uns B04 durchaus 4, 5 Tore hätte einschenken können, wenn sie auch besser gezielt hätten.

      7. @Osrig: Es geschehen noch Zeichen und Wunder :-)
        Gladbach ist dann wohl die Nagelprobe. Sind ja Leverkusen nicht ganz unähnlich.
        Schau ma mol welche Lehren Flick aus dem Leverkusen-Spiel gezogen hat und was er sich gegen die Gladbacher Sturm-Büffel einfallen lässt. Dann sollte man auch sehen, ob Flick Taktik kann oder nur ein Gute-Laune-Onkel ist.
        Ich hoffe ersteres, denn sonst sind wir im Meisterrennen schon ganz schön weg von der Musik.

      8. Behauptet oder fordert denn hier irgendjemand einen “Freifahrtschein” für Flick??? Soweit ich sehen kann, tut das niemand. Jetzt aber nach dem Spiel davon zu reden, man habe Flick “ausgecoacht”, ist vollkommen unverhältnismäßig. Wir haben Leverkusen doch in viel größere Nöte gebracht, als umgekehrt, und nimmt man deine Rechnung (“besser zielen”) für beide Mannschaften, dann geht das irgendwie 8:5 für uns aus. Im Übrigen gab es auch für uns viele Situationen, wo wir der Leverkusener Verteidigung davongelaufen sind, obwohl von der Spielanlage her sich dafür viel weniger Gelegenheiten boten. – Was wirklich interessiert, ist die Frage, wie es mit dem Mittelfeld weitergeht. Dort werden die Spiele entschieden. In einem anderen Forum meinte jemand, Flick betrachte den Kader noch zu sehr mit den Augen eines Mannes, der mal Co-Trainer der Nationalmannschaft war, und daran könnte in der Tat etwas sein.

      9. @severalseasons: Ein offener Schlagabtausch sollte aber weder in Auswärts- und vor allem nicht in Heimspielen unsere bevorzugte taktische Ausrichtung sein. Wir sollten den Gegner dominieren, dass es dabei auch mal zu Kontersituationen kommen kann, liegt in der Natur des Spiels. Aber das am Samstag war eindeutig “to much”

      10. @wohlfarth: Was mir vor allem gefällt ist, dass wir uns hier austauschen können, in der Sache durchaus kontrovers, aber trotzdem respektvoll und ohne uns an die Gurgel zu gehen! Ich bin auch dafür, dass Bayern Erfolg hat! – Für das Gladbach-Spiel bin mal vorsichtig optimistisch, aber sehr auf die Aufstellung gespannt. ;-)

      11. @severalseasons:

        Jetzt aber nach dem Spiel davon zu reden, man habe Flick “ausgecoacht”, ist vollkommen unverhältnismäßig.

        Warum?
        Die taktischen Vorgaben von Bosz haben alle gegriffen und Flick hatte dem nichts entgegenzusetzen. Null In-Game-Coaching.
        Für mich ist das fast die klassische Definition des Begriffs.
        Bin in vielen Punkten deiner Meinung, aber Flick ist taktisch an seine Grenzen gestoßen und das muss man auch so benennen.

      12. Die taktischen Vorgaben von Bosz haben null gegriffen, also wirklich kein bisschen. Bayern hatte 10 100% Torchancen, das war katastrophal von Leverkusen. Die einzige Taktik die bei Leverkusen funktioniert hat, war Glück.
        Dass Leverkusen sich einige gute Chancen herausspült ist fast nicht abzuwenden, bei der individuellen klasse ihrer Spieler. Es muss jetzt Flicks Ziel sein diese Chancen so zu verteidigen, dass es nur noch halbchancen sind und nicht 1vs1 gegen neuer

      13. @Lukas:
        Kimmich in Manndeckung, Davies und Martinez als “Schwachstelle” ausgemacht und immer wieder unter Druck gesetzt, hat alles null gegriffen?
        Wie soll Flick denn “Chancen verteidigen”, wenn das nur glückliche Zufallsprodukte waren?

      14. Wieso stellst du das als Frage? Natürlich nicht, sonst hätte Bayern ja nicht 3 mal gegen den Pfosten geschossen und eine großchance nach der anderen gehabt :-D was soll es denn sonst sein, aus Leverkusener Sicht, außer Glück? Gute defensiv Taktik?
        Ich meinte Konter verteidigen, nicht Chancen… das ist der Teil, indem Flick eine andere Herangehensweise braucht. Man war nie in Unterzahl, also hat man zwei Möglichkeiten:
        1. Zurückfallen lassen um nicht ins Laufduell zu müssen
        2. Konsequent Gegenpressen, um Volland nicht die Zeit zu geben, die Pässe zu spielen.
        Dahingehend haben ja viele bereits erwähnt, es wird sich zeigen, ob Flick im Gladbach Spiel darauf eine Antwort hat ;-)

      15. @Lukas:
        Du betrachtest es sehr einseitig und reduzierst es auf unsere Offensive. Die war bis auf die Chancenverwertung gut.
        Aber Leverkusen schießt 2x quasi das identische Tor. Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern da hat sich jemand Gedanken gemacht.
        Da haben halt die taktischen Vorgaben von Bosz gegriffen.

      16. Hab auch nie gesagt, dass die Leverkusener Tore was mit Glück zu tun hatten, sondern der Leverkusener Sieg. Zu sagen, Bosz hätte Flick ausgecoacht ist absurd und hat nichts mit dem zu tun, was in den 90min passiert ist. Wie gesagt, das, was man kritisieren muss, ist, dass Flick in der ersten Halbzeit nicht verhindert konnte, dass Leverkusen auf diese Weise seine Konter ausspielen kann, dass man das zulässt.
        Dass ich es einseitig betrachte ist ergibt keinen Sinn, da ich es nicht einseitig betrachte. Kann man auch nachlesen.

      17. @Lukas:

        Hab auch nie gesagt, dass die Leverkusener Tore was mit Glück zu tun hatten, sondern der Leverkusener Sieg.
        Zu sagen, Bosz hätte Flick ausgecoacht ist absurd und hat nichts mit dem zu tun, was in den 90min passiert ist. Wie gesagt, das, was man kritisieren muss, ist, dass Flick in der ersten Halbzeit nicht verhindert konnte, dass Leverkusen auf diese Weise seine Konter ausspielen kann, dass man das zulässt.

        Na ja, eben.
        Flick konnte nicht verhindern, dass Leverkusen auf diese Weise seine Konter ausspielen kann.
        Er hatte der Taktik von Bosz also nichts entgegenzusetzen. Für mich ist das die Definition von “ausgecoacht”.

        Dass ich es einseitig betrachte ist ergibt keinen Sinn, da ich es nicht einseitig betrachte. Kann man auch nachlesen.

        Ich sage die Taktik von Bosz hat gegriffen und du konterst mit “Nö, wir hatten ja 10 100%Torchancen, da hat gar nichts gegriffen.”
        Und dann reduzierst du die Leverkusener Leistung noch auf “Die einzige Taktik die bei Leverkusen funktioniert hat, war Glück.”
        Das ist mir deutlich zu einseitig, da die Leverkusener Tore schlicht nichts mit Glück zu tun hatten.

      18. Ich verstehe dich vollkommen, Bosz Ansatz war ja auch super und mutig und er hat seiner offensive einen perfekten Plan für die Konter mitgegeben. Nur war Bayern offensichtlich sehr gut auf Leverkusens Pressing eingestellt, da man ja sehr sehr viele Torchancen hatte. Leverkusen war da insgesamt ziemolich überfordert. Deshalb ist es absurd zu sagen, Bosz hätte Flick ausgecoacht, da Bosz ja in der Spielvorbereitung nicht 3 Pfostenschüsse und weitere 5 (ungefähr?) 100% eingeplant hat. Gut, null % gegriffen war eine provokante Gegenreaktion, aber sehr schlecht gegriffen kann man das schon nennen.

      19. @Lukas:
        Wir waren mit Leverkusens Kontern auch hoffnungslos überfordert und Flick hat nicht reagiert. Einfach mal gar nicht. Das macht mir Angst.
        Und wenn eine Mannschaft vor massiven Problemen steht und dem Trainer nichts einfällt, wie diese Probleme behoben werden können, dann wurde er “ausgecoacht”.
        Das ist nun wahrlich keine sonderlich absurde Behauptung.

      20. Ein Trainer kann ja nicht mehr machen als seinen Spielern einen Plan, Taktik, Motivation usw. mit auf den Weg zu geben. Bei Bosz hat das insgesamt nicht gut geklappt, da Leverkusen nur mit viel Glück gewonnen hat. Bayern wiederum durch einen horrende Schwäche im Abschluss und viel Pech das Spiel verloren. Die schlechte Kontersixherunh ist davon ein Teilaspekt, das ist richtig. Insgesamt ist es deshalb sehr absurd davon zu sprechen, Bosz hätte Flick ausgecoacht. Wenn wir gegen Gladbach wieder solche Konter kriegen macht mir das auch Angst! Aber auch das Ändert wenig daran, dass Boszs Taktik nicht sehr gut funktioniert hat. Vorausgesetzt natürlich man diskutiert konstruktiv über diese ärgerliche Niederlage. Falls es darum geht argumentativ recht zu haben, ist das natürlich eine andere Geschichte, dann bin ich raus.

      21. Im Text steht ja sogar 4x Aluminium und 2,25exGoals. Zusätzlich haben einige Justierungen ja dazu geführt das Bayer die letzten 30 min keine nennenswerte Chance mehr hatte, was ja auf das „ingame coaching“ zurückzuführen ist.
        Och Tobi Bosz gilt als schlauer und innovativer Trainer und Flick muss noch viel lernen, ich persönlich würde mich noch gar nicht trauen ihn einzuschätzen, aber wie kann man denn nach diesem Spiel Leverkusens Taktik feiern oder das Flick war heillos überfordert war? Das ergibt gar keinen Sinn

      22. @Lukas:

        Ein Trainer kann ja nicht mehr machen als seinen Spielern einen Plan, Taktik, Motivation usw. mit auf den Weg zu geben.

        Selbstverständlich kann ein Trainer mehr machen, nennt sich dann In-Game-Coaching.
        Hat bei uns leider nicht stattgefunden und das hat nichts mit Pech zu tun.

        Bei Bosz hat das insgesamt nicht gut geklappt, da Leverkusen nur mit viel Glück gewonnen hat.

        Der siegreichen Mannschaft zu unterstellen, ihre Taktik hätte insgesamt nicht gut geklappt, finde ich persönlich absurd. Die Taktik hat insgesamt und unter dem Strich hervorragend geklappt, sie hat nämlich den Sieg gebracht.

        Bayern wiederum durch einen horrende Schwäche im Abschluss und viel Pech das Spiel verloren. Die schlechte Kontersixherunh ist davon ein Teilaspekt, das ist richtig. Insgesamt ist es deshalb sehr absurd davon zu sprechen, Bosz hätte Flick ausgecoacht. Wenn wir gegen Gladbach wieder solche Konter kriegen macht mir das auch Angst! Aber auch das Ändert wenig daran, dass Boszs Taktik nicht sehr gut funktioniert hat. Vorausgesetzt natürlich man diskutiert konstruktiv über diese ärgerliche Niederlage. Falls es darum geht argumentativ recht zu haben, ist das natürlich eine andere Geschichte, dann bin ich raus.

        Im Prinzip reduziert es sich bei dir auf “Wir hatten Pech und Leverkusen hatte nur Glück” und das ist für mich kein sonderlich konstruktiver Diskussionsansatz.
        Da bin ich dann auch raus.
        Dir einen schönen Abend noch.

      23. hoffentlich werden wir dann noch öfter ausgecoacht, dann gewinnen wir nämlich 9 von 10 Spielen… absurd gelle? Hihi
        Hat Spaß gemacht, schönen Abend

  26. @severalseasons: Über unseren vorherigen Trainer will ich nicht mehr reden. Wir leben im hier und jetzt und müssen nach vorne schauen.
    Zum Thema Spielanlage. Ja, mag besser sein, aber wir leben (wie übrigens alle anderen Fußballmannschaften auf dieser Welt auch) trotzdem vom “Durchgetanke”. Zwei der drei Alutreffer waren mit dem Kopf nach Flanke/Eckball. Die jämmerlich versemmelte drei-auf-eins-Chance war auch nicht rauskombiniert, wie auch die meisten Chancen von Lewa. Bei aller Liebe, aber wer das nicht zu sehen vermag. Aber jeder wie er mag.
    Ich hoffe Flick wird ein Guter, über die voreilige Heiligsprechung bin ich aber schon mehr als verwundert.

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    1. Ich spreche ihn nicht heilig (immer diese Hyperbolen), sondern ich verbinde gewisse Hoffnungen mit ihm. (Aber psssscht: War übrigens bei mir am Anfang der “Vorgänger”-Zeit ebenso). Mir gefällt Flicks fußballerischer Grundansatz, und ansonsten plädiere ich dafür, ihm Zeit zu geben. Sollten sich ähnliche Defizite wie unter dem Vorgänger einstellen/verstetigen, dann darfst du sicher sein, dass ich das auch kritisieren werde.
      Das Zuerst-Hochloben, dann Nieder-Schreiben ist ein altbekanntes Stilmittel der Berichterstattung in den Massenmedien. Aber ich sag dir was: ich hab mich über die ersten Spiele unter Flick sehr gefreut, und ich bleibe dabei, dass bis auf die spektakuläre Chancenvernichtung (und das Pech, das auch dabei war mit den Aluminiumtreffern) das Spiel gegen Leverkusen von der Dramatik, dem Spannungsverlauf und der Vielzahl aufregender Szenen bisher das herausragendste der ganzen Spielzeit war.

    2. Nicht nur du. Und das gegen wirklich schwache Gegner. Da kann man schon mal 17 Tore in 5 Spielen schießen. In der letzten Rückrunde waren es auch 52, aber das war ja nur Dusel. Wenn ich schon lese, dass es darauf ankommt guten Fußball zu sehen, dann hörts bei mir auf. Solchen Leuten fehlt jegliches Gespür wie bei Bayern der Hase läuft. Beim FCB wird laut Rummenigge jeder Trainer an den Ergebnissen gemessen. Und die muss auch der Hansi liefern. Sonst dreht sich die ganze Geschichte blitzartig und die, die ihn heute in den Fußballhimmel schreiben, wenden sich ab. Nur, dass wir dann immer noch da sind ;-)
      Ich geb jedem Trainer Zeit (außer Klinsmann), aber bei Bayern weht ein rauher Wind. Solche taktischen Fehler wie am Samstag müssen gegen starke Mannschaften abgestellt werden. Das ist Hansis Job. Nicht mehr und nicht weniger. Bei Pressing oder nix und fehlendem Ingame coaching hab ich ehrlich gesagt Bedenken.

      1. @ Klaus: Und was hat Rummenigge gleich nochmal nach dem Spiel über Flick gesagt? Das eine Verlängerung seines Engagements über die Winterpause durchaus vorstellbar ist. Nicht böse sein, wir haben unterschiedliche Vorstellungen, und die Welt ist groß genug für beides, aber was Rummenigge sagte, übrigens früher auch schon zu dem Spielstil, den er bei Bayern sehen möchte, das passt einfach nicht so ganz zu deiner Argumentation, sorry.

  27. @Klaus: Wer nur “Ergebnisse” sehen will, der sollte sich mal fragen, aus welchen Gründen er überhaupt Fußball anschaut. Solche Haltungen sind mir zutiefst suspekt. Zum Glück haben Rummenigge und Co. da doch auch noch etwas höhere Ansprüche.

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    1. Sorry, verrutscht, sollte die Antwort sein zu einem Beitrag beim obigen Post.

  28. @severalseasons:
    “Wer nur “Ergebnisse” sehen will, der sollte sich mal fragen, aus welchen Gründen er überhaupt Fußball anschaut.”

    Frei nach Nick Hornsby und Armin Radtke:
    Weil ich mich irgendwann in den FC Bayern verliebt habe, wie man sich in eine Frau verliebt, und weil ich in immer noch liebe und lieben werde. Mir wurde dieser Verein gegeben und mir geht es bei Spielen des FC Bayern nicht nur um den Fussball, nicht um die Schönheit des Spiels, sondern die Angst vor dem Verlieren ist stärker als die Freude über das gewinnen und wenn es nur um Fußball ginge, wäre ich nicht hier……………………………………………..

    Kann ich mir aber sparen, weil wenn einer so eine Aussage trifft, dann lebt er sowieso in einer anderen (Fußball-)Welt wie ich.
    Ist nicht böse gemeint, aber viele werden mich verstehen, andere nicht.

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    1. auch verrutscht, nicht zum ersten mal heute :-(

      1. @wohlfarth: Ich verspüre gewiss keine Lust am Verlieren (du warst nicht dabei, was los war, als wir uns das Spiel angeschaut und ich bei jeder versemmelten Chance schier wahnsinnig geworden bin), aber ich kann auch anerkennen, dass der Gegner stark spielt, und ich kann vor allem für möglich halten, dass man auch nach guter Leistung verlieren kann. Was ich hier überzogen – und durchaus als Retourkutsche einiger Leute – empfinde, ist die hysterische Reaktion nach bisher einem verlorenen Spiel, und das ironischerweise auch noch mit dem Hinweis, man habe über Flick zu früh positiv geurteilt. Von Leuten. die eineinhalbe Saison für Geduld bei Kovac plädiert haben. Für ein negatives und fast schon endgültiges Urteil zu Flick benötigt es anscheinend nur ein einziges Spiel, das dazu wirklich unglücklich verloren wurde, wo man auch keinen fehlenden Willen oder Einsatz der Mannschaft bemängeln kann, wobei die Einstellung auch vom Trainer abhängt. – Ist auch nicht böse gemeint.

      2. @severalseasons: +1

    2. Das ist eine tolle Analogie! D.h. man liebt eine Frau, nur weil sie erfolgreich ist und die Emotionen ihr gegenüber sind, dass man sie nicht verlieren will. :-D Hmmmm…. Ich habe diese Emotionen bei meinem neuen Rennrad. Bei meiner Frau interessiert mich eher, dass sie ein guter und lustiger Mensch ist, dass ich sie krass heiß finde (ästhetik und so…), dass sie tolle ethische Einstellungen hat und ganz besonders: dass ich mich mit ihr identifizieren kann. Bei mir funktioniert die Analogie auch :-) Ich fühle beim FCB wie bei meiner Frau.

      1. Du findest den FCB “krass heiß”?
        :P

      2. @Lukas: Lass einfach stecken.

  29. Re Jupp
    Schon bemerkenswert das sich Jupp so intensiv für Flick als langfristige Lösung ausspricht. Das muss man natürlich sehr ernst nehmen wenn so ein Fachmann sich so festlegt.
    Auf der anderen Seite verstehe ich nicht warum er das so öffentlich macht. Völlig unnötig oder er will etwas bewirken.
    Und genau das wäre nicht gut !

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    1. Dabei muss man natürlich auch das Freundschaftsverhältnis von Heynckes und Flick berücksichtigen. Aber es müssen jetzt noch nicht unmittelbar langfristige Entscheidungen getroffen werden, also kann man noch sehen, wie es sich entwickelt.

      1. Ja ist ja klar aber dennoch würde man sich wünschen wenn nicht soviel öffentlich über Flick geredet wird. MMn sollte er in Ruhe bis Saisonende arbeiten können. Jupp sollte eigentlich wissen das es für den FCB am besten ist wenn er intern seine Meinung sagt aber nicht überdies Medien.

    2. Warum Heynckes das jetzt öffentlich gesagt hat? Na weil er danach gefragt wurde.
      Seine gesamte Vita lässt nur den Schluss zu, dass er einer der wenigen in dem Geschäft war/ist, der durch und durch eine ehrliche Haut ist. Folglich gehe ich davon aus, dass er einfach nur seine Einschätzung abgegeben hat.

    3. Ich schätze Jupp nicht so ein, dass er das nur aus Sympathie sagt sondern weil er wirklich auch von Flicks Kompetenz überzeugt ist. Er hat es nicht nötig sich zu einem Thema solcher Aktualität zu äußern außer er sieht den absoluten Bedarf dafür.

      Neben aller taktischen und Trainingsaufbau betreffenden Kompetenzen, die zweifelsohne von großer Bedeutung sind spielt der Charakter des Trainers, seine Mannschaftsführung und Ansprache, der Umgang mit allen Spielern eine gewichtige Rolle und da scheint er nicht nur die Öffentlichkeit sondern auch der Mannschaft ein bisschen dem Jupp zu ähneln.

      Jupp nahm alle immer mit, siehe Bernat gegen Sevilla 2018, was beinahe schief ging. Anders kannst du eine Mannschaft aber auch nicht führen, wie wir vor einigen Wochen wieder mal sahen. Mitnehmen heißt tiefstes Vertrauen in alle Spieler, in allen Spielen, egal wie wichtig oder unwichtig. Ich glaube in Dortmund z. B. können wir gerade sehen was mit einer Mannschaft los ist wenn eben nicht alle mitgenommen werden, bei knapp 30 Spielern aber auch eine fast unmögliche Aufgabe für den Trainer.

      Bei uns ist die taktische Ausbildung unserer Spieler sehr gut, da reichen halt tatsächlich 2, 3 Trainingseinheiten inkl. Aufgabenverteilung um solide Spiele hinzulegen wie wir alle sehen konnten. Die Aufgabe des Trainers ist der Feinschliff. Minimieren der Risiken, also Konterabsicherung, Verschieben und Zugriff erzeugen im eigenen 1. Drittel und erhöhen der Chancen, sprich: Mechanismen und Spielzüge einstudieren im Angriff um hinten möglichst wenig zu kassieren und vorne möglichst viel zu erzeugen und das am besten unabhängig von den eingesetzten Spielern, weil das eben auch nötig ist um jeden Spieler bei Laune zu halten bzw. um Talente aus der Jugend zu integrieren.

      Das grundsätzliche Niveau was die Mannschaft bisher unter Flick erreicht scheint gut bis sehr gut zu sein. Die Frage ist nur, wie hoch er das Niveau in der Spitze treiben kann, aber um das zu sehen braucht es Zeit. Flick bekommt jetzt nach über 3 Wochen Amtszeit auf seine erste komplette Trainingswoche. Mit den 5 Trainingstagen die er davor insgesamt hatte lässt sich kein aussagekräftiges Urteil bilden, außer eben dass er in der Lage ist auch in wenig Zeit viel zu justieren.

      1. Ist ja alles richtig.
        Aber das kann Jupp ja auch intern an KHR Kahn Hainer Salihamidzic kommunizieren und nicht über eine Kolumne im Kicker.

        Er hat in seiner Zeit als Trainer immer Geschlossenheit eingefordert.

  30. Das sind natürlich emotional sehr bewegte und spannende Zeiten beim FCB. Umbruch in der Führung, der Mannschaft und im Trainerteam. Dass daraus etwas Neues und Gutes enstehen wird, davon bin ich überzeugt. Im Führungsstab tut es dem Verein sicherlich gut, dass die zuletzt etwas eindimensional agierenden Hauptpersonen in Bälde nicht mehr präsent sind. Bei der Mannschaft ist vieles richtig gemacht worden durch die Transfers in der letzten Zeit, es könnten allerdings noch verstärkt jung Spieler eingebaut werden. Ein Davies allein macht noch keinen Frühling. Der neue Interimscoach macht seine Sache richtig, das Geheule über angeblichen Rückfall in alte Muster kann ich nicht nachvollziehen (sprich Konteranfälligkeit). Da muss man sich schon entscheiden was man sehen will. Ballbesitzorientierten Dominanzfußball, der, wenn er gelingt, schön anzuschauen ist, oder abgesicherter Konterfußball bzw. devensiv aufgebauter Stil, der despektierlich als Kovac-Fussball als nicht passend zu Bayern abgetan wird.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Die Mischung machts. Ballbesitz orientierter Spektakel-Fußball ala Pep und Hansi, oder Fußball für den der FCB seit Jahrzehnten stand. Nicht unbedingt schön, aber meiner Meinung nach effizient und erfolgreich. Spektakel schön und gut. Aber bitte mit Hirn und Verstand. Was nützen mir 110 Prozent Ballbesitz gegen Dusseldorf, wenn uns dann Leverkusen auf einfachste Weise auskontert?

      1. Hauptsache schön gespielt ;-)

      2. Naja, “auf einfachste Weise ausgekontert” stimmt so auch nicht, Leverkusen hat schon blitzschnell genau das Richtige gemacht, und dass Bailey zweimal so präzise abschließt, ist auch seit Monaten bei ihm nicht mehr der Fall gewesen. Und immer noch gilt: wir spielen derzeit mit Aushilfs-Innverteidigung.

        Also lassen wir doch die Kirche im Dorf. WIr haben am Samstag ein spektakuläres Fußballspiel gesehen, dass bei nur einigermaßem normaler Chancenverwertung 5:2 (meinetwegen 5:3) für uns ausgehen muss.
        Aus dem Spiel – nur weil es verloren wurde – nun irgendeine Schlussfolgerung über unzureichendes Spielsystem, Trainer oder Kader zu ziehen, ist einfach nur sinnlos.

      3. Die Schlussfolgerung zieht ja noch niemand her – nach einem Spiel kann man sich da ja auch noch kein Urteil erlauben. Aber es muss doch erlaubt sein, inmitten des entstandenen Flick Hypes nicht völlig blind zu sein und zu sehen, was da am Samstag Abend bei uns schief gelaufen ist.

        Und “Wir haben am Samstag ein spektakuläres Fußballspiel gesehen, dass bei nur einigermaßen normaler Chancenverwertung 5:2 (meinetwegen 5:3) für uns ausgehen muss.” ist da IMHO einfach eine falsche Betrachtungsweise – so wird das Spiel nämlich als problemloser Betriebsunfall abgehakt. Ich hoffe, dass Flick selbst das anders sieht und sich von Rummenigges Aussage, das sei die beste Saisonleistung gewesen (sofern Kalle sich intern nicht anders geäußert hat) einlullen lässt. Andernfalls wird das sonst Samstag in Gladbach ein böses Erwachen geben.

      4. @GS: Auch wenn wir das Spiel 5-2 oder 5-3 gewonnen hätten, wäre die Frage angebracht gewesen, wie es sein kann, dass uns Leverkusen so billig auskontert und in der ersten Halbzeit zwei nahezu identische Tore schießt.

      5. Völlig klar, dass die Konteranfälligkeit intern angesprochen und daran gearbeitet werden muss. Bin mir auch sicher, dass das geschieht, so wie es auch nach einem 5:2 geschehen wäre.

        Worauf es mir ankam: trotz der Fehler war das Spiel insgesamt so gut, dass ein Sieg absolut verdient gewesen wäre; dazu war es auch noch höchst sehenswert. Angesichts der Qualität des Gegners also eine Leistung, auf der man aufbauen kann. Sicher im Detail mit viel Luft nach oben, aber wenn man ein wenig Vertrauen in die Selbstkritik-Fähigkeit von Trainer und Mannschaft aufbringt, Anlass für vorsichtigen Optimismus.

        Wermutstropfen ist, dass das Spiel in Gladbach jetzt natürlich eine unnötig große Bedeutung bekommt. ABer meistens liefern unsere Jungs ja unter Druck die besten Leistungen ab – hoffen wir, dass es so bleibt :-)

  31. Was ich mich während dem Spiel immer wieder gefragt habe – wäre es nicht sinnvoll gewesen Thiago relativ früh zu bringen? Kimmich wurde ununterbrochen unter Druck gesetzt und Thiago ist wohl der pressingresistenteste Spieler im Kader, evtl. als zweiten 6er neben Kimmich und dafür den kaum involvierten Perisic opfern.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ging mir – wie schon weiter oben erwähnt – auch so. Kimmich fand kein Mittel, sich der Manndeckung durch Amiri zu entziehen. Aber eventuell dachte Flick so wie viele hier: wir haben so viele hochkarätige Chancen, das wird schon werden.

    2. Flick scheint von der Kombination Kimmich + Thiago scheinbar nicht viel zu halten. Für ihn ist Müller im Mittelfeld gesetzt, erst einmal wegen seiner Führungsrolle im Gegenpressing und dann natürlich auch wegen seiner Bedeutung für die Offensive. Er hat am Samstag nicht nur das 1:1 geschossen, sondern war auch noch an ein paar anderen Szenen maßgeblich beteiligt. Hätte Gnabry in der 45. Minute nach rechts gespielt, hätte er das 2:2 gemacht. Dann war da noch ein starker Assist für Perisic und noch eine Szene, in der er die Reingabe von Gnabry knapp verpasste und Wendell klären konnte. Gegen den BVB und in Düsseldorf war er ja ebenfalls schon ein wichtiger Faktor in der Offensive. Er ist derzeit nach Lewandowski die zweite tragende Säule in der Offensive, noch vor Gnabry und natürlich auch vor Coman und erst recht vor Coutinho und Perisic.
      Dann setzt Flick mit voller Überzeugung auf Kimmich im Zentrum. Dass sein ehemaliger Chef Löw es genauso macht, wird ihn darin noch bestärken und auch bei der Vereinsführung hat man wohl nichts dagegen, weil man Kimmich ja auch dort als kommenden Kopf des Teams sieht.
      Somit bleibt nur noch eine Position übrig und da scheint Flick derzeit Spielertypen wie Goretzka oder Tolisso zu bevorzugen. Diese Spieler gehen gerne in den Strafraum und schließen dann entweder selbst ab oder lassen Bälle prallen. Thiago ist ihnen zwar technisch überlegen, aber in Sachen Torgefährlichkeit fällt er ihnen gegenüber ab. Auch in Sachen Topspeed und Athletik sind ihm die 2 voraus. Darauf kommt es Flick aber sehr stark an, denn von diesen Spielern erwartet Flick ja auch, dass sie den Gegner gleich nach Ballverlusten unmittelbar wieder stellen und so einen geordneten Aufbau unterbinden.
      So tragisch ich das finde, aber ich glaube, dass sich die Zeit von Thiago bei Bayern ihrem Ende nähert. Sollte irgendwann in den nächsten Monaten auch noch der Havertz-Transfer klappen und dann noch ein 100 Millionen Mann fürs offensive Mittelfeld zur Verfügung stehen, dann wird Thiago sicherlich nicht verlängern wollen und dann muss man ihn eigentlich im Sommer 2020 verkaufen, um zumindest noch eine Ablösesumme zu bekommen.

      1. @willy
        Wir wissen noch nicht genau was er plant oder?
        Und wir wissen auch noch nicht ob Flick über Sommer hinaus Trainer bleibt.
        Und wenn man die NM als Analogie nimmt da spielt vor Kimmich ein Kroos ergo Thiago.

        Und davor idR Gündogan etc
        Also auf uns übersetzt spielt die NM sicherlich nicht mit einer Müller/Goretzka Kombination.

        Darüberhinaus kommt es auch auf die Taktik bzw. den Gegner an. LEV hat hoch gepresst und Kimmich zugestellt. Er wurde wieder zu oft in der 1.HZ von Müller und Goretzka alleine gelassen, die Abstände waren zu groß, da hätte es auch Thiago schwer gehabt alleine.

        Gerade deshalb muss mMn in so einem Spiel Kimmich UND Thiago auf dem Platz stehen, nicht oder.

        Kimmich ist als zukünftiger Clubkapitän und der der NM gesetzt. Flick machte aber mMn einen großen Fehler auf einen spielstarken 8er zu verzichten insbesondere in wichtigen Spielen. Da brauchen wir mehr als nur Müller/Goretzka vor Müller.

        Aber richtig ist natürlich das man Thiago verkaufen sollte wenn man ihn nicht einsetzen will.

      2. ETH wird ab sommer hoffentlich besser wissen als flick wie man thiago ins mittelfeld einbinden kann…

      3. Ich denke auch, dass es für Thiago eng werden könnte. Wenn Süle und Hernandez wieder fit sind, dann würde ich es mal mit Alaba im Mittelfeld probierern. Er ist zweikampfstärker als Thiago, schneller und torgefährlicher sowieso. Technisch (fast) gleich gut.

    3. +1 magellan, das habe ich mich im stadion auch immer wieder gefragt, als kimmich mit der manndeckung nicht gut klar kam. thiago für perisic oder goretzka wäre die beste wechseloption zur halbzeit gewesen…

    4. Klar denn das lag auf der Hand
      Oder zumindest Goretzka etwas nach hinten ziehen

  32. “Technisch (fast) gleich gut.”

    alles klar. Neuer ist technisch auch (fast) gleich gut, wie Thiago. Lassen wir ihn doch auch im DM spielen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Interessante Idee. Wie wäre es mit Neuer im Sturm? Er ist groß und kopfballstark. Was meinst du :-)

    1. Mit der Kombi Flick/TT oder Flick/ETH könnte ich hervorragend leben.

    1. Auch wenn er im Sommer wohl bei MCFC aufhört wird er jetzt auf keinen Fall zu uns kommen-leider.

      1. Aber verwunderlich ist dieser Versprecher trotzdem. Er ist seit über 3 Jahren in Manchester. Da dürfte ihm das Bayern München nur rausrutschen, wenn er sich derzeit damit auch beschäftigt.

        Vielleicht interpretiere ich da aber auch zu viel hinein.

      2. Ich würde eine Rückkehr von Pep nicht ausschließen. Solche Arten eines zweiten Versuchs sind oftmals welche für die Ewigkeit.

        Man würde beim zweiten Anlauf vermutlich einige Dinge anders machen. Auf allen Seiten: Verein, Trainer, Fans. Wenn eine heimliche Liebe nie abgeklungen ist, wird es automatisch zu einer Re-Union kommen. Und diese Sehnsucht nach einem zweiten Versuch sehe ich durchaus.

      3. Evtl später aber jetzt mMn ausgeschlossen denn er will eine Pause machen.

        Poch hat sich wohl erledigt

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