Ein nächster Schritt zum Titel

Maurice Trenner 06.06.2020

Fast schon traditionell tut sich der FC Bayern bei der Werkself schwer. Nur eins der letzten fünf Auswärtsduelle mit dem Pharma-Team konnte man gewinnen. Letzte Saison unter Niko Kovač lief man nach 1:0-Führung ins offene Messer und verlor 1:3. Auch in der Hinrunde zeigte die Mannschaft von Peter Bosz, dass sie die Münchner ärgern kann.

Falls ihr es verpasst habt

Die Aufstellung

Wenige Überraschungen beim Tabellenführer. Hansi Flick blieb sich treu und wechselt nur sporadisch. Boateng ersetzte Hernández in der Innenverteidigung, ansonsten durfte die Mannschaft auflaufen, die in der Vorwoche Düsseldorf dominiert hatte. Für den genesenen Thiago, der noch Trainingsrückstand hatte, blieb nur ein Platz auf der Bank.

Für Bayer-Fans hingegen gab es kurz vor Anpfiff eine echte Schockmeldung. Der in der Rückrunde überragende Kai Havertz musste mit Knieproblemen passen. Er wurde im Sturm durch Alario vertreten. Nationalverteidiger Tah wurde durch Tapsoba ersetzt. Zudem spielten Diaby und Bellarabi für Sinkgraven und Talent Wirtz. Durchaus eine angriffslustige Aufstellung des Niederländers.

Die erste Halbzeit

Anders als viele Teams versuchten die Leverkusener zu Beginn nicht durch aggressives Pressing den Münchner Spielaufbau zu stören, sondern warteten bis zur Mittellinie, um die Bayern-Spieler dann zu attackieren. Durch die Aufstellung mit verkappter Fünferkette, waren die Wing Backs Amiri und Bailey oft auch defensiv gegen Gnabry und Coman gefragt. 

Dennoch wurde Leverkusen immer aktiver. Und in der neunten Minute ging die Heimelf in Führung. Nach einem Einwurf spielten die Münchner auf Abseits, aber der Pass von Baumgartlinger auf Alario erfolgte genau richtig. Auch eine Überprüfung durch den VAR hielt die Entscheidung stand. Ein früher Rückschlag für den Rekordmeister. Der früheste Gegentreffer seit dem Spiel in der Hinrunde.

Nach dem Treffer wurde die Werkself etwas aggressiver und presste in höheren Zonen. War das Pressing aber überspielt, zogen sie sich aber zurück und machten das Zentrum dicht. Vor der Fünferkette agierte man dabei relativ variabel. Die Münchner fanden nur langsam die Lücken in dieser Verteidigung.

Doch diese Lücken wurden zunehmend größer. Gerade in Umschaltsituationen waren die Gäste gefährlich. Einmal stand Müller im Abseits, ein anderes Mal konnte er einen langen Ball von Boateng nicht verarbeiten. In der 27. Minute gewann Goretzka den Ball im Mittelfeld und schickte Coman steil. Der Franzose war der Abwehr im Rücken entlaufen und blieb vor Hradecky cool. Der verdiente Ausgleich.

Nach etwas über einer halben Stunde zeigte Gräfe, der zuvor mit gelben Karten sparte – gerade Bellarabi hätte sich über eine frühe Verwarnung nicht beschweren durfte – innerhalb von zehn Minuten Lewandowski und Müller den Karton. Für beide war es die fünfte gelbe Karte der Saison. Dadurch fehlen der Ausnahmestürmer sowie der vielleicht beste Bayer der Rückrunde im Top-Spiel gegen Gladbach nächste Woche. Kurz danach wurde auch Bellarabi verdientermaßen ermahnt.

Umso wichtiger sollte ein Sieg für die Münchner heute sein. Nach einer Ecke der Leverkusener laufen die Bayern einen Gegenangriff. Als sich die Heimelf schon fast wieder sortiert hatte, schloss Goretzka aus der zweiten Reihe ab. Seinen Flachschuss konnte Hradecky nicht abwehren. Der Tabellenführer hatte das Spiel gedreht (42.).

Vor dem Pausenpfiff hatte Gnabry noch eine Doppel-Chance. Der deutsche Nationalspieler konnte komplett frei auf Hradecky zulaufen, scheiterte doch im Eins-gegen-Eins. Keine Minute später machte er es besser. Ein weiterer langer Ball von Kimmich erreicht Gnabry, der den Ball über den Torhüter hob (45.). Innerhalb von wenigen Minuten war Leverkusen in sich zusammengefallen.

Die zweite Halbzeit

Nach der Pause ließ Bosz direkt dreifach wechseln. Wirtz, Demirbay und Wendell kamen für Bailey, Amiri und Bellarabi. Das Experiment mit dem Jamaikaner als linker Wingback wurde nach 45 Minuten also abgebrochen. Dadurch stellte sich Leverkusen nun mit klassischer Viererkette auf.

Leverkusen war nun bemüht wieder aktiver am Spiel teilzunehmen. Dennoch kamen die Bayern immer wieder zu gefährlichen Aktionen, wenn sie es schafften im Konter mit Tempo die Hausherren anzulaufen. Nach 50 Minuten streifte Müllers Schuss nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die Münchner kontrollierten nun die Partie und erspielten sich nach wie vor kleinere Chancen. Nach einer Stunde wechselte Bosz bereits zum vierten Mal und brachte Paulinho für Baumgartlinger. Doch Chancen erspielte sich die Werkself nicht wirklich. Vielmehr war es Gnabry, der ein 4:1 nach toller Vorarbeit von Coman verpasste.

Besser machte es aber Lewandowski (65.). Erneut versetzte ein langer Ball die Hausherren in Unruhe. Müller flankte von rechts und ein spät einrückender Lewandowski köpfte ein. Für den Polen der 30. Saisontreffer. Für den Deutschen die 20. Vorlage. Für die Bayern der 90. Torerfolg. Während die Spieler noch jubelten, wechselte Flick erstmals und brachte Perišić für den starken Coman.

Auf Seiten der Roten feierte Thiago dann noch sein Comeback. Der Spanier kam für Goretzka in die Mannschaft. Zeitgleich kam auch Martínez in die Partie. Gnabry verließ den Rasen (73.). Auch bei Bayer gab es noch ein Comeback. Kevin Volland wurde nach 76 Minuten eingewechselt.

Auf beiden Seiten gab es noch vereinzelte Torchancen. Als alle schon auf den Abpfiff warteten, tänzelte Bayers Top-Talent Wirtz mit Hernández Salsa und schloss sehenswert ins lange Eck ab (89.). Für ihn war es der erste Bundesligatreffer. Das 4:2 markierte dann aber den Endstand. So viele Tore hatte Bayern zuletzt 2005 in Leverkusen erzielt. Damals traf Makaay dreifach.

(Foto: Matthias Hangst/Getty Images)

Für beide Teams geht es unter der Woche im DFB-Pokalhalbfinale weiter. In der Liga steuert man weiterhin souverän auf den Titel zu. Das inoffizielle Ziel von 100 Saisontoren scheint ebenfalls machbar. 

Vier Dinge, die auffielen

1. A (Co)man on a mission

Die Angriffsmaschinerie der Münchner läuft. Der Rekordmeister ist auf dem Weg zu 100 Saisontoren. Doch gerade in der Rückrunde war dies selten der Verdienst der offensiven Flügelstürmer. Coman und Gnabry setzten zwar ihre Akzente und waren auch im Spiel gegen den Ball aktiv, doch nach dem Wiederstart warteten beide noch auf einen eigenen Treffer.

Heute war besonders bei Coman von Beginn an zu sehen, dass der Franzose für das Spiel andere Pläne hatte. Bereits nach einer halben Stunde hatte er drei Torschüsse. Einer davon sorgte für den Ausgleich. Dieser fiel im direkten Duell gegen Torhüter Hradecky. Gerade eine Situation in der Coman sonst schon häufig die Nerven versagt hatten. Nicht aber heute.

Ein wichtiger Aspekt an dem starken Auftritt war, dass Flick bereits nach wenigen Minuten Gnabry und Coman die Seiten tauschen ließ. Auf der linken Seite, auf der Coman seine besten Spiele im Münchner Dress absolvierte, bildete der 23-Jährige ein D-Zug-Duo mit dem schnellen Davies. Für Amiri war dies eins ums andere Mal zu viel.

2. Lange Bälle ohne Ende

Lange Bälle hinter die Verteidigungslinie der Leverkusener waren wohl im Matchplan von Hansi Flick dick unterstrichen gewesen. Gerade wenn sich die Heimmannschaft defensiv etwas höher positionierte, suchten die Bayern-Spieler in der Zentrale immer wieder den langen Ball. Bereits zur Halbzeit hatten Alaba und Boateng je sieben, Kimmich fünf solcher Pässe versucht. Von diesen 19 Versuchen kamen 14 an. Gerade Boateng spielte Pässe wie zu seinen besten Zeiten, während Alaba so langsam auch einen echten Gefallen an diesen genau platzierten Bällen gefunden hatte. 

Doch zu einem Pass gehört auch immer ein Empfänger. Die Läufe der offensiven Dreierreihe der Münchner (Gnabry, Coman und Müller) gingen immer wieder in die Tiefe und in den Rücken der Werkself. Besonders ab Mitte der ersten Hälfte ergaben sich so Chancen im Minuten-Takt. Kein Wunder, dass so auch das 1:1 und 1:3 fielen.

Zwei Faktoren spielten den Gästen hierbei jedoch in die Karten. Zum einen war Bailey mit seiner Rolle als Wingback besonders in diesen Szenen überfordert. Immer wieder war er überrascht, wenn ein Spieler ihm enteilte, während er den ballführenden Spieler noch beobachtete. Zum anderen ließ sich die Elf von Bosz eins ums andere Mal entblößen und stand ohne Absicherung da. 

3. Ohne Zwei zum Top-Spiel

Ganze 59+1-Torbeteiligungen in der Bundesliga fehlen den Münchnern nächste Woche im Top-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Sowohl Thomas Müller als auch Robert Lewandowski sahen ihre jeweils fünfte gelbe Karte in dieser Saison. Beide Aktionen waren unnötig, Müller bekam Gelb für das Nichteinhalten von Abstand, während Lewandowski seine Verwarnung wegen Meckerns erhielt. Für den deutschen Nationalspieler ist es übrigens die erste Gelbsperre seiner Karriere.

Es wird spannend zu sehen sein, wie Flick den Verlust seiner zwei Leistungsträger im eventuell vorentscheidenden Spiel um die Meisterschaft auffangen wird. Denkbar wäre es Thiago neben Kimmich ins Zentrum zu stellen, Goretzka auf die Zehn vorzuziehen und Zirkzee eine Chance in der Sturmspitze zu geben. Mit dem physischen Zirkzee könnte man eine ähnliche Ausrichtung beibehalten. Fraglich aber, ob Flick den Youngster ein Top-Spiel im Rampenlicht schon zutraut. 

Genauso denkbar scheint es jedoch auch Gnabry in die Neuner-Rolle zu stecken. Diese Position bekleidete er schon mehrfach in der Nationalmannschaft. Perišić könnte ihn dann auf der Außenbahn ersetzen. In diesem Fall würde jedoch ein Zielspieler für lange Bälle fehlen. Diese Rolle könnte theoretisch Goretzka befüllen, der dann auf einen durchstartenden Gnabry ablegen könnte. 

Sicherlich wird sich Flick bereits im Kopf einen ersten Plan zurechtlegen, den er dann bis 18:30 Uhr am nächsten Samstag verfeinert.  

4. Passives Ende

Mit der komfortablen 4:1-Führung im Sack und der englischen Woche im Hinterkopf, schalteten die Roten mindestens zwei Gänge zurück. Dadurch ließen sie in der Phase ab der 65. Minute die Souveränität vermissen. Am Ende stand sogar eine ausgeglichene Ballbesitzstatistik, obwohl man zur Halbzeit noch 60 % Ballbesitz zu Buche stehen hatte.

Die Abwägung hier ist durchaus interessant. Ist dieses Zurücknehmen von Flick geplant? Sein Vorgänger Kovač hatte ja immer wieder davon gesprochen, dass seine Mannschaft diese Ruhephasen benötigt und sich auch bewusst nimmt. Gefährlich wird das natürlich, wenn man dadurch einen Gegner unnötig ins Spiel zurückholt und selbst nicht wieder schnell genug die alte Souveränität ins Spiel bekommt.

Zudem ist es fraglich, ob das Verteidigen der Leverkusener Passstafetten schonender ist als selbst den Ball laufen zu lassen. Ein gewisser Pep Guardiola war hier in der Vergangenheit anderer Meinung. Festzuhalten ist auf jeden Fall, dass man sich dadurch unnötige Gegentore einfangen kann, wie der Treffer von Wirtz auch direkt belegte.

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King Coman Hands of God
  1. Thomas Müller Fußballgott.

    Ich habs immer gesagt. Mehr braucht man zu diesem Verein nicht mehr schreiben.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Kann man aber natürlich trotzdem. :>

      Sehr schön, dass Thiago wieder da ist. Und man hat nicht gemerkt, dass er groß Nachholbedarf hat. Das nimmt dem Ausfall von Lewy und Müller (ist Gräfe eigentlich geisteskrank?) etwas die Schärfe.

      1. wofür hat Lewy eigentlich gelb bekommen? ich habe gar nichts gesehen

      2. Ein “Ellenbogenstoß” in den Nacken/gegen den Kopf des Gegenspielers. Der hat sich ganz komisch weggeduckt und deshalb sah das so aus. War aber eigentlich ein ganz normaler Zweikampf in der Luft. Lächerliche Gelbe.

      3. Blöde Aktion. Kann passieren, dass der Schiedsrichter einen Wahrnehmungsfehler hatte. Ärgerlicher sind eher die anderen gelben Karten in der bisherigen Saison. Ich meine zwei von vier waren wegen Meckerns.

    2. ja und Müller war einer der wenigen der die letzten 20 Minuten giftig und konzentriert geblieben ist

  2. @exzellente spielzusammenfassung

    Schön das wir gewonnen haben aber Gegentore und fehlende chancenverwertung waren Wermutstropfen.

    Coman wieder so wie wir ihn sehen wollen
    Schön wieder Thiago Javi Lucas auf dem Platz zu sehen.

    Perisic ist ein Fremdkörper für unseren Fußball.
    Warum bringt er dann nicht Singh?

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gibt es schon Ergebnisse zum Thema Havertz lernt von Thiago?

      1. Wichtige Erkenntnis heute: Havertz kein Mann für die Topspiele!

      2. Thiago kann von Goretzka lernen wie man im defensiven Mittelfeld spielt. Der weiß schon warum er sich nicht traut seinen Vertrag zu verlängern. Der hier so beliebte Bayern Experte Wild hat auch schon in die Richtung argumentiert :-)

      3. @Klaus
        Thiago hat ohne Zweifel die größte spielerische Klasse im Kader. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die spielerische Klasse der Mannschaft mit Thiago ebenfalls höher ist.
        Ich finde es unerklärlich: Thiago ist respektiert und akzeptiert in der Mannschaft, spielt auch (größtenteils) sehr mannschaftsdienlich und trotzdem ist das Mannschaftsgefüge mit ihm oft nicht so dicht und stabil wie ohne ihn.
        Auch Kimmich hat mit Goretzka zuletzt besser harmoniert als mit Thiago – oder täusche ich mich?

    2. Perisic ist kein Flügelspieler, dafür ist er viel zu lahm, und im dribbling zu schwach, seine Flanken sind auch nicht besonders,vorne drin kann er Sinn machen, gerade wegen seine Kopfballstärke

      1. Finde auch, dass man Perisic gegen Glasbach als Lewa-Ersatz bringen sollte!

  3. Coman der Hammer heute, vielleicht war er vorher einfach nicht richtig fit. Die Kritik an den letzten20 Minuten teile ich. Es ist absolut ok auch mal in den Verwaltungsmodus zu gehen. Ich finde es sogar wichtig, dass die Mannschaft das macht um Körner zu sparen. Sofort gibt es aber leichte BLavverluste und die Zweikämpfe werden nicht mehr entschieden geführt. Um volle Konzentration zu haben, braucht die Mannschaft volle Kraft voraus, hört sie mit dem Vollgas Fußball auf lässt die Konzentration sofort merklich nach. So fehlt ein souveräner Plan B. Daran muss für mich Flick noc harbeiten, ein wenig Atletico, mehr Biss und Konzentration auch in reiner Defensivarbeit

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich verstehe nicht, warum ständig ein Plan B gefordert wird, wenn es darum geht ökonomischer zu spielen.
      Meiner Meinung nach sollte man das Spielsystem nicht ändern, sondern es einfach kontrollierter weiterführen: mit weniger Drang zum Tor, etwas passiver, etwas dichter im Mittelfeld, etwas tiefer, aber grundsätzlich genau so wie vorher auch.

      “Um volle Konzentration zu haben, braucht die Mannschaft volle Kraft voraus, hört sie mit dem Vollgas Fußball auf lässt die Konzentration sofort merklich nach”, schreibst du, dem stimme ich zu. Aber das ist doch offensichtlich ein Konzentrationsproblem und kein taktisches. Oder?

      1. ja , überwiegend Konzentration, aber ich habe doch einige Fragen: Die Mannschaft hat sich mehr zurückgezogen und Lev mehr den Ball gelassen. War das Absicht? WEnn ja wer gibt das Kommando dazu? Wieso werden dann aber plötzlich wieder schnelle Vertikal-Bälle in die SPitze gespielt. Wenn ich das Gegen-Pressing reduziere muss ich aus meiner Sicht auch das Risiko reduzieren den Ball zu verlieren. Ich kann nicht beurteilen , ob es ein taktisches Problem ist, weil ich gar nciht weiß, ob die Mannschaft bewusst, geplant das Pressing reduziert hat und sich zurückgezogen hat. Du schreibst:”mit weniger Drang zum Tor, etwas passiver, etwas dichter im Mittelfeld, etwas tiefer,” genau das wäre für mich Plan B, genau das würde ich mir wünschen, denn das ist aus meinr Sicht eben nciht das gleiche sondern ein Taktikwechsel und den fände ich als Variante wichtig um Kräfte zu sparen und um mal eine Führung souverän nach Hause zu schaukeln. Ich merke, dass im Moment ich mich auch bei einem 2 Tore Vorsprung nicht entspannen kann. Da wird mir zuviel zugelassen

      2. @rookie: Unter Flick haben wir bisher doch einen 2-Tore-Vorsprung nicht mehr hergeschenkt und ohnehin nur wenige Gegentore kassiert. Vielleicht hilft Dir diese Info im Hinterkopf bei den nächsten Spielen weiter. Die Sorge habe ich seit einer Weile nicht mehr, kenne das Gefühl aber noch sehr gut.

  4. “Ein wichtiger Aspekt an dem starken Auftritt war, dass Flick bereits nach wenigen Minuten Gnabry und Coman die Seiten tauschen ließ. ”

    Ob er da meinen Kommentar nach den ersten Minuten hier gelesen hatte? ;-)

  5. Wieder ein Schiedsrichter der sein Amt mit einem Gleichstellungsbeauftragten verwechselt.
    Wir bekommen also drei gelbe Karten wegen Schwalbe, Meckern und Ball blockieren, Leverkusen die erste halbe Stunde Generalamnestie. Für mich nicht ganz zufällig, dass wir begonnen haben Oberwasser zu bekommen, als Gräfe auch bei denen etwas die Zügel anzog.
    Vorher ein eher zerfahrenes Spiel mit vielen, kleinen Unterbrechungen, was unseren Rhythmus etwas gebrochen hat. Aber streckenweise wieder ein mörderisches Pressing von uns. Aktuell können wir uns ganz gut in der alten Klopp-These vom Gegenpressing als besten Spielmacher wiederfinden. Ist klar, dass man so etwas nicht über 90 Minuten durchzieht.
    Von daher ist die Kritik an der etwas lascheren Schlussphase nicht ganz unberechtigt. Persönlich möchte ich das nach einem so klaren Sieg in Leverkusen, aber nicht überbewerten. Es war immerhin in Leverkusen, vielleicht so etwas wie unsere Achillesferse der letzten Jahre. Und ganz nebenbei wird die Topspielbilanz für diese Spielzeit auch allmählich etwas aufpoliert.

    Und wenn das so weitergeht freunde ich mich auch noch mit Goretzka an. Seit seiner Neuerfindung als Muskelpaket wirkt der Spieler wie verwandelt. Keine Versteckspiele, geht mit seiner nun nicht nur sprichwörtlich breiten Brust überall hin wo es brennt und auch mal wehtut. Und seine ursprüngliche Kernkompetenz, sein erfolgreiches Scoring scheint er ja beizubehalten.

    Coman freut mich wirklich, er ist seit der Coronapause in jedem Spiel allmählich auf dem aufsteigenden Ast. Heute in der Form der letzten RR, seiner besten, bisherigen Phase in unserem Trikot.

    Nur Gnabry gefällt mir, trotz Tor, immer noch nicht so richtig. Zumindest wurden heute nach 10 Minuten die Seiten mit Coman getauscht, das fühlt sich für mich für beide einfach richtiger an.

    Schade natürlich auch für Hernandez, kaum 5 Minuten im Spiel und dann gleich entscheidend ausgetanzt.
    Und das war dann im Grunde auch gleich die einzige echte Torchance der Leverkusener nach ihrem Tor. Von daher hatten wir ihre Offensive eigentlich gut im Griff, allerdings war ihre Chancenverwertung bei annähernd 100%.
    Jetzt noch Gladbach putzen (wer wird MS?) und dann ist die Saison nur noch die Vorbereitung auf die CL.

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Gut zusammengefasst.
      Bei Pep haben wir aber noch präziser und schärfer gepasst – das kann man verbessern.
      Und wir müssen nicht immer schnell vertikal spielen das ist ja der Punkt das wir durch totale Ball und Spielkontrolle den Gegner laufen lassen und uns ausruhen können. Wir müssen eben noch besser und kontrollierter das Tempo bzw Spielart wechseln.
      Dann ist es perfekt.

      MS entweder Perisic oder Zirkzee oder?

      1. Ich sehe zwei Varianten, in der Thiago die Rolle von Müller im Mittelfeld übernimmt:

        a) Mit Gnabry in der Spitze – also Perisic, Gnabry, Coman.
        b) Mit Zirkzee in der Spitze – also Gnabry, Zirkzee, Coman.

        Variante B hat den Vorteil, dass Perisic noch von der Bank kommen kann.

      2. @Chris
        Auch wenn Gnabry die falsche 9 gut spielen kann bin ich mir nicht sicher ob er gegen die IV Elvedi/Ginter ihn dort aufstellt. Evtl siehter in Zirkzee oder Perisic eine bessere Option die IV zu beschäftigen und den Ball halten zu können. Gnabry wäre natürlich der bessere Kombinationsspieler wenn er denn den Ball bekommt( Elvedi ist ja sehr stark darin sehr nah am Stürmer zu sein so das er dem idR keine Chance zum Aufziehen lässt). Dazu kommt das Perisic mMn auf Außen gegen Teams wie BVB RBL LEV und BMG einfach nicht stark genug ist um einerseits die AV zu binden und wenn nötig nach hinten effektiv zu arbeiten.
        Auf der 9 wiederum könnte er effektiver als Zirkzee sein weil er mMn robuster als auch technisch stärker ist so das er besser in das Kombinationsspiel eingebunden werden könnte- wenn er sich bewegt. Dazu kommt seine Kopfballstärke ( aus der Erinnerung ist die BMG IV nicht besonders kopfballstark?).

        Und auf der Müller Zentrumsposition (offensiven 8) wäre evtl Goretzka geeigneter weil er eher die Müller Rochaden und die Läufe in die Tiefe macht ?(dazu kopfballstärker?) Denke eher das Thiago wieder zusammen mit Kimmich im Zentrum spielen wird.

    2. sehe Gnabry ähnlich für mich der schwächste heute, gut dass er noch das Tor gemacht hat, hätte aber zwei machen müssen. Sane können wir in jedem Fall brauchen, unsere beiden Flügelflitzer sind top, aber verletzungsanfällig und Gnabry gönnt sich immer wiedre Pausen, ihm würde Konkurrenz denke ich gut tun

    3. Die beiden Gegentoren war schlecht verteidigt. Die Mannschaft hatte zwischendrin Phasen, in denen sie gelegentlich nachlässig unterwegs war (die ersten 15 Minuten waren aus meiner Sicht auch eher wenig konzentriert gespielt). Aber das 4:2 war natürlich auch einfach schlecht verteidigt von Hernandez, der erst in die Mitte einrückt, dann zu weit weg ist vom Gegenspieler, und danach auch nur zögerlich raufgeht. Hoffentlich bekommt er jetzt so langsam mal die Kurve, ansonsten spielt Boateng kommende Saison deutlich häufiger als unser 80-Millionen-Mann – und das vollkommen zurecht.

      Zum Glück ist Goretzka derzeit in einer sehr starken Form, ihm bekommt es offensichtlich gut, eher auf der 6/8 spielen zu können.

  6. Ich finde wir sollten Nico Kovac in zweierlei Hinsicht danken:
    1. Dass er im Herbst 2018 nochmal die Kurve kriegte und bis Herbst 2019 durchhielt. Sonst wäre es wohl nie zu einer Konstellation gekommen, die Hansi Flick auf den Cheftrainersessel des FCB befördert hätte. Es ist zwar reine Spekulation, aber ich kann mir derzeit im Weltfußball (außer Pep vielleicht) keinen besseren Trainer für uns vorstellen.
    2. Dass er der Mannschaft dieses schnelle Spiel in die Tiefe einzutrichtern versuchte. Aus der defensiven Grundhaltung von Kovac heraus war das natürlich viel weniger erfolgsversprechend. Gepaart mit Flicks hohem Pressing ist es aber momentan wie Jo oben schreibt unser bester Spielmacher. In der Pep-Ära haben wir bestimmt ähnlich viele Bäller erobert, aber bestimmt nicht so viele davon direkt wieder in die Spitze gespielt und dadurch die Unordnung des Gegners ausgenutz. Genau das macht uns jetzt stark. Seit dem BVB in der Saison 2011/12 hat das in Deutschland keine Mannschaft besser praktiziert als wir es derzeit tun.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. gebe dir REcht, aber ein wenig mehr Pep zum Verschnaufen wäre zwischendurch ma lgut, also nicht immer gleich in die Tiefe, sondern auch mal Ball und Gegner laufen lassen. Übrigens lässt Pep bei city auch deutlich vertikaler spielen

      1. Pep zum verschnaufen hihihi

    2. @willy
      Wir stimmen ja oft überein aber denke unser jetziges Spiel ist immer noch sehr viel näher an Pep als an Klopps BVB.
      Eigentlich spielen wir fast so wie Liverpool diese oder MCFC letzte Saison.

  7. @Maurice

    (…) im direkten Duell gegen Torhüter Hradecky. Gerade eine Situation in der Coman sonst schon häufig die Nerven versagt hatten. Nicht aber heute.

    So sollte es öfter sein. Gnabry scheint derzeit auch ein bisschen von der sonst üblichen Coman-Abschlussschwäche befallen zu sein (und körperlich noch nicht top austrainiert), nutzte aber immerhin seine zweite Großchance überlegen gegen den diesmal stellungspielschwachen LEV-Keeper.

    Lange Bälle hinter die Verteidigungslinie der Leverkusener waren wohl im Matchplan von Hansi Flick dick unterstrichen gewesen. Gerade wenn sich die Heimmannschaft defensiv etwas höher positionierte, suchten die Bayern-Spieler in der Zentrale immer wieder den langen Ball.

    Das zum einen, zum anderen ließ LEV aber auch Lücken für viele raumgreifende Vertikal-Flachpässe durchs Zentrum, die weidlich genutzt wurden. Mit übermütigen No-Look-Varianten vorm eigenen 16er wie in der Anfangsphase à la Kimmich aus der Drehung in die Füße des Gegners sollte man bei noch kritischem Spielstand aber zurückhaltender sein.

    Zum einen war Bailey mit seiner Rolle als Wingback besonders in diesen Szenen überfordert. Immer wieder war er überrascht, wenn ein Spieler ihm enteilte

    Bednklich überfordert (auch mit Blick auf int. Herausforderungen) schien umgekehrt auch Pavard, wenn Diaby den LEV-Davies über links gab und mit seinem Speed-Überschuss locker davonzog (selbst Coman blieb im Laufduell nur der Blick in die Rücklichter).

    Mit dem physischen Zirkzee könnte man eine ähnliche Ausrichtung beibehalten. Fraglich aber, ob Flick den Youngster ein Top-Spiel im Rampenlicht schon zutraut. (…)

    Sonderlich physisch wirkt Zirkzee noch nicht auf mich, Otschi Wriedt wäre eher ein solcher Typus gewesen.

    @ Jo

    (…) Und wenn das so weitergeht freunde ich mich auch noch mit Goretzka an. Seit seiner Neuerfindung als Muskelpaket wirkt der Spieler wie verwandelt. (….)

    Dem stimme ich im Rahmen auch seines Box-to-Box-Potentials zu, wenngleich er balltechnisch wohl kein Virtuose mehr wird. ;-)

    Nach zähem Beginn ein insgesamt souveräner Sieg der Münchner gegen ein in der Defensivabsicherung reichlich naives LEV.

    Antwortsymbol17 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Auf Diaby sollten wir ein Auge haben genau wie auf Thuram

      1. Von einem guten Freund und Gladbach-Insider weiß ich, dass Thurman sich eine extrem niedrige Ausstiegsklausel in den Vertrag hat schreiben lassen (sonst hätte er nicht bei Gladbach unterschrieben). Irgendwas zwischen 10 und 15 Millionen Euro anscheinend. Falls das stimmt, und was Gladbach-Interna angeht ist der eigentlich ne komplett sichere Quelle, wäre das natürlich ein unglaubliches Schnäppchen.

      2. Diaby muss ähnlich Coman noch Konstanz eine bessere Abschlussqualität reinbringen. Schlägt Sané in München auf, wäre allenfalls noch ein Backup-Platz für die rechte Seite frei, solange dort meist Müller und Gnabry spielen.

        Interessant finde ich den Youngster Wirtz: Für sein Alter schon recht abgeklärt auf dem Platz, bemerkenswert robust und unerschrocken im Infight (was Havertz z. B. noch fehlt), technisch beschlagen, dabei ohne Anzeichen von rein selbstzweckhaftem Showlametta in seinen Aktionen – sowie mit Spielmacher-Potential. All das, was man sich eigentlich auch von Cuisance erhofft.

        Die Bayern sollen übrigens an Wirtz dran gewesen sein, als es vor wenigen Monaten um einen Profivertrag ging. Medienberichten zufolge bot LEV aber schließlich das passendere Paket aus sporlicher Förderung und geographischer Nähe zum aktuellen schulischen Umfeld des Gymnasiasten.

        Sein B-Junioren-Treffer vom Anstoßpunkt weg wäre auch bewerbungstauglich für das ZDF-Towandschießen gewesen – in dafür typischer “Hartplatzhelden”-Optik:

        https://www.youtube.com/watch?v=BzepBAhLADY

      3. PS: Wir ergänzen ein “in” (eine bessere Abschlussqualität) im ersten Satz.

      4. @TW und Finn
        Sane und Gnabry werden sicherlich auf Sicht gesetzt sein. Und wenn Coman es schafft aus seiner Delle herauszukommen und an seine frühere Top Form und mehr heranzukommen dann gibt es auch keine Debatte ihn zu verkaufen. MMn sollte man die 4./5. Stelle aber für einen NW Spieler offen halten. Bei Arp Dajaku und Batista weiß man nicht ob die sich durchsetzen. Thuram spielt konstant auf anspruchsvollen Niveau in einer top5 Buli Mannschaft, Diaby in seiner Debütsaison weniger konstant aber mMn ziemlich eindrucksvoll.
        Zzt würde ich kein Geld für Perisic in die Hand nehmen außer seine Leihe verlängern. Inter bekommen für ihn in diesem Markt sowieso nichts und müssen sein Gehalt von der Liste bekommen.

        Der 17 jährige Wirtz ist natürlich ein tolles Talent aber würde nie auch nur annähernd in die Nähe unseres Profikaders kommen deshalb für ihn sicherlich LEV eine bessere Option.
        Unser Torben Rhein spielt ja mit ihm als Kapitän in der U17 NM.

        Bin mir nicht ganz sicher ob der Weg für diese Spieler in der Zweiten der beste ist. Zumindest müsste dort genauso trainiert und gespielt werden wie bei der Ersten. MMn sollte man zumindest wie RBL Kooperationsclubs in ausländischen ersten Ligen ( zweite Buli wird auch schwierig ohne öffentliche Proteste) finden wohin man diese Spieler ausleihen kann.
        Da man aber FIFA und UEFA seitig (richtigerweise) die Anzahl der Spieler die ein Club kaufen darf um sie dann auszuleihen (Spitzenreiter hier CFC) begrenzen will scheint das Modell von MCFC zukunftsträchtiger.
        MCFC haben ja schon bereits 10 eigene Clubs weltweit in der Citygroup- wahrscheinlich zzt die weltweit beste Nachwuchsarbeit.

        Mal sehen wie attraktiv wir in Zukunft für junge Spieler bleiben oder werden die als echte Perspektive die zweite Mannschaft und als schwere Perspektive die Aussicht als Perspektivspieler in den erweiterten Kader der ersten Mannschaft zu kommen.

        Davies war natürlich ein absoluter Glücksgriff. Cuisance evtl auch. Arp und Singh wohl eher nicht.

      5. @918
        Bezüglich der Nachwuchsförderung muss ich dir recht geben: ich habe in letzter Zeit zwei Drittliga-Spiele gesehen und war von der Qualität überhaupt nicht überzeugt; die Kluft zur Bundesliga ist riesig und man erkennt nicht, dass die Spieler dort spielerisch und taktisch gut geschult werden würden.
        In diesem Zusammenhang hat kürzlich Frank Rijkaard Zweifel an der momentanen Situation Zirkzees angemeldet (in einem ansonsten bayernfreundlichen Interview): Für ihn sei die zweite Mannschaft zu schwach, die erste zu stark und er hätte in den Niederlanden bessere Entwicklungschancen, weil er dort bei einem Erstligisten spielen würde, was ein nahezu perfektes Umfeld für die sehr jungen Spieler sei. Ich fand seine Aussage glaubhaft (und nicht chauvinistisch).

        Ziemlich krank finde ich die Auswüchse mit den Leihspielern und den Farmteams – wenn das die Zukunft des professionellen Fußballs sein soll, dann nein danke.
        Vielleicht wäre eine generelle Ausländerbegrenzung in allen Ligen (national und International) eine Option: so würden überall in den ersten und zweiten Ligen eine Menge freie Plätze für Nachwuchsspieler entstehen. Angeblich denkt der englische Verband (oder die dortige Liga) bereits über solch ein Modell nach – die könnten das in Zukunft ja rechtlich und politisch wesentlich einfacher durchsetzen.

      6. Mittlerweile stellen die 2. Mannschaften in der 3. Liga eine Rarität dar. Wir sind ja diese Saison die einzigen Vertreter dieser Spezies und so wirklich gern gesehen im Konzert der (vielfach gescheiterten) Traditionsklubs sind Zweitvertretungen ja auch nicht wirklich. Die Liga darunter kann noch viel weniger dem Anspruch von zweiten Mannschaften von Profiklubs entsprechen, die ja in erster Linie das Ziel haben sollten, jungen Spielern den Übergang in den Profibereich zu ermöglichen, im Idealfall beim eigenen Verein.
        Was bliebe da noch als Option übrig? Wie wäre es mit einer Reserverunde der Bundesligisten? Hier könnten dann auch ältere Spieler eingesetzt werden, wenn sie in der ersten Mannschaft nur wenig Spielpraxis bekommen oder nach längeren Verletzungen zurückkehren.
        Wenn der Trainer der ersten Mannschaft bei den Spielen auf der Tribüne sitzt, dann sollte der fehlende Wettbewerb auch nicht zu mangelnder Motivation führen. Einen Meistertitel kann man ja ohnehin durchaus ausschreiben. In der derzeitigen Situation holen sich die jungen Spieler in der 3. Liga Wettkampfhärte ab, aber ansonsten lernen sie nicht so viel, was sie nicht bei einer Reserverunde auch lernen würden. Das spielerische Niveau wäre sicherlich besser als in der 3. Liga.

      7. @willy
        Ja das wäre eine gute Idee. Wie wird das eigentlich in SPA ITA und ENG gemacht?

      8. @Finn
        Sehr interessant!
        PS. Ich hoffe du hast mit dieser kleinen Indiskretion deinen Informanten nicht in ernsthafte Gefahr gebracht – bei dem Haifischbecken Profifußball, der Spielervermittler-Mafia und der Wettindustrie-Unterwelt kann man ja nie sicher sein…

      9. @918

        Thuram spielt konstant auf anspruchsvollen Niveau in einer top5 Buli Mannschaft

        Thuram sehe ich auch als interessantes Kaliber: trotz hünenhafter Erscheinung nicht nur kopfballstark, sondern auch mit gewissen Tempodribbler-Qualitäten und beidfüßig torgefährlich über außen oder im Sturmzentrum. Aber wohl ohne Backup-Ambitionen – und Lewa will mind. noch fünf Jahre auf Topniveau spielen, sagt er. ;-)

        Der 17 jährige Wirtz ist natürlich ein tolles Talent aber würde nie auch nur annähernd in die Nähe unseres Profikaders kommen deshalb für ihn sicherlich LEV eine bessere Option.

        Das schätze ich optimistischer ein: Cuisance, Singh oder Arp (jeweils ohne “Überflieger”-Status) schnuppern zumindest regelmäßig Trainingsluft bei den Bayern-Topstars, das traue ich Wirtz allemal bereits zu nach meinen bisherigen Eindrücken (ungewiss freilich, ob das auch Flick oder ein anderer Bayern-Trainer so sähe).
        Zur Erinnerung: Davies war Profiteur verletzungsbedingter Ausfälle in der Defensive und durfte sich erst dadurch mit viel Einsatzzeit unter Kovač/Flick steigern und bewähren.

        Davies war natürlich ein absoluter Glücksgriff. Cuisance evtl auch. Arp und Singh wohl eher nicht.

        Bei Singh kommt mir die Coutinho-Krux in den (etwas polemischen und keineswegs “blutgrätschen”affinen) Sinn: Fußballfeingeister, die ihre Kunst allem Anschein nach aber bitte möglichst körperlos zelebrieren wollen, sonst macht‘s ihnen keinen Spaß. Offenbar ein Missverständnis, denn zu ihrer Überraschung gibt‘s in dieser Kontaktsportart permanent mehr oder weniger fiese Spaßbremsen auf der Gegenseite, die einem unaufgefordert zur wenig telegenen (dafür teils schmerzhaften) Landung auf dem Hosenboden verhelfen. Zum (Gegen-)Pressing oder gar zur Mitarbeit bei der “Holzfuß”-Fraktion in der eigenen Defensivabteilung lässt man sich auch nur ungern herab – wer weiß, ob die Kollegen da hinten jederzeit die Knochen von Freund und Feind unterscheiden können…

        Da man aber FIFA und UEFA seitig (richtigerweise) die Anzahl der Spieler die ein Club kaufen darf um sie dann auszuleihen (Spitzenreiter hier CFC) begrenzen will scheint das Modell von MCFC zukunftsträchtiger.

        Bei Chelsea gibt man sich ob dieser FIFA-Reformpläne gelassen, denn die Altersgrenze wird darin bei 22 Jahren gezogen: vorerst soll nur der Verleih von Spielern, die dieses Alter erreicht haben bzw. älter sind auf eine bestimmte Anzahl begrenzt werden. Chelsea wolle daher seine Leihpolitik auf Spieler jünger als 22 Jahre fokussieren, die Transfersperre im vorigen Jahr habe sich nämlich unerwartet positiv auf die Talentförderung und Durchlässigkeit (nach Rückholung) in die erste Mannschaft ausgewirkt, heißt es. Beispiele wie Mount, James, Abraham waren beim CL-0:3 ja auch gegen die Bayern auf dem Platz.

      10. Einerseits: Thuram ist ein Raiola-Mann. Von daher könnte es da schon interessante Passagen und Klauseln im Vertrag geben.
        Andererseits: Thuram ist ein Raiola-Mann. D.h. alles was du durch die AK evtl. einsparst, darfst du doppelt, oder dreifach an den Meister wieder abgeben.

      11. @Jo
        Zum Glück weiß Watzke davon nix (Raiola-Klient Håland) – nächste BVB-Finanzpleite incoming… ;-)
        Und: Zum Glück für die Bayern setzte Lewa einst bei seinen Träumen Richtung Real M. wohl auf den falschen Berater:

        https://www.fussballeck.com/bundesliga/borussia-dortmund/haaland-berater-mino-raiola-ich-will-spieler-zu-real-madrid-bringen/

      12. Ach, der weiß das schon. Beratergebühren sind für Watzke tägliches Brot. Vor einem Jahr meldete der BVB offiziell über 40 Mio € Beraterkosten für die Spielzeit 17/18. Wir Sparbrötchen gaben uns da grade mal mit der Hälfte zufrieden.
        Bei dem Haaland-Deal gibt es ja schon genügend Spielmaterial für Gemunkel. Hat Raiola jetzt 3 oder 15 Mio € bekommen? Hat Haaland jetzt eine AK oder Raiola und Papa Haaland eine Weiterverkaufsbeteiligung?

        Und nö, die nächste BVB-Finanzpleite steht bestimmt nicht vor der Tür. Ich erinnere mich noch deutlich wie überaus entspannt und gelassen Watzke vor dem Restart der BL agierte. Da wird schon nix anbrennen.

      13. @Jo
        Hätte meine Ironie bei Watzke/Raiola vielleicht besser kennzeichnen sollen ;-)
        Und Im Zweifel hat der schlaue Aki die Raiola-Raffgier bereits in die erweiterte Corona-Kreditlinie oder irgendeine Ausfallversicherung für den BVB eingepreist…

        Als wirklich entspannt habe ich ihn übrigens nicht wahrgenommen bei seiner Lobby-Tour zuletzt durch die Talkshows, wenn ihn beim Schwadronieren dann skeptische Virologen auflaufen ließen und er in seine stadiontypische Trauerfallmimik verfiel.

      14. @T.W.
        Nee, kam schon an :-)
        Gleiches sollte auch für den tiefenentspannten Watzke gelten, der mir als solcher in der realen Welt auch nicht aufgefallen wäre. Betrachte/Kommentiere ich als Fingerzeig für das große Rad das der BVB da aktuell gerade dreht.

        Zurück zum Ausgangsthema/these: Wie auch immer die genauen Absprachen bezüglich Thuram jetzt sein sollten, man sollte da eben nur kein Schnäppchen erwarten.

      15. @TW

        Hier noch ein interessanter Artikel zum loan system Chelsea und generell, zwar von 2018 aber beschreibt die Probleme ziemlich gut.

  8. Perisic als MS, Goretzka auf die Müller Position, Thiago neben Kimmich. Zur Not kommt in der letzten Minute Zirkzee und haut das Ding rein

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    1. Perisic würde ich nicht bringen, stattdessen Zirkzee. Ansonsten bin ich aber bei Dir. Zum einen können wir es uns tabellarisch erlauben, auch mal Zirkzee in einem hochkarätigen Spiel von Anfang an zu testen. Zum anderen wäre im Falle eines Falles doch noch eine halbwegs brauchbare Option auf der Bank, mit der man taktisch auch sehr flexibel agieren kann (Gnabry auf die 9, Perisic dann auf den Flügel – oder eben einfach Prisic für Zirkzee bringen).

      Aber trotz dieser Ausfälle vermisse ich Coutinho nicht. Spielerisch ist die Mannschaft ohne ihn besser als mit ihm, weil er eben zuviel Künstler sein möchte anstatt Teamplayer. Diese Leihe war für mich ein einziges Missverständnis.

    1. Seit 2006/07 haben nur 3 Spieler 20 Assists in einer der fünf europäischen Topligen erreicht:

      ❍ Xavi Hernández (2008/09)
      ❍ Kevin De Bruyne (2014/15)
      ❍ Thomas Müller (2019/20)

      —————————–

      Achtung – Zählung Opta. Das Besondere daran ist – Xavi brauchte fast 3000 Minuten dafür, De Bruyne über 3000, Müller 1992…

      1. Schon merkwürdig das die DFL bei KdB nur 19 assists Anführer und OPTA 20.

        Aber Müller wird dann hoffentlich in den restlichen 3 Spielen nachlegen.

        Da sieht man das er einfach für den dominanten Ballbesitzfussball ala Jupp Pep und Flick gemacht ist und nicht für den wilden Ping Pong Fußball ala Anc und Kovac. Wenn man bedenkt das er wegen Kovac fast in den Sack gehauen hätte.

        Einfach super ihn in dieser Verfassung zu sehen.

      2. Danke für die Übersicht, dass sind spannende Zahlen. Ist eigentlich schade, dass es diese Betrachtung erst seit Mitte der 2000er gibt. Hätte gerne die Werte für die ganze Bundesliga-Geschichte.

      3. @Chris:
        Bei Transfermarkt gibt es da auch historische Daten. Wie umfassend und präzise die sind wäre noch die Frage.
        So werden z.B. Gerd Müller in seiner legendären 40 Tore-Saison auch noch 17 Assists gutgeschrieben.

      4. Mich hat diese Statistik (@Mimikri) wirklich aus den Socken gehauen: Das hätte ich niemals gedacht – und selbst nach längerem Nachdenken kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen.
        Wie kann es denn beispielsweise sein, dass in Mannschaften die ca. 100 Tore pro Saison schießen (kommt ja vor in Spanien und England etc.) nicht allein aufgrund der statistischen Verteilung zumindest ein Spieler die Grenze von 20 Vorlagen übertrifft?
        Torwart, Verteidiger und defensives Mittelfeld steuern ja allgemein weniger Vorlagen bei; wenn man dann die Vorlagen für die 100 Tore hauptsächlich unter den verbliebenen offensiven Akteuren verorten muss, ist das doch statistisch eher unwahrscheinlich, dass keiner mehr als 20 Vorlagen liefert, oder? Steh’ ich auf dem Schlauch? Helft mir, bitte!

    2. @Jo

      Auf der offiziellen website wird von 30 Jahren offizieller Datenerhebung gesprochen. Evtl haben die früher Strichlisten geführt? Oder Maßstab war der Kicker? Irgendwo muss tm ja ihre Daten her haben oder?

      https://www.bundesliga.com/en/bundesliga/news/thomas-muller-more-assists-than-de-bruyne-better-than-coutinho-james-rodriguez-11435

      1. @Mirko

        In der Saison 15/16 als Barcelona 112 und Real 110 Tore hatten, verteilten sich die Assists
        – bei Barcelona auf Messi/Suarez je 16, Neymar 12, Alba 6, Roberto 5 – Rest verstreut auf alle
        – bei Real auf CR7 (11), Bale/Kroos je 10, Rodriguez 8, Isco/Benzema je 7

        In unserer Triple-Saison hatte Franck 14, Lahm/Müller je 11, Kroos 8, Pizza 7, Robben 5…

        Opta-Zählung, die ja strikter ist als die der anderen Portale, wo z.B. bei Kicker und Transfermarkt auch abgefälschte Bälle zwischen Assistgeber und Torschützen, letzter Pass/Schuss for Eigentoren des Gegners, gezogene Elfer oder auch Schüsse, bei denen nach Abwehr durch den Torwart dann der Nachschuss erfolgreich ist, als Assists zählen.

  9. Coman einfach cool: der Junge wiederlegt das ganze Gelaber (mein eigenes an aller erster Stelle!) und dreht ordentlich auf. Ich liebe so was: in your (my) face !!!

  10. Ich habe auch bereits mein Büßerhemd übergestreift, schließlich habe ich in letzter Zeit genug hässliche Dinge über Coman gesagt.

    Aber anstatt mich reumütig zu kasteien und endlich den Mund zu halten, möchte ich doch noch hinzufügen, dass das Spiel irgendwie ‘außer Konkurrenz’ lief, da wir ja gegen Peter Bosz gespielt haben: Mehr freien Raum, der zum ungestörten geradeaus Laufen in Richtung gegnerisches Tor einlädt, bekommt man gegen kein anderes Team in der Welt – unter solchen Bedingungen wäre sogar ein Timo Werner überragend.

    Antwortsymbol8 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Du hast einerseits recht aber du musst dann auch den Speed haben diesen Raum auszunutzen. gab eine schöne Szene in den letzten 20 Minuten mit Levi, er war allein gegen drei aber in guter Position,er legt den Ball an einem vorbei um ihn zu überlaufen hat aber einfach nicht den Speed vorbeizukommen mit Coman wäre das eine Torchance geworden. Insofern hat er covid schon recht offensivspieler heutzutage müssen Speed haben ohne Speed geht vorne gar nichts mehr. Bei Levi ist das okay dass er nicht so schnell lässt er hat als MS andere Qualitäten. Aber jeder der von außen oder von etwas weiter hinten kommt muss heute Geschwindigkeit haben.wir haben dann hoffentlich mit gnabry Sane und Coman da vorne eben drei Flitzer, deswegen verstehe ich auch perisic auf den Flügeln nicht, er ist einfach viel viel zu langsam

      1. Covid ist Kovac

      2. ……viel viel zu langsam für unser Spiel. Genauso ist es. Dazu kommt das er sehr viele Bälle zurückspielt als Sicherheitspass und auch einfach nicht so gut nach hinten arbeitet- schlechte Abstimmung mit Davies.

      3. @Rookie
        Bei Lewandowski ist die Beschleunigung manchmal ein bisschen schwach, hatte aber im Leverkusen-Spiel ein Höchsttempo von 33,8 oder 34,8 Stundenkilometern (hab ich irgendwo auf einer englischen Seite gelesen). Wobei jemand wie er, mit seinem Auge, seiner Intelligenz und Abgebrühtheit wahrscheinlich auch im Stehen noch mithalten könnte.
        Wobei drei schnelle Stürmer (wie bei Liverpool) schon auch noch einen größeren Wirbel veranstalten könnten und insgesamt der Angriff ausgeglichener, weniger statisch und unberechenbarer wäre.

        @918
        Ich verstehe deinen Kommentar nicht.
        Keiner kreidet Coman an, dass er zu langsam oder risikoscheu sei. Die Kritik bezieht sich in der Regel auf zu wenig Übersicht, zu wenig Effizienz, zu wenig Präzision, zu viele hoffnungslose Einzelaktionen, zu viele Verletzungen, zu viele Rekonvaleszenzen, zu wenig Persönlichkeit, schlechte Kommunikation, wenig Entwicklung in den letzten Jahren. Ansonsten ein klasse Typ.

      4. @mirko
        Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Perisic und nicht von Conan der ja immer besser in Schwung kommt- sogar sein Pass und Kombinationsspiel ist stark verbessert.

      5. @918
        Jein. Sein Pass- und Kombinationsspiel hat sich verbessert – wenn die Umstände entsprechend gut sind. Unter Druck, gegen massive Abwehrreihen, wenn man nur mit intelligentem, schnellen Passspiel über mehrere Stationen erfolgreich zum Torabschluss kommen kann, hat er meiner Meinung nach immer noch zu wenig Übersicht und Ruhe in seinen Aktionen. Wenn er hingegen ein wenig offenen Raum vor sich findet, dann ist er wirklich kaum aufzuhalten.
        Vielleicht fehlt ihm nur noch mehr Selbstvertrauen, das er sich sicherlich bestimmt erarbeiten könnte, wenn er mal längere Zeit verletzungsfrei bliebe.

      6. Das bringt dir nur viel, wenn hinter der gegnerischen Abwehr noch viel Rasen ist. War doch spannend anzusehen, wie Müller und Lewy sich oftmals tief hielten um die Verteidiger mit sich zu ziehen und dann in einigen Szenen man das nutzte, um die schnellen Coman und Gnabry schicken zu können. Wir brauchen keine 3-4 Spieler mit ähnlichem Skillset – m.E. macht es gerade diese Mischung aus verschiedenen sich ergänzenden Skillsets, die uns auch unberechenbar macht.

    2. Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Ich finde es nur lustig wie schnell es im Sport oft geht und ich mag solche kleinen “Wiederaufstehungen”. Man sollte das auch nicht zu hoch hängen, wir werden uns bestimmt bei Coman noch des öfteren die Haare raufen. Das Timing war diesmal halt besonders passend, weil in den letzten Wochen des öfteren über den King diskutiert wurde.

  11. Wie schätzt ihr es ein, es wird ja gerade diskutiert ob die lange Pause für die Bayern ein großer Nachteil bezüglich CL sein wird. Da es dann in der CL, anders als sonst, dann ja Schlag auf Schlag geht wie bei einer WM, könnte es doch in Bezug auf die SPielart der Bayern auch ein Vorteil sein, keinen harten Meisterschaftskampf in den Knochen zu haben und wahrscheinlich auch weniger Verletzte zu haben. Uns kann es dann nicht passieren, dass im letzten Ligaspiel einer umgetreten wird und kurz darauf CL spielen soll. Finde es also schwer zu sagen. Letzlich ist es für Bayern mit der CL dann doch wie für die Nationalmannschaften mit den Turnieren?

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Uns fehlt in der Champions League oft die Wettkampfhärte – von da aus macht es eigentlich gar keinen Unterschied, ob wir bis zuletzt Bundesliga spielen oder nur trainieren…

      1. guter Punkt, dann würde ich es fast eher als Vorteil sehen. Die anderen habe gerade knappe Meisterschaftsspiele mit eventuellen Verletzten und müssen dann, wenn sie ins Finale wollen mehrere SPiele hinterinander in wenigen Tagen abolvieren. Wir sind ausgeruht und können die nächsten Spiele unserere 290 Sprints pro Spiel absolvieren (Wert gegen Leverkusen)

    2. Wir müssten ja erst einmal noch das Rückspiel gegen Chelsea spielen. Dank des klaren Auswärtssieges können wir das Spiel ja in gewisser Weise als eine Art Testspiel sehen. Natürlich müssen wir aufpassen, dass wir nicht doch noch rausfliegen, aber in dem Spiel könnten wir auch den Spielfluss etwas zurück gewinnen. Und dann kommt es ja auch darauf an, wie lange die Pause wirklich sein wird. Derzeit ist ja noch kein Terminplan bekannt, wann es weitergeht mit der CL. Damit kann es sein, dass auch andere Teams wieder 3 Wochen Pause hatten und damit etwas Rhythmus verlieren. Und wir wissen, dass wir mit der langen Pause doch recht gut umgehen konnten und recht schnell wieder Fahrt aufgenommen haben. Diesen mentalen Vorteil bringen wir dann auch beim Re-Start der CL mit. Ich sehe da keinen großen Nachteil für uns.

      1. Sehr naiv zu glauben das ein CL VF Rückspiel ein Testspiel sein soll!!!!! Kovac ist schon lange nicht mehr da!
        Aber unser Supertrainer sieht es eben so seriös wie jedes Spiel!

      2. Kaum weist man Dich einmal auf einen Deiner unzähligen Fehler hier hin, wirst Du auch gleich wieder persönlich. Aber gründlich lesen ist ja eh nicht Deine Stärke. Ich habe es als eine “Art Testspiel” bezeichnet. Dass Du daraus dann Testspiel machst und diese Einschätzung als naiv bezeichnest, obwohl ich ganz klar formuliere, dass wir in dem Spiel aufpassen müssen, belegt einfach, dass Du entweder nicht willens oder in der Lage bist, den Text aufmerksam zu lesen oder dass Du jetzt einfach nur um Dich schlägst, weil ich Dir wiederholt nachgewiesen habe, dass Du hier falsche Dinge reinpostest.

  12. Nach jetzigem Plan werden die Ligen wie folgt beendet sein:
    Buli. 27.6. Cup 4.7.
    EPL 17.6.-2.7. ( 9 Spieltage) Cup Juli
    LaLiga 11.6.-19.7. ( 11Spieltage) Cup Juli
    Serie A 20.6.- 2.8. ( 12 Spieltage) Cup 17.6.

    Dh die Engländer (MCFC und CFC sind noch im Cup wo noch VF HF und F gespielt wird) und Spanier(Barca und Atletico sind im Cup raus) haben auch mindestens 3 Wochen Pausen biS die CL im August beginnt. Nur die Italiener haben wohl kaum Pause (Cup wird HF und F noch gespielt wo Juve und Neapel noch drin sind).

    Wenn die CL wirklich erst ab Mitte August in einem Turnier gespielt werden soll dann haben alle außer Juve und Neapel eine lange Pause.

    Wann die ausstehenden CL AF gespielt werden ist offen aber wohl nach Ende der Serie A also wohl 5.8. Zu dem Zeitpunkt laufen wohl nur Juve und Neapel (evtl auch Bergamo) überspielt zu sein.
    Juve – Lyon
    FCB – CFC
    Barca – Neapel
    MCFC – Real

    Antwortsymbol19 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. EPL mit 9 Spieltagen in zwei Wochen das hat schon was!
      Und “zu dem Zeitpunkt laufen wohl nur Juve und Neapel überspielt zu sein” ist auch nicht schlecht.
      Ist wie bei den richtigen Medien! Korrekturlesen wird völlig überschätzt!

      1. Naja, der betreffende Kommentar ist jetzt ja erstmal entfernt worden. Das Problem ist halt, dass die MSR Richtlinien der Redaktion hier keine Handhabe geben, gegen Dauerposter vorzugehen, die anderen auf die Nerven gehen. Da bleibt nur die Möglichkeit zu appellieren. Und die dürfte wohl ins Leere laufen…

      2. @Stiftl: Wenn ich es richtig verstanden habe, sind hier einzelne User so gesperrt worden, dass deren Beiträge erstmal durch eine Moderationsschleife mussten. Und wenn ich es richtig verstanden habe, war 918 davon auch betroffen. Es gibt also Möglichkeiten, die müssen nur gezogen werden. Und ich spreche mich jetzt dafür aus, diese Option erneut zu ziehen, da es echt anstrengend ist, immer wieder die Falschbehauptungen aufklären zu müssen.

      3. Dann nehmen wir es mal so hin, wie es jetzt ist.
        Abgesehen davon, das der Mumpitz immer noch da steht wo er steht und auch vom Nichtstun nicht richtiger wird.

      4. @wohlfahrt, was genau unterstützt MSR?

      5. Nutzt weiterhin die Melden-Funktion. Wir schauen uns Beiträge, die uns erreichen, immer und einzeln an. Nicht auf inhaltliche Fehler, das können wir nicht, aber wenigstens einen angenehmen Diskurs darüber möchten wir ermöglichen.

      6. Ich möchte 918 nicht verteidigen, schließlich bin ich relativ neu hier und selbst nicht besser als er, aber so viel solltet ihr mir als Kritik zugestehen: Veranstaltet bitte keine Hetzjagd auf ihn.

        Ich verstehe auch nicht, warum er oft so viel (für uns) Unzusammenhängendes postet und sich dabei auch kaum um das formale Erscheinungsbild schert; aber das ist doch eher ein ästhetisches Problem, das man zudem relativ einfach ignorieren kann.
        Unbestritten ist aber doch, dass er ein eingefleischter Bayernfan ist, der genauso wie jeder andere hier mitfiebert und mitunter auch sachkundige Kommentare abgibt.

        Im Zweifelsfall sollte man doch Zurückhaltung üben und tolerant sein, wir sind schließlich alle nur Gäste hier. Jeder inszeniert seine Auftritte, versucht ein bisschen was einzubringen in die Diskussion und bekommt von Seiten der Redaktion und der Kommentatoren meist wertvolle Information und Einschätzungen zurück.
        Und auch 918 trägt seinen Teil dazu bei – im Guten wie im Schlechten.

      7. @Herrispezial et al.

        (…) Ich empfinde 918 inzwischen auch immer mehr als Störfaktor hier, der mit fragwürdigen Methoden (…)

        Mit Verlaub: Kritk in dem einen oder anderen Punkt kann ich zwar ebenfalls nachvollziehen. “Methodisch fragwürdig” wirkt auf mich aber umgekehrt, das Moderatorenteam gegen hier öffentlich zum “Störfaktor” erklärte Foristen in Stellung zu bringen, indem eigene Befindlichkeiten und Ansprüche (“Deutschaufsatz”) quasi zum Maßstab erhoben werden.
        Die Bewertung darüber, wer hier mit welcher Frequenz, sachlichen/sprachlichen Fehlerhaftigkeit und Tonart teilnehmen darf, sollte m. E. schon den Mods vorbehalten bleiben.

      8. @Mirko:
        Hetzjagd? Lass mal die Kirche im Dorf.
        Wer austeilt, der sollte auch einstecken können.

      9. @wohlfarth
        Hetzjagd deshalb, weil 918 ganz alleine dasteht, während eine Meute von Foristen auf ihn losgeht.
        Ich kann eure inhaltliche Kritik nachvollziehen, aber lasst uns das doch einfach fußballerisch lösen: austanzen, umkurven, abgrätschen, überspielen, tunneln – das wäre bayernlike: miasanmia.

      10. @Mirko:
        Wenn sich mehrere User gleichartig über das Verhalten eines einzelnen äußern, dann ist das eine Hetzjagd?
        Interessante Ansicht.

      11. @wohlfarth
        Um die ‘gleichartige Äußerung’ geht es doch gar nicht, jeder wird diesbezüglich wohl zustimmen können.
        Es ist der Umstand, dass 918 öffentlich an den Pranger gestellt wird und mehr oder weniger ungeniert sein Ausschluss gefordert wird; das macht mir Sorge.
        Erstens kann ich mir gut vorstellen wie man sich in 918s Situation fühlen muss und außerdem wäre ein solcher Rauswurf schädlich für die zukünftige Diskussionskultur, da man quasi vor jedem Kommentar abwägen muss, möglichst konservativ zu formulieren, um nicht in eine ähnliche Situation zu geraten.
        Der FC Bayern rühmt sich doch immer seiner familiären Zusammengehörigkeit – dann sollte doch auch ein Plätzchen für ein schwarzes Schaf vorhanden sein.

        PS. Unbestätigten Quellen zufolge soll Uli Hoeneß Johannes Bachmayr zu sich an den Tegernsee eingeladen und dort eine rauschende Ballnacht gefeiert haben. Na, geht doch!

      12. Also eine Hetzjagd ist es m.E. nicht, wenn einzelne Leute hier immer wieder nachweislich falsche Dinge behaupten und diese dann nur halbherzig (und dann ganz ohne Entschuldigung) oder gar nicht korrigieren. Wenn dieser Forist dann andere Meinungen eine ganze Weile immer mit dem Kommentar “ignore” versehen hat, gleichzeitig hier eine Sperre hinter sich hat, dann scheint das Verhalten ja schon grenzwertig gewesen zu sein. Und die fragwürdigen Methoden sind m.E. genau das permanente Posten, häufig von falschen Dingen, bei denen man dann erstmal viel Zeit investieren muss, um sie zu recherchieren und die Fehler zu belegen. So kann man nicht mehr gescheit diskutieren, weil man dann nur noch Fehler nachweisen muss, während der andere Diskutant dann schon beim nächsten Thema, Link mit fragwürdigen Behauptungen etc ist.

        Und der Maßstab hier ist ja nicht, dass es ein Deutschaufsatz sein muss. Aber ist es zuviel der Höflichkeit und des Respekts, wenn man den eigenen Text vor dem Absenden noch einmal liest, um Fehler auszubügeln? Es geht ja nicht um einen sauber formulieren, grammatikalisch und orthographisch perfekten Beitrag. Aber zu viele Abkürzungen, Tippfehler oder Fehler in der Zeichensetzung erschweren das Lesen enorm (aus meiner Sicht lassen diese Dinge sogar noch viel tiefer blicken, aber das ist ein ganz anderes Thema). Es ist doch nicht zu viel erwartet, wenn man noch einmal die eine Minute investiert, um Korrektur zu lesen, bevor man den Beitrag absendet. Das hilft im Übrigen auch dabei, das eigene Geschriebene noch einmal zu reflektieren und beweist zudem ein ausreichend großes Maß an Empathie gegenüber allen anderen Lesern, die sich ja mit dem Text auseinandersetzen sollen.

      13. @Herrispezial
        Ich finde deine Sichtweise absolut verständlich, sehe das aber nicht im Widerspruch zu meiner Position.
        Mir geht es nur um einen anderen Weg bei der Problemlösung, um einen toleranteren und großzügigeren Umgang mit 918 – nicht weil ich sein Wirken hier so vorbildlich finde, sondern weil ich die Gefahr sehe, dass man mit allzu aggressiver Kritik und einem etwaigen Ausschluss die Dose der Pandora öffnet, einen Präzedenzfall setzt und die Stimmung hier dauerhaft vergiftet.

        Es ist doch gar nicht so schwierig ihn regelmäßig zu ignorieren und wenn einem dann doch einmal der Kragen platzt, kann man ja immer noch versuchen ihn auf eine etwas höflichere Art zu piesacken, so dass auch die anderen noch ihren Spaß daran haben…

      14. @Mirko: Ich stimme Dir zu, dass man mit einer kompletten Sperre natürlich einen Präzendenzfall schafft, der zugleich problematisch ist. In der Sache habe ich ja nicht für eine komplette Sperrung votiert, sondern für eine Kontrolle durch die Moderation bevor die Beiträge freigeschaltet werden. Das führt m.E. dazu, dass erstens nicht alle paar Minuten ein neuer Kommentar hier wieder auftaucht, der Schreiber sich selbst vielleicht dann doch mal reflektiert anstatt hier wild etwas zu posten (vor allem Falschbehauptungen) und vielleicht auch einmal darüber nachdenkt, wie man etwas halbwegs verständlich formuliert. In der Sache kann man ja gerne anderer Meinung sein, aber dabei sollte m.E. auch immer der Respekt gewahrt werden, was sich letztlich auch in der Sprache und Schreibweise ausdrückt.

      15. @Herrispezial
        Hängt aber wohl auch vom Maß der gewachsenen Geneigtheit untereinander ab, inwieweit (Über-)Empfindlichkeiten getriggert werden (hat ja auch die Kovač- oder Corona-Debatte hier gezeigt, wie schnell sich das in schwer versöhnliche Lager spalten kann): “Empathielose” Textgroßklumpen ohne strukturierende Absätze und/oder mit reichlich Tipp-/Grammatikfehlern von Anderen waren bislang nämlich kaum Aufreger (meine Vermutung: @918 bewegt sich viel in anglizistischen Quellengefilden zum Fußball, was dann auch – Macht der Gewohnheit – eine manchmal unorthodox anmutende Mixtur im Sprach-/Schreib”sound” prägen könnte, inkl. nicht jedermann geläufiger Kürzel).

        Definitionssache, ob deine Behauptung “…häufig Falschbehauptungen” eher im Zorn gefühltem oder tatsächlichem Ausmaß entspringt.
        Hab‘ aber manches aus deiner Kritik selber auch schon geäußert.

        Mein Fazit und ergänzend zum Stichwort “Empathie“:
        “Leck Ar***”-Attitüde als erste Option bei konstruktivem Gegenwind vermeiden.
        Ebenso, Fußball- und sonstige Ansichten als quasi amtliche und damit unverhandelbare Pflöcke hier reinzuhauen (Diskussionsforum ≠ reine Verlautbarungsplattform).
        Sowie den Selbstprofilierungs-Anschein, das Gros der Leserschaft zwar als bitteschön dankbare Empfänger von News-Futter zu versorgen – sich ansonsten aber am liebsten mit einzelnen MSR-Autoren austauschen zu wollen, weil allenfalls diese noch der eigenen sachkundigen und analytischen Augenhöhe genügen könnten. ;-)
        Wären meine unmaßgeblichen Vorschläge an @918.

    2. also ich finde ihr geht 918 hier doch zu hart an. Er hat erstmal niemanden beleidigt, er wird auch ganz schön angegangen, Fehler machen ist hier hoffentlich noch erlaubt. Ich finde seine Kommentare oft eine Bereicherung, zumindest setdem er niemanden mehr beleidigt

    3. @Jan: siehe mein Post zum vorangegangenen Artikel. Da wurde zu den Finanzen verlinkt, copy Paste völlig aus dem Kontext heraus Textstellen gepostet und am Ende falsche Tatsachen behauptet, die von allen munter diskutiert wurden. Passiert ist nichts.

      Die von anderen bereits angesprochene Forum-Kultur führt leider in der Tat zu einem niedrigen Diskussions-Niveau auf MSR, das mittlerweile eher an Whatsapp Gruppenchat erinnert, als eine sachliche Auseinandersetzung darstellt. Inzwischen lese ich z.B. verstärkt nur noch die Artikel, während früher Artikel und Foren hier stets gleichzeitig interessant waren.

    4. Und warum wurde sein Kommentar gelöscht? War es MSR langweilig?
      Mich macht er blöd an, aber ich habe ihn nicht gemeldet, sondern nur eine entsprechende Antwort geschrieben.

      Es geht nicht um Fehler, sondern um die an den Tag gelegte Arroganz.

    1. No probs
      Man muss ja auch erstmal abwarten ob bei den anderen das genauso problemlos läuft wie bisher bei uns.
      Und die anderen spielen nonstop englische Wochen was doch ziemliche Verletzungsrisiken birgt.
      Nächste Woche soll es ja erste Äußerungen der UEFA geben.
      Und es gibt wohl das CAS Urteil zu MCFC was nicht unerhebliche Auswirkung auf die Spieler haben dürfte.

      1. Korrektur
        EPL endet 26.7. / Fa Cup Finale 1.8.
        MCFC hat also potentiell 10 Ligaspiele und 3 Cup Spiele also auch eine sehr hohe Belastung ohne großen Pause denn sie müssen genau wie der FCB noch das VF Rückspiel gegen Real spielen.

  13. @Mirko
    hier mein Kommentar von oben, ab ner bestimmten Verschachtelungen,kann man ja nicht mehr antworten, deswegen habe ich hier noch mal gepostet.

    Natürlich hast du recht, dass das überwiegend ein Konzentrationsprobleme ist.Um zu beurteilen, was auch eine taktische Dimension hat, müsste man wissen, ob die Mannschaft bewusst, geplant das Pressing reduziert hat und sich zurückgezogen hat. Du schreibst:”mit weniger Drang zum Tor, etwas passiver, etwas dichter im Mittelfeld, etwas tiefer,” genau das wäre für mich Plan B, genau das würde ich mir wünschen, denn das ist aus meinr Sicht eben nciht das gleiche sondern ein Taktikwechsel und den fände ich als Variante wichtig, um Kräfte zu sparen und um mal eine Führung souverän nach Hause zu schaukeln. Ich merke, dass im Moment ich mich auch bei einem 2 Tore Vorsprung nicht entspannen kann. Da wird mir zuviel zugelassen.Diese schnelle spielen in die Spitze ist unheimlich attraktiv und das sorgt für viele offensiv Chancen, aber es birgt eben auch Risiken.dich ballverluste die zwangsläufig dann eher passieren egal wie konzentriert ich bin kann ich den Gegner wieder ins Spiel bringen und das Mörder gegenpressing kann ich eventuell nicht über 90 Minuten so durchziehen. Ich möchte,sage ich mal in den Schlussminuten gegen Real Madrid,wenn wir mit einem Tor in Führung liegen,gerne noch eine Alternative haben.

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    1. Ich glaube, wir haben letztlich die gleich Sorge.
      Ich habe mich nur allzu sehr an dem Begriff ‘Plan B’ aufgehängt: Dieser impliziert eine Art kompletten Strategiewechsel, also bei Rückstand alles nach vorne werfen, beziehungsweise bei einer Führung hinten dicht machen. Außerdem wird er oft von Leuten verwendet, denen ‘Plan A’ selbst suspekt ist, was sie aber aus opportunen Gründen nicht zugeben wollen.

      Das Spiel entschleunigen und den Ball laufen lassen wäre wohl wirklich die beste und einfachste Option; allerdings hat das nichts mit ‘nach Hause schaukeln’ zu tun, denn dazu bedarf es mindestens genau so viel Konzentration und Entschlossenheit wie zu der offensiveren Variante. Man würde sich lediglich die langen Sprints (infolge der Steilpässe) nach vorne, die damit verbundenen vielen Ballverluste und das daraus resultierende Hinterherlaufen sparen. Gleichzeitig könnte man mit souveränen Ballstafetten den Gegner zermürben und auch abstumpfen (das haben wir unter Guardiola ja oft genug erlebt).
      Warum das bei uns im Moment so schlecht funktioniert , weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl, dass man die Vorgaben nicht einheitlich und konsequent genug umsetzt: Man zieht sich zurück, überlässt Räume, nimmt Intensität aus dem Spiel und spielt dann bei Ballbesitz viel zu hektisch und überstürzt vertikal, anstatt das Geschehen zu beruhigen.
      Ich sehe den Fehler viel mehr bei der Mannschaft als beim Trainerteam oder den taktischen Anweisungen. Konzentration, Seriosität, Entschlossenheit und Zusammenhalt scheinen mit bis zu einem gewissen Grad zu fehlen, nicht der ‘Plan B’.

      1. genau, mir fehlen Phasen wo einfach mal der Ball laufen gelassen wird, ohne dass ich ständig versuche den brillianten Schnittstellenpass in die Tiefe zu spielen. Um das Spiel mal zu beruhigen, für einen Rhythmuswechsel. REal hat seine goldene Zeit auch gehabt, weil sie das super drauf hatten. Auch mal den Gegner einlullen. Für den Zuschauer ist es natürlich momentan maximal geil uns zuzuschauen.
        Im Unterschied zu Guardiola habe ich das GEfühl das Flick der Mannschaft mehr durchgehen lässt. Nachlässigkeiten wie gegen LEV, wo zum Beispiel Kimmich kurz hintereinander zwei Risikopässe im Aufbau in die Füße des Gegners spielt, hat es unter Guardiola nicht gegebn. Der wäre ausgerastet, oder man denke an die Aufholjagd von Frankfurt. Auf lange Sicht könnte Flicks STil erfolgreicher sein, es mag körperlich anstrengender sein (viel mehr Sprints als bei Guardiola) aber die Mannschaft wirkt resistenter gegen Phasen wo der Plan nicht aufgeht. Gegen LEv hat sich sich selbst ins SPiel gebracht. Sie wirkt nicht komplett ferngesteuert. Guardiola ist mental halt maximal anstrengend weil du immer perfekt spielen musst und keine Fehler erlaubt sind.

    2. Vielleicht einmal ein anderer Denkansatz zum gleichen Phänomen.
      Es ist ja noch gar nicht so lange her, da war das “etwas tiefer stehen, etwas passiver stehen, etwas weniger Pressing, etwas mehr den Gegner kommen lassen und dann umschalten” da die eigentlich bevorzugte Taktik – und diese Taktik ist oft genug nach hinten losgegangen. Auch das muss erst einmal wieder aus den Köpfen raus.
      Das war eigentlich Ancelottis Stil und eigentlich auch der Kovac-Stil.
      Das Ergebnis unter dem Strich beide Male das Gleiche – und darauf will man sich nicht unbedingt einlassen.
      Man hat gerade in der Vor-Flick-Zeit oft genug die Quittung dafür bekommen, dass man den Gegner viel zu oft in und an den eigenen Strafraum gelassen und dann dessen Spiel auch noch schlecht verteidigt hat.
      Und das will man auf jeden Fall vermeiden.
      Auf das Leverkusenspiel bezogen könnte man dann übertrieben argumentieren – wenn wir mit unserermPressing und der starken Offensive dem Gegner keine Luft lassen und früh unsere Tore machen, ist die Messe gelesen.

      Ein glückliches 1:0 – solche Millimeterentscheidungen wurden bisher im umgekehrten Fall IMMER als Abseits gegen den FCB entschieden – das bis zur Pause in ein 1:3 gedreht wird, bestätigt eigentlich genau das.
      Dem Gegner keine Luft lassen und das Spiel eigentlich frühzeitig entscheiden.
      Zumindest hatte man in der 2. Halbzeit nicht das Gefühl, dass da noch irgendetwas anbrennt.
      Und auch im Spiel gegen den BVB war es im Endeffekt ähnlich.
      Durch die Fachpresse wurde als einer der Hauptgründe für den Sieg festgestellt, dass durch das permanente Pressing und den permanenten Druck der Offensive die beiden eigentlich “gefährlichsten Stürmer” Hakimi und Guerrero sich nicht wie gewohnt ins Angriffsspiel einschalten konnten und offensiv fast wirkungslos blieben.
      Und wie man gerade in diesem Spiel gesehen hat, konnte man das Pressing über 90 min durchziehen und der eigentlich effektiven BVB-Offensive den Zahn ziehen.

      1. @Anton
        Das BVB-Spiel ist ein perfektes Beispiel: das war die defensive (sic) Variante unseres Spiels – dichtes, sehr dichtes Mittelfeld, Pressing auf engem Raum ohne unzählige lange Sprints, Spielkontrolle ohne den Ball bei Ballbesitz gleich steil zu spielen, Engmaschigkeit im Mannschaftsverbund vom Sturm bis zur Abwehr, höchste Aufmerksamkeit und selbstloses einander Aushelfen.
        Das kann man auch mal über 90 Minuten durchhalten, wobei es vor allem auch mental alles andere als eine kleine Herausforderung ist.

        PS. Über die Kovac-Variante sprechen wir doch gar nicht mehr, das ist tabu.

      2. Dann nenne es eben Ancelotti-Variante!
        Und dann nimm dir mal schlicht und einfach die Ansage von Hansi Flick vor dem BVB-Spiel – “mit der Null hinten wäre ich sehr zufrieden!” Ergo – erstes Ziel: beim BVB NICHT verlieren! Sollte man dann noch gewinnen, noch besser.
        Bei Leverkusen war die Zielsetzung aber eine andere : “Wir sind gierig auf Tore, wollen Spiele gewinnen. Genauso wollen wir auch das Spiel gegen Leverkusen angehen.”
        Insofern war da ganz offensichtlich von Beginn an die Zielsetzung ein wenig anders.
        Und eines ist auch schon seit Jahren klar – gegen den BVB musst du keinen motivieren! Leverkusen, na ja, geht so.

        Entscheidend ist eigentlich, wenn man sich die beiden Spiele nimmt, etwas anderes – man kann beides!
        Und auch das müsste doch all denen, die immer behaupten, dass es keinen Plan B gibt, klar sein – das waren von der Taktik her zwei völlig unterschiedliche Spiele. Und wenn das so ist, gibt es ganz offensichtlich nicht nur den Plan A.

      3. Bei Kovac und Ancelotti hat das tiefe Verteidigen nicht funktioniert. Gründe dafür mag es sicherlich mehrere geben. Die fehlende Identifikation der Spieler mit diesem System mag einen Grund dafür darstellen. Ich bin auch der Meinung, dass einige Spieler das Verteidigen im Strafraum in den Jahren unter Pep “verlernt” haben. Es war einfach nicht vorgesehen, dass der Gegner in der eigenen Hälfte kontrollierte Bälle spielen kann und man deshalb nahe an seinem Gegenspieler zu stehen hat. Es gab entweder hohe Pässe, die ein damals noch pfeilschneller Boateng mit Leichtigkeit abgelaufen hat oder die von Neuer geklärt wurden, oder es gab überhastete Fehlpässe, weil der Gegner unter Druck gesetzt wurde und ganz selten gab es eben Fälle, in denen das Pressing überspielt wurde und es dann gefährlich wurde. So war das Defensivkonzept von Pep. Ancelotti und Kovac verfolgten da einen anderen Ansatz, der sich mehr an italienischen Teams (im Fall Ancelotti) oder an der französischen Nationalelf (Kovac) orientierte. Letztendlich waren es fehlender Wille und fehlende Erfahrung mit dieser Art der Verteidigung, die beiden Trainern zum Verhängnis wurde.
        Vor der Coronapause hätte ich mir persönlich ein paar Mal gewünscht, dass die Mannschaft nach Führung tiefer und kompakter steht. Das waren allerdings meist die Spiele, in denen man das Spiel im Kopf schon entschieden hatte, z.B. im Pokal gegen Hoffenheim oder in der Liga in Köln und Mainz. Beim Spiel in Freiburg vor der Winterpause war es ähnlich. Gerade nach diesen Spielen habe ich mich gefragt, ob es denn nicht einen Mittelweg zwischen passivem Warten auf den Gegner und einem kompromisslosen Angriffspressing geben kann und warum dieser Weg nicht praktiziert wird, wenn man führt. Seit der Coronapause klappt dies viel besser. Nur das Spiel gegen Frankfurt war eine kleine Ausnahme, aber da waren es ja auch zwei Standardsituationen, die für die Gegentore sorgten.
        Es gibt mMn im Weltfußball nur wenige Mannschaften, gegen die man sich nicht zu weit nach hinten drängen lassen sollte. In der Bundesliga gibt es dagegen keinen Gegner, der sich gegen eine kompakte Verteidigung mit engen Abständen zwischen den Mannschaftsteilen Chancen im Minutentakt herausspielen könnte. Somit könnte man schon guten Gewissens das ganze Konstrukt nach einer Führung etwas weiter nach hinten verschieben, aber natürlich weiterhin aggressiv gegen den Ball arbeiten. Wenn der Raum enger wird, tun sich die Gegner logischerweise noch schwerer, Lücken zu finden, auch wenn sie de fakto näher an unserem Tor sind. Was noch zu verbessern wäre, ist das Spiel bei eigenem Ballbesitz in solchen Phasen. Hier werden die Bälle noch zu schnell verloren. Unsere Spieler sollten doch eigentlich kein Problem haben, den Ball auch auf einem etwas kleineren Raum laufen zu lassen. Dennoch wird viel zu schnell der Weg nach vorne gesucht, was natürlich dann zu Ballverlusten führt, weil die Wege zu lange sind, um die Bälle zu erreichen bzw. um genug Spieler in Ballnähe zu bringen. Wenn das noch gelingt, sind wir nahe dran am idealen System, denn momentan schaffen wir es in solchen Phasen zu selten, die Räume zu nutzen und unsere schnellen Spieler einzusetzen, wenn der Gegner weiter nach vorne rückt. Das ginge wohl leichter, wenn man mehr Ruhe im eigenen Ballbesitz entwickeln würde.

      4. @willy
        Richtig erkannt.
        Es kommt eben auf das timing bzw die Spielsituation an ob man schnell den Vertikalpass sucht oder einfach mal beruhigt und den Ball hält.
        Man kann das nicht unbedingt immer von Kimmich erwarten aber von Thiago schon.
        Deshalb ist es wichtig das Thiago verlängert.
        Wenn wir gegen MCFC Barca Juve Atleltico PSG spielen müssen die Entscheidungen bzw das timing überwiegend stimmen.

      5. Ich finde eure Kommentare alle sehr lesenswert und glaube, dass es sich lohnen würde, wenn MSR dazu mal ein Special machen würde.

        Die Frage ist extrem spannend und vielschichtig und treibt wahrscheinlich nicht nur uns, sondern auch Hansi Flick um.
        Denn so vielversprechend die momentane Entwicklung auch ist, ohne einen goldenen Mittelweg werden wir das hohe Niveau auf Dauer auch gegen stärkste Gegner nicht halten können.

  14. Liebes MSR Team, ist es eigentlich möglich das Forum so zu gestalten,dass man auf alle Antworten antworten kann?Egal wie verschachtelt es ist? Und gäbe es die Möglichkeit zu sehen,wo der neue Kommentar ist, ich muss immer alle durchscrollen um den neuenzu finden. Vermute mal, dass eine Strukturänderung zu viel Aufwand wäre, wollte trotzdem mal fragen, danke euch für eure tolle Arbeit.

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    1. Ja, schließe mich Rookie an und würde mir darüber hinaus auch eine nachträgliche Bearbeitungsmöglichkeit wünschen.
      [Wenn es so einfach wäre, hättet ihr das bestimmt längst alles ermöglicht – aber fragen darf man ja mal, oder?]

      1. Das hatten wir sogar schon einmal, wurde aber nicht wirklich genutzt und dann wieder von uns entfernt. Besteht daran wirklich Bedarf? Dann schaue ich mir das Thema noch einmal an.

      2. @Jan
        Für mich persönlich hätte das einen riesigen Mehrwert – ich drücke oft einfach zu schnell ‘enter’ und sitze dann vor dem Bildschirm wie ein begossener Pudel…

    2. Hallo Rookie, neue Kommentare werden farblich mit rot markiert, die seit deinem letzten Besuch des Artikels geschrieben wurden. Voraussetzung ist, dass du es uns erlaubst alle Cookies zu setzen, da wir dies technologisch benötigen.

      Weitere Kommentarebenen als die drei aktiven werden wir jedoch nicht einführen, das wird schnell zu verschachtelt und unübersichtlich.

      1. Aber um den Roten zu finden, muss man trotzdem oben anfangen und sich durch alle Beiträge arbeiten.
        Schaut doch mal bei der “Wahren Tabelle”.
        Die haben eine Rubrik “Letzte Beiträge”.
        Da werden immer die aktuellsten 50 (?) Beiträge angezeigt.
        Das ist höllisch praktisch für “Vielleser”.

      2. Danke Tobi13, werde ich mir anschauen.

        Edit: Meinst du das hier? https://www.wahretabelle.de/forum/letzte_beitraege#ath

        Spannend, das ist ein Forum. Wir sind hier ja im Kommentarbereich eines Blogs oder ist der Link zur falschen Seite?

      3. @Jan: Das mit den roten Markierungen ist in der Tat schon sehr hilfreich. Schön wäre es, wenn alle Beiträge schon wieder aufgeklappt wären beim Neuladen der Seite, denn so kann man wenigstens optisch schnell erkennen, wo was Neues dazugekommen ist. (Das ging – meine ich – mal; bei mir zumindest funktioniert es aber nicht mehr, obwohl ich alle Cookies zugelassen habe.)

      4. Das Symbol vor dem Antworten-Aufklappen ist dann als Indikator auch rot, alle Beiträge bereits ausgeklappt, wird es jedoch nicht geben, Herrispezial. Das war eventuell mal ein Fehler. :/

      5. @Jan:
        Nee, bist schon richtig. Das meinte ich.
        Ja, ist ein Forum, aber da gibt es doch bei den einzelnen Spielen auch Themen, die erstellt werden und die dann, ganz ähnlich wie hier, kommentiert werden.
        Bin total fremd, was Computer angeht. Ich weiß nicht, wie aufwändig das ist.
        Die haben, dank ihrer Zugehörigkeit zu Springer, ne Menge Programmierer.

      6. @Jan: Schade, das war ein toller Fehler ;-)

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