Vom FC Bayern vielleicht zur AC Mailand: Der richtige Schritt für Leon Goretzka?
Wechsel von München nach Mailand haben eine lange Tradition: Ciriaco Sforza, Karl-Heinz Rummenigge, Lúcio, Lothar Matthäus, Yann Sommer, Xherdan Shaqiri, Benjamin Pavard, Andreas Brehme – sie alle wechselten von der „nördlichsten Stadt Italiens“ in die Modemetropole Mailand, all diese Spieler trugen in ihrer Karriere neben dem rot-weißen später auch das schwarz-blaue Trikot von Inter.
Mit Christian Ziege und Mark van Bommel gab es hingegen nur zwei Spieler, die aus München den Weg zum AC Mailand fanden. Leon Goretzka könnte, glaubt man den aktuellen Gerüchten, nun der dritte Spieler sein, der für die Rossoneri auflaufen wird.
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Wie u. a. die Abendzeitung berichtet, gilt Goretzka beim Team von Niclas Füllkrug zu den Wunschspielern von Trainer Massimiliano Allegri, dem Mittelfeldspieler soll ein Vertragsangebot bis 2029 vorliegen. Doch wie sinnvoll wäre der Schritt für Goretzka?
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Leon Goretzka scheint ein „Allegri-Spieler“ zu sein
Das Profil von Goretzka scheint wie gemacht für das System des langjährigen Juventus-Trainers Allegri, der seit dieser Saison wieder beim 19-fachen italienschen Meister AC Mailand an der Seitenlinie steht: Goretzka, der bisher 310 Einsätze für den FC Bayern in den Büchern stehen hat, ist taktisch diszipliniert, verfügt über eine gute körperliche Präsenz, ist abschluss- und kopfballstark und versteht es, Räume zuzumachen.
In einem 3-5-2-System könnte Goretzka somit sowohl eine der beiden defensiveren Positionen bekleiden oder etwas offensiver agieren, um seine Torgefahr auszuspielen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Kader der Rossoneri aktuell gut gefüllt mit zentralen Mittelfeldspielern ist.
Viel Konkurrenz bei Milan: Spielt Goretzka zukünftig an der Seite von Modric?
Neben Veteran Luka Modric, der nach seinem Wechsel absoluter Stammspieler in Mailand ist, hat Allegri mit Ruben Loftus-Cheek, Adrien Rabiot, Youssouf Fofana, Samuele Ricci und Ardon Jashari weitere hochkarätige Spieler für die Mittelfeldzentrale zur Auswahl.
Mit Bennacer (Zagreb), Musah (Bergamo), Bondo (Cremonese) und Zeroli (Juve Stabia) stehen zumindest auf dem Papier ab Sommer vier weitere Mittelfeldspieler und Leihrückkehrer im Kader der Mailänder. Doch im Kader der AC Mailand wird es im Sommer mit Sicherheit Veränderungen geben.
Denn die rosaroten Zeiten in Mailand gehören der Vergangenheit an. Sollten die Rossoneri die Champions-League-Qualifikation verpassen, vor den letzten beiden Spieltagen ist man als Vierter punktgleich mit der dahinter liegenden AS Rom, drohen dem Verein werthaltige Abgänge.
Mit Rafael Leão steht bereits ein Hochkaräter im Schaufenster, auch Füllkrug soll zu Geld gemacht werden. Gut möglich also, dass es auch im Mittelfeld zu Transfer-Bewegungen kommen könnte. Goretzka könnte dem Verein als ablösefreier Zugang indes gut zu Gesicht stehen.
Mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten im Offensivspiel könnte er in der Serie A sportlich ein neues zu Hause finden. Zwei weitere Vorteile finden sich neben dem Platz: Seine Wahlheimat München, wo er nach eigenen Angaben sehr gern gelebt hat, ist nicht allzu weit weg. Und Mailand ist zumindest kein allzu großes Downgrade.



