Jonas Urbig im grünen Torwarttrikot des FC Bayern: Er streckt den rechten Arm nach vorn und zeigt mit dem Zeigefinger in diese Richtung.
Bild: Sebastian Widmann/Getty Images

„Er hat es drauf!“ Oliver Kahn traut Jonas Urbig die Nachfolge von Manuel Neuer beim FC Bayern zu

Justin 30.01.2026



Der FC Bayern München muss in dieser Rückrunde abermals die Frage klären, ob Manuel Neuer noch eine weitere Saison bleibt oder ob es Zeit wird, einen Nachfolger zu bestimmen. Mit Jonas Urbig steht ein junger Torhüter bereit, der jetzt schon mehrfach sein Potenzial angedeutet und gezeigt hat.

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Einer, der weiß, wie schwer es sein kann, sich zwischen den Pfosten beim FCB durchzusetzen, ist Oliver Kahn. Der ehemalige Welttorhüter sprach bei Sky über Urbigs Chancen – und zeigte sich dabei angetan von dessen Leistungen.

„Eines ist auffällig bei ihm: In den Spielen, in denen er ran darf, spielt er nicht nur mit, sondern hält er hier und da ein paar überragende Bälle“, lobte Kahn. Ob er also die Nummer eins bei den Bayern werden könne? „Ja, absolut!“

Gerade das Comeback gegen die PSV Eindhoven hinterließ beim „Titan“ Eindruck: „Wenn du jung bist, machst einen Fehler wie gegen Augsburg, und spielst danach, als wäre nichts gewesen, im Gegenteil: Du machst noch ein sehr gutes Spiel, dann zeigt das einfach, dass er die innere mentale Stabilität hat, auf dem Niveau auch Fußball zu spielen.“

„Brutal kritisiert“: Oliver Kahn nimmt Jonas Urbig in Schutz

Auch beim vermeintlichen Patzer in Augsburg nimmt Kahn den 22-Jährigen in Schutz: „Viele Torhüter bevorzugen es, auf der Linie zu bleiben heutzutage“, fing er an: „Ich glaube, das 1:0 für Bayern, der köpft den Ball aus einem Meter ins Tor und keiner sagt etwas. Keiner sagt etwas über den Torwart, weil der auf der Linie klebt. Jetzt kommt der Torwart raus, was immer gut ist, was die Trainer verlangen, weil das mutig auch ist vom Torwart, weil das Ausstrahlung hat, der Torwart kommt raus und verschafft sich Respekt und dann kriegt er den Ball nicht und wird brutal kritisiert.“

Die Kritik an Urbig sei deshalb „ein bisschen too much“ gewesen. Es sei Kahn selbst wie auch anderen Torhütern immer mal wieder passiert, dass das Timing nicht gestimmt habe oder man hätte Fausten müssen. „Das kommt mit der Zeit“, versprach der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FCB.

Trotz der vielversprechenden Entwicklung müsse man aber eines anmerken: „Die Zeit zeigt allerdings, dass egal wer nach so einer großen Ära gekommen ist, der hat es eigentlich nie geschafft. Es waren eigentlich immer Übergangssituationen, bis dann zwei, drei Jahre später eine neue Figur gekommen ist.“ Deshalb habe es Urbig statistisch gesehen schwer in München. Und dennoch ist sich Kahn sicher: „Er hat es drauf.“

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Vincent Kompany ist beim FC Bayern „ganz entscheidend“ für Urbigs Entwicklung

Einen großen Einfluss darauf habe auch Vincent Kompany. „Es ist ganz entscheidend, und so war es bei mir damals mit Winnie Schäfer, dass der Trainer ganz klar sagt: Das ist meine Nummer eins und der spielt bei mir und der darf bei mir Fehler machen.“

Kompany selbst betonte nach der Partie gegen Eindhoven, dass es ohnehin sein Plan war, den jungen Torhüter im Januar zweimal einzusetzen. Nach dem Spiel gegen Augsburg war für ihn jedoch „zu 100 Prozent klar, dass dies ein Moment ist, in dem er einen wichtigen Schritt machen kann“.

Damit bewies der Belgier Vertrauen in die Qualitäten seines Ersatztorhüters und wurde mit einer starken Leistung von ihm belohnt. Urbig gewann sogar den Man-of-the-Match-Award der UEFA. Urbig kam vor rund einem Jahr vom 1. FC Köln nach München und absolvierte seitdem bereits 19 Pflichtspiele, in denen er 22 Gegentore kassierte und siebenmal zu Null spielte.

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