Hoeneß’ Sparplan oder Eberls Mastermind? Ablösefreie Optionen für den FC Bayern
Die Verträge von sechs Spielern beim FC Bayern laufen im Sommer aus. Da mit Dayot Upamecano, Serge Gnabry und Manuel Neuer auch wichtige Akteure darunter sind, bestimmen die ausstehenden Verlängerungen bislang die Diskussionen rund um den FC Bayern.
Bei den übrigen dreien – Leon Goretzka, Raphaël Guerreiro und Sven Ulreich – deutet dagegen vieles auf einen Abgang beziehungsweise ein Karriereende hin. Doch der FC Bayern könnte nicht nur Spieler durch auslaufende Verträge verlieren. Immer mehr Profis lassen ihre Kontrakte bewusst auslaufen, um anschließend völlig frei über den nächsten Karriereschritt entscheiden zu können. Der vergangene Sommer hat mit Jonathan Tah und Tom Bischof gezeigt, dass Max Eberl diesen Markt im Blick hat und dass er auch Qualitätsspieler für den FC Bayern bereithält.
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Hinzu kommt natürlich der Umstand, dass keine Ablösesumme fällig wird, was zur von Uli Hoeneß ausgerufenen Sparsamkeit passen würde. Zwar kosten auch ablösefreie Spieler Geld, etwa durch Handgeld, Beraterprovisionen und zusätzliche Argumente in den Gehaltsverhandlungen. Dennoch ist der Spielerpool, mit dem ab dem 1. Januar verhandelt werden darf, einen genaueren Blick wert. Miasanrot stellt fünf Kandidaten vor, die sofort helfen könnten und zum Abschluss vier Wild Guesses.
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FC Bayern: Diese ablösefreien Spieler könnten interessant werden
Marc Guehi
Ein Name, der schon lange durch sämtliche Publikationen schwirrt. Zu offensichtlich ist es, dass der Kapitän von Crystal Palace seinem Verein mittlerweile entwachsen ist. Der beim FC Chelsea ausgebildete Innenverteidiger ist mehr als bereit für den nächsten Schritt, und die halbe Elite des europäischen Spitzenfußballs steht bereit, ihm diese Möglichkeit zu bieten.
Im Sommer stand er kurz vor einem Wechsel nach Liverpool. Nach dem am Deadline Day geplatzten Transfer kann der Engländer nun frei entscheiden, wo es für ihn ab Sommer weitergehen soll. Viele sahen ihn als möglichen Upamecano-Ersatz, sollte sich dieser gegen eine Verlängerung in München entscheiden. Doch auch bei einem Verbleib des Franzosen könnte der 25-Jährige eine interessante Option sein.
Er würde die Qualität in der Innenverteidigung noch einmal deutlich erhöhen und den Konkurrenzkampf mit dem aktuell gesetzten Duo Tah/Upamecano spürbar verschärfen. Der in der Elfenbeinküste geborene Engländer verfügt über ein sehr gutes Stellungsspiel, liest Räume stark, ist zweikampfstark und bringt Führungsqualitäten mit. Seine Athletik hilft ihm sowohl in Luftzweikämpfen als auch gegen robustere Gegenspieler, auch wenn er mit 1,82 Metern für einen Innenverteidiger nicht der Größte ist. Probleme zeigen sich gelegentlich gegen sehr wuchtige Stürmer und manchmal im langen Passspiel, das Aufbauspiel insgesamt ist jedoch solide.
Fußballerisch wäre er also eine gute Option für den FC Bayern, die Max Eberl auf jeden Fall ausloten sollte. In möglichen Gesprächen müsste der Sportvorstand jedoch auch prüfen, wie der Spieler zu den Werten des FC Bayern steht. Im Dezember 2024 trugen alle Kapitäne der Premier League eine Regenbogenbinde als Zeichen für die Rechte der LGBTQIA+-Community. Guehi beschriftete seine Binde mit „I love Jesus“, da er als gläubiger Christ diese Werte offenbar nicht teilt. Dieser Vorfall sollte nicht unerwähnt bleiben und entsprechend thematisiert werden.
Rúben Neves
Ein Name, der zuletzt noch im Miasanrot-Slack diskutiert wurde und nun auch in Gerüchten immer häufiger auftaucht, zu offensichtlich der Fit. Ein tief spielender Sechser mit enormen technischen Fähigkeiten und ordentlicher Härte im Zweikampf, der defensiv Räume sehr gut schließt. Natürlich passt ein solcher Spielertyp hervorragend neben Joshua Kimmich.
Viele denken dabei sofort an die Kombination Thiago/Kimmich, und das ist auch nicht abwegig. Neves ist vermutlich körperlich etwas stärker und robuster, schließlich ging er durch das Stahlbad der englischen Championship. Dennoch gibt es Gründe, warum Neves nicht ständig mit Guardiolas Lieblingsschüler verglichen wird.
Der Portugiese entschied sich nämlich bewusst gegen die Möglichkeit, mit Pep Guardiola zu arbeiten, und gegen noch viel mehr. Bei den Wolverhampton Wanderers erarbeitete er sich einen Ruf, der es ihm erlaubt hätte, sich den nächsten englischen Topklub praktisch auszusuchen. Stattdessen wechselte er 2023 im Alter von 26 Jahren überraschend nach Saudi-Arabien zu Al-Hilal.
Dabei war es nicht der erste ungewöhnliche Karriereschritt. Als Supertalent gehandelt, wechselte er bereits 2017 in die englische Championship zu Wolverhampton zu den von seinem Berater Jorge Mendes fachlich unterstützten Wolves. Das mag bei manchen Zweifel an seiner Karriereplanung aufkommen lassen, nicht jedoch bei seinen Mitspielern. Neves gilt als absoluter Führungsspieler und genießt hohes Ansehen.
Beim FC Porto wurde er bereits mit 18 Jahren zum Kapitän ernannt, bei den Wolves erhielt er diese Rolle mit 22 ebenfalls. Es bleibt ein ungewöhnlicher Karriereweg, doch seine Qualität könnte dem FC Bayern als Goretzka-Ersatz durchaus weiterhelfen. Die offenen Fragen wären, ob der Kombination Neves/Kimmich nicht etwas Dynamik fehlen würde, da auch Neves weder der schnellste noch der athletischste Spieler ist, und ob ein Transfer dem 28-jährigen Aleksandar Pavlović wichtige Spielzeit nehmen könnte.
Ibrahima Konaté
Der nächste Name im Innenverteidiger-Domino. Guehi, Upamecano und Konaté: keiner der großen Namen auf dem Markt hat bislang eine Entscheidung getroffen, und auch der Franzose mit Leipzig-Vergangenheit könnte eine Option sein. Auch er würde das Niveau in der Innenverteidigung deutlich anheben. Zudem kennt er Upamecano noch gut aus der gemeinsamen Zeit in Sachsen.
Allerdings ist er seinem französischen Landsmann auch sehr ähnlich. Körperlich ist er möglicherweise noch einmal stärker, seine Robustheit und Athletik sind beeindruckend, er bringt aber auch die bekannte Anfälligkeit für Aussetzer mit sich, die man von Upamecano kennt. Im Gegensatz zu seinem Nationalmannschaftskollegen hat er diese bislang aber noch nicht vollständig abstellen können. Hinzu kommt eine ausgeprägte Verletzungsanfälligkeit. Zwar waren die vergangenen eineinhalb Jahre diesbezüglich eine deutliche Verbesserung, dennoch plagt sich Konaté immer wieder mit Verletzungsproblemen herum.
Er wäre sicherlich ein Upgrade gegenüber Min-jae Kim, würde aber auch ein ordentliches finanzielles Paket erfordern und einige Unwägbarkeiten mitbringen, was in der Innenverteidigung nicht ideal ist. Bayern-Fans sehen in dieser Saison an Jonathan Tah sehr gut, wie wertvoll eine verlässliche Konstante auf dieser Position sein kann.
Dušan Vlahović
Ein bekannter Name im Bayern-Umfeld. Er galt lange als möglicher Lewandowski-Nachfolger, und seither gab es immer wieder Gerüchte. Der FC Bayern ist mit Harry Kane allerdings deutlich besser gefahren. Während der Engländer die Tornetze zerschießt, lässt der endgültige Durchbruch Dušan Vlahovićs zum europäischen Topstürmer weiterhin auf sich warten, obwohl sein Karriereweg zunächst klar vorgezeichnet schien.
Im Januar 2022 wechselte er im Alter von 22 Jahren nach einer starken Saison (21 Serie-A-Tore 2021/22) und einer noch stärkeren folgenden Hinrunde (17 Tore und vier Assists in 21 Spielen) für über 80 Millionen Euro vom AC Florenz zu Juventus Turin.
Mit einem sehr guten Abschluss, einem enorm wuchtigen Körperbau und starken Freistößen ausgestattet, verlief auch sein Start bei Juve ordentlich. Der große Durchbruch blieb in den folgenden dreieinhalb Spielzeiten jedoch aus. Die Saison 2023/24 sticht mit 16 Ligatoren zwar als seine mit Abstand beste hervor, ist für einen Spieler dieser Preisklasse und mit dem Anspruch eines künftigen Topstürmers in Turin aber letztlich zu wenig.
Dabei hakte es nicht nur an der sportlichen Leistung. Auch charakterlich soll der Serbe immer wieder angeeckt sein, zudem wurde er regelmäßig von Verletzungsproblemen zurückgeworfen. Juventus wäre ihn gerne schon früher losgeworden und verpflichtete zuletzt mit Jonathan David und Loïs Openda weitere Stürmer. Sein sehr üppiges Gehalt stand einer Trennung bislang jedoch im Weg, weshalb es nun auf ein Vertragsende hinauslaufen könnte.
Unbestritten bleibt Vlahovićs Qualität, die ihm auch bei Juve immer wieder Einsätze sicherte. Einen strauchelnden Stürmer als Backup hinter dem besten Stürmer der Welt aufzubauen, ist jedoch schwierig. Hinter Kane gibt es wenig Spielzeit, und für eine funktionierende Doppelspitze fehlt es beim 25-Jährigen an zu vielem. Vlahović nimmt wenig am Spiel teil, arbeitet ungern gegen den Ball und agiert vor dem Tor oft eigensinnig. In Kombination mit seinen mutmaßlich hohen finanziellen Forderungen ergibt sich für den FC Bayern insgesamt kein besonders stimmiges Profil.
Mike Maignan
Eigentlich hat der deutsche Rekordmeister keinen Bedarf im Tor. Mit Manuel Neuer ist die Position mit einer Ikone besetzt, die nicht zu Unrecht für viele als bester Torhüter aller Zeiten gilt. Zudem gibt es mit Jonas Urbig einen Kronprinzen, der bislang zu überzeugen wusste und auch von Neuer selbst immer wieder mit warmen Worten bedacht wird.
Andererseits ist es gut möglich, dass Neuer seine grandiose Karriere im Sommer beendet. Dann sollte es dem Anspruch des FC Bayern entsprechen, nicht unerwähnt zu lassen, dass ein absoluter europäischer Spitzentorhüter im Sommer ablösefrei verfügbar wäre.
Mike Maignan ist Kapitän beim AC Mailand und ließ dort den Abgang von Gianluigi Donnarumma sofort vergessen, ebenso wie er im französischen Nationalteam problemlos die Nachfolge des Weltmeister-Kapitäns Hugo Lloris antrat. Allein das ist bereits eine große Auszeichnung, doch auch sein sportliches Profil überzeugt. Der in der Jugend von PSG ausgebildete Shotstopper verfügt über überragende Reflexe, ist sehr stark im Eins-gegen-eins und beherrscht seinen Strafraum. Hinzu kommen seine Spielintelligenz, der sehr gute Spielaufbau mit dem Fuß und seine Führungsstärke, die ihn grundsätzlich als Neuer-Nachfolger prädestinieren würden.
Allerdings bringt der 30-Jährige auch ähnliche Probleme mit sich wie Neuer mittlerweile. Das Risiko im Aufbauspiel und beim Herauslaufen ist dabei vernachlässigbar, da es Teil der Spielidee beider Torhüter ist. Für einen langfristigen Nachfolger ist Maignan jedoch nicht mehr der Jüngste. Im Sommer wird er 31 Jahre alt, ist damit zwar deutlich jünger als Neuer, aber vermutlich nicht in der Lage, eine vergleichbare Ära zu prägen. Vor allem teilt er ein weiteres Problem mit dem aktuellen Bayern-Kapitän: die Verletzungsanfälligkeit. Maignan plagt sich immer wieder mit Blessuren herum und benötigt danach häufig Zeit, um wieder in Form zu kommen. Die phasenweise fehlende Konstanz ist meist gesundheitlich bedingt, bleibt aber dennoch ein Faktor.
Gerade in dieser Saison sieht der deutsche Branchenprimus an mehreren Spielern – etwa Tah, Díaz, Olise oder Kimmich –, wie wertvoll es ist, Topspieler nahezu dauerhaft zur Verfügung zu haben. Das sollte man bedenken, bevor man dem hochtalentierten Urbig einen großen Namen vor die Nase setzt.
Robert Lewandowski
Ein Name, der im Miasanrot-Slack eine recht klare Antwort hervorrief: „Der setzt sich nicht auf die Bank.“ Eine durchaus nachvollziehbare Einschätzung. In seiner bisherigen Karriere kam Robert Lewandowski kaum damit zurecht, nicht die klare Nummer eins zu sein. Er wollte nicht einmal einen Backup dulden, der ihn gelegentlich entlasten sollte. Warum sollte er sich also hinter Harry Kane in diese Rolle fügen?
Realistisch ist dieses Szenario nicht, dennoch könnte sein Ex-Klub zumindest einen Versuch wagen. Medienberichten zufolge kann sich der Pole einen Verbleib beim FC Barcelona zu reduzierten Bezügen vorstellen, obwohl er bei den Blaugrana zuletzt mehrfach über die gesamten 90 Minuten auf der Bank saß. Mit dann 38 Jahren wird er ohnehin nicht mehr jedes Spiel bestreiten können. Vielleicht ließe sich ihm eine Rolle hinter und gelegentlich neben Kane schmackhaft machen.
Den Wettbewerbstypen Lewandowski dürfte die Aussicht auf einen weiteren Champions-League-Titel weiterhin mehr reizen als ein Wechsel nach Saudi-Arabien, in die Türkei oder in die MLS. Das sind zumindest die anderen aktuell gehandelten Destinationen für den ehemaligen Weltfußballer.
Mauro Icardi
In der Türkei bereits angekommen ist Mauro Icardi. Der bald 33 Jahre alte Argentinier vergoldet sich bei Galatasaray jedoch nicht einfach eine ehemals glorreiche Karriere, sondern ist weiterhin ein sehr guter Stürmer.
Sein aufsehenerregendes Privatleben (die Affäre mit der Ehefrau eines Mitspielers und die darauffolgende öffentlich ausgetragene On-off-Beziehung mit ihr) sowie sein Wechsel nach Paris ließen die Karriere des zweimaligen Serie-A-Torschützenkönigs zeitweise ins Stocken geraten.
In Paris war Anfang der 2020er-Jahre neben den vielen großen Stars kein Platz für den Torjäger, weshalb er nach Istanbul wechselte. Dort blühte er jedoch wieder auf, wurde Fußballer des Jahres und Torschützenkönig und führte Galatasaray zu zwei Meistertiteln. Ein Kreuzbandriss warf ihn in der vergangenen Saison hinter Starstürmer Victor Osimhen zurück, doch wenn er in dieser Spielzeit zum Einsatz kommt, stimmt die Torquote des weiterhin amtierenden Kapitäns nach wie vor (16 Ligaeinsätze, neun Tore).
Galatasaray soll an einer Vertragsverlängerung arbeiten, hofft dabei jedoch auf einen deutlichen Gehaltsverzicht. Genau hier könnte sich eine Chance für den FC Bayern ergeben. Icardi ist weiterhin ein exzellenter Strafraumstürmer mit herausragendem Abschluss, gutem Timing und hoher Effizienz. Zwar nimmt er wenig am Spiel teil, doch als Backup kann ohnehin kaum jemand auf dem Niveau von Harry Kane agieren. Zudem könnte der Argentinier als zusätzliche Waffe dienen, wenn am Ende einer Partie noch ein Tor benötigt wird.
Xaver Schlager
Ein weiterer Spieler, der als Ersatz für Leon Goretzka infrage kommen könnte. Nicht auf dem Niveau von Neves, aber einer, der eine klar definierte Rolle erfüllen würde. Nicht als große Konkurrenz für Pavlović, sondern als Absicherung. Benötigt Pavlović eine Pause oder fällt er verletzt aus, könnte der Österreicher den „Bodyguard“ für Kimmich geben.
Klar defensiv ausgerichtet, mit gutem Positionsspiel, hoher Intensität, großer Zweikampfstärke sowie starker Mentalität und taktischer Disziplin. Spielerisch darf man beim 28-Jährigen keine Wunderdinge erwarten, er ist jedoch besser, als sein Ruf es vermuten lässt.
Er wäre nicht der erste Österreicher, der ablösefrei aus Leipzig kommt und sich mit Einsatzfreude und Kampfgeist in die Herzen der Bayern-Fans spielt. Allerdings bringt Schlager ein Problem mit, das auch Landsmann Konrad Laimer vor seinem Wechsel hatte: Verletzungsanfälligkeit. Fit war Schlager in den vergangenen Jahren einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga, allerdings zu selten. Laimer konnte diese Probleme in München ablegen, bei Schlager ist nach zwei Kreuzbandrissen und wiederkehrenden Muskelverletzungen kaum damit zu rechnen. Keine schlechte Option, aber vermutlich gibt es bessere.
Stefan Ortega
Erneut ein Torhüter? Und dann kein ganz großer Name? Ja, aber vielleicht ist genau das, was der FC Bayern braucht. Sollten im Sommer tatsächlich Manuel Neuer und Sven Ulreich gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten, wäre eine verlässliche Nummer zwei hinter Jonas Urbig eine wünschenswerte Lösung.
Dass er diese Rolle ausfüllen kann, hat Stefan Ortega in den vergangenen Jahren bei Manchester City gezeigt. Durch die Transfers von James Trafford und Gianluigi Donnarumma ist er dort zuletzt ins zweite Glied gerückt, doch vielleicht ließe sich ihm genau diese Rolle auch in München schmackhaft machen.
Gemeinsam mit Urbig arbeiten, dazu möglicherweise Einsätze auf allerhöchstem Niveau – ein Szenario, das durchaus reizvoll sein könnte. Der 33-Jährige ist sehr stark am Ball, verfügt über gute Reflexe und ist spielintelligent. Bei der Strafraumbeherrschung allerdings kann er Urbig vermutlich nicht entscheidend weiterhelfen. Manch einer erinnert sich noch an den Schnatterer-Freistoß, der einst zum Abstieg der Blauen führte.
Trotz dieser Vergangenheit wäre Ortega eine solide Option als erfahrener und verlässlicher Backup-Torhüter.
FC Bayern-Optionen: Abseits der Spitze werden die Schwächen deutlich
Es gibt sie, die Topspieler, die ablösefrei zu haben sind. Diese sind jedoch auch praktisch jedem Sportdirektor und jeder anderen verantwortlichen Person im europäischen Fußball bekannt. Entsprechend gilt es, mit einem starken Gesamtpaket aus Perspektive und finanziellen Mitteln zu überzeugen. Auf diesem Markt sollte der FC Bayern durchaus gute Karten haben, auch wenn es noch größere Player gibt. So soll etwa Marc Guéhi mit einem Wechsel zu Real Madrid liebäugeln. Vielleicht kann man den Spaniern hier aber mit Entschlossenheit zuvorkommen.
Die meisten anderen Kandidaten bringen neben vielen Stärken allerdings auch Gründe mit, warum ihre Verträge bislang nicht verlängert wurden. Viele davon wurden bereits angesprochen: hohe Gehälter, Verletzungsanfälligkeit, das fortgeschrittene Alter oder persönliche Eskapaden. Ist man sich dieser Risiken bewusst, kann der Markt dennoch einiges hergeben und ist auch für Max Eberl einen genaueren Blick wert.
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