3:2 in Bremen: Bayern zockt sich ins Finale

Justin Trenner 24.04.2019

Wenn am Osterdeich die Flutlichter angehen, standen in der Vergangenheit viele große Spiele auf dem Programm. Die Fans von Werder Bremen taten bereits vor Anpfiff ihr Bestes, um ein solches zu beschwören: Hunderte Anhänger belagerten den Bremer Bus bei der Ankunft und zeigten ihrer Mannschaft, dass heute ein großer Tag ist.

Falls Ihr es verpasst habt:

Früh war also klar, dass die Bayern eine starke Leistung bringen mussten, um am Ende ins Pokalfinale einzuziehen. Niko Kovač vertraute deshalb größtenteils der Mannschaft, die zuletzt für die richtigen Ergebnisse sorgte.

Lediglich Hummels rückte im Vergleich zur Bundesliga-Partie wieder in die Startelf. Boateng bekam einen weiteren Startelfeinsatz, weil Süle seine Sperre absaß.

Auch Kohfeldt veränderte nicht allzu viel. Für Nuri Sahin brachte er Osako, der wiederum dafür sorgte, dass Kruse und Möhwald jeweils eine Position nach hinten rutschten. Sonst war es die zuletzt erfolgreiche Werder-Raute im 4-3-1-2 – diesmal allerdings mit Kruse in seiner Freigeist-Rolle. Bargfrede wurde nicht rechtzeitig fit.

Werder begann mutig und aggressiv, erspielte sich nach rund 7 Minuten sogar die erste kleine Chance des Spiels, nachdem Lewandowski den Ball verlor. Früh wurde klar, dass es für die Bayern komplizierter werden würde als am Wochenende.

Allerdings nahmen die Münchner die Aufgabe an. In den ersten zehn Minuten waren sie hellwach und konnten Werders Ballbesitzphasen gut verteidigen. Nach vorn entwickelten sie ihrerseits erstmals Gefahr, als Müller mit der Hacke knapp verfehlte (8.). Es war wie erwartet eine Anfangsphase auf Augenhöhe.

So bekamen aber auch die Bayern hin und wieder Raum für Konter. Wie in der 16. Minute als Coman plötzlich mit viel Platz andribbeln konnte, Müller im Rückraum bediente und der die erste Riesenchance vergab, weil Moisander das Bein dazwischen bekam. Auch Thiago vergab in einer Phase eine gute Möglichkeit aus gut 18 Metern, als die Bayern zunehmend dominanter wirkten (22.).

Doch Werder blieb gefährlich, obwohl sie jetzt etwas tiefer standen. Die Gäste ließen sich immer noch zu einigen Risikopässen hinreißen, die die Mannschaft von Florian Kohfeldt ausnutzen konnte. Aus einer ähnlichen Situation entstand auch ein Gegenstoß, den Klaassen fast zum 1:0 genutzt hätte (24.).

Es war ein hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nur wenige Räume. Ein Paradebeispiel dafür war der Konter der Bayern nach einer Ecke in der 29. Minute. Obwohl die Münchner viele Spieler in kurzer Zeit in die Offensive bekamen, war Werder den Umständen entsprechend ebenso schnell hinter dem Ball und konnte so Schlimmeres verhindern.

Die wichtigste Bedingung für ein Spiel auf Augenhöhe war gegeben: Bremen schaffte es in den ersten 35 Minuten, Bayerns limitierten Ballvortrag zu verhindern und sie so abhängig von der individuellen Klasse zu machen.

Umso bezeichnender ist es aber, dass die Bayern genau mit dieser und etwas Glück in der 36. Minute in Führung gingen: Nach einem eigentlich zu langen Schlag kam Müller aus unmöglichem Winkel zum Kopfball. Die Verteidiger rechneten bei Müllers Bogenlampe schlichtweg damit, dass der Ball ins Aus gehen würde. Er prallte allerdings vom Pfosten zurück ins Feld, wo Lewandowski einschob. Die Definition eines Kackto … eines Tores mit Müller-Beteiligung.

In der Folge waren die Bayern oben auf und Werder etwas durcheinander. Lewandowski erzielte sogar das 2:0 per Kopf – allerdings aus Abseitsposition, weshalb der Treffer zu Recht wieder aberkannt wurde.

Zur Halbzeit stand es deshalb 1:0 für die Gäste aus München. Insgesamt ein nicht unverdientes Ergebnis, obwohl Werder über weite Phasen der ersten Halbzeit auf Augenhöhe agierte.

Im zweiten Durchgang kamen die Bremer wieder stark verbessert aus der Kabine. Der Schock vom Gegentor schien überwunden. Es entstand zunächst ein wilder Schlagabtausch, den die Bayern nach rund zehn Minuten aber wieder unter Kontrolle bekamen.

Kovač reagierte trotzdem und brachte Leon Goretzka für einen glücklosen Serge Gnabry (58.). Vermutlich wollte er damit für noch mehr Ruhe im eigenen Spiel sorgen. Das hat zunächst auch geklappt. Schon in der 63. Minute machte sich der Wechsel bezahlt: Nach Vorlage von Goretzka war es Thomas Müller, der die 2:0-Führung erzielte. Die Entscheidung?

Mitnichten. Kohfeldt ging jetzt volles Risiko und brachte Pizarro für Mittelfeldmann Möhwald. Werder erzwang jetzt wieder einen offenen Schlagabtausch und brachte sich innerhalb von nur 67 Sekunden zurück ins Spiel. Erst war es Osako, der den Anschlusstreffer nach einer Hereingabe in den Rückraum besorgte (74.) und wenig später verloren die Bayern erneut den Ball und Rashica erzielte den Ausgleich (75.).

Kovač sah sich nun erneut zu einem Wechsel gezwungen und brachte James für den diesmal unglücklich spielenden Thiago (76.). Jetzt wurde es richtig verrückt. Nur zwei Minuten später brannte es wieder im Strafraum der Gastgeber: Nachdem Kingsley Coman sich gegen Gebre Selassie durchsetzte, fiel er. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter.

Mindestens diskutabel, weil Coman sich einerseits den Ball ohnehin zu weit vorlegte und andererseits der Kontakt sehr leicht war. Lewandowski nutzte seine Chance und verwandelte (80.).

Kohfeldt warf nochmal alles nach vorn. Für Augustinsson kam Harnik (81.). Bayern bekam die Partie zu keinem Zeitpunkt mehr richtig unter Kontrolle, hatte aber auch selbst Chancen durch James (87.) und Lewandowski (94.), um für die Entscheidung zu sorgen. Auch die letzten Wechsel von Kohfeldt (Eggestein für Klaassen, 89.) und Kovač (Rafinha für Müller, 89.) sollten aber nichts mehr am 3:2 für die Bayern ändern.

Die Münchner ziehen damit erneut ins Pokalfinale ein. Für Kovač ist es sogar das dritte Finale in Folge als Trainer. In Berlin wartet am 25. Mai RB Leipzig auf den FC Bayern.

3 Dinge, die auffielen:

1. Werder mit richtigem Matchplan

Bremen startete aggressiv und mutig in die Partie. Früh zeigte sich, dass Kohfeldt den richtigen Auftaktplan für die Begegnung wählte. Aus dem 4-4-2 heraus entstanden gegen den Ball schon früh vier verschiedene Muster (4-2-3-1, 4-4-2, 4-1-3-2, 4-3-1-2), die Bremen je nach Positionierung der Bayern und eigenem Pressingdruck variierte. Schoben die Gastgeber sehr hoch, wählten sie meist das 4-1-3-2, um den Gegner beim Übergang ins zweite Drittel zu Pässen auf die Außenbahnen zu zwingen. Die Außenverteidiger waren wiederum dafür verantwortlich, die natürlichen Lücken neben dem Sechser ebenfalls zu verteidigen, sollte der Ball dort hingelangen.

In tieferen Phasen wählte die Kohfeldt-Elf eher ein flaches 4-4-2 oder ein 4-3-1-2 mit Kruse als Störer für vertikale Zuspiele auf Martínez oder Thiago. Trotz des 0:1-Rückstands ging dieser Plan zunächst auf. Werder war aggressiv, sofort am ballführenden Spieler und bekam genügend Chancen zu Kontersituationen. Auch deshalb, weil sie die Bayern damit vertikal auseinander zogen. Sie schafften es, die Passwege zu Lewandowski und insbesondere zu Müller so lang wie möglich zu halten, weil sich abkippende Bewegungen für beide nicht lohnten. Kohfeldt wusste, dass die Bayern gerade in solchen Szenen einerseits für Ballverluste anfällig sind und andererseits danach nicht so stark in der Konterabsicherung sind. Lediglich der letzte Pass und die Chancenverwertung passten zunächst nicht.

Werder zwang die Bayern damit auf Augenhöhe und beschränkte sie auf ihre individuelle Klasse. Sie machten also alles, was nötig war, um eine realistische Chance auf den Sieg zu haben. Dass Bayern lange Zeit nur nach Kontern oder Einzelaktionen Gefahr ausstrahlte, bestätigte Kohfeldt in seinem Ansatz. Auch am Ende bewies der Trainer ein glückliches Händchen, indem er die richtigen Stellschrauben drehte. Im richtigen Moment brachte er seine volle Offensivkraft auf den Rasen, um die Bayern nochmal ins Straucheln zu bringen. Am Ende reichte es deshalb nicht, weil die Münchner einen Tick abgezockter waren und ihre Chancen nutzten. Werder hingegen ließ in diesem Spiel zu viel liegen und kann sich letztendlich auch nur wenig davon kaufen, dass sie die Bayern auf Augenhöhe ziehen und dort bespielen konnten.

2. Bayern


Niko Kovač würde vermutlich sagen, dass seine Mannschaft den Kampf früh annahm. So war es schließlich auch. Die Münchner zeigten sich wenig überrascht vom gut organisierten und mutigen Gegner und schafften es wiederum, ihre Ballverluste bis zur wilden Schlussphase auf ein Minimum zu reduzieren. Aufgrund der bereits bekannten Schwächen im Positionsspiel war dieses Minimum immer noch genug, um Werder im Spiel zu halten. Gerade die langen Passwege im Zentrum sind mittlerweile zu einem Markenzeichen des bayerischen Fußballs geworden.

Gegen den Ball zeigten sich die Münchner meist ebenso gut organisiert wie ihr Gegner. Müller und Thiago schoben in Phasen des Angriffspressings weit und teils sogar mannorientiert nach vorn und Martínez schloss die Lücken dahinter. Werder konnte sich zwar ein paar Mal gut aus dem hohen Pressing befreien, wenn sich die Achter in die Zwischenräume schoben, doch alles in allem war der Druck für sie meistens zu hoch, um dann auch wirklich strukturiert ins letzte Drittel zu gelangen. In tieferen Verteidigungsphasen agierten die Bayern in einem 4-1-4-1 oder 4-5-1, das Bremen wenig Raum zwischen den Linien bot. Allerdings hatten sie immer dann Probleme, wenn Werder sich auf der Außenbahn freispielen konnte oder diagonale Wege in die Räume zwischen die Ketten fand. Gerade bei Bällen von außen in den Rückraum standen die Bayern oft nicht so gut. Wie beispielsweise beim 1:2-Anschlusstreffer im zweiten Durchgang. Darüber hinaus haben die Bayern weiterhin mit ihrer Konterabsicherung zu kämpfen. Vorrangig liegt das aber nicht an der Bewegung der Spieler direkt nach den Ballverlusten, sondern an der Entstehung der Ballverluste und den Bewegungen der Spieler direkt vor diesen.

Denn hier haben die Münchner schon in der gesamten Saison ihr größtes Manko: Es gibt zu wenig Struktur in Ballbesitz, um den Zufall beim Ballvortrag zu minimieren. Offensiv wurden die Bayern auch gegen Bremen vor allem durch Einzelaktionen gefährlich. Die Münchner unterstützten erneut ihre Außenspieler zu wenig. Eine exemplarische Szene war in der ersten Halbzeit Alabas Dribbling nach innen, das er mit einem ungefährlichen Schuss mit seinem schwachen rechten Fuß abschloss, weil kein Spieler den Lauf in die Tiefe suchte oder sich im Zentrum anbot. Die Unterstützung für den ballführenden Spieler ist häufig mangelhaft, was wiederum zu vielen Dribblings oder langen Ballbesitzphasen einzelner Spieler führt. Das Resultat der fehlenden Struktur – besonders im Zentrum – sind Ballverluste, die anschließend nicht abgesichert werden können. So entstehen mitunter wilde Spiele, wie in der Schlussphase gegen Bremen.

3. Wieder nicht verzockt!

Man könnte auch sagen, dass die Bayern sich endgültig zu Zockern gewandelt haben. Sie zocken im Pressing hin und wieder, wenn einzelne Spieler herausschieben und hinter sich Räume öffnen. Sie zocken in Ballbesitz schon im Spielaufbau, wenn die vertikalen Passwege ins Zentrum zu lang sind. Sie zocken vorne, weil sie nicht selten in Unterzahl sind. Selbst bei Ballverlusten zocken sie manchmal, wenn sie auf die Restverteidigung der Mannschaft vertrauen und nur zurücktraben. Sie können sich das auf nationaler Ebene in den meisten Fällen erlauben, weil sie dort eben individuell klar überlegen sind und so die vielen Unter- oder Gleichzahlsituationen ausgleichen können.

Durch das Zocken machen sie sich aber selbst unnötig abhängig von engen Situationen, die letztendlich den Unterschied machen. Hier ein Tackling in letzter Sekunde, dort ein Pass mit zu viel Risiko vertikal durchs ganze Zentrum und wieder an anderer Stelle ein riskantes Dribbling im Eins-gegen-Zwei – die Bayern machen all das im Moment im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut. Keine Frage. Aber es bleibt die Frage, wie viel besser sie sein könnten, wenn sie als Kollektiv noch ein Stück strukturierter und besser wären. Wenn sie dem Zufall noch mehr Ideen entgegensetzen. Gegen den Ball haben wir in dieser Saison bereits einen taktischen Sprung erlebt und gesehen, was er mit der Mannschaft machen kann. Mit dem Ball bleibt es oft zufällig und zäh. Auch die Gegentore entstanden gegen Bremen aus Situationen, in denen die Münchner sich verzockt haben. Verzockt, weil sie sich selbst zum Zocken gezwungen haben.

Umso spannender wird das Saisonfinale. Mit Leipzig (2x) und Frankfurt haben sie in der Liga und im Pokal noch zwei Mannschaften als Gegner, die gruppentaktisch und individuell so gut sind, dass es für den FC Bayern trotz des aktuellen Laufs eng werden könnte. Zocken sie dann den Tick zu viel, können die beiden Titelträume schnell platzen. Kovač scheint dennoch eine Balance gefunden zu haben, die aktuell für die gewünschten Ergebnisse sorgt. Und allein das stimmt bereits positiv, dass sie auch bei den kommenden Herausforderungen den Kampf annehmen und eine gute Leistung abliefern werden. Gegen Bremen haben sie sich ein weiteres Mal nicht verzockt. Auch wenn es knapp war.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. sebastian weigelt Seite 24.04.2019 - 23:05

    Mauerfussball, Defensivwechsel, Zeitspiel, Unsportlichkeiten – das ist ein neuer, erschreckender, FC Bayern!
    Zu Niko Kovac mal wieder: Einmal von seinem persönlichen Aufreten absolut unwürdiges Verhalten in der Position des Trainers beim FC Bayern München.
    Von der Spieleinstellung ebenso, wer sind wir denn, dass wir nach einem 2:0 gegen Werder Bremen mauern müssen? Ich meine jetzt nichts gegen Werder, aber das kann doch nicht unser Anspruch sein.
    Ich hoffe nur unsere Oberen erkennen dass auch. Nicht nur einen Schnitt im Kader machen am Ende der Sasion sondern auch bei der Position des Trainers. Es ist einfach höhere individuelle Klasse an Spielern die Bayern gewinnen lassen nicht seine Taktik…
    Auch die Spielweise ist bis auf die Vorstöße von Coman absolut unterirdisch (auf europäischer Ebene gesehen). Gegen Bremen scheint sowas mal wieder zu reichen. Samstag war es ja auch nicht besser.. Kovac seine Taktik ist einfach kein Fussball.
    Ich habe mich in 20 Jahren noch nie so wenig über ein final Einzug gefreut.

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    1. Antwortsymbolseveralseasons Seite 25.04.2019 - 11:33

      Gnabry hatte zwar keinen so guten Tag wie zuletzt, aber die Wechsel (bis auf James) haben mich auch gestört. Hätte für Goretzka lieber Martinez rausgenommen, später kam dann auch noch Rafinha für Müller.

      1. Ich sehe den Goretzka/Gnabry-Wechsel nicht so kritisch – im Gegenteil.

        Gnabry war offensiv völlig aus dem Spiel genommen. Bremen hat auf beiden Außenbahnen in Überzahl verteidigt.
        In dieser Situation einen Spieler zu bringen, der zentral für Gefahr sorgt halte ich für klug.

      2. Antwortsymbolseveralseasons Seite 26.04.2019 - 20:21

        @Pete: Wie ich schrieb, ich hätte für den eingewechselten Goretzka lieber Martinez rausgenommen, d.h. wir bekommen den Vorteil, den Du beschreibst, aber sind trotzdem auch gefährlich über die Flügel bei Verbleib von Gnabry. Ist halt offensiver gedacht bzw. das Mittelfeld wird etwas flexibler, was die Rollenverteilung angeht.

  2. …was erlaube tiago
    ich mag ihn meistens
    aber heute 5 oder 6 haarstraeubende fehlpaesse

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    1. Knapp zusammengefasst, was ich auch denke.
      Aber ich würde sogar noch weiter gehen.

      Dass Thiago ein exzellenter Kicker ist, stelle ich nicht in Frage. Ich sehe auch, dass er zeitweise geniale Ideen hat und auch Mal ein Spiel alleine gewinnt. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass am Ende aller positiven wie leider auch negativen Summenrechnung dann die Zahl zu sehr gegen 0 tendiert.
      Oder bin ich nur zu kritisch?

      Da ist mir ein Martinez, der schnörkellos spielt, Tausend Mal lieber!

      1. “Schnörkellos” ist ein grandioser Euphemismus für Martinez’ 2m Querpässe und generell völlige Unbrauchbarkeit bei eigenem Ballbesitz.
        Thiago hatte gegen Bremen im Pokal nicht seinen besten Tag (in der Liga schon eher), aber ist dennoch weit wichtiger als Martinez.

      2. Für mich war Thiago zu Anfang seiner Bayernzeit, aufgrund seiner wechselhaften Leistungen und damals noch mangelhaften Defensivbemühungen, noch ein großes Fragezeichen und entbehrlich.

        Als er dann nach einer bzw eineinhalb Saisons diese Defizite beseitigt hatte, war ich beeindruckt.
        Unvergessen ist für mich das Heimspiel gg Leipzig unter Ancelotti, als er mit Vidal das gesamte Mittelfeld defensiv zugenagelt hat UND Dreh und Angelpunkt des Offensivspiels war.
        Das live zu sehen war für mich unfassbar.

        Gestern hatte er im Passspiel einen schlechten Tag – unbestritten.
        Die Qualität die Thiago auf den Platz bringen kann und es meistens auch tut, sucht mEn seines Gleichen (und das nicht nur im Bayernkader).

      3. Schwer einzuordnen… Thiago hat tatsächlich fast jedes Spiel, das ich diese Saison gesehen habe, 1 bis 2 wilde Fehlpässe oder Ballverluste in der eigenen Hälfte gehabt. Das muss man erst mal wieder gut machen.

      4. Er spielt halt auch den Risikopass und manchmal gehts dann auch schief. Wir brauchen aber auch die Spieler, die sich nach einem Fehlpass auch wieder einen Wahnsinnspass spielen trauen. Und das ist Thiago zweifelsohne. Dieses Spiel war aber auch sicher nicht eines seiner besseren. Stimmt.

  3. Fußball ist ein Kontaktsport … aber “den Arm ausfahren” ist nicht erlaubt.

    Selten dämliches Foul, das Fußballdeutschland um den Genuss einer Verlängerung gebracht hat.

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    1. Hahaha so kann man die Diskussion um das Foul auch zusammenfassen! Eine Verlängerung mit wilden Tennis-Angriffen wäre ja wohl deutlich geiler gewesen….

  4. Schöner kann man nicht siegen, erst recht, wenn das Spiel sonst eher bescheiden war.

    In Berlin gibt es dann die nationale Katharsis, bei der sich das aus den Fugen geratene Fußballdeutschland endlich vom Red Bull-Hate-Hype lösen und wieder den einzig wahren Verein hassen kann.

    Olli Kahn wusste es. Dieses Gefühl ist wie ein Lebenselixir.

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    1. Also da muss ich dir widersprechen! Ein Müller-mit-dem-Arsch-Tor in der 92. oder eine wilde Verlängerung mit Lewa Fallrückzieher… Mir fallen noch einige Szenarien mehr ein, die ich schöner gefunden hätte als dieser bekackte Elfer :-(

  5. Diskussionswürdig ist heute Abend nicht so sehr der Elfmeter, sondern die Mannschafts„leistung“ beim „Verteidigen“ der beiden Gegentore. Von der fehlenden Struktur im Aufbauspiel ganz zu schweigen.

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    1. AntwortsymbolSystemrelevant Seite 25.04.2019 - 06:05

      hehe, inzwischen hat man sich ja daran gewöhnt speziell im DFB-Pokal verrückte Matches zu sehen.

      Als sie direkt beim Anstoß den Ball verlieren denke ich mir noch so: Das kann doch nicht euer Ernst sein.
      Als die Bremer weiter fröhlich Richtung Tor unterwegs sind dachte ich mir noch so: Das darf doch jetzt wirklich nicht euer Ernst sein.

      Und dann rappelte es schon in der Kiste und es war tatsächlich ihr ernst.

      Diese 2 Minuten sind mir wirklich unerklärlich. Knapp 75 Minuten harte Arbeit investiert, sich eine 2:0 Führung rausgespielt die bis dahin eigenltich auch nicht so wirklich gefährdet war und wenige Augenblicke später alles weg, man fängt bei Null an.

      Dass die Mannschaft quasi im Gegenzug reagiert und erneut in Führung geht muss man ihr wieder mal positiv anrechnen aber das ist echt langsam grotesk.

      1. Das 2:2 war ein ganz typisches Bayerngegentor diese Saison. Justin beschreibt es doch ganz richtig (oben These 1). Bayern ist nach Ballverlusten “nicht so gut” in der Konterabsicherung. Wenn man zwei langsame Vorstopper hat (Boateng war ja mal schnell, jetzt ist er das nicht mehr), entstehen genau diese “das-kann-aber-jetzt-nicht-wahr-sein-Momente”. Dann wird nur noch dem ballführenden Angreifer hinterhergehechelt.

        Es hat schon seine Gründe, dass Bayern geschätzt 115 Mio. Ablöse für zwei Innenverteidiger bezahlt. Wobei ich Hummels gestern gut fand und auch Boateng den einen oder anderen lichten Moment hatte (50% seines Spiels waren trotzdem eine Unverschämtheit – ich hätte nix dagegen wenn das gestern sein letzter Pflichtspieleinsatz gewesen sein sollte).

      2. Antwortsymbolseveralseasons Seite 25.04.2019 - 11:14

        @wipf: Das zweite Gegentor war aber auch ursächlich Kimmichs Verlegenheitsdribbling -womöglich mangels Anspielstationen- und folgendem Ballverlust an der Mittellinie geschuldet. Dem Aufbauspiel mangeln nach wie vor solide Strukturen/Abläufe.

  6. münchen spielt am saisonende gegen eintracht, nicht gegen frankfurt.

    frankfurt ist aktuell in der regionalliga süd.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Eintracht Braunschweig?

    2. Deine Kritik widerlegt sich selbst.

      (Du kritisierst eine vermeintliche Fehlbezeichnung, obwohl du genau verstehst was gemeint ist.)

  7. Immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich die Sicht auf ein Fußballspiel sein kann. Fast möchte ich glauben, ich hätte ein anderes Spiel gesehen.
    Auch wenn die Betrachtungsweise von Justin mal ganz interessant ist, bin ich doch froh, dass mir das Ursprüngliche noch nicht verloren gegangen ist und ich ein solches Spiel einfach als schönen Pokalfight sehen darf. Mit einem zwar etwas glücklichem, aber hochverdientem Sieger FC Bayern.

    Antwortsymbol18 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich verstehe das einfach nicht, ich bin exakt deiner Meinung, was dein Gefühl über das Spiel angeht – ein schöner Pokalfight mit einem etwas glücklichen aber hochverdienten Sieg. Aber wie um alles in der Welt siehst du da eine Diskrepanz zum Artikel von Justin? Seit 6 Jahren werden hier Siege und Niederlagen analysiert, schau dir das Spiel doch mal in der Wiederholung an, nach dem du den Artikel glesen hast und schon weißt, dass Bayern gewinnt. Dann wirst du auch ein ganz anderes Spiel sehen, als du gestern gesehen hast.

      1. Ich hab mir das Spiel tatsächlich um Mitternacht nochmal angesehen, auch weil ich es live bis zur Halbzeit nur teilweise verfolgen konnte. Muss aber feststellen, dass ich auch im zweiten Anlauf kein anderes Spiel gesehen habe. Ich habe eine Werder-Mannschaft gesehen, die alles aus sich herausgeholt hat, läuferisch und kämpferisch und uns zugesetzt haben wo sie nur konnten. Pokalhalbfinale zuhause gegen Bayern halt. Da liegen jetzt noch einige im Sauerstoffzelt und japsen nach Luft. Trotzdem sind wir schon in der ersten Halbzeit zu einigen sehr guten Torchancen gekommen. Die beiden Chancen von Müller waren top herausgespielt. Wie man da von limitiertem Ballvortrag sprechen kann???. Das 1-0 war glücklich ohne Frage, aber auch eine Folge davon, dass die Bremer 35 Minuten übers Limit gegangen sind und dadurch kurz vor der Pause die Konzentration nicht mehr hochhalten konnten. Jeder Bremer kam in dieser Szene einen Schritt zu spät. Ich könnte auch schreiben: “In der 36.Minute überraschten die Bayern den Gegner, indem sie in der ursprünglichen 4-1-2-2-1-Formation einen Angriff über links antäuschten indem sie die linke seite überluden, mit einem abkippenden Thiago plötzlich in ein assymetrisches 3-2-3-2 übergingen, mit zwei schnellen Pässen auf den herausrückenden Boateng die in Unordnung gebrachte Pressinglinie überspielten, mit einem schnellen Diagonalball wurde die Abwehrformation der Bremer in Bewegung gebracht und mit dem schnellen, direkten Pass von Müller in die Mitte endgültig aufgelöst. Gnabry nahm mit seinem einstudierten Lauf zum rechten Pfosten die letzten verbliebenen Bremer Verteidiger aus dem Spiel, Lewandowski brauchte nur noch die entstandene Lücke besetzen und den Ball ins leere Tor schieben. Eine taktische Meisterleistung.”
        Hört sich schön an, oder? :-)
        Die zweite Halbzeit war ähnlich, wie kann es passieren, dass wir den Ausgleich kassieren? Tja, 5 Euro ins Phrasenschwein: So ist Fußball und der Pokal. Wir haben nach dem 2-0 ein wenig nachgelassen, weil wir nach 70 Minuten intensivem spiel dachten, jetzt wäre es durch. Den Elfer nehme ich dankend an, wäre aber auch für die Restspielzeit und die Verlängerung hoffnungsfroh gewesen. Die Bremer waren wie man in Bayern sagt “fertig, bis aufs leimen”
        Der Wechsel von James für Thiago war übrigens sowieso geplant. Der machte sich gerade fertig, als die Bremer Tore fielen.
        @Lukas: Die Beobachtung des Ablaufes des Spiels ist zwischen Justin und mir nicht so groß unterschiedlich, lediglich bei der Bewertung gehen die Sichtweisen auseinander.
        Nix für ungut Justin, ich akzeptiere deine mathematische Sicht auf die Spiele, bin aber wie gesagt froh, dass ich Fußball noch anders sehen kann/darf/muss.

      2. “In der 36.Minute überraschten die Bayern den Gegner, indem sie in der ursprünglichen 4-1-2-2-1-Formation einen Angriff über links antäuschten indem sie die linke seite überluden, mit einem abkippenden Thiago plötzlich in ein assymetrisches 3-2-3-2 übergingen, mit zwei schnellen Pässen auf den herausrückenden Boateng die in Unordnung gebrachte Pressinglinie überspielten, mit einem schnellen Diagonalball wurde die Abwehrformation der Bremer in Bewegung gebracht und mit dem schnellen, direkten Pass von Müller in die Mitte endgültig aufgelöst. Gnabry nahm mit seinem einstudierten Lauf zum rechten Pfosten die letzten verbliebenen Bremer Verteidiger aus dem Spiel, Lewandowski brauchte nur noch die entstandene Lücke besetzen und den Ball ins leere Tor schieben. Eine taktische Meisterleistung.”
        @wohlfarth: Köstlich, einfach köstlich!

      3. Nichts für ungut, wohlfahrt, aber der Ausgangspunkt dieser Diskussion ist mir schon zu weit weg von dem, wo ich starten würde und da habe ich wenig Lust drauf. Nur so viel: es gibt nicht 2 Perspektiven auf Fußball, die untrennbar sind. Stell dir vor: Ich habe tatsächlich Emotionen.

      4. @Wohlfahrt: Deine Beschreibung macht tatsächlich was her, hört sich super an :-)

        Ich verstehe deinen Punkt ja auch, Justin schreibt teilweise schon anstrengend kritisch. Ich habe halt zum Feiern meine Kumpels und zur kritischen Auseinandersetzung den Blog hier. Deswegen verstehe ich nicht, warum man fordert, der Blog solle uns mehr abfeiern und nicht alles kritisieren. Aber ist ja auch wurscht, deine Sicht auf das Spiel macht ja echt Sinn und ich verstehe deinen Punkt

      5. Ich fordere nicht, dass dieser Blog uns mehr abfeiert. Höchstens, dass er nicht ganz soooo kritisch ist :-) Und auch das steht mir nicht zu.
        Ich bin halt immer wieder verwundert wie unterschiedlich die Empfindungen und Bewertungen während und nach einem Spiel sind und beschreibe halt meine Sicht. Wenn dies nicht gewünscht ist und hier nur über taktische Ausrichtungen, Formationen usw. geschrieben werden darf, dann bitte ich um Mitteilung.
        Das es nicht nur zwei, sondern hunderte Perspektiven auf ein Spiel gibt ist mir klar. Erlebe ich ja heute alle. Die einfachste lautet “Bayern-Schiedsrichter-Betrug-immerdasgleiche”, bevorzugt vorgetragen von Clubberern und Schalkern :-)

      6. Das ist ja genau der Punkt: Ich persönlich finde deine Eindrücke ziemlich interessant und ich mag es gerne, Gegenpositionen zum Autor zu lesen. Dein längerer Absatz oben hat mich zum Beispiel ziemlich ins Grübeln gebracht (mir geht mein eigener Pessimismus diese Saison auf den Sack). Ich verstehe ja nur nicht, warum dem ganzen so ein dezenter, provokanter Zynismus vorusgehen muss… Kann aber auch gut sein, dass du es gar nicht so gemeint hast, ich bin die letztem Monate definitiv etwas reizbar geworden :-(

      7. “Ich verstehe ja nur nicht, warum dem ganzen so ein dezenter, provokanter Zynismus vorausgehen muss…”
        Ich will sicherlich niemanden provozieren, den “Vorwurf” mit dem dezenten Zynismus hab ich in ähnlicher Form schon öfter gehört. Damit unterlege ich anscheinend auch dienstliche Mails und war angeblich auch in Spielberichten zu finden, als ich mal für die Lokalzeitung auf unterklassigen Fußballplätzen unterwegs war.
        Scheint meine Art zu sein, die werde ich in meinem fortgeschrittenen Alter auch nicht mehr ändern können.
        Denk dir den Zynismus einfach weg, der ist unbewusst vorhanden :-)

      8. “Ursprünglich” scheint mir das richtige Etikett für “deine” Sichtweise auf den Fußball zu sein.

    2. @Pete: Hast du auch noch was sinnvolles beizutragen oder ist das schon alles?

      1. Genauso ist es.
        Konstruktive Kritik.
        Konstruktive Analyse.
        Konstruktive Debatte.
        Alles hilfreich.
        Niemand kann den Anspruch auf Allwissenheit haben.aber diese allergischen Reaktionen auf jedwedige Kritik ist immer der Anfang vom Ende.

        Bitte weitermachen.

      2. Weißt du PETE da fetz ich mich mal auf sinnvolle Weise mit Wohli und dann kommst du wieder mit so einer kacke. Meine Fresse

      3. “Ursprünglich” ist ein direktes Zitat aus deinem Post.
        Das halte ich für eine treffende Beschreibung.

        Und auch hier stimme ich dir vollkommen zu: Sinnvolles habe ich nie beizutragen – im Gegensatz zu deinen Ausführungen natürlich.
        —————————-

        @Lukas:
        Entschuldige bitte nächstes Mal, werde ich dich fragen bevor ich etwas poste.

      4. @Pete: Wie erwartet kommt außer ein paar primitiven Provokationen nichts sinnvolles.
        Ich wünsche dir noch ein schönes Leben.

      5. @wolfarth:

        Wie es in den Wald hineinruft, so hallt es heraus.

        Wer so austeilt (Stichwort: “Zynismus”) muss mMn auch ein wenig einstecken können.

        Bzgl dem schönen Leben wäre ich nicht so vorschnell.
        Schließlich wirst du noch ein bisschen hier kommentieren nehme ich an.
        Ich wünsche dir einen schönen Tag

      6. Das glaube ich nicht, werde mich auf den BL-Endspurt und das Pokalfinale konzentrieren. Sollten wir dabei erfolgreich sein will ich mich freuen und nicht irgendwelche fehlenden Offensivabläufe suchen, oder immer noch dem CL-Aus nachjammern. Und wenn wir nicht sind, will ich nicht 918x die selben Ich-habs-ja-gleich-gesagt-Kommentare lesen.

      7. Das kann ich gut nachvollziehen.
        Ich denke aber, dass sowohl in deiner Kritik, als auch in der Perspektive der Anderen legitime Sichtweisen stecken.

        Schlussendlich ist es eine Frage der Ästhetik und über die lässt sich schwer streiten.

        Einen schönen Abend

    3. Reiner provokative Zynismus und kaum konstruktive Kritik an der Kritik.

      Was soll das?

      Was ist das Ziel?

  8. Mich würde mal interessieren was so generell eure Meinung zu Thiago ist.
    Also ich persönlich kann absolut nicht verstehen, warum er immer gesetzt sein soll. Ohne Frage ist er ein technisch sehr guter Fußballer und er spielt zum Teil auch schöne Pässe, aber die ganzen letzten Wochen hab ich jetzt schon das Gefühl, dass er sehr viel Unsicherheit in das Spiel reinbringt und viele zum Teil gefährliche Fehlpässe und Ballverluste hat (ganz besonders zu nennen sind dabei dieses Spiel und das gegen Heidenheim). Ich weiss nicht, ob meine Wahrnehmung mich da etwas täuscht, weil er allgemein so viel gelobt von vielen Leuten auch hier, aber meine persönliche Wahrnehmung ist da ganz anders. Verstehe nicht wieso Kovac nicht Goretzka oder James für ihn spielen lässt öfter. Wie sehr ihr das?
    Ach ja und natürlich ein schöner und meiner Meinung nach verdienter Sieg!

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Heute war Thiago unterdurchschnittlich, das ist richtig. Schlampig, schludrig und ungewöhnlich nachlässig. Er spielte unbedrängt Fehlpässe und ließ die nötige Aggressivität vermissen. Eigentlich wird Thiago nie ausgewechselt, aber heute war es folgerichtig und erzwungen!

    2. Ganz einfach: Thiago ist unser einziger Spieler, der die ansonsten bei uns teilweise wie zwei eigene Teams agierenden Mannschaftsteile Defensive und Offensive miteinander verbinden kann. Der unser einziger Mittel ist, gegen gut pressende Gegner nicht zum langen Ball greifen zu müssen. Da er intuitiv weiß, wie er sich zu positionieren hat, um suboptimalen Staffelungen ein Stück Struktur zu geben, er den Platz permanent mit seinen Schulterblicken scannt und die Technik hat, den Ball auch in chaotischen Situationen zu verarbeiten. Ja, an schlechten Tagen spielt er mal einen Fehlpass, wenn er währenddessen vielleicht ein wenig zu sehr auf die restlichen Spieler, deren Folgemöglichkeiten und Optionen fokussiert ist, dabei jedoch den Pass an sich nicht optimal ausführt. Als Moderator nennt man das dann fehlende Konzentration. Dass er obendrein noch verdammt stark im Pressing und im “ballstehlen” ist, kommt ja noch dazu. Es ist aus meiner Sicht auch kein Zufall, dass nach der Kovac-verpflichtung immer wieder über einen Verkauf Thiagos geunkt wurde, sich diese Töne nach ihrem ersten gemeinsamen Training aber recht schnell in Luft aufgelöst haben.

      Lange Rede, kurzer Sinn: Mit Thiago läuft es (je nachdem, wie man die letzten Monate nun bewerten möchte) manchmal/oft/überwiegend gut. Ohne Thiago läuft es n i e.

      1. Um JU’s Ausführungen mit Statistiken zu belegen: Thiago ist Tackling und Passing Maschine in einem. Bei letzterem Wert ist er unter den Top 5 der Liga (2,9 Tackles pro Spiel). Bei Pässen pro Spiel führt er die Bundesliga an. Von den Werten her aktuell wohl sicher der stärkste MF-Spieler der Liga.

        Und leider eben ein Spieler, der bei großen Partien ganz gerne verloren geht (damit steht er zum Beispiel im direkten Gegensatz zu einem Vidal). Trotzdem bin ich extrem froh, dass er diesen Sommer nicht verkauft wurde. Überhaupt nicht auszudenken, wie die BL-Saison ohne ihn aussehen würde.

      2. Gute Zusammenfassung auf den Punkt richtig.
        Er ist leider zu oft alleine ohne genügend Unterstuetzung.
        Was das ungenuegende anbieten und freilaufen angeht macht sich das immer dann extrem bemerkbar wenn intensiv auf Thiago gepresst wird.
        Thiago hat viele Loesungen aber eben nicht immer und vor allem wenn seine Nebenleute sich nicht genuegend anbieten. Und wenn Thiago dann mal einen schlechten Tag hat, faellt es deshalb extrem auf weil kein anderer in der Lage ist das Spiel zu strukturieren(ausser James).
        Und wenn Thiago garnicht spielt ist wild West vorprogrammiert.

        MMn ist, solange Mueller richtigerweise spielt, der einzige Ausweg die 6 mit einem kreativen Spieler wie Javi zu besetzen.
        Javi kann leider kaum etwas zum strukturellen Aufbau beitragen (datu kommt das er mMn auch physisch nie wieder 100% wird).

        Trotzdem war es gestern enttäuschend zu sehen das Thiago als Stratege nicht in der Lage war das Spiel in der Hand zu behalten.

        Dir schlampigen Ballverluste der anderen Spieler wiegen immer dann genau so schwer wenn Thiago und Javi in Unterzahl geraten und einen Konter nicht mehr abfangen koennen. Es fehlt dann an Schnelligkeit auch in der IV die Gegner ab/anzulaufen(siehe 2.Gegentor).

        Hoffentlich bekommen wir mit Lucas und Pavard mehr Stabilitaet rein.

        Auf jeden Fall ist Justins Kommentar zur “Zockerei”(eher ist es mangelnde Spielintelligenz oder cleverness) vollkommen richtig.

        Diese brutale Dominanz und Ueberlegenheit der vergangenen Jahre unter Pep und JH ist ja schon unter Anc verloren gegangen weil eben die Disziplin zu dem anspruchsvollen zonenbezogenen Pass und Laufspiel teilweise und immer öfter verloren geht.
        Da fehlt dann eben das eingreifen des Trainers um die Disbalance wieder gerade zu ruecken wenn ein oder mehrere Spieler es falsch oder schlampig angehen.

        MMn haben Suele Kimmich Goretzka Gnabry Coman etc die richtige Einstellung immer gewinnen zu wollen.
        Aber sie muessen immer wieder auch teilweise während des Spiels korrigiert werden wenn es falsch laeuft.

        Und das klappt eben mit Kovac nicht so gut.

      3. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 25.04.2019 - 08:49

        Ju stimme ich zu, würde es noch ergänzen wollen: aus meiner Sicht ist Thiago Strukturgeber, der ausgleicht, dass man kein gutes Positionsspiel hat. Wenn dann wie gestern die Dämme brechen was die Spielkontrolle angeht, ruht die Verantwortung dann rein auf Thiago. Im Mittelfeld ist er auch der Einzige, der regelmäßig ein Spiel verlagert. Martinez ist ja ein super Typ aber manchmal glaube ich, dass er in der Jugend zuviel Rugby gespielt hat (Pass nach hinten…). Dann ist da noch Müller, der ja n gutes Spiel gemacht hat aber ein Spiel ja nicht macht. Dann darf Thiago bei so einem chaotischen Spiel n Raum von….Hmmm…50 Metern beherrschen? Kann man natürlich so sehen.

        Mich persönlich nervt auch diese Diskussion um die wichtigen Spiele. Das ist aus meiner Sicht nur n leichter Erklärungsfaktor, warum man dann Spiele auf Top Niveau verliert.

        Ps. Ich fand die Fehlpässe von Kimmich gestern deutlich schlimmer.

      4. “Ohne Thiago läuft es n i e.”

        Wenn man mal die zwei Monate des Missvergnügens im Herbst betrachtet kann man als personelle Schnittmenge (grob gesagt) hier die Ausfälle von Thiago und Coman drüber legen.
        Die aktuelle, auch im Rückblick dann ziemlich abrupt wieder einsetzende, Siegesserie fällt fast deckungsgleich mit der Wiederverfügbarkeit der beiden zusammen.
        Und natürlich auch damit, dass Gnabry, nach diversen muskulären Wehwehchen dann herangeführt war und heiß lief.

    3. Ich sehe es wie du. So gut Thiago ist und so entscheidend er sein kann, war er in den letzten Jahren gerade in den entscheidenden Spielen zumeist unter dem Durchschnitt des Teams.
      Was mich persönlich ärgert, ist die Tatsache, dass er bei jeder Ballberührung eine besondere Bewegung oder einen speziellen Kick ausführen muss. Sieht vielleicht gut aus, nervt mich persönlich eher, v.a. wenn er dann einen Fehlpass spielt…

      Das Spiel selbst empfand ich als sehr unterhaltsam. Wir sind zu recht weiter, auch wenn es hätte anders laufen können.

      1. Bayern war in den letzten drei Jahren zwei mal fast im Finale der CL, man ist dabei jeweils eher unglücklich gegen Real Madrid rausgeflogen. In diesen vier Spielen war Thiago absolute weltklasse. Ich finde es ungeheuerlich, Thiago zu unterstellen, er spiele in wichtigen Spielen unter durchschnitt. Selbst, wenn er offensiv nicht zu sehen ist, ist er einer der besten Mittelfeld-Presser die aktuell Fußball spielen. Sein defensives Positionsspiel ist sensationell, was beispielsweise im Hinspiel in Liverpool zu sehen war. Im offensiven strukturierten Spiel kann Thiago nur überzeugen, wenn die Taktik das auch vorsieht

      2. Antwortsymbolseveralseasons Seite 25.04.2019 - 11:21

        @Turbo Batzi/Lukas; Würde die Aussage von Lukas hinsichtlich Thiago stützen, und vor allen Dingen, wenn das so in Kontrast zu Vidal gesetzt wird. Der hat uns fast im Alleingang mal das Ausscheiden gegen Real gekostet (Elfmeter verdaddelt, rote Karte), war immer ein Risiko, denn durch seine übertriebene Härte und die unnötigen Fouls handelte er sich sehr oft schon relativ früh im Spiel eine Karte ein. Pass-Sicherheit war bei ihm auch oft nicht gegeben.

      3. @severalseasons
        Ja, das sind natürlich subjektive Eindrücke. Faktisch spielt Thiago eine bärenstarke Saison (ich würde fast behaupten er rettete Kovac‘ Hintern). Und gegen Dortmund war er fast schon ein kleiner Gott im Mittelfeld mit seinen Drehungen und Stafetten. Vermutlich hat man gerade deswegen in wichtigen Spielen eine größere Erwartungshaltung bei ihm und mosert gerne rum, wenn er die Standard-Leistung nicht abrufen kann.

        Liegt auch daran, dass ich persönlich Spieler stets nach ihren Auftritten in wichtigen Spielen beurteile (mir ist ein Stürmer der im CL-Halbfinale aus 2 Chancen 2 Tore macht lieber, als 30 Bundesliga Treffer).

  9. Systemrelevant Seite 25.04.2019 - 06:15

    Ist ja schon irgendwie lustig. Jetzt hat Ralf Rangnick in 2 Spielen die Chance uns voraussichtlich die komplette Saison auf der Zielgeraden zu ruinieren. Wäre ihm bestimmt eine große Genugtuung nach diesen vielen Jahren der Rivalität.
    Auf der anderen Seite natürlich aber auch eine gute Sache, dass sich langsam aber sicher eine 3. starke Kraft in Deutschland etabliert die uns regelmäßig das Leben schwer macht.

    Kovac erreicht zum 3. Mal in Folge das Pokalfinale. Nimmt beinahe Jupp’sche CL-Ausmaße an. Viel Glanz gab es auf dem Weg dahin zwar nicht zu sehen, aber in 20 Jahren kräht danach auch keine Taube mehr.

  10. 4. Es müllert wieder. TM hat nach 1,5 mauen Jahren seit dem Winter wieder seine alte Klasse gefunden. Freut mich sehr!

    5. Totalausfall des zentralen MF (Martinez, Thiago). Das kann man mMn Kovac nur bedingt ankreiden.

    Ansonsten bin ich zwar froh über das Weiterkommen, kanns aber gut verstehen, dass Restdeutschkand jetzt wieder von den “Duselbayern” redet. Bin bei wipf: Eine ehrliche Verlängerung wäre sportlicher gewesen.

  11. Früher (also vor 2013) hätte man solche Pokalspiele abgefeiert ohne Ende. Heute scheint die Skepsis zu überwiegen. Warum muss man nicht verstehen.

    Wir haben die in 2019 ungeschlagenen Bremer jetzt in 5 Tagen 2x geschlagen und jedesmal hochverdient. Da gibt es kein Gewackel. Bei besserer Chancenverwertung werden die Siege auch noch höher, aber Bremen ist keine Laufkundschaft (mehr).

    Von daher bin ich zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass so einige nicht ihren besten Tag hatten:
    #Thiago für mich schon seit Heidenheim von der Rolle mit Ausrutschern nach oben. Viel zu schludrig wieder
    #Lewy bis zum 1:0 nicht auf dem Platz, verpasst es den Sack mit dem 4:2 zuzumachen. Aber auch eiskalt beim Elfer kurz vor Schluß
    #Gnabry gestern kein Faktor
    #Boateng viel Fehlpässe vor der (ungenauen) Flanke auf Müller

    Vorm 1:2 tanzt Alaba merkwürdig durch den Strafraum und vorm 2:2 hat Hummels eine vogelwilde Grätsch-Aktion. Jetzt wird sich wieder jemand finden, der das Kovac anlastet aber ok.

    Ich hoffe, dass wir den Schwung jetzt mitnehmen und die nächsten Buli-Partien souverän heimschaukeln.

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    1. bin 100% bei dir, gerade auch in der Bewertung des “Spielers & Brillendesigners Boateng” (auf den ich schon die ganze Saison einhacke wie eine Krähe ins frische Saatgut).

      Traurig, wie “Schland-Gefasel” und symbolische Überhöhungen seines “Migrationshintergrundes” durch die veröffentlichte deutsche Meinung einen frühern Weltklassespieler so komplett versaut haben.

      1. ..und dann waren in 2 spielen auch noch 5 oder 6 alu treffer, sodass das ergebnis deutlicher haette ausfallen koennen

  12. Am meisten freut mich, dass Müller wieder zu alten Stärken findet. Diese unglaublichen Wege und Ballverwertungen, sie haben einfach in seiner schwachen Phase gefehlt.

  13. 770,70 Mio. € gegen 140,75 Mio. €. Ein Artikel, in dem trotz des finanziellen Unterschiedes fünf mal der Begriff “Augenhöhe” benutzt wird zeigt gut, wieviel eine gute taktiktische Einstellung bewirken kann.

    Was ist eure Meinung zu Hoeneß Aussage „Das ist eine Sache, die der Sportdirektor macht, weil das eine Investition unter 25 Mio Euro ist – und dafür bin ich nicht zuständig.“?

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    1. Bzgl Hoeneß:
      Eine gute Antwort um eine wirkliche Antwort zu vermeiden.

    2. Bis 25 mio kann der VS ohne AR Zustimmung entscheiden

      D.h. Trainer und spirtdirektor koennen ohne AR Zustimmung entlassen werden.

  14. Verdienter Sieg in einem packenden Pokalfight.

    Gnabry und Thiago waren gestern nicht “on fire”, die Auswechslungen daher folgerichtig.

    Zur entscheidenden Elfmeter-Szene: es bereitet mir fast schon körperliche Schmerzen, wenn ich in allen Medien lesen muss, wie viel Unwissenheit im Bereich des VAR herrscht.
    Zum Foul: natürlich hätte ich mich sehr aufgeregt, wenn der gegen uns gepfiffen worden wäre. Nichtsdestotrotz war es sicher ein Foul, dass in allen anderen Zonen auf dem Platz geahndet worden wäre. Für einen Elfer in so einem Spiel aber halt etwas wenig. Es spielt aber überhaupt keine Rolle, ob Coman den Ball noch hätte erreichen können. Der Keeper hätte auch schon Abschlag gemacht haben können, das ist vollkommen uninteressant.
    Und zum VAR: natürlich wurde die Szene gecheckt. Die beiden sprechen miteinander, Schiri sagt: aus meiner Sicht erst Arm raus, dann ein leichter Schubser. Der VAR checkt, sieht das passt und dann muss es keine Field Review geben. Wenn der Schiri gesagt hätte, es gab unten einen Kontakt, DANN sagt der VAR: guck es Dir noch einmal an. Zumindest von den Kommentatoren sollte man dieses Wissen erwarten können.

    Die Finalpaarung gegen Rasenball könnte ein Vorteil für den Titelkampf sein. Da Leipzig die CL-Quali so gut wie sicher hat, könnte ich mir vorstellen, dass RR in der Bundesliga nicht alle Karten auf den Tisch legt.

    Für den neutralen Zuschauer wird es natürlich schwer im Finale: wen hasse ich mehr…? :-)

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    1. Antwortsymbolseveralseasons Seite 25.04.2019 - 11:31

      @Fänger: Ja, dieses dauernde Betonen, dass Coman den Ball nicht mehr erreicht hätte, hat mich bei der Übertragung gestern auch gestört. Als wenn das eine Rolle spielen würde!!! Und offensichtlich ist der Gegenspieler davon ausgegangen, Coman kommt noch hin, sonst hätte er ihn ja nicht gefoult, im Grunde mit zwei Aktionen. Für Fouls im Strafraum gibt es Regeln, und Selassie hat zweimal gestört, erst gerempelt, dann noch richtig gestoßen bzw geschoben. Im vollen Lauf, das wissen wir, braucht es nur ganz wenig, um dann auch zu fallen.
      Aber natürlich hätte ich mir gewünscht, dass das Spiel auf andere Weise entschieden worden wäre, verdient war der Sieg allemal wegen des Chancenübergewichts. (Blöd fand ich übrigens, dass Kovac meint, er müsse da in einer Szene einen zusätzlichen Ball ins Feld spielen, um den schnellen Gegenzug zu verhindern, nicht gentleman-like!)

  15. Positiv ist das wir das Spiel angegangen sind wie gegen BVB. Negativ ist der wiederholte unnoetige Verlust der Spielkontrolle.

    Fuer eine Top 4 internationale Spitzenmannschaft fehlt:
    Struktur
    Disziplin
    Cleverness zur Minimierung von Fehlerketten

    Ob das an dem Uebungsleiter oder an der mangelnden individuellen Klasse liegt, dazu hat ja jeder seine eigene Meinung.

    Schoene Finalspiele gegen RBL.
    Denke das Auswaertsspiel wird einfacher als Berlin.

    Denke die Chance auf das Double ist sehr hoch.

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    1. Welcher Verlust der Spielkontrolle? Das ist das System Kovac, die Mannschaft kann mit dem Ball nicht mehr viel anfangen. 52% Ballbesitz und 85% Passquote sprechen eine deutliche Sprache. Spielerische Lösungen fehlen beim Herausspielen aus der Abwehr und auch in der Offensive, Tore kommen durch eine Mischung aus Zufall und individueller Klasse der Spieler zustande. Man schafft es nicht mehr bei Führungen das Spiel durch Ballbesitzphasen zu beruhigen, sei es gegen Heidenheim oder gegen Bremen. Und Uli versteht die Welt nicht mehr, weil der Trainer in der Kritik steht….so entfernt man sich international immer weiter von der Spitze, egal ob man Kovac Spieler für 200 oder 300 Millionen kauft.

      1. grob aber gut umschrieben

  16. Wie immer wird nach einem packenden Spiel rumgemäkelt. Bayern hat gestern, bis auf zwei Minuten, sehr souverän gespielt und hochverdient gewonnen. Das ewige Gelaber von fehlender Struktur, Tore nur wegen individueller Klasse, Zocken usw. nervt. Bayern spielt eine sehr gute Rückrunde. Auch wenn es einige nicht sehen wollen.
    PS: Weder Pep noch Tuchel, die beide sehr gute Trainer sind, gewinnen heuer mit ihren zusammengekauften Milliarden-Mannschaften die CL.

    Antwortsymbol10 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Oh weh…
      Ich gebe dir einen Tipp: Es gibt mehr als gewinnen oder verlieren

      (Beispiele: Ästhetik, Spaß, Identifikation, Leidenschaft, Geschichte, Entwicklung, Verständnis, Freude, Leid, Zufriedenheit, Schönheit, Eleganz…ect)

      Ich finde es sehr schade für dich, dass dich als Fan nicht mehr bewegt, als ob Bayern gewonnen hat oder nicht.

      1. –“(Beispiele: Ästhetik, Spaß, Identifikation, Leidenschaft, Geschichte, Entwicklung, Verständnis, Freude, Leid, Zufriedenheit, Schönheit, Eleganz…ect)”

        Und das hat dir gestern alles gefehlt?
        Dann tust du mir leid.

      2. Du hast mich falsch verstanden. Mir hat das Spiel gestern gerade wegen der von dir aufgezählten Eigenschaften so gut gefallen. Das war einfach toll anzuschauen. Die ganzen Schöngeister, die hier andauernd von internationaler Konkurrenzfähigkeit reden, haben scheinbar noch nie was von Pokalspielen und deren Gesetzmäßigkeiten gehört und das Gefühl für diesen Sport verloren.

      3. Ok, es gibt tatsächlich viele Menschen (Schöngeister!?) die eigentlich nur rationalistisch so ein Spiel schauen und eigentlich nichts dabei erleben. Aber das, was du oben geschrieben hast, ist doch blöd. Warum diskreditierst du den Fokus auf Struktur, Taktik usw., auf diese Dinge, die dich nerven? Es gibt doch genug Leute, die das Spiel genauso wie du abfeiern! Warum müssen Leute gleich nervig sein, die auf was anderes achten? Für mich ist zum Beispiel das erleben einer eleganten Spielweise einfach nicht viel unwichtiger, als der Sieg. Zumindest seit 2012 rum.

        @Tobi hör doch bitte auf dich die ganze Zeit zu streiten wollen

      4. @Lukas:
        “@Tobi hör doch bitte auf dich die ganze Zeit zu streiten wollen”

        Ziemliche Realsatire aus deiner Feder. ;)

    2. @Tobi13.
      Wenn ich auch öfter mal mit dir einer Meinung bin, in diesem Fall muss ich Lukas Recht geben. Deine Streitsucht ist extrem ausgeprägt und der Diskussion nicht förderlich.

    3. Warum so abgestumpft „diskutieren“? Du hast eine andere Meinung. Schön. Sie ist ebenso nicht die einzig richtige wie meine. Kein Grund, abwertend von „Schöngeistern“ oder „Nörglern“ zu sprechen.

      1. Sorry, aber Worte wie “Tore nur wegen individueller Klasse”, “Zocken”, “Zufall” empfand ich nach dem gestrigen Spiel abwertend bzgl. der Leistung der Mannschaft. Genau wie die Behauptung von @Lukas, dass dem gestrigen Spiel “Ästhetik, Spaß, Identifikation, Leidenschaft, Geschichte, Entwicklung, Verständnis, Freude, Leid, Zufriedenheit, Schönheit und Eleganz” abgegangen ist. Kritik ist ja gut und z.T. berechtigt, aber manchmal schießt ihr hier übers Ziel hinaus.

      2. @Justin:
        Hut ab, dass du so aktiv in den Kommentaren bist.

      3. Sag mal bist du besoffen? Ich habe gesagt, dass all dies Kriterien sind, die man bei der Bewertung eines Spiels heranziehen kann. Du hast wortwörtlich geschrieben, dass Bayern souverän und verdient gewonnen hat und es deshalb nichts zu mäkeln und nörgeln gibt. Das ist deine Meinung und völlig in Ordnung (wenn auch sehr flach meiner Meinung nach). Ich als professioneller Schöngeist (und auch Gutmensch übrigens) hatte auch beim 7:0 über Brasilien einiges zu nörgeln. Mir taten die Brasilianer leid, ich fands ab dem 5:0 sehr unangenehm zum anschauen und hätte mir letztendlich viel lieber ein starkes Brasilien gewünscht.

  17. @Wohlfarth:
    Wir reden hier aber schon über den Lukas, der dir kürzlich deine “nervig, trotzige Haltung” zum Vorwurf gemacht hat, oder?
    Hier kommt er mit “Was du schreibst ist blöd”-Argumentationen.
    Inwieweit ist dieses ständige Angepampe, deutlich jenseits der Sachebene, denn diskussionsfördernd?

    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es halt heraus.

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Man muss nicht jedes Wort und jeden Satz auf die Goldwaage legen. Ich schreib hier auch oft Sachen, die nicht politisch korrekt sind und manchem nicht gefallen.
      Irgendwann ist halt auch mal gut.

      1. Joah.
        Und ich hab einen Teil seines Beitrags nicht verstanden, darum hab ich nachgefragt.
        Viel Streitsucht kann ich da nicht erkennen und war auch nicht meine Intention.

    2. Bis 25 mio kann der VS ohne AR Zustimmung entscheiden

      D.h. Trainer und spirtdirektor koennen ohne AR Zustimmung entlassen werden.

      1. AntwortsymbolMarkvanRobben Seite 26.04.2019 - 10:52

        Hä?

  18. Was die beiden Siege gegen Werder so bedeutsam macht, ist nicht nur das Gewinnen, sondern vor allem die Art und Weise wie das vor sich ging.
    Imo eine wahre, unbesungene taktische Meisterleistung!
    Ok, das war jetzt etwas ironisch, aber im Ernst:
    Vor den Spielen meine Gedanken so: Klar, wir müssen Werder zweimal schlagen, alternativlos. Andererseits ist Werder für mich die realistischste Gelegenheit, dem BVB noch mal Punkte abzuknöpfen. Und diese Chance ergibt sich nicht nur aus der puren Klasse der Bremer, sondern vor allem daraus, dass sie sich in der RR in einen Flow gespielt haben. Nun ist so ein Flow, ein Momentum, ja ein ziemlich flüchtiges Ding und niemand weiß wie man so etwas anknipsen kann. Also, so dachte ich vor den Spielen, wäre natürlich schön Werder zweimal souverän wegzuklatschen. Aber was macht das ggf. mit der Bremer Mannschaft, gibt das vielleicht den entscheidenden Knacks?

    Jetzt nach den beiden Spielen muss ich sagen, rein auf den weiteren Saisonverlauf bedacht, besser hätte das nicht laufen können. Hätte ich so optimal mir kaum ausdenken können. Wir haben die Siege die wir brauchen und Werder geht trotz der beiden Niederlagen im Grunde ja fast noch gestärkt aus dem Spiel.
    Also liebe Bremer, fortan viel Glück für den Rest der Saison und ihr könnt jetzt gerne alles weghauen!

    Antwortsymbol4 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. …klingt gut.. nur ist’s mit werder genau wie mit freiburg. gegen bayern hat mehr als die halbe mannschaft mehr als 12km geleistet und gegen bvb … gerade auf den meter ein spieler. die motivation um bayern zu packen ist z.z. halt viel groesser… und das hat sich bayern ueber die jahre verdient, und das wird durch emotionale, manchmal etwas duemmliche aeusserungen der vereinsfuehrung noch mal extra motiviert

      1. Ja, das ist schon richtig.
        Allerdings ist für Freiburg im Grunde die Saison gelaufen, während Werder (hoffenlich) noch um Europa spielt. Da sollte Eigenmotivation genügend vorhanden sein.

    2. Ich wette ja generell gegen den Trend, daher lehne ich mich aus dem Fenster und sage, dass der BVB gegen Schalke am Samstag nicht gewinnen wird. Druck, junge Mannschaft, uswusf. Das sollte uns dann ein knappes Polster geben, das wir ins Ziel tragen müssen, d.h. Siege gegen Nürnberg und H96, mind. ein Unentschieden gegen RB. Wenn wir dann mit einem Heimsieg im letzten Spiel die Meisterschaft perfekt machen können, dann gelingt das auch, da bin ich mir sicher. Pokalfinale ist allerdings auch noch mal ein anderes Spiel. Da gewinnt, wer das erste Tor macht.

      1. Wenn du generell gegen den Trend wettest müsstest du streng genommen aber auch sagen, dass wir gegen Nürnberg nicht gewinnen ;)
        *Klugscheißermodus off

  19. Erschreckend wie wir das gestrige Spiel fast noch aus der Hand gegeben hätten.
    Ich bin zwar kein Kovac-Kritiker aber seine Entscheidungen von gestern fand ich nicht gut.
    Selbst wenn Gnabry nicht den besten Tag hatte, geht er in die Dribblings, sucht die Zweikämpfe und beschäftigt den Außenverteidiger.
    Ein Wechsel in der 57. Minute war definitiv zu früh. Auch wenn später noch das 2:0 fiel, wurde die Mannschaftsordnung dadurch durcheinander gebracht.
    Was für ein Signal an die Mannschaft. Ich nehme einen Flügelstürmer raus und bringe einen Mittelfeldspieler. Und das Thomas Müller die Flügelrolle ganz anders interpretiert ist schon lange klar.
    Und urplötzlich fangen wir an zu mauern und wollen das 2:0 verteidigen. Da fehlen mir die Worte.
    Zu unserer besten Zeit, hätte Werder noch 2 Buden bekommen und das wär‘s gewesen.

    Antwortsymbol3 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. AntwortsymbolMarkvanRobben Seite 25.04.2019 - 13:28

      Zu unserer besten Zeit hatte Werder weder mit diesem Kader noch diese Rückrunde gespielt. Werders Spieler sind in der Liga und bis gestern in Pokal die motoviertesten von allen. Und spätestens wenn Dortmund gegen die verliert, leuchtet es mal dem ein oder anderen ein, dass Kovac gestern zwar nicht nur richtige, aber keine dummen Entscheidungen getroffen hat. Die wird nämlich der ‘gewiefte Taktiker’ Favre treffen.

      ManCity, Liverpool, PSG, Real und zugegeben selten Barca spielen genauso unsouverän gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld. Die Taktik der Trainer sieht nach einer komfortablen Führung von 2:0 nicht anders aus. Auch sie versuchen ihre Führung zu verteidigen und zu mauern. Geschehen noch weitere Tore, dann aber nur über Konter.

      1. kovacs haette schon zur pause james fuer tiago bingen sollen. tiago hatte seinen tag nicht

    2. AntwortsymbolMarkvanRobben Seite 26.04.2019 - 10:46

      @Grullit Ich stimme dir zu. War es aber eine unvertretbare ‘dumme’ Entscheidung Thiago nicht zur Halbzeit auszuwechseln? Nein. Allein, dass mindestens die Hälfte der Floristen hier diese Entscheidung unabhängig vom Ergebnis kritisieren würden: “Thiago spielt immer”, sollte dir zu denken geben.
      Und hat Kovac etwa nicht mit der Einwechslung von Goretzka ein gutes Händchen bewiesen?

  20. Ein paar scheinen immer noch in der Hinrunde festzuhängen. Ich finde Kovac hat in der Rückründe deutlich Fortschritte gemacht und ist noch lange nicht fertig. Dazu kommt noch im Sommer die nötige Kaderauffrischung und gibt Kovac nochmals taktische Möglichkeiten mit. Und mir hat das Spiel und auch die letzten Spiele von Bayern gefallen da deutlich die Leidenschaft zu erkennen ist.
    Ich war auch schon der Meinung das Kovac nicht der richtige ist, aber fokusiert man sich auf die letzten Spiele, kann man das nicht mehr mit der Hinrunde vergleichen. Aber so wie dazumal Pep, Van Gaal und Co. kritisiert wurden wird es nie einen Trainer geben der alle Fans glücklich macht.

    Antwortsymbol7 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Aber so wie dazumal Pep, Van Gaal und Co. kritisiert wurden wird es nie einen Trainer geben der alle Fans glücklich macht.”

      Vielleicht nicht absolut zum Thema passend, aber in die Richtung “Vergangenheitsbewältigung”.
      Vor fast genau 3 Jahren gab es ja schon einmal ein Pokal-HF zwischen Bayern und Bremen. Ich habe mir gerade den Spaß gemacht den alten Spielbericht incl. Kommentare in diesem Blog durchzulesen.
      Kann ich nur weiterempfehlen. Wirklich erhellend und mit vielleicht überraschenden Erkenntnissen für den einen oder anderen.

    2. Das finde ich auch einen wichtigen Punkt! Ich habe den Eindruck, Kovac wird so bewertet, als spiele die Mannschaft die ganze Saison über gleich. Ich sehe das definitiv anders. Es ist absolut beeindruckend, wie Kovac den enttäuschenden Herbst weggesteckt hat. Sowohl, was sein Selbstbewusstsein angeht, als auch den Zusammenhalt mit der Mannschaft. Gerade da scheint es zurzeit absolut zu stimmen. Hinzu kommt, dass er meiner Meinung nach tatsächlich Ansätze von Ingame-Coaching und taktischer Ausrichtung an den Gegner gezeigt hat. Auch das finde ich eine positive Tendenz. Ich hoffe und gehe auch fest davon aus, das Kovac nächste Saison Trainer sein wird und diese Chance hat er sich verdient, würde ich sagen.
      Auch interessant finde ich den Umstand, dass die meisten Fans, mit denen ich Rede (oder von denen ich hier lese) vergessen, dass es auch bei einem Trainer möglich ist, dass er lernt. Kovac scheint an sich ein intelligenter Mensch zu sein, der gut mit seinen Kollegen und Spielern auskommt. Das ist eine hervorragende Grundlage. Ich würde mich auf jeden Fall für ihn freuen, wenn Bayern im August mit 5er Kette, bestehend aus vier 1,80m großen pervers dymanischen Combo-Verteidigern + Süle/Hummels und 65% Ballbesitz agieren lässt :-)

    3. Zwei Dinge sind dabei nach meinem Ermessen auch wichtig:

      1. Maßstäbe anpassen. Ich erwarte inzwischen einfach nicht mehr den Fußball à la Pep. (Wünsche sind natürlich was anderes.) Wenn man die Erwartungen erstmal gestutzt hat und davon ausgeht, dass wir halt den mittelfeldlosen Fußball spielen, den wir nunmal spielen und irgendwie damit Erfolg haben müssen, dann lassen sich die Spiele direkt anders beurteilen als wenn man ein System zur Bewertungsgrundlage heranzieht, das eh nicht gespielt wird. Finde ich das gut? Nein, aber es macht einfach momentan keinen Sinn, Kovac auf der Pep-Folie abzubilden, weil dann kommt zwangsläufig ein schiefes Bild bei raus.

      2. Fehlende Alternativen. Die logischen Alternativen, die es u.U. gegeben hätte, sind ja eh inzwischen woanders, nämlich Tuchel und Nagelsmann. Und ob man andere gute Trainer (Pochettino, ten Hag) einfach irgendwo loseisen könnte, ist mindestens spekulativ. Andere in den Raum geworfene Namen wäre eher eine Verschlimmbesserung (Conte, Wenger). Die Zeit für Alternativen wurde einfach verpasst, Kovac ist daher erstmal die naheliegenste Wahl solange es nicht katastrophal läuft (und davon sind wir in der Tat weit entfernt).

      1. Jedem Fan oder Mitglied bleibt es ja wohl selbst überlassen welche Erwartungen bzw Massstaebe man anlegen will.

        Der Vorstand der AG formuliert ja ziemlich eindeutig was auf Dauer unsere Ansprueche sind.

        Und mMn fallen Anspruch und Realitaet seit Anc und noch mehr unter Kovac auseinander.

        UH und KHR fuehren ja gerade einen oeffentlichen Zickzack Kurs auf.

      2. AntwortsymbolMarkvanRobben Seite 25.04.2019 - 15:52

        Wenn Kovac in seiner ersten Saison das Double holt, hat er sich eine zweite Saison auf jeden Fall verdient (Vergleich Erfolg Pep). Und ich bin davon überzeugt, dass die nächste Saison aus verschiedenen Gründen besser ausfallen wird als diese und dass wir zumindest wieder das CL Halbfinale erreichen, denn:
        1. Besserer Kader
        2. Kovac lernt aus den Fehlern der aktuellen Saison
        3. Unwahrscheinlich, dass wir wieder Pech haben und eine Top 3-Mannschaft (Barca, Liverpool, ManCity??) im Achtelfinale bekommen.

        Wenn man sich nach seiner zweiten Saison auf versöhnliche Art trennt, weil eben ein neuer zweifellos (!) besserer Trainer auf dem Markt ist (kein Wenger, Mourinho, Conte), dann bin ich damit einverstanden. Aktuell macht es aber keinen Sinn.

        PS: Läuft nicht Deschamps Vertrag nach der EM aus? Erklärt vielleicht die French connection, die parallel zu den deutschen Spielern gerade aufgebaut wird.

    4. Mir fällt es ehrlich gesagt gar nicht so leicht, das gestrige Spiel taktisch einzuordnen.

      Das wichtigste, nämlich die Tore, fielen kurios. Der von mir geschmähte Boateng hat zweimal ziemlich abenteuerlich, aber auch ziemlich direkt und gradlinig, den Ball nach vorne gedroschen. Beide Bälle wurden von Müller technisch herausragend verarbeitet. Hätten Messi, Ronaldo, Iniesta, Götze diese Bälle ebenso verarbeiten können? Wohl eher nicht.

      Davon abgesehen lief vieles über Coman. Das direkte Spiel über Gnabry, für das Kovac jedenfalls in der Zeit stand, als Coman verletzt war (bzw. das von vielen als “Ball nach vorn dreschen” abgetan wurde), gab es nach meiner Erinnerung gestern gar nicht mehr so. Mit und ohne Coman, das sind schon zwei verschiedene Mannschaften. Gestern, das war schon eher die feldüberlegene Dampfwalze aus der Guardiola-Zeit.

      Überlegt man, was letztlich zu den Bayerntoren geführt hat (Harakiri-Angriffe über Boateng), war das gestern eigenartig. Überlegt man, wie Bayern letztlich die meisten Angriffe gespielt hat, war das ein Schritt zurück.

      1. AntwortsymbolMarlene Dietrich Seite 25.04.2019 - 21:21

        @Wipf:
        Messi und Iniesta können nahezu jeden Ball verarbeiten. Hier sollten keine zwei Meinungen vorherrschen.
        Nicht bei Iniesta, scho gar ned bei Messi.

  21. Ich finde es übrigens grundsätzlich spannend, wie unter fast jedem meiner Artikel lediglich die Kritik diskutiert wird. Was ist denn hiermit:
    “Kovač scheint dennoch eine Balance gefunden zu haben, die aktuell für die gewünschten Ergebnisse sorgt. Und allein das stimmt bereits positiv, dass sie auch bei den kommenden Herausforderungen den Kampf annehmen und eine gute Leistung abliefern werden.”

    “Niko Kovač würde vermutlich sagen, dass seine Mannschaft den Kampf früh annahm. So war es schließlich auch. Die Münchner zeigten sich wenig überrascht vom gut organisierten und mutigen Gegner und schafften es wiederum, ihre Ballverluste bis zur wilden Schlussphase auf ein Minimum zu reduzieren.”

    “Gegen den Ball zeigten sich die Münchner meist ebenso gut organisiert wie ihr Gegner. Müller und Thiago schoben in Phasen des Angriffspressings weit und teils sogar mannorientiert nach vorn und Martínez schloss die Lücken dahinter. Werder konnte sich zwar ein paar Mal gut aus dem hohen Pressing befreien, wenn sich die Achter in die Zwischenräume schoben, doch alles in allem war der Druck für sie meistens zu hoch, um dann auch wirklich strukturiert ins letzte Drittel zu gelangen.”

    “Hier ein Tackling in letzter Sekunde, dort ein Pass mit zu viel Risiko vertikal durchs ganze Zentrum und wieder an anderer Stelle ein riskantes Dribbling im Eins-gegen-Zwei – die Bayern machen all das im Moment im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut. Keine Frage.”

    “Gegen den Ball haben wir in dieser Saison bereits einen taktischen Sprung erlebt und gesehen, was er mit der Mannschaft machen kann.”

    “Allerdings nahmen die Münchner die Aufgabe an. In den ersten zehn Minuten waren sie hellwach und konnten Werders Ballbesitzphasen gut verteidigen. Nach vorn entwickelten sie ihrerseits erstmals Gefahr, als Müller mit der Hacke knapp verfehlte (8.).”

    “Kovač reagierte trotzdem und brachte Leon Goretzka für einen glücklosen Serge Gnabry (58.). Vermutlich wollte er damit für noch mehr Ruhe im eigenen Spiel sorgen. Das hat zunächst auch geklappt. Schon in der 63. Minute machte sich der Wechsel bezahlt: Nach Vorlage von Goretzka war es Thomas Müller, der die 2:0-Führung erzielte.”

    Frage der Perspektive.

    Antwortsymbol11 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Ich sehe durchaus deine Bemühungen auch positives zu berichten.
      Aber so wie ein Forist anmerkte, in meinen Kommentaren einen dezenten, provokanten Zynismus zu hören, genauso höre ich in deinen Beiträgen bei jedem positiven Satz dieses “Ja, aber”. Das meistens auch bald folgt. Vielleicht bilde ich mir es auch nur ein, dann tut es mir leid.
      Aber wenn ich die Lobeshymnen auf Werder und vor kurzem Dortmund lese und dann die Ausführungen zu unseren Bayern, komme ich zu keinem anderen Schluss, als das passieren kann was will, dass mit dir, Kovac und der aktuellen Spielweise der Bayern, das wird nichts mehr.
      Und jetzt soll es sogar zynisch klingen, auch wenn Kovac das Triple geholt hätte, dieses “Ja, aber” wäre trotzdem da gewesen.

      1. Ein peinlicher flacher Inhaltlich leerer Kommentar mit einer populistischen Zielsetzung wie jeder Kommentar dieses Nutzers.

      2. 918: ich würde mal in den Spiegel schauen – 90% Deiner Kommentare sind peinlich flacher und inhaltlich leer. Die von Wohlfarth sind es nicht

      3. @wohlfarth
        Genau so geht es mir auch, ich erwarte regelrecht schon diese “ja, aber” und das Justin und Kovac inkl. Spielweise keine Freunde mehr werden.
        Aber.. jetzt fang ich auch noch damit an ^^.. lass dich durch diese Aussage nicht beirren Justin. Deine Analysen sind fachlich Top und trotz Fandasein Objektiv. Aus diesen Gründen bin ich ja von Spott1 und Kicher zu miasanrot.de gekommen und will hier auch bleiben. Diese Spo(r)tmagazine wollen primär Klicks generieren, für sachliche Berichte und Analysen ist da kein Platz mehr. Kleinigkeiten werden bis zum unerträglichen aufgebauscht, ein Klickbait Artikel jagt den anderen und manche Artikel wo peinlicherweise gleich mehr als 1 Autor genannnt wird strotzen nur von Fehler, Halbwissen und Kaffeesatzleserrei wo ich mir denke, dass selbst ein Volksschüler das nicht doch besser hinbekommen würde.
        Vielleicht liegt es aber auch an uns Leser das sie da über die Zeit ein gewisse Sichtweise gefestigt hat und man daher die positiven Kritiken bzw Lob an Kovac & Co. nicht mehr so bewusst wahr nimmt. Oder du bedienst die mal einem Klickbait-Headline a´la “Ist Kovac der bessere Pep?”. Ich garantiere dir, der Artikel wird so genau gelesen wie kein anderer :D

    2. AntwortsymbolGestrandetinBerlin Seite 25.04.2019 - 18:46

      Es gibt ja hier schon etwas länger die Diskussion, ob Dinge zu negativ gesehen werden. Schon länger wollte ich folgendes dazu schreiben. Es gibt ja viele Dinge im Leben, die man auf unterschiedliche Weise wahrnehmen kann. Ein kritischer Blick auf etwas heißt nicht, dass man dieses Etwas nicht gut finden kann. Aber darf man nicht auch anstatt, “war Mal wieder ein super Spiel” genaueres schreiben und versuchen das Thema etwas wissenschaftlicher (?) zu betrachten? Und wenn man über Strukturen schreibt, wird es tendenziell weniger wie ein Lob klingen.

      Anders: eine gewisse Analyse geht immer mit einer gewissen Distanz einher.

      Ich find es jedenfalls gut, wie ihr schreibt…

    3. Vielen Dank für deine Artikel Justin.
      Sie sind sachlich nachvollziehbar und damit völlig legitim unabhängig davon, ob man deine daraus folgenden Wertungen teilt oder nicht.

    4. Uneingeschraenkt Zustimmung.

      Es ist einfach unverstaendlich wie permanent undifferenziert Kritik kritisiert wird.

      Jede erfolgreiche Organisation dieser Welt ist und bleibt nur erfolgreich wenn man sich permanent selbst hinterfragt und die Fehler ausgemerzt.

      Oft schmerzhaft aber sehr hilfreich.

      Etwas was Sammer perfekt beherrscht und etwas was Kahn auch praktiziert.

      Etwas was dem Weltbild von UH wiederspricht.

      KHR hast kapiert.

      1. AntwortsymbolMarkvanRobben Seite 26.04.2019 - 10:39

        Wieder eine Überbewertung von Sammer. Einige Floristen hier eifern ihm ja wirklich nach: Ein sehr guter Rhetoriker mit einer mittelmäßigen Fußballkompetenz ohne jegliches Gespür für die richtigen Entscheidungen. Welche Transfers hat er denn zustande gebracht? Genau! Jan Kirchhoff. Wo spielt der denn aktuell?

        Zu Kahn stimme ich dir zu. KHR hat für mich zu oft die Marketing-und-Unternehmer-Brille auf. Er hat meistens damit auch Recht. Nur gefallen mir seine Entscheidungen trotzdem nicht immer… (z. B. Causa James) Deswegen freue ich mich auf Kahn, da er auch mehr auf das Sportliche achten wird. Wenn er dann noch einen Max Eberl als Sportvorstand kriegt, sehe ich schon eine Verbesserung in der Führungsetage, was Kompetenz angeht, zu der dann auch interne Kritik gehört.

      2. Matthias Sammer hat mittelmäßige Fußballkompetenz?
        Kannst du das irgendwie begründen?

        Für mich spricht mehr für das Gegenteil:

        – Erfolge als Spieler

        International
        U-18-Europameister: 1986 (DFV)
        Europameister: 1996 (DFB)
        UEFA-Champions-League Sieger: 1997 (Borussia Dortmund)
        Weltpokalsieger: 1997 (Borussia Dortmund)
        Deutschland

        DDR-Meister: 1989, 1990 (Dynamo Dresden)
        DDR-Pokalsieger: 1990 (Dynamo Dresden)
        Deutscher Meister: 1992 (VfB Stuttgart), 1995, 1996 (Borussia Dortmund)
        DFB-Supercup: 1995, 1996 (Borussia Dortmund)
        Individuelle Auszeichnungen

        Deutschlands Fußballer des Jahres: 1995, 1996
        Ballon d’Or: 1996
        Bester Spieler der Europameisterschaft: 1996
        All-Star-Team der Europameisterschaft: 1996
        Europas Fußballer des Jahres 1996
        Einstufung als Weltklasse in der Rangliste des deutschen Fußballs: Winter 1994/95, Sommer 1995, Winter 1995/96, Sommer 1996

        – als Trainer:

        Deutscher Meister: 2002 (Borussia Dortmund)
        UEFA-Pokal-Finalist: 2002 (Borussia Dortmund)

        – Als Funktionär:

        6 Jahre Sportmanager beim Dfb

        4 Jahre Sportvorstand bei Bayern (auf eigenen Wunsch gegangen)

        Seit 2018 externer Berater beim BVB

        […]

      3. Bei den Transfers bitte Tasci nicht vergessen, der uns „sofort weiterhelfen“ hätte sollen.

        Aber die Thematik Sammer ist lang und komplex. Ich war froh dass er da war zu der Zeit als er da war aber bin auch froh dass er wieder weg ist…

      4. Sammer hatte tatsächlich Defizite in der Transferstrategie.
        Aber darüber hatte ich überhaupt nicht gesprochen, oder?

  22. @Justin: Kritik wird im Moment – erst recht, wenn sie ständig wiederholt wird – als lästig und ungerecht angesehen von manchen Kommentatoren hier im Blog. Aussagen positiven Inhalts werden hingegen kaum beachtet, sie verschwinden hinter der Kritik und kommen nicht zur Geltung. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Kritik findet auf Seiten der Befürworter so gut wie gar nicht statt.
    Dabei geht es in einem Fussball-Blog wie dem Unsrigen doch darum, zu schauen, was gut läuft, aber auch, was weniger gut oder gar schlecht läuft. Mit einem zwar laienhaften, nichts desto trotz über die Zeit aber geschärften Blick auf das Geschehen auf dem Rasen.
    Da muss und soll Kritik möglich sein, sonst würde es hier zu einer aalglatten Beweihräucherungsangelegenheit werden, die am Ende völlig monoton und mir zumindest die Freude an der Auseinandersetzung mit unserem FCB nehmen würde.

    Ich jedenfalls habe gestern ein tolles Pokalspiel gesehen, das am Ende dieser Spielzeit zurecht in jedem Saisonrückblick auftauchen dürfte. Ich habe ein Pokalspiel gesehen, in dem unser FCB vermutlich genauso aufgetreten ist, wie es sich Kovac vorstellt:
    Defensiv gut strukturiert, mit Einsatzwille und Kampfgeist bereit, den Gegner früh unter Druck zu setzen und den Ball schnell nach vorn zu bringen. Ich habe einen FCB gesehen, bei dem alle Akteure einschließlich Einwechselspieler und Betreuer mit Leidenschaft und Emotionen bei der Sache waren. Das ist gut und eine prima Grundlage für künftige Erfolge!

    Aber ich habe eben auch die anderen Dinge beobachten müssen, jene, die nicht so gut oder gar schlecht waren und gegen künftige Erfolge sprechen:
    Und da muss eben einmal mehr die unzureichende Struktur der Offensivordnung hinsichtlich spielerischer Abläufe genannt werden!
    Das rasche Hinaustragen des Balles auf die Aussenbahnen, oftmals durch den weiten Schlag nach vorn, wobei eine Einbindung des zentralen Raumes nicht erfolgt. Das Ballschleppen über das halbe Spielfeld. Die riskanten Steilpässe in die Spitze und immer wieder der Versuch, im Dribbling und im Überlaufen an einem gut in der Ordnung stehen Gegner vorbei zu kommen, was viel zu oft scheitert und Gegneraktionen ermöglicht.
    Das scheinen mir keine geplanten und durchdachten Offensivabläufe zu sein, vielmehr Zufallsprodukte und Einzelaktionen!

    Nein, ich kritisiere nicht die oben aufgeführten Spielaktionen! Sie können sinnvolle Maßnahmen sein, genauso wie Standards und
    Halbfeldflanken. Ich kritisiere das weitgehende Fehlen eines schnellen Kombinationsspiels! Etwas, was ich für essentiell halte, wollen wir als FCB auf internationaler Ebene erfolgreich sein!
    In der Bundesliga reicht es aus, den Fokus auf Flügelspiel zu legen und auf die individuelle Klasse unserer Spieler zu setzen – Müllers Tor gestern ist tatsächlich nur mit dem Prädikat “Weltklasse” ausreichend beschrieben! International wird es aber nicht ausreichen, doch gerade DAS muss unser Anspruch sein! Die Struktur gerade auch in der Offensive, mit der wir diesem Anspruch gerecht werden können, muss nun aber schon in der Liga zu erkennen sein! Das ist aber nicht der Fall, und da werde ich bei aller Freude über die Siege nicht müde, darauf hinzuweisen.

    Antwortsymbol9 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. Das spiegelt in etwa auch meine Meinung. Grundsätzlich kann ich auch nachvollziehen, dass vielen die Kritik auf den Sack geht. Ich bin selbst mein größter Kritiker und hinterfrage ständig, ob das jetzt wieder einen Tick zu sehr drüber ist oder ob es einen Tick zu negativ ist. Bei einer Spielanalyse ist das nochmal schwerer. Vielleicht hätte ich weniger „aber“ einbauen sollen und den positiven Teil noch stärker vom negativen abgrenzen sollen. Aber letztendlich sind das eben meine Beobachtungen, so wie eure eben manchmal andere sind. Dafür sind wir ja auch hier. Und ich bin auch Fan dieses Klubs. Ich bin emotional, gestern bin ich nach den Toren aufgesprungen und habe gejubelt, habe bei den Gegentoren gelitten. Natürlich habe ich solche Emotionen. Die stehen halt logischerweise nicht im geschriebenen Wort. Ich lobe auch deutlich lieber als zu kritisieren. Das bedeutet ja, dass es läuft.

      Letztendlich wiegt Kritik leider wirklich immer mehr als Lob. Vielleicht verstecke ich es ja auch wirklich zu sehr? Meine Aufgabe ist es hier eben auch, zu schauen, warum das Spiel plötzlich so ein packender Fight wurde und es plötzlich wild und abwechslungsreich wurde. Das lag sicher nicht nur an Werder, sondern auch an den Bayern. Und mit der Antwort „Da haben sie halt 3 Minuten gepennt“ gebe ich mich nicht zufrieden. Auch wenn da ein Fünkchen Wahrheit drinsteckt.

      Als Schlusswort meinerseits: Ich nehme eure Kritik an mir (ob positiv oder negativ) natürlich mit. Ist ja nicht so, dass ich mich über irgendjemanden stelle. Ich wünsche mir nur, dass das außerhalb jeglicher Schubladen stattfindet. Es ist müßig, aus der Ecke eines emotionslosen Nerds heraus diskutieren zu müssen und andersherum nervt es euch ja sicher auch, wenn euch jemand als … keine Ahnung … als Ja-Sager und Vorzeige-Fan, der alles abnickt betitelt. If you know what I mean. Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber die andere Position zu respektieren und zu akzeptieren sind wichtige Dinge, die die Diskussionskultur hier an vielen Stellen angenehm machen.

      Das ist natürlich nicht an dich gerichtet, sondern an alle hier.

      1. Natürlich muss auch Kritik sein – genau wie der berühmte Satz, dass Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben.
        Wieso verliert der BVB nach zweimaliger Führung das Pokalspiel zuhause gegen Werder.
        Kann normalerweise auch nicht passieren -passiert aber.
        Wieso gibt der FCB eine 4:2-Führung gegen Heidenheim aus der Hand?
        Warum scheiden Bundesligisten gegen Amateure aus.
        Irgendwas ist bei diesen Pokalspielen offensichtlich anders. Denn es passiert immer wieder.
        Natürlich darf man ein 2:0 nicht so verspielen, natürlich muss Thiago das 3:0 und Lewandowski das 4:2 machen.
        Natürlich darf ein Stürmer nicht frei vor dem Tor den Ball auf den Pfosten schießen – wird einem Frank Mill heute noch vorgespielt und ist ewig her.
        Natürlich muss ein Kimmich den sicheren Rückpass spielen, passiert aber.
        Und natürlich muss ein Gebreselassi den Coman vor dem Strafraum stellen, statt ihn im Strafraum umzuschubsen – denn auch der Laufweg sollte mittlerweile bekannt sein. Klappt aber nicht.
        Gottseidank.
        Jeder kennt Robbens Trick seit 10 Jahren und er klappte trotzdem immer. Darf eigentlich nicht sein.
        Aber ohne Fehler gäbe es nur Unentschieden.
        Ein Kohfeld hat seine Lehren aus dem Samstagsspiel gezogen und zumindest mal Gnabry einigermassen aus dem Spiel nehmen lassen.
        Ein Kimmich und auch ein Thiago spielen Fehlpässe, die eigentlich auch nicht typisch sind .
        Und ein James mit seinem begnadeten linken Fuß versemmelt frei vor dem Tor.
        Ein Alaba passt einmal bei Rashica nicht richtig auf. Und auf der anderen Seite verliert man dafür Lewandowski aus den Augen.
        Bei einem solchen Spiel sind wahrscheinlich mehr Emotionen und auch mehr individuelle Fehler im Spiel als sonst.
        Werder hat seit 31 Jahren kein Pokalspiel mehr zuhause verloren – die rennen bis zum Abpfiff und geben nicht auf. Hat ja in Dortmund auch geklappt!
        Bayern hat seit 25 Spielen kein Pokalspiel mehr ausswärts verloren – die geben nicht auf!
        Und dann wird eben ein solches Spiel unter Umständen durch individuelle Klasse oder auch individuelle Fehler entschieden oder zumindest spannend.

      2. Genauso ist es.
        Konstruktive Kritik.
        Konstruktive Analyse.
        Konstruktive Debatte.
        Alles hilfreich.
        Niemand kann den Anspruch auf Allwissenheit haben.aber diese allergischen Reaktionen auf jedwedige Kritik ist immer der Anfang vom Ende.

        Bitte weitermachen.

      3. @Justin: Das ist ja mal ein versöhnliches Schlusswort.
        Mein Schlusswort: Du kannst hier soviel kritisieren wie du willst, ist schließlich dein Blog. Klar ist aber auch: In dem Moment in dem du eine Kommentarfunktion freischaltest, wirst du Reaktionen auf deine Beiträge erhalten, zustimmende und abweichende. Scheint mir ja auch der Sinn der Sache zu sein. Solange dieser Meinungsaustausch in geregelten und gesitteten Bahnen verläuft ist alles gut.

      4. Justin, bitte handhabe das weiter so wie bisher. Ich unterschreibe fast jeden Aspekt, den du hier beschreibst.
        Das ist halt eine Sicht der Dinge, der etwas tiefer und weiter reicht, als es uns die Ergebnisse weißmachen wollen.
        Wenn ich etwas verbessern will, muss ich an Stärken und Schwächen gleichermaßen arbeiten. Und die Schwächen des momentanen Spielstils haben weitaus mehr Verbesserungspotential als die unserer Stärken.

        Diese Spiele gewinnen wir nur, weil wir die besseren Einzelspieler haben und nicht, weil wir den besseren Fußball spielen.
        Gegen Bremen haben wir in 2 Spielen aus dem Spiel heraus 3 x getroffen. 1 x abgefälscht, 1 x nach verunglückter Boa “Flanke”. reingewurschtelt und 1 x wurde ein weiterer verunglückter Schuss durch Müller überragend verwertet.

        Von offensiv spielerischen Kombinationen hingegen habe ich nicht viel gesehen in den letzten Wochen.
        Das was wir momentan spielen:
        Option 1: Coman setzt sich im 1 zu 1 auf dem Flügel durch und passt dann in den Strafraum
        Option 2 : Gnabry im Umschaltspiel steil schicken
        Option 3: Flanken
        Durch die Mitte wird generell zu wenig versucht, dort fehlen Offensiv-Impulse.

        Kimmich/Thiago:
        Durch mangelnde Anspielstationen im Mittelfeld häufige Ballverluste durch schlechte Anspiele und dadurch in der Folge oft unnötige Zweikämpfe, die verloren werden. Generell fehlt der Wille zu einer strukturierten Ballzikulation im Mittelfeld.

        Nach 2 Tore-Führung wird zu oft, wie schon in der Hinrunde, der Fokus verloren und ein Gang zurückgeschaltet.
        Das mag gegen Werder so gerade noch mal gut gehen, gegen die TOP 8 Mannschaften in Europa geht das nicht mehr.

        Das sich Berufen auf Wasserstandsmeldungen ala Ui H. (Pokalfinale und Tabellenführer) bringt keinen weiter.
        Wir haben auch nur 1 Punkt Vorsprung in der Meisterschaft und Leipzig kann im DFB Finale Vereinsgeschichte schreiben.
        Don Jupp hat es 2012 auch geschafft, alle 3 möglichen Titel noch zu vergeigen – warten wir einfach mal ab.

        Ich kann mit der Kovac / Brazzo / Hoeness Sichtweise wenig anfangen, denn das, was man auf dem Spielfeld sieht, ist eher biedere Hausmannskost. Und das mit diesen Top-Spielern. Es gibt zwar einige Ausnahmen und auch gute Spiele, aber meistens nur, wenn der Gegner vorher falsch agiert.

        Und generell fehlen mir in der Mannschaft Persönlichkeiten, da vermisse ich Alonso mit seiner Ausstrahlung sehr.

      5. @Kurt2 u.a.:

        “Diese Spiele gewinnen wir nur, weil wir die besseren Einzelspieler haben und nicht, weil wir den besseren Fußball spielen.
        Gegen Bremen haben wir in 2 Spielen aus dem Spiel heraus 3 x getroffen. 1 x abgefälscht, 1 x nach verunglückter Boa “Flanke”. reingewurschtelt und 1 x wurde ein weiterer verunglückter Schuss durch Müller überragend verwertet.
        Von offensiv spielerischen Kombinationen hingegen habe ich nicht viel gesehen in den letzten Wochen. …
        … Durch die Mitte wird generell zu wenig versucht, dort fehlen Offensiv-Impulse.
        Durch mangelnde Anspielstationen im Mittelfeld häufige Ballverluste durch schlechte Anspiele und dadurch in der Folge oft unnötige Zweikämpfe, die verloren werden. Generell fehlt der Wille zu einer strukturierten Ballzirkulation im Mittelfeld.
        Nach 2 Tore-Führung wird zu oft, wie schon in der Hinrunde, der Fokus verloren und ein Gang zurückgeschaltet.
        Das mag gegen Werder so gerade noch mal gut gehen, gegen die TOP 8 Mannschaften in Europa geht das nicht mehr.”

        Das kann ich nur unterschreiben!
        Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum wir trotz dieser Defizite in der Liga 79 Tore geschossen haben? Da können die offensiven Abläufe ja gar nicht so schlecht sein, oder?
        Ich könnte auf diese Frage mit “Ja” antworten und mich zurücklehnen! Aber wenn wir genau hinschauen, bleibt festzustellen, dass die aus spielerischen Kombinationen erzielten Tore keineswegs die Mehrzahl der 79 Treffer ausmachen, und was noch viel wichtiger ist, die Zahl der aus Kombinationsabläufen erzielten Tore, mit denen eine Führung geschafft wurde, ist noch geringer!
        Nur allzu oft wurde ein Standard als “Dosenöffner” benötigt, oder es gelang die eine gute Aktion, in der die individuelle Klasse unserer Jungs zur Geltung kam. Nicht selten wurde der Gegner gleich in der Anfangsphase noch unabgestimmt quasi überrumpelt. Und nach einer bequemen Führung, wenn sich der Gegner quasi “auf den Rücken gedreht” und sich ergeben hat, lässt es sich ohnehin einfacher kombinieren.
        Natürlich wollen 79 Tore erstmal erzielt werden, und natürlich waren Tore zum “Zungeschnaltzen” dabei!

        Doch gilt es, gegen in der Abwehr gut organisiert stehende Gegner zum Erfolg zu kommen, indem dessen defensive Ordnung in Unordnung gespielt wird – und dazu braucht es gute spielerische Abläufe und ein gutes offensives Zonenspiel.
        Ein Gegner, der nicht nur gut organisiert in der Abwehr steht, sondern auch noch selbst spielerische Lösungen im eigenen Offensivspiel findet, ist erst recht gefährlich, weil es nicht möglich sein würde, unermüdlich Flanke um Flanke, Steilpass um Steilpass und Lauf um Lauf in den Strafraum zu bringen, ohne solch einen Gegner durch die dann massenhaft abgefangenen Bälle selbst ins Spiel zu bringen.

        Wir müssen also schon selbst Ball und Gegner ins Laufen bringen – genau das gelingt zur Zeit aus den angesprochenen Gründen viel zu wenig! Ob Kovac es kann? Er ist sicher nicht unfähig, und hat defensiv schon mal eine gute Grundlage geschaffen, aber da im Moment noch so wenig Ansätze für ein passendes offensives Kombinationsspiel zu sehen ist, bleibt der Zweifel vorherrschend bei mir! Gegen den Club und 96 wird sich die individuelle Klasse und die Unermüdlichkeit in unseren Angriffen durchsetzen! Gegen Leipzig wird es in der Liga hingegen eine echte Nagelprobe, da die “Bullen” genau das beherrschen: Hinten gut organisiert stehen und nach vorn schnell spielen und auch kombinieren. Dabei ist Leipzig sicherlich noch nicht auf dem Niveau unserer großen europäischen Konkurrenten. Wir werden es sehen, wie Kovac agieren lässt!

    2. Perfekt auf dem Punkt.
      Unterschrieben.
      Danke Bitte.

      1. Hmm welche freudige Dynamik in letzter Zeit. Wir scheinen die “Kovac-Fanboys” und “Ha!-Kovac-hat-schon-wieder-gewonnen-was-sagt-ihr-jetzt???” überwunden zu haben. Dafür gibts jetzt ne Halbe am Morgen

    3. Dem ist nichts hinzuzufügen, sehr guter Kommentar.

  23. „Ja aber“ in den Spielberichten trifft es ganz gut.

    Es entschädigen die Zwischen-Artikel über Kovac und Taktik unter der Woche. Da waren heuer 1-2 Artikel dabei, die sprachlich und inhaltlich so ziemlich das Beste gewesen sind, was in der Öffentlichkeit über den Verein analysiert worden ist. Als die Hütte im Herbst lichterloh brannte, war die sachliche, unaufgeregte und kritische Flugroute hier sehr wohltuend. Mir haben die Artikel geholfen, ein paar Dinge zu „verarbeiten“ und neu einzuordnen.

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
  24. @ Justin, Christoph und alle MSRler: Bitte macht mit so mit Eurem moderaten “Mittelkurs” weiter: Ich bin froh, dass es hier nicht alles durch die rotweisse Fanbrille gesehen wird.

    Finde Diskussionen und Kritik richtig und wichtig, davon lebt der Fußball. Das “wie” beim Sport ist für mich persönlich genauso wichtig, wie die Ergebnisse. Ich werde mit erfolgreichem Rumpelfußball nicht glücklich.

    Man muss vielleicht nicht nach jedem Spiel die gleichen Themen hervorheben – Stichwort z. B. fehlendes Positionsspiel, Lernkurve Kovac… das gilt aber auch für alle Foristen, mich eingeschlossen.

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    1. Antwortsymbolseveralseasons Seite 26.04.2019 - 12:19

      Richtig, aber dass die Kritik sich immer an den gleichen Punkten abarbeitet, ist auch nur zu verständlich, wenn das eben genau die Sachen sind, die man nach einem Spiel ansprechen muss, wenn es immer wieder daran hapert. Die einzelnen Spiele bieten natürlich immer auch jeweils verschiedene Ansätze für Lob oder Kritik, schon richtig, aber daneben gibt es auch so etwas wie eine Grundausrichtung, mit der man eben einverstanden sein kann oder nicht. Ein fairer, respektvoller Austausch der Meinungen ist da begrüßenswert.

      1. Also ich denke auch, dass das Fehlen von Kritik ein Ausdruck von Stillstand und Selbstzufriedenheit ist. Nur mit Kritik kann man sich weiterentwickeln. Dass die Kritik derzeit stets die gleichen Punkte adressiert ist halt eher Ausdruck des Stillstands. Sicherlich hat die Mannschaft zuletzt etwas die Kurve bekommen. Die Frage ist nur, ob es lediglich daran liegt, dass einige Spieler die Formkrise und andere ihre Verletzungen überwunden haben oder ob es auch an der Taktik liegt. Und die andere Frage ist, ob die aktuelle Spielweise auch international für mehr reicht. Wir sind einer der reichsten Vereine der Welt. Also muss unser Ziel auch sein, sportlich ganz vorne mitzumischen.

    2. Bitte so weitermachen.
      +1

  25. Wer mal Schmunzeln will, sollte unbedingt den “Beitrag” von Ralph Grosse-Bley in der heutigen BILD-Zeitung lesen. Er meint, er sei “einfach nur Fußballfan”. Jetzt ist er sogar “Teilzeit-Leipzig-Fan”.

    Olli Kahn liebt das. Ich auch .. *grins

    Antwortsymbol5 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. p.s. Der “Beitrag” ist natürlich auch frei und online verfügbar …

    2. Billigster Populismus.

      Jetzt weiß ich wieder, warum ich die BILD hasse – und zu 99,9% ignoriere.

      1. Nun, auch die BILD schreibt das, was ihre Leser gerne lesen.

        Ich kann mit solchen Tiraden an sich gut umgehen. Nur wenn sich dann diese selbst ernannten Freunde des “ehrlichen, traditionellen Fußballs” auch noch zu “Teilzeit-Leipzigfans” erklären, demaskieren sie sich völlig. Ich bin auch Leipzig-Sympathisant, und zwar genau aus dem Grund, weil man dort den vielen, vielen so genannten “Traditionsclubs”, die seit Jahrzehnten ihr Potential nicht nutzen, zeigt, wie man es besser macht.

        Ich freue mich auf das Pokalfinale. Und sollte der pfeilschnelle Werner unsere langsamen Innenverteidiger zweimal auskontern und den Pokal in den Osten holen, werde ich das respektieren und hoffen, dass mein Verein daraus lernt (oder schon gelernt hat, einige Transfers für die nächste Saison stehen ja schon fest).

        Und sollte es Kovac schaffen, mit seinen beiden alternden und langsamen Innenverteidigern auch den pfeilschnellen Werner zu kontrollieren, werde ich mich freuen dass Bayern den richtigen Trainer geholt hat. So einfach ist das.

      2. Ja, das ist in der Tat das Interessante an Leipzig. Ich habe selbst über 4 Jahre für die Brausefirma gearbeitet und weiss, welcher Wind da intern lebt: So entspannt wie Ruudii bei B04 oder das Leben bei 10+ anderen Erstligisten ists da beileibe nicht. Ich kann nicht behaupten, den Klub zu *mögen*, aber sie greifen richtig an, wo sich die meisten Bundesligisten nur bequem am Geldsegen freuen.

    3. So ein Volldepp! Dass sowas in einer Zeitung stehen darf??? Nur in der Kackbild natürlich. Darf dort jeder Fussballprolet seine Tiraden ablassen?

  26. Thiago Interview bei Spox
    Interessantr Teil


    Der Spielstil des FC Bayern hat sich seit Guardiolas Abschied vor zweieinhalb Jahren verändert. Die Mannschaft spielt weniger Tiki-Taka. Was halten Sie davon?

    Thiago: Ob man das jetzt Tiki-Taka, Taka-Taka oder sonst wie nennt: Entscheidend ist für mich, in jedem Moment die Kontrolle über das Spiel zu haben. Das heißt: Wenn wir in Ballbesitz sind, muss uns klar sein, dass wir trotzdem gut verteidigen müssen. Und wenn der Gegner den Ball hat, müssen wir bereit sein, ihn zu Fehlern zu zwingen und diese Fehler auszunutzen. Diese Überlegenheit – ob mit oder ohne Ball – ist das Allerwichtigste für mich. Haben wir diese Überlegenheit, haben wir Erfolg. Unabhängig von dem Spielstil mit viel oder etwas weniger Ballbesitz.

    Auch Ihre Rolle hat sich verändert. Unter Niko Kovac spielen Sie defensiver als zum Beispiel noch unter Jupp Heynckes oder Carlo Ancelotti, als Sie hin und wieder als Zehner agiert haben. Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

    Thiago: Im zentralen Mittelfeld. Ob das auf der Sechs, auf der Acht oder auf der Zehn ist, ist egal. Mir gefällt es, anzugreifen, ich verteidige aber auch gerne. Auf der Sechs muss ich mehr verteidigen, kann mir aber den Ball früher abholen und mich mehr am Spielaufbau beteiligen. Dafür kann ich weniger Tore schießen und vorbereiten als auf der Acht oder auf der Zehn, weil ich nicht so oft in Strafraumnähe komme.”

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    1. Was hat im Achtelfinale gegen den FC Liverpool denn gefehlt?

      Thiago: Vieles. Herz, Biss, Fußball. Wenn man sich gegen einen solchen Gegner durchsetzen will, muss man sich einfach besser fokussieren und 100 Prozent geben.

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      Aber mit dem 0:0 im Hinspiel haben Sie sich doch eigentlich eine ordentliche Ausgangslage verschafft.

      Thiago: Ich fand unsere Leistung im Hinspiel schon nicht gut. Es ist sehr schwierig, an der Anfield Road zu spielen, aber wir haben für meine Begriffe eine zu defensive Spielweise an den Tag gelegt. Klar: Du holst ein 0:0 heraus, verteidigst gut. Aber: Nach vorne geht nichts. Wir sind am Ende verdient ausgeschieden, weil wir insgesamt kein gutes Achtelfinale gespielt haben.

      Sehen das alle im Verein so?

      Thiago: Das weiß ich nicht. Ich gebe nur meine Meinung kund. Und was wir in der Kabine besprechen, bleibt in der Kabine.

      1. Hoffentlich bleibt Thiago uns noch lange erhalten. Finde alle seine Einschätzungen 100% richtig!

    2. @Hummelrobbe:
      Alle? Er räumt doch mit so manchem Mythos über Kovac auf, der hier so propagiert wurde.

      Thiago:
      –“Die ersten ein, zwei Monate der Saison liefen eigentlich gut. Obwohl wir den Trainer erst einmal kennen lernen mussten, haben wir gute Ergebnisse eingefahren. Dann sind wir durch nicht so gute Ergebnisse in eine Phase gekommen, in der wir unser Vertrauen in unser Spiel und in uns selbst verloren haben. WIR SPIELER HATTEN NICHT DIE BESTE EINSTELLUNG. Vor allem zwischen September und November, als wir viele Punkte unnötig abgegeben haben. Aber danach haben wir sehr hart gearbeitet und sind in der Tabelle Schritt für Schritt zurück nach oben geklettert.”

      –“Es ist sicherlich für jeden Trainer schwierig, zu einem so großen Verein wie dem FC Bayern zu kommen. Die Ziele sind hoch, die Erwartungen ebenso. Das ist normal und daran muss man sich gewöhnen. Wir Spieler haben uns Schritt für Schritt an den Trainer gewöhnt und er sich an uns. So etwas braucht einfach Zeit.”

      –“Niko ist ein unglaublich positiver Typ, sehr gebildet und sehr kommunikativ. Er legt großen Wert auf einen partnerschaftlichen Umgang untereinander und geht immer gut mit uns Spielern um.”

  27. willythegreat Seite 26.04.2019 - 19:35

    Kleiner Gedanke zum Elfer:
    Es reicht, dass ein Spieler im Strafraum irgendwie den Ball an den nicht angelegten Arm geschossen bekommt, egal ob vom eigenen Mann (siehe Hummels in Düsseldorf) oder vom Gegner. Dabei ist es vollkommen irrelevant, ob der Ball aufs Tor oder in Richtung Eckfahne geflogen wäre. Auch eine aktive Bewegung des Spielers ist nicht mehr vonnöten. Diese Entscheidungen scheinen mittlerweile Alltag geworden zu sein. Wenn also der Ball an den Arm des Abwehrspielers geht und dieser Arm nicht eng genug am Körper anliegt, heißt es, selber Schuld.
    Wenn ein Abwehrspieler allerdings seinen Arm (der Ellbogen gehört ja dazu) bewusst einsetzt, um seinen Gegenspieler durch einen Stoß zumindest zu irritieren bzw. leicht aus dem Tritt zu bringen, dann ist der Aufschrei riesig und es heißt, dass es zwar ein Foul sei, aber nicht heftig genug für einen Elfmeter wäre. Man darf also als Abwehrspieler absichtlich seinen Gegenspieler mit dem Arm leicht stoßen, weil das nicht für einen Elfer reicht.
    Schön langsam verkommt unser Lieblingssport zu einer ziemlich unlogischen Angelegenheit, wie ich finde. Ergo sage ich als Trainer am besten meinen Spielern, dass sie bei einer Ecke lieber mit angelegtem Ellbogen in ihren Gegner springen sollen, als den Arm auch nur ein paar Zentimeter vom Körper weg zu nehmen beim Versuch das Kopfballduell zu gewinnen?

    Antwortsymbol1 AntwortKommentarantworten schließen
    1. Die Bremer Fans im Stadion haben das mit dem Schieben übrigens auch so gesehen. Ganz laut haben sie sogar laut “Schieber” gerufen. /s

  28. […] beim BVB. Dann aber müssen die Schwarz-Gelben nach Bremen und wie schwer diese Aufgabe ist, zeigte sich erst kürzlich im Pokal. Werder machte es dort nicht nur den Münchnern schwer, sondern sorgte darüber hinaus dafür, dass […]

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