Torlose Schlacht gegen Liverpool

Justin Trenner 19.02.2019

Niko Kovač gilt als Trainer, der solche Abende kann. Eintracht Frankfurt führte er bereits zweimal ins DFB-Pokalfinale. Doch Liverpool und die Champions League sind eine andere Hausnummer.

Falls Ihr es verpasst habt:

Der 47-Jährige machte sich nach eigenen Angaben viele Gedanken, wie er das Hinspiel an der Anfield Road angehen würde. Manuel Neuer und die Viererkette waren davon weniger betroffen.

Liverpool FC vs. FC Bayern MünchenGrundformationen: Liverpool – Bayern, 19.02.2019

Zwischen Kimmich und Alaba begannen erwartungsgemäß Süle und Hummels. Im Mittelfeld wurde bereits mehr spekuliert. Da Goretzka kurzfristig mit einer Sehnenverletzung ausfiel, brachte Kovač Martínez in die Partie. Ihn sollten James und Thiago unterstützen. Lewandowski, Coman und Gnabry komplettierten die Elf.

Bei Jürgen Klopp war es schon etwas klarer, wie die Elf aussehen würde. Das Innenverteidiger-Duo aus Fabinho und Matip wurde wegen des gesperrten van Dijk und dem immer noch angeschlagenen Lovren so erwartet. Firmino wurde hingegen rechtzeitig fit. Klopp setzte somit auf ein 4-3-3. Dass der spielstarke Keïta für das Arbeitstier Milner startete, war vielleicht die einzige kleine Überraschung.

Während Klopp mit Milner, Sturridge und Shaqiri namhafte Einwechselspieler auf der Bank hatte, rückten bei den Münchnern Mai und Shabani auf die Bank. Immerhin schaffte es Ribéry noch in den Kader, nachdem er wegen seiner fünften Vaterschaft nur nachreisen konnte.

Und dann ging es los. Die Spieler beider Teams betraten das Feld und “You’ll never walk alone” erfüllte in all seiner Pracht das legendäre Stadion an der Anfield Road. Alles war angerichtet für einen großen Abend.

Nachdem die Münchner die ersten 12 Minuten ziemlich gut überstanden, gab es in der Folge die ersten Chancen auf beiden Seiten. Erst vergab Salah, der nach hohem Schlag in den Strafraum zum Abschluss kam. Kurz darauf waren es ein Beinahe-Eigentor von Matip und ein Abschluss von Kimmich, die für Gefahr sorgten. Die Bayern waren da und strahlten zu Beginn eine Grundsicherheit aus, die es brauchen würde.

Ab jetzt nahm die Partie Fahrt auf. Wieder gab es für beide Mannschaften gute Gelegenheiten. Zunächst Mané, der von Kimmich gut verteidigt wurde und dessen Abschluss somit ungefährlich war (16.). Dann Coman, der nach hoher Balleroberung nur das Außennetz traf (17.).

Das Spiel wechselte zwischen längeren Ballbesitzphasen der Bayern und kürzeren Ballbesitzphasen der Engländer, wobei die jeweils gegnerische Mannschaft hoch störte. Nach rund 21 Minuten eroberte Bayern so den Ball und Gnabry hatte die Chance, den Gegenspieler zu überlaufen und auf Lewandowski quer zu legen. Es wäre die sichere Führung gewesen. Gnabry legte sich den Ball aber zu weit vor und so gab es Abstoß.

In der 25. Minute gab es auf der anderen Seite den nächsten gefährlichen Abschluss durch Salah. Knapp vorbei. Nach anfänglichen leichten Vorteilen für die Bayern, war die Partie nun komplett offen und ausgeglichen. Liverpool kam nun besser in die Zweikämpfe und wurde sicherer im eigenen Passspiel.

Bitter für die Münchner war zudem, dass Kimmich sich eine gelbe Karte abholte und somit im Rückspiel gesperrt ist. Ungefähr ab diesem Moment begann Liverpool auch, die Partie in den Details an sich zu reißen. Mehrfach gelang es den Reds, sich durchs Mittelfeld der Bayern zu kombinieren. In der 32. Minute hatte Mané die nächste Großchance, die er wenige Meter vor Neuer vergab.

Die Bayern verlagerten ihr Spiel jetzt auf die Umschaltmomente nach Ballgewinnen, kamen allerdings nicht mehr so richtig gefährlich vors Tor. Liverpool erhöhte die Schlagzahl kurz vor der Pause nochmal und kam mit Mané (36.), Matip (40.) … nochmal zu guten Abschlüssen.

Bei den Gästen waren es lediglich schlecht ausgespielte Konter oder Halbchancen, die für Gefahr sorgten. So ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Im zweiten Durchgang ging Liverpool noch etwas mehr Risiko und setzte die Bayern noch früher unter Druck. So richtig große Chancen gab es für die Reds aber zunächst nicht. Bayern verteidigte meist konsequent, in einigen Situationen aber auch glücklich und im letzten Augenblick.

Je länger die Partie aber dauerte, umso größer wurde der Druck für die Bayern, die kaum für Entlastung sorgen konnten. Umso mehr kam der fünfmalige Champions-League-Sieger aber über die Einstellung und den Kampf. Mit Erfolg. Liverpool entwickelte nach vorn nicht die Durchschlagskraft, um das Tor zu erzielen.

Auch die Bayern kamen nicht mehr so richtig gefährlich vor das Tor von Alisson, sicherten sich mit dem 0:0 aber einen kleinen Achtungserfolg, der für das Rückspiel wichtig sein könnte. Es ist weiterhin alles offen. Und das ist schon mal äußerst wichtig.

5 Dinge, die auffielen:

1. Die gehemmte Offensive

Kovač machte sein Versprechen wahr, dass die Bayern agieren werden und sich nicht nur hinten reinstellen. Gerade in der Anfangsphase zeigte seine Mannschaft viel Mut und zockte teilweise im eigenen Strafraum – mit Erfolg. Nach rund 15 Minuten war die Anfield Road erstmals still. Die Münchner hatten die schwere Anfangsphase überstanden und Liverpool vom eigenen Tor weitestgehend distanziert.

Das lag auch daran, dass der Trainer seine Offensive bewusst beschränkte. Ein Beispiel: Nach rund einer halben Stunde leitete Thiago einen Konter über die Außenbahn ein. Statt Coman anschließend zu unterstützen, um vielleicht in den Strafraum zu kommen, brach er seine Bewegung nach vorn ab. Es war der Lúcio-Gedächtnis-Move. Hitzfeld verbot dem Brasilianer damals, über die Mittellinie zu laufen, um seine Vorstöße zu unterbinden. Thiago fehlte den Bayern dadurch zwar im Angriff, konnte gegen den Ball aber Martínez unterstützen.

Bei Ballverlusten schoben beide dann aggressiver nach, um ein effektives Gegenpressing zu ermöglichen. In der ersten Halbzeit funktionierte das bis zur 30. Minute sehr gut. Bayern bekam eine – in Relation zu den letzten Wochen – sichere Ballzirkulation auf den Platz und erzwang einige Ballverluste der Engländer. Danach verstand es Liverpool, im eigenen Spielaufbau Sicherheit zu erlangen. Bayerns erste Pressinglinie wurde häufiger überspielt und die Reds kamen zuverlässiger in die Zwischenräume. Manchmal durch Dribblings der zentralen Mittelfeldspieler, manchmal durch sehenswerte Kombinationen. Plötzlich waren die Viererkette der Bayern sowie die defensiven Mittelfeldspieler wieder in Gleich- oder Unterzahlsituationen gefordert.

Es kam so zur ersten richtig guten Druckphase der Klopp-Elf, die dort auch 1-2 Tore hätte machen können, vielleicht sogar müssen. Die Bayern beschränkten sich dann nur noch aufs Kontern, kamen wegen ihrer gehemmten Offensive aber nicht mehr gefährlich nach vorn. Es fehlte in diesen Momenten an Entlastung und einigen beruhigenden Ballbesitzphasen.

Auch in der zweiten Halbzeit zeigte der Plan Licht und Schatten. Es blieb das Gefühl, dass mit etwas mehr Mut nach vorn mehr drin gewesen wäre. Liverpool war keinesfalls sattelfest in der Defensive, konnte die drei, vier Spieler der Bayern, die nach vorn durften, aber relativ einfach verteidigen. Gerade gegen Ende der Partie bezahlten die Bayern dann dafür. Von der Bank kam erst in der 81. Minute mit Ribéry frische Kraft und hinten wurde das Konzept zunehmend zum Kampf. Ein Kampf, den die Bayern aber annahmen. In der zweiten Halbzeit kam Liverpool nur zu wenigen guten Torchancen und das ist den Münchnern hoch anzurechnen.

Herauszuheben ist hier auch nochmal, wie diszipliniert der FC Bayern die Positionen hielt. Kimmich und Alaba gingen nur dosiert nach vorn, Thiago brach häufig Läufe nach vorn ab und von vorne wurde engagiert nach hinten gearbeitet. Auch Klopp zeigte sich überrascht und sagte, dass er selten einen Gnabry so stark in der Verteidigungsarbeit gesehen habe.

2. Gnabry, Thiago, Martínez, Hummels

Vier Absätze. Vier besondere Würdigungen. An diesem Abend in Liverpool könnte man jeden einzelnen Spieler allein dafür loben, dass der Alltag aus den Knochen geschüttelt wurde und jeder kämpferisch und mental auf der Höhe war. Doch diese vier Spieler haben ein Extralob verdient.

Bei Serge Gnabry war lange nicht klar, ob er das Niveau beim FC Bayern erreichen würde. In den letzten Wochen entwickelte er sich aber zunehmend zu einem der wichtigsten Offensivspieler. Auch gegen Liverpool überzeugte er auf ganzer Linie. Nicht nur mit seiner Laufbereitschaft nach hinten, sondern auch mit seiner Dynamik vorn. Gnabry ist ein Spielertyp, der die Verteidiger herausfordert und nur selten abdreht. Meist geht er auf seinen Gegenspieler zu und erzwingt damit Aktionen, die er für sich nutzen kann. Sein Zug zum Tor ist in diesen Wochen entscheidend für die Bayern.

Thiago wird gern vorgeworfen, dass er in großen Spielen nicht auftauchen würde. In diesem Spiel marschierte er voran. Mit wichtigen Pässen nach vorn, ständiger Präsenz und viel Sicherheit mit und gegen den Ball. Gemeinsam mit Martínez war er der Staubsauger vor der Abwehr und stopfte Löcher, die das mangelnde Positionsspiel in beide Richtungen ließ. Obwohl der Spanier aufgrund seiner Rolle fast keine Akzente nach vorne setzte, spielte er drei Chancen heraus (alle aus dem Spiel heraus). Hinzu kamen vier wichtige Klärungen.

Martínez wiederum bot den Mehrwert, den sich alle von ihm versprachen. Er war aggressiv, konzentriert und ein wichtiges Element in der Konterabsicherung. Ein Hauch von 2013 wehte durchs Stadion. Doch Martínez machte auch mit dem Ball in seinem Rahmen alles, um sein Team nach vorn zu bringen. Nach Ballgewinnen eröffnete er mehrfach Kontersituationen. Er war da, wenn er gebraucht wurde und zeigte eine Partie auf hohem Niveau. Sechs Ballgewinne, sechs Klärungen und ein Block unterstreichen seine Leistung in der Defensive.

Zum Abschluss sei auch erwähnt, dass Mats Hummels mal wieder gezeigt hat, dass er ein ganz Großer dieses Sports ist. Das ist dieser Tage keine Selbstverständlichkeit mehr. Oft wurde in der jüngeren Vergangenheit über individuelle Fehler diskutiert. Die Bayern haben diese an der Anfield Road minimiert. Das lag auch an einem Hummels, der herausragend verteidigt hat, im Spielaufbau Sicherheit ausstrahlte und auch sonst eine Bank war. Aus Pats Hummels, wie er liebevoll von einem Teil der Redaktion genannt wird, wurde an diesem Abend wieder Mats Hummels. Er machte keinen einzigen Fehler, klärte siebenmal in engen Situationen, gewann alle seiner drei Kopfballduelle und sorgte für drei Interceptions. Chapeau!

3. Liverpools Plan

Von Jürgen Klopp war zu erwarten, dass seine Mannschaft den Bayern ein hohes Tempo abverlangen würde. Tatsächlich traf aber das ein, was wir in der Vorschau bereits analysiert hatten: Liverpool hat unter ihm eine gute Balance aus Angriffs- und Mittelfeldpressing gefunden. Die Reds sind in der Lage, ihre Kräfte über 90 Minuten zu verteilen, ohne irgendwann den Zugriff auf den Gegner zu verlieren.

Zu Beginn der Partie lief Liverpool hoch, aber nicht sehr hoch an. Der Druck begann meist, wenn Neuer, Süle oder Hummels eröffneten. Pressingfallen stellte Liverpool vor allem im MIttelfeldzentrum und auf den Außenbahnen. Sie wollten damit die langen Flachpässe der Bayern provozieren, die jedoch eher selten kamen.

Insgesamt stand die Mannschaft von Klopp sehr diszipliniert, organisiert und weitestgehend sicher. Allerdings zeigte sie Schwächen im Spielaufbau. Ohne van Dijk gab es ein paar frühe Ballverluste, die von den Bayern ungenutzt blieben. Im zweiten Durchgang verlagerte Klopp das Konstrukt etwas tiefer in die Hälfte der Bayern. Die Münchner wurden nun früher gestört. Sicherlich auch unter dem Eindruck der letzten 15 Minuten in der ersten Halbzeit, dass Fehler im Spielaufbau zu erzwingen sind.

Doch einfach machten es die Bayern ihrem Gegner nicht. Liverpool lief zwar vermehrt an und kam zu gefährlichen Situationen, doch meist war noch ein Bein dazwischen oder es wurde im letzten Moment eine Fehlentscheidung getroffen. Gerade in der Entscheidungsfindung hatte Klopps Offensive beachtliche Probleme. Dabei gelang es ihnen im Ansatz gut, die Bayern hinten reinzudrücken und anschließend die zweiten Bälle im berüchtigten Gegenpressing zu holen. Abschließend scheiterte es am Abschlussglück, eigener Cleverness und hochmotivierten Bayern.

4. Kovač – das K steht für Kampf

Was wurde Niko Kovač in dieser Saison schon auseinander genommen. In Liverpool bot seine Mannschaft aber eine Leistung, die erneut dafür sprach, dass sie ihrem Trainer noch folgt. Zwischenzeitlich war es eine Schlacht, die der deutsche Rekordmeister den Reds bot. 21 Ballgewinne, 3 Blocks, 29 Klärungen, 21 Kopfballduelle (9 gewonnen) – es waren für Münchner Verhältnisse hohe Zahlen im Defensivbereich.

Kovač predigt immer wieder Kampf, Mentalität und Laufbereitschaft. In diesen Bereichen haben die Bayern tatsächlich Fortschritte gemacht. Sie verlangten Liverpool alles ab, warfen sich in jeden Zweikampf und taten alles, was in ihrer Macht stand, um das Gegentor zu verhindern. Je länger das Spiel dauerte, umso erzwungener und verkrampfter wirkte das aber.

Dem Trainer der Bayern fehlte an dieser Stelle auch Power von der Bank, um die Müdigkeit der Münchner zu entschleunigen. Doch es fehlte eben auch an Entlastungsphasen, in denen die Schlacht beruhigt wurde und der Kampf weniger notwendig war.

Es muss Niko Kovač und den Bayern das große Kompliment ausgesprochen werden, dass sie auf den Punkt eine Leistung boten, die ein gutes Ergebnis möglich machte. Damit hatten nicht alle vorher gerechnet. Doch es bleibt auch der Kritikpunkt, dass die Münchner auf ganz hohem Niveau nur noch über den Kampf kommen können. Die eigene Spielidee reicht nicht aus, um Augenhöhe zu erreichen. Liverpool war in den Anlagen die bessere Mannschaft und hatte auch die besseren Chancen. Die Bayern hingegen hatten das nötige Quäntchen Glück, eine herausragende Einstellung und einen starken Teamgeist.

Wie ein mutiger Außenseiter, der den großen Gegner an solchen Tagen ärgern kann. Niko Kovač – das K steht eben für Kampf. Und das S für Spielkultur. Das muss ob der großen individuellen Qualität für den Moment nichts Schlechtes sein. Denn Kovač hat offensichtlich verstanden, dass er im Moment nicht die Mittel für eine Favoritenposition hat. Umso sinnvoller war auch die Idee, wie ein sehr mutiger Außenseiter aufzutreten. Kovač fand die Balance aus eigener Spielkontrolle und geordneter Defensivpower in den meisten Phasen der Partie. Für die Zukunft ist die fehlende Idee nach vorn aber weiter bedenklich. Denn der FC Bayern wird diese Rolle nicht oft einnehmen können.

5. Ausblick

Was bedeutet dieses Ergebnis nun aber für den FC Bayern? Fakt ist, dass ein 0:0 besser ist, als viele es vorher gedacht hätten. Es ist sogar das zweite 0:0 in dieser Woche, das einen psychologischen Push bringen müsste. Fakt ist aber auch, dass die Bayern im Rückspiel mehr Risiko gehen müssen. Und dann öffnen sich automatisch wieder Räume für den Gegner, die wiederum verteidigt werden müssen. Kovač muss an der Idee nach vorn schrauben, um das Ticket für die nächste Runde zu buchen.

Macht Liverpool nur ein Tor, müssen die Bayern schon gewinnen. Mit dem 0:0 haben sie aber alles offen gehalten. Und die Allianz Arena ist an Europapokal-Abenden eine unterschätzte Festung. Das, was die Anfield Road an diesem Abend bot, kriegen die Bayern-Fans ebenso hin. Und das wird es mindestens brauchen, um einen FC Bayern zu pushen, der sich als vermeintlich leichter Außenseiter zunehmend in seiner Rolle gefällt und wohl fühlt.

»Eier, wir brauchen Eier!«

— Oliver Kahn

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  1. Wenn ich mich an die Prognosen und die 918 Thesen zu unserem blinden Trainer erinnere, dann erfüllt mich eine gewisse Genugtuung beim Gedanken an den heutigen Abend. Klasse Einstellung, Klasse Defensive, die CL gewinnen wir nicht, aber 7 mal in Folge Meister hat auch was.

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    1. Soso
      Da hast Du wohl so einiges durcheinander bekommen.
      Wuerde nie uns ein schlechtes Ergebnis wuenschen.
      Leider vermischen einige einiges wenn es darum geht nüchtern zu analysieren im besten Interesse unseres Clubs.

      Eine super Leistung in einem Spiel kann und wird die offensichtliche Defizite nicht kaschieren.

      Ein Sammer hat es richtig gesagt und gemacht. Seit seiner Abwesenheit fehlt es bei uns. Ein Sammer hätte nie diese super Leistung in einem Spiel das unterschiedliche Ursachen hat(direkt und indirekt)unsere Defizite zu verleugnen (etwas zu dem Brazzo und Kovac neigen).

      Hoffentlich kommt Kahn schon im Sommer, und hoffentlich bringt er Eberl und Zidane mit.

      Um es klar zu sagen weder das Kaschieren noch das Runterreden bringen uns weiter.

      Und Leute die uns schlechte Ergebnisse wuenschen schon gar nicht.

  2. Respekt, als es drauf ankam absolut abzuliefern. Das nenne ich Bayernlike.
    Kämpferisch überragend, taktisch diszipliniert und vor allem konzentriert bis zu Schluss.

    Fast schon wagemutig wie da immer wieder von hinten heraus gespielt wurde, statt die Bälle einfach weg zu kloppen. Aber Liverpool fand eigentlich die ganzen 90 Minuten kein richtiges Rezept dagegen. Da kamen zwar genügend Bälle Richtung Strafraum geflogen, aber viel zwingendes war da auch nicht bei. Über weite Strecken wirkten sie teilweise ratlos.

    Was bei uns dann noch fehlte war der letzte Punch nach vorne, die letzte Überzeugung da jetzt noch ein Tor machen zu wollen oder zu sollen. So schön das Ergebnis im Grunde ist, wie trügerisch ein 0:0 ist haben wir ja alle schon erlebt.
    Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie 1981 nach dem Auswärtsremis fast schon gefeiert wurde. Allerdings war das Liverpool damals eine unfassbar abgezockte Mannschaft mit reichlich Erfahrung. Das geht diesem Liverpool-Team sicher noch ab. Heute hatte man jedenfalls den Eindruck.

    Hummels hat heute vieles wieder gutgemacht, was in dieser Saison bisher so war.

    Martinez war wieder einmal der Spieler in den man sich in der Vergangenheit fast verliebt hatte. So eine Leistung hätte ich kaum mehr für möglich gehalten.

    Kimmich mit einem seiner besten Spiele bisher als Verteidiger, weil er vor allem zeigte, dass er auch verteidigen kann.

    Alaba zeigt einmal mehr, dass er mittlerweile sträflich unterschätzt wird.

    Gnabry mit viel Mut und viel Defensivpower.

    Und Thiago und James zeigen, dass man auch in Anfield Fußball spielen kann. Vor allem Thiago natürlich mit einem Sternchen zusätzlich und noch einer Schleife dran.

    Und alle zusammen zeigen, dass man offensichtlich doch noch verteidigen kann ohne haarsträubende individuelle Fehler im gefährlichen Bereich. Manchmal zumindest. Riecht so ein wenig nach 1975/76.

    Die einzige Enttäuschung diesmal Coman, der ziemlich neben sich zu stehen schien. Offensiv wirkungslos und defensiv für die gefährlichsten Ballverluste verantwortlich. Ich hätte ihn schon früher ausgewechselt. Die Aussage er müsse zu 100% fit und schmerzfrei sein um zu spielen ist vielleicht nicht so verkehrt.

    Was mich noch zu einem bitteren Wermutstropfen dieses Abends bringt, dem Blick auf die Ersatzbank. Damit ist dazu eigentlich schon genug gesagt.

    Antwortsymbol2 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. grossartiges defensives spiel, das unerwartet kam! meine erste kindheitsentäuschung ist das ausscheiden gegen liverpool 1981 mit dem 1:1 im heimspiel nach 0:0 in anfield. das sollten wir nach diesem tollen hinspiel besser machen…

    2. @Jo: James war für mich der schlechteste Bayernspieler. Da wäre, wenn nicht verletzt, Goretzka im “stehen” besser.
      Ich halte das Ergebnis für “Vorteil Liverpool”. Bayern muss anders spielen und das kommt Liverpool sehr gelegen.
      Die 2. Halbzeit war ein Armutszeugnis.
      Von der Bildregie konnte ich nicht sehen, warum Bayern durch die drei Spitzen im Spielaufbau so durchgeschüttelt wurde.
      “Wir sind nicht Frankfurt!” Nach vorn-leider…

  3. tja, wenn man hier so in der letzten Zeit die Kommentare gelesen hat wäre ja nun alles andere als sich ne richtige schöne Packung abzuholen schon ne große Überraschung gewesen…

    Und auch wenn ein 0:0 auswärts jetzt trotz allem normalerweise jetzt auch gar nicht sooo das “Traumergebnis” ist: Liverpool hat in 16 Heimspielen PL+CL diese Saison bisher nur genau ein einziges Mal kein eigenes Tor geschossen – gegen Man City, ebenfalls ein 0:0, also gegen niemand “geringerem” als dem klaren CL-Favoriten (liegt bei sämtlichen Buchmachern sehr deutlich vor Barca) diese Saison..

    Auswärts dagegen – tja, da ist das bei Liverpool schon ne völlig andere Story – da stehen satte 5 Auswärtsniederlagen in Serie in der Champions League zu Buche mit nem richtig schön miesen Torverhältnis von 4:12.

    Von daher – man kann sicherlich berechtigt das eine oder andere an Kovac diese Saison rummäkeln – aber seine bisher schwerste Prüfung, das Auswärtsspiel gegen letztjährigen CL-finalist: Tja, da hat er dann halt dann doch ziemlich abgeliefert schon mal. Eben ungefähr so, wie man sich das erhoffen konnte von jemand, der 18 von 19 KO-Spielen seiner Laufbahn gewonnen hat…

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    1. die mannschaft hat nicht wegen kovac, sondern trotz kovac gut gespielt. insbesondere martinez war wieder der alte…

      1. ..genau bei solchen spielen ist halt jeder motiviert

      2. Das finde ich jetzt schon etwas armselig, eine solche Aussage zu treffen …

      3. Bezieht sich auf das “.. trotz Kovac..”

      4. armselig ist leider das kovac’sche ballbesitz- und positionsspiel.
        die kovac frankfurt style defensivtaktik wird im rückspiel leider nicht mehr funktionieren…

  4. Dann warten wir doch einfach mal das Rückspiel ab, bevor wir die großen Lobeshymnen anstimmen. Denn es ist erst Halbzeit und hinten k…t die Ente.

    Also fairerweise nicht vorher loben, wenn es euch so am Herzen liegt die kritischen Geister abzustrafen.

    Am 13.03. gilt es in der CL. Vorher nicht.

    Heute zolle ich der Mannschaft Respekt, einigen Spielern im Speziellen.

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    1. “Wenn das stimmt, dass Kovac seinen Fokus auf die Defensive legt, dürfte er seine Inkompetenz als Trainer für einen Verein wie den FC Bayern hinlänglich bewiesen haben.”

      “Liverpool hat in 16 Heimspielen PL+CL diese Saison bisher nur genau ein einziges Mal kein eigenes Tor geschossen – gegen Man City, ebenfalls ein 0:0, also gegen niemand “geringerem” als dem klaren CL-Favoriten (liegt bei sämtlichen Buchmachern sehr deutlich vor Barca) diese Saison”

      aber klar, das sagt natürlich überhaupt nix aus, hätte mich bei Dir auch gewundert. Es zählt natürlich nur der 13.3. Als ob da jetzt das Ende der Saison wäre. Danach kommt aber das Viertelfinale usw. und jemand wie du kann genauso wieder erzählen, am Ende k…t die Ente, das ist jetzt nix wert, auch wenn wir da weiterkommen.

      Es ist aber wenn man sich die letzten 5 glorreichen Jahre anschaut, das erste Mal, dass wir bei ner echten Hop-oder-Top Begegnung gegen Titelkandidaten (das waren dann jeweils span. Mannschaften die letzten 5 Jahre, nicht von ungefähr wo die 5 Jahre in Folge die CL geholt haben) nicht schon das Hinspiel vergeigt=verloren haben!

      Wenn das keine reife, beachtenswerte Leistung (und dafür kann man ein einzelnes Hop oder Top Spiel genauso heranziehen wie mans das mit ner Hin/Rückspielserie oder ner ganze Saison machen kann) ist, dann weiß ich auch nicht mehr…

      1. +1

        (Das Hühnchen wurde gerupft ;-) )

  5. Wer hätte gedacht, dass das erste Mal im Jahre 2019, dass hinten die Null gehalten wird, ausgerechnet gegen Liverpool sein wird?

  6. Kovac ist absolut in der Lage ein Team auf den Punkt einzustellen.
    Das macht ihn aus. Ob ihn das jetzt als Top Bayern Trainer qualifiziert, darf man hier als Bayern Gemeinde , jeder für sich, selber entscheiden . Derart Fähigkeiten sind allerdings sowieso rar.
    Wie als Eintracht Fans sind ihm deswegen sehr dankbar. Ich kann und das wirklich ganz ohne Häme, jedem nur den Film ” Die Rückkehr des Pokals ” ans Herzen legen, weil man dort sehr deutlich sieht, wie Kovac arbeitet.
    Ob er allerdings für eine Weiterentwicklung einer Mannschaft steht, wage ich zu bezweifeln.
    Aus diesem Grund und weil sich Bayern München im Sommer verjüngen muss, halte ich Kovac jetzt schon für Geschichte bei euch.
    Trotzdem war er das Beste was euch in diesem, aus Gründen , in dieser Saison passieren konnte.
    Lg Grüße aus Frankfurt.

    Antwortsymbol6 AntwortenKommentarantworten schließen
    1. “Bayern ist nicht Frankfurt”.
      Der Lifeticker von 11Freunde schrieb: “seit gedachten 11 Jahren war Bayern immer Favorit. Mein Weltbild ist zerstört.” (…)
      Für Frankfurt reicht sein Trainerwissen.
      Für Bayern ist er der Shutdown.

    2. Das 0:0 ist angesichts unserer defensiven Vorgeschichte diese Saison ein Riesenerfolg. Und er kam für mich einigermaße unerwartet. Dass es eine Klatsche geben würde, davon musste man seit dem Jahreswechsel nicht mehr ausgehen, weil Liverpool nicht mehr in der überragenden Form war und wir uns stabilisiert haben. Kompliment an die Spieler.

      Was ich ärgerlich finde, dass wir nun den Bus parken. Das kann Erfolg haben (Chelsea 2012) und das macht mir Angst. So etwas will ich bei uns nicht sehen – Erfolg hin oder her. Wenn Kovac die CL respektabel zu Ende bringt und vielleicht noch Meister wird (oder sehr knapp nicht), sehe ich nicht, dass er fliegt.

      1. “Was ich ärgerlich finde, dass wir nun den Bus parken.”

        Mit 51% Ballbesitz? (Zwischendrin gab es Phasen, da hatte Bayern über 65% Ballbesitz) und 6:5 Ecken?

        Übrigens hatte Bayern beim 7:0 gegen Barca im legendären 2013er Halbfinale in beiden Spielen unter 40% Ballbesitz … unter die “wirklichen Busparker” aus London (Chelsea) im HF und Finale 2012 wohl nicht einmal 30% Ballbesitz …

      2. Mich erinnert’s ein wenig an die Jahrtausendwende. Ein sehr erfolgreiches Gebolze und vor den Begegnungen ab dem Achtelfinale war man so gut wie immer Außenseiter.
        Damit will ich die gestern Abend erbrachte Leistung keinesfalls schmälern, aber von der fußballerischen Hochzeit Anfang bis Mitte der Zehner Jahre entfernen wir uns immer mehr.

        Ich persönlich tausche sehr, sehr gerne den ein oder anderen Titel gegen das Bewusstsein, dass unsere Mannschaft, unabhängig vom Ergebnis, die beste der Welt ist und dementsprechend auftritt.

      3. +1
        fühlte sich gestern wirklich an wie bei hitzfeld, der kovac hat nicht umsonst unter ihm gespielt…

      4. @Peter: Der Ballbesitzanteil hat für mich nic% dt 100&amit zu tun, wie man ein Spiel angeht. Ich habe es etwas überspitzt “Bus parken” genannt, aber es ist schon richtig, das geht stark in Richtung Hitzfeld. Bei Bayern-Chelsea 2011/12 lag die Verteilung übrigens bei etwa 55-45% (oder 56-44), also gar nicht so weit auseinander.

  7. Ich glaube Pep wäre mit einem 0:0 auswärts zufrieden. :>

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    1. Darauf angesprochen von einem Dazn Reporter nach dem Schalke-City Spiel gestern, lobte Pep unsere Bayern und sagte es sei sehr kompliziert in Anfield zu bestehen und der FC Bayern habe sehr gut verteidigt. Ich denke er weiß wovon er spricht. :)

  8. Tolle kämpferische Leistung mit Martinez und Hummels als Garanten. Ein gutes Ergebnis an der Anfield Road geholt.
    Die ersten 30 Minuten waren auch spielerisch gut anzusehen. Danach war es nur noch Kampf. In der 2.Hz hätte man die Konter bessser spielen müssen, aber vorne war ja niemand da alle das 0:0 verteidigt hatten.
    Im Gesamten betrachtet war das Remis gerecht, obwohl Liverpool 2-3 bessere Chancen hatte.

  9. Also abwarten ist schon die richtige Haltung. Gestern war es defensiv weitgehend gut – aber wir hatten auch ein wenig Glück (Kopfball Salah in HZ1, Aussenpfosten, einige unzulängliche Konter). Die Mannschaft hat es dennoch gut gemacht – aber wenn 1 Ball davon reingeht… War ja diese Saison schon häufiger so, dass wir unmögliche Tore kassiert haben.

    Offensiv muss es am 13.3. schon noch besser werden.

    Und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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    1. Aber für den Moment war es trotzdem gut. Und angesichts der Vorgeschichte der letzten Monate war ein 0:0 ja nicht unbedingt zu erwarten.

  10. Die Gelbsperre von Kimmich ist der große Wermutstropfen.
    Hoffentlich packt Kovac im Rückspiel die Dreierkette aus oder bringt rechts Boateng, als auf Rafinha zu setzen.

  11. Ja, das war gestern eine gute Leistung der Bayern, das Setting passte auch schön zum Underdog/Kovac/Frankfurt Style. Am 13. wird man aber anders spielen müssen und das wird dann wahrscheinlich schon wieder schwieriger, da wir es generell offensiver angehen müssen und auch hinten dann mehr Räume anbieten. Und sollten wir es dann zu Hause vergeigen, war es nicht Pech, Schiedsrichter oder ungerecht, sondern weil wir unter Kovac dem Ballbesitz und Positionsspiel zu weing Aufmerksamkeit schenken. Aber Anfield-Liverpool ist nicht gleich Auswärts-Liverpool, von daher könnte es dennoch knapp reichen.

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  12. Zwischenfazit: Liverpool hat den Heimvorteil nicht nutzen können.

    Allerdings: Bayern hat auch etwas preisgegeben. Denn man wird gegen Liverpool kein Auswärtstor mehr schießen können. Die Möglichkeit hat jetzt unser Gegner. 90 Minuten lang, vielleicht sogar 120.

    Das beste am gestrigen Ergebnis ist, dass – anders als von mir befürchtet – die Reise jedenfalls bis zum 13. März 2019 weitergeht. Es gab schon andere, größere Bayerntrainer, die einen Abend wie gestern mit einer Niederlage abgeschlossen hätten.

    Man muss jedoch auch klar sehen, dass Liverpool gestern eine in Teilbereichen schlechte Leistung gezeigt hat. Nämlich insofern, als sie den letzte punch im Sturm vermissen ließen. Salah hat einmal den Ball geradezu erbärmlich ins Toraus gestolpert. Mane war einmal überragend frei – wäre der Ball für ihn angenehmer zu spielen gewesen hätte es das schon sein können. Solche Chancen in einem Rückspiel, mit vielleicht einem Meter mehr Platz, und es klingelt.

    Meine Vermutung fürs Rückspiel – Bayern wird in HZ eins loslegen wie die Feuerwehr. Es würde mich schon überraschen, wenn es zur Halbzeit in München ebenfalls 0:0 stünde. Eine Bayernführung, dann eine Fortsetzung der Abwehrschlacht mit einem eingewechselten Martinez – das wäre das Drehbuch für den Idealfall.

    Bayerns Chancen aufs Weiterkommen? 50 : 50.
    ———————————————————————-
    p.s. Gnabry hat sich die letzten Wochen zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Sind das die Folgen der Werner-Gerüchte? Weier so, der Junge ist einer der Hoffnungsträger fürs Rückspiel.

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    1. Ein junger Spieler entwickelt sich? Unter dem Trainer?
      Das kann doch nicht.
      Zumindest nicht, wenn man dem ein oder anderen Forumsexperten hier glaubt.

    2. “Nämlich insofern, als sie den letzte punch im Sturm vermissen ließen. Salah hat einmal den Ball geradezu erbärmlich ins Toraus gestolpert. Mane war einmal überragend frei – wäre der Ball für ihn angenehmer zu spielen gewesen hätte es das schon sein können. Solche Chancen in einem Rückspiel, mit vielleicht einem Meter mehr Platz, und es klingelt. ”

      Genau das war doch die herausragende Leistung der Münchner Defensive, diesem Mördersturm keinen Platz zu geben, weil die nicht viel Platz brauchen… (eine Wahnsinnsaktion in dem Zusammenhang von Salah in HZ1). Wie in einer Aktion Alaba, Hummels und Martinez abwechselnd ich glaube den Firmino angegangen sind, bis sie ihm sauber den Ball annehmen konnten und dabei Null Abspieloptionen zuließen… das war gestern ganz großes Kino.

      Was die Offensive anbelangt, bin ich gespannt, wie viel Risiko Kovac im Rückspiel zu gehen bereit ist. Ich halte es für nicht sehr unwahrscheinlich, dass beide Trainer aus der gestern gezeigten defensiven Grundordnung heraus den eigenen Kasten erstmal sauber halten wollen und vorne mehr oder weniger mitnehmen was geht. Ein Elfmeterschießen nach 0:0 erscheint mir nach den Eindrücken von gestern nicht mehr unrealistisch.

  13. Trotz aller berechtigter Kritik am Spiel nach vorne, muss man auch mal so fair sein, und dem Trainerteam attestieren, dass sie es gestern geschafft haben, dass die Mannschaft gegen einen sehr namhaften Gegner eine – wenn nicht sogar DIE – stärkste Defensivleistung in diesem CL-Jahrzehnt abgeliefert hat. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut, dass:
    1. man nicht beim Stand von 0:0 im Hinspiel auf fremdem Terrain in einen Konter lief (vgl. Real 2014 und Barcelona 2015)
    2. man sich gemeinsam Spielern in den Weg warf (ganz anders als beim 1:0 für Atletico 2016)
    3. man im Strafraum eng an den Gegenspielern war (nicht wie z.B. bei fast allen (regelkonformen) Gegentoren von Real 2017 und 2018)
    4. man die Konzentration so hoch halten konnte, dass man sich keine Quasi-Eigentore einschenkte (wie z.B. 2018 gegen Real oder auch 2016 gegen Juve)
    Natürlich war gestern auch ein bisschen Glück dabei, dass man die Null halten konnte. Natürlich liegt spielerisch nachwievor einiges im Argen, aber ich hau jetzt mal eine These raus, für die mich einige gerne kritisieren dürfen:
    hätte der in Sachen Positionsspiel und Taktik fast perfekte Trainer Pep in Sachen Mannschaftseinstellung und Wertschätzung von Abwehrarbeit ein kleines bisschen was von Kovac gehabt, dann wären seine drei Jahre Bayern nicht ohne eine Finalteilnahme zu Ende gegangen.

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    1. Sehe ich genauso, Willy. Die CL ist einfach ein anderer Wettbewerb. Den gewinnt man nicht durch Schönspielen.

    2. Die letzte ähnlich aufgebaute Defensiv-Leistung und -Einstellung haben mir meiner Erinnerung nach 2015 in Dortmund unter Pep abgeliefert. War auch damals, unter schwierigen Umständen, klasse.
      Und ja, ich hätte mir auch gewünscht diese Struktur unter Pep in 1,2 Spielen der Cl mal auf dem Platz zu sehen.

      1. Das Spiel nehme ich auch immer als Beispiel dafür, dass Pep das auch irgendwie wusste – aber auf der großen Bühne CL mit seinem Konzept “brillieren” wollte. Das war kurz vor dem Barcelonaspiel und wir waren da schon personell gehandicapt, haben gegen eine Dortmunderdefensive so gespielt – und gegen MSN Harakiri und es spielerisch versucht.

    3. Genau das hat mich an Pep immer genervt.
      Gute Taktik bedeutet mit seinen Mitteln bei den gegebenen Umständen das beste rausholen zu können. Und mit der Mannschaft war das zu wenig Silber.
      Solange man seine Mannschaften nicht zerstört und auf lange Sicht auslaugt wie mourinho das mit seiner defensiv aggressiven Ausrichtung sondern das situationsbezogen tut, ist es eben die verdammte Pflicht eines Trainers sein Ego und seine Philosophie auch mal hintenan zu stellen.
      Und Kovac hat nun mal einen Verein im Umbruch und eine Mannschaft mit 7 Spielern im Kader von 2013; man hat nichts investiert während Liverpool sich unter Klopp für 450 mio eine ganze Mannschaft zusammengekauft hat.
      Ja, Bayern ist nicht Frankfurt, dieses Jahr international aber schon. Da nervt mich das ständige Gemeckere hier und dass Leute sich hier sogar eine klatsche gegen uns gewünscht haben, ist echt peinlich.
      Real ist 3. in la liga und hat 9 Punkte Rückstand auf Barcelona, barca spielt nur 0:0 in Lyon und ist bei einem Unentschieden im Rückspiel raus. Dortmund ist in seiner Realität angekommen.
      Bayern ist mit einem Sieg zuhause weiter, den darf man auch erwarten, wenn man weiter kommen will. Wenn nicht, ist man gegen den CL Finalisten und Spitzenreiter in England ausgeschieden.
      Soviel zum Stand am 20.02.2019. Was im Sommer ist sehen wir dann.

      1. Zu wenig Silber? Bayern hat mit ihm insgesamt maximal 5-8 möglichen Spiele vermisst. Und da ist so Zeug wie Supercup und Weltpokal schon drin. Mich nervt, dass die drei Jahre von einigen immer noch als verpasste Chance gesehen werden. Kein Trainer hätte aus dieser Phase mehr herausgeholt.

      2. 7 titel in 3 jahren soll zuwenig silber sein? wer war denn mal besser?

      3. @Justin: Für mich war Pep der mit Abstand beste Bayerntrainer, den ich jemals erleben durfte und ich verfolge Bayern schon seit Mitte der 80er, habe also einige erlebt. Fehler machten alle. Einige mehr, einige weniger. Dreimal im Halbfinale auszuscheiden ist an sich keine Katastrophe und es waren einige Male auch Faktoren dabei, für die Pep nichts konnte, z.B. das Verletzungspech. Ich hab mich auch tierisch geärgert, als 2016 so viel Häme über Pep ausgegossen wurde und ihn einige als gescheitert bezeichnen wollten. Im Nachgang betrachtet, muss ich allerdings sagen, dass mir:
        1. die Körperprache und Einstellung der Mannschaft in den Duellen gegen Real und Atletico bei weitem nicht so gefallen hat wie gestern. Bei Real waren die ersten 20 Minuten stark, denn da spielte man Real an die Wand und wäre hier ein Tor gefallen, hätte man in Madrid die weißen Taschentücher rausgeholt. Nach der überraschenden Führung durch Benezema war aber außer verzweifeltem Ballgeschiebe wenig zu sehen. Auch gegen Atletico war die Leistung in der ersten Halbzeit sehr schwach. Vor allem kämpferisch ließ man fast alles vermissen. Hier muss man auch noch sagen, dass die Personalentscheidung pro Coman und Costa und gegen Müller und Ribery im Nachhinein ein ziemlicher Fauxpass war, da vor allem Coman gegen Filipe Luis komplett unterging.
        2. dass Verständnis fehlt, wie man sich mit einer Mannschaft, die personell am Krückstock daherkommt beim Auswärtsspiel in Barcelona nicht einmal mit einem 0:0 oder 0:1 zufrieden geben kann und aufs Rückspiel hofft, wo man z.B. in der Runde vorher gegen Porto trotz zahlreicher Ausfälle offensiv brillierte. Nach dem 0:1 (bezeichnenderweise nach einem Konter entstanden) fing man sich noch zwei weitere schnelle Gegenangriffe, weil die alte Garde um Schweinsteiger, Alonso und Lahm im Mittelfeld unbedingt das Pepsche Credo vom lebenswichtigen Auswärtstor umsetzen wollte. Dass eine Mannschaft auf dem Zahnfleisch dann im auch vom Spielfeld her größten Stadion in Europa das Mittelfeld derart preisgibt, anstatt das 0:1 zu nehmen, laste ich auch dem Trainer an.
        Ich stimme dir zu, dass in diesen drei Jahren keiner mehr geleistet hätte als Pep. Ich denke aber auch, dass mit einem kleinen Schuss Kovac in Sachen Matchplan und Mannschaftseinstellung eine Finalteilnahme drin gewesen wäre, auch wenn Kovac ansonsten natürlich in allen anderen Belangen nicht in Peps Liga spielt.

      4. Naja, dass kein anderer Trainer mehr rausgeholt hätte ist schlicht nicht belegbar.
        Richtig ist lediglich, dass wir unter Pep sehr erfolgreich waren bei gleichzeitig schönem Fussball. Erfolg lässt sich m.E. nur an der Meisterschaft messen, da CL nicht planbar ist, und diese wurde immer überlegen gewonnen. Dreimal Halbfinale in der CL ist trotzdem aller Ehren wert.
        Aber ob wir unter einem anderen Trainer mehr oder weniger Erfolg gehabt hätten, das weiß niemand!

      5. Sorry, Wollte keine Pep Diskussion aufmachen, natürlich liebe ich seinen Fußball und seine Art und wir hatten schöne Zeiten zusammen, die Kritik an ihm nur wie die ggü. einem Freund.
        Und jedes Spiel und verlorene Halbfinale hatte seine eigene Geschichte, Pech, individuellen Fehler, alles andere nur Spekulationen und keine durchdachte Analyse, dafür seid Ihr ja da. Ich dachte mir aber schon 2013 beim Supercup vllt hätte er sich mal vorher anschauen können wie Dortmund so spielt…
        Wir gewinnen dieses Jahr definitiv auch nicht die CL gegen die Milliarden aus Paris und ManCity, auch wenn wir weiterkommen sollten, die Erkenntnis hilft uns aber derzeit aber auch nicht weiter und wenn ein 0:0 die beste Option gegen die beste Offensive ist, dann ist das ist halt mal so. Jedenfalls konnte ich gestern das Spiel mal ganz ohne Angst verfolgen und freue mich aufs Rückspiel.

      6. Zu Peps Zeiten sind wir in jedes Spiel als Favorit gegangen. Darum geht’s, nicht darum, dass man dann auch immer “als letzter steht”.

    4. @Willie: Is an dir das CL-Hinspiel der Bayern gegen Barcelona im Jahre 2013 entfallen, oder findest du die gestrige (Defensiv)Leistung tatsächlich besser als jene im Jahre 2013?
      Sorry für den doppelten Kommentar.

      1. Hab natürlich auch an die Saison 2012/13 gedacht, und hier selbstverständlich an die Duelle gegen Juve und Barca, als man in keinem der vier Spiele Gegentore kassierte. Das war sicherlich auch stark. An der Stelle möchte ich allerdings etwas relativieren, dass beide Gegner zur jeweiligen Phase wohl nicht die offensive Power von Liverpool hatten, sondern etwas schwächer einzuschätzen waren. Bei Juve bildeten damals die höchstens als CL-Durchschnitt zu bezeichnenden Quagliarella und Vucinic den Sturm und bei Barca standen zwar neben Messi noch Pedro und Alexis Sanchez auf dem Feld, aber speziell die Tatsache, dass sich Messi in diesem Spiel verletzte und nur angeschlagen durchspielte, war schon ein extremer Vorteil für Bayern. Die Zeit von Sanchez und Pedro bei Barca sollte ja dann auch bald zu Ende gehen und nicht umsonst investierte man einen Riesenbetrag in Neymar und Luis Suarez, um wieder mehr Gefahr in die Offensive zu bringen. Was man bei unserem 4:0 auch nicht außen vor lassen sollte: das 2:0 war abseits und dem 3:0 ging ein klares Foul voran. Im Zeitalter des VAR hätte es also durchaus nach 70 Minuten nur 1:0 stehen können. Dass ein Gegner, der solche Tore kassiert, nicht unbedingt mit der nötigen Lockerheit auftritt, sollte man auch in die Überlegungen miteinbeziehen. Fakt ist: Gestern wurde eine Mannschaft, deren Dreiersturm neben dem von PSG (sofern alle fit sind) von vielen Experten als der derzeit gefährlichste angesehen wird (sogar noch vor Barca und Juve), mit einer großen Portion Können und einer kleinen Portion Glück am Toreschießen gehindert. Bedenkt man mal, dass PSG und ManCity in den letzten 10 Monaten an der Anfield Road jeweils 3 Tore in der CL kassierten, dann war das schon außergewöhnlich stark, vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass keine einzige überragende Torwartaktion dazu nötig war. Den Kopfball von Mane hätten viele andere Keeper auch gehalten und sonst war da nichts, wo Neuer als Torwart gefordert gewesen wäre. Seine Hauptaufgabe war gestern das Passspiel, das er für einen Torwart mal wieder ausgesprochen lässig und präzise ausführte, wenn auch nicht komplett ohne Schockmomente für die Zuschauer.

  14. GestrandetinBerlin Seite 20.02.2019 - 08:46

    Fand die Spielanalyse wieder super. Dazu und zu den obigen Kommentaren ergänzend möchte ich nur sagen, dass die zweite Halbzeit für mich schon ein Tick enttäuschend war. Oder lieber erstmal anders: die erste Halbzeit war super und es gab einige, die gestern wirklich super waren (Kimmich, Hummels…).
    Man muss halt schon sagen, dass es ein wenig Bus parken gestern war und dafür ist Bayern als Kontermannschaft viel zu schlecht. Verteidigt hat man super, nur wenn man dann in Ballbesitz war, war der Ball auch schnell weg. Man hat in der 2. Hz ja gesehen, dass Bayern im Prinzip mit drei 6 gespielt hat und wenn ein Ball Mal vorne war, es Coman und Lewandowski gegen den Rest der Welt war.
    Ich kann mich nicht daran erinnern, Bayern Mal so defensiv gesehen zu haben, wird zumindest lange her sein. Das wird fürs Rückspiel halt nicht reichen aber eine super defensive Leistung war es ohne Frage. Vielleicht war das jetzt ein Weg die Balance zu finden.

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    1. Sehr guter Kommentar, meine Eindrücke waren ganz ähnlich. Coman schien etwas gehemmt, war womöglich doch noch nicht so ganz schmerzfrei. Was mir auch im diesem Spiele auffiel war, dass anscheinend immer noch kaum feste Laufwege/Spielzüge etabliert sind. Die standen sich teilweise wieder recht oft im Weg. Da fehlt wirklich der flow, die Pass-Qualität müsste viel besser sein.

  15. pp.s. Was hatte eigentlich dieser Schiedsrichter gegen uns?

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    1. Ich fand den Schiedsrichter angesichts der Umstände und mit wenigen Abstrichen sehr stark.
      Mit einem Normalo-BL-Schiri, der seine Normalo-Bayern-Performance abruft hätten wir gestern verloren.

  16. Mal ganz allgemein und ohne viel taktisches Blabla:

    Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Spiel gestern bzw. dem Ergebnis halten soll. Positiv fand ich, dass wir gut dagegen halten konnten und die Jungs gezeigt haben, dass wir scheinbar doch noch ‘ne Defensive haben, die sich auch gegen eine Weltklasse-Offensive behaupten kann. Hummels und Martinez im Speziellen. Beide nicht die Schnellsten, aber mit tollem Stellungsspiel und der nötigen Cleverness. Hätte ich, vor allem gegen Liverpool, so nicht für möglich gehalten!
    Nicht so berauschend war unsere Offensivabteilung, die so gut wie keine Torchancen kreieren konnte. Bezeichnend dafür, dass es Matip war, der den eigenen Torwart prüfte, was unsere beste Chance war…

    James war gestern leider kaum zu sehen, Gnabry, abgesehen von zwei tollen Dribblings, mit vielen Ballverlusten und Coman auch nur mit wenig Durchschlagskraft. Lewa stand da natürlich auch auf verlorenem Posten. Da muss im Rückspiel logischerweise einiges mehr passieren. Blöd nur, dass Pool dann wieder auf van Dijk und Lovren zurückgreifen kann und deren Defensive noch besser stehen wird. Dass wir dann mal wieder nicht von der Bank nachlegen können, ist auch ein Problem. Wenn wir bis dahin wieder auf Robben zurückgreifen könnten, um ihn, je nach Spielstand, ab ca. der 70. Spielminute zu bringen, wäre mir etwas wohler. Ansonsten hätten wir erneut keine erfahrenen Offensivkräfte zum Nachlegen auf der Bank! Zum Kotzen!!

    Und dann wäre da noch das nackte Ergebnis. Klar, ein 0-0 ist nicht so verkehrt, vor allem, weil vor dem Spiel so ziemlich jeder „Experte“ auf eine (hohe) Niederlage der Bayern gesetzt hat >> mein Tipp war übrigens 2-2 ;-) <<
    Zwei Klatschen können es also schon mal nicht mehr werden!
    Dass uns jetzt kein Unentschieden, egal mit welchem Resultat, zum Weiterkommen reicht, ist halt blöd! Aber wie gesagt, eigentlich ist eh fast jeder von einer Niederlage ausgegangen, so dass wir in jedem Fall auch hätten gewinnen müssen. Und auf Sieg spielen lag und liegt dem FC Bayern schon immer mehr als ein Remis zu verwalten!! Jetzt müssen wir zum Glück „nur“ mit einem Tor Vorsprung gewinnen. Da ich davon ausgehe, dass Liverpool nicht nochmal ohne Torerfolg bleiben wird, werden wir dann aber mindestens zwei machen müssen. Gegen die Stammabwehr der Reds wird das natürlich verdammt schwer. Letztes Jahr konnte die Roma zwar sogar insgesamt 6 Treffer gegen Pool erzielen, die damals aber noch ohne van Dijk und MIT Karius spielten… ;-)

    Wie auch immer: Wenn unsere Defensive nochmal so konzentriert zu Werke geht, Rafinha den gesperrten Kimmich gut vertritt (was zumindest defensiv zu machen sein sollte) und unsere Offensive das auf den Rasen bringt, was sie können, kommen wir ne Runde weiter!!!

    Basta!!!

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    1. Kleine Korrektur deines Beitrags:
      Die Roma hat letzte Saison im Halbfinale insgesamt 4 Treffer gegen Liverpool erzielt (Hinspiel 5:2 in Liverpool, Rückspiel gewann die Roma 4:2) und in beiden Partien stand Van Dijk 90 Minuten auf dem Platz.

      1. Des muaßt no amoi nochrechna ;-)

      2. Da hast Du recht, peinlich! Sorry!
        Aber das mit van Dijk stimmt wenigstens :-D

  17. “… und unsere Offensive das auf den Rasen bringt, was sie können, kommen wir ne Runde weiter!!!”

    … und wenn unser kolumbianischer Superstar endlich mal zeigt, warum er 42 Millionen wert sein soll.

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    1. James war enttäuschend, allerdings war es eben nicht das Spiel für ihn. Özil hätte gestern genauso blass ausgesehen. 42 Millionen ist James allemal wert. Mittlerweile gehe ich aber leider von einem Abgang aus. Zumindest wenn Kovac bleibt. Einfach weil die Spielidee nicht zum Spieler passt.

      1. Das sehe ich anders. Gerade gestern hätte er brillieren können. Ein paar mal gab es die Situation, in der ein Konter hätte entstehen können, aber der Passgeber in jedem Fall Javi Martinez war, der ein Defensivmonster aber kein Zuckerpassgeber ist. Lewa und Coman waren jeweils bereit zum Starten. Martinez spielt dem startenden Conan in die Hacken, Konter tot… Hier würde ich gerne im Standbild sehen, wo der James war. Das wäre genau seine Situation gewesen, den zielgenauen Pass zwischen die Verteidigung in den Lauf von Lewa zB… Vermutlich stand James irgendwo in einem Deckungsschatten rum, wie gesagt, Standbilder zu den Münchner Offensiv-Umschaltmomenten wären sicher aufschlussreich.

      2. Das sah aber für mich aus wie “Ansage vom Trainer”. Auch Gnabry hat einmal (schon fast auf Höhe des Strafraums) den Pass nach hinten gespielt, obwohl er einfach nach vorne hätte gehen können.

        Der erste Pass ging gestern quasi immer vertikal zur Abwehr oder Neuer. Da kann ein James schlecht brillieren, vor allem wenn vorne die Anspielstationen gefehlt haben. Lewy war die ärmste Sau auf dem Platz.

        Auch den Pass den Gnabry nicht gespielt hat, hat uns wohl sehr gekostet. Einmal war Lewy völlig blank. Das euphorische Lob für Gnabry von manchen teile ich also nicht vollkommen. Da fehlt aber mMn eher die Erfahrung, als Können.

      3. Spiegel Online: James Rodríguez machte in Liverpool ein starkes Spiel. 93 Prozent seiner 43 Pässe brachte er an den Mitspieler, in der gegnerischen Hälfte spielte er keinen einzigen Fehlpass. Dazu schoss er zweimal auf das gegnerische Tor und bereitete drei weitere Torschüsse vor.
        habt ihr ein anderes spiel gesehen…?

      4. Um mal den ganzen Spiegeltext zu zitieren:
        “James Rodríguez machte in Liverpool ein starkes Spiel. 93 Prozent seiner 43 Pässe brachte er an den Mitspieler, in der gegnerischen Hälfte spielte er keinen einzigen Fehlpass. Dazu schoss er zweimal auf das gegnerische Tor und bereitete drei weitere Torschüsse vor.
        Prägend für das Bayern-Spiel der guten ersten Hälfte war aber James’ taktische Rolle. In der 4-2-3-1-Grundordnung spielte er den Zehner. Im Pressing gegen den Ball rückte er aber eine Position nach vorne. Als zweite Spitze neben Robert Lewandowski setzte James den Aufbau der Liverpooler derart unter Druck, dass der sonst so passstarke Torhüter Alisson Becker unkontrollierte Schläge kurzen Zuspielen vorzog. James’ Offensivgeist und taktische Stärke waren Gründe dafür, dass die Bayern gegen den Vorjahresfinalisten mithalten konnten.
        In den vergangenen Wochen stand James des Öfteren in der Kritik. In Spielen wie gegen Liverpool ist er für die Bayern unverzichtbar – zumindest in der Verfassung, in der er sich im Hinspiel präsentierte.”

        Da hat ein Zehner eine Passquote von 93%. In der CL. In einem KO-Spiel. In Liverpool.
        Aber nö, ist ja alles nix. Komischer Kolumbianer, hat nur die Haare schön.

      5. @Kurt…James war enttäuschend. Sehe ich genauso. Obwohl ich ein Fan vom kreativen Ballbesitzspiel bin, bin ich mir nicht mehr sicher ob das mit James und Bayern (Kovac)was wird. Obwohl 42 Mio für diesen Spieler in der heutigen Zeit wirklich ein Schnäppchen sind.
        Evt. sollte man doch mit Kimmich im zentralen Mittelfeld planen und noch einen richtig guten Rechtsverteidiger mit offensiv Drang holen. (Pavard sehe ich eher als IV bzw, defensivere Variante für die RV Position) Kimmich sollte die Spielidee von Kovac im Mittelfeld relativ schnell verinnerlichen können, da er bei RB Leipzig ein ähnliches System spielte.

      6. @Kurt: Kovac hat eine Spielidee?

      7. @Marlene Dietrich:
        Wenn man Kimmich glauben darf schon.

        “Mit Niko Kovac, der über alle Qualitäten verfügt, um langfristig zu gewinnen, muss man in den kommenden Jahren weiterhin mit Bayern rechnen.“

  18. Was für ein toller Kampf!!!

    Mehrfach musste man bei Ballverlusten durch Coman die Luft anhalten. Wir haben allerdings gezeigt, dass man gegen Liverpool mit deren eigenen Mitteln bestehen kann , nämlich durch Teamgeist, Kampf und Arbeit. So hätte ein Trainer Klopp, der ja früher klassischerweise aus der Position und der psychologischen Determinierung als vermeintlicher Außenseiter agierte, die Mannschaft eingestellt.

    Ob beabsichtigt (,was ich nicht glaube,) oder nicht, war das immer wiederkehrende Rückspiel zwischen 4er Kette und Neuer schon oft Harakiri. Wäre es beabsichtigt gewesen, um hochstehende Gegenspieler zu binden, hätte schnelles Überspielen folgen müssen. Da dies nicht der Fall war, gehe ich davon aus, dass es dem enormen Druck von Liverpool geschuldet war.

    M.E. muss das Ergebnis aber trotzdem in den derzeitigen Gesamtkontext eingeordnet werden.

    Prognostisch ist man in das Spiel hineingegangen, eine zu hohe Packung zu verhindern. Von daher ist das gestrige Ergebnis phantastisch. Auch wäre ein 1:1 für das Rückspiel von Vorteil gewesen, um nicht ganz alte Geister herauf zu beschwören. Die Null in Anfield zu halten, war aber ebenso phantastisch. Selbst eine knappe Niederlage im Rückspiel dahoam wäre unter den gegebenen Umständen keine Schande gegen einen der Topfavoriten auf den CL Titel.

    Ehrlicherweise ist mir die vorangegangene Berichterstattung enorm auf den Zeiger gegangen. Natürlich war das dem Marketing geschuldet. Es war ja nur noch von der Trutzburg Anfield Road die Rede und wie absolut grandios diese Mannschaft ist und schon immer war. Also Bitte!!!!!!

    Vor Klopp war die Mannschaft ein mittelmäßiges EL Team! Der EL Viertelfinal Erfolg gegen DO war nicht wirklich hoch verdient, sondern mit den o.g. Mitteln erkämpft. Das mutete damals nach alten Kick and Rush Zeiten an und wurde als modernes Umschaltspiel verkauft. Kein Vergleich zu heute. Trotzdem hätte ein Bayern von vor 2-3 Jahren das Liverpool von gestern an die Wand gespielt. “Wäre, wäre, Fahrradkette.”

    Auch beim Thema Klopp bin ich durchaus ambivalent. (Ungerechte Subjektivität und vielleicht etwas Neid auf seine Erfolge mögen eine untergeordnete Rolle spielen.)

    Er kommt einfach sympathisch rüber, hat DO und LIV grandios entwickelt. Trotzdem ist er der Messerstecher, während Pep das Florett führt. Allein seine Freundschaft zu Campino machen ihn für mich unsympathisch. Ich sehe sie vor meinem geistigen Auge, wie sie in Klopps Haus in Kampen bei toskanischem Rotwein die Welt verbessern. Aber lassen wir das.
    Ui, etwas lang geworden.
    Rückspiel 2:1
    Miasanmia!

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    1. Ja, das muss man auch so sagen. Ab der 85. Minute habe ich den Abpfiff herbeigesehnt. Bei einem Stand von 0.0. Normalerweise undenkbar, aber man muss sich eben an den Gegebenheiten orientieren. In der Saison war das so schon okay. Unterm Strich ist eben alles nicht gerade Bayernlike. Das wird sich auch mal wieder ändern.

      Ob Klopp die Welt verbessern möchte, würde ich so auch eher bezweifeln. Der kommt mir schon sehr bodenständig rüber. Und da es keine Sippenhaft gibt, kann man ihm auch nicht die Freundschaft zum Trottel Campino verübeln.

      Finds aber witzig, wie man solche Gestalten immer hervorzerrt und von irgendwelcher Fußballromantik faselt. Was außer “Eventfan” ist man denn, wenn man als Deutscher Liverpool zujubelt. Aber wir sind nur Bayernkunden. Gähn.

      1. Nur der Ordnung halber: Campinos Mutter ist Britin. Er hat Familie in England und ist selbst zweisprachig aufgewachsen. Er ist deswegen mitnichten ein “Eventfan”. Außerdem darf man ja wohl Fan sein, von wem man möchte. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Vernetzung mit anderen nicht an der Ländergrenze halt macht.

      2. “Normalerweise undenkbar, aber man muss sich eben an den Gegebenheiten orientieren. In der Saison war das so schon okay. Unterm Strich ist eben alles nicht gerade Bayernlike”

        “Es ist aber wenn man sich die letzten 5 glorreichen Jahre anschaut, das erste Mal, dass wir bei ner echten Hop-oder-Top Begegnung gegen Titelkandidaten (das waren dann jeweils span. Mannschaften die letzten 5 Jahre, nicht von ungefähr wo die 5 Jahre in Folge die CL geholt haben) nicht schon das Hinspiel vergeigt=verloren haben!”

        Tja, “bayernlike” war die letzten 5 Jahre, wie hier von mir selber zitiert von weiter oben, leider vielmehr es schon im Hinspiel zu vergeigen, weiß ich nicht ob man da über ein 0:0 die Nase rümpfen muss…

        “Und da es keine Sippenhaft gibt, kann man ihm auch nicht die Freundschaft zum Trottel Campino verübeln.”
        zwar OT, aber hier wird doch wenn dann genau andersrum ein Schuh draus – zu wem man ne Freunschaft hat kann man sich anders als bei der eigenen Sippe=Familie aus der “Sippenhaft” doch gerade selber aussuchen – also kann man sowas doch dann gerade eben schon jemand vorwerfen…

        “Was außer “Eventfan” ist man denn, wenn man als Deutscher Liverpool zujubelt.”
        als ob man als Deutscher automatisch nen dt. Lieblingsverein haben müßte. Wenn das so ein Automatismus wäre – tja, das wäre auch für den FC Bayern nicht gerade gut, denn der hat Hundertausende oder sogar eher Millionen von Fans auf der ganzen Welt, und das nicht auch erst seit den größten Erfolgsjahren zuletzt…

    2. Ich seh Klopp auch sehr ambivalent und kann es nicht verstehen, dass er so dermaßen abgefeiert wird. Klar hat er Liverpool letztes Jahr ins CL-Finale geführt und zu einem Meisterschaftskandidaten gemacht. Aber mit den absurden Geldbeträgen, die er in Liverpool ausgeben darf, ist das jetzt auch keine spektakuläre Leistung. Allein im vergangenen Jahr hat Klopp 78,8 Mio für van Dijk, 62,5 Mio für Alisson, 60 Mio für Keita, 45 Mio für Fabinho und 14,7 Mio für Shaqiri gezahlt. Da muss man dann schon auch Titel erwarten. Wenn Liverpool dieses Jahr keinen Pokal hat führen sie wahrscheinlich den Rekord für die teuerste titellose Mannschaft aller Zeiten…so eine Art Bayern Leverkusen für Milliardäre.

      Richtig ätzend find ich dann dazu seine antikapitalistische Attitüde und das gezwungene Understatement, während er gleichzeitig das Geld links und rechts rauswirft. Das ist so ein bissl, als würde plötzlich Donald Trump einen bescheidenen Lebensstil predigen. Da sind mir fast Guardiola und Tuchel noch sympathischer, die stehen wenigstens dazu und machen nicht einen auf Robin Hood.

      1. “Bayern Leverkusen”

        JUNGE! Ich hoffe das war die Autokorrektur.

      2. Danke Olorin!
        Ich habe mich schon langsam für einen Psychopathen unter Verfolgungswahn gehalten.
        Jetzt vermute ich nur noch, dass ich von Dir abgehört werde. :-O

      3. @Olorin…“Das ist so ein bissl, als würde plötzlich Donald Trump einen bescheidenen Lebensstil predigen.“……du triffst genau den Punkt. Einfach unfassbar wie Klopp das schafft, immer wieder als Underdog gesehen zu werden……..eine Qualität des Spielens mit den Medien, die wirklich nur wenige Trainer haben.(ich habe manchmal den Eindruck, er glaubt selbst was er sagt.)
        Leute die ein wenig hinter die Fassade blicken, und seine Transferausgaben (und den Kader LFC) betrachten ) nervt dieses Understatement unheimlich. Und ja…ich gehöre dazu.

      4. Das kann ich nur zu 100 % unterschreiben, endlich mal jemand, der das genauso sieht!

      5. Nun, dass ein Tag wie gestern eine Art “Hochamt” der Gruppe der bauchgesteuerten, eventgierigen Partybevölkerung wird, überrascht ja nun nicht:

        1. Liverpool = Beatles = Arbeiterromantik = Bill Shankly. Das MUSS man gutfinden, sonst gibts in Deutschland Klassenkeile.
        2. Liverpool = “You Never Walk Alone”. Auch das MUSS man gutfinden, sonst Keile.

        Und jetzt auch noch Kloppo, der, der die Bayern so schön ärgern kann, auch da kann’s Keile geben wenn man anderer Meinung sein sollte ..

        Dass von den Liverpooler Feldspielern gestern weniger als eine Handvoll für die Three Lions spielberechtigt wären (da ist ja sogar PSG authentischer), dass dieses “Lied” eine Schmonzette ist die es bei Leuten mit Geschmack auf keine Playlist schaffen würde und dass die bundesdeutsche Mehrheitsmeinung Klopp vor allem deshalb gut findet, weil sie Bayern nicht mögen – geschenkt, denn wer darauf hinweist bekommt gleich Klassenkeile ..

        Bayern muss dieses Jahr nicht die CL gewinnen, wirklich nicht. Aber ich will keinen Kloppjubel in der AA sehen, wirklich nicht!

      6. @Kurt
        Ja, das war echt ein Verschreiber der peinlicheren Sorte, sorry ;)

        @Wipf
        Auf die Gefahr hin, mich hier als junger Banause zu outen: wer ist denn Bill Shankly?

      7. @Olorin:
        Liverpooler Trainerlegende.

        “Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.”

      8. “Aber mit den absurden Geldbeträgen, die er in Liverpool ausgeben darf, ist das jetzt auch keine spektakuläre Leistung…… da muss man dann schon auch Titel erwarten.”

        Also wenn man das Ganze nicht sensationsheischerisch (“absurde Geldbeträge”) sondern etwas objektiver analysieren will (bei transfermarkt kann man das unter “alle Transfers” schön nachvollziehen) wäre da dann erst mal der Blick auf die Netto- (also nach den Einnahmen) Transferausgaben angebracht:

        Von 16/17-18/19 (also in den 3 Transferperioden unter Kloppo) stehen da bei Liverpool “gerade mal” grob 120 Mios zu buche. Insgesamt, nicht pro Saison!

        Zum Vergleich, die Bayern mal ohne das aktuelle Schizojahr (mit -74mios, bei ner eh schon in die Jahre gekommenen Mannschaft war da nun wirklcih nix anderes als ne “Übergangssaison” zu erwarten, passend zum Kovac-“1.Lehrjahr”) also von 15/16-17/18 ebenfalls 3 Transferperioden: grob 170 Mios

        Und weils ja um das Thema “Titelpflicht” in England ging, dann mal noch die selben 3 Transferperioden wie eben von Manchester City: grob 540 (!!!!) Mios

        Ich kann Kloppo absolut nicht ausstehen und hätte ihn gerne scheitern gesehen in Liverpool – aber wenn er gegen eben dieses ManCity den PL-Titel holt – tja, dann muß selbst ich vor ihm den Hut ziehen. Von ner Titelpflicht in England für Liverpool kann bei solchen Relationen aber nicht im geringsten die Rede sein!

        Wenn dann kann man für den hier oft so extrem beweihräucherten Guardiola sagen – mit den Ausgaben dann gerade mal einen Titel (klar, der war so souverän wies nur geht und dass Guardiola für max Punktezahlen in der Meisterschaft der absolute Toptrainer ist hat er ja auch bei uns am Fließband gezeigt, leider kann man sich für den Punktevorsprung aber relativ wenig für kaufen, erst recht wenns dann zur Gewohnheit wird wie bei uns die letzten Jahre) in 2 Jahren zu holen, aber bei 4 Pokalwettbewerben in der Zeit immer wieder kläglich zu scheitern – doch eher armselig…

      9. @OLORIN

        Bill Shankly war ein Nordenglischer Sozialist. :-)

      10. Oh, jetzt hab ich einen schönen Schmarrn geschrieben. Bill Shankly war natürlich ein süd-schottischer Sozialist, sorry for that.

  19. Fest steht: Mit Thomas Müller auf dem Platz gewinnen wir das Spiel gestern.

    Beweist mir mal das Gegenteil. :D

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    1. …..mit Müller gewinnen wir immer. Oft wirklich und manchmal an Erfahrung. ;-)
      (Gestern hätte er auf der 10 wahrscheinlich durch seinen Willen, Kampfkraft und seine Unberechenbarkeit geholfen).

  20. Bei all den Lobeshymnen sollte man nicht übersehen, das Liverpool seit Anfang Januar mit der Niederlage gegen Manchester City beginnend eine deutliche Tendenz nach unten hat. Bis dahin hatten sie in der Liga ganze 8 Gegentore, in den vergangenen 6 Spielen in der Liga waren es 7. Es gab zwei mühsame Siege gegen Crystal Palace (4:3) und Brighton & Hove (1:0) und zwei Unentschieden (jeweils 1:1) gegen West Ham und Leicester, alles Mannschaften, die weit hinter Liverpool stehen. Liverpool hat Riesenprobleme im Mittelfeld, bekommt nur noch selten Geschwindigkeit in seine Angriffe.

    Das war gestern von unserer Mannschaft defensiv ein sehr guter Auftritt, offensiv war ab Minute 30 eigentlich alles vorbei. Danach hat man irgenwie nur noch auf eine Hail Mary gehofft. Und das ist eigentlich für eine Mannschaft wie den FCB zu wenig.

    Eine Prognose fürs Rückspiel ist kaum möglich, da ist einfach alles drin, vom rauschenden Sieg bis zur krachenden Niederlage. Es wird einiges davon abhängen, wie Liverpool am Wochenende gegen Manchester United abschneidet. Kann gut sein, dass sie bei einer Niederlage und dem dann folgenden Druck kollabieren.

  21. Es mir ein Rätsel weshalb viele sagen, dass das 0:0 ein gutes Ergebnis sein soll? Ich kann das nicht nachvollziehen, weil Bayern MUSS gewinnen, wohingegen Liverpool ein Unentschieden oder Sieg reichen würde. Der Druck ist deutlich bei Bayern, sobald Liverpool ein Tor schießt. Man muss mit einem Gegentor (durch dumme Umstände) immer rechnen. Hinzukommt dass Kimmich gesperrt ist und Van Dijk bei Liverpool zurückkehrt.

    Meines Erachtens wäre ein Auswärtstor optimal gewesen, um Druck vom Kessel zu nehmen.

    Ansonsten muss ich Martinez ein großes Kompliment aussprechen. Ich bin kein großer Freund von seiner Spielweise, weil es mir zu rustikal (z.B. den Ball einfach aus dem 16er rausbolzen) ist. Ihm fehlt die Technik eines Thiagos und die Übersicht eines Messis oder X. Alonsos. Dennoch hat er super gekämpft und war für mich DER SPIELER gewesen. Er hat sehr hart geackert.

    Enttäuscht bin ich eher von Lewandoski. Seid mir bitte nicht sauer aber gerade in solchen Spielen werden Superstars geboren und gemacht. Eine Plattform in der man zeigen kann, dass man neben Messi und Ronaldo eine ernstzunehmende Alternative ist. Wenn man vorne keine Bälle bekommt, dann lässt man sich ein wenig fallen; spielt mit und kreiert Torchancen. Nichtsdestotrotz bleibt er eben nur ein guter Stürmer im 2-3 Regal.

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    1. Ja, ist schon schlimm, wenn man eins von zwei Spielen gewinnen muss um weiterzukommen. Da sollte die UEFA doch bitte mal ihre Regularien überdenken.

    2. ” Nichtsdestotrotz bleibt er eben nur ein guter Stürmer im 2-3 Regal.”

      Was für ein Schmarrn und ja bei einfach unwahrem Mist bin ich dann doch auch mal sauer.

    3. “Nichtsdestotrotz bleibt er eben nur ein guter Stürmer im 2-3 Regal.”

      Lewandowski ist aktuell Toptorschütze in der UCL und ohne wenn und aber der beste Stürmer der Welt. Zeigt diese Saison sogar mehr als Ronaldo. Kane kommt für mich etwas dran, Suarez hat massiv nachgelassen und seinen Zenit offensichtlich überschritten, das steht Lewandowski erst noch bevor. Cavani, Firminho, Icardi, Aguero? Alle nicht so vielseitig und komplett wie Lewandowski. Er ist unsere Lebensversicherung und einer der besten Stürmer die je in der Bundesliga gespielt haben. Etwas mehr Respekt bitte.

  22. Was uns gestern gefehlt hat, war ERFAHRUNG auf den Außen. Dann wäre der eine oder andere Nadelstich mehr drin gewesen. Wenn Robbery am 13.03. beide fit sind, würde ich tatsächlich mit Beiden starten – um dann in der 2. Hälfte mit einem schnellen Coman und/oder Gnabry nachlegen zu können.

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    1. Ich würde nur jeweils einen “Oldie” starten lassen, entweder Ribéry und Gnabry oder Robben und Coman und dann erst tauschen. Robbery wären schlicht zu langsam für die pfeilschnellen AVs von Liverpool. Erfahrung alleine reicht da nicht finde ich.

  23. Wenn man erwartet hat, dass Liverpool uns überrennt und mit 3-4 Toren aus dem Stadion schießt, dann war das gestern sicherlich gut.
    Ich hatte diese Erwartung nicht und habe ein doch nicht sonderlich aufbauendes Spiel unserer Mannschaft gesehen, die zwar defensiv diszipliniert und kämpferisch voll auf der Höhe war, die sich aber auf ein insbesondere in der ersten Hälfte äußerst wildes Spiel eingelassen hat, in dem es quasi kein Mittelfeld gab. Da gerade das Mittelfeld aber eigentlich unsere Stärke insbesondere gegenüber Lpool ist, hat mir das nicht sehr gefallen. Das Hin-und-Her war zwar spannend mit anzuschauen, hat aber eher Pool in die Karten gespielt als uns. Entsprechend hätte man sich auch nicht beschweren dürfen, wenn die erste Hälfte mit 1:0 für die Hausherren geendet hätte. Offensiv hatten wir eigentlich selten Ideen, wie die geschwächte Abwehr der Gastgeber zu überwinden wäre. Genau das müssen wir nun im Rückspiel gegen eine dann (auf dem Papier) viel stärkere Defensive leisten – ohne selbst defensiv nachzulassen. Wenn wir uns dabei wieder auf so ein wildes Spiel einlassen, wird das aber nichts und ich sehe nicht, dass Kovac einen taktischen Ansatz parat hätte, der uns mehr Offensive erlauben würde ohne defensive Stabilität zu riskieren.
    Die Zeit bringt das ganz gut (wenn auch etwas polemisch) auf den Punkt: https://www.zeit.de/sport/2019-02/fc-bayern-fc-liverpool-champions-league-achtelfinale

    Zu Liverpools Auswärtsschwäche: Die Vergangenheit ist halt vergangen und taugt als Zukunftserwartung daher nur bedingt. Man kann aus ihr lernen (das wird zB Klopp auch versuchen!), aber zu denken, dass Liverpool auswärts automatisch schwächer wäre, halte ich für eine sehr trügerische, wenn nicht gar gefährliche Annahme. Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass wir das im Rückspiel schaffen.

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    1. Genau das waren meine Gedanken, nachdem das Spiel mit 0:0 abgepfiffen wurde. Ich hatte allerdings mit ner deutlichen Niederlage gerechnet, daher bin ich grundsätzlich positiv gestimmt.
      Allerdings muss auch gesagt werden, dass das offensiv trotz Thiago/James/Coman/Gnabry/Lewandowski erschreckend wenig war, was Bayern anzubieten hatten. Dabei halte ich diese Konstellation in der Offensive für die derzeit stärkste! Ich hoffe darauf, dass die Bayern im Rückspiel individuell über sich hinauswachsen, weil taktisch werden wir das Spiel mit Kovac leider nicht gewinnen.

  24. @Willie: Is an dir das CL-Hinspiel der Bayern gegen Barcelona im Jahre 2013 entfallen, oder findest du die gestrige (Defensiv)Leistung tatsächlich besser als jene im Jahre 2013?

  25. „Manchester City hat einen ähnlichen Spielstil wie wir. Da schaut man sich es an, wie hat es Pep mit Man City gemacht. Ich glaube schon, dass wir es ähnlich gemacht haben und gut gemacht haben. Wir haben nichts zugelassen und der Erfolg gibt der Mannschaft recht“ (Kovac bei Sky).

    Ja genau! Sehe ich unser Spiel, dann sehe ich eine Blaupause von Peps City…grandioser Vergleich :-)

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    1. Glaubt der das selbst? Ich meine, es ist ja legitim so zu spielen, wie wir es getan haben, aber darauf muss man erst mal kommen.

      1. Die Aussage habe ich gestern auch gehört und musste dabei extrem grinsen. Mit solchen Aussagen steht Kovac sich auch immer wieder selbst im Weg. Aber vielleicht ist das die neue Philosphie. Brazzo hat ja auch schon behauptet, dass er mehr erreicht hat als seine Vorgänger.

  26. Wenn Liverpool Bayern erwartungsgemäß 2:1 besiegt, dann wäre es Klopp vermutlich wurscht gewesen, dass er beim Handschlag 30 Sekunden auf Kovac warten musste.
    Aber der Mann war merkmlich angefressen.
    Natürlich hat ihm nicht geschmeckt, dass all das gehype um die Anfield Road (die allein manchmal 2 Tore schießt…) und die magische Stimmung am Ende ein Luftfurz war, weil die Bayern auch durch ihren sicheren Vortrag die Lautstärke runtergedreht und der Party somit den Stecker gezogen hat.
    Jürgen Klopp weiß auch, dass Liverpool Auswärts in der CL keine Macht ist und in dieser Saison alle Gruppenspiele in der Fremde verloren haben.
    —-
    Was Bayern betrifft: Endlich geht man gegen einen Top Favoriten mal nicht mit einem ordentlichen Handycap ins Rückspiel. Muss nicht von Minute 1 einem Rückstand hinterherlaufen und entsprechend die Tür öffnen.
    Ich bin wirklich komplett zufrieden.

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    1. Ja, der kloppo ist schon ein wirklich schlechter Verlierer. Was für ein Affentheater wegen eines verzögerten Handschlags….

  27. “Um die Bayernstrategie in Liverpool erneut zu verdeutlichen, knallte Mats Hummels in der 92. Minute den Ball weit nach vorne. Von hinten rechts nach vorne links, ins Nichts, kein Spieler war dort zu sehen, wo der Ball auftitschte. Einer für die Einöde. Würden diese, in der Kreisliga äußerst beliebten, Bälle, deren Ziel es ist, möglichst weit weg zu fliegen, ausnahmsweise von der Statistik erfasst – Bayern hätte darin klar gewonnen.” (Zitat Zeit)

    Was für ein Humbug – hat der Autor nur die letzten fünf Minuten des Spiels gesehen? Das war mit der EINZIGE Ball, der so weggeschlagen wurde. Ansonsten wurde fast nur versucht immer von hinten raus zu spielen – in Situationen wo ich mir gewünscht hätte, dass der Ball einfach mal weggedroschen wird damit er durch einen Fehlpass oder Ballverlust sofort wieder in Strafraumnähe ist.

    Ich verstehe ehrlich auch gesagt die negative Bewertung des Bayernspiels nicht. Die bisherigen Defensivleistungen in dieser Saison wurden genauso zu Recht kritisiert wie die Tatsache, dass meist nur eine Halbzeit oder maximal 60 Minuten konzentriert gespielt wurde.

    Und jetzt liefern sie bei einem Topfavoriten der eine Tormaschinerie hat eine Top defensive und disziplinierte Leistung ab und dann wird über die fehlende Offensive gemeckert? Kommt mal runter, bitte. Es gibt genug Baustellen in der Mannschaft und auf der gestern geschlossenen lässt sich weiter aufbauen

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  28. Schön oder nicht (wer definiert das eigentlich für alle?), wir saßen alle mit geballter Faust vorm Fernseher und haben jede Grätsche und jede Interception von Martinez gefeiert. Ich fand’s geil, sorry; endlich mal wieder was gespürt. Verteidigen ist auch ‘ne Kunst.
    Nein, Bier war keins im Spiel, honest. :)

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  29. Dass Bayern nicht untergegangen ist, wie allseits geraunt wurde, freut mich auch sehr. Das mediale und sonstige Gehype um Klopp und seine angeblichen Zauberfussballer muss man nicht so ernst nehmen, darf Liverpool andererseits eine gewisse Qualität jedoch auch nicht absprechen. Aber Klopp ist nunmal der Fan- und Medienflüsterer, das hat er über all die Jahre sehr geschickt inszeniert, aber das zu erörtern wäre ein ausuferndes Thema.
    Zum Rückspiel: Wenn der Preis für die defensive Absicherung die Vernachlässigung der Offensivkraft ist, wie gestern gesehen, dann wird das nicht reichen. Es wird also eine ganz andere Balance erforderlich sein. Was mir Sorgen macht, ist der Umstand, dass die Bayern nicht wirklich wie ein gut eingespieltes Team wirken, und das zu diesem Zeitpunkt in der Saison, da sind die Vorteile sicherlich bei Liverpool. Ich hab immer den Eindruck, Kovac kann zu wenig anfangen mit dem Potential, welches der Kader ihm sicherlich bietet. Da fehlt es einfach an Ideen und deren Umsetzung.
    Soll aber bestimmt nicht heißen, wir wären chancenlos.

  30. Ich stelle mal eine verrückte These zu James auf:

    Er wird im Sommer _leider_ wieder zu REAL wechseln. Im Gegenzug bekommen wir dann Bale …

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    1. @Jester

      Gar nicht mal so abwegig… _LEIDER_

    2. Das halte ich – mit Verlaub – für totalen Stuss.

      Ich denke, es wird auf Werner 2019 und Jovic 2020 hinauslaufen.

      Man müsste das Spiel nochmal sehen bzw. man müsste genau beobachten, wie James gespielt hat. Dass er sowas wie “erster Verteidiger” war halte ich nicht für so abwegig.

    3. Ich sah die Leistung von James gar nicht so kritisch wie einige andere hier.. Hab bloß einen Bericht entdeckt wo er Madrid wieder in den höchsten Tönen lobt.

      Wer weiß aber wie die Zitate halt wieder gegeben wurden… Ich fände es wirklich schade.

  31. Schon eigenartig, wie negativ von vielen (deutschen Medien) das gestrige 0:0 gesehen wird. Noch mehr hätten sich wahrscheinlich einen bayerischen Untergang gewünscht. Der Kicker macht in einem Artikel sogar dem LFC Mut und nennt 4 Gründe dafür.

    Verkehrte Welt. Denn die internationale Presse zollt den Bayern höchsten Respekt. Stellvertretend hierfür der “Telegraph”: „Bayern war zu klug und zu erfahren, um in die Falle zu tappen, wie es anderen passiert ist, die hier mit breiter Brust ankamen und das Stadion verhöhnt haben, um es dann mit gebrochenem Stolz und zerstörten Zielen zu verlassen.“

    Übrigens war in den 70er Jahren das internationale Erfolgsrezept der ganz großen (und erfolgreichen) Bayern: Auswärts unentschieden (oder knapp verlieren) und dann regelt man es zuhause: bei den 3 Landesmeistercupsiegen von 1974 bis 1976 hat man von 11 Auswärtsspielen ganze zwei(!) gewonnen: gegen Magdeburg und gegen den Fußballriesen Jeunesse Esch aus Luxemburg ;-) Fünfmal spielte man unentschieden und verlor viermal (Atvidaberg, ZSKA Sofia, Malmö, Ararat Erewan) . Alle 11 Heimspiele wurden gewonnen.

  32. Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft (und, jawohl, diesmal auch vor Kovac), denn an der berüchtigten Anfield Road 0:0 gespielt zu haben, ist ein hervorragendes und von vielen nicht für möglich gehaltenes Ergebnis und zeigt, dass die Mannschaft noch „lebt“. ANDREAS1900 hat völlig recht: wir können sehr zufrieden sein, dass wir gegen einen Top-Gegner diesmal NICHT mit einem Handicap ins CL-Rückspiel gehen müssen. Wie auch die Kommentare der anderen hier zeigen, ist es allerdings schwer, die Leistung zu interpretieren (allein schon bei dem Einzelspieler James gehen die Meinungen ja offenbar ziemlich auseinander…) und daraus überzeugende Konsequenzen für das Rückspiel zu ziehen.

    Während ich unsere Chance auf´s Weiterkommen zuvor auf 40% geschätzt hätte, sehe ich sie jetzt bei 55-60%. Leider nicht höher, denn der Heimvorteil im Rückspiel dürfte bei diesem Gegner nicht viel ausmachen. 1.) steht den Liverpoolern dann wieder eine bessere Abwehr zur Verfügung, 2.) stellt der Ausfall von Kimmich (der von dem defensiveren Rafinha nur zu etwa 80% kompensiert werden kann) einen Nachteil dar, 3.) haben wir leider kein Auswärtstor geschossen, und 4.) tut sich der FCB ja schon seit längerem schwer, eine souveräne Offensiv-Leistung auf den Platz zu bringen, und das auch noch gegen einen solch konterstarken Gegner. Da stimme ich SEVERALSEASONS und LIZA zu: Kovac muss erst noch zeigen, ob und wie er eine Kombination aus defensiver Absicherung UND kreativ-kombinatorischem Offensivspiel hinkriegt.

    Von daher bin ich sehr gespannt, wie Kovac die Mannschaft im Rückspiel einstellen wird. Entweder die Priorität wird wieder auf die Verhinderung von Gegentoren gelegt – in der Hoffnung, dass es nach 80 Minuten noch 0:0 steht und dann entweder ein “Lucky Punch” vorne das 1:0 und somit das Weiterkommen garantiert oder aber man mit 0:0 in die Verlängerung und ein evt. Elfmeterschießen geht, was ja auch kein Weltuntergang wäre. Allerdings wäre eine solche Taktik natürlich auch sehr riskant, denn falls dann LIVERPOOL durch einen “Lucky Punch” in der 83. Minute in Führung gehen würde, müsste Bayern in den verbleibenden Restminuten gleich ZWEI Treffer nachlegen, was wenig wahrscheinlich ist.

    Oder aber man versucht von Anfang an, offensiver und damit notgedrungen auch risikofreudiger zu spielen. Dann wäre zwar die Gefahr eines relativ frühen 0:1 größer (die eines 1:0 aber auch…), aber es würde wegen der offensiveren Ausrichtung noch genügend Zeit bleiben, um ggf. zwei Tore aufzuholen. Ich bin gespannt, für welche Variante sich Kovac entscheiden wird: “Ergebnissicherung first” (also so lange wie möglich ein 0:0 zu bewahren, siehe oben) oder aber “offener Schlagabtausch” mit Chancen und Risiken in beide Richtungen – und der Hoffnung, dass das Spiel am Ende vielleicht 3:2 oder so ausgeht?

    Bzgl. der Aufstellung hängt natürlich viel davon ab, welches Personal uns dann zur Verfügung steht. 3 Wochen reichen hoffentlich aus, damit Robben wieder einsatzfähig wird, und auch ein vollständig genesener Coman dürfte stärker sein als gestern. Da werden dann aber schwierige Personalentscheidungen zu treffen sein. Wegen seiner internationalen Erfahrung müsste ein fitter Robben sicher ins Team, nur was wird dann aus dem zuletzt starken Gnabry? Würde dieser nach Linksaußen ausweichen, müsste man auf Coman (und auf Ribery erst recht) verzichten, was auch nicht so prickelnd wäre.
    Martinez bleibt wegen seiner gestrigen Leistung sicher im Team, und Thiago auch. Da dann aber nur noch ein Mittelfeldplatz offen bliebe, muss Kovac sich zwischen Goretzka und James entscheiden…

    Um ein Überraschungsmoment einzubringen und die gegnerische Aufstellung ein wenig „auszumanövrieren“, würde ich gerade auch in Anbetracht von Kimmichs Ausfall wirklich mal die schon lange angekündigte Dreierkette zur Diskussion stellen, zumal man dann Coman, Robben UND Gnabry einbinden (und auf Rafinha verzichten) könnte.
    Also eine Aufstellung wie z.B.: Neuer – Süle (oder Boateng?), Martinez, Hummels – Gnabry, Thiago, Goretzka (oder James?), Alaba – Robben, Lewandowski, Coman.

    Allerdings ist der Schwachpunkt dieser Konstellation leicht zu erkennen: nämlich die Frage, ob Gnabry nur offensiv gut ist, oder ob er auch das notwendige Maß an Absicherung nach hinten rechts (wenn bei gegnerischem Angriff unsere Dreier- zu einer Fünferkette würde) hinkriegen würde. Weiß jemand von Euch, ob Gnabry in der Vergangenheit schon mal eine defensivere Rolle auf der rechten Seite gespielt hat? Der bessere Kandidat für die rechte Mittelfeld-Position bei 3er-Abwehrkette wäre sicher Tolisso, aber selbst wenn der in 3 Wochen wieder fit wäre, würde man ihn nach solch langer Wettkampfpause wohl nicht ausgerechnet gegen Liverpool ins kalte Wasser schmeißen.
    Frage also an Euch: welche Aufstellung und welche Taktik würdet Ihr für das Rückspiel erwarten bzw. favorisieren?

    Wie USEDOMSPOTTER schon sagt: „Eine Prognose fürs Rückspiel ist kaum möglich, da ist einfach alles drin, vom rauschenden Sieg bis zur krachenden Niederlage“…
    Ich sehe die Mannschaften dicht beieinander und glaube nicht, dass die eine die andere dominieren wird. Da Fußball kein Rasenschach ist, werden letztlich vermutlich Dinge wie die Tagesform, ein direkt verwandelter Freistoß, ein „Lucky Punch“, ein Torwartfehler oder eine (fragwürdige) Schiedsrichterentscheidung darüber entscheiden, wer im Endeffekt die Nase vorn hat. Unsere (auch psychologische) Ausgangsposition ist nun allerdings deutlich besser, als sie es vor dem Hinspiel war.

    Apropos „Psychologie“: nicht zuletzt denke ich, dass Klopp jetzt viel nervöser ist, als er es nach außen hin zugibt. Ich sehe schon, wie er an der Seitenlinie wieder „das HB-Männchen gibt“, falls das Rückspiel nach 80 Minuten auf der Kippe steht.
    Denn in Anbetracht der „Hunderte-Millionen-Investitionen“ (siehe den Beitrag von OLORIN), der letztjährigen Endspielteilnahme und der medialen Vergötterung des Trainers würden einem Klopp nach einem Ausscheiden aus der CL bereits im Achtelfinale sicher viel stärker „die Hammelbeine langgezogen“ als es bei Kovac in seinem 1. Jahr und ohne kostspielige Neueinkäufe der Fall wäre. Diesen “Druck”-Faktor sollte man nicht unterschätzen…

    Mondrian

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    1. @Mondrian:
      “Weiß jemand von Euch, ob Gnabry in der Vergangenheit schon mal eine defensivere Rolle auf der rechten Seite gespielt hat?”
      Letztes Jahr zweimal unter Nagelsmann.

  33. Also ich finde, als Bayernfan sollte man schon – vor allem im Lichte der Prognosen – in der Lage sein, sich über dieses Unentschieden zu freuen. Warum so wenig Selbstbewusstsein? Das Rückspiel beginnt, noch dazu zuhause, bei 0:0, und wenn eine Mennschaft wie der FC Bayern nicht in der Lage wäre, daraus etwas zu machen, dann hätte man in der Champions League sowieso nichts verloren.

    Ich bin kein Fan von Niko Kovac, er ist ein zwar recht sympathischer Mensch, aber Fußballtrainer ist halt nicht sein Idealjob. Jetzt warten wir mal ab und lassen auch ihm die Chance im Rückspiel.

  34. Meiner Meinung nach – haben wir gestern eine Taktik gespielt, die so fast nur Bayern spielen kann…

    11 Feldspieler!

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    1. Gut gesagt.
      Ich musste auch immer an eine Fünferkette der anderen Art denken.

    2. Der geilste und wahrste Kommentar bislang

    3. @Taco: Inwiefern?

  35. Stimmt alles. Ich freue mich ja (siehe z.B. die ersten beiden Sätze meines Beitrags).
    Meine Überlegungen gingen mehr in die Richtung, welche (personellen und taktischen) Schlussfolgerungen man aus dem gestrigen 0:0 für das Rückspiel in 3 Wochen ziehen könnte.
    Und ich bin wirklich gespannt, z.B. welche Aufstellung die anderen hier favorisieren würden.

    Und ja, lassen wir Kovac mal machen. Und wie gesagt, es könnte uns zum Vorteil gereichen, dass Klopp mit seinem ganzen Nimbus psychisch viel stärker unter ErfolgsDRUCK steht als Kovac. Wenn Kovac in seiner 1. Saison und ohne teure Neueinkäufe es schafft, einen “Star” wie Klopp aus der CL zu kegeln, wird sein internationales Prestige enorm steigen.
    Während ich (z.B. gegenüber den Geldgebern für seine Maga-Transfers) nicht in Klopps Haut setcken möchte, falls er schon so früh rausfliegt… Ihr?

    Viele Grüße,

    Mondrian

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    1. “Während ich (z.B. gegenüber den Geldgebern für seine Mega-Transfers) nicht in Klopps Haut setcken möchte, falls er schon so früh rausfliegt… Ihr?”
      wie oben auf Olorins “absurde Geldbeträge” hin schon ausführlich dargelegt – in Wirklichkeit waren es NETTO (er hat ja immerhin zb. einen Coutinho um nette 135 Mios an den Mann gebracht, der hat in den 3 letzten Monaten 1 Torbeteiligung bei Barca und saß in der CL die meiste Zeit auf der Bank gestern) gerade mal 40 Mio Ausgaben pro Saison unter Kloppo. Das bezahlt der bei den engl. Fernsehgeldern ganz locker aus der Portokasse…

      “Wenn Kovac in seiner 1. Saison und ohne teure Neueinkäufe es schafft, einen “Star” wie Klopp aus der CL zu kegeln, wird sein internationales Prestige enorm steigen.”
      Da dagegen bin ich zu 100% bei Dir!

  36. Sorry, ich hab mich so sehr über die Leistung der Bayern gefreut, auch über Kovačs Plan. Aber seine Aussagen nach Spielschluß über die angeblichen „Krämpfe“ von Martínez und Coman sind nicht nur hirnlos, sondern vereinsschädigend. Er gibt damit seine Spieler zum Abschuß frei. Wenn sein Statement Sky gegenüber so gefallen ist, wie es die FAZ berichtet, gehört er fristlos entlassen.

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    1. Was hat er denn gesagt?

  37. Unter: http://www.spox.com/de/sport/fussball/championsleague/1902/News/fc-bayern-trainer-niko-kovac-verraet-zeitspiel-taktik-gegen-fc-liverpool.html heißt es dazu:

    “Niko Kovac hat im Anschluss an das torlose Remis des FC Bayern in Liverpool zugegeben, dass der deutsche Rekordmeister in der Schlussphase auf einige Zeitspiel-Tricks zurückgegriffen hat. Als Beispiel nannte er den “Krampf” von Javi Martinez.

    “Wir wissen alle, wie es ist: Es ist kurz vor Ultimo, da versucht man ein bisschen Zeit zu schinden”, sagte Kovac nach der Partie im Sky-Interview und führte als Beispiel eine Szene des starken Javi Martinez an, der sich in der Schlussphase offenbar einen Krampf zugezogen hatte und sich von Mannschaftskollege Thiago dehnen ließ…

    “Javi (Martinez, Anm. d. Red.) hat gute Laufleistungswerte. Das heißt, er kann gar keinen Krampf gehabt haben. Das ist alles ein bisschen gespielt. In Berlin hatten wir auch den King (Kingsley Coman), der sich dann urplötzlich einen Krampf reingezogen hat, aber es war keiner. Man muss Ruhe reinbringen. Das machen sie gut, dafür haben sie die Erfahrung”, erklärte Kovac.

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    1. Kann man machen miot den gefakten Krämpfen. Aber dann bitte nicht weinen, wenn man selbst so verarscht wird und die Zeit abläuft. Sorry, für so eine “clevere” Tour habe ich echt kein Verständnis.

  38. #Krämpfe
    alle wissen es, einer spricht es aus und der ist jetzt der Depp? Typisch deutsch ist das mal wieder. Doppelmoral at its best…

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    1. Er ist der Depp, WEIL er es ausgesprochen hat. Sergio Ramos wäre der Depp, wenn er zugeben würde, dass er im letzten CL-Spiel Stürmer und Torwart verletzen wollte, ihm der Erfolg aber recht gäbe.

    2. Mag schon sein, dass es Doppelmoral is, aber a) is des jetzt ka typisches deutsches Attribut und b) stellt sich die Frage, ob das jetzt übermäßig gscheit war, da die Schiedsrichter in Zukunft strenger auf die Bayern-Spieler blicken werden.
      Irgendwie werden meine Zweifel an Kovacs Intelligenz größer und größer.

  39. Die Leistung in Anfield war hervorragend in unserer derzeitiger Situation. Keine Frage und jeder FCB Fan freut sich über gute Leistungen und Ergebnisse. Es ist doch super das das Team offensichtlich zusammenhält und füreinander kämpfen kann, und fast gleichzeitig die hochgejubelten Kloppschen scousers und die Dortmunder erhebliche Dämpfer bekommen. Aber ein gutes CL Ergebnis und eine schwächelnde Borussia können nicht die offentsichtlichen Defizite verbergen.

    Die Analyse des Spiels der Moderatoren ist aber auch hervorragend und arbeitet dezidiert heraus warum wir derzeit nicht in der Lage sind ein Spiel hinzulegen wie beim Auswärtssieg in Barcelona 2013 wo Messi stark angeschlagen war.

    JM hat super gespielt aber nur weil die Abstände immer klein waren so das seine Langsamkeit nie sichtbar wurde.
    Das gleiche gilt für unsere langsame IV.

    Das defensiv herausragende Spiel ging auf Kosten der offensiven Durchschlagskraft.

    Um aber die CL zu gewinnen braucht man beides defensive Soliditaet und Offensive Durchschlagskraft und genau das haben wir 2013 und Real die letzten Jahre am besten verkörpert.

    Und PG’s Barca im Endspiel in Wembley gegen MUFC war eben auch beides.

    CFC 2012 ist eine Ausnahme und kein Beispiel.

    Die Frage dir sich fuer unseren Club stellt ist die welche Philosopie, welchen Fussball wir spielen wollen.

    Und dann welcher Trainer dazu am besten passt.

    Und dann kann man die Spieler dazu kaufen unabhaengig vom jeweiligen Trainer.

    Der Beitrag eines SGE Fan hier hat es doch auf den Punkt gebracht. Kovac kann Ergebnisfussball aber hat kein langfristig ausgerichtetes strukturelles Konzept.

    In einem Beitrag hat er den Besitzfussball für tot erklärt und dann des öfteren Ballbesitzfussball bei uns propagiert, anscheinend ohne richtig zu wissen wie er defensive Soliditaet mit attraktiven Offensivfussball zu verbinden.

    Das sich Fans die Frage stellen ob ein im Herzen defensiv denkender Ergebnistrainer mit einem Novizen auf der Sportdirektorposition die geeignetsten Leute sind den grössten Umbruch seit langer Zeit zu bewältigen ist völlig legitim und hat nichts damit zu tun dem Club schlechte Ergebnisse zu wünschen.

    Im Gegenteil.
    Trotz aller Kritik hofft jeder auf einen Heimsieg gegen den Poehler.
    Und jeder hofft das die Dortmunder weiter Punkte lassen usw.

    Aber auf Dauer weiss jeder das wir nur gewinnen wenn wir weiter wie nach 2012 aufgrund unserer Stärken dominieren und gewinnen und nicht aufgrund der Schwäche anderer.

    Wir werden sehen was UH im Dopa zu sagen hat
    Auf jeden Fall hat er den Termin strategisch hervorragend gesetzt.

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    1. So sehe ich das auch!!!
      Es stellt sich letztlich die Frage, ob Kovac als Trainer fähig ist, die spielerischen Defizite in den Offensivabläufen zu beheben und auch im Angriffsdrittel Lösungen zu finden, die nicht auf Brechstange oder Zufall beruhen.
      Also die nötige Balance zwischen solider Defensive und offensiver Durchschlagskraft zu finden.
      Dazu wird er in den offensiven Abläufen das Pass- und Positionsspiel deutlich forcieren müssen, auch mehr Spieler im letzten Drittel haben müssen, als es bisher der Fall ist. Kann er das?
      Es ist sicherlich in Ordnung, zunächst einmal die Defensive zu stabilisieren und Abwehrarbeit zu schulen! Warum wir trotzdem schon soviele Gegentore erhalten haben, wie schon seit Jahren nicht mehr, erschließt sich mir dabei nicht!
      Da die aktuelle Saison nun aber schon zu zwei Drittel herum ist, eine gelingende Offensivstruktur aber noch immer nicht gefunden ist, müssen Zweifel aufkommen, an der Tauglichkeit von Kovac! Es ist schließlich nicht vorstellbar, dass Trainerteam und Führung sagen: “Leute, wir konzentrieren uns bei den Veränderungen dieses Jahr auf die Abwehr! Die Offensive wird nächstes Jahr verbessert!”

      Kovac jetzt zu entlassen, macht keinen Sinn, wir sollten die Saison in Ruhe abwarten! Immerhin ist ja noch alles möglich, auch wenn ich den Optimismus vieler hinsichtlich des Rückspiels gegen “Pool” nicht ganz teile.
      Aber eine weitere Spielzeit mit einem Trainer, der augenscheinlich nicht in der Lage ist, ein gutes Pass- und Positionsspiel in der Offensive aufziehen zu lassen, können wir uns schlichtweg nicht leisten, wollen wir nicht noch mehr Boden auf die europäische Spitze verlieren.
      Der Respekt, den Liverpool eindeutig zu Beginn des Spiels hatte, ist sicherlich das Ergebnis der dominierenden Spielweise unter Guardiola und Heynckes. Kovac und seine Defensivtaktik flößen den Gegnern keinen Respekt mehr ein, und ein FC Bayern, der sich in der Rolle des “Underdogs” gefällt, verliert an internationalem Gewicht und Einfluß, wird beliebig.
      Darauf zu hoffen, dass sich 2012 – ganz sicher eine Ausnahme und nicht die Regel – mit unserem FCB als Underdog wiederholt, kann nicht wirklich anzustreben sein. Umso weniger, als dass – selbst wenn die Überraschung gelingt – der Erfolg nicht nachhaltig ist. Unser Ziel MUSS es aber sein, auf Dauer im Konzert der Top-Vier in Europa mitzuspielen – dort, wo wir unter Jupp und Pep schon waren!

      1. Genau unser Anspruch ist top4.
        Kovac ist mit weniger zufrieden.
        Auf Dauer funktioniert es nicht.

      2. @Osrig….Es ist sicherlich in Ordnung, zunächst einmal die Defensive zu stabilisieren und Abwehrarbeit zu schulen! Warum wir trotzdem schon soviele Gegentore erhalten haben, wie schon seit Jahren nicht mehr, erschließt sich mir dabei nicht!…….mir auch nicht. Ich hatte mir genau das von Kovac erhofft und zusätzlich in KO Spielen schnelle, vertikale Spielzüge.(auch Konter genannt). Und im normalen BL Alltag weiterhin ein schön anzusehendes Ballbesitz /Dominanzsystem. Also eine Optimierung der vorhandenen Stärken durch mehr Variabilität. Ähnlich der Herangehensweise von Real Madrid in den letzten Jahren.Scheinbar ist der Ansatz des Ballbesitzes in Bezug auf Gegentoren (in der BL)doch besser als der momentane Ansatz.
        Nichtsdestotrotz macht mich der, so nicht zu erwartenden Auftritt, in Liverpool mal wieder unheimlich stolz auf unsere Mannschaft. Das war, obwohl es nicht die von mir bevorzugte Spielweise war, ein klasse Abend und ein so nicht zu erwartender Erfolg, der garantiert sehr vielen uns nicht wohlgesinnten Leuten den Abend versaut hat….was mich zusätzlich erfreute.

    2. Langsame Innenverteidigung?? Ernsthaft jetzt?? Süle ist angeblich sogar unser schnellster Spieler.

      Und wenn ich mich richtig erinnere, haben wir 2001 die CL nicht durch tolles & begeisterndes Offensivspiel, sondern eine robuste und stabile Defensive gewonnen.

      Schreib doch einfach nur “Kovac taugt nix, auch wenn die Mannschaft mal was Positives zeigt”, anstatt nur rumzumäkeln und alles niederzumachen weil Dir der Trainer nicht passt..

    3. “Das gleiche gilt für unsere langsame IV”

      Hummels ist etwas langsam im Sprint, aber Süle ist nicht nur im Sprint schneller als Coman und Gnabry, sondern der sechstschnellste Spieler der Bundesliga (34,8 km/h) laut goal.com. Im Antritt ist er logischerweise aufgrund Statur und Gewicht nicht so schnell aber der Junge hat im letzten Halbfinale Ronaldo mit 4m Rückstand eingeholt und dann überholt um einen Ball zu klären. Wir sollten dem lieben Gott danken, dass wir Süle verpflichtet haben. Stammspieler und Leistungsträger für die nächsten sieben bis zehn Jahre.

      1. Soso
        Da hast Du wohl so einiges durcheinander bekommen.
        Wuerde nie uns ein schlechtes Ergebnis wuenschen.
        Leider vermischen einige einiges wenn es darum geht nüchtern zu analysieren im besten Interesse unseres Clubs.

        Eine super Leistung in einem Spiel kann und wird die offensichtliche Defizite nicht kaschieren.

        Ein Sammer hat es richtig gesagt und gemacht. Seit seiner Abwesenheit fehlt es bei uns. Ein Sammer hätte nie diese super Leistung in einem Spiel das unterschiedliche Ursachen hat(direkt und indirekt)unsere Defizite zu verleugnen (etwas zu dem Brazzo und Kovac neigen).

        Hoffentlich kommt Kahn schon im Sommer, und hoffentlich bringt er Eberl und Zidane mit.

        Um es klar zu sagen weder das Kaschieren noch das Runterreden bringen uns weiter.

        Und Leute die uns schlechte Ergebnisse wuenschen schon gar nicht.

      2. Suele hat einige Probleme.
        Langsam auf den Beinen geradeaus laufen heisst nicht gleichzeitig schnell im Kopf zu sein.
        Dazu kommt eine ausgeprägte Hüftsteifigkeit.
        Und ähnlich wie Boa scheint er immer muskulärer zu werden was MMn ihm nicht hilft besser zu werden.
        Erkenne keine groessere Entwicklung bei Suele und bin auch nicht der Meinung das er besser als Boa und MH ist und deshalb gesetzt sein sollte.

        MMn brauchen junge Spieler wie Suele JK LG etc einen Trainer der sie permanent fordert,auch mental, und sie verbessert.

        Das sehe ich bei Kovac nicht.

      3. Nennt mir außer Van Dijk einen aktuellen IV ohne Schwächen, ich warte. Süle ist unser bester Verteidiger, an guten Tagen ist Hummels gleichauf. Für sein Alter ist Süle jetzt schon Weltklasse, Erfahrung kommt noch dazu. Wie du auf hüftsteif kommst weiß ich nicht. Mein Kommentar war aber generell darauf bezogen, dass er eben nicht langsam ist. Das eben immens wichtig für eine Mannschaft die meistens den Ball hat, dass wenn sie diesen verliert der IV nicht direkt überlaufen werden kann. Süle ist Gold wert, wird total unterschätzt. Du sprichst von seinen Schwächen, sprich doch mal über die Stärken. Es gibt nicht mal eine Hand voll IV in seiner Altersklasse die so gut sind. Varane, Marquinhos, Umtiti und wenige andere vielleicht.

      4. @FR7: Van Dijk wird Varanes Klasse nie erreichen.

  40. Wieso Doppelmoral, man kann’s doch wissen und Scheiße finden, und zwar bei der gegnerischen UND bei der eigenen Mannschaft.
    Es öffentlich auszusprechen ist zwar sicher irgendwie mutig, aber auch dämlich, weil sich die Schiedsrichter sowas natürlich merken und dann bei uns ganz genau hinschauen.

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    1. Antwort auf Marco05 Thema #Krämpfe

  41. was mir noch zu wenig (bzw. in der Form eher gar nicht) bisher gewürdigt wurde – Martinez hat die letzten 3 Monate von 14 Spielen gerade mal 3 mal in der Startelf gestanden, bei den 4 Spielen im aktuellen Monat kein einziges Mal. Und dann legt der, quasi aus dem Stand, so ne absolute Weltklasseleistung hin. Sensationell!

    Dass er kein Kandidat für die Stammelf, also für Bayern üblicherweise halt gegen schwächere Gegner, ist, daran gibt es natürlich keine Zweifel. Aber wie geil so jemand im Kader zu haben, der dann für die alles entscheidenden Spiele gegen die wirklcih harten Brocken, einfach so, quasi fast ohne ihm Spielpraxis vorher geben zu müssen, so zu 100% funktioniert.

  42. […] überschwänglich und ausgelassen feierten die Bayern das zweifelsohne gute Ergebnis gegen den Liverpool FC, das sie sich an der Anfield Road erarbeiteten. Ging man nach der Mimik und Gestik der […]

  43. […] weil die Bayern aus einer schweren Woche kommen. In der Champions League haben sie sich in “einer Schlacht” ein verdientes Unentschieden gegen Liverpool erkämpft, dass viel Kraft gekostet haben wird. Das sieht Tobias auch so: “Das Spiel hat definitiv […]

  44. […] eine Frage stellt sich vor der Partie gegen den FC Liverpool noch: Wer läuft auf der linken Außenbahn auf? Thomas Müller ist gesperrt, Kingsley Coman wird es […]

  45. […] Auch die Anfangsphase in Liverpool zählt als positives Beispiel dazu. In diesen insgesamt 120 Minuten zeigten die Bayern gegen den Ball ein variables Pressing: Mal liefen sie ihren Gegner sehr hoch an, mal ließen sie sich fallen, ohne zu sehr in Passivität zu verfallen. Jeweils entstand der Eindruck, dass die Münchner ohne Ballbesitz sehr kontrolliert, kompakt, aggressiv und diszipliniert agierten, ohne sich hinten reindrücken zu lassen. Das Angriffspressing funktionierte, indem ein Spieler aus dem Mittelfeld die offensive Dreier- zu einer Viererkette werden ließ. In ruhigeren Verteidigungsphasen ließ sich ein Flügelstürmer ins Mittelfeld fallen und es entstand ein kompaktes 4-4-2. […]

  46. […] im März 2019, war der FC Bayern aus der Champions League ausgeschieden – wieder einmal. Nach torlosem Unentschieden im Hinspiel an der Anfield Road unterlag der FCB dem späteren Sieger FC Liverpool im Rückspiel mit 1:3 und scheiterte damit […]

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