Jupp Heynckes ist zurück: Das sind seine Aufgaben!

An der Säbener Straße geht es drunter und drüber. Tuchel, Enrique, van Gaal, sogar Scholl war kurz Thema. Nun macht es Jupp Heynckes zum vierten Mal. Die richtige Entscheidung?

In den letzten Wochen fehlte den Bayern fast alles. Taktische Struktur, aber auch das „Mia san mia“, das gerne beschworen wird. Nun soll also Jupp Heynckes einerseits für einen Flashback sorgen und andererseits die Ära, die unter ihm ihren Höhepunkt fand, selbst beenden.

Seinem Freund Uli Hoeneß tut er damit einen riesen Gefallen, obwohl er theoretisch nur verlieren kann. Zumal seine Aufgaben in den kommenden Monaten sehr komplex sind. Diese lassen sich in zwei Ebenen unterteilen: der taktischen sowie der psychologischen.

Die taktische Ebene

1. Strukturelle Lösungen anbieten

Die Grundstruktur ist auf der taktischen Ebene die Basis für alles. Nur wenn die Mannschaft in der Lage ist, sich so zu positionieren, dass sie gegen den Ball und mit dem Ball Vorteile ziehen kann, gibt es eine realistische Chance darauf, dass der FC Bayern nicht nur erfolgreichen, sondern auch attraktiven Fußball spielt.

Es ist undenkbar, dass ein Großteil des Kaders die Basics des Positionsspiels bereits verlernt haben soll. Zwar macht es derzeit den Eindruck, aber Einzelfälle belegen, dass dies nicht der Fall sein kann. Besonders die klaren, durchgeplanten Laufwege im letzten Drittel sind es aber, die den Münchnern komplett abgehen.

Ein teilweise positives Beispiel aus der Partie in Berlin:

Müller war meist im rechten Halbraum unterwegs, weshalb auch die meisten produktiven Angriffe über diese Seite liefen. Im Laufe der ersten Halbzeit zeigte er auf der anderen Seite, welche Kleinigkeiten dazu führen können, dass Alaba und Ribéry wieder besser im Spiel sind. Mit einem einfachen Laufweg, der entgegengesetzt zu Ribérys Dribbling verlief, öffnete er große Räume und brachte Chaos in die Hintermannschaft der Berliner.

Alaba zog zudem einen weiteren Spieler auf sich, indem er den Franzosen hinterlief. Es sah nach einem einstudierten Spielzug aus. Müller vertändelte danach die große Möglichkeit, einen freien Mann im Zentrum zu finden. Auch, weil dort die Laufwege wiederum nicht passten. So blieb es – wie so oft in den letzten Wochen – nur ein Ansatz, der vielen nicht mehr im Gedächtnis hängen dürfte. Für Heynckes ist das ein klares Signal, dass er dem Team wieder Abläufe und Automatismen an die Hand geben muss.

2. Die Halbräume konsequenter besetzen

Auf die oben erläuterte Szene aufbauend muss man festhalten, dass der FC Bayern nur noch auf der rechten Seite versucht, seine Flügelspieler zu unterstützen. Und auch da eher spontan als zuverlässig. Wie oft haben wir in unseren Analysen darüber geklagt, dass die Münchner zu viele Flanken schlagen? Das Resultat aus der fehlenden Halbraumbesetzung.

Dass es auf der rechten Seite manchmal funktioniert, ist einzig und allein der Intelligenz von Robben, Müller und Kimmich zu verdanken. Gerade wenn Thomas Müller spielt, sieht das manchmal nach Kreativität, guten Laufwegen und Dreiecken aus. Rein in den Strafraum, klatschen lassen, Lücke finden, wieder in den Rückraum, Tor – oft genug gab es dieses Szenario in den letzten drei, vier Jahren zu sehen. In dieser Saison kaum.

Einfach, weil es zu wenige Dreiecke gibt und die Spieler sich das Leben unnötig kompliziert machen. Auch hier gibt es wieder eine passende Szene vom Wochenende:

Müller bewegt sich vorausschauend in den Zwischenlinienraum. Boateng passt den Ball auf die Außenbahn, weil im Zentrum niemand anspielbar ist. Dank Müller hat Robben nun eine Option. Bis dahin eine tolle Szene, da die Münchner nun in einer gefährlichen Zone sind. Ab da treten jedoch Probleme auf. Vorher ging alles ganz schnell, doch nun dauert es ewig, bis Kimmich von hinten nachgerückt ist und Lewandowski sich als Unterstützung anbietet.

Präventiv hätte sich schon ein Mittelfeldspieler in der rot markierten Zone aufhalten können. So dauerte alles viel zu lange. Hummels (1) steht im Niemandsland und auch die Doppelsechs (2 und 3) ist alles, aber nicht präsent. Kimmich wurde im Anschluss zwar auf der Außenbahn freigespielt, doch der gute Ansatz endete in einer weiteren Flanke, die keinen Gewinn erzielte.

3. Die Dominanz im Zentrum zurückgewinnen

Ein weiterer zentraler Punkt auf der taktischen Ebene ist das Mittelfeld. Hier werden Spiele entschieden. Zu oft setzte Ancelotti auf eine Kombination, die nicht spielstark genug war. Das führte entweder dazu, dass alles von Thiago abhing oder das Mittelfeld sogar überbrückt wurde.

Heynckes wird Lösungen finden müssen, um die spielstarken Typen (Rudy, Thiago) mit Spielertypen wie Vidal oder Tolisso zu verbinden. Quasi eine Kopie der Basti-Javi-Sechs. Es braucht wieder eine klare Struktur und viele Dreiecke im Aufbau.

Zu sehr waren die Bayern zuletzt darauf angewiesen, dass Hummels oder Boateng die Zentrale überbrücken und auf direktem Weg die Offensive in Szene setzen. Das ist zu wenig, um Spiele zu kontrollieren und endet in einer einfach zu verteidigen U-Form. Der Kader bietet einige Lösungsansätze für eine bessere Kontrolle. Alles von Thiago abhängig zu machen, ist fahrlässig und funktioniert in den großen Spielen ohnehin nicht.

4. Die Defensive stärken

Auch die Defensive muss wieder stabiler werden. Damit ist nicht die Endverteidigung der bisherigen Viererkette gemeint, sondern die gesamte Mannschaft. Gegenpressing, hohes Anlaufen, aber auch die Staffelungen in tieferen Zonen müssen wieder durchdachter und geplanter sein. Zuletzt wirkte das alles chaotisch und somit nicht kompakt genug.

Im Idealfall kann Heynckes das vorher so einschnürende und erdrückende (Gegen-)Pressing reaktivieren. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Bayern wieder weniger zulassen. Wobei dieser Punkt natürlich schon stark von der Struktur mit Ball abhängt. Wie eingangs erwähnt, sollte die größte und wichtigste taktische Aufgabe für den neuen alten Trainer deshalb sein, dieser Mannschaft wieder taktische Fesseln anzulegen. Dabei sind vor allem ein paar Automatismen gemeint. Aus einer guten Grundordnung kann der Rest entstehen.

5. Taktische Flexibilität

Ancelottis Bayern war eintönig, berechenbar und einfach zu durchschauen. Jupps Bayern sollte im Idealfall wieder flexibler sein.

Seine Mannschaft zeichnete sich 2013 zumindest dadurch aus, dass sie selbstständig reagieren konnte. Mal sehen, was diesmal zu erwarten ist. Einen ständigen Wechsel zwischen Systemen wird es auch unter Heynckes nicht geben. Das braucht es aber auch nicht, wenn das Team kreativer wird.

Die psychologische Ebene

1. Individualisten wieder stark machen

Dass Spieler wie Alaba oder Müller derzeit nicht perfekt funktionieren, hat natürlich taktische Gründe. Doch es ist darüber hinaus auch ein psychologisches Problem. Gerade diesen beiden Akteuren sieht man nach schwachen Aktionen an, wie sehr es in ihnen brodelt.

Der Trainer muss sich deshalb als Psychologe beweisen. Selbstzweifel ziehen sich durch die gesamte Mannschaft und einigen ist anzumerken, dass das Selbstverständnis fehlt. Es braucht jemanden, der ihnen zeigt, dass sie nicht schwächer sind als Europas Spitze. Der die Mentalität weckt und Aufholjagden wie in Leipzig vor nicht allzu vielen Monaten wieder möglich macht.

Es war das “Mia san mia” in Reinform, das den Münchnern zuletzt gänzlich abging. Nachdem zwei Mal in der Liga eine 2:0-Führung verspielt wurde, gab es gegen Ende der Partie keine Steigerung mehr. Man ergab sich der Situation und verlor wichtige Punkte auf den Konkurrenten aus Dortmund. Schlussendlich wird Heynckes sich auch daran messen lassen müssen, ob er das Selbstverständnis zurückgewinnen kann. Hier kann er am ehesten Punkte sammeln.

Alaba und Müller waren oft ein Schatten ihrer Selbst. Wird das unter Heynckes besser?
(Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

2. Den Teamgeist zurückgewinnen

Eng verbunden mit dem Selbstverständnis der Individualisten ist der Teamgeist. Die Mannschaft trat zuletzt nicht als Einheit auf. Statt sich gegenseitig zu motivieren, sahen sich die meisten Spieler nach Gegentoren vorwurfsvoll an. Nur als Gemeinschaft, wenn auch nur zum Zweck, wird dieser FC Bayern wieder erfolgreich sein.

Eigene Interessen gehören in den Hintergrund und die Ziele des Vereins müssen gemeinsam verfolgt werden. Es wird nicht einfach sein für den neuen Coach, diesen Kader zu bändigen. Aber wer soll das schaffen, wenn nicht Jupp Heynckes?

3. Der Konkurrenz die Hoffnung nehmen

Insgesamt führte die Schwächephase dazu, dass kein Team mehr Angst vor den Bayern haben musste. Die gilt es zu reaktivieren. Ist die Mannschaft wieder erfolgreich, wird der Respekt größer und der Mut der Bundesligisten wieder kleiner.

Diese psychologische Komponente hat in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass man zumindest in den Heimspielen auf sehr eingeschüchterte Gegner traf. Ein bisschen ist dieser Punkt auch das Resultat aus allen anderen. Er wird sich automatisch ergeben, wenn taktisch und psychologisch wieder alles passt.

Kann Heynckes das alles lösen?

Die Entscheidung kam überraschend, aber sie kann durchaus Sinn ergeben. Heynckes ist ein akribischer Arbeiter, der sich viel und intensiv mit seinen Spielern beschäftigt. Taktisch und vor allem menschlich. Gerade seine Detailbesessenheit, wenn es um die eigene Aufstellung und Taktik geht, wird häufig unterschätzt. Zudem ist er sehr flexibel und steht für einen Stil, der zu den Bayern passt.

Er war immerhin in der Lage, van Gaals hinterlassene Basis um eigene taktische Ideen und Einflüsse zu erweitern. Die Frage im Jahr 2017 ist nun: Wie viel von Guardiolas Erbe ist noch vorhanden und kann Heynckes dieses nutzen oder sogar eine eigene Basis legen? Zweifel sind hier erlaubt. Zumal Heynckes seit über 4 Jahren kein Trainer mehr war und nun in kürzester Zeit alles regeln soll. Auch vor 2013 brauchte er viel Anlaufzeit, wenngleich diese viele verschiedene Ursachen hatte.

Der Rheinischen Post sagte er noch vor der Unterschrift: “Schließlich sind viereinhalb Jahre vergangen, seit ich bei Bayern aufgehört habe, und der Fußball hat sich weiter verändert.” Auch das ist Heynckes, der trotz seines Alters immer wandlungsfähig war und gut reflektieren konnte.

Allein aus psychologischer Perspektive wird es der Mannschaft helfen. Wer soll das Selbstverständnis wieder zurückbringen, wenn nicht er? Er wird von allen akzeptiert sowie respektiert und kennt den Klub.

Spannend werden seine Personalentscheidungen. Spielt Javi Martínez wieder im Mittelfeld? Was ist dann mit Vidal? Wie löst er das große Dominanzproblem im Zentrum? Bekommt er Müller wieder eingebunden? Bleibt er beim 4-2-3-1 und reicht es dennoch für eine bessere Struktur?

Ein wenig passt diese Entscheidung zum Eindruck, dass der FC Bayern in der Vergangenheit lebt. Andererseits ist diese Entscheidung gewissermaßen auch klug. Jetzt kann man sich in Ruhe mit allen Kandidaten auseinandersetzen. Ob Nagelsmann, Tuchel oder gar Jogi Löw. Eine bessere Übergangslösung als Heynckes gab es in diesem Fall nicht.

Dass der Klub sich aber überhaupt dazu genötigt sieht, liegt an Fehlern, die weit vorher gemacht wurden. Die Münchner hatten bisher ein Loch. Wäre es schon ein Umbruch gewesen, hätte man Prozess, Wandel und Veränderung beobachten können. Das gab es nicht und man verschenkte so mehr als ein Jahr mit einer starken Rückentwicklung.

Doch ist Heynckes nun der Mann, der die Basis für den Umbruch legen kann? Einer, der wie kein Zweiter für die Ära davor und somit für das steht, wovon man sich lösen muss? Es wird zumindest eine große Herausforderung für ihn. Bisher profitierte seine Arbeit von vorhandenen Strukturen. Jetzt muss er sie selbst legen.

Geht das schief, wird eine weitere Saison verschenkt und der neue Trainer fängt bei Null an. Falls dies Nagelsmann wird, sind das nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen, der sein Talent noch nicht in Extremsituationen zeigen musste. Bayern ginge hier viel Risiko, aber das ist absolut okay und richtig, wenn die Überzeugung beim Hoffenheim-Trainer groß ist.

Im Idealfall kann Heynckes es aber tatsächlich schaffen, das Selbstverständnis der Mannschaft wiederzubeleben und so die nötigen Strukturen zu reaktivieren. Damit sein Nachfolger im Sommer 2018 den längst fälligen Umbruch – wenn auch mit Verspätung – endlich so richtig starten kann. Es ist dem Tripletrainer zuzutrauen.

Die Erwartungssteuerung ist dennoch wichtig. Den 72-Jährigen erwarten große Aufgaben und die Probleme des Klubs gehen weit über die Trainerpersonalie hinaus. Heynckes kann dabei eigentlich nur einen schwächeren Abschied hinlegen als 2013. Umso dankbarer sollten Fans und Klub sein, dass er dem FC Bayern erneut in einer aussichtslosen Situation helfen möchte, in die sich die Münchner selbst gebracht haben.

Wir sagen: Willkommen zurück, Jupp Heynckes und viel Erfolg bei deinen Aufgaben!

Schweinsteiger und Heynckes.
(Foto: JOHANNES EISELE / AFP / Getty Images)

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Leserkommentare
  1. Mimi Kri

    Toller Artikel!

  2. rotweiss

    Hermann und Gerland Co-Trainer. Und Willy Sagnol holt die Brotzeit?? Geht so vorausschauende Personalpolitik…?

  3. Systemrelevant

    Sehr schön ausgedrückt, dass mit Jupp die Ära begann und jetzt vermutlich auch endet. Er ist in der momentanen Situation die ideale Besetzung auf dem Trainerposten und sollte aus irgendwelchen Gründen am Ende der Saison nur Platz 5 oder so rausspringen, inkl. Ausscheiden in allen Wettbewerben würde glaub niemand hier ihm die Schuld in die Schuhe schieben sondern das Problem in der Mannschaft sehen.

    Bin gespannt wie lange er braucht um die Mannschaft wieder in die Spur zu bekommen, wie er Thiago, Rudi, James und Müller :-p in das Spiel einbinden wird und ob er es wieder schafft so eine monströse Defensive zu bauen.

    Nachdem mir in den letzten Wochen immer mehr die Lust fehlte mir ein Spiel der Bayern anzutun werde ich jetzt keine einzige Sekunde mehr verpassen.

    PS @ Bayern-Vorstand: Lasst dem guten Nagelsmann doch bitte noch ein paar Jahre Erfahrung sammeln und verpflichtet 2018 den einzigen deutschen Trainer, der momentan das Profil hat um die Bayern zu trainieren und der heißt Jogi Löw.

    1. Lukas

      Also da muss ich auch noch einen Kommentar zu loswerden. Gestern das Spiel gegen Nordirland… Ich finde man kann garnicht genug würdigen, was Löw eigentlich für ein taktisches Genie ist. Ich denke, man muss langsam feststellen, dass er zur absoluten Weltspitze gehört. In der ersten Halbzeit ist Deutschland einen komplett A-symetrischen Aufbau gefahren. Das war weder 3er noch 4er Kette. Boa, Hummels, Platte, Kimmich komplett variabel, Kroos manchmal in der Dreierkette über links… Absolut Wahnsinn. Ich denke Löw ab 2018 wäre der beste Coach den sich Bayern nur wünschen kann.

      1. Gestrandedinberlin

        Hätte ich auch nichts dagegen.

      2. Cosray8d

        Ja gegen Nordirland, der Fußballgröße in Europa, hat Löw mal wieder taktische Größe gezeigt…
        Wie denn bitte? Ich habe einen überragenden Kimmich gesehen aber von taktischer Raffinesse eher wenig.
        Das Löw wirklich gegen starke Mannschaften in Top-Besetzung gewinnen kann glaube ich eher nicht.
        7:1 gegen Brasilien… mit nem überalterten Kader und ohne Neymar.
        1:0 gegen Argentinien … ohne Di Maria und da war auch noch viel Glück dabei.
        Ansonsten immer gegen Spanien raus, gegen Frankreich, gegen Italien (also nicht die EM wobei das auch sehr knapp war)
        Löw kann und darf nicht Bayern-Trainer werden!
        Ihm fehlt Kompetenz, Erfahrung in der Liga und wenn ich diesen Schmutzfink jede Woche am Trainerstuhl sehen muss werde ich noch aus Protest BVB oder RBL-Fan!

      3. Tschemp

        Wer sein Fandasein an eine eindividuellen Postenbesetzung hängt, sollte sich generell einen anderen Verein suchen.

      4. förb

        @ COSRAY8D

        wollte dich nur dran erinnern, dass du nachher noch deine Tabletten nimmst

      5. Geht das hier bitte auch alles, ohne sich gegenseitig anzugreifen? Danke.

    2. Sascha

      @Cosyard
      Wir sind nicht dafür da,Deinen Frust auszuhalten !
      Ferner stelle ich fest,das es mittlerweile zu viele “Sport 1-Ich weiss immer alles besser- Typen” hier gibt.
      Ich möchte das nicht und bitte den Admin,diesbezüglich etwas zu verändern.
      Danke und
      Gruss

      1. Marco05

        Sagt der “es wird Tuchel, Heynckes ist eine Finte”-User!???

      2. Cosray8d

        Um das klar zustellen :
        Ich hänge mein Fandasein nicht an einer individuellen Postenbesetzung sonst hätte ich meine Farben bei Klinsmann und Ancelotti gewechselt und bei einem Sportdirektor Hasan Salihamidžić gleich den Sport gewechselt.
        Ich wollte nur mit einer (zugegebenermaßen provokanten) Äußerung mein Missfallen gegenüber Löws Arbeit und der dystopischen Vorstellung, dass Löw tatsächlich einmal Bayern-Trainer werden würde zum Ausdruck bringen.
        Ich habe meine Meinung begründet und nicht (wie einige Andere hier) Ein-Satz-Thesen zum Ausdruck gebracht.
        Auch bilde ich mir ein, dass gerade Sport 1 doch eher zu den (bitte entschuldige meine Ausdrucksweise) Löw-Fanboys gehört und solche an den Haaren herbeigezogenen Kandidaten überhaupt erst zur Diskussion bringt.

  4. Lukas

    Schöner Artikel, vielen Dank!
    Ich bin sehr gespannt darauf, ob Heynckes tatsächlich in der Lage ist, Taktisch und Strukturell konstruktiv zu wirken.
    Ich habe da einige Zweifel. Die Mannschaft von 2013 wurde zu großen Teilen von Schweinsteiger strukturiert, zumindest auf dem Platz. Im Finale gegen Dortmund war es Schweinsteiger, der die Mannschaft (in erster Linie sich selbst) umstellte und so die Dominanz nach wahnsinnig starken 20 Minuten von Dortmund zurückgewann.
    Wichtig finde ich auch Heynckes Aussage, es sei kein Comeback sondern ein Freundschaftsdienst. Das heißt, dies ist wirklich als Übergangslösung gedacht und wir können uns im Sommer auf einen modernen Laptop-Trainer freuen. Und das ist nicht zynisch gemeint – ich denke ohne Laptop gewinnt man international nun mal nichts mehr.

  5. Gestrandedinberlin

    Danke für den super Artikel.
    Aus meiner Sicht ist das Gegenpressing der entscheidende Faktor, der auch unter Ancelotti sehr vernachlässigt würde aber bei einer so dominanten Mannschaft wie Bayern für sowohl Glück in der Offensive als auch in der Defensive sorgt.
    Tatsächlich kann da Heynckes vielleicht die Ideallösung darstellen. Ein Artikel eurer Kollegen von SV hat mich da auch noch mal positiv bestärkt. Also sei es mit dem Ziel, wie ihr ja auch schreibt, dass die Mannschaft nach der Saison nicht von Null anfangen muss.

  6. Bernd

    Und wieder wird die Jugend vernachlässigt. Wer vertritt Hermann Gerland im Campus?
    Ich denke da an den Ausspruch von Andries Jonker (Goldenes Pferd mit steifem Bein)

    1. kita

      Willy und Hasan ;-)

      Wenn’s nicht so traurig wäre, wäre es lustig

  7. GP11

    Ich habe ja im Vorfeld schon gesagt, dass ich mir einen Interimstrainer wünsche, da ein Konzepttrainer mit dem aktuellen Spielermaterial eigentlich nur scheitern kann.
    Dass es jetzt Heynckes wird löst bei mir dann allerdings gemischte Gefühle aus, weil ich nicht möchte, dass sich Heynckes jetzt das makellose Andenken an den größten Moment in seiner Karriere und der Geschichte des FC Bayerns beeinträchtigt.

    Bezüglich der Vereinsführung kann man natürlich nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln, wenn jetzt Gerland schon wieder von seinem Campus-Posten abgezogen wird und Hermann auf welche Art auch immer freigelöst wird. Nachdem man vor kurzem noch groß ankündigte, wie wahnsinnig es doch wäre, Ablöse für einen Sportdirektor zu zahlen, tut man nun Selbiges für den Co-Trainer des Interimtrainers.

    1. Mimi Kri

      Die Profis gehen vor – und m.E. ging es dem Verein ja vor allem darum, dass sich Heynckes erst mal wohlfühlt und Altbekanntes vorfindet. Vielleicht macht man jetzt auch aus der Not eine Tugend – auch Gerland ist schon 63. Sagnol ist ja jetzt erstmal frei – der war vor seiner Tätigkeit bei Bordeaux als technischer Direktor für das Zusammenspiel zwischen der Jugend und den Profis bei der französischen Nationalmannschaft tätig – den könnte man ab 2018 dann auch wieder mit Gerland bis zu dessen Rente, sich fürs NLZ und als Gerlandnachfolger aufbauen. Die notwendige Expertise scheint er ja zu haben…

  8. icke

    “Doch ist Heynckes nun der Mann, der die Basis für den Umbruch legen kann? Einer, der wie kein Zweiter für die Ära davor und somit für das steht, wovon man sich lösen muss?”
    Darauf wird’s ankommen… und erstmal endgültig willkommen im Jahr 2013! Ich denke, rein sportlich ist es nachvollziehbar und er sollte bei der Arbeit jetzt von allen unterstützt werden. Irgendwie mache ich mir da grad auch wenig Sorgen.
    Aber, und das find ich viel wichtiger ist, dass jetzt nicht alle denken, die Kuh ist vom Eis o.ä. Für mich bleibt die Ausrichtung des Vereins neben dem (sportlichen) Tagesgeschäft DAS Thema. Und dass kann nur bedeuten, dass dieses Jahr genutzt wird, um den (sichtbaren und glaubwürdigen) Aufbau der Nachfolge unserer Alphatiere anzugehen und einen Sportdirektor zu installieren, der den Namen verdient (was ich nicht gegen Brazzo verstanden wissen will, aber es ist einfach nichts für ihn). Sonst wäre das Jahr verschenkt.
    Im Übrigen kann man jetzt die Verpflichtung Sagnols schon einordnen als in direktem Zusammenhang mit CA stehend. Haben sicher im Sommer schon gemerkt, dass sich was in die falsche Richtung entwickelt und er vielleicht “gebraucht” wird. Wie soll man sich die schnelle Entbehrlichkeit bzw. Rückholaktion des Tigers erklären.

    1. Systemrelevant

      Na ja, angesichts der Vorkommnisse der letzten Wochen muss auch ich die gesamte Ära Ancelotti anders bewerten. Während ich letzte Saison annahm es sei Strategie die Topform für März anzupeilen muss man das heute wohl so sehen, dass allein die Mannschaft für ihre teilweise guten Leistungen in den wichtigen Spielen verantwortlich war und Carlo nach dem Motto: Gehts raus und spielts Fußball die Sache laufen ließ.

      Die Mannschaft schien keine allzu große Lust mehr darauf gehabt zu haben weiterhin mit Carlo zu arbeiten. Lewis Aussagen nach der verpassten Torjägerkanone z. B. waren wohl deutliche Anzeichen. Wie du schreibst sind die Verpflichtungen von Hasan und Willy nochmals Anzeichen dafür, dass auch die Verantwortlichen sich darüber bewusst waren.

      Dann habe ich aber absolut kein Verständnis dafür mit Carlo in diese Saison zu gehen. Es hätte ein Schnitt zum Ende der letzten Saison erfolgen müssen, dass alles ein Missverständnis war und das rumflicken hätte man sich sparen können, weil das Unvermeidliche ist dann doch schon innerhalb von 50 Tagen eingetreten.

      Unprofessionell ist das erste Wort, welches mir da in den Sinn kommt.

      1. willythegreat

        Das man Ancelotti nicht schon im Sommer entließ, sondern den Weg mit ihm weitergehen wollte (wenngleich mit leichten Änderungen) liegt wohl auch am Niveau der Vereinsführung, die einen Trainer immer nur dann rauswarfen, wenn es gar nicht mehr ging. Ancelotti wurde immerhin souverän Meister und auch das Ausscheiden in den beiden Pokalwettbewerben war jetzt nicht sang- und klanglos. In Madrid unterlag man sehr unglücklich und gegen den BVB machte man über weite Strecken ein wirklich gutes Spiel, vergaß aber dem schon in den Seilen taumelnden Gegner den KO zu verpassen, was sich dann rächen sollte. Somit wäre es schon ein starkes Stück gewesen, den Trainer nach so einer Saison zu entlassen. Der Weg, den man bestreiten wollte (Co-Trainer und Sportdirektor mit Bayernbezug), erschien jetzt nicht so abwägig, aber leider bekam Ancelotti das scheinbar komplett in den falschen Hals und machte einen auf beleidigte Leberwurst. Da konnte ihn keiner mehr retten.

  9. Kramnik

    Sehr schöner Artikel, gibt es von meiner Seite nichts hinzu zufügen. Ich bin unheimlich gespannte, wie aktuell Heynckes noch ist und wie er mit einzelnen Spielern umgehen wird. Alles in allem sollte man aber nicht zu viel erwarten. Ich wäre schon sehr zufrieden, wenn man wieder eine Idee sehen kann und man in einem kollektiv spielt. Generell sehe ich Heynckes Job darin, das Fundament für Nagelsmann/Löw im Sommer zubauen. Dazu gehört auch die ein oder andere Personal Entscheidung zu klären (Ribery, Robben, Vidal). Wie man ja sieht kein einfacher Job, ich wünsche mir deshalb vollkommenen Rückhalt bei den Bossen. Es kann nicht sein, dass einzelne Spieler zu Hoeneß rennen und sich beschweren. Wer aber wenn nicht Heynckes ist hierfür perfekt geschaffen. Ich bin unheimlich gespannt.
    Und was man nochmal deutlich erwähnen muss, danke Jupp! Niemand, wirklich niemand hätte solch ein großen Gefallen einfordern können. Es zeigt absolute Größe nochmal für den Verein in die Bresche zu springen. Jetzt gilt es nicht nur die Saison zu ende zu bringen, sondern mit dem Aufbau einer neuen goldenen Generation anzufangen.

    PS.: Haben wir jetzt drei Co Trainer? Kann doch nicht war sein, dass Gerland hin und her geschubst wird, um als Lückenfüller zu dienen. Wahrscheinlich war dies der ausdrückliche Wunsch von Heynckes. Ich hoffe aber nur man wird einen ordentlichen Ersatz für ihn finden (Jonker, Sagnol…).

  10. Dinzinger

    Sehr guter, differenzierter Artikel.

    Ich tippe bei der Besetzung des Trainer-Postens ab Juli 2018 irgendwie auf Jogi Löw.
    Klar hat der einen langfristigen Vertrag beim DFB, aber wenn er gehen will, können sie dort wenig dagegen tun. Er wird nochmal Weltmeister (oder nicht) und kommt dann entspannt zu uns, um auch als Vereinstrainer was Großes zu gewinnen.

    Würde perfekt passen für beide Seiten, deutsch, erfahren, Sympathieträger, inzwischen auch Respektsperson, erfolgreich; von Löws Seite: Topclub, viele deutsche Spieler, gutes Timing (WM rum 2018, wir suchen für ’18).
    Überseh ich da irgendwas? Außer Löws Wille, die EM zu gewinnen, aber darauf könnte er doch verzichten, wenn er die Chance hat, bei Bayern eine Ära zu prägen.

    Tuchel passt vom Typ her einfach Null, Nagelsmann ist VIEL zu früh, den können wir immer noch in vier Jahren holen, wenn er sich weiter gut macht. Deutscher Trainer soll es ja auf jeden Fall werden, wer bleibt denn da noch? (außer Lothar)
    Ich finde, das passt optimal, wäre ein typischer Hoeneß, alle reden über Tuchel und Nagelsmann, im Hintergrund macht er schon alles klar mit Löw.
    Was meint ihr?

    1. Kramnik

      Halte Löw auch für sehr unterschätzt. Deutschland spielt meiner Meinung nach den schönsten Fußball. Eine extrem schöne Mischung aus Ballbesitz, aber auch schnellem direkten Fußball. In Länderspiel Pausen, hat Deutschland bessere Spielzüge gezeigt, wie in der gesamten Trainer Zeit von Carlo. Ich würde trotzdem zu Nagelsmann tendieren. Ich kann mit beiden gut leben und denke das Bayern zwischen sehr gut und sehr gut wählen kann. Beide haben auch gezeigt, dass sie mit jungen Spielern können, dass wäre für mich ein sehr ausschlagendes Kriterium.
      Ich hoffe aber für die Bundesliag, dass man Tuchel, Löw und Nagelsmann in Deutschland halten kann. Mit diesen Trainer, könnte man endlich neue Elemte in die Liga einfließen lassen, die die Spielkultur nachhaltig beeinflussen. Pep hat schon einen ordentlichen Abdruck hinterlassen, nun gilt es dies weiter zu führen. Mit Tedesco, Nagelsmann, Tuchel, Löw und Bosz hätte man viele innovative Trainer, die bei Spitzenclubs wirken können (Schalke, Hoffenheim, Bayern, Bvb und eventuell Leverkusen).

    2. Bayernmöger

      Nein. Nicht mit diesen Angaben zu Vertragsdauer. Löw hat mehrfach gesagt, dass er nach einem Turnier völlig ausgebrannt ist. Er würde demnach erst im Winter oder gar eine Saison später starten. Das Timing passt mMn nicht.

      1. Dinzinger

        Hm, guter Punkt… Jupp bis Dezember 18? :))
        Bin sehr sehr gespannt. Nagelsmann wär schon auch geil.

    3. Lukas

      Hmm ich komme ins träumen… das wäre so krass geil!

    4. Pat

      Ich glaube nicht, dass Löw im Sommer direkt nach der WM ohne Pause übernimmt. Dann kommen 3/4 der Mannschaft und der Trainerstab verspätet zur Vorbereitung? Sehr unwahrscheinlich….

  11. Bayernbazi

    Roter Rauch steigt auf! Gleichzeitig läuten die Glocken der Frauenkirche.

    habemus JUPP

    Bin ich gerade im falschen Film? Was für ein Kino läuft denn hier ab?

    Holt die CDU Helmut Kohl zurück, zieht die SPD Helmut Schmidt aus dem Grab oder kommt jetzt doch der Adi wieder?

    GP11, du hattest in allem Recht – unsere Führungs-Spitze ist total verkalkt und ja: „der Fisch beginnt am Kopf zu stinken“.

    Auch der Video-Schiedsrichter hilft uns jetzt nicht mehr. War zwar schön, dass durch die aktuellen Entscheidungen unser aller Verdacht bestätigt wurde, dass nämlich die Schiris grundsätzlich gegen uns pfeifen, aber was soll das noch………

    Ich kauf mir jetzt eine PS und gehe bis zum Mai in den Keller. Macht’s gut und servus!

    1. W-J0

      Dass Heynckes in seinem Alter nicht für die Zukunft des FC Bayern steht, wird allen klar sein, auch der Bayern-Führung.
      Die Frage ist doch, welche Alternativen man zum jetzigen Zeitpunkt hatte:
      Tuchel, der sportlich vermutlich sehr gut gepasst hätte, aber ob er das Team wieder zusammengeschweißt hätte und es geschafft hätte, dass alle ihre Egos hinten anstellen, ist eben fraglich.
      Luis Enrique, der kein Deutsch spricht und noch nie in Deutschland trainiert hat, für den das also komplettes Neuland gewesen wäre und der in Barcelona eigentlich auch auf einem sehr guten Fundament aufbauen konnte und sonst auch nicht überragend war.
      Und Scholl, Sagnol, Hitzfeld oder auch Hermann Gerland würde ich alle hinter Heynckes sehen, was die Qualität angeht, diese Situation zu meistern.
      Wichtig wird, wie man sich auf der Trainer-Position und dem Transfermarkt im nächsten Sommer positioniert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Heynckes vermutlich die beste Lösung, da er den Verein und viele Spieler kennt und so hoffentlich wieder Ruhe und Zusammenhalt in die Mannschaft bringt. Wenn dann auch noch kleine taktische Verbesserungen erzielt werden, sollte das reichen, um am Ende nicht eine komplett verkorkste Saison hinter sich zu haben.

    2. Kurt

      Ich hoffe das spiegelt sich auch in der Anzahl deiner Kommentare hier wieder. Und nimm GP11 direkt mit.

      1. Bayernbazi

        Also doch niveaulos KURt? (Kopfschütteln!)

      2. wipf1953

        KURT ist so. Lass Dich nicht ärgern.

  12. Tschemp

    Großes Lob an den Autor Justin. Das ist, nach der göttlichen aktuellen SZ Seite 3, die wohl beste Einordnung zu den ganzen Geschehnissen die man lesen kann.

    Ich persönlich finde, dass man hinter der Vergangenheit nun einen Schlussstrich ziehen sollte. Es bringt niemandem etwas, noch weiter über den bereits verpassten Umbruch/die verkorkste Trainer-Reise-nach-Jerusalem/das verschenkte Jahr zu schimpfen. Es ist wie es ist, und jetzt gilt es nach vorne zu blicken.

    Ich muss den Bossen ein großes Lob dafür aussprechen, dass sie die (für mich als völlig unrealistisch eingeschätze) Heynckes-Lösung hinbekommen haben. Mit ihm wird man in dieser Saison das Maximum herausholen, vielleicht springt doch noch ein Titel raus. Was wäre das für eine Story, Jupp verabschiedet sich als 4facher Bayerntrainer erneut in einem Erfolgsmoment!

    Und die Vorfreude auf den absoluten Neubeginn (den vielleicht größten Reset der Vereinsgeschichte?) in 2018 mit dem Wunschkandidaten an der Seitenlinie wird gleichzeitig größer und größer. Ich weiß gar nicht, worauf ich mich mehr freuen soll!
    Auf eine erfolgreiche Saison (back to future) UND einen spektakulären und grundlegenden Neustart in 2018!

    1. Lord Fenimore

      mit deinem Lob für den Artikel stimme ich absolut überein. Mit deiner Einschätzung der Vereinsspitze nicht. Strukturelle Problem werden seit Hoeness Rückkehr nicht mehr zeitgemäß gelöst. Er installiert aus meiner Sicht nur Personen, die eine strukturelle Neuausrichtung nicht fördern (Brazzo, Gerland, Sagnol) Das größte Problem sehe ich daher auf der Ebene Vereinsführung mit einem Hoeness, der nicht “loslassen” kann bzw. will.

      1. Tschemp

        Das Problem der Vereinsspitze sehe ich eher bei Rummenigge. Der hat, nach Klinsmann, nun mit Ancelotti wieder mal kräftig daneben gegriffen. Alle von Hoeneß vor der Haft installierten Personen wie Guardiola, Sammer und Reschke konnten von Rummenigge nicht gehalten werden. Auch Kroos wäre unter Hoeneß noch da.

        Die aktuellen Besetzungen von Brazzo, Sagnol und nun Jupp hingegen sind eindeutig nur Platzhalter, und kein Fingerzeig in die Zukunft. Da sollte man nicht zuviel hineininterpretieren.

        Ich bin sicher, dass wir dank Hoeneß ab Sommer 2018 ein top-modernes Trainerteam und Sportdirektorium haben werden.

      2. Osrig

        @Tschemp:
        “…Alle von Hoeneß vor der Haft installierten Personen wie Guardiola, Sammer und Reschke konnten von Rummenigge nicht gehalten werden.”

        Das ist sicherlich auch eine Sicht der Dinge! Ich kann mir aber viel eher vorstellen, dass Rummenigge nach Kräften dazu beigetragen hat, dass sie gehen und sie vergrault hat. Es waren ja schließlich Hoeneß’ Leute.

      3. Done

        @Osrig: ich schätze mal ihr meint das gleiche. Tschemp drückts nur euphemistisch aus ;-)
        Bin übrigens derselben Meinung.

  13. Müller

    Den Herrn Herrmann aus einem scheinbar erfolgversprechenden Korsett in D’dorf einfach heraus zu meisseln scheint mir nicht sympathisch.
    Sagnols Rolle wäre dann auch schleierhaft. Das nenn ich dann mal eine prombte wie harte Unterordnung gegenüber dem grossen Club.

  14. Schwarzenbeck

    OK. So schockiert ich über diese Volte vor 1-2 Tagen noch war, man freundet sich ja mit allem irgendwie an. Ich kann der Rentner-Gang nur alles Gute wünschen und hoffe, Jupp’s Denkmal-Lack holt sich keine Kratzer. Ob/welche Titel am Ende der Saison stehen ist für mich absolut zweitrangig. Sofern man die nächsten Wochen und Monate die richtigen Weichen für die Saison 18/19 stellt.

    Für 18/19 wäre der Bundesjogi durchaus eine Option. Wenn er das denn will und auch wieder auf Clubebene arbeiten möchte. Da müssten der Ulli und der Kalle aber auch endlich ein wenig zurückstecken. Denn alternde Patriarchen wird sich ein Löw kaum antuen wollen. Dann doch eher beim DFB in Rente gehen.

  15. Cosray8d

    Interessanter und guter Artikel!
    Nach anfänglichen Zweifeln, Fremdschämen und Mitleid für Jupp hat mir dieser Artikel noch etwas Hoffnung gegeben.
    Nur mal ein Paar Fragen:
    Coman und James werden sich ja wohl die Außenpositionen teilen nachdem Müller wohl als Kapitän und 10er hinter Lewa gesetzt ist.
    Macht das für euch Sinn? Und ist James nicht der spiel-stärkere 10er im Vergleich zu Müller und wird er (James) auch seine Spielzeiten bekommen?
    Und wird Thiago eher als 6er geplant oder wieder entgegen seiner Stärken offensiver eingesetzt?
    Und erleben wir eine Rückkehr von Müller als (falsche) 9?

    1. Mimi Kri

      Wenn man das Spiel gegen Anderlecht gesehen hat – aber auch andere Spiele von James, wo James als 10er agiert, ist es ja sowieso, dass er nach außen oder hinten driftet, weil er oftmals im 10er Platz gar nicht agieren kann – keinen Ball bekommt, ihm der Gegner auf den Füßen steht etc. – das ist bei unserem hohen Ballbesitz noch eher der Fall.

      Müllers Vorteil ist es ja, dass er quasi unser Zweitstürmer ist (wenn man Lewys Tore sieht, fallen diese ja auch häufig deshalb, weil Müller in dem Moment die Innenverteidiger auf sich gezogen hat und Lewy selbst viel mehr Raum bekommt) und auch durch seine Läufe und Positionsspiel ohne Ball. Es bringt uns ja nichts, wenn wir Müller auf den Außenbahnen haben…

      James profitiert doch eher davon, dass Müller im Spiel ist – so ist für seine Drifts in den 10er Raum auch gleich mehr Raum, gerade wenn Müller und Lewy im Strafraum sind. Und kann von dort aus eben dann auch mit dem Ball agieren.

      Ich sehe uns wohl eher in dieser Saison mit einem asymetrischen System. Gerade durch einen Wegfall von Ribery fehlt uns der Spielmacher von den Flügeln. Ohne Müller fehlt uns aber die Fluidität im Angriff, der Zweitstürmer und eben auch seine Läufe, die Robben für sein Spiel braucht. An sich sollten sich beide sehr gut ergänzen.

    2. Sascha

      Lass es doch !
      Niemand hier wird Deine “schmierigen”Fragen beantworten.
      Und wenn,schreibst Du Dir wohl selber.
      Machste doch sonst auch :)

      1. Cosray8d

        Was für ein freundlicher und überhaupt nicht persönlich angreifender Kommentar.
        Aber mal im ernst wenn du schon nichts für meine “schmierigen” Fragen (die mir selbst nach deinem Kommentar und Angesichts der ernsthaften Antworten hier doch relevant vorkommen) übrig hast, dann kommentiere sie doch einfach nicht.
        Ignoriere sie und du, ich und vielleicht auch einige Andere werden sich besser fühlen.
        Danke und
        Gruß^^

    3. Cickham

      James MUSS seine Spielzeiten bekommen, so schlecht Müller im Augenblick drauf ist. Gestern im Länderspiel war das wieder ein Offenbarungseid. Mehrfach Pässe ins Aus oder zum Gegner, v.a. wenn er scharf angespielt wurde, konnte er mit dem Ball nichts anderes anfangen, als ihn über 50 Meter zurück auf einen IV prallen zu lassen und sogar dabei beschwor er gefährliche Szenen für Nordirland herauf. Wann war eigentlich sein letztes gutes Spiel?
      Coman sollte links bis Weihnachten gesetzt sein und das wird ihm hoffentlich gut tun und er wird seine Leistung bringen. Wenn Jupp sein geliebtes 4-2-3-1 spielt, werden sich Robben, James und Müller abwechseln auf den übrigen offensiven Positionen.
      Spannend wird es eher dahinter. Wie verteilt Jupp Vidal, Thiago, Tolisso, Rudy und Martinez auf die beiden defensiven MF Positionen? Für am wahrscheinlichsten halte ich das Tandem Vidal und Thiago. Vidal weil er ein Kämpfer ist und Jupp ihn liebt und Thiago, weil er den Unterschied ausmachen kann.
      Es wird spannend und ich freue mich drauf. Werde entgegen meiner ursprünglichen Absicht nun doch in die Arena gegen Freiburg gehen. Da wartet gleich eine erste Bewährungsprobe. Streich hockt sicher schon in seiner Kammer und brütet über der Taktik…

  16. icke

    … als Nachtrag übrigens großes Lob für eure super Analysen und Berichte. Bin auch ziemlich lang dabei und für mich ist MSR das beste auf’m Markt

  17. Sascha

    Ich bin wirklich überrascht !
    Das dem Jupp,sowas,ja fast angetan wird,ist ein Offenbarungseid des FC Bayern.
    Ich freue mich,da ich Jupp mehr als schätze,bin aber gleichzeitig tief enttäuscht,was unsere Klubführung hier abliefert !
    Gruss

    1. Müller

      ich glaube nicht dass man Jupp etwas antut. Er hat aus Verbundenheit zum FCB ja gesagt. Das nenne ich Clubverbundenheit. Offenbar ist Tuchel im Menschliche zu kompliziert. Ich freue mich dass Jupp das macht und hoffentlich wieder auf die Erfolgsspur führt. Er ist DIE Ideallösung.

  18. Bayernmöger

    Davon ausgehend, dass aktuell kein Wunschtrainer zur Verfügung steht, ist diese Interimslösung geradezu genial! Langfristig hätte ich aufgrund des Alters auch Zweifel, aber so ist er der ideale Mann Risse zu kitten. Das scheint mir momentan das wichtigste. Es stehen im Umbruch noch Aufgaben an: Robbery müssen abgewickelt werden, um den Jüngern Raum zur Entwicklung zu geben. Wer sollte das sensibler gestalten können als Don Jupp? Spanisch spricht er. Er bringt einen Co. Trainer mit, der 2013 und auch zuletzt in Düsseldorf hervorragende Arbeit geleistet hat. Das sollte reichen, um aus vielen hochveranlagten Mittelfeldspielern wieder ein Mittelfeld zu formen, das diesen Namen verdient. Seine Reputation wird auch bei eventuellem (unwahrscheinlichem) Scheitern nicht gravierend leiden. Damit war er der einzige, der sich als Interimstrainer nicht verbrennen wird.
    Enrique und Tuchel sind raus. Das hätte man jetzt auch bekannt geben können.
    Nagelsmann paßt einfach nicht ins “Beuteschema”. Ein Trainer, dessen größter Erfolg es ist, in der Liga mal 4. geworden zu sein, löst potentielle Konflikt mit Superstars?
    Bei Löw passt das Timing nicht. Er hat mehrfach gesagt, dass er nach einem Turnier völlig ausgebrannt ist.
    Ich tippe auf Kloppo, der in Liverpool arg unter Druck steht. Sein Vertrag geht zwar bis 2021, aber Liverpool wird ihm nicht sehr nachweinen und er würde sicherlich auch gerne mal wieder Titel gewinnen.
    Ich bin wieder optimistischer. Nach vielen fragwürdigen Personalentscheidungen, endlich mal wieder ein “Klasse gemacht”. Chapeau!
    Und dann wird es vielleicht jemand ganz anderes. Aber Spekulieren macht einfach Spaß.

    1. Olorin

      Na supi. Kloppo, dem zum Schluss sowohl in Dortmund als auch in Liverpool-wie du selbst sagst-keiner nachweint, kommt dann zu Bayern. Und was genau ist daran besser als an Tuchel, Nagelsmann oder Löw? Alle drei passen deutlich besser zu uns als Ballbesitzlegastheniker Klopp.

      1. Bayernmöger

        Löw fände ich auch super – glaube ich aber nicht dran – siehe oben. Dass Tuchel besser passt bezweifele ich stark. Und bei Nagelsmann – bitte Leute – es geht nicht um eine schöne Vorstellung und Vision von “Jung”, “Deutsch”, “Laptop-Trainer” sondern ganz handfest von der wichtigsten Personalentscheidung, die der Verein treffen zu treffen hat.

      2. Olorin

        “es geht nicht um eine schöne Vorstellung und Vision von “Jung”, “Deutsch”, “Laptop-Trainer” sondern ganz handfest von der wichtigsten Personalentscheidung, die der Verein treffen zu treffen hat.”

        Eben. Auf “jung, deutsch, Laptop-Trainer” geb ich nen feuchten Dreck, aber was spricht denn für Klopp? Bei der Verpflichtung eines neuen Trainers muss man sich im Wesentlichen zwei Fragen stellen.
        1. passt seine Spielphilosophie und seine Trainingsmethoden?
        2. hat er in letzter Zeit Erfolge verzeichnen können, so dass man erwarten kann, dass er in seiner Methodik und seiner Art noch auf der Höhe der Zeit ist? Wobei Erfolge relativ ist. Ein Klassenerhalt kann weit höher einzusiedeln sein als eine Meisterschaft, das kommt auf die zur Verfügung stehende Mannschaft an.

        Frage 1: Nein, Kloppos Spielphilosophie passt überhaupt nicht. Unsere Philosophie ist Ballbesitz und Positionsspiel, Klopps Stärke ist eine extreme Fokussierung auf den Umschaltmoment, das passt hinten und vorne nicht (im wahrsten Sinne des Wortes).Von den renommierten Trainern passt nur Mourinho so wenig zu uns wie Klopp. Auf der anderen Seite lassen sowohl Tuchel als auch Nagelsmann einen Fußball spielen, der unserer Idealvorstellung deutlich näher ist.

        Frage 2: Stand jetzt auch nein. Würde Klopp 2018 Bayerntrainer wäre sein letzter Erfolg (Erreichen des CL-Finals 2013) fünf Jahre her. Es folgten eine erbärmliche Saison beim BVB und zwei maximal mäßige Saisons in Liverpool. Klopp soll diese Saison in Liverpool zeigen, dass er überhaupt noch ein Spitzentrainer sein kann. Wenn er da schon wieder scheitert muss er erstmal bei einem Verein wie Gladbach oder so sich wieder ins Gespräch bringen. Wir sind nicht die Resterampe für ausgemusterte Trainer aus Dortmund oder Liverpool!
        Auf der anderen Seite haben Tuchel oder Nagelsmann in den letzten Jahren immer schlechtestenfalls die Saisonziele erreicht, bestenfalls sogar weit übertroffen. Nagelsmanns Serie mit Hoffenheim ist spektakulärste Überperformance seit Favre Gladbach.

        Also: was spricht für Klopp? Er hat irgendwann mal nen Meistertitel gewonnen…das hat ja schon bei Rehhagel und Magath super funktioniert. Veh und Schaaf wären übrigens auch frei. Ansonsten ist er ein Trainer, der seine erfolgreichsten Jahre hinter sich hat. Da ist mir ein Trainer, dessen besten Jahre noch vor ihm liegen deutlich lieber als einer, der sein Pulver schon verschossen hat. Man kauft ja auch eher ein 18-jähriges Talent als einen 35-jährigen Ex-Star.

      3. Done

        “Also: was spricht für Klopp? Er hat irgendwann mal nen Meistertitel gewonnen…das hat ja schon bei Rehhagel und Magath super funktioniert. ”

        Unter Magath holte man zweimal in Folge das Double… so schlecht ist das ja wieder auch nicht.

      4. Bayernmöger

        Wenn zu dem Anforderungprofil eines Bayern-Trainers gehört, dass er noch nie irgendwo “ausgemustert” wurde, wird es aber arg eng. Damit wäre auch Tuchel raus. Löws Karriere ist auch nicht makellos. Ich denke nicht, dass die Vereinsführung dieser Logik folgen wird. Was ich richtig finde.

  19. Osrig

    Nun hat er sich doch entschieden, der Jupp, auf die Trainerbank unseres FCB zurückzukehren. In dem Wissen, dass er wahrscheinlich einige Schrammen in seinem Denkmal haben wird, wenn er sich dann 2018 (?) endgültig zurückzieht.
    Allein davor habe ich höchsten Respekt, denn für so selbstgerecht und überheblich, zu glauben, er könne 2013 noch mal wiederholen, halte ich Heynckes auf keinen Fall! Er weiß sicherlich genau, was er macht, und welche Risiken er dabei eingeht. Aus Verbundenheit mit dem FCB.

    An seinen menschlichen Fähigkeiten kann niemand ernsthaft zweifeln, ob seine taktischen Fertigkeiten jedoch reichen, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, schon eher.
    Jupp ist sicher kein Laptop-Trainer, keiner, der zig-mal während des Spiels Änderungen in den Abläufen vollzieht. Insofern wird es für mich hochspannend, zu sehen, wie sich der “Trainer-Oldie” im Vergleich zu den “Jungen Wilden” an der Seitenlinie schlägt!

    Was Jupp aber sicher ist, und das wurde im Artikel ja noch mal sehr schön dargelegt, er ist ein Trainer, der gewissenhaft und eingehend an taktischen Problemen und spieltechnischen Abläufen arbeitet, der die Spieler fordern und mit ihnen neue Strukturen schaffen wird. Auch wenn diese Arbeit nicht mehr auf Daten und Kenntnissen beruht, welche die neuesten Forschungen und Entwicklungen zum Inhalt haben, so kann sich Heynckes auf jahrzehntelange Erfahrung und ein gutes Gefühl für Zusammenhänge stützen, weshalb man ihn auch in taktischer Hinsicht keinesfalls unterschätzen sollte.
    Denn auch Althergebrachtes muss nicht gleich schlecht und von Nachteil sein, im Gegenteil, manches Mal ist es genau das Richtige, auf Bewährtes zu setzen und auf dieser Grundlage Lösungen für aktuelle Probleme zu finden.
    Das Jupp auch Neuerungen braucht, steht außer Frage, wir haben eben nicht mehr 2013. Ich halte ihn aber für in der Lage, Neuerungen in wohldosierter Form zu entwickeln, auch wenn er sicherlich den Fußball nicht mehr revolutionieren wird.
    Ob es am Ende reicht, wird sich zeigen!

    Ich hoffe vor allem, dass aus Respekt vor seinem Mut, sich noch einmal dieser Herausforderung zu stellen, die Kritik an ihm zurückhaltend bleibt, sollte Jupp dann doch der taktischen und mannschaftsinternen Probleme nicht Herr werden und zu viel bzw. entscheidende Punkte liegen lassen.

    Übrigens: Die sich überdeutlich abzeichnende konservative Ausrichtung mit hohem “Retro-Gefühl” sehe ich auch als bewusst vorgenommene Entwicklung des Gesamtvereins, in der Entwicklung zur Weltmarke und zum “global Player” die eigenen Wurzeln und die eigene Basis nicht zu verlieren. Hier zeigt sich das Bedürfnis, das “Mir san mir” wieder zu stärken, es gegen den Trend zu Hundert-Millionen-Transfers und Ausverkäufen als Grundlage und Signal zu setzen, dass man auch anders zum Erfolg kommen kann. Es ist sicherlich mehr als nur Balsam für die irritierte Fan-Seele beim FCB.

    1. Marco05

      Wenn man mal versucht, sich in Jupps Lage zu versetzen:

      Nachdem 2013 irgendwann auch der letzte Rummel vorbei war hat er sich also jetzt gut 4 Jahre kaum in der Öffentlichkeit bewegt. Weder hat er groß an Talkrunden teilgenommen, noch sich als Experte hervorgetan (was ich im übrigen sehr schätze) und auch sonst Kameras und Mikros gemieden. So hat er sich wohl hauptsächlich um Frau, Hund und Garten gekümmert und war (wohl) eigentlich zufrieden.

      Irgendwann beim Rosen schneiden hat das das Telefon geklingelt und Uli rief an. Dass man da vielleicht direkt Feuer und Flamme ist, kann ich nachvollziehen. Allein das Gefühl gebraucht zu werden, nicht von irgendwem, vom größten Verein der Welt, der am Taumeln ist ob der jüngsten Entwicklungen. Mit 72 Jahren nochmal der potentielle Retter sein zu dürfen, wohlwissend, dass es ein Engagement auf Zeit ist, nochmal mit den alten Kumpels das Ding wuppen, kann mir gut vorstellen, dass eine Absage fast unmöglich war, zumal er in körperlich sehr guter Verfassung ist.

      Denkmal hin oder her, so what? Das könnte nochmal eine geile Zeit werden, vielleicht die Letzte. Nochmal durch die Top-Stadien Europas tingeln, es vielleicht mehr genießen zu können als 2013, als der Druck so groß war. Niemand erwartet den absoluten Erfolg, womöglich die Meisterschaft. Aber selbst wenns die mal (!) nicht wird – geschenkt, wichtig ist nur, dass er wieder eine Mannschaft formt und hinterlässt, das bekommt er hin.

      Insofern gönne ich ihm auch diese Zeit. Womöglich bringt sie uns mehr Spaß als einige (mich eingeschlossen) denken.

      1. Osrig

        sehr schön geschrieben *seufz* :-)

  20. Müller

    Für mich ist Jupp DER Idealfall. Eine weitere kurzfristige Baustelle ist m.M. die fehlende Fitness einiger Spieler. Diesbezüglich hat Jupp viel zu tun.
    Jupp is Back und das ist ein Grund zur Freude. Die Führung muss sich aber auch Gedanken wie sich die zukünftige Führung verjüngen kann. Ich hoffe das Lahm, Kahn, Schweinsteiger und Sammer irgend eine tragende Rolle übernehmen dürfen. Und an alle die welche mir geantwortet haben Jupp stehe nicht zur Verfügung wurden einrs Besseren belehrt.

  21. Torsten

    Sehr guter Artikel bei dem Du, wie immer fundiert, taktische Analyse betreibst und, so weit ich das beurteilen kann, auch die richtigen Schlüsse ziehst. Was mir jedoch fehlt und was mich wirklich stört (nicht an Dir, sondern an der öffentlichen Diskussion) ist dass das Agieren von KHR und UH nicht kritischer hinterfragt wird. Insbesondere UH zeigt sich seit seiner Rückkehr selbstherrlicher als je zuvor. Früher war alles zum Wohl des FCB mittlerweile mehr und mehr zu seinem Eigenen. Nur noch dankbare Ja-Sager so weit man sehen kann…

    1. Erstmal Danke für dein Lob und auch Danke an die zahlreichen anderen Lobeshymnen auf den Artikel.

      Da hast du sicherlich recht. Ich wollte mich hier vor allem auf das sportliche konzentrieren, deute an der ein oder anderen Stelle nur an, dass klare Fehler begangen wurden. Ich denke, dass es da und zukunft noch einige offene Themen zu besprechen gibt.

  22. Kurt

    Mit Osram ist immerhin die Meisterschaft gesichert. Find ich gut.

  23. Done

    https://www.zdf.de/sport/das-sagen-bayerns-nationalspieler-zu-heynckes-100.html

    Joachim Löw hat sich in dem Interview selbst als künftiger Bayerntrainer geoutet. ;-)

  24. Jo

    Hm, ich weiß immer noch nicht so recht was ich von der Sache halten soll. Zuerst hielt ich es für einen Witz, dann war ich eher schockiert und so langsam gewöhne ich mich daran.

    Ein endgültiges Fazit wird man dazu erst ziehen können, wenn man weiß was aus der Übergangslösung denn so erwachsen ist. Wenn man weiß, ob das alles nur Teil eines größeren Plans war, der dann auch funktioniert hat. Oder ob dieser Plan nur eine andere Lösung verhindert/behindert hat und selbst dann zu nichts geführt hat.

    Es scheint zumindest klar zu sein, dass Tuchel keine Option war und wahrscheinlich zumindest mittelfristig auch nicht mehr ist. Eine Entscheidung die einen in einem oder mehreren Jahren vielleicht völlig kalt lässt, oder der man alternativ analog zu dem Kroos-Thema noch nach Jahren nachweint.

    Bliebe von den beiden bisher groß gehandelten Kandidaten also Nagelsmann. Er würde ganz offensichtlich wollen. Ob man sich 2018 mit Hoffenheim einigen könnte? Ich würde mal denken für einen angemessenen Preis sicherlich. Bleibt noch eine Frage, die momentan nicht relevant wirkt, aber noch brisant werden könnte. Was ist wenn sich Nagelsmann in diesem Jahr so verbrennt, dass in hier keiner mehr verpflichten möchte? Gerade bei noch jungen Trainern, mit ungefestigtem Ruf kann das sehr schnell gehen. Gerade sein nicht mehr abzuschüttelndes „Stigma“ als designierter Bayerntrainer könnte ihm noch beträchtlich schaden. Ich sehe schon jetzt, dass die Kommentierung seiner bisherigen „EC-Erfolge“ mit einer für Hoffenheimer Maßstäbe ungewohnten Häme ein her geht. Wenn das mit JN jedenfalls nicht klappen sollte könnten wir 2018 mit einem ziemlich kurzen Hemd dastehen.

    Zu Heynckes selbst: Zuerst habe ich mich doch gefragt warum er sich das eigentlich antut? Was motiviert ihn? Ist es Langeweile, immer noch Ehrgeiz, Leidenschaft für Fußball, Freundesdienst?
    Letztlich muss ich sagen kann es uns gleichgültig sein. Er wird es wissen.

    Rein sportlich betrachtet kann ich mit der Entscheidung immer mehr anfreunden.
    Kein anderer Kandidat kennt den Verein und seine ganz speziellen Befindlichkeiten besser. Keiner wohl auch die Spieler, die er zu großen Teil noch selbst trainiert hat, die mit ihm ihre größten Karriereerfolge auf Vereinsebene verbinden.

    Keiner wird mehr das Vertrauen von Hoeneß haben, was in dieser Phase mit entscheidend sein dürfte.

    Niemand dürfte von den Fans mit mehr Respekt und Achtung empfangen werden.

    Kein anderer Bayerntrainer könnte in dieser Situation aus einer solchen Position der Stärke heraus agieren wie Heynckes. Wer sollte ihm was wollen? Wenn jemand etwas nicht passen sollte, könnte er doch morgen auf seinen Bauernhof zurückkehren.
    Ganz wichtig, dass das auch jedem Spieler klar sein sollte, bzw. ihm klar gemacht werden kann. Die Tage des medialen Ausweinens sollten nun zumindest vorübergehend vorbei sein.

    Die Ausgangsposition ist jetzt nicht ungünstig. Man hat zumindest mal eine Woche Zeit um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Die nächsten drei Spiele sind alle machbar. Und sollten die gewonnen werden, könnte das den notwendigen Rückenwind oder gar Flow auslösen.

    Denn täuschen wir uns nicht, die Mannschaft ist aller Unkenrufe und Panik zum Trotz nach wie vor gut. Ja, richtig gut. Zumindest gut genug, um noch alle vernünftigen Saisonziele zu erreichen.

    Mein Fazit: Auf lange Frist gesehen weiß ich nicht so recht, wie ich das beurteilen soll. Man wird sehen.
    Für den Moment bin ich damit zufrieden und denke da lässt sich was Positives draus machen.

    1. icke

      Ich denke tatsächlich, dass es noch völlig offen ist, wer ab 2018 auf der Bank sitzt und noch keine Entscheidung gefallen ist. Insoweit wäre dann die Entscheidung Heynckes auch gut, unabhängig davon, dass er als einer der wenigen mit beiden Bossen gut kann und für Beruhigung im Club sorgt… weil Zeit gewonnen wird und die Situation mit allen Verdächtigen über nen Zeitraum beobachtet werden kann.
      Und warum sollte da Tuchel aus’m Rennen sein? Jetzt waren’s Gespräche unter Zeitdruck und die Situation wird am Saisonende eine andere sein als jetzt. Und über einen längeren Zeitraum kann man sich perspektiver austauschen und sich besser kennenlernen. Was, wenn Nagelsmann mit Hoffe im Mittelfeld endet…?
      Und es wäre auch gut so, sich jetzt auch Zeit zu lassen. Immerhin stehen Richtungsentscheidungen an und dann hatte man auch nicht
      Jupp holen brauchen, wenn die Folge-Entscheidungen schon feststehen. An den Masterplan, nur wegen Nagelsmann die Saison mit Jupp überbrücken zu wollen, ist eine Möglichkeit von vielen. Und jetzt wär’s eh eine Festlegung ohne Not. Und das ist auch gut so.

  25. Ronald

    Die Verpflichtung von Jupp Heynckes löst bei mir gemischte Gefühle aus. Einerseits könnte das klappen, weil ein großer Teil der Triple-Mannschaft noch da ist. Und er dadurch einen schnelleren Zugang zu ihr findet, insbesondere für die sportliche Ausrichtung. Sicherlich spielte auch das Finanzielle und die freunschaftliche Bindung zu Uli eine gewichtige Rolle. Beides begünstigten wahrscheinlich diese Entscheidung. Andererseits war er 4 Jahre aus dem Fußballgeschehen raus und erfindet eine teilweise neue Mannschaft vor. Hinzu sind seine damaligen Spieler +4 Jahr älter geworden und haben ununterbrochen Titel gewonnen. D.h. sie sind satt. Es wird daher eine schwierige große Aufgabe sein, diese Kapelle zum Laufen zu bringen. Die Gefahr, dass er sich bei Misserfolg seinen Legenden-Status selbst demontiert sehe ich auch. Scheitert er, dann war Pep Guardiola der noch bessere Trainer.

    Prinzipiell muss ich sagen, finde ich diese Entscheidung unklug und kurzfristig. Den Heynckes bleibt bis 30.06.2018 bei Bayern Trainer. Wahrscheinlich wird im Sommer 2018 ein neuer Trainer geholt. Dieser neue Trainer bringt seine Ideen mit. Und es werden Spielertransfer gemacht. D.h. die Mannschaft wird verändert und muss sich erst wieder finden und bis die Ideen des neuen Trainers greifen, wird ebrnfalls Zeit vergehen. Falls es wieder nicht läuft, weil das Team noch unstimmig ist, wird man wieder ungeduldig in München.

    Wäre es denn nicht besser gleich einen Coach zu installieren, der über 2018 hinaus noch Trainer sein soll, anstatt wieder etwas kurzfristiges? Dann könnte man die notwendigen Spieler im Sommer 2018 kaufen, die zur Umsetzung der Ideen des neuen Trainers helfen. Man hätte dann Spieler da, die bereits das System des neuen Trainers aus der Vorsaison kennen und außerdem würde die Eingewöhnungszeit der Neuen nach dem Sommer wegfallen. Diese Variante halte ich für die schlauere. Wenn ich schon einen neuen Trainer hole, dann kann ich gleich soweit planen.
    Der Kader des FC Bayerns ist qualitativ sehr hoch, dass sie sicherlich besser als Platz 3. abschneiden und im DFB-Pokal weitkommt.

    Mit freundlichen Grüßen.

  26. Marco05

    Zunächst mal danke für den sachlichen Artikel, der die Situation treffend einschätzt.

    Nun ist es also wahr. Jupp, Peter und Hermann nun also. Expendables IV, 3 vom alten Schlag oder die Field Cowboys..!?

    Zugegeben, einen gewissen Charme konnte ich dem ganzen in den 2-3 Tagen der “Vorbereitung” mittlerweile entlocken. In Anbetracht der Gesamtsituation mag es vielleicht sogar die “am wenigsten kaputt machende”-Lösung sein. Dennoch bleibe ich andererseits dabei, dass ich es altbacken, unkreativ und risikoscheu finde. Seis drum.

    Jupp muss jetzt mE auch nicht den Übergang/Umbruch moderieren, sondern den Abschied der alten Haudegen vorbereiten, damit ein neuer Coach nächstes Jahr neu aufsetzen kann.

    Ich wüsste zu gern, was in den Gesprächen mit Hitzfeld und Beckenbauer ähhhh Tuchel und Nagelsmann besprochen wurde. Sicher haben beide eine Menge sportliche Dinge anzusprechen, die sind ja nicht von gestern. Vielleicht – und das hoffe ich einfach mal – hat man erkannt, dass man keinen Taktik-Tüftler in diesen Zeiten des Aufruhrs verpflichten kann sondern das sauber vorbereiten muss. So gewinnt man vor allem Zeit, das zu tun. Ich hoffe man nutzt diese gut, um sich mit dem potentiellen Nachfolger schon jetzt und spätestens im Winter die Planungen anzugehen.

    Was Carlo abelangt sage ich lieber nix mehr. Unprofessionell ist noch das freundlichste, was man nach aktueller Sachlage – mit aller Vorsicht – formulieren kann.

    Wie auch immer, die Entscheidung ist gefallen und jetzt tun wir gut daran, damit seriös umzugehen, um am Ende des Tages das Beste für den FC Bayern zu erreichen. So kritisch ich das Ganze sehe, die “Rentnergang” hat ab jetzt meine Unterstützung. Diese läuft allerdings ab, sollte man für die Einwechslung in der 60. Minute jetzt auch noch Tymoschtschuk samt Frisör zurückholen…

    1. Tschemp

      Altbacken, unkreativ und risikoscheu?

      Wie kann man die Jupp-Verpflichtung denn nur einzeln betrachten?

      Man muss es doch im Kontext sehen.

      Zu “Pro Jupp jetzt” gehört auch die Entscheidung “Contra Tuchel jetzt” und somit “Pro Nagelsmann ab Sommer”.

      Und das ist alles andere als altbacken, unkreativ und risikoscheu.

      1. Sascha

        Ich unterstütze Das Howgh und Namaste :)

    2. Revolet

      Oha, der letzte Satz hat mich gekillt, zu gut, Marc! :D

  27. Rainer

    Jupp und sein Team werden mittelfristig Erfolg in der Bundesliga Erfolg haben. Sobald die Fitness, Taktik
    und Einstellung stimmt, gibt der Kader das her. Für die Champions League sieht das anders aus. Da fehlt einfach die Pace, Technik und Torgefährlichkeit im Offensivebereich. Also diese Saison Platz 1-2 Inder BL.
    Maximal 1/4Finale in der CL.
    Aber viel Wichtiger ist, das wir wieder schönen Fußball sehen und uns auf unsere Spiele freuen können.

  28. Sascha

    Mensch Jupp……………Haben Sie Dich schon wieder rausgejagt ?!……Gute Jagd Du Himmelhund ;)

    1. Osrig

      Und wenn Jupp doch überraschender Weise den Henkelpott gewinnt, verleihen wir ihm das Ritterkreuz! ;-)

      1. Sascha

        ….Der Wasserdruck….rät mir: Nö !

  29. MarkusFCB

    Guter Beitrag.
    Eine Anmerkung/Frage zu Punkt 3 habe ich:
    Du schreibst

    Die neue Basti-Javi-Sechs bestünde – wenn ich es richtig verstehe – dann aber wieder nur aus einem spielstarken (Rudy/Thiago) und einem nicht so spielstarken (Vidal/Tolisso/evt. Javi).
    Oder hast Du bei deinen Überlegungen noch einen dritten spielstarken Mittelfeldspieler davor im Sinn ?
    Dies wäre imho – wenn Thiago hinten spielt – James/Rudy oder – wenn Rudy hinten spielt – James/Thiago.
    2013 war dies ja Kroos bis zu seiner Verletzung in der K.O. Runde.

    1. Jupp hat es ja 2013 geschafft, die beiden im 4-2-3-1 zu unterstützen. Er steht auch auf und für viele Asymmetrien. Ich denke, dass es da viele Möglichkeiten gibt.

      Bei einer Doppelsechs aus Vidal und Thiago hätte ich etwas Bauchweh. Vielleicht packt Jupp ja sogar die Dreierkette aus… schwer zu sagen.

  30. wipf1953

    1. Das Jahr 2017 wird als Jahr des Personalkarussells beim FC Bayern in die Geschichte eingehen. Zwei verdiente und wichtige Spieler haben ihre Karrieren beendet (wobei beide vielleicht noch die Körner für ein weiteres Jahr gehabt hätten). Sportdirektorenkandidaten haben gleich mehrere abgesagt. Der Chefscout geht, aus bis heute unbekannten Gründen (die Fehler von Ancelotti steckt der Verein dagegen fast unkontrolliert an die Presse durch!). Und dann wird beim Trainingspersonal die absolute Retrokarte gespielt. Ich bin damit nicht einverstanden und sehe das auch als Alarmzeichen. Gerade Uli Hoeness hat dies aber als “den richtigen Weg” bezeichnet. Ich kenne ihn nicht persönlich, kann ihn also nicht beurteilen – aber diese “Bunkermentalität” hatte er früher nicht, und ich habe große Sorgen ob so ein Bunkerdenken gut geht.

    2. Nachdem Heynckes länger als vier Jahre aus dem Job draußen ist und aufgrund seines Alters, ist schon sehr wichtig wer seine Cotrainer werden. Hier hätte ich mir deutlich Jüngere gewünscht als Gerland (61 Jahre) und Hermann (63 Jahre). Gerland hat wenigstens den Vorteil, dass er an sich seit Jupps zweiten Engagement (nach Klinsmann) fast durchgehend diese Position innehatte und sicher viel Wissen (gerade über die Zeit unter Pep und Ancelotti) an Heynckes weitergeben kann.

    3. Der FC Bayern hat es nicht geschafft, auch nur einen einzigen Spieler dauerhaft ins Management zu holen, der nach 1984 (!) für diesen Verein gespielt haben. Gute externe Leute haben es auch nicht lange ausgehalten (Reschke, Sammer). Die Probleme, die man nach der Verpflichtung von Sammer schon für gelöst gehalten hat, werden immer größer. Es wird der Tag kommen, an dem der FC Bayern in seiner Verzweiflung Joachim Watzke in den Vorstand berufen wird.

    1. Tschemp

      Vier Einwürfe von mir dazu:

      Lahm und Alonso haben keine Saison zu früh ihre Karriere beendet.

      Es hat uns kein Sportdirektor einfach “abgesagt”. Lahm hätten wir haben können, wenn wir ihn zum Sportvorstand a la Sammer gemacht hätten, das wollten/konnten wir nicht, also kam die Absage auch von uns.
      Eberl wäre zu Fuß hergekommen für Brazzos Job, das Engagement ist nur daran gescheitert, dass Gladbach einen zweistelligen Millionenbetrag wollte.

      Der Chefscout ging, weil er vom neureichen VfB einen besseren Job angeboten bekam und wir ihn wegen mangelhafter Arbeit sowieso keine Steine in den Weg legten.

      Beim Trainerteam wird jetzt für den begrenzten Zeitraum von 8 Monaten die Retrokarte gezogen. Anschließend kommt aber das komplette Gegenteil einer Retrokarte. Es ist unlogisch, die Übergangslösung isoliert von der Anschlusslösung zu bewerten.

      1. Sascha

        Das sind viele Behauptungen,aber wenig Fakten

      2. Kurt74

        Da ist aber auch viel Wunschdenken dabei.

  31. wipf1953

    Sportlich bin ich bei Lahm und Alonso jedenfalls so lange anderer Meinung, wie man keinen gleichwertigen Ersatz hat. Und Bayern hat bis heute keinen gleichwertigen oder besseren Ersatz für Lahm und Alonso.

    Laut Uli Hoeness hat man Lahm abgesagt, weil man seinen Berater (Roman Grill) nicht haben wollte. Dass Roman Grill Lahms Berater ist, sollte aber schon einige Zeit bekannt sein. Ich hätte Lahm auch nicht zum Vorstand gemacht, aber das ist an sich etwas, was man schon gleich bei Beginn der Verhandlungen weiß und kommuniziert.

    Gladbach wollte auch für Sinan Kurt 5 Mio. und bekam am Ende 3. Eberl hat seinen Vertrag in Gladbach sogar verlängert, so dass er sich den Weg zum FC Bayern auf längere Zeit selbst zugestellt hat. Und ich weiß nicht genau, was “Brazzos Job” beim FC Bayern ist. Aber Eberl wäre Sportvorstand geworden und nicht Bierduschenbeauftragter.

    Nach den Äußerungen Reschkes zu Dembele denke ich, dass er kritisiert wurde, dass er den nicht zum FC Bayern geholt hat. Das ist mal wieder 100% UH. Aber was will der FC Bayern auch mit einem Chefscout ..

    Es ist interessant, dass Du schon weißt wer nächsten Sommer Trainer wird.

    1. Tschemp

      Extrapoliert man Lahms und Alonsos Leistungsabfall, den sie in den letzten Jahren hatten, haben wir mit Kimmich und Rudy mindestens gleichwertigen Ersatz zum theoretischen 2018er Lahm und Alonso.
      Die Peak-Lahm und Alonsos von vor einigen Jahren haben wir jetzt nicht, das stimmt. Die hatten wir aber auch letztes Jahr schon nicht mehr.

      Grill ist einer der beiden Gründe, warum wir Lahm nicht den Sportvorstand geben wollten. Warum wir primär ihm abgesagt haben, nicht andersherum.

      Eberl hat in Gladbach verlängert, weil
      – es wegen der irrationalen Ablöseforderung zu keinem kurzfristigen Wechsel kommen konnte
      – es klar war dass wir den Posten andersweitig besetzen müssen
      – Eberl nach dem Transferhickhack, wobei klar war dass er gehen wollen würde, nun ein Zeichen pro Gladbach setzen musste
      – und er wenigstens ansatzweise das Gehalt bekommen wollte, dass wir ihm gegeben hätten

      Wir haben einen Chefscout. Marco Neppe. Und Reschke hat viele Fehler gemacht, Dembele war nur ein Aspekt.

      Ich weiß nicht, wer Trainer wird. Es deutet aber alles darauf hin, dass es Nagelsmann sein wird.
      Tuchel hätten wir längst haben können.
      Löw spielt am 15.7. vielleicht ein WM Finale, geht danach in den Urlaub – wir starten aber Anfang Juli wie immer in die Saisonvorbereitung.

      1. Sascha

        Immer weiter………umso mehr Du postest,umso lustiger wird es :)

      2. Dakury

        man sascha lass es doch mal gut sein, es nervt

  32. Rainer

    Sportlich gesehen ist Kimmich ein top Ersatz für Lahm. Mit Rudy, Vidal, Tolisso, Martínez und Thiago sollte man auf der Alonso Position auch gut besetzt sein. (Letzte Saison wurde Alonso auch häufig bzgl. Tempo Defizite kritisiert). Die Qualität die Manschaft zu führen sollten Neuer, Hummels, Boateng und Müller aufgrund ihrer Erfahrung haben.
    Jetzt immer den verlorenen Chancen bzgl. der Besetzung des Vorstandes, Scouting etc. nachzutrauern bringt doch auch nichts. Es gibt soviele Vereine, Spieler und Funktionäre, das es für den FCB allemal möglich ist, im Sommer (evt. auch im Winter)top Veränderungen zu präsentieren.

  33. Sascha

    Manchmal ist es besser eine Kuba-Orange zu essen.Ich war 13 Jahre lang Gefängnisfriseur !!!
    Spass beiseite.
    Ich bin sehr gespannt,glaube an meinen Verein und wünsche Jupp und dem Team Viel Erfolg !
    Alles Gute Jupp !!! :)

  34. Michael

    Eberl, Tuchel, Lahm, sie alle woll(t)en eine Position beim FC Bayern? Mag sein, ich halte es aber bei allen Dreien für wahrscheinlich, dass sie abgesagt haben, nicht der große FCB ihnen. Sollte sich herumgesprochen haben, dass zwei verdiente ältere Männer im Verein vieles unter ihrer Kontrolle behalten wollen und damit Neuerungen blockieren.

    1. Sascha

      Nur Behauptungen,die mich eher zum Schmunzeln bringen :)

    2. Sascha

      Es gibt keine Probleme im Vorstand !
      Das ist die Wahrheit ;)
      Gruss

  35. Max

    Grundsätzlich finde ich die Entscheidung gut. Erstmal Ruhe reinbringen und die Saison ordentlich zu Ende bringen. Selbst wenn wir nur Vize werden und im Cl-Achtelfinale ausscheiden, wird Jupps Denkmal bei den Fans bleiben, unabhängig von der Berichterstattung. Man sollte jetzt keine Wunderdinge erwarten.
    Drei Hauptprobleme für mich waren diese Saison die fehlende Weiterentwicklung (saisonübergreifend CAs Schuld), die miserable Saisonvorbereitung (durch die Führung vorgegeben und nicht CAs Schuld) und das wegbrechen von 2 zentralen Spielern (Lahm, Alonso). Einerseits spielerisch und noch viel mehr vom Mannschaftsgefüge/fehlendes Mia-san-mia. Auch wenn Alonso zu Recht immer wieder mal als zu langsam kritisiert wurde, so war er doch eminent wichtig. Auch Lahm war individuell auf dem absteigenden Ast, aber man hatte doch immer wieder das Gefühl, dass er die Mannschaft im Rückstand antreibt. Hier hat CA auch versäumt den Umbruch weicher zu gestalten. Letztendlich war er der falsche Trainer und eine Fehlentscheidung der Führung.
    Ich glaube nicht, dass Heynckes mitten im Spielbetrieb all diese Probleme lösen kann, aber er kann Ordnung reinbringen und eine geordnete Mannschaft im nächsten Jahr übergeben.

    Rummenigge und Hoehneß haben den Umbruch letztlich schlecht gemanagt, allerdings fallen mir auch wenige Beispiele ein, in denen ein solcher Umbruch ohne Probleme gut gelöst wurde.

  36. Baldi

    Das mit Jupp ist doch okay, aber schwerwiegender ist die Frage wer es im nächsten Sommer wird.
    Wer tut sich Uli und Kalle an, wenn die vorschreiben, dass Müller, Ribery und Robben (immer) spielen müssen?

    Aber warum gibt es hier einen Artikel zum Trainer, wäre nicht mittlerweile einer zum Vorstand (Medienstrategie, Besetzung von Positionen, Ausrichtung des Vereins, Transferpolitik, …) angebracht? ;)

  37. Imbackagain

    Klasse unser Jupp ist wieder da.
    Endlich der von mir erwartete deutsche Trainer (nur unter Deutschen Trainern wurde die CL gewonnen). Dazu wird Uli die Legionäre Stück für Stück abbauen und mit deutschen Nationalspielern (Kroos, Goretzka, Werner, Sane, etc.) ergänzen. Und nach der WM kann dann Jogi übernehmen und uns wieder zur alten Herrlichkeit zurückführen.

  38. bürschchen

    Zwei Aspekte scheinen mir zum Thema erwähnenswert:
    gut, dass der Verein jetzt eine Saison Zeit hat den “Fehler” Ancelotti zu korrigieren und nicht von der Pressemeute jeden Tag ein neuer Name durchs Dorf getrieben wird …….Ich persönlich würde den dringend nötigen Erneuerungsprozess im Verein sehr gern mit einem Nagelsmann als Trainer sehen – und mit einem starken Sportdirektor und Vorstandsmitglied.
    Noch bemerkenswerter finde ich den Umstand, dass Heynckes die persönliche Befindlichkeit hinter den Verein stellt und zeigt, dass es tatsächlich im Fussballgeschäft noch “Herzensangelegenheiten” gibt – darum von meiner Seite: “Jupp, du bist mein Held!”

    1. Jo

      “und nicht von der Pressemeute jeden Tag ein neuer Name durchs Dorf getrieben wird”

      Genau das wird doch passieren? Bis die Entscheidung wer ab 2018 Trainer ist steht, wird diese Baustelle ein mediales Dauerthema sein. Nagelsmann tut mir jetzt schon leid.

      1. bürschchen

        …und wäre die Alternative gewesen? Wenn bis zum Länderspielpausenende nicht “Tuchel” intronisiert gewesen wäre (und er war der einzig in Frage kommende mitten in der Saison) hätten wir JEDEN TAG gelesen “Bayern planlos”…..Da nehme ich lieber in Kauf, dass kräftig spekuliert wird bis voraussichtlich zur Winterpause….und der Verein Zeit gewonnen hat, um sich klar zu werden, was eigentlich die zukünftige Strategie (inkl. dazu passender Trainer) sein soll.

  39. Hubert

    OK, ich lehne mich mal aus dem Fenster :-)
    Mit diesem Kader schaffts selbst diese Trainer-Rentnergang auf den 2. BL Platz.
    Dortmund wird unangefochten Meister, die Liga wird genauso langweilig, wie in den letzten Jahren auch. Schreibt aber keiner, da es ja diesmal Dortmund ist.

    Der FCB präsentiert sich momentan so, wie früher auch schon: hochgradig emotional & in weiten Teilen konzeptionslos.
    Man hat in den letzten 1,5 Jahren seine Position im Vereins-Weltfußball aufgegeben, ohne Not hergeschenkt und gehört mittlerweile nur noch zu den besten 16 Mannschaften in Europa. Wir waren mal unter den Top 5. Alles was ich da momentan im Verein wahrnehme, ist Flickschusterei, Aktionismus und irrlichternde Personalentscheidungen. Alleine erst Gerland zum Leiter NWZ zu machen und ihn jetzt gleich wieder abzuziehen zeugt von purer Konzeptionslosigkeit.
    Ich hoffe, KHR und Hoeness nehmen sich zukünftig mehr zurück und begreifen, dass sie, genauso wie Rib und Rob, die besten Zeiten hinter sich haben und langsam abtreten sollten.

    Sowohl in der Mannschaft als auch auf Führungsebene hat man versäumt, notwendige, strategische Umbauten vorzunehmen, um diesen Verein auf die veränderten Umstände im europäischen Spitzenfußball neu ein- und aufzustellen.

    Das allerschlimmste aber ist, dass ich vermute, dass sie das noch gar nicht begriffen haben.

    Nein, wir werden mindestens in den nächsten 2,3 Jahren international keine Rolle mehr spielen und wenn es denn dann Nagelsmann wird (was ich nicht hoffe, wenns gut läuft bieten Sie eher Jupp an , noch ein Jahr dranzuhängen), kommt für diesen Trainer bestimmt kein Top-Spieler mehr zu uns. Und gute (LEWA/COMAN) werden uns verlassen.

    Zunächst brauchen wir zur Winterpause DRINGEND einen guten, erfahrenen TORHÜTER – ob das mit Neuer in den nächsten 6 Monaten etwas wird, steht in den Sternen und dies ist eine RIESENBAUSTELLE im Kader.

    1. mysputnik

      Sehe ich absolut genauso!

  40. Mehmet68

    Jogi Löw? Was ist denn hier los? :-)

    Ein hervorragender Trainer, noch immer unterschätzt, stimme zu.

    Aber hat er nicht in etlichen Interviews betont, dass er sich nicht als Vereinstrainer sieht?
    Und geht er nicht deutlich häufiger in Dortmund und Stuttgart Essen, als mit Uli und Kalle? ;-)

    Ich halte Jupp für eine prima Wahl als Scherbenkitter, Wundenheiler und Brückenbauer. Das hätten Tuchel und Nagelsmann unter der Saison nicht hinbekommen:
    Alles Gute Jupp!

    Und dann hoffentlich ein klarer Neubeginn im Juli 2018.

  41. Mehmet68

    Übrigens: Köstliche Idee, Jupps Bild vor diesem Hintergrund (Ehrenamt): War das Absicht? Dann Kompliment!

  42. Kurt74

    Mal ne ganz andere Frage, kann es sein das Lahm die Entwicklung mit Carlo so kommen gesehen hat? Er war zwar schon über seinen Zenit, konnte das jedoch gut mit seiner Erfahrung und Positionsspiel ausgleichen. Ich denke 1 Jahr hätte er noch locker dranhängen können. Es war ja auch zu lesen das sich Lahm und Alsonso letzte Saison schon beim Vorstand über die Trainingsmethoden von Carlo beschwert haben. Und seine Aussage “Ich würde definitiv etwas ändern.” kann man auch so interpretieren das er Carlo und sein Trainerteam vor die Tür gesetzt hätte.

  43. Stern des Südens

    Sacht mal Leute, wieso kommt hier und woanders eigentlich niemand auf die Kovac-Brüder? Bisschen Stallgeruch, BL-Erfahrung zuhauf, mutmaßlich recht untadelige Sportsleute, viel Erfahrung beim Integrieren und Assimilieren und bestens im internationalen Fußball vernetzt. Ist mir ein Rätsel, warum noch keiner der “innovativen” Medienmärchenerzähler darauf gekommen ist.

    1. Marco05

      Kovac (hauptsächlich Niko) hatte ich vor einem halben-dreiviertel Jahr schonmal ins Gespräch gebracht, wurde damals aber milde belächelt. Tatsächlich sehe ich ihn durchaus imstande. Auch vom Auftreten und Standing her finde ich ihn ziemlich gut. Inwieweit er mit wirklich gut geschulten und ausgebildeten Trainern mithalten kann kann man nie sagen, aber wäre für mich auch im Kandidatenkreis.

    2. Jo

      Kovac als Sportdirektor wäre eine wirklich interessante Variante gewesen.

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