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SC Freiburg – FC Bayern München 2:1 (1:1)

Zum ersten Mal seit der Saison 2010/11 stand der FC Bayern nicht mehr in einem Finale. Die Finalträume von Berlin, sowohl Champions League als auch DFB Pokal waren zerplatzt. So kam es zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zu einer Art Freundschaftsspiel mit Wettbewerbscharakter am Saisonende. In der damaligen Nach-WM-Saison sicherte sich der Rekordmeister durch einen 8:1 Auswärtssieg noch die Champions-League Qualifikation am 33. Spieltag. In dieser Spielzeit stand die Meisterschaft schon lange fest. Die letzten zwei Spiele haben daher nur noch statistischen Wert. Für den Gegner, den SC Freiburg geht es hingegen um den Klassenerhalt. Zu oft spielten die Freiburger in dieser Saison Unentschieden oder gaben Spiele in den letzten 5-10 Minuten aus der Hand.

Falls Ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola änderte im Vergleich zum Champions-League-Halbfinalaus die Aufstellung auf nur drei Positionen. Neu in der Startelf: Rode, Götze und Weiser. Sie spielten für Lahm, Müller und Thiago. In einer lebhaften Anfangsphase hatte der FC Bayern viel Ballbesitz und kam durch Götze (4.) früh zu einem Torabschluss. In der 13. Minute dann der Führungstreffer für den FC Bayern. Alonso durfte im Mittelfeld unbedrängt den Ball führen und schickte Weiser steil. Dieser ließ mit einer schönen Ballannahme seinen Gegner aussteigen und passte flacht in die Mitte. Schweinsteiger konnte locker zum 1:0 einschieben. Für Schweinsteiger war es der 44. Bundesligatreffer seiner Kariere – genau so viele wie Franz Beckenbauer erzielen konnte. Im Anschluss daran wurde das Spiel der Münchner aber deutlich statischer. Torchancen konnten nur noch nach Standardsituationen kreiert werden.

In der 33. Minute dann ein schlimmer Ballverlust im Spielaufbau gute 30 Meter vor dem Bayern Tor: Schweinsteiger spielte einen schlechten Pass in Richtung Rode, dieser wird von Klaus abgefangen. Klaus leitete sofort auf Mehmedi weiter. Der Schweizer nimmt die Kugel gut mit und traf dann aus etwa 20 Metern ins linke Eck. Es war der erste Gegentreffer in der Bundesliga außerhalb des Strafraums in der laufenden Saison und der bis dato etwas glückliche Ausgleich, da der FC Bayern die Partie bisher weitestgehend kontrolliert hatte.

Freiburg agierte trotz des Ausgleichs in der Summe sehr passiv in einem 4-5-1 – penibel darauf bedacht die Mitte in der Zentrale zu verdichten. Vor allem Schweinsteiger und Rode wurden im 8er-Raum sehr gut zugestellt, was den Spielaufbau auf die Schultern von Boateng, Alonso und Benatia legte. Diese versuchten zumeist mit langen vertikalen Pässen das Mittelfeld zu überbrücken, was allerdings weniger gut gelang. So ging es mit einem Unentschieden in die Kabine.

Pep Guardiola veränderte die Aufstellung in der Pause nicht. Lediglich Götze kam fortan mehr über die Zentrale, was seinem Spiel sichtlich gut tat. So hatte er in der 50. Minute eine große Kopfballchance. Wenig später durfte sich der FC Bayern bei Schiedsrichter Tobias Welz bedanken. Mehmedi wurde nach einem Konter von Rafinha klar im Strafraum gehalten. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Eine glückliche Entscheidung.

Der FC Bayern war ab jetzt nur noch durch Standardsituationen gefährlich. Die größte Chance hatte Schweinsteiger, dessen Freistoß am Strafraumeck sich noch an die Latte drehte. In der Schlussphase verpassten Götze und Thiago noch Tormöglichkeiten und so kam es, wie es kommen musste. Der Ex-Bayern-Spieler Nils Petersen wurde in der 86. Minute eingewechselt und erzielte in der 89. Minute den Siegtreffer. Wie gegen Barcelona verlor Bernat an der Außenbahn einen Zweikampf. Heute Mal gegen Guedé. Dieser flankte anschließend präzise in die Mitte auf Petersen, der leichtes Spiel gegen Neuer hatte.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Mitchell Weiser

Eigentlich hieß es, dass der Vertrag von Mitchell Weiser nicht verlängert wird. Allerdings wehrt sich der 21-jähirge mit Händen und Füßen gegen seinen Abstieg. In der Bundesliga spielte Weiser seit dem 28. Spieltag in jedem Bundesligaspiel und entwickelte sich somit zur ersten Option bzw. zum Kaderspieler 13-15, der regelmäßig zu Einsätzen kommt. In der Rückrunde kam Weiser bisher auf etwas mehr als 800 Minuten, in denen er ein Tor erzielen konnte und vier weitere vorbereitete. Eine positive Entwicklung. Indes stellt sich die Frage, weshalb Weiser überhaupt so viel Spielzeit bekommt, wenn er angeblich keine Zukunft beim FC Bayern hat. Eigentlich lässt die aktuelle Situation und seine vielen Einsatzzeiten nur eine Lesart zu: Seine Vertragsumstände sind noch offen – die Tür FC Bayern ist noch nicht geschlossen. Allerdings hatte Weiser auch heute wieder viel Licht und Schatten. Konnte er in der ersten Halbzeit noch einige Akzente setzen, so ging auch eher in der zweiten Halbzeit – wie das gesamte Team – etwas unter. Vor allem seinen Flanken fehlte es im fortlaufenden Spiel immer mehr an Präzision.

2. Statische Spielanlage

Der FC Bayern ging mit einem 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 ins Spiel. Taktisch also durchaus konservativ und mit Fokus auf viel Ballbesitz. Teilweise über 80% reichten aber nicht, um sich aus dem Spiel heraus gefährliche Chancen zu erspielen. Nach wie vor tat sich die Mannschaft schwer, ohne Dribbling-Aktionen und rein durch Passkombinationen Torchancen zu erspielen. Die Gegner der Münchner haben sich mittlerweile darauf eingestellt und profitieren davon, keinen Gegenspieler doppeln zu müssen. Gerade im 8er-Raum war das Spiel zu statisch. Spieler wie Schweinsteiger und Rode sind zudem nicht die Idealbesetzung für den oftmals sehr verengten Raum. Erst durch die Einwechslung von Müller, Lahm und Thiago kamen etwas mehr überraschende Momente ins Spiel, wobei große Torchancen aus dem Spiel heraus bis zur 80. Minute weitestgehend Mangelware waren. Eine Entwicklung, die sich in den letzten Wochen bereits manifestiert hatte und vielleicht die größte Baustelle in der neuen Saison ist. Was tun, wenn Ribery und/oder Robben nicht spielen können? Wie soll die Spielanlage gegen Gegner aussehen, die – salopp formuliert – nur den Bus vor dem Strafraum parken? Wie soll das Mittelfeld hinter Lewandowski aussehen?

3. Jede Serie hat ein Ende

Es war der 05. Februar 2011 in Köln, als der FC Bayern eine 2:0 Führung noch aus der Hand gab und am Ende das Spiel mit 3:2 verlor. Knapp vier Jahre später – mit gefühlt ähnlicher medialer Stimmungslage, verlor der FC Bayern mal wieder ein Spiel in der Bundesliga nach Führung. Die Serie von 122 Spielen ist gerissen, da der FC Bayern München es nicht verstand seine eigenen Torchancen zu nutzen und sich zwei Totalausfälle in der Defensive leistete. Eventuell kann sich in zwei oder drei Wochen keiner mehr an diesen Rekord erinnern. Die Leistungen der letzten Wochen in der Bundesliga geben dennoch Anlass zur Sorge. Die Mannschaft versteht es nach eingefahrener Meisterschaft nicht mehr, wie unter Jupp Heynckes oder auch letztes Jahr unter Pep Guardiola, die Spannung zu halten. Die Sieg-Niederlagen-Quote zeigt einen deutlichen Abwärtstrend, wenn man die Monate April und Mai mit der restlichen Saison vergleicht. Spiele werden durch Aussetzer leichtfertig hergeschenkt, wie gegen Augsburg oder heute gegen Freiburg. Beide Gegner befanden sich im akuten Formtief und bekamen die Siege gegen die Münchner auf dem Silbertablett serviert. Die Sehnsucht nach dem Saisonende war wohl schon lange nicht mehr so groß wie in der aktuellen Phase – trotz gewonnener Meisterschaft und Achtungserfolgen im DFB-Pokal und der Champions League.

SC FREIBURG – FC BAYERN 2:1 (1:1)
SC FreiburgBürki – Günter, Mitrovic, Krmas, Mujdza (85. Philipp) – Schmid, Darida, Höfler, Klaus (73. Frantz) – Guédé, Mehmedi (86. Petersen)
FC BayernNeuer – Rafinha, Boateng, Benatia, Bernat – Xabi Alonso (64. Müller) – Schweinsteiger (72. Lahm), Rode (72. Thiago) – Weiser, Lewandowski, Götze
BankLucic, Martinez, Gaudino, Pizarro
Tore0:1 Schweinsteiger (13.), 1:1 Mehmedi (33.), 2:1 Petersen (89.)
KartenGelb: Guédé / –
Zuschauer 24.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Guter und ausgewogener Bericht. Echte Qualität!

  2. hoppi2001

    Guter Bericht!

    Das mit Weiser sehe ich auch so. Vielleicht geht da noch was für den Jungen.

    Das man sich auf das Saisonende freut ist zu verstehen. Da sind 14-15 Spieler seit Monaten bei einer Dreifach-Belastung. Irgendwann gehts auch nicht mehr.

    Abschließend:
    DFB-Pokal und Champions League nur Achtungserfolg????

    In beiden Wettbewerben bis ins Halbfinale!!

    Der Uli hat mal gesagt, “für den FC Bayern war es eine gute Saison, wenn der Briefkopf geändert werden muss”.

    Wer widerspricht ihm gerne???

    1. Christopher

      Abschließend:
      DFB-Pokal und Champions League nur Achtungserfolg????

      Das war eigentlich positiv formuliert. Man ist weit gekommen – und hat sich trotz der vielen Verletzten beachtlich geschlagen. Mehr war wohl nicht drin. Für mich geht daher die Saison in Ordnung.

  3. Pachinko

    Denke Bayern hat da schon einen Spieler im Auge und deshalb wird man wohl Weiser auch gehen lassen. Naja ich würd es gut finden, wenn Weiser innerhalb der Liga wechselt und wenn der noch 1-2 Schritt macht, dann kann man ihn ja in paar Jahre wieder holen.

    1. Christopher

      Warum nicht dann behalten? Ein Rafinha wird im September schließlich auch schon 30. Wenn Weiser innerhalb der Mannschaft etabliert und anerkannt ist, kann man ihn auch behalten.

      1. Pachinko

        Defensiv ist er nicht so stark deshalb würd ich schon einen anderen RV holen.

      2. Thomas

        Rechtsverteidiger gibt es nicht wie Sand am Meer. Deshalb sollte man Mitch Weiser ein weiteres Jahr anbieten. Das gibt einen Anreiz. Ich finde: Ihn trotz stark verbesserter Leistungen nicht zu belohnen, geziemt sich nicht. Bayern hat Leistung immer belohnt und sollte das auch hier tun.

  4. chicago_bastard

    “Die Mannschaft versteht es nach eingefahrener Meisterschaft nicht mehr, wie unter Jupp Heynckes oder auch letztes Jahr unter Pep Guardiola, die Spannung zu halten.”

    Letztes Jahr unter Guardiola? Und ich dachte damals gab es nach gewonnener Meisterschaft Niederlagen in Augsburg und Madrid sowie zwei peinliche Heimklatschen gegen Real und Dortmund. Schon da war es nix mit Spannung aufrecht erhalten… Komplett unverständlich wie sich der Trainer dieses Jahr dann wieder hinstellen kann und seit Wochen gefühlt jeden Tag zum Besten geben kann, dass die Bundesliga vorbei sei.

    1. Christopher

      Vielleicht verkläre ich das jetzt auch postum, aber viele Spiele wurden trotzdem mit mehr Spannung angegangen als jetzt. Vor allem weil damals ja viel rotiert wurde – wie zum Beispiel gegen Augsburg. Dieses Argument greift aber dieses Jahr nicht, daher ist die Enttäuschung bei mir um einiges höher als im letzten Jahr.

    2. Dakury

      Die Spieler brauchen nur in die Zeitung zu sehen und merken die Saison ist vorbei. Ob das der Trainer sagt oder peng. Um ihren Stammplatz brauchen sie sich auch keine Sorgen machen, druch die ganzen Verletzten nimmt ihnen den auch keiner Weg, also woher soll denn die Motivation kommen? – Nur menschlich das sie nicht zu 100 % fokusiert sind.

  5. Marco05

    Was da unverständlich ist, erschließt sich mir nicht. Den Spannungsabfall fängt man nicht mehr auf. Da kann kein Trainer der Welt und kein Mahner und sonstwer was dran ändern, das ist einfach so. Spätestens nach dem CL-Aus ist die Saison doch komplett durch. Alles was man sich im Laufe dieser Saison erarbeitet hat kommt einem halt hinten raus zu Gute. Also ich sehe auch kein Problem.

    Zumal, alles was ich heute gehört habe wurde das Spiel ja klar dominiert. Dass dan Freiburg aus 2 Chancen 2 Tore macht ist a) für uns nicht neu und b) genau dem fehlenden Prozentpunkt geschuldet. C’est la vie.

    1. dek

      Jepp, Dienstag war gefühlt wirklich der Saisonabschluss. Da kann schonn mal eine 122 Spiele-Serie reißen. ;-)
      Freiburg hatte aber auch so viel Pech in den letzten Wochen (letzte Woche der Last Minute Ausgleich vom total unterlegenen HSV) da mussten sie eben diese Woche mal Glück haben, geht schon in Ordnung.

  6. TrippleX

    Ich denke der akuelle Ausfall von Robben, Ribery und Alaba kann nicht mehr als Grund für die teils sehr ‘unansehnlichen’ Spiele herhalten. Alaba war bereits in der Hinrunde verletzt und Ribery hat kaum mehr als drei Spiele am Stück gespielt, bevor er wieder verletzt war. Als einziger wäre hier Robben zu nennen, der uns wirklich fehlt.
    Vielmehr muss man die Frage stellen, wieso es Guardiola nicht geschafft hat in den knapp zwei Monaten ein funktionierendes System zu schaffen. Es kann doch nicht sein, dass alles an Robben hängt. Seit einiger Zeit ist zu sehen, dass defensives Mittelfeld und Offensive meilenweit voneinander entfernt sind. War es in der Hinrunde oft wie Handball um den 16er, so spielen wir jetzt Handball um den Mittelkreis. Die Aufstellungen sind teils extrem defensiv und trotzdem werden wir von wirklich jeder Mannschaft ausgekontert. Also wozu defensiv, wenns offensichtlich nichts bringt? Und wenn man das schon so spielt, dann muss man eben weg von Ballbesitz und auf Konter spielen. Leider funktioniert das Umschaltspiel überhaupt nicht mehr. Konter werden nur zögerlich angegangen, teils wird spaziert. Wie soll man da zu Torerfolgen kommen? Dann gibt es wieder ewiges Ballgeschiebe in der Abwehrreihe und letztlich ein langer Pass ins nichts. Würde man den Ballbesitz im eigenen Feld abziehen, sähe die Statistik sich nicht mehr rosig aus.
    Wenn eines in dieser Rückrunde klar wurde, dann dass das jetzige System nicht mehr ausreicht, um irgendeinen Gegner zu überraschen. Die Verantwortlichen bekräftigen zwar ihr Vertrauen gegenüber dem Trainer, aber gefallen dürften ihnen die letzten Wochen nicht haben.

    1. weggis

      Stimme Dir voll zu………

  7. kurt

    Boar die Saison sell endlich rum sein. Hab mittlerweile auch echt kein Bock mehr von den ganzen Pep-Hatern zu lesen, bei denen sich dümmliche Deutschtümelei mit latentem Rassismus mischt. Und ständig wird der gleiche Müll wiederholt.

    Hatte immer gehofft bzw. geglaubt beim FC Bayern und seinen Fans wäre das anders.

    Mich kotzt es auf jeden Fall an. Ihr next.

    #InPepWeTrust

    1. Pachinko

      Klar übertreiben viele aber ein wenig Kritik ist ja auch erlaubt nur hat man dieses Jahr die Verletzungen als Alibi. Letztes Jahr gab es auch diesen Leistungsabfall. Nächste Saison wird es neue Transfers geben, die Verletzten kommen zurück, man hat die komplette Vorbereitung und hoffentlich bekommt man die Verletzungen in den griff, da wird es keine Ausreden geben dürfen. Klar erwarte ich nächstes Jahr nicht das Triple aber gegen die Top-Klubs spiele auf Augenhöhe.

      1. kurt

        Das erwarte ich doch auch. Mich regen die 3 Niederlagen nacheinander auch auf. Ist unnötig. Aber dieses Mantra von vielen (nicht unbedingt hier) ist einfach nervig. Man muss doch nicht jede Woche den gleichen Mist aufwärmen (Peps Taktik, Götze, fehlendes Ernstnehmen der Liga), wenn die Dinge eigentlich schon alle geklärt wurden.

    2. förb

      komisch, also gerade hier im blog hab ich noch nix deutschtümeliges oder latent rassistisches gelesen.

      pep ist spanier (baske?), ich weiß noch nicht mal ob man da von *rassismus* sprechen könnte…

      für mich zb ist er einfach der trainer. mir ist es latte, ob er spanier ist, deutscher oder eskimo. ob seine haut weiß ist, schwarz, gelb oder irgendeine mischung, und ich behaupte, das geht hier den meisten genau so

      ich denke vielmehr, dass es *Pep-Lover* gibt, die dem mann schlicht und einfach ALLES verzeihen, weil….. i don’t know. weil er chuck norris ist oder so. i don’t f k.

      mir fällt auf, dass die mannschaft zum zweiten mal in folge zur wichtigsten saisonphase außer form ist; das finde ich sollte man kritisieren dürfen.

      1. Thomas

        pep ist spanier (baske?)
        Pep ist Katalane. Mit Spanien wollen die Katalanen am liebsten nichts zu tun haben; sie träumen wie die Basken von der Unabhängigkeit. Die Basken wurden allerdings gewalttätig und bombten. Aus Katalonien kennt man jedoch keine ETA …

  8. Thomas

    Nicht die fehlende Wettkampfhärte ist es, dieser sogenannte “Spannungsabfall”. Was mir Sorgen bereitet, ist das luschige Spiel im Verteidigungsdrittel. Das Defensivkonzept steht nicht mehr! (Oder es wird von den Spielern nicht mehr umgesetzt.) Bernat verliert den Ball, aber stochert dann höchstens halbherzig nach. Dann geht der nächste Mann (Benatia?) nicht in die Lücke, hilft nicht! Schließlich ist Boateng die ärmste Sau und kann nur zusehen, wie der Ball in den Maschen landet.

    Auch Schweinsteigers “Pass” zu Rode (vor dem 1:1) war eine Katastrophe. Einfach luschig, schludrig und Rode hat keinerlei Chance, den Ball zu kriegen oder anderweitig zu reagieren.

    An diesen Dingen muß ganz stark gearbeitet werden!! Da waren wir schon mal viel weiter. Im Vergleich zur Hinserie kriegen wir sehr viel mehr Gegentreffer und dies liegt nur zum Teil an den Innenverteidigern. Die Abwehrarbeit ist unterirdisch, wenn man sie mit der Hinrunde vergleicht!

  9. Miasanreich

    Was macht Ihr Euch Gedanken. Die Saison ist gelaufen und es interessiert keine Sau ob die letzten Spiele gewonnen werden. Egal ob es im Abstieg zu Verzerrungen führt.

  10. Hero991

    Mit Weiser sollte man unbedingt verlängern weil er inzwischen einfach sein Potenzial zeigt. Man kann ja verlängern und verleihen für 1 bis 2 Jahre. Später kann man sich die Entwicklung angucken und nochmal sich zusammen setzen.

    Die Frage ist wie man wohl auch mit Kimmich, Rode und Lahm in der Zukunft plant, die ja in der Regel Mittelfeld spielen aber auch als Rechtsverteidiger schon Erfahrung gesammelt haben.

    Bei Punkt 2 bzgl Rode und Schweinsteiger muss ich euch (leider) zustimmen. Vielleicht lag es auch wieder an Schweinsteiger und Alonso, die nach einen schwierigen CL Spiel einfach Müde waren. Das Barca Spiel darf man nicht vergessen. Die Mannschaft wirkte sehr Müde insgesamt.

    Die Niederlage stört mich eigentlich nicht so sehr. Nach dem Ausscheiden gegen Dortmund im DFB Pokal und gegen Barca in der Champions League, sind die restlichen zwei Spiele in der bereits gewonnen Meisterschaft für mich wie Freundschaftspiele wo man von mir aus Gaudino, Weiser, Kurt und Scholl Jr. Spielpraxis geben sollte.

    Kein Klub im Keller von Wettbewerbsverzerrung reden

  11. Osrig

    ach ja, doof ist das alles mittlerweile schon! Aber ich möchte nicht meckern, denn: Nicht nur, dass die Saison mit der gewonnenen Meisterschaft und dem HF-Abschluss in Pokal und CL nachvollziehbar einen Motivations- und Leistungsknick mit sich bringen kann, wir dürfen nicht vergessen, dass fast die ganze Mannschaft aus Nationalspielern besteht, welche die WM gespielt haben, und weder davor noch danach wirklich Erholung hatten. Im Grunde spielen die Jungs seit 2 Jahren durch. Da darf man doch zum Ende hin etwas schwächeln, oder?
    Natürlich ärgern mich die Niederlagen, vor allem das Aus gegen den BVB schmerzt immer noch, aber ich habe bei keinem unserer Spieler den Eindruck, er lasse sich hängen. Das man nicht mehr mit letztem Einsatz geht und dazu neigt, einen Schritt weniger zu gehen und auch geistig nicht mehr hochkonzentriert zu Werke geht, ist nachvollziehbar. Übrigens, gegen Freiburg hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen, da bin ich nicht, wie sonst üblich, bei Gegentoren fluchend und schimpfend im Wohnzimmer herumgesprungen. Als Hamburger Jung und St. Pauli-Sympathisant gönne ich den “Stellingern” von Herzen den Abstieg! Da ist der Freiburger Sieg hilfreich und ich kann ausnahmweise diese Niederlage verschmerzen.
    Sorgen bereitet mir allerdings tatsächlich die Einfallslosigkeit im Spiel nach vorn und in der Anfälligkeit in der Abwehr. Ich vermute, auch hier liegt es einfach an “Akku leer!”, wenn das Mittelfeld nicht konsequent mit nach hinten arbeitet, sondern luschig spielt, dann ergeben sich automatisch gute Gelegenheiten für den Gegner. Ich bin daher noch nicht bereit, Trainer und System in Frage zu stellen, sondern baue auf eine ausreichende Erholungsphase unserer Mannen und eine gute Vorbereitung auf die neue Saison, gern auch mit dem ein oder anderen namhaften Neuen^^

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