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Round-Up: Michael Rummenigge

Zwei Siege zum Auftakt und trotzdem viel Unruhe beim FC Bayern vor dem schweren Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Wir tragen Links zusammen und widmen das Roundup Michael Rummenigge.

Aus Lippstadt folgte der damals 17-Jährige seinem Bruder nach Bayern. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten, bei denen sicher auch der gute Ruf von Karl-Heinz eine Rolle spielte, kam er erst Ende der Saison 1982/83 zu seinem Bundesliga-Debüt. In der Folgesaison etablierte Rummenigge sich: In 33 von 34 Partien kam er zum Einsatz und erzielte 11 Tore. Bis 1988 lief der Westfale insgesamt 152 im roten Trikot auf und steuerte mit 44 Toren einen nicht unwesentlichen Anteil zu fünf Titeln bei. Den Preis für seine guten Leistungen im roten Trikot musste Rummenigge nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund zahlen. Letztendlich jedoch setzte er sich durch und wurde unter Trainer Ottmar Hitzfeld sogar zum Kapitän. Mit dem BVB holte er zudem den DFB-Pokal. Der Lippstädter ließ seine Karriere schließlich in zwei Jahren bei den Urawa Red Diamonds in der japanischen J-League ausklingen.

Heute ist der gelernte Bankkaufmann als Spielerberater tätig, seine Agentur betreute bis 2015 unter anderem Jerome Boateng. Zudem ist Rummenigge Leiter einer Fußballschule. Wir gratulieren zum 50. Geburtstag!

Presseschau

Katar-Berichterstattung

Gefühlt ist die Diskussion über den Sponsoren-Deal mit der katarischen Flughafengesellschaft auf Grund Verletztenmeldungen und Transferneuigkeiten schon wieder ein bisschen her – wir möchten sie an dieser Stelle noch einmal aufgreifen. Lesenswerte Kommentare zum umstrittenen Deal kommen in Person von Peter Ahrens bei Spiegel Online und von Christian Spiller bei Zeit Online. Bei 11Freunde befasst man sich derweil mit den Meinungen von Fans. Währenddessen berichtet Mutti der Libero schon vom nächsten Partner, der für Diskussionen sorgen könnte…

Offener Brief von Breitnigge

Auch Blogger-Urgestein Breitnigge beschäftigt sich mit dem Thema Katar. Das langjährige Vereinsmitglied hat seinem Ärger nun in einem offenen Brief Luft gemacht, der von Bayern-Fans mitgezeichnet werden kann.

Coman auf Platz 1

Die italienische Fachzeitschrift Gazzetta dello Sport widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe den 50 vielversprechendsten Talenten mit Geburtsjahr ab 1996. Angeführt wird die Liste von Kingsley Coman – der Münchner verweist Sane und Tielemans auf die Plätze. Ansonsten finden sich allerdings keine Gewächse aus der FCB-Jugend auf der Liste. Das sollte sich in den nächsten Jahren nach Möglichkeit wieder ändern.

Iwabuchi verlängert, Abbe im Portrait

Gute Nachrichten von den FCB-Frauen: Mana Iwabuchi hat ihren Vertrag in München bis 2018 verlängert! Die Japanerin, die seit 2014 für den FCB aufläuft, ist nach ihrer langwierigen Verletzung wieder auf dem Weg zurück in die Mannschaft. Wer den Frauen-Kader noch einmal besser kennenlernen möchte, sollte ab und an beim Youtube-Kanal vorbeischauen. In der aktuellen Ausgabe stellt sich Caroline Abbé vor. Bei den FCB-Frauen auf Youtube gibt es zudem Berichte aus dem Trainingslager in Spanien.

Timon Pauls leitet Jugendscouting

Die SZ portraitiert den neuen Chefscout der Bayern-Jugend. Timon Pauls ist 23 Jahre alt, kommt von den Löwen und wurde von Uli Hoeneß persönlich ausgewählt. Bemerkenswert.

Lahm-Hommage

“These Football Times” beschäftigt sich in einer langen Chronologie mit über 10 Jahren Philipp Lahm beim FC Bayern.

Transferdeadline-Zeit

Neben dem Serdar Tasci-Wechsel, den wir hier und im Podcast analysiert haben, gab einige andere spannende Texte zur Deadline. Der Deutschlandfunk beschäftigt sich mit der aggressiven Transferpolitik der chinesischen Liga. Die SZ beschäftigt sich mit einer ruhigen Wintertransferperiode und erwartet ein Transferfeuerwerk im Sommer wenn der englische TV-Deal Wirkung zeugt. Interessant in diesem Kontext wird auch die Vergabe der Bundesliga TV-Rechte. Auch Discovery zeigt sich hier offenbar interessiert.

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Leserkommentare
  1. Lukas G.

    Wird Jerome nicht von Jay Z’s Agentur beraten?

    1. Steffen

      Rummenigges Agentur beriet ihn bis 2015. Dann übernahm die Agentur von Christian Nerlinger. Jay Zs Agentur ist eher für die Vermarktung und den englischsprachigen Markt zuständig.

  2. Minanda

    Über den Artikel von Mutti, der Libero musste ich ja laut lachen. :D

  3. “Den Preis für seine guten Leistungen im roten Trikot musste Rummenigge nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund zahlen.” Den Satz verstehe ich nicht. Fehlt da nicht ein erläuternder Satz im Anschluss? Inwiefern musste er den Preis zahlen?

    1. Jo

      Rummenigge war anfangs, gelinde gesagt, nicht gerade ein Publikumsliebling in Dortmund. Das hatte aber wohl weniger mit seinen Leistungen für Bayern zu tun sondern damit, dass er in den 80-ern als der Prototyp des schnöselig-arroganten Jungstars galt. Das kam gerade beim “Arbeiterverein” nicht so gut an.

  4. Habt Ihr bei Miasanrot eigentlich auch eine Meinung zum Thema Katar? Mit Eurer Reichweite könnte man vielleicht mehr bewegen, als wenn sich ein paar Leute auf Twitter äußern.

    1. Servus Gunnar, ich für meinen Teil bin aus dem Verein ausgetreten und habe meine Beweggründe ganz grob an dieser Stelle skizziert. Von Seiten des Vereins gibt es ein Gesprächsangebot von Christopher Keil, das ich gerne in nächster Zeit wahrnehmen möchte. Ganz wohlig ist keinem von uns bei dem Thema. Am schwierigsten ist eigentlich die Frage zu beantworten, wo man welche Grenze zieht. Intern haben wir dazu viel diskutiert. Was ist ein legitimer Sponsor (egal ob in Deutschland oder außerhalb), welche Zwänge sind real, welche vorgeschoben? Welche Konsequenzen muss man ziehen, wenn die Grenzen überschritten werden. Auch in der (Wirtschafts-)Diplomatie stehen sich ja Strategien wie Embargo oder Wandel durch Handel gegenüber. Welche gesellschaftliche Verantwortung trägt ein Sportverein? Welche Verantwortung trägt ein Global Player, ein internationaler Konzern? Sind katarische Wirtschaftsunternehmen und der Staat gleichzusetzen? Was für ein Club möchte der FC Bayern sein? Folgen auf Ankündigungen Taten oder sind es nur Mundbekenntnisse? Kann man eine solche Partnerschaft eingehen und darin Kritik üben? Möchte der Verein das überhaupt? Hat der Verein ein Bewusstsein für die Ausmaße seines Handelns? Da keiner von uns die abschließende Wahrheit gefunden hat, tun wir uns mit einem aufarbeitenden Artikel (auch zeitlich) schwer.

      1. Jo

        Das Statement gefällt mir. Warum? Wegen den vielen Fragezeichen!
        Ich jedenfalls wundere mich wie leichthändig so viele bei einem derart komplexen Thema zu ihren Urteilen kommen. Kann ich gut verstehen, dass man sich schwer tut da mal nebenher was zusammen zu schreiben.

      2. Hi Jolle,
        mir ist halt aufgefallen, dass dieses Thema bisher höchstens in der Presseschau auftaucht.
        Es braucht ja auch nicht gleich die große Aufarbeitung oder abschließende Beurteilung sein, aber genau die vielen Fragen, die Du gerade aufwirfst, bieten doch reichlich Stoff für einen ausführlichen Beitrag.
        In den sportlichen Analysen bewertet Ihr ja normalerweise auch nicht richtig oder falsch, von daher würde ich das auch in einem Artikel zum Thema Katar usw. nicht erwarten.
        Mir der vermutlich großen Reichweite dieser Seite könnte man zumindest auch manche Leser sensibilisieren, denen es sonst nur um den sportlichen Aspekt geht und das restliche Handelns des Vereins egal ist.
        Würde mich freuen!

      3. Kleines Update: Das Gesprächsangebot hat sich als Politik-Erläuterungs-Ablade-Angebot entpuppt. Ich hätte mich mit meinen Erkenntnissen nicht öffentlich äußern dürfen. Kein Tweet, kein Kommentar, kein Blogpost, denn für “Öffentlichkeitsarbeit” sei der “Leiter Public Affairs” nicht zuständig. Ich habe verzichtet.

  5. Zum “Offenen Brief von Breitnigge”, in dem er sich mit dem Katar-Thema beschäftigt:

    Viele seiner Argumente kann ich absolut nachvollziehen, auch wenn ich persönlich eine etwas andere Meinung zu diesem Thema habe.

    Was mir aber in jüngerer Vergangenheit immer wieder aufstößt, ist, dass die Geschichte unseres FC Bayern doch für bestimmte Zwecke leicht umgeschrieben wird, und diese “getürkten Versionen” werden dann sogar instrumentalisiert.
    Im Breitnigge-Beitrag betrifft das v.a. die Passage:
    “….dass ausgerechnet der FC Bayern, als Verein mit einer großen jüdischen Tradition – zu der sich der Verein ja (inzwischen) bekennt und diese lebt („Kurt-Landauer-Platz“, Ausstellungen israelischer Künstler in der Allianz-Arena, etc.) – mit Ländern wie Katar geschäftliche Beziehungen unterhält. Einem Land, welches Israel – gelinde gesagt – ablehnt und u.a. israelischen Sportlern die Einreise verwehrt.”
    Diesen “Blödsinn” (sorry für den Ausdruck) habe ich bereits mehrfach lesen müssen, aber weitere Wiederholungen machen das Ganze nicht “wahrer”, sondern eher mich ärgerlicher!
    Auch wenn bei den Gründungsmitgliedern am 27.02.1900 wohl Juden dabei waren, es waren wohl auch Katholiken und Protestanten und vielleicht sogar Atheisten dabei. Dies spielt(e) aber nicht die geringste Rolle. Denn das Wichtige für den Stolz auf den Verein war die tradionell gelebte Toleranz des Vereins – dabei spielten Glaube, Konfession, Staatszugehörigkeit gar keine Rolle. Der FC Bayern war schon früh ein toleranter und moderner Verein, welcher u.a. schon in den 30er Jahren auf renommierte ausländische Trainer setzte. Das mit der “jüdischen Tradition”, andere sprechen sogar von “jüdischen Wurzeln” ist einfach falsch und dient (siehe Breitnigge) zur Instrumentalisierung!
    Übrigens – auch wenn der Film die tatsächliche Biografie leicht verfälscht dargestellt hat – kommt dabei schon eindeutig zum Vorschein, dass auch Landauer selbst sich viel weniger als Juden, sondern vielmehr als Bayern bzw. Münchner gesehen hat. (Filmzitat: “Was will ich in Amerika, hier ist meine Heimat!”).
    Man kann durchaus stolz auf diese Episode des Vereins sein, auch auf die Mannschaft (zu dem Zeitpunkt alles “Nicht-Juden”), die aus Solidarität zu Kurt Landauer bei einem Freundschaftsspiel in der Schweiz “zur Belohnung” von den Nazis an die Front geschickt worden ist – aber bitte bitte: Vergesst das mit der “jüdischen Tradition”. Oder käme irgendjemand auf die Idee, dem FCB auch eine “katholische Tradition” anzudichten, obwohl er in der Hauptstadt des katholischen Bayerns beheimatet ist?!

    Insgesamt beinhalten die Diskussionen um dieses Thema aus meiner Sicht auch häufig ziemlich viel Scheinheiligkeit (vlt. auch Unwissen). Selbst habe ich zum Trainingslager folgenden Beitrag geschrieben https://petersgradmesser.wordpress.com/2016/01/13/katar-trainingslagerdebatte-und-jaehrlich-gruesst-das-murmeltier/ … Ist allerdings nicht “upgedated” hinsichtlich des “Doha Airport Deals”.

    Aber insgesamt schon erstaunlich, wie wenig die eigenen Fans und Mitglieder den Ankündigungen vom Vorstandsvorsitzenden KHR vertrauen, welcher “Dialog und soziale Projekte” in Katar angekündigt hat … Daran muss er sich natürlich zukünftig messen lassen und sollte daran erinnert werden, sollte da tatsächlich nichts passieren. Dann hätte er auch in mir einen scharfen Kritiker – ich mag leere Versprechen gar nicht!

    1. Jo

      @Peter: Zu deinem letzten Absatz. Ich habe gar nicht den Eindruck, dass das eine Frage des Vertrauens ist, sondern dass der Punkt leider völlig ignoriert wird.
      Dabei halte ich das für eine der spannendsten Fragen überhaupt bei dem Thema.
      Was stellt sich der Verein vor? Welche Projekte sind da eigentlich geplant, oder schon in der Pipeline? In welchen Zeithorizonten und Dimensionen denkt man?
      Solche Punkte zu beleuchten und da dran zu bleiben, wäre imo eine der edleren Aufgaben des Journalismus. Aber der erschöpft sich ja leider darin alle Welt mit Peps Vertrag, oder dem Errichten von albernen Maulwurfshügeln zu nerven.

      1. @ Jo: Ganz ehrlich, wenn mir z.B. eine größere Fanvereinigung (wie z.B. der Club Nr. 12) dazu die Unterstützung zusagt, dann kümmere ich mich persönlich um diese journalistische Angelegenheit! Hierbei geht es um die Glaubwürdigkeit des Vereins, und wie man erkennen kann, ist diese für eine nicht geringe Menge an Fans und Mitgliedern wichtig … vielleicht sogar einmal, wenn es um die Zukunft des Vereins geht.
        Ich will nicht darauf rumreiten, dass ich ein MÜNCHNER Bayernfan bin, aber speziell mir (und all meinen einheimischen Kumpels) ist der (“unbandige” ;-) ) Stolz auf den Verein (und auch bekanntermaßen die Stadt) sehr wichtig. Das ist uns Münchnern eigen. Wenn das – aus welchen Gründen auch immer – verloren geht, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass der Verein ein ganz anderes “Identifikationsproblem” hat, als wenn selbst ein “Fußballgott” den Verein verlässt!! ;-)

      2. Das mit dem “Stolz auf den Verein” kann man sicher (hoffentlich!) auch auf die meisten anderen Nicht-Münchner Fans übertragen … aber von den Münchnern weiß ich es ganz gewiss!
        Dieses Reflektieren der eigenen Fans (im Gegensatz zur blinden Gefolgschaft) hat doch selbst einmal Matthias Sammer sehr positiv hervorgehoben. Konstruktive Kritik am eigenen Verein kann auch nicht als “Liebesentzug” gewertet werden, sondern ganz im Gegenteil ist es doch eher ein Beweis, wie sehr einem dieser am Herzen liegt (genau wie bei allen anderen Freundschaften auch).
        Wenn im Breitnigge-Beitrag von “jüdischen Traditionen” des Vereins gesprochen wird, kann ich dem nur widersprechen. Wenn ich aber sicher zurecht behaupte, dass der Verein “intellektuelle Wurzeln” hat und die Gründungsmitglieder im gewissen Maß der Bourgeoisie zuzuordnen waren, dann weiß ich nicht, ob die heutzutage gut an- und rüberkommt ;-) ;-)

    2. daniel

      Ich finde schon, dass man von einer jüdischen Tradition oder Vergangenheit sprechen kann. Die ersten 50 Jahre in denen der Verein bestand waren eine Zeit, in der Juden in Deutschland (und nicht erst ab 1933) in Sportvereinen ausgegrenzt und zum Teil auch ausgeschlossen wurden. Da ist es schon eine Besonderheit, wenn ein Verein Jahrelang einen jüdischen Präsidenten hatte und überproportional viele jüdische Spieler. Bei einer guten halben Millionen Juden im damaligen Deutschen Reich im Vergleich zu über 70 Millionen Katholiken, Protestanten und Atheisten die du ansprichst kann man das schon hervorheben. Das gleiche gilt übrigens für die von Walther Bensemann gegründeten Vereine und den “Kicker”. Die müssen ja deswegen nicht jeden Samstag frei machen, zum Shabbes ne Kerze anzünden und alle mit Kippa spielen, damit der Verein das Label “jüdisch” verdient hat. Gerade im Vergleich zu den Blauen, die in der NS-Zeit von Staatsseite sehr unterstützt wurden, ist es find ich nicht zu weit hergeholgt, die jüdische Tradition des FCB zu betonen.

      1. @ Daniel: Das soll jetzt bei der Ernsthaftigkeit der Thematik nicht respektlos klingen, aber was den deutschen Fußball im allgemeinen und den FC Bayern im speziellen (inkl. seiner Gründung am 27.02.1900) in den Anfangsjahren betrifft, ging es weniger um die Ausgrenzung der Juden aus den Fußballvereinen, sondern vielmehr um die Ausgrenzung des Fußballs aus den Sportvereinen. Er wurde von den “Turnern” (nicht nur den Münchnern ;-) ) nahezu gemobbt und als “Affensport” bezeichnet. Mag aber durchaus sein, dass man deswegen allgemein (nicht nur beim FC Bayern) im deutschen Fußball viele Juden fand.

        Dein Statement, welches mit “… damit der Verein das Label “jüdisch” verdient hat” verwundert mich ein bisschen. Ist es eine Auszeichnung für einen Sportverein, sich das “Label jüdisch” zu verdienen?? Ich ersetze das anzustrebende Label auch hier mit “Label Toleranz”. Und wenn ich das tue, zeige ich hoffentlich auch, dass ich wegen derartigen Äußerungen und Gedankengängen nicht ansatzweise in die Ecke Antisemitismus gesteckt werden kann. Ich selbst habe mich übrigens in Israel sehr wohl gefühlt und war von Land und Leuten begeistert!

        Bei den Zahlen der Juden im Deutschen Reich musst du wahrscheinlich noch einmal nachschauen ;-)

        Dieser interessante Artikel passt übrigens ganz gut zu meinen Thesen http://www.bpb.de/izpb/8763/juden-im-deutschen-fussball

      2. daniel

        @Peter
        Also erstmal zur Zahl der Juden:
        https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/einfuehrung.html.de?page=2
        Da ich nur grob über die Zeit von 1900-1945 gesprochen hab ist die halbe Million bis zur Vertreibung und Vernichtung ne angemessene Schätzung, aber das ist auch nicht der Punkt.

        Du hast sicher recht, dass die “Hauptkampflinie” vor 1933 eher zwischen Fußball und anderen Sportarten ablief. Trotzdem gab es soweit ich das noch aus einer öffentlich-rechtlichen Doku erinnere auch vor 33 schon Ausgrenzung aus Sport- und auch Fußballvereinen. Aber auch das ist find ich nicht der entscheidende Punkt, sondern eher folgendes:
        Der Verein ‘brüstet’ sich seit einigen Jahren mit dem jüdischen Label, ich glaube weniger weil die Verantwortlichen damit viel am Hut haben, sondern weil es eine gute Gelegenheit ist, relativ schmerzlos ohne in Deutschland irgendwo anzuecken soziales Engagement, politische Verantwortung, etc. pp (setz eine Luftblase ein, die dir gefällt) zu zeigen. Gerade in den sozialen Netzwerken hat dieser Aspekt dem Verein auch viele Sympathisanten beschert. Nur ein Beispiel aus diesem Jahr:
        http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24295
        Wenn du mich fragst ist das alles zumindest von Vereinsseite nicht wirklich ernst zu nehmen sondern einfach aktuell politisch opportun und bequem. An dem Punkt hast du auch recht, das label ‘jüdisch’ sollte eigentlich nichts bringen oder cool sein. Aber in der Realität ist es aktuell so. Hier ist aber der springende Punkt: Man kann sich nicht auf der einen Seite moralisch mit der jüdischen Geschichte schmücken und dafür feiern, wie weltoffen und tolerant der Verein schon immer war (obwohl die aktuelle Vereinsführung um UH, KHR, KH damit nicht so furchtbar viel zu tun hat/hatte) und zugleich über ein Trainingslager, die Platinpartnerschaft, etc. eine so enge Verbindung zu einem Land wie Qatar haben, das zumindest indirekt islamistischen Terror finanziert, israelischen Sportlern die Einreise ins Land verweigert, Menschenrecht mit Füßen tritt, usw. Also man kann es schon wie man aktuell sieht, aber ich finde man sollte hier ehrlicher sein und sagen: Uns sind Geschäftsbeziehungen und Fanpotential in der arabischen Welt wichtig, dann brüsten wir uns lieber nicht übermäßig mit der jüdischen Vergangenheit (und am besten auch nicht mit dem Label ‘Toleranz’ das du vorschlägst). Aber gerade deshalb find ich es wichtig und wie oben dargelegt auch nicht unpassend, wenn gerade die Ultras immer wieder auf Kurt Landauer und die jüdischen Teile der Geschichte des FCB aufmerksam machen, weil das auch als Grundlage genutzt werden kann, um den Verantwortlichen z.B. in der Qatar-Frage ein bischen genauer auf die Finger zu schauen.

  6. Smasher

    Hätte man mich gefragt, hätte ich wohl auch eher einen anderen Sponsor gewählt, der zwar nicht so viel Geld bringt aber dafür auch nicht so polarisiert. Aber so läuft es nunmal nicht. Als Wirtschaftsunternehmen(Verein) wäre es einfach dumm sich nicht mit Katar, Dubai und China zu beschäftigen.
    Keiner von uns weiß was in dem Vertrag drinsteht aber wieso deshalb direkt das schlimmste annehmen? Mal abgesehen davon, dass die wahrscheinlichen Änderungen in Katar eh mindestens noch ein Jahr dauern bis wir davon was sehen habe ich keinen Grund anzunehmen, dass unser Verein den Flughafen dazu verpflichtet hat eine Art Vorreiter Rolle in Katar einzunehmen.

    @Joelle
    In meinen Augen hast du kein Recht mehr darauf Fragen zu stellen, weil du dich mit deinem Austritt klar positioniert hast. Du hast deine Meinung direkt abgegeben, mit dem Austritt. Versteh mich nicht Falsch, ich hab kein Problem damit, dass du diese Meinung vertrittst aber das hat ein bisschen was von – erst Handeln dann Denken. Du urteilst schon im vorhinein über die Absichten von Bayern München und des neuen Sponsors ohne denen auch nur ein bisschen Zeit zu lassen. Meiner Meinung nach wird das wie gesagt mindestens ein Jahr dauern bis man da was sieht aber ich gebe denen die Zeit und springe nicht auf Vorurteile auf.

    Wie gesagt, dass ist kein persönlicher Angriff, ich finde es gut wenn Leute ihre Meinung vertreten aber man kann nicht auf der einen Seite sich zu einer Sache komplett verschließen aber auf der anderen Seite Aufklärung fordern.

    1. Smasher

      *2.Absatz: Mal abgesehen davon, dass die wahrscheinlichen Änderungen in Katar eh mindestens noch ein Jahr dauern bis wir davon was sehen, habe ich keinen Grund anzunehmen

      Eine Editierungsfunktion von Beiträgen wäre noch ganz nützlich für die Kommentare :)

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