Lennart Preiss / Bongarts / Getty Images

Boateng fällt lang aus

Es war die 56. Spielminute in Hamburg, als sich wohlmöglich schon ein Teil der noch jungen Rückrunde entschieden hat. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich der Hamburger verletzte sich Jerome Boateng bei einer Klärungsaktion an der eigenen Eckfahne. Bereits Bruchteile nach dieser Szene deutete Boateng das “Auswechselzeichen” in Richtung Bank an.

Zurück in München wurde der 27-Jährige mittlerweile ausführlich untersucht und die Befürchtungen haben sich bestätigt. Der Innenverteidiger zog sich eine Muskelverletzung im linken Adduktorenbereich zu und muss nun eine längere Pause einlegen. Das ergab eine Kernspintomographie am Samstag. Der Verein hielt sich überraschenderweise deutlich zurück und sprach auf Twitter, wie auf der Homepage, nur von einem längeren Ausfall:

Medial hingegen wurde gestern Nacht von bis zu drei Monaten Ausfallzeit gesprochen. Eine Rückkehr gäbe es für Boateng dann frühestens Mitte/Ende April. Also rund um den 31. oder 32. Spieltag (Hertha & Gladbach). Gleichbedeutend mit möglichen Halbfinalspielen in der Champions League.

Die sportlichen Folgen

Boateng ist ein Schlüsselbaustein in dieser Mannschaft. Maximal Neuer, mit Abstrichen Lewandowski und Müller fallen in diese Kategorie. Ein Ausfall von ihnen zerstört das Gesamtkonstrukt, da der FC Bayern trotz eines breiten Kaders ihre Qualität nicht gleichwertig ersetzen kann. Nicht umsonst wählte ihn die Miasanrot-Redaktion zum Spieler des Jahres 2015. Gerade in der Innenverteidigung haben die Münchner in dieser Saison bereits mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen gehabt. Benatia und Badstuber konnten nur bei 6 von 18 Bundesliga-Partien mitwirken, Martinez erst ab dem fünften Spieltag spielen und wurde Langezeit nur äußerst dosiert eingesetzt. Hinzu kommen Dante und Kirchhoff, die beide für “zu leicht” bemessen wurden und den Verein im Sommer bzw. jetzt im Winter verlassen haben.

Jerome Boateng war die Konstante innerhalb des Abwehrverbundes – unabhängig, ob die Münchner mit Dreier- oder Vierkette gespielt haben. Diese Beständigkeit zahlte sich aus. Boateng avancierte im Herbst in vielen Spielen zum heimlichen Matchwinner, wie etwa beim 5:1 Sieg der Münchner über Dortmund, als er den FC Bayern mit zwei langen Bällen auf die Siegesstraße brachte. Im Schnitte spielte Boateng in dieser Saison 7,4 lange Bälle pro Partie. Das sind mehr 2,6 als Torhüter(!) Manuel Neuer und 3,3 mehr als der nächste Feldspieler Xabi Alonso. Diese Qualität im Spielaufbau bricht nun weg. Genauso wie die im Schnitt 72% gewonnen Zweikämpfe – die beste Quote in der Bundesliga.

Guardiola wird Lösungen suchen müssen

In der Bundesliga musste Gaurdiola bisher nur am dritten Spieltag auf Boateng verzichten. Angesichts vieler weiterer Verletzungen spielte damals Alonso zentral in der Dreikette. Wahrscheinlich dürfte folgendes weiterhin die bisherige Lösung sein: Dreier/Vierkette mit Alaba und nun Martinez und Badstuber oder Benatia. Badstuber könnte dabei die Aufgaben im Spielaufbau übernehmen. Dennoch hat der 26-Jährige noch einen weiten Weg vor sich. Das hat auch das Spiel gegen Hamburg gezeigt. Gegen offensiv ziemlich harmlose Gastgeber zeigte er in einigen Aktionen Licht und Schatten. Es fehlt ihm nach wie vor immer noch an der Fitness bzw. Spitzigkeit. Der Ausfall von Boateng könnte Benatia endlich in eine stärke Rolle drängen, wenn er gleichwohl über längere Zeit verletzungsfrei Fußball spielen kann. Dieses ist ihm in bisher 1 1/2 Jahren FC Bayern noch nicht gelungen. De facto gibt es bei zwei von drei verfügbaren Innenverteidigern aktuell mehr als nur ein Fragezeichen.

Aufgaben für den Verein

Es war schon ziemlich auffällig, wie defensiv der FC Bayern den langen Ausfall von Boateng kommunizierte. Dies würde dafür sprechen, dass der FC Bayern um Matthias Sammer und Michael Reschke im Hintergrund bereits den Markt sondiert. Die Verletztensituation in der Abwehr ist zwar noch nicht besorgniserregend, allerdings müssen nun Badstuber und Benatia ohne Probleme die nächsten Wochen und Monate überstehen – und das zunächst bei fortlaufender Dreifachbelastung. Denkbar ist daher, dass ein Transfer zumindest nicht mehr auszuschließen ist. Allerdings ist das Anforderungsprofil hoch und der Markt durch Champions-League-Einsatzregel sehr beschränkt. Innerhalb des eigenen Nachwuchs zeichnet sich definitv keine ernsthafte Alternative ab, die zumindest in der Bundesliga bei einigen Spielen Minuten sammeln könnte.

Gleichzeitig zeigt sich, dass der Verein das Problem der Verletzungen noch immer nicht in den Griff bekommen hat. Natürlich waren die Ausfälle von Rafinha und Boateng im Kalender 2016 durch physische Einwirkungen der Gegenspieler geschuldet. Dennoch gehen die Probleme in der Saison 2015/16 fortlaufend weiter. Hier Bedarf es schnellstmöglich einer Analyse bei Trainingssteuerung, Belastungsmanagement und medizinische Betreuung. Je früher die Ursachen für die vielen Verletzungen auf Seiten der Münchner erkannt werden, desto eher lässt sich Gegensteuern. Andernfalls droht dem FC Bayern eine ähnlich schwere Rückrunde wie im vergangen Jahr.

Update: Boateng noch schwerer verletzt?

Wie die “TZ” erfahren hat, verletzte sich Jerome Boateng wohl noch schwerer als bisher angenommen:

Am Sonntag erfuhr die tz, dass sich der 27-Jährige auch noch einen Adduktorenabriss zugezogen hat. Drei Monate Pause – mindestens […] Dass die Münchner noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, ist entgegen des Berichts von Sky Sport News HD unwahrscheinlich.
TZ.de am 25.01.2016

Mit dieser Diagnose erhöht sich Boatengs Ausfallzeit erneut und liegt eher im Bereich von vier bis fünf Monaten.

Update II: Kleine Datenanalyse von unserem Autor Tobias

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Leserkommentare
  1. kurt

    Es ist vollkommen lächerlich mittlerweile. Seit Jahren plagen uns solche extremen Verletzungssorgen. Es muss sich endlich etwas ändern. Kann doch nicht sein, dass der beste Kader der Welt ständig auf Krücke läuft.

  2. Peter

    Boateng “zog sich eine Muskelverletzung im linken Adduktorenbereich zu und muss nun eine längere Pause einlegen. Das ergab eine Kernspintomographie am Samstag. Der Verein hielt sich überraschenderweise deutlich zurück und sprach auf Twitter, wie auf der Homepage, nur von einem längeren Ausfall.”

    Nett ausgedrückt! ;-) Diese “mediale Zurückhaltung” des FCB bzw. seiner Medienabteilung ist seit einiger Zeit auffällig, vor allem wenn es um (Muskel)Verletzungen geht. Dies gefällt den Fans gar nicht!
    Wie kann es sein, dass Sport1, Bild, La Bestia Negra weit vor dem FC Bayern selbst von einem “Muskelbündelriss” und einem “möglichen Saison-Aus” sprechen können? Wie so häufig gibt auch hier der FCB das Zepter bei der Informierung der Öffentlichkeit und seiner Fans völlig aus der Hand – und zwar in die Hände der Boulevardpresse!

    1. bazi78

      Vielleicht soll es vom Verein aus auch keine weitere Fehldiagnose geben wie bei Ribery usw.

      Die Medien sind eben wieder voll auf Panik-Mache aus! So wie bei vielen Themen über den FCB…

    2. Wie kann es sein, dass Sport1, Bild, La Bestia Negra weit vor dem FC Bayern selbst von einem “Muskelbündelriss” und einem “möglichen Saison-Aus” sprechen können?

      Weil sie vom Spekulieren leben. Und es sich leisten können, wenn sie daneben liegen. Wir hätten auch schon Freitagnacht diagnostizieren können, haben das aber natürlich nicht gemacht.

      1. Peter

        Ja, das mit dem Spekulieren dachte ich auch immer und habe entsprechend gegen diese reißersiche Form des Journalismus gewettert.

        Aber seitdem genau diese Medien schon ziemlich lange vor dem FCB selbst alle Infos bzgl. Pep Guardiola (verlängert nicht) und Carlo Ancelotti (Nachfolger) zum “Besten” gegeben haben, bin ich da etwas vorsichtiger….

        Bei einem “Muskelbündelriss” spekuliert man nicht – da muss man definitiv etwas wissen.

        P.S.: Die spontane Reaktion von Boateng auf dem Spielfeld ließ ja schon schlimmeres ahnen … Finde es übrigens trotzdem gut, dass Ihr Freitagnacht nicht spekuliert habt…. Habe ich auf meiner Seite auch nicht gemacht. ;-) Aber über die Medienabteilung des FC Bayern kann (nicht nur) ich nur den Kopf schütteln. Gleiches gilt für die medizinische Abteilung …. aus unterschiedlichen Gründen. Für mich die beiden “Lame Ducks” beim FCB!

  3. Christoph

    @Peter: Die Medien könne von vielem “sprechen”, auch abseits von Fakten. Es bringt ja auch nichts erst 3 Wochen in den Raum zu werfen und dann werden es 8 Wochen. Dann fragt auch wieder jeder: “Was ist da los?”. Warten wir es doch einfach ab, wie sich die Heilung entwickelt.

    1. Peter

      @ Christoph: Das Schlimme ist, dass ich bis vor Kurzem noch über diese Medien gelacht habe und genau Deiner Meinung war, nämlich, dass sie viel “sprechen” bzw. schreiben können. Nach dem Guardiola-“Desaster”, bei dem die Boulevardpresse offensichtlich bestens informiert war, bin ich leider ziemlich verunsichert.

      Aber selbst, dass die oben genannten Seiten von “Muskelbündelriss” sprechen, der FCB nur allgemein von “Muskelverletzung” ist doch eigenartig. “Muskelbündelriss” ist eine wesentlich genauere und leider negative Diagnose. Der FCB kann bestätigen oder dementieren. Hat aber einmal mehr die mediale Kontrolle aus der Hand gegeben.

      1. Peter

        Jetzt scheint es so langsam traurige Gewissheit zu sein. Außer den Bayernseiten selbst berichten alle(!!) anderen Sportseiten von Boatengs sehr langem Ausfall )))-: Hier der Kicker => http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/643654/artikel_muskelbuendelriss-boateng-faellt-drei-monate-aus.html

      2. bazi78

        @Peter
        Der Verein wird wohl weiter keine genauen Angaben machen über die Verletzung von JB. Die Bayern haben einfach zuletzt zu oft falsch gelegen mit den Prognosen der Ausfalldauer. Ich sehe auch keine Pflicht bei der Informierung der Öffentlichkeit oder uns normalen Fans. Aber da hat wohl jeder seine eigene Meinung ebenso wie zur offiziellen Verkündung des Abschieds von Pep…

      3. Peter

        @ Bazi
        Es geht nun im Fall Boateng einfach um die exakte Benennung der Verletzung, also die Diagnose. Ist es wirklich ein Muskelbündelriss, der in der Tat eine lange Pause nach sich ziehen würde?
        Und wenn das feststeht, kann man Prognosen über die Ausfalldauer anstreben….

        Übrigens: war es bei Götze nicht ein MuskelbündelAUSriss in den Adduktoren? Also (fast) dieselbe Verletzung? Oder ist ein Ausriss noch schlimmer? Denn Götze fällt wohl insgesamt ca. vier Monate aus….

        Und ich bin schon der Meinung, dass der Verein seinen Fans und Mitgliedern gegenüber eine gewisse Auskunftspflicht hat – denn sonst übernimmt es der Boulevard mit all seinen reißerischen Spekulationen …. ist denn dieses Szenario im Sinne des Vereins?

        Und wenn die medizinische Abteilung wirklich schon Angst(!!) vor Verletzungsdauerprognosen hat, dann ist das ein Armutszeugnis. Beim anderen großen FCB in Barcelona wurden übrigens zuletzt die Verletzungsausfallzeiten der Stars, u.a. Messi im Herbst, sehr exakt prognostiziert. Pep war das gewöhnt und was läuft an der Säbener falsch?

  4. bazi78

    Es muß sich wirklich was ändern wegen den vielen Verletzungen. Die Frage ist nur was sind die Gründe dafür !?

    Das Ärzteteam wurde schon verändert. Das Training/Belastungssteuerung wird sich unter Ancelotti auch verändern…
    Ich denke aber das es auch an den Spielern selbst liegt. Bei uns sind eben viele ver­let­zungs­an­fäl­lig oder werden es obwohl sie bei ihren alten Clubs weniger ausgefallen sind… Warum sind etwa Lewy und Müller fast immer Fit ?

    1. Im Podcast zur Rückrundenvorschau hat Spielverlagerung weitere Muskelverletzungen ja nahezu vorhergesagt.
      Leider schneller und schlimmer Realität geworden als befürchtet. Es kann also kaum mehr mit “Pech” begründet werden.

    2. Alex

      Ich bin davon überzeugt, dass die Antwort ist in diesem Fall – es sind ja fast ausschließlich Muskelverletzungen – ganz einfach ist: Athletik-Training.

      Heute im DoPa hat der Chefredakteur vom Kicker, Wild, es einmal kurz anklingen lassen. Es wird einfach nicht ausreichend in dieser Hinsicht trainiert. Ich glaube, das ist wirklich eine große (vielleicht die einzige richtige) Schwäche von Guardiola. Ich erinnere mich, in “Herr Guardiola” gelesen zu haben, dass die Spieler schon von sich aus Waldläufe gemacht haben, aus diesem Grund. Das ist dann vom Trainergespann nur belächelt worden.

      Hier ein Interview vom letzten Jahr zu diesem Thema, in dem ganz klar gesagt wird, dass die ganzen Muskelverletzungen von mangelnder Athletik herrühren (nicht von Lothar im Banner irritieren lassen):

      https://www.trainerstar.de/trainieren-bundesliga-trainer-falsch/i/54415bfd12b67c128ed29cb8/

      Jetzt, wo das Ärzteteam ausgetauscht worden ist und sich überhaupt nichts geändert hat, ist das für mich nochmal offensichtlicher. Ich hoffe wirklich, dass unter Ancelotti dort angesetzt wird.

      1. bazi78

        @Alex
        Danke für den Link von “trainerstar” :-)

        Was die Experten (auch Hr.Wild) beim DoPa angeht, da sind die Meinungen wohl bei uns verschieden.
        Der Kicker war früher besser und macht oft nur noch Schlagzeilen wie der Boulevardjournalismus!

        Wir FCB-Fans werden es unter Ancelotti sicher sehen ob sich was an den vielen Verletzungen ändert…

    3. Alex

      P. S.:

      “Im Podcast zur Rückrundenvorschau hat Spielverlagerung weitere Muskelverletzungen ja nahezu vorhergesagt.”

      Ich glaube dort wurde gesagt, dass “zu viel” gemacht worden ist. Meiner Meinung nach ist aber tatsächlich das Problem, dass Guardiola und sein Team bekanntlich fast kein Gewicht auf Athletik gelegt wird und diese sozusagen nur nebenbei – wenn möglich am Ball – trainiert werden soll. Man muss sich klar machen, dass auf diese Weise die Belastung nicht etwa schlecht, sondern de facto gar nicht gesteuert wird!

      1. Peter

        @ Alex: Was jetzt – zu viel oder zu wenig Athletik? ;-)
        Übrigens: Mit Waldläufen = Ausdauerläufen wirst Du die Athletik ganz sicher nicht verbessern.

        Ich persönlich glaube, dass es bei den Pep-Bayern hinsichtlich der Muskelverletzungen wirklich einen “Systemfehler” gibt:

        Ich selbst habe – allerdings nur einmal – beim Training zugeschaut: da habe ich keinen Ansatz gefunden.

        Angeblich ist der Hybridrasen, welcher an der Säbener und in der AA verlegt ist, ein Grund, weil zu hart. An der Säbener wird ein neuer Rasen verlegt – allerdings wohl erst im Sommer ….

        Zur medizinischen Abteilung bei Bayern: Mit Dr. Braun hat der Doc der 2. Mannschaft (Bayern Amateure – bevor ich mir Unmut zuziehe ;-) ) übernommen. Angeblich hatte Braun ursprünglich ein sehr gutes Verhältnis zu M-W, welches nun (angeblich) abgekühlt ist. M-W ist immer noch Vertrauensarzt von vielen Spielern. Aber wie soll eine gute Zusammenarbeit funktionieren, wenn es zwischen den beiden “Ärzte-Diven” nicht stimmt. Wobei für mich Braun von der Persönlichkeit und seinem Auftreten nicht zu Bayern passt: sehr introvertiert, wirkt schüchtern und gehemmt … wie soll sich so einer entscheidend – auch einmal gegen Pep – durchsetzen?

        Und ganz ehrlich: manchmal hat man (hier: der FCB) auch wirklich – dauerhaft – Pech: Boateng hat einen mächtigen kräftigen Körper. Und so ist er mit dem gesamten Gewicht dieses mächtigen Körpers so unglücklich gelandet, dass die – weichen – Adduktoren, eine Schwachstelle bei jedem noch so athletischen Körper, maximal belastet waren – und eben dieser Belastung nicht standhielten…. Vlt. müssen wir uns auch damit abfinden, dass gewisse Verletzungen prophylaktisch nicht zu verhindern sind …

        (Anders denke ich übrigens bei Benatia)

        Ein (zumindest nach außen noch nicht kommuniziert) noch nicht entdeckter Systemfehler und viel Pech bringen den FCB schon früh in der Rückrunde in eine Situation, die es galt, mit allen Mitteln zu verhindern…

      2. Alex

        @Peter: “zu viel” meint hier zu viel mit dem Ball trainiert – also zuwenig Athletik.

        Hmm, ob ein zu harter Rasen Muskelverletzungen verursachen kann? Also ich hab’ jahrelang auf Asche gespielt und war nie verletzt :-p

      3. Peter

        @ Alex:

        Wenn bei Bayern zu wenig Athletik trainiert wird, dann ist der “Schleifer” Hermann Gerland wohl mittlerweile absolut überflüssig? ;-) Ganz ehrlich: glaube ich nicht.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein derart hochkarätiges Expertenteam einen derartigen Anfängerfehler macht … für mich undenkbar.
        Andere behaupten wiederum, dass zu viel trainiert bzw. belastet wird …

        Ich gehöre leider auch zu den Münchner Generationen, die noch ziemlich viel auf Asche spielen mussten. Sieht man immer noch bei meinen Knien …
        Aber: im Winterhalbjahr war die “rote Erde” eher weich und gelenkschonend – und im Sommer mussten wir da nicht so oft darauf spielen – glücklicherweise.
        Zudem ist die Belastung bei den Profis doch um einiges höher …

        Wurde eigentlich das Thema Ernährung / sinnvolle Nahrungsergänzung schon einmal ausführlicher behandelt?

  5. Peter

    Ich möchte übrigens gerne noch einmal vom “medizinischen Dilemma” des FCB wegkommen und auf die aktuelle Situation des FCB hinsichtlich der nun verfügbaren Spieler zurück kommen:

    Bei Boateng habe ich selbst nämlich auch eine etwas andere Meinung als Miasanrot, was seine Hinrunde betrifft.
    Für mich persönlich war er nicht derart überragend, sondern ganz im Gegenteil ist wegen seines Phlegmas und infolgedessen gewisser Lässigkeiten auch einige Male hinter seiner möglichen Leistung zurück geblieben.

    Ich bin Jahreskartenbesitzer in der AA und habe mich (aber auch die rings um mich herum) durchaus einige Male über Jeromes Unkonzentriertheiten geärgert. Weite Bälle ins Nirwana und Ballverluste in der eigenen Gefahrenzone waren nicht so selten bei ihm. Bei solchen Gelegenheiten haben er selbst und auch einige seiner Mitspieler sich gelbe Karten abgeholt.

    Wenn er konzentriert ins Spiel geht, stellt er absolute Weltklasse dar – in den großen Finalspielen (CL-Finale 2013 und WM-Finale 2014) hat er dies schon eindrucksvoll bewiesen. Dies war aber in der Hinrunde, zumindest bei den Heimspielen, die ich live im Stadion gesehen habe, nicht immer der Fall.

    Ich bin übrigens auch der Meinung, dass der FCB seinen Ausfall kompensieren könnte, wenn die anderen drei IV (Martinez, Benatia, Badstuber) in Form sind / bleiben und vor allem unverletzt bleiben würden…. Irgendwie fehlt mir aber beim Kriterium “unverletzt bleiben” schon der Glaube.

    Ich weiß, dass mir da viele widersprechen, aber ich persönlich halte Benatia für genauso begabt und stark wie Boateng – aber seine überragende Klasse konnte er bislang – vor allem verletzungsbedingt – kaum zeigen. Und warum sollte in der Rückrunde gerade bei ihm das “Wunder der Unversehrtheit” eintreten?

    Vielleicht ist der aktuelle Medien-Eiertanz der Bayern aber auch wirklich der Tatsache geschuldet, dass man nach Jeromes Verletzung den Markt sehr stark sondiert … und nicht zu viel Wind machen möchte, um die Preise nicht noch weiter nach oben zu drücken …. Ein von der Konstellation geeigneter Kandidat wäre übrigens Hummels (keine CL-Sperre), aber… ;-) ;-) ;-)

    1. kurt

      Die erhöhte Häufigkeit seiner langen Bälle ins Nichts, würde ich aber auch mit der Tatsache begründen, dass er eben vermehrt diese langen Bälle schlägt.

      Wahrscheinlich ist das teilweise ein Vorgriff auf einen kommenden Alonsoverlust.bzw. logischerweise ein dankbares weiteres taktisches Mittel.

  6. Marco05

    Also ehrlich gesagt, dieser Medien-Reflex a la “da läuft was schief” wundert mich etwas.

    Man kann einige Verletzungen vom letzten Jahr nicht wegdiskutieren und auch in Frage stellen (Ribery, Benatia, Bernat) aber Leute, Boateng war seit seiner Knieverletzung bei Man City 2011 niecht mehr länger als 2 Wochen verletzt. Jetzt hat er sich halt mal was weggeholt, absolut unglücklich und ohne Einwirkung des Gegners. Kann man passieren. Aber nein, beim FCB wird direkt ein Fass aufgemacht und alles in Frage gestellt.

    Natürlich hatten wir leztes Jahr zur Crunch-Time ein Problem. Aber die Jahre davor habe ich keine riesigen Verletztenlisten in Erinnerung. Sonst wären wir kaum 3x ins Finale gekommen. Wenn man das jetzt zum Teil Pep ankreided muss man fragen, warum das bei Barca in dem Maß nicht aufgetreten ist. Ich denke nicht, dass es irgendein grundsätzliches Problem ist.

    Sicher gibt es auch keinen Grund das alles zu verharmlosen, aber die Hysterie ist für meine Begriffe fehl am Platz. Wie sieht es eigentlich mit Joel Matip als Ersatz aus? Dessen Vertrag läuft im Sommer aus. Hilft uns jetzt für die CL nix mehr, aber in Summe ggf. eine Überlegung wert.

  7. Jo

    Die Ursachen für die Verletzungsmisere? Muss man nicht mehr groß diskutieren. Dass Thema ist doch durch. Nur über den Umgang damit für die nächsten Monate/Jahre braucht man noch zu diskutieren.

    1.) Eine relative große physische Belastung der Spieler durch viele Spiele (BL; CL, NM et)
    2.) Sehr viele Spieler bei denen entweder aufgrund ihrer Grundkonstitution oder erworbener Vorschädigungen mit regelmäßigen Ausfällen zu rechnen ist.
    3.) Ein Trainerteam, dass ausgerechnet in dem Bereich der Trainingssteuerung/Belastungssteuerung einen großen blinden Fleck hat.
    4.) Eine medizinische Abteilung (im weiteren Sinne) die in Bezug auf Prophylaxe, Diagnostik und Therapie auf dem gegebenen Niveau nicht wettbewerbsfähig ist.

    Mit Ausnahme von 1.) sind alle genannten Punkte durch den Verein im positiven Sinne zu beeinflussen und zu ändern. Allerdings wären das eher langfristige Projekte, die sich unabhängig davon was man unternimmt, erst in Monaten bzw. Jahren auswirken würden.
    Für den Moment bleibt tatsächlich nur eine Option. Reschke und Sammer sind gefordert auf dem Transfermarkt was zu zaubern. Sicher nicht einfach, aber falls man noch größere Ambitionen haben sollte wohl unverzichtbar.

    1. Peter

      @ Jo
      Ich gebe dir vollkommen recht, dass die Ursachen wohl vor allem (aber ausschließlich?) bei deinen Punkten 1) bis 4) zu suchen sind. Intern sind diese Ursachen jedoch sehrwohl zu diskutieren. Punkt 3) ist für mich z.B. eine mögliche Ursache, aber längst nicht erwiesen.
      Dazu kommt aber auch noch die Sache mit dem wohl auf Dauer schädlichen, weil zu harten Untergrund (Hybridrasen), auf dem die Bayern spielen (AA) und trainieren!!
      Aber eine Verletzung wie die von Boateng ist eben auch einfach schlichtweg Pech!

  8. Peter

    Im letzten Sommer war der FC Bayern übrigens am französischen Basken Aymeric Laporte von Atletico Bilbao dran. Dem Aufsichtsrat war der Transfer aber offensichtlich zu teuer.
    Nun besteht aber erheblicher Handlungsbedarf, möchte man sich die Möglichkeit auf den CL-Sieg erhalten.
    FCB-Rekord-Transfers werden wohl aktuell immer mit den Basken abgeschlossen. Wenn nicht Laporte, bleibt eben Javi der Rekordtransfer!! ;-)

    1. Jo

      Laporte ist wohl kein Baske. Aber das sollte ja nicht gegen ihn sprechen ((-;
      Falls Reschke Listen führen sollte, steht der Name sicher auf der Shortlist. Seine Ausstiegsklausel soll um die 50 Mio € liegen. Ob die allerdings auch im Wintertransferfenster gültig wäre?

      1. Peter

        @ Jo
        Hast recht, ist kein Baske – nicht alle “Aquitanier” sind Basken … Asche auf mein Haupt! ;-)

        Reschke braucht sicher für Laporte keine Listen, weil der nämlich definitiv schon letzten Sommer im Gespräch war. Allerdings munkelt man jetzt, dass es schon Verträge mit Barca gäbe …

        Und ich kann den Aufsichtsrat des FC Bayern durchaus verstehen: im Gegensatz zum wesentlich jüngeren Kingsley Coman hat Laporte bislang nicht ein einziges A-Länderspiel für Frankreich gespielt!

        Und die Bayern mussten schmerzlich erfahren, dass Basken (ich spreche jetzt nicht von den Spielern, sondern von den Vereinen) geldgierig sind … nicht nur die Basken, alle Nordspanier … (Makaay – Deportivo) ;-)

    2. Denke mal, dass Michael Reschke eine Shortlist von Kandidaten mit Potential hat. Und das es sicher im Kopf eine zweite Abteilung geben wird für diejenigen, die man jetzt auch wirklich bekommen kann. Bin gespannt, ob hier überhaupt Schnittmengen da sind. Oder bis zu welcher Summe man zu Kompromissen bereit ist.

      1. Erich_B

        Das Problem ist ja das die Transferperiode nur noch bis Ende Januar geht.
        Vor allem beim Preis wird es da eher schlechte Kompromisse geben, selbst für Durchschnittsspieler.
        Sehe das eher negativ bzgl. Transfermarkt.

        Die andere Frage ist ob man sich nicht schon vorher hätte Gedanken machen sollen ?
        – Badstuber nicht 100% belastbar, vor allem nicht in den englischen Wochen
        – Benatia – ihr wisst selber
        – Martinez – angeblich nicht 100% fit
        => De facto ist man nur mit 1 fitten IV in die Rückrunde gegangen – nennt man das Planung ?

  9. Minanda

    Mit französischen Basken haben wir ja gute Erfahrungen gemacht. ;)

    Namen, die online gehandelt werden: Mustafi, Vidic, Matip, Hummels.

    So richtig vorstellen kann ich mir keinen davon.

    1. Peter

      Genau dieser französische Baske (der dem FCB immer noch sehr verbunden ist) hat(te) da wohl auch seine Finger im Spiel !! ;-)

      Mustafi: hat schon CL mit Valencia gespielt
      Vidic: 34 Jahre(!); bereitet sich bei Inter auf die Fußballerrente vor ;-)
      Matip: reicht seine Performance?
      Hummels: wäre mein Favorit (nach Laporte), aber …… haha

      1. An den vier Namen zeigt sich ja: Was sucht man?
        Einen reinen Backup für die Kadertiefe (quasi van Buyten reloaded), weil man der Meinung ist mit den bestehenden Spieleroptionen (Martinez, Badstuber, Benatia, Alaba, Rafinha, Alonso) und Systemoptionen (Dreierkette mit nur einem “klassischen” IV). Dann würde z.B. ein Vidic passen.
        Einen Hochkaräter, der vielleicht eh für Sommer geplant war, dann kommt man um Spieler der Kategorie Hummels, Laporte etc. nicht herum.
        Oder sagt man: Die Optionen Backup und Hochkaräter scheiden aus (z.B. weil “bringt nix” und “nicht machbar”), und man entscheidet sich für die goldene Mitte: Spieler der auf den ersten Blick keine klare Verstärkung ist, aber eine gute Ergänzung, dafür aber machbar. Und (alterstechnisch) auch noch mit Entwicklungspotential. Dann würd ein Matip perfekt passen.

      2. Peter

        @ Joseph

        Perfekt analysiert!

        Vielleicht beisst man sich schon in den eigenen Allerwertesten, weil man für die Version “van Buyten reloaded” gleich unseren sympathischen Brasilianer Dante hätte behalten können…
        Der wäre in vielen BL-Spielen einsetzbar (um die Stammkräfte zu entlasten), aber ein Handicap auf dem Weg zum CL-Titel!

      3. Minanda

        Für die Bundesliga kann es auch ein Alonso oder Alaba oder Rafinha in der IV richten. Problematisch sehe ich nur die CL-Spiele.

  10. […] mit einem Muskelbündelriss und fällt nun drei Monate aus. Gewohnt schnell und gut analysiert Miasanrot die Folgen. Im gleichen Blog ohnehin lesenswert für alle, die dem Noch-Supersuper-Club nicht ganz […]

  11. Hans

    Guardiola hatte in seinen vier Jahren als Cheftrainer in Barcelona jedoch kaum Verletzte.

    1. Hans

      Dazu kommt noch, dass Spanien und auch England vier Spiele mehr in ihren jeweiligen Ligen haben. Dazu gibt es in Spanien im Pokal noch ein Rückspiel und in beiden Ländern keine Winterpause.

      1. Jo

        Der Gedanke mag nahe liegen. Allerdings sind Bayern und Barca in den relevanten Bereichen völlig unterschiedliche Welten, ebenso wie BL und La Liga. Dieser Vergleich führt hier nicht weiter.

  12. Peter

    Handball EM in Polen:

    Den deutschen Handballern ergeht es ähnlich wie den Bayern:

    http://www.sport1.de/handball/em/2016/01/handball-em-steffen-weinhold-und-christian-dissinger-fallen-lange-verletzt-aus

    Beide mit Adduktorenverletzungen – Weinhold offensichtlich mit einer ähnlichen wie bei Boateng, nur wird bei ihm eine Verletzungspause von 6-8 Wochen prognostiziert!?!
    Beide vom THW Kiel, dem deutschen Handball-Pendant zum FC Bayern!

    Hauptdiskussionsthema bei den Handballfans: die Überlastung der Spieler, vor allem durch die aufgeblähte, neu strukturierte Champions League. Die neue Handball-CL ist übrigens eine Vorstufe zur zuletzt von KHR angedachten möglichen zukünftigen Europa League der europäischen Topvereine!! ;-)

  13. Erich_B

    Hallo zusammen,

    ich finde die Beiträge grundsätzlich interessant, da die Meinungen weit auseinander gehen.

    Hatte Bayern die letzten 2 Jahre Verletzte wurde dies immer schnell als Pech eingestuft.
    Da dieses “Pech” nun auch in der 3 Saison anhält ist es anscheinend jedenfalls in den Medien Zeit das Ganze inhaltlich zu diskutieren (Überbelastung/Belastungssteuerung im Training/etc.) – endlich.

    Leider ist das Thema “emotional” durch die ganzen Vorfälle der Vergangenheit ziemlich aufgeladen, durch die Häufigkeit der Verletzen als auch das Thema Müller-Wohlfahrt. Zum Thema Müller-Wohlfahrt hat auch Pep viel beigetragen.
    Ein Arzt der über Jahrzehnte das “Non-Plus-Ultra” der Szene war und Pep bzw. dem F.C. Bayern irgendwann nicht mehr gut genug war. Jetzt ist er endlich weg, aber die Misere setzt sich fort.

    Grundsätzlich denke ich das es nicht DIE Ursache gibt, sondern das ganze sehr divers ist:
    – Robben/Ribery: Deren Verletzungsanfälligkeit ist bekannt und durch deren Alter das ganze noch sensibler
    – Benatia/Thiago: War deren Verletzungsanfälligkeit vor dem Kauf bekannt ? Oder hat jemand hier “gepennt” ?
    – Badstuber: Aufgrund längerer Leidenszeit sehr sensibler Bereich
    – Rafinha/Bernat/Götze: Verletzungen im Training etc.

    Das Pep gerne Risiko geht ist bekannt und die Frage ist für mich ob er Tatsächlich den ein oder anderen “verheizt” hat, z.B. Ribery/Robben letzte Saison.

    “Gefühlt” hat Jupp auch radikaler rotiert als dies Pep gemacht hat. Mir fallen wenig Spiele ein in denen Ribery/Robben fit waren jedoch geschont wurden.

    Was mir sauer aufstößt ist die schlechte Kommunikation der Verletzungen. Ich kann mich an so eine schlechte Kommunikation beim F.C. Bayern nicht erinnern. Und mir fallen etliche Beispiele ein die nach einer Verletzung gleich wieder verletzt waren bzw. die Verletzung unklar war oder die Ausfallzeit deutlich länger war. Das wirkt arg amateurhaft.

    Stammtischfrage: Ist es Zufall das Klopp bei Liverpool wieder soviel Verletzte hat bzw. Tuchel das beim BVB in den Griff bekommen hat ?

    Was feststeht ist das der Ausfall Boateng die Bayern eklatant schwächen wird, weil er die einzige Konstante auf der IV-Position war (stellt sich die Frage – überspielt ?).
    Martinez ist ja angeblich noch nicht 100% fit und Badstuber ein Fall für sich. Ich will da gar nicht dran denken.
    Bei Benatia kann man drauf warten bis er fit ist und anschließend wieder verletzt ist.

    Wenn du Alaba in die IV ziehst stellst sich die Frage wer auf außen spielt… etc… etc… etc…

    Die Verletzung Boateng hat eine große Auswirkung auf die Statik im Bayern-Spiel die man spätestens auf hohem Niveau spüren wird.
    Vor allem weil wir eh so einen hohen Grundstock an Verletzten haben.

    Die Frage ist ob sich der F.C. Bayern das leisten kann so einen Personalaufwand zu betreiben, wo 1/3 der Top5 Spieler immer in entscheidenden Spielen ausfällt oder ob man nicht mal den Kader radikal aussortiert (Ribery ? Benatia ? Rafinha ? Robben ?).

    1. bazi78

      Wie soll der Verein verdiente Spieler wie Ribery und Robben bei noch laufenden Verträgen aussortieren ?

      Ohne diese beiden wäre das Triple 2013 nicht möglich gewesen. Was natürlich für weitere aktuelle Spieler gilt…
      Das ist kein einfaches Thema für die Verantwortlichen des FCB. Wenn Ribery/Robben aussortiert werden ist es einfach undankbar und kein guter Stil. Schon bei Schweinsteiger (der ebenso oft verletzt war) hat man keinen schönen Abschied hinbekommen!

      1. Erich_B

        Man kann die Argumentation “verdiente Spieler” gerne ausführen, macht aber Leistunstechnisch keinen Sinn.

        Ribery hat doch gefühlt nicht mal 50% der Spiele unter Pep gemacht.

      2. bazi78

        Für mich macht so ein undankbarer Umgang mit “verdienten Spielern” viel eher keinen Sinn…

      3. Peter

        “Aussortieren von verdienten Spielern”:
        Dieses Thema ist immer ein unangenehmes, aber zu Beginn der Rückrunde vom Zeitpunkt her auch ein absolut unangebrachtes, fast schon ein bisschen pietätlos!

        Wenn z.B. Ribéry am Ende dieser Saison (fast) kein Spiel mehr gemacht haben sollte, dann kann man sich darüber Gedanken machen. Ich traue dem Franzosen dennoch ein (sehr) gutes Comeback zu. Wurde er nicht nach seinem kurzen Comeback in Gladbach wie der Messias gefeiert?
        Und bei Robben fände ich eine derartige Diskussion aktuell sogar noch krasser und unangebrachter!

        “Kader radikal aussortieren” finde ich – in Angesicht der Erfolgsstory der letzten Jahre – auch nicht bzw. nie für angemessen. Der Kader wird doch peu à peu verjüngt: Coman, Bernat, Kimmich, Costa … diesen Weg sollte man, muss man weitergehen …

        Hätte der BVB z.B. Gündogan aussortieren sollen? Der war auch sehr lange verletzt und dann weit von seinem eigentlichen Leistungsvermögen entfernt …

      4. Jo

        Radikale Umbrüche bergen immer ein größeres Risiko und sollten vermieden werden. Der Umbau des Kaders ist eher eine Langfristaufgabe.
        Dazu gilt, dass Veträge grundsätzlich einmal einzuhalten sind und dies auch zum Selbstverständnis des FCB gehört.
        Interessant wird das immer beim Thema mögliche Vertragsverlängerung. Und hier werden gerade die Personalien Ribery, Robben und Badstuber bald auf der Tagesordnung stehen. Alle Verträge laufen 2017 aus. Verlängern, ja oder nein?

  14. Minanda

    Sané für Ribéry (bzw. Robben) ist mir die Tage schon durch den Kopf gegangen. Das sind aber perspektivische Lösungen, die in dieser Saison nicht weiterhelfen. Sollte Benatia sich ein weiteres Mal verletzen, könnte man auch hier über einen Abgang und vollwertigen Ersatz nachdenken (Mustafi).

    Ein radikalerer Umbruch wäre mit Pep leichter zu bewerkstelligen gewesen als mit dem konservativen Ancelotti. Da werden viele nochmal eine Chance erhalten (z. B. Alonso).

    1. TheSpecialOne1991

      Zum Thema Mustafi:
      Ich schaue mir jetzt nicht gerade Valencia-Spiele an, fand ihn bei der WM aber wirklich nicht gut und bezweifle, dass er das Niveau hat um bei uns auf “viel” Spielzeit zu kommen.
      Hat er sich seit der WM so stark verbessert, oder hab ich nur ein falsche Einschätzung?
      Denke mit Joel Matip wäre man auf keinen Fall schlechter dran, wenn man betrachtet was er gerade diese Saison spielt.
      Er ist torgefährlich, hat kein schlechtes Aufbau-/Passspiel und hat sogar schon 3 Torvorlagen auf dem Konto.

      1. Jo

        Mustafi wäre schon einer mit Perspektive. Was mich etwas skeptisch stimmt ist, dass er in relativ kurzer Zeit schon einige schwere, bis mittlere Muskelverletzungen hatte.
        Wie würde das dann bei uns aussehen?
        Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre sollte eine gewisse Verletzungsresistenz immer bei den Transferentscheidungen mit bedacht werden.

      2. Minanda

        Außerdem durfte Mustafi bei der WM doch nur als Rechtsverteidiger auflaufen, was nicht seine Position ist (vgl. Höwedes). In der Mitte ist er sehr viel stärker und begehrt (Barcelona).

  15. Marco05

    KHR hat jetzt Wintertransfers kategorisch ausgeschlossen, was mMn absolut richtig ist. Kein Spieler ist auf dem Markt, der sofort weiterhilft. Sehe ich genauso. Matip wäre wohl greifbar, kann aber auch im Sommer für null Euro geholt werden. Mustafi kann keine CL mehr spielen usw.
    Außerdem hat er verlauten lassen, dass Boatengs verletzung nicht das Saisonaus bedeutet sondern möglicherweise das letzte Drittel noch möglich ist.
    Alles was jetzt gemacht würde wäre ein Schnellschuß und nicht wirklich durchdacht. Alle Alternativen sind noch längerfristig da.
    Bei unserer Spielweise ist auch nicht der klassische IV-Kanten gefragt sondern eher schnelle Leute (Alaba), um die Konter zu unterbinden. Vlt. kann man auch Kimmich da einsetzen, Rafinha hats auch schon gespielt wobei der natürlich nicht erste und auch nicht zweite Wahl wäre. Aber Martinez, Badstuber und Benatia klingt jetzt auch nicht so verkehrt.
    Schade drum, Boa ist der Beste, aber Jammern nützt wenig bis nichts, also nach vorne schauen. Immer weiter!

  16. Alex

    Gestern die Meldung der tz, mit dem suggestiven Titel: “War das nötig? Pep setzte Boateng ein – obwohl der schon angeschlagen war”. Dort werden als Quelle “Mannschaftskreise” angegeben. Der sogenannte Maulwurf scheint ja immer noch in Plauderlaune zu sein – oder wie ernst ist dieser Artikel zu nehmen?

  17. Jo

    Und jetzt Martinez? Der wochenlang mit Knieproblemen ausfallen soll?
    Diese Überraschung! Na damit konnte doch keiner rechnen. Pünktlich wie immer beginnt die Mannschaft in sich zusammenzufallen.

  18. […] man auf folgende Statistik des Bayern-Blogs Miasanrot im Beitrag http://miasanrot.de/boateng-faellt-lang-aus/ stößt, dann liegt doch eigentlich eine Schlussfolgerung sehr […]

  19. […] 22. Januar 2016 – als sich Jerome Boateng verletzt, sahen viele Beobachter die Chancen auf mögliche Titel der Bayern schwinden. Zumal Medhi […]

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