Vincent Kompany (FC Bayern) und Xabi Alonso umarmen sich.
Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Xabi Alonso als nächstes großes Beispiel: Warum TrainerInnen kaum noch richtig einsteigen können – oder doch?

Jan 13.01.2026

Überraschend kam diese Nachricht längst nicht mehr: Xabi Alonso wurde bei Real Madrid beurlaubt. Es rumorte bereits seit Wochen rund um den einstigen Erfolgscoach von Bayer 04 Leverkusen. Dass diese Nachricht kaum noch Wucht entfaltete und quasi mit „ach, jetzt also doch“ hingenommen wurde, ist jedoch bezeichnen.

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Rúben Amorim ist derweil das nächste Opfer von Manchester United. Enzo Maresca wurde nur vier Tage zuvor von Chelsea entlassen. Der Stuhl von Arne Slot wackelt seit gefühlt Monaten, obwohl im Vorjahr souverän die Meisterschaft eingefahren wurde.

In der Bundesliga sind jüngst Sandro Wagner, Bo Henriksen und Paul Simonis von ihren Aufgaben befreit worden. Erik ten Hag musste schon nach 62 Tagen gehen, Vincent Kompany dagegen sitzt beim FC Bayern fest im Sattel – aber auch die Münchner haben in den letzten Jahren eher vorzeitig die Reißleine gezogen und das nicht immer zwingend zu nachvollziehbaren Zeitpunkten.

Das wirft Fragen auf: Gibt es optimale Einstellungszeitpunkte für TrainerInnen und sind diese vorauszusehen? Was muss dabei beachtet werden? Wie sind die Umstände in den Vereinen, sobald TrainerInnen anfangen? Waren Maresca, Amorim, Alonso, Wagner und Co. gut beraten, ihre Trainerstellen anzunehmen? Miasanrot beschäftigt sich genauer mit einem der fragilsten Jobs im Fußballbusiness.

Trainerwechsel als Kriseninstrument: Der FC Bayern als Beispiel

Krach mit der Klubführung ist nur einer von mehreren Gründen, warum es zwischen Trainer und Klub nicht weitergeht. Weitere Gründe, warum die sportliche Leitung eines Vereins entscheidet, auf der TrainerInnenposition eine Veränderung vorzunehmen, sind meist das Verfehlen der eigenen Saisonzielsetzungen.

Ergebnisse werden nicht eingefahren oder es gibt zwischenmenschliche Diskrepanzen zwischen Team und TrainerIn. Häufig wird dann die Floskel „Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls“ genutzt, wenn ein Team letztlich unterperformt.

Der FC Bayern München hatte im Laufe seiner Vereinsgeschichte einige Beispiele, bei denen Spielzeiten durch einen Trainerwechsel noch gerettet wurden. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit reicht aus: Jupp Heynckes übernahm 2009 nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann sowie erneut 2017 nach der Trennung von Carlo Ancelotti. Hansi Flick wurde 2019 nach der Entlassung von Niko Kovač Cheftrainer.

Bayerns jüngstes Beispiel: Thomas Tuchel machte Platz für Kompany

Das jüngste Beispiel der Münchner spielte sich 2024 ab. Zum Ende der Spielzeit 2023/2024 beendete der FC Bayern unter Thomas Tuchel die Bundesliga-Saison auf Platz 3 – das schlechteste Ligaergebnis seit 2011. Im DFB-Pokal blieb der Erfolg erneut bereits ab Runde zwei aus. Wie hinterließ Tuchel den Kader? Interne Mannschaftsleader wie Joshua Kimmich wurden öffentlich als Sechser infrage gestellt.

Thomas Müller nahm seit Tuchels Amtsantritt häufiger auf der Bank Platz, statt die Startelfrolle einzunehmen, die er noch unter Julian Nagelsmann hatte. Auch Leon Goretzka, unter Nagelsmann unangefochtener Stammspieler, soll laut The Athletic im Sommer 2023 zu den Verkaufskandidaten gezählt haben. Zudem spielten einige Akteure wie Dayot Upamecano phasenweise deutlich unter ihren Möglichkeiten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tuchel keine stabile Teamkultur beim FC Bayern hinterlassen hat.

Am 29.05.2024 wurde Kompany als neuer Trainer der Münchner vorgestellt. Inzwischen herrscht Zufriedenheit. Die Spieler haben sichtbar Lust, die neue Teamkultur und Spielweise auf den Platz zu bringen. Es gibt Sicherheit in Bezug auf Vertragsverlängerungen, sportlich erfolgreiche Ergebnisse sowie eine offensive und attraktive Spielweise, die zum Kader passt. Es scheint so, als hätte der Belgier mit seinem Trainerteam die Begeisterung und Gier zurückbringen können, die es für große Erfolge braucht.

Erfolg nach dem Tief: TrainerInnen, die im richtigen Moment kamen

Kompany kam jedoch rückblickend betrachtet auch zu einem günstigen Zeitpunkt: Die Erwartungshaltung an ihn war überschaubar. Nicht nur war das Team unter Tuchel wenig erfolgreich, er selbst war auch noch eher Notlösung in der Trainersuche als Wunschkandidat. Überspitzt formuliert: Kompany konnte fast nur gewinnen.

Ob in Mainz, Dortmund oder Liverpool: In jeder seiner Trainerstationen übernahm Jürgen Klopp beispielsweise ein Team, das zum Zeitpunkt seiner Installation hinter den eigenen sportlichen Erwartungen zurücklag. In Mainz begann er als Spielertrainer, während sich der Verein im Abstiegskampf befand. Borussia Dortmund stand bei Klopps Amtsübernahme 2008 bereits seit Jahren im Schatten der Erfolge der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Liverpool belegte nach der Vizesaison 2014 unter Brendan Rodgers nur Platz 6 und lag nach einem schwachen Saisonstart 2015/2016 sogar auf Rang 10, bevor die sportliche Leitung die Reißleine zog.

Ein weiteres Beispiel: Bayer 04 Leverkusen stand 2022 auf Platz 17, einem direkten Abstiegsrang, als Xabi Alonso das Traineramt übernahm. Auch hier lag ein klar unterperformendes Team vor. Alonso erhielt Zeit, Spielweise und Teamkultur nachhaltig zu verändern. Knapp zwei Jahre später folgte die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

Als Diego Simeone im Dezember 2011 Atlético Madrid übernahm, befand sich der Klub sportlich und strukturell in einer schwierigen Phase. Atlético lag nur im Tabellenmittelfeld und stand klar im Schatten von Real Madrid und dem FC Barcelona. In seiner ersten Trainersaison für Atlético gewann er die UEFA Europa League und schaffte es nachhaltig, sie im europäischen Wettbewerb zu etablieren. Mittlerweile stehen zwei Champions-League-Final-Teilnahmen (2014, 2016) und zwei spanische Meisterschaften zu Buche (2014, 2021).

Auch Hansi Flick übernahm den FC Bayern in einer schwierigen Zeit. Nicht ganz so dramatisch wie bei anderen Beispielen, aber Niko Kovač stand nicht nur in der Kabine, sondern auch bei vielen Fans mit dem Rücken zur Wand. Sein Fußball war selten attraktiv, der Erfolg blieb ab einem gewissen Zeitpunkt aus. Flick ließ einen offensiven, furchtlosen Fußball und damit fast schon exakt das Gegenteil vom Kovač-Fußball spielen und gewann alles.

Falscher Zeitpunkt für Xabi Alonso in Madrid?

Wie günstig war nun der Zeitpunkt für Xabi Alonso, Real Madrid zu übernehmen? Carlo Ancelotti hinterließ eine etablierte Teamkultur, und die sportlichen Ergebnisse waren – gemessen an anderen Klubs – keineswegs schlecht. Auch wenn Platzierungen in der Liga und ein Champions-League-Aus im Viertelfinale nicht den eigenen Ansprüchen Reals entsprechen, ist die Ausgangslage eine völlig andere als einst in Leverkusen.

Medienberichten zufolge sollen einige Spieler im Kader mit Regel- und Taktikänderungen unzufrieden sein. Nach der letzten Niederlage im Supercopa de España-Finale gegen Barça folgte nun bereits seine Entlassung. War der Kontrast zu Ancelotti zu groß? Der Italiener hatte einst selbst in München erlebt, wie schnell sich die Stimmung gegen einen drehen kann, wenn der Unterschied zum Vorgänger zu immens ist.

Pep Guardiola hinterließ damals eine auf höchstem Niveau funktionierende Mannschaft. Er forderte die Spieler tagtäglich mit Komplexität und Details. Ancelotti lockerte diese Kultur auf. Seine Arbeitsweise ist eine ganz andere. Aus dem Umfeld war damals zu hören, dass die Kabine über diesen Wandel gespalten gewesen sei. Einige fanden die Veränderung gut, andere fühlten sich unterfordert. In jedem Fall gelang es dem routinierten Trainer nicht, die Mannschaft komplett hinter sich zu bringen.

Ex-Bayern-Profi Sandro Wagner scheiterte in Augsburg

Ein aktuelles Beispiel aus der Bundesliga ist Sandro Wagner. Der FC Augsburg entschied sich, auf der TrainerInnenposition einen neuen Weg zu gehen, und trennte sich im Mai 2025 von Jess Thorup. Dabei hatte Thorup bis dahin den besten Punkteschnitt aller FCA-Trainer seit dem Bundesligaaufstieg 2011 vorzuweisen. Warum sich die Klubführung dennoch für diesen Schritt entschied, bleibt ihr Geheimnis.

Es ist davon auszugehen, dass eine funktionierende Teamkultur im Kader herrschte und die sportlichen Ergebnisse im Soll lagen. Mit Blick auf die zuvor formulierte These erschwerte diese Ausgangslage jedoch den Einstieg für Sandro Wagner, da eigene Ideen und Veränderungen schwerer umzusetzen sind.

Julian Nagelsmann ist in der Geschichte der Bayern wiederum ein besonderes Beispiel. Hansi Flick hinterließ ein funktionierendes Team mit mutiger Spielweise. Nagelsmanns Zeit in München war keineswegs schlecht – aber wäre sie erfolgreicher gewesen, wenn er zu einem anderen Zeitpunkt übernommen hätte? Beispielsweise direkt nach Niko Kovač oder indem man so lange abgewartet hätte, bis ein „Case Thomas Tuchel“ entstanden wäre? Zumindest wären Erwartungshaltung und Stimmung in der Kabine anders gewesen.

Aus diesen Beispielen lässt sich folgende These ableiten: Der günstigste Zeitpunkt, einen Trainerinnenjob anzunehmen, ist häufig nach einer schwachen Vorsaison oder während einer schwachen Saisonphase – nicht nach einer starken.

Daraus ließe sich schließen, dass TrainerInnen bessere Voraussetzungen haben, erfolgreich zu sein, wenn sie ein Team übernehmen, das in der Vorsaison oder innerhalb der laufenden Saison hinter den Erwartungen geblieben ist und bei dem Teamkultur oder Teamgefüge problematisch waren.

Schwieriger Einstieg nach stabilen oder erfolgreichen Phasen

Doch zurück zu Rúben Amorim und Manchester United. Er wurde zu einem Zeitpunkt von Manchester verpflichtet, zu dem er nach unserer These eigentlich einen günstigen Moment erwischt hatte, um seine Vorstellungen umzusetzen und erfolgreich zu sein. Aber auch er – wie auch seine Vorgänger – steht im Schatten des Erfolgs von Sir Alex Ferguson.

Seit Sommer 2013 sucht Manchester United nach dem nächsten Trainer, der langfristigen Erfolg einfährt. Dass dies nur schwer gelingen kann, sagte Ralf Rangnick, als er erklärte, der Verein brauche eine „open heart surgery“ statt kurzfristiger „kosmetischer Eingriffe“ wie Transfers. Das ließ tief blicken in die Kultur des Vereins.

Auch Enzo Maresca übernahm Chelsea zu einem Zeitpunkt, zu dem der Klub klar hinter den eigenen Vereinserwartungen zurücklag. Auch hier ist – folgt man der These – ein günstiger Einstellungszeitpunkt zu erkennen. Doch trotz Titeln wie dem Sieg bei der Klub-WM, der Champions-League-Qualifikation und dem Conference-League-Sieg trennte sich der Verein von Maresca.

Nach dem 2:0-Sieg gegen Everton Mitte Dezember sprach Maresca in der Pressekonferenz von den schwersten 48 Stunden als Chelsea-Trainer. Auf Nachfrage ergänzte er, dies sei geschehen, „weil ihn und das Team gewisse Menschen nicht supporten.“ Gemeint waren Vereinsinterne. Laut Medienberichten wollten Vereinsvertreter ihn zu bestimmten Entscheidungen lenken. Maresca fühlte keinen ausreichenden Rückhalt in seiner täglichen Trainerarbeit.

Kommen wir zu Bo Henriksen. Er übernahm Mainz 05 im Februar 2024 auf einem Abstiegsplatz, sicherte den Klassenerhalt und erreichte in der Folgesaison Platz 7 sowie die Qualifikation für die Conference League. Doch nun konnte er den Trend in Mainz nicht mehr bestätigen. Christian Heidel tat sich mit der Entscheidung schwer, denn „die Zusammenarbeit mit Bo Henriksen ging über die rein professionelle Trainer-Beziehung hinaus“.

Hier lag klarer Rückhalt im Verein vor. Mainz liegt nach seiner Freistellung wieder auf einem Abstiegsplatz. Man könnte argumentieren, dass Henriksen den Intensitätsfußball von Mainz in der Hinrunde nicht mehr so umsetzen konnte wie in der Vorsaison ohne Doppelbelastung. In der Conference League gelang zwar das sofortige Einziehen ins Achtelfinale, in der Liga jedoch war der Intensitätsansatz von den Gegnern entschlüsselt worden. Henriksen fehlten somit taktische Anpassungen, um wieder Erfolg in der Liga zu haben.

Damit wird deutlich, dass der Einstellungszeitpunkt nur ein Faktor unter mehreren ist. Der günstigste Zeitpunkt, einen TrainerInnenjob anzunehmen, ist häufig nach einer schwachen Vorsaison oder während einer schwachen Saisonphase – nicht nach einer starken. Gestärkt wird dieser Effekt durch Rückhalt der Vereinsführung und durch Anpassungsfähigkeit des Trainers oder der Trainerin.

Erfolg fortführen statt neu aufbauen

Nun gibt es aber auch Beispiele, in denen es TrainerInnen dennoch schaffen, nach einer erfolgreichen Phase den Erfolg mit Teams weiterzuführen. Das beste Bayern-Beispiel ist Pep Guardiola. Er schaffte es nach Jupp Heynckes, den Kader weiterhin leistungsorientiert zu führen, taktisch weiterzuentwickeln und hatte den Rückhalt der Klubbosse. Trotz der öffentlichen Wünsche nach einer Vertragsverlängerung ging er.

Carlo Ancelottis zweite Amtszeit in Madrid war noch erfolgreicher als seine erste. Er folgte auf die zweite Amtszeit von Zinédine Zidane und konnte auf den Teamerfolgen und der entstandenen Teamkultur aufbauen und diese weiterführen. Mit 1.424 Tagen hat Ancelotti die viertlängste Amtszeit aller Real-Trainer.

Auf Nationalmannschaftsebene ließe sich noch Vicente del Bosque nennen, der nach der Amtszeit von Luis Aragonés und dem Gewinn der EM 2008 Spanien übernahm. Das Resultat war der Gewinn der WM 2010 und der EM 2012. Die Vereinsführung sowie Verantwortlichen für Nationalteams sind hier gefragt, genauestens zu analysieren, was ein passender Nachfolger oder Nachfolgerin mitbringen muss, um weiterhin nachhaltig Erfolg zu haben.

Wie sieht ein erfolgreicher TrainerInnenwechsel aus?

Passt die Spielweise des Trainers oder der Trainerin zum bisherigen Fußball oder stellt sie eine logische Weiterentwicklung dar? Wie sind die Moderationsfähigkeiten einzuschätzen, gerade auch in Bezug auf die SpielerInnen? Passt es auf zwischenmenschlicher Ebene? Ein gutes Beispiel ist Brighton, das nach De Zerbi auf Fabian Hürzeler gesetzt hat, da er vor allem den ersten Punkt auf der Checkliste erfüllte.

Natürlich sind auch die Faktoren Zeit und Geduld entscheidend. Ein weiteres aktuelles Beispiel wäre Mikel Arteta. Trotz der beiden achten Plätze in seinen ersten beiden vollen Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 hielt die Vereinsführung am Spanier fest und schenkte ihm konsequent das Vertrauen. Sportlicher Erfolg stellte sich nicht sofort ein, vielmehr war Artetas Anfangszeit von Aufbauarbeit geprägt. Erst über mehrere Jahre hinweg gelang es ihm, eine klare Spielidee zu etablieren sowie eine stabile Team- und Leistungskultur zu entwickeln.

Entscheidende Aspekte für den späteren Erfolg waren der langfristige Rückhalt der Vereinsführung und die Bereitschaft, kurzfristige Ergebnisse zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Kauf zu nehmen. Artetas Beispiel zeigt, dass Trainererfolg nicht zwingend sofort eintreten muss, sondern unter stabilen Rahmenbedingungen wachsen kann. Inzwischen zählt der FC Arsenal zu den Favoriten auf den Gewinn der Champions League und steht aktuell an der Spitze der Premier League.

Vincent Kompany könnte den FC Bayern zum Lernen zwingen

Es steht noch in den Sternen, ob diese These vollends auf Kompanys Bayern-Zeit zutreffen wird. Nach einer schwachen Vorphase unter Tuchel hat er Bayern auf Spur gebracht. Eine gesunde Leistungs- und Teamkultur konnte er entwickeln, klarer Rückhalt ist bislang vorhanden, taktische Anpassungen sind ebenfalls gegeben. Vor allem aber glänzt Kompany auch als herausragender Kommunikator. Die Art und Weise, wie er dem Klub Ruhe verleiht, ist einmalig.

Der Belgier ist in vielerlei Hinsicht aktuell eines der interessantesten Beispiele. Denn seine Verpflichtung entstammte nicht einer strukturierten und geplanten Herangehensweise. Sie kam wegen vieler Zufälle zustande. Kompany war von Beginn an „geschwächt“ dadurch, dass er nur die vierte, fünfte oder gar sechste Lösung der Bayern war. Auch zeigt die Kandidatenliste, dass dem Klub Namen wichtiger waren als die fußballerische Herangehensweise.

Mit verbundenen Augen warf die Vereinsführung mehrere Dartpfeile in Richtung Board – einer traf zufällig das Bullseye. Vielleicht wird der Klub rückblickend aber reflektieren, wegen welcher Faktoren Kompany derart erfolgreich sein konnte und entsprechend daraus lernen. Denn ob Zufall oder nicht: Kompany war die perfekte Antwort auf die Probleme, die die Mannschaft unter vorherigen Trainern hatte. Sein Wechsel war vom Zeitpunkt her perfekt, aber auch inhaltlich genau das, was der FCB gebraucht hat.

Spannend wird sein, wie sehr Kompany seitens Vereinsführung dann unterstützt wird, wenn die Ergebnisse mal nicht mehr stimmen sollten. Denn garantiert ist im Fußballgeschäft nie etwas. Solange das kurzfristige Ergebnis mehr zählt als das langfristige, ist es für TrainerInnen schwer, dauerhaft erfolgreich zu arbeiten. Xabi Alonso kann ein Lied davon singen.

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